Bücher mit dem Tag "lynchjustiz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lynchjustiz" gekennzeichnet haben.

33 Bücher

  1. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (405)
    Aktuelle Rezension von: Nikola-Marie

    Verliebt in die Mörderin? Nun, bei Aichners Totenfrau ist das im Handumdrehen passiert. 

    Blum ist eine virtuose Leichenbestatterin, liebevolle Ehefrau und Mutter von zwei kleinen Töchtern. Nach einer unglücklichen Kindheit ist sie endlich angekommen: Blum lebt und liebt. Als ihr Mann Mark vor ihren Augen überfahren wird, bricht ihre Welt entzwei. Nur den Mädchen zuliebe macht sie weiter, und schon bald drängt sich die Frage auf: War Marks Tod wirklich ein Unfall?

    Blum lässt nicht locker. Sucht, findet, begreift und schlägt zu. Erbarmungslos. Und dafür lieben wir sie.

  2. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

     (507)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 1 um Anwalt Jake Brigance

    Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug: Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?

    Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91

    „Die Jury“ erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben „Die Firma“ und „Der Regenmacher“ mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.

    „Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94

    Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. „Die Jury“ ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!
  3. Cover des Buches Gone, Band 2: Hunger (ISBN: 9783473584093)
    Michael Grant

    Gone, Band 2: Hunger

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Dalle

    Klapptext:
    Eine Welt ohne Erwachsene.
    In der Freunde sich bekriegen.
    Weil der Hunger stärker ist, als jedes andere Gefühl.
    Sam würde am liebsten auf seinem Surfbrett über die Wellen jagen und alles hinter sich lassen: die Angst und Verzweiflung, weil die letzten Essensvorräte zur Neige gehen. 
    Seinem machtversessenen Zwillingsbruder, der sich das Kraftwerk unter den Nagel reißen will. Und die zunehmende Gewalt unter den 332 Überlebenden der FAYZ.
    Doch wenn Sam, zu dem jeder aufschaut, sie jetzt im Stich lässt, werden viele sterben …

    Das Cover zeigt den Titel ,, Gone” blau aufleuchtend. ,,Hunger” hingegen ist nur in blau geschrieben. Alles andere ist schwarz, außer der in grau geschriebene Autorenname und unten rechts in der Ecke der Verlag Ravensburger. Im O steht wieder jemand. Dieser Jemand ist blau. Ich kann nicht deuten, wer es ist, aber es muss ein männlicher Charakter sein. 

    Der Titel ,, Gone – Hunger ” passt definitiv zur Story, weil alle Erwachsenen verschwinden ( Gone ) und weil der ,,Hunger” jetzt in Perdido Beach herrscht.

    Die Story ist so gut geschrieben. Sie beginnt damit, wie Sam auf dem Surfbrett liegt. Dieses Buch spielt jetzt drei Monate, nachdem die FAYZ aufgetaucht ist. Die FAYZ ist eine Riesige Barriere, die man nicht anfassen kann, da sie Schmerzen verursacht. Und weil der Hunger jetzt alle plagt, pflanzten sie Kohl an, doch da gab es dann auch Probleme. Ich könnte jetzt alles nacherzählen, aber ich möchte einfach meine Meinung sagen. Meine Meinung zur Story ist, dass sie sehr gut ist. Teilweise habe ich sogar bis 3 Uhr gelesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Meiner Schwester habe ich die Bücher mal geliehen und sie möchte die 6 Teile unbedingt lesen, genau wie ich. Deshalb habe ich alle 6 Teile gekauft.

    Fazit: Sehr gute Fortsetzung des ersten Teils. Keine Logikfehler und alles verständlich und spannend geschrieben. Direkt die nächsten 4 Teile geholt. :D 

  4. Cover des Buches Rendezvous mit einem Unbekannten (ISBN: 9783401063621)
    Rachel Caine

    Rendezvous mit einem Unbekannten

     (161)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    So einiges hat sich im Glass Haus verändert. Um seinem Dasein als Geist ein Ende setzen zu können, hat Michael sich dazu entschlossen, zu einem Vampir zu werden, was zu akzeptieren vor allem Shane schwerfällt. Und auch Claires Beziehung zu den Untoten hat sich verändert, indem sie sich unter die Fittiche der Gründerin begeben hat.

     

    Ich muss zugeben, dass so langsam die Luft raus ist. Es ist einfach so, dass kaum irgendetwas anderes an Handlungen passiert. Klar, in einer Vampirreihe in der diese hauptsächlich die Bösen sind, muss man damit rechnen dass die Hauptkonfrontation eben vor allem mit diesen stattfindet. Aber dennoch wäre ein wenig Abwechslung nicht schlecht.

     

    Auch Claire wird immer unsympathischer… Es wundert mich gar nicht dass sie ständig in Probleme gerät, sie stolziert immer drauf los ohne sich mit jemandem abzusprechen oder zumindest mal kurz nachdenken würde, würde sie sich so einiges an Chaos ersparen. Und es sind natürlich immer die anderen, die das dann irgendwie wieder ausbaden müssen, nur damit Claire sich „um sie zu retten“ in die nächsten Spinnerei stürzt.

     

    Immerhin hat mein ein paar neue Sachen erfahren, die ein wenig Neugier auf einen weiteren Teil geweckt haben. Aber im Allgemeinen musste ich mich mehr oder weniger durch das Buch quälen

  5. Cover des Buches Gone - Lügen (ISBN: 9783473584260)
    Michael Grant

    Gone - Lügen

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding
    Inhalt:
    Die FAYZ existiert immer noch, aber zumindest haben die Kids den Hunger in den Griff bekommen. Allerdings gibt es nun Unstimmigkeiten im Rat und jeder ist sich selbst der nächste. Die Lügen beginnen ....

    Schreibstil:
    Dieser Band gefällt mir bis jetzt am besten. Es gibt immer mehr zwischenmenschliches zu lesen und die Gewalt - welche allgegenwärtig ist - rückt teilweise in den Hintergrund. Es ist und bleibt spannend und auch die Auswirkungen der Glaskugel auf der anderen Seite der FAYZ werden beschrieben. Dennoch bleibt die Geschichte auch für einen Teil wirr. So verstehe ich immer noch nicht, was nun passiert wenn die Kids verpuffen. Sterben sie, wie es der Gaiaphage wünscht, oder kommen sie doch zu ihren Eltern, außerhalb der FAYZ. Ich hoffe, dass dieser Punkt noch geklärt wird und dies nicht auf einen Fehler des Autors zurückzuführen ist - das würde mich sehr ärgern ...

