Bücher mit dem Tag "luchs"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "luchs" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (13.993)
    Aktuelle Rezension von: _himexbella_

    Wundervoll, fantastisch, spannend und einfach zu schön! Es ist zwar schon länger her, dass ich die Reihe gelesen habe, aber ich könnte Sie wirklich jederzeit wieder lesen! Ich muss zugeben, dazu habe ich natürlich auch die Filme gesehen, weil mich die Bücher so sehr fasziniert haben!

    Vor Spannung konnte ich gar nicht die Finger von lassen. ૮ ˶ᵔ ᵕ ᵔ˶ ა

    Kann ich nur weiterempfehlen! 

  2. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (852)
    Aktuelle Rezension von: _sternenguckerin_

    Plötzlich ist die Wand da. Sie schneidet die Protagonistin von der ganzen Aussenwelt ab und lässt sie völlig allein zurück. Obwohl: Allein ist sie nie. 

    Luchs ist dabei, der Hund und eine Katze. Schliesslich findet irgendwann eine alleingelassene Kuh zu der Protagonistin und das Leben geht weiter. Das Leben geht weiter, obwohl alle Menschen plötzlich weg sind. Obwohl die Protagonistin auf sich allein gestellt ist. Obwohl das Leben nicht mehr so ist, wie es mal war. 

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ein sehr ergreifender und doch ruhiger Roman mit viel Tiefe. Besonders gefallen hat mir der liebevolle und verständnisvolle Blick der Protagonistin auf die Tierwelt und die Natur. Gerade in dieser Stille, die sich durch die eher eintönige Handlung ergibt liegt wahnsinnig viel Kraft und die zahlreichen unbeantworteten Fragen scheinen vom Leser oder der Leserin wissen zu wollen, was denn im Leben nn wirklich zählt.

  3. Cover des Buches Sengende Nähe (ISBN: 9783802582738)
    Nalini Singh

    Sengende Nähe

     (386)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Mercy und Riley sind wie Katz und Maus oder eher Leopardin und Wolf. Obwohl sie sich ständig streiten ist da auch eine gewisse Anziehung zwischen ihnen und nach und nach kommen sie sich näher.

    Der sechste Teil der Gestaltwandler Reihe hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Anfangs war ich nicht so überzeugt, da ich mit Riley und Mercy nicht so viel anfangen konnte, aber kaum hatte ich die Geschichte angefangen, hatte ich die beiden ins Herz geschlossen.

    Bisher unterhält mich die Reihe bestens und die Hintergrundgeschichte wird von Band zu Band immer spannender.

  4. Cover des Buches Die Mächte der Moria (ISBN: 9783551584281)
    Zoraida Córdova

    Die Mächte der Moria

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    Renata besitzt die Kraft, Erinnerungen zu stehlen und selbst zu behalten. Als ihr Geliebter und Rebellenanführer Dez vom König gefangen genommen wird, spioniert sie verdeckt im Schloss und sucht nach der Waffe, die Moria ihre Kräfte nehmen kann, um den König und seine Anhänger zu vernichten.


    Ein Buch mit diesem wundervollen Klappentext und einem spannenden Magie-Thema sollte eigentlich eine Goldgrube für Fantasy-Liebhaber sein, davon war aber leider nur wenig zu sehen. Es ging schnell los, die Mitte mit knapp 300 Seiten hat sich ewig lang gezogen und der Schluss war überraschend und zieht die ganze Bewertung nach oben. Der Roman behandelt ein sehr simples Thema mit vier verschiedenen und typischen Magiearten und einem Königreich, welches gegen die Magie ist. Ein Krieg zwischen normalen Menschen und magiebegabten Moria ist auch ein normales und oft behandeltes Thema, weshalb ich besonders auf die Umsetzung und Gefühle gespannt war, aber da gab es nicht viel zu sehen.

    Renata ist ein Mädchen mit einer tragischen Vergangenheit, welche sie auch groß zur Schau stellt. Tatsächlich habe ich damit gerechnet und ich habe absolut nichts gegen Personen, die ein wenig Selbstmitleid haben, sich der Vergangenheit aber stellen und dadurch stärker werden, aber eine Entwicklung habe ich bis zum Ende nicht gesehen. Sie ist egoistisch und stur sowie nur an sich und ihren Problemen interessiert. Andere Charaktere wurden kaum angesprochen und nur am Rande erwähnt. Ich verstehe ihre Ablehnung, welche sich auch bewahrheitet und vor allem das Ende ist durch Verrat und Freundschaft geprägt. Dadurch ist vor allem der Anfang sinnvoll und die Gefühle, so wenig und undurchschaubar sie auch waren, kamen bei mir an. Renatas Magie ist eines der wenigen Highlights und auch wenn es mir für sie wegen der Nebenwirkungen leid tut und dafür, dass sie deswegen nur benutzt wird, so feiere ich die Stellen, an denen sie Erinnerungen stiehlt und sich fremde anschaut. Das sind die interessantesten Momente, auch wenn viele Erinnerungsstücke unnötig waren.

