Bücher mit dem Tag "lübeck"
97 Bücher
- Thomas Mann
Buddenbrooks
(2.426)Aktuelle Rezension von: HarryPlotterDie Buddenbrooks ist kein optimistischer Roman. Im Mittelpunkt stehen Johann Buddenbrook und später seine Kinder Thomas und Tony; am Ende bleibt nur noch Hanno. Man erlebt, wie die Familie nicht nur an gesellschaftlichem Ansehen verliert, sondern allmählich zerfällt.
Schon zu Beginn wird deutlich, dass alles auf einen Niedergang hinausläuft. Während sich gesellschaftliche Verhältnisse und Machtstrukturen verändern, versuchen Thomas und Tony, den Namen und die Würde der Familie zu bewahren – doch die neuen Zeiten sind unerbittlich. Viele Nebenfiguren verstärken dieses Bild einer Welt, die zunehmend überholt wirkt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn einige Passagen – besonders um Hanno – etwas schwerfällig waren.
- Anya Omah
Nebelschimmer
(307)Aktuelle Rezension von: JaquelineMIn Band1 hat man ja schon ein wenig was über Calla und ihren Freund Jasper erfahren können.
Eigentlich waren sie das perfekte Traumpaar wo jeder neidisch werden kann.
Und hier bekommen sie ihre eigene Geschichte und ich war mehrmals nur gespannt drauf weil der Klappentext einen sehr neugierig gemacht hat.
Ich will gar nicht sooo viel verraten was passiert, was ich auch besonders toll an dem Buch finde, dass man erst im Verlauf des Buches mit Calla und Jasper zusammen erfährt, was genau zu der Trennung geführt hat.
Mir haben außerdem diese Rückblenden der beiden ganz gut gefallen und auch wie sie immer wieder miteinander kommuniziert haben wenn's Probleme gegeben hat anstatt ein toxisches verhalten an den Tag zu legen 🥰
Das Buch muss man einfach nur lesen 😍
Auch bei Band2 bereue ich es wirklich dass es zu lange auf meinem Sub gelegen hat.
5/5✨
- Mechtild Borrmann
Trümmerkind
(297)Aktuelle Rezension von: Lesekatze22Mechthild Borrmann beschreibt in ihrem Roman "Trümmerkind" die spanndende Lebensgeschichte der Familien Dietz, Anquist u.a.
3 Zeitstränge, die am Ende zusammengeführt werden.
Der Vater wird vermisst, der Sohn Hanno Dietz kämpft im Hamburg der Nachkiegszeit für seine Schwester und Mutter ums Überleben. Seine Mutter hält die Familie mit Schneiderarbeiten über Wasser.
Es ist kalt und es fehlt an Nahrung, ja, eigentlich an allem. Auf einer "Räubertour" treffen Hanno und seine Schwester in der Nähe einer toten Frau auf einen Jungen.
Im Köln der 90er Jahre begibt sich die junge Frau Anna Meerbaum, da ihr Mutter ein großes Geheimnis zu hüten scheint, auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie.
Heinrich Anquist lebt mit seiner Familie in der Uckermark und verliert fast alles, als die Russen näher kommen.
Wer sind wir? Wo liegen unsere Wurzeln?
Eine spannende Geschichte, eingehüllt in einen Kriminalfall.
Man spürt recht schnell, welche Wendung die Geschichte nehmen könnte, doch die authentischen Beschreibungen lassen den Leser gebannt beim Lesen verweilen.
- Derek Meister
Rungholts Ehre
(78)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinMeister hat mit den Büchern um den übergewichtigen Patrizier Rungholt eine sehr unterhaltsame Mittelalter-Krimireihe geschaffen. Mir persönlich gefallen die ersten beiden Bände am besten, da ich großer Fan von Lübeck und der Hanse bin. Teil 3 fand ich aufgrund des Schauplatzes (Süddeutschland) schwach und nicht zur Reihe passend. Teil 4 und 5 gefielen mir wieder. Ich mag historische Romane und Krimis, bei denen ich miträtseln kann. Beide Kriterien sind zu 100 % erfüllt worden.
