Bücher mit dem Tag "lsd"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lsd" gekennzeichnet haben.

76 Bücher

  1. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.244)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Da ich das Buch leider nicht in Deutschunterricht gelesen und dennoch viel Gutes darüber gehört habe, wollte ich es unbedingt lesen.

    Dieses Buch sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre in allen Schulen sein. Die Message von Christianes Geschichte ist so stark und überwältigend. Ich habe das Buch gestern gelesen und es beschäftigt mich noch immer.

    Drogensucht generell ist schon an sich ein sehr hartes Thema, Drogensucht bei Kindern jedoch ist noch 100 Mal erschreckender... Aber genau dieses Abschrecken brauchen manche Kinder wirklich, um gar nicht erst auf die Idee zu kommen mit den Drogen anzufangen. 

    Ich bin (im Gegensatz zu bestimmt vielen anderen) prinzipiell gegen Drogen aller Art und denke auch, dass man anhand Christianes Beispiel sehen kann wie schnell man vom Kiffen zum Fixen kommen kann ... Und das ist leider oft die traurige Realität.

    Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen, gerade weil man es so schwer verarbeiten und verdauen kann! 

  2. Cover des Buches Das Licht (ISBN: 9783446261648)
    T. C. Boyle

    Das Licht

     (96)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es ist der Stil, der dieses Buch so besonders gut macht. Ich liebe es, wie er mit der Sprache umgeht mit kurzen Sätzen, mit einer gewissen Hektik darin, die einen nicht stört, weil der Stil den Leser mitzieht und dafür sorgt, dass man nicht nur die Figuren kennt, sondern zu den Figuren wird.

    Das Buch ist nicht eines dieser Drogengeschichten, die mit Farben zu punkten versuchen oder ein miserables Leben zur Schau stellen, sondern es beginnt langsam, zeigt uns den Effekt von LSD, nicht alles, zumindest eine Ahnung davon, und sorgt dann Schritt für Schritt dafür, dass die Figur von einem Wissenschaftler zu einem Junkie mit Diplom mutiert.

    Ich bin von der Sprache begeistert, der Wortgewandtheit des Autoren, der gerade aus einer langweiligen Geschichten etwas so Großartiges kreiert hat. Im Laufe der Handlung tauchen viele Fragen, bei denen ich mich gefragt habe, wie der Autor gedenkt, diese zu beantwortet. Er tut es nicht, was nicht raffiniert ist, sondern einfach nur blöd. Vor allem das Ende ist weit offen für jegliche Interpretation, was ich nicht ausstehen kann. Wieso schließt der Autor nicht einfach die Geschichte ab? Es wirkte für mich so, als wäre Boyle am Schluss die Puste ausgegangen und er hätte einfach beschlossen, die Geschichte so zu beenden.

    Trotzdem habe ich es gern gelesen. T.C. Boyle ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren.

  3. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257233018)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (673)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Das ist jetzt  das 2. Buch das ich von Martin Suter gelesen habe. Ich weiss nicht ob ich das, oder das letztere als besser bewerten könnte. Ich finde das Buch hat wie gesagt eine ganz eigene Energie. Damit meine ich, dass wenn man liest in eine Welt eintaucht die sehr mystisch, dunkel und auch ein wenig eigenartig wirkt. Ich hatte recht Probleme in das Buch reinzukommen. Wie beim letzten mal finde ich, dass sehr viele verschieden, gleichklingende Namen vorkommen und es schwierig ist da den Durchblick zu behalten. Allgemein halte ich seine Bücher für recht anspruchsvoll zum Lesen. Es wird irgendwie immer davon ausgegangen dass man sich in dem Thema, indem sich das Buch befindet, auskennt. Viele Begriffe waren für mich unklar und das machte das Lesen nicht unbedingt angenehm. Der Protagonist war mir sehr unsympathisch, das lag daran dass er einfach ein richtiger Psycho war. Die ganze Geschichte ist schon ein wenig ein Psychothriller. Das machte dafür den Schluss echt spannend. Auch das ganze mit den Drogenpilzen war extrem spannend und ich habe wirklich was gelernt. Es ist sehr gut beschrieben und man kann es sich richtig gut vorstellen. Ich finde es ein wichtiges Thema und es hat mich schon recht aufgeklärt, ich hatte solche Pilze als recht harmlos im Kopf (da kommt es ja auch wieder auf die Sorte draufan). Aber ich bin jetzt schon ein wenig abgeschreckt. Die Storyline mit Lucille fand ich auch sehr gut, wegen dem habe ich auch anfangs weitergelesen, weil um ehrlich zu sein war es manchmal schon ein bisschen ein Kampf. Der ganze Schreibstil ist schon sehr trocken und manchmal viel zu aussführlich für mein Geschmack.

  4. Cover des Buches Ashes - Ruhelose Seelen (ISBN: 9783863960070)
    Ilsa J. Bick

    Ashes - Ruhelose Seelen

     (257)
    Aktuelle Rezension von: Adrian00021

    Was ist, wenn du die Nächste bist?

    Worum geht's?

    Eine Katastrophe, die wir uns garnicht vorstellen können, hat die Welt für immer verändert. Wer nicht von Anfang an gestorben ist, kämpft jetzt ums Überleben. Und Alex ist eine davon. Die größte Bedrohung geht von den Veränderten aus, die sich in blutrünstige Mutanten verwandelt haben. Alex würde keine Sekunde zögern, sie zu töten. Doch als einer dieser Jugendlichen ihr das Leben rettet, nagen Zweifel an ihr. Doch wie lange wird sie überleben, bei dem kleine Rudel Veränderter, die kaum Nahrung finden?


    Meine Meinung

    Was istt, wenn du die Nächse bist? Ich finde das eine durchaus gute Zusammenfassung des dritten Buches der Ashes-Reihe von Ilsa J. Blick in einem Satz, den man bei jedem Buch auf der Rückseite findet. Es war - wie immer - packend und spannend, sodass man garnicht aufhören möchte, zu Lesen. Auch in diesem Buch gab es wieder viele Sichtwechsel, was ich wieder sehr gut fand. Was mir leider in diesem Buch sehr gefehlt hat, waren die Textteile von Alex - der Protagonistin - die man in Band 1 und 2 sehr gut kennengelernt hat. (Band 1 war fast alles aus Alex's Sicht und Band 2 aus Alex's und Tom's Sicht (beide Protagonisten des Biches)) Dafür gibt es einen Stern Abzug. Doch alles in Allem ein sehr gutes Buch, das ich wirklich jedem empfehlen kann. Schade, dass diese Bücher nicht mehr gedruckt werden! 4 von 5 Sternen!

  5. Cover des Buches Stranger Things: Suspicious Minds - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE – ein NETFLIX-Original (ISBN: 9783328104643)
    Gwenda Bond

    Stranger Things: Suspicious Minds - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE – ein NETFLIX-Original

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Ayliensbuecherwelt

    •Rezension•

    Stranger Things: Suspicious Minds von Gwenda Bond 


    Handlung: 

    Sommer 1969: Die Amerikanerin Terry Ives studiert am College, als sie von einem bedeutenden Experiment im Auftrag der Regierung hört. Sie meldet sich als Testperson, aber schon bald muss sie feststellen, dass es sich um keine normale Studie handelt: Unter dem Decknamen MKULTRA werden ihr in einem geheimen Labor bewusstseinsverändernde Substanzen verabreicht. Sie ahnt nicht, dass hinter den Mauern des Hawkins National Laboratory eine Verschwörung lauert, die größer ist, als sie sich je hätte vorstellen können. Doch es gibt jemanden, der ihr dabei helfen kann, das Böse zu besiegen: Ein Mädchen, das im Labor vor der Welt versteckt gehalten wird. Sie hat übermenschliche Kräfte – und eine Zahl anstelle eines Namens: 008 …


    Meine Meinung:


    Die Serie habe ich wirklich verschlungen und habe mich sehr auf diese Geschichte aus der Vergangenheit gefreut. Der Schreibstil war super zu lesen und man hat viele Informationen hinzugewonnen, mit denen man nie gerechnet hätte. Das Buch hatte wenig langatmige Momente und hatte an vielen Stellen spannende Handlungsstränge. 


