Bücher mit dem Tag "luzifer verlag"

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237 Bücher

  1. Cover des Buches Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal (ISBN: 9783958351974)
    Robert R. McCammon

    Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Wir befinden uns im Jahr 1699 in Carolina. Das sumpfige Land ist noch nicht dicht besiedelt. Fount Royal, eine Kolonie von Europäern mitten in den Sümpfen, soll einmal eine große Stadt und Handelspunkt werden, wenn es nach dem Bürgermeister Bidwell geht. Leider gab es in letzter Zeit zwei Morde und andere unheimliche Vorkommnisse. Dafür verantwortlich gemacht wird die schöne Rachel Howarth, die von den Bürgern als Hexe tituliert wird. Da es sich bei den Kolonisten aber überwiegend um Engländer handelt, soll hier auch das englische Recht gesprochen werden. Und das soll der Richter Woodward tun, der mit seinem Gerichtsdiener Matthew Corbett dort anreist. Doch Matthew ist nicht so richtig von Rachels Schuld überzeugt…

    Meine Meinung: Das ist mein erstes Buch dieses Autors, aber sicher nicht das Letzte! Zumal dieses Buch nur der 1. Band der Geschichte um die Hexe von Fount Royal ist, da der Luzifer-Verlag das Buch in zwei Bände eingeteilt hat. Und jetzt möchte ich natürlich auch wissen, wie es weitergeht!

    Aber nun zum Fall: Rachel wird der Hexerei angeklagt und wenn es nach den Einwohnern geht, soll sie recht schnell auf dem Scheiterhaufen brennen. Doch der Richter Isaac Woodward bricht nichts übers Knie und möchte erst einmal alle Zeugen sowie die Angeklagte anhören. Da kommen fürchterliche Begebenheiten zum Vorschein, was die Hexe alles mit dem Teufel getan haben soll. Und natürlich ist sie auch für Missernten und Hausbrände, sowie das Wetter verantwortlich. Denn in den Sümpfen regnet es seit Wochen… 

    Der junge Matthew ist sehr neugierig und die Verhöre werfen für ihn Fragen auf, die nicht beantwortet werden können. Somit ist in seiner Logik nicht alles stimmig. Als er dann wegen eines Hausfriedensbruchs (es war natürlich wieder seine Neugier, die ihn in diese Situation gebracht hat) dann selber für 3 Tage ins Gefängnis muss, direkt neben der Hexe, ist er noch mehr von ihrer Unschuld überzeugt. 

    Die Charaktere sind in dieser Geschichte wunderbar gezeichnet, so wie die Landschaft, die man sich wirklich bildhaft vorstellen kann. Im Jahre 1699 gab es leider noch nicht so viel Komfort wie heute und das kommt in vielen Situationen richtig gut rüber. Matthew ist mit seinen 20 Jahren noch Jungfrau und wirkt sehr unschuldig. Aber er ist über alle Maßen neugierig und sehr clever, das macht ihn sofort sympathisch. Der Richter möchte auf jeden Fall der Gerechtigkeit dienen, wird aber sehr krank in den Sümpfen und von daher möchte er eigentlich nur schnell wieder weg von dem Ort. Die Menschen sind einfach gestrickt und glauben halt alles, was man ihnen so erzählt und so brodelt die Gerüchteküche…

    Mein Fazit: Mich hat der Schreibstil und die ganze Szenerie im Buch sehr mitgerissen beim Lesen und ich werde mir auf jeden Fall noch die anderen Bände mit Matthew Corbett besorgen! Das Buch kann ich empfehlen, wenn man auf düstere Sumpflandschaften im 17. Jahrhundert steht, wo die Menschen alles glaubten, was die Herren ihnen sagten… 

  2. Cover des Buches MATTHEW CORBETT und die Hexe von Fount Royal - Band 2 (ISBN: 9783958352308)
    Robert R. McCammon

    MATTHEW CORBETT und die Hexe von Fount Royal - Band 2

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Jen_loves_reading_books

    Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal, Band 2

    von

    Robert McCammon

     
    Meinung:

    Nachdem ich den 1. Teil durchgesuchtet hatte, hat es nicht lange gedauert, bis ich mir den 2. Teil gegriffen hatte. Denn ich wollte nun endlich wissen, wer hinter den ganzen Machenschaften steckt.
    So einfach macht Robert McCammon einem das aber nicht. :-)

    Der Autor schreibt in einer atmosphärisch dichten Art und Weise.
    Auch seine bildhaften Beschreibungen der Umgebungen und der Figuren seiner Geschichte, machen es dem Leser leicht, sämtlichen Örtlichkeiten und Charakteren Leben einzuhauchen.

    Der Protagonist Matthew Corbett war mir ja schon in Band 1 ans Herz gewachsen und das hat sich in Band 2 auch weiterhin so fortgesetzt.
    Unbeirrt von Drohungen, Aberglauben, körperlichen Angriffen und Verleumdungen setzt er seine Ermittlungen fort, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen und Rachel vielleicht doch noch zu retten.

    Der Autor nimmt sich sehr viel Zeit für jeden seiner Charaktere, auch die Nebencharaktere werden in Optik, Wesen und Gehabe genau unter die Lupe genommen. Dabei tritt das ein oder andere Geheimnis oder edie ein oder andere Unart der Dorfbewohner zu Tage ( Öhm … der Schmied, beispielsweise :-D ).

    Mir gefiel die Auflösung des Falls. Sie war unglaublich einfallsreich und aber auch sehr abgebrüht und somit erschütternd.


      

     
    Fazit:

    Ich muss gestehen, das ich bei Band 2 ein wenig ungeduldig wurde und wissen wollte ,wer hinter allem steckt. Das hatte zur Folge, dass mir das Buch an manchen Stellen zu langatmig vorkam.
    Wenn Szenen ellenlang beschrieben wurden ( wie eine gewisses Abendessen bei einer sehr unsympathischen Familie), die aber zu nichts führten und für die Geschichte nicht relevant waren, habe ich aber tapfer weitergelesen, ohne weiter zu blättern.
    Ich denke, dass ich da aber eher mit meiner Ungeduld zu kämpfen hatte.
    Denn ich bin nach wie vor sehr angetan von beiden Teilen und von der komplexen und hervorragend durchdachten Story. Ich habe mir auch schon den nächsten Fall von Matthew Corbett zugelegt.
      

     
    Empfehlung:

    Ich kann diese beiden Bücher allen Fans von historischen Krimis nur an Herz legen.
      

     
    Von mir gibts:

    5 von 5 Sterne

  3. Cover des Buches DER ZEHNTE HEILIGE (ISBN: 9783958350656)
    Daphne Niko

    DER ZEHNTE HEILIGE

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Kirsten_Ateeq

    Gute Unterhaltung! Interessante antike Fakten gemischt mit bedrohlicher Zukunftsvision, ein Buch mit vielen Denkansätzen, aber nicht trocken oder verstaubt.

  4. Cover des Buches Emotion Caching (ISBN: 9783958350625)
    Heike Vullriede

    Emotion Caching

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Virginy

    Was tut man, wenn man so abgestumpft ist, dass einen scheinbar alles kalt lässt?
    Richtig, man sucht sich ein Hobby, dass die Gefühle in Wallungen bringt…
    So ergeht es auch Kim und ihren Freunden.
    Seitdem ihr Vater vor Jahren spurlos verschwunden ist, hat sich ihr Leben sehr verändert.
    Der Mutter wird der neue Freund nicht gegönnt, aber nicht nur das, sie steigert sich immer mehr in die Sache hinein und entwickelt fast schon blinden Hass auf den Mann, der sich immer öfter bei ihr Zuhause blicken lässt.
    Generell ist Kim unzufrieden mit ihrem Leben, an sich nichts wirklich außergewöhnliches für einen Teenie, doch sie hat einen ganz speziellen Weg, damit umzugehen.
    Seitdem sie Mr. Haifisch, wie sie ihn nennt, versehentlich vors Auto gelaufen ist, macht sie sich Woche für Woche einen Spaß daraus, ihn an jener Kreuzung abzupassen und bis aufs Blut zu reizen, dann fühlt sie sich frei, während ihre Freunde das Ganze filmen.

    Nico, Benni und Lena sind von Kims neuester Idee, dem „Emotion caching“ begeistert, es geht darum Menschen zu manipulieren, sie in eine scheinbar ausweglose Situation zu bringen und wenn sie explodieren, ihre Gefühle auf Film zu bannen.
    Jeder darf sich ein Opfer aussuchen und Kim hat natürlich sofort eins parat, Robert, den Freund ihrer Mutter…
    Doch erstmal ist üben angesagt, schließlich will man ja etwas lernen.
    Was als harmloses Spiel beginnt, gerät schon bald völlig außer Kontrolle und es gibt einen ersten Toten, auch wenn es „nur“ ein Unfall war.
    Und kommt man einmal ungeschoren davon, hat man keine Hemmungen mehr.
    Kim merkt, dass ihr die Leitung des Spiels immer mehr entgleitet, aber will sie wirklich aufhören?

