Bücher mit dem Tag "magersucht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "magersucht" gekennzeichnet haben.

235 Bücher

  1. Cover des Buches Royal Passion (ISBN: 9783734102837)
    Geneva Lee

    Royal Passion

     (1.419)
    Aktuelle Rezension von: Cece13

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass erotische Romane oft jedes Maß verlieren und dadurch ziemlich niveaulos werden. Es ist nicht leicht in diesem Bereich wirklich gute Bücher zu finden. 

    Royal Passion schafft es, dass zwar viel erotisches dabei ist, aber eben auch eine Geschichte. Manchmal ist es zwar trotzdem sehr viel, aber nicht zu übermächtig. 


    Die Charaktere gefallen mir sehr gut. Es sind viele verschiedene Typen vertreten. Das bringt Bewegung in die Geschichte. 

    Der Schreibstil ist wirklich gut. Er wertet das Buch nochmal mehr auf. 


    Wer auf der Suche nach einem Erotik-Roman mit Stil ist macht mit Royal Passion definitiv keinen Fehler. 

  2. Cover des Buches Der letzte erste Song (ISBN: 9783736309135)
    Bianca Iosivoni

    Der letzte erste Song

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Sofie21

    Der letzte Teil einer tollen Reihe war auch wirklich toll. Ich habe dieses Buch geliebt und konnte es gar nicht weglegen. Auch wenn ich das Gefühl hatte, das dieses Buch doch weniger mit der Clique zu tun hatte. Also natürlich ging es auch um die anderen aber mir haben sie dann doch ein bisschen zu viel gefehlt. Dafür hat man mehr über die Band erfahren und den Rest davon auch kennengelernt, was mir wirklich gut gefallen hat. Genauso wie die Protas in diesem Buch. Mason mochte ich von Anfang an schon und Grace wurde mir in ihrem Band auch wirklich sympathisch. Es hat mich gefreut das Mason nun endlich jemanden gefunden hat und nicht mehr an Jenny hängt. Mich macht es nur traurig das es jetzt vorbei ist. Ich habe die komplette First-Reihe verschlungen und mir fällt es ein bisschen schwer jetzt Abschied zu nehmen.

    Das Cover ist mal wieder nicht so meins, aber die Geschichte und der tolle Schreibstil lässt es sowieso vergessen.

  3. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (433)
    Aktuelle Rezension von: Soraja_liest
    Inhalt:
    Lilly Lindner erzählt von ihrem Leben. Sie erzählt von ihrem Nachbarn, der sie vergewaltigte als sie erst 6 Jahre alt war und wie sie damit versuchte umzugehen. Oder eben davon zukommen.

    Meine Meinung:
    Da es sich hier um die persönliche Geschichte von Lilly Lindner handelt, kann ich diese nicht "bewerten".
    Jedoch beeindruckte mich ihre "Sprachgewalt" auch in diesem Buch wieder. Diese allein ist ausschlaggebend für die 5 Sterne-Bewertung.

    Es handelt sich hier nicht um leichte Kost und sicherlich nicht um einen Unterhaltungsroman. Vielmehr erzählt uns die Autorin mit ihrem außergewöhnlichen und sehr berührenden Schreibstil aus ihrem Leben.
    Ich möchte nicht sagen, dass ich mit ihr mitfühlen kann oder sie und ihre Entscheidungen verstehe. Das kommt ihrer Erzählung in keinster Weise gerecht. Vielmehr möchte ich zu dem Buch sagen, dass es mich unfassbar gerührt und vor allem mitgenommen und bewegt hat. Dass Lilly Lindner die Kraft und den Mut aufgebracht hat, so viel von ihrem Innersten preiszugeben, ist beeindruckend. Davor kann man nur den Hut ziehen. Und Kraft daraus schöpfen. Und sich inspirieren lassen.

    Ich halte die Autorin für eine außergewöhnliche Frau mit einer wundervollen Begabung zum Schreiben. Und auch wenn es "schwere Kost" ist oder sein könnte, möchte ich gerne noch weitere ihrer Werke lesen.


  4. Cover des Buches Blutdämmerung (ISBN: 9783499266928)
    Rainer Löffler

    Blutdämmerung

     (160)
    Aktuelle Rezension von: angi_stumpf

    Nach dem ersten Teil "Blutsommer" war ich gespannt auf die Fortsetzung. Endlich hab ich es geschafft, das Buch mal zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Bis auf das Ende, das mir etwas zu offen war, habe ich eigentlich nichts auszusetzen an diesem Thriller.

    Martin Abel und seine Partnerin Hannah sind wieder auf Mörderjagd. Und auch diesmal ist es ein starker Gegner, dem sie sich gemeinsam stellen müssen.
    Im letzten Buch hat Abel ja sehr viel einstecken müssen, aber das hindert ihn nicht daran, wieder voller Tatendrang zu ermitteln. Oft auch mit unorthodoxen Methoden und etwas am Dienstweg vorbei, aber für ihn zählt nur das Ergebnis.
    Auch im privaten Bereich tut sich wieder einiges und hier hätte ich gern am Ende noch mehr erfahren.

    Der Fall ist knifflig und die Opfer sind unschuldige junge Mädchen, aber leider auch ein paar Tiere. Finde ich persönlich nicht so toll.
    Man konnte zwar zu einem frühen Zeitpunkt auf die Lösung kommen, aber es las sich trotzdem alles recht fesselnd.

    Für Fans der Reihe auf jeden Fall empfehlenswert. Nicht zu extrem blutig, aber schon heftig, falls jemand etwas zarter besaitet ist.

  5. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

     (184)
    Aktuelle Rezension von: IvoryLucy

    Ich finde es ziemlich schwierig, dieses Buch zu bewerten und eine Rezension zu schreiben. Ich probiere es dennoch einmal. 

    In Rezensionen gebe ich gerne meine Gedanken und Gefühle wider, die ich beim Lesen des Buches hatte. Bei sehr guten Büchern, krieche ich förmlich rein und bin so bestenfalls Teil der Geschichte. Ich bin in diese Geschichte hier sehr gut reingekommen, war aber anfangs erstaunt über den Schreibstil. Der Autor wechselt den Stil mit den handelnden Personen. Das ist ihm fabelhaft gelungen, auch wenn ich mich normalerweise mit vulgärer Sprache in Romanen schwer tue. Hier passte es und brachte sehr gut zum Ausdruck, was die Personen fühlen und denken. Gerade wenn man nicht in der Ich-Form schreibt, muss man sich ganz schön ins Zeug legen, um die Gefühle der Personen richtig wiederzugeben. Das ist hier super gelungen. 