    Vor allem aber die Fragmente aus ihrer Vergangenheit waren spannend und nach und nach konnte ich ein vollständiges Bild aufbauen. Diese Suche war super und nur aus diesem Grund ist das Buch so gelungen. Zwar war es ziemlich einseitig und teilweise auch vorhersehbar, aber das Endergebnis hatte es in sich. An sich ist Renata eine der unsympathischsten Protagonisten der Bücherwelt, denn sie versucht sich andauernd zu rechtfertigen und erst zum Schluss konnte ich mich mit ihr anfreunden. Sonst war die Magie halt da, aber sie wurde für meine Verhältnisse zu wenig eingesetzt und es gäbe Unmengen an Stellen, bei der sich Illusionen oder Gefühlsmanipulation sowie Gedankenlesen gelohnt hätte und so vieles hätte man dadurch vereinfachen können. Vielleicht hat die Autorin noch keine großen Erfahrungen mit der Fantasy, aber sie ist auf dem richtigen Weg und wenn im zweiten Band mehr darauf geachtet wird und der Fokus nicht nur konsequent auf Renata liegt, kann der Roman durchaus durchstarten.

    Neben den ehemaligen Teammitgliedern, die ich auch nicht besonders gut leiden kann, spielen noch zwei Männer eine wichtige Rolle: Zum einen Dez und zum anderen der Prinz. Dez fällt einem sofort durch seinen Optimismus auf und die Liebe zwischen ihm und Renata ist echt, aber so ganz bei mir angekommen ist sie nicht. Dafür ging alles zu schnell und es wurde zu kurz beschrieben. Auch wurde die Gefangenschaft im Klappentext anders dargestellt, als es am Ende passiert, denn es kommt zu einem tragischen Ereignis, welches Renata grundlegend beeinflusst. Deswegen kann ich auch ohne Reue sagen, so gefühllos es auch klingen mag, dass mich der Rebellenanführer absolut nicht interessiert und ich ihn relativ schnell abgehakt habe. Faszinierender aber war der kalte, distanzierte und gefährliche Prinz. Irgendwas verbindet ihn mit Renata und am Ende wird auch das aufgelöst. Andere Charaktere, wie der Richter, der König oder Renatas „Diener“ sind halt auch da und geben dem ganzen langsam vorangehenden Plot gewisse Würze.

    Letztendlich geht es hauptsächlich um die Vernichtung des Heilmittels, aber erst am Ende wurde überhaupt herausgefunden, was es genau ist und wo es ist. Bis dahin war es eine längere und beinahe qualvolle Zeit, aber das Ende war mega. Überraschend, unvorhersehbar, spannend und mysteriös. Der Schluss vereint alles, was man im übrigen Roman gern gelesen hätte. Alles kommt anders als gedacht und es werden Geheimnisse gelüftet, von deren Existenz man gar nichts wusste. Einfach nur wow und eine perfekte Grundlage für den zweiten Band. Rasant passierte eins nach dem anderen und nach dem ersten Durchgang musste ich es noch einmal lesen, um wirklich alles zu verstehen. Hier liefert Renata mir zum ersten Mal den Beweis, dass sie das Zeig zur Protagonistin hat und das freut mich riesig. Habe ich die Hoffnung schon aufgegeben, so habe ich sie nach diesen brutalen Wendungen wieder und ich freue mich einfach nur noch auf den zweiten Band.

    Insgesamt lohnt sich das harte Durchkämpfen durch den Mittelteil bis zum langersehnten Ende. Alle Karten werden neu gemischt und ich warte nur noch auf den zweiten Teil, wodurch meine Erwartungen natürlich dementsprechend hoch sind. 

  5. Cover des Buches Versprechen der Dunkelheit (ISBN: 9783736300613)
    Nalini Singh

    Versprechen der Dunkelheit

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Meeehlie

    Der Leopard Bastien Smith wird noch verrückt! Er nimmt seit zwei Wochen die Düfte seiner Gefährtin wahr - doch kann er sie nicht finden! Dann aber ist ihm das Glück hold, und er findet seine Gefährtin. Aber ist sie ein Mensch, oder doch eine Katze? Er jedenfalls hat nur ein Ziel: sie zu der Seinen machen!

    Mit Bastien und Kirby haben wir eine süße kleine Novelle, welche einfach nur zuckersüß ist. Bastien kennen wir ja schon von Mercy her, nun lernen wir ihn näher kennen. Er hat eine Leidenschaft für Finanzen, er macht es einfach gerne. Dazu ist er sehr charmant, hat ab und zu den Schalk im Nacken und ist ein totaler Familienmensch. Wie er sich kümmert, absolut klasse.

    Kirby ist neu in der Stadt und versucht sich einzugewöhnen. Sie ist eine liebevolle, gutmütige, leidenschaftliche Person, welche mit total gut gefallen hat. Sie wirkt ein wenig zurückhaltend und erwartet fast immer alleine zu sein. Kann zudem aber auch sehr frech sein um dagegenzuhalten.

    Die Geschichte war einfach toll. Ein kleiner Lichtblick in dieser schwankenden Zeit. Es geht eigentlich ziemlich relaxed zu, eine Tragödie spielt auch eine Rolle, und natürlich der Paarungstanz. Ich fands einfach schön, herzlich und prickelnd. Eine super Novelle!

  6. Cover des Buches Lea und der Luchs (ISBN: 9783866855632)
    Tanja Wenz

    Lea und der Luchs

     (14)
    Aktuelle Rezension von: MelaKafer

    Lea, ein 14-jähriges kanadisches Mädchen hat endlich Sommerferien. Während sie ihre Schulzeit in einem Internat im Bundesstaat Alberta verbringt, darf sie in den Sommerferien zu ihrem Vater in die Northwest Territories fliegen, wo er als Ranger arbeitet. Doch bei einem schlimmen Unwetter wird sie durch ein herausbrechendes Fenster aus dem Flugzeug gezogen. Gott sei Dank unverletzt, macht sie sich auf den Weg durch die Wildnis Nordkanadas. Sie rettet einem Luchs das Leben und findet in ihm einen treuen Begleiter. Währenddessen starten auch Hilfstrupps, allen voran Leas Vater und ihre beste Freundin Sarah, die sie suchen. Keine leichte Aufgabe in dieser riesigen Wildnis. 

