Bücher mit dem Tag "luther"
34 Bücher
- Iny Lorentz
Flammen des Himmels
(71)Aktuelle Rezension von: BluejayPrimeKlar, hohe Literatur sucht man bei diesen Schreibern eh vergebens, doch die meisten ihrer Bücher sind immerhin unterhaltsam und kurzweilig. Das hier zieht sich über Stunden als Wechsel zwischen völlig an den Haaren herbeigezogener, exzessiver Gewalt und langweiligen, "wir diskutieren mal die historische Lage"-Szenen zwischen den männlichen Charakteren hin. Die Protagonistin ist wie immer die einzige mit Durchblick, unfehlbar, wunderschön und schlau, aber das an sich kennt man ja ebenfalls schon und wäre kein Störfaktor, wären nicht diesmal auch wirklich alle anderen Charaktere absolute Parodien im Stil von Cartoon-Bösewichten, die nur mit ihrer Libido denken und ansonsten nichts zu tun haben. Persönliches Highlight sind Dinge wie "ach, der hat mich zwar mit seinem Kumpel zusammen abgefüllt und missbraucht, aber anfreunden können wir uns ja trotzdem, immerhin hatte der voll die schlimme Kindheit" und "wenn ich der Trulla nur lange genug nachlaufe, wird sie sich schon irgendwann in mich verknallen, richtig?", zusätzlich zu der Szene, wo die Protagonistin den nackten Körper ihres missbrauchten jüngeren Bruders (im Teenageralter) bespannert und Vermutungen über seinen Penis anstellt. Was zum Teufel bin ich lesend?
Das Thema "Inquisition" ist in seiner Aufarbeitung hier eine böswillige Karikatur, die mit historischer Realität kaum etwas zu tun hat. "Sauber recherchiert" sind hier nur die ganz, ganz groben Fakten, die man in ihrer Form so auch auf Wikipedia nachlesen kann. Man kann es lesen, um sich drüber lustig zu machen, aber dafür würde ich eher empfehlen, das Buch aus der Bücherei oder einem Bücherschrank zu angeln, anstatt Geld dafür auszugeben. - Bruno Preisendörfer
Als unser Deutsch erfunden wurde
(13)Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-PapeDie innere Herausbildung einer Nation
Martin Luther hat die deutsche Sprache, den Wortschatz, die Grammatik, nicht erfunden. Deutsch wurde schon gesprochen, im Alltag benutzt. Mit vielen Dialekten und eher für praktische Zwecke wie den Handel oder Bestellungen eingesetzt. Mal auch für die ein oder andere Erklärung.
Doch die Sprache auch auf oberer Ebene „dem Vlk“ zur Hand zu geben, die Bibel auf Deutsch zu übersetzen, poetisch, heute leicht gedrechselt klingend, das ist nicht nur das wesentliche Element der Herausbildung des Protestantismus, das ist auch eine immense Freiheit für den einzelnen Bürger oder Mitbewohner, der nun „heilige Wahrheiten“ in seiner eigenen Sprache hören kann, mithin sich selbst ein Bild machen kann, von Inhalt und Bedeutung.
Machtwissen, dass über Jahrhundert allein bei den Herrschenden und hier im speziellen bei der katholischen Kirche lag. Machtwissen, mit dem man Angst machen konnte.
In Verbindung mit dem Buchdruck war es fast von heute auf morgen plötzlich möglich, Gedanken zu verbreiten und dies in jener Sprache, die „das Volk“ verstand. Grundvoraussetzung für die Bildung einer allgemeinen, inneren Identität. Und nichts Anderes geschah zur damaligen Zeit und gilt heute als anerkannt im Blick auf das Werden einer Nation. Über die gemeinsame Sprache.
Profund und breit nimmt Preisendörfer in seinem neuen Buch den Lehrer mit und mitten hinein in diese Zeit, wobei er sich beileibe nicht nur über grammatikalische Spitzfindigkeiten auslässt. Im Gegenteil, praktisch wird es, dass Leben der damaligen Zeit in Burg und Stadt, vom Handwerk bis zu den Bauern, von der Häuslichkeit über den tiefen, angstvollen Glauben an die Strafen der Hölle. Selbst die gängige Kleidung, der Umgang und das Verständnis des eigenen Leibes (der „Hülle“) werden penibel in einzelnen Kapiteln betrachtet und sehr bildreich und vielfältig vor Augen gelegt.
Dass da das „Alter“ mitsamt dem „Altenteil“ und die entscheidenden Fragen von Tod und Auferstehung nicht fehlen dürfen, ist selbstverständlich.
Die Sprache und ihre „Ausbreitung“ und Nutzung legt Preisendöfer dabei wie eine große Klammer um all die einzelnen Lebensbereiche und verweist so auch auf wichtige sprachliche Entwicklungen jener „Zeitenwende“, die den Keim für die deutsche Nation gesetzt hat.
Gerade diese Verbindung hinein in das Alltägliche, in Dürers Atelier, in Luthers Pfarrhaus, in Arbeitsstätten hinein bis hin zum (ganz praktischen) Raubrittertum, es wird mehr und mehr deutsch gesprochen und es wird der Alltag der Menschen plastisch und konkret erlebbar. Was den Ausführungen viel „Fleisch“ an den Knochen bringt und den Leser durchgehend hoch informiert zurücklässt.
Vom alltäglichen Überlebenskampf über bildreiche Darstellungen hygienischer „Un-Zustände“ (bis hin zum Ausbruch der Pest) bildet dieses Buch eine überaus realistische Darstellung des „wahren Lebens“ ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Eine sehr zu empfehlende, sehr fundierte, sehr informative Lektüre. - Tina Folsom
Luthers Rückkehr
(18)Aktuelle Rezension von: dorothea84Wir treffen auf Luthers nach 20 Jahren. Zurück in der Welt von Sanguards. Sie haben mir gefehlt. ;) Hier war ich schon zu lange nicht mehr und trotzdem gleich wieder mitten in der Geschichte drin gewesen und alle Charaktere wieder erkannt. Alte Bekannte, neue Freunde und Feinde. Schöne Geschichte, voller Emotionen, Action, Spannung und tollen Wortgefechte. Natürlich darf die Leidenschaft hier nicht fehlen und die bekommt man auch. Auch gibt es ein oder andere überraschende Wendung und die Liebesgeschichte kommt dadurch nicht zu kurz. Luthers Gefühlswelt ist faszinierend und man merkt, dass er ein Mann ist der zu kämpfen weis. Katie ist eine Frau, die schon einiges in ihrem Leben durchgemacht hat und sie hat nicht unterkriegen lassen. Auch in der Geschichte zeigt sie, dass sie sehr wohl allein klarkommt und einen starken Willen hat. Es war wieder eine wunderbare Liebesgeschichte, die mich gefesselt hat.
