Bücher mit dem Tag "lüneburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lüneburg" gekennzeichnet haben.

58 Bücher

  1. Cover des Buches Regenglanz (ISBN: 9783499006548)
    Anya Omah

    Regenglanz

     (211)
    Aktuelle Rezension von: Giselotte

    Zusammenfassung:

    Simon hat leider ein Überbleibsel seiner letzten Beziehung, dieses prankt mitten auf seiner Brust. Ein peinliches Tattoo mit dem Namen seiner Ex.
    Da er keine Erinnerungen mehr an diese Toxische Beziehung haben möchte geht er zu einem Tattoo Studio um sich ein Cover up stechen zu lassen.
    Alissa nimmt sich seinem Problem an, merkt allerdings schnell, dass Simon kein normaler Kunde für Sie ist. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen und nach mehreren Treffen der beiden kann weder Alissa noch Simon leugnen, dass es heftig funkt zwischen ihnen.
     Doch plötzlich holt die beiden Simons Vergangenheit ein…

    Meine Meinung:

    Bereits nach wenigen Zeilen hat mich die Geschichte um Simon und Alissa in ihren Bann gezogen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Alissa ist eine total starke Persönlichkeit und ich mochte Sie gleich von Beginn an. Sie musste bereits so viel Schmerz und Zurückweisung ertragen und versucht trotzdem ihre Träume zu verwirklichen.
     Ihre Freundinnen sind ganz wundervolle Mädels, die ihre bei jedem Problem zur Seite stehen. Die drei Freundinnen haben eine ganz tolle Gruppendynamik und ihre Freundschaft ist beneidenswert.

    In Simon habe ich mich selber ein bisschen verliebt und kann Alissas Faszination für ihn gleich von Beginn an nachvollziehen.  Die beiden ergänzen sich wunderbar und auf die Unterstützung die sich beide zukommen lassen ist wundervoll.

    Der Schreibstil hat das Buch perfekt gemacht. Er hat die Art von Alissa und Simon total gut unterstrichen.

    Für mich war es ein absolutes Herzensbuch. Ich habe gelacht und geweint und bin immer noch ein wenig traurig, dass die Reise mit Alissa und Simon vorbei ist.

    Ich fiebere schon Sehnsüchtig der Fortsetzung entgegen.

    Fazit:

    Eine große Leseempfehlung für alle Fans von Liebesromanen. Diesem Roman fehlt es an nichts. Liebe, Witz, Drama, große Gefühle… von allem ist etwas dabei. Noch nicht geschehen, lest ihn unbedingt!

  2. Cover des Buches SMS für dich (ISBN: 9783499290206)
    Sofie Cramer

    SMS für dich

     (320)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Nachdem ich vor einiger Zeit die herzergreifenden Liebeskomödie zum Buch von und mit Karoline Herfurth gesehen habe, fiel mir das Buch nun aus einem Bücherschrank fast vor die Füße. Natürlich habe ich es nun auch lesen müssen.

    Nach einem Streit verlasst Ben Runge seine Freundin Clara Sommerfeld, die er liebevoll „Lilime“ nennt – und kommt nicht mehr zurück. Unfall oder Suizid konnte nicht geklärt werden. Claras Leben ist ein Scherbenhaufen, bis sie eines Tages beginnt Textnachrichten an Bens alte Handynummer zu schicken. Ja, die ist noch bzw. wieder aktiv. Wie das kommt, dazu gibt es dann auch eine Erklärung im Buch.

    Jedenfalls führt diese Nummer zu Sven Lehmann in Hamburg, dessen Leben sich auch gerade an einem Scheidepunkt befindet. Die Nachrichten berühren ihn und er unternimmt einiges um „Lilime“ zu finden...

    Gleich zu Beginn: Das Buch konnte mich nicht ganz so stark berühren, wie es der Film getan hat. Die einzelnen Geschichten um Clara und Sven, die immer abwechselnd erzählt werden und sich in der Hauptsache um ihren Tagesablauf drehen, kommen nur langsam in Fahrt und ich habe immer gewartet, dass mal etwas Entscheidendes passiert. Dafür geht es am Schluss um so schneller.

    Mit Clara und auch mit Sven bin ich hier nicht richtig warm geworden. Ich finde sie zwar sympathisch, aber mein Herz haben sie nicht berührt.

    Der Schreibstil lässt sich leicht und angenehm lesen. Die Tage reihen sich ohne großes Kino aneinander. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und dabei natürlich die Bilder des Filmes im Kopf durchlaufen lassen.

    Ein interessantes Thema, das in meinen Augen sehr viel Potential ausgelassen hat.

  3. Cover des Buches SCHULD! SEID! IHR! (ISBN: 9783404184163)
    Michael Thode

    SCHULD! SEID! IHR!

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Bibabuch

    Schuld! Seid! Ihr!

    von Michael Thode

    Klappentext:

    Ihr habt mein Leben mit Füßen getreten.

    Ihr habt mir das Liebste genommen.

    Jetzt ist die Zeit meiner Rache gekommen.

    Und ich nehme euch alles.

    In der Lüneburger Heide nehmen sich ein obdachloser Mann und ein pensionierter Polizist unter größten Qualen das Leben. Was verbindet diese beiden Männer? Und welche Bedeutung haben die Tarotkarten, die neben den Toten gefunden werden?

    Ein Thriller der in meiner Gegend spielt, da musste ich einfach zugreifen. „Schuld! Seid! Ihr!“ spielt unter anderem in Lüneburg, Winsen/Luhe und Umgebung. Es ist der zweite Teil der Reihe um Rolf Degenhardt.

    Der Fall dreht sich um einen Obdachlosen und einen pensionierten Polizisten. Was haben die beiden miteinander zu tun, und was bedeuten die Tarotkarten, die an beiden Tatorten gefunden werden?

    Das alles erzählt Michael Thode auf brilliante Weise und lässt dabei den Spannungsfaden nicht reißen. 

    Alle Thriller Fans aufgepasst: ein neuer Stern am Thriller Himmel!

    5/5 ⭐️

  4. Cover des Buches Ein Koffer voller Schönheit (ISBN: 9783426308356)
    Kristina Engel

    Ein Koffer voller Schönheit

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Venice

    Kristina Engel erzählt in diesem Roman ein Stück deutscher Zeitgeschichte. Zwischen 1959 und 1961 der Krieg langsam vergessen, die Wirtschaft brummt. Nur für die Frauen bleibt oftmals nur die Rolle an Herd und im Haus.

