Bücher mit dem Tag "madonna"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "madonna" gekennzeichnet haben.

66 Bücher

  1. Cover des Buches Die Säulen der Erde (ISBN: 9783404171651)
    Ken Follett

    Die Säulen der Erde

     (6.129)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    „Die Säulen der Erde“ gehört wohl schon seit Jahrzehnten zu DEN Klassikern schlechthin. Deshalb stand es schon seit Jahren auf meiner To-Read-List und nun habe ich es endlich „in Angriff“ genommen. Doch um was geht es denn eigentlich in diesem Werk, das Ken Follett zu einem der bekanntesten Autoren der Welt gemacht hat?

    Der Leser lernt den Steinmetz Tom Builder kennen. Sein größter Traum ist es, eine Kathedrale zu bauen und so zieht er mit seiner Frau Agnes und seinen Kindern Alfred und Martha von Ort zu Ort, um seinen Traumjob zu bekommen. Philip, Prior von Kingsbridge, hat derweil ganz andere Kämpfe auszutragen und auch Toms Stiefsohn Jack wird geplagt, da er seinen leiblichen Vater nie kennenlernen durfte. Aber nicht nur diese Figuren begleitet der Leser, nein, auch auf die schöne Grafentochter Aliena trifft der Leser, ebenso wie auf ihren Peiniger William.

    Mein Eindruck vom Buch:

    „Die Säulen der Erde“ war nicht mein erstes Buch von Ken Follett. „Die Kinder von Eden“ und „Der dritte Zwilling“ habe ich verschlungen, alles, was danach kam, leider nicht mehr. Und auch „Die Säulen der Erde“ konnte meine Begeisterung nicht wieder entzünden. Die Charaktere fand ich sehr farblos, einzig Jack wurde interessant gezeichnet. Aber auf die Kapitel mit Tom, William und selbst Philip hätte ich getrost verzichten können. Aliena zu begleiten wurde mit Fortschreiten des Buches spannender, jedoch konnte es die faden Kapitel mit anderen Protagonisten nicht ausgleichen. Zudem fand ich, dass dieses Werk vollkommen unnötig in die Länge gezogen wurde. Manche Begebenheiten wurden im Laufe des Buches erneut erzählt, dabei hätte einmal gereicht. Diese Wiederholungen begannen mich im letzten Drittel richtig zu nerven. Sicher, die Geschichte ist hervorragend recherchiert und wer sich für die Architektur von Kathedralen interessiert, findet bestimmt faszinierende Abschnitte. Aber auch das konnte mich nicht fesseln.

    Fazit:

    Schade, meiner Meinung nach ist dieses Buch absolut überbewertet. Nachdem es sich aber durch den flüssigen Schreibstil angenehm lesen lässt, erhält es drei Sternchen von mir. Die Folgebänder der „Kingsbridge-Reihe“ werde ich jedoch nicht mehr lesen.

  2. Cover des Buches Ich bin der Sturm (ISBN: 9783740809140)
    Michaela Kastel

    Ich bin der Sturm

     (45)
    Aktuelle Rezension von: buch_klatsch

    》 ᴍᴇɪɴᴇ ʟᴇsᴇᴇɪɴᴅʀᴜ̈ᴄᴋᴇ

    Was ich erhalten habe, war definitiv nicht das, was ich erwartet habe. 

    Das Buch besticht durch einen grandiosen Schreibstil, der mich total in den Bann gezogen hat. Die Beschreibungen sind zwar eher Metaphern, die aber teilweise brutal dargestellt werden und damit meine Phantasie und mein Kopfkino total beflügelt haben. Den Titel und das Cover konnte die Autorin gar nicht treffender wählen. Madonna ist gnadenlos gegenüber ihren Peinigern und ihren inneren Geistern. Hier gelingt der Autorin ein sehr gutes Zusammenspiel zwischen den Sprüngen zu den Widerfahrenen, der Vergangenheit und der den Zukunftswünschen der Protagonistin. Ich war einfach gebannt, geschockt und mitfühlend. Eine Reise durch die Emotionen. 



    》 ғᴀᴢɪᴛ

    Schockierend & fesselnd. 

    Ein Buch, das durch den starken Schreibstil überzeugt und so anders ist, als die bisherigen Thriller die ich gelesen habe, aber nichts für zarte Seelen ist. 


    4/5 ☆

  3. Cover des Buches Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns (ISBN: B0013T1GH8)
    Helen Fielding

    Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

     (804)
    Aktuelle Rezension von: Kirasbooks

    Klappentext: Bridget  58 Kilos (gut); Alkoholeinheiten 0 (hervorragend); Zigaretten 5 (locker im grünen Bereich); an Mark Darcys Haus vorbeigefahren: 2-mal (s.g.); Mark Darcys Namen im Telefonbuch nachgeschlagen um zu sehen, ob er noch existiert: 18-mal (s.g.); Anrufe von Mark Darcy: 0 (tragisch). 

    Ganz England ist von glücklichen Paaren bewohnt. Ganz England? Nein. In London kämpfen unbeugsame Singles täglich um das große Glück. Allen voran Bridge Jones, die bewehrte mit zahllosen Ratgebern wie "Männer sind anders" oder "Endlich Wunschgewicht" ihr Leben zu meistern versucht. Trotz immer neuer Rückschläge im Beruf und Liebesleben ist sie nicht unterzukriegen, dafür sorgen schon ihre Freundinnen Jude und Shazzer sowie ausreichende Mengen Chardonnay und Zigaretten. Nicht zu vergessen Bridgets Mutter, die stets nur das Beste für ihre Tochter will...

    Meine Meinung: Wirklich lustiges Buch was man gerne am Wochenende liest. Macht einem echt eine bessere Laune. Werde mir die weiteren Teile durchlesen. 

