Bücher mit dem Tag "magdalena"
18 Bücher
- C. E. Bernard
Palace of Glass - Die Wächterin
(654)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenPalace of Glass spielt in einer Welt, in welcher es manchen Personen möglich ist durch bloßen Hautkontakt Menschen zu lesen. Sie können Gedanken und Erinnerungen lesen und diese dann nach Belieben manipulieren. Magdalenen werden diese Personen genannt. Rea ist eine solche und damit gefürchtet und geächtet, sollte jemand herausfinden, dass sie diese Gabe besitzt. Umso schwierig wird es, als sie zur Leibwächterin des Prinzen auserkoren wird. Sie muss die Gabe verstecken, aber ohne diese wird sie den Prinzen vermutlich nur schwer beschützen können, oder?
In Raes Welt hinein zu finden ist gar nicht schwer. Anschaulich wird alles beschrieben und auch die Regeln der Welt sind klar. Nackte Haut ist verboten und wer einen Magdalene ist wird getötet. Ganz klar also, dass Rae versucht nicht aufzufallen, doch scheinbar ist ihre Gabe auch eine Sucht, da sie die Berührung von Haut benötigt. Zudem kämpft sie mit inneren Dämonen, der sich auch für Rae manifestieren kann. Zumindest glaube ich das, denn was es mit der dunklen Kreatur auf sich hat, die um ihre Beine streicht, bleibt bis zum Ende offen. Die Gedanken und Handlungen von Rae konnte ich relativ gut nachvollziehen, aber nicht alle gutheißen. Dennoch war sie mir Recht sympathisch und ist mir auch ganz klug erschienen.
Die weiteren Charaktere sind schubladenhaft. Man weiß meiner Meinung nach genau, wen man vor sich hat und auch, wenn es bezüglich zwei Personen scheinbar unklar sein soll, so hatte ich den Verdacht, von Anfang an, dass dort etwas im Busch ist. Leider kam daher nicht so viel Spannung bei mir auf. Durch die Story an sich, welche ich wirklich interessant fand, konnte dies jedoch ausgeglichen werden. Die Entwicklung war für mich großteils realistisch und hat mir daher auch gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm und man kann flüssig durch die Seiten pflügen. Die Sprache ist dem Stand der jeweiligen Personen angemessen und birgt keine langweiligen Passagen.
Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, weshalb ich es guten Gewissens empfehlen kann. Zu gerne würde ich auch erfahren, wie es mit Rae weitergeht, denn das Ende ist vielversprechend 🧤
- C. E. Bernard
Palace of Silk - Die Verräterin
(317)Aktuelle Rezension von: tobi101996In dem Buch Palace of Silk - Die Verräterin (Palace of 2) von C. E. Bernard, geht es um Rea, welche vom englischen Hof nach Frankreich geflohen ist um dem König als auch dem Kronprinz Robin zu entkommen. In Frankreich könnte Rea mit ihrem Bruder Liam glücklich werden, denn in Frankreich darf Rea öffentlich zeigen, was sie ist oder andere Menschen auf der Straße einfach so berühren. Eigentlich könnte alles so toll sein, wenn nicht Rea die Leibwächterin von Ninon sein soll und Robin, der Kronprinz plötzlich in Frankreich auftaucht. Er will um Ninons Hand anhalten, weil die die Schwester vom König in Frankreich ist. Gleichzeitig gibt es noch die Geliebte des Königs von Frankreich, die anscheinend ein hinterlistiges Spiel spielt und den König um den Finger wickelt.
Meine Meinung:
Ich fand die Geschichte spannend geschrieben und gut zu lesen. Stellenweise kam es mir wie eine Wiederholung vom ersten Band vor, Rea ist wieder Leibwächterin, aber diesmal von Ninon wieder am Königshof. Wieder darf sie nicht zeigen wer sie ist und was sie dort macht. Der Rest davon war aber gut und spannend gemacht, mit viel Intrigen, Lügen und Machtspielchen. Mit dem Ende der Geschichte habe ich so nicht gerechnet.
Fazit:
Ein spannender 2 Band mit einer Thematik, die in Band 1 schon vorkam, aber sich nach einiger Zeit dann doch noch verändert hat.
- C. E. Bernard
Palace of Fire - Die Kämpferin
(192)Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooksRobin und Rea kehren nach England zurück. Genau in das Land, in dem die Berührungsfreiheit immer noch das letzte ist, was der König möchte. Trotz allem wollen die beiden es erneut gemeinsam versuchen und nutzen dazu ihre Stellung am Hof. Jedoch steht Rea dann irgendwann plötzlich alleine da, denn Robin ist abgetaucht zu den Gesetzlosen und kämpft von einer ganz anderen Seite. Was ist mit Madame Hiver? Sie hilft Rea doch weiterhin, oder etwa nicht?