- Nic Stone
Dear Martin
(66)Aktuelle Rezension von: Janinezachariae"Dear Martin" von Nic Stone habe ich vor einiger Zeit geschenkt bekommen. Bisher habe ich es immer wieder "gemieden", weil ich mir schon dachte, dass das Thema sehr schwer wiegen wird.
Und ja, so war es auch.
Es war eine Achterbahn vieler Gefühle und ich hatte immer wieder das Bedürfnis, dass Buch doch noch mal zur Seite zu legen, um zu verdauen.
Justyce ist 17 und muss einen sehr großen Verlust überstehen.
Zudem struggelt er mit seinen Gefühlen zu einem weißen Mädchen.
Das alles ist sehr realitätsnah, denke ich.
Wir brauchen mehr solcher Bücher. Bücher, die aufweisen, dass die Welt noch immer nicht so tolerant ist, wie sie sein sollte. Das Rassismus immer noch ein sehr großes Thema und eine große Breite in der Gesellschaft einnimmt.
Es ist sprachlich etwas salopp, aber auch das hat gepasst.
Alles in allem ist es ein großartiges und erschreckendes Buch. Leider hatte ich oft "If you come softly von Jaqueline Woodson" (hier hatte ich die Emotionen mehr als deutlich gespürt und konnte nicht mehr aufhören zu weinen, die Thematik ist eine ähnliche) im Kopf, weshalb ich diesem hier 4 Sterne geben muss.
- Joël Dicker
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
(56)Aktuelle Rezension von: Laura-Suphiedas beschreibt dieses Buch ganz gut, denn ich habe in verschiedene Abgründe der Menschheit geschaut.
Am Anfang wusste ich nicht ganz auf was ich mich einlasse - nur das es um Harry Quebert geht, der sich 1975 also mit 35 Jahren in eine 15-Jährige verliebte und umgekehrt.
Ja, da stößt man sauer auf, auch ich hatte an manchen Stellen zu schlucken und war kurz davor es abzubrechen. Aber ich bin froh, dass ich dran geblieben bin und das zuletzt auch wegen dem Sprecher, der das Hörbuch grandios umgesetzt hat. Manchmal ist mir gar nicht aufgefallen das er mehrere Personen mit seiner Stimme sprach, weil er so gut war.
Ich bin immer noch am verdauen des Buches, weil vor allem der Schluss nicht nur überraschend, sondern wieder einmal eine Seite der Menschheit zeigte in ihrer Düsternis der Macht, Missgunst, Eifersucht, Missverständnisse und Hass.
Wer einmal in einem Dorf gelebt hat, weiß wie es ist, wenn jeder über einen redet, wenn man eine einzige Sache falsch gemacht hat.
Und genauso ist es auch in diesem Buch - Aurora ist wie ein Dorf, wo alle hinter vorgehaltener Hand reden aber im Grunde doch nichts wissen über die dunkelsten Geheimnisse ihrer Nachbarn.
Großartig umgesetzt - vor allem das man als Leser immer Bröckchen zu geworfen bekommt und sich wie gierige ausgehungerte Tauben darauf stürzt.
Jeden einzelnen Charakter fand ich sehr gut umgesetzt, detailliert beschrieben und auch passend. Da wäre z.B. die Mutter von Jenny - die hat mich so genervt mit ihrer Art, über ihren Mann zu bestimmen und ihn runter zu machen, egal was er tut und sagt, gierig lechzend ihre Tochter verheiratet zu sehen mit einem reichen Mann und gierig in ihrem Wahn, dass auch umzusetzen.
Joar, der Autor versteht es gut mich als Leser mit so einem Charakter zu nerven.
Aber ab der Hälfte des Buches war ich kurz am überlegen abzubrechen, weil es kurz in eine merkwürdige Richtung ging, aber ich wollte unbedingt wissen, was ist mit Nola passierte und wer sie umgebracht hat.
War es wirklich Harry? Gut, den hatte ich von Anfang an nie im Verdacht gehabt aber wer war es? Und das trieb mich an, neben der guten Leistung des Sprechers, weiter zu hören und ich bereue es nicht.
Und ich muss auch ein Lob an den Autor aussprechen, weil ich bei solchen Büchern bisher nach kurzer Zeit wusste, wer der Mörder ist oder wer hat das und das getan. Und hier? Ich wurde sehr gut in die Irre geführt, nicht schlecht Herr Dicker, sie verstehen es zu verwirren.
Ja, das Buch ist nicht für jeden Geschmack und man begegnet Abgründe die muss man erst einmal verdauen. Aber als Gesamtpaket wirklich ein grandioses Buch, dass mir sehr viele gute Hörstunden geleistet hat - aus diesem Grund empfehle ich lieber das Hörbuch zu hören, weil der Sprecher wirklich, wirklich einen sehr sehr guten Job gemacht hat. - Gerit Bertram
Das Lied vom Schwarzen Tod
(34)Aktuelle Rezension von: MarcsbuechereckeDieses Buch musste wirklich sehr lange darauf warten, bis ich mich endlich dazu entschlossen habe, es zu Lesen. Im Nachhinein gestehe ich, dass ich bereue dies nicht schon viel früher getan zu haben. Gerit Bertram (es handelt sich hier um ein Duo, deswegen der Plural) schreiben sehr schön, fließend und lautmalerisch, dass ich regelmäßig geradezu im Nürnberg des Mittelalters versunken bin. Mit Anna und Sebastian ist es den Schriftstellern gelungen ein Geschwisterpaar zu erschaffe, wie es authentischer nicht hätte sein können. Die Suche der Beiden nach sich selbst und ihrem jeweiligen vermissten Geschwisterteil ist herzerwärmend und - obwohl gänzlich unblutig - sehr spannend erzählt und niedergeschrieben. Doch so fantastisch gelungen, wie ich die beiden Hauptpersonen in diesem Buch finde, so flach kamen leider die Nebenfiguren des Weges. Sowohl der Onkel der Beiden, als auch Korbinian - der ab dem zweiten Drittel des Buches einen wichtigen Part übernimmt - als auch der eigentliche Antagonist der Geschichte haben leider sehr wenig Facetten zeigen dürfen, haben sich aber perfekt in das Geschehen eingegliedert und spannend gestaltet.
