Bücher mit dem Tag "mädchenmord"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mädchenmord" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches Das Haus der Mädchen (ISBN: 9783499275166)
    Andreas Winkelmann

    Das Haus der Mädchen

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Crazzoline_leseratte

    Teil der Jens Kerner Reihe. Klare Leseempfehlung.

    Ein Mann wird nachts in seinem Auto erschossen. Im Rahmen seiner Ermittlungen, wird Jens Kerner auf den Fall einer vermissten Frau aufmerksam. Weitere Nachforschungen ergeben,  dass es Parallelen zu einem früheren ungelösten Mordfall gibt. Beide waren nur zu Gast in Hamburg.

    Zeitgleich kommt Leni in Hamburg an. Sie hat für ihr Praktikum über eine online Zimmervermittlung eine Unterkunft gebucht. Dort angekommen freundet sie sich mit Vivien an, die im gleichen Haus, auch ein Zimmer gemietet hat. Am nächsten Tag ist Vivien verschwunden. Leni sucht nach ihr und begibt sich damit selbst in Gefahr.


    Der Thriller hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Winkelmann schreibt so, dass man kein Lesezeichen benötigt. Keine langen Einleitungen, es geht gleich zur Sache. Die Spannung wird kontinuierlich gesteigert. 

    Der Leser bekommt Einblicke in die unterschiedlichen Schauplätze der Handlungen. Man verfolgt sowohl die Ermittlungen, als auch die Bemühungen Lenis, ihre Freundin zu finden. 

    Was den oder die  Täter angeht, hat man als Leser bereits ab der Mitte des Buches Vermutungen, da man auch in dessen Handlung Einblicke bekommt. Ob man damit richtig liegt, weiß man aber nicht. Daher bleibt die Geschichte spannend bis zum Schluss.

    Der Ermittler Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca sind mir sympathisch. 

  2. Cover des Buches Cry Baby - Scharfe Schnitte (ISBN: 9783596032020)
    Gillian Flynn

    Cry Baby - Scharfe Schnitte

     (782)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Camille Preakers  ist Journalistin und soll über eine Mordserie an kleinen Mädchen in ihr Heimatstädtchen zurückkehren. Doch sie war nicht ohne Grund nach dem Tod ihrer jüngeren Schwester nicht wieder zurückgekehrt. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist schwierig und genau wie ihre Halbschwester Amma scheint sie psychisch stark angeknackst zu sein.

    Ich hab unfassbar lange gebraucht, um in die Geschichte zu finden. Die ersten beiden Drittel lasen sich aufgrund des Schreibstiles, der für mich hin und wieder zusammenhangslos war wirklich schwer. Die Geschehnisse waren mir zu plump, zu derb, zu vulgär und ich fragte mich nonstop, warum die Geschichte auf diese Weise verfasst wurde.

    Auch die Charaktere waren für mich unnahbar, gefühlt nicht greifbar, zu psychisch krank, nicht sympathisch. 

    Aber von Seite zu Seite kam ich endlich in die Geschichte rein. Verstand, dass der vulgäre Schreibstil die psychischen Probleme bzw. die Stabilität oder Labilität der Charaktere sichtbarer machen. Und je mehr ich mich darauf einließ, desto eher fand ich auch einen Zugang zu Camille, die mir plötzlich sympathischer wurde und Empathie wecken konnte. Auch ihre Schwester Amma machte immer mehr Sinn und offenbarte ein Bild eines schwer gestörten Mädchens.

    Die Spannung war nicht durchweg gegeben, dennoch spürte ich eine allgegenwärtige Bedrohung und bedrückende Atmosphäre, die mich am Ende des zweiten Drittels auch endlich packen konnte.

    Ich wünschte, ich hätte mich schon früher auf die Geschichte eingelassen und mich komplett von ihr tragen lassen.

    Wer sich damit anfreunden kann, dass dieser Thriller anders ist als die meisten, die Sprache und die Geschichte ein gewisses Commitment erfordern, der hat mit „Cry Baby“ ein paar bedrückende Lesestunden vor sich, in denen dem:der Leser:in die menschlichen Abgründe nähergebracht werden. 

  3. Cover des Buches Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4) (ISBN: 9783548609829)
    Nele Neuhaus

    Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4)

     (1.793)
    Aktuelle Rezension von: Schneeball

    Man kann das Buch nicht aus der Hand legen.Sehr spannend geschrieben.

  4. Cover des Buches Federspiel (ISBN: 9783426516560)
    Oliver Ménard

    Federspiel

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy2019
    Reporterin Christine ermittelt und bringt nicht nur sich dabei in Gefahr! Spannende Story!
  5. Cover des Buches Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3) (ISBN: 9783548289311)
    Linus Geschke

    Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Schnick

    Es gibt Bücher... Es gibt Bücher, da ist mir von Anfang an klar, dass ich nicht allzu viel zu erwarten habe und trotzdem bleibe ich bei ihnen hängen und obwohl sie (scheinbar) eher schlicht gestrickt sind, sind sie doch unglaublich unterhaltsam oder fesselnd. Für mich sind das Guilty-Pleasure-Bücher: Ich genieße sie auf eine ganz sonderbare Weise, obwohl ich rein objektiv weiß, dass sie kein Knaller sind. Linus Geschkes "Das Lied der toten Mädchen" gehört für mich in diese Kategorie.

    Es fängt mit dem meiner Meinung nach eher unbeholfen wirkenden Schreibstil an (obwohl Geschke ein bekannter Autor ist), der Lesefluss ist eher holprig, die Kapitel sind eher kurz, die Charakterzeichnung tendenziell auch eher schlicht. Und trotzdem hat mich das Buch von Anfang an gefesselt. 

    Der 20 Jahre zurückliegende Fall ist spannend erzählt und ich konnte das Buch schnell lesen. Großartig nachdenken muss man nicht, mitgerätselt habe ich natürlich trotzdem. Und damit komme ich zu dem Punkt, den ich Geschke hoch anrechne: Die falschen Fährten haben funktioniert. Das ist heutzutage - wo jeder drittklassige Schriftsteller meint, eine falsche Fährte legen zu müssen, die aber mittlerweile so offensichtlich sind, dass mir noch bleibt, die Augen zu verdrehen - eine so großartige Erfahrung, dass ich Geschke dafür wirklich dankbar bin.

    Den Fall selbst fand ich streckenweise arg konstruiert und zwischendurch war es mir dann doch ein bisschen zu viel des Guten, aber am Ende bin ich alles in allem zufrieden gewesen.

    Merke: Es muss nicht immer hohe Kunst sein, die dich unterhält. Wer von diesem Kriminalfall nicht zu viel erwartet, wird gut unterhalten. Ich freue mich, das Buch gelesen zu haben.

  6. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

     (607)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Im fiktiven Dubliner Vorort Knocknaree ereignete sich im Sommer 1984 eine schreckliche Tat: Drei Kinder, die im Wald spielen waren, werden vermisst. Eines der Kinder findet die Polizei völlig verängstigt im Wald, mit blutigen Schuhen und ohne jede Erinnerung daran, was sich zugetragen hat.

    Zwanzig Jahre später ist dieses Kind Ermittler bei der Dubliner Mordkommission. Seinen Namen hat er zu Rob Ryan geändert, denn seine Kindheit hält er geheim. Nur seine engste Kollegin und beste Freundin Cassie Maddox weiß Bescheid. Doch dann werden die beiden zur Leiche eines kleinen Mädchens in Knocknaree gerufen und Detective Ryan wird nicht nur mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit der Frage, ob die beiden Fälle zusammenhängen.

    Dieser Debütroman von Tana French besticht durch seine atmosphärische Erzählweise und einem gut gesponnen Plot. Mit einem scharfen Auge und wunderbar präziser Sprache lässt die Autorin die Schauplätze und die Figuren des Romans vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Die Charaktere sind vielschichtig und differenziert, ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar. Besonders interessant fand ich die beiden Hauptfiguren Rob Ryan und Cassie Maddox, weil sie keine 0815-Standardermittler sind. Beide quälen sich mit Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit und suchen Zuflucht in einer innigen Freundschaft. Doch der neue Fall stellt nicht nur ihre kriminalistischen Fähigkeiten auf die Probe, sondern auch ihre Beziehung. Der Fall selbst ist komplex, die Autorin präsentiert einige mögliche Tathergänge, die durch intensive Ermittlungen und Verhöre durchgespielt werden, aber zunächst keine Lösung offenbaren. Dadurch zieht sich die Aufklärung des Mordes ziemlich in die Länge, die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Dennoch empfand ich die Geschichte als fesselnd, weil ich als Leser mehr über die Figuren und vor allem über das Verschwinden der Kinder vor zwanzig Jahren erfahren wollte. Die Enthüllung des Täters ergibt sich dann logisch aus den gestreuten Indizien und war für mich überzeugend.  

     

    FAZIT: „Grabesgrün“ ist ein wunderbar geschriebener Kriminalroman, der sich besonders durch seine vielschichtigen Figuren auszeichnet. Leser die den Nervenkitzel suchen könnten enttäuscht sein, da die Ermittlungen nur langsam voranschreiten. Aber all denjenigen die gerne einmal einen andersartigen Spannungsroman mit komplexen Charakteren (mit dunkler Vergangenheit) lesen möchten, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

     

  7. Cover des Buches Jung, blond, tot (ISBN: 9783426617885)
    Andreas Franz

    Jung, blond, tot

     (493)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Kurzrezension

    2,5 Sterne

    Eigentlich sollte es für ein Buch sprechen, dass ich es innerhalb eines Tages durchgelesen habe. Doch irgendwie konnte mich "Jung, blond, tot" so gar nicht überzeugen. Es liegt vielleicht vor allem daran, dass es erstmals 1996 erschienen ist, meine Ausgabe ist aus dem Jahr 2000, die Sprache ist zum Teil sehr grenzwertig, der Umgang mit gewissen Themen sehr unglücklich und sowohl Julia Durant als auch die anderen Charaktere wirkten auf mich völlig unterkühlt, unnahbar und letztlich auch austauschbar. Ich habe keinen der Charaktere richtig kennengelernt, konnte mich nicht für irgendjemanden erwärmen. Die Mordfälle waren zwar spannend und es hat mich interessiert, wer die Taten begangen hat, doch völlig überraschend kam die Auflösung dann doch nicht.
    Ein durchschnittlicher Thriller, der eindeutig nicht gut gealtert ist.

  8. Cover des Buches Der Prinzessinnenmörder (ISBN: 9783426504857)
    Andreas Föhr

    Der Prinzessinnenmörder

     (253)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    In einem zugefrorenen See wird die Leiche eines Mädchens gefunden, kurz danach eine zweite Tote am Haus des zuständigen Kommissars. Die Polizei steht vor einem Rätsel, doch bald zeigt sich, dass die Eltern der Mädchen vor Jahren miteinander zu tun hatten. Was treibt den Mörder an?

    „Der Prinzessinnenmörder“ ist der erste Teil der Reihe um Kommissar Wallner und seine Kollegen. Ich muss sagen, dass mich dieser bayrische Krimi sehr gut unterhalten hat, da er viele witzige Momente hat und auch das Team mich überzeugte.

    Der Fall ist spannend und erst mal undurchschaubar, auch wenn man dem Täter in eingeschobenen Kapiteln im Jetzt und bei den Ereignissen damals begegnet. Das Ende ist spannend, während man sich fragt, ob der Täter auch sein nächstes Opfer töten wird, oder ob Wallner und seine Kollegen noch rechtzeitig kommen, um sie zu retten.

    Da mir dieser erste Fall gut gefallen hat, werde ich wohl noch weitere Teile der Reihe lesen. Allen Neueinsteigern sei gesagt, dass der Original-Slang der Bayern hier oft zum Zuge kommt. Das tut dem Lesen aber keinen Abbruch – zumindest hat es mich nicht gestört, weil ich trotzdem immer wusste, was die Polizisten mir sagen wollten.

    Spannend und gut unterhaltend!

  9. Cover des Buches Mädchen Nr. 6 (ISBN: 9783426213575)
    Kate Brady

    Mädchen Nr. 6

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie_W

    Zum Inhalt


    Eine Leiche wird im Camden Park gefunden. Mit einer rostigen Schere im Geschicht verstümmelt und eine Strähne des Haars wird Rosie McNamara aufgefunden. Die ermittelnde Polizisten Dani Cole kennt das Opfer. Eine ehemalige Prostituierte. Doch was Sie nicht weiß, das Rosie irgendwann einmal schwanger war. Doch weiß das niemand und das Baby ist verschwunden. Dani Cole will unbedingt den Täter finden. Doch wird die Jägerin zur gejagten. Dabei findet Dani immer mehr zusammenhänge raus und trifft auf einen alten Freund Ihrer Jugend. Die Ermittlungen und Mitch Ihr Jugendfreund stellen Ihre Welt auf den Kopf. Auch Danis Chef hat ein scharfes Auge auf Dani und wartet nur auf einen Fehltritt.


    Meine Meinung


    Mädchen Nr. 6 ist ein solider Thriller der dennoch mehr könnte als er zeigt. Die Geschichte an sich war ganz gut. Doch mir gefiel nicht, dass man den Täter bereits in der Mitte des Buches erfährt. Man kennt den Täter und erfährt dann noch Stück für Stück das Warum des ganzen. Dennoch nimmt die Spannung, finde ich, seit bekanntgabe des Täter sehr ab. Bis zu diesem Punkt war das Buch sehr spannend und rasant, ab der Hälfte jedoch lässt beides deutlich nach. Klar der Wettlauf gegen die Zeit und die Jagd auf Dani Cole besteht weiterhin, jedoch hatte ich das Gefühl, dass ich das Buch einfach nur fertig lesen wollte. 


    Geschrieben ist das ganze in einem sehr lockeren Schreibstil, sodass man auch zügig vorankommt. Die Protagonisten sind gut dargestellt und man kann sie ein tolles Bild von Ihnen erschaffen. Jedoch nicht jeder Charakter zieht einen in seinen Bann oder kann mit Sympathie Punkten. 


    Was mir besonder gut gefallen hat, ist das Buchcover. Es erinnert an eine Wand auf der Namen geschrieben und teilweise durchgestrichen sind. Das Cover hat auch die Struktur einer rauhen Wand. Das fand ich sehr besonders. Auch wenn das Buch mich nicht fesseln konnte und ich keine 5 Sterne dafür vergeben kann, würde ich Kate Brady dennoch eine weitere Chance geben. Denn die Geschichte an sich ist nicht schlecht nur an der Umsetzung hapert es ein wenig. 


    Erschienen ist das Buch am 20.08.2012 mit 464 Seiten im Knaur Verlag


    Fazit


    Ein solider Thriller mit Verbesserungspotenzial. Dennoch würde ich das Buch empfehlen, da mit der Schreibstil sehr gefallen hat und die Geschichte an sich auch ganz gut war. Nur die Umsetzung sollte man hier nochmal überdenken. 

  10. Cover des Buches Dead Zone – Das Attentat (ISBN: 9783641206130)
    Stephen King

    Dead Zone – Das Attentat

     (363)
    Aktuelle Rezension von: EllaEsSteff

    ⏱📚

    Dead Zone - mein neunter King und Auftakt des Castle-Rock-Zyklus. 📖




    Nach einem Unfall mit dem Taxi erwacht Johnny nach fast fünf Jahren aus dem Koma und hat nun die Fähigkeit in die Zukunft eines Menschen zu sehen, sobald er diesen berührt. Zumindest sieht er Teile davon, denn einige der Dinge, wie Orte, sind in seiner „Dead Zone“ - dem Teil seines Gehirns, welches durch den Unfall beschädigt wurde, sodass er diese nicht sehen kann.
Eines Tages trifft er auf Greg Stillson, ein Lokalpolitiker welcher sich zum Ziel gesetzt hat Präsident zu werden. Als Johnny ihm die Hand schüttelt, sieht er auch dessen Zukunft.
„Für Johnny war es noch nie so stark gewesen, niemals. Alles kam auf einmal wie ein dunkler Güterzug durch einen schmalen Tunnel, eine rasende Lokomotive mit einem einzigen gleißenden Scheinwerfer, und dieser Scheinwerfer wusste alles, und sein greller Lichtstrahl pfählte Johnny wie einen Käfer mit einer Nadel. Es gab keine Möglichkeit des Ausweichens, vollkommenes Wissen überrollte ihn und drückte ihn flach wie ein Blatt Papier zusammen, während der dunkle Zug über ihn hinwegraste.“ (S.449)
Schließlich plant Johnny ein Attentat. 



    Die Metapher des „lachenden Tigers“, welche auf ein Spiel beruht fand ich sehr interessant, sowie  einen Verweis zu Carrie. Zum Schreibstil von King muss man fast nichts sagen. Auch hier musste ich einige Zitate für mich markieren: 

    
„Der Mond ging auf, ein orangefarbenes Auge über den Pinien, und hämmerte einen blutigen Pfad über den Swimmingpool.“ (S.492)

     
„Der Mond war untergegangen, aber die Sterne waren in idiotischem Wirrwarr am Himmel verteilt. Gottes Schmuckschatulle, Johnny.“ (S. 550)

    🌕✨🌅



    Mein Fazit - es macht einfach Spaß King zu lesen und seine Geschichten und Querverweise zu entdecken. Auch dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, sodass ich ihn nur empfehlen kann. 📚🤓

  11. Cover des Buches Warum sie sterben musste (ISBN: 9783442484171)
    Mindy Mejia

    Warum sie sterben musste

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Buecherheldin

    Dieses Buch war ein Zufallsfund; die Leihe von einer Kollegin, die es mir empfohlen hat. Nach einigen Wochen habe ich mich dazu durchgerungen, es zu lesen, damit ich es ihr zurückgeben konnte. Oh, was für ein Glückstreffer!

    Wer hat die 18-jährige Hattie ermordet - und warum? Das ist die Kernfrage des Buches, doch wider Erwarten steht hier nicht ausschließlich die Ermittlung von Sheriff Goodman an dem Mord der jungen Hattie Hoffmann im Vordergrund, sondern vielmehr die Vorgeschichte aus der Perspektive verschiedener nahestehender Personen in den letzten Monaten ihres (Hatties) Lebens. Gerade das macht es so interessant und - obwohl ich einen derartigen Erzählstil eigentlich nicht besonders mag, da es beim Wechsel der Charaktere den Leser oft aus der Story "herausreißt" - der Spannungsbogen wird frühzeitig aufgebaut und bis zum Ende konstant gehalten. Richtig gut wurde es für mich, als sich der Englischlehrer Peter und Hattie in der Zeit vor ihrer Ermordung kennenlernten. Durch einen moralischen Zwiespalt, der hier entsteht ist, ist man selbst hin- und hergerissen - welche Entscheidung wird am Ende gefällt und wie kommt es schließlich zur Ermordung? Auch die Frage nach dem Täter bleibt bis zum Ende offen. Erst Stück für Stück setzt sich hier ein Bild zusammen. Die einzelnen Charaktere wurden unheimlich gut beleuchtet, machen teilweise wirklich eine "Entwicklung" und man fühlt mit ihnen und ihren Handlungen. Der Verlauf der Geschichte ist stets realistisch.

    Für mich hat dieses Buch absolut einen Mehrwert, da man sich nach dem Beenden noch lange danach in Gedanken um die bewegende Story verlieren kann, ohne offenen Fragen nachzuhängen.

  12. Cover des Buches Auf der Spur des Bösen (ISBN: 9783548373256)
    Axel Petermann

    Auf der Spur des Bösen

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    · • ● Inhalt eigene Worte ● • · 

    In dem Buch berichtet Axel Petermann ausführlich über reale Vorfälle. Er analysiert die Täter und erstellte an Hand dessen Vergangenheit, Gegenwart und Handeln ein Profil. Mit diesem kann dann der Täterkreis eingegrenzt werden. Die Vorfälle reichen von extrem bis hin zu widerwärtig. 

    · • ● Schreibstil ● • · 

    Ich-Erzähler Perspektive

    Axel Petermann drückt sich sehr gewählt aus und man merkt dadurch schnell, dass er ein kluger Kopf ist. Ich persönlich finde den Schreibstil sehr ansprechend und er ist leicht zu lesen. Es befinden sich außerdem sehr viele Erläuterungen und Informationen in dem Buch.

    Zitat:

    Petermann, Axel: Auf der Spur des Bösen-Ein Profiler berichtet,

    1.Aufl., Ullstein,

    Berlin 2010.

    (Seite 165)

    "Letztendlich tödlich war die festgestellte Arterienverletzung, denn durch sie hatte Tom Howe fast die Hälfte seines im Körper zirkulierenden Blutes verloren. [...] Die spätere Untersuchung in der Ballistik, wie die waffentechnische Abteilung heißt, identifizierte das Projektil als ein Wadcutter-Bleigeschoss mit einem Durchmesser von 8,8 mm und einem Gewicht von 9,38 Gramm."

    · • ● Mein Fazit ● • · 

    Die Tatsache, dass er versucht alle Täter, nach deren Verurteilungen, im Gefängnis zu besuchen und auch die Opfer, teilweise, später besucht, verstärkt die Sympathie zu dem Autor. Daran merkt man, dass ihm die Opfer/Täter nicht egal sind und es lässt ihn ebenfalls sehr menschlich erscheinen. Auch seine Beschreibungen und die Vorgehensweise ist sehr gut durchdacht und ausführlich dargestellt. Für mich ein sehr interessantes Buch und ein professioneller, sympathischer Autor.  

     • ● Bewertung ● • · 

    Ich möchte hier eigentlich keine Bewertung abgeben, da diese realen Vorfälle keiner Unterhaltung dienen sollen oder nach Spannung abgegrenzt werden können.

    Deshalb wie immer, für die Recherche der Autoren und in Respekt vor den Opfern, fünf Sterne.

  13. Cover des Buches Todestanz (ISBN: 9783442379514)
    Margie Orford

    Todestanz

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Franziska_Maul

    Ich konnte mich leider nicht in die Protagonisten, sowie die Geschichte hineinversetzen. Ich habe das Ende nicht so ganz verstanden und die Gründe der Handlungen waren mir nicht ganz klar. Teilweise war das Buch echt spannend, aber im Großen und Ganzen hat das alles für mich nicht zusammengepasst.

  14. Cover des Buches Teufelskälte (Ein Fall für Tommy Bergmann 2) (ISBN: 9783548290591)
    Gard Sveen

    Teufelskälte (Ein Fall für Tommy Bergmann 2)

     (91)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Tommy Bergmann, erfolgreicher Ermittler in Oslo, ist geschockt. Denn die Frauenleiche, die grausam entstellt gefunden wurde, erinnert stark an seinen ersten Fall. Doch noch immer sitzt der damalig Verurteilte in einer Hochsicherheitspsychiatrie ein. Hat sich Bergmann damals geirrt und den Falschen hinter Gitter gebracht? Immer stärker zweifelt er an sich selbst, als seine neue Kollegin Susanne Bech Unstimmigkeiten in den Ermittlungen aufdeckt…

    Hat sich der erst Band der Reihe um Tommy Bergmann noch mit realen historischen Fakten beschäftigt, ist Autor Gard Sveen mit „Teufelskälte“ nun in den rein fiktionalen Raum getreten. Und das nutzt er geschickt, um zwar die Hauptfigur weiter in den Mittelpunkt zu rücken und die innere Zerrissenheit und die starken Selbstzweifel weiterhin darzustellen, ohne jedoch zu weit in sein Privatleben einzudringen. Denn die neuen Ermittlungen in seinem ersten Fall bieten die Möglichkeit, mit seinem früheren Versagen seinen Charakter noch weiter zu verstärken und tiefer in seine Psyche zu gehen. Zusätzlich erlaubt es auch wieder eine Erzählweise über verschiedene Zeitebenen, sodass sich die aktuellen Ermittlungen mit den vergangenen Ereignissen auf verschlungene Weise verbinden. Dabei werden immer neue Impulse gegeben, das Spiel mit der Wahrnehmung des Lesers durch überraschende Offenbarungen geschickt gespielt und so eine spannende Handlung geschaffen – und das, obwohl das Erzähltempo eher langsam ist und die einzelnen Szenen voll ausgekostet wurden.

    Die Brutalität der Morde und die Verachtung der Frauen, die darin erkennbar ist, setzt den Ton für den Roman und sorgt für einen intensiven Ausdruck – und auch dafür, dass auch über etwas langsameren Momenten eine spannende Atmosphäre liegt. Dennoch wird die Grenze des Erträglichen nicht ausgereizt, immer noch spielt sich vieles eher im Kopf des Lesers ab. Das Finale ist recht ungewöhnlich und endet offen, ohne eine vollständige Aufklärung des Falles. Vielen bleibt verborgen oder nur angedeutet, was den Leser naturgemäß etwas unbefriedigt zurücklässt, aber natürlich auch das Interesse an den folgenden Bänden weckt.

    „Teufelskälte“ setzt den Charakter noch besser in Szene, konzentriert sich aber wieder stark auf den Fall. Die Verbindung zu einem der ersten Fälle von Tommy Bergmann setzt dabei einige sehr gelungene Reizpunkte, auch die Zusammenstellung der Charaktere ist durch die neue Kollegin Susanne Bech noch vielseitiger und interessanter gelungen. Auch wenn die große Faszination des ersten Bandes nicht vollkommen durchkommt, ist auch der zweite Teil der Reihe sehr lesenswert geraten.

  15. Cover des Buches Das letzte Opfer (ISBN: 9783499257094)
    Petra Hammesfahr

    Das letzte Opfer

     (107)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Klappentext:

    Alle zwei Jahre wird am 14. September eine junge Frau von einem Serienkiller getötet. Seit Jahren verfolgt Thomas Scheib, Fallanalytiker beim BKA, die Spur des Mörders. Drei Leichen wurden  bisher gefunden und fünf Frauen gelten als vermisst. Nur für das Jahr 1990 gibt es eine Lücke. In diesem Jahr hat damals die 18-jährige Karen einen alten Mann überfahren. Jedoch weiß sie nicht, wie es zu diesem Unfall gekommen ist....

    Der Schreibstil und der ständige Wechsel zwischen den Perspektiven lassen die Geschichte etwas unstrukturiert bzw. verwirrend wirken. Oftmals konnte ich der Geschichte aufgrund der vielen Namen nicht folgen. 

    Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten und gibt nichts von der Geschichte preis. Wäre mir das Buch nicht empfohlen und ausgeliehen worden, hätte ich es mir von selbst nicht gekauft und gelesen.

    Der Autorin gelingt es den/die Leser*in in die Irre zu führen und zu manipulieren, indem sie den Mörder bereits in der Mitte des Buches bekannt gibt, jedoch später wieder von der Person ablässt. Das führt dazu, dass der Leser verunsichert ist und selbst nicht mehr ganz weiß wer nun der wahre Mörder ist. 

    Obwohl die Geschichte recht spannend war, hätte ich mir zum Schluss doch eher was anderes  erhofft.

    Ein gutes Buch für zwischendurch, welches den Leser verwirrt und zum mit fiebern einlädt.

  16. Cover des Buches Jung, blond, tot (ISBN: 9783868045178)
    Andreas Franz

    Jung, blond, tot

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Neling
    Inhalt: Eine Serie mysteriöser Mädchenmorde versetzt Frankfurt in Angst und Schrecken. Die ermordeten Mädchen haben etwas gemeinsam: Sie sind jung, blond und wurden vor ihrem Tod vergewaltigt. Die junge Kommissarin Julia Durant steht vor einem Rätsel. Sie scheint einem Phantom hinterherzujagen, das sich unablässig neue Opfer sucht ...

    Meine Meinung: Die Verbrechen sind widerwärtig und sehr detailliert beschrieben, das nimmt einen richtig mit. Die Wortwahl des Autors ist mir oft viel zu ordinär und zotig gewesen, so dass ich das Hörbuch abgebrochen hätte, wäre es nicht so spannend gewesen. Denn das ist die Geschichte, sie ist widerwärtig, aber fesselt den Leser/ b.z.w. Zuhörer. Ich denke, wenn ich den Krimi gelesen hätte, hätte ich das Buch eher beiseite gelegt, aber es war sehr gut gesprochen, so dass ich fast gezwungen war weiterzuhören.  Die Kommissarin Julia Durant war mir eher unsympathisch. Es gab einige Hinweise, mit denen der Autor immer wieder versuchte den Leser auf eine falsche Fährte zu locken, aber dennoch hatte ich den grausamen Mörder doch recht schnell im Verdacht. 
    Da der Plot fesselnd war, mir aber die Sprache und einige Stilmittel überhaupt nicht gefielen,  vergebe ich 3 Sterne. Ich spreche eine Warnung aus, dieses Hörbuch  ist nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen und definitiv keine Gute-Nacht-Lektüre. 
  17. Cover des Buches Kaltes Blut (ISBN: 9783426504697)
    Andreas Franz

    Kaltes Blut

     (176)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    „nach und nach hatte man sich daran gewöhnt und es sogar als schön empfunden.“ – nein. Wirklich nein.

    Aushilfsweise übernehmen Hauptkommissarin Julia Durant und ihre Kollegen für die Wiesbadener den Fall einer verschwundenen 15jährigen, Selina Kautz. Das Mädchen hatte gegenüber den wohlsituierten Eltern angegeben, vom nahen Reitclub aus bei einer Freundin zu übernachten, ihren Freundinnen jedoch erzählt, nach Hause zu radeln. Als die Schülerin tot aufgefunden wird, stellt ihre Leiche die Ermittler vor Rätsel: sie wurde mit einer großen Anzahl von Stichen getötet, nicht missbraucht, und hatte ihren Eltern anscheinend einiges nicht erzählt. Doch die Ermittlungen sollen noch weitere Rätsel zu Tage bringen.


    Die Mädchen:

    Miriam Tschierke, Mutter Marianne
    Katrin Laube
    Selina Kautz 15 - Eltern Helga und Peter, Architekt
    Natalie Weishaupt

    Emily Gerber, Besitzerin des Reitclubs, ihr Mann Andreas.
    Helena Malkow, Voltigiertrainerin, 2. Vorsitzende, ihr Mann Werner.
    Sohn der beiden Thomas, 19
    Sonja Kaufmann, Tierärztin + Reitlehrerin, ihr Mann Achim, Klimaforscher 36
    Christian Malkow, Pastor, Bruder von Werner

    Mir raucht immer noch der Kopf. Da gibt es zum einen eine eher beliebige Truppe von jungen Mädchen ohne viel eigenen Charakter – austauschbar. Dazu kommt eine weitere Truppe von Frauen vom Reiterhof mit den dazugehörigen Männern, die für mich ähnlich austauschbar blieben. Es war mir daher am Ende auch egal, wer nun der Täter war. „Eigentlich“ wusste es der Leser ja eh von Beginn an, da immer wieder zur Perspektive des Täters gewechselt wurde – er faselt von seinem Vater, der ihn nie ernst nahm (da fällt dann einer der Männer aus der Liste ein), vom Engel (da fällt dann ein anderer ein), und so weiter. Letztlich scheinen diese Einschübe nur der Herleitung von falschen Spuren zu dienen – ich habe irgendwann überlegt, wer denn noch nicht genannt wurde. Hat mich aber nicht interessiert.
    Und jetzt zu dem, was mich aufgeregt hat. Da gibt es im Buch diese Gruppe von Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren. Eine hat ein Verhältnis mit einem erwachsenen Mann – die Ermittler kehren das unter den Teppich, weil sie ja freiwillig mit ihm Sex hatte. Die Stellung des Mannes zu ihr erfüllt klar den Status des Missbrauchs Schutzbefohlener. Dann gibt es zunehmend Andeutungen zu sexuellen Handlungen von einer oder mehreren Frauen an einem oder mehreren Mädchen – Zitat aus Sicht der Mädchen „nach und nach hatte man sich daran gewöhnt und es sogar als schön empfunden“. GEWÖHNT? Das sei kein Problem – wieder trotz absolut eindeutigem Missbrauch von Schutzbefohlenen – da keine Gewalt ausgeübt worden sei. Man sei unter die Dusche zu den Mädchen gegangen und habe wieder aufgehört, wenn die nicht begeistert waren. Wo ist das bitte keine Gewalt? Sicher keine rohe Gewalt, aber die Situation – ich würge. Ach ja, vermutlich haben sie Pillen untergeschummelt bekommen zur Enthemmung – ja klar, keine Gewalt. Die Frauen werden nur aufgefordert, doch bitte demnächst anderen Hobbies nachzugehen. Das Buch ist von 2003.

    Bei den Frauen aus dieser Gruppe der Täterinnen, die sich dem „Grooming“ verschrieben haben, ist eine laut Autor „echte Lesbe, hat aber auch gelegentlich gerne Sex mit Männern“. Häh? Irgendwie ist da jemandem die Phantasie durchgegangen, wer nun was ist und von wem mit welchen Interessen angesteckt wird. Ich hatte noch nie wirklich das Gefühl, dass mich jemand anstecken musste, um auf Männer zu stehen, aber nun.

    Die Ermittler teilen wieder munter ihre Erkenntnisse mit sonstwem, trinken vor der Autofahrt und Julia zickt wie gehabt. Ach, und Dominik Kuhn wird abserviert – hier hatte Franz ja vor zwei Büchern einen Freund von ihm aus dessen wahrem Leben als damals Bild-Reporter, später FFH-Reporter in die Buchwelt gehoben. Die Lebensstationen passen. Keine Ahnung, ob sich die beiden zerstritten haben, aber der Abgang des Buch-Kuhn ist nicht sehr ehrenhaft. https://www.xing.com/profile/Dominik_Kuhn/cv

    Grottenschlecht. -5 Sterne. Ich habe die Bücher dastehen und will die nur „um die Ecke bringen“.


    #1 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Jung-blond-tot-120834581-w/rezension/2681077832/

    #2 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-achte-Opfer-120833824-w/rezension/2681389249/ 3 Sterne
    #3 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Letale-Dosis-877811592-w/rezension/2682029861/

    #4 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Der-Jäger-120833829-w/rezension/2682539933/

    #5 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Syndikat-der-Spinne-120833825-w/rezension/2684935245/

    #6 dieses hier

    #7 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Verlies-120833827-w/rezension/2693637878/ 




  18. Cover des Buches Die Mörderinsel (ISBN: 9783734110214)
    Eric Berg

    Die Mörderinsel

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Kupferkluempchen

    Inhalt:

    Journalistin Doro Kagel hat vor einiger Zeit über den Mord an einer jungen Frau auf Usedom berichtet. Schnell wurde Hotelbesitzer Holger Simonsmeyer festgenommen, jedoch nach einem Prozess freigesprochen. Damit beginnt im Dorf eine regelrechte Hetzjagd auf ihn und seine Familie, besonders als ein weiterer Mord geschieht.

    Seine Frau Bettina bittet Doro Kagel um Hilfe, in Form eines erneuten Berichtes, doch diese lehnt ab. Kurze Zeit später stirbt die Familie beim Brand ihres Hauses. Die Journalistin reis, von schlechtem Gewissen geplagt, zurück nach Usedom und beginnt zu recherchieren. Dabei stösst sie auf ein ganzes Netz an unglaublichen Affären, Falschaussagen und Schicksalen...

    Meinung:

    Der Autor hat mit diesem Buch einen soliden Kriminalroman erschaffen, in dem auf überflüssige Gewalt verzichtet wird, und der stattdessen mit dem Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen und detaillierter Ermittlungsarbeit punktet. 

    Dadurch entsteht Stück für Stück ein ganzes Netz an unglaublichen Verstrickungen, das den Leser in seinen Sog zieht und miterleben lässt, wie leicht sich Gerüchte verselbständigen. Bis zum Schluss bleibt man im Unklaren über die wahren Geschehnisse und den Täter, so dass die Spannung erhalten bleibt.

    Leider werden im Laufe der Handlung immer mehr Personen, Beziehungen, vermeintlich richtige und in Wahrheit doch falsche Hinweise ins Spiel gebracht. Das hat für mich zu einer unübersichtlichen Entwicklung geführt, bei der ich mich sehr konzentrieren musste, um den faden nicht zu verlieren. Dies ging leider ein wenig zu Lasten der Atmosphäre und der Identifikation mit einzelnen Figuren.

    Fazit:

    Im Kern sehr spannender Kriminalroman, bei dem allerdings etwas weniger mehr gewesen wäre. So bleibt er leider hinter meinen Erwartungen nach seinem Vorgänger "Das Nebelhaus" zurück.


  19. Cover des Buches Ein Ort für die Ewigkeit (ISBN: 9783870709778)
    Val McDermid

    Ein Ort für die Ewigkeit

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »George zog an seiner Zigarette und dachte einen Moment darüber nach. Er hatte von solchen Orten gehört, nur noch nie einen besucht. Er konnte sich das Leben in einem so abgelegenen, eingegrenzten Winkel der Welt kaum vorstellen, wo alles über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Menschen ein Wissen sein musste, das der ganzen Gemeinde bekannt war.«

     

    Scardale, ein winzig kleiner Ort in der Grafschaft Derbyshire. Die gerade einmal 30 Einwohner führen ein isoliertes Leben, genügen einander und fühlen sich in ihrer Abgeschiedenheit völlig sicher. Hier, anders als in den großen Städten, können sich Kinder noch frei und ohne Gefahr bewegen. Dachte man.

    An einem kalten Dezembertag 1963 kehrt die 13jährige Alison von einem Spaziergang mit ihrem Hund nicht zurück. Die alarmierte Polizei startet sofort eine großangelegte Suchaktion, doch ohne Erfolg, das Mädchen wird nicht gefunden. Stattdessen aber Spuren, die auf ein Verbrechen hindeuten…

     

    Bücher über verschwundene Kinder und potentielle Sexualmörder gibt es reichlich, ich rechnete mit keinen großen Überraschungen, als ich die Lektüre begann, stellte dann aber hochzufrieden fest, dass ich mich geirrt hatte. Das Buch entwickelte seinen ganz eigenen Sog, fesselte mich bis zum Ende und sorgte dafür, dass ich nach dem Zuklappen weitergrübeln musste. Die berüchtigte „Was-hätte-ich-getan“-Frage tauchte ebenso auf wie die nach Schuld, Mitschuld und Gerechtigkeit.

     

    Für den jungen Detective Inspector George Bennett ist es der erste große Fall, den er leitet. Er kniet sich richtig rein, will sich zum einen beweisen und verfügt zudem nicht über die Fähigkeit anderer Ermittler, nach Feierabend abzuschalten. Wie es ihm ergeht, in welchem Maße ihn Zweifel und Versagensängste quälen und wie sich der Fall auf sein ganzes Leben auswirkt, ist ein weiteres zentrales Thema des Buchs. Letzteres wird besonders deutlich im 2. Teil, der im Jahr 1998, also fünfunddreißig Jahre nach Alisons Verschwinden, spielt.

     

    Er hat es aber auch nicht leicht bei seiner Arbeit. Scardale und seine Einwohner sind ein ganz spezieller Fall. Viele sind miteinander verwandt, die Dorfgemeinschaft schottet sich gegen jeden Fremden ab und präsentiert sich verschlossen. Probleme löst man normalerweise selbst und schaltet die Polizei nur dann ein, wenn es gar nicht mehr anders geht. George muss sich mächtig anstrengen, um ihr Vertrauen zu erlangen und sie kennenzulernen. Das fiktive Dorf nahe der tatsächlich existenten Stadt Buxton wird samt seiner umgebenden Landschaft so intensiv beschrieben, dass ich alles deutlich vor Augen hatte und mit den Protagonisten unter der fiesen Witterung litt.

     

    Ich möchte ansonsten über die Handlung nichts erzählen. Ich hatte mich zum Glück auch nicht weiter informiert und konnte so wunderbar mitermitteln, zweifeln, grübeln und mich so richtig packen lassen. Ein großartiges Buch!

     

    Fazit: Dieses Buch lässt einen nicht kalt. Ein ruhiger Krimi, aber sehr spannend und mit einer ganz eigenen, dichten Atmosphäre.

  20. Cover des Buches Lukkas Erbe (ISBN: 9783499257056)
    Petra Hammesfahr

    Lukkas Erbe

     (94)
    Aktuelle Rezension von: ToniK
    Im Grunde dreht sich "Lukkas Erbe" wieder nur um die Frage "Ben oder nicht Ben?". Erneut sterben in dem aus Band 1 bekannten Dorf einige junge Frauen, wobei bei einigen von ihnen anfangs nur ihr Verschwinden bemerkt wird, für das es immer eine plausible Erklärung zu geben scheint. Nur dadurch kommt es überhaupt zu der erneuten Mordserie; lange Zeit sieht niemand Handlungsbedarf. Die Dorfbewohner fragen sich, ob Ben diesmal der Mörder ist. Einige glauben sogar, er habe schon beim letzten Mal mitgeholfen. Die Situation im Dorf ist angespannt, die betroffenen Familien können mit der Lage nicht umgehen und Ben versteht vieles nicht mehr, lernt aber viele neue Dinge, die am Ende der Schlüssel zur Lösung des Rätsels sein sollen.
    Wie schon der erste Band lebt das Buch von dieser unterschwelligen Spannung und der großen Sympathie für Ben. Zugegeben, das Dorfgeflecht mit seinen vielen Personen ist manchmal sehr verwirrend, man muss sich schon ziemlich konzentrieren, um den Überblick zu behalten, besonders bei der Einführung einiger neuer Charaktere am Anfang. Andererseits würde die ganze Geschichte mit all ihren Verwicklungen ohne diese Masse an Personen natürlich nicht funktionieren.
    Eine winzige Ungereimtheit am Anfang irritierte mich kurz, war allerdings nicht weiter von Belang und störte daher nicht.
    Aktuelle Geschehnisse wechseln sich ab mit Passagen aus der Vergangenheit, die Bens Lebenswandel und auch die Morde thematisieren. Das Ganze wird so geschickt erzählt, dass man mehr als einen Verdacht hat, was tatsächlich passiert sein könnte. In meinem Fall stellten sie sich alle Vermutungen als falsch heraus, die wahre Lösung war unerwartet und doch logisch.
    Ich konnte wieder kaum aufhören zu lesen, habe erneut von Ben geträumt  und bin ehrlich traurig, dass es jetzt vorbei ist.
  21. Cover des Buches Die Kirche der toten Mädchen. (ISBN: B002BM1YDC)
    Stephen Dobyns

    Die Kirche der toten Mädchen.

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79
    In der kleinen Stadt Aurelius, nahe New York, verschwinden in kurzer Zeit drei junge Mädchen.
    Das Schlimme- jeder hat sie noch kurz gesehen und plötzlich waren die Mädchen wie vom Erdboden verschluckt und keiner konnte genau sagen wie es dazu kommen konnte.
    Schnell geht Misstrauen und Angst in der kleinen Stadt umher denn jeder könnte der Mörder/Entführer sein!
    Als die Bewohner von Aurelius meinen dass die Polizei viel zu wenig unternimmt und keinerlei verwertbaren Spuren haben bildet sich eine Bürgerwehr die ihre eigenen Rechte und Ansichten durchsetzt...und eine ganze Stadt steht Kopf...

    Zu Beginn war ich bei diesem Buch sehr skeptisch, ich wusste auch nicht genau wohin der Leser entführt werden sollte.
    Der Biologielehrer aus dem College von Aurelius, selbst eher ein ruhiger, zurückgezogener Kerl, erzählt die Geschichte aus seiner Sichtweise und zu Beginn ist es sehr ruhig, die Geschichte plätschert vor sich hin aber gleichzeitig merkt man dann doch- der Autor will auf etwas Spannendes hinaus.
    Und es lohnt sich auf jeden Fall dran zu bleiben!
    Denn als das erste Mädchen verschwindet beginnt die Stimmung in dem kleinen Städtchen zu kippen.
    Ein neu zugezogener Lehrer mit sehr eigenen Ansichten wird umgehend als Täter festgelegt, nicht von der Polizei sondern von den Mitbewohnern.
    Auch die Gruppe Schüler die sich regelmässig mit ihm trifft gerät in das Visier der Ermittler und später auch in das der Einwohner.
    Die Polizei findet keine Hinweise aber der Schaden ist angerichtet und das Misstrauen und üble Nachrede macht die Runde.
    Als dann die zwei weiteren Mädchen verschwinden ist keiner mehr sicher vor dem eigenen Nachbarn, jeder wird misstrauisch beäugt und als Tatverdächtiger gesehen, denn jeder hat seine Geheimnisse, manch einer kam mit dem Mädchen sehr gut zurecht und muss mit ihrem Verschwinden etwas zu tun gehabt haben!
    Der Schreibstil hingegen ist sehr ruhig, der Biologielehrer schweift zwar hin und wieder ab aber es sind alles kleine Hinweise die er fallen lässt und als Leser ist man gezwungen aufmerksam mitzulesen, das mitdenken wird angeregt und jede Spur aufmerksam verfolgt.
    Gekonnt streut der Autor seine Meinungen, Ansichten und Verdächtigungen unter den Leser und ich wusste bis zum Ende nicht wer der Täter sein könnte bzw. stammt er wirklich aus Aurelius?
    Sehr realistisch und erschreckend beschreibt er Autor aber die Aktionen der Bürgewehr, wie diese sich immer mehr Rechte herausnimmt um den Täter zu fassen, wie es die Verdächtigungen eher anfacht als das es den Ermittlungen hilft.
    Wie Menschen die nur noch Wut, Angst, Hass und Enttäuschung erleben dies ausleben und den Menschen, den sie für den Täter halten, schaden wollen/werden.
    Ein Buch welches mich im ganzen sehr spannend unterhalten hat, ich zig Verdächtigen gefolgt bin und am Ende vom Täter doch überrascht wurde.
    Ein Buch welches man aufgrund seines besonderen Schreibstils sehr aufmerksam lesen muss, es aber nicht bereuen wird.
  22. Cover des Buches Das Dorf der verschwundenen Kinder (ISBN: 9783426631874)
    Reginald Hill

    Das Dorf der verschwundenen Kinder

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Rheinzwitter
    BENNY IST WIEDER DA! 

    Das verkündet über Nacht ein Graffito in leuchtendroten Buchstaben an einer Brückenmauer in Danby, einer Ortschaft in Yorkshire, in der am selben Tag ein Kind vermisst wird.
    Das Graffito wird von der Polizei schon bald in Zusammenhang mit dem vermissten Kind vermutet, denn die Worte "Benny ist wieder da!" beschwören bei alteingesessenen Einwohnern schmerzliche Erinnerungen herauf: das Verschwinden dreier Mädchen fünfzehn Jahre zuvor, drei Kinder, die jener Benny entführt haben soll aus einem Nachbarort namens Dandale.

    Benny verschwand kurz nach den Mädchen, die Verbrechen blieben unaufgeklärt. Dandale musste einem Stausee weichen, die Ortschaft wurde eingeebnet und überflutet, aber ein extrem heißer Sommer legt nun dort die Ruinen vergangener Tatorte ebenso bloß wie das erneute Verschwinden eines Kindes die offenen Wunden der Hinterbliebenden, die, zwar umgesiedelt aber immer noch verwurzelt in der Vergangenheit, von Neuem mit dem mutmaßlichen Entführer konfrontiert werden, angekündigt von einem Menetekel in blutroten Worten.

    Dieser 1997 erschienene Roman ist – wenn man die Novelle
    One Smal Step mitzählt – bereits der 16. Band um das  ungleiche Polizistengespann Dalziel ("Dii-ell" ausgesprochen) und Pascoe, das 1970 in  Eine Gasse für den Tod ihren ersten Auftritt hatte, bis die Reihe mit dem 23. Band The midnight fugue (noch keine deutsche Übersetzung) eingestellt werden musste aufgrund des Ablebens von Reginald Hill 2012.

    Für mich war Das Dorf der verschwundenen Kinder die Premiere mit Dalziel und Pascoe, und als Quereinsteiger hatte ich die Befürchtung, mich nur schwer in dem Beziehungsgeflecht gewachsener Charaktere zurechtzufinden; Befürchtung unbegründet, ich fand schnell hinein in die Geschichte, weil sie alleinstehend funktioniert und Hill nur vereinzelt Verweise auf frühere Erlebnisse einflicht, deren Verständnis sich aus dem Zusammenhang ergibt ohne aufdringlich zu wirken.

    Wer recherchiert, erfährt über Hill, dass er sich in 40 Jahren den Respekt seiner Kollegen und eine treue Fangemeinde erschrieben hat mit Geschichten, die als vielschichtig gelten, einfühlsam und gesellschaftskritisch.

    Nun, mag alles sein – aber zumindest dieser Band hat mich nicht überzeugt.

    Ja – der Roman ist sprachlich gelungen, schon das erste Kapitel in Form eines Protokolls ist eine geschickte Einführung der in der Vergangenheit angesiedelten Ereignisse, die zum Ausgangspunkt der Ermittlungen werden. Das Protokoll aus der Sicht eines Kindes spiegelt Sprache und Erfahrungswelt überzeugend wider.

    Ja – das Geplänkel zwischen dem Studierten Pascoe und seinem der Arbeiterklasse entstammenden Chef Dalziel sind einsichtsreich und witzig, auch die Charakterisierung der übrigen Stammfiguren ist überzeugend.

    Nein – ansprechender Stil allein reicht nicht, handlungsarme Passagen kurzweilig durchzustehen, Passagen, die von Stimmungsmalerei und Innenansichten gesäumt werden, die aber in der Wiederholung an Kraft verlieren und ebenso wie die ewige Selbstbeschau der Protagonisten die Handlung nicht voranbringen. Es wird zu viel erklärt und zu wenig gezeigt.

    Nein – die Motive der Figuren sind in ihrer Konsequenz nicht schlüssig. So glaubhaft Hill den eigenwilligen Personen über Sprachduktus und Gebaren Kontur verleiht, so eingeschränkt kann er die Gefühlswelt von Kindern und Frauen nachempfinden.

    Sauer aufgestoßen ist mir vor allem die Darstellung einer jungen, karrieretüchtigen Polizistin und ihrer aufkeimenden Schwäche für einen in die Jahre gekommenen prolligen Vorstadtcasanova, denn nichts macht plausibel, warum sich eine moderne selbstbewusste Frau zu einem solchen Schmierlappen hingezogen fühlen könnte – da meine ich eher das angejahrte Frauenbild des ältlichen Autors dahinter zu verorten.

    So manchem Kritiker ist die Bewertung Meisterwerk aus der Feder gerutscht, aber ich kann mich dem in meinem Fazit nicht anschließen. Selbst mit kürzendem Lektorat bliebe nur ein gediegener, stilistisch souveräner Kriminalroman englischer Machart, mehr nicht.

    Nach der Lektüre musste ich mich erst einmal literarisch erden – meine Wahl fiel auf Ken Bruens   Jack Taylor fliegt raus: sprachlich der Gegenpol durch minimalistisch-clevere Schreibe, die es versteht, mit einem von mir geschätzten Stilmittel die Phantasie zu befeuern, nämlich durch die Kunst der Auslassung.
  23. Cover des Buches Engelshaar (ISBN: 9783492247368)
    Krystyna Kuhn

    Engelshaar

     (14)
    Aktuelle Rezension von: buecher_liebe21
    Das Buchcover in der Weltbild-Ausgabe passt zum Inhalt des Buches, verrät aber nicht zu viel. Mir persönlich gefällt dieses Cover sogar besser, als das Original.

    Ich kam gut in die Geschichte hinein, da der Schreibstil der Autorin sehr angenehm ist, wodurch sich das ganze Buch einfach und schnell lesen lässt. Mir gefielen die hin und wieder humorvollen Stellen, die im Buch auftauchten, wirklich gut. Sie haben die Geschichte aufgelockert und brachten mich immer wieder zum grinsen.
    Die Geschichte ist von der ersten Seite an interessant geschrieben und auch Spannung baute sich auf, sodass ich immer weiter lesen wollte. Zur Mitte des Buches hin flaute die Spannung etwas ab, wobei aber eine unterschwellige immer noch vorhanden war. Zum Ende hin rätselte man immer mehr mit, wer denn nun der wahre Täter war. Man wurde oft auf die falsche Fährte geführt, was die Geschichte aber umso interessanter machte. Die Spuren verloren sich immer wieder, man befürchtete schon, dass sich der Fall nie aufklären würde, doch die Ermittler fanden dann doch immer etwas. Ich hatte zwar eine Vermutung, wer der Täter war, doch wer wirklich dahintersteckte und was die Person alles getan hatte, da wäre ich nicht drauf gekommen.

    Was mir bei diesem Kriminalroman besonders gut gefiel, war, dass das Ermittlerteam nicht die typische polizeiliche Ermittlungsarbeit ausführte, sondern Methoden der Kriminalpsychologie anwendete. Die Ermittler versuchten, die Psyche des Täters und des Opfers zu verstehen, um so den Fall aufzuklären. Das machte das Buch für mich viel interessanter, da mich Psychologie sehr interessiert. Die Autorin hat sich sehr gut über Kriminalpsychologie informiert, auch über die Religion, die in diesem Buch stark vertreten ist, hat sie sehr gut recherchiert, wodurch man als Leser wiederum auch alles verstanden hat, was die Autorin schrieb.

    Was mir auch sehr gut gefiel, war, dass die Geschichte in und um Frankfurt spielt. Dadurch fühlte man sich mehr an der Geschichte dran.

    Die Protagonisten in der Geschichte hatten alle ihre eigene Persönlichkeit, die Anzahl der Protagonisten war noch in Ordnung. Bei einem Kriminalroman ist es üblich, dass es mehr Protagonisten gibt, wegen dem Ermittlerteam und die restlichen Charaktere hielten sich von der Anzahl noch im Rahmen. Hannah Roosen ist die Hauptprotagonistin und war mir wirklich sympathisch. Ich konnte sie gut nachvollziehen und mochte sie als Hauptprotagonistin. Die anderen Charaktere waren mir mehr oder weniger auch sympathisch. Doch einen Protagonisten gab es, den ich nicht so gut leiden konnte. Ron, einer der Ermittler, schien ständig nervös zu sein und war manchmal ganz schön nervig, doch das hatte auch seinen Grund, wie sich im Laufe des Buches herausstellte. Was mir auch sehr gut gefiel, war die Entwicklung der Protagonisten, die im Laufe des Buches stattfand.

    Die Kapitel sind unterschiedlich lang, mal kürzer, mal länger, doch sie haben immer eine angemessene Länge, sodass sich die Geschichte angenehm lesen lässt.

    Die Erzählperspektive wurde aus der Ich-Perspektive von der Hauptprotagonistin, Hannah Roosen, geschrieben. Dadurch war man mehr am Geschehen dran, wodurch man das Gefühl bekam, man wäre selbst Hannah und würde das alles miterleben. Ich konnte so mit ihr mitfühlen und -fiebern, rätselte mit ihr, was wirklich passiert war und was hinter allem steckte und wurde von der Geschichte geradezu mitgezogen, als wäre ich dabei.

    Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen, es war interessant und spannend, sodass ich immer weiter lesen wollte. Trotz der vielen Informationen, die man als Leser bekam, hat man alles verstanden und konnte es nachvollziehen. Kriminalroman-Leser kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und jedem, der einfach mal einen etwas anderen Kriminalroman lesen möchte. Das Buch bekommt von mir gute vier Sterne. Die anderen Bücher von der Autorin möchte ich auch unbedingt lesen.
  24. Cover des Buches Die Gräfin Báthory (ISBN: 9783746625256)
    Andreas Varesi

    Die Gräfin Báthory

     (22)
    Aktuelle Rezension von: SerenaS
    Historischer Roman... aber nichts für Zart beseitete. Wurde verfilmt..ha ha ha
    Ich habe erst das Buch gelesen und war begeistert. Die Legende auf der Dracula beruht, Verbrechen im Mittelalter, Alchemie und Intrigen. Pfählungen, Verbrennungen...ich konnte die Verfilmung nicht abwarten. Dann im Kino dachte ich, ich wäre in einem anderen Film. Vielleicht 5 % der Hintergrundstory vom Buch und eine ganz anderer Handlungsverlauf. Der Film war aus meiner Sicht absolut nichts. Wer den Film gesehen hat und enttäuscht war, lest das Buch!! Hat mit dem FIlm fast nichts gemeinsam. Wer Dracula und co liebt, sollte das Buch lesen!!! Spannung und alles, was die dunkle Seele gerne liest

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