Bücher mit dem Tag "liverpool"
29 Bücher
- Jane Costello
Männer wachsen nicht auf Bäumen
(13)Aktuelle Rezension von: Julia_liestKurz vor ihrem 30. Geburtstag findet Emma eine Liste, die sie als Teenager mit ihrer Schwester und ihren Freundinnen verfasst hat. Darauf stehen Dinge, die sie bis dahin getan haben wollte.
Eigentlich war die junge Engländerin bisher ganz zufrieden mit ihrem Leben, doch als Emma die Punkte auf der Liste prüft, stellt sie fest, dass sie so gut wie keinen davon verwirklicht hat.
Da wären beispielsweise: mit einem berühmten Menschen knutschen, aus einem Flugzeug springen, einen One Night Stand haben und die Haare wachsen lassen. In den kommenden Monaten soll die Liste abgearbeitet werden...
Die Geschichte von Emma wird in der ICH-Form erzählt, was es mir persönlich immer etwas leichter macht, mich in das Buch einzulesen. Der Stil ist locker, witzig und unkompliziert.
Emma ist eine junge Frau, mit der sich viele Leser/innen identifizieren können. Man ist gleich gespannt wie sie die Punkte auf ihrer Liste abarbeiten möchte, denn eigentlich führt sie ein recht geregeltes vernünftiges Leben, aus dem sie zur Verwirklichung ihrer Ziele auch einmal ausbrechen muss.
Schon als sie den ersten Punkt angeht, wird es turbulent, doch den Humor bewahrt sich Emma immer und der Leser wird sehr gut unterhalten. Auch fürs Herz ist etwas im Roman von Jane Costello dabei, sodass man mitlachen und mitweinen kann.
Ein sehr gelungener Roman zum Training der Lachmuskeln und fürs Herz. - Beate Baum
Niemand kennt dich, wenn du am Boden liegst
(7)Aktuelle Rezension von: UlrikeBodeDas Cover deutet schon auf einen Roman in der Musikbranche hin, mit allen seinen Höhen uns Tiefen.
Der Klappentext verrät schon eine dramatische Geschichte und mein Fokus lag eigentlich mehr auf dem Thema, welches der Titel schon sehr explizit beschreibt.
Die Protagonisten sind toll beschrieben, vor allem aber die Atmosphäre ist fast schmerzhaft spürbar.
Und wer es erlebt hat, fallen gelassen zu werden wenn er am Boden ist und keinen Ausweg mehr weiß wird sich in diesem Buch auf jeden Fall wiederfinden.
Gerade in der Promiwelt passiert so etwas natürlich noch viel schneller als im privaten Bereich, denn da mischen auch Presse und andere Medien mit, da ist der Untergang geradezu vorprogrammiert
In ihrem wunderbaren und empathischen Schreibstil hat die Autorin nicht nur Emotionen und Atmosphären Leben eingehaucht, sondern auch eine sehr authentische Geschichte niedergeschrieben.
Der Glaube an die Menschen wird hier zutiefst erschüttert und der Leser selbst erfährt auf schonungslos den Untergang und Aufstieg eines Drogenabhängigen.
Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben, das Thema ist hier in eine wunderbare Geschichte integriert und führt am Ende doch zu einer Hoffnungsvollen Stimmung. - Jennifer Benkau
Fairiegolden Town – Die Prinzessin der Diebe
(44)Aktuelle Rezension von: RavendaraMeine Eindrücke
Dieses Hörbuch hat mich sofort verzaubert. Fairiegolden Town – Prinzessin der Diebe entführt in eine magische, düstere und gleichzeitig farbenfrohe Welt – eine gelungene Mischung aus Carnival Row und Six of Crows, oder die Kulisse der 20er in Liverpooler Gangstermilieu angereichert mit Feen, Faunen, Dschinn und Meerjungfrauen. Die Autorin malt eine lebendige, detailreiche Kulisse, in der man sich verliert. Die Beschreibung der Pubs, das Gefängnis der Meerjungfrau, die rasende Autofahrt,,die Begegnung mit dem Dschinn. Jedesmal hatte ich ein regelrechtes Kopfkino voller Bilder und Töne
Ich war schnell gefesselt von der Atmosphäre, der Vielfalt der Figuren und der Balance zwischen politischen Intrigen, Geheimnissen und persönlicher Entwicklung. Die Geschichte entfaltet sich langsam, aber stetig, und man spürt, dass hinter jedem Charakter und jeder Entscheidung mehr steckt, als man zunächst glaubt.
Ich war richtig froh, mal wieder ein Buch zu lesen, in dem es ganz klar Romantik und Lovestory gibt, sogar mehrere, das Zentrum der Geschichte aber ganz klar der Plott ist.
Stärken
Ich möchte euch kurz die 5 Hauptfiguren hier nennen, denn jede ist ein Highlight. Hiermit Spoilere ich ein wenig vom Anfang. Das kann aber hilfreich sein, wenn man aufgrund der Füll an Charakteren am Anfang den Überblick verliert.
Bria: die Diebesprinzessin aus der Provinz, die in Liverpool einen großen Coup landen will. Dort angekommen verändert sie sich findet Freundschaften wie nie zuvor im Leben und verliebt sich. Am Ende muss sie isch zwischen ihrer Liebe und ihrem Coup entscheiden.
Sie hat soviel Humor und Lebensfreude. Ich liebe ihre Dialoge mir sich selbst oder Samuel.
Samuel: „Es sind 120 Gäste anwesend. 110 wollen mich töten und 9 inklusive meiner Geschwister würden alles tun, um mich lenken zu können. Und die letzte bist du. Ich hoffe, dass du weder das eine noch das andere willst.“
Bria: „Hm. Ein gewisses Risiko wirst du eingehen müssen, Samuel, wenn du willst, dass wir uns privat treffen.“
Kayleigh: ist eine Tinkerin. Eine Heilerin. Sie kann Gefühle anderer wahrnehmen und mehr. Im Laufe des Buches kommt sie mit vielen Charakteren in Kontakt und begleitet jeden an wichtigen Stellen der seelischen Heilung. Dadurch wächst sie auch Selber an Selbstbewussten und Mut.