Warum der Titel des Buches allerdings "Das Lied vom Schwarzen Tod" ist, konnte ich allerdings leider bis jetzt noch nicht nachvollziehen, da die Pest nach den ersten 40 Seiten gefühlt nicht einmal mehr erwähnt wird. Wer hier also eine "Pestgeschichte" erwartet, ist mit diesem Buch nicht gut beraten. Fazit:Ein wirklich guter und unterhaltender historischer Roman, der Lust auf mehr aus der Feder von Gerit Bertram macht. Viel Spaß beim Lesen! Bis bald! - Birgit Jasmund
Luther und der Pesttote
(23)Aktuelle Rezension von: BettinaLausenIn Wittenberg bricht 1517 die Pest aus. Almuths Verlobter Tamme soll auch unter den Opfern sein, so behauptet es sein Stiefvater. Doch Almuth glaubt nicht daran. Sie versucht der Wahrheit auf den Grund zu gehen und bekommt dabei Unterstützung von Martin Luther. Dieser Kriminalfall ist einem echten Fall der damaligen Zeit nachempfunden und es tauchen viele historische Persönlichkeiten auf.
In einem anderen Handlungsstrang wird die Geschichte Tetzels und Martin Luthers geschildert. Die Autorin hat eine tolle Idee gehabt, wie die Thesen Luthers an die Schlosskirche zu Wittenberg gekommen sind und nutzt hier die Forschungslücke geschickt aus.
Insgesamt ist es spannender, mitreißender und solide recherchierte Roman. Es gibt jedoch kleine Ungereimtheiten, was Luther angeht. In dem Roman betet Luther für Verstorbene, was ein katholischer Brauch ist. Seine Thesen sprechen eine andere Sprache, nämlich von persönlicher Buße. Zudem denkt Luther an einer Stelle, dass Seelen auf ewig im Fegefeuer lodern. Laut der damaligen Vorstellung war es jedoch nur ein zeitweiliger Läuterungsort.
Zudem gibt es einige Perspektivbrüche. Perspektivwechsel innerhalb von Szenen ohne Absatz, oder der plötzliche Einsatz eines allwissenden Erzählers, der sonst nicht auftaucht.
Trotz dieser kleinen Ungereimtheiten, ein spannender Roman, den ich gerne gelesen habe.
- Andreas Malessa
Hier stehe ich, es war ganz anders
(3)Aktuelle Rezension von: derMichiPünktlich zur Lutherdekade und überpünktlich zum 2017 bevorstehenden Reformationsjubiläum erreicht uns ein neues Werk über den Reformator selbst. Unter den vielen Werken, die populäre Irrtümer und "unnützes Wissen" präsentieren wollen reiht sich nun also auch eines über Martin Luther ein, das mit volksmündlich überlieferten Fehlern aufräumen will.
Seien es die oftmals falsch zugeordneten Luther-Zitate, bekannte Mythen oder erstaunliche Fakten über das Leben des bekannten Wittenberger Ex-Mönchs, Andreas Malessa belegt und widerlegt seine Erkenntnisse fast ausschließlich durch von Luther selbst oder von seinen Zeitgenossen verfassten Quellen. Dabei erfährt der geneigte Leser so manches über die Verhältnisse des sechzehnten Jahrhunderts, wo es durchaus vorkam, dass die Hochzeitsnacht unter den Augen von Zeugen stattfand, um der Ehe ihre offizielle Gültigkeit zu verleihen. Auch auf das im Titel angespielte Zitat und die näheren Umstände von Luthers Prozess und Verfolgung wird eingegangen. Seine oft derb anmutende Ausdrucksweise spielt ebenso eine Rolle wie die tatsächliche Positionierung Luthers gegenüber gewissen Zeitgenossen, die seine Worte allzu radikal in die Tat umsetzten. Dabei entsteht in allen Belangen ein rundes Bild des Jubilars, das beinahe als alternative Biografie durchgehen könnte. Malessas lockere Schreibweise macht dieses ebenso informative wie unterhaltsame kleine Nachschlagewerk trotz seiner vielen Fußnoten auch für nicht theologisch vorgebildete Laien gut verständlich. Ergänzt wird der Text durch passende freche Karikaturen von Thees Carstens, der auch das Titelbild beisteuerte.
Lediglich zwei peinliche Fehler haben sich in dem Kapitel "Luther übersetzte als Erster die Bibel ins Deutsche" eingeschlichen. Dort wird zunächst der im vierten Jahrhundert lebende Gotenbischof Wulfila als erster Übersetzer einer deutschen Bibel angegeben. Zu recht weist der Autor darauf hin, dass "man sich natürlich streiten kann, ob das schon 'Deutsch' war, was er da schrieb"*, denn das Gotische ist als altgermanischer Sprachzweig spätestens im siebenten Jahrhundert ausgestorben. Damit kann es aber streng genommen nicht einmal ansatzweise als ein Vorläufer der heutigen neuhochdeutschen Sprachvarietäten gelten, die sich am ehesten aus den alt- und mittelhochdeutschen Dialektgruppen entwickelt haben. Des Weiteren wird im selben Kapitel das gotische Vaterunser folgendermaßen zitiert:
"Atta unsar pu in himimam weihnai namo pein qimai piudinassus peins [...]"**
Hier ist dem Autor oder möglicherweise auch dem Typografen ein noch gravierenderer Fehler unterlaufen, denn sämtliche Wortanfänge, die mit dem altgermanischen Thorn (Þ) beginnen müssten, wurden hier durch den Buchstaben P ersetzt. Damit ergeben sich nicht nur teils neue Wörter, sondern es entsteht ein pseudogotisches Kauderwelsch, das jedem Sprachwissenschaftler Schmerzen bereiten dürfte.*** Korrekt müsste es heißen:
"atta unsar þu in himinam weihnai namo þein qimai þiudinassus þeins [...]"****
Abseits davon kann man sich nicht beschweren. Fundierte Recherche und quellennahes Argumentieren sorgen für Glaubwürdigkeit, die unbeschwerte Herangehensweise für viele vergnügliche Lesestunden.
Seitenzahl: 192 Format: 14 x 21,5 cm, gebunden Verlag: SCM Hänssler
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*Malessa, Andreas. Hier stehe ich, es war ganz anders - Irrtümer über Luther, S. 41. SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015
** ebd.
*** vgl. Jantzen, Hermann. Gotische Sprachdenkmäler. G.J. Göschen'sche Verlagshandlung, Leipzig 1905
**** Braune/Ebbinghaus. Gotische Grammatik, S. 141. Max Niemeyer, Tübingen 1961 - Guido Dieckmann
Luther
(24)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerMartin Luther ist zweifellos eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Ein Roman, der sich mit ihm im Zentrum auseinandersetzt und wie Dieckmanns Buch Luthers Werdegang von 1505 bis 1530 verfolgt, könnte wohl großartig sein.
Könnte. Er ist es leider nicht.
