Bücher mit dem Tag "lombardei"

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21 Bücher

  1. Cover des Buches Baudolino (ISBN: 9783423195256)
    Umberto Eco

    Baudolino

     (230)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 640 Seiten

    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. November 2003)

    ISBN-13 : 978-3423131384

    Originaltitel: Baudolino

    Übersetzung: Burkhart Kroeber

    Preis: 12,90 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein Schelmenroman mit wenig Witz und noch weniger Spannung


    Inhalt:

    Baudolino wird im 12. Jahrhundert als armer Bauernsohn geboren und ist mit einer gehörigen Portion Bauernschläue, aber auch einer schnellen Auffassungsgabe gesegnet. Diesem Umstand verdankt er es, dass Kaiser Friedrich Barbarossa ihn als Dreizehnjährigen bei sich aufnimmt und ihn sogar adoptiert. Von nun an übt er großen Einfluss auf die Geschicke der Welt - zumindest in seinen Berichten, um nicht zu sagen, Lügenmärchen, die er dem Niketas während der Belagerung von Konstantinopel erzählt.


    Meine Meinung:

    Umberto Eco ist für mich einer der am meisten überschätzten Autoren. Zugegeben, „Der Name der Rose“ ist genial, aber danach kam einfach nichts mehr, was sich wirklich zu lesen lohnte.


    Der Anfang ist noch vielversprechend, doch bald beginnt sich alles zu wiederholen. Immer wieder Schlachten und Kämpfe, Belagerungen, Liebesbezeugungen und -spiele, Dispute mit Freunden und Feinden über die immer gleichen Themen. 


    Teilweise konnte ich ein klein wenig schmunzeln, aber auch nur zu Beginn, wo alles neu war und ich Baudolino erst kennenlernte. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich alles nur im Kreis dreht. Da ist kein Spannungsbogen, kein Highlight. Selbst die philosophischen Betrachtungen sind einfach nur ausufernd, langatmig und ohne jegliche neue Erkenntnisse.


    Fazit:

    Das war leider gar nicht meins. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass ich mit Eco durch bin.


    ★★☆☆☆


  2. Cover des Buches Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg (ISBN: 9783906739472)
    Cornelia Kempf

    Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Cornelia Kempf ist mit diesem exzellent recherchierten Roman ein wunderbarer historischer Roman gelungen, der mich von Anfang bis zum Ende in seinen Bann gezogen hat.

    Hier geht es um Zwillingsbrüder, deren Wege sich nach einer unbekümmert verbrachten Kindheit trennen.

    Einer der Brüder zieht mit Kaiser Friedrich Barbarossa gegen die Lombarden, und der andere stellt sich in den Dienst von Heinrich dem Löwen, seines Zeichens Herzog und eine der schillerndsten Figuren des Mittelalters. Und man kann gar nicht genug über diese Zeit erfahren.

    Der Autorin gelingt es, diese so anschaulich und bildhaft zu beschreiben, dass man sich inmitten der Geschichte wähnt. Auch die Charaktere der Protagonisten und vieler Nebenfiguren sind fein und stimmig herausgearbeitet.

    Unglaublich viel Hintergrundwissen über die damaligen Lebensumstände, Gepflogenheiten und auch die Mode der Zeit bringt die Autorin auf sehr spannende Weise dem Leser Nahe. So macht Geschichte wirklich Spaß.

    Dieser erste Band hat mich komplett begeistert und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

    Meine absolute Leseempfehlung für alle, die vergangene Zeiten leben und erleben wollen.

  3. Cover des Buches Die Madonna von Saronno (ISBN: 9783499332722)
    Marina Fiorato

    Die Madonna von Saronno

     (17)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "*Marina Fiorato*" ist als historische Autorin bekannt, ihr Roman "*Die Madonna von Saronno*" aus dem Jahr 2009 erscheint im "*rororo Verlag*".

    Saronno, 1525: Simonetta di Saronno lebt mit ihrem Mann Lorenzo ein unbeschwerliches glückliches Leben in ihrem wunderschönen Castello inmitten eines Mandelhains. Ihr Mann muss in den Krieg ziehen und wird dort getötet. Nun steht Simonetta trauernd da und steht finanziell vor dem Nichts, denn ihr Mann hat sein Vermögen für den Krieg ausgegeben. Sie nimmt Kontakt auf zu einem jüdischen Geldverleiher.
     
    Der Künstler Bernardino Luini, ein Schüler da Vincis, flieht aufgrund eines unehrenhaften Verhältnisses aus Florenz nach Saronno. Als er die Kirche von Saronno aufsucht, in der er Fresken anbringen soll, sieht er die betende Witwe Simonetta und verliebt sich in sie. Gegen Bezahlung willigt Simonetta ein, für den Künstler Modell für ein Madonnenbild zu sitzen. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden eine heimliche Liebe.

    Marina Fiorato gelingt es in ihrem Roman, das Zeitgeschehen in der Lombardei angemessen zu beschreiben und bringt das sehr bildhaft mit ihrer Sprache zum Ausdruck. Dabei geht es in dem Buch nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern auch um das Judentum und die damals herrschenden Sittenvorstellungen. Die Kirchenoberen leiden an religiöser Verblendung, ihre Gier und persönliche Interessen führen zu Judenhass, den sie offen auf den Kanzel predigen. Aber auch Frauen werden zu Opfern unter den strengen Massstäben der Kirchenherren. 

    Mit leisen Tönen und wunderbar angelegten Charakteren schafft die Autorin hier den Spagat zwischen lebhafter und spannender Handlung und einfühlsamer Liebesgeschichte, ohne ins Kitschige abzugleiten. Es werden hier viele Themen angeschnitten, wie die Malerei und die Person Leonardo da Vinci, die Beschreibung der Fresken Bernadinos und auch die Entstehung des bekannten Mandellikörs Amaretto geben dem Roman einen vielschichtigen Anstrich.

    Ein wunderbar vielschichtiger Roman aus der Lombardei, der mit einer gelungenen Handlung die historsche Zeitreise ins 16. Jahrhundert dokumentiert.
    Unterhaltsam und spannend geschrieben!
     

  4. Cover des Buches Baudolino (ISBN: 9783844505764)
    Umberto Eco

    Baudolino

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Lorschi_Kabauter

    Ein sehr professionell produziertes Hörspiel, das ich bereits mehrere Male gehört habe. Dies ist aufgrund der Komplexität der Handlung allerdings auch notwendig, da manche Passagen beim ersten Hören etwas wirr erscheinen. Auch die Vielzahl an Charakteren kann zunächst überfordern. Die Sprecher sind aber wirklich alle hochprofessionell und kreieren eine angenehm geheimnissvolle Stimmung!

  5. Cover des Buches Wilhelm Tell (ISBN: 9783905894165)
    Jean-François Bergier

    Wilhelm Tell

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Universitäten im Mittelalter. Die Europäischen Stätten des Wissens (ISBN: 9783517012728)
  7. Cover des Buches Zeitenwende (ISBN: 9783763023202)
    Franco Cardini

    Zeitenwende

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Der Gardasee (ISBN: B002TIHGBW)
    Biasi Mario De Valeri Diego

    Der Gardasee

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Archiv für Sippenforschung und alle verwandten Gebiete mit praktischer Forschungshilfe (ISBN: B002NMKSBE)
  10. Cover des Buches Die Wunder Italiens (ISBN: 9783803111746)
    Carlo Emilio Gadda

    Die Wunder Italiens

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Baedeker Allianz Reiseführer Lombardei, Mailand, Oberitalienische Seen (ISBN: 9783895254857)
  12. Cover des Buches Der Löwe des Kaisers (ISBN: 9783906082530)
    Cornelia Kempf

    Der Löwe des Kaisers

     (23)
    Aktuelle Rezension von: wichtel1985
    Das Mittelalter und besonders Kaiser Friedrich I steht im Moment hoch im Kurs. Da kann ich diese Reihe um Barbarossa und Herzog Heinrich nur empfehlen. Die Geschichte der Zwillinge begeistert mich nun schon zum zweiten Mal. Absoluter Lesegenuss von der ersten bist zur letzten Seite. Die E-Book-Ausgabe ist sogar noch besser, als das Taschenbuch
  13. Cover des Buches Reclams Kunstführer Italien, Bd.1/1, Lombardei (ISBN: 9783150103050)
  14. Cover des Buches Die Lombardei (ISBN: 9783426036839)
    Henry V. Morton

    Die Lombardei

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Arrivederci, Roma! (ISBN: 9783548281438)
    Stefan Ulrich

    Arrivederci, Roma!