  4. Cover des Buches How to Be Gay (ISBN: 9783733500924)
    Juno Dawson

    How to Be Gay

     (30)
    Aktuelle Rezension von: leabeschorner

    Nicht nur für Mitglieder der LGBT-Community spannend, sondern für jede*n sehr informativ.

    Ein Sachbuch für vor allem Jugendliche, die sich in der Findungsphase befinden, aber auch für deren Bekannte, Freunde, Familie. 

    Der Schreibstil ist schon sachlich, aber auch humorvoll - es liest sich super schnell. 

    5/5 ganz klare Empfehlung. Hätte dieses Buch gerne gelesen als ich selbst 12 oder 13 Jahre alt war.

  5. Cover des Buches Die militante Madonna (ISBN: 9783455011968)
    Irene Dische

    Die militante Madonna

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Sigismund

    REZENSION - Ein Transvestit am französischen Hof Ludwigs XV. sowie seines Nachfolgers und Enkels Ludwig XVI., ein Dragoner-Hauptmann in Frauenkleidern, erzählt uns in Irene Disches neuem Roman „Die militante Madonna“ seine sensationelle Lebensgeschichte – mehr als zwei Jahrhunderte nach seinem Tod. Mit diesem literarischen Kniff mischt sich die österreichisch-amerikanische Schriftstellerin scheinbar amüsiert in die aktuelle, als besonders aufgeklärt und tolerant erscheinende, gelegentlich auch hysterisch-übertrieben wirkende Gender-Debatte unserer Generation ein. Mit ihrer im Oktober beim Hoffmann & Campe Verlag veröffentlichten Romanbiografie über das wechselhafte Leben des Chevaliers Carles d’Eon de Beaumont (1728-1810) zeigt sie uns, dass diese Debatte um sexuelle Identität schon uralt ist und bereits vor Jahrhunderten teils intrigant und verbissen diskutiert wurde, andererseits Männer in Frauenkleidern und Frauen in Männerkleidung doch nichts Neues waren. „Zweihundertfünfzig Jahre nach meiner Zeit glauben Sie offenbar“, spricht uns der Erzähler direkt an, „Sie hätten die Wahlfreiheit erfunden, ein Mann oder eine Frau zu sein. …. Die Sünde wurde aus Ihrem Wortschatz gestrichen, aber die Verdammung des Wortverbrechens ist geblieben.“

    Zumindest ansatzweise auf seinen 1836 erstveröffentlichten und 1998 als Reprint erschienenen „Mémoires du chevalier d’Éon“ basierend, lässt die Autorin in ihrer keineswegs historisch korrekten Romanbiografie ihren Helden seine abenteuerliche Geschichte erzählen, die in seiner Rolle als männlicher Kaufmann bis zum Waffenhandel mit den amerikanischen Revolutionären unter George Washington und als „militante Madonna“ zur Aufstellung einer Amazonen-Brigade reicht, eine „schlagkräftige Truppe von achtzig Frauen, die fünf verschiedene Sprachen sprachen“, um als Frau mit Frauen in Amerika für Freiheit und Gleichheit zu kämpfen.

    Der Chevalier d’Eon de Beaumont war ein dem französischen König direkt unterstellter Gesandter, kämpfte als Mann im Siebenjährigen Krieg als Dragoner, spionierte als „schöne, geistreiche Frau mit kecken Brüsten, strahlend blauen Augen und blonden Locken“ am russischen Zarenhof und war bekannt für seine Fechtkunst mit dem Degen, ganz gleich ob als Mann oder Frau: „Auch in meinen Dreißigern, als ich noch gertenschlank und bildhübsch wie eine junge Frau war, konnte ich fechten, fluchen und rauchen wie ein widerlicher alter Mann.“ Bis zu seinem Tod wurden an der Londoner Börse Wetten über sein wahres Geschlecht abgeschlossen, die zu seinen Lebzeiten nie eingelöst wurden. Erst bei der Totenschau stellte man fest, dass d'Eon „nackt ein Mann war, ein normaler Mann, mein Geschlecht vom Alter verschrumpelt, aber nicht vom mangelnden Gebrauch, denn es hatte mir in meiner zweiten Lebenshälfte viel Lust bereitet“.

    So ging Charles d'Eon als erster berühmt gewordener Transvestit in die Geschichte ein, weshalb auch der „Eonismus“ in den Fachbüchern früher Sexualwissenschaftler als Terminus für den Transvestitismus stand. In Disches Roman erkennt der Chevalier seine Zweigeschlechtlichkeit trotz mancher Intrige und gesellschaftlichen Drucks als „großzügiges Gottesgeschenk“ an: „Ich war nie auf die Idee gekommen, das eine Geschlecht zugunsten des anderen aufgeben zu müssen.“

    Einerseits ist Disches aktuelles Buch ein locker geschriebener und deshalb gut lesbarer, auch unterhaltender historischer Roman über eine überaus interessante und schillernde Persönlichkeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts, deren schwieriges Schicksal uns heute kaum bekannt ist. Doch fehlen in Disches Roman die geschichtlichen Hintergrundinformationen, die zum besseren Verständnis der politischen und gesellschaftlichen Situation jener Zeit nötig sind und in einem erklärenden Anhang sinnvoll gewesen wären. Hierzu ist deshalb ergänzende Lektüre unbedingt empfehlenswert.

    Auch verliert der Roman durch die „Wiederauferstehung“ des Chevaliers als Ich-Erzähler mehr als 200 Jahre nach seinem Tod und dessen persönliche Einmischung in die aktuelle Gender-Debatte an Glaubwürdigkeit. Irene Dische zieht damit sogar die Ernsthaftigkeit der Thematik ins Lächerliche und neigt zur Überheblichkeit, wenn sie ihren Chevalier mit „erigiertem Zeigefinger“ sagen lässt: "Damit habe ich hier die älteste Geschichte der Welt in einer ihrer unzähligen Varianten nacherzählt, um Sie daran zu erinnern, nicht so arrogant zu glauben, Sie hätten die Freiheit erfunden, ein Mann oder eine Frau zu sein." 