    Anne Jensen ist Hausfrau und Mutter von Zwillingen im Teenageralter. Ihr Mann Benno strebt als Tischler zusammen mit einem Geschäftspartner eine neue Karriere an und eröffnet ein Möbelgeschäft. Einfache und preiswerte Möbel für die oft kleinen Wohnungen sollen die Kunden in das Geschäft locken.

    Margarethe, Annes etwas schrille Schwiegermutter arbeitet selbständig als Frisörin im eigenen Salon und bietet auch Anne Gelegenheit den eigenen Haushalt zu verlassen. Sie überredet Anne als Beraterin für Avon tätig zu werden. Für Anne, eine eher schüchterne graue Maus eine große Rolle. Doch sie schafft es die abseits der Stadt lebenden Bauersfrauen mit ihren Schminktipps als Kundinnen zu gewinnen. Während ihr Mann Benno mit dem Möbelgeschäft in die Pleite rutscht wird sie immer erfolgreicher und verliert dabei fast ihre Familie aus den Augen.

    Zwischen dem familiären Drama lernt man einiges über das Leben in den frühen 60er Jahren. Der Schreibstil ist schlicht, einfache Sätze lassen einem das Buch schnell lesen und in die Zeit eintauchen.

    Die Einblicke in die Anfänge von Avon spielen in diesem Buch keine große Rolle es ist mehr ein allgemeiner Einblick in das Familienleben der damaligen Zeit.

  5. Cover des Buches Die Arznei der Könige (ISBN: 9783404176465)
    Sabine Weiß

    Die Arznei der Könige

     (30)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Jakoba hat sich in ihrem Leben eingerichtet, endlich hat sie in einem Kloster Frieden gefunden. Sie darf als Krankenpflegerin arbeiten und lernen. Doch dann zwingt ihr Bruder sie dazu, das Kloster zu verlassen und eine neue Ehe einzugehen. Ihr Ehemann stellt sich sehr schnell als brutaler Schläger heraus. An seiner Seite wird Jakoba kein gutes Leben führen können. Es kommt zum Schlimmsten und die junge Frau ergreift die Flucht. Allein auf sich gestellt begibt sie sich auf eine gefährliche Reise ohne Ziel. Sie trifft auf unerwartete Hilfe in Form eines Mannes und seiner Frau. Arnold ist Theriak-Krämer und seine Frau Mona unterstützt ihn. Jakoba kann die Zwei davon überzeugen, sie mitzunehmen und ihr die Kunst des Heilens und das Geheimnis des Theriaks anzuvertrauen. Ihr Weg führt sie bis nach Paris, zu noch größeren Geheimnissen und an den Königshof.


    Jakoba, die Heilerin, hat tatsächlich gelebt, und zwar im 14. Jahrhundert. Auch wenn es nicht viel über diese Frau an Material zum Nachlesen gibt, war sie trotzdem weit ihrer Zeit voraus. Die Autorin Sabine Weiß hat diese historische Figur als Vorbild für ihre Jakoba verwendet. Geschickt erzählt die Autorin aus dem Leben der Frau und wie sich ihr Weg gestaltet haben könnte. Allerdings lässt Sabine Weiß Jakoba ihren Weg von Lüneburg aus antreten, das historische Vorbild stammte vermutlich aber aus Florenz (laut Wikipedia).


    Auch wenn der Lebensweg, der hier beschrieben wurde, nicht unbedingt historisch korrekt war, hat mich die Geschichte trotzdem gut unterhalten. Die Autorin versteht es, eine gute Geschichte zu erzählen. Jakoba hat großes Interesse an der Heilkunst und an der Herstellung des berühmten Theriaks. Ihr Wille zu lernen, wird geschickt mit der Geschichte ihrer Flucht und ihrem Leben verwoben.


    Das Schicksal dieser jungen Frau hat dann auch einiges zu bieten. Mir hat sie als Charakter gut gefallen. Sie hat immer versucht, nicht aufzugeben und ihre Ziele verfolgt. Auch wenn ihr Handeln so manches Mal etwas in den Hintergrund gerutscht ist, weil andere Charaktere der Geschichte mehr Raum gebraucht haben, blieb sie doch immer präsent.


    Vor allem Arnold und seine Frau Mona nehmen einen guten Teil der Handlung ein. Mir hat dieser geheimnisvolle Krämer gut gefallen und ich hätte tatsächlich gern noch mehr von ihm und seinen geheimen Unternehmungen gelesen. Auch seine Frau fand ich gut gezeichnet. Es gab noch einige Protagonisten mehr, die mir gut gefallen haben und die diese Geschichte zu einer guten Geschichte gemacht haben.


    Der leichte Erzählstil von Sabine Weiß trägt mit dazu bei, dass das Buch sich quasi von allein liest. Dabei verknüpft die Autorin geschickt historisches Hintergrundwissen mit ihrer fiktiven Geschichte. Ein Personenregister zu Beginn sorgt für den Überblick über die Protagonisten und ein Nachwort zum Schluss klärt Fiktion und Wahrheit.


    Fazit:


    „Die Arznei der Könige“ ist ein unterhaltsamer, fiktiver historischer Roman über das Leben im 14. Jahrhundert. Der Kampf um ein eigenständiges Leben, gerade für eine Frau wird anschaulich geschildert. Die Liebesgeschichte ist nicht zu vordergründig und doch immer gegenwärtig. Mir hat die Mischung gut gefallen. Ich hatte schöne Lesestunden.

  6. Cover des Buches Liebesbriefe an das Leben (ISBN: 9782496707557)
    Karin Lindberg

    Liebesbriefe an das Leben

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Lujoma

    Ein Vorort von Lüneburg: Maja, sucht Ruhe und Inspiration. Deshalb verlässt sie Berlin und zieht für 6 Monate in die Doppelhaushälfte ihrer Freundin Charlotte, die im Ausland weilt. Im Nachbarhaus wohnt Bjarne mit seinen Kindern Noah und Zoe. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter ist das Leben der Familie nur noch ein Überleben von Tag zu Tag. Besonders Bjarne vermisst seine Frau und ist tief in seiner Trauer gefangen. Immer wieder schreibt er Briefe an seine Frau. Maja knüpft vorsichtig Kontakt zu den Kindern, besonders der stille Noah berührt ihr Herz und so beginnt sie der Familie zu helfen. Die Kinder lieben Maja, doch Bjarne ist von der lebenslustigen Frau überfordert und weiß nicht wie er sich ihr gegenüber verhalten soll. Und auch Maja beschäftigen immer wieder die Fragen, wie ihr Leben weitergehen soll….


