Bücher mit dem Tag "literaturverfilmung"
275 Bücher
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(5.961)Aktuelle Rezension von: annalogWahnsinnig witzige Idee, die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Hier gibt es die Geschichte des 100-jährigen, der vor seiner Geburtstagsparty flüchtet und dabei so allerhand erlebt. Es gibt immer wieder Rückblicke auf sein Leben und auch da hat er Dinge erlebt, die mich kopfschüttelnd zurückgelassen haben.
Mir ist übel aufgestoßen, dass das N-Wort verwendet wurde. Ich hatte hoffentlich noch eine ältere Version und in den neueren ist das hoffentlich überarbeitet? - John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.817)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."
Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.
Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.
"-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."
Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...
Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.
"Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."
Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:
"Das Leben ist schön, Hazel Grace."
Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.
Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
Das also ist mein Leben
Die Nackten
Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman. - Oscar Wilde
Biblioteca Obscura: Das Bildnis des Dorian Gray
(2.021)Aktuelle Rezension von: FriekeOscar Wildes Roman ist ein glänzendes Spiel mit Schönheit, Moral und Verführung. Die Geschichte des jungen Dorian, dessen Portrait an seiner Stelle altert und seine Sünden sichtbar trägt, entfaltet eine düstere Faszination.
Wilde verbindet elegante Sprache mit scharfem Witz und zeichnet eine Gesellschaft, die äußere Perfektion über innere Schönheit stellt. Besonders eindrucksvoll ist die Dynamik zwischen Dorian, dem zynischen Lord Henry und dem idealistischen Künstler Basil.
Der Roman wirkt wie ein ästhetisches Märchen, das langsam in eine moralische Tragödie kippt. Er bleibt zeitlos, weil er die Frage stellt, was passiert, wenn Genuss, Narzissmus und Verantwortungslosigkeit die Oberhand gewinnen.
Ein kurzer, aber intensiver Klassiker, der sowohl sprachlich als auch thematisch nachhallt.
- Thomas Mann
Der Zauberberg
(577)Aktuelle Rezension von: Buchfreundin55Der Zauberberg, erstmals 1924 veröffentlicht, gilt als eines der zentralen Werke der deutschen und europäischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Thomas Mann, der den Roman in einer Zeit zunehmender politischer und kultureller Umbrüche schrieb, entfaltet auf über siebenhundert Seiten ein dichten Netz aus Philosophie, Psychologie, Politik und Geschichte. Zentrales Moment des Romans ist der Aufenthalt des jungen Ingenieurs Hans Castorp in einem Sanatorium in Davos, der sich zunächst als Besuch zu einer kurzen Zeit erweist, doch durch eine Reihe von Begegnungen, Gesprächen und inneren Bewegungen sich zu einer langen Existenz innerhalb der kurativen Welt der Bergwelt verdichtet.
Die Nacherzählung der Ereignisse erfolgt mit einer Mischung aus nüchterner Detailtreue und dichterischer Verdichtung. Der Roman verwebt multiple Ebenen: die konkrete Handlung im Sanatorium, die intellektuelle Auseinandersetzung der Figuren untereinander, und eine meta-narrative Reflexion über Zeit, Krankheit und Sterblichkeit. Die Chronik des Berg- und Sanatoriumslebens wird durch eine Vielzahl von Dialogen getragen, in denen sich philosophische, politische und medizinische Diskurse begegnen.