Historische Genauigkeit ist bei Guido Dieckmann schonmal Fehlanzeige: Der am 11. März 1513 gekrönte Papst Leo X. ist bei ihm im Jahre 1512 schon Papst und stirbt statt 1521 erst 1523. Ebenso verlegt Dieckmann die Bauernkriege ins Jahr 1523, wirft sie mit den Wittenberger Unruhen von 1522 zusammen ... und so geht es munter weiter.
Zudem ist die Charakterisierung Luthers absoluter Blödsinn.
Es ist seltsam, dass ich als Protestant und eigentlich Luther-Freund das sagen muss - aber Martin Luther wird eindeutig zu positiv und nicht ansatzweise korrekt dargestellt. DAS ist nicht Martin Luther! Kein Wort über seine Ablehnung des Judentums. Dieckmanns Luther empfindet eine väterliche Freundschaft, fast Liebe, für ein behindertes Mädchen - das hätte der historische Luther, der Behinderte jeder Art als "seelenloses Fleisch" ansah, nie getan. Aber wozu den Protagonisten unnötig verkomplizieren? Das wäre zwar interessanter gewesen, doch viel schwieriger zu schreiben.
- Roland Werner
Pioniere und Propheten
(13)Aktuelle Rezension von: ann-marieIn dem seitenstarken Werk finden sich insgesamt 366 Lebensbilder/Biographien von Männern und Frauen, die keinen Hehl daraus machten, wie wichtig ihnen ihr Glaube war, wie sie in im Alltag lebten und verwirklichten. Dem Glauben folgten oft Taten, wie die Gründung von christlichen Werken, die noch heute Bestand haben.
Jeder Person sind in dem Buch zwei Seiten gewidmet, wobei neben einem kurzen Überblick ihres Lebens, mit Angabe von Geburts- und Sterbejahr, auch sehr informative und interessante christliche Aspekte über sie zu finden sind. Neben Liederdichtern und Liederdichterinnen, deren Lieder sich noch heute in christlichen Liederbüchern finden, werden auch bekannte Persönlichkeiten der s.g. Erweckungs- und auch Reformationsbewegung vorgestellt. Aber auch andere bekannte Persönlichkeiten, deren christlicher Glaube mir bisher nicht bekannt war und die wichtige Aufgaben im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben nicht nur Deutschlands wahrgenommen haben, haben mich überrascht.
Zusätzlich enthält jeder Lebensbericht noch ein Bild der vorgestellten Person, wobei sich die Darstellung zeitgemäß von zunächst gemalten Bildern hin zu Fotografien ändert. Und, für mich ein ganz besonderes highlight: ein kurzes und sehr eindrucksvolles Zitat der jeweiligen Person. Gerade dadurch erhalten die dann nachfolgenden Informationen eine viel tiefere Bedeutung und Aussagekraft.
Alles in allem eine überaus gelungene, informative und aufschlussreiche Zusammenstellung. Ein auf Grund der Seitenzahl recht umfangreiches Werk, doch durch das Lesebändchen lässt sich der aktuelle Lesestand hervorragend markieren. Für mich immer etwas Besonderes: ein Buch mit Lesebändchen
- Friederike Schmöe
Dohlenhatz
(5)Aktuelle Rezension von: baerinEndlich wieder ein neuer Fall für Katinka Palfy, die Privatdetektivin aus Bamberg! Diesmal ermittelt sie in Coburg und Umgebung. Katinka besucht die interessante Landesausstellung in Coburg und hatte vor, danach mit Kommissar Hardo Urlaub in Berlin bei ihrer Schwester zu machen. Doch dann kommt ihr erst mal ein neuer Fall dazwischen. Der Historiker und Luther-Experte Philipp Heller heuert sie an: er wird mit einer Affäre erpresst, doch man will kein Geld von ihm sondern, dass er einen Stadtrat ermordet!
Katinka stürzt sich mit Feuereifer in die Ermittlungen, muss auch einige Blessuren einstecken, aber kann das Ganze am Schluss natürlich wieder aufklären.
Ich habe diesen Krimi, genau wie alle vorhergehenden, wieder sehr genossen und wieder viel zu schnell ausgelesen. Ganz besonders gefällt mir dabei immer die Beschreibung unserer schönen fränkischen Heimat. - Claudia Schmid
Die Feuerschreiber
(16)Aktuelle Rezension von: LEXI„Wer hätte wohl gedacht, dass hinter feuchten Klostermauern so ein Geist heranwächst. Und er hat großen Mut, der fürchtet sich nicht vor den Mächtigen!“
Die Begegnung des Philipp Melanchthon, seines Zeichens Magister, Professor, Sprachgelehrter, und großer Geist in kleinem, unscheinbarem Körper, mit dem Mönch aus Wittenberg hatte bedeutende Folgen für die Kirche. Die beiden Männer waren zwar in mancherlei Hinsicht unterschiedlich, hatten jedoch ein gemeinsames Ziel vor Augen. Ihrer beider Bestreben war es, das Evangelium Gottes durch genaues Studium zu erkunden und die Kirche und das Universitätsstudium zu erneuern. Sowohl Luther als auch Melanchthon waren dazu berufen, zu Reformatoren zu werden, sie gingen ihren Weg mit unerschütterlicher Überzeugung. Melanchthon bildete mit seiner ruhigen, besonnenen Art einen Gegenpol zum aufbrausenden, glühenden Geist Luthers mit seinem messerscharfen Verstand, seiner Fähigkeit zum Ordnen von Gedanken und seiner bemerkenswerten Redlichkeit im Ringen um Wahrhaftigkeit. Ihre Gottesfurcht, ihr tiefer Glaube und das Wissen um die Dringlichkeit der Erneuerung der Kirche einte sie ebenso wie der Drang, den Menschen Bildung und Wissen zu vermitteln und ihnen zu dienen.
Durch ihre gründlichen Recherchen gestattet die Autorin im vorliegenden Buch tiefe Einblicke in die Zeit der Reformationsbewegung und den Ursprung der Erneuerung der Kirche. Claudia Schmid begeisterte mich mit einer prallen Fülle von historisch relevanten Fakten und ließ mich in Form von Dialogen zwischen den Protagonisten an deren Ansichten, Anliegen und Lehren teilhaftig werden. Zwar ist – und bleibt – das Kernthema dieses Buches die Reformation mit all ihren Hintergründen und Auswirkungen, die bittere Armut und das unermessliche Leid des einfachen Volkes und die Errungenschaften dieser Zeit werden jedoch ebenfalls beleuchtet.
Der schöne, gewählte Sprachstil hat viel dazu beigetragen, das Lesen zu einem Vergnügen zu machen. Die Kombination von fundierten Informationen und der Erzählung in Form eines Romans fand ich ausgezeichnet umgesetzt. Historische Ereignisse wurden auf sehr lebendige, interessante, oft sogar fesselnde Weise vermittelt und ich hatte an vielen Passagen das Gefühl, tief ins Geschehen einzutauchen.