Nachdem ich die ersten beiden Bände innerhalb kurzer Zeit verschlungen habe, hat auch Band drei nicht lange auf sich warten lassen. Auch dieses Buch habe ich wieder gemeinsam mit einer Person auf Bookstagram gelesen. Das war wieder ein unglaublich toller Buddyread, der mir richtig gut gefallen hat. Ich hoffe ja sehr, dass wir auch den letzten Band wieder gemeinsam lesen werden! Denn wow, Leute. Auch der dritte Band hat es echt in sich und es wird wirklich niemals langweilig.
Die Idee hinter dieser gesamten Reihe gefällt mir auch noch immer nach drei Bänden und ich hoffe sehr, dass der vierte Band es in sich haben wird. Das mit der Berührungsangst ist ein tolles Setting, was ich bisher auch noch nie in einem Buch gelesen hatte, weshalb ich auch wahrscheinlich so begeistert davon bin. Hierbei wird eine moderne Welt in der Zukunft gezeichnet und viele Elemente aus der Vergangenheit sind unglaublich einzigartig und wahnsinnig gut gelungen.
Rea lernt man auch in diesem Buch noch ein bisschen besser kennen und man lernt Stück für Stück immer mehr über sie. Es kommen Sachen ans Licht, bei der man im ersten Band gar nicht darüber nachgedacht hat. Auch ihre Freunde lernt man weiterhin sehr gut kennen und die Nebencharaktere haben mir richtig gut gefallen. Ninon, Rene, Comte und Blanc – alle diese Menschen verbinden eine richtig tiefe Freundschaft, die bei einem total im Herzen ankommt, ich liebe sie total!
In diesem Band geht es spannend und fesselnd weiter. Der Kampf den Robin und Rea kämpfen spitzt sich immer mehr zu und es erreicht neue Höhen. Beim Lesen ist man so in der Geschichte und der Handlung gefangen, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Man MUSS unbedingt weiterlesen, denn alleine dieser Kampf hat es echt in sich. Auch zum Ende hin, finde ich, dass die Kreatur und deren Auswirkung einfach hervorragend in die Geschichte gepasst hat.
Auch der Schreibstil konnte mich in diesem Buch wieder komplett überzeugen. C. E. Bernard hat so einen wahnsinnig spannenden und packenden Schreibstil, der dafür sorgt, dass man einfach weiterlesen muss. Auch wenn die Kapitel recht lang sind, wird einem das beim Lesen gar nicht mehr so bewusst. Man ist so sehr in die Geschichte vertieft, sodass man das drum herum gar nicht mehr wahrnimmt.
,,Palace of Fire‘‘ ist der dritte Band der Reihe und ich bin so neugierig darauf, was in dem letzten Band der Reihe passieren wird. Auch hierbei endet das Buch sehr offen, weshalb ich euch doch raten würde, alle Bände gleich parat zu haben. Ich glaube, dass es eigentlich Schluss sein sollte nach diesem Band, aber es gibt wohl doch noch ein Spinn Off. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- und Kaufempfehlung und gerade für Fantasy Liebhaber ist diese Reihe ein absolutes Muss!
- Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2)
(178)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerNachdem der erste Teil der Henkerstochter-Saga hatte mir bereits außerordentlich gefallen hatte, verfolge ich die Serie nun auch weiterhin.
Zum Inhalt will ich - wie üblich bei Krimis - nichts weiter verraten. Das soll jeder selbst lesen.
Oliver Pötzsch hat - wie üblich - gute Arbeit geleistet. Sein Geschichtsaufbau und sein Erzählstil funktionieren, reißen den Leser mit und bringen dem Leser eine filmische Geschichte nahe. Was will man mehr?
Der Henker Jakob Kuisl bleibt eine faszinierende und trotz seines "Berufes" sympathische Figur. Erfreulicherweise kommt dieses Mal auch die Tochter des Henkers öfter vor und überzeugt als Sympathieträgerin.
Tatsächlich muss ich diesen Teil als noch etwas stärker als den Ersten einstufen, da die Wirrungen letztlich etwas faszinierender als im ersten Buch sind.
Freue mich sehr auf die weiteren Bände.
- Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)
(345)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookIch weiß, ich bin „late to the party“, denn mittlerweile ist der 10. Band rund um die Henkerstochter erschienen. Nun, da ich den ersten Teil gehört habe, muss ich schauen, wann ich Zeit finde, auch die anderen zu konsumieren.
Früher habe ich öfter mal einen historischen Roman zur Hand genommen. Obwohl Geschichte in der Schule nicht mein Lieblingsfach war, mochte ich schon immer historische Ereignisse gut eingebettet in tollen Geschichten.
„Die Henkerstochter“ ist ein historischer Krimi und daher nicht ganz mein Gebiet, weil mir Krimis meist zu lasch sind. Ich bevorzuge dann schon eher (Psycho)Thriller.
Doch das vorliegende Werk konnte mich für sich gewinnen - was wahrscheinlich nicht zuletzt am genialen Sprecher lag.