    Der Klappentext von Heike Vullfriedes „Emotion caching“ hat mich damals sehr angesprochen, doch dann hab ich das kleine Schätzchen auf meinem Reader vergessen, glücklicherweise bin ich vor kurzem doch wieder darauf gestoßen und habe es mir endlich einverleibt.^^
    Auch wenn das buch für mich eigentlich ein Jugendbuch ist, ist es doch erschreckend, wie schnell man jede Hemmung verlieren kann.
    Die 4 Freunde haben alle ihr Päckchen zu tragen, Kim den Verlust ihres Vaters, Nic9o kommt aus einer Großfamilie, in der er so gut wie unsichtbar ist, Lena braucht jemanden, der sie führt und dann ist da noch Benni, dessen reicher Anwalts-Vater ein Arschloch ist, wie es im Buche steht.
    Benni ist es auch, der die Gruppe immer weiter vorantreibt, sich immer gemeinere Spiele ausdenkt, die Freundschaft an ihre Grenzen treibt.
    Aber waren sie wirklich jemals Freunde oder verbindet sie nur diese innere Gefühlskälte?

    Alles in allem war mir keiner der Freunde sonderlich sympathisch, aber ich denke, das ist durchaus beabsichtigt und zeigt in einem doch sehr erschreckendem Maße, wie schnell man eine Grenze überschreitet und was man für den ultimativen Kick alles tut, aus diesem Grund gibts für „Emotional caching“ von mir 4 von 5 Sternen.

  5. Cover des Buches Northern Gothic - Unheimliche Geschichten (ISBN: 9783958350779)
    Andreas Gruber

    Northern Gothic - Unheimliche Geschichten

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl
    Ich muss sagen, es handelt sich hierbei um meinen ersten Gruber. Die Kurzgeschichtensammlung bietet dabei einen guten Überblick über den Schreibstil des Autors und derartiges ist für mich immer ein Anhaltspunkt, ob ich mir hinterher einen Roman zulege oder nicht. Ich will in diesem Fall die einzelnen Geschichten als solches bewerten, was letztlich ja doch interessant ist, denn bei Anthologien überzeugen ja nicht immer alle Geschichten.

    Vorwort: (5 Sterne)
    Ja auch wenn man es nicht erwarten würde, aber die Schreiberin des Vorwortes hat genau dieses in eine Geschichte verpackt und ich muss sagen der Ansatz dazu hat mich echt begeistert.

    Schießerei am O. K. Corral: (4 Sterne)
    Warum meine Wertung zu der Geschichte nicht die volle Sternchenanzahl erhält? Das liegt daran, dass mir die Story irgendwie unvollständig erschien. Zwar erwähnt der Autor am Rande einen indianischen Friedhof, doch diesen Hinweis hätte man locker noch um einiges ausbauen können, wodurch die Handlung einen mystischeren Hintergrund bekommen hätte.
    In jedem Fall ist der Hintergrund zu der Schießerei ein interessanter und das obwohl ich aus diesem Genre bisher noch nichts gelesen habe.

    Wirklich böse Sachen: (4,5 Sterne)
    Bei der Geschichte muss ich sagen war die Handlung ab einem bestimmten Punkt durchaus greifbar. Die hohe Wertung meinerseits fällt deswegen aus, weil das Ende die Geschichte in einen wirklich interessantem Licht dastehen lässt. Man fragt sich wie es weitergeht.

    Seit wann trinken Katzen Whisky?: (3,5 Sterne)
    Hier liegt so der typische Krimi vor, der zwar ganz nett zum Lesen ist, aber irgendwie keinen rechten Spannungsbogen aufbaut. Das Ende kann man regelrecht greifen, trotzdem gut geschrieben und wenn man in Wien lebt hat man schnell einen Bezug zu der Umgebung.

    Glauben Sie mir, meine Name ist Dr. Watson!: (4 Sterne)
    Ich find ja Geschichten, die Holmes und Watson adaptieren immer sehr gelungen. Jeder Autor besitzt eine eigene Herangehensweise und Gruber fokusiert sich in dem Punkt auf den Holmes wie ihn Doyle gesehen hat. Die Story an sich besitzt die typischen Wendungen und Wirrungen eines kniffligen Falles. Dennoch hat mich das Ende nicht zu 100% überzeugen können. Dafür verhilft das Miträtseln zu 4 Sternen.

    Bruegels Turmbau zu Babel: (5 Sterne)
    Die Handlung hat mich bei der Geschichte echt begeistert. Es zeigt so richtig die menschliche Psyche auf und wie sie mit etwas versucht umzugehen, dass keine Lösung aufbieten kann.

    Klinik: (2 Sterne)
    Bei der Geschichte habe ich echt gemischte Gefühle beim Lesen gehabt. Mir erschloss sich einerseits nicht ganz warum über 7 Seiten hinweg ein einziger Satz läuft. Sicher, die Kommas gestalten den Gedankenverlauf des Protagonisten deutlich, aber so ganz ohne Punkte ist es schon anstrengend solch eine Geschichte zu lesen.
    Wobei man bereits bei den ersten Sätzen erkennt, dass der Autor damit etwas ganz bestimmtes bezweckt. Was genau kann ich nicht sagen, ich bin nicht dahinter gekommen.

    Ristorante Mystico: (3,5 Sterne)
    Die eigentliche Handlung der Story liest sich wirklich toll, allerdings reisen einen mitunter die vielen Gedankeneinschübe des Protagonisten irgendwie immer wieder raus. Derartiges mindert dann doch die Freude am Lesen. Zumal die Geschichte in einer Endlosschleife weitergehen könnte.

    Das Bahnwärterhaus: (4 Sterne)
    Die Geschichte ist nicht sonderlich lang, dafür sehr intensiv vom Verlauf her und zudem mit einem Ende, das man so zu Beginn nicht erwartet hätte. Trotzdem überkam mich beim Lesen das Gefühl, als hätte der Autor einen entscheidenden Umstand ausgelassen.

    Die Schatten von Norgarth: (4,5 Sterne)
    Wenn man das Vorwort des Autors zu der Geschichte liest ist man fast enttäuscht, dass nicht der ursprüngliche Titel genommen wurde. Auf der anderen Seite kann man sagen, dass eine solide Fantasygeschichte vorliegt, die mit einigen Überraschungen aufwartet.

    Wie ein Lichtschein unter der Tür: (4 Sterne)
    Ich find hierbei vor allem weider den Gedankengang des Protagonisten interessant. Er lässt einen in seine tiefsten Gefühlsebenen einblicken und bis zum Schluss würde man das angestrebte Ende und die Auflösung so nicht erwarten.

    Rue de la Tonnellerie: (4 Sterne)
    In der Geschichte geht es um Wagner und Poe. Die beiden in einer Geschichte zu erleben ist ein interessanter Ansatz, wobei sich der großteil der Handlung, in Form von Tagebucheinträgen, dann doch wieder auf Wagner und sein Schaffen fokusiert. Zugleich zeigt es einen Aspekt des Autorendaseins, den nur wenige kennen: Die innere Schaffenskrise.

    Die scharfe Kante des Geodreiecks: (3 Sterne)
    Die Grundidee ist mal etwas ganz anderes. Eigentlich besitzt die Geschichte sogar einen morbiden Humor, aber letztlich verläuft sich alles irgendwie in einem Dreieck.

    Northern Gothic: (4,5 Sterne)
    In der Sammlung ist dies die längste Kurzgeschichte und ich muss sagen auch von der Erzählung her so die intensivste. Der Autor verlagert dafür die Geschichte in die 50er Jahre und spielt mit Klischees, Erwartungshaltungen und einer abgelegenen Gemeinde. All das beflügelt die Fantasy des Lesers und trotzdem hat man hin und wieder das Gefühl, dass bestimmte Stellen einfach schnell abgehandelt werden, was nicht immer zum Vorteil der Handlung ausfällt.

    Fazit: Alles in allem kann man sagen, dass es sich um Kurzgeschichten aus den verschiedensten Genres handelt. Nicht bei allen habe ich diese explizit erwähnt, auch weil es sonst ein zu großer Spoiler wäre. Manches erschließt sich nämlich erst im Laufe der Geschichte. Ob es mein letzter Gruber war, will ich gar nicht sagen, denn der Autor weiß definitiv, wie man mit der Gefühlslage des Lesers spielt und das macht es interessant seine Bücher zu entdecken.


