Bücher mit dem Tag "louisiana"

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89 Bücher

  1. Cover des Buches Dunkle Sehnsucht (ISBN: 9783442377459)
    Jeaniene Frost

    Dunkle Sehnsucht

    (474)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Vor ungefähr drei Wochen habe ich den ersten Teil dieser Vampirserie ("Blutrote Küsse") gelesen und war mehr als begeistert! Frosts Schreibstil war genial, der Charme und Sarkasmus einzelner Charaktere geradezu legendär! Im zweiten Teil ("Kuss der Nacht") konnte ich dann nicht mehr mithalten und habe durch die manchmal ordinäre und primitive Ausdrucksweise der Hauptprotagonistin Cat - die auf einmal so ganz anders war als im ersten Buch - die Verbindung zur Geschichte verloren. Im dritten Buch ("Gefährtin der Dämmerung") merkte ich dann wie enorm der Handlungsspielraum ist und habe auf das vierte Buch gehofft, da Band 3 mich nicht sooo vom Hocker gerissen hat. Und mit "Der sanfte Hauch der Finsternis" wurde es dann auch ein bisschen besser. Ich hatte mich wieder mit Cat angefreundet und alles war gut - na ja fast...

    Einen Hacken hat es also bis auf Band 1 bei allen Büchern dieser Reihe gegeben, irgendwas hatte ich immer auszusetzen^^ Meine Erwartungen diesen Band betreffend waren dementsprechend weniger als gering. Keine Vorsätze = Keine Enttäuschungen... Und enttäuscht hat mich das Buch auch nicht, aber es war wieder sowas teilweise unrealistisches, weil auch wieder nichts ganz erklärt wurde und deshalb habe ich auch zu "Dunkle Sehnsucht" keine Besonderheit aufgebaut.

    Jeder einzelnde Charakter dieser Reihe ist es wert! Ich kann nicht behaupten keinen Spaß gehabt zu haben, aber die Geschichte ist einfach zu wirr.
    Ghule, die plötzlich Cats Leben einfordern, nur weil sie Angst haben sie könne eine Mischung zwischen Vampir und Ghul werden und dann die Weltherraschaft an sich reißen? Zu verrückt. Und wieder muss ich bemängeln, dass die Geheimniskrämerei weitergeht, was mich unendlich gestört hat. Es wird wieder eine bedeutende historische Person eingeführt - Jeanne d´Arc - diesmal als "Anschauungsbeispiel". Sie soll der einzige Halbvampir gewesen sein, der existierte, bevor Cat geboren wurde. Und was damals passierte - Jeannes Wahl über Tod oder Leben - soll nun auch Cat bevorstehen, da der selbe Ghul wie damals seine Wahnvorstellung eines mächtigen Vampir-Ghul-Mischlings in die Welt hinausgetragen hat ohne vorher nachzudenken. Apollyon hat regelrechte Hetzkampagnen veranstaltet, was zu Massenmorden an Vampiren führte.

    Doch auch neben all dem blutvergießen steht wieder Cats Familie. Ihr Onkel Don ist sterbenskrank und lehnt die Möglichkeit weiterzuleben - in dem er zum Ghul wird - strikt ab. Und als wäre es noch nicht genug eine liebgewonnene Vaterfigur zu verlieren, stürzt sich auch ihre (im letzten Band) unfreiwillig verwandelte Mutter in die Schlacht. Wenn man ewig leben kann, dann währt auch die Rache ewig... Justina Crawfield war mir immer irgendwie suspekt. Mal mochte ich sie, mal konnte ich sie gar nicht verstehen. Dass sie jetzt selbst zu der Kämpferin werden will, was sie an Cat so gehasst hat, macht sie für mich nicht so wirklich glaubwürdig. Andererseits ist es die logischste Reaktion, die es geben kann...

    Was mir absolut nicht gefallen hat, war der schnelle Sprung. Das Leben von Cat und Bones knüpft zeitlich an den Vorgängerband an, aber zwei Dinge haben sich geändert! Mencheres - der ägyptische Meistervampir - hat eine neue Frau an seiner Seite... Und Denise - Cats menschliche beste Freundin, die alles über die Welt der Untoten weiß - ist mit Spade, Bones bestem Freund verheiratet und nochdazu hat sie die dämonische Fähigkeit, die Gestalt anderer Leute anzunehmen.
    Warum das so ist erfährt man nur, wenn man "Nachtjägerin" und "Rubinroter Schatten" gelesen hat, die noch vor "Dunkle Sehnsucht" erschienen sind. Diese beiden Bücher befassen sich mit den Geschichten von Mencheres und Kira und Denise und Spade... Da ich diese Bücher erst nach dieser Reihe lesen wollte, war das für mich sehr schade, aber egal^^

    "Dunkle Sehnsucht" ist wieder ein toller Mix: Action, Leid, Erotik, Triumph und Niederlage. Am besten hat mir Vlad Tepesch gefallen. Er kitzelt alles aus Cat raus. Bones will Cat schützen, Tepesch will Cats Kampfgeist stärken um ihr höhere Überlebenschancen zu verschaffen. Wenn es Bones nicht gäbe, könnte ich mir gut vorstellen, dass Cat und Tepesch ein tolles Paar abgeben würden. ^^ 


    Fazit:

    Auch wenn ich relativ viel zu bemängeln habe, ist es eine tolle Geschichte mit passenden Charakteren, die genau den Ton angeben, der passt. Es sind herausragende und einprägsame Charaktere, die aber dennoch nur das sind und nicht mehr.
    Ich kann jedem nur empfehlen sich sein eigenes Bild zu machen. Vielleicht würde ich, wenn ich die Bücher nochmal lese, auch ganz anders darüber denken und urteilen - ich weiß es nicht...

  2. Cover des Buches Vorübergehend tot (ISBN: 9783867621724)
    Charlaine Harris

    Vorübergehend tot

    (804)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Sookie Stackhouse, ihres Zeichens Kellnerin in einer Kleinstadt in Louisiana, gilt als still, introvertiert und seltsam. Dabei ist die hübsche junge Frau dies nur gezwungenermaßen, denn die Gedanken aller anderen ständig lesen zu können oder müssen macht einem das Leben nicht immer nur leichter. Gerade im Zwischenmenschlichen Bereich. Daher ist Sookie nicht nur erstaunt, sondern geradezu begeistert, als der gutaussehende Vampir Bill die Bühne betritt – und Sookie kein Wort von dem hört, was er denkt…

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Der erste Band der 13teiligen Sookie Stackhouse-Reihe lag schon lange auf meinem SUB – obwohl ich immer wieder Gutes über sie und vor allem Sookie gehört habe. Die auf den Romanen basierende Fernseh-Serie True Blood habe ich nicht gesehen.

    Die Geschichte wirft uns mitten in eine kleine, konservative Stadt in Louisiana, zur bodenständigen Kellnerin Sookie Stackhouse und in eine Welt, in der Vampire offen leben. Allerdings haben diese erst seit kürzerer Zeit gewisse Rechte und der Umgang mit ihnen ist Vielfach von Vorurteilen geprägt. Nicht so für Sookie, die ihr erstes Treffen mit einem Vampir geradezu herbei gesehnt hat!

    Sookie ist eine junge, hübsche und selbstbewusste Frau – allerdings nicht in Liebesdingen, da „ihre Behinderung“ (wie sie selbst es nennt) auch hier eher hinderlich ist. Ebenso wie in anderen Bereichen ihres Lebens, woraufhin sie diese die meiste Zeit bestmöglich unterdrückt. Als jedoch Bill in die Stadt kommt, ist sie hin und weg, als sie bei ihm nichts als Stille wahrnimmt und sich ganz neue Möglichkeiten für sie eröffnen.

    Bill ist natürlich gutaussehend, stark und auch ansonsten eher der typische Vampir: Kein Glitzer, dafür Blutsauger und nachtaktiv. Mich konnte er, als Frau, nicht komplett von sich überzeugen, da er doch auch sehr fordernd und bestimmend sein kann. Es war interessant zu lesen, was es für Sookie bedeutet mit einem Vampir zusammen zu sein, jedoch war es mir für einen Auftaktband schon zu viel hin und her. Die erotischen Szenen zwischen den beiden sind jedoch schön ausgestaltet, aber nicht häufig.

    Zusätzlich zu den erotischen bzw. romantischen Parts der Geschichte gibt es einen großen Teil an Mystery und einen Kriminalfall mit brutalen Morden. Diese versuchen den Spannungsbogen aufrecht zu halten und bringen eine Vielzahl an Nebencharakteren mit ein, von denen man sich teilweise erstaunlich schnell wieder verabschieden muss.