    „Liebesbriefe an das Leben“ ist ein berührender, emotionaler Roman. Es geht um Verlust und Trauer(-bewältigung) und um Hoffnung und vorsichtigen Neubeginn. Der Schreibstil von Karin Lindberg ist angenehm zu lesen. Schnell hat die Geschichte mich gefesselt, sind mir die Protagonisten ans Herz gewachsen. Da ist Maja, eine fröhliche junge Frau, die vor der Frage steht was sie mit ihrem Leben abfangen soll. Und da sind Bjarne und seine Kinder, deren Leben sich auf einen Schlag verändert hat und die sich im Ausnahmezustand befinden. Die Liebesbriefe, die Bjarne schreibt, haben mich sehr berührt. Was für eine Liebe und welch ein Verlust… Es ist interessant zu verfolgen wie die Geschichte sich entwickelt. Ich habe geweint und gelacht.


    „Liebesbriefe an das Leben“ ist ein bewegendes Buch, dass ich gern lesen habe und weiterempfehle.

  7. Cover des Buches Die Perlenfischerin (ISBN: 9783404177752)
    Sabine Weiß

    Die Perlenfischerin

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    3,5 Sterne, aufgerundet auf 4
    Die Geschichte spielt in Norddeutschland im 13. Jahrhundert. Hauptprotagonistin ist Ida, die zu Beginn der Handlung circa sechs Jahre alt ist. Ihr Dorf wird überfallen; viele werden getötet, viele vertrieben. Ida wird dabei von ihrer Familie getrennt und schließlich von einer Einsiedlerin gefunden, die sie bei sich aufnimmt und großzieht.
    Das hat mir sehr gut gefallen; ich konnte mich in die Geschehnisse gut hineinversetzen. Alles ist auch recht ausführlich beschrieben.
    Ida wächst heran, macht sich irgendwann auf die Suche nach ihrer Familie.
    Wir begleiten Ida eine ganze Weile, erleben ihre "Abenteuer" mit. Irgendwann heiratet sie, bekommt Kinder, später auch Enkelkinder...
    Und irgendwo hat mich dann die Geschichte ein bisschen verloren.
    Vielleicht war es einfach zu viel; ich bin mir nicht sicher. Das Buch hat knapp über 700 Seiten, aber daran kann es eigentlich nicht gelegen haben; da habe ich schon dickere Bücher gelesen.
    Trotzdem konnte mich die Geschichte irgendwann nicht mehr so fesseln wie zu Beginn. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Geschehnisse zum Ende hin irgendwie "liebloser" erzählt wurden. Das Politische rückte in den Vordergrund, was sicherlich auch interessant war, aber Ida und ihre Familie habe ich dabei ein wenig verloren bzw. vermisst. Sie war mir nicht mehr so nahe.
    Trotzdem aber ein sehr gutes Buch; schreiben kann die Autorin auf jeden Fall!

  8. Cover des Buches Tief im Wald und unter der Erde (ISBN: 9783442489459)
    Andreas Winkelmann

    Tief im Wald und unter der Erde

     (326)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Ein Unfall auf der Bahngleise, bei dem vier junge Menschen ums Leben kamen, spaltet ein ganzes Dorf und schnürt Angst bei Melanie. Einer Frau, die mit in dem Auto hätte sitzen können. Auch an dem Tag des Verschwindens von Jasmin Dreyer hat sie das Gefühl, dass sie eine große Gestalt aus dem Wald verfolgt.

    Tief im Wald und unter der Erde beginnt sehr erdrückend. Andreas Winkelmann erschafft eine Atmosphäre, die Gänsehaut bereitet. Ich konnte mir förmlich vorstellen, wie es Melanie an der Bahngleise erging und habe mich wie sie vollkommen erdrückt gefühlt.

    Der Perspektivwechsel zwischen den jeweiligen Personen ist dem Autor auch sehr gut gelungen, die Story wirkt dadurch deutlich lebendiger. Die Charaktere sind gerade zu Beginn wahnsinnig reflektiert geschrieben, was sie nicht nur schwarz oder weiß dastehen lässt, sondern ebenso ihre Spaltungen zwischen ihren Handlungen und ihren Gedanken zeigt. Das habe ich so selten gelesen, weswegen es mich sehr beeindrucken konnte. Leider hat das gegen Ende für mich ziemlich abgebaut.

    Die Einblicke in die Sicht- und Denkweise des Täters empfand ich super! Ebenso, dass die Vergangenheit kursiv gedruckt wurde und damit die unterschiedlichen Zeitebenen sofort ersichtlich waren.

    Leider haben nicht nur die Charaktere, die plötzlich komplett undurchdacht handeln, am Ende Schwächen aufgewiesen. Das letzte Kapitel ist für mich mit vielen zeitlichen Fehlern geschmückt, die Logik bleibt dabei vollkommen auf der Strecke.

    Ebenso konnte ich nicht nachvollziehen, warum Nele als Leiterin fungiert. Für mich hat sie zu keiner Zeit irgendwelche Attribute für ihre Position aufgezeigt. Dinge wurden teilweise komplett vergessen oder nicht beachtet und in der Kommunikation schien sie auch nicht die Stärkste zu sein.

    In vielen Dingen war das Buch wirklich überdurchschnittlich gut, aber dann hat es leider auch extreme Schwächen aufgewiesen, sodass es am Ende nur für 3/5 Sternen gereicht hat.

    Anhand des Klappentextes hätte ich inhaltlich auch etwas anderes erwartet, das Mysteriöse war bei mir schnell nicht mehr gegeben, aber dennoch war das Motiv durchaus interessant.