  6. Cover des Buches 900 Meilen (ISBN: 9783943408249)
    S. Johnathan Davis

    900 Meilen

     (101)
    Aktuelle Rezension von: einz1975

    „Banale Aufgaben in einer banalen Welt...“ - Allein mit diesem Satz hat der Autor mich schon gehabt. Das Leben von John, dem Hauptcharakter, verlief bisher eher in gleichen Bahnen. Angestellt, mit einem Gehalt, was okay ist, lebt er mit seiner Frau von Tag zu Tag. Er befindet sich aktuell in New York, knapp 900 Meilen weit entfernt von Zuhause. Die laufende Präsentation nimmt er zwar wahr, aber so richtig ist er nicht bei der Sache. Interessant wird es erst, als das Chaos ausbricht. Ein YouTube-Video macht die Runde. In einem Restaurant wird plötzlich ein Kellner von einem Gast angegriffen. Er wird mitten in den Hals gebissen und ein großes Stück Fleisch herausgerissen. Der Autor lässt ab jetzt nicht mehr locker. Er beschreibt sehr haarklein die Flucht von John. Von dem Büro in New York ist es allerdings ein weiter Weg und was hier alles passiert, da wird man mehr als einmal als Leser getestet, ob man Blut „sehen“ kann oder nicht.

    Waffen sind von Anfang an eher Mangelware. Eine Eisenstange und ein Hammer sind die helfenden Utensilien, mit den man sich die Zombies vom Hals hält. Knackende Knochen und Fontänen von Blut sind da keine Seltenheit. Jedoch geht es nicht hauptsächlich um den Ekel oder die Brutalität, die hier beschrieben werden. Davis geht eher darauf ein, wie sich John und sein Mitstreiter fühlen, wenn sie eines dieser untoten Wesen töten müssen. Da ist keine Freude oder Gelächter in ihren Gesichtern, vielmehr das blanke Entsetzen und der Wille zum Überleben. Den müssen sie auch haben, denn John will unbedingt zurück zu seiner Frau. Diese wartet auf ihn, nur aktuell funktioniert sein Handy nicht, da der Funkverkehr ausgefallen ist.

    Wie auf dem Cover zu sehen, spielt ein Hummer eine wichtige Rolle. Wenn man dieses Auto sieht, kann man sich auch noch einmal einige der Situationen besser vorstellen. Hartes Metall trifft auf ein paar menschliche Knochen, nun, den Ausgang ist recht eindeutig. Ansonsten hält der Autor immer wieder Bezug zu bekannten Zombie Filmen oder Geschichten. Der Kopf ist abzuschlagen, leere Augen, hier allerdings rot leuchtend und je älter die Zombies, desto langsamer bewegen sie sich. Sie bewegen sich auch auch ohne Unterleib oder Gliedmaßen, Hauptsache der Kopf ist noch intakt. Die Reise von John hält Wendungen parat. Nicht nur der Mensch und sein soziales Verhalten wird dabei auf die Probe gestellt, vielmehr wird die Menschlichkeit als solches aufgerufen und bei vielen nicht mehr gefunden.

    Ob super reiche Hausbesitzer, verschanzt in einem Bunker oder schon völlig abgebrüht und man erkennt den Unterschied zwischen Zombie und Mensch nicht mehr. Alles Themen, auf die man sich vorbereiten muss. An einigen Stellen findet Davis sogar die richtigen Worte, um den Leser auch Schmunzeln zu lassen, was angesichts der Geschehnissen schon recht überraschend war. Das liegt zum einen auch an John, aber auch an Kyle, der ihm mehr als einmal das Leben rettet und selbst zum Ende hin, beide nur zusammen diesen Wahnsinn überleben. Die geheime sichere Zuflucht Avalon dient perfekt als Showdown-Ort und wird die größte Herausforderung der Geschichte. Schade das man über den Ursprung der Seuche/Virus nicht all zu viel erfährt, aber es gibt ja einen Teil zwei...

    Fazit:
    WTF - An dieser Geschichte beißt man sich fest! S. Johnathan Davis hat mit „900 Meilen“ einen harten Endzeit-Thriller geschrieben der es in sich hat. Die beiden Hauptcharaktere erscheinen erstaunlich lebensecht und jede Situation ist kurzweilig und anschaulich beschrieben. Mit der richtigen Mischung aus Zombie-Action und Horror wird man Nonstop unterhalten. Eine trostlose Zukunft in die uns der Autor schickt und mit all den Menschen, welche bereits ihr zivilisiertes und soziales Leben aufgegeben haben, wirkt der Roman gleich noch brutaler, als die Kämpfe gegen die Untoten selbst. Nicht zu viele Seiten vor dem Schlafengehen lesen, man schreckt unweigerlich nachts auf und hört bei jedem Knacken genauer hin...

    Matthias Göbel

    Autor: S. Johnathan Davis
    Übersetzung: Katrin Fahnert
    Taschenbuch: 280 Seiten
    Verlag: Luzifer Verlag
    Veröffentlichung: 24.04.2014
    ISBN: 9783943408249

  7. Cover des Buches AUSRADIERT (ISBN: 9783958351103)
    Martin S. Burkhardt

    AUSRADIERT

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Kirsten_Ateeq

    Habe das Buch in zwei Tagen gelesen, gute Idee, spannend umgesetzt. Das Ende war etwas plötzlich, lässt aber Platz für eine Fortsetzung

  8. Cover des Buches MATTHEW CORBETT und die Königin der Verdammten - Band 2 (ISBN: 9783958353282)
    Robert R. McCammon

    MATTHEW CORBETT und die Königin der Verdammten - Band 2

     (27)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Der Maskenschnitzer geht im New York des frühen 18. Jahrhunderts um. Wer hat die ersten Serienmorde im jungen New York begangen? Matthew Corbett ist damit mitten in seinem zweiten Fall.

    "Matthew Corbett und die Königin der Verdammten II" ist der zweite Fall - jedoch das vierte Buch - der historischen Reihe um den jungen Mann Matthew Corbett, der vom Gerichtsdiener zu einem der ersten Ermittler von New York avanciert. In der englischen Originalfassung ist es ein Buch, das für deutschsprachige Leser in zwei Bände geteilt ist.

    Der Einstieg oder Umstieg vom ersten auf den zweiten Band um die Königin der Verdammten erfolgt nahtlos. Bei Band I sattelt man auf und bei Band II ist man längst auf dem Pferd unterwegs, und merkt, dass Matthew schon ein besserer Reiter als früher ist.

    Matthew Corbett ist seine Anstellung als Gerichtsdiener los, damit er sich voll und ganz auf die neue Position als Ermittler konzentrieren kann. Sein erster offizieller Weg führt in eine Nervenheilanstalt, die auf den zweiten Blick mit dem Fall des Maskenschnitzers zusammenhängt.

    Allein bei diesem denkwürdigen Besuch zeigt McCammon seine Liebe zu historischen Hintergründen. Zudem konfrontiert er die Figuren mit modernen Ideen, die heutzutage zwar selbstverständlich – für die damalige Epoche absolut gewagt sind. Mir gefällt dieser Zugang, wie er die Reaktionen und Gedanken der Menschen beschreibt, und damit den Sinn für die damalige Zeit schärft.

    Matthew erweist sich seinem Ruf würdig, denn der junge Mann ist stets seinen Prinzipien treu. Er hat einen enormen Gerechtigkeitssinn, Feingefühl und das richtige Gespür, das es unter anderem im Tollhaus braucht. 

    Außerdem haucht Robert McCammon der Anfangszeit New Yorks beziehungsweise ganz Nordamerika Leben ein. Die kleine Stadt steigt langsam aber sicher zur Metropole auf. Aufstieg, Chancen und die Aussicht auf Erfolg locken damals wie heute Geschäftsleute sowie Verbrecher an.

    Inmitten dieser Entwicklung wird der Fall um eine alte Frau für die New Yorker Zweigstelle der Londoner Herrald-Vertretung interessant. Matthew merkt, dass sie - trotz oder gerade wegen - ihrer Unterbringung im Irrenhaus eine tragende Rolle im Fall des Maskenschnitzers einnimmt. 

    Dabei hat der junge Ermittler einen Sinn für's Detail. Kleine Auffälligkeiten entgehen ihm nicht. In Sherlock-Holmes-Manier fügt er winzigste Teilchen zu einem farbenprächtigen Mosaik, das als Gesamtbild in seiner Logik, die Lösung zeigt.

    Die Handlung ist gut und souverän aufgebaut. Zum Ende hin hat mich der Showdown dank krähenhafter Verfolgungsjagd völlig außer Atem gebracht. Gleichzeitig legt McCammon schon den Weg für den nächsten Fall, wenn es mit der Jagd auf Mister Slaughter weitergeht.