Sie ist mein heimlicher Star.
„Ich vertraue dir auch nicht. Und du solltest mir auch nicht vertrauen. Wir kennen uns noch nicht gut genug und haben uns noch keinen Grund zu Vertrauen gegeben. Aber wir haben uns auch keinen Grund zu Misstrauen gegeben.“
Aiven: ist auch ein Tinker. Er hat eine Hand verloren und sinnt auf Rache. Doch er entwickelt sich weiter und zuletzt gibt es wichtigeres als Rache. wie er das reflektiert und überwindet ist faszinierend.
Derah: „Warum machst du es? Wegen des Geldes? Der Macht? Du willst jemand bedeutsames werden, jemand der nicht vergessen wird?“
Aiven: „Ich will jemand anderes werden. Und den Mann vergessen, der ich jetzt bin.“
Derah: „Vergessen werden ist ein hartes Los. Schlimmer als der Tod. Was hat dieser Mann getan, dass er vergessen werden muss?“
Samuel: ist der Anführer der Skysons. Er ist düster und von Geheimnissen umgeben, die hoffentlich in Teil 2 noch beleuchtet werden.
„Samuel wusste wie es gewesen war… denn genau das machte der Krieg mit Menschen. Mit Fairies, mit Männern und Frauen. Er tötete das Gute, das Mitfühlende, das Kultivierte und zurück blieben wilde Tiere.“
Rory: ist eine Fee, die durch ihre Magie den mächtigen Dämon Crossle in einen Weidenkorb gebannt hat. Beide sind auf ihre Art naiv und weise. Ihre Dialoge über Freiheit und das Leben ist faszinierend, so wie die Beziehung, die die beiden aufbauen.
„Sie wollte nur eine Chance auf einen Neuanfang in einer Gesellschaft, in der man sie einfach Rory sein ließ.“
Sogar Nebenfiguren – wie der Elijah, der Dschinn Bothword, Sebastian oder die Meerjungfrau – bekommen Tiefe und Persönlichkeit. Jeder Charakter fühlt sich lebendig an, niemand ist nur Dekoration. Die Dialoge sind scharf, teilweise poetisch, und die Geschichte steckt voller Zitate, die man sich markieren möchte.
Schwächen
Wirkliche Schwächen gibt es kaum. Wer jedoch auf rasante Action oder sofortige Liebesbekenntnisse hofft, braucht hier Geduld. Die Erzählung nimmt sich Zeit, um Welt und Charaktere zu entfalten, und das ist gerade ihre Stärke – kann aber für Hörerinnen und Hörer, die eine schnelle Plot-Entwicklung bevorzugen, anfangs etwas entschleunigt wirken. Ich habe in letzter Zeit Fantasy gelesen, die ich schlablonenhaft und zweidimensional fand. Hier nicht. Hier hat jeder Charakter eine mehrdimensionale Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, es gibt zwar klassische Tropes, die aber ungewöhnlich eingearbeitet sind, so dass das Buch Konzentration erfordert und durchlesen. Nichts zum Nebenher Hören, nichts zum weglegen und später lesen.
Die Sprecherin
Katja Sallay ist ein echtes Highlight für mich. Ich höre sie gerne auf 0,9 oder 0,95. das macht ihre Stimme etwas lasziver und die Pause bekommen genau die richtige Bedeutungsschwere. Ich liebe ihre Art, den männlichen MC zu sprechen. Das gefällt mir besser als manch männlicher Sprecher.
Mit ihrer ausdrucksstarken, nuancierten Stimme verleiht sie jedem Charakter eine eigene Farbe und bringt die Emotionen der Geschichte perfekt zum Ausdruck. Ihre Interpretation ist lebendig, gefühlvoll und präzise – man hört ihr nicht nur zu, man versinkt in der Welt, die sie mit ihrer Stimme erschafft. Besonders beeindruckend ist, wie sie sowohl die leisen, verletzlichen Töne als auch die kraftvollen Szenen trägt. Ein rundum hervorragendes Hörerlebnis.
Empfehlung
Ein absolutes Muss für alle, die Fantasy mit Tiefe, Atmosphäre und vielschichtigen Figuren lieben. Fairiegolden Town – Prinzessin der Diebe überzeugt durch eine mitreißende Handlung, facettenreiche Charaktere und eine Welt, die man so schnell nicht vergisst. Die Slow-Burn-Romance ist erfrischend anders und angenehm erwachsen erzählt.
Für Fans von Six of Crows, Carnival Row oder komplexen Urban-Fantasy-Settings ist dieses Hörbuch ein echter Geheimtipp – eindrucksvoll gesprochen und wunderbar geschrieben.
- Gillian McAllister
Going Back – Wo fing das Böse an?
(110)Aktuelle Rezension von: LidenDatum : 15.10.2025
✨Handlung✨
Es ist nachts. Dein jugendlicher Sohn ist unterwegs, du bleibst wach und wartest auf ihn. Er kommt nachhause, ein fremder Mann im Schlepptau, dein Sohn ersticht ihn. Wait, what ? Polizei, Verzweiflung, das volle Programm. Irgendwann schläfst du abends erschöpft ein und .. erwachst im gestern, vorgestern .. du zäumst das Pferd von hinten auf.
✨Protagonisten✨
Wir gehen durch den Fall mit Jen. Anwältin, Mama, Ehefrau und vorallem eins : sehr sympathisch. Die Autorin hat eine Figur gezeichnet, mit der man gerne durch die Geschichte geht. Es wird aus der Ich-Perspektive erzählt.
✨Setting✨
Das Thema hatte ich so noch nicht gelesen gehabt und fande den Ansatz genial. Der Fall wird von hinten aufgerollt, warum ist mein Sohn ein Mörder ? Was hat ihn dazu gemacht ? Welchen schwerwiegenden Fehler habe ich gemacht, dass mein Sohn einen Mann ermordet ?