    Charaktere:
    Zu Beginn des dritten Bandes dachte ich noch, dass Sam zu einem Übermenschen mutiert - ja indirekt ist er dies seit Band eins, aber ich meine das anders ;) Aber dann bekommt er doch noch die Kurve und überlegt sein Handeln, bekommt einen psychischen Knacks und genau dies macht ihn menschlich und sympathisch!

    Gruselig ist für mich die Beziehung zwischen Diana und Caine. Ich verstehe nicht, was die beiden miteinander haben oder nicht. Für mich ist diese Liebe grenzwertig und ich bin mir nicht sicher ob sie so wirklich in ein Jugendbuch gehört.

    Die anderen Charaktere wirken auch nicht mehr so blass wie zu Beginn der Geschichte, ich freue mich daher sehr, dass Michael Grant über die Bände hin besser wird :D

    Cover:
    Das Cover passt - spoilert aber leider etwas.

    Fazit:
    Ein sehr guter 3. Teil der Reihe, der mir ,bis jetzt, am besten gefallen hat. Die FAYZ und das Leben in ihr ist sehr plastisch beschrieben. Die vorherigen Bände müssen nicht gelesen werden um diesen zu verstehen, es wird alles gut genug erklärt. Von mir gibt es 4 Sterne, weil mir die Story und die Charaktere diesmal gut gefallen haben und ich unbedingt wissen will wie es weitergeht. Zu empfehlen ist "Lügen" an jugendliche Leser, welche gerne Dystopien mit Sci-Fi mögen.
  6. Cover des Buches Der Nachbar (ISBN: 9783442457151)
    Minette Walters

    Der Nachbar

     (134)
    Aktuelle Rezension von: buechertraumzeiten

    Das Buch startet sehr spannend und lässt hoffen auf einen super Thriller! Leider sind ab circa der Hälfte des Buch so viele verschiedene Handlungen am laufen, sodass es sehr schwer fällt einen guten Durchblick zu behalten. Es wirkt für mich auch sehr langatmig. Das Ende wird schnell auf wenigen Seiten beschrieben und ist für mich enttäuschend, auch weil eine wichtige Handlung offen bleibt und man somit mit Fragen zurück gelassen wird. Von der Idee her eigentlich super, aber für mich nicht gut umgesetzt. 

  7. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783453418462)
    John Grisham

    Die Erbin

     (120)
    Aktuelle Rezension von: larshermanns

    Da John Grisham in den USA gerade sein neuestes Werk vorstellt, in dem erneut Jake Brigance mitwirken soll, dachte ich, dass es nicht schaden könnte, den Vorgänger »Die Erbin« aus dem Jahr 2014 erneut zu lesen und nun auch in schriftlicher Form zu bewerten.

    ●●●●●●●●●● ALLGEMEINE INFORMATIONEN ●●●●●●●●●●

    Titel: Die Erbin
    Originaltitel: Sycamore Row
    Autor: John Grisham
    Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
    ISBN: 978-3-453-26910-1
    Format: Gebundene Ausgabe
    Ausgabe: 2014
    Genre: Roman
    Seiten: 702

    ●●●●●●●●●● DER KAUF ●●●●●●●●●●

    Ich hatte mir »Die Erbin« am 28. September 2015 gekauft.

    ●●●●●●●●●● DIE AUFMACHUNG ●●●●●●●●●●

    Die gebundene Ausgabe aus dem Jahr 2014 ist schön gestaltet, wobei vor allem der silbrig gehaltene Schutzumschlag eine große Rolle spielt. Das 702 Seiten dicke Buch liegt, trotz seines Gewichts, gut in der Hand, die Seiten lassen sich bequem umblättern, und die Schrift hat genau die richtige Größe, um den Roman gemütlich lesen zu können. Einzig daneben finde ich das entzündete Streichholz in der Mitte, das auf den ersten Blick eigentlich gar nichts mit dem Roman zu tun hat. Meiner Meinung nach könnte man es höchstens auf einen einzigen Punkt gegen Ende des Buches beziehen, wenn es um die Hintergründe von Seth Hubbard geht. In meinen Augen sorgt es hingegen eher für Verwirrung.

    ●●●●●●●●●● DER AUTOR ●●●●●●●●●●

    John Grisham ist ein amerikanischer Bestseller-Autor, dessen Werke bereits mehrfach verfilmt worden sind. Der ehemalige Jurist ist seit 1991 hauptberuflich als Schriftsteller tätig und schreibt vor allem im Milieu der Justiz – mit Schwerpunkt auf den Südstaaten –, doch er ist literarisch auch in anderen Gegenden der USA zuhause. 1955 in Jonesboro, Arkansas, geboren, hat John Grisham bis 1991 als Anwalt in Mississippi praktiziert. Sein Erstlingswerk »Die Jury« (1989) wurde direkt zum Bestseller. In »Die Erbin« geht es erneut um seinen Protagonisten Jake Brigance aus eben diesem Meisterwerk.

    ●●●●●●●●●● INHALTSANGABE ●●●●●●●●●●

    Der Multimillionär Seth Hubbard wird eines Morgens von einem Mitarbeiter tot, an einem Baum hängend, aufgefunden. Er hatte Lungenkrebs im Endstadium und unermessliche Schmerzen, denen er so ein Ende setzen wollte. Trotz aller Bestürzung ob dieses dramatischen Ablebens, ist seine Familie mehr daran interessiert, dass das Testament eröffnet wird und jeder von ihnen etwas von dem stattlichen Vermögen abbekommt. Jedoch weiß keiner, dass Seth Hubbard sein Testament, kurz vor seinem Ableben, handschriftlich hatte ändern lassen. Die Familie geht leer aus, und seine farbige Haushälterin Lettie Lang erbt den Löwenanteil. Die Familie wetzt daraufhin die juristischen Messer und zieht alle Register, um den Verstorbenen postum als nicht zurechnungsfähig erklären zu lassen. Dann tritt Jake Brigance auf den Plan …

    ●●●●●●●●●● MEINE MEINUNG ZUM BUCH ●●●●●●●●●●

    Auch wenn der Roman 2014 erschienen ist, so spielt »Die Erbin« trotz allem im Jahr 1988, drei Jahre nach dem Prozess von Carl Lee Hailey und dem spektakulären Freispruch. Jake Brigance hatte während des Prozesses sein Haus verloren, das vom Ku-Klux-Klan niedergebrannt worden war, und befindet seitdem in einem Rechtsstreit mit seiner Versicherung. Interessanterweise wird sein Name auf dem Schutzumschlag als »Jack Brigance« wiedergegeben, korrekt ist jedoch – und so steht er auch in den Romanen selbst geschrieben –: Jake Brigance.