- Inger-Maria Mahlke
Unsereins
(77)Aktuelle Rezension von: Lesen-LesenInger-Maria Mahlke erzählt die Geschichte der bürgerlichen Familie Lindhorst von 1890 bis 1906 und beschreibt die Lebensumstände und Wichtigkeit der sozialen Stellung in dieser Zeit. In vielen verschiedenen Erzählperspektiven kommen die Familienmitglieder, das Dienstmädchen Ida, der Ratsdiener Isenhagen und noch viele mehr zu Wort und beschreiben ihre Lebenssituation aus ihrer Sicht. Dabei kommt besonders den Frauen eine große Bedeutung zu, obwohl - oder gerade weil - sie um die Jahrhundertwende nicht viel zu sagen hatten. Die Mutter Maria Lindhorst würde man heute als manisch-depressiv bezeichnen, wozu sicher nicht zuletzt die 8 Kinder beigetragen haben, die ihren Körper und Geist belastet haben. Die zwei Töchter haben wenig Stellenwert, von ihnen wird vor allem erwartet, sich in ihre Rolle zu fügen. Eine völlig andere Schicht repräsentiert das Dienstmädchen Ida, ihre Beschreibungen des Alltags und der harten Arbeit im Haus Lindhorst zeigen das Leben aus der Sicht der Dienstbotin auf.
Doch auch die Männer hatten es nicht leicht: schon als Kinder lastete viel Druck auf ihnen, ihrer gesellschaftlichen Stellung gerecht zu werden. So habe ich zum Beispiel sehr mit dem Jungen Georg Presswitz gelitten, der von den Mitschülern malträtiert wird und sich aus dem Internat nach seiner Mutter sehnt.
Mit ihrem etwas altmodischen und bildreichem Schreibstil erinnert dieses Buch nicht nur inhaltlich etwas an Thomas Manns großes Familienepos Buddenbrooks. Anfangs braucht man etwas, um sich an die Sprache zu gewöhnen, bald jedoch hat man sich regelrecht hineingelesen in diese Geschichte. Dabei erleichtert das Personenregister zu Beginn es sehr, die vielen Charaktere auseinander zu halten, die dieses Buch zu einem Gesellschaftsquerschnitt um 1900 machen. Allerdings hätte ich mir über die knapp 500 Seiten einen roten Faden gewünscht, der die vielen handelnden Personen zu einem Plot vereint.
Ein zeithistorisches Lesevergnügen in einem ausdrucksstarken Schreibstil. - Sabine Weiß
Die Perlenfischerin
(32)Aktuelle Rezension von: anne_foxDie Perlenfischerin ist ein Roman über das Leben der Ida ,die ihre Familie bei einer Belagerung ihrer Heimatstadt verliert und von Neslin, die sie schwer verletzt am Ufer eines Flusses findet aufgezogen wird. Neslin ist eine Kräuterfrau von der Ida alles lernt auch das tauchen nach Perlen. In ihrem Leben wird sie sich immer wieder neuen Herausforderung stellen müssen und lernt Esko kennen einen einfachen Mann den sie über alles lieben wird. Es werden ihr viele Steine in den Weg gelegt auch von der Familie, die sie als Erwachsene wiederfindet.
Fazit:
Ein typischer historischer Roman der sehr spannend geschrieben ist. Nur die vielen Kämpfe von Kreuzrittern, Söldnern und Landknechten, um die Herrschaft ihrer jeweiligen Herren und Land zu sichern ist etwas zu viel.
- Lena Johannson
Das Marzipanmädchen
(65)Aktuelle Rezension von: PepaleLübeck im Jahr 1870: Marie Kröger, 16 Jahre alt, hat nur einen Traum: Sie will Tänzerin werden. Doch als ihr älterer Bruder stirbt, soll sie die Konditorei der Familie übernehmen. Schweren Herzens fügt sich Marie dem Willen ihres schwerkranken Vaters und muss sich nun nicht nur den Respekt der Angestellten erkämpfen, sondern auch das Vertrauen der Kunden gewinnen – zu denen auch der russische Zar gehört. Hilfe erhofft sie sich von einem geheimnisvollen Marzipanrezept, das sich seit Generationen im Besitz ihrer Familie befindet. Nur Marie weiß, wo ihr Bruder es aufbewahrte. Kann dieses Rezept Marie und die Konditorei vor dem Ruin retten? (Klappentext)
Marie hat den Traum einmal eine berühmte Baletttänzerin zu werden. Nachdem ihre beiden älteren Brüder früh versterben, gibt sie dem Wunsch ihres Vaters nach und übernimmt die Familien-Konditorei. Im ersten Jahr ist sie bezüglich der Konditorei nur halbherzig ihren Aufgaben gewachsen. Dann entwickelt sie sich aber doch noch zur Geschäftsfrau und wird ihren Angestellten auch eine gute Arbeitgeberin. Sie tritt für sozial schwächer gestellte Menschen ein, u. a. für die Rechte von Frauen und Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen. Sie setzt sich immer mehr für die Konditorei ein und entwickelt immer wieder neue Marzipanrezepte.