Die Autorin konzentriert sich im vorliegenden Buch nicht allein auf ihre beiden Protagonisten Melanchthon und Luther. Sie gibt auch weiteren bekannten Figuren wie beispielsweise dem Ablassprediger Johannes Tetzel, dem Erzbischof Albrecht von Mainz, dem Hofmaler Lucas Cranach sowie dessen Freund Albrecht Dürer, Luthers Kontrahenten Johannes Eck, und vor allen Dingen den Ehefrauen der beiden Reformatoren ein Gesicht. Ich konnte mir die ruhige, gütige und mitfühlende Katharina Krapp mit ihrer zarten Statur ebenso bildhaft vorstellen wie die ehemalige Nonne Katharina von Bora, die dem Haushalt Luthers vorstand und ihren Mann in jeder Hinsicht eine großartige Unterstützung war. Dieses Buch weckte in mir das Verlangen, mich intensiver mit der Lebensgeschichte Luthers und seiner Beziehung zu Katharina von Bora zu beschäftigen. Die Person des Jörg Unbereit als Wegbegleiter Philipp Melanchthons empfand ich als sehr gutes Stilmittel, um dem Leser das Leben des Bauernstandes und die Entstehung der Wiedertäufer-Bewegung nahezubringen. Der geschickte, kräftige Hüne aus dem Odenwald begleitet Melanchthon nach Wittenberg, ihre Lebenswege kreuzen sich danach immer wieder.
Nicht nur inhaltlich, sondern auch hinsichtlich der optischen Aufmachung empfand ich dieses Buch als wirklich gelungen. Der Titel „Feuerschreiber“ könnte eindrucksvoller nicht dargestellt sein wie auf dem Cover dieses historischen Romans: ein Tintenfass mit Feder und den in kalligraphischen Schriftzügen angeführten Namen der beiden Reformatoren befindet sich in der oberen Hälfte des Buches, während die untere Hälfte von einem roten, lodernden Feuer dominiert wird und Bewegung und Gefahr versinnbildlicht. Der in großen weißen Lettern angeführte Buchtitel in der Mitte wurde mit tiefroter Farbe hinterlegt – eine wahrlich anziehende, aussagekräftige und gelungene Gestaltung!
FAZIT: Ich empfand die Lektüre dieses historischen Romans aus der Feder von Claudia Schmid als höchst informatives, interessantes und an manchen Stellen sogar fesselndes Lese-Abenteuer, das mir auf den Spuren der beiden großen Reformatoren ein tiefes Eintauchen in die Geschichte erlaubte. „Die Feuerschreiber“ war eine Lektüre, die ich uneingeschränkt weiter empfehle! - Christoph Born
Die Lutherverschwörung
(3)Aktuelle Rezension von: SonnenwindIm Jahr 500 nach der Reformation ist Luther natürlich Tagesgespräch. Und es kommen haufenweise Bücher auf den Markt, die diese Zeit behandeln. So wie dieses – obwohl es nicht mehr ganz taufrisch ist.
Sehr ansprechend in Romanform verpackt und soweit möglich an den geschichtlichen Tatsachen orientiert, bietet uns der Autor einen interessanten Einblick in die Zeit der Reformation. Wir erleben Luther in seinem Alltag, betrachten seine Kämpfe und lernen seine Ansichten kennen. Ebenso begegnen wir seinen Freunden und Bekannten – und seinen Feinden. Dadurch versteht man vieles besser, kann sich in die Umstände hineindenken und darüber nachdenken, wie man selbst in derselben Situation empfunden und entschieden hätte.
Einige Personen, die so nicht überliefert sind, werden mit persönlichen Schicksalen erwähnt, was das Ganze sehr warm und farbig macht.
Spannend und unterhaltsam geschrieben und sehr angenehm zu lesen! Was mir allerdings gefehlt hat: Obwohl es hier um Luther geht, der sich wohl mehr als jeder andere darum verdient gemacht hat, das Evangelium zu den Menschen zu bringen, kommt im ganzen Buch kaum etwas vom Evangelium vor. Erwähnt wird nur, mit welchen speziellen Lehren Luther selbst kämpfen mußte, aber vom Evangelium der Befreiung vom Zwang des Katholizismus und der Freiheit des Glaubens kommt sehr wenig vor. Ein Sachbuch mit guter Unterhaltung, aber kein Buch, das zum Glauben ermutigt.
- Friedrich Christian Delius
Warum Luther die Reformation versemmelt hat
(2)Aktuelle Rezension von: YoyomausZum Inhalt:
Ein Übersetzungsfehler, ein unsinniges Dogma: Warum nur hat Luther die Erbsünde, diesen seit jeher morschen Grundpfeiler des Christentums, unangetastet gelassen? Mit Witz und Verve geht F. C. Delius der Sache nach – und rührt damit an ein Tabu.
Cover:
Dieses Cover zeigt auf weißem Grund die typische Darstellung Luthers, besonders wer die Stadt Wittenberg und deren Marktplatz kennt, der weiß, dass diese Statue auf diesem Platz zu finden ist. Das ist für mich ein typisches Merkmal für die Stadt und hat für mich einen absoluten Wiedererkennungswert. Außerdem weist das Cover somit auf den Inhalt des Buches hin und das finde ich wirklich raffiniert gemacht.
Eigener Eindruck:
Ein Gespräch mit Herrn Luther? Einmal seine Meinung dem Doktor der Theologie sagen? Genau das tut der Autor hier in diesem Buch und rechnet mit Herrn Luther dessen Lebenswerk ab…
Sommer in der Lutherstadt Wittenberg. Zeit für ein kühles Bier und ein Zwiegespräch mit Herrn Luther, welcher sich von seinem Sockel hinab bewegt und den Worten des Autors lauscht und dabei selbst ein Bierchen schlürft. Eine nette Idee, meiner Meinung nach aber doch recht übertrieben, besonders, wenn es sich bei diesem Werk um eine ernsthafte Analyse handeln soll. Das ist auf jeden Fall Geschmackssache. Vielleicht sollte es auflockernd wirken, aber mir persönlich hat es nicht gefallen und irgendwie scheint auch der Witz an mir vorüber gegangen zu sein. Das Buch an sich behandelt schon ein recht interessantes Thema und die Gedankengänge des Autors sind durchaus auch eine Überlegung wert, aber die Art und Weise, wie er dies alles verpackt hat war für mich einfach nur die perfekte Schlaftablette. Durch die teilweise doch recht gestelzte Wortwahl verliert man oft den roten Faden und schläft auch über dem Buch ein und das nicht nur einmal. Wenn ich mal wieder nicht schlafen konnte, 4 Seiten in dem Büchlein und schwupps weg war ich. Dafür gibt es auf jeden Fall einen kleinen Bonusstern. Leider muss ich aber auch sagen, dass der Autor meiner Meinung nach ein bisschen zu verbohrt immer wieder nur auf dem Thema der Erbsünde herum geritten ist. Dabei gibt es sicher noch andere Themen, die man in so ein Zwiegespräch mit dem Herrn Luther hätte verpacken können. Nun gut, ich als Wittenberger habe es gelesen und muss ehrlich gestehen, dass ich es einfach nur schrecklich fand. Schade. Und ob der Luther die Reformation nun wirklich versemmelt hat, das sei ja nun mal dahin gestellt. Denn auch das ist eine Ansichtssache und nicht unbedingt in dem Buch zu hundert Prozent belegt. Fakt ist doch, dass er es geschafft hat mit seiner Reformation. Sonst wäre er heute nicht mehr in aller Munde und die evangelische Kirche würde es in diesem Sinne wohl auch nicht geben.