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    SZ-Mann Stefan Ulrich berichtet in seinem zweiten Buch von seiner Zeit als Auslandskorrespondent in Italien, von seiner sympathischen famiglia und von den Beneidungen seiner Kollegen in München, die meinen, Ulrich müßte im Paradies leben. Denkste! Er sieht auch die Schattenseiten der Stadt und ist dabei, die Faszination für diese einmalige Stadt zu verlieren, die ihn bei früheren Romreisen immer in ihren Bann geschlagen hat. Von den komischen Seiten des Lebens als "Halbrömer" berichtet er ebenso wie von ernsthaften Themen wie dem schrecklichen Erdbeben in L`Aquila, das Hunderte von Menschenleben kostete. Trotz allem bleibt Ulrich ein Glückspilz, der ein wunderbares Leben in einer atemberaubenden Stadt führen durfte!
  16. Cover des Buches Der Kampf mit dem Drachen, (ISBN: B00287P7UG)
    Elias Aimery

    Der Kampf mit dem Drachen,

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches The Disappearance of Signora Giulia (Pushkin Vertigo Crime) (ISBN: 9781782271048)
    Piero Chiara

    The Disappearance of Signora Giulia (Pushkin Vertigo Crime)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheRavenking

    When the sad, beautiful Signora Giulia goes missing without a trace from her Lake Como villa home, it is her husband who reports her disappearance to the detective Sciancalepre, and so the search begins - one that takes Sciancalepre beneath the tranquil surface of local bourgeois society, a world of snobbery and secrets, while mysterious shadows lurk in the grounds of the family villa . . . As his investigation gathers pace this atmospheric classic detective story becomes a thrilling game of legal cat and mouse.

    Piero Chiara was an award winning Italian writer who is little known outside his native country. I am not sure how representative The Disappearance Of Signora Giulia is for the rest of his work, but judged by its merits as a mystery novel alone this is not a very satisfying work.

    A very short novel of about 122 pages, it starts out intriguingly enough. It seems like your typical missing persons case: Signore Giulia is the wife of a prominent criminal lawyer, one day she disappears from home. Has she walked out on her husband? Did she leave to start a new life with a lover? Her husband was much older than her which makes the probability of an affair likely, but the investigating detective does not believe that she would have just left her only daughter behind. With every passing day it becomes more likely that Signora Giulia became the victim of a violent crime.

    I found it shocking to read that adultery was still considered a serious offence in 1950’s Italy and people engaging in extra-marital affairs could be prosecuted by the law. There is one scene where the detective Sciancalepre pays a visit to one of Signora Guilia’s potential love interests finding him in bed with another married woman and assuring her that at least for now she has nothing to fear from him since he is investigating a different case. However this social criticism is very slight and barely goes any deeper in unmasking the bigotry of a society living by outdated laws. It is just one of several disappointments in a novel that has neither enough depth nor narrative ingenuity to really satisfy.

    The summary makes the tale sound like a multi-layered, complex investigation, but the plot is actually quite simple. Barely has the police investigation begun as it already comes to an end. The small number of suspects means that there is no real surprise once the culprit is unmasked.

    Unfortunately the book seems like a typical example of a “serious” writer dabbling in genre fiction while missing the point of what mysteries are really about. The characters remain too distant and shallow for the story to work as a psychological drama and the puzzle plot annoyingly culminates in an open ending. The author’s intention might have been to say something about the slippery nature of truth and the lack of satisfying endings in real life, with the consequence that the denouement is anticlimactic and dull.

    So, ultimately I did not care much for The Disappearance Of Signora Giulia. It works neither as gripping genre fiction nor as a complex examination of crime and its consequences.

  18. Cover des Buches Liebe in Zeiten des Hasses, (ISBN: B00287SZT6)
    Peter de Cella

    Liebe in Zeiten des Hasses,

     (0)
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  19. Cover des Buches Damals, am Meer (ISBN: 9783746628981)
    Marco Balzano

    Damals, am Meer

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Leonardo, der Großvater, ist noch Analphabet, Kommunist, war Pfirsich- und Olivenbauer ohne eigenes Land in einem Dorf namens Barletta in Apulien und wurde mit dem Wirtschaftswunder als Arbeiter nach Mailand verschlagen. Apulien ist für ihn nach wie vor Heimat, der Ort, an dem die Familie noch den Zusammenhalt hatte, den sie in Mailand nach und nach verloren hat.