    Beachtenswert ist, dass es John Grisham nach all den Jahren sehr gut gelungen ist, seine Geschichte erneut in den 1980’er Jahren anzusiedeln. Seinerzeit waren die Verhältnisse deutlich anders als heutzutage. Es gab noch keine Handys, die Autos waren gänzlich anders als heute, und vor allem war der Rassenhass in den Südstaaten der USA damals noch sehr viel ausgeprägter als heute – auch wenn die aktuelle politische Situation in den USA dies momentan eher ad absurdum zu führen scheint. Auch waren zwanzig Millionen Dollar – das Erbe von Seth Hubbard – damals noch sehr viel mehr wert als heute. Dass zudem ein reicher, alter, weißer Mann sein Millionenvermögen einer schwarzen Hausbediensteten hinterlässt, musste in den späten 80’er Jahren natürlich zu einem Eklat führen.

    Bei »Die Erbin« handelt es sich endlich einmal um einen Roman, bei dem sowohl der amerikanische Originaltitel »Sycamore Row« als auch der deutsche Titel »Die Erbin« im unmittelbaren Zusammenhang mit der eigentlichen Geschichte stehen. Ich bin auch der Meinung, dass man selbst im Deutschen den Originaltitel »Sycamore Row« hätte verwenden können, auch wenn dieser Begriff überhaupt erst auf den letzten Seiten des Romans auftaucht. Der deutsche Titel bezieht sich hingegen direkt auf die Erbin Lettie Lang, um die sich die Geschichte des Romans dreht.

    »Die Erbin« ist definitiv eine direkte Fortsetzung von »Die Jury«, weswegen auch immer wieder alte Bekannte auftauchen. Neben Jake Brigance, der erneut der Protagonist in dem Roman ist, tauchen auch seine Frau Carla und ihre gemeinsame Tochter auf, ferner der Sheriff Ozzie Walls und auch der Richter Reuben V. Atlee haben ihre Auftritte sowie Lucien Wilbanks und Jakes Freund Harry Rex Vonner.

    Sehr interessant finde ich, wie es später zur Schlammschlacht vor Gericht kommt. Verständlicherweise versuchen die enterbten Familienangehörigen, das Testament gerichtlich anzufechten. Es dauert allerdings rund sechshundert Seiten, ehe man endlich die Hintergründe erfährt, weshalb Seth Hubbard sein Millionenvermögen einer schwarzen Haushälterin hinterlassen und seine Kinder und Enkel enterbt hat. Der Spannungsbogen baut sich, wie bei John Grisham üblich, langsam, aber sicher, auf und wird durch die diversen Nebenschauplätze, zwischen denen immer wieder hin und her gesprungen wird, sehr kurzweilig gehalten. So geht es einige Seiten lang um Jake Brigance, dann wird plötzlich zu Lucien Wilbanks gesprungen, gefolgt von Sheriff Ozzie Walls, dann ein Sprung zu den Erben, zu einem anderen Anwalt – und dennoch wird alles nicht verwirrender, sondern all diese Nebenhandlungen laufen führen letzten Endes zu einem gemeinsamen, zentralen Punkt, der auf den – geschätzt – letzten hundert Seiten des Buches zu finden ist.

    Meiner Meinung nach fesselt der Roman von Anfang an. Es ist nach meinem Dafürhalten nicht zwingend vonnöten, »Die Jury« zu kennen; jedoch erleichtert dies einem das Lesen von »Die Erbin«, da man unweigerlich immer wieder die Gesichter vor Augen haben wird sowie die Geschichte von »Die Jury« und damit einhergehende Zusammenhänge und Einflüsse.

    Mit hat »Die Erbin« gut gefallen, wenn auch nicht ganz so gut wie sein direkter Vorgänger. Auf jeden Fall wird für spannende Unterhaltung gesorgt.

    ●●●●●●●●●● MEIN FAZIT ●●●●●●●●●●

    Mit »Die Erbin« hat John Grisham einen guten, direkten Nachfolger von »Die Jury« geschaffen.

  8. Cover des Buches Nicht denken macht auch nicht schön (ISBN: 9783404606283)
    Peter Cave

    Nicht denken macht auch nicht schön

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Endstation Heißen (ISBN: 9783954003266)
    Monika Detering

    Endstation Heißen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: capitolinstrumentsx
    Zum Inhalt:

    Herr Poggel kommt grade aus dem Urlaub wieder, da passiert schon ein Mord: Zwei Frauen werden erst erwürgt, dann getötet.
    Schnell ist jemand festgenommen, doch ist Werner Hasenfuß wirklich der Verbrecher? Interessanter, historischer Roman, dem aber dennoch das gewisse etwas fehlt.

    Meine Meinung:

    Zwischendurch waren die Ermittlungen hier ziemlich schleppend und oft wurde auf andere, unbedeutendere Dinge abgelenkt.
    So wurde leider viel Potenzial einer tollen Krimigeschichte verschenkt.

    Allerdings fand ich Frau Puff besonders sympatisch. 
    Besonders authentisch fand ich den passenden Dialekt von Anna Puff, der mich einige Male echt zum Schmunzeln brachte. Dennoch muss ich sagen, dass mich Frau Puff anfangs doch ziemlich genervt hat, weil sie alles kommentieren musste und ihr Mund wirklich nie stillbleiben kann, was aber wiederum sehr identifizierend ist. :-)
    Doch nach einer Zeit schließt man Frau Puff und ihre wirklich offene Art richtig ins Herz, besonders als sie Hilfe bei den Ermittlungen bietet!