✨Schreibstil✨
Leider gab es häufig Wiederholungen und gestreckte Passagen. Das hat dem Buch den Thrill genommen. Ich war froh, als ich das Buch beendet hatte und wollte einfach schnell die Auflösung wissen. Wäre das viele Blabla nicht gewesen und hätte man dadurch mehr Spannung aufgebaut, wäre das Buch ein Highlight geworden
✨Fazit✨
Ein Zeitreise Thriller, der mit einer Einzigartigkeit hervorsticht, aber leider schleppend vorangeht.
- Mari Roth
You know I love you – Cynthia und John Lennon und die Anfänge der Beatles
(9)Aktuelle Rezension von: BibliokateMari Roth erzählt in diesem sehr einfühlsamen Roman die Liebesgeschichte von John Lennon und seiner ersten Ehefrau Cynthia.
Die beiden lernen sich während des Studiums kennen. Nicht wirklich viel scheint sie zu verbinden. Cynthia ist eine gewissenhafte Studentin, John scheint alles und jeden ins lächerliche zu ziehen, wirkt angeödet von der Kunsthochschule und trägt seine Wut und Trauer über den Tod seiner Mutter mit sich.
Die beiden kommen sich näher doch ihr Umfeld, am meisten Johns Tante Mimi, die sich seit seiner frühen Kindheit um ihn kümmerte scheinen über die Verbindung der beiden nicht besonders erfreut zu sein. Doch John und Cynthia lieben sich egal wie schwer es ist gegen alle Widerstände versuchen sie anzukämpfen.
Als Cynthia ungeplant Schwanger wird und sich der erste Erfolg der Beatles einstellt müssen die beiden einen Weg finden ihr Leben zusammen zu leben und ihren Weg zu finden.
Was ich an dem Roman spannend finde ist das er damit beginnt das Cynthia die Nachricht erhält das John erschossen wurde. Danach wird die Geschichte der beiden vom kennenlernen bis zur Geburt ihres ersten Kindes erzählt. Ohne zu Verklären oder zu romantisieren erzählt die Autorin die Geschichte der beiden und charakterisiert sie sehr authentisch und vielschichtig. Cynthias Temperament kommt genausogut zu Geltung wie das sehr widersprüchliche, komplexe Wesen Johns was es einfach machte mit den Protagonisten mitzufühlen
Auch wenn ich als absoluter Beatlesfan den Großteil der Geschichte schon kannte fand ich das Buch toll geschrieben und wirklich angenehm zu lesen. Eine absolute Empfehlung geht daher an alle raus die die Musik der Beatles und von John Lennon ebenso lieben wie ich.
- Anne Lück
Jewel & Blade - Die Wächter von Knightsbridge
(233)Aktuelle Rezension von: jessica_nguyInhalt:
Schmiede dein Schicksal!
Gold, Silber, Kupfer: Harper hat ihr besonderes Gespür für Metall nie hinterfragt. Bis der geheimnisvolle Archer mit einem uralten Ring an der Hand in ihrer Goldschmiede auftaucht. Als Harper den Schmuck berührt, sieht sie plötzlich eine verstörende Szene vor sich: den Tod des legendären König Artus. Harper hat tausend Fragen. Die Suche nach Antworten führt sie zu einer elitären Londoner Geheimgesellschaft – und in eine Liebesgeschichte, die ihr Schicksal für immer verändern wird.
Meine Meinung:
Vorab viel lieben Dank an Netgallery und den dazugehörigen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, der keinerlei Einfluss auf die Bewertung hatte.
Bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen gehabt von Anne Lück und ihre Bücher zu lesen. Doch dieses Buch hat mich überrascht. Ein angenehmer Schreibstil, der langsam die Spannung aufbaut um so besser die Handlung zu verfolgen. und man gut mitverfolgen kann, wie und wann etwas passiert.
Die Charakterentwicklung der Hauptcharaktere und das Geheimnis um deren Herkunft, damit hab ich wirklich nicht gerechnet, sodass mich das Ende komplett überrascht hat. Der Abspann zum Ende, der war doch etwas hilfsbereit gewesen, sodass ich vermutete, dass dahinter etwas mehr steckt als man ahnt.
Fazit:
Auch wenn Magie in der Geschichte vorkommt, so war die sehr kurz getreten, gerne etwas mehr. Alles in einen eine gute Geschichte, die Lust auf Band 2 macht.
- Caroline Wallace
Das Fundbüro der Wünsche
(57)Aktuelle Rezension von: june_londonInhalt: Die 16-jährige Martha Lost wurde als Baby am Bahnhof in Liverpool ausgesetzt. Wie es sich für eine Fundsache gehört, landete sie im Fundbüro und leitet es mittlerweile selbst, nachdem ihre bösartige Ziehmutter gestorben ist. Sie hat den Bahnhof noch nie verlassen, denn sie ist ziemlich abergläubisch und verträumt. Als sie einen Hinweis auf ihre Herkunft erhält, macht sie sich jedoch mit der Unterstützung ihrer merkwürdigen Freunde auf die Suche nach ihrer Mutter. Dabei spielen die Beatles eine nicht ganz unbedeutende Rolle.
Eindruck: Mich hat zunächst das Cover angesprochen. Ich habe allerdings eine ältere Ausgabe (Paperback 2015) mit blauem Himmel, einem Ast mit rosa Blüten und einem Mädchen, das auf einem Stapel Koffer steht und sich den Blüten entgegen streckt. Eins der schönsten Cover überhaupt, finde ich.
Und so verträumt wie das Cover, ist auch die Geschichte. Mich hat der Schreibstil sehr angesprochen. Er ist lebendig und doch nicht zu aufgeregt. Die Geschichte wird langsam erzählt und hat Zeit sich zu entfalten. Nach und nach erfährt man mehr über die Ausgangssituation der Handlung und die einzelnen Charaktere.
Charaktere: Martha ist ein sehr verträumtes und für ihr Alter eher kindliches Mädchen. Sie sieht in allem etwas besonderes und magisches. Sie hat eine schwäche für Fundsachen und ihre Geschichten, vermutlich weil sie selbst eine "Fundsache" ist und ihre eigene Geschichte nicht kennt. Sie ist leider auch sehr naiv und stur, weshalb sie in manche schwierige Situation gerät, aus die ihr ihre Freunde heraus helfen müssen. Zu ihren seltsamen Freunden gehören unter anderem ein römischer Legionär, eine Cafe-Besitzerin, ein Mann mit einem Koffer, der möglicherweise mal den Beatles gehört hat, ein Postbote und der Mann aus dem Gulli.
