Bücher mit dem Tag "lüge"
460 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.752)Aktuelle Rezension von: Isa_HeDas Buch „A Court of Thorns and Roses“ ist der Auftakt von Sarah J. Maas‘ „Das Reich der Sieben Höfe“ Reihe und nachdem ich schon so viel von dieser Reihe gehört habe und eine ihrer anderen Reihen sehr lieb gewonnen habe, musste ich nun auch mit Acotar starten.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig. Die Geschichte lässt sich leicht lesen und gleichzeitig gelingt es ihr immer wieder neue Fragen aufzuwerfen und so die Neugier des Lesers stets oben zu halten. Man lernt die Welt der Fae Prythian und ihre Hintergründe langsam nach und nach gemeinsam mit Feyre kennen und taucht so immer weiter in eine Welt voller Magie ein. Hier freue ich mich schon darauf noch mehr von der Welt in den Folgebänden zu erfahren. Die Beschreibungen der Autorin sind sehr bildhaft und so konnte man sich den Frühlingshof mit seinen idyllischen Landschaften, der zu großen Teilen das Setting in diesem Buch ist, sehr gut vorstellen. Gleiches gilt für die vielen verschiedenen Arten von Fae, denen Feyre dort begegnet und nicht alle wollen ihr Gutes, wodurch die Welt nie völlig harmlos wirkte. Hinter der Idylle und Schönheit lauern Geheimnisse, Gefahren und Dinge, die Feyre zunächst nicht versteht. Mir gefiel diese Mischung aus märchenhafter Atmosphäre und einer ständigen unterschwelligen Bedrohung sehr gut.
Die Protagonistin Feyre mochte ich sehr gerne und sie war mir schnell sympathisch. Sie lebt in schwierigen Verhältnissen und kämpft darum, ihre Familie zu versorgen. Durch ein folgenschweres Jagderlebnis mit weitreichenden Konsequenzen, gelangt sie in das Reich der Faenund muss sich dort mit einer Welt auseinandersetzen, die sie bisher nur als gefährlich und grausam kannte. Sehr gerne mochte ich dabei Feyres Entwicklung. Ihr Hass auf die Fae ist zu Beginn tief in ihr verwurzelt, doch nach und nach beginnt sie ihre bisherigen Vorstellungen zu hinterfragen. Sie lernt die unterschiedlichen Fae kennen und ja, nicht alle wollen ihr Gutes, trotzdem ändert sich nach und nach das Bild, das sie von ihnen hatte. Dabei bleibt sie eine mutige und kämpferische Figur, die bereit ist sich für diejenigen, die sie liebt einzusetzen. Diese Mischung aus Stärke, Verletzlichkeit und der Hang sich in Gefahren zu bringen mochte ich an ihr sehr gerne. Auch einige der Fae, wie Tamlin und Lucien fand ich interessant gestaltet. Auch sie waren Feyre gegenüber zunächst eher verschlossen, man bekam mit der Zeit aber immer mehr Einblicke in ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten. Vor allem an Lucien mochte ich seine sarkastische und teils schnippische Art. Ebenso mochte ich es, wie sich die Beziehung zwischen Feyre und Tamlin nach und nach verändert, wie der anfängliche Hass nach und nach weicht und sich in etwas anderes verwandelt.
Insgesamt hat mir der erste Teil der Acotar Reihe sehr gut gefallen. Ich mochte die tollen Einblicke in eine Welt voller Spannung, Geheimnisse und Gefahren sowie interessante Charaktere. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht und was Feyre noch alles erleben wird. Ich vergebe diesem Buch insgesamt fünf Sterne.
- SenLinYu
Alchemised
(484)Aktuelle Rezension von: Amber1309Als ich dieses Buch von einem Freund ausgeliehen habe, habe ich mir erstmal gedacht: O Gott, ist das lang. Aber es ging nach gewisser Zeit, auch wenn es ein paar Rechtschreibfehler gab und es dauernd neue, komplizierte Begriffe gab. Ich kann auf jeden Fall verstehen warum es ab 18 ist (Ich bin 14😁), weil es sehr brutale Szenen gab und die Verletzungen (die Hauptperson ist Heilerin) sehr genau beschrieben wurden. Auch hat es mich etwas verwirrt, dass das Buch normal angefangen hatte, dann kamen auf einmal 500 Seiten Vergangenheit und dann ging die Geschichte weiter. Aber insgesamt finde ich es ein gutes Buch, mit realistischen Charakteren und guter Story. Also wenn ihr belastbar seit, was Bücher angeht, und es etwas düsterer mögt, ist es genau das Richtige für euch
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Harry Potter 7)
(9.861)Aktuelle Rezension von: LiJenDie Heiligtümer des Todes
Drei magische Gegenstände die am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden werden.
Ein Jahr auf der Flucht mit seinen Freunden. Spannungen und Freude.
Das lösen des Rätsels und Suchen der Gegenstände.
Wie werden Sie richtig angewendet.
Die entscheidende Schlacht.
Wer wird fallen und wer stehen.
Werden es alle überleben.
Spannung pur. Muss man gelesen haben
- Kerstin Gier
Silber - Das dritte Buch der Träume
(3.084)Aktuelle Rezension von: sozicuIch muss sagen, dass „Silber“ für mich mit jedem Buch abgenommen hat. Teil 1 hat mich begeistert, Teil 2 war eher meh und Teil 3 hat mir noch weniger gefallen.
Das liegt aber nur teilweise am Buch. Ich bin einfach zu alt für Jugendbücher dieser Art und ich habe Vergissmeinnicht vor Silber gelesen (Silber definitiv zuerst lesen, wenn ihr beides wollt).
Die Story wird mir zu wirr erzählt. Livs Gedanken machen zu viele Sprünge in verschiedene Situationen.