Es handelt sich um eine kurzweilige Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig, interessant und spannend.
- Daniel Wolf
Im Zeichen des Löwen
(45)Aktuelle Rezension von: Nati92Ein tolles Buch über das Mittelalter, nur diesmal mit weniger Rittern, Burgen und Königen, dafür mit Friesen, Wattenmeer und Schiffen. Auch wenn man nicht viel mit dem Schiffsbau am Hut hat, schafft es der Autor, einem dieses Thema etwas näher zu bringen. Man merkt, er hat sich mal wieder ausgezeichnet über das Thema informiert, bevor er das Buch geschrieben hat.... Und wer noch nicht genug von dem Buch alleine hat, es gibt noch eine eigene Website, in dem einem die Charaktere nochmal näher gebracht werden. Mein Fazit: Daniel Wolf hat mal wieder sehr viel Liebe und Herzblut in eine Geschichte gesteckt.
- Sabine Weiß
Die Arznei der Könige
(34)Aktuelle Rezension von: sommerleseIm Lübbe Verlag erschien 2018 der historische Roman Die Arznei der Könige von Sabine Weiß.
Lüneburg im 14. Jh.: Jakoba lebt nach dem Tod von Mann und Sohn im Kloster und findet in dieser Abgeschiedenheit ihren Seelenfrieden. Sie erlernt die Heilkunde der Kräuter und hilft in der Krankenpflege. Doch ihr Bruder holt sie aus dem Kloster und verheiratet sie für seine Zwecke erneut, diese Ehe ist geprägt von Gewalt. Später flieht Jakoba gemeinsam mit dem Theriak-Krämer Arnold durch deutsche Städte nach Venedig und nach Paris. Sie erwirbt Kenntnisse als Heilerin und wird sogar an den Königshof geholt.
Der Roman startet mit Jakobas Zeit in einem Kloster und man erfährt, warum sie dort lebt und wie es ihr ergeht. Was dann folgt ist richtig dramatisch und die fesselnden Schilderungen machen von Anfang an neugierig auf den weiteren Lebensweg Jakobas. Die Handlung wird sehr lebendig erzählt wird und die bildhaften Szenen spielten sich vor meinem geistigen Auge ab, sodaß ich den Schmöker innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe.
Jakoba ist eine menschliche und sehr empathische Protagonistin, die das Wohl von Kranken über ihre eigenen Wünsche stellt, aus diesem Grund hat sie sofort alle Sympathiepunkte auf ihrer Seite. Man fühlt mir ihr und möchte die Untaten ihrer Gegenspieler einfach nur von ihr abwehren. Die Figur ihrer Jakoba hat Sabine Weiß nach dem Leben der historischen Figur Jakoba la Félice de Alemania erdacht, sie war in der frühen Medizingeschichte eine berühmte Heilerin.
Gemeinsam mit dem Heiler Arnold und seiner Frau Mona erlebt Jakoba auf ihrer Reise im Knobelwagen die Widrigkeiten ihrer Zeit, mangelnde Hygiene und auch schlechte Erlebnisse, es kommt zu Überfällen durch Widersacher und so wird es spannend und abenteuerlich und die Lektüre entfesselt einen echten Lesesog.
Die Handlung hat einige wenige Längen, ansonsten wird alles sehr stimmig und abwechslungsreich geschildert. Durch die eingebauten Informationen über politische und gesellschaftliche Gegebenheiten erhält man ein passendes Bild dieser Zeit und die Beschreibung der Art und Weise der frühen Heilkunst und die Überheblichkeit der Ärzteschaft sind informative und stimmige Fakten, die die Geschichte passend untermalen.