    Der Schreibstil war flüssig, wenn auch aus meiner Sicht teils ausbaufähig. Größere Probleme hatte ich jedoch mit der winzigen Schrift meiner Buch-Ausgabe! Die Erzählung hat durchaus einen außergewöhnlichen Charme und auch Witz.

     

    》FAZIT:

    Hier findet sich eine nur teils gelungene Mischung aus Liebe, Erotik, Fantasy und Kriminalfall. Jedoch konnten mich Charaktere und Schreibstil nicht so überzeugen, dass ich 12 weitere Bände in Angriff nehmen möchte. Allerdings war ich doch so neugierig, wie die Serie weiter verlaufen wird, dass ich das Lesen einer Zusammenfassung auch nicht lassen konnte…

  3. Cover des Buches Vor Vampiren wird gewarnt (ISBN: 9783423212830)
    Charlaine Harris

    Vor Vampiren wird gewarnt

    (235)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Charlaine Harris hat es wieder einmal mehr geschafft mich so richtig kräftig zu überraschen. Ihre Bücher sind sehr gut geschrieben und auch nachvollziehbar. Bisher zogen sich einzelnde Fäden daraus hervor, dessen Handlungen zeitlich einfach übertrieben wurden, aber ich muss sagen, dass es den Eindruck macht, Harris könne dieses Buch gar nicht schnell genug abschließen.

    In "Vor Vampiren wird gewarnt" gibt es kein zögerliches Antasten mehr. Sookie ist wieder vergeben. An Eric Northman. Dem Vampir, der die Bar Fangtasia in Shreveport gehört und der Sheriff des fünften Bezirks ist. Die beiden sind sich schon recht früh in den Büchern begegnet und richtig gefunkt hat es im vierten Buch ("Der Vampir, der mich liebte"), in dem Eric aber an Amnesie leidet und Sookie ihn bei sich aufnimmt.

    Als Eric sich in Band 8 ("Ein Vampir für alle Fälle") an diese Zeit endlich wieder erinnert, verändert er sich gegenüber Sookie und will sie definitiv.

    In Band 9 konte man sagen, dass die Beiden miteinander gingen, jetzt sind sie definitiv ein Paar - mit vielen Problemen. Eric muss seinen Platz im neuen Regiment des Königs festigen und hat sehr wenig Zeit für Sookie. Und dann ist da noch Victor Madden, der dem König nahe steht und einen Komplott zu planen scheint. Sookie kann Eric nicht wirklich überraschen, aber als sie ihm sagte, dass Victor sterben muss, war er zum ersten Mal richtig verblüfft.

    Doch nicht nur Victor und die Werwölfe sorgen für Unfrieden. Als Eric's Schöpfer Appius Livius Ocella auftaucht, an seiner Seite ein Junge aus einer russischen Zarenfamilie, die 1918 ermordet wurde, wird Eric plötzlich ganz anders. Er hat Panik, Angst und ist so gar nicht mehr der kontrollsüchtige Macho, der alles im Griff hat. Durch das Blutsband empfindet Sookie sehr starke Abneigung gegen Eric's Vater und seinen Bruder. Alexej geht es nicht gut und Appius Livius hatte gehofft sein Sohn würde in der Nähe seines großen Bruders neue Kraft schöpfen können. Doch sein Irrsinn geht weiter und es sterben Unschuldige.

    Auch die Elfen nehmen wieder einen Platz in den Büchern ein. Auf Sookies Grundstück sind zwei Elfen und keiner weiß, was sie wollen.

    Ich habe dieses Buch noch im Zug auf dem Weg zu meiner Mutter vor Silvester verschlungen. Vorallem begeistert hat mich die Liebe zwischen Sookie und Eric. Ich liebe die Beiden und ich bin so happy, dass es nun endlich offiziell ist und nicht nur eine Phase oder eine kleine Affäre. Bei Sookie weiß man da nie genau.

    Nach der Entführung und ihrer Folter durch zwei grausame Elfen im letzten Buch, ist Sookie noch nicht ganz wieder hergestellt und sie fühlt sich beim Sex nicht wirklich wohl. Es dauert eine Zeit, bis sie sich Eric wieder zu hundert Prozent öffnen konnte.

    Da die Beziehung zu Eric so gut läuft, bzw. sehr leidenschaftlich und chaotisch ist (weil er so wenig Zeit hat und jede Menge Vampirangelegenheiten zwischen ihnen stehen), steht eine weitere von mir liebgewonnene Person mehr im Mittelpunkt: Pam. Eric's Geschöpf und seine rechte Hand im Fangtasia. Pam ist eine unglaublich weibliche und wilde Frau und ich mag sie sehr. Sie und Sookie sind schon sowas wie Freundinnen und in diesem Buch begehen sie sogar zusammen einen Mord.

    Meine Lieblingsszene ist die, in der Pam Sookie zu Hause abholt um sie nach Eric zu bringen. Als die beiden dort ankommen und Sookie Eric sieht schauen sie sich zunächst an. Dann sagt Eric "Komm her" und sie springt ihn wie ein Klammeräffchen an und hält sich an ihm fest.

    Als Pam reinkommt, sagt sie "Zurück auf den Boden, Äffchen."

    Ich liebe, liebe, liebe diese Szene.

    Was mir auch gut an der Beziehung gefällt, ist, dass sie auch einfach nur aneinandergekuschelt daliegen können und sich ganz selbstverstädnlich anhören, wie der Tag des anderen war.

    Schade, dass dies zunächst das letzte Buch dieser Reihe ist. Die beiden Bücher, die noch erscheinen, enthalten zusammengetragene Kurzgeschichten, die sich chronologisch in die Geschehnisse der anderen Bücher einordnen. Ich bin schonmal gespannt, aber ich hoffe sehr, dass diese Geschichte selbst noch weitergeht. Denn der Vampirkrieg ist noch nicht vorbei und die Öffentlichkeit musste gerade erst die Existenz der Wergeschöpfe und Gestaltwandler hinnehmen - da ist also auch noch viel Schreibstoff vorhanden.


    Fazit:

    Allein wegen der Liebesbeziehung zwischen Eric und Sookie ist dieses Buch schon mein Lieblingsbuch geworden. Die Beiden sind einfach spitze und mit Bill konnte ich mich noch nie anfreunden...

    Überhaupt haben es die Bücher geschafft mich über mehrere Wochen sehr zu unterhalten.Für mich gab es keinen anderen Lesestoff mehr.

    Ich kann nur jedem empfehlen die Bücher zu lesen. Sie unterscheiden sich wirklich von der Serie und ich muss sagen, dass die Bücher deutlich besser sind.

    Charlaine Harris schreibt natürlich, autentisch, nachvollziehbar, spannend und dramatisch. Ich liebe ihren Schreibstil!!!


  4. Cover des Buches Dead Until Dark. Vorübergehend tot, englische Ausgabe (ISBN: 9781409138501)
    Charlaine Harris

    Dead Until Dark. Vorübergehend tot, englische Ausgabe

    (91)
    Aktuelle Rezension von: misspider
    I've read the book early after it was published in 2001, and I loved it. So, naturally, I purchased most of the sequels, but somehow, I never got around to reading them. Now, after the first season of True Blood aired on tv, which I really enjoyed watching, I decided to start all over with the books.
    So I dusted off the first volume and got going, and was surprised to find out that I couldn't remember having read it before. Either I'm getting old and senile, or I was not really into it back then. And instead of the expected "oh, I've definitely read that before" deja vu the second reading was more like a "well, this was not in the tv show, but other scenes are missing in the book" comparison. However, I did enjoy reading the book (again) and I was glad to see the book was not as packed with storylines as True Blood. Instead, it has a pleasant mix of mystery, romance (but not too much, thank you) and action, not to forget its humor.
    I guess back then I also mostly appreciated this book being more complex than the usual vampire romance novels which sprouted like weeds around that time. Of course I am eager to continue with the sequels, so if you'll excuse me now, I have to go for a reading.
  5. Cover des Buches Cocktail für einen Vampir (ISBN: 9783423214285)
    Charlaine Harris

    Cocktail für einen Vampir

    (134)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Meine Meinung: 

    Vampirnachschub *__*

    Oh ja, wenn ich irgendwelche Bücher liebe, dann die, wo Vampire vorkommen. Und dank Charlaine Harris gibt es im Bücheruniversum eine Protagonistin, die als Magnet für übernatürliche Wesen und Katastrophen mehr als bekannt ist. Na ja, spätestens durch die gleichnamige TV-Serie True Blood. Ok, wer das verpennt hat... Selber Schuld...