  9. Cover des Buches Tod und Spiele (ISBN: 9783839219478)
    Petra Mattfeldt

    Tod und Spiele

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12
    "Tod und Spiele" ist der zweite Band aus der Falko-Cornelsen-Reihe von Petra Mattfeldt. Falko Cornelsen hat große Eheprobleme und kann seiner Frau eine vergangene Affäre nicht verzeihen. Um sich über die Zukunft seiner Ehe klar zu werden, nimmt er sich in seinem Kommissariat in Lüneburg ein paar Tage frei und besucht seinen Freund und Kollegen Oliver in Flensburg. Doch kaum angekommen wird dieser zu einem Toten in einem Domina-Studio gerufen. Oliver bittet Frank sein Team als Profiler im vorliegenden Fall zu unterstützen und schon ermitteln diese gemeinsam in einem Fall, der immer mysteriöser wird. Nachdem ich vor kurzem auch den ersten Band der Reihe gelesen hatte, fiel es mir leicht gleich wieder die private Situation des Protagonisten zu verstehen, hier bauen die Bände ein wenig aufeinander auf. Die Geschichte ist im wesentlichen in zwei Handlungsstränge gegliedert. Zum einen die Morde, die den Verdacht von einem Rachefeldzug nahe legen und zum anderen die schrecklichen Geschehnisse der gefangenen Kinder, die für Sex.Partys missbraucht werden. Dieser Erzählstrang hat es in sich und ist nichts für schwache Nerven. Die Autorin schaffte es hier mich beim Lesen richtig wütend zu machen über das Leid, das den Kindern zugefügt wird und ich hoffte auf eine gerechte Bestrafung dieser Taten. Durch den Wechsel dieser beiden Erzählstränge fesselte mich Petra Mattfeldt immer wieder an die Geschichte und lies dabei aber stets geschickt offen wer der Täter sein könnte. Zwar hat man eine klare Vermutung, aber es ist halt dann doch ein wenig anders als vermutet. Die Geschichte endet zum einen tragisch, aber auch für Falko Cornelsen mit einem neuen Abschnitt seines Lebens. Diesen Übergang zum aktuellen dritten Band fand ich sehr gelungen. In Summe hat mir dieser Krimi sehr gut gefallen, spannend geschrieben und auch mit einem gelungenen privaten Anteil des Protagonisten, der sich stimmig in die Geschichte einfügt. Ich werde als Leser dieser Reihe definitiv treu bleiben.
  10. Cover des Buches Blumenkinder (ISBN: 9783442714490)
    Meike Dannenberg

    Blumenkinder

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Larryli80
    Ich habe beim Gewinnspiel den 2. Band "Gefährdet" gewonnen.
    Da ich ungerne mit in einer Serie einsteige habe ich mir "Blumenkinder" gekauft und auch gelesen.

    Die Hauptcharatere sind die BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und der Fallanalytiker Johan Helma, die zur Unterstützung nach Lüneburg gerufen werden. Dort sollen sie einen Mord aufklären. 
    Während des Lesens nimmt man Teil an den Gedanken von Nora und Johan. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Durch ihre Position sind sie meist immer Aussenseiter bei solchen Ermittlungen, zumal Nora auch ihre eigene Art und Weise hat, Fälle zu lösen. Dies bringt sie oft in Gefahr. Sie macht einen interessanten, aber gefährlichen Ausflug in die Welt der Blumenkinder und schafft es so die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Taten zu knüpfen. Dies hilft ihnen nicht nur den Mord an dem, vor vier Wochen, getöteten Mädchen zu lösen.

    Am Anfang liest sich das Buch, durch die Prologe, sehr zäh und es kommen nur kleine Spannungsspitzen vor. Doch gegen Ende wird es spannend.
  11. Cover des Buches Heidehexen (ISBN: 9783740807993)
    Klaas Kroon

    Heidehexen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: ech

    In diesem Kriminalroman schickt der Autor Klaas Kroon sein bewährtes Ermittlerteam aus Lüneburg in ihren bereits dritten Fall. Diesmal bekommen Marie Gläser, Walter Sobchak und ihr Chef Stephan Weide in Person von Irina Schostakova vom LKA Hannover sogar noch personellen Zuwachs, der ordentlich frischen Wind ins Team bringt. Mich konnte der Autor dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

    Man braucht hier keinerlei Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden, um das Buch lesen und nachvollzeihen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

    Als in einem Lüneburger Gewerbegebiet ein Toter gefunden wird, ist dies nur der Auftakt einer Reihe grausamer Gewaltverbrechen, bei denen zunächst keinerlei Verbindung zwischen den Opfern zu erkennen ist. Als ein weiterer Mann spurlos verschwindet, werden die Ermittlungen zum Rennen gegen die Zeit.  

    Hinter dem Pseudonym Klaas Kroon verbirgt sich ein Hamburger Journalist und Kommunikationsprofi. Und das merkt man dem Buch mit seiner gut aufgebauten und gründlich recherchierten Geschichte auch jederzeit an. Mit einem packenden Schreibstil und einer ordentlichen Portion Lokalkolorit treibt der Autor das Geschehen voran, zeigt dabei, das er auch ohne große Actionmomente reichlich Spannung erzeugen kann, und lässt das Ganze am Ende in einen fulminanten Showdown mit einer stimmigen Auflösung münden, die absolut schlüssig rüberkommt und keine wesentlichen Fragen offen lässt. Getragen wird die Geschichte von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Und auch wenn findige Krimileser vielleicht schon früh ahnen werden, was es mit den titelgebenden Heidehexen auf sich haben könnte, tut dies der Klasse dieses Krimis keinen Abbruch, zumal sich hinter ihrer Rolle in diesem Fall auch noch so einige Überraschungen verbergen .

    Wer auf spannende Kriminalromane mit viel Lokalkolorit steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

  12. Cover des Buches Immer Ärger mit Opa (ISBN: 9783442378692)
    Brigitte Kanitz

    Immer Ärger mit Opa

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Dieses kleine süße Buch, schaffte es nun endlich in meine Hände und überraschte dabei mit einer unterhaltsamen, aber auch bewegenden Geschichte. 

     

    Aber fangen wir von vorne an. Der Einstieg gelang mühelos, da der Schreibstil, mit seiner leichten Art und Weise, überhaupt nichts anderes zuließ. Ich kam gut hinein und freute mich auf Nele und ihre Familie. Doch die Freude hielt nicht lange, denn irgendwie fühlte ich mich in dieser doch arg chaotischen Familie einfach nicht wohl. Nicht einmal Nele selbst konnte mich von sich überzeugen, da ich einfach keinen Weg zu ihrem schwankenden Charakter fand. Sie war wie ein Hormon-gebeutelter Teenager, der irgendwie noch nicht so ganz im Leben angekommen war. Klar, sie verlor ihren Opa, was psychisch schon echt heftig ist, aber die Heimkehr zu ihrer Familie hätte man auch etwas erwachsener gestalten können. 

     

    Auch wenn Nele als Hauptfigur dargestellt wurde, so war es ihr Opa, der den Stein zu alledem erst ins Rollen brachte. Sein Tod sorgte dafür, das endlich einmal die Geheimnisse der Familie ans Tageslicht kommen sollten. Diese Geheimnisse hatten es dann auch wirklich in sich, wobei ich mich bei sowas stets frage, warum es überhaupt verheimlicht wurde. Zumal sie in der Familie, für nichts als Unruhe sorgten. Dies war dann auch einer der Gründe, weshalb mich die Story nicht all zu sehr packte. Ich stellte mir dauernd nur eine Fragewort: „Warum?“ und bekam leider keine ausreichende Antwort.