    Mir hat mein zweites New Yorker Abenteuer an der Seite von Matthew Corbett ausgezeichnet gefallen. Die historische Atmosphäre ist vollends überzeugend in Szene gesetzt. McCammon beweist ein Auge für geschichtliche Details, das aus diesem Werk schon fast eine Zeitreise macht. Ich freue mich auf weitere Bände, wenn es für die Londoner Herrald-Vertretung in New York ans Eingemachte geht.


    Die Reihe:

    1) Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal Band I [Rezension lesen]

    2) Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal Band II [Rezension lesen]

    3) Matthew Corbett und die Königin der Verdammten Band I [Rezension lesen]

    4) Matthew Corbett und die Königin der Verdammten Band II

    5) Matthew Corbett und die Jagd nach Mister Slaughter

    6) Matthew Corbett in den Fängen des Kraken

  9. Cover des Buches GHOST WRITER (ISBN: 9783958353091)
    Andreas Gruber

    GHOST WRITER

     (26)
    Aktuelle Rezension von: DerMedienblogger
    Ein Buch, bestehend aus neunzehn Kurzgeschichten – „Ghost Writer“ ist eine breit gefächerte Ansammlung an als „unheimlich“ betitelten Gruselgeschichten des österreichischen Schriftstellers Andreas Gruber. Er bedient sich in dem Band vielfältigster Register der Genre Horror, Fantasy und Thriller, in denen er vorrangig schreibt, und liefert eine bunte Bandbreite an mysteriösen, unzusammenhängenden Handlungen in unterschiedlichen Zeitebenen. Welche Versprechen, die der Klappentext gibt, das Buch letztendlich einhalten kann, das erfährst du in der folgenden Rezension.

    Da sich kein roter Faden durch die Aneinanderreihung der einzelnen Erzählungen zieht, d.h. jede unabhängig voneinander gelesen werden kann und auch alleinstehend funktioniert, ist es hier recht schwer, klare bewertende Worte zu finden, die sich auf das gesamte Produkt beziehen. Doch eins ist auch nach Beenden dieser Lektüre erneut bewiesen: Andreas Gruber kann zweifelsohne schreiben. Er schafft es mittels weniger Worte, eine mitreißende Stimmung aufzubauen, die das Lesepublikum schnell mitzureißen weiß.

    Die dichte Atmosphäre entführt dich in vielfältige Szenarien, die der Autor geschickt innerhalb weniger Seiten zu etablieren weiß. Er entwirft eine Vielzahl an spannenden Figuren, die man gerne für den Lauf einer Kurzgeschichte begleitet. Klar, dass er dabei nicht die charakterliche Tiefe erreichen kann wie in einem kompletten Roman, die Motive der auftretenden Personen erscheinen aber größtenteils nachvollziehbar und verständlich.

    Durch die unterhaltsamen Vorwörter vor jeder neuen Episode wird die Leserschaft gelungen auf die neue Handlung eingestimmt und erhält zudem interessante Hintergrundinformationen über die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Geschichte; welche Materialien ihm als Inspiration gedient haben, welche eventuell sogar wahren Fakten in dem erdachten Korsett stecken, wie er auf die Grundidee dahinter gekommen ist. Das vereinfacht das Lesen stark, da man so weiß, auf was man sich einlässt, wenn dies der Titel nicht preisgibt.

    Jedoch weiß nicht jede Kurzgeschichte so zu überzeugen wie die vorherige. Einige strotzen nur vor Kreativität, andere wirken geradezu unmotiviert verfasst und kopiert von ähnlichen Werken: sei es aus der fehlenden Individualität, an nicht genutztem Potential, an fehlender Spannung. Umfassend gesagt, ist das Verhalten der Spannungsniveaukurve unausgeglichen und gekennzeichnet durch sein unregelmäßiges Steigungsverhalten. Es ist wirklich schwierig, über ein ganzes Buch zu berichten, das eigentlich aus eigenständigen Geschichten besteht.

    Letztendlich lässt sich sagen, dass ich „Ghost Writer“ für diejenigen, die sich von der äußerlichen Gestaltung und dem, was der Klappentext verspricht, angesprochen fühlen, definitiv weiterempfehlen kann. Die Lektüre bietet abwechslungsreiche und kurzweilige Unterhaltung, die sich durch die praktische Formulierung in Kurzgeschichtenformat auch für Zwischendurch eignet. Mein Interesse gegenüber den anderen Geschichtenbänden des Autors ist auf jeden Fall geweckt!

    „Ghost Writer“ verspricht authentische und kurzweilige Unterhaltung im Kurzgeschichtenformat.

    Ich vergebe gerne (noch) sehr gute vier von fünf mögliche Sterne, mit Tendenz nach unten. Zudem bedanke ich mich herzlich beim Luzifer-Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 
  10. Cover des Buches DAS RÄTSEL SALOMONS (ISBN: 9783958351561)
    Daphne Niko

    DAS RÄTSEL SALOMONS

     (24)
    Aktuelle Rezension von: itwt69
    Von dem hochinteressanten Plot hatte ich mir deutlich mehr versprochen. Es war vieles vorhersehbar und leider kam nur phasenweise Spannung auf. Da ist das Original (Dan Brown) bei Weitem besser. Gerade so 2,5 Sterne aufgrund der originellen Geschichte um Judentum und Heiligem Land.
  11. Cover des Buches PLÖTZLICH ZAUBERER (ISBN: 9783958351547)
    Scott Meyer

    PLÖTZLICH ZAUBERER

     (17)
    Aktuelle Rezension von: MartinWesendonck

    Man darf sich von dem albernen Cover nicht tauschen täuschen lassen, die story ist wirklich gut! Wer hätte gedacht, dass über jeden und alles meine Datei existiert. Diese muss braucht man nur zu verändern und schon grenzt es an Magie. Damit lässt sich natürlich so einiges anstellen.

    Martin ist ein ganz gewöhnlicher Kerl, der diese Datei findet und damit ins Mittelalter flüchten muss. Dort gibt er sich dann als Zauberer aus und lernt sogar Merlin kennen.

  12. Cover des Buches Die Verschwörung der Schatten: Mystery-Thriller (ISBN: 9783958352896)
    Sören Prescher

    Die Verschwörung der Schatten: Mystery-Thriller

     (17)
    Aktuelle Rezension von: lotty1209

    "Die Verschwörung der Schatten" von Stören Prescher


    Zum Inhalt: 

    Rechtsmediziner Nathaniel Jackson ist ein vom Leben gezeichneter Mann, der einfach nur seine Ruhe haben will.

    Das ändert sich, als ihm ein offensichtlich verwirrter Mann vors Auto läuft und von dunklen Männern faselt, die ihn angeblich verfolgen.

    Nathaniel hält alles für ausgemachten Blödsinn, bis die beiden von eben diesen Wesen verfolgt werden. Plötzlich tauchen überall in der Stadt merkwürdige Graffiti auf, Bomben detonieren und generell scheint alles immer mehr zum Teufel zu gehen. Zudem erhält Nathaniel geheimnisvolle Botschaften, die nur er hören kann.

    Wird er langsam ebenfalls verrückt?

    Oder steckt eine andere, sehr viel schlimmere Wahrheit dahinter?


    Ich gebe zu, ich wollte das Buch schon viel früher lesen, aber wie es oft so ist, irgendwas ist immer. 

    Aber nun, endlich, hab ich es geschafft und mich an das Buch begeben. Und ich frage mich, was zur Hölle, hat mich nur davon abgehalten, früher mit der Story anzufangen? 

    Bisher kannte ich noch kein Buch von Sören Prescher aber "Verschwörung der Schatten" wird definitiv nicht mein letztes Buch des Autoren sein.

    Die Mischung aus Krimi, Fantasy, Thriller und Mystik hat es in sich und auch der flüssige, moderne Schreibstil des Autoren hat dafür gesorgt, das die Seiten nur so "geflogen" sind. 

    Die Story ist spannend, teilweise auch ein bisschen verwirrend aber gut geschrieben. Die Gänsehaut - Momente die ich beim lesen erleben durfte haben mich auch über die wenigen "zähen" Absätze komplett hinweg getröstet. 

    Eine gelungene Endzeit Thematik die mich total abgeholt hat. 

    Alles in allem kann ich nur 5 Sterne vergeben. 

    Cover und Klappentext passen gut zum Inhalt und haben mich beide angesprochen! 




  13. Cover des Buches THE END (ISBN: 9783943408218)
    G. Michael Hopf

    THE END

     (28)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Die Kriegsszene am Anfang war nichts Ungewöhnliches. Es war brutal, so wie der Krieg eben ist, aber sobald die Geschichte auf Alltag umschaltet, wird es zum Kotzen kitschig. Man darf Zeuge einer perfekten Ehe werden, die wie eine billige Werbung wirkt und so schlecht beschrieben wird, dass ich am liebsten den Autor ohrfeigen würde. Mit einem Hammer.

