Bücher mit dem Tag "lübeck"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lübeck" gekennzeichnet haben.

185 Bücher

  1. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.400)
    Aktuelle Rezension von: mj303

    Ich kannte das Buch noch aus Schulzeiten, leider konnte es mich dieses mal nicht so begeistern.

    Es war teilweise sehr schwer es konzentriert zu lesen - 3 Sterne

  2. Cover des Buches Das Leben ist nur ein Moment (ISBN: 9783548289335)
    Heike Fröhling

    Das Leben ist nur ein Moment

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mir hat das Buch nicht so gefallen. Ich persönlich habe mich sehr schwer getan mit dem Lesen. Die Sprünge zwischen dem Aktuellen und den Rückblenden. Trotzdem wollte ich schon wissen wie es endet. Eigentlich ist es nicht die Geschichte von Isabell sondern die ihrer Oma Emma. Mich hat es teilweise sehr wütend gemacht was Emma ihrer Familie angetan hat. Eigentlich hört der Roman mit einem Neuanfang auf. Fortsetzung könnte dann sein wie Isabell mit dem Neuanfang klar kommt und trifft ihre Mutter ihren Halbbruder und gibt es vielleicht doch noch eine Chance der Familie......


  3. Cover des Buches Meeresflüstern (ISBN: 9783570402214)
    Patricia Schröder

    Meeresflüstern

     (598)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Bereits nach den ersten Kapiteln habe ich überlegt, das Buch abzubrechen. Da die Geschichte so verlockend war, habe ich weitergelesen. Noch immer bin ich mir unsicher, ob es sich gelohnt hat.


    Die Geschichte

    Die Storyline an sich find ich klasse. Dies Mysterien, Meerwesen, eine Fremde auf einer kleinen Insel und ein Mord. Klingt eigentlich ziemlich verlockend. Stellenweise war es wirklich spannend und ich wollte wissen, wie es weitergeht, aber leider hat mich die Umsetzung der Geschichte teilweise abgeschreckt. Dies lag vor allem an der Ausarbeitung der Charaktere. 


    Die Charaktere

    Elodie hat für mich keinen Sinn ergeben. Sie hat große Angst vor dem Wasser. Und um den Tod ihres Vaters zu verarbeiten, fährt sie auf eine Insel? Das war der erste Punkt, der mich gestört hat. Aber gut, ihre Großtante lebt dort, also drücke ich ein Auge zu. Dann fährt Ruby sie fast um und plötzlich sind sie beste Freundinnen, nachdem sie drei Sätze über das Hinterteil einer anderen Person gewechselt haben. Generell ging mir die Entwicklung von Beziehungen in diesem Buch einfach viel zu schnell. Besonders bei ersten Begegnungen waren es oft sehr unangenehme Konversationen, die sehr unrealistisch waren. 

    ACHTUNG SPOILER
    Auch verstehe ich nicht, warum die ersten zwei Kapitel noch auf Frederick herumgehackt wird, dann 200 Seiten lang eine Liebesgeschichte mit Cyril aufgebaut wird und sie sich dann nach zwei Sekunden in Gordian verliebt. Das war für mich einfach nicht nachvollziehbar.

    Auch können sich Elodie und Gordian anfangs nicht küssen, weil...? Ja das wird irgendwie gar nicht aufgelöst. Als sie es dann doch tun, spuckt (?) Gordian ihr aufs Shirt. Jedenfalls ist es dann nass. Am Ende des Buches können sie sich aber plötzlich ohne Probleme küssen. So ganz verstanden habe ich das nicht.

    SPOILER ENDE


    Der Schreibstil

    An sich finde ich den Schreibstil gut. Man wird förmlich in die Welt hineingezogen und kann sich alles gut vorstellen. Allerdings waren die Konversationen zwischen den Charakteren so unangenehm, dass sie mich komplett aus dem Lesefluss gerrissen haben. 


    Fazit

    Eine Geschichte mit viel Potenzial, aber mangelnder Umsetzung, besonders bei den Charakteren und der Entwicklung der Geschichte. Ich werde die Reihe nicht weiterlesen und würde sich auch nicht weiterempfehlen.

  4. Cover des Buches Eine Tussi wird Mama (ISBN: 9783864703430)
    Daniela Katzenberger

    Eine Tussi wird Mama

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    „Die Katze“ steht für Blondinenwitz und Trinkgeldausschnitt, für Kodderschnauze und viel Schalk im Nacken. Was passiert mit der personifizierten Tussi, wenn sich auf einmal Nachwuchs ankündigt? Wie geht sie um mit Ungewissheit und Übelkeit, mit dem Abschied von der Traumfigur und der heraufziehenden Ahnung von Verantwortung, Schlaflosigkeit und vielem mehr? Gewohnt direkt und knallhart ehrlich legt Daniela Katzenberger ein Protokoll ihrer Schwangerschaft vor. Was hat mich glücklich gemacht? Was fand ich zum Kotzen? Und: Welche Tipps und Tricks haben mir geholfen? Fragen wie diese beantwortet Deutschlands Tussi Nummer 1 in ihrem neuen Werk.


    Cover:

    Dieses Cover passt in meinen Augen einfach bestens. Zu sehen ist hier die Kultblondine Daniela Katzenberger, wie sie lächelnd der Kamera entgegen blickt, während sie aller Welt ihren Babybauch präsentiert. Besser können Cover und Inhalt des Buches wohl kaum harmonieren.


    Eigener Eindruck:

    Wer kennt sie nicht? Deutschlands Kultblondine Daniela Katzenberger, die immer alles so sagt, wie ihr eben die Schnauze gewachsen ist und damit mehr als sympathisch daher kommt. Dass „Die Katze“ im Rampenlicht steht und von überall beobachtet wird, das ist genau das was sie mag – mindestens genauso gern wie die Farbe Pink. Doch was braucht eine Katzenberger noch zum glücklich sein, nachdem sie ihren Kater fürs Leben gefunden hat? Eigentlich nicht viel, außer einen Heiratsantrag und ein kleines Kätzchen. Das mit dem Antrag vom Kater hapert noch ein bisschen, aber das mit dem kleinen Kätzchen hat sie in Angriff genommen und berichtet hier, wie es ist als Katzenberger schwanger zu sein. Da heißt es plötzlich das komplette Leben ändern, Prioritäten setzen, sich auch mal selbst nicht leiden können, schlemmen was das Zeug hält und all das tun, was Schwangere eben so tun!