    Ich wünschte, ich hätte dieses Roman in meiner Jugend gelesen, denn dann hätte ich mich noch stärker verbunden gefühlt zu Sally. Der Autor hat mit Sally bei mir voll ins Mark getroffen.

    Meine einzige Kritik ist jetzt nur, dass ich gedacht habe, man erfährt mehr darüber, warum Sally und Liss sich so entwickelt haben, wieso sie es so schwer haben und was sie sich wünschen. Ich hätte gern noch mehr Details aus ihren Leben erfahren, ich wäre gerne noch tiefer eingetaucht und hätte mich gern noch stärker verbunden. Der Roman wird so nicht komplett rund für mich.

    Ich finde die Schilderungen der Arbeit auf dem Hof und die Schilderungen über die Natur sehr gelungen und konnte mir alles bildlich vorstellen. Besonders der letzte Teil, die Traubenlese, fand ich sehr gelungen, sehr erfrischend, sehr befreiend und sogar hoffnungsvoll.

  6. Cover des Buches Tote Augen (ISBN: 9783442374786)
    Karin Slaughter

    Tote Augen

     (473)
    Aktuelle Rezension von: classique

    Der Thriller "Tote Augen" umfasst ca. 587 Seiten auf auf 25. Kapiteln, mit einem Prolog und Epilog.

    Kurzer Plot:


    Eine junge Frau rennt Nachts auf die Straße und wird überfahren. Im Krankenhaus stellt man fest, dass die junge Frau schwere Verletzungen aufweist, die nicht von diesem Unfall stammen können.

    "Anna", wie die junge Frau wahrscheinlich heißt, ist extrem unterernährt, und sie ist gefoltert wurden. Anna ist blind, taub und ihr fehlt die 11 Rippe...

    Detective Will Trent und seine Partnerin Special Agent Faith Mitchell, finden in der Nähe des "Unfallorts" eine weitere Frauenleiche.

    Eine "Höhle" wird entdeckt. Darin befinden sich Folterwerkzeuge, eine Schiffsbatterie, ungeöffnete Dosenkonserven...

    Dann wird auf einem Parkplatz eines Supermarktes eine weitere Frau entführt, wobei ihr 6- jährige Sohn einfach zurückgelassen wurde.

    Für das Ermittlerteam wird es ein Rennen um die Zeit..."Der Entführer hat offensichtlich eine Methode. Er ist geduldig. Er hebt die Höhle aus, breitet sie für seine Gefangen vor..." - Seite 229

    Mein Fazit:

    Ein erstklassiger Thriller!


    5. Sterne!

  7. Cover des Buches Vater unser (ISBN: 9783446262591)
    Angela Lehner

    Vater unser

     (95)
    Aktuelle Rezension von: BirPet

    Dieses Buch ist eine solche Achterbahnfahrt, dass ich noch heute, 3 Tage nach Beendigung ziemlichen Schwindel spüre. Die Achterbahnfahrt befindet sich im Kopf der Protagonistin und dort hinein steigt der/die Leser*in direkt ab Seite 1. Eva Gruber heißt die junge Frau, die uns mitnimmt in ihre Wahrnehmung, durch ihre Augen sehen wird, ihre Gedanken lesen wir und was da Realitität und Fiktion ist, bzw einzig Eva’s subjektive Wahrnehmung, völlig gelöst von der Wahrheit bleibt ein Geheimnis. Eva wird, laut eigener Aussage in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, nachdem sie mit einer Pistole eine ganze Kindergartenklasse erschossen hat. Dies zumindest gibt sie als Grund an, als ihr behandelnder Psychiater in dem ‚Otto-Wagner-Spital‘ in Wien sie fragt, ob sie weiß, warum sie hier ist. Dass dies nicht stimmen kann steht außer Frage, aber was wirklich passiert ist, bleibt auch offen. Was im Verlauf klar wird, ist, dass Eva allerdings eine Gefahr darstellt, für andere und auch irgendwie für sich selber. Sie wollte unbedingt in dieses Spital, denn dort wird ihr jüngerer Bruder Bernhard stationär behandelt wegen ausgeprägter Magersucht, nur noch Haut und Knochen, der allerdings zunächst keinerlei Kontakt mit Eva will. Aufgrund ihrer unfassbar manipulativen Art schafft sie es schließlich doch Bernhard um den Finger zu wickeln. Sie will ihn retten, vor allem will sie mit ihm den Vater töten, ‚unser Geschwür ist der Vater … er dringt uns aus den Poren … kriecht uns den Rache herauf, wenn wir uns verschlucken‘, denn dieser scheint und ist für die Geschwister Kern all ihres Leids. Was es mit dem Vater auf sich hat, wird nicht ganz klar, erst sind beide Elternteile tot, der Vater hat Suizid begangen, dann wiederum lebt er wieder und sie will ihn nun töten um endlich Frieden und Erlösung zu finden. Es wird von liebevollen Szenen mit dem Vater berichtet, dann aber von Missbrauch durch ihn. Das Verhältnis zum Psychiater, den Eva lediglich beim Nachnamen nennt ohne Anrede, ist auch nicht zu durchschauen, zu vertraut, zu eng, zu unprofessionell, wie zwei Bekannte, die sich zum quatschen treffen. Eva’s Ziel ist es Bernhard die Flucht zu ermöglichen, vor den Schläuchen, der Zwangsernährung und mit ihm dann den Vater zu töten. Auf dem Weg zu diesem Ziel erleben wir Eva in ihrem Dasein und einzig aus ihrem Blickwinkel. Das ist manchmal zum schmunzeln, aber nur ganz kurz, denn dann blieb mir an anderen Stellen sinnbildlich der Mund offen stehen. Eva ist nicht nur hoch manipulativ und gefährlich, sie ist auch taktlos, überheblich und hochmütig, süffisant, provokant, zynisch, lakonisch, sarkastisch, unterhaltsam und eine notorische Lügnerin. Was ihr Verhalten den Mitmenschen gegenüber betrifft kennt Eva keinerlei Scheu oder Hemmungen, unterscheidet nicht zwischen fremd und bekannt, zwischen Mitpatient oder Therapeut. 

