Bücher mit dem Tag "lord peter wimsey"
16 Bücher
- Dorothy L. Sayers
Der Glocken Schlag
(27)Aktuelle Rezension von: aus-erlesenSilvester am Nachmittag. Lord Peter Wimsey und sein Butler Bunter sind unterwegs. Das stimmt nicht ganz. Das „unterwegs“ ähnelt mehr einer Suche. Suche nach Hilfe. Denn hier ist – wo sie jetzt sind: Schnee und Nebel um sie herum, dazu dieser beißende Wind – nichts. Bis der Glockenschlag Zivilisation verheißt. Sie stapfen dem hellen Glockenklang entgegen. Im Dorfpub treffen sie auf Pfarrer Venables, der ihnen prompt Hilfe anbietet. Wimseys Wagen liegt im Graben, die Achse verbogen, an ein Weiterfahren ist nicht zu denken.
Im Handumdrehen sind Wimsey und Venables in ein Gespräch über das Glockenspiel vertieft. Für Ungeübte sind die Regeln des Glockenspiels wie die vom Cricket - macht Sinn, aber bis man dahinter steigt, dauert’s halt ein bisschen. Es dauert hingegen nicht lange bis Lord Peter Wimsey vom Pfarrer um einen Gefallen gebeten wird.
Das Glockenläuten zum Jahresausklang steht an. Leider ist einer wegen Grippe ausgefallen. Ehrensache für den Blaublüter hier einzuspringen. Er hilft, wo er kann. Viel zeit bleibt nicht, um den stundenlang Glockenalgorithmus einzustudieren. Doch Wimsey ist willens sich vollkommen einzubringen.
Was so bedauerlich anfing – der Lord war auf dem Weg zu einer Einladung – und dann so freundlich einen zufrieden stellenden Fortgang nahm, endet bald schon in einer Katastrophe. Denn auf dem Friedhof der ansonsten so beschaulichen Gemeinde liegt ein Toter … zu viel. Niemand kennt ihn. Keiner weiß wie er dorthin kam. Und natürlich war es aus niemand, der den Mann so endgültig ins Jenseits beförderte. Aus der Ausfahrt in den Osten Englands, mit Zwischenstopp bei freundlichen Dorfbewohnern wird für Lord Peter Wimsey, Hobbydetektiv aus hehren Beweggründen, ein kniffliger Fall, der mehr mit dem erzwungenen Intermezzo zu tun hat als ihm anfangs klar ist. Denn die Glocken geben schließlich mehr über den Mord preis als nur ein bim-bam…
Dorothy L. Sayers macht mit dem Leser einen Ausflug in die Kulturgeschichte Englands – das Glockenspiel ist hier mehr als nur ein melodischer Ohrenschmaus. Hier sind fast schon wissenschaftliche Kenntnisse erforderlich. Und beim Krimischreiben und Mörderraten sind Englands Phantasien die Basis aller literarisch beschriebener Grausamkeiten. Und mittendrin ein Lord, der zwischen den Welten schwebt. Elegant, brachial und ein Muss für jeden Krimifan!
- Dorothy L. Sayers
Aufruhr in Oxford
(35)Aktuelle Rezension von: KarenAydinWorum geht es?
Am (fiktiven) Frauen-College Shrewsbury in Oxford geschehen seltsame Dinge. Drohbriefe werden verteilt, Talare und Manuskripte zerstört, eine Strohpuppe baumelt an einem Balken. Da ein Skandal um jeden Preis vermieden werden soll, wird nicht die Polizei, sondern die Kriminal-Autorin Harriet Vane hinzugezogen. Als sie selbst zur Zielscheibe wird, eilt Lord Peter Wimsey herbei, dessen Anträge Harriet bislang kategorisch abgelehnt hat.
Kritik
Der Roman beginnt damit, dass Harriet Vane zu einer Gaudy Night eingeladen wird, Feierlichkeiten, die von den Alumni bestimmter Jahrgänge eines Colleges begangen werden. Dies ist die Gelegenheit, für den Leser zahlreiche Frauen kennenzulernen, die an diesem College studiert haben oder lehren. Mit trockenem, leisen Humor werden völlig unterschiedliche Frauen (aus Harriets Sicht) skizziert. Der Roman lebt von den Charakteren. Da Sayers die mit wenigen Sätzen drollig-individuell zeichnen kann, macht es auch nichts, dass der Roman eine umfangreiche Liste an Personen hat. Man kann sie einfach an sich vorbeiziehen lassen wie Gäste auf einer Party, mit denen man ein paar Sätze spricht.