    Für Riccardo, den Sohn, ist Barletta Geburtsort und das Dorf seiner Jugend. Er ist Chemotechniker und in Mailand zu Hause, ohne Sehnsucht nach dem Meer.

    Der Enkel, Nicola, arbeitsloser Lehrer, kennt Apulien nur noch als Urlaubsort. Für ihn ist Mailand Heimat, er ist Stadtmensch durch und durch.

    Widerwillig machen sich die drei auf die Reise nach Barletta, um die längst völlig verwahrloste Wohnung der Familie, die keiner mehr nutzen will, zu verkaufen. Jeder hängt seinen eigenen Gedanken und Gefühlen nach und trotzdem nähern sie sich erstmals wieder einander an.

    Der Erstling des Italieners Marco Balzano ist ein kleines Buch der leisen Töne und der schöne Sätze, die man beim Lesen am liebsten anstreichen möchte.

    Trotz des interessanten Themas bin ich mit dem Roman leider nie richtig warm geworden.
  20. Cover des Buches Die deutschen Kaiser (ISBN: 9783924896188)
    Gerhard Jaeckel

    Die deutschen Kaiser

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Das Erbe des Salzhändlers (ISBN: 9783956741425)
    Roland Mueller

    Das Erbe des Salzhändlers

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar
    So sehr wie mir das Buch am Anfang gefallen hat, umso verärgerter war ich am Schluss. Mit einem guten Lektorat hätte es was werden können.
    Was wollte der Autor berichten? Eine Geschichte über den Salzhandel? Das Thema wird angerissen. Wollte er den Konflikt zwischen Barbarossa und Heinrich dem Löwen darstellen? Das wird angerissen und zum Ende verfälscht dargestellt. Hier werden zwei Themen nebeneinander behandelt, die miteinander nichts zu tun haben, die sich nicht zusammenweben lassen. Damit fehlt dem Roman der fließende Zusammenhang einer Geschichte.