    Sookie Stackhouse, Kellnerin, Telepathin, zu x,irgendwas % Elfe (die Oma hatte eine kurze Liebesbeziehung zu einem Elfen...) und begeisterte Katastrophenspezialisten mit dem Drang schnell auf gewisse Liebschaften einzugehen, ist die Heldin der bisher zwölfteiligen Vampirreihe.

    Es gab Bücher, da mochte ich sie und es gab Bücher, da sorgte ihr Männerverschleiß bei mir für saures Aufstoßen. Doch wenn ich Sookie für eine Sache mag, dann, dass sie nie aufgibt. Leichen verscharren, Supras die Stirn bieten und aus lebensgefährlichen Situationen rauskommen könnte man auf ihre Stärkenliste setzen. Aus ihren Fehlern lernen, na ja... Nicht immer ihre Stärke.

    Die Bücher wurden alle aus Sookie's Sicht geschrieben und weil sie Telepathin ist, war es das ein oder andere Mal schon richtig spannend und oft lustig. Aber bei den ganzen Supras, dessen Gedanken sie gar nicht bis schwer lesen kann, muss man auf ihr Gefühl vertrauen - und Sookie und Gefühle...? Genau... Ich sag nur Katastrophe :D


    "Cocktail für einen Vampir" kommt nur langsam in Fahrt. Wieder muss man sich durch Sookies Tag schleppen. Aufstehen. Anziehen. Kaffee trinken. Lächeln aufsetzen. Der Welt entgegentreten und sagen "Hier bin ich wieder", Abends wieder umziehen, gedankenvoll ins Bett gehen und irgendwann einschlafen.

    Aber ironischerweise ist das wohl genau das, was das Buch einem so durch die Finger rinnen lässt... Denn dazwischen sind die wirklichen Spannungen versteckt und es gab genug um schnell weiterblättern zu wollen. In drei Anläufen hatte ich das Buch durch.

    Da nun schon ein wenig Zeit vergangen ist, seitdem ich den Vorgängerband gelesen habe, hatte ich ein wenig Angst nicht so gut in die Geschichte reinzukommen, aber Harris hat gewisse Rückblicke eingestreut, die meinem Gehirn gut auf die Sprünge geholfen haben.

    Über Sookie kann man in diesem Buch wieder sagen was man will - sie hat mir richtig gut gefallen.

    Ihr Freund und Vampir Eric hat von einer anderen Frau getrunken und so sehr sie auch sauer ist, konzentriert sie sich um ihm und den Vampiren zu helfen. Denn der König Felipe de Castro ist zu Besuch und will wissen, was aus seinem Untertan Victor geworden ist. Er kann nur ahnen, dass er tot ist und das Eric dahintersteckt.Während dieser Party rückt auch noch die menschliche Polizei an. Der Grund ist eine weibliche Leiche direkt in Eric's Vorgarten. Zu allem übel ist es noch die Frau, von der Eric getrunken hat. Keiner weiß wer sie ist oder wo sie herkommt, nur, dass sie zu Eric geschickt wurde um ihn zu verführen. Die Frau, Kym Rowe, ist nicht nur zum Teil ein Gestaltwandler, sie roch zudem noch nach Elfenblut - eine verlockende Mischung für einen Vampir!

    Es hat den Anschein, als würde jemand Spiele mit Eric spielen und ihn aus dem Weg haben wollen.

    Sookie's Beziehung zu Eric nimmt ebenfalls einen größeren Teil ein, denn sie steht auf ziemlich wackligen Säulen. Denn das Eric's Schöpfer ihn der Königin versprochen hat verlangt ihm eine Entscheidung ab. Liebt er Sookie genug, die ihm nur sich selbst bieten kann? Oder liebt er mehr die Macht?

    Und während die Elfen sich diesen True Blood Band zueigen machen wollen, nehmen auch die Werwölfe wieder als merkwürdig Verbündete ihren Platz neben den Vampiren ein.

    Und wie ein roter Faden wird immer das Cluviel Dor erwähnt, ein magischer Elfengegenstand, der seinem Besitzer einen Wunsch erfüllen kann...


    Harris ist bekannt dafür, dass es erst zum Ende ihrer Bücher so richtig dampft. Das der Sooric-Teil (Sookie & Eric ;)) groß war, hat mir als eingefleischter Eric-Fan ziemlich gut gefallen, allerdings muss ich sagen, dass Eric sich verändert hat. Es scheint als hätte er seinen Biss verloren und sein Kampfgeist hätte ihn verlassen. Sehr schade, ich hoffe das ändert sich wieder...

    Auch an den anderen Charakteren hatte ich meine Freude. Die frischgebackenen Mama Tara, ihr Ehemann JB, der sich ohne das Wissen seiner Frau vor Frauen auszieht und natürlich Sam mit seiner gefährlichen Freundin und Alcide, der richtig düster rüberkommt (aber nach Sookie's Abfuhr auch kein Wunder^^).

    Pam hatte nicht viele Auftritte, aber wenn, dann war es irgendwie lustig. Alle Charaktere hier aufzulisten wäre mir zu mühselig, aber durch die Bank weg haben mir alle gefallen.

    Das Buch hatte die richtige Mischung an angestauter Wut, unterdrückten Gefühlen, Glücksmomenten, Kämpfen und blutvergießen. Das einzige womit Harris diesmal ein wenig gegeizt hat, war der Sex. Es sei denn man zählt die kleine Elfenstripshow dazu. ;)


    "Cocktail für einen Vampir" ist ein gut gewählter Titel.

    Ein tödlicher Cocktailmix für Eric.

    Ein geheimnisvoller Lesecocktail für Vampirfans. 

  6. Cover des Buches Dark and Shallow Lies: Von seichten Lügen und dunklen Geheimnissen (ISBN: 9783833241802)
    Ginny Myers Sain

    Dark and Shallow Lies: Von seichten Lügen und dunklen Geheimnissen

    (57)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Grey kehrt nach La Cochette zurück, dort wo Elora verschwunden ist. Sie beginnt zu ermitteln, aber jeder in diesem Städtchen hat ein Geheimnis und will es verbergen.
    .
    Grey, Hart, Honey und auch die anderen Charaktere sind absolut genial geschrieben, weil sie wirken, wie direkt aus dem wahren Leben gegriffen. Grey ist wirklich sympathisch und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, gemeinsam mit ihr die unzähligen Geheimnisse von La Cachette zu ergründen. Praktisch von Anfang an ist die Handlung super spannend, weil jeder so verschwiegen ist und jede Antwort wieder neue Fragen aufwirft. Ich habe richtig mitgefiebert und es ist mir schwer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen, weil es jede Menge Wendungen gibt und alles so wahnsinnig mysteriös ist. Der Schreibstil ist unglaublich schön zu lesen. Am besten hat mir aber die aufgebaute Atmosphäre gefallen, die sich von Greys Ankunft in La Cachette bis zum Ende zieht. Man kann den Ort förmlich spüren. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

  7. Cover des Buches Club Dead (ISBN: 9783867621748)
    Charlaine Harris

    Club Dead

    (411)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    "Club Dead" ist das dritte Buch der True Blood Reihe und Charlaine Harris zeigt Sookie Stakhouse die Kehrseite der  Verliebtheit und was es heißt sich auf einen Vampir eingelassen zu haben.

    Gleich zu Beginn empfängt Sookie ganz fremde Signale. Bill sitzt nur noch am Computer und ist immer desinteressierter. Als sie ihm sagt, dass sie sich erst wieder melden würde, wenn er seine Arbeit beendet habe, stimmt er ihr zu und weiht sie bis zu einem gewissen Teil in sein geheimes Projekt ein, wovon noch nicht mal sein Chef Eric etwas wissen darf.

    Bill gibt ihr Konstruktionen, die sie befolgen soll, wenn er nicht wieder auftaucht. Als Bill wirklich verschwindet, kann sie sich nicht an Eric wenden. Als er und seine Assistentin, samt Mitarbeiter bei ihr auftauchen, erfährt Sookie etwas völlig unerwartetes. Bill hat eine Vampirgeliebte - was an sich schon relativ ungewöhnlich ist. Und obwohl Sookie sich betrogen fühlt, will sie ihren Vampir sicher zurückholen.

    Zusammen mit einem Werwolf, der in Eric's Schuld steht, macht sie sich auf nach Missisippi...

