Bücher mit dem Tag "lucan"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lucan" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches Geliebte der Nacht (ISBN: 9783802581304)
    Lara Adrian

    Geliebte der Nacht

     (1.255)
    Aktuelle Rezension von: cecesbuchpalast

    Wer kennt sie nicht, die gängigen Klischees von Vampirromanen? Allerdings finde ich immer mehr Bücher, die von den traditionellen Vampiren abweichen. Zum einen wäre da die Black Dagger Reihe, zum anderen sind da die Midnight Breed Bücher. Tatsächlich habe ich im ersten Band ein paar Ähnlichkeiten entdeckt, was aber keineswegs gestört hat.

    In Geliebte der Nacht gibt es die Vampire (unter ihnen die Gen-Eins Vampire), die Rogues und die Stammesgefährtinnen). Dies hat nichts mehr mit den Vampiren zu tun, von denen ein Biss oder deren Gift reicht, um einen Menschen zu verwandeln und das gefällt mir besonders gut.

    Gabrielle Maxwell ist eine Figur, die sich von nichts und niemanden unterkriegen lässt. Lucan Thorne hingegen hat einen inneren Kampf auszutragen, den er langsam zu verlieren glaubt. Die beiden Figuren waren mir direkt sympathisch und die Erzählung konnte mich sehr gut mitreißen. Was dann aber doch ein wenig klischeehaft war, war das anfängliche Interesse der beiden Protagonisten. Aber ein wenig Klischee schadet ja nie.

    Es gibt einen Punkt weniger, weil ich manche Formulierungen too much fand und mich das Buch zwar gut unterhalten hat, aber nicht herausragend war, weil eben auch eine Ähnlichkeit zu den Black Dagger Büchern bestand. Aber ich gebe dem Buch 4/ 5 ⭐️ und eine Leseempfehlung, wenn man erotische Fantasyromane mag.

  2. Cover des Buches Geweihte des Todes (ISBN: 9783802583834)
    Lara Adrian

    Geweihte des Todes

     (505)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Der achte Band der Reihe schliesst handlungsmäßig unmittelbar an die Handlung des vorhergehenden Bandes an. Das gilt inhaltlich ebenso, der Spannungsbogen ist zwar nicht durchgängig, aber doch höher als in den vorherigen Bänden.

    Natürlich strotzt das Buch wieder von Kampfgetümmel und blutigen Auseinandersetzungen. Dazu kommt eine schöne Liebesgeschichte (wie gehabt) und eine gehörige Portion Erotik.

    Ein guter, unterhaltsamer Band der reihe der Lust auf das nächste Buch macht.

  3. Cover des Buches Gefangene des Blutes (ISBN: 9783802581311)
    Lara Adrian

    Gefangene des Blutes

     (982)
    Aktuelle Rezension von: cecesbuchpalast

    Ich finde es wirklich interessant, aus wie vielen Sichten man die Geschehnisse zu lesen bekommt. Es ist jedoch keineswegs verwirrend, sondern unterhaltsam. Mir gefällt es, dass das Hauptaugenmerk zwar auf Dante und Tess liegt, diese Figuren aber dennoch nicht zu stark dominieren.

    Ich muss sagen, dass ich ab und an meine Schwierigkeiten mit der Rollenverteilung habe. Die Männer sind starke Krieger, die losziehen und die Welt retten, während die Frauen zu Hause hocken und auf sie warten. Aber dann rufe ich mir ins Gedächtnis, dass es sich halt um eine Vampirgeschichte handelt und wenn man sie mit bspw. Black Dagger vergleicht, es scheinbar normal ist, also sehe darüber mal hinweg.

    Tess an sich gefällt mir richtig gut. Sie ist stark, auch wenn sie vor ihrer Vergangenheit wegläuft und ab und an mal naiv ist. Dennoch mag ich die Figur wirklich gern.

    Dann gibt es da Dante. Ich finde es klasse, wie er sich im Laufe der Geschichte ändert und was er bereit ist, für Tess zu geben.

    Die beiden harmonieren so schön miteinander und das ist es, was mich wirklich angesprochen hat. Ihre Liebe entsteht nicht auf den ersten Blick, sondern entwickelt sich nach und nach, aber dennoch mit einer glaubwürdigen Geschwindigkeit.

    Die Liebesgeschichte und auch die Nebenhandlungen konnten mich überzeugen und auch sehr gut unterhalten, weshalb das Buch 5/5 ⭐️von mir erhält.

  4. Cover des Buches Gezeichnete des Schicksals (ISBN: 9783802583209)
    Lara Adrian

    Gezeichnete des Schicksals

     (574)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung kann der Leser hier auf der Buchseite erhaschen. Meine persönliche Meinung: 

    Dieser siebte Band der Reihe bietet gegenüber den Vorgängerbänden wenig Überraschung: Wieder geht es heftig "zur Sache",sowohl was das Thema Action angeht, als auch in Sachen Liebe und Erotik. Letztendlich bleibt das Konzept immer gleich - in jedem Band findet ein männlicher "Topf" sein weibliches "Deckelchen".

    Natürlich müssen bis zum unvermeidbaren Happy End erst noch einige Schwierigkeiten überwunden werden, weil einerseits auf den heldenhaften Vampirmann brutale, bitterböse Feinde warten, die es zu besiegen gilt und andererseits das Weibchen sich erst daran gewöhnen muss, dass es Monster gibt - und ihr Auserwählter aus ihrer Sicht selbst ein solches (wenn auch gutes) ist.

    Nun ja, immerhin wird das alles in ansprechender Sprache dargeboten und reizvoll aufgelockert durch eine ganze Reihe von schönen erotischen Passagen. 

  5. Cover des Buches Geschöpf der Finsternis (ISBN: 9783802581328)
    Lara Adrian

    Geschöpf der Finsternis

     (880)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Geschöpf der Finsternis" von Lara Adrian ist der dritte Band ihrer "Midnight Breed" Reihe. Es geht um Elise, die Rache an den Vampiren nehmen will, die für ihren schweren Verlust verantwortlich sind. Sie ist zwar ein Mensch, aber dank ihrer Fähigkeiten, kann sie diese auf ihre Art und Weise durchführen. Dennoch braucht sie auch die Hilfe von Tegan...

    Ich finde, dass die Bücher von Band zu Band einfach besser werden. Klar, es gibt wieder mal ein paar Dinge, die mich erneut etwas nervten, aber ich hatte meinen Lesespaß. Ich mag solch "lockere" Literatur echt gerne mal lesen...vor allem, wenn es stressig ist und da sind die Bücher von Adrian echt ideal.

    Die Geschichte von Elise und Tegan ist von Anfang bis Ende spannend und mitunter auch sehr emotional geworden. Elise hat im Vorband einen schweren Schicksalsschlag erlitten und das merkt man eindeutig. Sie ist voller Zorn und will sich natürlich rächen. Aber gleichzeitig laucht sie sich und ihren Körper dermaßen aus, dass sie schnell an ihre Grenzen stößt.

    Sie tat mir einfach nur Leid. Ich konnte ihren Schmerz und ihren Verlust so sehr nachempfinden und manchmal hätte ich einfach nur weinen können. Klingt vielleicht banal, aber ich bin sehr emotional in solchen Dingen. Adrian beschrieb Elise sehr authentisch und auch ihre Liebesgeschichte mit Tegan wurde richtig ausbalanciert. Sie ging nicht zu schnell und wirkte manchmal etwas schmerzvoll. Da wurde nicht alles rosarot, nur weil ein starker Kerl vorbeikam...oh nein. Sie hatten ihre Probleme und ihre Ängste. Aber ich fand die Romanze zwischen Tegan und Elise wirklich sehr schön.