In der Geschichte passiert sehr viel gleichzeitig, was ich am Anfang noch nicht als störend empfunden habe, doch etwa ab der Hälfte wird es leider immer verwirrender. In der Hauptsache geht es um Martha und ihre Suche, doch dann kommt noch die Nebengeschichte mit den Beatles dazu, sowie eine Liebesgeschichte und dann noch die interessante und traurige Geschichte des Mannes aus dem Gulli. Diese Handlungsstränge sind spannend, aber doch irgenwie zu viel auf einmal.
Trotzdem empfehle ich dieses Buch weiter, denn es hat mich berührt und auch im Nachhinein noch beschäftigt.
- Ashley Dyer
Tattoo
(96)Aktuelle Rezension von: Reading_LoveAshley Dyers Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Kapitel
sind auch nicht übermäßig in die Länge gezogen. Dazu sind die
Kapitel auch aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, was den
Einblick aus mehreren Perspektiven ermöglicht.
Ein raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel ist hier garantiert. Der
Dornenkiller rutscht zunächst aber erstmals in den Hintergrund,
denn zwei weitere Fällen gilt es zeitgleich gelöst zu werden, was
dem Leser regelrecht ins Grübeln versetzt, wessen Hintergründe
dahinter stecken und ob diese ebenfalls mit dem Dornenkiller in
Verbindung gebracht werden können.
Interessant fand ich vor allem, die ganzen Rätsel rund um, die
Tattoos, sowie die Farbe und das restliche Zubehör, womit sie
gestochen wurden. Die Beweiselegung hat sich egal, ob an Material
oder Verhör gut über das ganze Buch verteilt, sodass man in kleinen
Schritten immer mehr puzzeln konnte.
Das Ende war für mich noch recht überraschend, denn ich habe mit
meinem Verdacht regelrecht falsch gelegen, was mich dann natürlich
bei der Auflösung zur Verblüffung gebracht hat. Denn ich war so
mit Spannung im Buch vertieft, dass mir der Täter nicht
aufgefallen ist.
An manchen Stellen hätte weniger auch mehr sein können, aber ich
konnte da ganz gut drüber hinweglesen und das Buch hat dennoch
seine bewegende Spannungskurve gehabt. Ich würde auch sagen, dass
es nicht jedermanns Geschmack ist, aber wenn das Gefühl auftauchen
sollte, dass es sich in die Länge zieht, lohnt es sich definitiv
dranzubleiben!
Da es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handeln soll, bin
ich gespannt, wann der nächste erscheint, den werde ich mir dann auf
jeden Fall zulegen! =) - Tabea S. Mainberg
Sue Brooks: Tödliche Passion
(13)Aktuelle Rezension von: SaintGermainJoel treibt eine tödliche Passion um. Nachdem ihm eine innere Stimme eingegeben hat, wer sein nächstes Opfer sein wird, spricht er die Frauen an. Er besitzt eine magische Anziehungskraft, der sich kaum eine Frau entziehen kann. Doch diese Anziehungskraft macht ihn gefährlich, denn er muss sie nach einem sich immer wiederholenden Ritual töten. Superintendent of Police Sue Brooks wird aus London zu den Ermittlungen in Liverpool hinzugezogen, da das dritte Opfer die Tochter eines Kommunalpolitikers ist. Sue stößt bei ihren Ermittlungen auf Ungereimtheiten, die die Frage aufkommen lassen, ob man den Mörder früher hätte stoppen können.
Das Cover des Buches ist zwar relativ einfach, aber trotzdem ausdrucksstark.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Protagonisten werden sehr gut beschrieben. So sieht man als "Sue" beispielsweise Gillian Anderson vor sich bzw. als "Joel" Jamie Dornan. Dass diese Bilder auftreten hat aber nicht nur mit der Beschreibung der Protagonisten zu tun, denn wenn man dieses Buch zu lesen beginnt, sieht man die Serie "The Fall - Tod in Belfast" vor sich. Natürlich wurden die Namen geändert, Joel ist Anästhesist statt Psychologe und die ganzer Geschichte spielt in Liverpool anstelle von Belfast und natürlich ist das Buch kürzer als die Serie.
Ansonsten ist das Buch sehr genau an der Serie dran, die Crux daran ist nur, dass die Serie und das Buch nichts miteinander zu tun haben sollen.
Sogar einige Kleinigkeiten oder auch Aussprüche wurden 1:1 übernommen; teilweise glaubte ich mich in einer Abschrift der Serie zu finden.
Fazit: Spannender Thriller; jedoch ohne Persönlichkeit, da gnadenlos bei "The Fall - Tod in Belfast" abgekupfert wurde.Egal ob unter dem Namen Tabea S. Mainberg oder unter Susan T. Parker. da dieses Buch unter beiden Namen erschienen ist.
- Campino
Hope Street
(45)Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertanteIch bin schon lange Die Toten Hosen-Fan und so war klar, dass ich auch das Buch von Campino lesen werde. In der 10. Klasse schrieb ich eine ganze Arbeit über die Band und war sehr gespannt, etwas mehr über die Zeit vor der Musik von ihm zu erfahren (SPOILER).
Das hat mir gut gefallen:
Das Buch ist voll mit Dingen, die ich noch nicht über Campino wusste. Ich mochte dabei sehr, wie reflektiert und selbstironisch er ist. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Man erfährt viel über England und über das aufwachsen mit zwei Sprachen. Am Ende ist er einfach ein Fan, dem es wichtig ist, alles von Liverpool mitzubekommen oder dabei zu sein.
Sehr schön fand ich so kleine eingestreute Dinge wie, dass er zu erst von seiner Verlobten spricht, dann davon, dass sie auf eine Hochzeit gehen und danach von seiner Frau :) Auch fand ich sehr lustig die Ähnlichkeit zu den Eltern und das man plötzlich Dinge sagt oder tut, die man früher an den Eltern gar nicht toll fand.