    3/5⭐️

  6. Cover des Buches Vergessen (ISBN: 9783548286105)
    Elke Pistor

    Vergessen

     (75)
    Aktuelle Rezension von: nati51
    Der erste Band dieser neuen Serie um die Kommissarin Verena Irlenbusch startet spannend und vielversprechend.

    Die Kommissarin Verena Irlenbusch braucht viel Kraft für ihre Arbeit. Neben ihrem Job bei der Polizei kümmert sie sich noch um die Betreuung ihrer Großmutter, die an Alzheimer erkrankt ist. Zwei Morde geschehen und die kleine Mia wird auf dem Heimweg von der Schule entführt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Fällen? Erste Hinweise bringt ein altes Foto in den Briefkästen der Toten. Da ihre Kollegin und Freundin Leo nach einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt, bekommt sie den Kollegen Christoph Todt als Partner, ein wahrer Alptraum für Verena.

    Der Buchtitel „Vergessen“ ist gut gewählt, da man ihn in verschiedenen Varianten innerhalb des Buches wiederfindet wie zum Beispiel bei der Alzheimererkrankung der Großmutter. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Die Protagonisten Verena Irlenbusch und Christoph Todt wirken auf mich sehr sympathisch, jeder hat sein privates Päckchen zu tragen, so dass man sich gut in ihre Situation hineinversetzen konnte. Interessant fand ich die langsame Annäherung der unterschiedlichen Kommissare. Die Spannung war sehr gut aufgebaut, obwohl ich ab der Mitte des Buches schon eine bestimmte Ahnung hatte, die dann auch zu traf, gab es am Ende doch für mich noch eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Neben der Krimihandlung hat mir auch die Integration der Erkrankung der Großmutter gefallen, da es vielen Berufstätigen ähnlich geht, die sich um die Pflege ihrer Angehörigen kümmern müssen und immer das Gefühl haben keiner Seite gerecht zu werden.

    Eine klare Leseempfehlung für alle, die mehr als nur einen Krimi lesen möchten.

  7. Cover des Buches Der Teufel von Mailand (ISBN: 9783257236538)
    Martin Suter

    Der Teufel von Mailand

     (341)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Am Morgen nach einem LSD-Trip ist Sonia völlig verstört, plötzlich kann sie Farben riechen, Formen schmecken und Töne sehen. Dies, und ein zuvor überlebter Mordanschlag ihres Ex-Mannes, sind für sie der Anlass ein neues Leben zu beginnen und eine Stelle als Physiotherapeutin in einem neu eröffneten Wellness-Hotel im Schweizer Engadin anzutreten. Als einzige Person ist ihre Freundin Malu über ihr Vorhaben informiert. Kaum ist Sonia in Val Grisch angekommen, geschehen seltsame Dinge. Die Dorfbevölkerung benimmt sich feindselig und auch die Stimmung unter dem Hotelpersonal ist angespannt. Der Jahrhundertregen und ihre überreizten Sinne tragen dazu bei, dass sich Sonia sehr isoliert fühlt, denn außer einigen SMS mit ihrer Freundin hat sie keinen Kontakt. Als sie jedoch zufällig ein Buch mit der Sage vom Teufel von Mailand entdeckt und begreift, dass die unerklärlichen Vorkommnisse für sie eine Gefahr bedeuten könnten, vertraut sie sich ihrem Masseur-Kollegen an … 

    Martin Suter ist ein Schweizer Schriftsteller. Er wurde 1948 in Zürich geboren, machte 1968 in Basel eine Ausbildung zum Werbetexter, arbeitete danach als Creative Director und seit 1991 als Autor. Ab 1992 schrieb er eine wöchentliche Kolumne, für die er 1995 den Preis der österreichischen Industrie beim Joseph-Roth-Wettbewerb in Klagenfurt erhielt. Sein Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1997 mit „Small World“. Für seine zahlreichen Romane, die alle im Diogenes Verlag erschienen und auch international sehr erfolgreich sind, erhielt Suter mehrere deutsche und schweizer Preise und Auszeichnungen. Nach Wohnsitzen auf Ibiza, in Guatemala und in Marrakesch lebt Martin Suter heute mit seiner Familie in Zürich. 

    Wie in mehreren seiner Romane greift der Autor auch in „Der Teufel von Mailand“ das Thema Bewusstseinsveränderung durch Drogen auf. Sein Schreibstil ist dabei knapp und präzise, mit gezielt eingesetzten Thriller-Highlights, und wechselt gekonnt vom anfänglichen Heimat- und Bergroman zur äußerst spannenden Schauergeschichte. Die Charakterzüge der einzelnen Protagonisten, besonders der Hauptperson Sonia mit ihren psychotischen Sinneswahrnehmungen, sind perfekt beschrieben. Auch Voreingenommenheit, Argwohn und Hass der Dorfbewohner gegenüber dem Hotelpersonal sind hautnah zu spüren. Die großartige Kulisse des Engadin-Tals, verbunden mit dem anhaltenden Regen, erzeugen eine düstere, geheimnisvolle Stimmung, die bis zum nervenaufreibenden Showdown anhält. 

    Fazit: Ein spannender Psycho-Thriller mit überraschendem Schluss – sehr lesenswert. 

  8. Cover des Buches Mein Reich komme - Thriller: BLUE EDITION (ISBN: 9783945298237)
    Alexander Burger

    Mein Reich komme - Thriller: BLUE EDITION

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Zimmermann
    Selten habe ich so eine gute Kriminalgeschichte gelesen. Die Spannung verfolgte mich von der ersten Seite bis zum letzten Wort. Alexander Burger weiß es, in seinem Thriller „Mein Reich komme“ seine Erfahrungen bei seinen realen Ermittlungsarbeiten in den Bereichen Mordkommission, Drogenfahndung und Computerkriminalität gut kombiniert und vor allen Dingen glaubwürdig unterzubringen. Fasziniert bin ich immer noch von der Idee des Cyberhelms, der die virtuelle Vorstellungskraft so stark auf die Physis des Menschen projizieren kann, dass es real wird. Diese Idee ist einfach wunderbar umgesetzt. Auch wenn die gesamte Ermittlungsarbeit vom Protagonisten Mark van Groth absolut mitfiebernd ist – das Ende des Thrillers ist dann wahrlich nervenaufreibend und man will das Buch gar nicht mehr weglegen. Alexander Burger hält den Spannungsbogen über das gesamte Buch auf hohem Niveau, gepaart mit einem Funken Witz an den richtigen Stellen.
  9. Cover des Buches Das Licht (ISBN: 9783844532821)
    T. C. Boyle

    Das Licht

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Der Anfang: «War es ein Gift? War es verboten? Ein unverantwortliches Risiko? Sie wusste es nicht, doch sie war den ganzen Tag nervös und angespannt, obwohl sie sich sagte, das sei töricht: Wenn irgendjemand in diesem ganzen Gebäude wusste, was er tat, dann ihr Chef. Seit sie vor etwas mehr als einem Jahr angefangen hatte, für ihn zu arbeiten, war ihm kein einziger Fehler unterlaufen – er war präzise, vorsichtig, durch und durch verlässlich und setzte weder seine eigene Sicherheit noch die seiner Laborantin aufs Spiel.»