Hans Castorp entwickelt sich im Spannungsfeld von Begehren, Zweifel und intellektueller Neugier. Sein Wandel ist eher graduell als dramatisch: Von einem oberflächlich neugierigen, nahezu unentschlossenen Jüngling wird er zu einem Individuum, das die existenzielle Frage nach Zeitlichkeit, Krankheit und Lebensstil ernsthaft sondiert. Die übrigen Figuren fungieren als Doppelgänger und Katalysatoren für Castorps Selbstdeutung. Ihre Stimmen und Ideen stehen in Gegensatz zueinander: Humanismus versus Rationalismus, Aufklärung gegen existentielle Erkenntnis, Lebenskunst gegen asketische Askese. Der Dialog wird so zum Motor des Romans: Er dient nicht nur der Charakterisierung, sondern dient als Feld, in dem sich Ideen gegenseitig testen, widerlegen oder bestätigen.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Krankheit als Metapher. Krankheit wird nicht bloß als medizinischer Zustand beschrieben, sondern als Zustand des Denkens und des Lebensstils. Als solcher fordert sie die Zeitgenossen heraus, die Grenzen von Gesundheit, Normalität und Freiheit neu zu definieren. Der Roman verhandelt die Frage, ob Krankheit eine Art Lehrmeister für das Bewusstsein sein kann oder vielmehr eine Bedrohung, die den Blick verengt. Manns Darstellung der Krankheiten – einschließlich der Tuberkulose, der als politische Metapher fungieren kann – bietet eine vielschichtige Perspektive auf Gesellschaft und individuelle Verantwortung. Der Zauberberg ist unauflöslich mit den politischen und philosophischen Umbrüchen seiner Epoche verbunden.
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(884)Aktuelle Rezension von: Eve_WaeKlappentext:
Frauen als unterdrückte Gebärmaschinen. Ein totalitärer Staat, der keine Gnade kennt. Und eine stille Heldin, die den Ausbruch versucht: »Der Report der Magd« ist große Literatur und noch viel mehr.
Für Millionen Leserinnen auf der ganzen Welt ist Margaret Atwood die wichtigste literarische Stimme eines warnenden Feminismus. Ihre beklemmende Dystopie löste bei Erscheinen im Jahr 1985 einen kollektiven Aufschrei aus. Die weltweite Faszination ist geblieben.
Die provozierende Vision eines totalitären Staats: Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Die Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Auch die Magd Desfred wird Opfer dieses entwürdigenden Programms. Doch sie besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ...
Meine Meinung:Ich bin über die Serie The Handmaid’s Tale auf Disney+ gestolpert und war sofort gefesselt. Ich bin komplett in diese Welt eingetaucht und wollte unbedingt wissen, woher das alles kommt. So bin ich schließlich bei Der Report der Magd von Margaret Atwood gelandet.
Und ehrlich gesagt hat mich das Buch genauso wenig losgelassen wie die Serie.
Die Geschichte spielt in Gilead, einem ehemaligen Teil der USA, der nach einem religiösen Umsturz zu einem totalitären Regime geworden ist. Frauen haben keinerlei Rechte mehr. Sie dürfen weder lesen noch arbeiten noch über ihr eigenes Leben bestimmen. Sie existieren nur noch als Besitz und im schlimmsten Fall als Gebärmaschinen.
Im Zentrum steht June Osborn, die als Magd im Haushalt eines Kommandanten lebt und gezwungen wird, für ihn ein Kind zu bekommen. Allein diese Ausgangssituation ist schon schwer auszuhalten, aber was das Buch daraus macht, geht noch viel tiefer.
Besonders spannend fand ich die Form. Die Geschichte ist wie ein Bericht aufgebaut, fast wie ein persönliches Protokoll. June erzählt bruchstückhaft von ihrem Leben nach dem Umsturz, ihren Erinnerungen, ihren Gedanken. Dazwischen stehen die sogenannten historischen Anmerkungen aus der Zukunft, in denen ihr Bericht wie ein Fundstück analysiert wird. Das macht das Ganze noch beklemmender, weil es plötzlich nicht mehr nur wie Fiktion wirkt, sondern wie etwas, das tatsächlich passiert sein könnte.
Die Handlung an sich ist ruhig und unspektakulär. Es geht nicht um große Action, sondern um das Aushalten, das Erinnern und das Überleben. Gerade das hat es für mich so intensiv gemacht. Margaret Atwood schreibt nüchtern und teilweise fragmentarisch, was die Ausweglosigkeit nur noch verstärkt.