    Mein Lesejahr 2020 startet direkt mit einem Highlight und ich hoffe sehr weiteres von Angela Lehner zu lesen. Ich werde diesen Roman erneut lesen, ich habe ihn nach dem Lesen bereits mehrmals überflogen, manches sah ich bereits anders, denn das Ende hinterließ mich mit zig Fragen. Manches Mal habe ich mir gewünscht Eva einfach fest zu umarmen und ihr zu sagen ‚alles wird gut‘ und wäre dann aber wohl eine eben solche Lügnerin. Egal was Eva und Bernhard geschehen ist, gut wird es nicht mehr. Ganz ganz klare Leseempfehlung, ein einschlagendes Leseerlebnis mit unvergesslichen Figuren und Geschehnissen.

  8. Cover des Buches Tage mit Leuchtkäfern (ISBN: 9783548286945)
    Zoe Hagen

    Tage mit Leuchtkäfern

     (114)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Antonia lernt eines Abends Fred und seine Freunde kennen. Alle zusammen bilden den ,,Club der verhinderten Selbstmörder‘‘. Jede einzelne Person hat aufgrund seiner Vergangenheit versucht sich das Leben zu nehmen und möchten sich in dem Club gegenseitig helfen. Antonia hat Depressionen und eine Essstörung und schließt sich deshalb dem Club an…

    Dieses Buch hat mich direkt mit dem Klappentext angesprochen. Ich habe auch sofort damit angefangen, als ich es in den Händen hielt. Da ich selbst unter ähnlichen Gedanken leide, wie Antonia, wollte ich unbedingt dieses Buch lesen. Ich weiß leider nicht mehr, ob in diesem Buch eine Trigger Warnung war, ich glaube aber nicht. Deshalb setze ich euch jetzt die Trigger Warnung, die ihr bitte ernst nehmen solltet. In diesem Buch wird alles unbeschönigt dargestellt, was den ein oder anderen sehr triggern könnte. Bitte achtet auf euch!

    Antonia ist 15 Jahre alt und hat in ihrem Alter schon einiges durchgemacht. Sie ist sehr zurückgezogen und introvertiert. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, da ich ähnliche Gedanken wie sie hatte. Dadurch habe ich mich verstanden gefühlt. Antonia schreibt immer wieder Briefe an Gott, in denen sie davon erzählt, wie sie sich fühlt. Das wurde sehr gut dargestellt. 

    Die anderen aus dem Club, Noah, Fred, Fabien, Lynn und Amira sind alles Besondere Charaktere. Alle 5 haben ihre eigenen negativen Erfahrungen gemacht. Gerade die Erfahrungen die sie gesammelt haben, so grausam sie sind, haben sie zu dem gemacht, was sie heute sind. Ich habe alle Protagonisten aus diesem Buch direkt in mein Herz geschossen und werde sich auch vorerst nicht mehr da wieder rauslassen. 

    Der Inhalt dieser Geschichte ist außergewöhnlich. Die Autorin hat hier eine einzigartige und so wichtige Geschichte geschrieben, die ich euch nur ans Herz legen kann. Sie ist etwas Besonderes und wird euch hoffentlich genauso berühren, wie sie mich berührt hat.

    Der Schreibstil von Zoe Hagen ist sehr einfach gehalten. Sie schreibt locker, leicht und flüssig. Beim Lesen hatte ich mehrfach das Gefühl die Autorin würde meine Gedanken dort aufs Papier bringen. Zoe Hagen hat dafür gesorgt, dass ich das Buch innerhalb eines Tages gelesen habe, da ich immer wissen wollte, wie es mit dem Club weitergehen wird. Diese Geschichte ist poetisch und philosophisch.

    In ,,Tage wie Leuchtkäfer‘‘ zeigt und die Autorin wie wichtig Freundschaften sind. Außerdem zeigt sie uns auch, dass man niemals alleine ist, auch wenn man das ganz oft denkt. Zoe Hagen hat über Vertrauen geschrieben und darüber, dass man sich mal auf etwas einlassen sollte. Die Geschichte von Antonia und ihren Freunden habe ich sehr gerne gelesen und kann sie euch nur empfehlen. 

  9. Cover des Buches Die Entscheidung (ISBN: 9783734105227)
    Charlotte Link

    Die Entscheidung

     (270)
    Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibro

    Inhalt:

    Simon möchte Weihnachten mit seinen Kindern an der Südküste Frankreichs verbringen, doch diese springen kurzfristig ab und lassen ihren Vater im Stich. Auch seine neue Freundin hat genug von Simon und gibt ihm kurzerhand telefonisch den Laufpass. Allein und traurig wandert Simon durch den Regen - und trifft dort auf die hilfesuchende Nathalie. Aus Mitleid nimmt er die junge Frau mit in seine Ferienwohnung, nicht ahnend, in welche Gefahren er sich damit selbst bringt...

    Meine Meinung:

    Charlotte Link schafft es gekonnt, die Lesenden an das Buch zu fesseln. Es ist ein flüssiger Schreibstil, geschrieben aus verschiedenen Perspektiven und Orten. Dadurch entsteht ständig ein Informationsdefizit für jeden Handlungsstrang. Nach und nach finden die Fäden zueinander. Dadurch gestaltet sich das Buch insgesamt spannend und man will immer wissen, wie es weitergeht. Es war mir insgesamt recht schnell klar, worum es in der Geschichte insgesamt geht: Sehr zu Anfang ergibt sich eine Szene in Bulgarien, in der ein junges Mädchen ein Angebot auf eine vielversprechende Zukunft im Westen gemacht wird. Weitere Informationsfetzen von anderen Schauplätzen ließen relativ schnell klar werden, mit welchen Gefahren sich Simon und Nathalie konfrontiert sehen... Dennoch war die Geschichte an sich spannend erzählt und konnte mich gut unterhalten.

    Leider konnte ich mich insgesamt nicht so gut mit den Charakteren anfreunden. Simon ist ein Ja-Sager, Nathalie ein naives, verliebtes Mädchen, das einer Illusion hinterherrennt... da hielt sich bei mir der Sympathielevel leider eher gering. Trotzdem tolle Story.