    1943 forschte der Schweizer Chemiker Albert Hofmann in seinem Labor der Sandoz-Arzneimittelwerke in Basel am Getreidepilz Mutterkorn, um ein kreislaufstimulierendes Medikament zu entwickeln. Er bekommt über den Finger aus Versehen einen Krümel in den Mund und hat intensive Farberlebnisse. Ein Selbstversuch mit der Probe «LSD-25» bringt ihm einen Horrortrip: Hexen und ekelhafte Fratzen tauchen in seiner Vision auf und er erleidet eine Panikattacke. Die Dosis war zu hoch geraten. 2008 starb Erfinder der Droge LSD, im Alter von 102 Jahren. Mit Ernst Jünger verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Sie trafen sich seit den 1950er-Jahren in Jüngers Forsthaus. Zuerst tranken sie heiße Schokolade und danach schmissen sie einen LSD-Trip ein.


    »Ich muss …›, begann er, lachte erneut und schwenkte den Arm vor seinem Gesicht, als dirigierte er ein Orchester, das nur er selbst hören konnte, ‹ich muss … es aufschreiben …› Im nächsten Augenblick nahm er seinen Stift und schrieb sehr langsam und akkurat in sein Notizbuch: 17:00  – Beginnender Schwindel, Angstgefühl, Sehstörungen, Lähmungen, Lachreiz,»


    Fitz Loney, seine Frau Joanie und ihr Sohn Corey sind die Hauptfiguren in T. C. Boyles neuem Roman, fiktive Personen, die sich glaubhaft in die wahren Begebenheiten um Drogenpapst Leary einpassen. Fitz ist Doktorand der Psychologie der Harvard University, lernt Professor Timothy Leary 1962 dort kennen. Er wird in die Gruppe der Anhängerschaft aufgenommen, die sich selbst als große Familie bezeichnen. Leary führt Experimente mit bewusstseinserweiternden Substanzen durch, LSD, Meskalin und Psilocybin (Magic Mushrooms), die er an seinen Studenten erproben lässt. Fitz hofft, eine Stufe der Karriereleiter bei der Erforschung der neuen Substanzen zu erklimmen. Dem Professor allerdings geht es weniger um Forschung, er erhofft eine neue Gesellschaftsform zu entwickeln, frei von sozialen Zwängen. Es ist die Zeit des Aufbruchs, die Hippiezeit, junge Menschen wollen sich befreien von gesellschaftlichen Zwängen, haben die Nase voll von Krieg, von gesellschaftlicher Ungleichheit und Rassismus es ist die Zeit von Jazz und Rockmusik, die Zeit der Frauenbewegung – es ist die Zeit des Aufbegehrens und sich Ausprobierens, Spaß haben am Leben: Sex and Drugs and Rock` n roll. Selbstverständlich eckt Leary im konservativen, strengem Wissenschaftsbetrieb von Harvard schnell an. Als dann noch herauskommt, dass er seine sogenannten Versuche nicht regelkonform randomisiert durchführt, obendrauf nicht ausschließlich Studenten an seinen Studien teilnehmen lässt, wird er vor ein öffentliches Tribunal gestellt – und entlassen. Learys Universitätskarriere ist damit am Ende. 


    «Er wandte den Kopf und starrte sie an, und sie sah, dass seine Pupillen so geweitet waren wie bei den Versuchshunden, von denen er erzählt hatte, so geweitet, dass das Schwarz alle Farbe verdrängt hatte. Normalerweise waren seine Augen karamellbraun, doch jetzt waren sie schwarz, glänzend und schwarz, und das merkte sie sich, damit sie es sich später notieren konnte, und warum verspürte sie mit einem Mal einen Stich im Bauch und musste an Dr. Jekyll und Mr. Hyde denken?»


    Die «Familie» bleibt dem charismatischen Leary treu. In den Ferien fahren sie nach Mexiko und im zweiten Jahr werden ihre ausschweifenden Aktionen auch dort mit Missbilligung betrachtet, die Gruppe wird ausgewiesen. Peggy Hitchcock, eine Anhängerin von Leary stellt der «Familie» eine riesige, versteckte Villa in Millbrook im Staat New York zur Verfügung. Der «innere Kreis» zieht ein und viele Anhänger besuchen die Gruppe für begrenzte Zeit, es werden wilde Drogen-Partys gefeiert. Zunächst genießen sie ihr freies, unverhülltes Leben. Doch immer mehr macht sich die Droge bemerkbar und und der Trug des Freiseins. Denn Offenheit ist nun der Zwang. Je ausschweifender das Leben wird, umso mehr bröckelt die innere Fassade der Gemeinschaft. Neid und Eifersucht breiten sich aus, das Geld wird knapp, denn von nichts kommt nichts. Joanie Loney will aussteigen, will sich retten, ihren Sohn retten – Fitz ist am Ende. Eigentlich passiert nicht viel in diesem Roman, letztendlich ist alles eine Wiederholungsschleife. Und auch ich wollte mich retten, spulte das ein oder andere Mal vor, denn irgendwann wurde es mir ein wenig langweilig. Ich liebe die Romane von T. C. Boyle, und auch dieser ist sprachlich absolut gelungen. Der Trip soll das Bewusstsein erweitern, irgendwann wird man das Licht sehen. Doch nach dem Trip ist nichts, alles ist wie vorher, tagein tagaus, Trip für Trip – das Licht hat bisher nur Leary sehen können, behauptet er zumindest. Es bleibt nichts. Allerdings löst sich die Persönlichkeit bei dem ein oder andern auf – und dann ist da nichts. T. C. Boyle wertet nicht, er berichtet als Beobachter von außen. Und am Ende ist da eben nichts:


    „Scheiß auf Gott“, sagte er. „Gehen wir auf Trip.“  


    Ergänzung: Leary führte auch weiter ein bewegtes Leben, er war eine der wichtigsten Figuren der Hippie-Bewegung. Für die Konservativen war er der Teufel in Person, ein Staatsfeind. Sein Slogan «Turn on, tune in, drop out» wurde von deutschen Hippies frei übersetzt in: «High sein, frei sein, dabei sein.» Leary propagierte nie den unkontrollierten Gebrauch von Drogen wie LSD, sondern bestand darauf, dass ein Sachverständiger jeden auf seinem Trip begleitete. Er starb 1996 in Folge von Prostatakrebs.


    T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, ist der Autor von insgesamt 28 Romanen und Erzählungen, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Bis 2012 lehrte er Creative Writing an der University of Southern California in Los Angeles. 


    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/das-licht-von-t-c-boyle-rezenson.html

  10. Cover des Buches Der Magier (ISBN: 9783257067521)
    Fernando Gomes de Morais

    Der Magier

     (48)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Bis zu einem gewissen Punkt mag ich die Art und Weise wie die Biographie aufgebaut und verfasst wurde, aber sie hat einen pathetischen Charakter, der mir nicht zusagt. Coelhos Jugendjahre sind interessant, verworren und teils voller Zufälle. Für mich wurde es ab dem einsetzenden Erfolg uninteressant, abgesehen von der Bildung von zwischenmenschlichen Beziehungen, denn da hat Coelho so eine Art und auch der Umgang mit Kritik gefällt mir. Das Buch hat an sich gut begonnen, bekommt aber ein schales, abgeschmacktes Ende, schade.
  11. Cover des Buches Der Sohn des Teufels (ISBN: B0091Q1DZU)
    Jonathan Nasaw

    Der Sohn des Teufels

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Alex_Gruber
    Mit "Der Sohn des Teufels" von Jonathan Nasaw hab ich den sechsten und letzten Teil der E. L. Pender Reihe gelesen.
    Dieses Buch wird als sechster Teil abgegeben, ich würde ihn von der zeitlichen Sicht aus jedoch als den ersten ansehen. Denn Pender ist noch im aktiven FBI-Dienst und verheiratet.
    Pender stößt auf Snuff-Videos und findet auch die dafür Verantwortlichen. Doch die Täter selbst kann er nicht mehr verhaften, denn sie bringen sich um. Da gibt es nur noch Luke, den Sohn des Täters. Er hat anscheinend die Kamera geführt. Er wird jedoch nicht ins Gefängnis gesteckt, sondern landet in einer psychiatrischen Einrichtung. Doch es gelingt ihm von dort zu fliehen. Und er will Rache an all denjenigen, die ihn da rein gesteckt haben......

