Bücher mit dem Tag "louise"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "louise" gekennzeichnet haben.

44 Bücher

  1. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499266720)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

     (11.695)
    Aktuelle Rezension von: Stephaniev

    Ich habe das Buch, gerne gelesen. 

    Toller Erzählstil von Anfang an bis zum Ende, sehr fesselnd und tiefgründig. Gibt einen neuen Einblick in die Gesellschaft und regt zum Nachdenken an.

    Eine Liebesgeschichte, einmal anders erzählt, die zum Nachdenken anregt.

    Sehr mitfühlend, emotional und mit vielen Tränen verbunden.

  2. Cover des Buches Die geliehene Zeit (ISBN: 9783426518106)
    Diana Gabaldon

    Die geliehene Zeit

     (1.420)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Achtung: Band 2 einer Reihe!

     

    1968: Roger Wakefield, ein junger Historiker, erhält den Auftrag eine Liste von Namen zu überprüfen. Alle Männer waren Jakobiten, die an der Schlacht von Culloden 1746 teilgenommen haben. Die Frau, die ihn bittet nach den Männern zu suchen, möchte wissen, was aus ihnen geworden ist. Ihr Name ist Claire Randall. Doch noch viel faszinierender als die Frau selbst, findet Roger ihre Tochter, Brianna.

    Seine Nachforschungen führen die drei an ein Grab und Claire enthüllt eine Geschichte, die so unglaublich klingt, dass sie einfach nicht wahr sein kann, oder? Sie erzählt von einem Highlander namens Jamie Fraser, dem Hofe König Louis XV., Prince Charles Edward Stuart und dem Aufstand der Jakobiten. Ihre Geschichte kann nicht wahr sein – aber was, wenn sie es doch ist?

     

     

    Ich liebe ja die Highland-Saga und werde nicht müde das immer wieder zu betonen, aber die Bücher zu rezensieren fällt mir unheimlich schwer, weil ich sie alle schon so oft gelesen habe, dass es wirklich nicht leicht ist, nicht aus Versehen zu viel zu verraten.

     

    Jamie hat die Hölle überlebt. Er hat Jack Randall überlebt, aber er hat seine Spuren auf seinem Körper und seiner Seele hinterlassen. Doch Jamie und Claire können sich nicht einfach ausruhen und der Geschichte ihren Lauf lassen. Sie wissen was kommen wird. Claire weiß ganz genau was den Highland-Clans droht, wenn die Schlacht von Culloden stattfindet. Sie müssen es einfach verhindern. Irgendwie – egal wie. 

     

    Doch wie verhindert man einen Aufstand? Gemeinsam mit Jamies Patenonkel Murtagh schmieden sie Pläne und schließlich läuft es darauf hinaus, dass sie versuchen müssen, Charles Edward Stuart die französische Assistenz zu entziehen. Kein Geld aus Frankreich bedeutet kein Geld für einen Feldzug. Um dieses Ziel zu erreichen, muss sich Jamie in die Jakobiten-Szene einschleusen und beide nach Versailles. Aber selbst wenn das alles gelingt – es gibt noch viel größere Probleme, die auf sie warten und nicht alle haben etwas mit Culloden zu tun.

     

    In diesem Band dürfen wir mit nach Versailles und es wird definitiv nicht langweilig dort. Doch wie so oft geraten Jamie und Claire schneller in Schwierigkeiten, als sie schauen können und haben sich in Rekordzeit einen Todfeind angelacht. Auch ihre Ehe muss einiges aushalten und über allem droht das Wissen, das man als Leser hat, dass Claire irgendwie wieder in der „Gegenwart“ gelandet ist. Nur wie? Und warum?

     

     

    Fazit: Dieser Band ist ebenso spannend und faszinierend, wie Band 1. Es wird witzig, romantisch, dramatisch und richtig heftig. Mehr als einmal bricht einem fast das Herz. Egal, wie oft ich die Reihe auch schon gelesen habe, es packt mich jedes Mal wieder. Man wird richtig in das Buch gesaugt und kann nicht aufhören zu lesen. 

    Ich möchte euch wieder die alte Übersetzung und das Originalbuch ans Herz legen. Die Bücher auf englisch zu lesen ist wirklich eine ganz andere Erfahrung.

     

    Von mir gibt es natürlich wieder volle 5 Sterne!

  3. Cover des Buches Game of Gold (ISBN: 9783748800200)
    Shelby Mahurin

    Game of Gold

     (215)
    Aktuelle Rezension von: Linny1

    In einer mittelalterlich anmutenden Welt werden Hexen - die Dames Blanches und die Dames Rouges - von den strenggläubigen Hexenjägerin erbittert verfolgt. Die junge Hexe Lou schlägt sich inkognito als Diebin durch, wird jedoch von Jäger Reid bei einem Diebstahl erwischt. Sie geraten unfreiwillig in eine verfängliche und sehr öffentliche Situation, die sie dazu zwingt, zu heiraten. Fortan muss Lou bei Reid leben und dabei ständig fürchten, dass er hinter ihr Geheimnis kommt. Und dann gibt es da auch noch ihr zweites Geheimnis, das keiner je erfahren darf …

    Eine magische Geschichte mit viel Liebe und Spannung. Hat mir gut gefallen!