     

    Ja, der Geschichte fehlte etwas der Biss und so war es der humoristische Schreibstil, der mich am Ball hielt. Manche Unterhaltungen waren sehr komisch und ich musste hier und da grinsen. Die Beschreibungen der Umgebung waren zudem sehr gelungen und ich konnte mir klar vorstellen wie Nele´s Familie wohnte.

     

    Mein Fazit

     

    Für mich versprach das Buch mehr als es halten konnte, denn gerade die Charaktere waren mir zu chaotisch. Ich hätte es ja verstanden, wenn der Opa und Nele die einzigen außergewöhnlichen Persönlichkeiten gewesen wären, aber allen eine Eigenart zu geben, war dann einfach zuviel und unterhielt mich dann auch nicht mehr wirklich. Am Ende war es der leichte und fließende Schreibstil, der dafür sorgte das ich weiter lesen wollte. Denn die Beschreibungen egal ob Landschaft oder Stadt waren interessanter als die Charaktere selbst. Ich bin einfach kein Fan, von Familiengeheimnissen, die schon lange hätten ausgesprochen werden können.

  13. Cover des Buches Ein Vorurteil kommt selten allein (ISBN: 9783739685441)
    Karin Lindberg

    Ein Vorurteil kommt selten allein

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87
    Ich habe mich wirklich lange darauf gefreut diese Geschichte zu lesen, denn der Klappentext klang so vielversprechend. Ich habe eigentlich einen humorvollen Liebesroman erwartet und wurde dann doch bitterlich enttäuscht. Die Geschichte habe ich bei 61% abgebrochen, weil ich nur noch genervt und frustriert war.
    Die Vorurteile die die beiden Protagonisten Lilli und Ansgar hatten und die zu Streitereien führten waren anfangs noch unterhaltsam, aber je weiter die Geschichte voran schritt umso mehr nervte es mich. Einfach aus dem Grund heraus das die beiden so ziemlich alles mit Vorurteilen gesehen haben und weil sie dann noch nicht einmal darüber gesprochen haben, wurden Dinge angenommen die so nicht stimmten bzw. die man mit einem simplen Gespräch aus der Welt hätte schaffen können und das traue ich erwachsenen Menschen durchaus zu, das sie über Probleme sprechen können. Aber nicht diese beiden. Ständig wurde dem Gegenüber schlechte Laune unterstellt und dann auch teilweise mit an den Haaren herbei gezogenen Begründungen.
    Am schlimmsten an der ganzen Geschichte war aber meiner Meinung nach Lilli. Die Frau war so dermaßen negativ eingestellt. Sie hat keinen Bock was mit ihren Freundinnen zu machen, hat schlechte Laune, an allem sind die anderen Schuld. Sie motzt in einer Tour und ist sofort auf 180, obwohl es dafür nicht immer einen Grund gibt. Und hinzu kommt das sie ständig durchblicken lässt das sie sich für was Besseres hält. 
    Ich fand die Geschichte einfach nur anstrengend und durch das oben beschriebene zäh.
  14. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (435)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Laut den vorliegenden Rezensionen habe ich mir dieses Buch schenken lassen, weil ich es mir interessant und witzig vorstellte.

    Leider war es für mich nur zäh und langweilig. Es passiert ganz selten, dass ich ein Buch abbreche. „Fleisch ist mein Gemüse“ hier ist allerdings so eines. Ab der Hälfte habe ich seitenweise weiter geblättert, etwas gelesen, und wieder viele Seiten übersprungen. Die letzten paar Seiten habe ich wieder gelesen und nicht das Gefühl gehabt, dass mir etwas entgangen ist.

    Grundsätzlich erzählt der Autor ständig das Gleiche. Und das nicht einmal überzeugend witzig. Von einem Tanzabend zum nächsten, Alkohol, Glückspiel, keine Frauen, Gesicht mit Pickel, Mutter der es gesundheitlich immer schlechter geht, bis sie am Ende stirbt, Tagesablauf zum Kaputtmachen. Tja, das war es dann auch schon. 

    Wird das ganze Buch dafür verwendet zu beschreiben wie es bei dieser einen Tanzkapelle ablief, so war das Ende im Schnellverfahren erzählt. Innerhalb einiger Seiten trennt er sich von der Gruppe, Mutter stirbt, er zieht um und aus. 

    Dazu passt noch nicht einmal das Cover. Schade, für mich enttäuschend.

                                                                                                   

  15. Cover des Buches Das Gold der Mühle (ISBN: 9783442474875)
    Martha Sophie Marcus

    Das Gold der Mühle

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen ersten Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch erlaubt es einen guten Eindruck vom Leben im 14. Jahrhundert zu bekommen. Die Handlung als solche ist sehr vielfältig angelegt mit ständig wechselnden Schauplätzen und diversen Handlungssträngen. Das lässt den Leser manchmal leicht den Überblick verlieren. Die Spannungsmomente sind nur partiell eingestreut, dazwischen gibt es längere ruhige Passagen. Auch eine gewisse Menge an Längen sind zu bemängeln.

    Die Charaktere sind teilweise sehr detailliert und mit Tiefe gezeichnet, andere Figuren bleiben blass und nicht ohne Klischee.

    Die Schreibweise hat mir nicht so gut gefallen, sie ist sehr, sehr einfach und im Bemühen, der damaligen Zeit vermeintlich gerecht zu werden, ein wenig "kindlich-naiv" angehaucht. Das gilt auch für die Dialoge, die flach - gelegentlich derb - daher kommen.

    Ein Buch, das ganz gut unterhalten kann - nicht mehr und nicht weniger....!
  16. Cover des Buches Oma packt aus (ISBN: 9783442380725)
    Brigitte Kanitz

    Oma packt aus

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Tata87

    Als ich dieses Buch zu lesen begonnen habe hat es ein paar Seiten gedauert bis ich in die Story, den Schreibstil und die Charaktere hinein fand. 
    Aber dann! 
    Man muss sich etwas darauf einlassen und sich Gedanklich von einem "normal geschriebenen" Roman der eine Geschichte erzählt, verabschieden. 