    Dieses Buch aus der Feder von Daniela Katzenberger höchst selbst räumt mit allerhand Schwangerschaftsgerüchten auf und zeigt, mit was sich Frau so während der Schwangerschaft beschäftigen kann und lässt. Da geht es eben den Menschen wie den Leuten allen gleich. Hinzu kommt noch ein Einblick in das Leben von Daniela Katzenberger und ihrem Auserwählten Lucas Cordalis sowie eine gehörige Portion ihrer Pfälzer Schnauze und schon ist es fertig, das Buch, rund um neun Monate Kätzchenzeit und Danielas Privatleben. Dabei nimmt die Kultblondine wieder einmal kein Blatt vor den Mund und an so mancher Stelle muss man sich neben dem Schmunzeln auch fragen, ob man das jetzt alles so haarklein wissen wollte. Sie ist eben ehrlich die Katze und gibt auch den einen oder anderen hilfreichen Tipp, wenn sie sich nicht wieder verquasselt. Die eine oder andere Neumama oder Mama wird sich bei den kleinen Einkaufs-, Ess- und Emotionseskalationen, die die Katze beschreibt bestimmt wieder erkennen oder erleichtert feststellen, dass das eine oder andere erspart geblieben ist oder vielleicht auch viel schlimmer war als bei der Dani. Fakt ist, dass das Buch die Katze einfach sympathisch macht, auch wenn sie vielleicht mit ihrer Familie und ihrem Liebsten das eine oder andere Mal zu hart ins Gericht geht. Aber so ist sie eben. Mir persönlich hat das Buch wirklich gut gefallen, weil es so schön kurzweilig war. Sicher das eine oder andere Thema wäre jetzt nicht so mein Fall gewesen, um das öffentlich in einem Buch breit zu treten, aber das muss ja jeder für sich selbst wissen. Gut finde ich auch, dass der Lucas zum Ende des Buches auch einmal zu Wort kommen darf und die Schwangerschaft, auch wenn nur in einem kleinen Kapitel, aus seiner Sicht beschreiben darf. Das ist wirklich raffiniert gemacht und auch der Brief zum Schluss an Sophia ist wirklich ganz herzig katzig. Da steckt einfach so viel Liebe dahinter, dass es schon zum Zuckerschock reicht.


    Empfehlen möchte ich das Buch allen Freunden von Biografien und humorvollen Berichten. Ihr kommt hier voll und ganz auf eure Kosten. 


    Fazit:

    4 von 5 Sterne


    Daten:

    ISBN: 9783864703430

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 248 Seiten

    Verlag: Plassen Verlag

    Erscheinungsdatum: 14.10.2015


  5. Cover des Buches Dorfpunks (ISBN: 9783644404311)
    Rocko Schamoni

    Dorfpunks

     (316)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Schon kein schlechtes Buch - ich fand die Erzählstränge und Spannungsbögen in den anderen Büchern von Schamoni aber dann deutlich packender. 

    So waren das viele einzelne Episoden, die schon unterhaltsam und "mitzitternd" gewesen werden konnten, so richtig konnte ich aber nicht in die Geschichte eintauchen. Letztlich natürlich dann wiederum genau das wird ja so auch im Buch beschrieben: immer leicht draußen, und nicht angepasst. 

    Guter Lesespaß.

  6. Cover des Buches Im Schatten der Hanse (ISBN: 9783954517206)
    Henning Mützlitz

    Im Schatten der Hanse

     (17)
    Aktuelle Rezension von: KerstinnI
    ,,Wenigstens spülen sie den Unrat in den Fluss, dachte Jacob, als er den Blick von dem Butzenfenster und dem Schleier aus Tropfen abwandte. Er war dankbar dafür, dass sein Vater vor einigen Jahren die Fenster mit venezianischem Glas hatte ausfassen lassen. Nur die Oberschicht konnte sich einen derartigen Luxus leisten, hinaus in den Regen zu sehen ohne dass die Nässe hereinkam. Auch der Gestank, der sich in den vergangenen Wochen wie eine Glocke über die Travestadt gelegt hatte, war mit dem Niederschlag verschwunden." (19) Henning Mützlitz schafft es, die Stimmung des Mittelalters, voller Düsterer Gewalt, Intrigen, traurigen Schicksalen und der Gier nach Macht, auf den Leser wirken zu lassen. Zum Inhalt:Jacob Wallersen übernimmt nach dem plötzlichen Tod seines wohlhabenden Vaters und des Bruders die Familien Geschäfte. Er stellt fest, dass der Vater ihm nicht nur einen Berg von Schulden hinterlassen hat, sondern auch Geschäftsbeziehungen, die nicht so vertrauensvoll sind, wie er es sich erhofft hatte. Seine letzte Hoffnung ist die Heimkehr des letzten Handelsschiffes, beladen mit wertvollen Pelzen. Auf diesem Schiff ist auch der Steuermann Matt, der nicht nur einen blinden Passagier entdeckt, sondern auch Piraten, die die Heimkehr nach Lübeck verhindern wollen. Somit beginnt für alle ein Kampf ums Überleben... Die Stimmung ist, wie oben bereits erwähnt, düster und sehr gelungen. Die viele Gewalt, Rücksichtslosigkeit und die familiären Verstrickungen sind gut dargestellt. Jacob ist von Anfang an sehr naiv, aber der Charakter ist konstant und der Autor bleibt seinem Stil treu. Ebenso bei den andern Protsgonisten, insbesondere Matt hat mit gefallen, ebenso Lidia, ich konnte beide vor meinen Augen sehen. Auch Svanja ist gut gelungen und ein interessante Persönlichkeit. Der Schreibstil ist gut. Lediglich der Anfang war etwas lang, so dass ich Probleme hatte, in die. Geschichte zu finden. Dies hat sich dann jedoch gegeben. Es dauerte einfach ein wenig, bis die Geschichte Fahrt aufgenommen hat und alle Persönlichkeiten vorgestellt sind. Was mich etwas stört, ist dass auf dem Umschlag zum einen historischer Kriminalroman und auf der Rückseite dann Mittelalterthriller steht. Im Grunde würde ich dieses Buch tatsächlich eher dem Genre Historischer Roman zuordnen. Klassische Krimianteile vermisse ich. Auch für einen Thriller ist es dann doch nicht spannend genug. Ingesamt ist es ein solider Roman. Dennoch hadere ich sehr mit dem Ende. Viele Fragen werden geklärt, jedoch bleiben für mein Empfinden ebenso viele Fragen offen. Vielleicht gibt es einen zweiten Teil, der diese klärt, jedoch lässt nichts eindeutig darauf schließen, Motive sind mir unklar und Hintergründe offen. Zwar hat das Lesen Spaß gemacht, aber die offenen Fragen stören mich. Daher gebe ich für dieses Buch drei Sterne, diese sind absolut verdient.
  7. Cover des Buches Das Lachen der Yanomami (ISBN: 9783738031041)
    Nina Hutzfeldt