    Allerdings habe ich bis hier noch gar nicht richtig den eigentlichen Aspekt, den Krimi renzensiert, was wohl daran liegen könnte, dass dieser viel zu kurz gehalten ist, da viele andere Dinge in den Vordergrund rücken, wie z.B. der Frauenhass von Herr Poggel, sein Verhältnis zu Thekla oder auch Frau Puff selbst.
    Natürlich braucht ein Krimi auch Charakterstärke, doch hier waren es mir zu viele verschiedene Aspekte, die von dem eigentlichen Krimi ablenkten.
    Da hätte mir die liebe Frau Puff als Ablenkung völlig gereicht, sodass ich mir echt mehr von ihr gewünscht habe! Eine richtige Sympathieträgerin!

    Weiterhin ist Herr Poggel wohl eher das Gegenteil. Er ist meistens mies gelaunt und verächtlich gegenüber Frauen, was jedoch passend zu der damaligen Zeit war. Besonders auf seine Kollegin Rosemarie hat Herr Poggel es abgesehen und diskriminiert sie beinahe dauernd.
    Doch bald muss Herr Poggel einsehen, dass auch Frauen mehr als nützlich sein können...

    Alles in allem ein Roman mit vielen, liebenswerten Charakteren, aber eine weniger spannende Geschichte.
    Die 3 Sterne, die ich vergebe, sind beinahe ausschließlich den Charakteren zu verdanken, da ich mich mit der Krimihandlung nicht wirklich anfreunden konnte, sodass es mich sogar kaum interessierte, wer nun der Mörder war. Habe mir leider mehr erhofft und kann keine eindeutige Empfehlung geben.
  10. Cover des Buches Die dunklen Wasser von Aberdeen (ISBN: 9783442466177)
    Stuart MacBride

    Die dunklen Wasser von Aberdeen

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Speckelfe

    Im winterlichen Aberdeen verschwinden Kinder und fallen einem Serienkiller zum Opfer. Sergeant Logan McRae versucht den Täter zu finden, bevor weitere Kinder verschwinden.

    Eine fesselnde Geschichte spannend umgesetzt, auch wenn zwischendrin Längen zu bemerken sind. Ich bin auf jeden Fall auf weitere Bücher des Autors gespannt.

  11. Cover des Buches ungeklärt unheimlich unfassbar (ISBN: 9783426786451)
    Gerhard Wisnewski

    ungeklärt unheimlich unfassbar

     (2)
    Aktuelle Rezension von: kvel

    Der Autor geht in diesem „Jahrbuch des Verbrechens“ mit einem kritischen Blick den Verbrechen nach, die der Öffentlichkeit durch die Medienberichterstattung bekannt sind.


    Die Hintergrundanalysen und dass der Autor auch mal in andere Richtungen denkt, finde ich an diesem Buch besonders bemerkenswert.


    Ehrlich gesagt hatte ich das Erscheinen dieses Buches schon lange herbei gesehnt; und ich hatte sehr gehofft, dass darin eine Analyse zu den Vorfällen des Bomben-Attentates vom Boston-Marathon enthalten sein würde. Ich wurde nicht enttäuscht! Das Zusammentragen von Fakten, deren Analyse und Betrachtung dieser Tatsachen aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln ergeben ein viel logischeres Bild, als man es aus den Mainstream-Medien kennt.


    Dieses Buch ist sehr verständlich geschrieben.


    Dem investigativen Journalismus des Autors sei Dank für die erkenntnisreiche und augenöffnende Lektüre sowie die vielen interessanten Aspekte zu den untersuchten Verbrechen.


    Immer wieder dieses Nachspüren von Ungereimtheiten und das sich-nicht-Blenden-lassen von den angeblichen Wahrheiten, die in den Mainstream-Medien veröffentlicht werden, finde ich sehr lobenswert.


    Fazit: Absolut lesenswert!


  12. Cover des Buches Wer Furcht sät (ISBN: 9783404176656)
    Tony Parsons

    Wer Furcht sät

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Botte05

    „In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen - auf Pädophile, Mörder, Hassprediger - und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterbahnhöfen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist ...“ – Zitat Buchbeschreibung

     

    Der Albtraum eines jeden Ermittlers: online wird ein Video über die Hinrichtung eines Menschen verbreitet. Das Opfer: ein Täter. 

    Ungeachtet einer gewissen Zustimmung in den Medien und der Bevölkerung, ist Lynchjustiz schlichtweg Mord und die Ermittler setzen alles daran, dieser „Gerichtsbarkeit“ ein Ende zu setzen. Die Ermittlungen tauchen tief ein in die Geschichte Londons, ihre Hinrichtungsstätten und ihren wortwörtlichen Untergrund. 

     

    Die Handlung nimmt zielgerichtet ihren Verlauf. Es gibt ein, zwei Nebenschauplätze, deren Geschichte die Spannung herausnimmt. Die Hintergründe zur Historie Londons erscheinen mir solide recherchiert und der Plot bietet eine souveräne Grundlage für diesen guten Kriminalroman. Ich mag rechtschaffende Ermittlungsarbeit und wurde hier nicht enttäuscht. Es gibt keine Brutalität der Effekthascherei willen, die Schilderungen sind m. E. angemessen und passen in den Kontext. 

     

     

    Tony Parsons, Wer Furcht sät, Kriminalroman, flexibler Einband, Lübbe Verlag, 10,00 €, 321 Seiten, Erscheinungstermin 11.11.2016

  13. Cover des Buches Die Brut des Al Capone (ISBN: 9783355000154)
    Klaus Steiniger

    Die Brut des Al Capone

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Solange du lebst (ISBN: 9783518461679)
    Louise Erdrich

    Solange du lebst

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lenchi
    Meinung:
    Ich tat mir mit dem Buch ein wenig schwer, was das Lesen betrifft. Geschrieben wurde aus verschiedenen Perspektiven die sich über mehrere Generationen zogen. Öfters musste ich mehrmals nachlesen um zu fassen, wo sich die Geschichte gerade befand.
    Sprachlich hat es mir sehr gut gefallen, die Autorin hat eine tolle Wortwahl. Es handelt sich um Familiengeschichten, um das Aufwachsen in einer doch ganz anderen Zeit und Atmosphäre als heutzutage. Viele Dinge, mit denen die Protagonistin damals aufgewachsen sind, wären heute undenkbar. Alle erzählten Geschichten haben etwas mit der grausamen Vergangenheit zu tun. Langsam füllen sich im Laufe der Geschichte die Puzzleteile. Der Spannungsbogen flacht dabei nie ab.
    4 Sterne Leseempfehlung von mir!
  15. Cover des Buches Encounters of Sherlock Holmes of Richard Dinnick, Mark Hodder, Paul Magrs, James Lovegrove, E on 22 February 2013 (ISBN: B00CB5YK4E)
  16. Cover des Buches Das Galgenweib (ISBN: 9783736847163)
    Swantje Berndt

    Das Galgenweib

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus
    Zum Inhalt:
    Sam - nur ein Namenszug an einer alten Eiche? Als Jeremias an dem Baum vorbeifährt, hört er eine Stimme - und erlebt eine unvergessliche Nacht.