Ein Detail, das mir erst nach und nach bewusst wurde, hat mich besonders getroffen. Die Namen der Mägde. June wird „Desfred“ genannt, eine Andere heißt zum Beispiel „Desglen“. Am Anfang habe ich das einfach hingenommen, ohne groß darüber nachzudenken. Bis mir klar wurde, dass das nicht einfach Namen sind. Sie bedeuten „des Fred“, „des Glen“. Die Frauen besitzen nicht einmal mehr ihre eigene Identität. Sie gehören ihren Kommandanten. In Junes Fall ist das Fred Waterford. Dieser Moment des Verstehens hat für mich noch einmal deutlich gemacht, wie konsequent dieses System Frauen entmenschlicht.
Es ist definitiv keine leichte Lektüre. Der Umgang mit Frauen, die völlige Kontrolle über ihre Körper und ihr Leben, das alles ist schwer auszuhalten. Und gleichzeitig wirkt es erschreckend real. Gerade weil das Buch schon in den 80ern geschrieben wurde, fühlt es sich heute fast noch aktueller an.
Fazit:
Für mich war „Der Report der Magd“ keine Geschichte, die man einfach liest und wieder weglegt. Es ist ein Buch, das nachwirkt, das einen beschäftigt und das einem unangenehme Fragen stellt. Genau das macht es so stark.
- John Green
Margos Spuren
(1.958)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Leider konnte mich Margos Spuren nicht überzeugen. Der Schreibstil war zwar ungewöhnlich und in gewisser Weise interessant, aber insgesamt empfand ich ihn als zu schnell, hektisch und abgehackt. Dadurch fiel es mir schwer, in die Handlung einzutauchen oder eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Die Idee der Geschichte hatte zwar Potenzial, doch die Umsetzung hat mich persönlich nicht erreicht. John Green ist wohl einfach nicht mein Autor.
- Stephen King
Friedhof der Kuscheltiere
(2.014)Aktuelle Rezension von: KeyofbooksHabe das Buch schon Mal als Jugendliche gelesen, das war also ein schöner ReRead. Hat mich daran erinnert, warum ich Stephen King's Werke schon immer faszinierend fand. Die Story zieht sich langsam, man bekommt sehr viel von dem gewöhnlichen amerikanischen Leben der '80- er Jahren mit. Lediglich gegen das Ende fängt das gruselige erst an und steigert sich rasant in die Höhe. Zwar weiß man schon worauf es hinausläuft, trotzdem ist die Spannung gut gehalten. Passt am besten in die Zeit vor Haloween.
- Juli Zeh
Unterleuten
(682)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannUm es vorwegzusagen: Dieses Buch ist zum Wiederlesen geeignet, auch zum Verschenken. Ja, auch zum Verschenken, trotz seiner über 600 Seiten und erst recht, aus dem Gefühl heraus, es könnte dem Beschenkten nicht gefallen. Diese Gefahr besteht hier kaum. Eher besteht die Gefahr, dass der Beschenke dieses Buch bereits gelesen hat.
Für die Erstleser empfiehlt sich ein gut gespitzter Bleistift, denn hier wird nicht nur eine äußerst vielseitige und vertrackte Geschichte (es sind eher Geschichten, die zueinanderfinden) aufgeblättert, sondern es kommt so manche Lebensweisheit zum Zuge oder ins „Gespräch“, die den Leser einnimmt, ihn aufrüttelt und ein stückweit begleitet – bis zum nächsten Highlight. Und dies alles in einer Sprache, die komponiert erscheint, in denen die Worte stilsicher zueinander finden, die das Lesen als solches schon zu einem Genuss machen.