Johannes Steck hat die Geschichte sehr lebendig rüber gebracht. Seine Stimme, die er immer wieder verstellt hat, war super authentisch. Wenn er die Dialekte nachmachte, kaufte ich ihm das 100%ig ab. Allein deshalb würde ich zu „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ greifen.
Der Plot rund um die Henkerstochter Magdalena ist recht einfach und überschaubar. Am Ende gibt es zwar mehrere Stränge, die zusammenlaufen, doch man verliert sich nicht in ihnen.
Warum es die „Henkerstochter-Saga“ ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sie taucht zwar immer mal wieder auf, doch würde ich ihr persönlich keine Hauptrolle zuschreiben. Vielleicht entwickelt sich das in den kommenden Teilen.
Der Autor hat Gefallen an Ausschmückungen. So lief bei mir während des Hörens ein Kopfkino ab, welches die Erzählung sehr lebendig machte. Daher ist er in meinen Augen eher nicht für Zartbesaitete geeignet. Es gibt einige brutale Szenen, die detailreich geschildert werden.
Aber auch das Leben einer Henkersfamilie zur damaligen Zeit wird überzeugend beschrieben. Erst hinterher habe ich erfahren, dass Oliver Pötzsch selbst ein Nachfahre dieser Dynastie ist. So hatte er exklusiven Einblick in den Beruf und wir erfahren einige Details dazu.Ich überlege tatsächlich, ob ich mir noch den zweiten Teil gönne, um zu schauen, ob die Saga generell etwas für mich ist oder ob ich direkt zur David-Hunter-Reihe wechsle, die eher meinem Beuteschema entspricht und genauso darauf wartet, von mir gehört zu werden. Mit Johannes Steck als Sprecher kann man sicherlich wenig falsch machen.
In „Die Henkerstochter“ kann man mal reinlesen / -hören, ob das Genre einem liegt. Man braucht jedoch, wie bereits erwähnt, starke Nerven an der ein oder anderen Stelle und zudem Ausdauer, denn zuweilen verliert sich der Verfasser ein wenig. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
©2024 a_different_look_at_the_book
- Kathleen McGowan
Das Magdalena-Evangelium
(212)Aktuelle Rezension von: NicolePDie junge Journalistin Maureen hat ein Buch über verkannte Frauen der Geschichte geschrieben. Besonders fasziniert ist Maureen von der Geschichte Maria Magdalenas. Noch kann sie nicht ahnen, wie weit ihr Interesse an Maria Magdalena sie führen wird.
Hier erwartet den Leser eine spannende und interessante Geschichte. Es gibt zwar wenige Passagen, wo sich die Geschehnisse wie Kaugummi ziehen, aber insgesamt sind diese akzeptabel. Neben Maureens vielfältigen Entdeckungen erhält der Leser auch Einblicke in das Evangelium der Magdalena. Wie in solchen Romanen üblich, kommt auch die katholische Kirche mit ihren ganz speziellen Auffassungen und Ansichten vor. Viel mehr kann ich, ohne zu viel zu spoilern, leider nicht schreiben.
„Das Magdalena-Evangelium“ ist der Start zu einer Reihe, und mal sehen, wie sich die Charaktere weiterentwickeln werden.
- Amber Auburn
Fuchsrot
(141)Aktuelle Rezension von: Julia_SorekWieder eine Reihe mit mehreren Episoden die ich angefangen habe und auch sie war wirklich toll :) :D
Die Protagonistin ist super sympathisch, mit ihren 16 Jahren noch sehr jung aber trotzdem sehr erfrischend :D
Die Episoden finde ich immer super toll für zwischendurch, da sie sich einfach vom Schreibstil her lesen und sie kurz sind :D :)
- Lenka Hornakova-Civade
Das weiße Feld
(15)Aktuelle Rezension von: SarangeZur Autorin:
Lenka Horňáková-Civade wurde 1971 in der Tschechoslowakei in der Provinz Mähren geboren und wanderte 1991 nach Frankreich aus. Sie studierte an der Sorbonne Ökonomie und Philosophie. Heute lebt sie als Malerin und Schriftstellerin in Südfrankreich. Das weiße Feld ist ihr erster in französischer Sprache geschriebener Roman.
Zum Buch:
Sie heißen Magdalena, Libuše und Eva und teilen dasselbe Schicksal: Sie wachsen jeweils ohne ihren leiblichen Vater auf. Aber statt an diesem Schicksal, das in den Augen ihrer Umgebung ein regelrechter Makel ist, zu zerbrechen, entwickeln sie jede auf ihre Art einen unbändigen Freiheitswillen (...)
Mehr möchte ich vom Verlagstext (Quelle: amazon.de) nicht übernehmen...