    Jeremias ist mit seinem Freund zur Disco. Er steht draußen mit ihm und sein Freund erzählt ihm eine ungeheuerliche Geschichte. Denn bei einer alten Eiche, auf der Sam steht, soll es an bestimmten Tagen spuken. Denn einst war dies ein Ort an dem Menschen gehängt wurden. Sichtlich angetrunken erzählt sein Freund immer weiter, während Jeremias die anderen Menschen beobachtet. Dort ist auch Netty, das Mädchen, das er eigentlich ganz gut leiden kann. Doch kein Mädchen mag ihn, denn er hat zwei linke Füße und ist viel zu schüchtern, um sich überhaupt mit jemanden zu unterhalten. Außerdem muss er sich eh bald auf den Weg machen, denn im Gegensatz zu den anderen muss er am Sonntag zeitig aufstehen. Als er einen Umweg fahren muss, muss er an der alten Eiche vorbei auf der Sam steht und dort geschieht etwas ungeheuerliches.

    Die Kurzgeschichte um die alte Eiche und Jeremias ist wirklich gut geschrieben. Sie lässt sich leicht lesen und ist eine nette Abwechslung für die Pause. Auf den 14 Seiten lernen wir den sehr schüchternen Jeremias kennen, der sich gern in ein Mädchen verlieben würde, aber nie ein Wort heraus bekommt oder über seinen Schatten springen kann. Durch seinen Freund bekommt er eine unheimliche und unglaubliche Legende aufgetischt, der er zuerst keinen Glauben schenken mag. Doch dann muss er einen Umweg fahren und dort geschieht dann etwas, was sein Leben scheinbar völlig verändern wird. Die Jugensprache, die die Autorin hier verwendet ist sehr locker, weshalb die Geschichte nicht nur von der Idee her, sondern auch von der Lesesprache sehr viel Spaß macht. Leider ist die Geschichte sehr kurz und es bleiben so einige Fragen offen, was ich ein bisschen schade finde. Doch wer darüber hinweg sehen kann, der hat die Möglichkeit kostenlos im ebook-store diese Geschichte zu laden und seine Freude daran zu haben. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung, mit der Hoffnung, dass es bald mehr rund um die Eiche zu lesen gibt, denn die Idee gefällt mir wirklich sehr gut.

    Idee: 5/5
    Logik: 4/5
    Spannung: 4/5
    Emotionen: 3/5

    Gesamt: 4/5
  17. Cover des Buches Unsterbliche Begierde (ISBN: 9783442373833)
    Raven Hart

    Unsterbliche Begierde

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus_11

    Mich hat die Geschichte richtig gefesselt. Ich fand den Schreibstil sehr lebendig und die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Das Buch konnte mich immer wieder neu überraschen. Einfach top.

  18. Cover des Buches Totengedenken (ISBN: 9783442482634)
    Rennie Airth

    Totengedenken

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Kaoskoch
    Die Handlung von  "Totengedenken"* spielt zwar im England des Jahres 1947, aber schnell wird klar, dass es eigentlich um den Ersten Weltkrieg geht. Das, so weiß ich inzwischen, ist auch bei den beiden ersten Bänden der Serie um John Madden so.

    "Totengedenken"* baut auf den Krimis  "Nacht ohne Gesicht"* und  "Orte der Finsternis"* auf, die bislang nur als eBook auf Deutsch erschienen. Der dritte Band der John-Madden-Reihe, "The Dead of Winter", ist leider noch nicht auf Deutsch erschienen, so dass oft fälschlicherweise von einer Madden-Trilogie die Rede ist. Die Handlung der Bücher ist aber in sich abgeschlossen und auch zu verstehen, ohne die ersten zwei bzw. drei Bücher zu kennen, denn alle Figuren werden bei ihrem ersten Auftreten kurz eingeführt. Zudem liegen zwischen den einzelnen Fällen jeweils einige Jahre, so dass sich Handlung und Charaktere nicht stringent entwickeln.

    John Madden, dessen Rückzug auf's Land sich schon im ersten Band ankündigte, lebt nun vollends als Farmer auf dem Land, ist aber gelegentlich in London, um sich um eine alte Verwandte und ihr baufälliges Haus zu kümmern. So kann er immer wieder in die Ermittlungen seiner ehemaligen Kollegen unterstützend eingreifen, auch, weil seine Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg wichtig sind.

    Ich war nur kurz enttäuscht, dass nicht das Nachkriegsengland oder das England des Zweiten Weltkriegs eine tragende Rolle in Airths drittem Roman spielt, denn der Kosmos um John Madden nahm mich schnell gefangen, so schnell, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und mir gleich die beiden Vorgängerbände auf den Reader lud. Und in den Teilen der Handlung, die in London spielen, werden die Narben, die der Krieg riss, doch immer wieder sichtbar: Ruinen, Lebensmittel- und Benzinrationierung ... Natürlich darf auch der vermeintlich typische Londoner Nebel nicht fehlen und muss die Ermittlungsarbeit gelegentlich ordentlich erschweren.

    Im Vergleich zu den ersten Bänden tritt Madden immer mehr in den Hintergrund, was mich aber nicht so sher störte, da die Charaktere seiner Kollegen an Profil gewinnen. Airth erzählt in ruhigem Ton von der Entwicklung der Mordserie und den Ermittlungen in den vorforensischen Zeiten, als es anscheinend mehr auf kleinteilige Detektivarbeit ankam. Spannend ist auch der Umstand, dass im Scotland-Yard-Team inzwischen auch Frauen mitarbeiten, womit sich manch alter Haudegen schwer tut.

