Bücher mit dem Tag "lübeck"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lübeck" gekennzeichnet haben.

171 Bücher

  1. Cover des Buches Meeresflüstern (ISBN: 9783570402214)
    Patricia Schröder

    Meeresflüstern

     (594)
    Aktuelle Rezension von: Moontana

    Meinung:

    Der Einstieg in das Buch war ganz Okey, ich bin gut durch gekommen und auch der Schreibstil war sehr angenehm.

    Doch leider muss ich sagen, dass es sehr lange nicht viel passiert ist.

    Es gab sehr viele Charaktere die auch alle immer wieder vorkamen aber leider gab es, sowohl bei den Protagonisten als auch bei den Antagonisten, keinen wirklichen Tiefgang, mich konnte leider kein einziger Charakter überzeugen. 

    Mir persönlich gefielen die Diagonale leider auch nicht unter den Personen, sie waren mir da zu Umgangssprachlich würde ich sagen. 

    Was ich ebenfalls erwähnen möchte ist dass ich Elodies Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Sie mag direkt einen Jungen aber dann plötzlich doch einen anderen. Das kam mir leider zu unauthentisch rüber. 

    Die Idee des Buches fand ich an sich sehr schön und habe mich daher auch sehr gefreut es endlich zu lesen. Leider konnte mich die Handlung nicht überzeugen, es gab viele Nebenstorys und das hat so die Hauptidee dann in den Hintergrund gerückt, also fand ich jetzt. 

    Mir hat leider auch sehr die Spannung gefehlt erst am Ende wurde es etwas spannender. 

    Aber ich muss auch ganz ehrlich sein, dass es wahrscheinlich eher für jüngere Leser geschrieben wurde. Mit 12-14 Jahren wäre ich wahrscheinlich hin und weg und fänds das Buch toll, mit 25 Jahren sieht das dann doch schon anders aus.

    Fazit:

    Mich persönlich konnte das Buch leider überhaupt nicht überzeugen, sowohl bei der Handlung als auch bei den Charakteren.

     Ich glaube einfach weil ich schon zu alt für so eine Geschichte bin.

    Für jüngere Leser*innen die auch gerne einen Hauch Fantasy mögen ist das bestimmt ganz toll. Aber für Erwachsene kann ich es jetzt nicht ganz empfehlen, aber dann kann gerne jeder selbst entscheiden.

  2. Cover des Buches Trümmerkind (ISBN: 9783426304921)
    Mechtild Borrmann

    Trümmerkind

     (254)
    Aktuelle Rezension von: KarinEger

    Zweifellos eine tolle Story! Ich hab mir das Buch in Hamburg gekauft, um mir besser vorstellen zu können, aus welcher Asche die Stadt auferstanden ist. Obwohl sich der Plot raffiniert entfaltet baut sich leider keine starke Atmosphäre auf. Das liegt meines Erachtens am Schreibstil, der durchweg flach bleibt. Weder Figuren noch Kulissen werden emotional greifbar. Das hat mich irgendwann so frustriert, dass ich das Buch weggelegt hätte, wenn nicht die Geschichte so gut  wäre, dass man wissen muss wie sie ausgeht. Selbst als die Zusammenhänge klar werden, will man die Details wissen. Am Ende überwiegt trotzdem die Enttäuschung, dass die Beziehungen zwischen den Charakteren nicht nachfühlbar sind. 

  3. Cover des Buches Engelsgrube (ISBN: 9783404171712)
    Eva Almstädt

    Engelsgrube

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Lene-s

    Pia Korittki, gut gezeichnete weibliche Protagonistin der bisher 17 Folgen der Krimireihe, ist sympathisch und ihre privaten und beruflichen Kämpfe sind realistisch beschrieben. Dies ist auch der Teil, der mir in allen Bänden dieser Reihe  sehr gut gefällt (ich lese gerade die ersten Folgen noch einmal, um die Entwicklung von Pia wieder klar zu kriegen).

    Der Schreibstil von Eva Almstädt ist angenehm und für einen Regionalkrimi werden die Eigenheiten der Region nicht übertrieben dargestellt, sondern bilden einen passenden und gut beschriebenen Hintergrund. Die Plots sind oft etwas sehr abenteuerlich konstruiert aber nicht so, dass man entnervt davon ist - der Dreh das Ganze zu einem schlüssigen Ende zu bringen gelingt dann doch.

    Fast alle Bände dieser Reihe, so auch der zweite Band, sind so  an manchen Stellen zu langatmig und veranlassen mich dazu, einfach mal Seiten zu überfliegen, statt genau zu lesen... Auch wenn E.Almstädt also manchmal Seiten schindet, was soll's - angenehme Freizeitunterhaltung zum Abschalten ist es jedenfalls.


  4. Cover des Buches Ostseesühne (ISBN: 9783404169283)
    Eva Almstädt

    Ostseesühne

     (132)
    Aktuelle Rezension von: BettinaF
    Inhalt: Im Feuerlöschteich auf einem Bauernhof entdeckt ein Postbote eine halb verweste männliche Leiche. Von den Bewohnern des Hofes, einem Ehepaar und ihrem 16-jährigen als zurückgeblieben geltenden Sohn, fehlt jede Spur. Pia Korittki übernimmt 
    die Ermittlungen - und findet heraus, dass vor Jahren ein merkwürdiges Gerücht im Dorf kursierte, dem jedoch nie jemand nachgegangen ist: Auf dem Hof soll damals ein Mädchen gefangen gehalten worden sein .