Der Roman setzt, mit einigen Rückblenden, in den späten Vierzigern des letzten Jahrhunderts an und spielt hauptsächlich in einigen mährischen Dörfern, also in der damaligen Tschechoslowakei. Im ersten Erzählstrang ("Magdalena"), in dem es sich auch viel um das Leben ihrer Mutter Marie dreht, wird sehr eindrücklich dargelegt, was für ein Unrecht und Unglück die Beneš-Dekrete über die Menschen in den Dörfern brachten. Hier geht es nicht nur um die deutschstämmigen Bauern und Gutsbesitzer, die bekanntlich vertrieben wurden, sondern auch um die tschechische Bevölkerung, der im Zuge der Kollektivierungen alles, was man mal ein bisschen mehr besaß als andere, einfach entschädigungslos weggenommen wurde. Aus den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern sind mir ähnliche Vorgänge auch aus der frühen DDR bekannt.
Über mehrere Generationen hinweg werden nun die Geschichten der Protagonistinnen entfaltet, die vertraut und geliebt, dafür aber oft nur perfiden Verrat empfangen haben, gesellschaftlich ausgegrenzt wurden, sich mit ihren unehelichen Kindern aus eigenen Kräften durchschlagen und teilweise mehrmals im Leben komplett neu anfangen mussten. In schönen Bildern und Gedanken werden ihre Wünsche und Träume dargelegt, ihre Ängste, enttäuschten Hoffnungen - und die oft höchst erstaunlichen Wendepunkte, die nicht selten mit unerwarteten und für die Frauen schicksalsbestimmenden politischen Verwerfungen verknüpft sind. Dabei spannt die Autorin den Bogen bis in die Zeit Gorbatschows mit ihren das Ende des Sozialismus verheißenden Lichtblicken. Auf beklemmende Weise fängt sie dabei immer wieder die berechtigten Ängste der Menschen im Kleinen wie im Großen ein - vor den Folgen des ganz privaten Liebens wie vor den oft nicht einschätzbaren politischen Umbrüchen, vor wirtschaftlichen Notlagen in der Familie wie vorm Eindringen der sozialistischen Ideologie bis in die letzten Winkel der Privatsphäre. Sehr bedrückend war es für mich, wie der Roman Erinnerungen an die angestrebte Gleichschaltung der Menschen im Sozialismus weckte und an die Einschränkungen, die das Leben hinterm Eisernen Vorhang mit sich brachte, wo man nur noch im Verborgenen ein wenig man selbst sein konnte und viele Träume besser unterdrückte, um sich nicht ständig dem Schmerz auszusetzen, sie sowieso begraben zu müssen.
Die teils grausamen und absurden Auswüchse der sozialistischen Ideologie zeigen sich in vielen tragischen Schicksalswendungen nicht nur der Hauptfiguren, sondern auch in deren Umfeld, was im Libuše-Strang, der aus der Perspektive des Kindes geschrieben ist, von der Autorin auf geschickte Weise oft nur angedeutet oder in Form einiger wohldosierter Details ins Geschehen eingeflochten wird - erwachsene LeserInnen können sich dann den schlimmen Rest der jeweiligen Geschichte denken.
Lediglich der 3. Strang um Eva konnte mich nicht mehr so recht packen - zu schnell ist die Autorin m.E. schon durch den Libuše-Strang gehetzt, durch den ich am Ende streckenweise nicht mehr durchgeblickt habe. Hier wurde es mir zeitweilig auch ein wenig zu melodramatisch, und vor allem hat es mich genervt, dass die Autorin manche Informationen vor den LeserInnen künstlich verschleiert hat, um wohl mehr Spannung zu erzeugen. So etwas funktioniert bei mir allerdings nicht.Dennoch habe ich auch die letzten Kapitel des Buches gern gelesen.
Bei allen melancholischen Stimmungen und dramatischen Lebensgeschichten, gelingender wie scheiternder Mutterschaft und Vaterschaft ist dies dennoch nicht nur ein trauriger Roman, sondern auch eine Hymne an das Leben und Überleben unter schwierigen Bedingungen, an Liebe und Hoffnung und an Momente des Glücks, die manchmal jahrelanges Leid aufwiegen können, wenn man schafft, sie wahrzunehmen und zu genießen. Falls ich den französischen Originaltitel mit "Sonnenschauern" richtig übersetze, spiegelt sich in diesem Wortspiel die Ambivalenz der Geschichte mit ihren schönen und berührenden Momenten in einem oft lebensfeindlichen Umfeld viel passender wider.
Leider gibt es auch in diesem Buch wieder etliche Fehler seitens des Korrektorats.
Gesondert erwähnen möchte ich noch die vielen Darlegungen zur Kunst des Stickens und wie diese mit der Handlung verwoben - oder verstickt - sind. Da werden generationenalte Handarbeitstraditionen gepflegt und dienen noch in Zeiten zum Überleben, wo man sich die traditionellen Motive erst von einem sozialistischen Komitee genehmigen lassen muss...
"Das erste Mal, dass man mir erlaubte, Bänder zu tragen, die ich selbst bestickt hatte, war bei der Hochzeit von Magdalena, meiner Mama Magdina. Das war kurz vor meinem siebten Geburtstag, und ich hatte schon einige Garnspulen aufgebraucht. (...) Ich kannte viele Motive, die ich schon an kleinen Servietten ausprobiert hatte.