Eines der Grundthemen, das sich durch das ganze Buch zieht, ist die Lebensgestaltung von Frauen im England der 1930er Jahre. Wie sind Karriere, Ehe, Kinder miteinander vereinbar? Welche Ziele sind erstrebenswert? Was macht glücklich? Diese Fragen sind es, die diesem Krimi den Titel „erster feministischer Kriminalroman“ eingebracht haben. Es ist aber keine Streitschrift mit einer Doktrin. Die Frauen, die vorgestellt werden, sind alle völlig unterschiedlich. Von dem jungen Mädchen, das KFZ-Mechanikerin werden möchte (auch wenn sie so – laut ihrer Mutter - keinen Ehemann finden wird), über die Wissenschaftlerin, die ganz in ihren Forschungen aufgeht bis zur Frau, die ihre akademische Karriere an den Nagel hängt, um zu heiraten und aufs Land zu ziehen. Der Roman ist ein starkes Plädoyer für individuelle Lebensentscheidungen und es war für mich superspannend zu sehen, wie diese Themen (die heute noch eine gewisse Aktualität besitzen) 1935 diskutiert wurden. Natürlich geht es auch um mehr, es geht um Wissenschaft und um Wahrheit, denn es ist eben in erster Linie ein Universitätsroman.
Ich muss gestehen, dass ich Lord Peter Wimsey nur dem Namen nach kannte und bislang noch keinen Roman von Sayers gelesen habe. Mittendrin einzusteigen, war kein Problem, auch wenn dies der zehnte Fall in einer Reihe ist.
Zusätzlich zu dem Fall (das Ende mit dem Motiv und der Rede der Täterfigur war für mich das Highlight des Buches) gibt es auch noch eine kleine und bezaubernde Liebesgeschichte zwischen Wimsey und Vane.
Fazit
Vieles ist anders als in heutigen Kriminalromanen/Cosy Crime. Jemand, der gern handlungsorientierte, spannungsgeladene Krimis mit viel Dialogen und der Konzentration auf den Fall liest, wird möglicherweise mit diesem Roman nicht glücklich werden oder vielleicht sogar etwas gelangweilt sein.
Man muss als Leser schon Spaß an dem trockenen Humor, den Beschreibungen der britischen akademischen Welt und an den Charakteren haben. Aber es lohnt sich durchaus, das mal zu probieren.
- Dorothy L. Sayers
Fünf falsche Fährten
(19)Aktuelle Rezension von: SelfsoulDer Maler Campbell wird ermordet aufgefunden. Sechs Verdächtige kommen in Frage, denn der Täter hat zum Verwischen der Spuren ein Bild gemalt. Die Verdächtigen: alles Maler und somit mögliche Täter.
Aber einer davon ist der wahre Täter.
Mal davon abgesehen, dass die Zugfahrpläne und die vielen möglichen Rekonstruktionen des Tathergangs sehr verwirrend sind, ist das Ende aber durchaus spannend.
Deshalb insgesamt durchwachsen.
- Dorothy L. Sayers
Ärger im Bellona-Club
(27)Aktuelle Rezension von: MonikaBilder eines englischen Clubs voll älterer und alter gutsituierten , gepflegten und disziplinierten Offizieren anläßlich eines Gedenktages,daneben jüngere Offiziere und wohlhabende Pivatpersonen lässt Dorothy Sayers anfänglich entstehen,gestört wird die Harmonie durch das Auffinden eines Gentleman, der nicht mehr in der Lage ist, an dem Geschehen teil zu nehmen.
Englischer Humor und britsche Gelassenheit, Raffinesse einiger Beteiligter, machen die Geschichte zu einer unterhaltsamen Lektüre.
Anstrengend und nicht immer passend verhält sich der manirierte Lord Peter, der sich als Hobby Detektiv dann aber sehr überlegt und sorgfältig erweist. Zudem gibt es Personen, die nicht unbedingt in Bezug zum Geschehen stehen, und die dadurch irritierend und störend wirken.Somit erscheint die Geschichte zwischenzeitlich langatmig und fast langweilig
Kritik ander Haltung der Ehemänner und Männer allgemein, gegenüber berufstätigen und selbständig tätigen Frauen in der damaligen Zeit ,lässt die Autorin ,gut erkennbar , durch scheinen.