    Natürlich kommen auch wieder die Kämpfe zwischen dem Orden und ihren Gegnern vor und ich fand es derweilen auch recht spannend und interessant, aber ich muss auch sagen, dass sie wieder einmal zu kurz kamen. Es wurden immer wieder ein paar kurze Szenen eingeworfen und am Ende gab es den großen Showdown. Alles in allem ganz nett, aber es harmonierte eben nicht so schön mit der Liebes-/Rachegeschichte.

    Die Charaktere gefielen mir wieder sehr gut. Klar, sie sind jetzt nicht mega tiefgründig, aber ich mochte sie sehr. Die Krieger sind wieder typisch ruppig und übelst männlich *leichtes Augenrollen*, aber genau das mag ich...diese Welt, wo die Kerle natürlich extrem...naja...männlich sind, teils richtig arschig und durch eine Frau ihre weichen Züge entdecken. Es passt hier einfach rein, da Adrian es mit einem gewissen Charme und einem Augenwinkern beschrieb.

    Elise und Tegan fand ich klasse. Sie ist einerseits sehr durch ihren Verlust gezeichnet und dementprechend trauert sie auch, aber sie nutze ihre Wut und Verzweiflung, um das richtige zu tun. Ich mochte ihre Stärke und ihren Mut. Es gab zwar auch Situationen, wo ich nur den Kopf über Aktionen schütteln konnte, aber irgendwie verstand ich es auch. 

    Tegan ist bisher der kühlste und unfreundlichste der Krieger, die ich in der Reihe kennengelernt habe. Rau, ruppig und augenscheinlich einfach ein Arschloch. Aber selbst in solchen Momenten fand ich, dass das alles nur Schein war. Denn eigentlich ist er ein e´sehr sensibler Kerl, der sich so sehr um Elise umsorgte. 

    Den Schreibstil mag ich ansich sehr gerne. Er ist sehr flüssig und spannend. Es gibt nur eine Sache, die mich aber dann schon stört. Manchmal gab es Sätze, die so extrem verschachtelt waren, dass ich sie teils mehrmals lesen musste, um zu verstehen, was gemeint ist. Vor allem wurden es so komisch formuliert, dass es einfach nur schräg wirkte. 

    Fazit:

    Ein toller Band, der mehr als die obligatorischen Kämpfe des Ordens bot. Elise und Tegan haben so eine schöne Liebesgeschichte, dass mich auch die paar Längen und ein, zwei "Macken" nicht stören. Ich hatte meinen Lesespaß und das zählt für mich mehr. Von mir gibt es:

    5 von 5 Sterne

  6. Cover des Buches Gebieterin der Dunkelheit (ISBN: 9783802581731)
    Lara Adrian

    Gebieterin der Dunkelheit

     (782)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Als ich das erste Mal die Geschichte von Dylan und Rio gelesen habe, war ich nicht sonderlich begeistert. Zwar weiß ich nicht mehr genau, was mich daran störte, aber nach guten 8 Jahren sollte das auch kein Wunder sein. Ich weiß nur noch, dass ich es langweilig fand.

    Da ich die Reihe nun re-reade war ich sehr gespannt darauf, wie mir der vierte Band der "Midnight Breed" Reihe gefallen würde. Zwar finde ich die Geschichte nicht ganz ausgeglichen und es läuft wieder nach Schema F ab, aber dennoch konnte sie mich durch ihren Charme und ihre Charaktere überzeugen.

    Vor allem Rios Hintergrundgeschichte fesselte mich sehr und gebannt las ich die Seiten über seine Herkunft und seine Beziehung zu Eva. Zwar geriet mitunter dadurch mal wieder die Action etwas zu sehr in den Hintergrund, aber es gefiel mir sehr, wie viel sich Adrian damit beschäftigte.

    Neue Bedrohungen, neue Geheimnisse und mal wieder die üblichen Fortzeleien zwischen den Kriegern unterhielten mich von Anfang bis Ende. Die Kämpfe des Ordens gerieten ein wenig in den Hintergrund und zum Ende erschien es mir, als sei auch Adrian dies wieder eingefallen, da sie auf einmal das Tempo so sehr anzog, dass es mir beinahe zu viel war...zumal sich alles irgendwie dann ganz fix von selbst ergab. Aber dennoch hatte ich meinen Spaß an allem.

    Die Liebesgeschichte zwischen Dylan und Rio war sehr schön. Beide hatten ihre Päckchen und Narben zu tragen und taten einander so gut. Manchmal ging es mir etwas zu fix zu mit den beiden, aber das ist jetzt nur mein Empfinden. Ich meine....er ist ja nicht nur wegen den körperlichen Wunden traumatisiert, auch der Verrat von Eva hat ihm ganz schön zugesetzt und dafür, dass er meinte, er könne nie wieder einer Frau vertrauen, lässt er sich sehr schnell auf Dylan ein und geht mit ihr ja auch zum Äußersten. Irgendwie ist das ja klar, dass das passiert, aber mir fehlte da etwas das Authentische.

    Der Schreibstil ließ sich wieder weitesgehend recht flüssig und fix lesen. Nur manchmal gab es etwas sehr komisch gestaltete Sätze, die erst beim dritten oder vierten Mal lesen einen Sinn ergaben und das störte so manches Mal meinen Lesefluss. 

    Bewertung:

    Klar, es ist alles nach Schema F und die Kämpfe des Ordens gehen wieder mal etwas unter, aber dafür entschädigt Adrian mit einer spannenden Hintergrundgeschichte zu Rio, einem doch ganz süßen Pärchen und allerhand Charme. Von mir gibt es:

    4 von 5 Sterne

  7. Cover des Buches Vertraute der Sehnsucht (ISBN: 9783802588846)
    Lara Adrian

    Vertraute der Sehnsucht

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Nachdem Band 10 mit einem deutlichen Finale zu Ende gegangen ist, musste für dieses Buch hier ein neues Szenario herhalten. Das war nach 10 Vorgängerbänden mit immer ganz ähnlichem Handlungsinhalt auch nötig.

    Leider ist im Wesentlichem alles geblieben wie es war mit Ausnahme der handelnden Figuren - hier ist jetzt eine neue Generation zuständig. Neu ist auch, dass die nicht menschlichen Wesen jetzt nicht mehr im Verborgenen leben, sondern die Welt ihre Existenz - nicht ohne andauernde Konflikte - zur Kenntnis genommen hat. Das Grundprinzip von einer bedrohlichen Situation, die viel Kampfgetümmel nötig macht, in Verbindung mit einer Liebesgeschichte ist aber völlig unverändert. Das mag zwar immer noch gut unterhalten, ist aber langsam auch etwas arg eintönig.

    Neben den neuen Figuren bleiben auch die alten Protagonisten präsent was den Überblick erschwert - es sind für meinen Geschmack ein paar Figuren zu viel. Dass man sich bei einem Vampir-Fantasy-Roman von jeglichem Realismus verabschieden muss, ist mir völlig klar. Trotzdem habe ich diesmal einige Passagen denn doch als etwas weit hergeholt empfunden. 

  8. Cover des Buches Gesandte des Zwielichts (ISBN: 9783802581861)
    Lara Adrian

    Gesandte des Zwielichts

     (633)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite erhaschen - oder sich anhand der vielen Vor-Rezensionen informieren. Meine persönliche Meinung:

    Nachdem fast 5 Jahre vergangen sind seit ich die  vorherigen Bände gelesen habe (die mir seinerzeit gut bis sehr gut gefallen haben) ging ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch heran. 

    Leider wurden meine Erwartungen nicht so recht erfüllt. Zwar konnte ich mich nach einiger Zeit wieder in das Rahmengeschehen einfinden, habe aber irgendwie die Verbindung verloren. Die Protagonisten kamen mir sehr schemenhaft und klischeebehaftet vor und das Umfeld diffus. Einige Handlungsstränge waren mir zu überzogen dargestellt und die flachen Dialoge konnten mich auch nicht "vom Hocker reißen". 