  6. Cover des Buches Nachtschwarze Küsse (ISBN: 9783442372591)
    Christina Dodd

    Nachtschwarze Küsse

     (84)
    Aktuelle Rezension von: fraeulein_lovingbooks
    Inhalt

    So lange schon wartet Ann auf die passende Gelegenheit, ihrem Chef ihre Liebe zu gestehen, dass sie die Chance beim Schopfe packen will, als sie ihm eines Tages nach Feierabend noch schnell ein eiliges Fax überbringen muss. Doch ihr Chef ist nicht mehr der Mann, den sie zu lieben glaubte – er ist ein Wolf! Und er weiht Ann in ein grausames Geheimnis ein, das seine Familie seit Jahrhunderten hütet; und nur sie kann ihn von jenem Familienfluch befreien …
    (Quelle: Klappentext)

     

    Meine Meinung

    Band 1 der „Darkness“ – Reihe.

    Ann ist schon seit Jahren in ihren Chef verliebt, aber nie hat er ihre Gefühle erwidert – bis sie ihn jetzt als Wolf  überrascht und er seinen Gelüsten endlich nachgeben kann. Zu Beginn kann Ann nicht glauben, was sie sieht, bekommt es mit der Angst zu tun, flüchtet, bringt sich fast selbst um und verliert ihre Unschuld danach mit Jasha im Wald. Kurz davor entdeckt sie ein Bildnis, das sie anscheinend gesucht hat und wichtig für Jashas Familie und seinen Fluch ist…doch ihnen ist jemand auf der Spur und sie müssen sich vor Pfeilen und Kugeln verstecken, bis sie schließlich bei seiner Familie ankommen und in Sicherheit sind…
    Ann ist ein unglaublich naiver Mensch zu Beginn gewesen, obwohl sie es mit ihrer Vergangenheit nicht sein sollte. Sie hat viel Schlechtes zu hören bekommen und glaubt den Worten der Nonnen, die sie aufgezogen haben. Doch über ihr Mal wurde nie die Wahrheit erzählt. Im Laufe der Geschichte beginnt sich Ann zu verändern und das fand ich glaubwürdig dargestellt. Mal schauen, was ihr noch bevor steht.

    Jasha ist Weinhändler und ein Mann, auf dem ein Fluch lastet, sodass er sich als Wolf verwandeln kann. Ausgehandelt von seinen Vorfahren. Nach einer Vision seiner Mutter sind alle in heller Aufruhe, denn der Vater hat sich dabei verletzt und ihre Feinde sitzen ihnen im Nacken. Und nun muss sich Jasha nicht nur um seine Familie sorgen, sondern auch um Ann, für die er plötzlich Gefühle hat und die, die anscheinend die eine Frau zum Heiraten für ihn ist…
    Aus Jasha wurde ich nicht wirklich schlau, was ich schade fand. Er ist ein interessanter Charakter, aber ich vertraue seinen Absichten nicht – so wie auch Ann.

    Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Ann und Jasha, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

    Ich habe mich mit der Geschichte zu Beginn sehr schwer getan, weil ich einfach nicht in die Thematik rein gekommen bin. Nach drei Kapiteln wurde es dann besser, aber einen wirklichen Bezug zur Geschichte konnte ich trotzdem nicht aufbauen. Vielleicht weil es für einfach zu viele Fragezeichen gibt und die Geschichte nicht rund und stimmig wird, was möglicherweise vielleicht auch so gewollt ist und das die Aufklärung in den Folgebänden passiert. An sich ist es nette Story für Zwischendurch, vielleicht für Leser, die noch neu im Genre sind. Für Fans dieses Genres ist es aber nichts, da gibt es mit Sicherheit bessere Alternativen.

     Sterne

  7. Cover des Buches Wolf Shadow - Verlockende Gefahr (ISBN: 9783802582158)
    Eileen Wilks

    Wolf Shadow - Verlockende Gefahr

     (213)
    Aktuelle Rezension von: BlueTulip

    Genre Romantic-Fantasy

    Cover. Das Cover ist noch beinah mit das Beste am Buch es ist in einen dunklen grau mit einen Tick blau gestaltet dazu der Titel der Reihe in blutrot für mich perfekt.


    1 Satz: Viel war von seinem Gesicht nicht mehr übrig.


    Haupt- und Nebencharaktere: Die Hauptcharaktere waren sehr gut ausgearbeitet und wurden gut aufgebaut. Leider kann ich das gleiche nicht von den Nebencharaktere sagen. Denn dort fehlte eindeutig die Tiefe bzw eine genauere Beschreibung bei einigen Nebencharaktere, was meiner Meinung nach nicht ganz unwichtig für ein Buch ist.


    Schreibstil : Der Schreibstil war flüssig und gut und leicht zu lesen.


    Autor. Von Eileen Wilkes hab ich bisher weder was gehört noch gelesen.


    Gesamteindruck : Klar Eileen Wilkes ist nicht die erste die sich in diesem Genre versucht, selten aber konnte mich ein Buch so wenig begeistern wie dieses. Hab das Buch mindestens 5x abgebrochen, da mich der Inhalt nicht wirklich mitgerissen hat. Sexszenen gab es auch aber nicht sehr viele und auch hier wieder es war nicht meins denn ich fand sie teilweise doch sehr plump. Hatte zum Ende gar das Gefühl könnte vielleicht auch an der Übersetzung gelegen haben? Ich weiß es nicht. Fertig gelesen hab ich es ja jetzt und bin auch froh drüber Cover ein Punkt, alles andere zusammen 0,75 macht aufgerundet 2 Punkte von 5.