  10. Cover des Buches Wintermädchen (ISBN: 9783473584048)
    Laurie Halse Anderson

    Wintermädchen

     (424)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Lia und Cassie waren die besten Freundinnen. Beide schworen sich in einer Silvesternacht, dass sie die dünnsten der Schule werden. Doch dann stirbt Cassie im Gateway Motel. Für Lia bricht eine Welt zusammen und sie gibt sich die Schuld an ihrem Tod. Nicht den Menschen und dem Internet, die sich ständig über sie lustig gemacht haben. Auch ihr Schwur hat nichts damit zu tun. Nicht einmal Cassies Eltern gibt sie die Schuld. Nein, sie gibt sie sich selbst. Denn sie ist damals nicht ans Telefon gegangen…

    Meine beste Freundin hat damals so von diesem Buch geschwärmt, dass ich es mir auch direkt gekauft habe. Doch leider lag es Ewigkeiten auf meinem SuB und letztes Jahr habe ich es dann geschafft, endlich dieses Buch zu lesen. Und ich habe niemals mit so einer Geschichte gerechnet.

    Vorab möchte ich noch sagen, dass ihr dieses Buch mit Vorsicht lesen solltet. In diesem Buch steht leider keine Trigger Warnung, aber das hat es dringend nötig. Denn in diesem Buch werden sensible Themen unbeschönigt dargestellt. Also spreche ich hiermit jetzt eine dicke Trigger Warnung für dieses Buch aus. Bitte nehmt diese Ernst und achtet auf euch!

    Lia ist eine sehr starke Protagonistin, die gegen ihre Dämonen kämpft. Sie leidet unter Magersucht, Depressionen und selbstverletzendem Verhalten. Dies hat mit ihrer zerbrochenen Familie zutun und mit ihrem Vater, der ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. In diesem Buch werden Lias Gedanken unbeschönigt dargestellt, was ich auf der einen Seit sehr gut finde, da man einen guten Einblick in die Welt eines psychisch kranken Person findet. Aber auf der anderen Seite ist es triggernd für diejenigen, die selbst betroffen sind. Lia hat in diesem Buch eine sehr starke Entwicklung hinter sich, die ich bewundere. Ich glaube, ich hätte nicht die Kraft dafür.

    Cassie, Lias ehemalige beste Freundin, ist ebenfalls an Magersucht erkrankt. Kurz bevor sie im Motel starb, hat sie Lia angerufen. Beide Mädchen hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr, daher ignorierte sie den Anruf. Die Autorin hat es geschafft, die Charaktere authentisch und lebhaft darzustellen. Sie hat recherchiert und macht somit die Geschichte lebendig. 

    Der Schreibstil von Laurie Halse Anderson hat mich tief bewegt. Sie schreibt brutal ehrlich und zeigt einem deutlich, was psychische Erkrankungen mit einem Menschen anrichten. Die Sprache der Autorin ist lebhaft und hat mich damit an die Seiten gefesselt. Das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen, da ich immer wieder wissen wollte, wie es weitergehen wird...

    ,,Wintermädchen‘‘ ist eine Geschichte, die schonungslos ehrlich davon berichtet, dass psychische Erkrankungen kein Kinderspiel sind. Die Autorin hat die Erkrankungen sehr gut dargestellt und oft habe ich mich beim Lesen verstanden gefühlt, da ich manchmal ähnliche Gedanken habe. Das war mein erstes Buch der Autorin und bestimmt auch nicht das letzte!

  11. Cover des Buches Zusammen ist man weniger allein (ISBN: 9783570197134)
    Anna Gavalda

    Zusammen ist man weniger allein

     (3.317)
    Aktuelle Rezension von: Zahn-Fee

    Ein interessantes Buch mit besonderen Protagonisten, welche sich im Zusammenleben mit all ihren verschiedenen Charakteren und  Eigenarten doch irgendwie ergänzen. Herzerwärmend, wie diese Menschen schliesslich den Weg aus ihrer Einsamkeit finden. Ausserdem eine Hommage an Paris, diese Stadt kann ich mir nun recht gut vorstellen, obwohl ich noch nie dort war. Eine schöne Lektüre, ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.


  12. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (495)
    Aktuelle Rezension von: Lauracea

    Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die erste Hälfte ist aus Sicht einer 9 jährigen geschrieben, was für mich sehr ermüdend zu lesen war. 

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass die Autorin eine sehr einzigartige Weise hat mit Worten zu jonglieren und Gefühle auf eine sehr kunstvolle und nachdenkliche Art auszudrücken. Die Betrachtung der kleinen Phoebe auf die Welt sind gut durchdacht und erinnerten mich ein wenig an "der kleine Prinz".

    Aber die Gespräche, die im Buch geschildert werden, empfand ich als künstlich und gestellt. Die Charaktere sehr flach und einseitig. Die Beziehung zwischen den Charakteren ist in der ersten Hälfte noch einigermaßen greifbar. Danach erschien mir alles sehr übertrieben, unnatürlich und dramatisch. 

    Das Thema Magersucht ist die Autorin sehr gefühlsbetont angegangen. Da es zwischenweise doch sehr unter die Haut geht, hat es definitiv in den Händen von Kindern oder Jugendlichen unter 16 Jahren nichts verloren. 

  13. Cover des Buches Tage zum Sternepflücken (ISBN: 9783734101755)
    Kyra Groh

    Tage zum Sternepflücken

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Natalie2886

    Rezension „Tage zum Sternepflücken: Roman“ von Kyra Groh 




    Meinung 


    Als ich mein erstes Buch von Kyra Groh in der Hand hatte, war ich mir sicher nicht mein letztes von ihr gelesen zu haben, denn Kyra hat ein ganz eigene, spezielle, außergewöhnliche Art und Weise, dem Leser Geschichten um die Ohren zu hauen, die allesamt als einzigartig und besonders deklariert werden können. Man kann es nicht anders sagen als, diese Frau beherrscht das Literatur Handwerk meisterlich. 


    Auch in diesem Werk verfiel ich schnell ihrem bildhaften, leicht verständlichen und flüssigen Stil, der aber seine ganz eigene Note hat. Ich glaube mittlerweile sogar sagen zu können, dass ich ihn blind erkenne, er ist von unverkennbarer Wortgewandtheit und hat dazu etwas ganz eigenes, dass ich nicht mal benennen könnte. Es ist einfach ein Kyra-Groh-Stil. 


    Kyra wählte für diese Geschichte die Ich-Perspektive von Layla, welche wir dadurch noch besser kennenlernen. Ihre Gedanken, Handlungen und Gefühle graben sich tief in uns ein, wir lernen sie besser verstehen, können nachvollziehen warum sie was tut und für mich persönlich, wird Layla damit nicht nur zu einer lebhaften, lebendigen Figur, sonder Echt und authentisch, jene der ich von Anfang an gern gefolgt bin. 