    Wie gewohnt spannend und detailreich geschrieben, führt ein neues Abenteuer Sookie nach Missisippi, wo sie dem König persönlich gegenüber treten, der an der Entführung ihres Freundes beteiligt sein soll. Im "Club Dead", woher der Name des Buches passend stammt, trifft Sookie dann einige schräge Gestaltwandler und Werwölfe, die außnahmsweise nicht zu Sookies Fangemeinde gehören. Zum einen ist da Debbie, die eifersüchtige Ex-Freundin ihres Begleiters Alcide. Und zum anderen ein Werwolf, der sich nicht so ganz hat abwimmeln lassen.

    Als Sookie dann auch noch fast gepfählt wird, hat es auch was gutes an sich. Endlich erreicht sie den Ort, an dem sie Bill vermutet.

    Es war faszinierend zu sehen, wie Sookie mit all dem Übernatülichen um sich herum umgeht. Es gefällt ihr nicht, aber sie ist stark genug das durchzustehen. Ihre Entscheidung am Ende ist ein großer Cliffhanger - jetzt kann theoretisch alles passieren...

    Am besten finde ich, dass sich die Geschichte bisher kein einziges Mal wiederholt hat, was man sonst in Reihen immer mal wieder hat. Sookie ist eine Hauptperson, die es einem nicht langweilig werden lässt. Sie liebt Bill, aber ihre Lippen gehören nicht nur ihm. Er ist ihre erste Beziehung und sie liebt die Gefühle, die die Liebe in ihr auslöst. Dass sie dabei auch mal an Eric's Lippen hängt hat dann wohl weniger damit zu tun, dass sie ihn liebt. Aber irgendwie wären die Beiden doch ein witziges Pärchen. ^^

    Fazit:

    Es hat wieder enorm viel Spaß gemacht, die temporeiche Geschichte zu lesen. Im Vergleich zu seinen zwei Vorgängern kann man schon sagen, dass sich die Geschichte und die Charaktere weiterentwickeln und ich kann mir nicht vorstellen, dass es so schnell langweilig wird, diese Geschichte weiter zu verfolgen.

    Ich mag Sookie sehr und Eric ist mein heimlicher Held^^ Charlaine Harris ist eine großartige Autorin.

    Die True Blood Bücher sollte man unbedingt gelesen haben, wenn man auf übernatürliche Geschichten steht.

  8. Cover des Buches Das siebte Mädchen (ISBN: 9783499006609)
    Stacy Willingham

    Das siebte Mädchen

    (158)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Die Story beginnt gut und bereits ab der ersten Seite sehr spannend. Ich bin sofort eingetaucht und hab einen Sog beim Lesen gehabt, der mich über die Seiten fliegen ließ. Ohne mich dabei zu gruseln, sondern immer nur der Frage hinterher jagen "wer ist der Täter?". Gut gefallen hat mir die Verwebung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, man erfährt viel von der Vergangenheit der Protagonistin und dem damaligen Fall, ohne dass die Gegenwart darunter leidet. Beide Handlungsstränge sind dabei spannend aufgebaut, ich fand beide gut aufgebaut und dargestellt. Ich machte mir sehr schnell Gedanken über Täter und Zusammenhänge und war mir eigentlich sehr sicher bei der Auflösung. Aber die Autorin versteht sich darauf, durch geschickte Platzierungen noch andere Möglichkeiten einzubringen und damit zu verunsichern. Ich war mir wirklich sehr sicher, kam aber zum Schluss doch ins Wanken, auch wenn sich letztlich doch meine erste Vermutung bestätigte. 

    Die Charaktere passen gut, geben viel Einsichten preis und sind somit gut zum spekulieren geeignet. Mir ging keiner auf die Nerven, sondern fand alle stimmig, allein und als Gruppe betrachtet. 

    Hat mich gut unterhalten und war schnell gelesen. 

  9. Cover des Buches Die Insel unter dem Meer (ISBN: 9783518467893)
    Isabel Allende

    Die Insel unter dem Meer

    (137)
    Aktuelle Rezension von: Joxanna

    „Die Insel unter dem Meer“ überzeugt durch Isabel Allendes gewohnt guten, bildhaften Schreibstil und erzählt die mitreißende Lebensgeschichte einer Sklavin vor dem Hintergrund der Französischen Revolution und der Befreiung von Saint-Domingue (heutiges Haiti). Die vielen verschachtelten Zusammenhänge machen den Roman inhaltlich reich, wirken stellenweise jedoch langatmig, sodass man sich zeitweise durch die Handlung kämpfen muss. Insgesamt ist die Geschichte in sich abgeschlossen und bietet sehr interessante sowie erschreckende Einblicke in die historische Realität der Sklaverei und die grausamen Bedingungen auf den Zuckerplantagen.

  10. Cover des Buches The Love That Lies Within (ISBN: 9783736316652)
    Mia Sheridan

    The Love That Lies Within

    (124)
    Aktuelle Rezension von: Lili-Marie

    Auf die Geschichte war ich sehr gespannt und da der Klappentext wirklich vielversprechend klingt. Clara lebt in New Orleans und erfährt dort von der weinenden Mauer, einer alten Legende der Stadt. Sie wird neugierig und versucht mehr herauszufinden. Dabei trifft sie auf Jonah, er ist der Mann hinter der Mauer und führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Die beiden freunden sich an und fühlen sich auch bald zueinander hingezogen. Kann Clara die Mauer durchbrechen hinter der Jonah sich versteckt?

    Der Schreibtstil der Autorin ist sehr schön, emotional und authentisch. Die Charaktere mochte ich so gerne und auch die Nebenfiguren haben ihren Platz in der Geschichte bekommen und wurden gut eingewoben. Auch die zwei Erzählstränge haben mir gut gefallen. Auf der einen Seite sind wir in der Gegenwart bei Clara und Jonah und auf der anderen Seite sind wir in der Vergangenheit bei Angelina und John. Die beiden Stränge wechseln sich Kapitelweise ab und erzählen die Geschichte, die zur Legende wurde. Es war ungewohnt aus der Erzähler-Perspektive zu lesen, da ich die Ich-Perspektive bevorzuge, aber es hat mich nicht gestört.

    Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich hatte richtige "Die Schöne und das Biest"-Vibes.


  11. Cover des Buches Living Dead in Dallas (ISBN: 9780441018246)
    Charlaine Harris

    Living Dead in Dallas

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    In diesem Band muss Sookie ihrer Absprache mit Eric nachkommen. Sie wird an die Vampire in Dallas ausgeliehen und soll dort ihre Fähigkeiten einsetzen. Zugleich passiert ein Mord, diese Geschichte flammt am Anfang und am Ende auf.

    Dabei hat die Geschichte durchaus ihre Spitzen. Es gibt viel Bettgeflüster und einige spannende neue Charaktere.

    Dabei ist das Buch auf Englisch recht einfach geschrieben, wodurch man einfach durch fliegt. Als einfache Kost zum abschalten lohnt sich die Reihe auf jeden Fall. 

  12. Cover des Buches Der Vampir, der mich liebte (ISBN: B005EROEZQ)
    Charlaine Harris

    Der Vampir, der mich liebte

    (434)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    "Der Vampir, der mich liebte" ist das vierte Buch der True Blood Reihe rund um die gedankenlesende Kellnerin Sookie Stackhouse aus Bon Temps und ihrer ihr immer wieder neuen Ärger bereitenden mystischen Welt, in der es nicht nur Vampire gibt, die von den öffentlichen Gesetzen anerkannt und dennoch oft gejagt werden, sondern auch Gestaltwandler und Werwölfe. Und da Sookie noch nicht genug fremdartige Wesen um sich scharrt, gesellen sich nun auch noch Hexen dazu. Diese haben nicht viel mit Sookie zu tun, aber mit ihrem Talent genau in Ärger hineinzustampfen, bringt sie sich selbst der Hexenwelt so nah, dass ihr Neujahresvorsatz - nicht Zusammengeschlagen zu werden - in Gefahr gerät.

    Als Sookie nach ihrer Schicht in Merlotte's Bar am Silvesterabend nach Hause fährt, flitzt in der Dunkelheit ein halb nackter Vampir an ihrem Auto vorbei. Ihrem guten Vorsatz zum Trotz, fährt sie neben ihm her um ihm zu helfen, da er vor irgendwem auf der Flucht zu sein scheint. Als sie den Vampir erkennt, ist sie zutiefst schockiert. Denn der halbnackte, flüchtige Vampir ist kein anderer als der Chef ihres Ex-Freundes Bill, Sheriff des fünften Bezirks und Besitzer des Fangtasia, der Vampirbar in Shreveport: Eric!