    Etwa nach der Hälfte des Buches ist zu ahnen, wer für die Mordserie verantwortlich sein könnte und welches Motiv es gibt. Dennoch bleibt die Handlung spannend, nimmt unerwartete Wendungen. Und zum Schluss hin, als sich alles fügt, wird Airth unerwartet temporeich.

    Fazit: Ein atmosphärisch dichter Krimi aus dem Nachkriegsengland, der einen in seinen Bann zieht, wenn man sich darauf einlässt.
  19. Cover des Buches Die Scherben der Wahrheit (ISBN: 9783855350575)
    Mark Billingham

    Die Scherben der Wahrheit

     (37)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer

    Das Buch erschien bereits unter dem Titel "Das Geständnis der Toten".

    Nach sieben "Tom Thorne"-Romanen versuchte es Billingham mit einem Krimi ohne seinen Helden - ganz kann er auf ihn allerdings nicht verzichten und verschafft ihm einen Cameo.

    Helen Weeks und Paul Hopwood erwarten ein Baby. Die Freude darüber ist ein wenig getrübt, denn Paul ist nicht unbedingt der Vater; das Kind kann auch während einer eingestandenen Affäre Helens gezeugt worden sein. So bleiben Spannungen nicht aus.
    Die Welt dreht sich langsamer, als Paul ein Spiel einer Jugendgang im Straßenverkehr mit seinem Leben bezahlt.

    Paul war Polizist. Helen ist Polizistin. So bleibt ihr Argwohn nicht aus. Hochschwanger stellt sie eigene Ermittlungen an und stellt irgendwann fest, daß es einige dunkle Flecken auf Pauls Karriere gibt.

    Billingham schafft es tatsächlich, einen "anderen" Krimi zu schreiben als jene mit "Tom Thorne". Ein wenig in Slow Motion modelliert er Charaktere und Zusammenhänge, die anfänglich zwar verwirrend sind, sich nach und nach aber aufklären - und das alles mit einem geouteten Täter auf den ersten Seiten. Tief dringt er in die Gedankenwelt der Figuren ein und erzeugt Spannung mit verborgenen Geheimnissen jenseits der üblichen Täterhatz.

    Billingham entschuldigte sich bei seinen Fans bei der Veröffentlichung dieses Buches auf seiner Internetseite dafür, daß er seine Serie um Thorne unterbrochen hat.

    Für dieses Buch muß sich niemand entschuldigen.

  20. Cover des Buches Schweinehunde (ISBN: 9783426507780)
    Lotte Hammer

    Schweinehunde

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Suckowhanau

    Habe gerade Schweinehunde von Lotte und Sören Hammer einem Dänischen Geschwisterpaar beendet.

     

    Handlung:

    Nachdem in einer Schulsporthalle fünf aufgehängte und mit einer Kettensäge von ihren einstigen Peinigern brutal verstümmelte Leichen gefunden werden, bildet sich in der Bevölkerung sehr schnell die Meinung dass es die Opfer nicht anders verdient haben. Es entwickelt sich ein erbitterter Kampf um recht und unrecht und stellt die Frage ob Selbstjustiz toleriert werden kann.

    Schreibstiel:

    Man kann der Handlung eigentlich sehr gut folgen auch wenn mancher Satz manchmal ein wenig Verwirrend geschrieben ist, und es auch sehr schnell ersichtlich ist wer die Täter sind wird es nicht langweilig.

    Charaktere:

    Der Charakter der Hauptfigur Kommissar Konrad Simonsen ist mir irgendwie nicht gut genug herausgearbeitet. Ich finde einfach dass zu wenig auf ihn und sein Leben eingegangen wird. Werde mit ihm einfach nicht warm, so wie es mir mit anderen Ermittlern wie zb Harry Hole oder einem Rebus oder Wallander passiert ist und ich sie sofort ins Hertz geschlossen habe.

    Fazit:

    Da das Thema mich auch nach dem Lesen noch  beschäftigt hätt, und Mann darüber nachdenkt wie man selbst in einer ähnlichen Situation handeln würde, Gebe ich gerade noch Vier Sterne. Es ist einer der Thriller in denen man die Täter sehr gut verstehen kann.

    Werde wen mein Sub es mir mahlt zulässt auch den nächsten Thriller von den beiden lesen.

     

  21. Cover des Buches Die Gefürchteten (ISBN: 9783453431980)
    Tom Franklin

    Die Gefürchteten

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Gulan
    „Und wenn sie mich fragen?“

    „Dann sagst du einfach, du weißt nichts über die Sache.“

    „Ich kann nicht so gut lügen wie du.“

    „Jetzt pass mal auf“, sagte William. „Der, auf den's ankommt, muss dem Lügner die Lüge glauben. Dann ist es keine Lüge mehr. Dann ist es die Wahrheit. Für dich und mich ist Gottes Wahrheit von jetzt an, dass wir absolut nichts über den Mord an Arch Bedsole wissen. (S.88)

    In einer ländlichen Gegend namens Mitcham Beat in Alabama im Jahre 1897 wird der aufstrebende und beliebte Ladenbesitzer und Lokalpolitiker Arch Bedsole mehr oder weniger zufällig bei einem Überfall erschossen. Sein Cousin Tooch schart einige Bekannte und Unzufriedene um sich, um dessen Tod zu rächen und um es den „Städtern“ der nächstgrößeren Kleinstadt Grove Hill mal so richtig zu zeigen. Und vielleicht auch, um ein paar Dollars einzusacken. So wird dann auch der Geheimbund „Hell-at-the-Breech“ gegründet, der fortan sein Unwesen treibt.

    Die Bande terrorisiert die Gegend, verübt Überfälle, Brandstiftungen, begeht die ersten Morde. Vor allem duldet sie keinen Widerspruch unter der Landbevölkerung. Wer nicht mitmacht, muss wenigstens ein Alibi abgeben, ansonsten ist er seines Lebens nicht mehr sicher. Als die Nachricht vom Mord am Farmer Anderson bis nach Grove Hill dringt, bleibt dem alternden und trinkenden Sheriff Billy Waite nichts anderes übrig, als sich der Sache anzunehmen. Doch man traut ihm nicht mehr so richtig etwas zu, auch nicht sein Cousin Oscar York, der örtliche Richter. Oscar hat sogar schon jemanden als Deputy im Auge, Ardy Grant, der Billy womöglich auch bald als Sheriff beerben könnte. Doch dieser Ardy Grant ist nicht der, der er ausgibt zu sein.