Zum Theriak, dem Medikament der Könige, und seinen Anwendungsbereichen hätte ich gern noch mehr erfahren.
Dieser lesenswerte Roman ist mit seiner fiktiven Handlung sehr unterhaltsam, die bildhaften Beschreibungen der Schauplätze und die stimmig wirkende Atmosphäre der damaligen Zeit sind gut eingefangen. Der Wunsch einer Frau nach einem selbstbestimmten und eigenständigen Leben Jakobas stand für mich besonders im Fokus. - Eva Almstädt
Blaues Gift
(131)Aktuelle Rezension von: Sasch0406Das Cover hat mich sehr angesprochen - auch wenn die Story bis auf den Leichenfund gar nicht wirklich am Ostseestrand spielt.
Die Geschichte selbst ist wieder bis zum Schluss spannend. Eva Almstädt versteht es sehr gut, im Verlauf der Story immer wieder kleine unscheinbare Hinweise einzustreuen, die den Leser weiterdenken lassen bzgl. der Auflösung des Falls aber trotzdem nicht alles verraten. Für mich gab es in diesem Buch ein paar kleine Ungereimtheiten im Fall, das schadet der Story aber insgesamt nicht.
Es werden auch wieder einzelne Charaktere weiterentwickelt und beschrieben. Natürlich Pia Korittki selbst, ihre Vergangenheit und Familiengeschichte aber auch einige Ihrer Kollegen im Kommissariat und auch ein paar neue Charaktere.
Ich werde die Reihe gerne weiterlesen und frage mich tatsächlich warum ich sie nicht schon viel früher angefangen habe…
- Ulf Schiewe
Land im Sturm
(66)Aktuelle Rezension von: Doscho„Land im Sturm“ ist eine wirklich ausgedehnte Geschichtsreise. Vom Zehnten bis hinein ins neunzehnte Jahrhundert werden verschiedene Familien vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse beleuchtet.
Mit „Land Im Sturm“ hat sich Ulf Schiewe ein wahres Mammutprojekt vorgenommen. 900 Jahre Geschichte auf knapp ebenso vielen Seiten, das ist eine klare Ansage. Natürlich kann man hier nicht jedes Jahr behandeln, stattdessen wurden sich fünf Jahre herausgegriffen und episodenartig aneinandergereiht. In jedem dieser Teile stehen eine Familiensituation bzw. eine Situation eines Paares im Vordergrund, hinzu wird das Ganze mit wirklich gut recherchierten und detailliert beschriebenen geschichtlichen Hintergründen angereichert.
Das Unterteilen des Buches in einzelne Abschnitte ist einerseits vorteilhaft, denn theoretisch kann man dann „Land Im Sturm“ dementsprechend einteilen, was vielleicht hilfreich für diejenigen ist, die vom Umfang des Romans abgeschreckt sind. Andererseits bietet dieses Vorgehen auch Raum zur Kritik. Mir kam es nämlich oft so vor, dass ich aus einer Epoche herausgeworfen wurde, nur, um in die nächste geworfen zu werden. Zwar hat sich Ulf Schiewe bemüht, durch konsequent gleiche Namen der Hauptcharaktere durch die einzelnen Teile hinweg so etwas wie Konsistenz zu schaffen, dennoch sind die Übergänge lose bis praktisch nicht vorhanden.
Zudem bemerkte ich in der Mitte des Romans ein leichtes Absteigen der Handlung. Gerade im dritten Teil war für mich die Handlung etwas zäher als in den anderen Teilen, bei denen praktisch ständig etwas passiert.
So ist „Land Im Sturm“ ein wunderbarer Historischer Roman für diejenigen, die mal Geschichte im Schnelldurchlauf erleben wollen. Die eher episodenartige Erzählweise sollte einen dabei jedoch nicht abschrecken.
- Eva Almstädt
Engelsgrube
(162)Aktuelle Rezension von: Sasch0406Das Cover dieses zweiten Buches von Eva Almstädt um Komissarin Pia Korittki hat mich so gar nicht angesprochen. Es war tatsächlich mit ein Grund, warum ich mich nicht früher an die Reihe gewagt habe, obwohl ich sie komplett in meinem Schrank stehen habe und die Bücher eigentlich auch gerne lesen wollte.