Die Handlung löst sich, nach den damalig im militärischen Kreisen üblichen Gesinnung, auf.Das passt zur Geschichte, ist auf heutiger Sicht gesehen , fremd in der Konsequenz.
Insgesamt gesehen ,habe ich durchaus schon interessantere Krimis von Frau Sayers gelesen
- Dorothy L. Sayers
In feiner Gesellschaft
(15)Aktuelle Rezension von: atimausTolle Lord Peter Geschichte, zwar auch Krimi, aber die Familiengeschichten kommen nicht zu kurz und es ist herrlich altmodisch geschrieben. - Dorothy L. Sayers
Fünf falsche Fährten
(5)Aktuelle Rezension von: mariesbuecherIn " Fünf falsche Fährten " ermittelt Lord Peter Wimsley in einem ungeklärten Todesfall im schottischen Galloway in einer Künstlerkolonie.
Das ganze ist mit so vielen Namen und Verbindungen verknüpft und angelegt dass das Lesevergnügen leider auf der Strecke blieb, obwohlich auch die anderen Bücher gelesen habe...
Für mich war es ausgezeichnete Bettlektüre da ich regelmäßig nach wenigen Seiten eingeschlafen bin.
Ich würde es zumindest nicht als spannend oder anregend einschätzen und auch die Auflösung fand ich zuletzt nicht sonderlich schlüssig, zumindest blieben für mich Fragen.
- Dorothy L. Sayers
Starkes Gift
(29)Aktuelle Rezension von: SelfsoulLord Peter Wimseys neuer Fall hat es in sich: er muss den richtigen Giftmörder finden um seine angegebetete Harriet Vane vor dem Galgen zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Guter Krimi mit etwas Längen. Wer Dorothy L. Sayers mag, bekommt es hier auch. Auch für Lord Peter Wimsey Fans ein Muss.
- Dorothy L. Sayers
Zur fraglichen Stunde
(3)Aktuelle Rezension von: aus-erlesenHarriet Vane kann sich nicht beschweren. Sie ist jung, attraktiv, erfolgreich. Ihre Krimis finden reißenden Absatz. Und dass sie mal vor Gericht stand, weil ihr Geliebter das Zeitliche segnete, war willkommene Werbung für ihre Bücher. Der Freispruch war die Kirsche auf der Sahne. Jetzt erholt sie sich erstmal von alle den Anstrengungen an der Küste im Südwesten Englands. Ein Taschenbuch, ein paar Brote, eine Kamera – das sollte genug Ausrüstung für eine ausgiebige Wanderung sein.
Und so wandert sie, bemerkt die glücklichen Tiere am Wegesrand, ist überwältigt vom Strand und den Wellen, die sich im Sonnenlicht spiegeln. Und sie wundert sich über die Gewohnheiten, die manche an den Tag legen, um sich in der Sonne zu erholen. Im Anzug! Ist doch lächerlich. Oder doch nicht? Warum liegt der da so angezogen rum? Da stimmt doch was nicht. Und schon ist Harriet Vane mit in einer Kriminalgeschichte, die selbst sich nicht besser hätte ausdenken können. Ein sauberer Schnitt – von Ohr zu Ohr. Das überlebt keiner…
Dorothy L. Sayers gibt in der Einleitung dem Leser einen entscheidenden Hinweis. Im Vorgängerroman „Fünf falsche Fährten“ war die Landschaft Ideengeber für die Handlung – hier ist es umgekehrt. Alles ausgedacht: Die Orte, die Menschen, die Landschaft. Alles nur mit dem Ziel dem Leser den Thrill zu geben, den er nie zu erfahren hoffte. Natürlich ist Lord Peter Wimsey die treibende Kraft in diesem Krimi der Extraklasse. Es wird ihm aber so schwer gemacht wie noch nie. Es gibt einfach keinen Hinweis auf den Mörder. Gibt es überhaupt einen Killer? Er will Harriet helfen, wie schon einmal. Doch die Hilfe scheint schon im Anfangsstadium immer wieder zu verpuffen. Es ist zum Haare raufen.
Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis verrät die Krux dieses Falles. Alle – alle! – können Zeugnis ablegen. Der erste Barbier, der zweite Barbier, der dritte auch. Die Schlange, der Sand, der Fischer, das Bügeleisen, der Polizeidirektor und und und . Sie alle legen Zeugnis ab. Und trotzdem soll es keinen Täter geben? Das ist schon allein physikalisch unmöglich. So eine These im Land von Isaac Newton, der einwandfrei bewiesen hat, dass jede Aktion eine entsprechende Reaktion zur Folge hat…
Wer „Zur fraglichen Stunde“ gelesen hat, wird sich schwer tun schon am nächsten Tag einen weiteren Krimi zu lesen – es sei denn er ist aus der Feder von Dorothy L. Sayers. Er ist ein für allemal dazu verdammt jede folgende Zeile mit diesem Meisterwerk zu vergleichen. Es werden viele tränen fließen, so viel steht schon mal fest.
- Dorothy L. Sayers
Hochzeit kommt vor dem Fall
(28)Aktuelle Rezension von: aus-erlesen„Ja ja, ich will!“ – upps, nein! „Ja, ich will“ – Ja, ich will“, so muss es richtig lauten. Lord Peter Wimsey und Krimiautorin Harriet Vane heiraten. Und Dorothy L. Sayers geht unter die Schnulzenautorinnen. Ja und NEIN! Ja, der ewige Junggeselle mit der besonderen Spürnase und die energische Autorin sind nun auch vor einer höheren Macht ein Paar. Und nein, es wird kein kitschiges Lesevergnügen (denn auch dieses Genre würde Dorothy L. Sayers sicherlich mit Bravour bewältigen) mit Bändern, wehendem Haar und idyllischen Strandspaziergängen. Es wird – wie sollte s anders sein – ein waschechter Krimi! Puh, what a luck!
Es geht in die Berge, honeymoon. Lord Peter lässt sich nicht lumpen, kauft gleich die ganze Villa für seine Harriet. Nur noch den Schlüssel ins Schlüsselloch stecken, rumdrehen, ganz galant die Dame des Hauses über die Schwelle tragen und die Flitterwochen können vor Romantik kochende beginnen. Es scheitert schon bei ersten Punkt. Kein Schlüssel. Keiner da, der ihnen den Schlüssel geben könnte. Und der ehemalige Besitzer (der mit dem Schlüssel) William Noakes ist auch nicht da. Verschwunden. Nicht auffindbar. Wer dagegen auf der Matte steht, sind diejenigen, die noch Geld von ihm erwarten. Da will man endlich die geschlossene Zweisamkeit feiern und dann das! Noakes wird doch noch gefunden. Tot, erschlagen, zu Füßen der Kellertreppe. So weit unten…
So geht es frisch ans Werk den Übeltäter, der William Noakes den Garaus machte zu finden. Doch Lord Peter Wimsey ist dieses Mal nicht allein. Harriet gab ihm schon öfter hilfreiche Tipps, um einen kniffligen Fall zu lösen. Dieses Mal ist sie – ganz die Gattin – selbstredend an seiner Seite. Und auch bunter, Wimseys Butler, der den unglücklichen Toten fand, trägt einiges zur Lösung des schier unlösbaren Falles bei. Er sitzt nicht einfach so im Pub herum, trinkt sein Pint und raucht John Players. Er hält die Ohren auf. Noakes war kein angenehmer Zeitgenosse. Jede Hilfe, die er gab, die er anbot, wurde mit einem Gefallen ins Lot gebracht – um es mal ganz gnädig auszusprechen. Oder anders gesagt: Weil er stets und ständig in Geldnot war, wurde er zu einem üblen Geschäftspartner, der mit Wucherzinsen so manchen in den Ruin trieb. Also an Tatverdächtigen mangelt es nun wirklich nicht. Doch hilft das nun bei der Tätersuche?
Dorothy L. Sayers seziert die Flitterwochen ihre Lord Peter Wimsey bis ins kleinste Detail. Nicht ein einziger Hinweis geht dem Leser verloren, sofern er sich fünfhundert Seiten lang auf den Fall konzentrieren kann. Nicht einfach bei dem Umfang des Buches. Eine Leichtigkeit, hängt man Sayers Schreibfeder wie an den Lippen eines gewieften Redners.