Fazit:
Wer einschläfernde Lektüre mag und vielleicht auch Probleme mit dem Einschlafen hat, dem sei dieses Büchlein hier wärmstens empfohlen. Selten bin ich über einem Buch so oft eingeschlafen, wie bei diesem hier.
Gesamt: 2 von 5 Sterne
Daten:
ISBN: 9783499610547
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Fester Einband
Umfang: 64 Seiten
Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 10.03.2017
- Maria Regina Kaiser
Katharina von Bora & Martin Luther
(30)Aktuelle Rezension von: Rose75Da ich von der Autorin schon die Roman-Biographie "Xanthippe - Schöne Braut des Sokrates" mit viel Freude gelesen habe, war ich sehr neugierig auf dieses Buch mit der Lebensgeschichte von Katharina von Bora (1499 - 1552).
Die Erzählung beginnt mit einem jungen Mädchen, das als Waise in die Obhut ihrer Tanten ins Kloster Mariathron übergeben wurde. Dort lernte sie lesen, schreiben und rechnen. So gut es ging, verbrachte sie viel Zeit in der klostereigenen Landwirtschaft. Aus Überzeugung wurde sie eine Braut Christi und ein späterer Aufstieg zur Priorin und Äbtissin zeichnete sich schon früh ab. Durch einen Zufall bekamen sie und Mitschwestern Schriften des Ketzers Luther in die Hände. Katharina fühlte sich sofort angesprochen davon und ihre Gelübde waren nur noch eine Last für sie. An Ostern 1523 fliehen neuen Nonnen aus dem Kloster Mariathron und finden Zuflucht in Wittenberg bei Martin Luther höchstpersönlich. Katharina war dabei und über die Zeit entwickelte sich eine Beziehung zum Doktor Luther.
Frau Kaiser hat sehr glaubwürdig, den historisch - reformatorischen Zeitgeist, die Armut der einfachen Leute, den Bauernkrieg und die Pest, mit dem Lebenslauf von Katharina von Bora verbunden.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde gerne weitere Biographien dieser Art lesen.
- Mia Kingsley
Haunt Me, Daddy (Halloween Daddies 2)
(9)Aktuelle Rezension von: FantasyBookFreakVertraust du ihm?!
Gerade noch habe ich mit meinen Kollegen des Cloudville Trinity Asylum auf der Halloween-Party Bowle getrunken. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Wie bin ich in eins der Patientenzimmer gekommen? Und warum bin ich gefesselt? Das Gewitter draußen übertönt meine Schreie nach Hilfe – und erst dann merke ich, dass ich nicht allein bin …
Meine Meinung
„Haunt me, Daddy“ ist der zweite Teil der Halloween Daddies von Mia Kingsley. Band 1 hat mir richtig gut gefallen, deswegen war ich um so gespannter auf diese zweite Geschichte. Leider konnte mich diese nicht ganz von sich überzeugen. Ja es war wieder dieses typische Mia Kingsley Gefühl da, doch dieses Mal hat mir das gewisse etwas gefehlt. Vielleicht weil die Geschichte mit einem bestimmten Szenario beginnt und dann wird erst im Nachhinein erzählt wie es denn jetzt eigentlich dazu kam.
Auch die Charaktere konnten mich nicht von sich überzeugen. Ediana war wie ein Fähnchen im Wind. Sie will, sie will doch nicht. Dafür das sie in einer Psychischen Anstalt arbeitet, ein bisschen zu scheu und nichts sagend.
Luther war noch schlimmer. Erst ist er der schüchterne Kollege und dann plötzlich der harte Dom. Mh hat mir nicht gefallen. Auch aus seiner Sicht zu lesen, hat ihn nicht sympathischer gemacht.
Die Liebesszenen waren wie immer sehr schön. Schade das die Geschichte drumherum mir nicht gefallen hat.
Der Schreibstil war wie immer großartig. Mehr muss ich dazu denke ich nicht mehr sagen.Fazit
Eine der weniger guten Geschichten von Mia Kingsley. Mir haben die Charaktere einfach nicht zu gesagt. Sie waren beide einfach unsympathisch und zu flach. Einfach kein Vergleich zur ersten Geschichte. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.
- Michael Lorenz
Interview mit einem DJ
(18)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEs gibt eine erneuerte Version zu "Interview mit einem DJ" von Michael Lorenz und ich durfte sie lesen! Nochmal ganz herzlichen Dank an den Autor, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. Ich war von der alten Version eigentlich schon ziemlich überzeugt, doch dieses hat das alte um Welten übertroffen. Liebe Leser, lieber Herr Lorenz, ich bin grenzenlos begeistert von diesem neuen Werk und ich möchte alle dazu aufrufen, es zu lesen. Ein so ehrliches und gesellschaftskritisches Buch, sollte jeder gelesen haben. Ein Autor, der kein Blatt vor den Mund nimmt, selbst wenn er mit Elvis spricht und ihn über die heutige Welt aufklärt. Auch die neuen Illustrationen haben dem Buch einen neuen Kick gegeben. Besonders freut mich, dass sich der Autor meine Kritik zur alten Version zu Herzen genommen hat und so noch mehr Charaktere mit viel Text dazugekommen sind. Mein Fazit: Ich denke, dass dieses herausragende Buch eines für jedermann ist, der gerne mal über unsere heutige Welt nachdenken will. Auch Elvis-, Rock n' Roll, und Entenfans dürfen sich an diesem Werk erfreuen. Besonders der Humor erfrischt das Buch nochmal und sorgt für schöne Lesestunden! Danke, lieber Herr Lorenz! - Christian Nürnberger
Der rebellische Mönch, die entlaufene Nonne und der größte Bestseller aller Zeiten, Martin Luther
(4)Aktuelle Rezension von: FrauJottDie perfekte Vorbereitung auf das Lutherjahr 2017! Leben und Wirken des Reformators werden in dem Buch verständlich und spannend dargestellt. Besonders gelungen ist die Einbettung in den historischen, kulturellen und sozialen Kontext der damaligen Zeit. Weltgeschichte spielt ein Thrma, auf einer Metaebene reflektiert der Erzähler Gedanken und Ansichten in der Zeit des Umbruchs. Ein Buch für junge Leser und Erwachsene, die sich über diesen Mann und seine Zeit informieren möchten. - Friedrich Schorlemmer
Luther
(1)Aktuelle Rezension von: SonnenwindFriedrich Schorlemmer hat als Prediger an der Schloßkirche zu Wittenberg und als geborener Thüringer den größtmöglichen Einblick in die Umgebung und die Hintergründe zur Person Luthers und der Reformation. Dementsprechend liefert er eine ausgesprochen gründliche Untersuchung über diesen höchst wichtigen Abschnitt der Kirchengeschichte. Wer die Reformation verstehen und die Hintergründe erfahren möchte, ist mit diesem Buch bestens beraten.