Die Handlungen der Figuren sind für mich nicht immer ganz nachvollziehbar und mehr Tiefe haben sie auch nicht wirklich bekommen.
Es ist auch wieder echt unangenehm in Livs Kopf zu stecken. Bei Teil 2 dachte ich noch, dass mein jüngeres Ich das gemocht hätte. Hier bin ich mir sicher: Ich hätte mich auch damals schon super fremd geschämt, wenn ich das gelesen hätte.
Die Silber-Trilogie setzt eine richtig schöne Idee zu Träumen um. Im Jugendalter sicher keine verkehrte Lektüre. Als Erwachsene*r kann man es auslassen.
- Mary E. Pearson
Der Kuss der Lüge
(1.565)Aktuelle Rezension von: Samira_2006Prinzessin Lia soll einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat. Doch sie flieht und beginnt ein neues Leben in einer Taverne. Dort begegnet sie Rafe und Kaden – ohne zu wissen, dass einer von ihnen der Prinz ist, den sie heiraten sollte, und der andere geschickt wurde, um sie zu töten.
Lia ist eine starke, mutige und selbstbewusste Protagonistin, die sich nicht einfach ihrem Schicksal ergeben möchte. Besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Lia, Rafe und Kaden, da lange unklar bleibt, wem sie wirklich vertrauen kann.
Die Welt von Morrighan ist wunderschön und geheimnisvoll gestaltet. Königreiche, Intrigen, alte Geschichten und geheimnisvolle Gaben machen die Fantasywelt besonders interessant.
Der Schreibstil von Mary E. Pearson ist flüssig, bildhaft und spannend. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt und durch die vielen Geheimnisse wollte ich immer weiterlesen.
Die Chroniken der Verbliebenen 1-4
Die Chroniken der Hoffnung 1-2 (Leider schon alle gelesen / würde gerne vergessen, dass ich sie bereits kenne, um sie noch einmal lesen zu können.)
Für mich ist „Die Chroniken der Verbliebenen“ definitiv eine Reihe, die noch lange im Gedächtnis bleibt. Ich habe mit Lia mitgefiebert, mitgerätselt und mich immer wieder gefragt, wem sie wirklich vertrauen kann. Eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende, emotionale und fesselnde Geschichten lieben!
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.846)Aktuelle Rezension von: KeksTrommelEmmas Leben wird durch eine Vergewaltigung geprägt. Sie verlässt seit dem das Haus nicht mehr. Doch dann soll sie ein Paket annehmen, für einen Nachbarn, den sie nicht kennt.
Das Cover meines Buches war wie ein Paket mit aufgedruckten Sticker, den man dafür ausfüllt. Das fand ich ebenso passend für das Buch wie den Titel.
Emma ist eine Person, die man im Laufe des Buches immer weniger versteht. Sie ist sichtlich verwirrt und man kann nicht unterscheiden, wie viel Wahrheit ist und was nur in ihrem Kopf passiert.
Das Buch war sehr spannend. Es war flüssig zu lesen. Hier und da war es mir aber zu durcheinander und schwerer zu lesen. Es sind zu viele Dinge auf einmal passiert. Dazu die Verwirrtheit. Das hat es nicht leicht gemacht.
Dennoch kann ich das Buch weiter empfehlen.
- Kerstin Gier
Silber - Das zweite Buch der Träume
(4.664)Aktuelle Rezension von: _mit_punkt_und_komma_Es macht wieder so Spaß, mit Liv und Henry den Traumkorridor zu erkunden! Absolutes Highlight war für mich die Sache mit dem Buchsbaum-Pfau Mr. Snuggles...zum Schreien komisch. Henry hat auf einmal Geheimnisse und Livs Neugier sorgt für interessante Momente. Die Sache mit Mias Schlafwandeln war tatsächlich ein bisschen gruselig. Aber sie hat auch mal wieder gezeigt, dass Grayson vermutlich einer meiner absoluten Lieblingsnebencharaktere ist.
- Sebastian Fitzek
Mimik
(898)Aktuelle Rezension von: KarandiIch muss dazu sagen, dass diese Art von Thriller nicht gerade mein Hauptgenre ist oder eines, was ich oft besuche, da mir diese Bücher eigentlich zu kurzlebig sind und ich doch Bücher mit mehr Tiefgang bevorzuge. Ich muss allerdings sagen für einen netten Schocker am Abend ist zwischendurch ein Sebastian Fitzek immer gut. So auch das Buch Mimik, welches mein erster Fitzek gewesen ist. Der hat mich schon gepackt und mitgenommen und das Ende fand ich absolut nicht vorhersehbar, denn als Täter hätte ich jeden erwartet, aber nicht den, der bekannt gegeben wurde. Ich drück mich Extra verhalten aus, weil ich nichts Spoilern will, falls jemand Mimik noch nicht gelesen haben sollte. Wer Lust auf einen Schock am Abend hat, den würde ich dieses Buch definitiv empfehlen
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.607)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Unbekannte haben im Internet eine Jagd-Lotterie ins Leben gerufen. Jeder kann für eine Gebühr von 10 € den Namen einer Person einreichen, der man den Tod wünscht. Am 08.08. wird dann um 20:08 Uhr ein Name ausgelost und die betreffende Person bis zum nächsten Morgen als vogelfrei erklärt. Wem es gelingt diese Person zu töten dem winkt eine Fangprämie in Höhe von 10 Mio. €. Für Ben beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod als er erfährt, dass er ausgelost worden ist. In der ebenfalls nominierten Arezu findet Ben eine Verbündete...
Meine Meinung:
Ich mag den Film „The Purge“ und habe mich daher auf dieses Buch gefreut, das ihn als Inspirationsquelle genutzt hat. Was ich toll finde ist die Tatsache, dass dem Buch zwar die gleiche Idee zugrunde liegt, aber gleichzeitig jede Menge neue Einfälle eingebracht wurden. Das Buch ist keinesfalls eine blasse Kopie des Films und punktet mit vielen überraschenden Wendungen.
Das Erzähltempo ist hoch und das Buch ist ein richtiger Pageturner in dem viel passiert, weshalb man es in kürzester Zeit gelesen hat. Man fiebert sehr mit Ben mit (und auch mit Arezu) und hofft, dass er heil davonkommt. Die Spannung wird über das ganze Buch hinweg aufrechterhalten, weil Bens Leben immer wieder in höchster Gefahr ist. Außerdem stellen sich folgende Fragen, die einem mit Interesse dabeibleiben lassen: Wer hasst Ben so sehr, dass er ihn zur Jagd-Lotterie angemeldet hat? Wer hat die Jagd-Lotterie ins Leben gerufen? Wird es gelingen den Drahtziehern der Jagd-Lotterie auf die Spur zu kommen und ihnen das Handwerk zu legen?
Sehr gut hat mir die Idee gefallen, dass der Handlungsschauplatz anders als in „The Purge“ kein von einem Unrechtsregime regiertes Land ist und sich das Geschehen nicht in der Zukunft, sondern sich stattdessen im Deutschland der Gegenwart abspielt. Das macht alles noch bedrückender und man wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Dieser Thriller punktet nicht „nur“ mit spannenden Entwicklungen und Action, sondern es geht nebenbei auch um ein ernstes und aktuelles Thema. Es geht darum wie schnell sich Fake News verbreiten und wie schwer sie sich eindämmen lassen. Das wird sehr eindrücklich beschrieben. Die Falschmeldung, dass die Jagd-Lotterie von der Bundesregierung genehmigt wurde wird zwar glücklicherweise nicht von allen Menschen geglaubt, aber selbst wenn statistisch betrachtet nur 5 % der Bevölkerung extrem für Fake News anfällig sind wären das in einem Land wie Deutschland immer noch vier Millionen Menschen vor denen Ben sich in Acht nehmen muss. Einmal in der Welt können Fake News ein Eigenleben entwickeln:
„Eine Lüge, ein Gerücht, die sensationelle Falschmeldung. All das verbreitete sich wie eine Epidemie, steckt die Menschen an und springt von Empfänger zu Empfänger. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Erkrankten, deren Seeleninfiziert sind, ihre Krankheit nur selten wahrnehmen. Aber der Like unter dem peinlichen Kinderfoto, mit dem der Klassennerd gemobbt wird, kann noch tödlicher sein als Ebola. Wenn auch nicht für den, der sich von dem Hass im Netz anstecken lässt. Aber für den, der die Zielscheibe ist.“ (S. 168/169)
Außerdem wird aufgezeigt wie aus einer Ansammlung von Individuen ein aggressiver Mob werden kann und auch das ist ziemlich erschreckend und stimmt nachdenklich.
Warum habe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne vergeben?
Leider hatte dieses Buch für mich neben den genannten Stärken auch einige entscheidende Schwächen. Ich konnte nur bedingt nachvollziehen, dass Ben am Anfang nicht direkt zur Polizei gegangen ist als er erfahren hat, dass er von der Jagd-Lotterie als Opfer ausgelost wurde. Aber das allein hätte ich noch verzeihen können, da es nun einmal die Voraussetzung für den folgenden Wettlauf auf Leben und Tod gewesen ist. Leider gab es dann im weiteren Verlauf aber noch so einige weitere Aspekte, die mich ein bisschen gestört haben und die ich nicht so ganz überzeugend fand…
Einige Dinge waren mir zu konstruiert. Bestes Beispiel ist die Auflösung des Rätsels wer denn nun eigentlich den armen Ben für die AchtNacht nominiert hatte. Das war sehr überraschend und einfallsreich, aber ich fand es nicht zu 100% glaubwürdig, dass Ben das erst zu einem so späten Zeitpunkt herausfindet. Für die, die es genauer wissen wollen (ACHTUNG SPOILER): Ben wir plötzlich von der Erinnerung eingeholt, dass er sich selbst nominiert hat, weil er Schuldgefühle bzgl. des Autounfalls hat. Daran hat er sich zuvor nicht erinnert, weil er an dem besagten Abend sehr betrunken gewesen ist und einen Filmriss hatte.
Zudem gibt es den einen oder anderen Handlungsstrang, der zwar für zusätzliche Spannung sorgt, aber zugleich auch dafür sorgt, dass die Geschichte insgesamt dann doch etwas zu überladen und übertrieben daherkommt. Die beklemmende Szene mit der Prostituierten und der Handlungsstrang rund um den Gewaltexzesse fürs Darknet filmenden Dash waren mir ein bisschen zu viel. Für mich waren das etwas zu gewollt wirkende Versuche noch mehr aufsehenerregende Szenen in die auch so schon spannende Handlung einzubauen.
Ich finde außerdem, dass es besser gewesen wäre, wenn der Autounfall, den Ben verursacht hat eine andere Ursache gehabt hätte. ACHTUNG SPOILER: Ben hat das Lenkrad verrissen, weil seine Tochter während der Fahrt von einem weiteren Mitfahrer begrapscht wurde. Da Bens Tochter später nur vage Erinnerungen an die Sekunden vor dem Unfall hat weiß sie nur noch, dass sie angefasst wurde, aber nicht mehr von wem. Deshalb verdächtigen einige Leute Ben statt des eigentlichen Täters und Ben kann seine Unschuld nicht beweisen, weil sich seine Tochter sich nicht erinnert und somit nur Bens Aussage gegen die des Täters steht. Dieses Drama war mir zu bedrückend und mir wäre es lieber gewesen, wenn man das aus dem Buch gestrichen hätte. Eine andere Unfallursache hätte ich besser gefunden. Es war einfach schrecklich wie Ben zu Unrecht verdächtigt wurde seine Tochter angefasst zu haben und keine Möglichkeit hatte die Zweifel an seiner Unschuld auszuräumen.
Vor allem aber hatte ich mit dem Ende Probleme. Es werden zwar alle offenen Fragen beantwortet, aber auch hier wirkte einiges auf mich zu konstruiert und zu erzwungen. So erfährt man beispielsweise, dass Arezu unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, aber wie sich diese Erkrankung bei ihr zeigt war mir etwas zu klischeehaft und kam mir nur bedingt authentisch vor. Außerdem finde ich es gar nicht gut, dass Ben am Ende seinen eigenen Tod vortäuschen muss, weil die Öffentlichkeit ihn des Mordes, Totschlags und sexuellen Missbrauchs für schuldig hält. Er ist zwar unschuldig, aber er wird das nie beweisen können und will seine Tochter durch seinen vorgetäuschten Tod schützen. Seine Tochter hat aber wirklich schon genug mitgemacht und ich finde es trotz Bens guter Absicht nicht in Ordnung, dass er sie in dem Glauben lässt er sei gestorben. Zu allem Überfluss ist Ben außerdem am Ende querschnittsgelähmt. All das zusammen hat dafür gesorgt, dass ich das Ende insgesamt zu deprimierend und hoffnungslos fand. Die Ungerechtigkeit unter der Ben zu leiden hat ist einfach nur furchtbar und nicht so leicht auszuhalten. Vor allem aus diesem Grund würde ich das Buch kein zweites Mal lesen.
Fazit:
Das Buch ist ein Pageturner, den man in kürzester Zeit gelesen hat. Ich fand zwar einige Dinge etwas übertrieben und einiges war mir zu konstruiert bzw. wirkte mir etwas zu gewollt, aber ich hatte nichtsdestotrotz eine gute Zeit mit dem Buch und habe es insgesamt gerne gelesen. Aufgrund der bereits erläuterten Schwachstellen, die das Buch meiner Meinung nach hat, würde ich es aber nicht noch einmal lesen. Vor allem mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden.
Ich werde trotzdem noch anderen Büchern des Autors eine Chance geben, weil ich u. a. auch schon „Mimik“ von ihm gelesen habe und das war für mich ein 5-Sterne-Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
- Karen M. McManus
ONE OF US IS LYING
(1.243)Aktuelle Rezension von: TintenweltenFünf Schüler:innen, die gemeinsam nachsitzen müssen. Am Ende ist einer von ihnen tot. Schnell stellt sich heraus, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Doch was haben die anderen damit zu tun? Denn klar ist: alle haben etwas zu verbergen und damit ein Motiv.
🔍
Die Geschichte wird aus den Perspektiven der Protagonist:innen erzählt. Dadurch lernt man die Charaktere und ihre Persönlichkeiten gut kennen. Die vier könnten unterschiedlicher kaum sein: Bronwyn ist super ehrgeizig und gibt alles für ihre Aufnahme in Yale. Addy gilt als beliebtestes Mädchen der Schule und scheint das perfekte Leben zu führen. Nate hat dagegen den Ruf, mit Drogen zu dealen. Cooper ist erfolgreicher Baseballspieler. Auf den ersten Blick haben sie eigentlich keine Gemeinsamkeiten - außer, dass sie plötzlich alle unter Mordverdacht stehen. Für die Jugendlichen muss das Ganze sehr beängstigend sein. Sie werden ständig befragt, stehen im Mittelpunkt der Öffentlichkeit und auch in der Schule ist nichts mehr wie vorher. Daher ist die Atmosphäre teilweise ziemlich düster.
😱
Alle haben natürlich zusätzlich noch ihre eigenen Probleme, Ängste und Wünsche. Wir erfahren nach und nach mehr über ihre Geheimnisse und man fragt sich ständig, wem man eigentlich trauen kann. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte auf glaubwürdige Art und Weise weiter. Ich mag auch die Dynamik zwischen ihnen. Denn obwohl ihnen geraten wird, sich voneinander fernzuhalten, schweißt ein solches Ereignis sie doch zusammen.
⛓️💥
Als Leser:in versucht man die ganze Zeit herauszufinden, wer für Simons Tod verantwortlich ist. Ich habe bis zum Ende gerätselt und war definitiv auf dem Holzweg. Ich finde das Ende und die Auflösung echt heftig.
😮
Wer Highschool-Vibes, Drama, Geheimnisse und überraschende Wendungen mag, sollte mal einen Blick auf dieses Buch werfen.
👍🏻
- Cassandra Clare
Lord of Shadows
(505)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld"Dann brich mir das Herz. Brich es in tausend Stücke. Du hast meine Erlaubnis."
Für "Lord of Shadows" habe ich wirklich ewig gebraucht und das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt in diesem Buch. Ein 850-Seiten-Buch sollte keine 250 Seiten Einstieg benötigen, bevor es mit der Handlung und der Spannung überhaupt losgeht. Ernsthaft, warum sind Clares Bücher alle immer solche Wälzer?! Da muss ich von Anfang an gepackt sein und nicht hingehalten werden. Auch zwischendurch gab es immer mal wieder Längen, so dass ich max. 100 Seiten am Stück lesen konnte.
Es war nicht ganz so schlimm wie "Clockwork Prince", denn die Geschichte nahm nach dem ersten Drittel wirklich gut Fahrt auf und an Handlung ist einiges passiert. Die Charaktere haben sich in diesem Buch toll entwickelt und auch an Liebesgeschichten mangelt es nicht. Ich musste grad nochmal nachzählen, wir bekommen hier neben Emma & Julian (die mir in diesem Buch erneut das Herz zerrissen haben, weil sie nicht zusammen sein dürfen, obwohl alles in ihnen nach dem anderen ruft! Immerhin haben sie sich nun endlich die Wahrheit gesagt und können zusammen an einem Strang ziehen...) noch mind. 3 weitere Beziehungsstarts präsentiert und ich bin echt gespannt, wo das Ganze noch hinführt! Tatsächlich empfand ich das nicht als too much, sondern gab den Personen weitere Tiefe und auch eigenständige Handlungsstränge.
Das Ende war für alle Beteiligte (inklusive mir) absolut beschissen, wenn nicht sogar unnötig für zu viel Drama. Neben dem Trauma wurden noch zwei weitere rote Fäden gestartet, so dass ich wenigstens hoffe, dass sich dieser Figurentod auch gelohnt hat und hier nicht einfach nur geliebte Charaktere gekillt wurden, weil die Autorin es kann.
"Lord of Shadows" bringt die Gesamthandlung der "Die dunklen Mächte"-Reihe ein ganzes Stück voran, schafft es aber selten, die Spannung zu halten. Ich vergebe 3,5/5 Sterne.
- Sebastian Fitzek
Der Nachbar
(568)Aktuelle Rezension von: NessaliBei „Der Nachbar“ hatte ich mal wieder dieses typische Fitzek-Problem: Eigentlich wollte ich nur ein bisschen weiterlesen und plötzlich waren deutlich mehr Seiten verschwunden als geplant. 😅 Die Geschichte kommt schnell in Fahrt und schafft es ziemlich gut, dieses unangenehme Gefühl zu erzeugen, dass irgendetwas ganz gewaltig nicht stimmt.
Besonders die Wendungen haben mir gefallen. Fitzek versteht es einfach, einen immer wieder in eine andere Richtung zu schicken und dabei genau dann nachzulegen, wenn man glaubt, langsam durchzublicken. Einige Entwicklungen kamen für mich wirklich völlig unerwartet – und genau dafür liebe ich seine Thriller.
Trotzdem hatte das Buch für mich ein paar kleine Längen. Nicht jede Passage konnte mich gleichermaßen packen und zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte etwas zu viele Haken schlagen möchte. Dadurch wirkten manche Dinge auf mich ein wenig konstruiert, während andere Stellen richtig stark waren.
Insgesamt hatte ich aber definitiv eine spannende und unterhaltsame Lesezeit. „Der Nachbar“ konnte mich überraschen und bei der Stange halten, hat mich emotional allerdings nicht ganz so erwischt wie einige meiner bisherigen Fitzek-Favoriten.
- Paula Hawkins
The Girl on the Train (English Edition)
(736)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRachel fährt jeden Tag mit dem Zug. Sie lebt in London und im Zug kann sie gut nach draußen sehen und fährt an schönen Häusern, tollen Gärten und glücklichen Paaren und Familien vorbei. Aber dann beobachtet sie etwas komisches. Ein Paar scheint Probleme zu haben und eine schöne Frau steht mit einem anderen Mann auf dem Balkon. Was geht hier vor sich? Was passiert in der vermeindlichen Idylle? Rachel ist alarmiert und fängt an Nachforschungen anzustellen und kommt doch etwas ganz furchtbarem auf die Spur, nämlich sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Das Buch packt einen von der ersten Seite an und jede weitere Angabe würde das Lesevergnügen und den Spannungsbogen vermiesen.
- Sarah Sprinz
Dunbridge Academy - Anyone
(612)Aktuelle Rezension von: NefinaNach Band 1 musste ich natürlich sofort weiterlesen und mittlerweile bin ich offiziell der Dunbridge Academy verfallen.
Diese Reihe hat einfach etwas an sich, das dafür sorgt, dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte und plötzlich sind wieder 100 Seiten vorbei.Und ganz ehrlich? Ich kann bis jetzt überhaupt nicht sagen, welches Paar mir besser gefällt. Emma und Henry habe ich geliebt, aber Tori und Sinclair stehen ihnen in absolut nichts nach. Beide Geschichten haben ihren ganz eigenen Charme und genau das macht die Reihe für mich so besonders.
Besonders begeistert hat mich diesmal das Theater-Setting. Die Proben, die Aufführungen und die vielen Shakespeare-Anspielungen haben der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre verliehen. Dazu kamen die feministischen Themen, die immer wieder aufgegriffen wurden und der Geschichte zusätzliche Tiefe gegeben haben, ohne sich jemals aufdringlich anzufühlen.
Tori und Sinclair haben mich teilweise wirklich an den Rand des Wahnsinns gebracht. Man möchte die beiden manchmal einfach nehmen, in einen Raum sperren und ihnen sagen, dass sie endlich miteinander reden sollen. Aber genau dieses Hin und Her hat dafür gesorgt, dass ich die ganze Zeit mitgefiebert habe. Die Gefühle zwischen ihnen waren von Anfang an spürbar und ich habe jede gemeinsame Szene geliebt.
Auch hier war der Schreibstil wieder unglaublich leicht und angenehm zu lesen. Sarah Sprinz schafft es einfach, ernste Themen mit Leichtigkeit, Humor und ganz viel Gefühl zu verbinden. Dadurch fühlt sich das Buch gleichzeitig emotional und cozy an.
Und dann natürlich die Dunbridge Academy selbst. Mittlerweile fühlt sie sich fast wie ein zweites Zuhause an. Die Freundschaften, die bekannten Gesichter aus Band 1 und die gesamte Atmosphäre haben dafür gesorgt, dass ich komplett in der Geschichte versunken bin.
Für mich war Anyone ein wunderschöner Friends-to-Lovers-Roman mit viel Herz, tollen Charakteren, einem großartigen Theater-Setting und genau der richtigen Mischung aus Wohlfühlmomenten und Emotionen.
Fazit: Ich bin endgültig der Dunbridge Academy verfallen. Tori und Sinclair haben mein Herz genauso erobert wie Emma und Henry zuvor und ich konnte es kaum erwarten, direkt mit dem nächsten Band weiterzumachen.
- Ian McEwan
Abbitte
(923)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowMcEwan zeigt wie ein einziger Moment – eine Lüge, eine Fehlinterpretation, ein Kind das zu viel gesehen hat – ein ganzes Leben neu schreibt. „Abbitte" ist ein Roman über Schuld die sich nicht auflösen lässt, und über Literatur als letzten Versuch, eine Wahrheit herzustellen die man selbst zerstört hat. Sein genauestes Buch.
- Erin Watt
Paper Palace
(1.296)Aktuelle Rezension von: BiblioLoniGerade als man denkt, Ella und Reed hätten endlich zueinandergefunden, kommt der nächste Schock: Reed wird plötzlich des Mordes beschuldigt. Diese Wendung stellt nicht nur ihre Beziehung, sondern auch Reeds gesamte Familie auf eine harte Probe.
Die Handlung bleibt spannend, keine Frage. Aber im Vergleich zu den ersten beiden Teilen konnte mich dieses Buch nicht ganz so mitreißen. Vielleicht lag’s auch an meinen eher zurückhaltenden Erwartungen, aber trotzdem bin ich froh, dass ich es bis zum Ende gelesen habe.
Was mich berührt hat, war die unerschütterliche Loyalität zwischen Ella und Reed. Trotz aller Zweifel von außen haben sie nie aneinander gezweifelt. Ihre Liebe stand immer im Mittelpunkt, und sie konnten sich vollkommen aufeinander verlassen. Auch Reeds Familie hat Ella weiterhin unterstützt. Das fand ich besonders schön. Sie hatte Menschen um sich, die sie aufgefangen haben, selbst als ihr totgeglaubter Vater plötzlich wieder auf der Bildfläche erschien.
Das Ende hat mir dann doch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Liebesgeschichte von Ella und Reed ist stark, ehrlich und voller Vertrauen. Und auch wenn dieser Teil für mich nicht ganz an die Vorgänger herankam, war es ein würdiger Abschluss für eine intensive Reise. - Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.267)Aktuelle Rezension von: Nessaja
Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.
Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.
Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.
Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…
- Katharine McGee
Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
(616)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDer Auftakt der „Beautiful Liars“-Reihe kommt nicht einfach daher – er stolpert dir quasi mit High Heels und einem Glas Champagner in der Hand direkt ins Gesicht. Von der ersten Seite an wird man in ein Netz aus Lügen, Intrigen und ein bisschen zu viel Drama (im besten Sinne) gezogen. Eine verhängnisvolle Nacht, die nicht nur gebrochene Herzen, sondern auch einen Toten hinterlässt, wirbelt das Leben mehrerer Charaktere gehörig durcheinander – und ganz ehrlich: Wer hier noch den Überblick behält, hat Nerven aus Stahl.
Dank der wechselnden Perspektiven fühlt man sich fast wie ein allwissender Gossip-Gott, der heimlich überall mithört. Avery, Leda, Watt, Rylin und Eris – jeder von ihnen bringt genug emotionale Baustellen, Geheimnisse und (sagen wir mal) fragwürdige Entscheidungen mit, um eine eigene Reality-Show zu füllen. Und trotzdem: Man kann ihnen einfach nicht böse sein. Man leidet mit, man fiebert mit… und manchmal möchte man sie auch leicht schütteln.
Das futuristische Setting mit seinem luxuriösen Turm und den sozialen Abgründen hat genau die richtige Mischung aus Glamour und „Oh wow, das ist eigentlich ziemlich düster“. Es knistert nicht nur zwischen den Figuren, sondern auch in der Atmosphäre – ein bisschen dystopisch, ein bisschen dekadent und definitiv spannend.
Zugegeben, der Einstieg nimmt sich Zeit – aber hey, auch ein gutes Drama braucht einen langsamen Aufbau, bevor es richtig eskaliert. Und wenn es dann Fahrt aufnimmt? Dann gibt’s kein Halten mehr. Das Finale kommt mit einem Cliffhanger, der einen praktisch dazu zwingt, direkt weiterzulesen (und vielleicht ein bisschen innerlich zu schreien).
Unterm Strich: Eine Geschichte voller Emotionen, Geheimnisse, Verrat – und genau der richtigen Portion „Spice“, um einen nicht mehr loszulassen. Ganz nebenbei hält sie unserer eigenen Gesellschaft einen ziemlich ungeschönten Spiegel vor. Und mal ehrlich… wir schauen doch alle ein bisschen zu gern hin.
- Mary E. Pearson
Das Herz des Verräters
(885)Aktuelle Rezension von: Eva_RuppDas Herz des Verräters von Mary E. Pearson führt die Geschichte von Lia konsequent und eindrucksvoll weiter. Sowohl die Beziehung zu Rafe als auch die komplizierte Verbindung zu Kaden entwickeln sich weiter und verleihen der Handlung emotionale Tiefe. Besonders im Fokus steht jedoch Lias außergewöhnliche charakterliche Entwicklung.
Lia ist kaum wiederzuerkennen: Sie ist an ihren Herausforderungen gewachsen, mutiger und stärker geworden. Sie öffnet sich anderen, erweitert ihre Fähigkeiten und begegnet selbst jenen, die ihr überlegen scheinen, mit Stolz und Tapferkeit. Trotz aller Verluste und Gefahren schafft sie es immer wieder, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Selbst in fremden Ländern findet sie Freunde und Verbündete ein Zeichen ihrer inneren Stärke.
Zwar deutet sich bereits an, zu wem Lia sich hingezogen fühlt und mit wem sie am Ende stehen könnte, doch bleibt genug Raum für Überraschungen. Gleichzeitig wirft der Roman spannende Fragen über ihre Heimat auf: Wie wird man sie empfangen? Und ob überhaupt?
Besonders faszinierend sind die Beziehungen, die Lia zu den Vendanern aufbaut. Manche sind von Vertrauen geprägt, andere von Misstrauen und Konflikten. Vor allem der Kommissar erweist sich als vielschichtiger Charakter, der noch eine wichtige Rolle spielen dürfte.
Mary E. Pearsons Schreibstil überzeugt erneut durch Emotionalität und Atmosphäre. Ein besonderes Highlight ist die zusätzliche Perspektive von Pauline, durch die man einen noch umfassenderen Blick auf das Geschehen im gesamten Land erhält und sich intensiv in die verschiedenen Gefühlswelten hineinversetzen kann.
Abgerundet wird das Leseerlebnis durch das neue Cover, das deutlich besser zur Geschichte passt und das alte für mich klar übertrifft. Das Herz des Verräters ist ein fesselnder, emotionaler zweiter Band, der Lust auf mehr macht.
- Vincent Kliesch
Auris
(806)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
In Auris begleitet man die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, die sich auf Fälle spezialisiert hat, bei denen es um mögliche Justizirrtümer geht. Als sie auf den Fall des verurteilten Phonetikers Matthias Hegel stößt, wird sie sofort misstrauisch.
Hegel, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten selbst kleinste Nuancen in Stimmen und Geräuschen analysieren kann, sitzt wegen Mordes im Gefängnis, obwohl vieles darauf hindeutet, dass mehr hinter dem Fall steckt.
Während Jula beginnt, tiefer zu recherchieren, gerät sie immer weiter in ein Netz aus Geheimnissen, Gefahren und Ungereimtheiten. Dabei wird schnell klar, dass dieser Fall weit größer ist, als er zunächst scheint.
Eigene Meinung:
Die Grundidee des Buches hat mich sofort begeistert. Das Thema rund um forensische Phonetik ist unglaublich spannend und für mich etwas Neues gewesen. Ich fand es faszinierend, was man allein durch Stimmen, Sprachmuster oder Hintergrundgeräusche alles herausfinden kann. Genau dieser Aspekt hebt das Buch für mich von vielen anderen Thrillern ab.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass dieser Bereich noch etwas stärker im Fokus steht. Die Ansätze waren sehr interessant, aber an manchen Stellen hätte ich gerne noch mehr Einblicke in diese besondere Fähigkeit bekommen.
Der Fall selbst war durchgehend spannend aufgebaut und hat mich zum Miträtseln eingeladen. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und habe das Buch wirklich schnell durchgelesen.
Jula fand ich als Protagonistin sehr gelungen. Sie ist sympathisch, mutig und bringt durch ihre Vergangenheit eine emotionale Tiefe mit. Ihr Weg zur True-Crime-Podcasterin und ihre Motivation fand ich nachvollziehbar. Besonders spannend fand ich, wie ihr persönliches Schicksal immer wieder mitschwingt.
Auch die Dynamik zwischen ihr und Matthias Hegel hat mir gut gefallen. Hegel bleibt lange rätselhaft und sorgt dafür, dass man sich ständig fragt, was wirklich hinter ihm steckt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Kapitel sind kurz gehalten und sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Gerade die vielen kleinen Cliffhanger am Kapitelende tragen dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Das Ende hat viele Fragen offen gelassen und sorgt definitiv dafür, dass man direkt zum nächsten Band greifen möchte.
Fazit:
Ein spannender Thriller mit einer außergewöhnlichen und sehr interessanten Thematik, die definitiv im Gedächtnis bleibt. Auch wenn mir stellenweise noch das gewisse Etwas und etwas mehr Tiefe im Bereich der Phonetik gefehlt haben, konnte mich die Geschichte gut unterhalten. Das offene Ende sorgt für große Neugier auf die Fortsetzung.
- Rebecca F. Kuang
Yellowface
(627)Aktuelle Rezension von: Noemi_SievertYellowface ist definitiv ein Roman, bei dem man aufmerksam bleiben muss. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, aber die Geschichte verlangt Konzentration – nebenbei lesen funktioniert hier eher weniger.
Besonders interessant fand ich die Hauptfigur. Gleichzeitig war sie mir unglaublich unsympathisch. Sie handelt skrupellos, trifft moralisch fragwürdige Entscheidungen und schafft es immer wieder, ihr eigenes Verhalten vor sich selbst zu rechtfertigen. Beim Lesen hatte ich ständig diesen Gedanken: Warum machst du das jetzt?! Man erkennt ihre Fehler teilweise schon lange, bevor sie selbst deren Konsequenzen wahrhaben will. Gerade das macht ihre Perspektive aber auch spannend: Man begleitet keinen moralisch guten Menschen, sondern jemanden, dessen Verhalten man immer wieder hinterfragt.
Lange Zeit empfand ich die Handlung als solide, aber nicht überragend. Gegen Ende nimmt der Roman dann richtig Fahrt auf. Die letzten Seiten wurden für mich mit Abstand am spannendsten und ich wollte unbedingt wissen, wie das Ganze ausgeht.
Und genau deshalb hat mich das abrupte Ende etwas enttäuscht. Ich blieb mit dem Gefühl zurück: Ja … und jetzt? Was passiert als Nächstes? Da hätte ich mir definitiv noch etwas mehr gewünscht.
Insgesamt fand ich Yellowface interessant und gut geschrieben, aber es ist kein Buch, das ich unbedingt noch einmal lesen müsste oder das mir besonders lange im Gedächtnis bleiben wird. Die ungewöhnliche, moralisch zweifelhafte Hauptfigur sorgt jedoch dafür, dass man beim Lesen ständig über ihre Entscheidungen nachdenkt.
Stellenweise 4 Sterne, im ganzen reicht es für 3.5 Sterne.