- Dorothy L. Sayers
Ein Toter zu wenig
(47)Aktuelle Rezension von: SelfsoulLord Peter Wimsey muss den Fall um einen nackten Toten in einer Badewanne auflösen. Dabei braucht er Charme, Logik und eine gute Auffassungsgabe. Gemeinsam mit seinem Diener Bunter und dem Polizisten Parker macht er sich auf die Lösung des Problems auf die Suche.
Ich fand die Geschichte ganz nett, aber die plötzliche Erleuchtung von Lord Wimsey um die Lösung war mir etwas zu schnell.
Manchmal hat das Buch auch sehr viel Tempo und man muss genau mitlesen.
Nett geschrieben aber die Lösung fand ich nicht so gelungen.
- Dorothy L. Sayers
Keines natürlichen Todes
(27)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstDurch Zufall erfährt Lord Peter Wimsey von einem Todesfall, der eventuell ein Mord sein könnte und der bereits zwei Existenzen ruiniert hat. Eine alte, reiche Dame stirbt an Krebs, eine junge, hübsche weitentfernte Nichte erbt ein Vermögen und eigentlich wäre daran nichts außergewöhnliches – doch irgendwie hinterlässt dieses Ereignis ein merkwürdiges Gefühl beim behandelnden Arzt und schließlich auch bei Lord Wimsey. Eifrig nimmt er sich der Sache an, schnüffelt hier ein bisschen, stochert dort etwas rum und gerade als auch er schweren Herzens aufgeben möchte, gibt es eine weitere Leiche.
Mein erstes Buch von Dorothy L. Sayers und wie ich befürchtet habe, bin ich ihr verfallen. Lord Peter Wimsey ist mit seiner ganzen Art des englischen Edelmannes und Junggesellen mit zu viel Zeit, Geld und einem ungesunden Interesse an Verbrechen, hat mich sofort gepackt. Manchmal ist seine Art sich in Zitaten auszudrücken etwas anstrengend, aber das macht auch seinen Charme aus. Dazu kommen sein guter Freund von Scotland Yard, der sehr viel bodenständiger ist und eine gute Portion Realismus und Sarkasmus mit einbringt sowie der umtriebige Butler, der sehr sachkundig und stilvoll mit den Allüren seines Herrn umgeht und gerade damit immer wieder für ein Schmunzeln sorgt.
Der Fall selbst ist intelligent und verzwickt aufgebaut, sodass man auch als Leser bis zum Schluss unsicher ist, ob es sich überhaupt um einen Mordfall handelt.
Ein großartiges Buch und auch wenn es Teil einer Reihe ist, lässt es sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Das einzige Problem: Man will sie alle haben.
- Dorothy L. Sayers
Unnatural Death: Lord Peter Wimsey Book 3 (Lord Peter Wimsey Mysteries)
(4)Noch keine Rezension vorhanden - Dorothy L. Sayers
Diskrete Zeugen
(9)Aktuelle Rezension von: tigerbeaFür Lord Peter Wimsey ist der Mord an Captain Cathcart ein ganz besonderer Fall. Der Tote war der Verlobte seiner Schwester Mary und Lord Peters Bruder - der Herzog von Denver steht unter Verdacht, den Mord begangen zu haben. Deshalb sitzt er in Untersuchungshaft, verweigert aber jegliche Angaben, wo er sich zum Tatzeitpunkt aufgehalten hat. Lord Peter versucht verzweifelt Erklärungen für das Geschehen zu finden, doch die Angaben der Zeugen widersprechen sich. Zusammen mit seinem pfiffigen Diener Bunter und seinem Freund Inspektor Charles Parker von Scotland Yard geht er jeder Spur nach, die sich bietet, aber sie kommen einfach nicht weiter. Lord Peter riskiert sein eigenes Leben, um seinen Bruder vor einer Verurteilung wegen Mordes zu bewahren.