    Die Geschichte beginnt spannend und vielversprechend, der Stil der Autorin ist interessant und flüssig zu lesen. Während des Lesens kommen viele Fragezeichen auf, viele Dinge sind ungeklärt und auch etwas mysteriös. Die Figuren sind alle samt sehr gut ausgearbeitet. Ich war sehr lange auf einer falschen Spur. Zum Schluss hin zieht sich die Geschichte dann doch etwas sehr in die Länge. Das Ende ist schnell da und eher sehr kurz gehalten.

    Für mich hat die Geschichte sehr interessant begonnen und ja auch vielversprechend, jedoch lässt die Story dann bis zum Schluss sehr nach.
  5. Cover des Buches Das Gold des Meeres (ISBN: 9783442483181)
    Daniel Wolf

    Das Gold des Meeres

     (75)
    Aktuelle Rezension von: liselotte20

    Nun tritteine neue Generation der Familie Fleury in den Mittelpunkt, in das Gold des Meeres tritt ein neuer junger Kaufmann in die Fußstapfen des Großvater.  Nicht ganz so einnehmen wie die Vorgänger, trotzdem ein tolles Lesevergnügen, ich bin gespannt auf den Finalen Band.

  6. Cover des Buches Meeresrauschen (ISBN: 9783570402290)
    Patricia Schröder

    Meeresrauschen

     (289)
    Aktuelle Rezension von: leben.lachen.lesen

    Patricia Schröder ist ein guter Einstieg in den zweiten Teil der Reihe gelungen. Er knöpft da an wo der erste Teil endet und somit ist man direkt wieder mitten im gesehen und wird von der Spannung gepackt.

    In diesem Teil trifft man auf die alten Charaktere aus dem ersten Buch. Man lernt sie hier näher kennen und erfährt das ein oder andere Geheimnis von ihnen. Jedoch kommen auch neue Charakter hinzu, was meiner Meinung nach wiederum den Spannungsbogen aufrecht erhält.

    Besonders Elodie macht für mich in diesem Teil eine riesige Entwicklung mit. Von der damals zurückhaltenden und eher in sich gekehrten Person wird sie zu einer starken jungen Frau die ihre Meinung ganz klar vertritt und anderen auch mal die Stirn bietet.


    Alles in allem hat mir der zweite Teil der Trilogie besser gefallen, als der erste. Und meiner Meinung nach ist von Spannung, Romantik und vor allem Fantasie für jeden was dabei.

  7. Cover des Buches Ostseefeuer (ISBN: 9783404171873)
    Eva Almstädt

    Ostseefeuer

     (74)
    Aktuelle Rezension von: desaluma

    Wieder ein ganz toller Fall, der einen von Anfang an mitreißt. Allerdings fand ich es um Pias Privatleben spannender. Ich muss sagen, ich kann kaum erwarten den nächsten Fall zu lesen.

  8. Cover des Buches Blaues Gift (ISBN: 9783404171729)
    Eva Almstädt

    Blaues Gift

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Wieder einmal lässt die Autorin ihre Kommissarin Pia Korittki in Schleswig-Holstein ermitteln. 

    Dieses Mal wird ein toter Segler gefunden, dessen führerloses Boot zuvor mit einer Fähre kollidiert ist. War außer dem Opfer noch jemand an Bord? Und wenn ja, wo ist dieser jemand jetzt? Rätselhaft auch, dass der Mann nicht ertrunken, sondern vergiftet worden ist.  

    Gleichzeitig verschwindet Pias Schwägerin Marlene. Obwohl Pia befangen scheint, immerhin trifft sie sich mit einem Tatverdächtigen, dessen Mitbewohner mit einer Aconitin-Vergiftung im Krankenhaus gelandet ist, lässt man sie ermitteln. Als dann ihr Halbbruder wegen des dingenden Tatverdachtes in Untersuchungshaft genommen wird, verdichten sich die Hinweise, dass Marlene den toten Segler gut gekannt haben muss und als Mörderin in Betracht kommt. Doch genauso gut könnte auch Marlene ein Mordopfer sein.  

    Die fieberhafte Suche nach Marlene, die ihre kleine Tochter zurückgelassen hat und nie, wie angekündigt, bei ihrer Freundin in Zürich angekommen ist, hält Pia Korritki und ihr Team in Atem.  

    Lange Zeit tappt die Polizei im Dunklen, bis das entscheidende Detail zur Lösung dieses komplexen Falls gefunden wird. 

    Meine Meinung: 

    Dies ist mein erster Fall mit Pia Korritki, den ich noch dazu erstmals als Hörbuch gehört habe. Sprecherin Anne Moll erzählt mit schöner Aussprache, trotzdem ist ein Hörbuch nicht mein bevorzugtes Medium. Ich bleibe beim geschriebenen Wort. 

    Die Autorin entwickelt eine verzwickte Handlung, bei der wenig so ist, wie es scheint. Geschickt lockt Eva Almstädt ihre Leser auf die eine falsche Fährte.

     Ich hatte recht bald eine Idee, was die Ursache für die Verbrechen sein könnte, vor allem weil sich Marlenes Eltern so seltsam benehmen, doch die Hypothese hat sich nur teilweise bewahrheitet. 

    Dass Pia, die hier persönlich involviert ist, weiterermitteln darf, wird dies vermutlich in Wirklichkeit nicht dürfen - Personalmangel hin oder her.  