  4. Cover des Buches Wir wollten nichts. Wir wollten alles (ISBN: 9783789139208)
    Sanne Munk Jensen

    Wir wollten nichts. Wir wollten alles

     (151)
    Aktuelle Rezension von: vivreavecdeslivres
    Manchmal beginnt man ein Buch skeptisch. Dann merkt man vielleicht, dass man gar nicht skeptisch sein soll, weil sich das Gelesene im Kopf reimt und zu schwammig-klaren Gedanken formt. Weil es einfach passt. Die Charaktere, der Schreibstil, die Geschichte. Die Gefühle.
    Wir wollten nichts.  Wir wollten alles. hatte mehr als das Übliche. Es hat mir nicht nur alles verliehen, damit ich  genau wusste, das ist ein gutes Buch. Es hat mich umgeworfen. Es tickt nicht wie normale Bücher. Es verblüfft und überrascht. Ich kann nicht genau sagen, weswegen.  Warum jetzt genau so, weswegen man sofort eine tiefe Verbundenheit zu Louise fühlt. 
    Man muss Liebe und Schmerz erfahren haben, um dieses Buch zu erleben. Ich will nicht behaupten, dass ich das habe, auch wenn ich wahnsinnig sensibel bin. Aber man muss einfach eine gewisse Reife haben, ein Verständnis, ein Gefühl für Mitmenschen und eine Offenheit für Neues.
    Von Anfang an weiss man, wie das Buch ausgeht. Es ist auf dem Cover. Und deswegen, verdammt, soll mir keiner kommen und sagen, 'ach, ja, das Buch hat mir nicht so gefallen. Ich konnte mir schon in der Hälfte denken, zu was es führt.' Das Cover erklärt schon alles. Und genau deswegen. Weil das Buch dieses stoische Schema Einleitung - Mittelteil mit Höhepunkt - [am besten überraschendes] Ende [mit einer krassen Wendung] aufbricht und macht, was es will.

    Ich will es mal vergleichen mit dieser Silberfolie, die manchmal irgendwo klebt. Man bewegt sich vor dieser Folie nach links, dann nach rechts. Versucht, herauszufinden, was das für eine Farbe ist. Jeder Mensch, jede Bewegung nimmt sie anders wahr. Und so ist es auch mit diesem Buch. Leute, die auf ein typisches Lesevergnügen stehen, finden Louise Handlungen unlogisch. Leute, die lieben und geliebt werden, verstehen Louise. Die, die nach etwas suchen, werden durch  dieses Buch vielleicht fündig. 
    Es ist so viel mehr, als das, wonach  es aussieht. Zwei Autorinnen zusammen haben etwas geschaffen, dass so viel erzählt, so oft aufgenommen und widergegeben werden soll, dass das Buch nur ein Highlight sein kann. Der Schreibstil ist verletzlich und stark zugleich, er ist einfach und äusserst komplex. Man muss zwischen  den Zeilen lesen und spüren, ganz viel fühlen. Und vielleicht hat man dann das Buch zum ersten Mal  gelesen und verstanden. Und dann, vielleicht in zwei Jahren, soll man es wieder lesen. Wiederfühlen. Wieder über den selben Stellen lächeln und das Buch in sein Herz lassen. Danke für dieses Leseerlebnis.
    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2015/02/wir-wollten-nichts-wir-wollten-alles.html
  5. Cover des Buches Wachstumsschmerz (ISBN: 9783596194179)
    Sarah Kuttner

    Wachstumsschmerz

     (333)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Das Buch ist völlig banal und bauscht eine Alltagssituation so auf, als wäre der dritte Weltkrieg ausgebrochen. Ja, manche Entscheidung ist nicht einfach. Manchmal zerfrisst es einen dermaßen auf, dass es einen für immer verändert. Doch hier tut die Autorin so, als wäre der Partner der Protagonistin gestorben und sie käme mit dem Schmerz nicht mehr klar. Dabei ist er nur ausgezogen! Er lebt, er atmet, er ist da, bloß eben nicht mehr in ihrer Wohnung. Ich habe die ganze Zeit geglaubt, Flo hätte einen schlimmen Unfall gehabt und würde nun in Fetzen irgendwo liegen.

    Die Handlung bleibt schnell auf der Strecke. Ab der Mitte taucht sie nur noch zwischen den riesigen Absätzen voller Gedanken auf und diese Gedanken lesen sich so, als hätte ein 16-jähriges Emokind, das sich das Wort Schmerz täglich in die Haut ritzt, etwas auf Facebook gepostet, das bloß auf Likes wartet und alles andere ignoriert. Das Buch ist nicht weise, die Gedanken nicht interessant, sondern bloß schlecht. Außerdem verwendet sie ständig das Wort "Kucken" mit K. Als wäre die Zielgruppe Teenager, damit sie sehen, wie schlimm das Erwachsenenleben mit seinen endlosen Entscheidungen ist und man lieber für immer jung bleiben sollte.

    Unter dem Klappentext wird die Cosmopolitain zitiert, die Kuttners Sprache als "phantasievoll und originell" beschreibt. Das ist eine Lüge, ein billiger PR-Gag, der einen potentiellen Leser zum Kauf verleiten soll. Es ist nicht originell, nicht fantasievoll, nichts Besonders, sondern bloß platt und oberflächlich und vor allem unschön und langweilig.

    Und was meint die Autorin, wenn sie sagt, eine Frau würde in ihren Bart murmeln? Das kam einige Male vor und jedes Mal hat mich das irritiert. Haben die weiblichen Figuren in ihrem Buch Bärte und die männlichen nicht?

    Die Randfiguren wirken alle so, als hätte man sie aus einer Seifenoper genommen, die absolutes Klischees sind und deren Persönlichkeit sich auf diese beschränken.

    Die eine Stelle, wo sie bei ihrem Vater verzweifelt und zu weinen beginnt, die war gut, das hat mir gefallen, das war stimmig und kraftvoll. Aber es war kurz und ging schnell unter, um im restlichen Verlauf keine sichtbaren Spuren zu hinterlassen.

    Dann kam dieses verdammte Ende. Diese schreckliche Scheißende! Man liest das alles, man quält sich durch die langen Gedankenabsätze, man folgt der spärlichen Handlung und dann kommt ein Ende, das sich so anfühlt, als hätte die Autorin sich über den Leser lustig gemacht.

    Sie labert so viel über ihren Herzschmerz, über ihre Probleme, über ihr verdammtes Gefühlsleben und dann *SPOILER* fickt sie am Schluss irgendeine gesichtslose Figur. Und das meine ich so: Er hat kein Gesicht! Keinen Namen, kein Leben, keine Persönlichkeit. Er ist ein niemand, der aus dem Nichts auftaucht, sie von hinten umarmt, weil sie im Schnee steht und auf der nächsten Seite fickt sie ihn und sucht dabei nach dem Geruch von Flo. Was sollte das? Wieso macht die Autorin so etwas. Das ist kein offenes Ende, das ist bloß ein riesiger Mittelfinger, der den Leser auslacht und gleichzeitig zeigt, dass die Autorin selbst nicht gewusst hat, wie sie das Buch zu Ende führen soll. Es muss nicht gleich ein Happyend sein, aber ein Ende, das nicht den Eindruck erweckt, als hätte sie es aus den Fingern gesaugt.