Zuerst fällt die Sprache wohltuend auf: Keine moderne, von Politikern verordnete künstliche Rechtschreibung, sondern gewachsene Sprache, die der Autor virtuos anzuwenden weiß. Ebenso der Inhalt: Welche Fragen man auch immer in die Lektüre mitgebracht haben mag – hier werden sie beantwortet. Im Grunde ist der Inhalt dieses Buches wie eine Vorlesungsreihe im Fach Kirchengeschichte: Die Person Luthers wird mit allen Facetten deutlich, sowohl sein kindlich-reines Gottvertrauen, seine Ängste wegen seiner Sünden als auch seine Ausbrüche gegen die Juden, seine persönlichen Fragen und auch die Antworten, die er bei seinem Herrgott fand.
Wir begleiten Luther von seiner Kindheit in Eisleben über die Zeit im Kloster bis zum großen Umbruch der Befreiung der Kirche aus den Fesseln des Papsttums und dann weiter die Entwicklung der jungen Kirche, die eigentlich nie geplant war, über Luthers gesamten Lebensweg.
Die Wandlung in der Person Luthers wird deutlich, wenn man mitverfolgt, wie er an seiner eigenen Person verzweifelt, mit Buße Gottes Wohlgefallen zu verdienen sucht und daran scheitert, dann aber die Erlösung, die Jesus Christus auf Golgatha erworben hat, an sich selbst erlebt, frei wird und anderen den Weg in die Freiheit zeigt.
Luthers Kampf für die Wahrheit zu verfolgen, ist eine wirklich spannende Angelegenheit. Zum Beispiel die Zivilcourage ist ein Thema, das direkt auf Luther zurückgeht. Die evangelische Sicht auf das Verhalten des Christen ist völlig anders als die katholische: Ein Katholik verhält sich innerhalb seiner Kirche korrekt, wenn er gehorsam ist. In der evangelischen Kirche ist eine solche Haltung undenkbar. Der evangelische Christ ist gefordert, sich seine Haltung gegenüber seiner Umwelt aus der Bibel und im Gebet zu erarbeiten und dann dazu zu stehen. Man kann also kein echter evangelischer Christ sein, ohne eine Beziehung zu Jesus Christus, dem HERRN, zu haben und täglich in der Schrift zu forschen. Ohne Bibelkenntnis ist ein evangelischer Christ nicht denkbar.
Eins der größten Verdienste Luthers ist zweifellos die Übersetzung der Bibel. Sie war nicht die erste Übersetzung ins Deutsche, aber die am weitesten verbreitete. Mit dem Text hat er sich viel Mühe gegeben, obwohl natürlich auch einige Schnitzer passiert sind. So hat er nicht alle vorliegenden Urschriften beachtet und somit nicht die ganze Fülle der Informationen aufgenommen. Trotzdem ist seine Übersetzung für das Volk eine Quelle der Kraft geworden, denn nicht nur die philologisch gebildeten Gläubigen konnten sich nun damit beschäftigen, sondern jedermann. Den Wert davon kann man gar nicht hoch genug ansetzen.
Anfangs glaubte Luther, wenn er den Messias und seine Aussagen deutlich macht, würden die Juden ihm in Scharen zulaufen. Als sich das nicht erfüllte, war er frustriert und hat sich in seinen menschlichen Gefühlen zu einigen Aussagen hinreißen lassen, die man nicht akzeptieren kann. Auch ein Reformator hat schwache Seiten, wie im Buch auch deutlich wird und das Bild abrundet.
Auch Luthers Weggefährten kommen zur Sprache. So ist Melanchthon als Mitkämpfer ein größerer Teil des Textes gewidmet. Er brachte es fertig, sowohl Luthers als auch Erasmus' Freund zu sein, obwohl diese beiden regelrechte Gegensätze verkörpern. Aber eine Bewegung braucht verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Begabungen. In der Reformation waren alle vertreten.
Am Ende folgt noch eine Beschreibung der Auswirkungen, der Spuren, die Luther und sein Werk bis in die heutige Zeit hinterlassen haben.
Gut gemacht fand ich auch die Fragen am Ende des Buches: Unsere modernen Probleme werden mit Worten und Aussagen Luthers beantwortet, und man wundert sich, wie treffend Luther schon Maßstäbe und Richtlinien formuliert hat.
Luther mochte die Diskussionen nicht: „Das weiß ich gewiß, daß wenn ich den Unrat bekämpfe, mag ich siegen oder besiegt werden, ich immer beschmutzt werde“ (S. 210). Das ist ein wahres Wort. Wenn man sich mehr daran halten würde, wäre das Leben einfacher. Dennoch kann man solche Situationen nicht umgehen. Auch heute müssen wir für die Wahrheit einstehen. Die Richtschnur des Evangeliums ist auch heute noch für jeden verbindlich.
Sein ganzes Leben und seine ganze Kraft investierte Luther in sein Lebenswerk. Und er schuf die Basis für eine moderne Gesellschaft, in der Bildung hochgeschätzt und Forschung ehrenwert ist. Unser Leben heute wäre ohne Luther und die Reformation nicht vorstellbar. Dieses Buch liefert eine hervorragende Grundlage, um Luther und seine Zeit genauso zu verstehen wie ihre Auswirkungen auf unsere heutige Gesellschaft. Ein Buch, das man gelesen haben sollte!
- Claudia Beinert
Die Mutter des Satans
(32)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterDie Beinert Schwestern haben einen wunderbaren Roman über die Mutter Martin Luthers geschaffen.