    Auch dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Nach Lukes Kindheit ist es nicht schwer zu verstehen, dass da irgendetwas falsch läuft bei ihm. Und viele Missverständnisse machen es auch nicht leichter.
    Spannung gelingt es dem Autor auch dadurch "Asmador" einzubauen, der echt abgedreht ist.
    Pender hat es echt wieder sehr schwer. Und wie eben immer, muss er sich alleine durch alles kämpfen. Da trifft es sich gut, dass er den Privatdetektiv Epstein begegnet, der ebenfalls nach Luke sucht. Es sieht so aus, als würden sich die beiden gut ergänzen. Aber können sie Luke auch finden?

    Ich war wieder begeistert und finde es schade, dass es nicht noch mehr Teile der Reihe gibt.
  12. Cover des Buches The Long Hard Road Out of Hell (ISBN: 9783854454076)
    Marilyn Manson

    The Long Hard Road Out of Hell

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Die Biographie "The long hard road out of hell" von Marylin Manson hat einen Umfang von 376 Seiten und ist bei Hannibal Verlag erschienen.

    Das Buch ist als Hardcover- und Ebookausgabe erhältlich. Als Hardcover hat das Buch eine schöne Buchdeckelprägung und einen abnehmbaren Umschlag. Die Seiten sind schön robust. Es sind wenige Farbfotos und viele Schwarz-Weiß-Fotos und Illustrationen enthalten.

    Die Biographie von Marylin Manson beschreibt den Weg des braven Schuljungen bis zum Antichristen.

    Das Buch geht von der Kindheit bis zu den Anfängen, wo Mansons Karriere begann und das Album Portrait of an american family und Antichrist Superstar vertont wurden. Ein sehr prägendes Erlebnis und Trauma von Manson ist sein Opa, der heimlich Zoophiliematerial im Keller versteckt und seine perversen Neigungen lebte, die Manson als Kind entdeckte. Ansonsten ist er liebevoll und sehr christlich erzogen worden. Die vielen Illustrationen und Fotos im Buch sind super, obwohl ich mir mehr Bilder in Farbe gewünscht hätte, bin ich trotzdem sehr angetan. Ein wenig enttäuschend find ich, dass man nicht wirklich viel über Marylin Mansons Emotionen und Hintergründe erfährt. Er ist im Buch und vor der Welt der absolute Rebell, der sich gegen die Kirche auflehnt, seine Fangirls ausnutzt und verarscht, Drogen- und Exzesse lebt und allen Perversionen nachgibt. Nebenbei ist er noch knallharter Geschäftsmann. Er hasst sich selbst und wird von Amerika gehasst. Die Ablehnung vieler bekommt er deutlich zu spüren. Er ist und lebt seine Kunst wie kein anderer. Das führt zu vielen Gerüchten und Lügen. Aber was macht das aus ihm? Er hat auch einige traumatische Erlebnisse hinter sich in denen er sich selbst hineinmanövriert hat und er weiß um Lügner und Verräter, aber leider fühl ich mich im Buch Manson nicht so nahe, wie ich es gerne wäre, da er eigentlich nur über das Chaos um sich herum spricht und sich so darstellt, wie die Welt ihn als Antichrist und künstlerische Perversion sehen soll. Aber der wahre Marylin Manson, den hab ich leider im Buch nicht erkannt.

    Fazit: Eine umfangreiche Biographie von der Kindheit bis zu den ersten großen Erfolgen Marylin Mansons. Viele Drogen und Exzesse, zu wenig Einblick in die wahre Seelenwelt des Antichristen. Dennoch einiges an Hintergrundwissen und schöne Fotos, sowie Illustrationen. Leseempfehlung!
  13. Cover des Buches Der Electric Kool-Aid Acid Test (ISBN: 9783453406216)
    Tom Wolfe

    Der Electric Kool-Aid Acid Test

     (22)
    Aktuelle Rezension von: simoncoil

    Tom Wolfe beschreibt mit allen psychedelisch-synästhetischen Details den Werdegang der Merry Pranksters; einer Gruppe, die sich Mitte der 1960er um den Dichter Ken Kesey versammelt und ausgehend von Experimenten mit (damals noch legalen) LSD radikal die amerikanische Lebensweise hinterfragt. Mit einem umgebauten Schulbus, gesteuert von Neal Cassady (der Jack Kerouac als Inspiration für Dean Moriarty und Cody Pomeray diente), reist die Gruppe durch das Land und versucht mithilfe von Kameras ihre Vorstellung in "dem Film" zu manifestieren, wobei "der Film" zugleich eines der zentralen Konzepte der Gruppe wird: Man will nicht im Film der anderen mitspielen und ihren Regeln folgen, sondern selbst beeinflussen, wie sich Situationen entwickeln. Kosmische Zufälle bestätigen wiederholt, dass die Pranksters sich auf dem richtigen Weg befinden; es gibt keine Rückschläge nur Neuorientierungen. Natürlich ergeben sich aus dem auffälligen und auch nicht immer regelkonformen Verhalten der Pranksters schnell Probleme, die unter anderem dazu führen, dass Kesey die USA für eine Weile verlassen muss.

    Neben der direkten Wirkung von LSD auf der Verhalten interessiert sich Wolfe erstens insbesondere für das Verhältnis der Pranksters zu Kesey: Wie es sein kann, dass eine derart anti-autoritär eingestellte Gruppe von Individualisten sich am Ende doch einen Anführer sucht, selbst wenn er immer nur auf indirekte oder sehr subtile Weise auf die anderen einwirkt? (Wolfes These scheint mir zu sein, dass man anhand der Pranksters nachverfolgen kann, wie sich religiöse Gruppe um eine prophetische Gestalt versammeln.) Zweitens stellt sich schon bald die Frage danach, was mit den Ideen der Pranksters passiert, wenn sie zentraler Bestandteil der amerikanischen Gegenkultur werden: Sind Keseys expliziten Absagen an Drogen wirklich die logische Weiterentwicklung, oder sind sie doch eher ein Zugeständnis an die US-Justizbehörden? Was bleibt vom freien Individuum, wenn seine Insignien und Verhaltensweisen Teil der Popkultur werden?

    Insgesamt ist das Buch etwas lang ausgefallen, und die große Anzahl an Personen macht die Lektüre zuweilen etwas schwierig, zumal die Pranksters in der Regel ihre Namen im Verlauf der Handlung ändern, aber zum Glück ist in diesem Fall die deutsche Übersetzung (bis auf einige ganz wenige Missverständnisse) wirklich sehr gut gelungen. Wenn man sich für die Gegenkultur der 1960er (und ihre Probleme) interessiert, sollte man zumindest einmal einen Blick in das Buch werfen.

  14. Cover des Buches Verwobenes Leben (ISBN: 9783550201103)
    Merlin Sheldrake

    Verwobenes Leben

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Irve

    Um es vorwegzunehmen: Dieses Buch wird bei meinen Highlights des Jahres einen der vorderen Ränge einnehmen! Selten habe ich ein Sachbuch gelesen, in dem Wissen fachgerecht, aber leicht verständlich und zudem äußerst unterhaltsam mit viel Raum für Begeisterung und Staunen an den Leser (1) gebracht wird – viele Blicke über den Tellerrand inklusive!