    Fazit: 

    Ich denke, das wird nicht mein letzter Pia-Korritki-Krimi sein. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  9. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.379)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Im alten Hamburg lebt die Familie Buddenbrook und leitet ein großes Unternehmen. Sie sind angesehen und auf Festen gern gesehen Gäste. Die Kinder sind nett, klug und sollen die Geschäfte einmal übernehmen. Die jungen Männer fangen auch an im Unternehmen zu arbeiten und Ehen werden geplant, organisiert oder arrangiert. Die Zeit bringt aber auch Veränderungen mit sich und so verändert sich nicht nur die politische Landschaft oder das Geschäftsleben, sondern auch die Menschen. Man will auch seinen Gefühlen folgen oder gar aus Hamburg weg gehen und so fängt die Familie Buddenbrook langsam an zu bröckeln und das große Haus wird leerer. Thomas Manns großer Familienroman umspannt drei Generationen und Teile seiner eigenen Geschichte sind hier mit hinein verwoben. Es ist so ein großartiges, gewaltiges Buch und wirkt immer noch stark und die Sprache ist einfach brillant.

  10. Cover des Buches Ostseetod (ISBN: 9783404173419)
    Eva Almstädt

    Ostseetod

     (84)
    Aktuelle Rezension von: desaluma

    Eines der spannendsten Fälle und bis zum Schluss bin ich nicht auf den/die Täter/Täterin gekommen. Unfassbar fesselnd geschrieben. Sowohl der Fall packt einen sofort, als auch Pias Privatleben hält einen auf Dauerspannung. Ich freue mich sehr auf den nächsten Fall!

  11. Cover des Buches Mein wunderbarer Küstenchor (ISBN: 9783499274442)
    Janne Mommsen

    Mein wunderbarer Küstenchor

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Der Roman "Mein wunderbarerer Küstenchor" von Janne Mommsen entführt uns dieses mal nicht, wie vom Autor gewohnt auf eine Insel, sondern an die Küste Mecklenburgs, nach Klütz. 

    Die Saison in Klütz ist vorbei, das Hotel in dem Britta arbeitet schließt seine Türen über die Wintermonate, da dort keine Touristen erwartet werden. Jetzt freut sich Britta auf die Chorproben mit ihrem mitgegründeten gemischten Chor. Sie wollen unbedingt an einem Wettbewerb im finnischen Städtchen Tampere angemeldet und sind schon fleißig am Proben, Planen und einheitliche Kleidung gestalten. 

    Doch dann kommt die Hiobsbotschaft schlechthin. Der Chorleiter muß berufsbedingt in den Süden ziehen und kann den Chor nicht mehr weiterleiten. Dann springen auch noch 2 Männerstimmen ab und aus dem gemischen Chor wird schnell ein reiner Frauenchor, doch das will Britta so nicht einsehen. 

    Sie bemüht sich sehr um einen neuen Chorleiter, schließlich ist der Chor viel mehr als nur eine Singstunde für Britta. Für Britta ist der Chor schon fast wie eine Famiile. Kurzerhand beschließt Britta den Chor selber zu leiten und versucht noch 2 früher Männerstimmen wieder mit ins Boot zu holen um den Chor in Finnland gut dastehen zu lassen.

    Ein amüsanter, witziger, unterhaltsamer und schöner Roman aus dem Hause Mommsen. Mir hat er wieder gut gefallen. Ich habe mich in der Chorgemeinschaft sehr wohl gefühlt und man konnte die gute Stimmung beim Singen tatsächlich aus den Seiten herauslesen.



  12. Cover des Buches Ostseeangst (ISBN: 9783404178216)
    Eva Almstädt

    Ostseeangst

     (60)
    Aktuelle Rezension von: desaluma

    Ein höchst spannender Fall, der ein riesen Potential zur Verfilmung hätte! Um Pias Privatleben wird es in diesem Band deutlich ruhiger als im vorherigen. Tut aber dem Buch kein Abbruch. Die Story hat mich von Seite eins total gefesselt und ich habe das Buch wirklich verschlungen. Eva Almstädt hat sich mit diesem Buch übertroffen und ich bin sehr auf die kommenden Bücher gespannt.

  13. Cover des Buches Im Zeichen des Löwen (ISBN: 9783442490035)
    Daniel Wolf

    Im Zeichen des Löwen

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    In Daniel Wolfs aktuellem Roman, der in Friesland im 14. Jahrhundert spielt, geht es um zwei verfeindete Familien. Die Blutfehde ist zwischen Wilke Tammen Osinga und Enne Rycken entbrannt, denn alles beginnt damit, dass Wilke eine Nachricht erhält, Enne hätte seinen ältesten Sohn Unicke umgebracht. Wilke Tammens Rache ist furchtbar, und er verpflichtet seine ganze Familie, ihn zu unterstützen, auch seinen Sohn Jann Wilken, den er eigentlich verachtet, weil er als Bastard geboren ist. Und obwohl er kaum ein gutes Wort oder einen Blick für Jann übrig hat, erwartet Wilke, dass auch dieser Sohn ihm in den Kampf folgt. Dabei möchte Jann nichts lieber, als Schiffe konstruieren und bauen. Das ist seine ganze Leidenschaft, und darin ist er richtig gut, nur leider kann er offiziell nie ein Schiffbauer werden, denn als Bastard wird ihm der Zutritt zur Gilde nicht gestattet. Zudem ist er auch noch unglücklich in Jorien verliebt, die Tochter des Schiffbaumeisters Folkmar Peters, bei dem er arbeitet. Auch hier hat er wieder schlechte Karten, denn als Bastard bleibt ihm auch diese Verbindung verwehrt.

    Enne, der Erzfeind der Familie Osinga, ist das Oberhaupt der Familie Hylkena zu Duvelslond. Eigentlich besteht Ennes Familie nur noch aus ihm selbst und seiner Schwester Alke, die eine gefürchtete Alchimistin ist.