Nun habe ich mich im Urlaub an der Ostsee, passend zur Umgebung herangewagt - und wurde positiv überrascht. Der erste Band hat mich schon gefesselt. Im zweiten Band wird Komissarin Pia Korittki nun auch greifbarer, man lernt sie besser kennen - wie sie lebt, ihr familiärer Hintergrund, ihre Beziehung zu Robert und auch wie sie sich ihre Position im Kollegenkreis in der Mordkommission Lübeck erarbeitet.
Ich mag solche Reihen, in denen man die Charaktere mit jedem Band besser kennenlernt und hier finde ich schon im zweiten Band eine interessante Hauptfigur von der ich mehr erfahren möchte und deren Entwicklung ich mit erleben möchte.
Dabei kommt der Fall selbst aber nicht zu kurz. Scheinbar unzusammenhängende Morde im Lübecker Stadtgebiet mit unterschiedlichen Tatwaffen und Opfern die in keiner Beziehung zueinander standen. Auch wenn ich zwischenzeitlich immer wieder Momente hatte in denen ich dachte dass es sich zu früh auflöst bzw. ich mir bei einigen Details schon meinen Teil gedacht habe, fand ich die Auflösung zum Schluss doch gut herbeigeführt und das nicht ohne ein spannendes Finale.
Und auch Pia und ihre Beziehung zu anderen Hauptfiguren in diesem Buch entwickelt sich spannend und teilweise unvorhergesehen. Hier möchte ich gerne erfahren, wie es im Dritten Band weitergeht….
- Daniel Wolf
Das Gold des Meeres
(78)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Das Gold des Meeres" ist der dritte Band der Fleury-Saga von Daniel Wolf. Erneut tritt ein weiteres Familienmitglied der Fleurys in den Mittelpunkt. Es ist das Jahr 1256, als Balian auf einer Handelsreise mit ansehen muss, wie sein Bruder und Kaufmann sowie beider Schwager hinterlistig ermordet werden. Die Täter, einer davon ein Ritter des Deutschen Ordens, können fliehen. Aber Balian hat deren Gesichter gesehen und schwört Rache. Doch davor muss er nun in die Fußstapfen seines Bruders als Kaufmann treten. Eine Aufgabe, die ihm gar nicht liegt. Um das Familienerbe zu retten, bleibt nur sich einer Handelsfahrt in den Norden anzuschließen, die voller Tücken und Gefahren steckt. Daniel Wolf lässt seine Protagonisten nun im Zeitraum 1256 - 1261 in Erscheinung treten und spinnt somit die Familiengeschichte der Fleurys weiter. Dabei steht diesmal weniger der Handel im Vordergrund, vielmehr die Ereignisse und gefahrvolle Reise von Balian und seiner Zwillingsschwester Blanche und ihren Gefährten. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu den Vorgängerbänden, der aber diesen Roman nicht minder interessant macht. Teils sehr spannend erzählt sind die Unwägbarkeiten, die sich den Reisenden immer wieder in den Weg stellen. Etwas konzentriert lesen muss man, wenn die Stämme im Norden ins Spiel kommen und man der Handlung folgen will. Dennoch hat mir auch dieser Band gut gefallen und ich bin schon gespannt wie diese Saga in "Die Gabe des Himmels" enden wird.
- Eva Almstädt
Ostseefluch
(104)Aktuelle Rezension von: WirkommuEine Tote im Garten eines heruntergekommenen Hauses auf Fehmarn ruft die Bezirkskriminalkommission Lübeck auf den Plan. Pia Korittki ermittelt mit ihren Kollegen vor Ort, einem Haus, das nach einem Vierfachmord vor Jahrzehnten nur noch Mordkuhlen genannt wird. Und um Mord handelt es sich auch in diesem Fall. Der erst 18jährigen wurde der Schädel eingeschlagen. Die Eltern, aber auch die Mitbewohner dieser merkwürdigen WG, in der die Ermordete wohnte, sowie die Besitzerin des Hauses verhalten sich merkwürdig, scheinen etwas zu verschweigen zu haben. Und immer wieder drängt sich der alte Fall von damals in den Vordergrund und die Gerüchte darum, dass das Haus verflucht sei und die Geister der Vergangenheit dortselbst noch herumgeistern. Eine mühselige Spurensuche beginnt, die immer wieder um weitere Zwischenfälle ergänzt wird. Gefällig geschrieben, mit dem richtigen Drive und Platz für Zwischenmenschliches. Die Reihe um Pia Korittki hat was. Auch wenn man quasi rückwirkend liest.