  8. Cover des Buches Die Madonna von Murano (ISBN: 9783404270408)
    Charlotte Thomas

    Die Madonna von Murano

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Venedig 1475: Während dem Karneval finden der Glasmacher Pietro und sein Gehilfe Pasquale ein schwerverletzte Schwangere, die nur noch ihr Kind gebärt und dann stirbt. Nachdem die Frau des Glasmachers einen Tag zuvor ein totes Baby zur Welt brachte, beschließt er, das Baby mitzunehmen und selbst aufzuziehen. Schon nach einigen Jahren wird das junge Mädchen namens Sanchia von ihrer Vergangenheit eingeholt und gerät in Todesgefahr.

    Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen. Man merkt, dass ihr das Thema am Herzen liegt und sie sehr viel Zeit in die Recherche gesteckt hat. Das Buch ist an keiner Stelle langatmig (trotz der über 1000 Seiten) und voll interessanter historischer Details.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Da mich die 1000 Seiten zuerst abgeschreckt haben, habe ich es gewagt und war von der ersten Seite an gefesselt und wollte immer weiterlesen.
  9. Cover des Buches Das Wunder von Treviso (ISBN: 9783463406008)
    Susanne Falk

    Das Wunder von Treviso

     (62)
    Aktuelle Rezension von: cachingguys

    Das Cover lässt vermuten, dass das Buch den Leser in die 50er Jahre entführt, weit gefehlt, es handelt im Jetzt, wenn die Zeit in dem verträumten norditalienischen Dörfchen Treviso auch still zu stehen scheint. Arm und überaltert hat es nicht viel zu bieten, im Gegensatz zu dem Nachbarort, der seinen Namen und seine Berühmtheit Benito Mussolini verdankt, der dort einmal Halt gemacht hat. Don Antonio, der 67 jähriger Pfarrer, stößt auf eine Notiz in der Zeitung, dass in einem Bergdorf der Anden eine weinende Madonnenstatue entdeckt wurde und zum Erhalt um Spenden gebeten wird. Nur solch ein Wunder könnte sein Dorf Retten. Doch zunächst ereilen ihn ein Hexenschuss und dann auch noch seine Schwester Maria, die ihn Pflegen will. Die im 2. Weltkrieg geschändete Marienstatue, der man die Augen gestohlen hat, wird aus dem Schuppen geholt, mit einem Mechanismus versehen, damit sie auf Knopfdruck, blutige Tränen weint. Der Erfolg folgt auf dem Fuße. Die Presse reagiert sofort und so wird Treviso innerhalb kürzester Zeit zum Touristenmagneten. Die Ruhe dieses verschlafenen Dörfchens ist dahin und der Euro rollt. Wenn da nicht der Abgesandte des Vatikans, Francesco di Renzi wäre, der sich von der Richtigkeit dieses Wunders überzeugen will und natürlich der neidische Nachbarort…Der Stil hat viel Charme und das italienische Flair hat Susanne Falk hervorragend eingefangen. Ein bisschen erinnert die Geschichte an Don Camillo, aber die Geschichten waren ja auch gut. Das Buch ist ein flüssig geschriebener unterhaltsamer, netter Roman. Etwas Leichtes für den Urlaub.

  10. Cover des Buches Krumme Gurkerl (ISBN: 9783954006731)
    Marion Forster-Grötsch

    Krumme Gurkerl

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Ramgardia
    Ein Buch, das ich mir aus dem Urlaub mitbrachte und das auch viele Orte meines Urlaubs beschrieb.
    Vielleicht war ich nur naiv, dass mir nicht klar war, dass der Titel sich auf männliche Geschlechtsteile bezug. Da wäre ich sicher stutzig geworden, wenn der Titel schon so platt ist.
    Die beiden Polizisten um die sich das Buch rangt, haben das Format von Witzfiguren und an einer Stelle hält ein Kind sie auch für Dick und Doof. Max Spenninger, gläubiger Katholik und Kirchgänger mit pubertierenden Zwillingen und einer Frau, die sich anscheidend einen schwarzen Hengst wünscht. Dem kommt der Kommisar durch das Tragen eines schwarzen Hemdes sehr nahe??? Sein Kollege ist nicht nur arrogant und unhöflich, er hat auch ein Riesenproblem aus einer vergangenen Beziehung und das berechtigt ihn anscheinend zu one-(Night)-Stands.
    Der Fall selbst ist eigentlich ganz gut, wird aber durch den abstrusen Schluß einfach nur unglaubwürdig.
    Schade um die vertane Zeit.

  11. Cover des Buches Eisige Stille (ISBN: 9783898977272)
    Anne Frasier

    Eisige Stille

     (83)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Mega spannendes und fesselndes Buch. Nichts für schwache Nerven

  12. Cover des Buches Die Madonna der Berge (ISBN: 9783453292062)
    Elise Valmorbida

    Die Madonna der Berge

     (6)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht
    "Ihr Vater hatte sich aufgemacht, um ihr einen Ehemann zu suchen. Er hat sein Maultier genommen, eine Fotografie und Proviant eingesteckt ..". Der Erste Weltkrieg und die Spanische Grippe haben viele junge Männer dahingerafft, also ist ist Maria mit ihren 25 Jahren in Gefahr, unverheiratet zu bleiben. Doch sie bekommt ihren Ehemann, einen guten Mann sogar, ohne Verstümmelungen und stark und fleißig und sogar gut sieht er aus. Sie darf vor der Hochzeit fast nicht mit ihm reden und weiß recht wenig, was sie erwartet. Eine Jungfrau muss bluten, aber sie weiß nicht, wie und warum. Nur dass sie arbeiten kann und wird, das weiß sie von klein auf, als eine von sechs Schwestern und mit mehren Brüdern, mit nur drei Schuljahren.