    Alle Tragödien, sie sich im Verlauf des 925 Seiten starken Romans ereignen, haben direkt oder indirekt ihren Ursprung in dieser unglücklichen Fehde zwischen den beiden Familien. Was sich alles abspielt, darauf möchte ich gar nicht näher eingehen, um die Spannung nicht zu zerstören. Jann, der wichtigste Charakter im Roman ist ein sympathischer Mann, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt, obwohl ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Er baut erfolgreiche Geschäftsbeziehungen nach Lübeck auf und findet dort einflussreiche Freunde. Hier fließt auch ein Teil der Geschichte des damaligen Städtebündnisses, der Hanse, mit ein.

    Auch Bremen spielt eine nicht unwesentliche Rolle im Roman, denn dort lebt Folkmars Schwester, Theda Peters und leitet den Beginenorden Sankt Katharinen. Auch hierzu entstehen im Lauf des Romans einige Verknüpfungen.

    Die Handlung erstreckt sich über 33 Jahre, beginnend im Jahr 1350, bis 1383, wo man im Epilog erfährt, wie es mit den lieb gewonnenen Charakteren weiter geht. Ja, lieb gewonnen habe ich einige Charaktere. Da ist zum einen Jann, der unermüdliche Kämpfer, der stets für Gerechtigkeit einsteht und sich vom Leben nicht unterkriegen lässt. Auch sein Bruder Abbe, Wilkes Drittgeborener, ist ein kluger und sympathischer Mensch, mit dem es aber das Leben auch nicht gut gemeint hat, denn er ist ein Krüppel und hat damit nicht viel mehr Rechte als ein Bastard. Im Verlauf der Geschichte wird immer wieder klar, wie ungerecht (oder auch selbstgerecht) die Menschen damals dachten und handelten. Jemand, der eine angeborene Behinderung aufwies, wurde abfällig betrachtet, und hinter einem körperlichen Gebrechen wurde auch schnell eine geistige Störung vermutet und der Betroffene als dumm und unzurechnungsfähig abgestempelt.

    Alles in allem beweist sich Daniel Wolf hier wieder als grandioser Erzähler mit einem enormen historischen Wissen. Vor allem der Schiffbau der damaligen Zeit wird sehr detailliert dargestellt. Auf der inneren hinteren Buchklappe ist eine Kogge aus dem 14. Jahrhundert abgebildet. Auch gibt es hinten im Buch glücklicherweise ein Glossar der friesischen und maritimen Begriffe, mit denen ich teilweise so meine liebe Not hatte.

    Es waren raue, gefährliche Zeiten, die damals in Friesland herrschten, und die Ereignisse sind auch ungeschönt dargestellt. Gerade das Los der einfachen Bevölkerung wird immer wieder thematisiert. Vor allem das Leben in Warfstede kann man sich bildhaft vorstellen, denn von dem Ort gibt es eine kleine Karte vorne im Buch. Auch ein Personenverzeichnis findet man dort, was auch wichtig ist, denn es sind im Verlauf der Geschichte sehr viele Charaktere eingebunden.

    Mir hat Janns Geschichte gut gefallen, auch wenn mich die vielen Fachbegriffe und Erläuterungen zum Koggenbau ziemlich an meine Grenzen gebracht haben. Das ist auch der Grund, wieso ich ziemlich lange an dem Buch gelesen habe, denn manchmal ging es nur „häppchenweise“ vorwärts, da es doch ein paar Längen in der Geschichte gibt. Auch einige Handlungen der an sich guten Charaktere waren für mich manchmal fragwürdig und irritierend.

    Ich muss gestehen, dass für mich das Buch nicht ganz an die Fleury-Saga heran kommt. Da hinter dem Titel „Im Zeichen des Löwen“ angegeben ist, es würde sich um die Friesen-Saga 1 handeln, gehe ich davon aus, dass es demnächst weitere Bände dazu geben wird. Darauf bin ich auf jeden Fall gespannt.

  14. Cover des Buches Grablichter (ISBN: 9783404171736)
    Eva Almstädt

    Grablichter

     (106)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Grablichter von Eva Almstädt ist der vierte Teil ihrer Pia Korittki Reihe. Ich kenne die ersten Teile sowie die Kurzkrimis über und mit Pia. Ich mag den Schreibstil und wie sie eine Geschichte aufbaut. Dieser Teil konnte mich allerdings nicht ganz überzeugen.

    Alles deutet zunächst auf einen Reitunfall hin. Doch schnell wird klar das die Journalistin Lisanne Olsen nicht durch den Sturz starb sondern ermordet wurde. Nur warum? Pia begibt sich in den kleinen Ort und beginnt mit den Ermittlungen. Doch da scheint so einiges im Argen zu liegen. Es gibt Streit um eine Umgehungsstraße und dann wird den Ermittlern von einem Toten ohne Kopf erzählt der schon seit mehreren Jahrzehnten in seinem ungewöhnlichen Grab lag. Hat der unbekannte Tote, die Umgehungsstraße und der angebliche Reitunfall etwas gemeinsam? Hat die Journalistin etwas herausgefunden was ihr das Leben gekostet hat?