Der Roman wurde in der Ich-Form beschrieben, damit der Leser schneller einen Bezug zu den Protagonisten aufbauen kann. Bei mir jedenfalls hat es funktioniert und ich konnte mich sehr gut in Magarethe, die Mutter Martins, hineinversetzen. Die Autorinnen schaffen es, dass bei mir beim lesen Emotionen aufkommen. Die Charaktere sind gut beschrieben, so dass ich Mitgefühl für Magarethe empfinde und mich über ihren Ehemann ärgere. Manchmal gab es Momente an denen ich die Protagonistin schütteln möchte, da sie sich vieles gefallen ließ. Doch ich musste immer daran denken, dass es sich im 15. Jahrhundert abspielte und es eine andere Zeit war als es heute ist.
Ich tauche sehr schnell in dieses Buch ein und befinde mich in eine Zeit in der Frauen nichts zu sagen haben und ihren Ehemännern zu gehorchen haben.
Sehr interessant war auch zu lesen, wie die Menschen damals mit dem Aberglauben lebten. Doch ganz extrem fand ich den Glauben an Gott. Egal was man damals tat; man darf Gott nicht erzürnen. Die Autorinnen erschaffen eine Zeit, in der man durch Ablasskäufe von den Sünden frei gesprochen wird. Eine Zeit in der man Gott nicht erzürnen durfte. Ich war gefesselt zu lesen was die Menschen alles als Strafe Gottes ansahen.
Martins Geschichte selber war eher Hintergründig da, wie der Titel es schon sagte es hauptsächlich um die Mutter ging. Doch der Roman beschreibt die intensive Bindung zwischen Mutter und Sohn. Die Sorge um ihren Sohn als er sich mit der Kirche anlegte.
Ich finde, dass es ein gelungener Roman geworden ist und dass man das Leben Luthers aus der Sicht der Mutter erfahren durfte. Ein sehr interessanter und auflschlußreicher Roman in einer Zeit von Aberglaube und Ablassbriefen.
- Annegret Braun
Warum Eva keine Gleichstellungsbeauftragte brauchte
(7)Aktuelle Rezension von: LiberaceFrauen sind wertvoll.
Dieses Buch hat mir eine ganz neue Sichtweise auf die Bibel eröffnet. Nicht nur der Mann ist wichtig, sondern auch die Frau darf im Mittelpunkt stehen, auch Frauen sind wichtig. Klar war mir das auch vorher klar, aber dieses Buch hat mir die theologischen Hintergründe geliefert, hat mir anhand der Bibel gezeigt dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt. Altes und neues Testament, zu jedem mehreren Unterpunkte. Jeder dieser Abschnitte beweist aufs neue an unterschiedlichen Bibelstellen, dass Gott eigentlich Gleichberechtigung geplant hat.
Ich durfte ganz neu entdecken, was die Hiob Geschichte über Frauen berichtet, und dass Paulus Frauen sehr wertgeschätzt hat.
Auch die berühmte Stelle "Die Frau soll in der Gemeinde schweigen" wird erläutert.
Ich habe aus dem Buch enorm viel mitnehmen können, und kann es jedem nur ans Herz legen.
- Uwe Siemon-Netto
Luther – Lehrmeister des Widerstands
(9)Aktuelle Rezension von: Traeumerin109
Es ist ein bekanntes Klischee: Martin Luther habe mit seiner Zwei-Reiche-Lehre die Christen zu Duckmäusern und Knechten der Obrigkeit erzogen. Oft taucht der Vorwurf auf, eben dieses Erbe sei für den Aufstieg Hitlers verantwortlich. Lutheraner hätten gegen das diktatorische Regime keinen Widerstand geleistet. Der Autor Uwe Siemon-Netto möchte diese Vorstellung durch stichhaltige Argumente widerlegen.
Dieses Buch zeigt zunächst eine erfrischende Herangehensweise an das ganze Thema. Ausgehend vom Begriff des Klischees allgemein und seiner Entstehung wendet es sich immer mehr dem speziellen Klischee zu, welches sich um Luther rankt. Dabei verwendet es eine klare und präzise Sprache, welche ich als Leser sehr angenehm finde. Die aufgeführten Argumente treffen einige Punkte wie den Nagel auf den Kopf. Das hat mich teilweise überrascht und auch zum Nachdenken gebracht. Der Autor nennt viele Beispiele für ein Luthertum, das sehr wohl Widerstand leistet und auch damals geleistet hat. Dagegen prangert er die offensichtliche Weigerung der Alliierten an, mit den Widerständlern zusammenzuarbeiten, obwohl es Beweise für deren Aktivitäten gab. Auch über das Dritte Reich hinaus gab es unter dem sozialistischen Regime der DDR genügend Möglichkeiten zum Widerstand, welche genutzt wurden. Es ist mir als Leser, der bisher recht wenig Ahnung von diesem Thema hatte, sehr leicht gefallen, den Gedankengängen zu folgen. Sie sind zudem so spannend aufeinander aufgebaut, dass das Lesen auch Freude macht.
Ein paar kleine Abzüge muss ich dem Buch aber doch geben: Ich hatte das Gefühl, dass Luther ein wenig zu sehr auf einen Sockel gehoben wurde. Auch aus seiner Lehre wurden diejenigen Aspekte herausgehoben, welche natürlich erstrebenswert sind. Solche, die wir aus heutiger Perspektive jedoch auf keinen Fall teilen können, abgesehen von seinen Anfeindungen gegen Juden, die der Autor sehr wohl erwähnt, werden ansonsten außen vor gelassen. Das war zwar nicht Hauptthema des Buches, wurde aber auch nicht am Rande erwähnt und lässt so ein etwas verfälschtes Bild entstehen. Auch die Aussage, eine nicht-lutherische Person, welche aber nach Grundsätzen handelt, die Luther auch gelehrt hat, vertrete ein „intrinsisches Luthertum“, halte ich für sehr fragwürdig und, sooft sie getätigt wird, völlig unbegründet in den Raum gestellt.
Zudem, um wieder auf die inhaltlich-formale Ebene zurückzukommen, nennt der Autor wirklich unglaublich viele Namen, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Dabei verweist er ziemlich oft entweder auf die entsprechenden Personen oder etwas, das sie geschrieben haben. Deshalb musste ich ständig zurückblättern, um nachzuschauen, was genau er nochmal meint. Das hat das Lesen doch einige Male unterbrochen und mühselig gemacht.
Fazit: Das Buch ist auf jeden Fall sehr interessant, meiner Meinung nach jedoch auch teilweise mit Vorsicht zu genießen. Vom Schreibstil und der Verständlichkeit her kann ich es weiterempfehlen.