Einige davon bewahrte ich wie Kostbarkeiten in einer bemalten Holzschachtel auf, zu der nur ich einen Schlüssel habe. Mama Magdalena hat sie mir geschenkt, es ist ein Geschenk zur Geburt. Sie ist meine Schachtel für Geheimnisse, für Träume, für frohe Momente. Ich muss sie regelmäßig leeren, um Platz zu schaffen, denn ich lege Papierzettel mit meinen Wünschen hinein, die nie in Erfüllung gehen.
Es macht mir Spaß, diese Wünsche aufzuschreiben und wieder zu lesen, und es macht mir Spaß, die Papierstücke danach zwischen meinen Fingern zu zerknüllen, sie wieder auseinanderzufalten und dann in tausend Stückchen zu zerreißen. Dann lege ich diese Überbleibsel von Träumen und Wünschen in meine Handfläche und puste sie an. Alles fliegt davon. Wenn das Papier gut zerknüllt ist und die Stückchen wirklich klein sind, dann drehen sie sich sanft im Fallen und formen hübsche Arabesken wie beim Sticken. Es sieht aus, als würden sie glänzen. Zum Schluss fege ich alles zusammen."(S.84f. im eBook)
Trotz der oben dargelegten Kritikpunkte war der Roman für mich ein Highlight, das mich persönlich auf vielen Ebenen angesprochen hat. Nachdem ich ihn als eBook aus der Onleihe gelesen hatte, wurde gleich noch die Printausgabe für das heimische Bücherregal angeschafft und ich freue mich schon jetzt auf ein Reread, irgendwann in ein paar Jahren... - C. E. Bernard
Palace of Blood - Die Königin
(90)Aktuelle Rezension von: gingergirlIch muss ehrlich zugeben, dass ich ein bisschen überrascht war, als verkündet wurde, dass es einen vierten Teil gibt. Das Ende des dritten Teiles war ja ein bisschen freier und hatte einige Fans eher unzufrieden zurückgelassen. Ich war mir auch nicht sicher, wie ich mich gefühlt habe und ob ich nicht meinen Gedanken freien Lauf lassen wollte, was den Rest des Universums rund um Rea angeht.
Aber da mir die vorherigen Bände gut gefallen hatten, kam ich natürlich nicht umhin, auch dieses Buch zu lesen.
Der große Kampf liegt nun hinter Rea. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und leidet an den Nachwirkungen. Eigentlich wünschen sich Rea und Robin nicht sehnlicher, als endlich ein friedvolles Leben führen zu können, was der Königin nicht in den Kram passt. Sie will selbst an der Spitze stehen und regieren. Das diese Entscheidung keine guten Konsequenzen für das Land hätte, steht außer Frage.
Das Buch nimmt schnell an Fahrt auf und dramatische Entwicklungen und Ereignisse folgen rasend schnell aufeinander. Ich saß vor den Seiten und war wieder überrascht, wie wahnsinnig die Königin ist und wie skrupellos sie ihre Entscheidungen und ihren Willen durchsetzten möchte. Auch ihr Getreuer, der ihr aus Liebe alles zu Füßen legen möchte, hat mich mit seinem fürchterlichen Verhalten erschreckt.
Was mir sehr gut gefallen hat, dass hier jeder noch einmal zu Wort kommt, der in den vergangenen Teilen eine tragende Rolle gespielt hat und man so noch einmal einen Einblick in alle wichtigen Protagonisten erhält. Dinge werden zu Ende gebracht und manche Handlungen / Gedanken bieten wieder Raum für neue Spekulationen, wie das Ende von Teil 3.
Mir gefällt auch, dass dieses Buch dich grundlegende Dinge hinterfragen lässt - wem man wirklich trauen kann und was man bereit ist, dafür zu zahlen.
Oder - Welchen Preis würde man persönlich für ein friedliches Leben zahlen ? Wer ist wirklich gut und wer ist böse ? Wer definiert auch hierfür den Rahmen? Wie gehe ich mit Schuld um, die mich innerlich zerfrisst?
Hätte ich diesen Teil gebraucht ? Diese Frage habe ich mich zu Anfang aber auch zum Ende des Buches gestellt. Ich bin der Überzeugung das Buch hat diese Reihe perfekt abgerundet - alles vertieft, was ich bereits wusste und offene Fragen, die bisher noch Interpretationsspielraum offen ließen, beantwortet.
Ich bin auch froh, alle Charaktere noch einmal "gesehen" und erlebt zu haben.
- Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der König der Bettler (Die Henkerstochter-Saga 3)
(134)Aktuelle Rezension von: PeachesfloopDa ich selbst in Regensburg wohne, war es eine Fest die Abenteuer des Henkers in Regensburg zu lesen.
Wie gewohnt sind alle liebgewonnenen Figuren am Start. Der Henker mit seiner gewohnt ruppigen Art gerät selbst in die Fängen der Justiz. Dieses Mal liegt es an seiner Tochter und ihrem Medicus Simon, ihm aus der Patsche zu helfen.