    Das Lachen der Yanomami

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Solengelen

    Kurzbeschreibung

    Als Helene stirbt, steht Andrea vor einem Scherbenhaufen. Sie hat nicht nur ihre Mutter verloren, sondern auch eine enge Freundin. Beim Ausräumen der Wohnung findet Andrea einen geheimnisvollen Brief, der einen Hinweis auf ihren unbekannten Vater enthält. Ihre Freundin Mareike bestärkt sie in ihrem Wunsch, ihren Vater kennenzulernen.

    Doch wo ist er und wie soll sie ihn finden?

    1993: Samuel unternimmt mit Jean eine Abenteuerreise in den Regenwald Amazoniens. Niemals hätte er erwartet, was ihm dort widerfährt. Er trifft nicht nur auf einen besonderen Menschen, sondern erkennt auch sein wahres Ich und fängt an, an seinem alten Leben zu zweifeln.

    Was will er wirklich?

    Fazit

    Andrea findet nach dem Tod ihrer Mutter Hinweise auf ihren Vater, den sie nie kennen gelernt hat. Da sie mit ihrer Klasse eine Fahrt nach England geplant hat, beschließt sie vorab dem Hotel einen Besuch abzustatten. Dort angekommen lernt sie Christopher kennen. Er hilft ihr bei der Suche nach ihrem Vater. Aber was verschweigt er ihr? Und was ist, wenn Andrea ihrer Vater gefunden hat, wird es so sein, wie sie es sich vorgestellt hat, was erfährt sie über die Beziehung zwischen ihrem Vater und ihrer Mutter? 

    Im zweiten Handlungsstrang, der in der Vergangenheit liegt, lernt der Leser Samuel kennen, der sich seinem verstorbenen Vater zuliebe auf ein verwegenes Abenteuer einlässt und uns in eine geheime exotische und bedrohte Welt entführt. In eine Welt voller Gier, die ein Paradies bedroht. 

    Wie hängen die beiden Geschichten zusammen? 

    Der leichte, aber auch bildhafte Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte gezogen. Ich bin in England an Andrea's Seite gewesen, genauso wie im Dschungel bei Samuel und den Ureinwohnern. 

    Die beiden Handlungsstränge wechseln sich ab. Obwohl einer in der Vergangenheit und der andere in der Zukunft spielt, kann man beiden gut folgen. Allerdings finde ich die Geschichte um Samuel und die Ureinwohner interessanter, als die Geschichte um Andrea. Es hat mir immer wieder Gänsehaut beschert und es hat mich an reale diesbezügliche Ereignisse in erschreckender Weise widerspiegelt. 

    Die Autorin versteht es, den Leser bis zum Schluss über die Zusammenhänge der beiden Handlungsstränge im Unklaren zu lassen. "Das Lachen der Yanomami" regt zum Nachdenken an, zum Nachdenken über uns Menschen, über unsere Gier und was wir anderen und unserer Umwelt damit antun. 
  8. Cover des Buches Das falsche Tabu (ISBN: 9783966985543)
    Anke Messerle

    Das falsche Tabu

     (15)
    Aktuelle Rezension von: thenight

    In Lübeck werden innerhalb weniger Tage drei Männer in ihren Hotelzimmern ermordet. Sie sind identifiziert und dennoch tritt das Team der Lübecker Mordkommission auf der Stelle: Was haben die Opfer in der Hansestadt gewollt? Hauptkommissar Lennart Bondevik ahnt nicht, welche Zerreißprobe auf ihn zukommt, als die Ermittlungen ihn an einen Ort führen, den Menschen aufsuchen, die sich für das verabscheuen, was sie begehren.

    Triggerwarnung.

    Der Klappentext deutet es schon an, bei Das falsche Tabu, handelt es sich um einen Krimi, bei dem es sich um Kindesmissbrauch handelt. Ein äußerst sensibles Thema, bei dem es schwierig ist den schmalen Grat zwischen Information, Unterhaltung und purer Effekthascherei nicht zu verlassen, dies ist der Autorin Anke Messerle in ihrem Debüt durchaus gelungen.

    Und doch ist 

    Das falsche Tabu nichts für Leserinnen und Leser, die aus welchen Gründen auch immer sensibel auf das Thema reagieren. Noch immer ist das Thema Kindesmissbrauch ein Tabu, darüber spricht man nicht, erst wenn es wieder ein besonders widerwärtiger Fall von Missbrauch in die Medien schafft, spricht auch die Bevölkerung darüber. Doch zum Schutz der Kinder ist es wichtig darüber zu sprechen und es ist wichtig potenziellen Tätern Anlaufstellen zu bieten, an die sie sich wenden können, bevor sie zu Tätern werden und es ist wichtig, das Hinweise aus der Bevölkerung ernst genommen werden, beides ist in Deutschland noch mehr als ausbaufähig. Gerade deshalb sind Bücher wie Das falsche Tabu, so wichtig.

    Bondevik und sein Team, arbeiten auf Hochtouren um den Täter zu ermitteln, doch das gestaltet sich als sehr schwierig, denn die drei Männer scheint auf den ersten Blick nichts zu verbinden. Erst der Arnold Winter der Bruder eines der Opfer bringt sie auf die richtige Spur zu einer Klinik in der Präventionstherapie angeboten wird.

    Anke Messerle, lässt sich Zeit, sie stellt ihre Protagonisten ausführlich vor, ihre Sorgen und Nöte ohne dabei die Spannung die einen guten Krimi ausmacht aus dem Blick zu verlieren. Das falsche Tabu ist kein Buch, das man schnell mal zwischendurch lesen kann und das liegt nicht nur an den über 400 Seiten, es ist manchmal sehr beklemmend, gerade wenn man selber Kinder hat.


    Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung und ich bin gespannt was die Autorin noch zu bieten hat.


  9. Cover des Buches Nebelschimmer (ISBN: 9783499006555)
    Anya Omah

    Nebelschimmer

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm

    3.5


    Calla und Jasper waren ein Traumpaar, doch dann kam alles anders. Nun kehrt Calla zurück in ihre Heimat, um in Lübeck ihr Studium fortzusetzen und bei einem Probearbeiten in einem angesagten Restaurant trifft sie ausgerechnet auf Jasper.


    Grundsätzlich konnte mich die Geschichte von Calla und Jasper ganz gut unterhalten, es gab aber so einige Dinge, die mich gestört haben und die extrem anstrengend waren.


    Dies waren zum einen die beiden Protagonisten. Ich fand ihre Entscheidungen und Gedanken teilweise extrem anstrengend und konnte vieles einfach nicht nachvollziehen. Es gab sehr übertriebene und emotionale Reaktionen, die man aber durch vernünftige Kommunikation ganz einfach klären könnte. Aus vielen Kleinigkeiten wurde hier ein riesiges Drama gemacht.


    Zum anderen ging mir das Hin und Her zwischen Calla und Jasper ein wenig auf die Nerven, auch wenn die Liebesgeschichte für second Chance ansonsten ganz süß war.


    Das Setting hat mir gefallen, und ich fand es gut, dass es mit Lübeck mal ein etwas anderer Ort war

  10. Cover des Buches Trümmerkind (ISBN: 9783426304921)
    Mechtild Borrmann

    Trümmerkind

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Aleksandra

    Klappentext: "Hamburg 1946/47 - Steineklopfen, Altmetallsuchen, Schwarzhandel.
    Der 14jährige Hanno Dietz kämpft mit seiner Familie im zerstörten Hamburg der Nachkriegsjahre ums Überleben. Viele Monate ist es bitterkalt, Deutschland erlebt den Jahrhundertwinter 1946/47.
    Eines Tages entdeckt Hanno in den Trümmern eine nackte Tote - und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen. Der Kleine wächst bei den Dietzens in Hamburg auf. Monatelang spricht der Junge kein Wort. Und auch Hanno erzählt niemandem von seiner grauenhaften Entdeckung. Doch das Bild der toten Frau inmitten der Trümmer verfolgt ihn in seinen Träumen.
    Erst viele Jahre später wird das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur kommen, das auf fatale Weise mit der Geschichte seiner Familie verknüpft ist …"

    Bei diesem Buch hat mich am meisten die Überschrift angezogen. Hin und wieder neige ich dazu, Geschichten, aus dem oder nach dem 2. Weltkrieg zu lesen. Das Cover ist fantastisch, gespart an Farben, es war auch eine farblose Zeit, die Trümmern und das Kind.

    Die Geschichte ist Anfangs in drei Teile unterteilt, zwei aus der Vergangenheit und ein Teil aus der Gegenwart. Am Ende ergibt alles ein Ganzes. Alle Hauptprotagonisten sind so realistisch erklärt, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wen ich am meisten mochte. Die Schreibweise war sehr angenehm, führte mich sofort in eine fantastische Zeitreise. Eine Zeitreise, die so bildlich die Orte, Menschen, Ereignisse und Gefühl beschrieb, dass ich dachte ein Teil von dem Buch zu sein. 

    Die Geschichte las ich bewusst langsam, denn ich wollte sie genießen, jedes mal wenn ich hinein getaucht bin. Ich gebe zu, anfänglich war es verwirrend, drei Orten, drei verschiedene Familien und Handlungen zu folgen, aber langsam bekommt der Leser ein Gefühl wohin das Ganze führt.

    Trotzdem, am Ende, obwohl sich der Leser einen Teil schon denken konnte, kamen überraschende und erschreckende Tatsachen ans Licht. Ja, da habe ich tatsächlich mit dem Buch "geschimpft, gestritten, gelitten". Mein Gefühlschaos war groß.

    Es ist traurig zu wissen, dass diese Erzählung, auch eine Wahrheit, eine Vergangenheit von jemanden sein kann/könnte.

    Ich weiß nicht, ob ich das Buch unbedingt als Krimi einstufen würde, aber ich würde es jedem empfehlen. Denn, meiner Meinung nach, ist es ein tolles Buch. 

    Von der Autorin werde ich sicher bald wieder etwas Neues lesen.



  11. Cover des Buches Kalter Grund (ISBN: 9783404271146)
    Eva Almstädt

    Kalter Grund

     (234)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In der Ortschaft Grevendorf bei Lübeck ist ein Dreifachmord geschehen. Auf dem landwirtschaftlichen Gehöft der Familie Bennecke liegen Vater, Mutter und Sohn erschossen in ihrer Einfahrt. Doch dies wird nicht das einzige Verbrechen bleiben, welches das vermeintliche Idyll erschüttert. Als dann auch noch ein junges Mädchen spurlos verschwindet, geraten die ermittelnden Kommissare allmählich in Zeitnot ...

    Für Pia Korittki ist dies der erste Fall in ihrer neuen Dienststelle, der Lübecker Mordkommission. Erst vor Kurzem hatte sie, aus Hamburg kommend, hier her gewechselt. Als Neuling in der Truppe, noch dazu als Frau, hat sie einen recht schweren Stand und muss sich in der Männerriege erst einmal behaupten und ihren Platz finden. Doch sie ist zielstrebig, ehrgeizig und taff. Lässt sich nicht ins Bockshorn jagen und setzt sich und ihre Ideen durch. Dabei menschelt es oft ganz arg, was sie mir als Person sympathisch macht.

    Eva Almstädt lässt den Leser an erfreulich viel Ermittlungsarbeit teilhaben und präsentiert ihm nicht nur Ergebnisse. An Pias Seite erhält man einen tiefen Einblick ins dörfliche Leben der Landbevölkerung Ostholsteins. Man blickt in teils tiefe Schluchten menschlichen Zusammenlebens fernab jeglicher Dorfromantik. Und auch aus Pias Privatleben erfährt man - aber immer dezent am Rande, so dass die Hauptstory nicht davon gestört wird - einiges. 

    Die Auflösung des Falls ist so spannend wie profan und ich muss gestehen, dass ich bis zum Schluß selbst nicht genau hätte sagen können, wer denn nun der Täter ist. 

    Mir hat dieser erste Band der Reihe gut gefallen und ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung der Protagonistin. 


  12. Cover des Buches Meeresrauschen (ISBN: 9783570402290)
    Patricia Schröder

    Meeresrauschen

     (289)
    Aktuelle Rezension von: leben.lachen.lesen

    Patricia Schröder ist ein guter Einstieg in den zweiten Teil der Reihe gelungen. Er knöpft da an wo der erste Teil endet und somit ist man direkt wieder mitten im gesehen und wird von der Spannung gepackt.

    In diesem Teil trifft man auf die alten Charaktere aus dem ersten Buch. Man lernt sie hier näher kennen und erfährt das ein oder andere Geheimnis von ihnen. Jedoch kommen auch neue Charakter hinzu, was meiner Meinung nach wiederum den Spannungsbogen aufrecht erhält.

    Besonders Elodie macht für mich in diesem Teil eine riesige Entwicklung mit. Von der damals zurückhaltenden und eher in sich gekehrten Person wird sie zu einer starken jungen Frau die ihre Meinung ganz klar vertritt und anderen auch mal die Stirn bietet.


    Alles in allem hat mir der zweite Teil der Trilogie besser gefallen, als der erste. Und meiner Meinung nach ist von Spannung, Romantik und vor allem Fantasie für jeden was dabei.

  13. Cover des Buches Möwenjagd (ISBN: 9783863587499)
    Jobst Schlennstedt

    Möwenjagd

     (10)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Birger Andresen, Band 5: Ein erfolgreicher Vertragsabschluss rechtfertigt eine fröhliche Feier. Aber die Stimmung beim Lübecker Wirtschaftssenator Michael Sonntag und den schwedischen Geschäftspartnern ist sehr durchwachsen. Am nächsten Tag ist Sonntag verschwunden, was zunächst nur seine Ehefrau beunruhigt. Als eine Leiche am Strand angespült wird, nehmen Hauptkommissar Birger Andresen und sein Team die Ermittlungen im schwer durchschaubaren Umfeld von Politik und Wirtschaft auf – die schwedischen Investoren geraten ins Visier…

    Erster Eindruck: Das Cover mit der Möwe auf einem Strandkorb gefällt mir sehr gut.

    Dies ist Band 5 einer Reihe, für mich jedoch die erste Begegnung mit Birger Andresen (und dem Autor Jobst Schlennstedt). Ich steige quer ein, da dieses Buch Teil der Emons-Krimibox „Küste“ war.

    Für Birger läuft es gerade suboptimal: die Beziehung zu seiner Freundin Wiebke steckt in einer Krise – seit Töchterchen Marlene auf der Welt ist, ist irgendwie alles anders. Seine Ex-Frau macht Wiebke zudem das Leben schwer – und sie sodann selbstverständlich ihm. Und auch bei der Arbeit ist nicht alles wie gewünscht, denn es gibt eine neue Kollegin, die Birger Avancen macht. Aber all diese zwischenmenschlichen Probleme müssen erst mal warten, da ein Leichenfund vermeldet wurde: ein Mann wurde mit einer Angelschnur ermordet! Birger hofft, dass es sich hierbei nicht um den verschwundenen Wirtschaftssenator handelt… Ein weiteres Problem stellt sich noch teamintern: was ist mit seinem Chef los? Dieser verhält sich gar nicht so wie gewohnt. Hat er gesundheitliche Probleme?
    Das Team findet schnell mehrere Personen, die sowohl Zeit als auch Motiv gehabt hätten, doch trotzdem passen die Puzzlesteine nicht zusammen.

    Investitionen, Politik, Wirtschaft, Gier, pekuniäre Probleme – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Es war ein ruhiger, aber kniffliger Fall mit einer Vielzahl von Verdächtigen. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und hat mir sehr gut gefallen. Von mir gibt es 4 Sterne.

  14. Cover des Buches Professor Unrat oder Das Ende eines eines Tyrannen (ISBN: 9783864060397)
    Heinrich Mann

    Professor Unrat oder Das Ende eines eines Tyrannen

     (195)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Raat ist 57 Jahre alt und unterrichtet am Gymnasium. Jeder kennt ihn und im Ort war von jeder Familie mindestens einer bei ihm im Unterricht. So ist Raat sowas wie Kult, aber er findet das nicht gut und findet, dass man sich über ihn lustig macht. Er ist streng und fordert viel und seine Prinzipien sind streng und eng. Der 17 jährige Lohmann Bengel fordert ihn im Unterricht immer wieder heraus und während der Knabe eine Strafe absitzt, entdeckt Raat ein Gedicht von Lohmann über Fräulein Rosa Fröhlich. Um den Schüler hart treffen zu können macht sich der Lehrer ab ins Nachtleben und entdeckt die Barfußtänzerin im Blauen Engel. Ab da ist nichts mehr, wie es einmal war und Raat ist fasziniert, angezogen und doch auch abgestoßen. Heinrich Manns Roman ist so großartig und vielschichtig und hat Schüler seit Jahrzehnten gequält, aber eben auch begeistert. Ein ganz großes Buch!

  15. Cover des Buches Strandbudenzauber (ISBN: 9783839223406)
    Ella Danz

    Strandbudenzauber

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee-Berlin

    Kommissar Angermüller gönnt sich eine Auszeit vom Dienst. Doch nach ein paar Wochen Müßiggang mit Reisen, Kochen, im Café sitzen, verspürt er eine gewisse Leere. Da kommt Deryas Idee gerade recht, ihrer Schulfreundin Wiebke zu helfen, deren erfolgreichem Restaurant von einem Unbekannten übel mitgespielt wird. Offiziell Kellner in der Alten Strandbude, beginnt Angermüller zu ermitteln, hat auch erste Erfolge - da gibt es einen Toten und er gerät gegenüber den Kollegen vom K1 in Erklärungsnot… 

    Da hat er es tatsächlich gemacht und eine Auszeit genommen. Hätte ich dem "Schorsch" gar nicht zugetraut. Aber natürlich langweilt er sich nach seinen Reisen und gerät natürlich prompt in einen Mordfall, obwohl er doch nur einen Saboteur aufspüren wollte.

    Mir sind die Charaktere immer wieder sympatisch und sehr menschlich geschildert. Auch die neuen in diesem Teil - speziell die Köchin - mag ich sehr gerne.  Ella Danz versteht es, Lokalcholorit mit sympatischen oder skurilen Personen zu verbreiten und darin einen spannenden Kriminalfall zu verpacken. Es ist kein blutiger Thriller, in dem Schlag auf Schlag etwas passiert, nein, diese ganze Serie ist eher etwas für Leser, die es spannend aber nicht extrem blutig oder brutal mögen.

    Ich freue mich schon auf einen neuen Teil mit Georg Angermüller.

  16. Cover des Buches Eine Frau bei 1000° (ISBN: 9783608505108)
    Hallgrímur Helgason

    Eine Frau bei 1000°

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Lilith79

    "Eine Frau bei 1000°" von Hallgrimur Helgason habe ich mir als Lektüre ausgesucht, da mir schon das Buch "60 Kilo Sonnenschein" vom gleichen Autor gut gefallen hat. Die außergewöhnliche Hauptfigur von "Eine Frau bei 1000°" ist die 80-jährige Herbjörg Maria Björnsson, die an multiplem Krebs im Endstadium leidet und ihre letzten Lebensmonate als Untermieterin in einer Garage in Reykjavik verbringt, als Gesellschaft ihre Krankenpflegerin, eine Handgranate aus dem 2. Weltkrieg und ihr Laptop, das Tor zum Internet und somit zur ganzen Welt. Für ihr Ableben hat Herbjörg, genannt Herra, schon vorgesorgt, sie möchte verbrannt werden - bei 1000° geschieht das, hiervon rührt der Buchtitel - und hat sich direkt schon angemeldet für den 14. Dezember, länger möchte sie sowieso nicht mehr durchhalten...

    Während Herra im Hier und Jetzt mit ihrer Familie hadert, das moderne Island mit zynischem und unerbittlichen Blick beschreibt und sich damit die Zeit vertreibt sich gegenüber allen möglichen jungen Männern auf der ganzen Welt bei Facebook als junge ehemalige Schönheitskönigin auszugeben und sie zu veräppeln, erzählt sie weiterhin in episodenhaften Rückblicken ihre Lebensgeschichte. Beginnend vom frühen Aufwachsen an der rauen Küste mit ihrer Mutter, die aus einfachen Verhältnissen stammt (der Vater der aus sehr privilegierten Verhältnissen stammt hat die junge Familie erstmal im Stich gelassen). Ihr Leben ändert sich massiv, als der Vater doch wieder auftaucht, doch nur kurzfristig zum Besseren. Denn Herras Vater zieht mit der Familie nach Deutschland und verfällt aufgrund einer irregeleiteten Heldenverehrerung Adolf Hitler, für den er als angeblich einziger Isländer in blinder Verehrung in den Krieg ziehen möchte. Herra wird in den Kriegswirren irgendwann von beiden Eltern getrennt und muss sich ganz alleine durchschlagen.

    Das Buch wird in wechselnden Episoden in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt und ist immer wild, extravagant, provokant, humorvoll, zynisch, aber durchaus auch bewegend und berührend und traurig. Der Zynismus wurde in einer Rezensionen die ich gelesen habe (das Buch erschien offenbar 2011 bereits einmal) kritisiert und als zu schwer erträglich kritisiert, eine Kritik die ich aber gar nicht nachvollziehen kann, denn gerade die Episoden die aus Sicht des Kindes Herras im 2. Weltkrieg erzählt werden sind keinesfalls zynisch oder gefühllos, sondern sehr direkt und damit auch zu Herzen gehend.

    So entwirrt sich nach und nach Herras Lebensgeschichte und man bekommt immer mehr ein Gefühl für die zunächst so wehrhaft und unnahbar wirkende Frau.

    Mir hat das Buch hervorragend gefallen, auch wenn es nicht immer leichte Kost ist. Es ist aber auch nicht immer schwere Kost, was es so besonders macht.

    Für mich ist Hallgrimur Helgason ein Autor bei dem ich immer zugreifen werde.

  17. Cover des Buches Das Marzipanmädchen (ISBN: 9783426520253)
    Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Pepale

    Lübeck im Jahr 1870: Marie Kröger, 16 Jahre alt, hat nur einen Traum: Sie will Tänzerin werden. Doch als ihr älterer Bruder stirbt, soll sie die Konditorei der Familie übernehmen. Schweren Herzens fügt sich Marie dem Willen ihres schwerkranken Vaters und muss sich nun nicht nur den Respekt der Angestellten erkämpfen, sondern auch das Vertrauen der Kunden gewinnen – zu denen auch der russische Zar gehört. Hilfe erhofft sie sich von einem geheimnisvollen Marzipanrezept, das sich seit Generationen im Besitz ihrer Familie befindet. Nur Marie weiß, wo ihr Bruder es aufbewahrte. Kann dieses Rezept Marie und die Konditorei vor dem Ruin retten? (Klappentext)

    Marie hat den Traum einmal eine berühmte Baletttänzerin zu werden. Nachdem ihre beiden älteren Brüder früh versterben, gibt sie dem Wunsch ihres Vaters nach und übernimmt die Familien-Konditorei. Im ersten Jahr ist sie bezüglich der Konditorei nur halbherzig ihren Aufgaben gewachsen. Dann entwickelt sie sich aber doch noch zur Geschäftsfrau und wird ihren Angestellten auch eine gute Arbeitgeberin. Sie tritt für sozial schwächer gestellte Menschen ein, u. a. für die Rechte von Frauen und Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen. Sie setzt sich immer mehr für die Konditorei ein und entwickelt immer wieder neue Marzipanrezepte.

    Es handelt sich um eine kurzweilige Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig, interessant und spannend.

  18. Cover des Buches Steilufer (ISBN: 9783839233009)
    Ella Danz

    Steilufer

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Anna Floric, Chefin eines Restaurants, vermisst einen ihrer algerischen Mitarbeiter. Gleichzeitig wird in der Lübecker Bucht eine männliche Leiche entdeckt. Das Gesicht des Toten ist vollständig zerstört, so dass eine Identifizierung zunächst unmöglich ist. Dennoch scheint der Fall klar zu sein. Dann aber gibt es neue Erkenntnisse, und Kommissar Georg Angermüller muss den Fall von einer anderen Seite erneut betrachten...

    Mein Leseeindruck:

    Auch dieser zweite Band der Krimi-Reihe hat mir sehr gut gefallen! Von Anfang bis Ende konnte mich die Handlung fesseln, auch wenn es vielleicht ein eher ruhiger Krimi ist. Dafür aber ist das Thema Rassismus gerade wieder aktuell - bzw. ist es wohl leider seit Erscheinen des Buches 2007 immer aktuell gewesen.

    Der Kommissar Georg Angermüller ist eine interessante Figur. Mit seiner Vorliebe für gutes Essen und seiner eher gemütlichen Art ist er mir sehr sympathisch.

    Man kann diesen zweiten Band der Reihe lesen, auch ohne den ersten Band zu kennen. Ich freue mich aber, dass es noch ein paar weitere Bücher der Reihe gibt, die ich auch gerne noch lesen möchte.

  19. Cover des Buches Unglückskeks (ISBN: 9783839215180)
    Ella Danz

    Unglückskeks

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Gelinde
    Unglückskeks, von Ella Danz

    Cover:
    Ich hätte in der Buchhandlung nicht unbedingt nach dem Buch gegriffen.
    Ein Teil der Handlung hat zwar etwas mit dem chinesischen zu tun, aber das wäre mir nicht so wichtig um auf das Cover zu kommen.

    Meine Meinung:
    Der Einstig ist gut gemacht.
    Es gibt zwei Handlungen, die sich dann relativ schnell überschneiden, bei denen die Beteiligten aber nicht ahnen, dass sie zu dem selben Fall gehören.

    Erstens ist da Marlene und Sophie, die sich in dem Häuschen ihrer Tante erholen.
    Sophie kann sich nach einer schweren Kopfverletzung nur schwer mitteilen, doch vor irgendetwas hat sie Angst. Es gibt auch immer mehr beängstigende Zwischenfälle, so dass Marlene sogar zur Polizei geht, diese aber keinen Handlungsbedarf sieht.

    Zweitens hat Kommissar Georg Angermüller ein Rätsel um einen toten Chinesen zu lösen, der auf die Schienen gelegt wurde, bei dem es sich aber eindeutig um Mord handelt.
    Privat sehr in Anspruch genommen, kommt kaum Bewegung in den Fall.

    Der Mittelteil ist etwas zäh und wir als Leser ahnen wohl bald in welcher Richtung die Täter zu suchen sind.

    Das Ende bringt dann noch eine kleine Überraschung (für mich jedenfalls).

    Gute Küchen und Kochen in Krimis wird ja immer beliebter, hier ist es mir aber eindeutig zu viel.

    Autorin:
    Ella Danz, gebürtige Oberfränkin, lebt seit ihrem Publizistikstudium in Berlin. Außerdem wird in ihren Büchern stets ausgiebig gekocht und gegessen sowie das Zusammenleben ihrer Protagonisten mit Genuss und Ironie durchleuchtet. Ella Danz ist aktiv bei Slow Food und sie hat Kommissar Georg Angermüller erfunden, einen sympathischen Oberfranken im Lübecker Exil, der nicht nur gegen das Verbrechen, sondern auch gegen schlechtes Essen kämpft

    Mein Fazit.
    Ein solider Krimi der, der zwar im Mittelteil etwas langatmig wird, der mich aber soweit gut unterhalten hat.
    Von mir 3,5 Sterne (die ich mathematisch auf 4 erhöhe).
  20. Cover des Buches Unsereins (ISBN: 9783498001810)
    Inger-Maria Mahlke

    Unsereins

     (72)
    Aktuelle Rezension von: herrzett

    Häufig frage ich mich, wenn ich durch Lübecks Straßen, Gassen und Gänge laufe, was diese alten Häuser wohl für Geschichten zu erzählen hätten. Dieser Gegensatz von prunkvollen Fassaden an den Hauptstraßen und den sehr einfachen Hinterhäusern fasziniert mich schon lange und lässt mich spätestens seit Svealena Kutschkes Roman „Stadt aus Rauch“ nicht mehr los. Natürlich könnte ich an dieser Stelle auch Thomas Manns „Buddenbrooks“ erwähnen, doch dieses Buch reizte mich nie, generell habe ich für Geschichten von Adligen und bessergestellten Familien nicht so den Nerv, war es doch häufig nur Zufall in jene angesehene Familien hineingeboren zu sein und ihre Taten, die mehr auf sich, ihren Ruf und Ansehen bedacht waren… nun ja. Die wahren Überlebenskünstler sind dann doch die einfachen Leute, eben jene aus dem Hinterhaus oder die Bediensteten der anderen. Und so freute ich mich wirklich sehr auf Inger-Maria Mahlkes Roman „Unsereins“ der diese Menschen in den Fokus rückt, die alles am Laufen hielten… die einfacheren Menschen, die Köchinnen, Dienstmädchen und Lohndiener, die Bediensteten und Kaufläute.

    „Unsereins“ ist dabei mehr so ein kaleidoskopartiger Roman, der nicht mal unbedingt so einen mitreißenden Plot hat, geschweige denn braucht. Das Herz sind diese unterschiedlichen Charaktere, die lose miteinander verknüpft sind. Familienmitglieder, Freunde, Bekanntschaften - diese liebevollen Figuren mit ihren Erlebnissen und Geschichten umringt von ihren Pflichten und Diensten. Mit jeder Seite kommt man ihnen näher, lernt sie lieben oder sie lernen es zu lieben, amüsiert sich über skurrile Situationen oder ist bewegt von der Armut und den Zuständen um 1890. Ich habe diesen Roman wahnsinnig geliebt, finde dieses Gegenstück zu den Buddenbrooks wirklich großartig und ja, ich wollte ehrlich gesagt gar nicht, dass dieses Buch jemals ein Ende findet. Ein große Empfehlung, für alle die historische, atmosphärische Romane lieben und mehr über das Damals und die nur selten erwähnten Lebensgeschichten und -realitäten lesen mag. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung… denn, wie der letzte satz so schön heißt: „vielleicht ist dies nicht das Ende, sondern nur der Anfang.“

  21. Cover des Buches Rungholts Ehre (ISBN: 9783734105517)
    Derek Meister

    Rungholts Ehre

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Er bemühte sich, Ruhe zu bewahren. Ein guter Hanseat hatte seine Gefühlswallungen im Griff. Noch ein Schluck Wein, aber es wollte nicht unbedingt besser werden. Zu ungeheuerlich war die Anschuldigung gegen Daniel und damit gegen Rungholt als Lehrmeister.«

     

    Lübeck, 1390. Bis auf seine Zahnschmerzen war die Welt für Kaufmann Rungholt bislang in Ordnung, plante er weitere erfolgreiche Geschäfte und die ebenfalls finanziell aussichtsreiche Verlobung seiner Tochter. Doch nun wird sein Lehrling Daniel beschuldigt, den Fremden, der ermordet aus der Trave gezogen wurde, auf dem Gewissen zu haben. Rungholt fühlt sich Daniel verpflichtet – und außerdem in seiner Ehre angegriffen, schließlich würde ein Mörder in seinem Haus auch seinem Ansehen schaden. Er beginnt, nach dem wahren Täter zu suchen. Doch die Zeit drängt, der Termin für Daniels Hinrichtung steht bereits fest…

     

    Schon nach kurzer Zeit war ich hier richtig in die Handlung eingetaucht. Die ist durchaus packend, denn schon bald kommt der Verdacht auf, dass eine Intrige im Gange ist und Rungholt neben dem Mord an dem Fremden noch ganz anderen Verbrechen auf die Spur kommen könnte. Die Mittelalter-Kulisse präsentiert sich in ihrer ganzen „Pracht“, hier wird nichts romantisiert, die Beschreibungen von Gestank und Schmutz dominieren.

     

    In einer Nebenhandlung verfolgt man einen anderen Kaufmann, der gemeinsam mit seinem kleinen Sohn um sein Leben kämpfen muss. Hier scheint es geheimnisvolle Hintergründe zu geben, die sich später aufklären, wenn die beiden Handlungsstränge zusammenlaufen.  Und dann gibt es noch Mirke, Rungholts Tochter, die in Kürze verlobt werden soll. Während sie die damit verbundenen Vertragsverhandlungen verfolgt, gehört ihr Herz eigentlich jemand anderem.

     

    Rungholt ist ein ungewöhnlicher Ermittler und interessanter Charakter. Vom Äußeren her abstoßend, fettleibig und stinkend. Intelligent und mit Ehrgefühl, aber auch jähzornig und mit einigen dunklen Flecken auf seiner Vergangenheit. Seine Angst, trotz stärkster Zahnschmerzen einen Heiler aufzusuchen, konnte mich da schon leicht amüsieren.

     

    Fazit: Intrigen im Mittelalter, stinkende Kulissen und ein ungewöhnlicher Ermittler.

  22. Cover des Buches Engelsgrube (ISBN: 9783404171712)
    Eva Almstädt

    Engelsgrube

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Lesehonig

    Mitten auf dem Altstadtfest in Lübeck wird eine Frau in der Menschenmenge niedergestochen. Brutal und ungehemmt geht der Mörder vor. Ein zweiter Mord wird mit einem alten Armeerevolver durchgeführt. Ein Szenegastronom fällt diesem zum Opfer. Aber hängen die Morde zusammen? Pias Kollegen stehen vor einem Rätsel, doch Pia hat sich wieder einmal festgebissen und verfolgt alle möglichen Spuren, bis sie selber in Gefahr gerät. Nachdem mich der erste Teil dieser Reihe total gefesselt hat, war ich erpicht darauf nun endlich den zweiten Teil zu lesen. Allerdings muss ich sagen, dass für mich dieser zweite Teil hier hinter dem ersten Teil zurücksteht und mich nicht so ganz überzeugen konnte. Erst war es mir ein bisschen zu wenig von Pia und später war mir die Story doch etwas zu wild. Im zweiten Teil des Buches war ich dann wieder mit Pia warm geworden und fühlte mich wohler. Auch wenn mich dieses Buch nicht gänzlich überzeugt hat, werde ich die Reihe dennoch weiterverfolgen. Ich bin nämlich neugierig, wie sich Pia und die weiteren Charaktere weiterentwickeln.  

  23. Cover des Buches Grablichter (ISBN: 9783404171736)
    Eva Almstädt

    Grablichter

     (111)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Ich liebe diese Reihe wirklich sehr (SPOILER).

    Das hat mir gut gefallen:

    Ich mag den Zusammenhang mit einer Dorfgeschichte und ganz vielen Irrungen und Verwirrungen, auch dass es lange mehrere Möglichkeiten gibt, welche Geschichte hinter dem Fall steht. Es ist sehr durchdacht und skrupellos. 

    Mir hat gut gefallen, dass weitere Charaktere von der Polizei mehr Tiefe bekommen. 

    Es lies sich schnell lesen und ich habe es verschlungen. 


    Das fand ich nicht so gut:

    Warum Pia immer noch mit Hinnerk zusammen ist, hab ich nicht ganz verstanden, ich finde sie passen gar nicht zusammen. 


    Fazit: So ein toller Krimi! Ich mag den Schreibstil und die Auswahl des Titels, denn es gibt meistens mehrere Möglichkeiten diesen im Roman wiederzufinden. Hier ist die Mischung zwischen dem Fall und Privatleben von Pia sehr ausgewogen. 



    Bleiben oder Weg? Ich freu mich sehr die Reihe weiterzulesen.

  24. Cover des Buches Zartbittertod (ISBN: 9783570313244)
    Elisabeth Herrmann

    Zartbittertod

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Sarange

    Diesen Thriller, eigentlich für Jugendliche, habe ich in einem Nachmittag und einer Nacht weginhaliert und kann ihn auch für Erwachsene wärmstens empfehlen, auch wenn es einem mit mehr Leseerfahrung vielleicht der eine oder andere nur bedingt nötige Twist zuviel ist. Das Buch ist rasant, spannend und aufwühlend im wahrsten Sinne des Wortes - die deutsche Kolonialgeschichte in Namibia wird aufgewühlt, der Völkermord an den Herero, die vielfachen Verschlingungen, die einige Familien und Unternehmen (Schokolade!) mit diesem schlimmen Kapitel der deutschen Geschichte auch hundert Jahre später noch haben. Die sympathische Heldin der Geschichte ist 19 Jahre jung und will eigentlich nur in ihrer Heimatstadt Meißen Pralinen herstellen. Doch es kommt anders... 

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