- Eva Almstädt
Kalter Grund
(241)Aktuelle Rezension von: NicolePDie drei Bewohner eines Bauernhofes wurden ermordet aufgefunden. Die neue Kommissarin Pia Korittki bekommt den Fall zugeteilt. Die Mordgegend macht zuerst den Eindruck einer ruhigen ländlichen Gegend. Doch tiefe Gräben lassen mehrere Mordmotive ans Licht kommen.
Der Rückentext hört sich vielversprechend an, doch der Thriller/Krimi selbst ist für mich eher eine Enttäuschung. Die Charaktere bleiben blass, und der Geschichte fehlt die Tiefe. Die Fortschritte bei den Ermittlungen haben sich wie Kaugummi gezogen. Spannend blieb einzig die Frage nach dem Täter und seinem Antrieb. Immerhin waren ein paar Wendungen zu finden. „Kalter Grund“ ist der Auftakt einer Reihe um die Ermittlerin Pia Korittki. Das bietet noch Potential nach oben zur Weiterentwicklung.
Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.
- Eva Almstädt
Ostseefeuer: Pia Korittkis zehnter Fall by Eva Almst?¡üdt (2015-03-12)
(85)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Dieser Kriminalfall ist sehr verworren. Es gibt sehr viele Personen, die alle irgendwie miteinander zu tun haben, also verwandt, verschwägert, befreundet sind oder beruflich miteinander zu tun haben. Ich fand es schwierig, da den Überblick zu behalten. Allerdings hat mich der Fall auch gar nicht so sehr interessiert, denn es ist viel spannender, was zum Einen die Interna auf dem Kriminaldezernat betrifft und zum Anderen was in Pias Privatleben los ist. Das war wirklich nervenaufreibend! Ich brauche jetzt erstmal eine Pause von diesen doch sehr düsteren Krimis. Vielleicht setze ich die Reihe später mal fort.
- Sabine Rückert
ZEIT Verbrechen 2
(10)Aktuelle Rezension von: HoldenTeil 2 des True-crime-Podcasts in Buchform, manche Fälle sind bekannt (Tennessee Eisenberg), in anderen wird überwiegend auf gravierende Mißstände hingewiesen (Polizeibrutalität, der verstärkte Drang wegzuschließen bei psychisch anormalen Menschen). Bei manchen Ungerechtigkeiten möchte man das Buch vor Zorn in die Ecke werfen, wenn man begreift, daß man genau so gut hätte das Opfer hätte werden können, oder wenn man das schreiende Unrecht sieht, daß bei uns geschieht. Jedem angehenden Juristen unbedingt zur Lektüre empfohlen!
- Elisabeth Herrmann
Zartbittertod
(47)Aktuelle Rezension von: SarangeDiesen Thriller, eigentlich für Jugendliche, habe ich in einem Nachmittag und einer Nacht weginhaliert und kann ihn auch für Erwachsene wärmstens empfehlen, auch wenn es einem mit mehr Leseerfahrung vielleicht der eine oder andere nur bedingt nötige Twist zuviel ist. Das Buch ist rasant, spannend und aufwühlend im wahrsten Sinne des Wortes - die deutsche Kolonialgeschichte in Namibia wird aufgewühlt, der Völkermord an den Herero, die vielfachen Verschlingungen, die einige Familien und Unternehmen (Schokolade!) mit diesem schlimmen Kapitel der deutschen Geschichte auch hundert Jahre später noch haben. Die sympathische Heldin der Geschichte ist 19 Jahre jung und will eigentlich nur in ihrer Heimatstadt Meißen Pralinen herstellen. Doch es kommt anders...
- Eva Almstädt
Düsterbruch
(13)Aktuelle Rezension von: nasaDüsterbruch von Eva Almstädt ist der siebte Teil ihrer Pia Korittki Krimireihe. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und könnten separat gelesen werden. Allerdings rate ich eher dazu die Reihenfolge einzuhalten, da Pias Privatleben auch sehr stark mit eingebunden ist in den Büchern. Alles wichtige wird zwar noch mal wiederholt, so dass man keine Wissenslücken hat, aber ich persönlich lese lieber der Reihe nach.