So werden beim Lesen Verstand und Emotionen vielfach gefordert, ohne zu überfordern. Mal staunt man über die „Hartnäckigkeit“ (oder ist es Sturheit, Überforderung, Verletztheit, Traurigkeit?) mancher Akteure, mal über die Leichtigkeit, mit der Dinge angepackt werden. Wären da nicht diese Einflüsse von außen, so könnte die Geschichte sicher endlos weitergesponnen werden. So aber kann sich auch Unterleuten nicht weiter wegducken und das Lebensspiel „unter sich“ ausmachen. Wie die sich daraus ergebenden alten Fälle in die neuen hineinschleichen, wie all dies verwoben ist, dafür gibt es nur einen Begriff: brillant.
(20.11.2018)
- Marc-Uwe Kling
Die Känguru-Chroniken
(1.262)Aktuelle Rezension von: bibliofuechschenEines Tages steht vor Marc-Uwes Tür ein Känguru und statt allein die Zutaten für Pfannkuchen mitzunehmen zieht er direkt bei ihm ein. Wie sich bald herausstellt ist das Känguru kein sonderlich guter Mitbewohner, den es pöbelt, kauft nie ein, ist meist unzuverlässig, beratungsresistent und ist süchtig nach Schnapspralienen. Allerdings hat es zu so gut wie allem eine Meinung und tut diese auch bereitwillig und ungefragt kund. So ergeben sich immer wieder skurrile Situationen, die auch mal in einer Flucht enden.
Jedem der Alltagskomik und Gesallschaftskritik in Satireform mag, wärmstens empfohlen!
- Stephen Chbosky
Das also ist mein Leben
(1.325)Aktuelle Rezension von: AukjeDer 15jährige Charlie hat niemanden dem er richtig seine Sorgen anvertrauen kann und so beginnt er einem ihm unbekannten Freund zu schreiben. Da er eher sensibel, zurückhaltend und still ist, ist er sehr aufgeregt als er sein erstes Jahr an der High School beginnt. Durch Zufall lernt er den extrovertierten Patrick und seine selbstbewusste Stiefschwester Sam kennen die beide in ihrem letzten High School Jahr sind. Durch sie beginnt er ein wenig mutiger zu werden und auch sein Lehrer Bill unterstützt und fördert ihn. Doch immer wieder beginnen seine Gedanken ihn zu blockieren und er begreift einfach nicht warum er sich immer selber im Weg steht. Als sich das Ende des Schuljahres nähert beginnt er Angst zu bekommen das er bald alleine in der High School ist und alles beginnt sich zu zuspitzen.
Ein eher stiller und nicht mehr allzu bekannter Young-Adult Roman, der einen ziemlich berührt. Er beschreibt die typischen Probleme Jugendlicher auf eine nicht aggressive aber ruhige Art und Weise. Da er in Briefform geschrieben ist hat man oft das Gefühl das man als Leser direkt angesprochen wird.
Kleine Randnotiz, der ursprüngliche Titel des Buches ist 'Vielleicht lieber morgen' und mittlerweile 'Das also ist mein Leben'.
- Andy Weir
Der Marsianer
(891)Aktuelle Rezension von: Timo_StaudingerIch konnte mir nicht vorstellen wie man die Geschichte: "Astronaut strandet auf Mars und muss alleine Überleben" in eine Interessante Geschichte Packen kann. Andy Weir schafft es einen sympathischen Typen bei seinem einsamen Überlebenakampf zu begleiten. Einiges an Mathe, Physik und Chemie Kenntnissen sind praktisch beim Lesen aber nicht Notwendig. Bis jetzt habe ich mich nicht an den Film getraut, aber er steht jetzt auf meiner Wachliste.
- Elizabeth Gilbert
Eat, Pray, Love
(927)Aktuelle Rezension von: BuchBoxBirgitEin Road Movie zum Lesen, heute würde man sagen: ein Travel Vlog zum lesen. Die Autorin ist auf jeden Fall sympathisch, sie macht eine Reise, wie viele von uns sie (in ihren Träumen) unternehmen möchten und lässt uns an ihren Erlebnissen und Gedanken Teil haben. Sie findet sich selbst, und viele neue Freunde. Unterhaltsam
- Franz Kafka
Der Prozess
(1.106)Aktuelle Rezension von: Soryan_SolahnDer Einstieg in Kafas "Der Prozess" ist anfangs herausfordernd. Dies liegt an den anspruchvolleren Formulierungen sowie schlicht am Inhalt selbst. Mit der Zeit wird die Wortwahl des Autors jedoch vertrauter.
