Bücher mit dem Tag "literaturwissenschaft"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "literaturwissenschaft" gekennzeichnet haben.

341 Bücher

  1. Cover des Buches Kirschroter Sommer (ISBN: 9783499227844)
    Carina Bartsch

    Kirschroter Sommer

     (2.765)
    Aktuelle Rezension von: anna_schwpps

    Wie lange habe ich überlegt, wie ich dieses Buch denn nun bewerten soll. Für mich gehört es in die Kategorie „Buch mit vielen abers“.

    Das erste Aber gehört den Protagonisten. Denn obwohl ich Elyas und Emely als Protagonisten mag, sind sie mir aber auch oft too much. Elyas übertreibt mit seiner aufdringlichen und übergriffigen Art und geht dabei oft etwas zu weit. Da Emely und er sich aber seit Jahren kennen, kann ich das in manchen Situationen verzeihen. Emely dagegen wird manchmal viel zu gemein statt einfach schlagfertig und cool. Obwohl bei ihren frechen Sprüchen aber auch oft lachen musste.

    Eine weitere große Rolle spielt auch Elyas‘ Schwester und Emelys beste Freundin Alex. Deren Freundschaft ist ab und an ganz schön einseitig. Alex akzeptiert kein Nein und benimmt sich manchmal ziemlich daneben. Aber gleichzeitig stimmt die Chemie zwischen den Sandkastenfreundinnen und mal ehrlich: Meine beste Freundin ist doch deshalb meine beste Freundin, weil wir unsere Macken kennen und uns trotzdem oder gerade deswegen lieben 🙂

    Die Geschichte selbst schleicht vor sich. Aber ich mag die Atmosphäre und dadurch, dass Emely und Elyas sich schon von Kind an kennen, wirkt in diesem Romance Buch mal nicht alles komplett überstürzt. Trotzdem (Das ist nur eine andere Art von aber!) hätte ich mir mehr Beschreibungen vom Umfeld und der Umgebung gewünscht.

    Fazit: Kurz gesagt hat mich Kirschroter Sommer einfach gut unterhalten und ich hatte wirklich Spaß mit dem Buch. Es gibt so einige Kritikpunkte und einiges hat mich manchmal wirklich genervt, aber ich werde Band 2 auf jeden Fall noch lesen!

  2. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (295)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  3. Cover des Buches FRAUEN LITERATUR (ISBN: 9783462002362)
    Nicole Seifert

    FRAUEN LITERATUR

     (44)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich studiere momentan im Master Germanistik mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Das Buch von Nicole Seifert war für mich also nicht nur absolut lesenswert, sondern auch ein deutlicher Augenöffner! Ich selbst habe im Bücherregal hauptsächlich Literatur von weiblichen Autoren zu stehen (die ich allerdings nicht bewusst gekauft habe), dennoch habe ich viele im Buch angesprochene Aspekte rückwirkend überdacht.

    Seifert spricht über die hauptsächlich männliche literarische Präsentation in der Schule und die Abwertung der "weiblichen Literatur" in unserer Literatur(kritik)branche. Sie gibt viele Inputs zu Studien, die in den letzten Jahrzehnten im Hinblick auf die Unterschiede von "weiblicher" und "männlicher" Literatur geführt wurden, und führt auch viele Werke von bekannten oder auch vergessenen Autorinnen auf.

    Das Buch ist kurz und bündig und doch fasst es die wichtigsten Merkmale zusammen. Es hat mir als Leserin und auch als Germanistin vor Augen geführt, welche Probleme und Ungleichheiten wir in der Literaturbranche immer noch haben und warum wir diese unbedingt beseitigen müssen.

    Ich vergebe 5 Sterne und spreche eine absolute Leseempfehlung aus!

  4. Cover des Buches Das andere Geschlecht (ISBN: 9783499227851)
    Simone de Beauvoir

    Das andere Geschlecht

     (63)
    Aktuelle Rezension von: xoxo_love_books

    Dieses Werk wurde mir zur Bearbeitung meiner Hausarbeit in Philosophie zum Thema, ob das derzeitige philosophische Wissen androzentrisch ist oder nicht zum Lesen empfohlen. Es ist ein Werk, welches das Frau sein seit der römischen  und griechischen Antike bis zu Beginn des 20. Jhd. untersucht und Unterschiede zwischen Mann und Frau versucht zu nennen. Von der Biologie aber vor allem von den Soziologischen Faktoren. Beauvoir untersucht den  Werdegang von Frauen und beschreibt die damalige Situationen von Frauen, wobei  festzustellen ist, dass das Denken der Menschen bzw. der allgemeine gesellschaftliche Gedanke damals noch deutlich konservativer war, als es das heute ist. Bis letztendlich zur Befreiung der Frau. Ein politisches, kritisches, bahnbrechendes, feministisches Werk und jede*m zu empfehlen! 

  5. Cover des Buches Frauen und Bücher (ISBN: 9783442749805)
    Stefan Bollmann

    Frauen und Bücher

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Frauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.

    Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.

    Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.

    Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle. 

  6. Cover des Buches Die Welt des Sherlock Holmes (ISBN: 9783650400314)
    Maria Fleischhack

    Die Welt des Sherlock Holmes

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Deerstalker, Pfeife, Lupe, markante Nase und Kinn, karierter Inverness-Mantel - für wen sind all jene Utensilien charakteristisch? Darauf gibt es nur eine Antwort: Sherlock Holmes, den größten Meisterdetektiv aller Zeiten. Überall auf der Welt sind die geniale Spürnase und sein treuer Begleiter Dr. Watson bekannt und das nicht nur durch die Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle sondern auch durch die vielen Adaptionen in Film und Fernsehen. Doch was verbirgt sich hinter dem Namen Sherlock Holmes? Gibt es womöglich sogar ein historisches Vorbild oder ist seine Person komplett frei erfunden? Wie schafft er es, die kompliziertesten Fälle zu lösen und kann er sich auch mal irren? Dieses Buch beantwortet all diese Fragen und noch viele mehr auf interessante und unterhaltsame Art und Weise.

    "Die Welt des Sherlock Holmes" ist ein informatives Nachschlagewerk von Maria Fleischhack über den Meisterdetektiv persönlich und bekommt von mir fünf Sterne. In diesem Buch erfährt man alles, was das Herz von Sherlock Holmes Fans begehrt: So lernt man den Autor Arthur Conan Doyle und sein Spiel mit den Lesern näher kennen, erfährt die historischen Hintergründe der wichtigsten Figuren der Geschichten und bekommt einen Überblick über die Fälle von Sherlock Holmes. Sehr interessant ist auch das letzte Kapitel, das die "Eroberung der Welt" durch Sherlock Holmes behandelt, in dem ausführlich über den Meisterdetektiv in zahlreichen Pastiches, Satiren, Parodien und jenseits der Bücher, also auf der Bühne, im Radio und in Kino & Fernsehen erzählt wird. Maria Fleischhack veranschaulicht ihre Erklärungen stets mit den entsprechenden Textstellen aus den Originalwerken, sodass man diese besser verstehen kann. Besonders gut hat mir die Beschreibung der historischen Hintergründe und der Einflüsse, die Sherlock Holmes und die anderen Figuren zu den Persönlichkeiten machen, die wir heute kennen, gefallen, denn es wirft nochmal ein neues Licht auf den Detektiv. Auch der Überblick über die 60 Fälle von Sherlock Holmes ist sehr gelungen und es hat mir während des Lesens ständig in den Fingern gejuckt, die Originalgeschichten zu lesen. Was ich an diesem Kapitel bemerkenswert fand, ist die sprachliche Gestaltung, denn es handelt sich hierbei eigentlich um eine Aufzählung, was aber durch die Sprachgewandtheit Maria Fleischhacks kaum bzw. gar nicht mehr auffällt. Es ist wirklich bewundernswert, wie sie die Fälle zusammengefasst hat, dabei zwar alle wichtigen Informationen nennt, aber stets auf die Auflösung verzichtet. Abgerundet wird dieses Buch schließlich durch einen tabellarischen Überblick aller Geschichten über Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle, sodass man die genaue Reihenfolge der Erzählungen vor Augen hat. Insgesamt ist "Die Welt des Sherlock Holmes" ein gelungenes Buch über den Meisterdetektiv, wobei ich nochmals betonen muss, dass es sich eher um ein Nachschlagewerk als um eine leichte Lektüre für zwischendurch handelt.

  7. Cover des Buches Wenn ein Reisender in einer Winternacht (ISBN: 9783596904426)
    Italo Calvino

    Wenn ein Reisender in einer Winternacht

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Das_literarische_Parkett

    Italo Calvinos Schreibstil ist unauffällig, poetisch ohne überladen zu wirken, philosophisch ohne sich schwermütig über das Geschehen zu legen, intellektuell ohne aufgesetzt zu werden.
    Der Protagonist ist der Lesende, ein hoffnungslos Verlorener, der in den Strudel faszinierend vielseitiger Erzählungen gesogen wird: als Reisender in eine Winternacht verwandelt er sich auf der Jagd nach dem Ende der Erzählungen in einen Liebenden, filtrierten Agenten und schizophrenen Millardär.

    Mich hat dieser erste Calvino sehr begeistert, hat mich abtauchen lassen und oft irritiert, leider aber nie verblüfft oder innerlich gerührt. Faszinierend geschrieben ist diese Reise, aber die Tiefe der Poesie und der einzelnen Erzählungen gleiten dem genialen Autor im Sog der sprunghaften Erzählweise aus der Hand. Das Hin- und Her wirkte auf mich zunehmend nicht mehr kreativ, sondern nur wie die logische Konsequenz eines Prinzips.
    Calvino möchte ich unbedingt weiterlesen; sein Stil und seine Perspektive auf Literatur und literarische Figuren treffen wirklich meinen Geschmack, nur leider hat die grundsätzlich faszinierende Idee des Buches die spannenden Ambivalenzen und Bezüge verschluckt.
    Für mich leider das klassische Beispiel, dass weniger auch mehr sein kann.

    Auszug:

    'Beim Betrachten der Frau im Liegestuhl ist mir das Bedürfnis gekommen, „nach der Natur“ zu schreiben, das heißt nicht die Frau zu beschreiben, sondern ihr Lesen, beziehungsweise irgendetwas zu schreiben, aber ständig dabei zu denken, dass es durch ihr Lesen hindurch muss. Jetzt, beim Betrachten des Schmetterlings, der sich dort auf mein Buch setzt, möchte ich „nach der Natur“ schreiben, indem ich ständig an den Schmetterling denke. Zum Beispiel ein scheußliches Verbrechen beschreiben, das aber bei aller Scheußlichkeit diesem Schmetterling irgendwie gleicht, also leicht und zart ist wie er. Ich könnte auch den Schmetterling beschreiben und dabei so intensiv an ein scheußliches Verbrechen denken, dass der Schmetterling etwas Entsetzliches wird.'

     

  8. Cover des Buches In Frühlingsnächten (ISBN: 9783462043945)
    Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Sommermaedchen23
    Gleich zu Anfang tat ich mich mit Allen als Protagonistin sehr schwer. Es dauerte bis ich mich in die Zeit hineinversetzen konnte und verstehen weswegen Allen das tut, was ihre Mutter von ihr verlangt. Sie wird Lehrerin, obwohl sie doch viel lieber nach New York gehen würde, um dort Dichterin oder Schriftstellerin zu werden. Doch sie beugt sich dem Willen ihrer Mutter und geht als Lehrerin an ein College. Denn sie muss noch Schulden und Studienkredite abbezahlen und dies geht mit einem sicheren Job eben viel leichter. Außerdem liebte sie die Literatur und bringt diese durch ihre Leidenschaft auch ihren Studenten näher. Als sich herauskristallisiert, dass zwei ihrer Studenten genau so viel Interesse an Literatur, Musik und dem Schreiben haben beginnt sie mit George und Toby sich zu treffen. Sie führen die Diskussionen der Unterrichtsstunden zu Hause und am Abend einfach weiter. Sie begleitet die beiden in Cafés, sie lesen sich gegenseitig aus Büchern vor und albern im Park herum. Wir begleiten die drei durch wunderbare Frühlingsnächten mit tollen Gesprächen, guter Musik und hitzigen Diskussionen. Doch als Allen sich in einen von den beiden Studenten verliebt bemerkt sie zu spät die Grenzen der Gesellschaft. Sie muss sich entscheiden wie viel ihr ihre Träume wert sind.

    Fazit: Ein Buch voller Romantik, dem Aufbruch in eine neue Generation und mit ganz viel Liebe zur Literatur. In diesem Buch müssen Entscheidungen getroffen werden, die für jede Frau in der heutigen Zeit selbstverständlich sind und keine große Rolle mehr spielen, aber zu dieser Zeit weitreichende Folgen haben konnten. Gleich zu Anfang erzählt Jetta Carleton, dass es zum Teil ihre Geschichte ist, die sie auf Allen Liles übertragen hat und man ist geneigt ihr das zu glauben, denn nur wer so gefühlt und geliebt hat schafft es dieses so in einen Roman zu verpacken. 
  9. Cover des Buches Ein Kind (ISBN: 9783423139632)
    Thomas Bernhard

    Ein Kind

     (65)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Was geschah mit Schillers Schädel? (ISBN: 9783453600805)
    Rainer Schmitz

    Was geschah mit Schillers Schädel?

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Liedie
    In diesem Buch finden sich 1200 Stichwörter von A bis Z und fast 4000 Namen. Hier kann der Leser herrlich schmöckern und fast alles über die Literatur erfahren - ob wichtig oder unwichtig. Muss man wissen, ob Ernest Hemingway zehn oder zwanzig Bleistifte spitzte, bevor er einen neuen Roman begann oder ob Celan Platanenrinde knetete, bevor er sich an die Arbeit begab? Nein - aber so manche Dinge sind doch sehr amüsant und vieles auch sehr interessant. Für mich ein unverzichtbares Buch, in dem ich immer mal wieder gerne lese und schon viele interessante Informationen zu meinen Lieblingsautoren gefunden habe.
  11. Cover des Buches Stoner (ISBN: 9783423254175)
    John Williams

    Stoner

     (438)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Irgendwie skeptisch ob des Klappentextes, habe ich mehrere Versuche gebraucht um den Roman zu beginnen. John Williams ein bereits toter Autor, der 1965 diesen Roman geschrieben hatte und der irgendwie in Vergessenheit geriet. Gut, dass es 2006 neu aufgelegt wurde.

    Geschichte: 1891 wurde William Stoner im tiefsten Missouri auf einer kleinen Farm geboren. Schon früh musste er zu Hause anpacken und die karge Erde würde er normal bis zu seinem Lebensende bearbeiten. Dieser Weg schien vorgezeichnet, doch als seine Eltern ihn 1910 zum neugegründeten Landwirtschaftskolleg der University of Colombia schicken, um sich in Bezug auf Landwirtschaft weiter zu entwickeln und 4 Jahre studieren, damit er später mithelfen kann, den Boden ertragsfähiger zu machen, entdeckt er seine Liebe zur Literatur und merkt, dass er vielleicht lieber dieses Fach studieren sollte.....

    Schreibstil und Personen:  Die Sprache um 1965 war schon viel reicher als die heutige und an solchen Büchern merkt man, dass unser literarisches Niveau im Rückzug begriffen ist. Stoner ist keine heldenhafter Persönlichkeit und ein sehr schwacher Mensch. Doch ist dies die Geschichte Stoners, der keine Highlights in dieser Gesellschaft setzen kann und es dauernd von allen Seiten abbekommt. Stoner ist ein Mensch mit Prinzipien, mit viel Gefühl und der sehr oft Mitleid hervorruft, obwohl er oft selbst schuld ist. Er will es wirklich jedem Recht machen und wird von der Gesellschaft  bestraft. Seine Geschichte ist traurig, menschlich und doch sehr bewegend. Das Cover ist deutlich und genau: Eine Gestalt, die Undeutlich erscheint, die man sieht und die ohne einen Eindruck zu hinterlassen wieder verschwindet.

    Meinung:  Ich habe gelitten und war wütend, wollte ihm immer wieder sagen, was für ein Versager er ist und doch musste ich immer weiterlesen, da ich sein Schicksal einfach immer weiter verfolgen will. Ich freue mich, als es aufblüht und endlich sein Leben genießt, doch ist endlich von Dauer ?  Es rührt mich sehr und ich habe viel Verständnis  aber so ein Leben hätte ich nie führen können.

    Fazit:  5 Sterne , für eine mich sehr bewegende Geschichte , die keine große Action bietet, sondern die stillen Töne  und die Gefühlswelt eines durchschnittlichen Lehrers , dem fast alles misslingt, aber er immer er selbst bleibt. Es war irgendwie sehr traurig !


  12. Cover des Buches Schiller (ISBN: 9783596033607)
    Rüdiger Safranski

    Schiller

     (33)
    Aktuelle Rezension von: TinSoldier

    Wer sich auf die Lektüre des Buches einlässt, den nimmt der Autor mit auf eine spannende Reise in eine Vergangenheit der Dichter und Denker, welche die deutschen Geistes- und Humanwissenschaften, Philosophie, lyrische und prosaische Literatur sowie das Theater auf bislang einmalige Höhenflüge katapultierten. Gleiches gilt übrigens weitgehend auch für die Musik, die aber hier nicht unser Thema ist. Später wird man für die Epoche der beiden Geistesgrößen Goethe und Schiller den Begriff "Weimarer Klassik" prägen. Diese beiden waren es nicht allein, aber sie waren zweifellos die beiden großen "Gravitationskerne" der Weimarer Klassik, die viele andere in ihre geistigen Umlaufbahnen zogen.
    Rüdiger Safranski schildert dem Leser das Leben Friedrich Schillers spannend und immer hautnah an der historischen Quellenlage. Das Buch ist flüssig zu lesen, aber auch anspruchsvoll. Eine ausführliche Rezension lesen Sie unter  https://litterae-artesque.blogspot.com/2020/04/rudiger-safranski-schiller-oder-die.html

    https://litterae-artesque.blogspot.com/2020/04/rudiger-safranski-schiller-oder-die.html



  13. Cover des Buches Überwachen und Strafen (ISBN: 9783518277843)
    Michel Foucault

    Überwachen und Strafen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Foucault erklärt die soziologischen, kriminalhistorischen und rechtshistorischen Ursachen für die seit dem Ende der Frühen Neuzeit in Frankreich einsetzende Schwerpunktverlagerung der Strafrechtsfunktion. Er zeigt anhand vieler exemplarischer Beispiele, wie sich die Sühnefunktion immer weiter in den Vordergrund schob und die Bestrafung der „Seele“ des Täters an Bedeutung gewann. Waren die alten Strafen noch drakonisch und orientierten sich an ihrer Schwere (Schmerzmaß, Eindruck auf das bei der Vollziehung der Strafe zuschauende Volk), soll nun der Täter „erzogen“ werden und v.a. „in der eigenen Schale“ gequält werden. Mit dieser mehr nach innen (= auf die Täterpsyche) gerichteten Straftheorie entwickelte man sich weg von der Exekution auf dem Marktplatz hin zu einer Strafverbüßung in staatlichen Gefängnissen. Deren Organisation und Arbeit sowie die Rolle der Juristen und Richter wird ausführlich dargestellt und bewertet.
  14. Cover des Buches Die helle Kammer (ISBN: 9783518381427)
    Roland Barthes

    Die helle Kammer

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Barthes' Bemerkungen zur Photographie sind eigentlich absolut überflüssig. Aus der Sicht eines Bildbetrachters - nicht eines Fotografen - schreibt er sehr subjektiv, wie Fotos auf ihn wirken. Immer wieder kreisen seine Gedanken um ein Foto seiner bereits verstorbenen Mutter, auf dem er ihr wahres Wesen zu erkennen glaubt. So wird dieses dünne Büchlein für Barthes zu einer sehr persönlichen Abhandlung, die dem außenstehenden Leser nur wenig bieten kann. Ich war sehr überrascht, als ich das Erscheinungsjahr dieses Buches erfuhr - 1980. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich wirkte es auf mich, als wäre es zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben worden. Barthes' Sprache wirkt antiquiert und unnötig kompliziert, mit vielen Fremdwörtern gespickt, was den Lesefluss häufig etwas hemmt oder zumindest große Konzentration erfordert. Inhaltlich wirkt das Buch vermutlich so alt, weil sich gerade im Bereich der digitalen Fotografie und der Bildbearbeitung in den letzten Jahrzehnten vieles weiterentwickelt hat. Dadurch kann man Barthes' Standpunkte oft nicht mehr nachvollziehen. Er argumentiert zum Beispiel, dass ein Foto auch immer ein Beweis ist dafür, dass etwas genau so gewesen ist, wie man es auf dem Bild sehen kann. In Zeiten von Photoshop beweist ein Foto einer Person an einem bestimmten Ort allerdings nicht, dass die Person wirklich dagewesen ist. Positiv ist allerdings anzumerken, dass viele interessante Fotos im Buch enthalten sind und es sich auch lohnt über einige Argumente zu diskutieren oder nachzudenken. Ich hatte den Vorteil, das Buch im Rahmen eines Literaturkreises zu diskutieren und allein für die interessanten Gespräche, die aus der Lektüre der "hellen Kammer" entstanden sind, hat das Buch 3 Sterne verdient.
  15. Cover des Buches Ich bekenne, ich habe gelebt (ISBN: 9783630620411)
    Pablo Neruda

    Ich bekenne, ich habe gelebt

     (17)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    Pablo Neruda gibt Einblick in sein interessantes Leben und in die Welt seiner Gefühle. Dabei erlebt der Leser die Komplexität des Poeten und Menschen. Das Buch ist sehr gut zu lesen, ist aber keine charakteristische Lebensbeschreibung. Er berichtet in Bildern, in historischen Fakten, in kurze witzige Geschichten. Erzählt von seiner Zeit, vom Urwald in Chile, vom Meer und vom Regen. Pablo Neruda hat zu Recht 1971 den Nobelpreis für Literatur bekommen. Seine Klasse spiegelt sich in diesem Buch wieder!
  16. Cover des Buches Orientalismus (ISBN: 9783100710086)
    Edward W. Said

    Orientalismus

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Sexualität und Wahrheit (ISBN: 9783518283165)
    Michel Foucault

    Sexualität und Wahrheit

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Vyanne
    Finger weg davon -_- Dieser Mann stellt Thesen ohne jeglichen Beleg auf, weil er es sich einfach leisten kann. Manche Sätze sind schlichtweg unnatürlich. Er kommt nicht auf den Punkt, wiederholt sich, das Ganze liest sich selbst wie Propaganda... am meisten stören mich die mutigen Behauptungen, die man höchstens als ein "was wäre, wenn" annehmen und auf dieser Basis weiterlesen kann.
  18. Cover des Buches Literatur! (ISBN: 9783455001228)
    Katharina Mahrenholtz

    Literatur!

     (59)
    Aktuelle Rezension von: jelimuki

    Dieses Buch versammelt wirklich sehr schöne Zusammenfassungen, die allein schon von den Formulierungen oft Spaß machen. Oft genug spielen die Autorinnen mit Ironie und Witz. Auch die Illustrationen gefallen mir gut. Vor allem die, die Buchinhalte zusammenfassen. 

    Wer neugierig ist auf die Welt der Literatur und riskieren kann, dass seine Lesewunschliste wächst, liegt mit diesem Überblick sicher nicht falsch. 

  19. Cover des Buches Romantik (ISBN: 9783596182305)
    Rüdiger Safranski

    Romantik

     (49)
    Aktuelle Rezension von: TaHa

    Romantik: eine deutsche Affäre

    Gekürzte Lesung, Audio-CD

    Rüdiger Safranski

    5 CDs, 5h 30 Spielzeit

    Random House Audio

    16,95 Euro

     

     

    Covertext:

    Eine deutsche Obsession mit europäischen Folgen

    Rüdiger Safranski beschreibt die Epoche der Romantik und ihre Zeitgenossen: Tieck, Novalis, Fichte, Schelling, Schleiermacher und Dorothea Veit, die für die Entfesselung des Genies stehen, für den Aufbruch und die Lust am Experiment. Und er erzählt die Geschichte des Romantischen, die über Heine, Wagner, Nietzsche und Thomas Mann bis in die Gegenwart führt - die Biographie einer Geisteshaltung.

     

    Der Leser:

    Safranski liest selbst. Er, der Philosoph und Schriftsteller, hat Massen mit seinen Biografien über Schiller, Heidegger und Nietzsche begeistert. In meinem Schrank stehen einige seiner Bücher, ich finde sie nicht nur informativ, sondern genieße diese unterhaltsam formulierten Ideenspaziergänge. Für mich ist er der Meister der verständlichen Philosophie- Erzählungen. Unterhaltsames Vorlesen hingegen ist jetzt nicht unbedingt seine Stärke. Erwähnt werden muss, dass dieses Hörbuch/ die Lesung ohne jegliche Vertonung auskommt. Der Inhalt muss hinter nichts zurückstehen, auch nicht hinter dem Können eines professionellen Sprechers. Safranski moduliert seine Stimme nicht, wie es ein geübter Sprecher tun würde. Man hört die ein oder andere Lautbildstörung. Zuerst dachte ich, dass dieses Konzept sich erfrischend von den gängigen, professionell vorgetragenen und untermalten Hörbüchern abhebt. 5,5 Stunden zuhören gelingt jedoch in der Tat besser, wenn die Sprecherqualität besser ist.

    Meinung:

    Mit „Romantik: eine deutsche Affäre“ hat er sich eine ganzen Epoche samt ihrer Theoretiker, Schriftsteller sowie einzelne Werke vorgenommen. Zusätzlich will er die Romantik als Geisteshaltung von Wagner über Heidegger, Nazi-Deutschland bis in die 1968 Jahre hin aufgreifen. Er skizziert Entstehungshintergründe und eröffnet fast schon anekdotische Einblicke.  Mit Hingabe nähert er sich Kleist, Heine, Hölderlin und anderen Vertretern dieser Epoche. Sehr ambitioniert!

     

    Wesentliche Merkmale der Epoche werden gekonnt herausgearbeitet: Überschuss an Phantasie und Ästhetik, das Träumerische. Politische, ästhetische, soziale und philosophische Positionen werden skizziert, Entstehungsgeschichte nachgezeichnet. Gelungen arbeitet er heraus, dass eine Gleichsetzung von Romantik und politisch Reaktionärem zu vermeiden ist. Leider bemüht er dennoch immer wieder Gemeinplätze. Schade ist, das Safranski nicht deutlich macht, was mit den romantischen Impulsen seiner Meinung nach anzufangen ist.

     

    Nun ist es eine gekürzte Fassung und das Buch kenne ich noch nicht, dennoch habe ich den Eindruck, ich höre eine sehr gut, aber ziemlich lückenhafte  Literaturgeschichte. Irritiert nehme ich war, dass Romantik als nationales Phänomen kommuniziert wird. Es fehlt mir ein bisschen die globale oder zumindest europäische Perspektive.

    Fazit:

    Wieder einmal fasziniert Safranskis Belesenheit. Es liegt hier nicht sein bestes Werk vor, aber besser als viele andere ist er immer noch.

  20. Cover des Buches Einführung in die Erzähltheorie (ISBN: 9783406471308)
    Matias Martinez

    Einführung in die Erzähltheorie

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Sarii
    Ein sehr gutes Buch über die möglichen Erzähltheorien der deutschen Literatur. Alle Aspekte sind gut verständlich zusammengefasst und dargestellt. Empfehlenswert zur Prüfungsvorbereitung :)
  21. Cover des Buches Besessen (ISBN: 9783458357582)
    Antonia S. Byatt

    Besessen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Jittery

    Wer dieses Buch lesen möchte, muss sich auf zwei Geschichten einlassen - ein Teil ist die romantische aber tragische Geschichte zweier Dichter im viktorianischen Zeitalter - der andere spielt in der 80er Jahren zwischen zwei Dozenten an englischen Univeritäten. Die Briefe, Tagebucheinträge und Gedichte können manchmal ermüden. Aber ich ziehe den Hut vor der Autorin, die das alles geschrieben hat und das authentisch und bezaubernd. 

    Der britische Humor darf natürlich nicht fehlen! 

    Wirklich zu empfehlen.

  22. Cover des Buches Interpretationen: Dostojewskijs Romane (ISBN: 9783150175293)
    Birgit Harreß

    Interpretationen: Dostojewskijs Romane

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Es geht um die "großen Fünf". Außerordentlich gewinnbringende Werkdeutungen verschiedenster Intention. Ich kam nicht selten ins Staunen. Macht neugierig auf die Werke. Dieses Büchlein enthält mit Sicherheit viele Entscheidungsanregungen für jemanden, der sich für eines der Werke vorerst entscheiden möchte. mehr http://dostojewski.npage.de/
  23. Cover des Buches Bibliographieren für Literaturwissenschaftler (ISBN: 9783150176405)
  24. Cover des Buches Einführung in die Gedichtanalyse (ISBN: 9783476122841)
    Dieter Burdorf

    Einführung in die Gedichtanalyse

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieses Buch ist sehr umfassend, aber vor allem verständlich geschrieben. Dieter Burdorf vermag es, die Sichten verschiedener Literaturwissenschaftler zu verschiedenen Zeiten zu bündeln und klar vorzustellen, dabei aber mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg zu halten. Diese (seine Meinung) aber auch noch gut zu beweisen, darzustellen und verständlich zu machen. Die vielen Verweise machen eine weiterführende Lektüre möglich und einfach. Der Überblick bleibt bei der Ausführlichkeit der Themen jedoch gegeben. Letztendlich ist natürlich auch eine literaturwissenschaftliche Einführung in den Gattungsbereich der Lyrik noch kein Allerweltshilfmittel. Schlussendlich stellt sich dem Leser die eigene Annäherung an den Text. Aber inhaltlich und klar gegliedert kann man hier Entwicklungen in der Forschung und Lehre nachvollziehen und Anhaltspunkte lesen, wie man Lyrik anschauen, lesen und selbst bearbeiten kann. Neben dem Büchlein von Angelika Corbineau-Hoffmann "Die Analyse literarischer Texte", welches ich als beginnende Lektüre für die Annäherung an den Text als solches, an Lyrik, Drama, Essay und Erzählung im Speziellen, sehr empfehlen kann (wobei hier der Fokus nicht auf dem Allgemeinen sondern im Speziellen auf dem Werk Hofmannsthals liegt), bietet der "Burdorf" eine umfassende, detailreiche Heranführung an das Thema Gedichtanalyse, die außerhalb jeden Textanalyse- oder Lyrikkurses unbedingt zu empfehlen ist.

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