    Der Autor Merlin Sheldrake hat über das Netzwerk der Pilze in Panama dissertiert und kriegt auch weiterhin nicht genug von der Mykologie – dem Bereich des Lebendigen, das bislang überraschend wenig erforscht ist. Seine Faszination teilt er über dieses Buch, in dem er die verschiedensten Pilze mit anderen Themen in Bezug setzt und dabei äußerst Bemerkenswertes in das Rampenlicht zieht. Sheldrake hat intensiv im Bereich der Mykologie recherchiert und viele Forschungsergebnisse, Entdeckungen und auch persönliche Erfahrungen zu diesem großartigen Werk verwoben. Apropos verwoben: Der Titel des Buches ist sehr gut gewählt, denn nicht nur die Pilze selbst sind durch ihre Geflechte in sich selbst verwoben, auch mit anderen Bereichen des Lebendigen verflechten sie sich auf verschiedenen Ebenen zu Symbiose und Co.


    Sein Werk hat Sheldrake „voller Dankbarkeit den Pilzen gewidmet“, von denen er so vieles gelernt habe.


    Dass dieses Buch voller Wertschätzung und Herzblut steckt, liegt also auf der Hand, und Sheldrake hat es geschafft, diese Begeisterung mit mir zu teilen. Ich hoffe, dass nach meinen Worten der ein oder andere auf „Verwobenes Leben“ aufmerksam wird, sodass dem Buch die Aufmerksamkeit zuteil wird, die es verdient hat. Die Rezension ist meinem Bücherblog "Irve liest" entnommen.


    Aber worum genau geht es in diesem „Pilzbuch“?

    Es besteht aus einem Prolog, einer Einleitung, 8 interessanten Kapiteln, die teilweise die Sicht auf einige Dinge verändern könnten, sowie Epilog und sehr umfangreichen Anhang (Danksagungen, Anmerkungen, Register, Bibliografie).

    Die Kapitel widmen sich unter anderem den Themen der Trüffel (und ich dachte, ich wüsste Bescheid), dem großartigen Zusammenwirken von den Pilzen und anderen Bereichen der Natur wie Bäumen oder Algen, aber auch um die halluzinierende Wirkung einiger Arten, oder das absolut beeindruckende „Wood Wide Web“ – tja, es scheint, als habe die Natur diese Art der Kommunikation erfunden und wir sie lediglich stümperhaft mit dem Internet imitiert.


    „Verwobenes Leben“ hat mich sehr neugierig auf die Mykologie gemacht und sollte ich auf adäquat erscheinende Titel treffen, werde ich sicher nicht nein sagen!



  15. Cover des Buches Das also ist mein Leben (ISBN: 9783453425897)
    Stephen Chbosky

    Das also ist mein Leben

     (1.287)
    Aktuelle Rezension von: goldfisch17

    Wieso ich dieses Buch so liebe? Weil mein Leben manchmal so hart ist. Aber lass es Dir Charlie, fünfzehn, in einem seinem Brief an "den Freund" erklären: "Es hat mir nicht wirklich Antworten gebracht, aber es half zu wissen, dass schon einmal jemand so etwas durchgemacht hat. Besonders jemand, der vor so langer Zeit gelebt hat." - S. 185

    "Und ich will, dass du weisst, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer herauszufinden, wie das eigentlich sein kann."

    "Wir nehmen die Liebe an, von der wer glauben, dass wir sie verdienen, Charlie." - S.38

    "Dann wandte ich mich ab und ging auf mein Zimmer und schloss die Tür und legte mir das Kissen auf den Kopf und liess die Stimme alles wieder dorthin räumen wo es hingehörte." - S. 40 

    "Und jetzt muss ich mit Schreiben aufhören, ich bin einfach zu traurig". - S.125

    "Sie sah wirklich traurig aus, und ich wünschte ich hätte etwas tun können, dass es ihr besser ging, aber manchmal kann man das wohl einfach nicht." - S.157

    "Irgendetwas stimmt wirklich nicht mit mir. Und ich habe keine Ahnung was" -  S.185

    "Ich wollte einfach nicht allein sein." - S.199

    "Aber versuche ein Sieb zu sein und kein Schwamm." - S.219

    "Ich würde für dich sterben. Aber ich würde nie für dich leben." -S.224

    "Ich weiss nur noch, dass ich zwischen ihnen herlief und zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl hatte, dazuzugehören. "- S. 262 

    "Und ich war wirklich da. Und das war genug um mich grenzenlos zu fühlen" - S. 282

    Und natürlich nicht zu vergessen, das wunderschöne Gedicht von Dr. Reum:nm

    "Einmal schrieb er ein Gedicht
    auf ein gelbes Blatt mit grünen Linien
    Er nannte es “Chops”
    weil das der Name seines Hundes war
    Und genau darum ging es
    Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
    mit goldenem Sternchen
    Und seine Mutter hängte es an die Küchentür
    und las es seinen Tanten vor
    Das war das Jahr, als Pfarrer Tracy alle Kinder mit in den Zoo mitnahm
    Und im Bus ließ er sie singen
    Und seine kleine Schwester kam zur Welt
    mit winzigen Zehen und ganz ohne Haar
    Und seine Eltern küssten sich oft
    Und das Mädchen um die Ecke schenkte ihm eine Valentinskarte mit ganz vielen X
    und er fragte seinen Vater, was das bedeutete
    Und sein Vater brachte ihn abends immer zu Bett
    Und war immer dafür da

    Einmal schrieb er ein Gedicht
    auf ein weißes Blatt mit blauen Linien
    er nannte es “Herbst”
    weil das der Name der Jahreszeit war
    Und genau darum ging es
    Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
    und bat ihn, etwas leserlicher zu schreiben
    Und seine Mutter hängte es nicht an den Kühlschrank
    wegen der neuen Farbe
    Und die Kinder erzählten ihm
    dasa Pfarrer Tracy Zigarren rauchte
    Und Stummel auf den Kirchenbänken ließ
    Und manchmal brannten sie Löcher hinein
    Das war das Jahr, als seine Schwester ihre Brille bekam
    mit dicken Gläsern und schwarzen Bügeln
    Und das Mädchen um die Ecke lachte
    als er mit ihr den Weihnachtsmann sehen wollte
    Und die Kinder erklärten ihm, wieso
    sich seine Eltern so oft küssten
    Und sein Vater brachte ihn abends nicht mehr zu Bett
    Und sein Vater wurde wütend
    als er deshalb weinte

    Einmal schrieb er ein Gedicht
    auf einen Zettel aus einem Block
    Er nannte es “Unschuld: Eine Frage”
    weil das bei seinem Mädchen die Frage war
    Und genau darum ging es
    Und sein Professor gab ihm eine Eins
    und sah ihn lang und seltsam an
    Und seine Mutter hängte es nie an den Kühlschrank
    weil er es ihr nie zeigte
    Das war das Jahr, als Pfarrer Tracy starb
    Und er vergaß, wie das Ende
    des Glaubensbekenntnisses ging
    Und er erwischte seine Schwester
    wie sie auf der Verande rummachte
    Und seine Eltern küssten sich nie
    oder redeten auch nur
    Und das Mädchen um die Ecke
    trug so viel Make-up
    Dass er kaum Luft bekam beim Küssen
    aber er küsste sie trotzdem
    weil man das halt so tat
    Und um drei Uhr morgens ging er zu Bett
    während sein Vater lauthals schnarchte

    Deshalb versuchte er, auf einer Papiertüte ein Gedicht zu schreiben
    Und er nannte es “Absolut gar nichts”
    Denn genau darum ging es doch
    Und er gab sich selbst eine Eins
    und einen Schnitt in jedes verdammte Handgelenk
    Und hängte es an die Badezimmertür
    weil er diesmal nicht glaubte
    dass er die Küche noch erreichen würde"