    Seine Kinder sind perfekt, die Frau ist perfekt, der Bruder ist perfekt und er natürlich auch und das nimmt dem ganzen so richtig die Luft weg. So viele falsche Figuren an einem Fleck, die bloß auf den richtigen Moment gewartet haben und perfekt dafür ausgerüstet sind.

    Es gibt einen Stromausfall, elektromagnetischer Impuls, der alles lahmlegen, aber das elektrische Schloss mit der Zahlenkombination funktioniert immer noch einwandfrei. Natürlich funktioniert der Taschenrechner auch und die Stirnlampe. Einfach alles, was in diesem Moment der Protagonist braucht.

    Der Sohn einer anderen Frau stirbt, was natürlich tragisch ist, aber es wird so monoton und einsilbig beschrieben, dass ich nichts dabei fühle. Besser gesagt: es ist mir egal und das sollte es nicht. Das macht den Autoren schlecht. "Danach ließ er traurig den Kopf hängen." Gott, bei dem Satz will ich kotzen.  

    Ich verstehe nicht, wie das der Nummer-Eins-Bestseller aus Amerika sein kann. Der Autor kann nicht schreiben. Sein Stil ist schrecklich eintönig, die Formulierung holprig, die Figuren oberflächlich, die Handlung langweilig und die ganze Action wird so schlecht beschrieben, dass ich das Buch nur hassen kann. Es ist schlecht, es ist mies, es ist unter jeder Würde.

  14. Cover des Buches DAS HAUS DER MONSTER (ISBN: 9783958351837)
    Danny King

    DAS HAUS DER MONSTER

     (70)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    Das Cover des Buches verspricht etwas ganz anderes, als das, was wir als Leser bekommen. Ich bin ein bisschen enttäuscht, da ich eine Gruselgeschichte erwartet habe und bekommen habe ich die Geschichte eines alten Mannes, der sie ein paar Kindern erzählt.

    Der Protagonist erzählt von seiner Vergangenheit, welche Leichen er im Keller hat, was ihm passiert ist und wie er so geworden ist. Er erzählt all seine Geheimnisse.

    Beginnend mit dem psychisch kranken Vater, über eine Seefahrt und Geisterdorf und einem unsterblichen Mädchen.

    Obwohl ich eine Gruselgeschichte erwartet habe und keine rückblickende Erzählung, weiß der Autor zu erzählen und hat dabei einen sarkastischen und selbstironischen Stil, so dass es an manchen Stellen eher albern statt gruselig ist. 

    Einen Gruselfaktor löste die Geschichte also nicht bei mir aus.

    Das Buch selbst in mehreren Episoden unterteilt, in denen der Protagonist John Coal seine Geschichte erzählt. Unterbrochen werden diese Episoden lediglich vom aktuellen Geschehen, wenn die Kids ihn unterbrechen oder er eine Pause macht.

    Die Horrorgeschichten sind nichts Neues und auch nicht die Erfindung des Rads. Dennoch schreibt der Autor in seinem ganz eigenen Stil und lässt John über seine Erlebnisse berichten. 

    „Das Haus der Monster“ ist ein unterhaltsamer, netter Roman, aber für mich persönlich auch eine kleine Enttäuschung, da ich mir etwas anderes erhofft hatte, statt die rückblickende Erzählung.

  15. Cover des Buches QUARANTÄNE (The Death 1) (ISBN: 9783958350342)
    John W. Vance

    QUARANTÄNE (The Death 1)

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Lese dieses Buch zu Covid- 19 Zeiten, von daher weiß ich nicht, wie dies meine Meinung beeinflusst. Aus irgendeinem Grund war ich auf Zombie Apokalypse eingestellt und enttäuscht, dass es nur um einen Virus ging. Leider war es sprachlich schwach, die Perspektiven haben abrupt gewechselt und viele Handlungen und Teile des Plots waren mir zu konstruiert. Die Figuren fand ich gut und ansprechend und eigentlich will ich schon wissen, was aus Devin und Co wird- vllt lese ich doch noch weiter....

  16. Cover des Buches UNNATURAL HISTORY (ISBN: 9783943408195)
    Jonathan Green

    UNNATURAL HISTORY

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Sandsch
    Es war mein erstes Buch dessen Geschichte eine Steampunk-Fassung unserer bekannten Welt umfasst. So richtig wusste ich nicht, worauf ich mich da einlasse und muss sagen, dass mich die Geschichte an sich begeistern konnte trotz kleiner Mängel. Ich bin sehr gut in die Geschichte um den heldenhaften Abenteurer Ulysses Lucian Quicksilver rein gekommen, auch wenn ich nicht wusste wohin sie mich führen wird.

    Die Geschichte ist am Ende des 20. Jahrhunderts angesiedelt, trotzdessen hatte ich häufig das Gefühl mich Ende des 19. Jahrhunderts zu befinden. Der Autor hat ein Händchen Altes mit Neuem zu verbinden und mir als Leser das Unmögliche näher zu bringen und glaubhaft darzustellen. Das fand ich sehr spannend.

    Die Geschichte an sich ist spannend von Anfang bis Ende. Gekonnt wird der Leser immer wieder durch Wendungen überrascht, die die Geschichte in eine vollkommen andere Richtung lenken. Sicherlich sind so einige auftauchende Wesen und Entwicklungen extrem abgedreht, passen aber gut in die Geschichte. Mir war es an manchen Stellen fast ein wenig zu abgedreht. 

    Der  Protagonist Ulysses Lucian Quicksilver ist ein Abenteurer und Agent der Queen. Man könnte auch meinen er wäre Sherlock Holmes, James Bond 007 und Jack Bauer (nur mit mehr als 24 Stunden Zeit) in einem. Scheinbar hat er mehr leben als eine Katze! Denn irgendwie schafft er es immer dem Tod von der Schippe zu springen und trotzdem noch die Welt zu retten. Allerdings kommt er hier eher blass rüber. Außer das er den gewissen sechsten Sinn hat und am Leben bleibt, um die Welt zu retten, erfährt man nicht wirklich mehr von ihm. Aber es ist ja auch erst der Auftakt der Reihe. 

    Seinen Butler Nimrod, der auf seine Art irgendwie schräg war, mochte ich sehr. Er war immer zur Stelle und behielt immer die Contenance. Ja, so manchmal war er auch der Retter in der Not. Schon allein wegen ihm würde ich die Fortsetzung lesen wollen. Er hat so den typischen britischen Humor und trotzdem ist er eine liebe Seele mit dem Herzen am rechten Fleck. 

    Die  Idee der Geschichte finde ich prima. Ich mochte den Genre-Mix sehr, da er abwechslungsreich, fesselnd und auch auf seine Art sehr humorvoll ist. Der Steampunk ist sehr gut ausgearbeitet, außerdem mochte ich die detektivische und kriminalistische Arbeit des Protagonisten, auch die Dinosaurier erfüllten ihren Zweck und Darwins Evolutionstheorie hat auch ihren Platz in dieser Geschichte eingenommen und trägt maßgeblich dem Spannungsbogen bei.

    Der bildhafte  Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Gerade durch die bildhaften Vergleiche und die Anwendung vieler Adjektive (ich glaube er liebt sie über alle Maßen!) konnten mir ein regelrechtes Kopfkino bescheren, so dass ich das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu sein. Ich konnte es mir wahrhaft bildlich vorstellen.

    Das  Ende war aufschlussreich und lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Und obwohl Ulysses den Fall aufklären konnte und die Magna Britannia vor schlimmeren bewahren konnte, wird es auf jeden Fall weiter spannend bleiben und man darf sich auf neue spannende und sicherlich auch irgendwie abgedrehte Abenteuer mit Ulysses Quicksilver und seinem Butler Nimrod freuen. 

    Fazit:"Unnatural History" ist ein gelungener Auftakt der "Pax Britannia"-Reihe in dem der Steampunkt-Sprung ans Ende des 20. Jahrhunderts perfekt gelungen ist und Fantasy mit Elementen des Abenteuers, Krimis und Horrors vereint. Die Geschichte ist sowohl humorvoll als auch spannend, so dass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe. Für mich persönlich waren manche Ansätze zu abgedreht und leider kam auch Ulysses, der heldenhafte Abenteurer, etwas blass daher. Trotzdem denke ich, das es ein Buch für alle Steampunk- und Fantasyfans ist, die es lieben, sich überraschen zu lassen. Denn an Überraschungen wird hier definitiv nicht gespart.   
  17. Cover des Buches BOY'S LIFE - Die Suche nach einem Mörder (ISBN: 9783958354869)
    Robert R. McCammon

    BOY'S LIFE - Die Suche nach einem Mörder

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Gesa_Knolle

    Wer Kings "The Body" oder die wunderbare Verfilmung "Stand by Me" mag, gerne mit Ray Bradbury auf leisen Sohlen dem Bösen nachforscht oder überhaupt ein Herz für große Freundschaftsgeschichten und Mystery hat ist hier richtig.
    1964 in kleinen US-Städtchen Zephyr. Das Leben fließt so beschaulich dahin, wie der Fluss, in dem das Ungeheur Old Moses wohnt. Mit ihm und den anderen Monstern haben sich alle arrangiert, man hat Übereinkünfte getroffen. Doch dann geschieht ein eiskalter Mord, der alles in Zweifel zieht. Der zwölfjährigen Cory Mackenson und sein Vater sehen noch das Auto mit der Leiche, wie es in dem großen Stausee untergeht. Und können es nicht mehr vergessen... Auf der Suche nach dem Mörder gerät Cory in eine Welt, die er vorher nicht gesehen hat. Er wird erwachsen und lernt, was für einander einstehen heißt. Wundeschön, lustig, todtraurig und einfach herzerfüllend!