"Diskrete Zeugen" ist wieder ein herrlich skurriler Krimi von Dorothy L. Sayers. Dabei kommen, wie schon im ersten Band, die Personen so lebendig rüber, daß man meint, sie schon lange zu kennen. Allen voran Lord Peter Wimsey, aber auch der Rest der Familie und die Freunde sieht man direkt vor sich. Man wird in das alte England mit seinen steifen Sitten entführt und wundert sich über die eigenartigen Moralvorstellungen. Dieser Krimi ist durch die vielen Spuren spannend bis zum Schluß. Man muß die Geschichte sehr genau lesen, um dann mit Lord Peter gemeinsam zur Lösung zu gelangen. Genau so, wie es in den guten alten englischen Krimis üblich ist. Ein toller Spaß für alle, die beim Lesen mitdenken möchten!
- Dorothy L. Sayers
Eines natürlichenTodes
(5)Aktuelle Rezension von: supersusiEngland 1925. Eine alte Dame stirbt und obwohl sie an Krebs litt, kommt ihr plötzlicher Tod etwas überraschend. Dem behandelnden Arzt kommt dies nicht geheuer vor, aber er setzt sich ziemlich in die Nesseln, als er den Tod genauer untersuchen will. Durch Zufall lernt er Lord Peter Wimsey kennen und schildert ihm seinen Verdacht. Dieser, ein betuchter Hobbydetektiv, ist gleich Feuer und Flamme. Die Ermittlungen ziehen sich jedoch hin (genau wie das Buch) und Lord Wimsey bittet eine Bekannte, ihm zu helfen. Diese begibt sich in das Dorf, wo die alte Dame gelebt hatte und zieht unauffällig - ganz im Stil von Miss Marple - Erkundigungen ein. Doch dann stirbt ein entlassenes Hausmädchen der alten Dame....
Das Buch erinnert sehr an die herrlichen Miss Marple Krimis von Agatha Christie. Die Autorin, Dorothy L. Sayers, hat einen ähnlichen Schreibstil und ähnliche Figuren, Landschaften, Handlungen usw.und der Krimi spielt zur gleichen Zeit. Sie zählt neben A. Christie und P.D. James zu den großen Krimiautorinnen Englands. Zu Recht kann ich nach diesem Buch sagen. Erschienen ist es 1927.
Es ist teilweise zwar etwas langatmig und zieht sich, bleibt aber durchweg spannend. Ich habe eine ungekürzte Ausgabe ( 265 Seiten) gelesen, aber es gibt wohl auch eine gekürzte Übersetzung. Die ist vielleicht weniger langatmig, vielleicht büßt sie aber auch viel des Charmes ein.
Wer die Bücher von Agatha Christie liebt, wird auch diese Autorin schätzen. Mir jedenfalls hat´s gefallen.
- Dorothy L. Sayers
Mord braucht Reklame
(33)Aktuelle Rezension von: Monikain einer Werbeagentur gab es einen Todesefall, der anfänglich für einen einen natürlichen Tod gehalten wurde. Nur einer der Inhaber der Agentur vermutet kriminelle Vorgänge , die er gern unauffällig bewiesen haben möchte. Dazu setzt er einen renommierten Detektiv ein, der sich als Mr.Bredon ausgibt, Alterego von Lord Peter Wimsey.Im Detail wird das Arbeiten in einer Agentur zur damaligen Zeit aufgezeigt,temperamentvoll und unübersichtlich für Außenseiter. Daher ist die Handlung gelegentlich verwirrend, aus heutiger Sicht auch langatmig und ereignislos, der eigentliche Mordfall gerät in den Hintergrund. Die Vernetzung der Agentur mit einem Rauschgiftring ,und den diesbezüglichen Auswirkungen versteht der Leser erst im Lauf der Handlung.
Der Sprachstil ist lebendig, bildhaft schildernd und mit verstecktem Humor. Auch die Straftäter werden als Menschen in einer Notlage verstanden. Die Schilderung der Rauschgifthändler charakterisiert sie sehr genau als rücksichtlose und skrupellose Personen.Lord Peter Wimsey ist die Verkörperung des snobistischen Adels mit sehr humanistischen Zügen, zudem leicht skurril.
Dieser Krimi spielt in den 30ziger Jahren, die Handlung und Sprache entspricht dieser Zeit.Für Leser, die sich Spannung, Action und Dramatik erhoffen, wird diese Lektüre langatmig, vielleicht auch langweilig erscheinen. Wer sich allerdings für diese Zeit und England in dieser Zeit interessiert, wird sicherlich belohnt, muss aber Geduld beim Lesen haben
Für micht als anglophiler Leser ein Gewinn
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