Bücher mit dem Tag "magellan verlag"

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28 Bücher

  1. Cover des Buches Sternschnuppenstunden (ISBN: 9783734850073)
    Rachel McIntyre

    Sternschnuppenstunden

     (144)
    Aktuelle Rezension von: UnendlicheGeschichte

    Meine Meinung 

    Bereits vor einigen Jahren hatte ich „Sternschnuppenstunden“ aus der Stadtbibliothek ausgeliehen, aber ungelesen zurückgegeben. Einige Zeit später habe ich es dann gebraucht bei einer größeren Bestellung mitbestellt und nun endlich gelesen.

    Das Cover hat mich schon damals sehr angesprochen. Es hat die Optik eines leicht abgegriffenen Tagebuchs, was sehr passend ist, da die Geschichte durch die Tagebucheinträge der Protagonistin Lara erzählt wird.

    Die Erzählform hat mir sehr gut gefallen, da es mir auf diese Weise leicht gefallen ist, eine intensive Beziehung zu Lara aufzubauen.

    Die 15-jährige Schülerin ist ein eher untypischer Teenager. Sie ist ausgesprochen klug und hat die Gabe, ihre Mitmenschen und Umgebung zu beobachten und auf ungewollt humorvolle Weise zu beschreiben. Ihr zerrüttetes Familienleben und ihr schwerer Stand in der Schule geben ihr leider viel Gelegenheit dazu.

    Anhand von Laras Geschichte bekommt man einen ziemlich schonungslosen Einblick in das Thema Mobbing. Von Seite zu Seite hat es mich mehr schockiert, einerseits, zu welchen Grausamkeiten Menschen in der Lage sind und anderseits, was ein Mensch alles aushalten kann.

    Lara gerät immer tiefer in einen Strudel aus Ängsten, Selbsthass und Verdrängung. Leider ist die einzige Person, die sie aus diesem Strudel herausholen kann und ihr wieder einen Grund gibt, um morgens aufzustehen, die Person, zu der sie keine Beziehung aufbauen darf.

    Um niemanden zu spoilern, gehe ich auf diesen Teil der Handlung hier nicht näher ein. Ich kann jedoch sagen, dass mich das Buch am Ende mit einer Vielzahl unterschiedlichster Gedanken und Gefühle zurückgelassen hat. So gut ich Laras Gefühle auch nachvollziehen konnte, so sehr hat die Vernunft an mich appelliert, dass sich etwas mächtig in die falsche Richtung entwickelt.

    Es war mir unmöglich herauszufinden, was ich mir für Lara und ihre Zukunft gewünscht hätte. Aber vielleicht liegt gerade darin das Besondere der Geschichte.

    Letztlich ist wahrscheinlich einfach nur wichtig, dass Lara an all dem Chaos gewachsen ist. Gerade dieses gnadenlos realistische Ende unterstreicht wohl die wichtige Botschaft.

    Über die Bedeutung des Titels habe ich lange gerätselt, die Auflösung hat mir sehr gut gefallen.

    Mein Fazit

    Insgesamt hat mir „Sternschnuppenstunden“ wirklich gut gefallen. Ich habe die Geschichte in wenigen Stunden durchgelesen und noch Tage später viel darüber nachgedacht! Ein lesenswertes Jugendbuch der anderen Art!

  2. Cover des Buches Emmy & Oliver (ISBN: 9783734850189)
    Robin Benway

    Emmy & Oliver

     (108)
    Aktuelle Rezension von: denisexreads

    Mit sieben sind Emmy und Oliver Freunde. Beste Freunde - für immer. Bis zu dem Tag, als Oliver von seinem eigenen Vater entführt wird.
    Zehn Jahre später taucht er plötzlich wieder auf. Und Emmy spürt, dass das Band ihrer Freundschaft nie zerissen ist. Doch empfindet Oliver das genauso wie sie? Oder sind ihre Herzen wie die Teile zweier Puzzles - unmöglich, dass eins jemals zum anderen passt?
    .
    Ich hab mir das Buch voriges Jahr vor dem Lockdown gekauft und habe es sehr gern gelesen. Emmy & Oliver sind sehr angenehme Figuren. Sie harmonieren schön miteinander. Der gleichnamige Buchtitel steht für so viel mehr, als man zunächst glauben mag. Es geht um ihrer beider Freundschaft, die sie als kleine Kinder verlieren und zehn Jahre später versuchen zaghaft neu knüpfen.
    10 Jahre gehen an keinem spurlos vorbei, jeder kennt den jungen Oliver von damals, aber niemand den jungen Mann, der er heute ist.
    .
    Dieses wunderbare Buch von Robin Benway hat mich auf so einige Gefühlswellen entlang gleiten lassen. Sie hat alle Emotionen sehr gelungen rüberbringen können. Jede Figur wurde von der Autorin so liebevoll gezeichnet, dass man gerne mehr Zeit mit jedem verbringen möchte. Glücksmomente und tiefe Traurigkeit geben sich in „Emmy & Oliver“ die Hand. Eine zauberhafte, witzige und zugleich traurige Geschichte darüber, den Weg nach Hause und zu sich selbst zu finden.
    .
    Alles in allem ein sehr schönes, emotionales Buch, dass ich nur empfehlen kann. 💖

  3. Cover des Buches Glücksdrachenzeit (ISBN: 9783734850042)
    Katrin Zipse

    Glücksdrachenzeit

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Paula_Schellenberg

    Ich konnte mit dem Buch leider nicht soviel anfangen. 

    Es handelt von der fünfzehnjährigen Nellie, deren Bruder Kolja eines Nachts von zu Hause wegläuft. Da er ihr Ein und Alles ist, beschließt sie, ihm hinterher nach Frankreich zu trampen. Auf dem Weg trifft sie auf die merkwürdige Ms. Wedlock, die auf dem ersten Blick wie eine nette alte Dame erscheint, jedoch eine sehr traurige Vergangenheit hat. Auch Elias, ein netter Junge, der ebenfalls trampt, wird Teil der Partie und gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Frankreich. 


    Der Schreibstil war ganz okay, aber die teilweise sehr kurzen Kapitel haben den Lesefluss doch ziemlich gehemmt. Die Story fand ich leider gar nicht gut. Es gibt immer wieder eingefügte Abschnitte, in denen deutlich wird, dass Nellie zu jemandem spricht. Aber wer das ist, erfährt man erst kurz vor Ende, was bei mir jedoch keine Spannung, sondern eher Verwirrung hervorgerufen hat.
    Auch die "Liebesgeschichte" mit Elias fand ich in dieser Art von Geschichte fehl am Platz. Abgesehen davon, dass die beiden ungefähr zwei Minuten gebraucht haben, um sich ineinander zu verlieben (???), wirkt es auf mich so, als ob die Romanze zwischen den beiden nur eingefügt wurde, um das Buch attraktiver zum Lesen zu machen, denn die Geschichte wäre auch sehr gut ohne eine Liebesbeziehung ausgekommen.
    Auch die Figuren haben mich nicht überzeugt. Wir haben einmal die Protagonistin Nellie, die mit ihrem fast 16 Jahren teilweise sehr naiv ist und Entscheidungen trifft, über die man nur den Kopf schütteln kann. Und auch Kolja, der fast die Hälfte des Buches lang als "ihr großer lieber Bruder" vorgestellt wird, ist beim Auftreten ziemlich mürrisch und überhaupt nicht sympathisch. Dagegen finde ich die Figuren Elias und vor allem Ms. Wedlock ziemlich interessant, hier hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht (vor allem was Elias angeht - über Ms. Wedlock erfährt man ja doch einiges, dass es sich dabei allerdings um ihre Hintergrundgeschichte handelt, versteht man aber wieder leider viel zu spät).
    Alles in allem hat mich das Buch leider sehr enttäuscht. Für meinen Geschmack kommen zu viele traumatische Geschichten zusammen, gefühlt jede Figur in diesem Buch hatte eine schwere Vergangenheit. Das habe ich bei dem Titel und vor allem bei dem Cover nicht erwartet, das eher eine fröhliche Roadtrip-Story verspricht. Von mir daher keine Leseempfehlung.

  4. Cover des Buches Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte (ISBN: 9783734847035)
    Crystal Chan

    Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte

     (64)
    Aktuelle Rezension von: leselurch

    *Worum geht's?*
    Geburtstage sind für Jewel kein Grund zur Freude. Denn an dem Tag, an dem sie vor nun 13 Jahren auf die Welt gekommen ist, ist ihr Bruder Bird gestorben. Und ihr Großvater hat ihn getötet: Bird, der eigentlich John hieß, ist von der Klippe gesprungen, weil er durch seinen Opa dachte, er könne fliegen. Seitdem hat Jewels Großvater kein Wort mehr gesprochen. Stumm fristet er sein Dasein in seinem Zimmer, in dem er sich völlig verschanzt. Als Jewel eines Tages einen Jungen namens John kennenlernt, der all ihre wirren Gedanken und Gefühle verstehen kann, ändert sich plötzlich alles. Jewels Großvater beginnt, sich seltsam zu verhalten, als wäre John ein böser Geist. Jewel erkennt ihn kaum wieder, aber hat sie ihren Großvater je wirklich gekannt? Noch ahnt Jewel nicht, welche Geheimnisse ihre Begegnung mit John aufdecken wird…

    *Meine Meinung:*
    Es gibt Bücher, die man liest und dann wieder vergisst. Dann gibt es Bücher, die man verschlingt und die man gerne wieder aus dem Regal zurückholt. Und dann gibt es Bücher wie „Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte“, die man nicht liest, sondern erlebt, und die etwas in einem hinterlassen, das einen noch lange durchs Leben begleitet. „Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte“ ist eine unglaubliche Geschichte über das Leben und seinen Wert, über die Bedeutung von Freundschaft und Familie, die Suche nach sich selbst und den unerträglichen Schmerz des Verlusts. 

    „Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte“ steckt voller Magie – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Übersinnliches, wie etwa Geister, spielen durchaus eine entscheidende Rolle für Jewel und ihre Familie. Für wie glaubhaft man die Geister und die mysteriösen Ereignisse hält, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Die Autorin hält sich dabei bewusst zurück! Die Magie, die Crytal Chan durch ihre eindringlichen und poetischen Worte über die Buchdeckel hinaus aufleben lässt, ist allerdings alles andere als bloß Betrachtungssache. 

    Jewel ist eine ganz besondere Protagonistin. Stark, mutig und fest entschlossen, später einmal Geologin zu werden, schleicht sich Jewel mit ihren tiefgründigen Gedanken direkt in das Herz eines jeden Lesers. Für ihr junges Alter wirren sich viel zu viele bunte Gedankenfäden in ihrem Kopf, die nicht nur sie selbst beschäftigen, sondern auch über die Seiten hinaus zum Nachdenken bewegen. Jewel ist eine Protagonistin, von der man noch viel lernen kann. Ein sanftes Mädchen mit großem Herzen, das sich die Welt auf ihre Weise erträglich macht.

    Neben Jewel gibt es in „Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte“ noch zahlreiche weitere Charaktere, die Crytal Chan nicht zu kurz kommen lässt. Eine ganz große Rolle spielt dabei vor allem John, Jewels neuer bester Freund. Er ist der schlauen Protagonistin mit seinen klugen Gedanken gar nicht mal so unähnlich und wickelt einem mit seiner frechen und eigensinnigen Art schnell um den Finger. Dass John – ausgerechnet ein Junge namens John! – genau dann auftaucht, wenn Jewel einen Freund braucht, lässt jeden seiner Schritte mysteriös erscheinen.

    Jewels eigenbrötlerische Familie dagegen betrachtet man zunächst sehr skeptisch. „Typisch Erwachsene“ fehlt ihnen der Zugang zu Jewels ganz eigener Sicht auf die Welt. Im Verlauf der Geschichte lernt man sie jedoch immer wieder neu kennen. Warum ist Jewels Vater so besessen von Duppy-Geistern, ihre Mutter so verschlossen? Und warum kann sich ihr Großvater nach all den Jahren noch immer nicht dazu überwinden, wieder zu sprechen? Jede Person in Chans Buch hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Beweggründe, die aus ihr viel mehr macht als eine fiktive Romanfigur.

    Die Freundschaft zwischen Jewel und John ist ebenso einzigartig und besonders wie die beiden jungen Charaktere selbst. So speziell und sonderbar sie sich kennenlernen, so entwickelt sich auch ihre Freundschaft. Auf authentische und berührende Art wachsen die beiden immer enger zusammen und entdecken die Welt auf ihre Weise. Selbst Erwachsene lernen durch Jewel und John, dass man sein Leben und die Dinge, auf die man stößt, ganz anders wahrnehmen kann, dass man wieder mehr in ihnen sehen kann. Im Verlauf der Geschichte wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt, die sowohl Jewel und John viel abverlangt als auch das Herz des Lesers anspricht.

    *Fazit:*
    In „Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte“ von Crystal Chan steckt so viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Es ist eine Geschichte über Verluste, über den Schmerz und die Schwere, über das, was das plötzlich eingerissene Loch im Herzen mit Menschen machen kann. Es ist eine Geschichte über die Traurigkeit, aber auch über das Leben und die Kraft, weiterzumachen. Unbedingt lesen! Für „Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte“ vergebe ich 5 Lurche. 
  5. Cover des Buches Die Quersumme von Liebe (ISBN: 9783734850110)
    Katrin Zipse

    Die Quersumme von Liebe

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Gwynny
    LEKTION 4 FÜR MIKROBEN
    Es ist nicht schlecht,
    wenn du weißt, wann es genug ist.
    Und wenn du es nicht weißt,
    dann musst du eben durch.
    Du findest die Botschaft nicht hilfreich?
    So geht’s mir auch,
    kleine Mikrobe,
    so geht’s mir auch.

    Zitat aus „Die Quersumme von Liebe von Katrin Zispe

    FAKTEN
    Das Buch „Die Quersumme von Liebe“ von Katrin Zispe ist 2015 im Magellan Verlag erschienen. Es ist nur als Print erhältlich.

    KURZMEINUNG
    Ein Roman mitten aus dem Leben, der zeigt, was hinter der Fassade durch Lügen alles kaputt gehen kann, ehe es jemand merkt.

    KLAPPENTEXT
    Luzies geordnete Welt gerät ins Wanken, als sie einen Brief ihrer verstorbenen Großmutter erhält. Das Geheimnis, mit dem er sie konfrontiert, nimmt ihr Leben Stück für Stück auseinander. Doch plötzlich ist da Puma, bei dem sie sich frei fühlt und geborgen. Damit sie mit ihm zusammen sein kann, muss Luzie ihre Erinnerungen zu einem neuen Bild zusammensetzen, in dem Lügen keinen Platz haben.

    SCHREIBSTIL & CHARAKTERE
    Wo fange ich an? Ich wurde überrascht. Ich denke, das trifft es gut. Ich wurde überrascht von diesem Buch und seinem Inhalt, der Wahrheit zwischen den Buchdeckeln und der Kunst von Katrin Zispe, diese so lebensecht wiederzugeben.

    Die Geschichte um Luzie hat mich im Herzen berührt und ich hatte vom ersten Szenenwechsel an, zwischen ihr und Puma, einfach nur Angst. Sie hat mich bis ans Ende begleitet, dazwischen wurde sie angefacht, abgemildert – aber sie ist nie ganz verschwunden. Hier wird das Leben geschrieben. Hier steht auf eine besondere Weise, was Lügen bei einem Kind und jungen Erwachsenen anrichten können - vor allem aber das Leugnen von Tatsachen, bis hin zum Abtun als schlichte Hirngespinste.

    Dieses Buch sollten nicht nur junge Leute lesen, es täte wohl auch ein paar Erwachsenen ganz gut. Damit sie sich selbst reflektieren und mal in Zweifel ziehen, ob das, was sie vermeintlich Gutes für ihre Kinder tun, nicht nur zum eigenen Schutz bestellt ist.

    Ich hoffe sehr, dass ich diese Lektion für meinen Sohn in die Zukunft mitnehme und darauf achte, ob seine kleine Seele wirklich heil ist.
    Versunken bin ich in dieses Buch, obwohl ich mich wirklich gefürchtet habe, vor dem, was mich am Ende erwarten würde. Es war in seiner eigenen, düsteren Atmosphäre fesselnd und Luzie war mir so nah, als ob ich selbst Ihr Leben zu meistern gehabt hätte.

    MEIN FAZIT
    Romane lese ich eher selten, ich bin in der Fantasy zuhause. Doch dieser Roman ist wohl der beste, den ich bisher lesen durfte (Klassiker mal außen vorgelassen^^). Katrin Zispe hat eine Thematik geschildert und aus dem Leben gegriffen, die ernst zu nehmen ist und hat diese für uns Leser gekonnt aufgearbeitet. Dieses Buch ist eines meiner Jahreshighlights für 2017!

    MEINE BEWERTUNG
    Hier gibt es die Höchstwertung,
    5 von 5 goldenen Zahnrädchen
    ©Teja Ciolczyk
  6. Cover des Buches Marienkäfertage (ISBN: 9783734850059)
    Uticha Marmon

    Marienkäfertage

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Nikkenik
    Mein erster Eindruck von dem Buch war sehr gut. Ich Liebe das Cover und der Klappentext verspricht sehr viel.

    Als ich begonnen habe zu lesen hatte ich Probleme mich in die Story einzufinden, Man wird in das Buch regelrecht hineingeworfen.
    Der Erzählstil hat es in meinen Augen noch zusätzlich etwas erschwert.
    Nach dem ersten Kapitel wurde es dann langsam besser.

    Ich lernte schnell den Charakter der Protagonistin kennen.
    Wie man sich es vielleicht denken kann, ist die Protagonistin verwirrt, verletzt und fassungslos.
    Ich habe es nicht anderes erwartet, weil ich schon erste hinweise im Klappentext bemerkt habe, das es sehr um die Selbstfindung geht.

    Die Story war anfangs verwirrend, aber nach und nach wurden viele Fragen meinerseits beantwortet.

    Trotz Anfangsschwierigkeiten konnte ich das Buch einfach nicht weglegen. Zu sehr war ich an das Leben der Protagonistin interessiert.
    Es gab viele Überraschungen mit denen ich einfach nicht gerechnet hätte.

    Extra ansprechen muss ich den Titel dieses Buches. Er ist einfach wunderbar passend gewählt.
    Immer wieder wird man an den Titel des Buches erinnert und er ergibt einen schönen Sinn.

    Um großen und ganzen kein schlechtes Buch.
  7. Cover des Buches No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam (ISBN: 9783734850295)
    Natasha Friend

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

     (42)
    Aktuelle Rezension von: AliceDreamchild
    Jedes Mal, wenn ich einen neuen Titel aus dem Magellan-Verlag in der Hand halte, weiß ich, dass mich hier ein außergewöhnliches Werk erwartet. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.

    "No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam" behandelt ein aktuelles und brisantes Thema: Samenspende, die väterliche Verantwortung von Samenspendern ... und die Frage, wie es den daraus entstandenen Kindern mit ihrer Herkunft geht. Zwei Jugendliche machen sich auf die Suche nach ihrem geheimnisvollen Samenspender - und lernen dabei weitere Halbgeschwister kennen.

    Natürlich geht es im Buch vordergründig um die Samenspende von No. 9677 und was sich daraus ergibt. Das ist aber bei weitem nicht alles. Vielmehr behandelt der Roman auf kluge und einfühlsame Weise das Thema Familie in all seinen Facetten und Ausprägungen. Dabei geht es z.B. auch darum, was Familie eigentlich ausmacht. Was Elternsein ausmacht. Ist beispielsweise eine biologische Mutter mehr Mutter als eine adoptierte? Liebt ein Vater ein leibliches Kind mehr als eines, das einen anderen biologischen Erzeuger hat? Sind "richtige" Geschwister einander näher als Halbgeschwister? Und bedeuten gemeinsame Erbanlagen automatisch, dass man auch eine besondere Verbindung zueinander hat?

    Dass diese Fragen nicht für jeden Menschen gleich beantwortet werden können, dass Liebe und Familie komplizierter sind als die reine Biologie und dass es letztendlich gar nicht so sehr um den Samen in einem Reagenzglas geht - das sind die geradezu philosophischen Erkenntnisse, die dieses Buch auf wunderbare Weise liefert.

    Die Jugendlichen und ihre Familien sind so unterschiedlich und so liebenswert, dass man mit ihnen regelrecht mitfiebert, mitleidet und sich mit ihnen freut. Das Buch ist hervorragend geschrieben und stellt seine Personen und Situationen äußerst realistisch dar.

    Zu guter Letzt muss ich sagen, dass dieses Buch (wie alle anderen von Magellan) eine Augenweide ist und ein echtes Schmuckstück im Bücherregal.
  8. Cover des Buches Wir drei verzweigt (ISBN: 9783734850325)
    Robin Benway

    Wir drei verzweigt

     (25)
    Aktuelle Rezension von: LillianMcCarthy

    Dies wird keine Rezension, dies wird ein Liebesbrief. Robin Benway ist eine Autorin, die ich völlig zurecht als absolut underrated bezeichne. Ich habe von ihr bereits Emmy & Oliver gelesen und wer meinem Blog schon länger folgt weiß, wie sehr ich dieses Buch geliebt habe, immer noch liebe und jedem wärmstens ans Herz lege. Dass mich Wir drei verzweigt ebenso begeistern würde, wie Emmy & Oliver, habe ich anfangs sehr bezweifelt. Ich konnte nicht glauben, dass dieses Buch nur ansatzweise herankommen würde. Das hat es tatsächlich auch nicht aber es war wirklich nur ein winziges bisschen weniger überzeugend.

    In Wir drei verzweigt geht es um drei Halbgeschwister, die alle bei Adoptivfamilien bzw. Pflegefamilien aufwachsen. Angespornt durch Graces Wunsch, ihre Geschwister kennenzulernen, treffen die drei aufeinander und lernen dabei, dass sie zwar alle sehr unterschiedlich aufgewachsen sind und jeder sein eigenes Päckchen mit sich herum trägt, sie aber dennoch die Macht haben, füreinander da zu sein und jeden auf die eigene Art und Weise zu unterstützen. Ich kann überhaupt nicht in Worte fassen, wie sehr ich die Bearbeitung der Thematik liebe. Gerade beim Thema Adoption muss man sehr aufpassen, dass die Bearbeitung dessen nicht zu sehr ins Negative oder Positive rutscht und das ist Robin Benway aus meiner Sicht sehr gut gelungen, wenn es nicht sogar perfekt war.

    Geliebt habe ich vor allen Dingen auch die Protagonist*innen, die alle zwar sehr unterschiedlich waren, dennoch aber alle auf ihre Weise mein Herz gestohlen haben. Selten habe ich so genau ausgearbeitete Charaktere erlebt, die nicht nur 100%ig glaubwürdig gehandelt haben sondern auch eine so tiefgehende Hintergrundgeschichte hatten, dass man so ihr Verhalten und auch ihr Handeln ableiten konnte. Manchmal haben sie mich auch zur Weißglut getrieben doch genau das zeigt noch einmal mehr die Vielschichtigkeit und Echtheit, mit der Robin Benway sie beschreibte.

    Auch wenn es nicht ganz herankommt, kann Wir drei verzweigt durchaus mit Emmy & Oliver, Robin Benways erstem Roman, mithalten. Die Geschichte der drei Adotivgeschwister ist so warmherzig, ehrlich und perfekt, dass sich Robin Benway damit einfach mitten in mein Herz geschrieben hat. Absolut empfehlenswert für alle Jugendbuchliebhaber und Fans von Geschichten, die mitten ins Herz gehen.

  9. Cover des Buches Daniel is different (ISBN: 9783734854026)
    Wesley King

    Daniel is different

     (80)
    Aktuelle Rezension von: StrassenPrinzessin

    „ Fantasie-Daniel war schon mitten in seinem Abenteuer. Der reale Daniel hingegen war weiterhin damit beschäftigt, seine Schritte zu zählen und sich in den Schlaf zu heulen.
    Manchmal wünsche ich mir wirklich, der Fantasie-Daniel zu sein … Ich mag ihn lieber.“ (S. 122)

    Obwohl im direkten Vergleich mir das Buch rund um Sara besser gefallen hat, weil die Entwicklung einfach viel größer war, zählt auch dieses Buch rund um Daniel zu meinen Aprilhighlights.

    -Daniel is different- spielt zeitlich nach -Sara, auf der Suche nach Normal-, erschien aber tatsächlich zuerst. Die zeitliche Reihenfolge ergibt für mich allerdings mehr Sinn, deshalb würde ich jedem zukünftigen Leser* immer zuerst zu Sara raten, bevor es dann mit Daniel weiter geht.

    Daniel leidet unter (Angst)Zwangsgedanken, die oft zu spontanen und auch regelmäßig bestehenden Zwangshandlungen führen. Als wäre das an sich nicht schon anstrengend genug, versucht er dies auch relativ erfolgreich geheim zu halten. Vor seinen Freunden, seinem Schwarm und sogar vor seiner Familie.
    Daniel ist zwar nicht beliebt, aber er wird toleriert und leidet nicht unter dem Außenseiter Schicksal, welches Sara getroffen hat, die als einzige Daniels Ticks, oder wie er es nennt: Zaps, erkennt.

    Ich habe mich gefreut, wieder von Sara zu lesen, auch wenn sie nochmal einen unglaublichen Entwicklungssprung gemacht hat. Stellenweise habe ich ihren Charakter gar nicht mehr richtig wiedererkannt, weil sie plötzlich mit sich selbst viel mehr zurecht kommt und das auch nach außen transportiert, obwohl sie nach wie vor Probleme hat.
    Daniel hingegen steht noch völlig am Anfang. Er weiß nicht, was mit ihm los ist. Weiß nicht, dass er damit nicht allein ist. Weiß nicht, wem er sich anvertrauen kann.

    Es gibt einiges herauszufinden und nebenbei braucht Sara Hilfe bei einer Mordermittlung, einige Football Spiele müssen gemeistert werden und ein angefangenes Buch will endlich beendet werden.

    Zum Ende kann und will ich natürlich nichts sagen, ABER ich fand es nicht ganz so stimmig, wie bei Sara bzw. zu kurz ohne Folgeband.

    Der Schreibstil hingegen ist auch hier wieder perfekt für Jugendliche und natürlich alle anderen Leser*innen. Jede Figur ist authentisch gezeichnet und die Kapitellänge optimal, auch wenn ich wiedermal das Buch auf einen ritt verschlungen habe.
    Auch das Cover finde ich schön und vor allem passend!

    Wesley King hat 2 wunderbare Bücher geschaffen und ich würde mich über weitere Mega freuen!

  10. Cover des Buches Du oder sie oder beide (ISBN: 9783734850028)
    Maike Stein

    Du oder sie oder beide

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
     Meine Meinung Ich muss schon sagen, bisher wurde ich von keinem einzigen Buch des fabelhaften Magellan Verlags enttäuscht. Allein schon die wunderschönen Aufmachungen der Bücher, so wie die ansprechenden Themen der Bücher konnten mich bisher immer überzeugen. "Du oder ich oder beide" scheint allerdings eine Ausnahme zu sein, denn dieses Buch konnte mich leider nicht richtig packen. Da kann leider auch das schöne Cover nicht mehr viel dran ändern. 
    Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich eine wirklich spannende, mystische Geschichte erwartet. So einen richtigen Pageturner mit einer spannenden Geschichte. Jedoch ist alles ein wenig zu kurz gekommen. Lena und Zoe, die Zwillinge konnten mich leider nur wenig überzeugen und waren mir als Protagonisten teilweise sogar ziemlich unsympatisch. Das ewige hin und her der beiden Zwillinge, da Zoe eher an das Übersinnliche und Lena eher an rationale Erklärungen bezüglich des Fluches glaubt, ging mir teilweise ziemlich auf die Nerven. Nebencharakter blieben irgendwie eher flach und auch die ganze Story war eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die einfach nur schnell abgehandelt worden sind, ohne richtig Spannung aufbauen zu können. Die Prophezeiung an sich fand ich teilweise sogar ziemlich überzogen und irgendwie nicht richtig schlüssig. 
    Alles in allem also, ein für mich, eher enttäuschendes Buch.
  11. Cover des Buches Extrem gefährlich! Maus mit Mission (ISBN: 9783734847196)
    Mario Fesler

    Extrem gefährlich! Maus mit Mission

     (19)
    Aktuelle Rezension von: MagicAllyPrincess
    Inhalt:

    Max führt ein sehr behütetes Leben. Er wird mit einem Fahrdienst zur Schule gebracht, sein Handy wird von seinen Eltern permanent geortet, alles ist strukturiert und durchgeplant. Seine Tage sind mit Schule und allen möglichen Freizeitaktivitäten wie z. B. japanisch lernen komplett gefüllt. Es bleibt kaum Zeit für Freunde oder fürs "nichts tun" übrig.

    Seit einigen Jahren wünscht sich Max nichts sehnlicher zu seinem Geburtstag als ein Haustier. An seinem 11. Geburtstag wird dieser Wunsch durch einen sehr verzwickten Umstand tatsächlich Wirklichkeit, Maus Juan zieht bei ihm ein. Juan ist allerdings kein gewöhnlicher Mäuserich, denn er spricht. Außerdem ist er nicht nur unheimlich schlau, er beherrscht auch einige Kampftechniken. Juan ist ein Geheimagent! Und er hat eine wichtige Mission, die er zusammen mit Max, dem Enkel seines Chefs und mit Shakira, Max Klassenkameradin, die dieser extrem seltsam und unheimlich findet, ausführen soll. Gemeinsam müssen sie die Machenschaften der Kosmetikfirma Blanche aufdecken. Auch Max Freund Pascal schließt sich letztendlich der kleinen Truppe an.

    Meinung:

    Da ich die "Lizzy Carbon - Reihe" von Mario Fesler vergöttere, habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut. als ich erfahren habe, dass es Buchnachschub des Autors gibt. "Extrem gefährlich - Maus mit Mission" ist allerdings komplett anders, da es die Leser hier mit einer sprechenden Maus zu tun bekommen. Der Auftaktband ist auch an eine deutlich jüngere Zielgruppe gerichtet, aber auch ich als Erwachsene, hatte definitiv Spaß mit diesem herzigen Buch. Dafür sorgt bereits Mario Feslers toller Schreibstil und sein Händchen für großartige Charaktere.
    Max ist ein extrem überbehütetes Kind, er darf noch nicht einmal alleine zur Schule gehen. Sein Tagesablauf ist so straff organisiert, dass dem Jungen kaum Zeit für sich bleibt. Nach der Schule wird er von einer "wichtigen" Freizeitaktivität zur anderen gebracht, sodass er Abends meist todmüde ins Bett fällt. Max soll ganzheitlich gefordert werden, alles was ihn aber belastet oder in Stress versetzen könnte, wird von ihm ferngehalten. Max wünscht sich daher nichts mehr, als ein normales Leben und ein Haustier. Durch einen besonderen Umstand, wird Max Traum wahr, er bekommt zu seinem 11. Geburtstag Maus Juan geschenkt. Juan ist allerdings kein normales Haustier, denn er kann sprechen, kämpfen und ist extrem schlau. Max soll gemeinsam mit ihm und seiner Klassenkameradin, der schrecklichen Shakira, eine wichtige Mission ausführen. Auch Max Freund Pascal, ist mit von der Partie. Gemeinsam sollen die Kinder den bösen Machenschaften der Firma Blanche, bei der Max Eltern arbeiten, auf die Schliche kommen.

    Als Juan in das Leben der Kinder tritt, verändert sich für die drei sehr viel. Max, der kaum Freizeit hat, bekommt ausgerechnet durch Shakiras herausragendes Computertalent Hilfe. Bisher ist er dem unfreundlichen Mädchen mit dem seltsam starrenden Blick, aus dem Weg gegangen. Shakira ist hochbegabt, trägt immer einen schmuddeligen, großen Stoffhasen mit sich herum und möchte mit anderen Kindern, bzw. allgemein mit Menschen, so wenig wie möglich zu tun haben. Bei der Mission, ist sie zunächst auch nur wegen Juan dabei. Shakira ist sehr speziell und durch ihre ruppige Art auch kein Charakter, den man sofort ins Herz schließt. Ich mochte sie aber dennoch echt gerne, da sich das Mädchen nur so verhält, weil es zu oft in ihrem jungen Leben enttäuscht wurde.
    Max ist ein rundum toller Junge, er ist immer freundlich, achtet sehr auf seine Mitmenschen und ist unheimlich gutherzig. Er weiß, dass seine Eltern ihn sehr lieben und rebelliert daher auch nie, obwohl er sich mehr Entscheidungsfreiheit wünscht. Pascal ist Max einziger Freund, ihn kennt er schon viele Jahre, so verbringen die beiden auch den schulischen Alltag zusammen. Pascal bekommt von seinen Eltern alles was er sich wünscht, er erhält permanent neue, teure Geschenke. Doch Zeit mit ihnen, gibt es kaum. Was mich tatsächlich sehr gestört hat, sind die Ausdrücke und Beleidigungen, mit denen Pascal und auch Shakira nicht nur Max, sondern ab und an auch andere betiteln. Natürlich verstehe ich, warum die Kinder sich so benehmen und dass sie sich dadurch nur selbst schützen wollen, dennoch war mir dies einfach zu extrem. Prinzipiell ist dieses Verhalten sehr unschön, aber gerade seinen besten Freund/seine beste Freundin behandelt man definitiv nicht so. Leider nimmt Max dies auch einfach so hin, bei ihm hätte ich mir hier, und auch in Bezug auf seine Eltern, mehr Durchsetzungsvermögen gewünscht.

    Zum Glück gibt es Juan, der Pascal und Shakira mehrfach auf ihr Fehlverhalten hinweist. Und dies kommt sicher auch bei jungen Lesern genau so an. Juan ist allgemein der Knaller und mein Lieblingscharakter in der Geschichte. Welches Kind wünscht sich nicht ein sprechendes Haustier, dass auch noch mit genialen Kampftechniken und einer tollen Mission aufwarten kann, bei der das bzw. die Kinder letztendlich die Helden sind. Hier beweist der Autor auch einmal mehr sein Erzähltalent. Es war wirklich toll, gemeinsam mit den Kindern Antoine Blanches Missetaten aufzudecken und sein böses Geheimnis zu lüften. Außerdem fand ich es sehr schön, dass sich die Dynamik zwischen Max, Shakira und Pascal im Laufe des Buches verändert hat. Die drei arbeiten miteinander und helfen sich auch gegenseitig. Genau so, wie es wahre Freunde tun! Auch Max wird selbstbewusster, mutiger und merkt dadurch, was in ihm steckt.  

    Vor allem auch für die Zielgruppe ist das Spannungslevel konstant hoch. Es gibt so viel zu entdecken und zu erleben und auch der Showdown hat es in sich. Neben dem Bösewicht Antoine, lernen die Kinder auch noch zwei interessante Wissenschaftlerinnen, eine Horde Katzen und Max Opa kennen, die ebenfalls ihren Teil zu der Geschichte beisteuern. Selbstverständlich stecken auch einige schöne und wichtige Botschaften in diesem goldigen Auftaktband, die hoffentlich vor allem bei den jungen Lesern vollumfänglich ankommen.

    Sehr gut fand ich auch, wie der Autor durch Erzählungen aus der Vergangenheit die Entstehungsgeschichte der Firma Blanche beschrieben hat. Dadurch bekam ich nicht nur einen tollen Einblick, sondern auch wichtige Hintergrundinformationen. Auch der, für den Autor so typische Humor und sein Sarkasmus, kommen nicht zu kurz, dies dürfte besonders den Älteren und Erwachsenen auffallen. Mario Fesler hat beides ganz wunderbar in seinem Auftaktband verwoben.

    Das Ende ist schön stimmig, daher freue ich mich auch absolut auf das zweite Abenteuer von Geheimagent Juan.

    Ganz besonders möchte ich die tolle Aufmachung des Buches hervorheben. Der Magellan Verlag gibt sich immer sehr viel Mühe mit der Cover - , sowie auch mit der Innengestaltung ihrer Bücher. Max, Juan und Shakira, aus deren Sichten die Story erzählt wird, haben ein extra für sie entworfenes "Logo" bekommen, das gemeinsam mit ihren Namen bei jedem Perspekivwechsel darüber steht. Außerdem ist jede Überschrift individuell gestaltet, was ich ebenfalls großartig finde. Als kleines Extra-Gimmick, befindet sich auf jeder Seite unten eine Maus, die sich wie in einem Daumenkino bewegt, wenn man schnell durch die Seiten blättert. Hieran werden sicher alle Leser Gefallen finden, ich bin auf jeden Fall begeistert.

    Fazit:

    "Extrem gefährlich - Maus mit Mission" von Mario Fesler ist der Auftaktband einer neuen Reihe, rund um den Geheimagenten und Mäuserich Juan, der gemeinsam mit drei Kindern, die Machenschaften des Bösewichts Antoine Blanche, der eine Kosmetikfirma besitzt, aufdeckt. Ein spannendes Abenteuer, bei dem Max, Shakira und Pascal über sich hinaus wachsen und erkennen, wie schön und wichtig Freundschaft und Zusammenhalt wirklich ist.
  12. Cover des Buches Ein Zwilling macht noch keine Schwester (ISBN: 9783734840180)
    Stephanie Gessner

    Ein Zwilling macht noch keine Schwester

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Layla-23

    REZENSION

    .

    Lest ihr gerne Zwillings-, Tier-. und Alltagsgeschichten? Die Zwillinge Caro und Lina zeigen eine schöne Alltagsstory über Geschwister und Tiere. 

    Das Cover sieht herrlich bunt aus und springt einem sofort ins Auge. Auch die verschiedenen Elemente passen perfekt zur Story! Auch die Illustrationen im Innenteil sind sehr schön und zeigen etwas aus der Story. 

    Die Kapitel wurden sehr schön aufgeteilt, es gibt insgesamt 26 Kapitel, die so aufgeteilt sind: Jede Kapitelüberschrift fängt mit einem Buchstaben des Alphabets an: "A wir allergrößte Aufregung" "B wie Butterfly". Eine mega coole Idee! So sind sie nach dem Alphabet angeordnet zusammen mit einer schönen Illustration. 

    Der Schreibstil ist locker flockig, so dass die Seiten nur so wegfliegen beim Lesen! Alles wird genau beschrieben, so dass man sich die Zwillinge und den Gnadenhof von Caros Pflegefamilie sehr genau vorstellen konnte. 

    Besonders schön fand ich, dass der richtige Umgang mit Tieren  hier genau richtig dargestellt wird. So zeigen Caros Pflegeeltern ihr, dass ein Fuchs kein Haustier ist, sondern ein Wildtier und so möchte es auch behandelt werden. 

    Die Reibereien und Auseinandersetzungen, aber auch die schönen Momente der beiden sorgen dabei immer für lustige Spannungsmomente. Richtig abenteuerlich wird es dann für die Kinder, als sie einem Wilderer das Handwerk legen wollen und sich in ein Abenteuer stürzen. 

    Die Charaktere sind super sympathisch und machen dieses Buch zu einem lustigen Leseerlebnis! 

    Der Humor und Witz der Autorin hat mir sehr gut gefallen, vor allem die Handlungen der Zwillinge. 



  13. Cover des Buches Fast schon bühnenreif (ISBN: 9783734850363)
    Lisa Rosinsky

    Fast schon bühnenreif

     (17)
    Aktuelle Rezension von: lesewuermchen

    Dass es nicht einfach ist, ein Teenager zu sein, wissen die meisten von uns. Dass es noch schwieriger ist, als Teenager in einer Patchworkfamilie aufzuwachsen, vermutlich auch. Doch Cadies Leben steht genau wegen beidem Kopf: ihr Vater hat eine zweite uneheliche Tochter, die zu allem Übel auch noch bei ihnen wohnen wird. Elizabeth ist dabei auch noch nahezu perfekt- was Cadie noch mehr wurmt. Selbst Cadies Schwarm scheint der perfekten Halbschwester verfallen. Und so beschließt Cadie, sich fortan mehr auf ihr anstehendes Theaterstück zu konzentrieren- denn die Probleme ihrer Familie scheinen ihr über den Kopf zu wachsen...

    Dieses Buch steckt so voller Überraschungen, dass es wirklich schwer ist, es aus der Hand zu legen. Erstmal ist der Plot wirklich berührend, da man sowohl mit Cadie, deren heile Familie an der neuen Schwester fast zu zerbrechen droht, als auch ihre Halbschwester und auch weitere Figuren der Geschichte sehr gut greifen und verstehen kann. Abseits der üblichen Teenagerprobleme wie Liebeskummer oder Eskapaden wird man hier als Leser*in wunderbar durch die Problematik selbst unterhalten. Mögliche "Love interest" werden eingeführt, aber auch aus Lesersicht ist die Entscheidung nicht einfach und deshalb sehr undurchsichtig- und damit wunderbar überraschend. Generell hält das Buch vieles bereit, was nicht stereotyp einen Jugendbuch vorbehalten ist. Damit schafft die Autorin immer wieder Momente des Erstaunens, Überraschens und des Nachdenkens- für mich ein absoluter Grund, dieses Buch zu lesen!


  14. Cover des Buches Eine Woche voller Montage (ISBN: 9783570311844)
    Jessica Brody

    Eine Woche voller Montage

     (97)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Und täglich grüßt das Murmeltier, das war mein erster Gedanke bei diesem Buch .

    Es überzeugt mit viel Charme,  Witz , mit sehr überzeugenden Charakteren und es ist einfach Lesefreude pur .

    Für mich als ich es damals gelesen habe ein absolutes Highlight. 🤗📖

  15. Cover des Buches Mit anderen Worten: ich (ISBN: 9783734882098)
    Tamara Ireland Stone

    Mit anderen Worten: ich

     (100)
    Aktuelle Rezension von: iibook


    Dieses Buch handelt von Sams Leben mit Zwangsstörungen. Besonders die Zahl 3 hat es ihr angetan: Fährt sie Auto, muss der Kilometerzähler beim Parken immer eine drei am Ende stehen haben; oder ist sie nervös, kratzt sie sich dreimal im Nacken. Alles, was Sam möchte ist, normal zu sein. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn die eigenen Gedanken sich in Spiralen gefangen nehmen und nicht aufhören, sich zu drehen. Um dagegen anzugehen, beginnt Sam, Gedichte zu schreiben.

    Ab diesem Moment wandelt sich ihr Charakter. Von Anfang bis Ende des Buches durchläuft Sam eine starke Entwicklung, die man gut nachverfolgen kann. Die Auslöser sind stets merkbar/sichtbar.

    Zudem beschreibt die Autorin Sams Zwangsstörungen sehr authentisch und ohne zu stigmatisieren. Man merkt, dass sie sich mit dem Thema sehr gut auseinandergesetzt hat. Daher ist alles sehr realistisch geschrieben und, wie bereits erwähnt, authentisch.

    Insgesamt ist "Mit anderen Worten: ich" ein schönes, realistisches Jugendbuch, das mich inhaltlich an "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen." von Ava Reed erinnert hat. Ich würde es ab 14 Jahren empfehlen.

  16. Cover des Buches Wunschbüro Edda - Eine Kiste voller Wünsche (ISBN: 9783734841200)
    Suza Kolb

    Wunschbüro Edda - Eine Kiste voller Wünsche

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Maunzerle

    Wunschbüro Edda

    Band 1 Eine Kiste voller Wünsche von Suza Kolb


    Klappentext:

    So einen Herzwunsch, den hat jeder, oder? Und wäre es nicht supidupi, wenn der einfach in Erfüllung ginge? Edda möchte unbedingt ein Pony – und eine echte beste Freundin. Wie gut, dass Frau Schmittke aus dem Buchladen ihr eines Tages vom Wunschtausch erzählt. Dabei erfüllt man nämlich die Wünsche von anderen, und wenn man Glück hat, klappt es dann auch mit dem eigenen Herzwunsch. Perfekt! Edda macht sich gleich an die Arbeit und stellt im Restaurant ihrer Eltern eine Wunschkiste auf – denn ab jetzt sind Herzwünsche ein Fall für ihr Wunschbüro …


    Meinung:

    Ein tolles Kinderbuch über Freundschaft und Herzenswünsche


    Edda haben wir sofort ins Herz geschlossen.

    Sie ist mit ihren 8 Jahren eine ganz zauberhafte Persönlichkeit.

    Edda lebt teilweise in ihrer eigenen Welt und wünscht sich nichts sehnlicher als eine echte Freundin und ein Pony!! Klar, sie hat natürlich eine Freundin, aber die ist unsichtbar.

    Edda hat eine tolle Idee und so richtet sie im Restaurant ihrer Eltern ein echtes Wunschbüro ein. Mit der Wunschkiste sollen auch andere Kinder sich ihre Wünsche erfüllen oder ggf. tauschen können.

    De Schreibstil ist unterhaltsam und für Kinder gut verständlich geschrieben – ohne Kaugummiesätze und Stolperwörter. Die fröhlichen Illustrationen lieben die Kinder besonders.

    Da Edda aber auch immer wieder tolle Ideen hat gibt es genug Abenteuer in der Geschichte. Diese sind humorvoll und teilweise auch lehrreich.

    Wir finden, dass Edda ein tolles Mädchen ist und können das Buch nur empfehlen.

    Denn welches Kind hat nicht Wünsche und sehnt sich nach Freundschaften.


    Das Cover spricht optisch wohl eher die Mädchen an. Aber ich kann sagen, dass auch mein Sohn die Geschichte sehr schön fand und beim Lesen immer dabei war. 



    Inzwischen gibt es schon 2 weitere Bände von Edda und wir sind gespannt ob diese genauso unterhaltsam für die Jungen Leser sind wie Band 1.



  17. Cover des Buches Ein Dinosaurier in meiner Badewanne (ISBN: 9783734820014)
    Catalina Echeverri

    Ein Dinosaurier in meiner Badewanne

     (7)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Bei diesem großen Kinderbuch aus dem Magellan Verlag geht das Gekicher auf der ersten Seite schon los. Käse-Schaumbad und Dino Aftershave sind aber auch total witzig.

    Dann erzählt das kleine Mädchen Amelia die Geschichte vom Dinosaurier Pierre mit dem langen schwarzen Schnurrbart, der aus Frankreich kommt, Geige spielt, Stinkekäse liebt und den Sommer über in ihrer Badewanne wohnt.

    Catalina Echeverri erzählt und illustriert eine superwitzige, fantasievolle Geschichte über Amelia und ihrem schnurrbärtigen Freund Pierre mit dem sie einige fantastische Abenteuer erlebt. Als erstes müssen wir uns in Amalias Wohnung erst mal vor Mama und Papa verstecken. Dann reisen wir gemeinsam auf den Mond und segeln mit dem Badewannenboot in ferne Länder, wo die Gummibärchen Cowboyhüte tragen. 

    Hätte nicht jedes Kind gerne einen solchen Freund, den nur es selbst sehen kann und der immer da ist, wenn man ihn braucht. Ich kann mich an meinen „Eddie“ aus Kindertagen noch sehr gut erinnern. Die Fantasie der Kinder wird angeregt und es gibt auf den einzelnen Seiten so viel zu entdecken. Es gibt relativ wenig Text. Aber die Bilder sind so aussagekräftig, dass die Kinder auch so wahrnehmen, worum es hier gerade geht. 

    Ein wunderbar verspieltes, herziges Kinderbuch voller guter Laune und Fantasie, mit witzigen Ideen und voller kunterbunter, liebevoller Illustrationen. Einfach nur schön.

  18. Cover des Buches Der Wal und das Mädchen (ISBN: 9783734820328)
    Tanja Kinkel

    Der Wal und das Mädchen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Lyke

    Beim ersten Lesen dieses Bilderbuches fiel mir sofort ein wunderbares Zitat von Astrid Lindgren ein, das meiner Meinung nach die Botschaft der Geschichte wunderbar aufgreift: „Sei frech und wild und wunderbar!“ Sicherlich hätte auch die bekannte Kinderbuchautorin ihre Freude an diesem Buch gehabt... ;) Tanja Kinkel, bekannt für ihre historischen Romane, hat zusammen mit dem Illustrator Giuliano Ferri eine wunderschöne Geschichte entwickelt, die Kindern Mut macht, neugierig zu sein, die Welt zu erkunden und Ängste zu überwinden.

    Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei unterschiedliche, jedoch gleichermaßen neugierige, kleine Wesen: Zuerst einmal wäre da das Mädchen Maria, das Angst vor dem Wasser hat und im Urlaub auf eigene Faust herausfinden möchte, was ihre Geschwister und Eltern so faszinierend daran finden und dabei unbewusst zur Heldin wird und ihre Angst überwindet. Zum anderen wäre da noch der kleine Wal, der ausreißt, um endlich einmal das helle Wasser an der Oberfläche des Meeres zu erkunden und sich dabei in große Gefahr begibt...

    Mir gefällt es sehr, dass die pädagogischen Botschaften hier ganz nebenbei und nie mit dem erhobenen Zeigefinger herausgearbeitet werden. Die Geschichte macht Kindern deutlich, dass sie mutig und neugierig sein dürfen und dass es in Ordnung ist, etwas Neues ausprobieren und entdecken zu wollen. Dabei läuft nicht immer alles glatt und man manövriert sich, wie der kleine Wal, oft schneller als gedacht in brenzlige Situationen. Trotzdem kann man sich auch dann Hilfe holen und trifft immer wieder auf Andere, die es gut mit einem meinen. Schön ist ebenso die Botschaft, dass auch große Wesen manchmal hilflos sind und ein kleines Mädchen seine Angst überwinden kann, indem es aktiv wird und Hilfe organisiert.

    Die Illustrationen sind in einem Aquarell-Stil gehalten und vermitteln durch die überwiegenden Farben Blau, Gelb und Grün ein warmes, sommerliches Gefühl. Wenig Text und große Bilder machen das Buch auch für kleinere Kinder und (Noch-)Nicht-Leser sehr attraktiv. Auf den Bildern gibt es viel zu entdecken und besonders der Wal ist wirklich gut getroffen und nicht zu verniedlicht dargestellt. Ganz zauberhaft sind die Bilder, auf denen Maria nah neben dem Wal steht, ihn sachte berührt und ohne Worte mit ihm zu kommunizieren scheint.

    Fazit

    Für dieses Buch kann ich eine klare (Vor-)Leseempfehlung aussprechen! Es ist für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren geeignet, wobei etwas kleinere oder größere Kinder sicherlich auch Gefallen daran finden, da die Geschichte auf vielfältige Weise mit den Kindern zusammen entdeckt und bearbeitet werden kann. Ich freue mich schon darauf, das Buch im Oktober mit den Kindern auf der Arbeit zu lesen.

  19. Cover des Buches Herr Löwe trägt heut' bunt (ISBN: 9783734821028)
    Nastja Holtfreter

    Herr Löwe trägt heut' bunt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Mitherzundbauch

    Worum geht es?

    Der Löwe ist mies drauf. Alle im Regenwald sind bunter als er und er fühlt sich nicht genug gesehen. Das muss geändert werden und so schreitet er zur Tat: er reibt sich mit roten Beeren ein. Doch was ist das? Er ist nicht rot sondern orange? Auch der Versuch mit Blau geht schief, denn nun ist er grün! So geht das nicht. Kurzerhand pinkelt er alle Farbe wieder raus. Doch so ganz farblos gefällt er sich auch nicht und muss weinen. Ein wunderschöner Regenbogen entsteht, in den der Löwe kopfüber springt und kunterbunt wird! Ob er so bleibt? 


    Meine Meinung:

    Ich mag die Bücher von Nastja Holtfreter, die mit viel Farbe und lustigen Reimen überzeugen. In dieser Geschichte können wir bis etwa zur Hälfte viel über Farben und das Mischen lernen. Der geltungssüchtige Löwe wirkt trotz seiner Suche nach der richtigen Farbe um aufzufallen sehr sympathisch. Den Teil, in dem er die Farbe auspieselt und in den Regenbogen hüpft finde ich etwas skurril, meine Tochter stört das aber nicht. Und dann kommt noch eine schöne Botschaft am Ende: am besten bleibt man, wie man ist, denn so ist man genau richtig! Da kam wiederum meine Tochter nicht mit, denn sie findet, dass man alles werden und sein darf, was man will. Da kann ich auch nicht viel dagegen sagen… ne?! Wir haben dann mal darüber gesprochen, dass es manchmal besser ist, sich so zu akzeptieren, wie man eben ist, als sich aus evtl. den falschen Gründen verändern zu wollen. 


    Ihr seht, das Buch bietet gute Gesprächsanlässe für etwas ältere Kinder, führt uns in die Farblehre ein, ist ein bisschen phantastisch und wartet mit gewohnt schwungvollen Reimen auf. Eine bunte Mischung also (Achtung Wortwitz!) 😎

  20. Cover des Buches Der Esel Pferdinand – Pferdsein will gelernt sein (ISBN: 9783734841002)
    Suza Kolb

    Der Esel Pferdinand – Pferdsein will gelernt sein

     (11)
    Aktuelle Rezension von: meisterlampe

    Inhaltsangabe:

    Nichts wünscht Eseljunge Ferdinand sich mehr, als ein echtes Pferd zu sein! Zusammen mit seinem besten Freund, Ziegenbock Paule, beginnt er das Training: elegantes Stolzieren, gewölbter Hals, aufrechte Haltung, Bauch einziehen – gar nicht so einfach, sich von einem Esel in ein Pferd zu verwandeln. Doch schon bald kann Ferdinand allen beweisen, dass er mehr als nur ein niedlicher kleiner Esel ist. Denn zum Glück sind Esel nicht so schreckhaft wie Pferde.


    Unsere Meinung:

    Meine Kinder haben das Buch vor mir gelesen, ich bin mit Band 4 eingestiegen und habe nun Band 1 „hinterher gelesen“. Obwohl die tierischen Charaktere sehr schön auf den ersten und letzten Seiten mit Namen vorgestellt sind, fand ich mich in Band 4 (meine Premiere bei Pferdinand) etwas leichter zurecht als nun im Start-Band.

    In diesem Band erfahren die Leser, wie sich Ferdinand und Emmi „finden“ und anfreunden, welche Abenteuer die Tiere auf dem Klausenhof erleben und wie Ferdinands Idee entsteht, er wäre lieber ein Pferd als ein Esel. Kater Tomtom und Hahn Bernd sind die „bösen Tiere“ vom Klausenhof, die es auf Ärger mit Ferdinand und Co. anlegen und auch Pitt, der Schwarze hält sich einfach für etwas Besseres und läßt das Paule und den Esel spüren.

    Nur Emmi, Lenni und Wolke merken, was das Grautier bedrückt, wir haben richtig mitgefühlt, wie die Idee in Ferdinands Kopf immer weiter wuchs – bis er sie endlich umsetzen konnte. Ferdinand ist einfach clever, schlau und unheimlich drollig, wie er bei den Übungen, die eigentlich für die Ponys sind, ständig über sich selbst fällt. Außerdem ist er wirklich mutig, obwohl der den zu Rettenden eigentlich gar nicht mag ...Paule mögen wir auch, den gar nicht immer zickigen kleinen Bock, auch wenn er ganz schön frech ist. Auf Platz 3 der Tiere steht die brave Wolke – und Eselbruder Zottel verbannen wir zu Pitt auf die hinteren Ränge.

    Es ist schön zu lesen, wie der Eseljunge in die „Schule“ geht, um ein „echtes Pferd“ zu werden … Wir glauben, Emmi und Pferdinand werden noch ganz viel Spaß zusammen haben, nicht nur auf dem Klausenhof, sondern auch auf Pferdinands und Paules „Hausberg“.

    Suza Kolb schreibt leicht verständlich für junge Leser/innen; die Satz-, Kapitel und allgemeine Textlänge ist auch für Zweitklässler kein Problem. Die Geschichte ist witzig, nicht übertrieben gestaltet.

    Für dieses tierische Abenteuer geben wir gerne 5 Sterne!

  21. Cover des Buches Als Opapi das Denken vergaß (ISBN: 9783734840043)
    Uticha Marmon

    Als Opapi das Denken vergaß

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Gedankenflüge
    Diese Rezension gilt wieder mal einem Kinderbuch. Die wird es vielleicht in nächster Zeit öfters geben da meine Enkel doch langsam älter werden und zumindest die Älteste lest gerne. Und da ich an der quelle bin, werd ich immer mal wieder ein Buch lesen und mitnehmen. Und dieses hat mich nicht nur wegen dem fröhlichen Cover neugierig gemacht. Sonder wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um ein schwieriges Thema. die Demenz. Aber jetzt erst mal zu den Buchinfos ;)


    Zur Geschichte
    Hallo, mein Name ist Mia. Ich bin 10 und lebe mit meinen Eltern und meinen Zwillingsbrüder in Hamburg in einem kleinen Mehrfamilienhaus, in dem seit kurzem auch mein Urgrossvater, den ich Opapi nenne, wohnt. Er ist der Grossvatter von meinem Papa und der meinte das Opapi nicht mehr alleine in Lindau leben kann. Warum das so ist, musste ich schnell am eigenen Leib erfahren denn er ist oft verwirrt. Er vergisst nicht nur Dinge, sondern auch sich selber. Sein Leben, aber ich versuche ihm da zu helfen, sich zu erinnern, doch so einfach ist das nicht...

    Der Anfang...

        Manche Tage fangen an, als wären sie überhaupt nichts Besonderes. Sie kommen daher wie jeder Tag. Da bei sind diese Tage anders.
          Zuerst merkt man es nicht. Alles ist wie immer: aufstehen, Zähne putzen, anziehen, Haare kämmen, frühstücken und dann zur Schule gehen.  Aber wenn man  genau hinsieht, ist schon morgens etwas ein kleines bisschen falsch.


    Meine Gedanken zum Buch
    Wie schon gesagt, ist mir als erstes das Cover ins Auge gesprunge. So fröhlich bunt. Doch der Titel lässt auf ein ernstes Thema schliessen. Auf dem Cover sieht man Mia mit ihrem Opapi, und noch andere Elemente die wichtig sind in der Geschichte, wie das Schiff und der kleine Junge Berti. Das Cover wie auch der Titelpassen wirklich gut zur Geschichte.

    Was wichtig ist für ein Buch ist ja wohl der Schreibstil. Dieser ist ansich wirklich gut. Einfach und flüssig zu lesen. Also total Altersgerecht. Ja man hört es schon, ich bin dennoch nicht ganz zufrieden und ich sag euch auch gleich warum.

    Die Geschichte um Mia und ihrem Urgrossvater ist wirklich eine Süsse. Trotz des Thema Demenz wird die Geschichte nicht zu traurig, denn Mia geht mit dem Vergessen total süss um, auf ihre eigene Art und weise. Sie nimmt sich Zeit und schaut mit ihm alte Fotos und andere Dinge an, sie macht daraus ein Frage- und Antwortspiel. Mia ist nämlich wirklich ein sehr fröhliches und intelligentes Mädchen.

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    In der Geschichte taucht dann schnell mal der Berti auf, der immer nur dann erscheint wenn nur Mia da ist. Er kündigt sich mit Fisch- See- und Ölgeruch an und ist ziemlich frech und sucht selbst nach etwas, so wie ihr Opapi. Nämlich seine Steinschleuder. Aber so schnell er gekommen ist, so schnell ist er wieder verschwunden, bis er das nächste mal auftaucht.

    Berti ist in dieser Geschichte das Alter Ego von Opapi. Er ist der Teil an den er sich noch ganz fest Erinnern kann, während die Demenz sein Kurzeitgedächtnis mehr und mehr auslöscht. Mia weiss das erst nicht, das Berti und Opapi ein und die selbe Person ist. Erst mit der Zeit kann sie sich da ein Reim draus machen. Klingt verwirrend? Jep, genau das fand ich auch. Und ehrlich, ich bin mir nicht sicher ob Kinder in dem Alter wirklich verstehen würden.

    Ich finde es wirklich schade was die Autorin aus dem Thema gemacht hat. Man hätte es wirklich viel besser machen können, weniger kompliziert, direkter, ehrlicher, ohne den Umweg mit einem mysteriösen Jungen. Man kann Demenz wirklich auch gut anders erklären, verwirrt man die Kinder nur, meine Meinung. Denn blöd sind sie ja nun wirklich nicht. Ich hab gehofft das weniger um den heissen Brei geredet wird.

    Mein Schlussfazit
    eine wirklich süsse Geschichte die leider nicht so umgesetzt wurde wie ich mir das erhofft habe, sie wird wohl mehr verwirren anstatt wirklich erklären. Wer das Buch lesen mag, weil es doch ein Thema ist das euch interessiert weil es ein wichtiges Thema ist oder weil ihr  unmittelbar betroffen seid, dann lest es, vielleicht findet ihr das Buch ja besser als ich, aber ich finde, lesen muss man es nicht. Ich hoff es wird zu diesem wichtigen Thema noch andere Bücher geben, denn unsere Kinder wachsen auch mit den Grosseltern, und immer mehr auch mit den Urgrosseltern auf. Und da diese immer älter werden ist die Wahrscheinlichkeit auch gross das unsere Kinder mit dem Thema je länger je mehr mit diesem Thema in Berührung kommen.

    Also kurz gesagt, man kann es lesen, muss es aber nicht.
  22. Cover des Buches Immer dieser Kater! (ISBN: 9783734841170)
    Annette Herzog

    Immer dieser Kater!

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Der Kater Aristoteles lebt bei Anna und deren Eltern. Bis zu dem Tag an dem Annas Oma einzieht scheint die Welt in Ordnung zu sein.


    Des Katers Mühe, sich bei Oma beliebt zu machen, scheint vergeblich, denn sie kann Katzen nicht leiden.


    Da Anna mit ihren Eltern in den Urlaub fährt, soll Oma auf Aristoteles aufpassen. Der ist jedoch nicht sicher, ob das gut geht, und daher beschließt er kurzerhand, Anna hinterherzureisen.


    Covergestaltung und Illustrationen:

    Bereits das Cover zeigt den grauen Kater mit Augenzwinkern und Schleckermaul in Bodybuilder-Pose.

    Er wirkt freundlich und frech und hat etwas verschmitztes an sich.

    Der Hintergrund ist unauffällig gehalten in hellblau mit kleinen weißen Punkten.

    Die farbigen Illustrationen erstrecken sich alle paar Doppelseiten über knapp eine halbe Seite.

    Die Gestaltung der Tiere, insbesondere des frechen Katers, gefällt mir sehr gut.

    Auch die Mimik und Gestik ist sehr gelungen. Sowohl bei den Tieren wie auch den Menschen.


    Altersempfehlung:

    ab 7 Jahre bzw. für geübte Leser, denn die Schrift ist nicht allzu groß und auf jeder Seite entsprechend viel Text


    Mein Eindruck:

    Dies ist Band zwei der Reihe "Kater Aristoteles". Man muss jedoch den ersten Teil nicht zwingend gelesen haben, um der Handlung dieses Abenteuers folgen zu können, denn Aristoteles stellt sich zu Beginn ganz brav selbst vor.
    Dass er darauf besteht als "Kater" erkannt zu werden, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

    Schon zu Beginn liest sich die Beschreibung seines Heims und der Familie bei der er lebt herrlich komisch:

    Anna ist das mittlere Kind und hat neben ihrem großen Bruder Olli, der sie ständig aufzieht, eine kleine Schwester Linda. Bei fünf Personen im Haushalt herrscht nie Ruhe, besonders da zu Weihnachten eine Flöte für Linda und ein Schlagzeug für Olli unterm Weihnachtsbaum lagen.

    Das alltägliche Chaos ist so lustig beschrieben, dass man den Tumult direkt vor Augen hat.

    Mit dem armen Kater bekommt man immer wieder Mitleid, da er in dem Kuddelmuddel oft komplett untergeht.

    Dass nun auch noch Oma einziehen soll, setzt dem ganzen natürlich die Krone auf.

    Dummerweise mag die Oma keine Katzen. Aristoteles' Annäherungsversuche sind urkomisch und liebenswert.
    Und als diese nicht zünden, bekommt er tatkräftige Unterstützung von Anna.
    Jedoch nützt alles nichts: Oma kann Katzen nicht leiden!

    Aristoteles übrigens verdient seinen Namen zurecht, den wie ein großer Philosoph hinterfragt er alles, grübelt den lieben langen Tag und beobachtet und analysiert seine Menschen ganz genau.

    Dass er sich, als die Familie in den Winterurlaub aufbrechen möchte und er mit Oma allein zu Hause bleiben soll, sich zunächst in Annas Reisetasche versteckt, ist zwar vorhersehbar aber endet in einer lustigen Situation.

    Bevor Aristoteles Oma sei Dank im Tierheim landet, reißt er lieber aus.
    Gemeinsam mit Nachbarskatze Lilly und "Schisshase", dem Hund des Briefträgers, schlittert er in das nächste Abenteuer.

    Locker und leicht und mit jeder Menge Humor liest sich das zweite Abenteuer, obgleich es zum Ende hin ein wenig melodramatisch wird und wir sind gespannt, ob weitere zu erwarten sind.



    Fazit:
    Ein ganz besonderer Kater und eine chaotische Familie. Humorvoll und kurzweiliges Abenteuer mit tollen farbigen Illustrationen.


    ...
    Rezensiertes Buch: „Immer dieser Kater!" aus dem Jahr 2019



  23. Cover des Buches Wo sind die Geschenke, lieber Weihnachtsmann? (ISBN: 9783734815041)
    Anna Taube

    Wo sind die Geschenke, lieber Weihnachtsmann?

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbibliothek
    Inhalt:
    Der Weihnachtsmann will sich aufmachen und alle Geschenke verteilen. Aber halt, was ist da los? Warum ist der Schlitten so leicht? Ohje, er hat die Geschenke vergessen! Jetzt müssen wir alle ihm beim Suchen helfen.



    Meinung:
    Weihnachten und Geschenke gehören zusammen. Der Weihnachtsmann bringt sie, bei manch anderen ist es das Christkind. In diesem Pappbilderbuch mit zahlreichen Überraschungsklappen ist es der Weihnachtsmann, der gerade aufbrechen will. Gemeinsam mit Rudolph will er losfahren, als beide merken, daß sie das Wichtigste vergessen haben. Ganz genau, die Geschenke! Nun macht sich der Weihnachtsmann mit den Engeln und seinen Freunden auf der Suche nach ihnen in seinem Haus. Überall sind sie dort versteckt. Die kleinen Leser ab 2 Jahre können dabei kräftig mithelfen.
    Anna Taube hat hier eine nette Geschichte für das weihnachtliche Klappbilderbuch erfunden. Schon der Gedanke, daß der Weihnachtsmann kurz vor der Bescherung die Geschenke vergißt, ist sehr reizvoll. So manchem Erwachsenem mag die Situation bekannt vorkommen.
    Ihr Text basiert auf vielen Dialogen, die sich gut zum Vorlesen eignen. Ein witziger Einfall ist die Weihnachtsmaus, die Assoziationen mit James Kruess' Geschichte "Die Weihnachtsmaus" weckt.
    Vera Schmidt hat das sehr großformatige, aber dennoch für kleine Hände gut haltbare Pappbilderbuch illustriert. Großflächig, einfach und mit kräftigen, bunten Farben stellt sie die Figuren und Gegenstände da. Ausreichende Details wie eine Keksschale. die Badezimmereinrichtung oder die Werkstattausrüstung auf dem Boden laden zum Entdecken ein. Hier ist nichts überfrachtet, manchmal erscheinen die Flächen sogar sehr groß. Zumindest können die kleinen Leser alles sehr gut erkennen und benennen.
    Die Darstellung ist eine Mischung aus niedlichem Stil mit modernem Anstrich. Kritisch muß man die starke Amerikanisierung der Geschichte nennen: Der Weihnachtsmann mit Rudolph und dem schlitten, der Posteinwurf an der Tür, der Herd im Landhausstil. Weniger hätte ich besser gefunden, wobei natürlich Rudolph eine nette Handlungsfigur gibt.
    Der Weihnachtsmann wird als alter Herr, knuddelig-knuffelig, mit weißem Rauschebart, leicht vergeßlich, aber herzensgut und fröhlich dargestellt. Ebenso sind die Engel freundliche, hübsche Wesen. So wird den Kleinen, die sich vor dem Weihnachtsmann am Heilig Abend dann doch recht fürchten, ein warmes, fröhliches Bild vermittelt, was ich sehr gut finde.
    Wirklich nett sind die vielen Überraschungsklappen gemacht. Sie sind der Aufhänger, die Zweijährigen zum Suchen zu animieren, was sie gerne tuen. Einzig und allein bei der Kellersituation hat sich ein Fehler eingeschlichen. Der Engel spricht von 3 Geschenken, abgebildet sind aber 5. Zum Glück können die Kleinen noch nicht zählen ;-). Sie sind recht groß, lassen sich gut öffnen und verbergen so manches, witziges Detail.
    "Wo sind die Geschenke, lieber Weihnachtsmann" von Anna Taube und Vera Schmidt ist ein empfehlenswertes Weihnachtspappbilderbuch für die Allerkleinsten, das frisch-fröhlich gemacht ist und mit seinen vielen, so manchen witzigen Überraschungsklappen zum selbständigen Entdecken animiert. Das Buch wird so immer wieder gerne hervorgeholt und stimmt genau auf die kommende Adventszeit ein.
  24. Cover des Buches Stolz wie Paule (ISBN: 9783734820434)
    Sandra Niermeyer

    Stolz wie Paule

     (15)
    Aktuelle Rezension von: lesewuermchen

    Wer kennt das nicht- manchmal wird man von anderen in eine Rolle gedrängt, die man gar nicht richtig leiden kann... genau so geht es dem „Wach“Hund Paule, der vieles ganz toll kann und gerne macht, außer eben „wachen“. Gut, dass da Paules Freunde die Katze, die Gans und der Ziegenbock sind, die ihm helfen, seiner Rolle als Wachhund für den Bauernhof gerecht zu werden. Das klappt aber nur mittelfristig gut und irgendwann muss auch Paule einsehen: er muss selbst mutig werden und lernen, wie man ein richtiger Wachhund wird!
    Das Bilderbuch überzeugt auf den ersten Blick mit liebevollen und bunten Illustrationen. Besonders gelungen scheinen mir dabei die Darstellungen der Emotionen von Paule und seinen Freunden. Aber auch neben den vier tierischen Freunden gibt es vieles im Bilderbuch zu entdecken. Das Themenfeld des Bauernhofes ist vielen Kindern bereits bekannt und so kann beim Vorlesen und Anschauen vieles neu entdeckt und benannt werden. Die Textlänge variiert von Seite zu Seite, ist inhaltlich aber toll in die Darstellung eingebunden. Der Sprachstil ist dem empfohlenen Lesealter von 3-6 Jahren durchaus angemessen; Bilder wie das Magenknurren Paules oder die Heiserkeit der Gans symbolisiert durch einen Schal sind lebensweltlich und vielen Kindern bekannt.
    Besonders wertvoll empfinde ich das Mut machen der Freunde, welches Paule dazu anspornt, selbst aktiv und damit letztendlich selbstbewusst zu werden. Für die kindlichen Zuhörer wird damit eine besondere Beziehung zur Figur Paule erzeugt. Die Sicherheit, die die Freunde auf Paule übertragen, überträgt sich gleichzeitig auf das Kind, sodass man das Buch aus meiner Sicht als „Mut-mach-Buch“ bezeichnen könnte. Auch die Hilfsbereitschaft der Freunde ist ein wertvoller Aspekt, der beim Vorlesen literarisch gut vermittelt wird.
    Eine tolles Buch für alle kleinen und großen Mutmacher!

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