Manchmal wird es etwas sprunghaft, allerdings kommt er am Schluss immer zum roten Faden zurück. Corona wird auch kurz Thema. Am besten fand ich den Satz: "Corona ist leise, solange man nicht betroffen ist.
Das fand ich nicht so gut:
Das Buch geht nun mal über Fußball, deswegen sollte jedem klar sein, dass das auch thematisiert wird und an wenigen Stellen sehr ins fachsimpeln geht. Das kann man aber aus meiner Sicht ertragen :)
Fazit:
Vor allem für jeden, der an Campino, an England und/oder Fußball interessiert ist ein Muss. Ich hab es sehr gern gelesen.
Bleiben oder Weg? Es bleibt natürlich bei mir.
- Ellen Barksdale
Tee? Kaffee? Mord! - Der doppelte Monet
(63)Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannikaNathalie Ames erbt von ihrer Tante Henrietta das "Black Feather" - Hotel, Pub und Café - in Earlsraven. Wenn sie das Erbe annimmt, muss sie ein Jahr lang mitarbeitet, damit sie weiß, was sie erwartet und was es heißt der Chef zu sein. Als eine Besucherin des Cafés, Miss Beresford merkwürdige Aussagen über die Bilder macht, die ihr Enkel ihr besorgt, klemmt Nathalie sich dahinter und findet den Zusammenhang zwischen Bridge-Abenden, falschen Bildern und neuen Geschenken. Ihre Tante selbst hatte es schon als Spinnerei abgetan. Und ihre Tante hatte ein geheimes Doppelleben, um solchen Dingen auf den Grund zu gehen. Und dann liegt eine Leiche in Miss Beresfords Garten.
Die Geschichte baut sich langsam auf, damit alle Protagonisten und die Situation verständlich erklärt wird. Als die Köchin Louise Nathalie die "Zusatzbedingungen" für ihren neuen Job offenbart, wird nicht nur die neugierig, sondern auch wir Leser, denn Tante Henrietta hat ein kleines Spionagearchiv auf dem Dachboden und Louise ein sehr bewegtes Leben.
Der Kriminalfall ist gut eingefädelt und die beiden Damen werden schnell zum eingespielten Team.
Gut interpretiert von Vera Teltz.
Fazit: schöner Auftakt, da werde ich die anderen (bis jetzt 31) Teile auch noch hören. - Anthony Quinn
Klopp
(9)Aktuelle Rezension von: bootedkatEin richtiger Fan geht mit seinem Verein durch alle Höhen und Tiefen – Anthony Quinn hat mit dem FC Liverpool schon so einiges erlebt. Als Jürgen Klopp 2015 dort Trainer wurde, befand sich der Verein gerade in einer wenig glorreichen Phase. Vielleicht ist auch deswegen die Begeisterung in England für den deutschen Trainer so groß: Schließlich brachte er den Verein wieder zurück in die Erfolgsspur.
„Klopp“ ist ein bisschen Biografie, ein bisschen Geschichte, eine Annäherung an den Trainer des FC Liverpool und vor allem ganz viel Herzblut. Seine Leidenschaft für den Verein merkt man Anthony Quinn in jedem Satz an. Bei aller Nähe und eigener Begeisterung schafft er dennoch ein wenig Distanz und schafft es auf diese Weise auch den Blick von außen in seinen Text miteinfließen zu lassen. Dabei versucht Quinn gar nicht erst eine Biographie von Jürgen Klopp zu schreiben. Die gibt es bereits. Stattdessen nähert sich der Autor über den Kontext dem Erfolgstrainer an. Ganz ohne ein paar biographische Daten geht es zwar nicht, aber genau das macht den Blick des Fans aus. Der Autor will das Wesen des Trainers verstehen und nachvollziehen, warum Klopp welche Entscheidungen für seine Mannschaft trifft.
Auch wenn es vorrangig um Jürgen Klopp geht und um das, was er mit dem Verein erreicht hat, spielen Anthony Quinn eigene Biographie, die Geschichte der Stadt und die Geschichte des Vereins ebenfalls eine Rolle. Es geht nicht nur um den Trainer, es geht um die Strahlkraft des Vereins, die Faszination Fußball und die Liverpooler Identität. Und das verpackt der Autor liebevoll und mit viel Humor in einer ganz eigenen Geschichte. Damit schafft er genau das, was er verspricht: Eine Liebeserklärung an einen Trainer und seinen Verein. - Frank Goosen
Weil Samstag ist
(51)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderIch bin kein großer Fussball Fan, aber einer von Frank Goosen. Deshalb habe ich das Buch gelesen. Gott sei Dank, denn es ist großartig! Witzig, ehrlich, Treffsicher und mit viel Augenzwinkern erzählt Goosen aus der WElt des Fussballs und reist einen einfach mit. DAnke Frank Goosen, dass ich einen anderen Samstag erleben durfte
- Val McDermid
Rachgier
(72)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Ein neuer Fall für Carol Jordan und Tony Hill – Fall Nr. 10
Abseits von Bradfield und der Krisensituation Carol Jordans gerät ein PKW in Brand. Carol soll den Fall mit ihrem ReMit Team übernehmen. Das bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Opfer war schon vor dem Brand tot.
Das Team gibt sein Bestes, doch alle Wege führen in eine Sackgasse. Die Einheit steht unter starkem Druck als ein weiteres ausgebranntes Fahrzeug samt Leiche aufgefunden wird.
Hier kommt erstmal ein wenig Licht ins Dunkel. Der vermeintliche Killer geht geschickt und sehr geplant vor. Spuren finden sich an keinem Tatort. Die einzige Verbindung der beiden Fälle führt zu Hochzeitsgesellschaften. Dort wird der Mörder fündig und wählt seine Opfer aus.
Während das Team erneut in einer Sackgasse steckt, klären Carol und Tony ihre privaten Probleme und Stacey, frisch getrennt, setzt ihre Wut in freundschaftliche Unterstützung um. Sie hilft Paula bei einem dubiosen privaten Problem.
Über dem Team schwebt jedoch ein Damoklesschwert. Die Presse hat mittlerweile Feuer gefangen und stürzt sich auf Carols Vergangenheit.