    Kyra Grohs Protagonisten sind immer eine Klasse für sich. Äußerst vielschichtig und facettenreich, haben sie stets Ecken und Kanten wie du und ich. Zudem erlebt man es selten das die Gefühls- und Gedankenwelt der Figuren so gut beschrieben und dargestellt wird. Ich litt mit ihnen, fieberte und stand mittendrin an ihrer Seite. Laylas Entwicklung hat mir hierbei sehr imponiert. 


    Aber das ist noch nicht alles denn jede Nebenfigur hat auch ihren Raum und wurde wundervoll dargestellt. Hier kommt keiner zu kurz, niemand wird zur zweitklassigen Randfigur degradiert. Diesen bunten Haufen zu erleben hat mir große Freude bereitet und mehr als einmal musste ich schmunzeln oder lachen. Auch so ein typischer Kyra-Groh-Stil. 


    Zwischen Layla und Julius herrscht eine gewaltige Anziehungskraft und ihre Chemie stimmt von vornherein. Ihr Weg ist nicht leicht und gepflastert durch Höhen und Tiefen, ganz so wie es im Real Life der Fall ist. Ich empfand beide durch ihre Macken und Fehler als absolut menschlich. Von Anfang bis Ende ging ich vor Begeisterung gern den Weg mit ihnen, sah dabei zu wie sie sich entfalteten und entwickelten. Die beiden haben sie tief in mein Herz gebrannt. 


    Die Handlung besticht noch durch einen weiteren Aspekt denn hier wird dem Leser keine 0815 Liebes Duselei geboten, man bekommt auch gleich einen Einblick in die Musical sowie YouTube Welt. Ein äußerst faszinierender Punkt bei dem ich noch einiges gelernt habe. Dies und die Geschichte von Layla und Julius ergeben ein perfekt harmonisches Bild. 


    Wer schon mal ein Buch von Kyra Groh gelesen hat der weiß das diese nicht ohne Humor auskommen. Und zwar die Sorte Bauchmuskelkater Lachanfälle Humor. Insbesondere Layla hatte ein paar Sprüche drauf, da blieb mir glatt die Spucke im Hals. Ich möchte damit aber nicht sagen das dieses Buch nun eine Komödie ist, denn Tiefgang und große Emotionen finden hier ebenfalls ihren Platz. Wie schon gesagt, es ist enorm vielschichtig. 



    Fazit 


    „Tage zum Sternepflücken“ ist ein vielschichtiger New Adult Roman über Familie, Liebe und Musik. Mit einem phantastischen Humor aber auch Tiefgang, versprüht Kyra Groh ihren ganz eigenen Charme. Zudem gibt es hier Buch Figuren zum mitnehmen und tief in der Seele vergraben. Was will man mehr? 


    Mich hat diese Geschichte vom ersten Moment bis zur letzten Seite begeistert, berührt und in den Bann gezogen, dennoch fehlte mir im Gegensatz zu ihren vorherigen Büchern etwas, das ich nicht mal klar benennen könnte, wenngleich ich absolut tolle Lese Stunden hatte. 



    Bewertung 🌟🌟🌟🌟 (4/5)

  14. Cover des Buches Clara und die Granny-Nannys (ISBN: 9783442382996)
    Tania Krätschmar

    Clara und die Granny-Nannys

     (61)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Roman hat mir recht gut gefallen und fesselte mich gleich. Daher eine Leseempfehlung und 4 Sterne. Die Romane dieser Autorin sind immer unterhaltsam. Perfekt für den Urlaub oder für zuhause auf dem Balkon. Ein Punkt ziehe ich ab, da der Roman etwas vorhersehbar war und ich mir mehr Lokales von Berlin gewünscht hätte. 

  15. Cover des Buches Wie viel wiegt mein Leben? (ISBN: 9783959102889)
    Antonia C. Wesseling

    Wie viel wiegt mein Leben?

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Miffy_Nijntje

    In diesem Buch erzählt uns Antonia ihre bisherige Lebensgeschichte die u.a. geprägt ist durch Magersucht und Depressionen. Nicht nur ihre Geschichte sondern auch die Krankheiten werden in diesem Zuge so gut beschrieben, dass man auch als Nicht-Betroffener, viel lernt, dass weit über die gängigen "Klischees" hinausgeht. Horizonterweiternd - auf jeden Fall!

    Das Buch ist gut aufgebaut, sehr gut reflektiert und lässt sich flüssig lesen. Es finden sich viele wertvolle Impulse, Zitate zum Nachdenken und Anregungen, eigene Dinge zu überdenken - auch fernab von den Krankheiten, fürs generelle Leben und die psychische Gesundheit. 

    Danke, für dieses wertvolle Buch, liebe Toni!


  16. Cover des Buches Just Listen (ISBN: 9783423716307)
    Sarah Dessen

    Just Listen

     (328)
    Aktuelle Rezension von: Jecquella_Higgs

    Funkstille kann unerträglich sein.

    Vorallem wenn dieser Funke Elend zwischen dir und einer besonderen Person steht. Ein Raum zwischeneinander voller ungesagter Wörter, verloren geglaubter Hoffnung, vergoldeten Chancen.

    Und zufällig hörst du genau diese eine CD. Du erwartest viele gute Lieder. Doch genau das, was du hörst, schafft dir Platz für viel mehr als gute Lieder. 

    Erkenntnis.

    Hoffnung.

    Das, was du niemals erwartet hättest.

    Also höre gut hin. Denn wie du hörst, hörst du nichts..."

    - Durch das Buch lernte ich mit der Stille Freundschaft zu schließen. Kein Haufen Elend. Nein, sondern Medizin!

    Eure Jecquella_Higgs :)


  17. Cover des Buches Das Lächeln der Leere (ISBN: 9783570309261)
    Anna S. Höpfner

    Das Lächeln der Leere

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Worum geht es?
    Mit gerade einmal 14 Jahren weist sich Anna in eine Klinik für Essstörungen ein. Nicht, weil sie das will. Eher aus Angst davor, in einem städtischen Klinikum zu landen und dort diese grauenhaften Kalorienshakes trinken zu müssen. Nicht einmal mehr 40 Kilo bringt das junge Mädchen auf die Waage und empfindet sich dennoch noch immer als viel zu dick. Ihr Leben ist ein ständiger Kampf zwischen dem Wunsch endlich wieder gesund zu sein, das intuitive Kalorienzählen endlich abzustellen und der Hoffnung, noch mehr abnehmen zu können.
    Eindrucksvoll beschreibt die Autorin in ihrem autobiografischen Roman den steinigen Weg aus der Magersucht heraus. Zusammen mit anderen Leidensgenossinnen bestreiten sie so nicht nur den harten Klinikalltag, sondern bieten Ana (umgangssprachliche Bezeichnung für Anorexia nervosa) die Stirn. Doch wird Anna je wieder gesund sein?