    Die Charaktere sind alle auf ihre Art witzig und liebenswert. 
    Nele der kleine Tollpatsch spielt hierbei die Hauptrolle und entdeckt nach und nach ein Geheimnis nach dem nächsten. Ihr Freund glänzt dauernd nur durch Abwesenheit und macht sie dadurch nicht unbedingt glücklicher. 
    Die Großmutter Grete ist auf ihre Art witzig und wirklich sehr liebenswert, sie zauberte mir beim Lesen doch das Ein oder andere Lächeln ins Gesicht wenn sie sich mit ihrer Schwester bekriegte oder auch über den Hund Rüdiger herzog. 
    Rüdiger ist ein absoluter Traum von Hund. Ihn würde ich sofort adoptieren und bei mir aufnehmen den Süßen. 
    Neles Eltern sind ebenso etwas ganz besonderes wie der Rest der Familie und als Irene auftaucht kann man fühlen wie sehr sie Nele lieben und alles für sie tun würden. 

    Als sie alle dann nach Italien fahren, kommt die Geschichte erst so richtig in Fahrt und es kann wirklich herzhaft gelacht werden. 

    Eine wirklich witzige Geschichte über die Höhen und Tiefen in einer Familie und die Überraschungen des Lebens die man mit ein bisschen Zusammenhalt sehr gut, witzig und einfach lösen kann. :-D 

    Von mir gibt´s 4 von 5 Sternen, weil ich doch am Anfang etwas gebraucht habe um in diese Geschichte zu finden und mit dem Schreibstil klar zu kommen. 
  17. Cover des Buches Eine Leiche zum Kaffee (ISBN: B08HH3DWTF)
    Marion Minks

    Eine Leiche zum Kaffee

     (24)
    Aktuelle Rezension von: histeriker

    Ich mag Cosy-Krimis und dieser bestach mit dem Ort: Lünebürger Heide. Auch wenn ich denke, dass der Ort fiktiv ist, die Begebenheiten werden gut gezeichnet und man kann sich so einen Ort richtig vorstellen. Auch die Ereignisse, die hier die Dorfgemeinschaft beschäftigen, sind ziemlich dem Leben entsprungen. Ich kann mir auch die Charaktere sehr gut lebendig vorstellen und deren Motive und Handlungen sind ziemlich nachvollziehbar.
    Ich habe mich vor allem in die zwei Hauptcharaktere versetzen können und fand deren Ideen liebevoll gezeichnet. Natürlich werden einige Sachen etwas klischeehaft bedient, aber das ist nicht sehr übetrieben und stört nur wenig.
    Ich kann den Krimi schon empfehlen.

  18. Cover des Buches Bleicher Tod (ISBN: 9783442489411)
    Andreas Winkelmann

    Bleicher Tod

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Susis

    Einer von 25 Menschen ist ein Psychopath.

    Das sagt schon alles. Ein toller Thriller mit Tempo und viel Angst.

    Ein Muss für jeden Winkelmann Fan.

  19. Cover des Buches Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt (ISBN: 9783423216289)
    Dora Heldt

    Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Doris steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag. Ein Tag, den sie auf keinen  Fall feiern möchte. Ihr Mann Thorsten hingegen sieht das anders und lädt alle Freunde, Bekannten und Verwandten zu einer großen Überraschungsparty ein. Auf der Flucht vor dieser Party beschliesst Doris kurzerhand mit ihren Schulfreundinnen Anke und Katja ein Wellnesswochenende an der Ostsee zu verbringen. Dabei wird natürlich in alten Erinnerungen geschwelgt, aber auch wichtige Fragen über das Leben und die Liebe kommen auf...

    Das Buch ist wirklich eine schöne Geschichte über Frauen um die 50. Es erzählt von interessanten Charakteren, mit denen ich allerdings nicht so ganz warm werden konnte. Vielleicht fehlt mir mit ende 30 noch die Nähe zu der behandelten Lebensphase, so dass ich mich nicht so ganz damit identifizieren konnte. Das Buch zeigt, dass das Leben oft anders verläuft, als geplant und trotzdem viele Lebenswege und -formen einen Menschen schlussendlich doch erfüllen können. 

    Mir fehlte es oft an der typischen Dora Heldt - Leichtigkeit, die ich in anderen Büchern so genossen habe. Dieser Roman bringt einen zwar auch zum Schmunzeln, herzhaftes Lachen blieb bei mir allerdings aus. Die Autorin behandelt hier vielleicht einfach ein wenig zu tiefgründige Themen. 

    Trotz allem ist der Schreibstil gewohnt locker und flüssig zu lesen. Obwohl das Buch nicht vergleichbar ist mit anderen Büchern der Autorin sorgt es solide für einige kurzweilige Lesestunden.

  20. Cover des Buches Blutheide (ISBN: 9783839214268)
    Kathrin Hanke

    Blutheide

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieser Krimi ist der erste Band einer Reihe und hat mir gut gefallen sowie meine Neugier auf den zweiten Band geweckt. Die Protagonisten sind sympathisch und wirken authentisch. Im ersten Band geht es um einen Serienmörder, wobei man zwischendurch immer wieder Passagen aus der Sicht dieses Mörders liest, ohne zu wissen, wer er ist. So etwas mag ich generell immer gerne, weil es die Spannung erhöht und neugierig macht. Zudem wird auch immer wieder auf die Vergangenheit der Kommissarin angespielt, ohne dass der Leser zunächst Näheres erfährt. Auch das macht neugierig. So habe ich immer mit Spannung weitergelesen und mich gut unterhalten gefühlt.

  21. Cover des Buches Rassenwahn (ISBN: 9783839213322)
    Jörg S. Gustmann

    Rassenwahn

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    Als bekennender Nicht-Krimi-Fan muss ich mich nach der Lektüre dieses Krimis "Rassenwahn" von Jörg S. Gustmann meine Meinung revidieren. Was für ein tolles Buch!

    Dieser Roman hat alles, was ich von einem guten Buch erwarte: Neben einer fesselnden Geschichte, die anschaulich und vor allem in einem guten Deutsch erzählt wird erwarte ich auch Denkanstöße und neue Einsichten - Informationen die mich neugierig machen tiefer zu graben und so wissbegierig zu werden dass ich mich mit einem Thema näher beschäftigen will. All das vereinte dieser Krimi.

    Alle Kapitel sind nach Datum geordnet, wodurch eine chronologische Abfolge geschildert wird, die es dem Leser vereinfacht der Handlung zu folgen. Mal befinden wir uns im Jahre 2010 und dann springt der Autor, wenn es den Ablauf der Handlung erfordert, wieder ins Jahr 1944 zurück. 

    Sicherlich haben die meisten unserer Nachkriegsgeneration schon von den Lebensbornheimen der Nazizeit gehört oder gelesen, in denen nicht nur Mütter mit ihren unehelichen Kindern geholfen wurden. Ein ganz groß anvisiertes Ziel war, dass von reinrassigen, also arischen Männern - meist höhere SS-Offiziere - für den Führer eine besondere Rasse Mensch gezeugt werden sollte. Doch nicht jedes Kind geriet so wie geplant. 