- Sarah Sprinz
What if we Drown
(822)Aktuelle Rezension von: libraryoflaura𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Laurie flieht nach Vancouver, um zwischen harten Medizinstudium-Nächten den Tod ihres Bruders zu verarbeiten, oder ihn zumindest so weit zu verdrängen, dass sie wieder atmen kann.
Doch dann begegnet sie Sam.
Zwischen den beiden entsteht diese intensive Verbundenheit, die sich wie das rettende Ufer anfühlt.
Aber was passiert, wenn dein Rettungsanker gleichzeitig die Person ist, die dich zurück in die dunkelste Nacht deines Lebens zieht?
Es geht um die Zerreißprobe zwischen der Liebe zu einem Menschen und der Loyalität gegenüber der eigenen Trauer.
𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Emotionale Achterbahnfahrt: Sarah Sprinz schreibt so intensiv, dass man jede Träne und jeden Herzschlag von Laurie und Sam eins zu eins mitfühlt. Es bricht einem das Herz, nur um es danach ganz vorsichtig wieder zusammenzusetzen.
• Authentische Medicine-Vibes: Das Setting an der Uni und die Herausforderungen des Medizinstudiums wirken so echt und lebendig, dass man sich sofort in den Vorlesungssaal hineinkatapultiert fühlt. Perfekt für alle Grey's Anatomy Fans.
• Tiefgang mit Taschentuchgarantie: Hier wird nichts oberflächlich abgehandelt. Die Themen Trauer, Verlust und Vergebung haben so viel Substanz, nehmt euch unbedingt die Box mit den Taschentüchern zur Seite.
• Wunderschöne Verbundenheit: Laurie und Sam halten sich gegenseitig fest, wenn einer am Boden liegt, und zeigen sich gemeinsam den Weg aus der Dunkelheit.
𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Einseitige Perspektive: Mir haben Kapitel aus Sams Sicht leider total gefehlt. Da wir die Geschichte nur durch Lauries Augen erleben, blieb seine Gedankenwelt manchmal ein wenig verborgen, was echt schade war.
• Das Ende kam zu schnell: Nach all dem Mitfiebern hätte ich mir für das Finale noch ein paar Seiten mehr gewünscht. Es fühlte sich ein klitzekleines bisschen gehetzt an, wo ich doch am liebsten gar nicht aus der Geschichte aufgetaucht wäre.
𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
"What If We Drown" ist ein tiefberührender New-Adult-Auftakt, der dich erst komplett zerstört und dann ganz fest in den Arm nimmt.
Eine absolute Leseempfehlung für alle Fans von hochemotionalen Geschichten über große Verluste und die Hoffnung auf Heilung.
Bitte unbedingt Taschentücher bereitlegen!
- Romy Hausmann
Liebes Kind
(1.134)Aktuelle Rezension von: HarukiDas Buch "Liebes Kind" von Romy Hausmann stand lange in meinem Regal. Jetzt, nachdem ich es beendet habe, frage ich mich allerdings, warum ich es nicht schon früher gelesen habe.
Für mich war schon der Einstieg in das Buch außergewöhnlich: Es beginnt nämlich quasi am Ende der Geschichte. Man startet bei einer gelungenen Flucht und einem sich anschließenden Krankenhausaufenthalt. Im Verlauf des Buch erfährt man dann erst, was eigentlich im Vorfeld geschehen ist und warum es überhaupt zu dieser Flucht kam. Genau das hat mich sehr gefesselt. Ich wollte unbedingt herausfinden, wie es zu alledem gekommen ist.
Daneben hat mir die Erzählform aus verschiedenen Blickwinkeln sehr gut gefallen. Das hat ein allumfassendes Bild über die Geschehnisse ergeben. Die einzelnen Protagonisten - so empfand ich - waren sehr individuell dargestellt. Vor allem die Figur der Hannah hat mich hierbei beeindruckt. Ihre Erzählungen waren sehr intensiv, teilweise sogar verstörend.
Die Spannung war auf jeden Fall über das ganze Buch konstant hoch, wobei ich mich für das Ende doch etwas mehr erhofft hatte. Zwar muss ich gestehen, dass ich mit dem Täter überhaupt nicht gerechnet habe, jedoch wirkte die Auflösung im Vergleich zum starken Spannungsaufbau etwas zu flach. Mir hat am Ende einfach der große Wow-Effekt gefehlt.
Trotz dieses kleinen Kritikpunkts ist "Liebes Kind" für mich ein absolut lesenswerter Thriller, den ich definitiv weiterempfehlen kann.
- Colleen Hoover
All das Ungesagte zwischen uns
(714)Aktuelle Rezension von: SeleAll das Ungesagte zwischen uns hat mich von der ersten Seite an berührt. Die Geschichte steckt voller Gefühle, Liebe, Verlust und zweiter Chancen – also eigentlich genau die Sorte Buch bei der man sich vornimmt, nur ein bisschen zu lesen und plötzlich ist wieder viel zu spät. 😂📖
Die Charaktere waren für mich richtig greifbar und ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen. Ich habe mit ihnen gelitten, gehofft und natürlich auch mitgefiebert. Besonders schön fand ich, wie einfühlsam mit den emotionalen Themen umgegangen wurde, ohne dass es für mich übertrieben wirkte.
Der Schreibstil war angenehm und flüssig, sodass ich ziemlich schnell durch die Seiten gekommen bin. Und mal ehrlich: Wenn ein Buch es schafft, dass man ständig denkt „Ich lese nur noch dieses eine Kapitel“ und daraus dann fünf werden, hat es definitiv etwas richtig gemacht. 😂
Eine gefühlvolle Geschichte über all die Dinge, die man manchmal nicht sagt, obwohl man sie eigentlich sagen sollte. Für mich ein schönes, emotionales Buch, das noch ein bisschen im Kopf und im Herzen bleibt. ❤️