    Fazit
    Die noch sehr junge Autorin verfügt über eine wahnsinnige Wortgewalt. Ich als Leser musste immer wieder staunen, dass Höpfner dieses Buch in einem zarten Alter von gerade einmal 15 Jahren zu Papier gebracht hat. Trotz der sehr anspruchsvollen Zeilen, sind ihre Worte für jedermann verständlich.
    Das Buch teilt sich in die verschiedenen Wochen des Klinikaufenthalts. Woche für Woche fiebert man mit und hofft, dass Anna wenigstens ein paar Gramm zugenommen hat, damit endlich gemeinsam mit ihren Zimmergenossinnen essen darf, ...
    Da der heutige Markt überflutet scheint von Büchern, die sich um das Thema Essstörung drehen, rümpfte auch ich anfangs ein wenig die Nase. Meist wird dabei aber der Weg in die Krankheit Magersucht erzählt. Deshalb war es hier viel spannender, Anna beim gesund werden zuzuschauen. Meiner Meinung nach baut sich direkt eine Beziehung zwischen Leser und Autor auf.
    Leider aber war mir die Geschichte dann doch etwas zu knapp gehalten, beziehungsweise nicht trefflich genug. Zeitweise schien es, als sei der Kampf gegen Ana einem Sonntagsspaziergang gleichzusetzen. Schade..
    Trotzdem absolut lesenswert!

  18. Cover des Buches Das Morgen ist immer schon jetzt (ISBN: 9783570172667)
    Patrick Ness

    Das Morgen ist immer schon jetzt

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Jica
    "Das Morgen ist immer schon jetzt" von Patrick Ness habe ich hauptsächlich wegen des Titels gelesen. Er hat direkt zum Nachdenken angeregt und neugierig auf die Geschichte dahinter gemacht. Da das Buch ein Spontankauf war, wusste ich nicht, dass auch Fantasy Elemente vorhanden sind. Es war sehr verwirrend, als plötzlich von sogenannten "Indie Kids" die Rede war, ohne Erklärung, wer oder was diese Kinder sind. Nachdem ich mir dann die Zusammenhänge erschlossen habe, wurde das Buch unglaublich gut! Patrick Ness hat einen angenehmen Schreibstil und lässt auch viele Problemthemen scheinbar mühelos mit in die Geschichte einfließen. Es gab viele Situationen, die mich zum Nachdenken gebracht haben und ich lese dieses Buch immer wieder gerne.
  19. Cover des Buches Hexenlied (ISBN: 9783789110528)
    Antonia Michaelis

    Hexenlied

     (43)
    Aktuelle Rezension von: frollein_line

    Hexenlied von Antonia Michaelis ist mir als erstes wegen dem großartigen Cover aufgefallen. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mein einziger Gedanke, dass ich das Buch einfach sofort lesen muss. Also hab ich es mir ohne weiter darüber nachzudenken sofort gekauft und mit dem lesen begonnen. Mein Gefühl hat mich zum Glück nicht getäuscht...

     

    Hexenlied ist eine Geschichte auf die man sich einlassen muss ohne anfangs zu viel zu zerdenken. Lässt man dies als Leser zu erwartet einem ein grandioses Buch in dem mit der eigenen Wahrnehmung gespielt wird. Der Anfang war ehrlich gesagt auf Grund des  Schreibstils leicht holperig aber ich kam dann doch sehr schnell rein und war ab da absolut von der Geschichte gefesselt und begeistert.

    Der Schreibstil der Autorin ist leicht speziell aber dennoch einfach und tiefgründig. Antonia Michaelis ist für mich eine Meisterin der Wörter. Die Sätze hüllen ein förmlich ein und lassen die Geschichte lebendig wirken.

     

    Wir lesen das Buch in der Ich Form aus der Sicht von Tim. Die Stimmung im Buch hat dauerhaft eine düstere aber leise Note. In der Story spielen die Charaktere neben ihres echten Leben ein Theaterstück indem es um Hexerei geht. Die Realität und das Theaterstück wabern immer mehr zusammen und die Protagonisten sowie die Leser wissen nur noch schwer was echt und was gespielt ist. Oder ist doch alles ein großes Ganzes?

    Dem Leser wird hier in langsamen Schritten die unschöneren Seiten des Lebens, die es nun mal leider immer mehr zu geben scheint, aufgezeigt. Die Frage ist wer bin ich wirklich, wer will ich sein und mit welchen Ich bin ich zufrieden?!

     

    Ich möchte hier nur etwas zu meinem liebsten Charakter sagen: zu Lilith. Sie spielt im Theaterstück die mexikanische Hexe "la bruja". 

    Lilith ist für mich ein unglaublich starker und einzigartiger Charakter. Ich mag sie unwahrscheinlich gerne da sie es schafft die Wahrheiten zu erkennen und vorurteilsfrei zu Leben. Dabei hat sie selbst kein einfaches Leben.

    Einige der Charaktere haben mit Abgründen in ihrem Leben zu kämpfen und Geheimnisse vor anderen aber auch vor sich selbst. Die Mischung der einzelnen Personen hat mir gut gefallen.

     

    Mich hat die Geschichte komplett eingenommen und gepackt obwohl ich oft ein beklemmendes Gefühl verspürt habe. Zwischendrin und auch danach musste ich viel     darüber nachdenken. Durch die überschrittene Grenze von Realität und Fiktion wusste ich trotz vorhersehbarer Einzelheiten dann doch nicht immer wo die Wahrheit liegt.

     

    Dieses Buch ist mein persönliches Meisterwerk. 

  20. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783746637600)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

     (383)
    Aktuelle Rezension von: Scarbooks


    Es gibt Bücher, die man so schnell nicht wieder vergisst, aus ganz verschiedenen Gründen. Mal sind sie besonders grausam, mal sehr traurig oder aber auch lustig, wieder andere brennen sich aufgrund extremer Fiktion oder Realität ins Hirn (mal mehr, mal weniger lange) oder oder oder ... und dann gibt es auch noch jene, die so außergewöhnlich sind, dass man sie ganz fest im Herzen einschließen und am liebsten gar nicht mehr heraus lassen möchte. 