    Nach dem Prolog, der im Jahre 2010 angesiedelt ist, geht es im ersten Kapitel zurück ins Jahr 1944 in ein Lebensbornheim. Ein Vater besucht seine Tochter, die seinen Erwartungen ganz und gar nicht entspricht. Er,  Arier und SS-Offizier soll so ein unwertes Leben gezeugt haben? Keine Frage, dieses dunkelhaarige Kind durfte nie mit ihm in Verbindung gebracht werden. Hitler durfte das nie erfahren. So begann die Odyssee eines kleinen Mädchens. 

    Nach diesem Kapitel sind wir schon im Jahr 2010. Kommissar Pohlmann wird aus seinem Domizil in Südamerika zurück nach Hamburg beordert. (Seite 153): "Nicht alle Träume entpuppten sich als lebenswert". Dieser kurze Satz zeigt auf, weshalb Pohlmann sein Paradies verließ um in Hamburg einen Mörder zu fassen. Ist es ein Serientäter? Welches Motiv steht dahinter? Anfangs will nichts so recht zusammen passen. Diese verrückte Alte, mit der man kaum ein Wort reden kann scheint eine Schlüsselfunktion zu haben, diesen Fall zu lösen. 

    Das, was alle 5 Morde miteinander verbindet sind die Lebensbornheime der Nazi-Zeit. So taucht Kommissar Pohlmann ein, in eine längst vergessene Welt des Rassenwahns und nimmt den Leser auf diese düstere Reise mit. Die Täter von einst sind heute angesehene Leute - Richter, Ärzte, Keiner von ihnen fühlte sich je schuldig und wurde auch nie für das was sie taten belangt. Die Spuren ihrer Gesinnung und Taten wurden von ihnen so verwischt, dass es Pohlmann und seinem Team nur unter Aufbietung ihres ganzen kriminalistischen Spürsinns gelingt, einen roten Faden zu finden.  Beim genauen Hinsehen stellt Pohlmann fest, dieser Wahn von einst lebt in diesen Köpfen weiter und wurde an die nächste Generation weiter gegeben. . 

    Was mir an diesem Buch besonders gefällt ist, es geht nicht nur um Morde und die Aufklärung dieser Verbrechen. Immer wieder wird die Frage aufgegriffen, wie fühlt es sich für einen Menschen an zu wissen, speziell für den Führer und seine Idee gezeugt worden zu sein. Wie geht man mit der Gewissheit um, dass der Vater ein hoher SS-Offizier war? Was macht es mit einem Menschen damit konfrontiert zu werden und mit dem Wissen leben zu müssen, dass sein Vater ein Massenmörder war?  Wenn man sich voll auf dieses Buch einlässt, schaut man als  Leser nicht mehr nur von außen zu sondern ist mitten in der Handlung und einem Gefühlswirrwarr. Mal ganz ehrlich, wer hat jemals groß darüber nachgedacht, was aus diesen Lebensborn-Kindern wurd? 

    Auf Seite 165 gehtes um die Namensgebungsfeier Lebensborn. "Mit dem Zeigefinger auf dem Blatt suchend, fand er (Pohlmann) den Eintrag, der ihn weiterbringen würde: Im Rahmen dieser an die christliche Taufe angelehnten Zeremonien wurden die Säuglinge unter den Schutz der Sippengemeinschaft der SS gestellt. Männer aus den Reihen der SS übernahmen die Patenschaften für ein Kind". 

    Allein dieser kurze Abschnitt beschreibt die perfide Idee hinter diesem Rassenwahn. (Seite 202): "Armer Gregor Mendel", dachte Martin. "Der Mann würde sich im Grabe umdrehen, wüsste er, zu welch perversen Gedanken seine Lehren missbraucht worden waren". 

    Während Pohlmanns Recherchen in Berlin: "...Haben sie schon einmal was von der Aktion T4 gehört?"

    Martin nickte. "Die Aktion T4 beinhaltete die Ermordung von circa 100.000 Psychiatriepazienten oder behinderten Menschen durch SS-Ärzte und Pflegekräfte....Diese Ärzte standen wohl den KZ-Ärzten in nichts nach. Ohne Skrupel experimentierten diese Unmenschen an gesunden Kindern, nur weil sie nicht einer altersgemäßen Größe entsprachen. Unter der Leitung von Dr. Mengele ließ man diese Kinder zu Tausenden <abspritzen>, wie er es nannte. Man injizierte ihnen Phenol direkt ins Herz. ..."

    "Woher stammt der Begriff T4 eigentlich?"

    "Der Name T4 entstammt der Berliner Bürozentrale, einer Villa der Tiergartenstraße 4. Während der NS-Zeit befand sich in dieser Villa die Zentrale für die Leitung der Ermordung behinderter Menschen im gesamten Deutschen Reich."

    In diesen Krimi eingebettet, wird dem Leser sowohl die Denkweise als auch das Lebensgefühl einer düsteren Epoche vermittelt. Und ein Kapitel weiter lesen wir, wie solche Lebensbornkind mit solch einer Last ihr Leben gestalten und meistern mussten. Die Schuld der Väter ließ sie zu Suchenden werden. "Lebensborn" sagt vielen Menschen heute nichts mehr. Manche wollen auch nichts mehr davon wissen. Doch dies ist und bleibt ein Teil unsere Vergangenheit. Zwar können wir diese nicht mehr ändern, jedoch sollte man wissen, was damals geschah. 

    Ich weiß nicht, wieviele Krimis ich gelesen habe, bis ich die Nase voll davon hatte. Oftmals gleichen sie sich, sind weder gut geschrieben noch kann man einen anderen Sinn als banale Unterhaltung darin erkennen. Vielleicht hat mich deshalb dieser Krimi so fasziniert, weil er völlig aus dem üblichen 08/15 Angebot heraus sticht.  

    Ich denke, nur eine überschaubare Zahl von Thrillern oder Krimis passt in die Kategorie, mehr als nur Unterhaltung zu sein. Diesem Autor ist es gelungen einen Krimi zu schreiben, der weitaus breiter angelegt ist und demzufolge  auch mehr zu bieten hat als banale und spannende Unterhaltung.  


  22. Cover des Buches Der Himmel über der Heide (ISBN: 9783499257742)
    Sofie Cramer

    Der Himmel über der Heide

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Leseglueck
    Erster Satz:
    In sanften Wellen bewegt sich das Meer aus lila Blüten bis zum Horizont.

    Cover:
    Das Cover zeigt die schöne Landschaft der Lüneburger Heide, in der die Geschichte auch spielt. Das Ganze sieht aus, als würde man gerade selbst aus einem Fenster darauf gucken. Das finde ich wirklich eine tolle Idee.

    Meinung:
    Der Himmel über Heide ist der zweite Roman den ich von Sofie Cramer gelesen habe und irgendwie kam es mir diesmal so vor als hätte ich ein Buch von Rosamunde Pilcher gelesen. Auch der Schreibstil ist diesmal etwas anders. Sofie Cramer legt in dem Buch viel Wert darauf dem Leser die Lüneburger Heide sehr facettenreich zu beschreiben. Zum Einstimmen auf die Geschichte fand ich das auch noch ganz schön, aber leider wurde mir das schnell zu viel. Etwas weniger Ausschmückungen was das betrifft, hätte dem Buch sicherlich gut getan.

    In D er Himmel über Heide gibt es eine zerrüttete Familie, eine Frau die in den falschen Mann verliebt ist und einen Schicksalsschlag, der die Familie wieder zusammenbringen soll. Viele Geschehnisse waren voraussehbar, was an und für sich nicht immer schlimm ist, denn in vielen Lieberomanen ahnt man schon vorher mit wem die Hauptprotagonistin zusammen kommen wird, aber diesmal hat mich das etwas gestört.

    Kati ist die Hauptprotagonistin in De r Himmel über der Heide und war mir am Anfang auch sympathisch. Sie schien eine Frau zu sein, die mit beiden Beinen im Leben steht. Man hat sofort gemerkt dass sie den falschen Mann an ihrer Seite hat, aber man ahnt auch gleich dass die beiden schon bald getrennte Wege gehen werden. In ihrem Job geht sie schon lange nicht mehr auf und das Einzige was ihr auf Arbeit noch Freude bereitet, ist ihre beste Freundin und Kollegin Flo.

    Als sie erfährt dass ihr Vater im Krankenhaus liegt macht sie sich sofort auf den Weg in ihre alte Heimat. Ich fand es schön, dass sie sich so zu ihrer Familie verbunden fühlt und habe in den ersten Kapiteln auch gerne mehr über ihre Erinnerungen aus alten Zeiten erfahren. Das es dann aber ein riesen Geheimnis über ihre Schwester gibt, von der man zwar erfährt das sie tot ist, aber erst sehr spät erfährt was damals passiert, hat mir nicht gefallen. Wegen diesem Ereignis wollte Kati eigentlich nie mehr nach Hause zurückkehren. Dass sie das so oft erwähnt und auch das sie ewig nicht mit der Sprache herausrückt was mit ihrer Schwester passiert ist, hat mich leider nicht neugieriger gemacht, sondern ich empfand das Ganze als störend.

    Kati entwickelt sich aber im Laufe der Buches weiter, wenn auch etwas schleppend. Immer wieder fällt sie in alte Muster zurück und am meisten hat mich zum Schluss gestört, dass sie viel zu nachtragend den Leuten gegenüber war, die selbst genauso viel wie sie verloren haben und genauso wenig etwas für die Situation konnten. Zum Schluss gibt es aber ein Happy End, was mir persönlich ja immer am besten gefällt.

    In Der Himmel über der Heide gibt es noch viele andere Charaktere. Einer davon und der, der mir dabei am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist Katis Oma Elli. Für ihr Alter ist sie noch sehr gut in Form um schmeißt zusammen mit den anderen Frauen aus der Familie den Heidehof solange Katis Vater im Krankenhaus liegt. Sie ist eine herzensgute Dame und lässt sich von nichts so schnell unterkriegen. Der Einzige der sie so richtig auf die Palme bringen kann ist ihr Nachbar und was die Beiden in Wirklichkeit verbindet erfährt man zum Ende der Geschichte auch noch.

    Etwas das zwar keine neue Idee ist, aber immer wieder gut bei mir ankommt, sind die Rezepte am Ende des Buches. In Der Himmel über Heide ist das Kochen in der Küche vom Heidehof ein großes Thema und so bietet sich diese kleine Rezeptsammlung sehr gut an.  Von Buchweizenblinsis über Ratatouille bis zu Zitronencreme und Holunderblütensirup ist so einiges dabei. Eine ganz tolle Idee wie ich finde. Außerdem fand ich es schön über die Umbauten und die vielen neuen Gestaltungideen auf dem Heidehof zu lesen.

    Fazit:
    Der Himmel über der Heide konnte mich zwar nicht ganz überzeugen, ist aber trotzdem ein gelungener Roman. Die Idee ist gut und das Buch konnte mich unterhalten. Ich vergeben 3 von 5 Sterne.
  23. Cover des Buches Eisheide (ISBN: 9783839217405)
    Kathrin Hanke

    Eisheide

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein sehr spannender Fall, bei dem die Autorinnen den Leser auf eine falsche Fährte locken. Ich wurde auf jeden Fall zum Ende hin noch überrascht, und das mag ich generell sehr, wenn es denn schlüssig ist. Das war hier für mich der Fall.
    Es ist der dritte Band einer Reihe, und sicherlich ist es schöner, wenn man die Vorgänger schon kennt. Es ist allerdings auch möglich, diesen Band als Einzelband zu lesen.
    Sehr sympathische und authentische Charaktere, eine spannende Krimihandlung aber auch unterhaltsame Passagen aus dem Privatleben der Ermittler zeichnen diesen Krimi aus.

  24. Cover des Buches Mordheide (ISBN: 9783839222355)
    Kathrin Hanke

    Mordheide

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    In diesem sechsten Band der Reihe geht es um ein hartes Thema; ein Kind wurde ermordet und zuvor missbraucht. Das Ermittlerteam steht unter enormen Druck, und besonders Tobias, der selbst kürzlich erst Vater geworden ist, geht die Ermittlung sehr an die Substanz. 

    Der Regionalkrimi ist wieder eher gemächlich, und so geht es auch hier zum Glück nicht zu sehr ins Detail. 

    Die Ermittlungsarbeit ist spannend und als Leser fiebert man natürlich mit und hofft, dass der Täter bald gefasst wird. 

    Auch das Privatleben des Ermittlerteams nimmt wieder viel Raum ein, so dass man die Charaktere in dieser Reihe sehr gut kennenlernt. Dadurch wirken sie sehr echt und authentisch. 

    Mir gefällt diese Mischung gut, daher bin ich sehr gespannt auf den nächsten Band, zumal das Ende dieses Buches wirklich einen argen Cliffhanger hat... 

     

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