    Der Roman begleitet die Familie Marias durch die Zeit von 1923 bis 1950, meist aus der Sicht von Maria geschrieben. Das Leben ist geprägt von harter Arbeit, es gibt Selbstversorgungsanbau, alles wird verwertet, die Moralvorstellungen sind streng. "Hier geben Mütter ihren Söhnen mehr Essen als ihren Töchtern, damit die Söhne groß und stark werden und sich im Alter um sie kümmern". Ehemann Achille erwirbt einen Lebensmittelladen, der weiter mit der gleichen Arbeitsbereitschaft nach vorne gebracht wird. Maria erfährt Glück mit der Geburt der ersten Kinder, Eifersucht, Verluste. Sie bekommt die Macht der Männer über die Frauen zu spüren, die Politik. Die Familie erlebt den Faschismus, den Zweiten Weltkrieg, die unmittelbare Nachkriegszeit. Um sie herum werden nacheinander die Österreicher verteufelt, die Faschisten, die Deutschen, die Alliierten, die Partisanen, die Kommunisten. 

    Der Roman beschreibt das Leben der einfachen Leute, die Sozialmoral, das Familien- und Frauenbild im ländlichen Italien der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, die Auswirkungen der Kriege. Mich hat die Sprache abgeholt, es ist nichts gekünsteltes, dafür wird viel mit Andeutungen gearbeitet, quasi schwebenden Halbsätzen, Aussagen, die plötzlich im Raum zu stehen scheinen: "Er hat sie noch nie vor jemand anderem geschlagen, nur vor den Kindern." Nur.

    Das wirkt insgesamt sehr unaufgeregt; mir drängte sich auf, als habe die Autorin darstellen wollen, dass sie Zustände beschreibt als das, was eben typisch ist, nicht anklagt. Überhapt, die Moral. Zu Beginn des Romans ist Maria noch die brave naive Unschuld, die nach Sünden sucht, die sie beichten kann, bereit ist zur Selbstkasteiung. Dann, durch die Ereignisse des Lebens, wächst ihre Erkenntnis, gleichzeitig steigt das Leid. Später kommt es zu einer Art Emanzipation (es passt nicht vom Alter her, aber lieber noch möchte ich "coming of age" sagen) - und dennoch kann Maria in Bezug auf ihre eigene Tochter nicht aus der Engstirnigkeit heraus, ist ebenso borniert und philisterhaft verlogen, wie es ihr Umfeld in ihrer Jugend war.

    Interessant fand ich, dass die Kirche zwar präsent war, aber der Ehrbegriff quasi außerhalb davon existierte, fast archaisch wirkte. Die Ehre der Frau ist die Ehre der Familie - das verbindet man gerne mit anderen Kulturkreisen. Es gilt, "bella figura" zu machen: vor den Leuten, vor der Familie, mit dem richtigen Kleid zur Hochzeit, dem angemessenen Verhalten. Dabei wird zwar der Spiegel als Teufelswerk verdammt, gleichzeitig aber sehr darauf geachtet, anderen die eigene Stellung deutlich zu vermitteln.
     
    Es gibt für die Hauptfigur Maria in ihrem Leben gleich zwei moralische Instanzen: Da ist zum einen "die Madonna der Berge", die Madonna unter Glas, die Maria aus ihrem Elternhaus migenommen hat und zu der sie betet, die sie überall hin mit umziehen lässt. In ihren Gebeten antwortet ihr die Madonna, ist ihr schlechtes Gewissen, ihr alter ego, treibt sie an, ihre sündigen Gedanken durch Selbstkasteiung zu zügeln, oder macht ihr Vorwürfe. Zum anderen ist da für Maria eher unfreiwillig bis widerwillig La Delfina, die Dorf-Verrückte, die vielleicht gar nicht so verrückt ist. Sie ist die einzige Frau, die ohne Hemmungen lebt, offen ausspricht, was sie gehört hat, bloßstellt. Beide sind Leitbilder - die eine ist strafend, streng und gnadenlos, die andere gnadenlos ehrlich und direkt. Letzlich werden beide Maria nicht loslassen.

    Ich war insgesamt sehr beeindruckt von dem sehr unaufgeregten Roman, einzig das Ende war mit etwas zu überzuckert. 4,5 Sterne.
  13. Cover des Buches Die drei ??? - Schwarze Madonna (ISBN: 9783440116944)
    Astrid Vollenbruch

    Die drei ??? - Schwarze Madonna

     (28)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie
    Das Cover wirkt bedrohlich. Ebenso gefährlich ist der Fall, den die drei Fragezeichen diesmal bearbeiten müssen. Er bringt sie an ihre Grenzen.
    Ich fand diesen Band sehr spannend geschrieben. Es bleibt bis zum Ende spannend. Der junge Leser fühlt sich gut unterhalten und kann gut mit dem Fall miträtseln.

    Wie alle Bände der Reihe sind die Kapitel kurz, der Schreibstil ist für das empfohlene Lesealter passend. Was ich so gar nicht mag ist, wenn sich die drei Dedective gegenseitig mit " erster" etc. anreden. Das stört für mich den Lesefluss und nervt.
    Bei diesen Büchern steht klar die Handlung im Fordergrund, die Charaktere sind nicht besonders Tiefgründig.
    Dies ist völlig okay, denn hier ist ja eine spannende Unterhaltung garantiert.
  14. Cover des Buches Lady Bitch Ray über Madonna (ISBN: 9783462053555)
    Lady Bitch Ray

    Lady Bitch Ray über Madonna

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Dies ist keine Madonna-Biografie, sondern eine queerfeministische, wütende Abhandlung über die Ausbeutung weiblicher und queerer Künstler'innen in der von weißen cis-Männern dominierten Musikindustrie. Lady Bitch Ray erzählt, wie sie von Madonna beeinflusst wurde und welche Gemeinsamkeiten sie haben. Sie übt aber auch Kritik z.B. an der kulturellen Aneignung und der Ausbeutung z.B. der Tänzer. Ich fand das Buch sehr erfrischend, gerade weil es nicht so gefällig geschrieben ist.

  15. Cover des Buches Ikone (ISBN: 9783426629680)
    Neil Olson

    Ikone

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Kehrer
    Griechenland 1944: In der Kirche eines kleinen Bergdorfs wird die angeblich wundertätige uralte Ikone der Heiligen Mutter Gottes von Katarini aufbewahrt. Das kostbare Kleinod verschwindet spurlos.Sechzig Jahre später taucht sie plötzlich in New York im Nachlass eines Schweizer Bankiers auf. Eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt, denn es gibt einige Interessenten für das wertvolle Kunstwerk.
    Eine angeblich wundertätige Ikone, ihr geheimnisvolles Verschwinden und die Jagd nach dem Kunstwerk, als es plötzlich wiederauftaucht – das alles wären durchaus Zutaten zu einem spannenden Thriller.
    Leider entpuppt sich die Geschichte eher als Familientragödie mit Verrat und nie eingestandener oder aufgearbeiteter Schuld. Eine etwas halbgare Liebesgeschichte begleitet die Handlung, die leider durch ausufernde und zum Teil nichtssagende Dialoge noch mehr verwässert wird.Viel Innenschau der Charaktere bremst ebenfalls das Tempo. Erst im letzten Teil gewinnt die Handlung etwas an Fahrt, aber bis dahin braucht der Leser viel Geduld!Zahlreiche Fehler trüben zudem den Lesegenuss, wie z.B. falsche Namen und unrichtiger Gebrauch des Konjunktivs.Wer hier – wie auf dem Cover suggeriert – einen temporeichen, spannenden Thriller erwartet, wird ziemlich enttäuscht. Wer sich auf eine doch atmosphärisch dichte Familiengeschichte einlassen möchte, kann durchaus zum Teil auf seine Kosten kommen.

  16. Cover des Buches Halleluja! (ISBN: 9783499253829)
    Johanna Alba

    Halleluja!

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Schade, dass es diesen Papst nicht wirklich gibt. Die Autoren haben hier wundervolle Charaktere entworfen, die in diesem Buch auch ganz klar in den Vordergrund rücken. Der Papst ist dem leckeren italienischen Essen und Vino sehr zugeneigt, aber diese irdischen Genüsse werden von seiner frommen und biestigen Haushälterin Schwester Immaculata voller Zufriedenheit sabotiert. Allein aus diesem Gespann ergeben sich viele komische Momente, aber auch die schöne Giulia und der jungenhafte Francesco konnten schnell mein Leserherz erobern.
    Der Krimifall ist spannend, aber für echte Krimi-Leser wohl nicht schwer zu lösen, doch als Wohlfühlkrimi-Fan kam ich voll auf meine Kosten. Die Schönheit Roms, das leckere Essen und die vielen witzigen Situationen und der zum mit rätseln einladende Mordanschlag waren ganz nach meinem Geschmack. Durch die übergeordnete Erzählweise war man immer bei den neuesten Entwicklungen anwesend. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den Nachfolger ‚Gloria!‘ und bin sehr gespannt, welche Geheimnisse und Machenschaften das göttliche Trio zu lösen hat.

    Positiv:
    - Es kommt keine Langeweile auf
    - Witzige Charaktere
    - Göttliche kleine Reibereien
    - Schöne Kulisse
    Neutral:
    - Spannend, aber nicht wirklich überraschend

    Negativ:
    - ---
  17. Cover des Buches Die Pestglocke (ISBN: 9783442375066)
    Patrick Dunne

    Die Pestglocke

     (53)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze
    Ich hab das Buch zufällig bei uns im Oxfam Buchshop entdeckt - ein Glück, dass ich so günstig dran gekommen bin, denn nachdem ich es gelesen habe, waren mir schon 3 Euro zu viel Geld.
    Der Titel, weshalb es mir ins Auge gestochen ist, klingt richtig vielversprechend, ebenso wie die Inhaltsangabe. Leider wird man bitterlich enttäuscht beim Lesen.
    Vermag die Protagonistin mit dem wohlklingenden irischen Namen anfangs noch durch ihre Natürlichkeit und ihre Durchschnittlichkeit Sympathien hervorrufen, kann das nicht darüber hinwegtrösten, dass der Autor sich offenbar nicht wirklich entscheiden konnte, wovon sein Buch eigentlich handeln soll.
    Der Anfang beginng ganz interessant, indem ein Mitarbeiter des Archäologischen Grabungsteams von der Protagonistin mit einer Substanz kontaminiert wird. Das wars aber auch schon.
    Dann kommen heilige Reliquien, Afrikanische Ritenmorde, Alzheimer in der Familie und der Tod des Vaters, das Scheitern einer Beziehung und eine neue Affähre ins SPiel, aber alles nur so angekratzt, dass man sich nicht entscheiden kann, worauf man nun den Fokus beim Lesen legen soll. Es wirkt alles seicht und schwammig und wenig überzeugend, Nebencharaktere haben absolut null Tiefe und sind nur da um Stereotypen zu erfüllen: Die Freundin mit der Teenagertochter, der komische Fremde, der der Protagonistin ziemlich plump schöne Augen macht, der rassistische Zeitungsreporter.... keinem dieser Charaktere kauf ich ihre "Echtheit ab"
    Das Ende ist ein Witz. Es wird nicht wirklich was überraschendes aufgeklärt, mal so nebenbei der Mord an der Frau, die zu Anfang tot gefunden wird und an welcher Krankheit die ganzen zwei Personen verstorbenm sind, die es erwischt hat und nichts davon hat auch nur den geringsten Bezug zum Titel des Buches.
    Ich habe mich von der ersten Seite bis zur letzten absolut gelangweilt und hab nur weiter gelesen, weil ich immer mal wieder die Hoffnung hatte, dass mal was Spannendes passiert.
    Das Thema Pest und Epidemien im Allgemeinen ist so heftig und gewaltig und man könnte so einen richtig guten Thriller draus machen, aber der Autor schöpft diese Quelle nichtmal ansatzweise befriedigend für den Leser aus, sondern verirrt sich in einem kümmerlichen Salat von langweiliger Reliquien-Historik.
    Es tut mir leid, Mr. Dunne, aber ich kann verstehen, warum es als kostenlose Spende im Gebrauchtbuchladen gelandet ist.
  18. Cover des Buches Die Madonna von Saronno (ISBN: 9783499332722)
    Marina Fiorato

    Die Madonna von Saronno

     (17)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "*Marina Fiorato*" ist als historische Autorin bekannt, ihr Roman "*Die Madonna von Saronno*" aus dem Jahr 2009 erscheint im "*rororo Verlag*".

    Saronno, 1525: Simonetta di Saronno lebt mit ihrem Mann Lorenzo ein unbeschwerliches glückliches Leben in ihrem wunderschönen Castello inmitten eines Mandelhains. Ihr Mann muss in den Krieg ziehen und wird dort getötet. Nun steht Simonetta trauernd da und steht finanziell vor dem Nichts, denn ihr Mann hat sein Vermögen für den Krieg ausgegeben. Sie nimmt Kontakt auf zu einem jüdischen Geldverleiher.
     
    Der Künstler Bernardino Luini, ein Schüler da Vincis, flieht aufgrund eines unehrenhaften Verhältnisses aus Florenz nach Saronno. Als er die Kirche von Saronno aufsucht, in der er Fresken anbringen soll, sieht er die betende Witwe Simonetta und verliebt sich in sie. Gegen Bezahlung willigt Simonetta ein, für den Künstler Modell für ein Madonnenbild zu sitzen. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden eine heimliche Liebe.

    Marina Fiorato gelingt es in ihrem Roman, das Zeitgeschehen in der Lombardei angemessen zu beschreiben und bringt das sehr bildhaft mit ihrer Sprache zum Ausdruck. Dabei geht es in dem Buch nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern auch um das Judentum und die damals herrschenden Sittenvorstellungen. Die Kirchenoberen leiden an religiöser Verblendung, ihre Gier und persönliche Interessen führen zu Judenhass, den sie offen auf den Kanzel predigen. Aber auch Frauen werden zu Opfern unter den strengen Massstäben der Kirchenherren. 

    Mit leisen Tönen und wunderbar angelegten Charakteren schafft die Autorin hier den Spagat zwischen lebhafter und spannender Handlung und einfühlsamer Liebesgeschichte, ohne ins Kitschige abzugleiten. Es werden hier viele Themen angeschnitten, wie die Malerei und die Person Leonardo da Vinci, die Beschreibung der Fresken Bernadinos und auch die Entstehung des bekannten Mandellikörs Amaretto geben dem Roman einen vielschichtigen Anstrich.

    Ein wunderbar vielschichtiger Roman aus der Lombardei, der mit einer gelungenen Handlung die historsche Zeitreise ins 16. Jahrhundert dokumentiert.
    Unterhaltsam und spannend geschrieben!
     

  19. Cover des Buches Die Madonna von Notre-Dame (ISBN: 9783548613727)
    Alexis Ragougneau

    Die Madonna von Notre-Dame

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Hilde1945

    Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem es in keinem Kapitel an irgendeiner sexistischen oder herabwürdigen Bemerkungen mangelt, was Frauen betrifft. Gleich zum Einstieg geben zwei Kirchenbedienste einen "Bombenalarm!" - nein, keiner muss in Panik verfallen, sie haben nur ein hübsches Mädchen in einer der Kirchenbänke entdeckt. Das habe ich ja noch verstanden. Dann aber kam die Staatsanwältin ins Spiel - sorry, die KLEINE Staatsanwältin, wie diese 30-jährige Topjuristin fortan immer wieder genannt wird. Dass ihr die Position nachgeschmissen wurde, kann nicht einmal vermutet werden - folglich wird sie wohl nicht auf den Kopf gefallen sein. Dennoch versäumt der Autor keine Gelegenheit, seine eigene Hauptfigur Claire Kauffmann im Laufe der Ermittlungen ständig als überfordert und inpompetent darzustellen, selbst, wenn sie sehr korrekt handelt.  Andererseits werden die wirklch ätzenden, nicht korrekt handelnden Ermittler Lanard und Gombrowicz ständig als Helden dargestellt, die mit ungewöhnlichen Verhörmethoden Verdächtige zum Reden bringen..... Auch Pater Kern hat es nicht geschafft, meine Sympathie für ihn zu wecken. Dazu war er einfach zu krank und zu verschroben.

    Nun könnte ich das alles irgenwie noch verstehen, wenn der Autor Jahrgang 1929 wäre und in einer von Männern dominierten Welt sozialisiert wurde. Doch oh Weh, der Typ ist Jahrgang 1973! Offensichtlich hat er jedoch verschlafen, dass Staatsanwältinnen nicht KLEINE, dumme Wesen sind, denen ein Kommissar mal erst die Welt erklären muss, und auch andere Jobs haben können außer Prostituierte. Denn in diesem Buch kommen quasi nur zwei Sorten von Frauen vor: eben die KLEINE dumme Juristin, die auch noch psychische Probleme haben dürfte, wie wir aus Andeutungen erfahren, und...ja, Prostituierte! Ansonsten: nur Männer, was sicher zum Teil auch durch das Umfeld Kirche bedingt ist.

    Spannung kam für mich nicht wirklich auf. Wenn ich ein besseres Buch zur Hand gehabt hätte, hätte ich dieses wohl kaum zu Ende gelesen. Interessant waren die Abläufe in Notre Dame, und der Schreibstil ist handwerklich korrekt. Insgesamt ist dieses Buch jedoch absolut verzichtbar.

  20. Cover des Buches Frauen (ISBN: 9783806725179)
    Barbara Sichtermann

    Frauen

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld (ISBN: 9783037633083)
    Silvia Aeschbach

    Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Was, um Himmels willen, geschah mit mir? Die Farben des Himmels und der Bäume erschienen mir unerträglich grell, die Grillen zirpten nicht mehr melodisch, sie kreischten richtiggehend. Der Waldboden, der eben noch so gut nach Moos gerochen hatte, stank plötzlich nach Moder. Ich nahm alles wie durch einen Filter wahr, einen Filter, der die Umgebung nicht in ein angenehmes, weiches Licht tauchte, sondern die Bilder verzerrte. Eine Kälte, wie ich sie vorher nicht kannte, erfasste mich. Noch vor fünf Minuten war mir der Schweiß in Strömen heruntergelaufen, und jetzt hatte ich das Gefühl, in einem Eisblock zu stecken. Für einen Moment schien mein Herz stehen zu bleiben, doch dann begann es noch wilder zu rasen.«

     

    Silvia Aeschbach ist siebzehn, als sie die erste Panikattacke ihres Lebens vollkommen unvorbereitet trifft. Sie fühlt sich wie in einem Horrorfilm, glaubt zu sterben. Ein Erlebnis, das sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte zigfach wiederholen wird…

     

    Sehr viele Menschen leben so wie Silvia mit einer Angsterkrankung, etwa jeder fünfte leidet zumindest zeitweise unter Angstzuständen. Und die Dunkelziffer ist hoch, denn noch immer trauen sich viele nicht, über ihre Ängste zu reden. Oder sie versuchen es, versuchen bei einem Arzt Hilfe zu erhalten, doch dieser behandelt lediglich die Symptome und erkennt nicht die Ursache dahinter.

     

    In einer leicht zu lesenden, humorvollen und selbstironischen Art, schreibt Silvia über ihre Angst und ihr Leben mit ihr. Alles wirkt sehr ehrlich und offen, wer selber betroffen ist, erkennt sich an vielen Stellen wieder. Mir jedenfalls ging es so.

    Ich fand das Buch enorm berührend, ich konnte so gut nachfühlen, was Silvia empfand und gleichzeitig gingen mir beim Lesen so viele Situationen aus meinem eigenen Leben durch den Kopf, ich erinnerte mich an die ersten Attacken, die ich bereits als Kind erlebte, an all das, was danach kam… Ich glaube, ich könnte auch ein Buch füllen. Nur ohne Leonardo ;-) Jedenfalls bin ich sicher, dass es mir sehr geholfen hätte, wenn ich dieses Buch früher gelesen hätte. Als Betroffener erkennt man, dass man es schaffen kann, ein gutes und erfolgreiches Leben zu führen. Mit und trotz der Angst.

    Zusätzlich zu ihren eigenen Erlebnissen vermittelt Silvia viel Wissen rund um die Panik. Angefangen bei ganz allgemeinen Dingen wie dem Fakt, dass man Panik, im Gegensatz zur „normalen“ Angst, nicht durch Mut oder Willen überwinden kann. Es gibt medizinische Hintergrundinfos und einige interessante (oft auch unterhaltsame) Listen mit „Top Ten“, zum Beispiel die Top Ten der Symptome oder der Dinge, die man als Paniker wissen sollte. Sehr treffend auch die Liste der Sätze, die man während einer Panikattacke nicht hören will! Und schließlich Silvias persönliche Tipps – eine tolle Liste!

     

    Nun sind zum Glück die meisten Menschen nicht betroffen. Für sie wird dieses Buch sicher auch hilfreich sein, denn vermutlich können sie sich nicht vorstellen, was ein Paniker durchmacht. Womöglich glauben sie, dass sie jemandem mit einer Panikattacke helfen könnten, wenn sie ganz ruhig auf ihn einreden. Dass alles nur eine Frage der Beherrschung ist und sicher nicht so schlimm. Wer dieses Buch liest, wird hoffentlich mehr Verständnis entwickeln und darf sich im Gegenzug über die sehr selbstironischen Schilderungen amüsieren. Denn ganz ehrlich: Wenn man nicht selbst betroffen ist, ist so einiges wirklich unfreiwillig komisch.

     

    Fazit: Vielen Dank Silvia Aeschbach für dieses informative, ehrliche und mutmachende Buch! Sehr lesenswert für jeden, der selber unter Ängsten leidet und für jeden Interessierten.

  22. Cover des Buches Katharsia (ISBN: 9783941757226)
    Jürgen Magister

    Katharsia

     (10)
    Aktuelle Rezension von: InFo
    Ich habe die Buchvorstellung auf der Leipziger Buchmesse 2012 gesehen. Als ich dann erfahren habe das es den zweiten Platz der Newcomer Books gemacht hat, war ich wirklich neugierig. Aber nun zum Buch:
    Der Anfang erschien mir ein wenig Klischebeladen, doch schon nach wenigen Seiten nimmt das Buch an Fahrt auf und führt einen in die interessante Welt von Katharsia ein. Die Ideen sind toll und bringen eine neue bemerkenswerte Sicht auf das Leben nach dem Tod. Auch wenn es im ersten Drittel zwischendurch einen Hänger in der Spannung gibt, legt man das Buch anschließend nicht mehr weg. Allein einige ziemlich blutige Szenen stocken die ansonsten lebendige Welt.

    Mir hat es sehr gefallen. Mal schauen was noch aus seiner Feder kommen wird.
  23. Cover des Buches Die Bibel (ISBN: 9783920609256)

    Die Bibel

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches On the Wild Side (ISBN: 9783434505655)
    Martin Büsser

    On the Wild Side

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein vollständiger Einblick in die Entwicklung alternativer Rockmusik, auch Musikinteressierte finden noch viele interessante Neuigkeiten. Das Genze beginnt 1966 mit den Beatles, die das erste Album im modernen Sinne geschrieben haben, bis etwa 2002/03, als Buch erschienen ist. Martin Büsser lebt leider nicht mehr, RIP.

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