    Tanja Wenz erzählt diese Abenteuergeschichte in einer wunderbar anschaulichen, kindgerechten Sprache und vermittelt dabei ganz nebenbei noch eine Menge interessantes Wissen über das Leben der Inuits, die Gefahren beim Zusammentreffen mit wilden Tieren wie Bären, Wölfen oder Vielfraßen, das Fischen nach der täglichen Nahrung und vieles mehr. Der Spannungsaufbau ist perfekt gelungen und die Geschichte findet eine sehr einfühlsame, aber nie kitschige Auflösung.

    Eine wunderschöne Geschichte über das über sich hinaus wachsen, über Freundschaft, das Loslassen und nicht zuletzt über die atemberaubende Naturlandschaft Kanadas.

  7. Cover des Buches Ayla und der Clan des Bären (ISBN: 3453215257)
    Jean M. Auel

    Ayla und der Clan des Bären

     (346)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Geschafft! Bei diesem Buch bin ich nun wirklich froh, es beendet zu haben. Ich habe es 2010 schon einmal lesen wollen und dann bei 350 Seiten aufgegeben. Dabei ist die Geschichte nicht schlecht, im Gegenteil. Ich finde das Setting total spannend und faszinierend und es interessiert mich auch sehr, wie die Menschen damals gelebt haben (könnten). Aber manchmal war es mir dann zwischendurch immer mal wieder etwas zu langatmig.

    Den zweiten Band möchte ich aber dennoch noch lesen, denn es interessiert mich schon, wie die Geschichte von Ayla weitergeht. 

  8. Cover des Buches Alphaluchs (ISBN: 9783939239055)
    Sandra Henke

    Alphaluchs

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Becky_loves_books
    Cover: Die Cover dieser Reihe sind wirklich toll. Auch dieses hier hat wieder einen erdigen Grundton. Das Bild zeigt eine hübsche blonde Frau und einen Luchs. Beiden scheinen Tränen aus den Augen zu laufen, dadurch wirkt das Bild irgendwie traurig. Mir gefällt es sehr gut!

    Meinung: "Alphaluchs" ist bereits der 3. Band der Alpha-Reihe und dieses Mal geht es um die Protagonisten Luca und Camille. Luca ist Gestaltenwandler - in ihm steckt auch ein Luchs. Dass es in diesem Band wieder eine neue Wer-Spezies gibt, macht die ganze Reihe so großartig, finde ich. In jedem Teil stehen neue Charaktere im Vordergrund, aber die "alten Bekannten" begleiten den Leser weiterhin.
    Anders als in den zwei vorherigen Bänden ist Luca zunächst kein Alpha. Die Autorin hat das Verhalten der Raubkatzen sehr gut eingebaut und umgesetzt, besonders dass Katzen eher Einzelgänger als Rudeltiere sind. Ich, als absoluter Katzenliebhaber, fand die Hauptfigur natürlich klasse.
    Der Plot ist auch wieder spannend gestaltet. Da in Luca eine Killerbestie schlummert und zusätzlich noch andere Feinde das Leben der Werwölfe und Vampire bedrohen, ist die Story die ganze Zeit über abwechslungsreich und nie langweilig. Wie gewohnt gibt es auch eine entsprechende Liebesgeschichte mit prickelnd erotischen Szenen.

    Fazit:
    Mir hat die Fortsetzung ebenso gefallen wie die Vorgänger. Abwechlungs- und temporeich, spannend und erotisch - der Roman bietet bestes Lesevergnügen im paranormalen Bereich.
    Sehr empfehlenswert!
  9. Cover des Buches Die Abschaffung der Arten (ISBN: 9783518461457)
    Dietmar Dath

    Die Abschaffung der Arten

     (56)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Nachdem ich ein, zwei Folgen der Hörspielfassung dieses Buches im Bayerischen Rundfunk gehört hatte, habe habe ich mir eine Ausgabe ausgeliehen, da mich das gehörte sehr erstaunt und ein wenig begeistert hat. Ich glaubte, dass man in der Hörspielfassung wohl sehr vieles herausgelassen habe, da die Geschichte viele Sprünge machte und nicht sehr konsequent erschien. 

    Doch im Buch war dies nicht viel besser. Ehrlich gesagt was es sogar viel, viel schlimmer. Die Hörspielfassung macht vieles erträglicher. Außerdem hebt es den häufig interessanten Klang der Sprache, Namen und Worte hervor, der Dath anscheinend wichtig ist, beim Lesen jedoch nicht in den Vordergrund tritt.


    Ich möchte mich hier nicht über die vielen politischen, mathematischen und philosophischen Ergüsse aufregen, denn diese mögen -- wenn man von ihrer Sinnlosigkeit für den Plot einmal absieht -- tatsächlich mache interessieren. Nur so viel sei dazu gesagt: Wenn man in einem Werk so viel auf die Arbeit Anderer anspielen muss, sollten man sich überlegen, ob man wirklich noch etwas eigenes schreibt. 

    Ich möchte mich viel lieber über die plumpe und spannungslose Erzählweise echauffieren. Dath erschafft eine interessante, wenn auch geübten Science-Fiction-Lesern kaum neue Welt, die jedoch nur in wenig nützlichen Details erklärt wird. Ihre Mechanik selbst wird nicht verständlich, so dass man überhaupt keine Vermutungen anstellen kann, die über die nächsten kleinen Schritte im Plot hinausgehen. Man muss sich ständig fragen, ob getötete Charaktere wirklich tot sind, oder ob nicht auf den nächsten Seite eine neue biotische oder abiotische Technik ins Spiel kommt, die diesen das ewige Leben einhaucht. Der Autor verfällt teilweise in Technobabbel, das einer durchschnittlichen Star Trek TNG-Episode mit Wesley Crusher als Protagonisten die Schamesröte ins Gesicht gestiegen wäre. Er tut dies dabei nie, um zu erklären, wie etwas funktioniert, sonder lediglich genau jene Details zu verschleiern.
    Dies passiert so oft, dass Plot, Charakter und Gesetze der Physik vollständig inkonsistent sind und ständig alles und nichts passieren kann. Dies ist bekanntlich der schwerste und grundlegendste Fehler, den man als Science Fiction-Autor begehen kann. Es wäre befriedigender gewesen, wenn Dath einfach gesagt hätte, es wäre eben alles zauberei.
    Als schlimm empfand ich es auch, dass man über große Teile zu Beginn der Geschichte kein Gefühl für die Zeit bekommt. Äonen, Tage und Sekunden vergehen in gleicher Beschreibung, so das etwas, was gerade passiert ist, vielleicht schon Jahrzehnte zurück liegt.
    Hinzu kommt, dass Dath sich all zu sehr abmüht den Leser zu provozieren. Seine erotischen Szenen erinnern mich jedoch an die unheilige Verschmelzung von Robert Anton Wilson mit dem Furry-Fandom, wobei alle Spielweisen, die dort bereits beschrieben, aufgegriffen werden.

    Schlimmer noch, die gesamte Situation des Experimentum crucis und den Aristoi erinnert verdächtig an W. J. Williams Roman "Aristoi". Es ist wohl nicht ähnlich genug um den Vorwurf eines Plagiats zu erheben, doch der Leser bemerkt schnell, das Dath diesen Roman gelesen und seine Ideen daraus geschöpft haben muss. Da es sich bei Williams' Buch um einen gefeierten Klassiker handelt, ist das schon ein sehr starkes Stück finde ich. Man bemerkt, dass sich das Buch überwiegend an Leser richtet, die keine Science Fiction lesen und darum eventuell denken könnten, Daths Ideen seien etwas neues. Im Übrigen traut sich Williams bei weitem mehr als Dath, wenn es darum geht dem Leser das ungenehm Ungewohnte zuzumuten. Nur, bei Williams wird dies nicht aus dem Willen zur Provokation heraus getan, sonder um die Utopie einer idealen, schrankenlosen Gesellschaft zu beschreiben.

    Allein die Tatsache, dass dieses Werk so abgedruckt wurde, gab mir Anlass zum Nachdenken. Es ist eigentlich ziemlich klar: Das Buch wurde nicht verlegt, weil es gut ist - es liest sich wie das unüberarbeitete Erstlingswerk eines Abiturienten - sonder weil Dath bereits etabliert ist. Ein guter Science-Fiction-Roman ist es auf jeden Fall nicht. Auch was postmoderne Satire angeht, so ziehe ich die Illuminatus!-Triologie diesem Wälzer schon allein aufgrund des geringer erscheinenden Umfangs -- ich habe jetzt nicht nachgemessen -- vor.

  10. Cover des Buches Durchs wilde Deutschland (ISBN: 9783890294155)
    Andreas Kieling

    Durchs wilde Deutschland

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Arbutus
    In locker-flapsiger Sprache, aber immer voller Respekt vor den Wundern der Natur, plaudert Andreas Kieling über seine Abenteuer auf der Suche nach Luchsen, Feldhamstern oder Welsen. Das liest sich erstaunlich kurzweilig, ja, spannend.

    Kieling, ein ehemaliger Jäger, wird auf seiner Foto-Pirsch meist von seiner treuen Jagdhündin Cleo begleitet, oft von Frank, dem Kameramann, manchmal von Erik, seinem Sohn. Irgendwann gesellt sich auch noch Hans Wurst dazu, eine Haselmaus, die Kieling, zwar ökologisch nicht korrekt, aber in einem sympathischen Anflug von Liebe zur Haselmaus an sich, vor einem attackierenden Waldkauz gerettet und gesundgepeppelt hat. Die Dialoge unterwegs gibt er ausführlich in wörtlicher Rede wieder; ob diese wortwörtlich so stattgefunden haben, ist unerheblich, denn es ist eine wunderbar anschauliche Methode, dem Leser nebenbei Fakten zu vermitteln, und es und wirkt weder aufgesetzt noch steif. Auch Hund Cleo ist immer wieder für eine schöne Pointe gut.

    Ich mag diese einfache, unkomplizierte Art zu Schreiben, sehr. Und man erfährt völlig unangestrengt eine Menge Wissenswertes über die heimische Tierwelt. Über die eine oder andere grammatische oder städtebauliche Unkorrektheit (die Porta Nigra würde ich dann doch in Trier lokalisieren und nicht in Aachen) sieht man dabei gerne hinweg. Wenn dann allerdings das insgesamt 2400 Quadratkilometer umfassende Nordseewatt sich in zwei Nationalparks von einmal 4410 Quadratkilometern und zum anderen 3450 Quadratkilometern teilen soll, wünscht man Kieling schon einen Lektor, der rechnen kann.

    Insgesamt finde ich seinen Erzählstil sehr sympathisch und lustig. Wenn es passt, wird auch schon mal die eine oder andere Episode aus dem früheren Leben des Andreas Kieling eingeflochten, oder man erfährt, wie eines Tages während der Kegelrobben-Drehtage dank des Orkans "Friedhelm" an der Küste Helgolands Tausende von Tommy Hilfinger-Schuhen angeschwemmt wurden. Hin und wieder kommentiert er auch schon mal mit einem beeindruckten "Voll schräg." Oder schreibt über die Balzgeräusche männlicher Nachtschwalben: "Das klingt wie eine Mischung aus Kröte und Mofa." Ich mag das.

    Spannend ist die Schilderung der Begegnung mit einem Wilddieb in der Eifel. Von der endlosen Geduld, die man als Tierfilmer aufbringen muss, erzählt vor allem das Kapitel über die Seeadler, ein wenig desillusionierend für den ahnungslosen Tierfilmgucker, aber sympathisch und ehrlich. Am Kapitel über die Wölfe gefällt mir, dass Kieling, obwohl eindeutig Wolfsfreund, verschiedene Problematiken und Meinungen wiedergibt, ohne sich auf die Seite von Fanatisten zu schlagen.

    Hinten im Buch ist als Orientierungshilfe eine Deutschlandkarte abgedruckt, in der kursiv die Gegenden eingezeichnet sind, die Andreas Kieling mit seinem Hund bereist hat.

    Ich habe dieses Buch ausgesprochen gern gelesen. Vielleicht ist es die Kombination aus dem Thema Abenteuer und unserem vermeintlich so langweiligen Deutschland, in dem Abenteuer offensichtlich längst ausgestorben sind (oder eben doch nicht, wie Kieling anschaulich zeigt), die mich so fasziniert. Eine ganz tolle Idee, im Leser auf diese Weise Lust auf seine heimische Natur zu wecken. 
  11. Cover des Buches Die Nussknacker-Bande (ISBN: 9783551316943)
    Lynne Rae Perkins

    Die Nussknacker-Bande

     (23)
    Aktuelle Rezension von: anchel
    Dieses Kinderbuch ist echt schwer einzuordnen. Coverbild und Aufmachung sind sehr schön, aber sprechen wohl eher die Eltern an, für die Kids ist es eher zu kindlich wenn man vergleicht, was sie sonst in dem empfohlenen Lesealter konsumieren.
    Dazu passt es auch, dass es als Vorlesespass angepriesen wird.
    Genau da liegt die Stärke des Buches.
    Ansonsten teilweise schwere Kost für 9 jährige: hehre Dichterworte, der wilde Gesang des Windes...
    Sehr gut passt das Buch in eine Vorleserunde, etwas was auch älteren Kindern die schon Lesen können trotzdem noch gefällt.
    Das Thema selbst mit dem Verlorenen Bruder erinnert an in altes Kinderbuch mit den drei Bärlein, wo auch eines vom Vogel Greif gestohlen wurde.
  12. Cover des Buches Funklerwald (ISBN: 9783841505590)
    Stefanie Taschinski

    Funklerwald

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Almeri

    Henrik hatte sich in den Sommerferien das dicke Fantasybuch gekauft. Nun haben wir es fertig gelesen. Und wir waren mehr als begeistert. Denn schon die Illustrationen  von Verena Körting haben uns zum Lesen in die Fantasygeschichte mitgerissen. Wir haben uns mit den Tierprotagonisten sehr wohl gefühlt. Die Geschichte wurde so fantasyreich geschrieben und dargestellt. Der Schreibstil ist richtig gut zum selber lesen und zum Vorlesen gemacht. Ich, als Mutter, liebe es mit meinem Sohn zusammen Geschichten zu lesen. Man lernt hier in diesem Buch das Zusammenhalten, egal welcher Herkunft man ist. Absolute Leseempfehlung!

  13. Cover des Buches Luchstränen (ISBN: 9783746025049)
    Stefanie Friedl

    Luchstränen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Reinhardt
    Die Geschichte ist absolut fesselnd und hat alles was ein Fantasyroman haben muss. Ein toller Gestaltwandler Roman, der hält was er verspricht. Nur schade das er so schnell zu ende ist.
  14. Cover des Buches Ich bin der Luchs (ISBN: 9783822700327)
    Günter Neidinger

    Ich bin der Luchs

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Gian und Giachen und der Sternschnuppenberg (ISBN: 9783314104374)
    Amélie Jackowski

    Gian und Giachen und der Sternschnuppenberg

     (4)
    Aktuelle Rezension von: I-heart-books
    Die wohl coolsten Steinböcke der Schweiz treiben ihr Unwesen und gehen im zweiten Band der Sache mit der Sternschnuppe nach. Charmante Zeichnungen, lustige Geschichte und der wunderschöne Bündner Dialekt als direkte Konversationsart zwischen den zweien zeichnen dieses Abenteuer aus. Wer die zwei schon aus Schweizer Tourismuswervungen kennt wird das Buch lieben ❤️ Toooooollllllll!!!!
  16. Cover des Buches Bär, Luchs und Wolf (ISBN: 9783440110034)
    Jürgen Heup

    Bär, Luchs und Wolf

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Satariel
    Endlich kommen die Wölfe wieder zu uns! Ein sehr schönes Buch.
  17. Cover des Buches Der Luchs (ISBN: 9783894321772)
    E N Matjuschkin

    Der Luchs

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Stimmen im Wald (ISBN: 9783596193813)
    Ralf Kramp

    Stimmen im Wald

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid_Davis
    Anders als die Herbie-Feldmann-Bücher ist dieser Krimi nicht von der lustigen Sorte, trotzdem hat er mir gut gefallen. Die Eifel-Kleinstadt-Atmosphäre ist schön herausgearbeitet, die Charaktere interessant und der Fall auch verzwickt genug, dass man lange genug herumrätselt, wer's denn nun gewesen ist und warum.
    Mir hat er auch sprachlich gut gefallen. Ralf Kramp kann sehr gut formulieren, und die Atmosphäre, die er schaffen will, dadurch auch sprachlich schön untermauern.
    "Stimmen im Wald" ist der erste Band der Jo-Frings-Reihe, die ich sicher auch weiterlesen werde.
  19. Cover des Buches Auf den Pfaden des Luchses (ISBN: 9783956072338)
    Tanja Mikschi

    Auf den Pfaden des Luchses

     (22)
    Aktuelle Rezension von: hannelore259
    Silas und David werden in der gleichen Nacht in derselben Stadt geboren und doch könnte ihr Leben nicht unterschiedlicher sein.
    David das letzte Kind einer angesehenen weißen Kaufmannsfamilie hat alle Vorzüge, die man haben kann, während Silas, ein Halbblut als Sohn eines Trappers und einer Ojibwe schon früh mit Vorurteilen und Hass konfrontiert wird.
    Doch trotz aller Unterschiede entwickelt sich zwischen den beiden Jungen eine tiefe Freundschaft, die jedoch auf eine harte Probe gestellt wird.
    Nach einem einschneidendem Erlebnis in Silas Leben muß dieser zusammen mit seiner großen Liebe aus seiner Heimat fliehen.
    An dieser Stelle spaltet sich der Erzählstrang in 2 Teile auf.
    Zum Einen folgt man Silas auf seinem langen Weg zu den Cheyenne, die ihn in ihrer Mitte aufnehmen, obwohl sie so ganz anders sind, als das was er kennt.
    Die andere Perspektive zeigt Davids Leben, das von vielen Tiefschlägen gezeichnet ist.
    Es kommt der Punkt an dem das Schicksal die beiden wieder zusammentreibt, doch nichts ist mehr so wie früher.

    Tanja Mikschi hat in ihrem Debüt einen gut recherchierten Roman voller Atmosphäre und Emotion geschaffen.
    In ihrer geradlinigen und doch sehr bildlichen Erzählweise schafft sie eine großartige Kulisse und bringt dem Leser die Lebenweise der verschiedenen Indianerstämmer eindringlich näher.

    Ich muß gestehen, ich hatte mir hier nur eine Abenteuergeschichte mit Unterhaltungsfaktor erhofft, doch bekommen habe ich soviel mehr.
    Dieser historische Roman hatte für jeden etwas dabei und war voll gepackt mit Gefühl, Nostalgie, aber auch Brutalität.
    Was für mich aber bereichernd war, sind die vielen Wissenshappen die die Autorin mit eingebaut hat.
    Das Gelesene hat mich oft schlucken lassen und mir wieder einmal gezeigt, dass Egoismus, gepaart mit Ignoranz und Intoleranz, gefährliche menschliche Charakterzüge sind und die Zeiten überdauern.
    Wenn man wie ich von Gänsehautmomenten überrascht werden möchte, einen leichten Hang zur Romantik hat und sich für die Ureinwohner Amerikas interessiert, sollte man dieses Buch lesen.
    Von mir 5 Sterne.




  20. Cover des Buches Der große Wolfszug (ISBN: 9783442200658)
    Svend Fleuron

    Der große Wolfszug

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Tiergeschichten um Wildtiere von einem in Dänemark offenbar recht bekannten Autor, ua um ein verwaistes Bärenjunges, das von Menschen aufgezogen wird und sich dann doch nach und nach der Natur als Behausung zuwendet. Ganz ok.
  21. Cover des Buches Stahlglatt (ISBN: 9783897053328)
    Martin Conrath

    Stahlglatt

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Weltensturm (ISBN: 9783453525078)
    Scott Westerfeld

    Weltensturm

     (11)
    Aktuelle Rezension von: rallus

    So richtige schöne ausschweifende Space-opera Science Fiction, die in einem Radius von Lichtjahren spielt und mit raffinierten Schlachten garniert ist, dabei aber auch die Charaktere nicht ins Klischeehafte abdriften lässt, (nein ich meine jetzt nicht Star Wars) ist in diesen Tagen leider selten. Vorbei ist die goldene Ära des Genres welches uns so wunderschöne Romane wie die Lensmen-Serie von E.E.Smith, die Foundation Trilogie von Isaac Asimov oder die herrlichen Gemetzel im All des Robert A. Heinleins bescherte. (Nicht missverstehen, Gemetzel im Sinne 'Tötet das Böse'!! :-)) Doch es gibt sie natürlich noch, diese technisch-süffigen Romane, man muss nur etwas suchen. Eine Unart ist es, dieses Genre zu marginalisieren und auf die untere Niveau Ecke herunterzustauchen. Selbst bei Verlegern habe ich doch so manches mal das Gefühl, dass sie sich nicht die Mühe machen, sich ein adäquates Titelbild einfallen zu lassen.

    Alleine wegen des Titelbildes hätte ich diesen Roman nicht in die Hand genommen, aber zum Glück gibt es ja die im Internet aufgeführten Rezensionen und die klangen durchweg positiv, selbst die schlechten. (Die haben das Buch nämlich einfach nicht verstanden)

    Das Buch spielt in der Zukunft, (Jaaa Geil! Da kommen dann auch die schönsten technsichen Errungenschaften vor, die der Autor nicht erklären muss! Ich liiiebe es) die Menschheit hat sich über die Sterne ausgebreitet, es herrscht seit 1600 Jahren ein Kaiser (so manches mal denke ich doch, dass die Aristokratie nicht ausgestorben ist, oder man sich danach sehnt) und die 'unsterblichen' Menschen (nur ein paar wenige kaiserlich Ausgewählte natürlich) sind im Kampf gegen die RIX, die anstelle der Unsterblichkeit und der Individualität, den Tod und ein Verbundbewusstsein (sind das jetzt die bösen Chinesen?!) haben.

    Bei einem Angriff auf den kaiserlichen Planeten Legis XV wird die unsterbliche Schwester des Königs gefangen genommen und ein ungeheuerliches Geheimnis droht enthüllt zu werden. Und dieses Geheimnis gilt es natürlich zu bewahren. Der Kaiser wirft alle Möglichkeiten in den Kampf.

    Das Buch bewegt sich auf drei Ebenen. Ene Ebene besetzt der gerade vom Kaiser ausgezeichnete Captain Laurent Zai, der ein neueres Raumschiff befehligt, welches sich gerade in der Umlaufbahn um Legis XV befindet. Mit Hilfe mikrokleiner Raumschiffe will er und seine Crew die Schwester des Kaisers befreien.

    Die zweite Ebene ist die politische Ebene, Nara Oxham gehört zu den Pinken, die die Unsterblichkeit ablehnen.

    "'Ich habe oft gehört, dass die Pinken für den Tod eintreten. Aber ich habe das für eine Übertreibung gehalten.' 'Es ist keine Übertreibung. Der Tod ist eine zentrale evolutionäre Entwicklung. Tod bedeutet Veränderung und Fortschritt. Unsterblichkeit ist ein die Zivilisation tötendes Konzept."

    Sie ist die Geliebte des Captain Laurent Zai und durch Jahre in der Stasi kann sie mit den Überlichtreisen Laurents mithalten. Denn Politik passiert nicht täglich und die Repräsentanten werden auf 50 Jahre gewählt, haben viel Leerlauf, die sie in der Stasi verbringen. (Praktisch, nicht? Ausgediente Staatsmänner in Stasis zu versetzen und bei Problemen rauszuholen)

    Die dritte Ebene bestreiten eine Rix-Kämpferin und eine Arbeiterin auf Legis XV. Dadurch erfährt der Leser mehr über die Rix Kultur und deren Besonderheiten.

    Diese drei Ebenen werden geschickt und spannend von Westerfeld zusammengeführt, der Leser benötigt eine Weile bis er in die durchaus anspruchsvolle und manches mal, durch technische Beschreibungen garnierte Welt eintaucht. Aber wenn man mal die Komplexität erfährt und versteht, lässt sie einen nicht mehr los und man verflucht die nur 800 Seiten lange Fahrt durch ein intensives Universum.

    Gerade auch die Nebenschauplätze und die Darstellung der Gesellschaft in der Zukunft, bilden eine stabile Basis des Buches. Die Menschheit hat sich durch ihren Wahn nach Perfektionismus selbst steril gemacht:

    "Nach Jahrtausenden fehlgeleiteter genmetischer Manipulation hatte man schließlich den subtilen Streich der Evolution verstanden: Fast keine menschlichen Eigenschaften waren 'verkehrt'. Gene, die eine Krankheit in einem Ambiente verschlimmerten, brachten Widerstandkraft in einem anderen. Wahnsinn war mit Genie verbunden, Passivität mit Geduld. Selbst Nachteile enthielten verborgene Stärken. Unter den wilden, variablen Bedingungen der Sterne stellten die Menschen fest, dass sie größere Vielfalt brauchten, nicht weniger. Und doch war es eine verkleinerte Menschheit, die die irdische Wiege verließ, geschwächte Supermenschen, die nur einem lokalen, fehlerhaften Standard von Überlegenheit entsprachen."

    Am Ende überschlagen sich die Ereignise und Westerfeld hält noch eine Überraschung für uns bereit. Das Geheimnis wird enthüllt und schlägt wie eine Bombe ein, verändert auf einen Schlag die Menschheit. Doch was bleibt sind immer noch die stärksten Gefühle eines Menschen:

    "Und er wollte nach Heimat zurück; nur darauf kam es an. Das war es, was ihn von Anfang an motiviert hatte. Jetzt, da ihm alles andere genommen war - Ehre, Tradition, Souverän und Unsterblichkeit -, blieb ihm nur Liebe, zu der er zurückkehren konnte."

    Schade dass Westerfeld nur diesen einen Science Fiction geschrieben hat, man wird in diesem Genre nur wenig vergleichbares finden.

    Ein SF-Highlight dieses Jahres.

  23. Cover des Buches Neue Wildnis Deutschland (ISBN: 9783799508247)
    Micha Dudek

    Neue Wildnis Deutschland

     (1)
    Aktuelle Rezension von: wolfschwerdt
    Dass Wolf und Luchs auf dem Weg zurück in die einst heimischen Wälder Deutschlands sind, hat sich durch entsprechende Publikationen in der Presse schon herumgesprochen. Und vielleicht wäre dies keine großen Meldungen Wert gewesen, würden gerade an diesen beiden Tierarten nicht auch Interessenskonflikte und Ängste besonders deutlich. Micha Dudek schreibt in „Neue Wildnis Deutschland“ auch über diese Aspekte, aber sein Thema ist viel umfassender. Michael Dudek geht es trotz deutlichem persönlichen Engagements im Artenschutz nicht so sehr um einzelne Tierarten. Als studierter Landschaftsarchitekt und Umweltplaner sieht und vermittelt er die Zusammenhänge, die Wechselwirkungen zwischen Fauna, Flora, Mensch und Umwelt. So ist es für den unbefangenen Leser zunächst wohl recht verblüffend, dass sich Dudek beispielsweise beim Besuch eines Truppenübungsplatzes, wo er eigentlich dem Wiedehopf nachspürt, zunächst ausgerechnet über Ameisen und Ameisenlöwen auslässt. Dabei gehören diese Insekten nicht unbedingt zum Nahrungsrepertiore des Vogels mit der prächtigen Federkrone. Bei dem Thema „Neue Wildnis Deutschland“ geht es aber um Landschaftsentwicklung, um Eingriffe des Menschen in die Natur, um das Zusammenspiel von verschiedenen Tierarten, um die Auswirkungen der Landschaft auf die Tierarten und umgekehrt um die Auswirkungen bestimmter Tierarten auf die Landschaft. Vor diesem Hintergrund ist beispielsweise auch der heute so seltene, früher aber fast allgegenwärtige Wiedehopf zu sehen, an den man in Zusammenhang mit Wildnis in Deutschland sicher ebenso wenig zuerst denkt, wie beispielsweise an den Raben oder den Elch. Aber tatsächlich gehören die letztendlich zwar ausführlich, trotzdem aber nur beispielhaft behandelten Tiere wie der Biber, Ur und Wisent oder Uhu und Wildpferd eben zu sehr ursprünglichen Bewohnern unseres Landes, die inzwischen entweder von alleine oder durch Rückzuchten, Nachzuchten und Auswilderungen in unsere Gefilde zurückkehren. Dies aber eben in dem Maße, wie es der Mensch durch Schutz- oder landschaftsgestalterische Maßnahmen zulässt. Die Zusammenhänge zwischen menschlich, natürlichem Umfeld und Wiederansiedelung oder Populationsaufbau der Wildtierarten sind vielfältig. Und genau das erfährt der Leser im Rahmen der verschiedenen Projekte, die der Autor von Neue Wildnis Deutschland besucht. Aber bevor Dudek seine Rundreise beginnt, beschreibt er zunächst einmal die Umweltbedingungen der Eiszeit, aus der heraus viele der in diesem Buch behandelten Arten entstanden und zu verstehen sind. Mit den Pionieren im Artenschutz, unter anderem Hans Georg Pickers, dem Leiter und Begründer des seinerzeit revolutionären Urwildparks Sababurg stimmt Dudek in die Artenschutzidee ein. Und natürlich ist der Tierpark Sababurg auch eine Station auf Dudeks Rundreise zu Projekten und Reservaten. Zunächst aber beginnt Dudek mit dem Elbebiber, dem Biberlehrpfad und dem Leiter des Arbeitskreises Biberschutz in Schleswig- Holstein. Der Biber, seit dem Mittelalter durch Mönche, aber auch durch Flussbegradigungen und Wasserbaumaßnahmen fast ausgestorben, gehört zu den Landschaftsschöpfern, geradezu zu den Pioniereinheiten des Tierreiches. Dem Biber folgt der Weißstorch, dann das Ur, der Fischotter, der Elch und natürlich der prächtige Wiedehopf. Die Abfolge der Tiere im Buch ist nicht zufällig, sie ist durch die tatsächlichen gegenseitigen Abhängigkeiten geprägt, Abhängigkeiten zwischen Landschaftsgestaltern und Landschaftsnutzern beispielsweise. Und es ist auch kein Zufall, dass erst am Ende des Buches jene Tierarten folgen, die an der Spitze der Nahrungskette stehen, die Eulenvögel, allen voran der Uhu, der wunderschöne Luchs, der hochintelligente Kolkrabe und natürlich der geheimnisvolle Wolf. Nicht nur die verständlich geschriebenen Texte machen das großformatige Buch zu einem Erlebnis, es sind auch die hervorragenden Bilder. Dudek ist nicht nur Landschaftsarchitekt, Umwelt- und Artenschützer und anerkannter Wolfsexperte, er ist auch noch Fotograf. Und so sind die Fotos in dem Buch durchaus etwas besonderes, selbst geschossen oder eben von Dudek mit dem Auge eines Fotografen ausgesucht, bringen sie dem Betrachter die Tiere oft sehr nahe. Etwa, wenn der auf einem Grabstein brütende Uhu, wachsam aber gelassen in das Teleobjektiv blickt oder der mächtige Wisentbulle einem tief und abschätzend in die Augen schaut. Dudek nimmt den Leser mit auf seine Reise zu den Projekten, stellt ihnen die Initiatoren oder Leiter vor und erläutert sozusagen im persönlichen Gespräch die Spezifika sowohl der jeweiligen Tierart, aber auch des jeweiligen Programms und der dazugehörigen Umwelt. Die einzelnen Kapitel, die immer mit einen sehr umfassenden Merkmal-Katalog der ausgewählten Tierart endet, mach Lust darauf, die Projekte auch persönlich kennen zu lernen. Und auch hierfür bietet der Autor schließlich im Anhang unter dem Titel Links und schöne Aussichten jede Menge Informationen. Zu jedem Kapitel, und damit auch zu jedem Projekt findet der Leser hier Anschrift, homepage, Kontaktdaten Öffnungszeiten, weblinks und gegebenenfalls sogar Gastronomieangebote.
  24. Cover des Buches Im Schatten des Luchses. (ISBN: B001TL9EHE)
    Victoria Holt

    Im Schatten des Luchses.

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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