    Einziges Minus - es stecken zu viele tolle Ideen in dem Buch. Mir wäre lieber gewesen, McCammon hätten mehrere Bücher daraus gemacht, so dass man mit all den tollen Charakteren mehr Zeit verbringen und die vielen grandiosen Ideen, die hier gesammelt sind, noch ausgiebiger erleben kann. Allein der kleine Junge mit dem legendären Baseballarm ...

  18. Cover des Buches FLEISCHESLUST IN UNTERFILZBACH (ISBN: 9783958355620)
    Eva Adam

    FLEISCHESLUST IN UNTERFILZBACH

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Linda_Krimi

    Im niederbayrischen Unterfilzbach wird Tradition und Zusammenhalt noch groß geschrieben. Es könnte äußerst idyllisch sein, wäre da nicht der ermordete Tierschützer Max Saxinger. Der ehemalige Metzger hat sich einige Feinde gemacht, indem er recht radikal gegen den Fleischkonsum seiner Mitmenschen vorging. Hansi Scharnagl, Bauhofmitarbeiter und Hobbyermittler, beschließt kurzerhand nachzuforschen. Dabei bekommt er einige Unterstützung, auch von unerwarteter Seite. Gleichzeitig wird Hansi Junior auf einer Dating Seite angemeldet, um seinen Liebesleben auf die Sprünge zu helfen. Natürlich mischt die ganze Scharnagl Familie mit und ist äußerst Neugierig. 

    Der bayrische Dialekt ist unheimlich liebenswert und ich habe einiges dazu gelernt. Auch die typischen Traditionen fand ich schön beschrieben. Die Familie Scharnagl ist sympathisch und witzig. Man kommt aus dem Schmunzeln garnicht mehr heraus. Und obwohl Hansi manchmal etwas tollpatschig ist, hat er doch immer wieder den richtigen Riecher.

    Ein extrem unterhaltsamer, lustiger Krimi für unbeschwerte Stunden. Man braucht nicht unbedingt die anderen Titel aus der Reihe kennen. Die Zusammenhänge werden verständlich rübergebracht. Gute Unterhaltung mit bayrischen Flair. Ich bin schon gespannt wie es mit den Scharnagls weitergeht. 

  19. Cover des Buches DIE KATAKOMBEN (ISBN: 9783958353855)
    Jeremy Bates

    DIE KATAKOMBEN

     (13)
    Aktuelle Rezension von: LukeDanes

    Manchmal denkt man: Es gibt Bücher, die versauen einem schon zu Beginn den ganzen Spass am Lesen! Doch dann kommt alles anders, als es sich das Besserwisserchen nach den ersten Sätzen des Prologs gedacht hat.

    Auch wenn im zweiten Band der „beängstigendsten Orte der Welt“ direkt im ersten Satz erzählt wird, wer denn alles nicht überleben wird, sollte man diesem Braten unterhalb von Paris nicht wirklich über den Weg trauen.

    Und auch der zweite „Kenn ich auch schon“-Gedanke wird in Laufe der Story wieder ad acta gelegt, denn die anfänglich fast identische Besetzung der Protagonisten – welche man meint in dieser Form charakterlich bereits aus „Suicide Forest“ zu kennen – entpuppt sich nicht als das, was man zuerst annimmt.

    Die Geschichte beginnt wie „Ein Amerikaner in Paris“, doch ist die Lovestory bald nur noch ein Hintergrundrauschen. Sobald es in die Katakomben unter Paris geht ist an enttäuschte Liebe und Eifersucht nicht mehr wirklich zu denken.

    Jedes umblättern einer Seite brachte mich näher an die Protagonisten heran und man kann das knirschen der Knochen unter den Füßen der Urban Explorers – in diesem Fall „Kataphile“ genannt – förmlich hören.

    Autor Jeremy Bates scheint sich mittlerweile auf seine Orte eingeschossen zu haben, denn „Die Katakomben“ ließ sich für mich wesentlich flüssiger lesen, als der erste Ausflug der Reihe in den Selbstmörderwald. Irgendwie gaben die unterirdischen Gänge, bei denen man nie voraussehen kann was hinter der nächsten Weggabelung lauert, auch mehr her, als der Forest mit den hängenden Leichen.

    Bates greift tief in die Trickkiste des Horrors und schreckt auch nicht davor zurück Nazis aus dem Hut zu zaubern und sie seinen Helden auf den Hals zu hetzen. Doch kann man sich bei keiner Begegnung wirklich sicher sein, ob der Charakter desjenigen auch so bleiben wird, denn Feinde werden zu Freunden und umgekehrt.

    Bisher hat es die Reihe auf fünf Ausgaben im englischen Original gebracht. Sollte sich dort die Steigerung so fortsetzen, wären „Helltown“, „Island of the Dolls“ und „Mountain of the Dead“ ein reinlesen wert.

  20. Cover des Buches DAS ORAKEL (ISBN: 9783958352049)
    Daphne Niko

    DAS ORAKEL

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Kirsten_Ateeq

    Wieder ein tolles Buch, spannend, lehrreich und unterhaltsam. Ich konnte mich so hineinversetzen, das ich manchmal enttäuscht war, wenn ich das Buch zumachte und nicht in Delphi war!

  21. Cover des Buches WIE SCHATTEN ÜBER TOTEM LAND (ISBN: 9783958352773)
    S. Craig Zahler

    WIE SCHATTEN ÜBER TOTEM LAND

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Janko-Unchained

    S. Craig Zahler - Wie Schatten über Totem Land 

    (Luzifer Verlag)

    - Skorpione zum Frühstück -

    Im Sommer des Jahres 1902 durchlebt der Gentleman Nathaniel Stromler die Tristesse des unerreichbaren amerikanischen Traums. Er ist ein gutaussehender, gebildeter, 26 Jahre alter Mann aus Michigan, der ein Hotel im New-Mexiko-Territorium baut, das seine Ersparnisse auffrisst und ihm nichts als Unglück einbringt. Als ihm seine 24-jährige Verlobte Kathleen O'Corley eröffnet, dass sein Onkel offensichtlich investitionswillige Geschäftspartner an Land gezogen hat, die die Fertigstellung des Hotels nach über einem Jahr Baustopp vorantreiben könnten, ist Nathaniel zunächst skeptisch. Sehr zum Leidwesen seiner Verlobten hat Nathaniel nämlich kurz zuvor einer neuen, fragwürdigen Anstellung mit geradezu auffällig lukrativer Bezahlung zugestimmt. Es werden die Dienste eines Gentlemans mit schicker Kleidung benötigt, der tagelang reiten kann und fließend Spanisch spricht. Er soll helfen, die beiden entführten Schwestern seiner Auftraggeber zu finden, deren Spuren deutlich in das angrenzende Mexiko deuten. Und so fällt eine illustre Truppe aus unterschiedlichen Charakteren, wie dem Dandy Nathaniel Stromler, dem riesenhaften Revolvermann Long Clay, dem untersetzten Schwarzen Patch-Up, dem muskulösen Indianer Deep Lakes, den beiden Plugford Brüdern Brent und Stevie, ihrem unmenschlich verhärmten, ebenfalls riesigen Vater John Lawrence Plugford, sowie einem Gefangenen in einer Kiste in das nordamerikanische Nachbarland ein. Dass dieses bunt zusammengewürfelte Kollektiv eine holprige, nicht vorhersehbare, dafür umso blutigere Spur hinter sich herziehen wird, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Und während Nathaniel Stromler noch mit seinen Recherchen in zwielichtigen Kneipen und Freudenhäusern beschäftigt ist, ziehen die restlichen Männer, die kaum unterschiedlicher sein könnten, auf der Suche nach den beiden jungen Frauen plündernd, brandschatzend und mordend durch den grenznahen Raum Mexikos.