Val McDermid macht es einem schwer bis zur letzten Seite. Wir sind als Leser Cliffhänger gewohnt. Private Strukturen verfestigen sich und die Ermittler, mittlerweile liebgewonnen, entwickeln sich weiter. Doch stets droht Gefahr, Mord und Rache aus den eigenen Reihen.
- Laura Jane Williams
Eine Nacht mit dir
(62)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterIn diesem Buch dreht sich alles um Nic und Ruby – zwei Charaktere, die man durch abwechselnde Kapitel Stück für Stück besser kennenlernt. Der Anfang hat mich richtig gefesselt: atmosphärisch, neugierig machend und mit viel Potenzial. Leider hat die Geschichte für mich danach etwas an Spannung verloren und plätscherte zeitweise eher dahin.
Es gab durchaus tiefere Momente, aber so richtig berühren konnte mich das Buch leider nicht. Vielleicht lag es an der Erzählweise oder daran, dass ich keinen richtigen Zugang zu den Figuren gefunden habe. Ich habe überraschend lange für das Buch gebraucht – nicht, weil es schlecht war, sondern weil der Funke einfach nicht ganz übergesprungen ist.
Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es ausgeht – und das spricht ja irgendwo auch für die Geschichte.
- Max Goldt
Ä
(97)Aktuelle Rezension von: HoldenMax Goldts Kolumnen aus der "Titanic" der Jahre 1995 und 1996, für Goldt die "Hamburger Jahre". Immer mit Haltung geschrieben, nachdenklich und hintersinnig. Besonders gelungen fand ich die Geschichte der 48jährigen erstmaligen Väter, die fast alle in einem sehr friedlichen Hamburger Stadtteil wohnen und zur "Hamburger Medienmafia" (Helmut Kohl) gehören, super freundlich zum Bioladen-Verkäufer sind und dort jeden Preis zahlen würden (wegen Toleranz), allerdings sich normaler Arbeit enthoben fühlen. Beim Thema "Monty Python" bin ich anderer Meinung, genauso wie bei den "Edgars"-Grußpostkarten. Schöne Texte von jemandem mit Rückgrat, aber hin und wieder auch einfach nur hundsgemein (zB abtörnende Freundinnen guter Kumpels: Fast immer Claudias).
- David Jackson
Und leise klopft der Tod
(9)Aktuelle Rezension von: Melody73Leichen und als Gruss des Täters tote Vögel. Als die erste Leiche auftaucht, weiss noch keiner was auf die Polizei zukommt. der Täter scheint Katz und Maus zu spielen. Als eine Polizistin getötet wird, steht die Frage im Raum ob es vlt doch gegen die Polizei allgemein geht. Alle sind in Alarmbereitschaft und Nathan Cody muss sich nicht nur dem Mörder sondern auch seinen eigenen Dämonen stellen.
Die Stimme des Sprechers war angenehm und somit ein Genuss zuzuhören
- Henry James
Überfahrt mit Dame
(17)Aktuelle Rezension von: claudiaZIn dem Buch sind zwei Erzählungen zum gleichen Grundthema enthalten. Im Mittelpunkt der Handlung steht jeweils eine junge Dame aus eher einfachen Verhältnissen, die sich an Bord eines Schiffes begibt, um ihren Platz und ihr Glück oder auch nur ein vernünftiges Auskommen an der Seite eines Mannes zu finden.
Durch die Gegenüberstellung der beiden Erzählungen wird ein detaillierter Blick in die damaligen Verhältnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewährt. Es geht um Konventionen und gesellschaftliche Regeln. Henry James hat dabei sehr eindrücklich aufgezeigt, wie sich eine eigene Dynamik innerhalb einer Gruppe von Menschen entwickeln kann. Denn seine "Dame" kommt selbst kaum zu Wort. Vielmehr wird ihr Wesen durch Beobachtungen und Austausch der Mitreisenden beschrieben.
Die zweite Geschichte von Anthony Trollope stellt eine andere Variante zu diesem Thema dar. Hier kommt die Hauptfigur selbst zu Wort, was beim Lesen mehr Nähe erzeugt.
- Bill Granger
Der Novembermann
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenPeter Devereaux ist Geheimagent bei der Abteilung R, einem amerikanischen Geheimdienst, der darunter leidet, daß er gegenüber der CIA im Schatten steht. Er wird von seinem Vorgestzten, einem Bürokraten, den er wegen dieser Tätigkeit verachtet, nach Schottland geschickt, um zu überprüfen, ob die Infos, die ein Zuträger angeblich verkaufen möchte, die hohe Kaufsumme wert ist. Bevor sich die beiden so recht austauschen können, wird der Informant blutrünstig ermordet, aber Devereaux erfuhr immerhin so viel, daß ein Angriff auf ein Mitglied des englischen Köngshauses geplant ist. Ein wunderbarer Thriller, in dem so viel gepichelt wird, daß man beim Lesen schon ganz dune wird, wo die Konkurrenz aus dem konkurrierenden Geheimdienst eine ebenso große Gefahr wie die eigentlichen Gegner darstellt, und wo ein realistisches Bild der Agententätigkeit gezeichnet wird, und mordsspannend ist es obendrein. Darauf einen Whisky *hicks*! - Cyril Abraham
DIE ONEDIN-LINIE: ERSTER BAND - DER KAPITÄN
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintLiverpool 1860. Die Stadt wird zur zweitgrößten Stadt des Empire. Hier hat die "Callon Line" ihren Sitz, in deren Sold der junge James Onedin steht - der jüngste Sohn des kürzlich verstorbenen geizigen Schiffsausrüsters Samuel Onedin. Der hatte den ärmlichen Krämerladen dem ältesten Sohn Robert und das Haus seiner Tochter Isabel vermacht. Während sich Robert trotz seiner stets quengelnden Frau Sarah recht wohl in seiner Haut fühlt, fühlen sich Isabel eingesperrt und James zu Größerem berufen.
Als der Reeder Thomas Callon dem jungen Onedin einen Bonus nicht auszahlen will, beschließt der ehrgeizige Seemann, sich selbständig zu machen. Ihm fällt der stabile aber heruntergekommene Frachtsegler "Charlotte Rhodes" ins Auge... doch wie finanzieren? Seine Ersparnisse reichen nicht - dennoch sucht er den alkoholkranken Besitzer des Seglers auf: Captain Webster. James erhofft sich aufgrund der Erkrankung des Captains leichte Verhandlungen, hat aber die Rechnung ohne die sauertöpfische jungfräuliche Tochter Anne gemacht. Diese sieht ihre Chance gekommen, nicht als bettelarme Unverheiratete zu enden: James solle sie heiraten und sie würde die "Charlotte Rhodes" als Mitgift in die Ehe einbringen...
Damit hatte der "Liverpudlian" Cyril Abraham (1915-1979) im Auftrag der BBC eine TV-Serie geschaffen, die nicht nur die Fernsehanstalt und die Landsleute in den 1970ern im Sturm nahm und auf insgesamt 91 Folgen kam, sondern Erfolge in über 40 Ländern feierte und in Österreich und Deutschland Kultstatus erlangte. Der Autor verfasste 22 Drehbücher zur Serie und wandelte seine Skripten dann zu Romanen um. "The Shipmaster" erschien erstmals 1972 und präsentiert keineswegs das Drehbuch als Roman. Abraham erweitert die Geschichte um die Onedins, den Konkurrenten Callon und die Liebesaffären Isabel's mit Kapitän Daniel Fogarty und dem Reedersohn Elmer Frazer und erzählt straff und mit detailliertem Wissen um die Schifffahrt des 19. Jahrhunderts eine wunderbare Familiensaga eingebettet in die raue Welt der Segelschiffe, die ihrerseits mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt selbst harten Überlebenskämpfen entgegen sehen. Kurzweilig, emotional und spannend lassen diese neuaufgelegten Zeilen (der "Apex"-Verlag weist auf eine durchgesehene Neuausgabe hin - schludert aber wie viele andere Verlage jüngster Zeit beim Lektorat) jenen Lesern, die die Fernsehserie kennen, sofort wieder die Gesichter des unvergleichlichen Peter Gilmore als James Onedin oder der Anne Stallybrass als seine harsche und wundervolle Anne Webster/Onedin vor dem inneren Auge erstehen und man hört neben der steifen Brise in den Segeln und der peitschenden See die wunderbaren Klänge aus Khachaturian's "Spartacus" (Adagio of Spartacus and Phrygia)... der Titelmelodie der Serie. Interessehalber sei angemerkt, dass auch bei der Wiederveröffentlichung der Romane - wie schon zuvor in der TV-Serie - die Originalnamen von Elizabeth Onedin und Albert Frazer in der deutschen Version zu Isabel Onedin und Elmer umbenannt wurden... aus welchen Gründen auch immer...
Ein Lesespaß für Historien-, Romantik- und Seefahrtfans... Der raue Wind längst vergangener Tage voller Aufbruchstimmung und Novitäten.
- Shirley Harrison
Das Tagebuch von Jack the Ripper
(67)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas größte Problem an diesem Buch ist wohl, dass es damals für echt gehalten wurde und die Erzählung daher komplett auf dieser Annahme aufbaut. Heute weiß man allerdings, dass es sich um eine Fälschung handelt. Dementsprechend kann man mit dem Buch eigentlich überhaupt nichts mehr anfangen. Es enthält keine wertvollen Informationen über Jack The Ripper, da es nun mal nicht echt ist.Die "Geschichte" ist gar nicht schlecht geschrieben. Teilweise ist es wirklich spannend. Da es aber kein fiktionaler Roman und auch kein Sachbuch ist, fällt die Einordnung sehr schwer. Dieses Gefühl begleitete mich die ganze Zeit beim Lesen, weshalb ich das Buch dann nach der Hälfte leider abgebrochen habe. Für mich ergab sich hier absolut kein Mehrwert.
- Elisabeth Marrion
Hoffnung Liverpool
(7)Aktuelle Rezension von: SigiLovesBooks"Hoffnung Liverpool" ist 2018 (tb, broschiert) im Noema-Verlag, Stuttgart erschienen und ist der 2. Teil eines Tatsachenromans, in dem die Autorin Elisabeth Marrion ihre sehr berührende und bewegende Familiengeschichte erzählt.
Im vorliegenden Band der geplanten Trilogie wird die Geschichte einer tiefen Freundschaft sehr warmherzig, gefühlvoll und immer auf den wahren Begebenheiten basierend, aufgezeigt: Annie und Flo, bereits in Irland beste Freundinnen, entscheiden sich dafür, nach England zu gehen, da es für die jungen Frauen in der Heimat keine Arbeit gibt - wir schreiben das Jahr 1926. Ihr Ziel ist Liverpool, wo eine Cousine Flos bereits wohnt - und Peg mit ihrem Mann Bob, die ältere Schwester von Annie. Auf dem Weg schließt sich ihnen Kieran an, der sich in England als ein Cousin Annies ausgibt - die drei jungen Leute bleiben in Kontakt, die Freundschaft intensiviert sich - und Flo hat sich wohl in den gutaussehenden jungen Iren verliebt....
Doch ihr Ziel, ein eigenständiges und sorgenfreies Leben zu führen, wird von dem herannahenden zweiten Weltkrieg und schwierigen wirtschaftlichen Zeiten durchkreuzt: Statt des erhofften Glücks erwarten sie Angst, Armut und kummervolle Zeiten.
Wir lernen mit Annie und Flo deren spätere Ehemänner kennen; George und Kieran; die Großeltern in Irland in einem Streifzug und die Kinder Annies und Georges; David, dem jüngsten Sohn, nachdem Derek bei einem Luftangriff starb, hat die Autorin dieses Buch gewidmet. Auch die Schwestern Peg und Kate kommen oft zu Wort, schließlich erlebt der Leser die Jahre des 2. Weltkrieges sowohl aus englischer - als auch kurz aus deutscher Sicht, dessen Auswirkungen auf die Bevölkerung katastrophale Auswirkungen hatten: Essensrationierungen, Hunger, Kälte und die Angst, den nächsten Tag irgendwie zu überleben. Dies schildert Elisabeth Marrion, 1948 in Hildesheim geboren, sehr nah und eindringlich, so dass der Roman sehr unter die Haut geht. Auch reale Vorkommnisse während des 2. Weltkrieges wie der Untergang der "Bismarck", die Ansprache Churchills etc. werden in den Roman folgerichtig und historisch eingeflochten. Sehr viel Authentizität erfährt der Roman durch die zahlreichen lebendigen Dialoge.
Die ProtagonistInnen sind sehr sympathisch; allen voran Annie und Flo, deren Widerstandskraft und Zuneigung füreinander quasi unerschöpflich ist: Gerade diese Hilfsbereitschaft und das Zusammenhalten der Familie fand ich sehr schön zu lesen; trotz der Bitterkeit der Luftangriffe und Gefechte sowie schlechten Arbeitsbedingungen in Munitionsfabriken ließen sich die Frauen nicht unterkriegen; auch im "Organisieren" von Lebensmitteln sind sie wahre Heldinnen, um das Überleben der Kinder und der Familien zu sichern, scheuen sie vor nichts zurück.
Der Roman erstreckt sich zeitlich vom Aufbruch in Irland bis zu den Nachkriegsjahren; Schauplätze sind zumeist Garston, England und später Hildesheim, Deutschland, wo die Autorin auch zur Welt gekommen ist. Die Kapitel sind kurz, spannend und sehr flüssig zu lesen; es handelt sich hier nicht um eine belanglose Familiengeschichte, es fließt auch Historie mit ein und ein dunkles Kapitel (deutscher) Zeitgeschichte. So sollte man diesen Roman auch unter historischen Gesichtspunkten lesen - und gebannt die Überlebensstrategien dieser tapferen Familie verfolgen. Ich fand den Roman spannend und interessant zu lesen und kann ihn zu der Reihe "literarischer Stolpersteine" gegen das Vergessen meiner Sammlung hinzufügen und sehr gerne weiterempfehlen - gerade jetzt, wo in ganz Europa ein Rechtsruck zu verspüren ist und wir vor dem Brexit und den Europawahlen stehen!
- Susann T. Parker
Tödliche Passion
(2)Aktuelle Rezension von: Dominique1502Das Cover verspricht Spannung und Action.
Ich war zuerst skeptisch, da das Buch „nur“ 197 Seiten hat und ich eher der Liebhaber längerer Bücher bin.
ABER, das Buch ist der Knaller. Es geht Schlag auf Schlag und die Spannung wird das ganze Buch über gehalten. Mal mehr, mal etwas weniger aufgebaut. Aber immer in der richtigen Dosis.
Sue Brooks wird bei einem Londoner Mord hinzu geholt, da es sich um die Tochter eines Politikers handelt und der Fall möglichst schnell aufgeklärt werden soll. Im Vergleich zu zwei anderen Morden, fällt Sue auf das bei diesen Fällen schlampig gearbeitet wurde und es sich um einen Serienmörder handelt. Sue nimmt die Spur auf und versucht ihm das Handwerk zu legen. Brisant wird es als ihre beste Freundin in die Fänge des Killers gerät.
Als Sue herausfindet das sie den Mörder sogar kennt, möchte sie den Fall abgeben.
Aber kann sie das den Frauen, deren Familien und vor allem Ihrer Freundin antun? Sie ist so dicht davor den Mörder zu stellen.
Es kommt zu einem Dramatischen Showdown.
Wie schon am Anfang beschrieben, bin ich begeistert von dem Krimi. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Leider wird es wohl doch keine Reihe werden. Was ich sehr schade finde. Hatte mich schon sehr drauf gefreut, mehr über Sue zu erfahren und zusammen mit ihr Verbrecher zu fangen. :-)
- Ashley Dyer
Der Fährmann
(4)Aktuelle Rezension von: walli007In den letzten Monaten sind in Liverpool und der näheren Umgebung mehrere junge Männer verschwunden. Doch erst als der Moderator einer True Crime Sendung ebenfalls verschwindet, steigt die Polizei intensiver in den Fall ein. Ruth Lake und ihr Chef Greg Carver haben noch mit den Nachwirkungen ihrer letzten Ermittlung zu kämpfen und sie beginnen erst zu ahnen, was jetzt auf sie zukommen kann. Bis sie zu einer Art Kunstinstallation gerufen werden, in der auch Leichenteile verwendet wurden. Die können unter anderem auch dem vermissten Moderator zugeordnet werden. Nun müssen Lake und Carver intensiv ermitteln.
Dies ist der zweite Fall von Carver und Lake, wobei man den ersten Teil nicht kennen muss, um den zweiten Fall zu verstehen. Carver ist als leitender Ermittler nach dem vorherigen Fall noch nicht wieder ganz fit. Doch auf Ruth Lake, die auch Fähigkeiten als Super-Recogniser hat, kann er sich verlassen, sie hält ihm den Rücken frei. Aber einige Informationen hält sie zurück. Nachdem festgestellt wurde, dass auch der Moderator entführt und getötet wurde, beginnen sie fieberhaft zu ermitteln. Was hat es mit dieser seltsamen Inszenierung auf sich? Kunst kann man es doch nicht nennen, oder?
Nicht ganz einfach auf über sechshundert Seiten eine Spannung zu erzeugen und aufrecht zu halten. Das ist hier gut gelungen. Man muss sich zwar zunächst in die Innenwelt der Ermittler hineindenken und ihre Traumata verstehen und auch mit diesen Inszenierungen, die der Täter Kunst nennt, muss man irgendwie hinnehmen, dann jedoch hat man einen fesselnden Fall, der mit seinen Finten und Winkelzügen überrascht. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten kommen einem auch die Ermittler näher und mit ihren Eigenheiten und ihrer unkonventionellen Art zu ermitteln werden sie einem sympathisch. Je näher die Ermittler der Lösung kommen, desto mehr muss man sich als Leser damit abfinden, dass man falsch lag. Und so soll ein Kriminalroman doch sein.