    “Die Vegetarierin” gehört für mich absolut und unbedingt zu den Außergewöhnlichen und Besonderen! Ein kleiner Schatz, der es trotz der nicht mal vielen Seiten geschafft hat, mich aus den Socken zu hauen und ganz tief zu beeindrucken! Ja, ich bin verliebt. Verliebt In diese “andere”, überraschende, ungewöhnliche und ergreifende, tiefe Geschichte. 
    Das Kuriose daran: Ich kann nicht mal genau sagen, wieso! Sie hat mich einfach gepackt und vollkommen unerwartet den richtigen Nerv getroffen. 



    Eine Geschichte voller Kunst, Emotionen, Verwirrtheit, Wahrheit, Geheimnisse, Wünsche & Träume, die durch einen ziemlich nüchternen und klaren Schreibstil, der aber dennoch oder gerade deswegen so gut passt, dafür sorgte, dass ich nach Beenden dieses Werks ganz tief und ... ja, ich würde fast sagen schwermütig geseufzt und durchgeatmet habe. 



    Erzählt wird aus drei Perspektiven, beginnend mit dem Ehemann Yong-Hyes, der erzählt wie sich seine Frau plötzlich verändert, nachdem sie beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Während sie sich immer mehr zurück zieht und seltsam scheinende Eigenarten entwickelt, die niemand – erst recht nicht ihre eigene Familie – nachvollziehen und verstehen kann, zweifelt er einfach immer mehr an ihrem gesunden Menschenverstand. Aber das ist noch nicht alles ... 



    Dann bekommt der Leser Einblicke in die Sicht des Schwagers, der sich auf eine schräge Art auf die immer distanziertere und abbauende Vegetarierin zu fixieren scheint und bald nur noch eines im Kopf hat ... seine Kunst. 



    Und zuletzt begleiten wir Yong-Hyes Schwester, In-Hye, die die einzige aus der Familie ist, die noch Kontakt zu der “Kranken” hat und sie regelmäßig an dem Ort besucht, an den es Yong-Hye nach all den Ereignissen und Geschehnissen verschlagen hat ... 



    Dieses Buch ist eine solche Bereicherung und so schön. Es fällt mir schwer, die richtigen und passenden Worte zu finden. Ich liebe es. 
    Und auch wenn ich weiß, dass es sicherlich nicht jedermanns Sache ist, möchte ich dieses kleine Kunstwerk jedem ans Herz legen, der sich auf das von mir Erwähnte & Beschriebene einlassen möchte und kann. 



    Eine ganz klare Leseempfehlung und ein dazu.


  21. Cover des Buches 17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte (ISBN: 9783522504522)
    Karolin Kolbe

    17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte

     (63)
    Aktuelle Rezension von: lion1381

    17 Briefe 

    oder der tag an dem ich verschwinden wollte


    Line wollte verschwinden. Weg von dem alten Leben, weg von Problemen mit ihrem Vater. Zum Abschied schreibt sie einen Brief und versteckt ihn an dem Flussufer. Ihr Brief wird gefunden und der Finder, welcher von ihren Worten berührt ist schreibt zurück. Es entwickelt sich eine Brieffreundschaft und sie hätte nie gedacht wer der Autor ihrer Briefe ist.

    Ich konnte mich gut in die Probleme der Protagonisten hineinversetzen und natürlich auch in die Personen selbst. Line ist etwas komisch und ich finde gerade das macht sie so interessant, natürlich und auch realitätsnah.

    4 Sterne von mir.

  22. Cover des Buches Manche Mädchen müssen sterben (ISBN: 9783764530693)
    Jessica Warman

    Manche Mädchen müssen sterben

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Stinsome
    Worum geht es?

    Liz kann sich nicht beklagen: Sie hat alles. Vor allem einen wunderbaren Freund und einen Platz ganz oben auf der Beliebtheitsskala ihrer Schule. Aber sie stirbt und auf einmal ist sie als Geist imstande, in Erinnerungen einzutauchen und die Lebenden in ihrer Trauer – und bei ihren Geheimnissen – zu beobachten. Jedoch kann sie sich nur noch an winzige Details ihres Lebens erinnern, alles Wichtige ist weg, vor allem die Nacht, in der sie starb. Die einzige Person, mit der sie sprechen kann und die ihr mitteilt, dass ihre Erinnerungen nach und nach wiederkommen werden, ist Alex – ein Junge, der auf ihre Schule ging und vor sechs Monaten starb. Aber warum macht Alex den Eindruck, als könne er sie nicht leiden – ja, als würde er sie sogar hassen? Liz muss sich ihren Erinnerungen stellen und dabei feststellen, dass sie vielleicht nicht der gute Mensch war, für den sie sich hielt …

    Meine Meinung

    Ich war zu Beginn des Buches ein klein wenig skeptisch. Ich denke, das kann mir keiner verdenken, denn die Protagonistin entpuppt sich innerhalb weniger Seiten als unglaublich oberflächlich. Ich habe mich gefragt, wie ich es bewerkstelligen soll, mich über 400 Seiten mit einer Protagonistin zu identifizieren, die sich sogar nach ihrem Tod noch über Geld und ihren Beliebtheitsstatus definiert. Aber diese Oberflächlichkeit war so demonstrativ zur Schau gestellt, dass mir klar war, das wird sich so nicht bis zum Ende halten – und so gab ich diesem Buch eine Chance. Zum Glück.

    Nach anfänglicher Skepsis habe ich mich in den Schreibstil der Autorin verliebt. Jessica Warman vollbringt es, eine Geschichte so bildhaft und eindrucksvoll zu erzählen, dass ich mich fühlte, als würde ich einen Film schauen. Ich sah die einzelnen Szenen vor meinem geistigen Auge, fühlte mich, als würde ich neben Liz (und Alex) stehen, in ihre Erinnerungen eintauchen oder ihre Liebsten in der Gegenwart begleiten. Und auch in den weniger schönen Momenten hatte ich das Gefühl, hautnah dabei zu sein.

    Wegen dieses Kopfkino-Schreibstils klebte ich an den Seiten. Ich habe mich in keiner Szene gelangweilt, sondern die glücklichen Momente in mich aufgesogen, während ich in den schrecklichen, unbehaglichen und bedrückenden Szenen mitgefiebert habe, weil ich wissen wollte, wie Liz gestorben ist. War es wirklich ein Unfall oder doch … Mord? Haben ihre Freunde etwas damit zu tun?

    Die Geschichte, die uns Jessica Warman so bildgewaltig erzählt, geht aber über die bloße Frage nach den Geschehnissen um Liz‘ Tod weit hinaus. All das ist in einen viel größeren Zusammenhang eingebettet und mit jeder Erinnerung fügt sich eines der vielen Puzzleteile an seinen Platz. Immer wieder kommen neue Aspekte auf, die ein ganz anderes Bild ergeben und alle bisherigen Vermutungen über den Haufen werfen. Man kann zu Beginn des Buches gar nicht erahnen, wohin sich alles entwickeln wird, denn dafür ist das Bild noch viel zu unvollständig.

    Trotzdem gab es – sagen wir nach der Hälfte des Buches – einen Punkt, als sich langsam eine Ahnung in meinem Kopf manifestierte, die mir zumindest die eine Auflösung (denn es gibt zwei große „Twists“) vorwegnahm. Die Autorin legte zu offensichtliche Hinweise, die man als Leser schnell richtig deutet, wenn man eins und eins zusammenzählen kann. Das schmälerte dennoch nicht die Wucht der Emotionen, die auf mich einprasselten, als Liz endlich in besagte Erinnerung eintauchte. Ich glaube sogar, gerade wenn man weiß, was einen im Laufe dieser Erinnerung erwartet, entfaltet dieser Moment überhaupt erst seine bedrohliche, erdrückende Wirkung.

    Was den anderen großen Twist angeht, so lässt sich dieser wohl auch erahnen. Ich war jedenfalls nicht überrascht. Zwar sind die Hinweise diesbezüglich etwas rarer gesät, aber man kann es dennoch kommen sehen, wenn man von Anfang an aufmerksam gelesen hat. Normalerweise enttäuscht es mich sehr, wenn ich Twists kommen sehe, aber hier hielt sich meine Enttäuschung in Grenzen. Dafür ist die Geschichte zu komplex, zu durchdacht, zu bewegend und zu erschütternd. Sie vermag es, auch ohne Überraschungseffekt zu schockieren und dem Leser vielleicht sogar – wie mir – eine Träne zu entlocken, denn letztendlich darf man nicht vergessen: Unsere Protagonistin ist tot. Kann es da überhaupt ein Happy End geben?

    Was ich mir vom Ende erhoffte, war eine 180-Grad-Wendung der Protagonistin, die zu Beginn wirklich nicht durch ihr nettes Wesen glänzt. Da ist dieser Junge bei ihr, Alex, der auf ihre Schule ging und vor sechs Monaten gestorben ist – und er ist unbeliebt, alles andere als reich und hat fast keine Freunde. Liz hätte sich vor ihrem Tod nicht im Traum mit jemandem wie ihm abgegeben und das lässt sie ihn auch deutlich spüren. Dadurch war ich ihr gegenüber sehr skeptisch, aber ich ging stark davon aus, dass hier ihre Charakterentwicklung ansetzt. Aber so einfach ist es nicht. Liz‘ Erinnerungen zeigen, wie scheußlich sie sich benommen hat, was für ein schlechter Mensch sie sein konnte, aber wir sehen auch andere Seiten, die zum Nachdenken bringen, ihre Weste aber auch nicht auf einmal weiß färben.

    »Mir wird bewusst, dass der Charakter eines Menschen niemals nur schwarz und weiß ist. Da ist immer auch noch jede Menge grau.« (S. 375)

    Ich würde Liz nicht als Freundin haben wollen, aber ich habe doch mit ihr mitgefühlt und geweint. Und das muss man als Autor erstmal schaffen.

    Ein Aspekt hat mich aber tatsächlich überrascht: die Liebesgeschichte. Es ist eine Seelenverwandtschaft, die wahre Liebe, die mich nicht nur einmal zum Lächeln und auch zum Weinen gebracht hat. Die mich erst traurig und dann wieder glücklich gemacht hat. Aber – ohne zu viel verraten zu wollen – sie war nicht so, wie ich sie erwartet habe. Und darüber bin ich wirklich froh.

    Fazit

    Eine spannende, gut durchdachte und vielschichtige Geschichte, bildgewaltig und erschütternd erzählt, sodass der Leser in einigen Momenten von einer gewaltigen Flut an verschiedensten Emotionen überrollt wird: Grauen, Schock, Glück, Freude, Wehmut. Kommt ohne große Überraschungen, aber doch mit ausgeklügelten, spannenden Twists daher und lässt den Leser nachdenklich zurück. 4 Sterne.

  23. Cover des Buches Mit Blick aufs Meer (ISBN: 9783442747009)
    Elizabeth Strout

    Mit Blick aufs Meer

     (165)
    Aktuelle Rezension von: wildergemuesegarten

    Das Buch ist weniger ein Roman als eine Sammlung von Kurzgeschichten. Einziger roter Faden durchs Buch ist Olive Kitteridge, die man zu verschiedenen Lebensabschnitten antrifft. In manchen Geschichten nimmt sie einen großen Teil ein, in anderen wird sie nur in 1-2 Sätzen erwähnt.

    Die Gemeinsamkeit aller Geschichten ist, dass es um Menschen geht, die an einem Punkt ankommen, an dem ihr Leben eine Wendung nimmt - entweder durch einen Schicksalsschlag oder durch eine bewusste oder unbewusste Handlung. Viele Geschichten sind sehr anrührend, zart und berührend erzählt, und immer  mit einer kleineren oder größeren Portion Melancholie.
    Vor allem die ersten 3-4 Geschichten und die letzte waren sehr berührend. Gerade diese hätte ich mir sehr als fortführenden Roman gewünscht.
    Strout kann unglaublich gut erzählen und Charaktere und Emotionen sehr zart und dennoch kräftig zeichnen. Das Ende der Kurzgeschichten lässt immer noch sehr viel Raum für die Fantasie des Lesers.

  24. Cover des Buches Acht Wochen verrückt (ISBN: 9783492274685)
    Eva Lohmann

    Acht Wochen verrückt

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Mila ist in ihrem Dasein „ver-rückt“ hat Depressionen und beginnender Burn-out - sie soll erst einmal 8 Wochen in eine Klinik die sich ihrer annimmt.
    Ihr begegnen dort unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichsten Diagnosen und auch mir als Leser gibt es Einblick in diese Art Klinik.
    Humorvoll, ergreifend und lehrreich erzählt Mila uns ihre Geschichte. Ein sehr gutes Buch 

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