     Der preisgekrönte, 1973 in Florida geborene Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann und Musiker S. Craig Zahler, ist ein geduldiger Erzähler, der einen rauen, ungeschönten Unterton in seine tiefgehende, leicht gehobene, oftmals vergleichende Rhetorik legt. Der Regisseur von "Bone Tomahawk", "Brawl In Cellblock 99", sowie "Dragged Accross Concrete" stimmt ein, in den metaphorischen und mystischen Gesang eines schonungslosen Gewaltexzesses aus Blut, Sex, Folter, abgerissenen Gliedmaßen, Mord und Totschlag. 

     

    - Im einzigen Auge des Mannes wurde die Sonnenkugel auf einen glänzenden Nadelstich reduziert. -

     

    "Wie Schatten über Totem Land" ist ein brutaler, dreckiger, verruchter Western Thriller und ein bösartiges Martyrium voller unmenschlicher Unterdrückung, Misshandlung und roher Gewalt, welches in einem rücksichtslosen, grobschlächtigen und skrupellosen Landstrich zwischen Amerika und Mexiko, am Wendepunkt vom 19. zum 20. Jahrhundert angesiedelt ist. Man atmet den Staub der mexikanischen Mesa, fühlt die brodelnde Hitze, schmeckt das Blut der Verwundeten und riecht den Gestank der Toten.

    - Vamos al Catacumbas -

    Bei seinen Recherchen bringt der Dandy in Erfahrung, dass sich zwei gefangene Mädchen an einem Ort befinden, den die Einheimischen "Catacumbas" nennen. Nathaniel Stromler lässt sich gemeinsam mit ein paar reichen Mexikanern von einem Kutscher an besagten Ort bringen. Während sich der Revolvermann Long Clay darum bemüht, alle Spuren, die Stromler bei seinen Recherchen hinterlassen hat, restlos zu beseitigen, verfolgt Deep Lakes in sicherer Entfernung die Kutsche mit dem Dandy. Als selbige Las Catacumbas erreicht, ist Nathaniel Stromler davon überzeugt, dass es mehr braucht, als die Plugfords, einen ehemaligen Sklaven, einen geschickten Ureinwohner und den riesenhaften Revolverhelden Long Clay, um die beiden entführten Mädchen von diesem unsäglichen Ort des Grauens zu befreien. Einen Ort, den der Dandy besser nie betreten hätte...

     Der leidenschaftliche Heavy Metal Fan S. Craig Zahler erzählt seinen grausamen und kompromisslosen Roman aus der Perspektive des Lesers als Beobachter. Nicht zuletzt dadurch kann man sich gut in die Angst und die Aufregung hineinversetzen, die Nathaniel Stromlers Auftrag mit sich bringt. Zahler geht die Dinge langsam an und baut seine subtile Spannung Schritt für Schritt auf. Das hat zwar zur Folge, dass der unkonventionelle Western recht langsam Fahrt aufnimmt, dafür lohnt es sich für den Leser umso mehr, sich in die jeweilige Position von Zahlers Personal hineinzuversetzen und die Geschichte gemeinsam mit den gut gezeichneten Charakteren mitzugehen. Die Skizzierung der Protagonisten ist durchaus gelungen, wenn sie auch zum Teil ein wenig überzogen wirkt. Der US-amerikanische Allrounder bedient sich hierbei dem fremdartig wirkenden, mysteriös gehaltenen Sprachgewand der vorletzten Jahrhundertwende. Zahler erschuf mit "Wie Schatten über Totem Land" eine bestürzende, leidenschaftliche Erzählung, welche die extreme Brutalität ungeschönt und bisweilen auch recht explizite dargestellt, aber nicht auf Teufel komm raus bis ins kleinste Detail seziert. Daraus entwickelt sich eine bedrohliche bis teuflisch böse Atmosphäre, die an Gewalt und Brutalität kaum noch zu überbieten ist. Vitalität, Dynamik und Brutalität steigern sich mit jeder umgeblätterten Seite. Das Lokalkolorit ist einfach gehalten und in jedem Fall ausreichend dargestellt. Front und Rear-Cover, welches von Michael Schubert kreiert wurde, spiegelt die Ödnis und die Erbarmungslosigkeit eines verzweifelten Gefechts an der Grenze zu einem sterbenden Mexiko zwar recht schlicht, dafür aber umso präziser wider. Die explosive, vor Spannung berstende Story "Wie Schatten über Totem Land" ist somit geradezu eine Empfehlung für die Kinoleinwand des modernen und wieder erstarkten Western.


    (Janko)

    https://www.scraigzahler.com/
     https://www.facebook.com/SCraigZahler


    Brutalität/Gewalt: 92/100
    Spannung: 89/100
    Action: 88/100
    Unterhaltung: 92/100
    Anspruch: 34/100
    Humor: 6/100
    Sex/Obszönität: 32/100

     LACK OF LIES - Wertung: 89/100 

     

    "Wie Schatten über Totem Land" beim Luzifer Verlag: https://luzifer-verlag.de/titel/196

    S. Craig Zahler - Wie Schatten über Totem Land
    Luzifer Verlag
    Brutaler Western Thriller
    ISBN-13: 978-3-95835-277-3
    424 Seiten
    Taschenbuch (broschiert)
    Originaltitel: Wraiths Of The Broken Land
    13,95 Euro
     Erscheinungsdatum: 15.12.2017

    Leseprobe: https://luzifer-verlag.de/leseprobe/196

     

  22. Cover des Buches VERSUNKEN (ISBN: 9783958351462)
    Cheryl Kaye Tardif

    VERSUNKEN

     (34)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Marcus Taylor arbeitet als Dispatcher bei der Rettungsleitstelle 911, nachdem er aufgrund seiner Medikamentensucht seine Arbeit als Rettungssanitäter verloren hat. Die unkontrollierte Einnahme von Opiaten begann wegen Rückenschmerzen und verstärkte sich durch den Unfalltod seiner Frau und seines Sohnes vor sechs Jahren. Marcus ist depressiv und ohne Perspektive. 

    Rebecca Kingston ist Mutter zweier Kinder, die sich gerade frisch von ihrem gewalttätigen Ehemann Wesley getrennt hat. Auf dem Weg in einen Kurzurlaub erleidet sie mit ihrem Auto nachts auf abgelegener Straße einen Unfall und ruft eingeklemmt die 911. 

    Damit kreuzen sich die Wege von Marcus und Rebecca. Geplagt von Schuldgefühlen, weil er für seine Familie nichts tun konnte, hat Marcus einen besonderen Ehrgeiz, Rebecca und ihre Kinder zu retten. 


    Der Roman ist abwechselnd aus der Perspektive von Marcus und Rebecca geschrieben, so dass man ihre Situation und Gefühlslage sehr gut nachvollziehen kann. Während Marcus verbittert, traurig und wütend auf sich selbst ist, ist Rebecca verunsichert, ob die Trennung von ihrem Ehemann der richtige Schritt gewesen ist. Wesley war stets ein guter Vater, was aber nicht über die gewalttätigen Wutanfälle ihr gegenüber hinwegtäuschen kann. 

    Nach einer langen Einleitung, in der man die Protagonisten kennenlernt, ereignet sich der Unfall, der nicht nur aufgrund der lebensgefährlichen Lage von Rebecca für Spannung sorgt, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass sie zuvor massiv von einem Pick-up genötigt und von der Straße gedrängt wurde. Die Rettungsaktion, aus der Marcus als Held hervorgeht, ist dramatisch und spannend dargestellt. Vom Retter zum Flirt und persönlichen Bodyguard für Rebecca ist es dann nur ein kurzer Weg, was ich zu idealistisch und romantisierend empfand, was vor allem auch durch den Hauch von Mystik unterstützt wird.  

    "Versunken" ist ein dramatische Geschichte mit Krimielementen, aber kein packender Thriller. Die Leben von Marcus und Rebecca sind in einem Umbruch begriffen. Der Unfall, der für jeden von beiden aus einem anderen Grund tragisch ist, stellt für beide einen Neuanfang dar. Sie schöpfen neue Hoffnung und blicken in die Zukunft statt weiter mit ihrer Vergangenheit zu hadern. 

    Der Roman ist etwas anders als erwartet, da nicht wie von mir vermutet, allein eine dramatische Rettungsaktion im Fokus steht. Das Buch bietet mehr - komplexe Themen wie jahrelange Schuldgefühle, Gier bis zur Kriminalität, Drogensucht - auch wenn die Charaktere etwas klischeehaft dargestellt sind. Dafür überrascht der Roman jedoch durch Wendungen, die trotz kleinerer Längen in der Handlung wieder für Spannung sorgen, auch der ehemalige Rettungssanitäter immer wieder zum Held stilisiert wird.  