    Wie gewohnt baute Eva Almstädt ihren Krimi gekonnt auf und bringt schon früh eine gewisse Spannung ein. Das Buch lässt sich gut und schnell lesen. Doch richtig packen konnte es mich diesmal nicht. Zum einen gab es viele kleine Hinweise und Nebensächlichkeiten die für meinen Geschmack nicht hätten sein müssen. Dadurch wurde es teilweise etwas langatmig. Auch hatte ich mir bei dem Titel etwas anderes vorgestellt gehabt. Erst gegen Ende des zweiten Drittels bekommt man eine Ahnung was der Titel bedeutet. Und ab da an hatte ich auch schon eine Vermutung wer und was hinter allem steckt.

    Die Personen sind alle wieder gut heraus gearbeitet worden. Pia und ihre Kollegen sind mir sehr sympathisch. Auch die Protagonisten aus dem kleinen Örtchen sind gut dargestellt. Es gibt da den ein oder anderen kauzigen Protagonisten aber dies macht das Buch auch etwas lebendiger und gibt dem ganzen etwas Dynamik.

    Es war ein netter Krimi, aber kein unbedingtes muss ich lesen Buch.

  15. Cover des Buches Das weiße Gold der Hanse (ISBN: 9783404178896)
    Ruben Laurin

    Das weiße Gold der Hanse

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Anet

    Ich hab mal etwas ganz anderes gelesenen. 

    In diesem Buch wird über Entstehung die Heilig Geist Hospiz in Lübeck erzählt. Ich fand das Deckblatt interessant . Immerhin wohnen wir in der Nähe von Lübeck. Zum Roman.... Er spielt ca 1270 in Lübeck, und einige andere Hansestädte. 

    Die Geschichte dreht sich um einen Stifter des Hospiz von Bertram Morneweg. Er erzählt sein Leben dem jungen Johannes von Köln, der keine Hoffnung sieht, seine Anna zu ehelichen.Weil er nicht standesgemäß sei. 

    Der Roman ist fesselnd geschrieben und gut recherchiert. 

    Teilweise sind Figuren frei erfunden, was der Sache aber kein Abbruch tut. 


    #dasweissegoldderhanse  #lübeck #rubenlaurin

  16. Cover des Buches Ostseegruft (ISBN: 9783404179671)
    Eva Almstädt

    Ostseegruft

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Wirkommu

    Es fängt vergleichsweise harmlos, wenngleich traurig, an: Eine ehemalige, seinerzeit enge, Freundin stirbt. Es wird ein Unfall "diagnostiziert". Bei der Beerdigung jedoch der Eklat: Ein Fremder behauptet, es sei kein Unfall gewesen, was bei Pia Korittki natürlich sofort auf "fruchtbaren" Boden fällt. Sie sammelt Daten und Fakten, mit denen es ihr gelingt, den Vorgesetzten zu überzeugen, dass der Fall neu aufgerollt wird. An Verdächtigen mangelt es eigentlich nicht, jedoch will es nicht gelingen, jemanden "festzunageln". Bis plötzlich ein Gängesystem aus dem Weltkrieg unter einer Siedlung auftaucht, in dem ein Toter gefunden wird. Und plötzlich bekommt der Fall eine ganz andere Dimension.

    Ein spannungs- und wendungsreich geschriebenes Buch, ein typischer Pia Korittki-Fall. Trotz einiger unlogischer Sprünge bzw. nicht nachvollziehbarer Handlungen einzelner Protagonisten ein lesenswerter Krimi, der sich leicht und locker wegliest und Lesefreude bis zum Schluss garantiert.

  17. Cover des Buches Düsterbruch (ISBN: 9783404171767)
    Eva Almstädt

    Düsterbruch

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Camilla67

    Wie immer super spannend. 

  18. Cover des Buches Ostseerache (ISBN: 9783404176663)
    Eva Almstädt

    Ostseerache

     (62)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Allgemeines:

    Die Krimireihe "Pia Korittki", der Autorin Eva Almstädt, erscheint seit 2004 im Lübbe Verlag. Die Buchreihe beinhaltet aktuell 17 Titel. 

    Band 1: Kalter Grund (Ersterscheinung: 23.11.2004)
    Band 2: Engelsgrube (Ersterscheinung: 01.01.2005)
    Band 3: Blaues Gift (Ersterscheinung: 01.01.2007)
    Band 4: Grablichter (Ersterscheinung: 12.02.2008)
    Band 5: Tödliches Mitgift (Ersterscheinung: 10.02.2009)
    Band 6: Ostseeblut (Ersterscheinung: 20.03.2010)
    Band 7: Düsterbruch (Ersterscheinung: 17.03.2011)
    Band 8: Ostseefluch (Ersterscheinung: 17.02.2012)
    Band 9: Ostseesühne (Ersterscheinung: 15.04.2014)
    Band 10: Ostseefeuer (Ersterscheinung: 12.03.2015)
    Band 11: Ostseetod (Ersterscheinung: 11.03.2016)
    Band 12: Ostseejagd (Ersterscheinung: 16.03.2017)

    Band 13: Ostseerache (Ersterscheinung: 29.03.2018)
    Band 14: Ostseeangst (Ersterscheinung: 29.03.2019)
    Band 15: Ostseegruft (Ersterscheinung: 30.04.2020)
    Band 16: Ostseefalle (Ersterscheinung: 26.03.2021)
    Band 17: Ostseekreuz (Ersterscheinung: 25.03.2022)

    Klappentext:

    In einem beschaulichen Dorf an der Ostsee wird eine junge Frau auf grausame Weise ermordet. Die Dorfbewohner verdächtigen Flora, die als Jugendliche eine Mitschuld am Tod eines Nachbarjungen gehabt haben soll und die nun wieder in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. Die Mordkommission Lübeck ermittelt. Auch Kommissarin Pia Korittki, die gerade ihre Hochzeit plant, sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen und rollt den früheren Todesfall wieder auf. Schon bald muss sie fürchten, dass es nicht bei diesen zwei Morden bleiben wird...