    Doch Eric ist ganz und gar nicht er selbst. Er erkennt Sookie nicht, will sich sogar gegen sie verteidigen.

    Als er schließlich doch einsteigt, nimmt Sookie in mit nach Hause und sorgt für einen sicheren Unterschlupf.

    Sookie kann nicht anders, als sich von dem völlig veränderten Eric angezogen zu fühlen. Er ist handzahm, ängstlich und treu, sorgt sich um Sookie und verhält sich nicht wie ein Frauenaufreißer, als der er u.a. bekannt ist. Und dann erfährt Sookie die ganze Geschichte: Ein Hexenzirkel will Eric's Bar übernehmen und als er ablehnte Schutzgeld zu bezahlen, verfluchten sie ihn, was er mit seinem Gedächtnis bezahlen musste...

    Heiß her geht es in "Der Vampir, der mich liebte", dessen Buchtitel absolut nicht nachvollziehbar ist und scheinbar einfach nur die Leser anlocken soll. Weniger Spannung und Action, darfür aber jede Menge Erotik - das bietet Charlaine Harris ihren Lesern.

    Es gab einige tolle Überraschungen - gerade für mich als Eric-Fan. Es hat wieder enorm viel Spaß gemacht diese Geschichte zu lesen. Sookie's offene Gedankengänge waren nicht aufdringlich, wie ich das sonst bei anderen Personen kenne, die Hauptfiguren in Bücherreihen darstellen. Normalerweise wiederholt sich vieles, auch bei Sookie, wenn es um Geldprobleme geht, aber es ist nicht nervig oder penetrant.

    Was ein wenig überraschend, aber nicht schlimm war, war, dass Bill in diesem Buch nur am Rande Erwähnung fand. Normalerweise war ich immer die Person, die sich schnell an Pärchen gewöhnt, aber bei Sookie und Bill wurde ich nie so ganz mit ihrer Beziehung warm und ich habe ja früh gesagt, dass Eric ein toller Kerl an ihrer Seite wäre.

    Das Ende war sehr überraschend und wieder mit einem großen Cliffhanger ausgestattet. Es lohnt sich aber diese Buchreihe zu entdecken.


    Fazit:

    Sookie und Eric waren einfach nur genial und ich habe oft geschmunzelt und mich innerlich gefreut. Es war zum lachen und ich habe bei der Entführung ihres Bruders richtig mitgefiebert.

    Es gab genug Überraschungen, nichts war vorhersehbar und das gefällt mir mit am besten.

    Weniger Spannung, dafür aber wieder jede Menge Ereignisse, auf die man aufbauen kann.

    Lesenswert!!!

  13. Cover des Buches Vampire bevorzugt (ISBN: B005EROF4Q)
    Charlaine Harris

    Vampire bevorzugt

    (379)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Im fünften True Blood Band "Vampire bevorzugt" gibt es Szenen, die man durchaus als gewaltvoll und actionreich bezeichnen kann, aber leider ist dieser Funke diesmal nicht auf mich übergegangen, dass ich mitgelitten oder gezittert hätte.

    In diesem Buch haben die Gestaltwandler und Werwölfe den Vampiren die Hauptrolle weggeschnappt, weswegen der Buchtitel "Vampire bevorzugt" auf den ersten Blick einfach nur lachhaft ist. Auf den zweiten Blick betrachtet, passt es aber deutlich, denn Sookie möchte nichts lieber, als sich komplett aus der magischen Welt zurückzuziehen. Da ihre erste Liebesbeziehung mit einem Vampir war, ist Sookie dann doch ein wenig voreingenommen.

    In dieser Geschichte hat es ein Heckenschütze auf Gestaltwandler und Werwölfe abgesehen. Nachts streift er umher, verletzt und tötet. Auch Sookies Boss Sam wird verwundet, doch die bei ihm gefundene Kugel passt zu keinem der anderen Mordfälle. Jason Stackhouse - Sookies Bruder - wird von seinen neuen Werpantherfreunden verdächtigt, da er nicht von Geburt an so war, sondern mutwillig gebissen wurde.

    Als auch Sookie angeschossen wird - nur weil sie sich im letzten Moment ducken konnte, nachdem sie einen feindlichen Gedanken aufgeschnappt hat - wird der Fall immer skuriler, denn Sookie ist keine Gestaltwandlerin, auch wenn sie wegen ihrere Gabe anderer Leute Gedanken zu lesen ganz sicher nicht einfach als normaler Mensch durchgeht. Damit ist dann auch der Verdacht gegen Jason außer Kraft gesetzt, denn er würde nie auf seine eigene Schwester schießen und er hat ein Alibi für diese Zeit.

    Doch die Morde an den Gestaltwandlern und Wer's wird schnell zur Hintergrundmusik, denn ein anderer bitterer Vorfall verlangt Sookies ganze Aufmerksamkeit. Claudine, eine Elfe, rettet sie noch in letzter Sekunde aus ihrem brennenden Haus. Zum Glück war der neue Barkeeper - ein Vampir, der von Eric abgegeben wurde um Sam zu ersetzen - vor Ort und hat den Brandstifter direkt mit einem Genickbruch unschädlich gemacht. Bei einer Taschendurchsuchung wird eine Mitgliedskarte gefunden: Die Bruderschaft der Sonne. Jener Organisation, die Sookie als Sekte entlarvt hat, die Vampire jagen und dann unfreiwillig opfern, und die ihr somit an den Kragen will. Alles passt nicht zusammen und man hat nur die Aussage des Vampir-Retters.

    Eric ist maßlos wütend, denn Charles' Aufgaben bestanden nicht nur aus Drinks mixen, sondern auch Sookie zu beschützen. Und dann muss eine Elfe Sookie vor den Flammen retten?

    Ich weiß nicht warum mich diese Ereignisse nicht zu hundert Prozent gefesselt haben, denn die Geschichte war wie immer klug, witzig, humorvoll und detailreich beschrieben. Spannend, ja, aber im Vergleich zu den Vorgängern hat es mich einfach nicht sooo stark umgehauen.

    Das lag aber vielleicht auch mit an Sookie. Wenn ich bisher beide Augen zugedrückt habe, weil sie nicht penetrant jedem Kerl um den Hals gefallen ist, hat mich dieser ganze Männerkram diesmal schon gestört. Es gibt Bill, der ihr allererster Freund war und der sie in die Sexkünste eingewiesen hat. Dann gibt es Eric, Bills Boss, der keinen Hehl aus seiner Zuneigung zu Sookie gemacht hat und während seiner Amnesie sehr intim mit ihr wurde - und mein persönlicher Favorit ist!!!! - sowie Alcide, dem wohlhabenden Werwolf aus Shreveport, mit dem sie ihre allererste Leiche verschwinden ließ. Sowas schweißt einen zusammen.

    Nun kommt noch ein anderer Gestaltwandler hinzu: Quinn. Er ist der Schiedsrichter im Wettkampf bei der Wahl zum neuen Leitwolf, wo Sookie laut Alcide unbedingt dabeisein muss um seinen Vater zu unterstützen. Als sie sich an einem Drahtseil schneidet, leckt er ihr das Blut von den Beinen und es prickelt ordentlich zwischen den Beiden.

    Sollte Quinn im nächsten Buch eine größere Rolle einnehmen, müsste ich mich zwingen weiterzulesen, denn ich habe keine Lust auf eine zweite Zoey Redbird. (House of Night!)

    Bisher war Sookie immer vernünftig und auch wenn sie sich manchmal von der Faszination hat steuern lassen - was man ihr nicht verübeln kann - reichen ja wohl drei Typen, die ebenfalls was von ihr wollen - oder?! ^^

    Das Ende war dann doch eine ziemliche Überraschung. Normalerweise bekommt man ja ein paar Hinweise auf verschiedene mysteriöse Ereignisse, aber diesmal hat Harris mich richtig geschockt und mir einen Knüller vor die Nase gesetzt, mit dem ich nicht gerechnet habe... Es war eine tolle Überraschung.


    Fazit:

    Bücherreihen haben es ja meist an sich, sich zu wiederholen. Diese Reihe bisher ganz und gar nicht, auch wenn ich Entdeckungen machen konnte, die darauf hindeuten, dass es am dem nächsten Buch damit losgeht - was ich absolut nicht hoffe.

    Wie immer schlagfertig und humorvoll hat Harris eine tolle Leseatmosphäre geschaffen und da ich auf ein ganz bestimmtes Ereignis hoffe, bleibt bei die Spannung auch noch ein bisschen erhalten.

    Ich kann wirklich nur jedem empfehlen es mit den Büchern zu versuchen!

  14. Cover des Buches Im Nebel eines neuen Morgens: Kriminalroman (ISBN: B004ROT45C)
  15. Cover des Buches The Wild Hunt: Horror (ISBN: 9783959623193)
    M.H. Steinmetz

    The Wild Hunt: Horror

    (33)
    Aktuelle Rezension von: vk_tairen
    Der Einstieg gefiel mir sehr gut, da man gleich mitten ins Geschehen eintaucht. Dabei wird die idyllische Autofahrt sehr schnell gestört und der Horror beginnt.
    Aus verschiedenen Blickwinkeln wird in einem sehr flüssigen, bildhaften Stil die Geschichte rund um sehr unterschiedliche Charaktere, einen Serienkiller und etwas, das im Wald haust und noch viel gefährlicher scheint.
    Mir gefiel sehr gut, wie schnell sich die Geschichte entwickelt. Durch die rasanten Wechsel und die Wendungen bricht die Spannung nie ab und so liest sich das Buch sehr schnell und flüssig. Durch die bildhafte Sprache kommen der Horror und die Grausigkeiten ziemlich gut rüber und bleiben plastisch im Kopf hängen (daher besser nicht vorm Schlafengehen lesen).
    Einziges Manko: Die Dialoge sind etwas mühsam zu lesen und stören manchmal den Lesefluss.
    Ansonsten ist es wieder einmal gelungener Horror aus der Feder des Autors.
  16. Cover des Buches Mercy Seat (ISBN: 9783406719042)
    Elizabeth H. Winthrop

    Mercy Seat

    (57)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Gabes Frage während des Abendessens fällt ihm wieder ein: Tut es weh? Und dann denkt er an das plötzliche Aufbäumen und den dumpfen Schlag, die Gänsehaut und das Anschwellen, das Zusammensinken und den aufsteigenden Rauch, all die Dinge, für die er heute Nacht verantwortlich ist.«

     

    Louisiana im Jahr 1943. In einer kleinen Stadt kommt ein Lieferwagen mit einem elektrischen Stuhl an, auf dem ein junger Mann sterben soll. Sein Vergehen ist, dass er schwarz ist und ein junges, weißes Mädchen liebt. Ihr Vater überraschte beide beim Liebesspiel und nun soll der achtzehnjährige Will wegen Vergewaltigung hingerichtet werden. Vor Gericht stand die einsame Aussage Wills gegen die der anständigen weißen Bürger und seine Freundin, die theoretisch für ihn hätte aussagen können, brachte sich nach seiner Inhaftierung um.

     

    Das Buch erzählt aus verschiedenen Perspektiven den Tag der Hinrichtung. Dabei wird mehr als deutlich, dass alle wissen, dass das Urteil falsch ist. Angefangen vom Bezirksstaatsanwalt, über den Sheriff, einen Geistlichen und diverse Einwohner der Stadt bis letztlich sogar zu den Wutbürgern, denn die mussten bestimmte Hebel ziehen, um das von ihnen gewünschte Urteil zu erhalten. Für einen weißen Jungen in einem vergleichbaren Fall wäre wohl nie die Höchststrafe verhängt worden und dieser Fakt ist selbst den Leuten klar, die Will für einen Vergewaltiger halten.

     

    Wie erlebt man nun diesen letzten Tag, wenn man von einem schlechten Gewissen geplagt wird? Oder von Wut oder Verzweiflung wegen der schreienden Ungerechtigkeiten auf dieser Welt? Wie erlebt Will diesen Tag, vor dem er sich einerseits fürchtet, der aber auch ein Ende seiner Qualen in Aussicht stellt?

     

    Die kurzen Kapitel mit ständig wechselnden Perspektiven fesseln ans Buch, obwohl man gleichzeitig merkt, wie sehr man in einen Strudel aus Hass und Verzweiflung hineingezogen wird. Ich hätte abwechselnd schreien und weinen können, das Buch ist extrem intensiv und berührt zutiefst, zumal es auch noch auf einem wahren Fall beruht. Alles andere als eine entspannende Lektüre, aber aufgrund der Rassismus-Thematik leider immer aktuell und lesenswert.

     

    Fazit: Extrem intensiv und berührend, dieses Buch lässt einen nicht kalt.

  17. Cover des Buches Das Versteck (ISBN: 9783986600419)
    Rebekah Stoke

    Das Versteck

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Mir gefielen die ersten 2/3 des Buches wirklich sehr gut, die Schreibweise ist toll usw. Allerdings wurde es mir im letzen Abschnitt zu viel des Guten (Bösen und wirklich grauenvollen Details, die ich gar nicht lesen möchte) und das Ende fand ich persönlich echt unmöglich. Außerdem ist die Naivität der Protagonistin echt nicht zu überbieten und absolut unrealistisch. Die vielen Rechtschreib- oder Druckfehler fielen mir auch auf. Es sind einfach zu viele um darüber hinwegzusehen.
    Schade wirklich. Aus diesen Gründen kann ich es nicht weiter empfehlen.

  18. Cover des Buches Dunkle Liebe (ISBN: 9783453270350)
    Christine Feehan

    Dunkle Liebe

    (30)
    Aktuelle Rezension von: ChrispiBook

    Wie immer gut und spannend geschrieben. Man kommt bis zum Schluss nicht drauf wer der Täter ist. 

  19. Cover des Buches Twelve Years a Slave (ISBN: 9783492306140)
    Solomon Northup

    Twelve Years a Slave

    (32)
    Aktuelle Rezension von: abookslife

    Ist euch eigentlich bewusst, in was für einer Freiheit wir Leben? Ich meine, wir entscheiden und handeln selbst, haben unsere Familie und unsere Liebsten bei uns, wir leben nach unserer eigenen Devise und haben eine eigene Vorstellung von einem "unbeschwerten Leben", kurz, wie sind FREI. Tatsache ist, dass wir einige Privilegien haben, die wir genießen dürfen, doch sehen aber oft die Dinge im Leben als normal, als selbstverständlich an. Wir schätzen die Zeit mit unserer Familie nicht, schätzen nicht die Geborgenheit, schätzen nicht das Glück, eine Familie zu haben, Menschen in unseren Ängsten Kreisen, die immer bei uns sind...- Aber was wäre, wenn uns auf einmal diese Freiheit genommen werden würde? Wenn uns der Draht zu unserer Familie, der Glaube an ein freies Leben, und unsere Menschgenwürde genommen werden würde? Würde der Mensch nicht irgendwann alles dafür setzten, um genau das alles zurück zu bekommen...??

    Zu diesem Buch möchte ich heute keine typische Rezension verfassen, wie man normalerweise von mir gewohnt ist, dennoch möchte ich über ein paar besondere Details im Buch aber auch Details in der Buchverfilmung schreiben. Die Geschichte von Solomon Northup gehört definitiv zu denen, die jeder einmal gesehen bzw. gelesen haben sollte. Das Buch ist nicht unbedingt wie gewohnt wie ein Roman gegliedert, in dem eine Handlung ggf. aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, vielmehr erinnert der Erzähl- und Schreibstil an ein Tagebuch, welche in der „ICH“ Perspektive geschrieben ist. Natürlich sind das Ereignisse und Erlebnisse die Solomon zu seiner Zeit veröffentlicht hat, auch wenn natürlich die Sprache zur heutigen Zeit angepasst wurde. Dennoch gehen die einzelnen brutalem Ereignisse, die er beschreibt, tief unter die Haut und lassen die Leser mit emotionalen Gedanken zurück. Im Buch sind einige Bilder veröffentlicht worden, die Baumwollplantagen und einige „Sklaven“ und ihre körperlichen Zustände zeigt.

    Ganz große Klasse ist hier auch die Verfilmung nach dem autobiografischen Werk von Solomon Northup. Neben den absolut gelungenen schauspielerischen Leistungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, schafft es der Film, permanent eine bedrückende und traurige Stimmung zu vermitteln, welche die Ernsthaftigkeit und die traurige Wahrheit dahinter zeigt, wie gierig Menschen nach Macht und Geld sein können, selbst wenn sie dafür über „Leichen“ gehen, andere ausbeuten und ihre Menschenwürde mit den Füßen treten. Im Buch werden einige brutale Szenen sehr bildhaft wiedergegeben, sogar mit Bildern aus der Zeit, dennoch ist es nochmal schlimmer, welche Szenen wir zu sehen bekommen, in denen die „Sklaven“ ausgepeitscht, erniedrigt und teilweise zu Tode gequält werden.

    Wie mein Fazit ausfallen wird, werden sich jetzt einige Leser denken. Selbstverständlich möchte ich hier erwähnen, dass das Buch für mich ein absolutes Highlight ist. In Anbetracht der Tatsache, dass das keine fiktive Geschichte sondern eine wahre Begebenheit ist und auch die Sklaverei und Ausbeutung noch heute in manchen Orten dieser Welt stattfindet, ist es wichtig für mich zu erwähnen, dass ich keineswegs in meiner Bewertung auswerte wie schlimm, traurig oder dramatisch diese Handlung ist, vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass das Werk von Solomon Northup, neben der Sklaverei vielmehr bietet und sehr viele Werte vermittelt, die wir teilweise verlernt bzw. wiedererlernen müssen. Denn unsere Freiheit ist nicht selbstverständlich, so privilegiert wir in einigen Dingen sind, sollten wir nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die nicht das gleiche Glück mit uns teilen.

     

  20. Cover des Buches Die Jagd (ISBN: 9783453441842)
    Alaina Urquhart

    Die Jagd

    (17)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Zunächst hantiert die Autorin mit den üblichen Zutaten des Genres: Ein Killer, wenige Spuren, perfide Methoden und ein Genie, das den Fall löst. Tatsächlich sorgen die nicht immer sehr appetitlichen Details, über die sich Wren und ihr Team austauschen, für einige Aha-Effekte, die vielleicht selbst erfahrene Leser von Spannungsliteratur noch nicht wussten, etwa wenn es um Totenflecken und Fliegenlarven geht. Darüber hinaus gibt es jede Menge schlecht gelaunter Polizisten und den langweiligen Kripo-Mann Leroux, der wohl das nervige Gegenstück zur gewieften Pathologin sein soll.

    Spannend wird es vor allem dann, wenn der Mörder im Fokus steht. Seine Hintergründe erklären die Taten nach und nach, tiefere Einblicke in sein Denken hätten ihm jedoch mehr Profil verliehen. Die Ermittlungen selbst finden realistischerweise eher im Labor und am Seziertisch statt, wilde Verfolgungsjagden oder gar Schießereien sucht man (mit wenigen Ausnahmen) vergeblich. Bis zur Mitte des relativ dünnen Buches (im englischen Original müssen es deutlich weniger als die knapp 300 Seiten der deutschen Ausgabe sein) also ein eher durchschnittliches Erlebnis, das gleich darauf völlig auf den Kopf gestellt wird.

    Hier noch mehr zu verraten würde Spoiler einschließen, daher nur der Hinweis, dass es mit mehreren Zeitebenen zu tun hat. Die clever versteckten Hinweise im ersten Teil der Handlung lassen alles schlüssig erscheinen und doch wird man den Eindruck nicht los, dass hier eine ursprünglich recht geradlinige und damit eintönige Geschichte nachträglich aufgepeppt wurde. Würde man diese Wendung weglassen, dann bliebe von den spärlich gezeichneten Figuren relativ wenig übrig und auch Mordfälle hat man schon abwechslungsreicher erlebt.

    Alles in allem eine kurzweilige Lektüre für zwischendurch, aber nicht der nächste große Wurf. Übrigens: Der englische Titel "The Butcher and the Wren" ("Der Schlächter und der Zaunkönig") mag zwar schwer übersetzbar sein, er steht dem Buch jedoch besser als sein verwässtertes deutsches Pendant. Für den englischsprachigen Markt erscheint im August bereits Band 2, ob die Verkaufszahlen des Vorgängers für eine neuerliche deutsche Übersetzung ausreichen, bleibt abzuwarten.

  21. Cover des Buches Die Spur der Wölfin (ISBN: 9783964435842)
    Sarah Baines

    Die Spur der Wölfin

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Anuri

    "Die Spur der Wölfin" von Sarah Baines ist ein sehr schöner, aber auch recht einfach gehaltener Roman. 

    Das Rad wurde hier nicht neu erfunden, aber das schadet der Geschichte nicht. Jede Geschichte erfindet sich durch die Note der Autoren und die erschaffenen Charaktere neu und ist somit auf ihre Weise einzigartig. 

    Wer Geschichten mit Gestaltenwandlern und Werwölfen mag, ist hier richtig.

    Die Autorin hat einen sehr guten, flüssigen und humorvollen Schreibstil. Die Handlung ist spannend und es gibt auch keine unnötigen Längen.

    In ihrer Art zu Schreiben liegt eine gewisse "Einfachheit", die charmant zu lesen ist und einen in seinen Bann zieht. 


    Ihre Protagonistin Laura stolpert durch eine Tragödie in diese "unbekannte Welt" und dieses Wolfsrudel voller Männer hinein. 

    Während die Rudeldynamik einfachen, patriarchischen Strukturen und Regeln folgt, ist Laura eine starke, emanzipierte Frau, die ihren eigenen Weg geht. Konflikte und Schwierigkeiten sind hier also vorprogrammiert und es ist amüsant zu sehen, wie Laura sich ihren Platz erkämpfen muss.


    Eine besonders große Stärke der Geschichte liegt darin, wie liebevoll die Schriftstellerin die Charaktere aufbaut. Je mehr man in dieses Rudel hineingerät, desto mehr wachsen einem die einzelnen Mitglieder ans Herz. Ich habe die Begegnungen untereinander immer sehr genossen und konnte Lauras Frustration oft nachvollziehen. 

    Natürlich ist es schön Laura und Patrick dabei zuzusehen, wie sie einander näher kommen, aber ein großes Highlight für mich waren die "Streitereien" zwischen Laura und Vince, die dem Buch das gewisse "Extra" verleihen.  

    Dieses Trio war auf seine Weise besonders und es macht einfach Spaß mehr von ihnen zu erleben und die Dynamik untereinander zu spüren.


    Aber Sarah Baines scheut auch keine "dunkleren" und "schmerzhaften" Themen, die einen berühren und zum Nachdenken anregen. Die Tiefe, die sie damit in die Geschichte einbringt, zieht sich durch die komplette Entwicklung und ich finde es gut, dass sie hier mit Tabu-Themen bricht und einen "offenen" Zugang ermöglicht. 


    Sarah Baines hat hier eine schöne Rudel- und Liebesgeschichte geschrieben, die Spaß macht.

    Die Konflikte und Gegebenheiten sind spannend und auch düster und die Gemeinschaft, die man hier findet gehört einfach zu einem "Feel-Good-Roman", der leicht zu genießen ist.

  22. Cover des Buches Verschwinden ist keine Lösung (ISBN: 9783865327550)
    James Lee Burke

    Verschwinden ist keine Lösung

    (54)
    Aktuelle Rezension von: detlef_knut

    Dies ist der vierundzwanzigste Roman aus der Dave-Robicheaux-Reihevon James Lee Burke und ist gerade in einer deutschen Übersetzung bei Pendragon erschienen. Diesen hardboiled Roman zeichnet aus, dass der Erzähler der Geschichte gewechselt hat. Kein unabhängiger Erzähler und auch nicht die Hauptfigur dieser Reihe erzählt, was so abgeht. Nein es ist Robicheauxs langjähriger Freund Purcel.

    Obwohl es immer noch ein Kriminalroman ist, hat sich der Fokus deutlich verschoben. Verbrechen und ihre Lösung sind nach wie vor zentrale Themen. Allerdings gewinnen die Charaktere der Protagonisten Robicheaux und Purcel, ihre Umgebung und die politischen Aspekte in den USA zunehmend an Bedeutung. Trotz dieser Veränderungen hat der Roman keineswegs an Spannung und Unterhaltungswert eingebüßt, im Gegenteil.

    Zunächst beginnt alles ganz harmlos. Clete hat seinen Caddilac Eldorado bei einem Kumnpel in der Waschanlage abgegeben, um ihn reinigen zu lassen. Doch kaum hat er ihn von dort abgeholt, da wird der Wagen von zweilichtigen Typen auseinander genommen und zerfleddert. Offenbar haben sie etwas gesucht und nicht gefunden.

    Diese Typen sind aber harnäckig und fordern immer wieder von Clete zur Herausgabe ihrer Sachen ein. Dabei schrecken sie nicht vor Gewalt zurück und gehen auch über Leichen. Clete selbst kommt kaum unverletzt aus so mancher Begenung heraus. Aber er hat ein riesengroßes Problem: Er weiß gar nicht, um was es geht. Was wollen die Typen von ihm? Auch von seinem Waschstraßenkumpel Eddy wird er nichts erfahren.

    Die Jagd nach dem, was in Cletes Caddy versteckt sein soll, bestimmt den Roman. Wobei Clete und Dave aber den Spieß umdrehen und Jagd auf die Ganoven machen, die hinter Clete her sind.

    Es ist faszinierend, wie anders die Geschichte klingt, wenn eine andere Figur sie erzählt und mit welcher Akribie der Autor daran gearbeitet zu haben scheint. Zwar ähneln sich die beiden Figuren, Dave und Clete, an vielen Stellen, aber doch ist der eine Cop und an Regeln gebunden, die er bei weitem nicht immer einhält, es aber versucht, der andere als Privatdetektiv völlig freier und nimmt auch mal Jobs von Verbrechern an. Der Erzählstil dieses Romans gibt also mal eine andere Stimmung wieder.

    James Lee Burke, ein politischer Schriftsteller, artikuliert seine Ansichten durch die Handlung seiner Romane. In diesem Buch integriert er viele metaphorische Details in die Visionen des Erzählers, der regelmäßig Jeanne d’Arc aus dem 15. Jahrhundert sieht und sogar mit ihr interagiert. Diese Visionen scheinen den Erzähler jedoch in den Wahnsinn zu treiben, was er nicht leugnen kann. Dennoch unterstützen sie ihn dabei, sich weiterhin für Gerechtigkeit einzusetzen. Verbrechen gegen Frauen und Juden belasten Clete sehr. Obwohl er gelegentlich für Kriminelle tätig ist, sind Kinder und Frauen für ihn unantastbar. Hier zeigt sich, dass die heutigen USA unter Donald Trump sich unweigerlich in Richtung Mittelalter bewegen.

    James Lee Burkes Erzählstil bietet eine Vielfalt an Darstellungsmöglichkeiten. Er integriert Landschaften, Orte, Figuren und Ereignisse ausgewogen in seine Geschichten und schafft so ein umfassendes Gesamtbild. Es ist deutlich spürbar, wie sehr er die Menschen, die Landschaften von Louisiana und das Streben nach Gerechtigkeit schätzt, obwohl er auch die Hoffnungslosigkeit betont, dass diese Gerechtigkeit vielleicht nie erreicht werden kann.

    In den vorangegangenen Büchern war Sarkasmus ein wiederkehrendes Element. Witzige und anzügliche Dialoge sorgen für Lebendigkeit. Der spezielle Humor zwischen Dave und Clete zeigt sich oft in ihrer langjährigen Partnerschaft als die „Bobbsey Twins von der Mordkommission“, was zu Wortgefechten führt, die nur zwischen engen Freunden entstehen können. Letzteres ist eine Anspielung der beiden auf ihre gemeinsame Zeit bei der Polizei.

    Wie auch bei den anderen Büchern dieser Serie, kann ich einfach nicht anders, als »Clete« zu empfehlen. Aufgrund der einzigartigen Freundschaft der Hauptfiguren und der kontroversen Thematik in einem Südstaaten-Setting der USA ist es ein Roman, den man unbedingt gelesen haben sollte.

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2025

  23. Cover des Buches Vampir mit Vergangenheit (ISBN: 9783423213868)
    Charlaine Harris

    Vampir mit Vergangenheit

    (172)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Ich habe Charlaine Harris immer gemocht! Jedes ihrer Bücher - egal ob Sookie Stackhouse oder Harper Connelly, haben mich begeistert und ich konnte immer bei den Geschichten mitfiebern. Die Charaktere sind mir außerordentlich schnell ans Herz gewachsen. Doch irgendwann verändert sich vieles im Leben. Durch Band elf der True Blood Reihe rund um die gedankenlesende Kellnerin Sookie Stackhouse musste ich mich wirklich quälen und es hat lange gedauert, bis ich mal auf der letzten Seite angekommen bin.

    "Vampir mit Vergangenheit" erzählt wieder eine Geschichte mit all den bekannten Mustern der Serie. Viel Gedankenwirrwarr, jede Menge Tod, Blut und Zerstörung und mittendrin wieder Sookie, dessen Taten sich ebenfalls wieder auffällig wiederholen.

    Dieses Buch hat es geschafft mich mürbe zu machen. Keine Ahnung wie oft ich mir den selben morgendlichen Tagesablauf reinziehen durfte, wo ich nur dachte "Hey, mach mal bitte nen Perspektivenwechsel - das kenn ich doch schon alles!" Meine Gebete wurden einfach nicht erhört...
    Sookie hat wieder jede Menge Feinde, die Jagd auf sie machen, während sie sich immer weiter in die Vampirmachenschaften verstricken lässt. Auch die Elfen halten ihre Füße nicht still und wurden wieder sehr undurchsichtig. Ich weiß zum verrecken einfach nicht, was aus denen werden soll. Wieviele Bücher soll es noch geben, bis sich was entscheidet?
    Die Beziehung zwischen Eric und Sookie, die - nebenbei bemerkt - mit das Beste an all den Büchern ist, kriselt auch mächtig und ich hätte das Buch wirklich mehr als einmal gegen die Wand pfeffern können.
    Schaffen die beiden es denn wirklich nicht miteinander zu reden? Sich auszuquatschen?
    Nein... Stattdessen platzt die kleine Hexe Amelia noch rein und löst die Blutsbande zwischen den Beiden. Und Bill taucht auch wieder auf... Es war zum Mäuse melken...

    Nein! "Vampir mit Vergangenheit" hat mich mehr als enttäuscht. Die Geschichte hat sich, wie die Handlungen und Aussagen, nur im Kreis gedreht und erst die letzten ca. fünfzig Seiten hatten es einigermaßen in sich. Ich hoffe sehr, dass es im nächsten Buch besser wird, aber um ehrlich zu sein denke ich, dass die Story ausgelutscht ist. Wirklich sehr schade, denn Sookie ist eine meiner Lieblingscharakteren... Aber alles hat mal ein Ende. 

    Fazit:

    Ich war enttäuscht. Es war vorhersehbar, gedanklich absolut unübersichtlich, da Sookie von einem Extrem ins Nächste fällt. Sie hat mich wirklich genervt und doch ist sie etwas reifer geworden. Tod und Blut machen ihr immer noch Sorgen, aber sie akzeptiert es problemloser Leichen zu entsorgen, was sie bei ihrem Lebensstil auch echt bitter nötig gehabt hat. Dennoch war diese Geschichte nicht nach meinem Geschmack. Es mag zwei, drei Dinge geben, die wirklich das Zeug hatten mich kurz ins Staunen zu versetzen, aber der berühmte AHA-Effekt blieb aus.
    Sookie Stackhouse sollte vielleicht so langsam an ihre Rente denken... Traurig, aber wahr. =(

  24. Cover des Buches Weg vom Schuss (ISBN: 9783948457143)
    Jana DeLeon

    Weg vom Schuss

    (71)
    Aktuelle Rezension von: LauranasLeseleben

    „Weg vom Schuss“ – Miss Fortunes erster Fall, weilte schon einige Zeit auf meinem SUB und wurde jetzt endlich gelesen. Ich muss sagen, ich habe mich schon lange nicht über ein Buch so amüsiert. Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd, und dabei so urkomisch und teilweise skurril, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte.

    In dem Krimi geht es darum, dass eine CIA-Agentin untertauchen muss, weil ein Waffenhändler ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt hat. Sie landet in Luisiana in einem Provinzstädtchen und anstatt sich unauffällig zu verhalten, wird sie ein paar Stunden nach ihrer Ankunft gleich in ein Verbrechen mit eingezogen. Und das ganze auf wie gesagt wirklich witzige und teils skurrile Weise. Es hat viel Spaß gemacht, CIA-Agentin Fortune Redding bei ihrem Versuch, das Verbrechen unauffällig aufzuklären, zu begleiten. Dabei stehen ihr die Sinful Ladies zur Seite, eine Vereinigung älterer Damen, die noch jede Menge auf dem Kasten haben.  Oder sollte man besser sagen, die Damen lassen Miss Fortune nicht aus ihren Fängen? Die Motive der Ladies bleiben auch lange im Unklaren und so bleibt es bis zum Schluss spannend.

    Die Geschichte ist flott geschrieben und manchmal ereignen sich die Dinge Schlag auf Schlag, sodass es manchmal ein wenig zu viel des Guten ist. Trotzdem bleibt es irgendwie immer komisch, rasant und macht einfach Spaß zu lesen.

    Es sind schon mehrere Bände der Reihe erschienen und ich habe schon Lust darauf, die nächsten Abenteuer von Miss Fortune zu lesen.

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