    Normalerweise schenke ich meine Bücher her, damit sie jemand anderer liest. Aber das hier habe ich in die Mülltonne gestopft. Nicht in den Papierkorb, sondern in den Restmüll, um Essensreste darauf zukippen. Wegen mir soll kein anderer diesen Schund lesen.

  6. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.233)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Als Bruno aus der Schule nach Hause kommt, erfährt er, dass die ganze Familie umziehen muss, weil sein Vater zum Kommandanten befördert wurde. Was das bedeutet, das versteht Bruno nicht, er weiß nur, dass sein Vater sehr wichtig ist. Dass sein Vater jetzt Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz ist und was er als solcher tut, davon hat Bruno, der gerade einmal neun Jahre alt ist, keine Ahnung. Und so zieht seine ganze Familie aus Berlin nach Auschwitz und Bruno muss sich an das neue Leben gewöhnen. Hier gibt es keine anderen Kinder mit denen er spielen kann, jeden Tag laufen fremde Soldaten durch das Haus und von seinem Fenster aus kann er den Zaun sehen, hinter dem hunderte Menschen in den immergleichen gestreiften "Pyjamas" sind. Und Bruno beschließt, auf Erkundungstour zu gehen und trifft weit weg vom Haus auf Schmuel, der genau so alt ist wie Bruno und auf der anderen Seite des Zauns lebt. Und so fangen die beiden Jungen, die so unterschiedliche Leben haben, die sich aber doch einander ähneln, an, sich zu unterhalten.


    Meine Meinung: Das Buch zeigt die Zeit des Nationalsozialismus durch eine völlig andere Perspektive, die Perspektive eines kleinen, naiven Jungen der noch dazu Sohn des Kommandanten ist. Es wird sehr deutlich gemacht, dass Bruno keine Vorstellung davon hat, was im Konzentrationslager passiert und wie Schmuels Leben aussieht. 

    "Du solltest einmal unser Haus sehen", sagte Bruno. "Erstens hat es keine fünf Stockwerke, sondern nur drei. Wie soll man auf so engem Raum leben?" S. 188
    Im Gegenteil, ihm gefielen Streifen, und er hatte es zunehmend satt, dass er Hosen, Hemden, Krawatten und Schuhe tragen musste, die ihm zu klein waren, während Schmuel und seine Freunde den ganzen Tag lang gestreifte Pyjamas tragen durften. S.189

    Manchmal erscheint mir seine Naivität aber auch ein wenig zu stark. Als gebildeter, deutscher Junge, noch dazu als Sohn des Kommandanten scheint es mir sehr unglaubwürdig, dass er noch nie etwas von Juden gehört hat, da diese Ideologie schon früh in der Schule gelehrt wurde und er sie eigentlich auch durch seine Erziehung verinnerlicht haben sollte. Dieser Punkt hat mich beim Lesen oft gestört.

    Auch das Ende fand ich nicht so gut. Es war zwar sehr berührend und erschütternd, aber dennoch fand ich, dass damit der ganze Sinn der Geschichte irgendwie zunichtegemacht wurde oder zumindest ins Leere verlief. Abgesehen davon hat mir das Buch aber gut gefallen. Zwar hätte ich mir mehr Einblicke aus Schmuels Leben gewünscht, aber wie auch John Boyle im Nachwort schrieb: 

    Denn schließlich können nur die Opfer und Überlebenden die Gräuel jener Zeit an jenem Ort wirklich begreifen; wir anderen leben auf der anderen Zaunseite[...]
  7. Cover des Buches Léon und Louise (ISBN: 9783423253635)
    Alex Capus

    Léon und Louise

     (558)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Die Lebensgeschichte und Liebesgeschichte von Leon Le Gall, geboren um die Jahrhundertwende in Frankreich, spielt natürlich im 20. Jahrhundert, passt aber streckenweise so gut wie lange kein anderes Buch in unsere Zeit. Das Leben und Lieben Leons, der sich mit 17 in die gleichaltrige Louise verliebt, eine Liebe, die bis an ihr Lebensende hält und dennoch immer starken Widerständen ausgesetzt ist, ist geprägt durch die beiden Weltkriege. Vor allem die Zeit des zweiten Weltkriegs, Leon lebt als Polizeichemiker in Paris, einer besetzten Stadt in der alles gelähmt ist, aber weiterläuft. Zum ersten Mal hab ich bemerkt, dass unsere Corona-Situation, vor allem mit der Ungewissheit, wie lange sie noch anhalten wird, sehr nah an dem Kriegsszenario ist. Täglich sterben hunderte Menschen, das öffentliche Leben ist wie betäubt und trotzdem machen alle irgendwie weiter. Das ist nur ein Aspekt des insgesamt auch tollen Buches, hat mich aber sehr beeindruckt.

  8. Cover des Buches Mittsommermord (ISBN: 9783423212182)
    Henning Mankell

    Mittsommermord

     (736)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Drei Jugendliche, die ein vergnügliches Fest zur Mittsommernacht samt mittelalterlichen Verkleidungen feiern wollten, werden Wochen später ermordet in einem Waldstück aufgefunden. Der Täter hat sich alle Mühe gegeben, die Tat zu vertuschen, sind doch in regelmäßigen Abständen Grußkarten an die Familien versendet worden, die einen Urlaub der Teenager vortäuschen. Doch das ist nicht der einzige Fall, mit dem sich Kurt Wallander beschäftigen muss, auch der grausame Mord an seinem Kollegen Svedberg macht ihm zu schaffen – und offenbart einige Geheimnisse, die der Ermittler lange Zeit gehütet hat…

    Henning Mankells Romane um seinen depressiven Ermittler Kurt Wallander haben das Genre des Nordic Noir vielleicht nicht begründet, mit seinen unglaublich erfolgreichen Bänden aber sicherlich zum großen Durchbruch und die immer noch anhaltende Popularität essentiell beigetragen. Auch der achte Band der Reihe „Mittsommermord“ zeigt eindrucksvoll, wie geschickt der Autor verschiedene Fäden webt und diese dann nahtlos ineinanderfügen kann – von einem überzeugenden sprachlichen Anspruch mal ganz abgesehen. So ist es auch hier wieder die Figur des Kurt Wallander mit seinen verschrobenen Eigenheiten, der fast manischen Ermittlungsarbeit und den depressiven Stimmungen, der eine sehr eindringliche persönliche Ebene einbringt und dabei eine faszinierende Ausstrahlung hat – nicht immer sympathisch, nicht einmal sonderlich nahbar, aber genau deswegen umso facettenreicher. Auch die Nebenfiguren sind ausdrucksstark geschildert, wobei interessanterweise besonders der tote Svedberg ein sehr scharfes Profil bekommt. Die Atmosphäre des Romans ist sehr düster geprägt, bezieht die Landschaft und die Stimmung in Schweden gekonnt mit ein und sorgt so für eine sehr markante Wirkung.

    Der Verlauf der Handlung ist sehr spannend geraten und überzeugt mit seinen vielen Geheimnissen und Wendungen. Dabei werden von Anfang an zahlreiche Rätsel eingebaut, die auch nach und nach wieder aufgelöst werden, dann aber mit neuen Unstimmigkeiten und Verknüpfungen versehen werden. Das ist sehr clever aufgebaut, besonders da mehrere unterschiedliche Themen miteinander verbunden werden. Die Spannung ist schnell sehr dicht und packend, durch den steten Informationsfluss ist ein wahrer Pageturner entstanden. Überzeugend ist auch die Rolle der Presse, die die Ermittlungsarbeiten immer wieder behindert und so die Handlung entscheiden beeinflusst.

    „Mittsommermord“ ist ein packender Krimi, der mit vielen starken Bildern, markanten Charakteren und insbesondere einem spannenden und eindringlichen Verlauf überzeugt. Die Stimmung ist dicht und packend, die einzelnen Motive und Themen sehr stimmig miteinander verknüpft, sodass ein beeindruckendes Gesamtbild mit vielen spannenden Momenten entsteht. Sehr lesenswert, auch wegen des sehr stimmigen sprachlichen Ausdrucks.   

  9. Cover des Buches Mind the Gap! Wie ich London packte (oder London mich) (ISBN: 9783423650069)
    Emmy Abrahamson

    Mind the Gap! Wie ich London packte (oder London mich)

     (88)
    Aktuelle Rezension von: zitronengelbe_buecher

    Ich hatte um ehrlich zu sein noch nicht von diesem Buch gehört, als ich es in die Hand nahm und es angefangen habe zu lesen. Ich hatte keine großen Erwartungen und das einzige was ich wusste war, dass das Buch in London spielt. Ich liebe London, also dachte ich mir, warum nicht? Und ja, das Buch war ganz nett, mehr aber leider auch nicht.

    Die Handlung war so mehr oder weniger logisch aufgebaut. An manchen Stellen habe ich mich gefragt ob das nicht auch irgendwie etwas stimmiger und logischer passieren können. Realistisch ging es in diesem Buch auf alle Fälle nicht immer zu. Vor allem am Ende haben mich manche Handlungspunkte schon sehr aufgeregt, ich konnte es einfach ganz oft überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Aber insgesamt war die Story recht süß, ich habe mich auch nicht gelangweilt und musste hin und wieder schmunzeln. Es war auch alles nicht so sonderlich anspruchsvoll und ich konnte das Buch gut in zwei Tagen durchlesen. 

    Fhilipa war ein ziemlich kindischer Charaktere. Sie war zwar schon irgendwie ganz sympathisch, aber etwas unreif für ihr Alter. Ihr Männergeschmack und auch ihr Umgang mit täglichen Situationen hat mich schon manchmal zum Kopfschütteln gebracht. Die anderen Charaktere waren für mich eigentlich allesamt recht sympathisch (außer die Typen die Fhilipa immer angeschleppt hat), wirkten aber alle etwas zu wenig ausgearbeitet.

    Der Schreibstill war ganz okay, nichts besonderes, aber schön und angenehm zu lesen. Viele Gefühle gab es aber nicht und die meisten Dinge wurden auch recht abgespeckt beschrieben.

    Mein Fazit: Ganz nette Story mit einer relativ kindischen Protagonistin und einem ganz netten Schreibstill. Alles in allem also nicht Besonderes aber für zwischendurch und auch für alle die London mögen okay.

  10. Cover des Buches Heute wegen Glück geschlossen (ISBN: 9783404169221)
    Patrice Leconte

    Heute wegen Glück geschlossen

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Thomas, 27 Jahre alt, arbeitet als Verkäufer in einer Papeterie in Paris. Da er sich gerne Ziele setzt und auch nicht mehr alleine sein möchte, will er bis er 30 Jahre alt ist seine Frau fürs Leben finden und sie heiraten. Doch die Jahre vergehen und er verliebt sich unglücklich, findet Frauen, die er nur mag, aber nicht liebt und geht sogar zu einer Wahrsagerin.
    Sein Freund André stellt ihm dann die entscheidende Frage: Findet man die große Liebe, wenn man nach ihr sucht oder begegnet sie ihm einfach und er muss sie nur entdecken?

    Der Autor Patrice Leconte hat hier mit seinem Romandebut ein wunderbares Buch geschaffen. Es bezaubert durch seinen einfachen aber nicht langweiligen oder übertriebenen Schreibstil. Er beschreibt die Lage von Thomas so anschaulich und nachvollziehbar, dass sich der Leser ab der ersten Seite in ihn hineinversetzen kann.

    Der Roman hat mir sehr gut gefallen und ich gebe ihm eine klare Leseempfehlung!
  11. Cover des Buches Die italienischen Schuhe (ISBN: 9783552057944)
    Henning Mankell

    Die italienischen Schuhe

     (237)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Von Henning Mankell gefallen mir nicht nur die Wallander-Krimis, sondern insbesondere seine Afrika- und Familienromane. Diesen hier finde ich mit seinem Setting in den einsamen Schären und seinen vielschichtigen Figuren besonders gelungen. Er enthält so viele wunderbare Gedanken und Worte über das Leben und darüber, was wirklich wichtig ist und uns zu dem macht, was wir sind. Ein ganz tolles, eindringliches Buch mit einer bitter-süßen Geschichte voller Leid und Schmerz, aber auch voller Lichtblicke!
  12. Cover des Buches Mord in Mesopotamien (ISBN: 9783455003383)
    Agatha Christie

    Mord in Mesopotamien

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Man kann Genreliteratur schwierig 85 Jahre nach ihrer Entstehung beurteilen. Zu viel ändert sich an Erzählkonventionen. So auch hier. Die Geschichte konnte mich nicht packen, die langen Herleitungen von "Whodunnit" wirkten auf mich langweilig.

  13. Cover des Buches Die Hexe (ISBN: 9783426507377)
    Yasmine Galenorn

    Die Hexe

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Ariane-AYNIALB
    Der Klappentext:

    Weil ihre Mutter nur ein Mensch war, haben es die Schwestern Camille, Delilah und Menolly in der Anderwelt nie leicht gehabt. Daran ändert sich wenig, als die drei von ihrem Arbeitsgeber, dem Anderwelt-Nachrichtendienst, auf die Erde strafversetzt werden. Doch dann findet der Dämonenfürst Schattenschwinge einen Weg, um die Grenzen seines unterirdischen Reichs zu überwinden - und auf einmal liegt das Schicksal der Menschheit und der Feenvölker in den Händen der Schwestern ...

    Meine Meinung:

    "Die Hexe" ist der Auftakt einer neuen Reihe rund um die Schwestern Camille, Delilah und Menolly und die Anderwelt.

    Der Einstieg fiel mir persönlich erstmal etwas schwer - es ging gleicht rasant los und die wirkliche Erklärung der Umgebung und der Anderwelt, kam erst geschätzt nach 40-50 Seiten. Fand ich nun etwas verwirrend. Nachdem man nun aber einen Crashkurs mit allen wichtigen Infos bekommen hatte, konnte ich der Geschichte besser folgen.

    Mir persönlich gefällt die Welt des Buches und besonders die diversen Arten der Welten. Das die Schwestern Hexe, Vampir oder Werkatze sind, macht für mich einen besonderen Reiz aus, zumal ich bereits gesehen habe, dass die Bände jeweils aus der Sicht einer Schwester geschrieben sind und man somit alle Besonderheiten und Charaktere kennenlernen kann. 

    Zugegeben, ich hat es etwas überrascht, wie "sex-lastig" das Buch ist, da vor allem Camille recht .. ich nenne es mal aktiv .. ist. In meinen Augen ist es daher nicht für Kinder geeignet.
  14. Cover des Buches Die falsche Frau (ISBN: 9783492272582)
    Wolfgang Burger

    Die falsche Frau

     (49)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Wieder ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen mochte!

    Ein riesengroßer Aufwand wird betrieben, um den amerikanischen Staatsgast sicher durch Heidelberg zu geleiten. Das ist nicht einfach, mehrere Demonstrationen, die nicht immer gewaltfrei abgehen, gibt e aus diesem Grunde!

    Auch Gerlachs Töchter fangen an mit ihrem Vater zu diskutieren, wie dieser Staatsgast einzuschätzen sei! 

    Mehr möchte ich nicht schreiben, denn ich möchte keinem die Spannung verderben!

    Viel Spaß beim Lesen!

  15. Cover des Buches Es ist nie zu spät für alles (ISBN: 9783596511907)
    Kajsa Ingemarsson

    Es ist nie zu spät für alles

     (161)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Drei Frauen leben in einer Straße. Alle drei haben ein anderes Schicksal, doch sie halten zusammen und helfen sich . 
  16. Cover des Buches Der Dieb in der Nacht (ISBN: 9783833310836)
    Katharina Hartwell

    Der Dieb in der Nacht

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Es ist mittlerweile einige Tage her seit ich dieses Buch beendet habe, dennoch weiß ich immer noch nicht so recht, was genau ich zu diesem "Werk" sagen soll. 

    Die Art des Schreibens beziehungsweise Erzählens zeugt davon, dass Frau Hartwell wirklich eine Künstlerin ist. Es ist schön und flüssig geschrieben, weiß durch eine gelungene Verwendung mancher Stilmittel zu überzeugen, ist leider auch der einzige Grund, wieso dieses Buch in meinen Augen überhaupt zwei Sterne verdient hat: 

    Die Handlung und die Charaktere konnten mich einfach nicht packen... Von der Autorin, die ich vor mittlerweile einigen Jahren auf einer Lesung beobachten durfte, weiß ich, dass die Grundidee dieses Romans auf einer wahren Begebenheit beruht, was allerdings nichts daran ändern konnte, wie unrealistisch die Geschichte auf mich wirkte. 

    Ich kann nachvollziehen, dass Menschen in Hoffnung einen geliebten Menschen wiedergefunden zu haben bereit sind über manche Dinge, die nicht passen können hinwegzusehen, aber dem Leser werden im Laufe der knapp 350 Seiten derart viele Unstimmigkeiten präsentiert, dass es weniger verwundert hätte, wäre am Ende der Handlung plötzlich ein pinkes Einhorn aufgetaucht. 

    Auch wenn der Roman am Anfang nach einer Geschichte aussehen lässt, bei der es sich um die Gefühle und Irrungen und Wirrungen in der eventuellen Familienzusammenführung zu handeln scheint, entsteht gegen Ende ein regelrecht schlecht produzierter RTL - Thriller. 

    Hier muss ich sagen: LEIDER habe ich mir vorgenommen ernsthafte Spoiler zu verweigern, denn ansonsten würde ich an dieser Stelle wirklich gerne mal "auf den Putz" hauen. 

    Die Charaktere haben es bei mir auch überhaupt nicht geschafft auch nur ansatzweise Sympathie hervorzubringen, was bei mir echt etwas heißen soll....

     

    Fazit:

     

    Wäre nicht der außerordentlich gute Stil Hartwells, wäre dieses Buch bei mir wahrscheinlich nicht mal bis zum Ende gelesen worden. Von mir gibt es hierfür keine Empfehlung. 

  17. Cover des Buches Heidelberger Requiem (ISBN: 9783492242172)
    Wolfgang Burger

    Heidelberger Requiem

     (56)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Das erste Buch aus dieser Reihe habe ich sehr gerne gelesen. Neben der Kriminlageschichte ist auch das persönliche Umfeld und die Lebenssituation von Alexander Gerlach sehr menschlich beschrieben.

    Für ihn und seine beiden Zwillingstöchter ist es eine große Umstellung von Karlsruhe nach Heidelberg zu zeihen, besonders für die Mädchen, die vr kurzem ihre Mutter verloren haben.

    Gleich der erste Fall beschäftigt ihn sehr und lässt ihn ein Teil seines neuen Teams werden. Sehr zum Erstauenen seines neuen Chefs, der das ganze mit etwas Unwillen beäugt, geht Alexander Gerlach selber mit zu den Tatorten und ermittelt selber anstatt als Kripochef am Schreibtisch zu sitzen und zu koordinieren und deligieren....

    Ein toller Auftakt für eine für mich neue Reihe!

  18. Cover des Buches Dann schlaf auch du (ISBN: 9783442770557)
    Leïla Slimani

    Dann schlaf auch du

     (284)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Die Autorin macht kein Geheimnis aus der Kindermörderin. Gleich am Anfang erfährt man, dass die Kinder von der Nanny umgebracht werden. Danach arbeitet die Autorin auf dieses Ereignis hin. Am Anfang war es noch interessant, aber nach dem Schreckmoment verliert das Buch seinen Reiz und es wird schnell langweilig.

    Die Nanny ist eine Verrückte, die man aus so vielen anderen Büchern und Filmen kennt und die ihre Persönlichkeit auf ein Minimum einschränkt. Sie opfert ihre ganze Freizeit für die fremde Familie, entpuppt sich schnell als die perfekte Nanny, die das Haus putzt, die Wäsche macht, das Essen kocht und sogar auf dem kleinen Sofa übernachtet, ohne sich ein einziges Mal zu beschweren. Sie lebt für ihre Arbeit und da erwartet man sehr schnell, dass sie irgendwann explodiert und eine Tat vollbringt, die einen erschüttern soll. So wie alle anderen Kopien dieser Figur davor.

    Das Buch ist sprachlich schwach, der Stil einfach, die Handlung zieht sich dahin. Die Figuren kriegen zwar ein Gesicht, eine Seele und ein Leben, aber die Spannung flaut so schnell ab, dass der Lesespaß darunter nur leidet. Ohne den Schreckmoment ist es ein gewöhnliches und langweiliges Buch.

  19. Cover des Buches Die fünf Portraits des toten Doktors: Tee? Kaffee? Mord! 11 (ISBN: B07XQBDPBV)
    Ellen Barksdale

    Die fünf Portraits des toten Doktors: Tee? Kaffee? Mord! 11

     (10)
    Aktuelle Rezension von: parden

    KRÄFTEMESSEN...

    Späte Rache an Louise! Die Köchin des Black Feathers erbt fünf gemalte Portraits aus einem angeblichen Nachlass und steht vor einem Rätsel: Alle Portraits zeigen Dr. Desmond van Gelder - einen Verbrecher, den sie als junge Agentin hinter Gitter gebracht hat. Louise ist entsetzt, als sie feststellt, dass van Gelder noch lebt - und dass er eine Geisel genommen hat! Ihr bleiben nur zehn Tage, um die Rätsel auf den Portraits zu entschlüsseln und so die junge Frau zu retten, die er gefangen hält... 

    Dies ist bereits der elfte Band der bisher 15bändigen Reihe englischer Kurzkrimis, bei Audible als ungekürzte Hörbuchfassung (4 Stunden und 16 Minuten) erhältlich. Gelesen wird das Buch von Vera Teltz, die den Vortrag erneut ruhig und unaufgeregt gestaltet, dabei aber durchaus zu fesseln weiß.

    Louise ist die angesehene Köchin des Black Feather und die beste Freundin der Besitzerin Nathalie. Früher hat Louise als Agentin gearbeitet und ihren Spürsinn bis heute beibehalten, was schon in den bisherigen Folgen der Cosy Crime Reihe zum Tragen kam. In dieser Folge holt sie jedoch ihre Vergangenheit ein. Dr. Desmond van Gelder konnte mit einem perfiden Trick aus dem Gefängnis entfliehen und versucht nun zu beweisen, dass seine Verhaftung durch Louise vor zig Jahren nichts als purer Zufall war.

    Wie früher hat Desmond ein junges Mädchen entführt und an einen geheimen Ort verbracht, wo ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Wenn das Mädchen nicht innerhalb von 10 Tagen gefunden wird, wird sie sterben - so wie seine früheren Opfer auch. Louise nimmt diesen Fall sehr persönlich, und so reagiert sie deutlich weniger abgeklärt als in den Fällen davor. 

    Doch zum Glück hat sie neben Nathalie auch noch ihre anderen Freunde, die alle an der Rettung des Mädchens mitwirken wollen - vom Dorfpolizisten über einen Anwalt bis hin zu dem Gerichtsmediziner sind alle dabei. Auch die Sprengung der Polizeiwache kann die Verbündeten nicht von ihren Ermittlungen abhalten. Dumm nur, dass es kaum Anhaltspunkte gibt - und der Countdown unerbittlich runterzählt...

    Wieder eine starke Folge aus der Cosy Crime Reihe rund um Earlsraven. Die vertrauten Charaktere bilden inzwischen eine eingeschworene Gemeinschaft, und die Stärken der Einzelnen verhelfen ihnen allen selbst in aussichtslos scheinenden Lagen zu innovativen Lösungen. Hier gab es zudem wieder einmal die für mich genau richtige Mischung aus Gemütlichkeit und Spannung, und auch wenn Louise weniger professionell wirkte als sonst, lief sie zuletzt zur Höchstform auf.

    Ein äußerst unterhaltsames Hörerlebnis, das geradezu nach der nächsten Folge verlangt. Bald... Ganz sicher...


    © Parden

  20. Cover des Buches Das vergessene Mädchen (ISBN: 9783492272599)
    Wolfgang Burger

    Das vergessene Mädchen

     (57)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Lea verschwindet auf einer Klassenfahrt nach Straßburg.... schnell wird die Verbindung zu weiteren verschwundenen Mädchen, die dann tot aufgefunden wurden, hergestellt. Lea bleibt weiter spurlos vereschwunden!

    Dieses Buch führt den Leser durch alle Fazetten, die die Familie eines vermissten Menschen durchlaufen muss. Ein hin und her zwischen Hoffnung und bangen, dunklen Befürchtungen.

    Hinweise gehen bei Alexander Gerlach ein, zum Teil aus dem persönlichen Umfeld des Mädchens, teils von seinen Töchtern, die in die gleiche Schule gehen wie Lea, teils auch von ganz anderer Seite.

    Das Buch liest sich bei dem aus den Vorgängerbänden bereits bekannten flüssigen Schreibstil von Wolfgang Burger sehr gut . Viel zu schnell war es zu Ende, aber alle offenen Fragen wurden geklärt!

    Dieses Buch empfehle ich wieder allen, die einen guten Regionalkrimi zu schätzen wissen!

  21. Cover des Buches Wir sind die Nacht (ISBN: 9783453533653)
    Wolfgang Hohlbein

    Wir sind die Nacht

     (144)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Lena hätte niemals gedacht, dass ihr Leben noch schlimmer werden könnte, als es eh schon ist. Doch dann trifft sie auf Louise. Louise ist ein Vampir und hat Lena gebissen und somit verwandelt. Dadurch wird sie ein Teil einer Gruppe von weiblichen Vampiren, die ihr Leben in vollen Zügen genießen und tun und lassen können was sie wollen. Bis zu jenem Tag, an dem etwas nicht stimmt…

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich erst den Film gesehen habe und dann erst das Buch gelesen habe. Aber ich muss gestehen, dass ich beides gleich geliebt habe. Die Geschichte haben mich beide fasziniert. Ich könnte mich auch nicht entscheiden, was ich besser gefunden habe. 

    Das Cover der Geschichte gefällt mir sehr gut. Es ist passend zum Film und passt daher auch sehr gut zum Inhalt der Geschichte. Nur fehlt mir leider noch Nora auf dem Cover, dann wäre es perfekt gewesen! Der Einstieg in die Geschichte viel mir total leicht und man hat überhaupt keine Probleme dem Geschehen zu folgen. Auch der Lesefluss ist in keiner Weise gestört. 

    Louise und die Vampire haben am Anfang noch nicht viel Persönlichkeit. Das kommt erst im Laufe der Geschichte. Nach und nach erfährt man immer mehr über die Vampire, das hat mir sehr gut gefallen. Man merkt das die Vampire nicht einfach ,,gut‘‘ und auch nicht einfach ,,böse‘‘ sind. Es war wahnsinnig spannend zu rätseln und herauszufinden wer sie überhaupt sind. Das hat mir echt gut gefallen, da man sie nicht so leicht durchschauen konnte. Louise ist ja meine persönliche Favoritin. 

    Lena ist ein Charakter, den ich zu Beginn nicht gerne mochte. So wie sie sich verhalten hat, hat mir gar nicht gefallen. Aber auch Lena hat in diesem Buch eine große Entwicklung hinter sich, die ich sehr bewundere. Sie hat zu sich selbst gefunden und tut das was sie möchte.

    Was mir auch sehr gut gefallen hat, war, dass die Liebesgeschichte hier nicht im Mittelpunkt steht. Auch wenn ich mir persönlich gewünscht hätte, das Lena und Louise zusammen kommen würden. Außerdem fand ich es spannend, wie der Autor zum Thema ,,Sterben‘‘ und ,,Ewiges Leben‘‘ steht. Das hat mich das ein oder andere Mal zum Nachdenken angeregt. Das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen, da es auch durchweg spannend war. 

    Der Schreibstil von Wolfgang Hohlbein ist sehr angenehm zu lesen. Obwohl der Autor recht ausführlich schreibt, wird es nie langweilig. Es bleibt immer spannend und uns erwarten immer wieder unerwartende Wendungen und Überraschungen. Wolfgang Hohlbein hat eine tolle Art zu schreiben. 

    ,,Wir sind die Nacht‘‘ war ein wundervolles Fantasy Abenteuer, dass ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Die Geschichte und die Charaktere bewundere ich sehr und ich mochte sie auch sehr gerne. Außerdem spielt diese Geschichte in Berlin, was die Geschichte noch ein wenig lebensnaher macht. 

  22. Cover des Buches Heidelberger Lügen (ISBN: 9783492244916)
    Wolfgang Burger

    Heidelberger Lügen

     (41)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Warum macht diese Serie süchtig? Nun, es ist erstmal der flüssige Schreibstil von Wolfgang Burger und natürlich auch die sympathischen Personen, die hier mitspielen. Dir Töchten von Alexander Gerlach haben es faustdick hinter den Ohren und halten ihren Vater, der auch von seinem Beruf schon voll eingenommen wird, auf Trapp!

    Es ist diese Mischúng aus spannendem Kriminalroman und Familiengeschichte, die mich so fasziniert.

    In diesem Buch kommt noch hinzu, dass er sich um eine junge Frau kümmert, deren verschwundenes Auto und ihr Mann, der ganz wo anders aufgehalten hat, als vermutet und dort dann auch noch tödlich verunglückte....

    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, am Ende ein völlig unerwarteter Ausgang dieses Falles!

  23. Cover des Buches Die Sonne des Königs (ISBN: 9783596183012)
    Sandra Gulland

    Die Sonne des Königs

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Aoibheann
    Das Buch subt schon einige Zeit in meinem Regal herum. Urlaub - eine gute Gelegenheit, auch mal ein paar alte Schinken aus dem Regal zu fischen, den Staub wegzupusten und dem Buch eine Chance zu geben.

    Vorweg möchte ich gleich sagen, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe. Ich habe mich ziemlich geärgert und mich entschlossen, das Buch nach einem Drittel abzubrechen.
    Laut Klappentext befasst sich das Buch mit der Geschichte der jungen Louise de la Valliére, ihrerseits die erste Mätresse König Ludwig XIV. Also eine Art Biografie in Romanform. Dafür bin ich grundsätzlich zu haben und es gibt wirkliche Schätze in diesem Genre. Dieses Buch gehört - zumindest für mich - nicht dazu.

    Besagte Louise ist ein Ausbund ein positiven Tugenden. Freundlich, herzlich, fromm, uneigennützig und dazu ein absolut begnadete Reiterin. Eine 6 jährige, die mal eben ein junges Pferd einreitet und diesem innerhalb von drei Wochen die Lektionen der Hohen Schule beibringt. Da bekommt nicht nur der Abé im Buch Zweifel, da klingeln bei mir auch alle "Logikglöckchen", da krempeln sich jedem Bereiter in der berühmten Hofreitschule in Wien wahrscheinlich die Fußnägel um.
    Louise selbst wird nur als "Petit" bezeichnet. Warum oder woher diese Kosename kommt wird leider nicht beleuchtet. Alle anderen Personen der Geschichte kommen weit weniger gut weg als die Protagonistin. Diese sind abwechselnd töricht bis dumm, eitel, naiv und farblos.

    Bis zu dem Punkt, an dem ich das Buch abgebrochen habe, ist schlicht und ergreifend nichts passiert, das auch nur annähernd spannend wäre.
    Es dreht sich enorm viel um Louise und ihre Liebe zu Pferden. Und das ist auch noch so grauselig beschrieben, dass es mir schlicht die Lust nimmt noch weiter zulesen.
  24. Cover des Buches Der Duft von Schokolade (ISBN: 9783423146159)
    Ewald Arenz

    Der Duft von Schokolade

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Ursprünglich wollte ich zwei Warnungen an den Anfang setzen: Die eine: Wer viel Handlung braucht, für den ist dieses Buch nicht geeignet und der braucht hier gar nicht weiter zu lesen. Er/sie wird es langweilig finden. Doch das muss ich gleich einschränken, denn zum Ende hin wird es noch richtig spannend. So habe ich es jedenfalls empfunden.

    Das zweite: auf dem Cover sollte ein Aufkleber sein: 'Vorsicht. Das Lesen dieses Buches könnte zu übermäßigem Schokoladen- und Pralinengenuss und somit zur Gewichtszunahme führen. Lesen auf eigene Gefahr.'

    Doch worum geht es eigentlich? Der erste Satz:

    'Im Frühjahr 1881 quittierte der Leutnant August Liebeskind nach fast zehn Jahren den Dienst in der kaiserlichen und königlichen Armee Österreich-Ungarns.' (9)

    Somit ist der zeitliche Rahmen klar und es muss natürlich Wien sein, wo die Geschichte spielt. Der junge Mann hat keine ernsthaften Kriegseinsätze gehabt und will in die Schokoladenfabrik seines Onkels eintreten. Doch zuerst einmal liegt 'ein unabsehbar langer Sommer' vor ihm, 'ein Meer von Zeit' (15), die große Freiheit.

    Wir nehmen an seinen Erinnerungen und Eindrücken teil, die von besonderer Art sind, denn er hat den absoluten Geruchssinn. Er nimmt Düfte wahr, die andere nicht riechen können und es stellen sich Bilder, Träume und Sehnsüchte ein. Das wird in solchen sinnlichen wunderbaren Worten beschrieben, dass man nur staunen kann, wo der Autor das alles her nimmt und wie er es schafft, auch dem Leser etwas von diesem sinnlichen Genuss zu vermitteln. Die ausschweifenden Beobachtungen und Beschreibungen haben mich kein bisschen gelangweilt, sondern ich empfand sie als besonderen Genuss.

    August ist allerdings noch unentschlossen, was er mit seinem Leben anfangen, ob er wirklich in der Schokoladenfabrik des Onkels anfangen soll. Das ändert sich, als er sich in die schöne Elena Palffy verliebt, eine eigenwillige, unkonventionelle junge Frau.

    Und jetzt wird August kreativ. Aus der Sommerfrische mit seiner Familie schickt der 'Schokoladenoffizier, der Pralinenoffizier' Elena jeden Tag ein Päckchen mit einer Praline in besonderer Verpackung, ein Duftgeschenk der besonderen Art. Eine schönere Liebeserklärung kann man sich kaum vorstellen. Aber: die Dame ist verheiratet und wegen des dubiosen Verschwindens ihres Offiziers-Ehemannes während eines gemeinsamen Auslandsaufenthaltes wird es eine Untersuchung geben.

    Wie es nun weiter geht, muss jeder selber lesen. Etwas Schlimmes passiert und stellt das Leben von August auf den Kopf. Die Ereignisse überstürzen sich und außer weiterhin sinnlichen Dufterlebnissen und poetischen Bildern wird es spannend. Wie wird es mit Elena und August weiter gehen? Wird es ein gutes Ende nehmen?

    Eines darf verraten werden: August wendet sich der Pralinenherstellung zu, lernt es von der Pike auf und stellt Kreationen her, die 'wie Märchen aus Schokolade' sind (168).

    Zum Schluss noch ein paar sprachliche Pralinen, die mir ausnehmend gut gefallen haben:

    'Die Luft im Raum fühlte sich fast flüssig an, so als könnte man seine Hand durch sie bewegen und hinter ihr würden sich die Düfte in Wirbeln vermischen. (215)
    'Die Bäume wirkten, als hätte man in ihre Zweige lichtgrüne Schleier geworfen.' (17)
    '… dann war ein kleines Gefühl durch seinen Magen gegangen, als ob er von innen heiß angehaucht würde, wie Glut aus einer plötzlich geöffneten Ofenklappe.' (53)

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