    Meinung:

    Es war mein erstes Buch von Eva Almstädt und leider habe ich nur den 13ten Teil in die Finger bekommen (war zu dem Zeitpunkt das einzige deutsche Buch, welches ich im Ferienresort ergattern konnte). Das Buch musste daher als "Notnagel" herhalten, als mir der Lesestoff im Urlaub ausgegangen ist. Ich kann aber durchaus sagen, dass man das Buch lesen kann, ohne die Vorgänger gekannt zu haben. Um die nötigsten Zusammenhänge zu verstehen, wurde alles, was in den früheren Bänden wichtig war, in diesem Band nochmals wiedergegeben. Das war für mich schon mal sehr vorteilhaft.

    Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben, was sehr spannend war. Dadurch hat man nicht nur die Charaktere besser kennengelernt, sondern konnte auch deren Gedankengängen folgen.

    Was mir gut gefallen hat ist die realistisch dargestellte Polizeiarbeit – zumindest soweit ich das beurteilen kann. Keine übertriebenen Schiessereien, etc. wie man es sonst aus dem TV kennt. Trotzdem hat mir etwas mehr Spannung gefehlt. Das Buch war teilweise langatmig und der Fokus lag eher auf Pias Privatleben, statt auf dem Fall. Nichtsdestotrotz legt die Autorin einige interessante Spuren aus, damit der Leser munter miträtseln kann. Doch ganz so einfach lässt sich der Täter nicht überführen und ich war ehrlich überrascht. Ich hatte einen anderen Täter im Visier – bessergesagt zwei Täter.

    Die Nebencharaktere sind ansonsten eher stereotyp. Typische Eigenbrötler, mit Abneigungen gegenüber fremden Menschen und unnahbar – so, wie Städter sich die Dorfbewohner oftmals vorstellen.

    Der Schreibstil an sich war flüssig und bildhaft. Das Buch selber ist leicht und schnell zu lesen, weshalb ich es innert kurzer Zeit verschlungen habe.

    Fazit/Empfehlung:

    Als Urlaubslektüre war das Buch für mich absolut ausreichend aber im Grunde hat mir dann doch die durchgehende Spannung und der Nervenkitzel gefehlt.  

    Ob ich mir noch die anderen Bände zulege, wird sich zeigen. Vorerst bin ich bedient.

    Nichtsdestotrotz kann ich das Buch guten Gewissens weiterempfehlen. 

  19. Cover des Buches Ostseeblut (ISBN: 9783404171750)
    Eva Almstädt

    Ostseeblut

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Manuela_Friedrich

    Zusammenfassung:
    Ein Mord beim Orientierungslauf auf dem Priwall. Eigentlich sollte die Frau des ermordeten den Lauf bestreiten, aber wegen einer Verletzung ist ihr Mann eingesprungen. Zufall oder war der Mord gezielt? Die Frau des ermordeten ist in einem Mädchenerziehungsheim aufgewachsen. Die Spuren führen immer wieder dorthin. Ist der Mörder da zu finden oder verrennt Pia Korittki sich...

    Meine Meinung:
    Endlich konnte ich mich wieder der tollen Reihe von Eva Almstädt widmen. Es ist für mich, mit ihren Büchern immer so, als wenn eine gute Freundin zu mir kommt. Ich mag Ihren Schreibstil unheimlich. Auch der sechste Teil der Serie hat mir wieder Mega gefallen. Es ist immer eine gewisse Spannung da. Man taucht in die Ermittlungen ein und auch der emotionaler Zustand von Pia lässt einen mitfühlen. Die Detaillierte Beschreibung der Handlung und auch die Schauplätze lassen einen irgendwie "dabei" sein. Ich mag es total wenn man die Charaktere kennt und sie versteht. Ich habe das Buch wieder verschlungen 😃

    Fazit:
    Ich habe wieder tolle Lesestunden mit dem Buch gehabt und möchte die Reihe jedem ans Herz legen.

  20. Cover des Buches Ostseekreuz (ISBN: 9783404185733)
    Eva Almstädt

    Ostseekreuz

     (53)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    „Ostseekreuz“ von Eva Almstädt ist bereits der 17. Fall der Serie um Kommissarin Pia Korittki und es war mein erstes Buch der Autorin. Daher war es für mich zuerst ein bisschen schwierig, mich in den Krimi einzulesen, der nahtlos an den Vorgängerband „Ostseefalle“ anschließt. Aber Eva Almstädt schaffte es, alle fürs Verständnis notwendigen Kenntnisse in die Handlung einzubauen. Dadurch entstehen für Kenner der Serie vermutlich ein paar Längen, für mich waren die wiederaufgewärmten Erklärungen aber wirklich wichtig. Und insgesamt fand ich das Buch gelungen und eine lohnende Urlaubslektüre.

    Aber von vorn.