  23. Cover des Buches DER FÜNFTE ERZENGEL (ISBN: 9783958352360)
    Andreas Gruber

    DER FÜNFTE ERZENGEL

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Anneja
    Ach wie hatte ich mich gefreut, als ich erfuhr das ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen durfte. Zum einen warb das Buch mit Kurzgeschichten und zum anderen mit schaurigen Geschichten, die an den verschiedensten Orten spielten und verschiedene Thematiken beinhalten sollten. 
    Ich begann zu lesen und musste bereits nach der 2. Geschichte feststellen, das diese mich zwar unterhielten aber keinesfalls schauerlich oder angsteinflößend waren. Natürlich las ich auch die anderen 13 Geschichten und wie sie mir gefielen erfahrt ihr jetzt.

    Was braucht es, damit man beim Lesen eine Gänsehaut bekommt und man jede Zeile fürchtet, aus Angst vor dem was sie noch alles verraten könnten? Spannung wäre schon einmal ein Anfang, aber auch die Beschreibungen müssen ein gewisses Gefühl vermitteln. Beides vermisste ich im Buch leider durchgehend, da ich mich ehr unterhalten fühlte und mich die Geschichten ehr zum Grinsen als zum Gruseln brachten.
    Vor jeder Geschichte konnte man ein paar Worte des Autors lesen, welcher meist erklärte wie er auf die Idee kam und in welchen Büchern diese Texte bereits zu finden waren.Dies war zwar teilweise sehr interessant, nahm mir aber meist schon den Wind aus den Segeln. Ich hätte es sinnvoller gefunden die Beschreibungen hinter die Geschichte zu setzen oder sie sogar am Ende zusammen zu fassen, da ich mich auf die Geschichten konzentrieren wollte.
    Die Vielfalt der Geschichten möchte ich hier natürlich loben, da sie sehr unterschiedlich waren und man doch immer eine gewisse Neugier auf die Nächste bekam.Wie ich aber bereits erwähnte, fehlten mir in den Erzählungen die unheimlichen Aspekte. Auch wenn vielleicht von kannibalistischen Mördern, fremden Dimensionen oder tödlichen Spielen um das Leben die Rede war, so hatten diese immer einen humoristischen Hintergrund. Ich hatte stellenweise das Gefühl das man Ekel oder Furcht hervorrufen wollte, bei mir aber keinen Anklang fand.
    Für mich war die Schreibweise sehr angenehm und ich kam sehr schnell in die Erzählungen hinein. E wurde ein einfacher Wortlaut verwendet, in dem kaum Fremdworte vorkamen. Wenn es welche gab, so wurden sie stets erklärt. 
    Um noch einmal auf die fehlende Spannung und den Horror im Buch anzusprechen, so befürchte ich, das es die Schreibweise war, die mir die Geschichten im falschen Licht präsentierte. Vieles wurde beschrieben, leider  jedoch meist das Falsche oder in der falschen Art. Orte wirkten nie düster, Personen machten einen keine Angst und selbst fremdartige Wesen ließen ehr mein Sci-Fi/Fantasy-Herz schneller schlagen.

    Da es im Buch 15 verschiedenen Geschichten gab, in denen immer wieder neue Protagonisten die Hauptrolle spielten, gab es natürlich nicht den Einen, sondern man stellte sich stets auf jemand neues ein.
    Dies klappte auch sehr gut und doch hätte ich mir gewünscht das man hier noch mehr Details hätte preisgeben können. Jede Person wurde beschrieben, jedoch meist so schwach das man sich kaum ein Bild zu demjenigen machen konnte. So hatte man es meist mit oberflächlichen Charakteren zutun, von denen man am Ende der Geschichte nur das Alter und das Geschlecht wusste.
    Es sind ja auch Kurzgeschichten, würden manche sagen. Dies stimmte auch, allerdings gab es im Buch nicht nur Geschichten die ein oder 2 Seiten lang waren, sondern auch welche die sogar im Buch mehrfach aufgeteilt waren. Gerade in diesen hätte man die Protagonisten viel detailreicher präsentieren können.

    Wie ich es vom Luzifer Verlag gewöhnt bin, konnte mich auch dieses Buchcover schnell überzeugen. Es wurde sich sehr viel Mühe gegeben um den Leser ein unheimliches Setting zu bieten. Die rot und schwarz-Töne taten hierbei ihr übriges. 
    Die Schriften wurden entsprechend ausgesucht, wobei der Titel des Buches etwas kräftiger hätte sein können. Den Namen des Autors konnte man sehr gut entziffern, da man einen grauen Farbton und eine passende Größe gewählt hatte.
    Das Gruseln lehrte mir das Buch nicht, aber es enthielt 15 unterhaltsame Geschichten mit den verschiedensten Thematiken. Die Vorwörter zu den Geschichten fand ich jedoch unpassend und meist zu weit ausgeholt.
  24. Cover des Buches 101 GEDANKEN AN TOM (ISBN: 9783958355095)
    Gabriele Hasmann

    101 GEDANKEN AN TOM

     (9)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Jule, von manchen Jerry genannt, hat furchtbaren Liebeskummer. Es ist 12 Tage her, dass sie ihr Ex-Freund Tom verlassen hat. Dabei waren Tom und Jerry als Paar perfekt. Zorn, Wut, Trauer, depressive Stimmungen und Übelkeit erregende Alkoholexzesse treiben Jule, alias Jerry, in dieser schmerzhaften Trennungsphase an.

    „101 Gedanken an Tom“ ist vom Genre her richtig schwierig einzusortieren. Ich ordne es als Liebesroman ein, obwohl es um keine neue Liebe, sondern um die Trennung von einer langjährigen Beziehung geht.

    Jule ist fertig. Sie ist fertig mit den Nerven, fertig mit der Welt, fertig mit ihrem Leben, weil ihr Ex-Freund Tom fertig mit ihrer Beziehung ist. Sie leidet still vor sich hin, hat sich in ihrer Wohnung verschanzt, wird von Kummerschüben und morbider Stimmung gequält, wobei sich immer wieder die Ursache der Misere in ihre Gedanken drängt: Tom!

    Ich gebe zu, die Beschreibung dieses Romans klingt schon recht deprimierend, wenn nicht sogar regelrecht depressiv. Aber da man sich vom ersten Eindruck nicht täuschen lassen soll, hat bei mir die Neugier überwogen. Hinter dem Titel und dem Cover habe ich eine skurrile Geschichte vermutet, und ich habe ein Lachperlchen für Anhänger schwarzen Humors entdeckt.

    Protagonistin Jule, von ihren Freunden Jerry genannt, ist die typisch verlassene Frau, die sich schon im relativ sicheren Hafen der Ehe wähnte. Als Paar waren Tom und Jerry eigentlich perfekt, wenn sich der männliche Part nicht kurzerhand für eine Blondine mit Silikon-Vorsprung entschieden hätte. 

    Im Roman folgt Jules Weg den Phasen der Beziehungstrauer entlang, und veranschaulicht, wie sie durch die schwarze Brille des Beziehung-Endes die Welt betrachtet. Obwohl auch dieser Part deprimierend klingt, ist es herrlich bissig-amüsant erzählt. Denn Jule beißt sich durch, und legt nach und nach neues Selbstbewusstsein an.

    "Sind Sie auch so ein gnadenloser Optimist? Der selbst, wenn er sich vor Wut ankotzen möchte, noch der Sonne entgegenlächelt und sich freut, dass nicht er, sondern andere Menschen eine tödliche Krankheit in sich tragen?" (S. 11 - 12, eBook)

    Falls sich jemand an die schokoladige Bridget Jones erinnert, hat mit Jule ein exemplarisches Pendant dazu in der Hand. Ich fand es herrlich unterhaltsam, mich mit der Protagonistin durch das Beziehungsaus zu manövrieren. Sie quält sich aus den Federn - nicht ohne an Tom zu denken - , müht sich im Job mit verhaltenen Mitleidsbekundungen ab, lässt sich von ihren Freunden zu Shopping-Touren und alkoholgeschwängerten Ablenkungsmanövern ziehen, um letztendlich zu merken, dass es für ihren Schmerz kein patentes Heilmittel gibt. Außer den Pizzaboten vielleicht, der hinreißend sexy ist. 

    Meiner Ansicht nach schreibt Autorin Gabriele Hasmann zielsicher, zynisch-frech und regt die Bauchmuskulatur zum Arbeiten an. Ich konnte mich an jeder Stelle in Jule versetzen, hätte teilweise wahrscheinlich ähnlich reagiert. Sie tat mir zwar leid, hat mich aber trotzdem herzhaft zum Lachen gebracht. 

    „101 Gedanken an Tom“ ist ein etwas anderer Liebesroman, der zwar keine Herzchen in die Augen, dafür Bewegung in die Mundpartie zaubert. Herrlich bissig, sarkastisch und mit viel schwarzem Humor treibt Gabriele Hasmann ihre Protagonistin raus aus dem Beziehungsaus und baut neues Selbstbewusstsein auf. Genial erzählt!

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