    Um ganz sicherzugehen, dass er auch wirklich tot war, nahm Ardy Carlos' Schrotflinte, fuhr mit dem Lauf unter James' Haarschopf und presste die Mündung gegen den Schädelansatz. Dann drückte er ab, und der Kopf zerplatzte wie eine Melone. Ardy stand da und horchte. Was für eine stille Welt. Er schaute nach oben, in die Welt hinein. Er fühlte sich, als wäre er von irgendetwas der Mittelpunkt. Die Krähe war weggeflogen, sonst hätte er auch sie erschossen. (S.322)

    In weiten Teilen des Buches wird aber die Geschichte von Mack Burke erzählt, einem jungen Waisen, der zusammen mit seinem Bruder William bei der alten Hebamme und Witwe Gates aufwächst. Mack und William begehen einen ungeschickten Überfall auf Arch Bledsoe, bei dem dieser versehentlich stirbt, und lösen damit ungewollt die weiteren Ereignisse aus. Als er fünfzehn ist, wird er zu Tooch Bledsoe in dessen Laden als Helfer geschickt, um die Schulden der Witwe abzuarbeiten. Sein volljähriger Bruder schließt sich der Bande an. Mack wird zunächst ein stiller und heimlicher Beobachter der Ereignisse, doch als er sechzehn wird, kann er Teil von Toochs Bande werden.

    Die Geschichte um die „Hell-At-The-Breach“-Bande hat einen wahren Hintergrund, doch Autor Tom Franklin verweist in einer Vorbemerkung darauf, dass er sich erhebliche fiktionale Freiheiten genommen habe. Franklin stammt selbst aus Alabama. Im Klappentext steht, dass seine Eltern eine Kirche gründeten, in der Wunderheilungen und Teufelsaustreibungen üblich waren. „Die Gefürchteten“ war sein erster Roman und ist bis jetzt der einzige ins Deutsche übersetzte. Für 2017 ist allerdings der Titel „Smonk: Stadt der Witwen“ bei Pulp Master angekündigt.

    Alabama, eigentlich die gesamten Südstaaten, sind in den Jahrzehnten nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg wirtschaftlich und moralisch am Boden. Der Krieg hat die Wirtschaft des Südens zerstört, die Abschaffung der Sklaverei das Wirtschaftsmodell. Nun schuften die meisten als arme Pachtbauern, immer am Rande oder sogar unterhalb des Existenzminimums. Es entstehen Konflikte mit den vermeintlich reicheren Städtern. Doch in Wahrheit profitieren in diesen Zeiten nur ganz wenige. In dieser Atmosphäre sind Ausbrüche der Gewalt nicht überraschend.

    Tom Franklin erzählt die Geschichte mit einem eindrucksvollen Gespür für Stimmung und Details. Beispielsweise die ärmlichen, windschiefen Hütten der Farmer, oder die harte Arbeit auf den Baumwollfeldern. Franklin kreiert ein absolut stimmiges Setting in bester Tradition der Südstaaten-Autoren. Beim Plot nimmt er ausreichend Zeit für bestimmte Szenen und Figuren, um aber auch wieder anschließend das Tempo anzuziehen. Es geht um Rache und Vergeltung, um Armut, Gewalt und das Recht des Stärkeren, oft als Freiheit missinterpretiert. Daneben beinhaltet der Roman aber auch die Coming-Of-Age-Story des jungen Mack und die Geschichte eines alternden Sheriffs, der seinen Alkohol, seine Lethargie und Selbstzweifel überwindet, um noch einmal für Recht und Ordnung zu sorgen. Schließlich ist „Die Gefürchteten“ aber auch durchaus ein Noir. Es entsteht eine Spirale der Gewalt, die sich immer weiter dreht, bis am Ende auch die vermeintlich gute Seite mit blutigen Händen da steht. Insgesamt ein absolut lesenswerter Roman.

  22. Cover des Buches Brodecks Bericht (ISBN: 9783499248153)
    Philippe Claudel

    Brodecks Bericht

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Ein kleines Dorf inmitten von hohen Bergen kurz nach dem 2. Weltkrieg. Die Einwohner kennen sich, man ist untereinander und nichts kann diese Ruhe stören. Bis eines Tages ein Fremder das Dorf betritt. Er reist zusammen mit einem Pferd und einem Esel, die er als seine Freunde ausgibt. Gekleidet ist er auffällig nach einer Mode, die längst Vergangenheit ist. Der Fremde lässt sich im Gasthaus Schloss nieder und wird schon bald zum Dorfgespräch. Sie nennen ihn den „Anderen“, denn dieser geheimnisvolle Mann gibt nichts über sich preis. Das Einzige, von dem die Bewohner wissen ist, dass er tagsüber durch die Gegend streift und immer hat er ein Buch bei sich, in dem er alles zu verzeichnen scheint. Einzig Brodek hat ein paar Worte mit ihm gewechselt und herausgefunden, dass er einfach nur die Landschaft und die Berge skizziert. Nichts über die Einwohner steht dort geschrieben. Auch scheint Brodek der einzige zu sein, dem es egal ist, was der „Andere“ hier vorhat. Seit er aus dem Lager fernab seiner Heimat zurückgekehrt ist und seine große Liebe schweigend vorfand mit einem Kind, das nicht das seine ist, ist er nur froh, überlebt zu haben. Eines Tages, als Brodek ins Gasthaus Schloss kommt, um Butter zu holen, findet er sämtliche männlichen Einwohner dort vor. Der „Andere“ ist ermordet. Da Brodek, bis er deportiert wurde, in der Stadt studierte, zwingen ihn seine Mitmenschen, einen Bericht darüber zu schreiben und somit alles ins rechte Licht zu rücken. Für Brodek beginnt eine Zeit, in der sich menschliche Abgründe auftun und lange gehütete Geheimnisse ans Licht der Öffentlichkeit geraten. „Brodeks Bericht“ ist nicht nur ein spannender Roman, sondern auch gleichzeitig eine Studie über die menschliche Seele, deren Grausamkeit scheinbar gut gehütet und doch ein offenes Buch ist. Nach und nach lernt Brodek die Menschen um sich herum wirklich kennen und vermeintliche Wohltäter entpuppen sich als grausame Henker. Nicht nur spannend geschrieben, sondern auch mit wohlüberlegten charakterlichen Recherchen gespickt, ein Buch, das man gelesen haben muss.
  23. Cover des Buches Der See von Han-yuan (ISBN: 9783257219197)
    Robert van Gulik