    Pia Korittki ist jüngst (also im 16. Teil der Serie) ihrem Entführer Albrecht Lohse entkommen. Äußerlich hat sie die traumatischen Erlebnisse ihrer Entführung unbeschadet überstanden, aber psychisch nicht ganz. Nachdem sie am Fundort einer Leiche einen gänzlich Unbeteiligten körperlich angegangen ist, sieht auch sie die Notwendigkeit einer Auszeit. Eine kurze Verschnaufpause in einem nahegelegenen Kloster Naumar bietet sich an – nicht weit weg von ihrem Sohn Felix, den sie bei seinem Vater und dessen neuer Familie untergebracht hat. Dort wähnt sie ihn sicher vor ihrem Entführer, vermisst ihn aber sehr. Das Kloster bietet Auszeiten vom Alltag mit Arbeit, geistlicher Unterstützung und verschiedenen Kursen an, was außer Pia auch noch andere Gäste in Anspruch nehmen. Und während ihr Freund Marten Unruh die Jagd nach ihrem Entführer fortsetzt, findet schon am zweiten Tag ihres Aufenthalts der Novize Noah Bruder Zacharias, den Cellerar des Klosters, tot in einer Kirchenbank. Kurz darauf verschwindet einer der Gäste. Pia, die unter falscher Identität im Kloster ist, ist eigentlich an den Ermittlungen gar nicht beteiligt. So ganz kann sie sich aber nicht raushalten. Sie unterstützt die Polizei bei ihren Nachforschungen und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse.

    Kloster-Krimis kennt man spätestens seit „Der Name der Rose“. Undercover-Polizisten in Klöstern sind auch nichts Neues. Aber irgendwie stimmt trotz des bewährten Musters bei dem Buch fast alles. Gut, ob der Prior tatsächlich Philipp heißen muss, wie der Prior in Ken Folletts „Die Säulen der Erde“, sei dahingestellt. Auch sonst finde ich die Charaktere ein bisschen stereotyp, wenn auch stimmig, ausgearbeitet. Die Umgebung (das Buch spielt in der Region Lübeck) passt ebenfalls und auch die Atmosphäre, die die Autorin schildert, ist greifbar. Vor allem fand ich den psychologischen Aspekt des Krimis interessant. Die abgeschlossene, leicht klaustrophobische Gemeinschaft hinter Klostermauern (nach kurzer Zeit wird die Pforte abgeschlossen und nur noch „bekannte“ Personen dürfen aufs Gelände), eine begrenzte Gruppe von Menschen, von denen jeder ein Täter sein könnte und mittendrin eine traumatisierte Polizistin, die eigentlich nur ihre Ruhe haben möchte, dann aber unterstützend agiert. Zwar finde ich, dass in der Beziehung manches etwas oberflächlich abgehandelt wird, aber alles in allem für einen Krimi recht gut.

    Sprachlich fand ich das Buch bodenständig und gut zu lesen. Bei der Spannung im Buch sieht es für mich anders aus. Die Beschreibungen von Martens Jagd nach Pias Entführer Lohse waren für mich unnahbar und steril. In diesen parallel zur Hauptgeschichte verlaufenden Passagen kam für mich kaum Spannung auf, was den Spannungsbogen zu einem stetigen Auf und Ab machte. Allerdings finde ich das Buch thematisch ein Bisschen überladen und dadurch ein wenig durcheinander. Mord, eine seltsame Reliquie und dann noch parallel der komplette zweite Handlungsstrang mit der Jagd nach dem Entführer – das ist für mich ein bisschen zu viel des Guten. Der Schluss passt, kam für meinen Geschmack aber ein bisschen überstürzt und ist ein wirklicher Schluss. Heißt: er bietet keinen Cliffhanger, fast so, als wollte die Autorin einen echten Schlusspunkt setzen.

    Mir hat das Buch trotz ein paar Längen gefallen, ich würde sagen, er ist ideale unterhaltsame Urlaubslektüre. Von mir daher vier Sterne.

  21. Cover des Buches Die Arznei der Könige (ISBN: 9783404176465)
    Sabine Weiß

    Die Arznei der Könige

     (30)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Jakoba hat sich in ihrem Leben eingerichtet, endlich hat sie in einem Kloster Frieden gefunden. Sie darf als Krankenpflegerin arbeiten und lernen. Doch dann zwingt ihr Bruder sie dazu, das Kloster zu verlassen und eine neue Ehe einzugehen. Ihr Ehemann stellt sich sehr schnell als brutaler Schläger heraus. An seiner Seite wird Jakoba kein gutes Leben führen können. Es kommt zum Schlimmsten und die junge Frau ergreift die Flucht. Allein auf sich gestellt begibt sie sich auf eine gefährliche Reise ohne Ziel. Sie trifft auf unerwartete Hilfe in Form eines Mannes und seiner Frau. Arnold ist Theriak-Krämer und seine Frau Mona unterstützt ihn. Jakoba kann die Zwei davon überzeugen, sie mitzunehmen und ihr die Kunst des Heilens und das Geheimnis des Theriaks anzuvertrauen. Ihr Weg führt sie bis nach Paris, zu noch größeren Geheimnissen und an den Königshof.


    Jakoba, die Heilerin, hat tatsächlich gelebt, und zwar im 14. Jahrhundert. Auch wenn es nicht viel über diese Frau an Material zum Nachlesen gibt, war sie trotzdem weit ihrer Zeit voraus. Die Autorin Sabine Weiß hat diese historische Figur als Vorbild für ihre Jakoba verwendet. Geschickt erzählt die Autorin aus dem Leben der Frau und wie sich ihr Weg gestaltet haben könnte. Allerdings lässt Sabine Weiß Jakoba ihren Weg von Lüneburg aus antreten, das historische Vorbild stammte vermutlich aber aus Florenz (laut Wikipedia).


    Auch wenn der Lebensweg, der hier beschrieben wurde, nicht unbedingt historisch korrekt war, hat mich die Geschichte trotzdem gut unterhalten. Die Autorin versteht es, eine gute Geschichte zu erzählen. Jakoba hat großes Interesse an der Heilkunst und an der Herstellung des berühmten Theriaks. Ihr Wille zu lernen, wird geschickt mit der Geschichte ihrer Flucht und ihrem Leben verwoben.