In Kafkas "Der Prozess" ist der Leser ständig darum bemüht, die Geschichte und die Charaktere zu verstehen. Während des Lesens ist ständig zu hinterfragen, was eigentlich im Text geschieht, was welche Aussage oder Handlung bedeutet und, ob K. tatsächlich unschuldig ist oder nicht. Wer tiefer in das Werk eintaucht, versteht, dass hier ein Machtkonstrukt vorliegt, dass nichts mit einem rechtschaffenen System zu tun hat. Dadurch eröffnen sich weitere Fragen nach den Motiven für die vermeintlich (?) ungerechtfertigte Anschuldigung Josef K's. Am Ende des Buchs geht der Leser mit vielen Fragen und Gedanken aus der Geschichte heraus. Somit hallt der Prozess noch lange nach.
Kafkas Roman ist kein leichter, die Motive liegen nicht offen und der Sachverhalt wird nicht aufgeklärt. So liegt es am Leser, die Handlungen zu hinterfragen und über die ungeschriebenen Zeilen und den geschrieben Worten nachzudenken.
- Michail Bulgakow
Meister und Margarita
(444)Aktuelle Rezension von: MEvaEigentlich sollte dies mein Lieblingsbuch sein; das Thema ist schaurig-schön, es beinhaltet einen sprechenden Kater und die zeitlose Geschichte des Gut und Böse.
Ist es aber nicht. Grund ist die völlig unnötige umständliche Formulierung. Bei Kritikern als poetisch beschrieben bleibe ich einfach verdattert zurück - was darin gipfelt, dass ich nach jeden Kapitel den Inhalt googeln muss. Dieses Buch bedarf vieler Erklärungen - in der vorliegenden Ausgabe nehmen diese allein 100 Seiten ein - aber ein Personenregister hätte meiner Meinung nach auch hinzugefügt werden können. Am Ende heißt es wer sich durchbeißt wird belohnt: Diese Erfahrung blieb bei mir leider aus.
- Katharina Hagena
Der Geschmack von Apfelkernen
(925)Aktuelle Rezension von: izzy_books„Der Geschmack von Apfelkernen“ ist ein melancholischer Roman über Erinnerungen, Verlust und familiäre Verbindungen. Katharina Hagena erzählt ruhig und bildhaft, mit viel Sinn für kleine Details. Zwar ist das Tempo sehr gemächlich, doch genau darin liegt die Stärke der Geschichte: Sie entfaltet eine stille Intensität.
- Dave Eggers
Der Circle
(835)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosThe Circle ist die präziseste literarische Auseinandersetzung mit dem Silicon-Valley-Utopismus, der Überzeugung, dass vollständige Transparenz die Welt verbessert. Mae Holland gibt ihre Privatsphäre nicht unter Zwang auf; sie tut es aus Überzeugung, weil das System sie gelehrt hat, dass Sichtbarkeit eine Tugend ist. Was Eggers zeigt: Die erschreckendste Dystopie ist die, die sich als Fortschritt verkleidet. Erschreckend aktuell.
- Nick Hornby
A Long Way Down
(2.427)Aktuelle Rezension von: ArtVandaleyZynisch, böse und manchmal hart an der Grenze - genauso aber wirklich witzig, sehr gut lesbar, durch den regelmäßigen Wechsel der Perspektive zwischen den vier Hauptfiguren toll geschrieben und sehr aufmerksam mit zahlreichen Alltagsbeobachtungen und Lebensweisheiten garniert. Die gelungenen musikalischen Referenzen sind ein weiterer Pluspunkt. Kurzum: ein herrlicher Spaß!
- Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.266)Aktuelle Rezension von: Nessaja
Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.
Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.
Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.
Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…
- Jonathan Safran Foer
Alles ist erleuchtet
(529)Aktuelle Rezension von: JorokaIch habe zuerst den Film gesehen, zu dem das Buch als Vorlage diente; und dieser hat mir ausgesprochen gut gefallen. Normalerweise ist man von der filmischen Umsetzung eines literarischen Werkes enttäuscht, im vorliegenden Fall war es gerade umgekehrt.
Die Geschichte eines jungen jüdischen Amerikaners (Jonathan Safran Foer), der in die Ukraine fährt und sich dort mit Hilfe eines radebrechenden, machohaften Reiseführers und dessen "blinden" Opa als Fahrer, nebst "Blindenhund" auf die Suche nach der Vergangenheit seines eigenen Großvaters macht, ist im Buch als eine der vier Handlungsstränge enthalten.
Daneben geht es um die Geschichte von "Brod", die dem gleichnamigen Fluss "entspringt", als ihre Eltern im Jahre 1791 dort mit Fuhrwerk in den Fluten versinken; des weiteren um die Geschichte der Heirat von Jonathans Großvater vor Zerstörung des Schtetls um 1940 und um die Kommentare von Alex, dem ukrainischen Reisebegleiter von Jonathan, der scheinbar diese Geschichten Korrektur ließt.
Ganz schön verwirrend und so kam es mir beim Lesen auch durchgehend vor. Hätte ich zuvor den Film nicht gesehen, hätte ich bezüglich Orientierung wohl auch gewiss einige Probleme gehabt. Nun, das mag "innovativ" sein, aber meinem Lesevergnügen zumindest nicht zuträglich.
Natürlich sind alle Geschichten miteinander verwoben und auch Alexs Großvater ist involviert. Ein bisschen dick aufgetragen, wie ich finde.
Negativ aufgestoßen ist mir auch die unnötig obszöne Sprache, die in manchen Passagen benutzt wird.
Fazit: Insgesamt kein wirklich schlechtes Buch. Aber es kommt halt wie ein besonders bemühtes Erstlingswerk eines noch nicht ganz ausgereiften Schreiberling rüber.
- James Bowen
Bob, der Streuner
(983)Aktuelle Rezension von: AlissilaEine, für mich, wirklich spannende und herzerwärmende Geschichte. Es hat sich toll gelesen und für mich las es sich, als hätte James es mir bei einem Kaffee persönlich erzählt. Es wirkt nicht aufgesetzt sondern ehrlich. Manche stellen waren sicherlich nicht übermäßig ausführlich, weil es die Stimmung runter gezogen hätte.
Ich fand es sehr schön Bob und James begleitet zu haben.
- Dörte Hansen
Altes Land
(760)Aktuelle Rezension von: Renate1964Ein Buch, welches sich mit vielen Fragen auseinandersetzt. Eine Hauptfigur ist Vera,ein ehemaliges Flüchtlingskind.Ihre Mutter war aus Ostpreußen vertrieben auf einem Hof im alten Land gestrandet,hatte den kriegsversehrten Hoferben geheiratet und für einen anderen verlassen. Bei der nun alten Vera zieht nach einer unglücklichen Liebe die Nichte Anne mit Sohn Leon ein. Neben der berührenden Familiengeschichte gibt es Städter mit idyllischen Vorstellungen, Generationskonflikte und viel mehr. Es ist sehr ironisch und realistisch, aber auch zum Nachdenken
- John Boyne
Der Junge im gestreiften Pyjama
(2.387)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Manchmal gibt es Bücher, die einen so sehr in ihren Bann ziehen, dass der Alltag komplett in den Hintergrund rückt. "Der Junge im gestreiften Pyjama" war für mich so ein Fall – das typische „nur noch ein Kapitel“-Buch. Obwohl ich eigentlich überhaupt keine Zeit hatte, musste ich es in einem Rutsch durchlesen. Ich konnte Bruno einfach nicht allein lassen. 📖⏳
Warum mich dieses Buch erschüttert hat:
Naivität trifft auf Grausamkeit: Durch Brunos unschuldige Augen auf die Schrecken des Holocausts zu blicken, ist fast unerträglich. Besonders eine Frage hallt in meinem Kopf nach:
"Aber wo genau lag der Unterschied?, fragte er sich. Und wer entschied, welche Leute die gestreiften Anzüge und welche Leute die Uniformen trugen?" 👕🛡️
Sprachloses Ende: Ich war auf vieles vorbereitet, aber mit diesem Ende habe ich absolut nicht gerechnet. Es hat mich vollkommen kalt erwischt und völlig sprachlos zurückgelassen. Ich saß noch lange Zeit nach dem Zuklappen des Buches einfach nur da. 😭😶
Bittere Aktualität: Am Ende des Buches schreibt John Boyne:
"Dies ist das Ende der Geschichte von Bruno und seiner Familie. Natürlich geschah dies alles vor langer Zeit, und etwas Ähnliches könnte nie wieder passieren. Nicht in diesen Tagen. Nicht in diesem Zeitalter."
Diese Zeilen geben mir eine unfassbare Gänsehaut. Wenn man sich die heutige Welt ansieht, wirkt dieser Satz leider wie eine bittere Warnung, die wir noch immer nicht gelernt haben. Es sieht aktuell leider gar nicht danach aus, als wäre diese Gefahr gebannt...
Fazit: Ein kleines Buch mit einer gewaltigen, zerstörerischen Kraft. Es ist schmerzhaft, traurig und so unglaublich wichtig. Wer dieses Buch liest, wird die Welt danach mit anderen Augen sehen. 🕊️🕯️
- Sergej Lukianenko
Wächter der Nacht
(960)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Moskau der Gegenwart existieren Menschen mit magischen Fähigkeiten, die in die Zwielicht-Ebene eintreten können und als die Anderen bezeichnet werden. Seit Jahrhunderten herrscht ein Waffenstillstand zwischen den Lichten (Wächter der Nacht) und den Dunklen (Wächter des Tages), der durch einen Großen Vertrag geregelt wird und plötzlich in Gefahr gerät. Die sehr atmosphärische Handlung mit dem sehr originellen Thema ist in drei miteinander verbundene Episoden aufgebaut und erzeugt ein einzigartiges Facettenreichtum.
Bei den Protagonisten steht der junge Magier der Nachtwache Anton Gorodetski klar im Mittelpunkt der Handlung, was durch die Ich-Erzählperspektive hervorgehoben wird und wird lebendig und moralisch komplex dargestellt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Gesser, Sabulon oder Swetlana sind vielschichtig dargestellt und bereichern die Handlung.
Wer intelligente und einzigartige Urban Fantasy mit einer düsteren Atmosphäre und einer Prise Noir-Krimi mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist klar, atmosphärisch und verbindet Magie/Übernatürliches und Bürokratie/Alltagsprobleme gekonnt miteinander.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Charles Dickens
Oliver Twist
(740)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Oliver musste sehr viele unschöne Dinge durchmachen, die den Leser mitfiebern und mitleiden lassen. Gut aufgebaute Spannungsbögen und ein sehr angenehmer Schreibstil kommen oben drauf. Hinzu kommt, dass ich den Krimi in diesem Klassiker sehr schätze, aber auch, dass gezeigt wird, dass früher alles vom Ablauf her anders war, als es heute der Fall ist. Am besten finde ich jedoch, dass nicht nur nach Olivers Vergangenheit gesucht wird, sondern dass Oliver als Charakter sehr bodenständig und höflich rüber kommt und die Grundwerte, wie sich zu bedanken, jemanden begrüßen etc. nicht unter gehen. Ein Buch, das ich sehr gerne nochmal lesen möchte und das ich hier auch sehr gerne weiterempfehle.