Auch mit diesem Buch gelingt es Oliver Pötzsch mich als Leserin von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln, bei einem Abenteuer, dass auf dem ersten Moment klar erscheint und doch ungeahnte Wendungen hervorbringt - eben in alter Kruisl Manier.
- Simona Ahrnstedt
Eine unerhörte Affäre
(41)Aktuelle Rezension von: Lynn11Normalerweise lese ich keine Liebesgeschichten. Dieses Buch erfüllt jedes Klischee über Liebe, Missverständnisse, Anziehung und Begierde. Inhaltlich ist es Sissi, Titanic, Aschenputtel und Wirzhaus zum Spessart in einem. Ich fühlte mich gut unterhalten und wer Liebesromane liebt, der sollte es unbedingt lesen.
- Kai Meyer
Herrin der Lüge
(12)Aktuelle Rezension von: NelebooksInhalt: "Frühjahr 1210: Das ganze Land stöhnt noch unter den Wirren des Bürgerkrieges, als ein Raunen durch die Dörfer geht: Eine neue Heilige zieht durch das Land. Keiner hat sie je gesehen, doch jeder flüstert ihren Namen. Denn die Magdalena ruft auf zum Kreuzzug der Frauen. Niemand weiß, dass hinter der neuen Heiligen in Wirklichkeit die junge Gauklerin Saga steckt, die von Gräfin Violante von Lerch in diese Rolle gezwungen wurde. Saga hat ein besonderes Talent: Sie ist die beste Lügnerin der Welt. Und wäre die beste Lügnerin der Welt nicht auch die beste Predigerin der Welt? Tausende von Frauen folgen ihrem Ruf und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa. Keine von ihnen und am wenigsten Saga selbst ahnt jedoch, was wirklich hinter dem Kreuzzug steht: die größte Verschwörung der Christenheit."
Cover: Das Cover passt zu Genre, wenn ich es selbst doch nicht sehr ansprechend finde.
Sprecher: Die Stimme war angenehm und ich habe gerne zugehört.
Meinung: Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Saga ist mir recht sympathisch geworden, wenn ich sie auch nicht immer verstehen konnte. Vor allem mochte ich aber ich Konkubine, Jorinde und Sagas Bruder. Es ist eine interessante Idee und mal etwas anderes mit diesem Lügengeist - derartiges habe ich bisher noch nicht gelesen/gehört. Ich fand die Geschichte daher auch interessant und wollte unbedingt das Ende wissen, doch stellenweise hat es sich für mich auch etwas gezogen. Das Ende hätte besser sein können, doch es ist realistisch.
Fazit: Ein interessantes Hörbuch.
(c) Nelebooks - Kathleen McGowan
Das Jesus-Testament
(57)Aktuelle Rezension von: NicolePMaureen Paschal ist wieder dabei, ein Geheimnis der Vergangenheit aufzudecken. Gibt es ein Jesus-Testament? Hat Jesus seine eigene Geschichte niedergeschrieben? Die Spur führt Maureen zu Mathilde von Tuszien, einer geheimnisvollen Frau.
Die Geschichte um Mathilde von Tuszien wird ausführlich erzählt. Ihr Leben und ihre Taten sind sehr ausführlich und gut recherchiert geschildert. Dadurch hat dieser Teil des Buches jedoch auch einige Längen und zieht sich wie Kaugummi. Der Teil mit Maureen und ihren Entdeckungen in der Gegenwart kommt dagegen leider etwas zu kurz. Würde ich die Charaktere nicht schon aus dem ersten Buch „Das Magdalena-Evangelium“ kennen, hätte ich keine Bindung zu ihnen gehabt. So ist es mir mit Mathilde gegangen. Oft rutscht auch hier der Schreibstil in Richtung Sachbuch, und es werden Daten und Geschehnisse um Mathilde erläutert. Mit seinem Vorgänger kann dieses Buch definitiv nicht mithalten und ist für mich daher „Geschmackssache“.
- Roman Rausch
Der falsche Prophet
(18)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
1476: In einem kleinen Ort namens Niklashausen soll dem einfachen Schafhirten Hans Behem die Muttergottes erschienen sein und ihm aufgetragen haben, gegen die herrschende Macht der hohen Herren und der Geistlichen aufzubegehren. Bald strömen von überall her die Menschen zu dem neuen Wallfahrtsort und beginnen sich auf-
zulehnen. Doch dies ist besonders den umliegenden Bischöfen ein Dorn im Auge... .
Dem Autor Roman Rausch ist es mit diesem historischen Roman gelungen, die mir bis dahin noch unbekannte historisch belegte Person Hans Behem und deren Versuch, sich gegen die Obrigkeit zu wehren,nahe zu bringen.
Zu Beginn des Buches man direkt mit dem Leid der Bevölkerung konfrontiert und bekommt so einen echten Einblick in das Leben der gewöhnlichen Dorfbewohner, die sich für ihre Herren zu Tode schuften und sich ihr Seelenheil teuer bei der Geistlichkeit erkaufen müssen. Dieser Hintergrund mit all den Missständen bietet den
Nährboden für Hans Behems revolutionäre Reden und gewissermaßen eine Erklärung für seinen Erfolg bei den
Menschen.
Hans Behem ist ein Protagonist, der als einfacher und ungebildeter Schafhirte direkt aus dem einfachen Volk stammt und in Niklashausen als Spaßmacher und als Frauenheld bekannt ist. Während er mir am Anfang noch sympatisch war, entwickelt er sich im Laufe der Handlung immer mehr zu einem übermütigem und betrügerischen Menschen, der den Blick für die Realität völlig verliert.
Die Handlung selbst war für mich interessant und spannend. Besonders gut fand ich, dass der Autor immer wieder an den passenden Stellen Erklärungen zu bestimmten Dingen wie z.B dem Handel mit angeblich religiösen Gegenständen aufführt.
Roman Rausch schreibt flüssig und versteht es, aus vorgegebenen historischen Fakten eine unterhaltsame und spannende
Handlung zu entwerfen. Er hat es geschafft, ein glaubhaftes Bild von Hans Behem zu konstruieren.
Insgesamt hat mich ,, Der falsche Prophet" wunderbar unterhalten. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter. - Magdalena Nirva
Magdalena 24h
(56)Aktuelle Rezension von: StrokelineMagdalena stammt aus ärmlichen und vor allem schwierigen Verhältnissen aus Bulgarien. Schnell entdeckt sie die Männerwelt für sich, wird jung (alleinerziehende) Mutter und spätestens als sie Eagle kennenlernt, ist ihr Weg in die Prostitution vorgezeichnet. Über verschiedene Stationen landet sie mit ihrem Zuhälter in Berlin und berichtet in ihrem Buch über diverse Erleb- und Geschehnisse im Rotlichtmilieu. Diese Geschichten sind interessant - auch weil Magdalena neben Escort auch in vielen Puffs gearbeitet hat.
Umso länger das Buch andauert, umso mehr fällt auf, dass das Buch wenig reflektiert erscheint. Glaubt man Magdalena, hat sie nahezu immer selbst einen Orgasmus erleben dürfen und die schlimmen Erfahrungen bleiben kurzangeschnitten und geraten dem Lesenden schnell in Vergessenheit. Da ist das Kapitel mit dem Freier im katastrophalen, hygienischen Zustand fast eine Wohltat - so anschaulich ist diese Stelle beschrieben...
Die verwendete Sprache ist nicht uninteressant, aber oftmals sehr einfach und vulgär gehalten. Manchmal passt es, manchmal leider nicht.
Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen, daher gibt es von mir 4/5 Sterne.
- Petra Durst-Benning
Spätsommerliebe
(61)Aktuelle Rezension von: BelisWas verbindest du mit Spätsommer?
Sonnige Spaziergänge und reiche Ernte? Fröhliche Feste im Garten? Die Farbpalette von sonnenblumengelb über rötliches Weinlaub bis zu brombeerfarbenen Früchten?
Doch auch die Liebe kann in Zeiten eingeteilt werden. Anfangs die frische, frühlingshafte Verliebtheit voller tanzender Schmetterlinge und zartrosa Brille. Doch dann schleicht sich langsam der Alltag ein, es beginnt eine Routine. Sich Zeit füreinander nehmen fällt oft schwer. Der Sommer einer Liebe… und in etwa hier beginnt die Geschichte. Wird aus der zunehmenden Routine eine Gleichgültigkeit? Wo bleibt der Zauber des Miteinanders? Finde es heraus!
Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne war ich sehr gerne im Genießerdorf Maierhofen. Nach einigen Kapiteln konnte ich mich gut in die Figuren und Schauplätze finden. Die unterschiedlichen Charaktere ergänzen und reiben sich geschickt. Eine leichte Spannung durchzieht die Erzählung, immer wieder überraschen mich Schach- und Charakterzügen, kicher. Wie sich die Beziehungen formen, sich unerwartete Übereinstimmungen finden und auf zufällige Weise Lösungen bieten lässt mich das Buch nur schwer aus der Hand legen.
Die griechische Lebenfreude spricht ebenso aus den Zeilen wie die bodenständige Heimatliebe. Das zufällige Auftauchen der angehenden Autorin wirbelt einerseits Vergessenes auf, andererseits erweist es sich als zunehmend positiv. Ja, man könnte sagen als schicksalshaft.
Im Anschluss an die Erzählung hat Petra Durst-Benning eine vielfältige Rezeptauswahl eingefügt. Super passend zur Story.
Ein unterhaltsamer Roman der sich bei einem Gläschen Wein gut genießen lässt.
- Kathleen McGowan
Das Magdalena-Vermächtnis
(33)Aktuelle Rezension von: TanteGhostNicht der Kirchensturz, den ich erwartet habe, aber dafür gelebte Geschichte pur!
Inhalt:
Gelebte Geschichte aus Florenz in einem Buch.
Im Prinzip geht es um einen Teil der Geschichte von Florenz. Um das Schicksal der Familie Medici, die durch ihre Beliebtheit auch Neider auf den Plan gerufen hat.
Die Familie war nicht gläubig im Sinne der Kirche, sondern gehörte einem kirchenähnlichen Orden an. Ein Orden, der bis in die Gegenwart besteht und auch noch heute nach den alten Schriften glaubt und versucht zu leben.
Berenger ist, nach dem Glauben des Ordens, unter einem besonders günstigen Stern geboren. Er soll der nächste Großmeister des Ordens werden. Das ruft ein neidisches Model auf den Plan, die ihn und seinen Seelenzwilling auseinander bringen will. Und als ob das noch nicht genug wäre, plant eine fanatische Kirchentussi, die selber lügt und betrügt, einen Anschlag auf Mauren, die ihrer Meinung nach eine Gotteslästerin ist. - Doch den Orden vernichtet sie nicht.
Der erste Satz:
"Antoninus Pius, der römische Kaiser, war kein Schlächter."
Der letzte Satz:
"Bald schon, dass wusste sie, würde sie eine neue Version dieses Dramas enthüllen – eine Geschichte, die ihrer harrte, begraben unter fünf Jahrhunderten Lüge."
Fazit:
Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich in der Handlung drin war. Dazu haben mehrere Faktoren beigetragen. Zum einen haben die Handlungsstränge ewig gebraucht, bis sie für mich zusammen gefunden haben und die beiden Zeiten einen Sinn ergeben haben. Und dann haben mich diese ganzen italienischen Namen total aus dem Konzept gebracht. Die waren so lang und kompliziert die habe ich nie behalten. Dem entsprechend ist es mir schwer gefallen, die Personen auseinander zu halten.
Nachdem ich dann auf die Namen nicht mehr so viel gegeben habe, hat sich mir, trotz allem, eine farbenprächtige Welt eröffnet. In dem Moment hat mich dann auch die geschwollene Sprache nicht mehr gestört. Ich war einfach drin und dem realen Leben vollkommen entrückt.
Ich habe an dem Buch förmlich geklebt. Die etwas über 400 Seiten waren somit in gerade mal 2 Tagen durchgelesen. Zum einen, weil ich vor lauter Spannung Dauerlesen gemacht habe, und zum anderen auch, weil ich gerade eben die Zeit hatte. - Ich war ja schließlich krank geschrieben.
Von der Autorin hatte ich bis dato noch nichts gehört. Sie war mir vollkommen unbekannt. Aber sie hat mich am Ende dann doch positiv überrascht. Ein wirklich tolles Buch, was jede Menge Recherchearbeit gekostet haben muss.
Bei dem Buch muss es sich auch um eine Reihe handeln. Im Nachwort war jedenfalls die Rede davon, dass es eine Trilogie werden sollte, die dann aber doch noch weiter geführt werden sollte, weil eben noch jede Menge Stoff zur Verfügung war. - Wenn ich mal richtig Lust habe, werde ich mal suchen, was ich da noch so finden kann.
Alles in allem ein Buch, was ich so nicht erwartet hatte, was mir am Ende dann aber doch so richtig gefallen und Spaß gemacht hat.
Recherche und Umsetzung waren einfach nur Top! Ein wirklich ergiebiger Stoff, der auch noch hochgradig interessant umgesetzt war. Es hat einfach nur den totalen Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Anders als erwartet, deswegen aber nicht weniger gut!
(Auszüge des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.) - Christopher Cartwright
Berlins letztes Luftschiff (Ein Sam Reilly Thriller 1)
(3)Aktuelle Rezension von: Stephan58Ich habe das Buch zu Ende gelesen, obwohl mir die Charakterisierung der Protagonisten missfallen hat. Schließlich wollte ich doch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Ein seit 1939 in den Alpen verschollenes Luftschiff mit geheimnisvoller Fracht, Schatzjäger, US amerikanisches Militär, eine interessanter Plot. Aber leider waren mir die Protagonisten, vor allem Sam Riley, aber auch sein Kumpel Tom und der undurchsichtige John zu perfekt, scheinbar unbesiegbar, selbst halb ertrunken, erfroren, gehetzt und ohne Schlaf, vor allem immer wieder Sam mit diesem Sonnyboy-Gemüt trotz aller Strapazen. Natürlich ist das Mädchen, das er in Australien am Surfstrand trifft, wunderschön und superschlau, reich sowieso. Die weibliche Rollenzuschreibung des "wunderschönen Mädchens" hat mich besonders gestört. Und natürlich entführt mich der Thriller in die Welt der US amerikanischen Superreichen und ein bisschen Nazi-Glamour darf da am Ende ja auch nicht fehlen. Den einen Stern gibt es nur für den Plot, der eine bessere Umsetzung verdient hätte.
- 8
- 12
- 24

