    Das Schicksal dieser jungen Frau hat dann auch einiges zu bieten. Mir hat sie als Charakter gut gefallen. Sie hat immer versucht, nicht aufzugeben und ihre Ziele verfolgt. Auch wenn ihr Handeln so manches Mal etwas in den Hintergrund gerutscht ist, weil andere Charaktere der Geschichte mehr Raum gebraucht haben, blieb sie doch immer präsent.


    Vor allem Arnold und seine Frau Mona nehmen einen guten Teil der Handlung ein. Mir hat dieser geheimnisvolle Krämer gut gefallen und ich hätte tatsächlich gern noch mehr von ihm und seinen geheimen Unternehmungen gelesen. Auch seine Frau fand ich gut gezeichnet. Es gab noch einige Protagonisten mehr, die mir gut gefallen haben und die diese Geschichte zu einer guten Geschichte gemacht haben.


    Der leichte Erzählstil von Sabine Weiß trägt mit dazu bei, dass das Buch sich quasi von allein liest. Dabei verknüpft die Autorin geschickt historisches Hintergrundwissen mit ihrer fiktiven Geschichte. Ein Personenregister zu Beginn sorgt für den Überblick über die Protagonisten und ein Nachwort zum Schluss klärt Fiktion und Wahrheit.


    Fazit:


    „Die Arznei der Könige“ ist ein unterhaltsamer, fiktiver historischer Roman über das Leben im 14. Jahrhundert. Der Kampf um ein eigenständiges Leben, gerade für eine Frau wird anschaulich geschildert. Die Liebesgeschichte ist nicht zu vordergründig und doch immer gegenwärtig. Mir hat die Mischung gut gefallen. Ich hatte schöne Lesestunden.

  22. Cover des Buches Die Perlenfischerin (ISBN: 9783404177752)
    Sabine Weiß

    Die Perlenfischerin

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    3,5 Sterne, aufgerundet auf 4
    Die Geschichte spielt in Norddeutschland im 13. Jahrhundert. Hauptprotagonistin ist Ida, die zu Beginn der Handlung circa sechs Jahre alt ist. Ihr Dorf wird überfallen; viele werden getötet, viele vertrieben. Ida wird dabei von ihrer Familie getrennt und schließlich von einer Einsiedlerin gefunden, die sie bei sich aufnimmt und großzieht.
    Das hat mir sehr gut gefallen; ich konnte mich in die Geschehnisse gut hineinversetzen. Alles ist auch recht ausführlich beschrieben.
    Ida wächst heran, macht sich irgendwann auf die Suche nach ihrer Familie.
    Wir begleiten Ida eine ganze Weile, erleben ihre "Abenteuer" mit. Irgendwann heiratet sie, bekommt Kinder, später auch Enkelkinder...
    Und irgendwo hat mich dann die Geschichte ein bisschen verloren.
    Vielleicht war es einfach zu viel; ich bin mir nicht sicher. Das Buch hat knapp über 700 Seiten, aber daran kann es eigentlich nicht gelegen haben; da habe ich schon dickere Bücher gelesen.
    Trotzdem konnte mich die Geschichte irgendwann nicht mehr so fesseln wie zu Beginn. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Geschehnisse zum Ende hin irgendwie "liebloser" erzählt wurden. Das Politische rückte in den Vordergrund, was sicherlich auch interessant war, aber Ida und ihre Familie habe ich dabei ein wenig verloren bzw. vermisst. Sie war mir nicht mehr so nahe.
    Trotzdem aber ein sehr gutes Buch; schreiben kann die Autorin auf jeden Fall!

  23. Cover des Buches Hansetochter (ISBN: 9783404168873)
    Sabine Weiß

    Hansetochter

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch spielt im späten 14. Jahrhundert in den Jahren 1375 bis 1376 in Lübeck. Damals eine der wichtigsten Städte der Hanse. So ist die Handlung auch im Kreise der Kaufleute angesiedelt, die in damaligen Zeiten wichtige Bürger in den Hansestädten waren.

    Es geht um Liebe und um Verrat und Betrug - aber auch um Mord und das aufbegehren einer jungen Kaufmannstochter. Dabei hat die Autorin die historische Zeit und die seinerzeitige weitgehende Rechtlosigkeit der Frauen gut herausgearbeitet. Die Figuren sind gut gezeichnet, wenngleich doch arg "schwarz-Weiß" dargestellt. Man kann immer gleich erkennen, ob eine Figur gut oder böse ist. Dieses schwarz/weiß-Schema prägt denn auch die gesamte Handlung. Die Hauptfigur muss vielen Rückschläge, Demütigungen und Gefahren überwinden um letztendlich doch zu einem guten Schluss zu kommen. Das hat so etwas von einem Märchen an sich....!

    Trotzdem kann das Buch gut unterhalten. Wie es im zweiten Buch mit den Protagonisten weitergeht kann der versierte Leser sich sicher schon jetzt vorstellen....!



  24. Cover des Buches Tödliche Mitgift (ISBN: 9783404171743)
    Eva Almstädt

    Tödliche Mitgift

     (80)
    Aktuelle Rezension von: PeytonS

    Ich habe das Hörbuch gelesen und fand es, wie viele hier, dass es der schlechteste Fall war. Kann mir einer den Titel erklären? Das hat sich mir nicht mal erschlossen...


    Die detaillierte Rezi findet ihr von mir unter dem Hörbuch. 

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