    1158 bricht auf einer Brücke ein Feuer aus, das den Salzhändler Anselm Zierl samt Knecht, Frau und Kind in den Tod reißt. Nur sein Sohn Kai wird lebend in den Fluss gestürzt und von Junker Gottfried gerettet. Gottfried, der Knappe von Heinrich dem Löwen, zieht den Jungen groß, der aber an sein Leben vor dem Sturz keine Erinnerung mehr besitzt. Viel später erfährt er, wer er ist und fährt nach Innsbruck um sein Erbe einzufordern. Hier fehlt mir das erste Mal die Logik in der Geschichte. Der Bruder seines Vaters weist Kai plump ab, er könne ja nicht beweisen, wer er sei. Auch später, als Kai den Beweis seiner Herkunft in der Hand hat, kehrt er nicht zurück und überlässt den großen Besitz seinem Onkel? Kai macht sich zusammen mit einem Mann auf den Weg, ein bestimmtes Salz in Italien zu finden. Hier wird die Gewinnung von Meeresalz in Becken beschrieben. Sie fahren in den kleinen, noch unbedeutenden Ort Munichen (später München) und verkaufen ihr Salz. Hier lernt Kai Lisa kennen, seine spätere Frau. Lisa wird der Hexerei verdächtigt und die Dörfler wollen sie töten. Die beiden fliehen. Hier endet die Geschichte von Kai mehr oder weniger. Bis hierher hat mir der Roman gefallen, bis hierher ist es spannend und ich hätte eventuell vier Sterne vergeben. Doch nun nimmt die Geschichte unverständlicherweise den Faden wieder bei Barbarossa und Heinrich den Löwen auf. Hier wird ellenlang von ritterlichem Machogehabe berichtet, von dem Feldzug gegen die Lombarden. Fälschlicherweise zieht Heinrich mit in den Krieg, was historisch nicht stimmt, denn er verweigert die Gefolgschaft, was Barbarossa später als Anlass nehmen wird, ihn zu verstoßen und ins Exil nach England zu schicken. An dieser Stelle fragte ich mich, was dieses Buch mir sagen will. Mich hätte die Geschichte der Salzgewinnung und der Handelswege interessiert. Allein die Kulisse Innsbruck hätte genügend Stoff zur Geschichte von Abbau und Vertrieb von Salz geboten. Leider bricht das Buch abrupt damit ab. Die Beziehung zwischen Barbarossa und Heinrich den Löwen ist ein eigener Stoff, der auch hier mittendrin anfängt und nicht zu Ende geführt wird. Warum war Heinrich verärgert? Das wird nur kurz angerissen. Barbarossa hatte ihm für seine langen treuen Dienste und die Mithilfe im Feldzug gegen die italienischen Städte Bayern geschenkt, wobei er Österreich abgekoppelt hatte, das zu dem Zeitpunkt zu Bayern gehörte. Heinrich wäre dem Kaiser sonst zu mächtig geworden, samt seiner Ländereien im Norden. Auch ist historisch in diesem Roman falsch berichtet, dass Barbarossa die Schlacht aufgibt und verhandelt. Er hatte die Schlacht schlicht verloren. Die Zwistigkeiten mit dem Papst werden kurz angerissen, leider nicht erörtert. Es wird nicht erklärt, wie die Geschichte zwischen Barbarossa und Heinrich den Löwen endet. Beide Themen des Buchs sind interessant, aber keine ist hier ausgegoren. Zusammengeklatscht wirken sie auf mich wie zwei angefangene Manuskripte, die unvollendet zusammengeklebt wurden. Genau das hat mich zum Ende maßlos geärgert. Aber es ging noch weiter. Das letzte Kapitel handelte als Nachspann dann wieder von Kai, ein paar Jahre später. Er wohnt nu, verheiratet mit Lisa, wieder in Munichen. Hier hat er mit seinem Freund in der kurzen Zeit ein riesiges Gebäude errichtet, mit Kontor und Wohnraum für mehrere Familien, großem Lagerplatz und Schlafstätte für Händler. Ich frage mich, wie das in der kurzen Zeit geschehen sein konnte und woher sie das Geld hatten. Lange Zeit konnte nicht vergangen sein, denn Lisa bekommt ihr erstes Kind. Sie gehen zurück in die kleine Stadt zurück, in der die Menschen erst kurz vorher Lisa verbrennen wollten? Nun ist sie keine Hexe mehr, sondern eine unbescholtene Händlersfrau? Hier liegen für mich zwei eklatante Plotfehler vor, die ich gar nicht nachvollziehen kann. Die Erinnerungslücke von Kai würde ich medizinisch anzweifeln, sie ist in dieser Form über die lange Zeit nicht möglich. Und dass er zum Schluss seine Erinnerung an die brennende Frau nicht auf seine Mutter bezieht ist unmöglich. Ein weiterer Fehler im Plot. Ich frage mich, wer hier das Lektorat gemacht hat? Da weder Lektor noch Korrektor erwähnt werden, gehe ich bei der Fülle von Fehlern davon aus, dass hier niemand dem Autor zur Seite gestanden hat.

    Der Autor gibt im Nachwort zu, einige historische Ereignisse zu Grunde gelegt zu haben und einiges erfunden zu haben. Es ist nichts dagegen einzuwenden, Figuren zu erfinden oder Ereignisse auszulegen. Es ist in Ordnung, zu vermuten, warum Heinrich sich von seiner ersten Frau trennte. Aber es ist für mich nicht ok., Geschichtsfakten zu verdrehen. Ein weiteres Manko an dem Buch ist für mich Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck. In jedem Buch werden Tippfehler gemacht. Hier geht es aber über ein normales Maß hinaus. Das ist peinlich für ein Verlagsbuch. Die letzten 10 % des Buchs haben nichts mit dem Roman zu tun. Hier wird schlicht Werbung für andere Bücher des Verlags betrieben. Auch das ist zu viel des Guten.

    Fazit: Ein Buch, das mit Spannung beginnt und interessant zu werden scheint. Leider kann dies nicht durchgehalten werden, da die eigentliche Geschichte, das Erbe des Salzhändlers abrupt endet. Der Titel ist nicht zielführend, da das Erbe gar nicht behandelt wird. Der zweite Hauptstrang wird mit dem ersten nicht logisch verwoben und Geschichtliches wird nicht unbedingt korrekt wiedergegeben. Ein langweiliges Ende, das mit zwei offenen Strängen im Nirwana endet. Mit einem unglaubwürdigen, zeitversetzten Kapitel wird versucht ein Strang zu kitten. Dieses Buch hätte interessant werden können.
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