    Einziger Lichtblick waren die recht anregend gestalteten erotischen Passagen. 

    Ich werde in absehbarer Zeit noch einen weiteren Band versuchen um festzustellen, ob die alte Begeisterung neu erweckt werden kann oder nicht.

  9. Cover des Buches Gejagte der Dämmerung (ISBN: 9783802583841)
    Lara Adrian

    Gejagte der Dämmerung

     (431)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das zu erwartende Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:

    Der neunte Band der Reihe "Midnight Breed" kann als einer der Höhepunkte der Reihe gelten. Dieses Buch schliesst von der Handlung her unmittelbar an das Geschehen des vorherigen Bandes an, lediglich geht es diesmal um zwei andere Haupt-Protagonisten. So ist nunmal das Konzept der Autorin - in jedem Band findet ein anderer "Topf sein Deckelchen".

    Im vorliegenden Band hat die Autorin nicht an Dramatik gespart und auch das Wirrwarr der Gefühle nimmt einen prominenten Anteil ein. Natürlich fehlt jede Menge Kampfgetümmel nicht, aber auch Verrat und Enttäuschungen gibt es zuhauf. Dazu kommt noch der übliche Anteil sehr ansprechender erotischer Passagen.

    Das Buch endet zwar für die Haupt-Protagonisten erwartungsgemäß, aber von der Handlung her mit einem deutlichen "Cliffhanger". Wer also wissen will, wie es weitergeht, kommt um den Folgeband nicht herum....!

  10. Cover des Buches Gefährtin der Schatten (ISBN: 9783802581854)
    Lara Adrian

    Gefährtin der Schatten

     (719)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Gefährtin der Schatten" ist der mittlerweile 6. Band der "Midnight Breed" Reihe und gehört definitiv zu meinen Lieblingen.

    Zwar gibt es natürlich ein paar kleinere Schwächen und so manches Klischee darf nicht fehlen, aber sie störten mich nicht und ich habe die Geschichte von Renata und Niko praktisch weggeatmet.

    Der Anfang las sich etwas zäh und irgendwie brauchte ich einfach länger, um in die Geschichte reinzukommen, aber danach konnte ich es praktisch nicht mehr weglegen.

    Es fesselte mich sehr und meine üblichen Kritikpunkte ließ die Autorin gar nicht erst aufkommen, denn von Anfang bis Ende war es eine sehr spannende und rasante Geschichte, die mich stets fesselte und bestens unterhielt.

    Das lag eben nicht nur an der tollen Geschichte, die auch mal neue Seiten von Adrians Vampirwelt. Die dunklen Häfen, Drogos und die Erschaffung einer neuen Bedrohung. Die Autorin schafft es wunderbar, ihrer Welt immer neue Facetten abzugewinnen und mich als Leser bei der Stange zu halten.

    Klar, es ist manchmal etwas klischeehaft und hat seine ein, zwei Längen, aber ihr toller Stil macht das wieder wett. Er ist sehr flüssig und locker lesbar, bietet viel Humor und Sinnlichkeit, die nie zu viel ist. Einzigst manch schräge Satzkombination riss mich aus meinem Lesefluss.

    Und auch die Charaktere gefielen mir wieder super. Ich mochte Renatas vielschichtigen und interessantenCharakter. Sie ist nicht nur taff und kämpferisch, sondern auch sanft und fürsorglich.

    Niko konnte ich ebenfalls gut leiden, weil er zwar auch wieder der typische Macho war, aber oftmals seine eigenen Gedanken und Werte hinterfragte. Klar, dass er als Ordenskrieger eine Kampfmaschine war, aber dachte zuerst nach und handelte erst.

    Ihre Liebesgeschichte gefällt mir bis jetzt echt am besten, weil sie sehr sinnlich und überraschend, aber auch sanft und spannend ist. Ich fand es super, dass es nicht von jetzt auf gleich mit ihnen losging, sondern sich erst Vertrauen zwischen Renata und Niko aufbaute.

    Fazit:

    Eine sehr schöne Geschichte, die mich bestens unterhielt und von Anfang bis Ende spannend war. Das Pärchen ist echt klasse und ihre Liebesgeschichte las sich explosiv. Ich hoffe, dass auch die weiteren Bücher mich so gut unterhalten können. Von mir gibt es:

    5 von 5 Stern


  11. Cover des Buches Broken Puppet - Elite Kings Club (ISBN: 9783736308404)
    Amo Jones

    Broken Puppet - Elite Kings Club

     (106)
    Aktuelle Rezension von: autumn_girl

    Buch: Broken Puppet (Band 2)

    Reihe: Elite Kings Club

    Autorin: Amo Jones 

    ~

    Cover: Farblich passend zu den anderen Teilen. Gibt die Stimmung im Buch sehr gut wieder. Dunkel und mystisch.

    ~

    Lieblingszitat: 《Jedes Mal, wenn du mir so in die Augen siehst, stiehlt du mir ein Stück meiner Seele.》~Madison (Seite 187)

    ~

    Story: Madison ist auf der Suche nach Antworten auf ihre Millionen Fragen. Wenn eine beantwortet wird - immer mühsam, denn keiner will wirklich den Mund aufmachen und mit Halbwahrheiten findet sie sich nicht ab, sodass sie auf eigene Faust loszieht, was ihr viele Probleme einbringt-, kommen zehn neue auf. 

    Wir Leser bekommen tieferen Einblick in ihre -in Band 1 angedeutete- schreckliche Vergangenheit durch Flashbacks, wo es mir an manchen Stellen kalt den Rücken herunterlief. Es war mysteriös und man tappte als Leser bis zum Ende völlig im Nebel. Einfach unbeschreiblich, was ihr in jungen Jahren wiederfahren ist und ihr Mauer, mit der sie sich emotional davor geschützt hat, wird durch eine Konfrontation, niedergerissen.

    ~.

    Protagonisten: Madison Montgomery scheint auf den ersten Blick eine starke und taffe Person zu sein. Aber innerlich ist sie verletzlich und kämpft mich sich selbst und zweifelt an der Welt um sich herum, die ihr immer noch ein Mysterium ist. Im Verlauf der Story macht sie eine große Wendung und entwickelt sich merklich weiter, was mir in Band 1 gefehlt hat. Sie versucht, halt bei den Leuten zu finden, die sie eigentlich erst in das ganze hineingezogen haben. Grade, wenn sie denkt, sie hätte die neu aufgedeckten Geheimnisse halbwegs verarbeitet, passiert es wieder und werfen sie erneut aus der Bahn. 

    Halt findet sie immer mehr bei Bishop Hayes, der wie wir aus Band 1 wissen, ihr love Interest ist. Diese toxische Beziehung, die nie so richtig zu funktionieren scheint, wird zumindest ein Hauch enger und somit auch explosiver. Nach wie vor schlagen sie sich eher die Köpfe ein, anstatt normal miteinander zu reden. Aber was in diesem Buch ist schon normal?

    Und endlich bekommen wir einen kleinen Einblick in Bishops Gefühlswelt, denn es gibt kleine Momente, die Amo Jones schafft, damit die Beziehung zwischen ihnen etwas aufblühen lässt: 《[...]Bis ich dir begegnet bin, hatte ich nichts zu verlieren. Ich kann mir keine Schäche leisten. Nicht in diesem Leben.》               《Naja, vielleicht begegnen wir uns ja in einem anderen Leben wieder, und dann kann ich mehr für dich sein als nur eine Schwäche.》(S.99)

    Das Miteinander ist schwer und explosiv, aber das Ohneeinander ist noch viel schwieriger. 

    Ich bin gespannt, wie sich die Beziehung in Band 3 entwickelt.

    Nate, der in Band 1 immer wieder auftaucht und verhältnismäßig eine große Rolle spielt, ist hier größten Teils unbedeutend. Ausgenommen die Badszene, wo Madison endlich im Bezug auf ihre Gefühle ihm gegenüber Klartext spricht. 

    Auch Brantley bekommt durch Madisons Flashbacks ein bisschen mehr Platz in diesem Buch, als die anderen Nebencharaktere und es kommen Geheimnisse ans Licht, über die man unbedingt mehr erfahren wollte und möchte. 

    ~

    Schreibstil: Amo Jones schreibt schön flüssig, sodass man leicht reinkommt und durch das Buch fliegt. Sie baut mit ihren Worten Spannung auf und erzeugt mystische Stimmung, passend zu den Geheimnissen rund um den Club. Andererseits gab es auch lustige Passagen, die die Geschichte aufgelockert haben und ihr Platz zum atmen ließ.

    ~

    Kritik: Eher ein langweiliger und vorhersehbarer Anfang, als hätte die Autorin zwischen Band 1 und Band 2 keine Pause eingelegt und einfach weitergeschrieben. Nach ungefähr fünfzig Seiten wurde es besser und es kam endlich das, worauf ich schon die ganze Zeit gewartet hatte: Ich wurde in die Geschichte gezogen und ich konnte einfach nicht mehr aufhören. Es wurde von Seite zu Seite spannender und ich fieberte mit Madison mit.                                                         Der Knoten scheint bei der Autorin geplatzt zu sein! 

    Madisons Verhalten war an manchen Stellen z.B mit Nate oder ihr Verhalten auf den Parties, etwas gewöhnungsbedürftig, da es aber zu ihrer Art gehört, kann ich da auch mal ein Auge zudrücken.

    Das Buch war für meine Geschmack mir etwas zu kurz. Da hätte doch lieber Band 1 kürzer ausfallen sollen. Ein Kapitel mehr mit Madison und Bishop hätte mich sehr gefreut und hätte auch ihrer Beziehung gut getan.

    ~

    Fazit: Super spannendes Buch mit Überraschungsmomenten, die ich wirklich nicht kommen gesehen hatte und die ganze Reihe in eine andere -positive- Richtung gelenkt haben. 

    Und dann kam das Ende und es hat mich völlig aus den Socken gerissen. Es hat viele -wenn auch nicht alle- Teile zusammengefügt. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gelesen und auch nicht in dem Maß erwartet. 

    Ich freue mich nun auf den letzten Teil und hoffe, die Puzzleteile fügen sich endlich zusammen. 

    ~

    Bewertung: 🦄🦄🦄🦄/🦄🦄🦄🦄🦄




  12. Cover des Buches Erwählte der Ewigkeit (ISBN: 9783802583858)
    Lara Adrian

    Erwählte der Ewigkeit

     (344)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite erhaschen. Meine persönliche Meinung:

    Dieser zehnte Band der Reihe schliesst von der Handlung her unmittelbar an den Vorgängerband an.Es gibt daher ein willkommenes Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Figuren, wenngleich diesmal ein anderes Paar zueinander finden muss. Natürlich geht das nicht ohne diverse haarsträubende Komplikationen ab und auch an Kampfgetümmel wird nicht gespart. Gleiches gilt für die wieder gut präsente erotische Komponente.

    Irgendwie bietet dieser Band gewaltige Umwälzungen, die in nicht weniger als Gefahr für den Weiterbestand der gesamten Welt münden. Für meinen Geschmack insgesamt etwas zu dick aufgetragen....! Gleichzeitig mutet das Buch an wie ein Abschlussband für die Reihe. Was es ja bekanntermaßen nicht ist...!

    Dunja, schauen wir mal wie es weitergeht....!


  13. Cover des Buches Kiss of Midnight (ISBN: 0553589377)
    Lara Adrian

    Kiss of Midnight

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain


    Das Leben der jungen Fotografin Gabrielle ändert sich unbemerkt, als sie dem mysteriösen (und natürlich unglaublich gut aussehenden) Lucan Thorne begegnet.



    Nachdem man die ersten 100 Seiten sinnloses Rumgenudel überstanden hat, und etwas Handlung ins Spiel kommt, erhält man ein spannendes, erotisches und spaßiges Buch.
  14. Cover des Buches Dunkle Erinnerung (ISBN: 9783802582677)
    Lynn Viehl

    Dunkle Erinnerung

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte2007
    Darum geht es (Klappentext):

    Die Mordkommissarin Samantha Brown ist eine toughe und erfolgreiche Polizistin. Sie verfolgt einen psychisch gestörten Mörder, und der einzige Hinweis auf seine Identität ist ein mittelalterliches Kreuz, in das der Name „Lucan“ eingraviert ist. Genau so heißt der Besitzer eines neu eröffneten Nachtclubs, der sich in der Nähe des Tatorts befindet. Doch als Samantha gegen Lucan zu ermitteln beginnt, muss sie feststellen, dass sein düsterer Charme ein tiefes Verlangen in ihr weckt. Was Samantha nicht ahnt: Lucan ist ein Vampir. Und er erkennt in der hübschen Kommissarin die Reinkarnation seiner ersten großen Liebe.

    Meine Meinung:

    Ich habe schon die ersten beiden Bände sehr gerne gelesen und auch dieser hat mir wieder gut gefallen.
    Sam war eine tolle Protagonistin, die es durchaus mit Lucan aufnehmen konnte. Sir war stark, hatte es nicht leicht im Leben und tritt dennoch für ihre Meinung ein. Lucan fand ich schon zuvor sehr interessant und faszinierend. Besonders gut fand ich, dass wir nun mehr von ihm kennen und hinter seine Fassade schauen konnten.
    Die Handlung war wieder sehr abwechslungsreich, was überwiegend auch an den wechselnden Perspektiven lag. John, Richard und Co. waren wieder gut ausgearbeitet und ich bin schon gespannt, was noch so alles in den nächsten Bänden passieren wird. Eine gute Ausgangslage ist auf jeden Fall gegeben. Ein bisschen schade fand ich die Umsetzung des Showdowns. Die Ereignisse überschlugen sich, dennoch hätte man noch mehr aus der Situation herausholen können.
    Insgesamt bin ich jedoch zufrieden und freue mich schon auf den nächsten Teil...
  15. Cover des Buches Lucans "Bellum Civile": Zwischen epischer Tradition und ästhetischer Innovation (Beitrage Zur Altertumskunde) (ISBN: 9783110229486)

    Lucans "Bellum Civile": Zwischen epischer Tradition und ästhetischer Innovation (Beitrage Zur Altertumskunde)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Sind es nun abgehackte Glieder, die sich weiterbewegen, oder ist es eine Frauenfigur (Julia), die Emotionalität und Tradition in den "Bügerkrieg" bringt: die verschiedensten Aspekte müssen wir uns klarmachen, wenn wir Lucan lesen wollen.


    11 Autoren versuchen mit 11 Kurzkapiteln in dieser Aufsatzsammlung "Lucan's >Bellum Civile<. Between Epic Tradition and Aesthetic Innovation" (2010), der von Nicola Hömke und Christiane Reitz herausgegeben wurde, unseren Blick auf das Epos von Lucan zu schärfen. Dies soll geschehen, indem sie aufzeigen, wie und wo sich Lucan zwischen literarischen Gattungstraditionen und ästhetischer Neuheit bewegt. Soviel verrät euch wohl auch bereits der Titel. ;D


    Der uns bereits bekannte Frederick Ahl (ich müsste hier bereits über seine ältere und umfassende Einführung zu Lucan geschrieben haben) schreibt hier ("Quintilian and Lucan"; S. 1-15) beispielsweise über Lucans Erwähnung bei Quintilian. Dieser hat nämlich die Poesie des Lucan mit der des Kaisers Commodus verglichen. Aus der Bearbeitung dieses Themas zieht Ahl dann Schlüsse auf die kaiserkritische Konnotation des "Bürgerkriegs".

    Eine weitere bekannte Persönlichkeit, die hier wiederholt zu Wort kommt, ist Claudia Wiener, die bereits in ihrem Buch "Stoische Doktrin in römischer Belletristik" über den Stoizismus bei Lucan schrieb (ich denke, über dieses Buch müsste ich hier ebenfalls einen Kommentar geschrieben haben). In ihrem lockeren und humorvollen Aufsatz "Stoische Erneuerung der epischen Tradition - Der Bürgerkrieg als Schicksal und die Entscheidungsfreiheit zum Verbrechen" (S. 155-173) argumentiert sie selbstbezeichnend als "mutig[er] und langweiliger Philologe" (S. 155) für eine stoische Lesart Lucans.

    Eine Person, die auf interressante Art die Balance zwischen Tradition und Innovation herrstellt, sei Pompeius' verstorbene Frau Julia (Lisa Sannicandro: "Ut generos soceris mediae iunxere Sabinae: Die Gestelt Julias in der Pharsalia Lukans", S. 39-52). Denn Julia, die zugleich auch die Tochter Caesars war, werde von Lucan mit den Sabinerinnen verglichen, die in alter Vorzeit schon einmal einen Bürgerkrieg in Rom verhindert haben sollen. Andererseits bringe sie durch ihre Eifersucht und Vorausdeutung auf schlimme künftige Ereignisse elegische Elemente in das Epos.

    Scaeva hingegen, der General Caesars, ist geprägt von einem wertenden Paradoxon. Diesem hat sich Nicola Hömke, eine der Herausgeberinnen, in einem Aufsatz gewidmet ("Bit by Bit Towards Death - Lucan's Scaeva and the Aesthetisization of Dying", S. 91-104) und zeigt an diesem auf, wie Lucan das tugendhafte Verhalten (= "virtus") mit dem rechtmäßigen Handeln (= "ius") in Gegensatz setzt. Denn zweifelsfrei verhalte sich Scaeva in der Schlacht tugendhaft, doch könne es schon allein durch die Tatsache, dass er in einem Bürgerkrieg kämpfe, nicht rechtens sein.

    In einer Mittlerstellung sieht der Autor Alessandro Rolim de Moura die Reden in Lucans Werk, die einerseits in einem Dialog miteinanderstehen können, obwohl die Redenhalter überhaupt nicht in Kontakt stehen, und die andererseits eine Reaktion des Erzählers hervorrufen können ("Lucan 7: Speeches at War", S. 71-90).



    Zuletzt will ich euch noch abschließend vom letzten und (auch methodisch) interessantesten Aufsatz berichten ("... und es bewegt sich doch! Der Automatismus des abgehackten Gliedes", S. 175-190). Hier stellt Martin Dinter die exzessive Darstellung von Zerhackungen bei Lucan in einen gattungshistorischen und inhaltlichen Bedeutungskontext. In einer längeren Reihe von Autoren, bei denen das Abhacken bestimmter Körperteile eine Rolle spielte, zeigt Dinter diese Erscheinungsform auf und will sie als Motiv verstanden wissen, was er mMn auch erreicht. Denn während das Abhacken von Gliedern bereits in den homerischen Epen vorkam und den Ruhm der Abhacker erhöhte und bei Ovids Philomela-Mythos eine breite Bedeutungsvielfalt erlangte, wird das Abhacken bei Lucan so symbolisch, dass nicht mehr ganz klar ist, wozu eigentlich. Oftmals wird für eine Übertreibung im Sinne eines Raradoxons plädiert, um Lucan das Paradoxe am Bürgerkrieg hervorheben zu lassen, wobei Dinter hier noch die alternative Lesung als kriegsverweigernde Dekonstruktion von Heldentum in den Raum stellt.







    Besonders interessant sind alle diese Aufsätze nicht unbedingt (außer evtl. die von Dinter und Sannicandro). In der Rückschau habe ich das Gefühl, dass man bei Lucan schon sehr genau hinschauen muss, um interessante Aspekte zu finden. Vllt. habt ihr in meinen Kommentar zu Lucans "Bürgerkrieg" selbst reingelesen, dann wird euch aufgefallen sein, dass ich auch so schon nicht unbedingt sein größter Fan bin. Diese Aufsätze zeigen eine hochspezialisierte Forschung zu diesem römischen Autor, die sich (mMn !) unfassbar weit von einer allg. Lesbarkeit entfernt hat. Denn auch bzgl. des literarischen Anspruchs sticht keiner der Aufsätze wirklich heraus. Doch was ich auf keinen Fall verleugnen will, ist umfassende die Interpretationsarbeit, die detaillierte Werkkenntnis und die intertextuelle Quellenarbeit (zzgl. zB noch Quintilian, Vergil, Ovid, etc.) der Autoren.






    Im Kontrast dazu habe ich noch das Buch "Ideology in Cold Blood" von Shadi Bartsch im Hinterkopf, in dem die Autorin das Problem, wie ich denke, so löste, dass eine interessante Lesart mit literarischem Anspruch und einigen modernen Zeitbezügen verband.
  16. Cover des Buches Geliebte der Nacht (ISBN: 9783866108325)
    Lara Adrian

    Geliebte der Nacht

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Mariesche
    Das Hörbuch ist wirklich empfehlenswert. Die Story ist sehr fesselnd auch wenn man relativ schnell weiß wo die Reise hingeht. Auch wenn Vampirbücher schon lange nicht mehr auf meiner Liste stehen fand ich hier die Vampire und wie sie leben mal etwas anders als sonst.
    Der Sprecher ist sehr gut nur spricht er den Namen Lucan mit K aus. Das störte mich irgendwie. Würde das "Luschan" ausprechen. Trotzdem super Buch!
  17. Cover des Buches Stoische Doktrin in römischer Belletristik: Das Problem von Entscheidungsfreiheit und Determinismus in Senecas Tragödien und Lucans Pharsalia (Beiträge zur Altertumskunde, Band 226) (ISBN: 9783598778384)

    Stoische Doktrin in römischer Belletristik: Das Problem von Entscheidungsfreiheit und Determinismus in Senecas Tragödien und Lucans Pharsalia (Beiträge zur Altertumskunde, Band 226)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Vielleicht macht euch meine Kommentarüberschrift stutzig.

    Das wäre dann auch zurecht ! Denn diese Untersuchung "Stoische Doktrin in römischer Belletristik.


    Das Problem von Entscheidungsfreiheit und Determinismus in Senecas Tragödien und Lucans Pharsalia" von Claudia Wiener (2006) bezieht sich tatsächlich nicht nur auf Lucan, sondern auch auf Seneca. Dass ich nun in meiner Überschrift nur Lucans "Bürgerkrieg" erwähne hat den einfachen Grund, dass ich aus diesem Buch lediglich die Passagen über Lucan gelesen habe. Das sind ausschließlich die beiden Kapitel "Mantik im historischen Epos - Lucans Pharsalia" (S. 131-177) und "Der Kreislauf der Geschichte schließt sich: Lucans zyklisches Geschichtsbild" (S. 179-244).

    Im 1. (gelesenen) Kapitel erarbeitet die Autorin Wiener jegliche mantischen Aspekte (= Wahrsagerei) im Epos Lucans: das sind Orakelbefragungen, Prodigien, Exstasen und anderes. Das 2. (gelesene) Kapitel ist dem scheinbar zyklischen Werden und Vergehen der Geschichte gewidmet, von dem Lucan überzeugt sei. In diesem Sinne sieht Lucan die Entstehung des Prinzipats als Rückfall in die Königszeit und Wiener versucht Lucan in eine zeitgenössische Diskussion um die zyklische Geschichte der frühen Kaiserzeit einzubinden.





    Der Bezug zur stoischen Doktrin bleibt etwas vage, da scheinbar (?) umfassende Kenntnisse dieser philosophischen Richtungen vorausgesetzt werden. Auch in der Einleitung beschäftigt sich die Autorin vielmehr mit dem Forschungsstand und der Forschnungsrichtung.

  18. Cover des Buches Blindes Verlangen (ISBN: 9783802584862)
    Lynn Viehl

    Blindes Verlangen

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Kassilala
    In dem Buch passieren viele Handlungsstränge gleichzeitig bzw nebeneinander, was anfangs sehr verwirrend ist, da einem der Zusammenhang erst am Ende offenbart wird bzw dort alle zusammen laufen. Anfangs wurde man auch sehr in die Geschichte geworfen, sodass es echt verwirrend war, aber mit der Zeit hat man sich reingefunden. Mir haben die witzigen Wortgefechte gut gefallen, auch die Ausarbeitung und Unterschiedlichkeit der Charaktere. Genauso wie das Gerüst der Vergangenheit, dass jeden umgibt und das nach und nach deutlicher bzw erklärt wird. Das Buch konnte mich auch oft überraschen und sehr in den Bann ziehen. Fachbegriffe und medizinische Erklärungen musste ich öfter lesen 😂 aber es hat gezeigt wie sehr sich die Autorin mit der Materie auseinander gesetzt hat, was ich sehr faszinierend fand. Ab und zu waren komische Sätze oder Gedankengänge (oder auch Personen :o), die sehr unlogisch bzw für mich überhaupt nicht nachvollziehbar waren. Und ich fand das sich ein Paar aus einem der Stränge zu schnell verliebt hat, aber wenn es Vampire gibt dann wohl auch Liebespaare nach drei Tagen 😂 An sich war die Geschichte lustig, spannend, packend, überraschend, verwirrend und sehr gefühlvoll. Es war auch vom Schreibstil und der Wortwahl sehr angenehm zu lesen.
    Also schon empfehlenswert 😊
  19. Cover des Buches Midnight Breed - Alles über die Welt von Lara Adrians Stammesvampiren (ISBN: 9783802591280)
    Lara Adrian

    Midnight Breed - Alles über die Welt von Lara Adrians Stammesvampiren

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Rosenmaedchen

    Die Midnight Breed-Reihe von Lara Adrian umfasst mittlerweile 14 Hauptbände und einige Novellen im Universum der Stammesvampire. Zum Ende des ersten großen Handlungsstrangs hin erschien dieses Begleitbuch, was einige Dinge zusammenfassen konnte, aber auch neue Informationen beinhaltete.

    Und dem war auch so, es gab einige tolle, erfrischende Hintergrundinformationen, z.B. über die Heimat der Ältesten und ihre Kultur dort, was man im Verlauf der Reihe nicht erfährt. Auch eine Zusammenfassung der Romane 1-10 fand ich ganz nett, da auch die Gedanken der Autorin zu den Geschichten und zur Entstehung ausschweifend dargelegt wurden.

    Das große Charakterglossar habe ich allerdings teilweise übersprungen, da dort nicht nur die Hauptcharaktere dargestellt wurden, sondern auch sämtliche Nebencharaktere, egal wie groß ihre Rolle im Verlauf der Reihe war und das hat mich dann wirklich nicht mehr interessiert.

    Die Novelle über Gideon und Savannah war spannend – endlich erfährt man mehr über das Traumpaar der Reihe! Doch auch hier ist es eben nur ein kurzer Ausflug und darunter leidet leider auch die Darstellung ihrer Beziehung und das erschaffene Böse – beides viel zu oberflächlich dargestellt. Aber Adrian findet gute Gründe dafür, dass Gideon in der Gegenwart doch so anders ist und handelt als im Jahr 1971.

    Anschließend folgte ein Kapitel über Fragen der Leser an die Autorin und deren Antworten – richtig witzig fand ich es, dass sie teilweise auch die Charaktere direkt hat antworten lassen. Solche Dinge liebe ich ja immer!

    Insgesamt ist das Kompendium ein nettes Beiwerk zur Gesamtreihe und kann sie auch größtenteils mit Informationen bereichern. Für die Zukunft ist es dann auch ein gutes Nachschlagewerk – für Fans also ein Muss!

  20. Cover des Buches Lucan: An Introduction (Cornell Studies in Classical Philology ; V. 39) by Frederick Ahl (1976-04-01) (ISBN: B01A66OX5U)
    Frederick Ahl

    Lucan: An Introduction (Cornell Studies in Classical Philology ; V. 39) by Frederick Ahl (1976-04-01)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Falls ihr schon in andere Rezensionen von mir reingelesen habt, habt ihr evtl. schonmal vom Römer "Lucan" gehört. Er war ein römischer Dichter und evtl. ein Freund des Kaisers Nero (der, der die Stadt Rom 65 nach Christus abgebrannt haben soll). Über andere Personen wissen wir, dass Lucan echt viel geschrieben hat. zB über den Brand in Rom, Briefe, Epigramme, Bühnenstücke und viel mehr. Jedenfalls hat nur ein Werk die letzten 2000 Jahre überstanden: das Epos "der Bürgerkrieg" über den Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius.


    Nun steht das Epos nicht in einem luftleeren Raum, sondern ist zahllosen Einflüssen unterworfen. Das gilt selbstverständlich auch für den Autor selbst. So hat sich beispielsweise eine riesengroße und schon ewig andauernde Diskussion darüber entwickelt, ob Lucan Stoiker ist oder nicht. Eine ähnliche Diskussion gibt es über die Frage, wie Lucan zu Nero stand: Freunde, Feinde, erst das eine, dann das andere ? Mit dem Werk sieht es nicht anders aus. Ich habe das Gefühl bei "dem Bürgerkrieg" gilt die alte Binsenweisheit, dass es so viele Meinungen wie Leser gibt. Wer ist der Protagonist des Epos von den Hauptpersonen (Caesar, Pompeius oder Cato ? Oder etwas Abstraktes wie das Ertragen des Schicksals ? Oder das Ereignis "Bürgerkrieg" ?)? Wieso sind die Hauptpersonen so dargestellt wie sie sind (Caesar als Dämon, Pompeius als Mittler, Cato als übermäßig selbstgerecht ?)? Ist das Werk so, wie wir es haben, abgeschlossen ? Oder fehlt noch das Ende (es wirkt am Ende nämlich etwas abgehackt) ? Falls ja, wo sollte das Ende liegen (nach der Schlacht von Actium 31 v. Chr. ? Catos Tod bei Utica 46 v. Chr. ? An den Iden des März ? Nach der Schlacht von Munda 45 v. Chr. ?)? Kann man die 10 Bücher des Epos als Manifest gegen die Tyrannei lesen ?


    Und das war lediglich ein sehr knapper und unvollständiger Fragenkataog !





    Und an diesem Punkt kommt das Buch hier ins Spiel: "Lucan. An Introduction" (1976) von Frederick Ahl, der viel zu römischen und griechischen Epen und Dramen, aber auch zur römischen und griechischen Geistesgeschichte forschte (hab mal eben auf Wikipedia nachgelesen. Dort hat er einen englischen Eintrag ;D). Nicht dass der Autor Ahl alle Kontroversen, alle Unstimmigkeiten, alle fragwürdigen Themen selbst anspräche und selbst löste (einiges wird man wohl nie mehr zweifelsfrei aufklären können), aber versucht es und spricht unheimlich viel an, sodass man als Person, die Lucan liest, Dinge brücksichtigt, die man sonst nicht erahnt hätte, und sodass man vielleicht mehr versteht. Vielleicht damit man auch versteht, warum man einiges auf eine oder andere Art verstehen kann.



    Folgerichtig beginnt Ahl dann auch nicht mit dem Epos "der Bürgerkrieg", sondern mit dem römischen Autor Lucan ("1. Introduction to the Poet and his Age", S. 17-61). Hier gibt uns Ahl erstmal die Gelegenheit, den Kontext zu erkennen: wer ist Lucan ? Wie steht er zur Gesellschaft und zum Herrschaftssystem seiner Zeit ? Wie sahen er und seine Mitmenschen die Welt ? Wie stand er zum Kaiser Nero ? Und inwiefern ist Lucan beeinflusst von dem ideellen Gegensatz des Republikanismus und der Alleinherrschaft (die aristokratische Republik war evtl. 27. v. Chr. untergegangen. Das Datum ist -wen wunderts ?- umstritten :D) ?

    In dem interessanten und kurzen darauffolgenden Kapitel ("2. The necessary Revolution", S. 62-81) beschreibt Ahl die Neuheiten der KOnzeption des Epos von Lucan. Denn Lucan scheint hier die Partei der gescheiterten Seite (Pompeius und noch mehr Cato) zu ergreifen. Das ist ungewöhnlich und scheint auch Kritik an der jetzigen (= Lucans Zeit) Herrschaftsform zu implizieren. Tatsächlich hatte Lucan ja auch von Nero später den Selbstmordbefehl erhalten. Lucan nimmt also auch Kontroversen in sein Epos mit auf, nämlich welchen Preis (Freiheit) sie für den Frieden (unter einer Tyrannei) bezahlen mussten. So musste (?) Lucan auch den Götterkosmos, der sonst in JEDEM Epos vorkommt komplett streichen. Denn Götter stehen immer auf der Seite der Sieger, da es das Schicksal der Sieger ist zu siegen (das klingt etwas seltsam, aber die siegreiche Seite ist nach römischem Verständnis wohl auch die "richtige" Seite, sonst würde sie nicht siegen).

     Das 3. Kapitel ("3. Sangre y Arena", S. 82-115) ist 2 unterschwelligen, aber präsenten Themen gewidmet: 1. Teilaspekten wie "Afrika", das Fazit zu Curio und "Gladiatorenspiel" und 2. subtile Vergleiche  wie Curio mit Aeneas und Caesar mit Hannibal.

     Das 4. Kapitel ("4. Some Minor Characters of the Pharsalia", S. 116-149) knüpft eng an das vorige an und beschreibt alle Nebencharaktere des Epos. Ihr solltet hier noch im Hinterkopf behalten, dass nicht mal klar ist, wer oder was der Protagonist ist, deswegen ist das hier lediglich ein Hilfskonstrukt. Ich nehme an, dass Ahl deswegen die Nebencharaktere vor den "Protagonisten" behandelt.

    Denn die folgenden 3 Kapitel sind jeweils über die 3 Personen geschrieben, die am häufigsten vorkommen, bzw. am sorgfältigsten ausgearbeitet sind: Pompeius ("5. Pompey", S. 150-189), Caesar ("6. Caesar", S. 190-230) und Cato ("7. Cato", S. 231-279). An Caesar will ich Euch mal ein Kapitel Ahls zu den Protagonisten vorstellen. Ahl hat Caesars Kapitel viergegliedert und somit mehrere Aspekte ausgewählt und ausgearbeitet. Der echte Caesar hat nur wenig mit dem Caesar aus Lucans Epos zu tun. Klar, Lucan wollte schon über DEN Caesar schreiben, aber die Darstellung ist wohl ziemlich realitätsfern, auch wenn die Handlungen und Ereignisse soweit passen. So ist die historische Realität der clementia (= Milde oder Schonung) von Caesar ein Problem für Lucan. Der echte Caesar hatte im echten Bürgerkrieg fast alle seine Gegner und Feinde sehr milde, schonungsvoll, ja freundlich behandelt. Sogar feindliche Befehlshaber, die er gefangen genommen hatte, behandelte er gut und ließ sie frei. Das war recht ungewöhnlich. So hat dann Lucan diese clementia Caesars hier in seinem Epos stark herabgesetzt oder mit bösen Hintergedanken assoziiert. Evtl. ist mein Englisch nicht gut genug, aber ich hatte das Gefühl, dass Ahl ebenfalls eine unnötig schlechte Meinung von Caesar hat. Ahl nennt die clementia von Caesar nämlich "wholesale purge" und "sinister". Hier bin ich mir jedoch nicht sicher.
    Einen weiteren Punkt, den Ahl bzgl. Lucans Caesar noch thematisiert ist die Darstellung von Caesar als übermenschliche kosmische Kraft. Caesar ist bei Lucan beinahe größenwahnsinnig.

    Die letzten 3 Kapitel behandeln noch weitere Einzelfragen, die die Eposkonzeption, den Autor Lucan und das Werk an sich betreffen.

    So kommen im "Bürgerkrieg", das erwähnte ich bereits, keine Götter vor, doch stattdessen gibt es trotzdem göttliche Aspekte, wie das Schicksal und das Glück ("8. Aspects of the Divine", S. 280-305).
     
    Ahl spricht auch noch über die Kontroversen, wie umfassend "der Bürgerkrieg" sein sollte, vorausgetzt, dass er unvollständig ist, und wie er eigentlich zu nennen ist ("9. The Scope and Title of the Epic", S. 306-332) und über die näheren Umstände von Lucan und und dem Publikationsverbot ("Appendix: Lucan and Nero's Ban", S. 333-353).






    Schon rein quantitativ ist das Buch mega umfassend (379 Seiten), obwohl es lediglich eine Einführung ist. Doch das hat schon seinen Grund. Da von Lucan einfach so wenig überliefert ist und man so wenig über ihn weiß, ist einfach sehr viel der Spekulation überlassen. Es gibt einfach Unmengen an Unstimmigkeiten im Buch. Zusätzlich gehört natürlich noch dazu (und das trifft wohl auf die ganze römische Literatur zu), dass das Werk voll ist von Andeutungen, Vergleichen, Parallelen, Erwähnungen, Ereignissen, Personen, Erzählstrukturen, Themen, etc., die für einen Leser, der 2000 Jahre später lebt, einfach nicht mehr nachvollziehbar sind.





    Das Buch hat mir durchaus geholfen, Lucan besser zu verstehen und seinem "Bürgerkrieg" mehr abzugewinnen. Dass ich nicht weiß, was ich von diesem Epos halten soll, wisst ihr vllt. aus meinem Kommentar zur dem Werk selbst.
    Das Englisch ist auch sehr angenehm und lateinische Zitate sind fast immer mit einer Übersetzung angegeben.
  21. Cover des Buches Der letzte Tag (ISBN: 9783748116400)
    Miranda J. Fox

    Der letzte Tag

     (43)
    Aktuelle Rezension von: SanNit
    Anfänglich dachte ich, es wird wieder so eine schöne kleine Liebesgeschichte. Mädchen verliebt sich - Junge unnahbar und etwas düster - bis er einsieht, das auch er nicht anders kann.
    Aber weit gefehlt. Sicherlich ist es am Ende auch eine Liebesgeschichte, allerding nicht so wie gedacht.
    Hier geht es für mich um ein sehr emotionales Thema. Denn auch ich konnte das "warum" nicht beantworten.
    Sehr viel Gefühl, sehr ausführliche Momentaufnahmen. Manche mögen dazu sagen, es zieht sich. Aber ich finde es passt genau.
    Fazit: Genießt jeden Tag, den ihr habt!!!
  22. Cover des Buches Ideology in Cold Blood: A Reading of Lucan's Civil War (ISBN: 9780674005501)
    Shadi Bartsch

    Ideology in Cold Blood: A Reading of Lucan's Civil War

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Von Lucan wissen wir heute fast nichts und von Lucan haben wir heute auch fast nichts (mehr). Nur dieses eine Epos haben wir von ihm: "Bellum Civile" in 10 Büchern.
    Falls Ihr mal in die Verlegenheit kommen solltet, in Lucans "Bürgerkrieg" reinzulesen, werdet ihr schnell merken, dass vieles an diesem Epos ungewöhnlich ist. Aber da uns einfach unglaublich viel vom Kontext und vom Hintergrund fehlt, kann auch unglaublich viel in das Werk hineininterpretiert werden.

    Und einer dieser Versuche, den "Bürgerkrieg" zu verstehen ist eben dieses Bemerkenswerte Buch von Shadi Bartsch "Ideology in cold blood: a reading of Lucan's Civil War" (1997). Der Titel ist hier gewissermaßen Programm.  Denn das Buch soll wohl dazu verleiten, dass wir nach dieser Lektüre NOCHMAL bei Lucan reinlesen und eben die Aspekte, die Bartsch hier anspricht, mit im Hinterkopf behalten. Bartsch präsentiert jedoch keine umfassende Interpretation oder gar Analyse von Lucan, sondern präsentiert uns vielmehr in 5 Kapiteln 5 Gedankengänge, die sie scheinbar zum Werk gehabt hat.
    Ihre interpretatorischen Gedankengänge sind durch ziemlich interessant. Ihr erstes Thema ("ONE. The Subject under Siege", S. 10-47) ist das unklare Verhältnis von Objekten zu Subjekten im Werk Lucans. In zahlreichen Beispielen zeigt sie, dass Lucan das Subjekt als Person auflöst. Dieses Auflösen beinhaltet jedoch nicht nur das sprachliche Vertauschen oder inhaltliche Unklarmachen von Objekt uns Subjekt einer Handlung (was an sich schon interessant genug ist), sondern Lucan stellt die blosse Existenz des persönlichen Subjekts durch das Zerstören des menschlichen Körpers auf grausamste Arten in Frage. Sprachlich und inhaltlich passe das zum Thema: denn beim Bürgerkrieg zerfleischt sich das Subjekt des römischen Staates ebenfalls selbst.
    Diese Übertragung des Widerspruchs in sich beim Ereignis des Bürgerkriegs in die sprachliche und inhaltliche Form des Epos untersucht Bartsch auch noch im 2. Kapitel ("TWO. Paradox, Doubling, and Despair", S. 48-72), wo Bartsch aufzeigt, dass Lucan sein Gedicht mit zahlreichen Paradoxa anreicherte (Verschonung = Strafe zB) und dadurch einfaches und logisches Verständnis von Vorneherein parasitär unterminiert. Und all diese Widersprüche kulminieren in einer Person: Pompeius ("THREE. Pompey as Pivot", S. 73-100). Er ist nicht besser als sein dämonischer Gegner Caesar und doch erhält er die Sympathiebekundungen des Erzählera/Lucans (?). Lucan lässt sich an diesem Punkt durchschimmern, indem er mit zahlreichen Apostrophen Farbe bekennt. Doch macht Lucan uns seinen Protagonisten Pompeius nicht gerade symathisch. Auch wenn wir als Leser Pompeius zu unserem Favoriten erklären, werden wir dennoch immer daran erinnert, dass Pompeius kein Held ist, sondern ebenfalls die Tyrannenherrschaft anstrebte.


    Doch Bartsch lässt ihre Arbeit sich nicht in der blossen Untersuchung des Werkes erschöpfen, sondern stellt zahlreiche Bezüge zur Neuzeit her. Die Auflösung des persönlichen Subjekts kommt aus dem Ereignis des Kriegs an sich und zieht zum Vergleich dafür eine Untersuchung der Effekte des Vietnamskriegs heran (S. 44f.).
    Zur Erforschung des Verhältnisses von zynischer Distanz und intensiver Involvierung zieht Bartsch das philospohische Werk "Contingency, Irony, and Solidarity" von Rorty (1989) heran ("FOUR. The Will to Believe", S. 101-130).
    Das paradoxe Sprachgefüge und die Vermung von Subjekt und Objekt führt Bartsch auf das brutale Grauen des Bürgerkriegs zurück - und vergleicht des mit Nazideutschland und dem Holocaust (S. 66-72).





    Das Buch ist an sich nicht sonderlich lang oder groß. Es hat etwa 220 Seiten, von denen jedoch etwas mehr als 20 die Bibliographie und der Index sind. Von den restlichen 200 Seiten sind allein 50 die angehängten Fussnoten. Die Arbeit war also wohl recht umfassend, die Bartsch in dieses Buch steckte. Es ist tatsächlich vielmehr eine umfassende und echt große Interpretation, bei der einzelne Aspekte in der Vordergrund gerückt wurden und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. In ihrer Methodik und Vorgehensweise ist das Buch äußerst interessant und zeigt, wie viel wir aus dem einen Epos (obwohl wir zum Kontext und zum Autor fast kein Wissen mehr haben) herauslesen KANN. Vieles ist spekulative Interpretation, doch dadurch keinesfalls weniger bemerkenswert. Tatsächlich bin ich selbst mir nicht sicher, ob die Interpretation in diesem Fall nicht zu weit ins Spekulative hineingeht. Bartsch setzt so eine allesumfassende Komposition voraus und scheint hinter allem eine vom Autor intendierte Absicht zu sehen. Doch die Tatsache, dass Lucan viel jünger war, viel weniger Zeit hatte (als zB Vergil oder Ovid) und das Werk auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Schreibprozess unterbrechen musste, macht es mir schwer glaubhaft, dass Lucan alles geplant haben soll.


    ABER. Allein schon die interessante Herangehenswiese Bartsch hat mir die Autorin selbst interessant gemacht. Auch wenn meine Sympathie für Lucan und sein Werk nur ein wenig stieg, werde ich mir die Autorin dieser Interpretation merken und evtl. mal eine andere Arbeit von ihr lesen.



     Ich muss aber auch ehrlicherweise eingestehen, dass mir ihr Englisch etwas schwer viel und ich evtl. nicht jede Nuance richtig verstanden habe und mir evtl. einzelne Gedankengänge nicht klar wurden.
  23. Cover des Buches Die Geliebte des Zeitreisenden (ISBN: 9783492267656)
    Susan Kearney

    Die Geliebte des Zeitreisenden

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Tigerbaer
    Wow, ein spannender und total genialer Einstieg in eine neue Reihe.

    Susan Kearney mischt bekannte Sagen von Artus und den Rittern der Tafelrunde, dem Heiligen Gral, Merlin und Avalon mit futuristischen Elementen, Drachengestaltwandlern, Erotik und viel Action...einfach genial.

    Ich war von der 1. Seite an gefesselt und habe die knapp 400 Seiten in gut 12 Stunden durchgelesen.

    Super Unterhaltung =)
  24. Cover des Buches Ruf der Schatten (ISBN: 9783802587955)
    Lynn Viehl

    Ruf der Schatten

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Claudi76
    Über die Handlung schreibe ich nicht, weil es finde ich den Reiz an der Geschichte nimmt, wenn man vorher schon zu viel von dem weiß was passieren wird.
    Das Cover macht neugierig auf die Geschichte, düster und leidenschaftlich.
    Das Genre beschreibt ganz knapp den Inhalt, völlig ausreichend um das Interesse zu wecken.
    Auch der 6. Teil hat mich wieder richtig gut unterhalten. Wirklich schön finde ich dass, obwohl die 6 Teile der Reihe zusammen hängen, jeder Band seine eigene Geschichte birgt.
    Auch auf die früheren Protagonisten freue ich mich immer wieder. Das gibt der Geschichte einen frischen aber vertrauten Touch.
    Der flüssige Schreibstil, sowie die Spannung und Leidenschaft haben mich das Buch wieder verschlingen lassen. Leider hat meine Reihe mit dem 7. Band angefangen, also muss ich wohl auf den 8. warten.

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