  16. Cover des Buches Drop City (ISBN: 9783423146760)
    T. C. Boyle

    Drop City

     (219)
    Aktuelle Rezension von: literat
    In dem Buch geht es um eine Hippie-Kommune, Ende der 60'er, die in Kalifornien ihren Traum von freier Liebe, Toleranz und Friedfertigkeit mit einem gewaltigen Drogenkonsum, lebt. Ihr charismatische Anführer Norm, dem die Ranch gehört auf der sie leben, bekommt aber Probleme mit den Behörden und die Kommune zieht kurzerhand mit einem Traum von naturverbundenem Leben in Alaska, genau dorthin. Sein Onkel besitzt dort nämlich Land und eine Hütte. Drop City zieht mit Sack und Pack und Ziegen in einem Schulbus und 3 Autos nach Alaska um. Parallel wird die Geschichte von Sess und Pamela erzählt, die genau hier bereits leben. Sess hat Pamela per Kontaktanzeige kennengelernt, sie hat inseriert, weil sie aus der Stadt raus wollte und ein naturverbundenes, einsames Leben in der Wildnid führen wollt. Und Bund zieht die Hippiekommune direkt in ihre Nachbarschaft. Ich hatte echt Angst weiterzulesen, weil ich davon ausging, dass das auch der Todesstoß für Sess und Pamela als Paar sei. Aber nein, sie führen ein größtenteils friedliches, ja sogar freundschaftliches Miteienander. Ich mag ja die Sprache des Autors, erinnert mich an Irving, wobei ich aber das Absurde in Irvings Geschichten nicht mag. Es dauert aber etwas bis man in der Geschichte drin ist, über einige langatmige Naturbeschreibungen muss man sich durchlesen und dran bleiben. Aber ich fand die Darstellung der Hippies sehr gut. Sie Predigten die Toleranz und Menschenliebe bis zum Exzess, wenns aber mal hart wird, dann ist sich plötzlich doch wieder jeder sich selbst der Nächste. Und dass es in solchen Zusammanschlüssen auch immer schwarze Schafe gibt, die vorgeben die Weltanschauung zu teilen und aber die Kommune nur ausnutzen, bzw. für ihren Vorteil nutzen, ist auch nachvollziehbar. Für mich später geborene ist es auch kaum nachvollziehbar, dass man sich als junger Mensch so sehr auflehnt, oder auflehnen muss gegen das Establishment und die Eltern-Generation. Da sind wir uns heute ähnlicher. Das Buch ist super, um diese Lebensgefühl der damaligen Hippies nachzuvollziehen, absolut lesenswert!
  17. Cover des Buches Lass mich die Nacht überleben (ISBN: 9783746766409)
    Jörg Böckem

    Lass mich die Nacht überleben

     (67)
    Aktuelle Rezension von: HelgaR
    1. Buch. Habe Jörg Böckem im April 2004 in der Sendung bei "Beckmann" gesehen, in der er das Buch "Lass mich die Nacht überleben" vorgestellt hat und und war einfach fasziniert, von seiner sympathischen Ausstrahlung und seiner offenen Art über sein Leben und den Umgang mit Drogen zu erzählen. Für mich war ganz klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen. Sehr offen und direkt, aber ohne Schnörksel und Mitleidhascherei geschrieben. Eine Geschiche, die einem sehr an die Nieren geht und betroffen macht, aber auch zeigt, wie hilflos man dem eigentlich gegenüber steht. Wie stark einem die Drogen in den Klauen haben und nicht mehr loslassen. Wirklich bewunderswert ist, trotz der Ummengen von Rückfällen die Jörg hatte, dass er immer wieder beruflich seine Leistung erbringen konnte. Ich glaube als Außenstehender kann man sich das gar nicht vorstellen, da kann man nur mehr den Hut davor ziehen. Sehr verwundert hat mich allerdings, dass ein Körper wirklich so viel aushält, das finde ich auch schon sehr außergewöhnlich und bemerkenswert. Daher freut es mich besonders, dass er seit September 2001 clean ist. Ein tolles Buch, das ich nur empfehlen kann. Nachträglich möchte ich noch anmerken, dass Jörg Böckem nun seit Anfang August 2007 seine Hepatitis-C-Therapie nach 48 Wochen erfolgreich abgeschlossen hat. Habe seine Tagebuchaufzeichnungen auf "Spiegel online" mit Interesse verfolgt und freue mich mit ihm, auch wenn es ihn sehr trifft, dass Linda nun auszieht. Ich hoffe sehr, dass er weiterhin durchhält und noch viel Freude und Erfolg im Leben hat. Übrigens ist er im Augenblick, im November 2010, mit Lesungen zu seinem 1. Buch unterwegs.
  18. Cover des Buches Verändere dein Bewusstsein (ISBN: 9783956142888)
    Michael Pollan

    Verändere dein Bewusstsein

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Männer die auf Ziegen starren (ISBN: 9783453434837)
    Jon Ronson

    Männer die auf Ziegen starren

     (5)
    Aktuelle Rezension von: bauerhepeter

     Die „ New Earth  Army „ eine  ernstzunehmende  Alternative in militärischen Auseinandersetzungen in „ Männer .die auf Ziegen starren „  ?.                          

    Als der schreckliche  Vietnamkrieg   1975 endlich sein Ende fand hatten auch die Amerikaner fast 60 00 tote Soldaten und hunderttausende Verletzte und Traumatisierte zu beklagen. Da diese Weltführerschaft anstrebende und  zu dieser Zeit  noch gerne ihre Rolle als Weltpolizist spielende große Nation diese militärisch – politische  Schlappe in  einem doch recht kleinem Dschungelland eingestehen musste , waren kräftige Selbstzweifel im  Aufkommen .Nach dem verheerendem  überraschenden Luftschlag der Japaner auf  Pearl Harbor im Rahmen des zweiten Weltkrieges ein weiterer Schlag für einen am  eigenen  Können und Fähigkeiten zweifelnden Staat ,der sich zudem in  einem Wettlauf  im Militär – und Raumfahrtbereich mit dem damaligen Hauptkonkurrenten .der kommunistischen Sowjetunion befand. Nur der schreckliche terroristische Anschlag  auf das Worldtradecenter , das Sinnbild kapitalistischer  amerikanischer Aktivitäten  und das Pentagon als militärisches Pardon  hatten noch beabsichtigte verheerendere  Folgen  wie  Auswüchse in geheimen Gefängnissen gut zeigen .

    Jon  Ronson  ,ein  britischer  dem Gonzo Journalismus   zu zu ordnender Reporter  , stieß bei Recherchen für  seine Sachbücher auf belegbare Berichte dass es  innerhalb des amerikanischen Militär – und Geheimdienstapparats hauptsächlich durch private Initiativen höherer Ränge nachweisbare Programme und Trainingslager  gab die sich  mit nur schwer begreifbaren paranormalen Phänomen beschäftigten um die zu einem möglichen Kriegsvorteil auszuwerten und dann  vielleicht auch einzusetzen. Es entstand sein Sachbuch DURCH DIE WAND was später die   lockere Vorlage  des Filmes   war .So  machte man Tierversuche hauptsächlich mit Ziegen , bediente sich der Hypnose ,Telephatie und arbeitete an  psychoelektronischen Waffen  wo man versuchte dem Gegner durch schädigende Wellen und Beschallungen  Schaden zu zufügen. Ein Schwerpunkt waren  aber auch Experimente mit Drogen aller Art wie LSD was auch dann in der Verfilmung ein Thema wurde. In der Suche nach menschensparenden Alternativen waren jede Ideen recht denn die  herkömmliche Weiterentwicklung tödlicher Waffe ausgehend von Keule  über Speer Schwert Kugel bis hin zu Agent Orange und Napalm im  Vietnamkrieg erwies sich ja  bekanntlich nicht mehr als erfolgsbringend .Um sein vermeintliches Feindbild zu überlisten  erwies sich  der kriegerische  Mensch seit Bestehen  schon immer als sehr einfallsreich. Ob nun ein  „ Trojanisches Pferd „ zu Einsatz kam oder abgerichtete Delfine Minen an U -Booten anbrachten, Ernten und Schutz durch  Herbizide vernichtet worden ,ABC- Waffen erfunden wurden – der Perversion war noch nie  Grenzen gesetzt ..Der Drohnenkrieg und das Einschleusen von zerstörerischer Computerviren in  Militärsysteme  wie das Atomwaffenprogramm  des Irans sind neuste Stufen dieser Entwicklung

    Heute  dienen diese ehemaligen Trainingscenter der  amerikanischen Terrorbekämpfung und Erkenntnisse sind in  die Foltermethoden zum Beispiel im Irak eingeflossen wie die permanente akustische Beschallung von Inhaftierten. Ernste Themen die trotzdem den Regisseur nicht davon abhielten aus ihm eine unterhaltsame Komödie zu machen die einiges  locker episodenhaft aufgreift vieles abwandelt oder  lustig weiter  spinnt .  Besagter .Produzent betreibt  zusammen mit George Clooney eine Produktionsfirma die sich  für seine Nespressowerbung genauso verantwortlich zeigt  wie für den  Kunstraubfilm  MONUMENTS MEN oder das schwarzweiße Meisterstück GOOD  NIGHT  AND GOOD LUCK über die McCarthy- Ära.

    So ist es auch  naheliegend dass George Clooney  eine Hauptrolle spielt wie Ethan McGregor ( Der Ghostwriter , Young Adam .Star Wars ) der hier unseren Reporter mimt .Der begibt sich in den Irak für eine fette Enthüllungsstory  um  es  sich und  seiner Exfrau .die er an seinen  Chefredakteur verloren hat  nochmal zu  beweisen .Als Kriegsreporter an der Front sieht er sich nicht wird aber dann doch in Schießereien Entführungen und  Minenexplosionen verwickelt denn  er hat   im benachbarten  Kuwait ein ehemaliges   Mitglied    einer geheimnisumwitterten psychologischen Spezialeinheit des amerikanischen Militärs getroffen und sein journalistisches Gespür ist dadurch  geweckt. Dieser   erzählt ihm  Episoden  von damals die  kaum  vorstellbar zu seien scheinen .  Schließlich werden sie durch  amerikanische Hubschrauber  halb verdurstet in der Wüste gerettet und eine  naheliegende Base gebracht  wo sie auf andere ehemalige Mitglieder treffen die anscheinend eine Neuauflage und Fortsetzung dieser verschollenen Einheit  starten und  auch nicht  vor  Folterversuchen an Mensch und Tier zurück schrecken. Dies veranlasst sie zu fliehen um die Sache publik zu machen. Neben den besagten bekannten Gesichtern sind auch noch Jeff Bridges ( The Big Lebowski , True Grit ,Crazy Heart ,King Kong ) der besonders den Hippie und Esoterikanteil der Gruppe verkörpert und Kevin Spacey ( American Beauty . L. A. Confidental ) in  weiteren Rollen zu sehen.

    Der Film ist keine tiefgründig Militärsatire wie Mash von Robert  Altmann  oder das  Buch Catch 22 von  Joseph Heller  sondern eine eher leichte Komödie  die durch die Spielfreude eines Haufen gestandener Schauspieler  denen es reichlich  Spaß macht  sich diesen auf den ersten  Eindruck aberwitzigen kaum zu glaubenden Thema zu nähern , Punkte einsammelt Ein Thema , das schon beim Sichvorstellen schmunzelndes  Erstaunen bei einem hervorrufen kann und uns  nette  93  Minuten beschert ,wenn wir es halt akzeptieren  ,dass keine tiefgründige Handlung da zu sein scheint .Außerdem sollte man  sich von dem  ernstzunehmenden darunterliegenden  wichtigen  Thema lösen können . Wenn nicht sollte man das besagte Sachbuch " DURCH DIE WAND " .Die US-Armee, absurde Experimente und der Krieg gegen den Terror ". vorziehen und auf einen passenden Dokumentarfilm darüber irgendwann mal hoffen Selbstverständlich ist durch die Mitwirkung von  einem sehr politisch engagierten George Clooney  ,besonders im Krisenherd Darfur dafür gesorgt dass einige der Satire und Kritik nahekommende Einschübe zu finden sind. So sind die Akteure auf dem Plakat in  Gefängniskleidung von menschenverachtenden amerikanischen Gefängnissen zu sehen und die umstrittene Rolle von privaten amerikanischen Sicherheitsfirmen im Ausland wird treffend auf die  Spitze getrieben aber dies hält sich trotz einer  Ehe mit einer Menschenrechtsanwältin und einem   Vater im politischen Amt in Grenzen. Es ist  nun mal eine Art Militärkomödie und dies sollte man auch akzeptieren und so annehmen. Viel Spaß dabei.

    Wer das Filmthema grundsätzlich hier bei LB vertiefen möchte darf sich immer  gerne der passenden Gruppe    WIR RATEN FILMZITATE - WIR SIND FILMFREAKS   anschließen.

  20. Cover des Buches Die Kinder von Torremolinos (ISBN: 9783442411375)
    James A. Michener

    Die Kinder von Torremolinos

     (44)
    Aktuelle Rezension von: LindyBooks

    Sie treffen sich in Torremolinos: Junge Menschen aus aller Welt. Sie stehen an einer entscheidenen Wende ihres Lebens. Sie wissen nicht mehr weiter, sie haben Probleme - sie sind auf der Flucht - sie fühlen sich unverstanden und verlassen - sie sind auf der Suche nach etwas Neuem, das ihrem Leben wieder einen Sinn gibt, das sie daseinsberechtigt macht. Die Kinder von Torremolinos sind:

    Joe (20), Student in Kalifornien, schickt dem Staat seine Musterungskarte zurück und beginnt am Neujahrstag 1969 seine Flucht ins Exil, die Reise nach Torremolinos.

    Britta (18), Norwegerin aus Tromsö, flieht aus der finsteren Traumwelt der Polarnächte sonnenhungrig in die Freiheit des ungebundenen Lebens in Torremolinos.

    Monica (17), britische Aristokratin, erlebt in Afrika das Ende der Kolonialwelt ihres Vaters. Sie ist dem Sex und Rauschgift verfallen und schockiert mit ihrer Sinnlichkeit sogar das Dolce vita in Torremolinos.

    Cato (19), Student in Philadelphia, Sohn eines Negerpastors, nimmt an einer bewaffneten Demonstration teil und flieht vor der Polizei mit Hilfe eines Weißen nach Torremolinos.

    Jigal (19), Sohn anglo-amerikanischer Israelis, studiert in den USA. Held im Sechstagekrieg, steht vor der Frage, welches Land er zu seiner Heimat machen soll. Er schiebt die Antwort auf und geht nach Torremolinos.

    Gretchen (21), Amerikanerin deutscher Abstammung, erlebt am eigenem Leib Polizeiwillkür, erkennt die Morbidität der "heilen Welt" der Eltern, kommt auf der Suche nach Besserem, Neuem nach Torremolinos.

    Sie alle sind von daheim geflohen in die Verheißung Torremolinos: In die totale Freiheit, die auch die Freiheit mit einschließt, vor die Hunde zu gehen. Vor der ungemein farbigen Kulisse Südspaniens, inmitten von Unbeschwertheit und Laster einer entfesselten Jugend, treibt es die sechs ihren gemeinsamen Schicksalsweg weiter: In die Beschaulichkeit des portugiesischen Algarve, in die Turbulenz der Stierkampfstadt Pamplona, in die unberührte Wildnis von Mozambique und schließlich nach Marrakesch, dessen orientalischer Rausch traurige Endstation für viele Suchende ist. Und hier, an diesem Punkt, wo höchstes Glück und schauerlichstes Elend den Menschen zugleich umfangen können, endet ihre Reise auf der Suche nach neuen Zielen, neuen Lebensformen, heißt es für sie sich entscheiden oder die Entscheidung aufschieben. Dies ist der Roman, der den Nerv der 60er/70er Jahre trifft; das Buch der jungen Menschen von damals. Kritisch und unsentimental, voller Trauer um das verlorene, voll unbeschwerter Freude auf der Suche nach dem neuen Paradies.

     

    Ein tolles Buch, welches von der ersten bis zur letzten Seite absolut spannend und vielseitig war und sich auch heute noch lohnt, zu lesen! 5 Sterne!

  21. Cover des Buches Einmal durch die Hölle und zurück (ISBN: 9783100039132)
    Josh Bazell

    Einmal durch die Hölle und zurück

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Zeitschnecke
    Wer den  ersten Teil gelesen hat, denkt sich: ich weiß was auf mich zu kommt! Lass mich dir sagen: Nein, weißt du nicht.

    Josh Bazell hat sich selbst übertroffen. Der zweite Roman über Pietro Brown ist was völlig anderes, klar gibt es Fußnoten (ich glaube ja er liebt diese ganz besonders :))die auf den ersten Roman verweisen, doch es ist losgelöst voneinander zu betrachten.

    Die Charaktere kommen nicht wieder und wer David Locano ist bekommt jeder schnell mit.
    Der Fall Loch Ness wird nachkonstruiert in einer kleinen Stadt in Minnesota.In den  Borndary Waters wird eine Exkursion mit politischem "Schiedsrichter" angeleiert, um endlich zu klären gibt es das Ungeheuer oder ist es bloß ein großer Schwindel?
    Es ist eine spannende Reise durch die Politik und Gesellschaft Amerikas.

    Josh Bazell nimmt einen  mit in seinem gewohnt leichten Schreibstil den ich am Liebsten von morgens bis abends lesen möchte und wahrscheinlich immer noch nicht genug davon hätte.
    Ich sage vielen Dank für dieses großartige Buch und ich wünsche allen große Lesefreude.
  22. Cover des Buches Den Kopf aufbrechen (ISBN: 9783442216536)
    Daniel Pinchbeck

    Den Kopf aufbrechen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Kaivai
    " Man muß gründlich forschen und das Unvorstellbare glauben,um die neuen Wahrheitsspuren zu entdecken,die in einem Ozean der Bedeutungslosigkeit umhertreiben." (Joseph Conrad) Mit diesem Vorwort beginnt die Reise eines New Yorker Journalisten mitten hinein in das Herz der Finsternis.Daniel Pinchbek ist Materialist mit rationaler Sicht auf die Wirklichkeit und ohne religiösen Glauben.Ein Mann von heute.Lebendig an ihm ist seine Neugier.Ein Thema packt ihn und er wills wissen: warum sind Psychedelika bei schamanistischen Stammesgesellschaften so hoch geschätzt,in unserer Kultur dagegen verteufelt.Um das zu erfahren erforscht Pinchbek die Welt der haluzinogenen Drogen,erst theoretisch via Internet,dann praktisch indem er die weltweit verstreuten Nutzer aufsucht und sich dort die unterschiedlichsten Psychedelika einverleibt.Was dann passiert ist die Geschichte einer Verwandlung, die Welt zerfällt in eine Geisterwelt,feurig spukend bricht der Kopf auf.David Pinchbek gelingt es,seine Erlebnisse,die ihm in einem kaum mitteilbaren Weltinnenraum geschehen,so zu erzählen,daß ich ihm folge,ohne zu zweifeln.Selbst als es haarsträubend wird und er von einem Trip nicht runterkommt,die Geisterwelt in seinen Alltag hineinträgt,schildert er keine Fantasy,sondern genau das was sich in solch einem Fall abspielt: unheimliche Gefühle verzahnen sich in sinnvolle Zufälle und spalten die gewohnte Welt.Aus dem Spalt kriechen lauter unvorstellbare Bedeutungen.Ein umstürzender Spiegel hat dann einen bestimmten Sinn und ein Käfer im Besteckkasten ist ein Seelenvogel.Einer rationalen Kultur ist das natürlich ganz fremd,doch "in schamanistischen Kulturen gelten Synchronizitäten einhellig als Zeichen,daß man sich auf dem richtigen Weg befindet." Am Ende seiner Recherche sehen wir den Autor genau dort,auf wackligen Beinen,doch mit wackerem Mut: "Ja freilich ist es lächerlich,aber hier kommt es: Ich hatte eine klassische spirituelle Erweckung;sie wurde katalysiert durch den Gebrauch von Psychedelika,jener unterdrückten Chemikalien,die die zerschlagenen Hoffnungen einer gescheiterten Ära symbolisieren.Ich bin ein >verrückter Narrihnen<,denjenigen,mit denen diese Welt nichts mehr zu tun haben will,deren Visionen man mit Spott,Verwerfung oder Angst begegnet.Und ich fühle mich deswegen innerlich viel wohler."
  23. Cover des Buches Angst und Schrecken in Las Vegas (ISBN: 9783641102517)
    Hunter S. Thompson

    Angst und Schrecken in Las Vegas

     (160)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Das Buch könnte tatsächlich als Abschreckung dienen, aber ich musste über einige Schilderungen eher lachen. Geschilderte Drogeneinflüsse haben mich immer eher kalt gelassen. Hier ist das Interessante, dass es sich nicht ewig zieht, sondern sehr komprimiert daherkommt. Deshalb war manches auch sehr verwirrend und lässt sich, denke ich, fast besser filmisch umsetzen als in Buchform. 
    Wer die 60er nicht mehr kennt, versteht vielleicht nicht alles, aber ich denke, das tut dem Buch im Ganzen keinen Abbruch. Wer Lust auf einen zweitägigen Drogentrip ohne Nachwirkungen hat, sollte hier mal reinschauen.
  24. Cover des Buches Bis die Nacht ihr Auge öffnet (ISBN: 9783885091639)
    Gerd Flügel

    Bis die Nacht ihr Auge öffnet

     (8)
    Aktuelle Rezension von: dieschmitt

    Zum Inhalt:

    Ein Hippie in einem Gefängnis in Marokko. Er ist auf der Suche nach Intensität, nach Fühlen und „dem“ Bewusstseinszustand. Er leidet unter Halluzinationen. Seine Träume haben ihn dahin gebracht wo er jetzt ist. Und auf dem Weg dorthin ist vieles passiert. Helfen ihm seine Träume in der jetzigen Situation? Wie geht er damit um umgeben von der Gefahr durch islamistische Muslime? Welche Fragen beschäftigen einen im Leben? Und wovon hängt die Antwort auf diese Fragen ab?

     

    Meine Meinung:

    Ich bin nicht ganz einfach in das Buch gekommen, da ich den Schreibstil nicht ganz leicht zu lesen fand. Einmal in diesen eingefunden, fiel es mir aber leichter. Das Buch setzt sich aus den Erlebissen im Gefängnis und den Rückblicken auf das Leben zusammen.

    Der Gefangene erzählt sein Leben, was immer wieder von Halluzinationen unterbrochen wird.

     

    Wie ich den Hauptcharakter finden soll, weiß ich noch nicht genau. Denn einerseits kann ich seine Gedankengänge gut nachvollziehen und mich so in ihn hineinversetzen. Auf der anderen Seite verwirren mich seine Gedankengänge auch wieder. Ich fand es interessant an der Seite von Hendrik seine Erlebnisse im Gefängnis miterleben zu dürfen und seinen Gedankengängen zu folgen, die teilweise doch um einiges anders sind als meine.

     

    Wenn ich eine ganze zeitlang nicht wusste wohin mich das Buch bringt, hat sich dies am Ende geklärt. Ein interessanter Perspektivwechsel und ein interessantes Buch. Defintiv mal was anderes.

     

    Fazit:

    Die Suche nach dem Sinn des Lebens mal anders. Eintauchen in die bunte Drogenwelt – ohne Nebenwirkungen

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