Eva Almstädt schafft es immer wieder neue Ideen in ihre Bücher einzubringen und sie so abwechslungsreich zu gestalten. So ähneln sich die Fälle nie. In dem Vorliegenden Buch sind es für meinen Geschmack leider ein paar Themen zu viel. Drogenhandel, Russische Mafia, ein Cold Case Fall und mitten drin ein kleiner Ort und Pia die versucht Licht ins Dunkel zu bringen.
Hochschwanger wird Pia zu einem Selbstmord gerufen. Die Bäuerin aus Düsterbruch hat kurz vor ihrem Tod gesagt es war Mord. Worauf bezog sich diese Äußerung? Ein halbes Jahr später wird ein junger Mann ermordet und die Ermittlungen gehen wieder in den kleinen Ort Düsterbruch. Dabei stoßen Pia und ihr Team auf Ungereimtheiten und eine alte Geschichte und ein verschwundenes Baby.
Das Hörbuch hat sich wieder gut und schnell hören lassen. Auch war die Geschichte recht spannend aufgebaut. Es gibt immer wieder neue Wendungen die den Hörer überraschen und so nicht gleich auf den Täter schließen lassen. Obwohl es einige Längen in dem Buch gibt, geht es auch stellenweise rasant zur Sache. Es ist eine Kombination aus gemütlichen, leichten Krimi und schnellen und spannenden Thriller. Diese Kombination lässt mich über die oft an den Haaren herbeigezogen und konstruierten Szenen hinwegsehen.
Wieder ein tolles Buch einer tollen Ostseekrimireihe die ich nur empfehlen kann.
- Eva Almstädt
Grablichter
(118)Aktuelle Rezension von: Sasch0406Ich finde super dass Eva Almstädt diesen Fall wieder außerhalb von Lübeck auf dem Land spielen lässt. Ich habe nun 4 Bände in meinem Urlaub an der Ostsee gelesen und habe mich richtig in die Welt von Pia Korittki hereingelesen.
Ich mag die Figuren, finde es toll wie die Beziehungen untereinander sich Band für Band entwickeln und wie man einzelne Figuren immer näher kennenlernt.
Der Fall in diesem 4. Band „Grablichter“ war wieder einmal spannend bis zum Schluss. Eine Dorfgemeinschaft mit ihren Eigenarten und wie ein aktueller Todesfall eine jahrzente-alte Geschichte wieder aufleben lässt. Tolle Story, in sich schlüssig bis zur Aufklärung am Ende nicht zu durchschauen. Hat mir sehr gut gefallen.
- Jo Jonson
Lost in Afterglow
(31)Aktuelle Rezension von: Desiree_Miao_Miao
Samira wacht ohne Erinnerung an einer Raststätte auf. So trifft sie auf Sem, Frontmann von Afterglow. Nach und nach kommen ihre Erinnerungen zurück und es kommen schlimme Dinge ans Licht.
Jo konnte mich wirklich überraschen. Ich hatte so viel Deepness nicht erwartet und wir wissen alle that I really fall for this. Sehr starker Stil und Ausdruck, I like.
Die Geschichte klingt erstmal verrückt, aber ich habe mich drauf eingelassen und fand es wirklich schön und sehr emotional. Zu erfahren, was Samira erlebt hat, konnte mein Herz erreichen.
An Rockstar Vibes fehlt es auch nicht. Es gibt tiefgehende Songs, Found Family Friendship und Leidenschaft. Eine unbekannte Perspektive sorgt für Abwechslung und auch für den Plottwist.
Mit einem überwältigenden Gefühl von Liebe im Herzen und einem glücklichen Seufzen habe ich das Buch beendet. Die Charaktere haben mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen, ihre tiefgehenden Beziehungen haben mich berührt und am Ende hat nicht nur Afterglow gesungen, sondern auch mein Herz. Diese Geschichte zeigt, was Liebe alles aushalten und überwinden kann.
- Eva Almstädt
Ostseegruft
(60)Aktuelle Rezension von: Sophie_von_DreamsIch begleitete die Kommissarin Pia Korittki bei einem persönlichen Fall. Es war spannend zu erfahren, ob der Unbekannte mit seiner Andeutung recht hat. Wenn ja, wer ist für den Tod ihrer langjährigen Schulfreundin verantwortlich?
Das Cover passt gut zum Cover und auch das Buch lässt sich an sich gut lesen, ich musste zwar einige Sätze ein paar mal von vorne lesen um alles zu verstehen, aber es war super. Am Anfang eventuell etwas langweilig aber es wurde zunehmend spannender.
- Yvonne Struck
Blind Date mit Möwe
(81)Aktuelle Rezension von: buecherGottAuf geht's an die Ostsee . Das Cover ist so so schön und ich war direkt verliebt .Der Klappentext lädt zum Lesen ein und ich wurde während des lesens nicht enttäuscht.
Der schreibstil ist toll locker und flockig sodass die Seiten nur dahin fliegen und man während des lesen die Zeit vergisst.
Ein Roman der mich von Anfang bis zum Schluss mit fühlen gelassen hat.
Humorvoll und emotional war es und absolut gut geschrieben.
Das setting ist ein Traum und auch die charaktere sind klasse ,jeder ist einzigartig und gibt der Geschichte die perfekte Note.
Die Handlungen sind super und lassen uns Lesern mit fühlen die charaktere wachsen einem ans Herz.
Ein Buch was ich absolut gern gelesen habe und einfach empfehlen kann - Eva Almstädt
Ostseeblut
(97)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisBeim Orientierungslauf am Priwall wird Timo Feldheim, der statt seiner verletzten Lebensgefährten Katja Simon die Runde läuft, von einem Heckenschützen erschossen. Über das Motiv können Leser wie Ermittler vorerst nur rätseln. Galt der Anschlag wirklich ihm? Oder war Timo nur zur falschen Zeit am falschen Ort?
Bei den Ermittlungen stoßen Pia Korittki und ihre Kollegen auf Ereignisse die rund 20 Jahre zurückliegen. Im örtlichen Mädchen-Erziehungsheim hat ein dort untergebrachtes Mädchen Selbstmord begangen, dessen Hintergründe nicht restlos geklärt worden sind. Katja Simon war eine von drei Freundinnen dieses Mädchens.
Je tiefer Pia Korittki in den Fall eindringt, desto mehr Einzelheiten aus dem Erziehungsheim kommen ans Tageslicht. Es scheint, dass hier etwas ins Rollen gekommen ist, das noch mehr Opfer fordern wird. Die Ermittlungen werden zusätzlich dadurch erschwert, dass sie als Verstärkung ausgerechnet jenen Kollegen zugeteilt bekommt, der sich vor einiger Zeit um jenen Job, den nun Pia innehat beworben hat. Dabei befindet sich Pia Korittki selbst auf einem Orientierungslauf für ihr weiteres Leben, denn sie ist ungeplant schwanger und ob Hinnerk ihr Mann der Vater des ungeborenen Kindes ist, weiß sie selbst noch nicht.
Meine Meinung:
Eva Almstädt ist mit diesem 6. Fall für Pia Korittki ein dramatischer sechster Fall gelungen.
Nachdem Timo nicht das einzige Opfer bleiben wird, arbeiten die Ermittler auf Hochtouren. Als möglicher Täter gerat der aufstrebende Politiker in meinen Fokus. Er hat, wenn seine Geheimnisse ans Tageslicht kommen, eine Menge zu verlieren. Hier sei verraten, dass es die Autorin sehr spannend macht, und Polizei und Leser auf mehrere falsche Fährten lockt, bis es letzten Endes zu einem gefährlichen Showdown kommt.
Gut gefallen hat mir die Entwicklung von Pia Korittki, die sich für das Kind aber gegen ihren Ehemann entscheidet. Die Zukunft als alleinerziehende, berufstätige Mutter im Kriminaldienst wird sicher nicht leicht sein. Was mich aber wundert, sie darf als Schwanger Außendienst und Überstunden machen? Wir in Österreich haben ein strenges Mutterschutzgesetz, dass solches ab Bekanntgabe der Schwangerschaft verbietet.
Fazit:
Diesem Krimi, der durch einen hohen Spannungsbogen besticht, gebe ich gerne 5 Sterne.