    Der See von Han-yuan

     (9)
    Aktuelle Rezension von: BertieWooster
    Richter Di hat gerade eine neue Stelle als Bezirksamtmann der beschaulichen Provinzstadt Han Yuan angetreten. Diese liegt an einem gleichnamigen unheimlichen See, aus dem die Leichen von Ertrunkenen nie wieder auftauchen, dafür aber deren Geister. Für den Richter ist die Ruhe in dem Städtchen auch etwas unheimlich, zumal sie aufgrund ihrer Abgelegenheit nicht einmal eine Stadtmauer besitzt, so dass die Kontrolle durch die Behörden schwerer fällt, als bei anderen Städten. Trotzdem geschehen offenbar keine Verbrechen. Sein ungutes Gefühl wird jedoch bestätigt. Denn als ihm zu Ehren von den Honoratioren der Stadt, auf einem Boot mitten im See ein Fest gegeben wird, wird eine Tänzerin, die kurz zuvor der Gesellschaft eine Art erotischen Tanz dargeboten hat, und Richter Di vor einem Komplott warnen wollte, im See ertränkt. Es bleibt jedoch nicht bei diesem Todesfall. Wie in vorangegangenen Krimis, die van Gulik auf Vorlage chinesischer Kriminalfälle und Detektivgeschichten nachempfunden hat, muss Richter Di auch hier wieder drei Fälle lösen. So z.B. den der Braut, die nach der Hochzeitsnacht Tod aufgefunden wird, deren Leiche jedoch unter verdächtigen Umständen verschwindet. Dafür taucht in deren Sarg die Leiche eines Handwerkers auf. So beginnt er zu ermitteln. Durch geschickte Befragungen und durch tatkräftige Hilfe seiner Gehilfen trägt er die Fakten zusammen und zieht seine Schlüsse. Während der Mord an den Handwerker relativ schnell gelöst werden kann, kann er sich den Tod der Kurtisane nicht erklären. Erst die Lösung eines „Schachproblems“ hilft ihm das Komplott aufzudecken. Dabei gerät er und seine Gehilfen auch noch in die Bredouille. Man darf sich durch die Einleitung nicht verwirren lassen, da diese nicht mit Richter Di beginnt, sondern mit einem Beamten zur Zeit der Ming Dynastie, der auch an den See als Ermittlungsbeamter agieren muss und dort die unheimliche Bekanntschaft einer Geisterkurtisane macht, die ihm seine dunklen Machenschaften aufdeckt. Diese erzählt ihm die Geschichte von Richter Di. Wie immer ist es Robert van Gulik gelungen zu zeigen, mit welchen logischen Mitteln Richter Di seine Arbeit pflichtbewusst verrichtet. Dabei teilt er sich die geistige Arbeit mit seinem väterlichen Gehilfen Wachtmeister Hung, während die Muskelarbeit bei Ma Jung und Tschiau Tai bleibt. Insgesamt ein sehr guter Rätselkrimi, jedoch nicht nur zum mitraten, sondern auch mit einer abwechslungsreichen Handlung.
  24. Cover des Buches Alexis Sorbas (ISBN: 9783784434193)
    Nikos Kazantzakis

    Alexis Sorbas

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Susibelle
    Dieses Buch feiert das Leben! Bei diesem Roman wusste ich schon von der ersten Seite an das es mein Buch sein wird! Und ich finde genau so sollte es sein. Schon das schöne Cover sprach mich sofort an und beim lesen musste ich es mir immer wieder anschauen, weil man sich, wenn man den Film gesehen hat, Akexis Sorbas einfach nur wie Anthony Quinn vorstellen kann. Durch seine perfekt verkörperten Rolle ist dies gar nicht anders möglich. Es ist ein Roman über große Freundschaft. Nahezu jeder Satz ist eine kleine Lebensweisheit für sich. Der Ich-Erzähler ist ein belesener, von seinem besten Freund "Tintenkleckser" und "Büchermaus" genannter Schriftsteller, der ein Bergwerk auf Kreta pachtet um ein neues Leben zu beginnen. Er verabschiedet sich von seinem Freund, der in den Kaukasus reist um Menschenleben zu retten. Seiner Ansicht nach besteht die "einzige Methode sich selbst zu retten, in der Bemühung um andere". Und schon zu Beginn des Buches taucht man in eine wunderschöne Sprache ein: "Es regnete, und ich sah, wie die Regenfäden den Himmel mit dem Lehm der Straße verknüpften. Und wie ich auf das dunkle Schiff, die Schatten, den Regen schaute, nahm meine Traurigkeit Gestalt an, die Erinnerung stiegen auf, verdichteten sich in der feuchten Luft, ließen aus Regen und Sehnsucht das Antlitz des geliebten Freundes hervortreten. Wie lange war es her? Im letzten Jahr? In einem anderen Leben? Gestern? Ich war zu diesem Hafen hinabgegangen, um von ihm Abschied zu nehmen." Am Hafen trifft er auf Alexis Sorbas: Dieser ist ein Lebenskünstler, nicht zur Schule gegangen, aber mit Lebenserfahrung und Menschenverstand ausgestattet. Er liebt das Leben, genießt es in vollen Zügen und lebt vor allem den Augenblick. Diese Lebensfreude vermittelt er dem Schriftsteller der mit seinem bisherigen Leben unzufrieden ist. Und er vermittelt es vor allem mir als Leser. Man erinnert sich daran wie wichtig es ist den Augenblick zu genießen und sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. S. 69 :"Ich war glücklich und wußte das. Solange wir ein Glück erleben, sind wir uns dessen nicht so recht bewußt. Erst wenn es vorüber ist und wir Rückschau halten, merken wir plötzlich-und zuweilen mit Erstaunen-, wie glücklich wir waren. Ich aber lebte an diesem kretischen Gestade das Glück und wußte auch, daß ich glücklich war." Das ist so wahr! Mehr brauche ich nicht zu schreiben. Ich bin verliebt in Alexis Sorbas!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks