Bücher mit dem Tag "magical realism"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "magical realism" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9783847905875)
    Neil Gaiman

    American Gods

     (363)
    Aktuelle Rezension von: Laubblatt

    Für eine tolle Geschichte ist alles da: Figuren mit Vergangenheit, skurrile Orte und Geheimnisse, die es zu lüften gibt. Allerdings werden alle Orte, Personen und Geschichten durch keine Emotionen, keine Farben verbunden. Aus diesem Grund hinterliess das Buch wenig Spuren in mir. 

    Es gibt zwei Schauplätze im Buch, bei denen mich die Handlung und der Schreibstil an Coraline erinnert hat. Hätte sich Neil Gaiman stärker auf einen Ort und die Personen dort konzentriert, wäre das Buch mehr nach meinem Geschmack geworden.

  2. Cover des Buches Chocolat (ISBN: 9783548252445)
    Joanne Harris

    Chocolat

     (215)
    Aktuelle Rezension von: Nici_92

    Zauber und Erregung ergreifen die Bewohner Lansquenets, als Vienne Rocher gleichsam aus dem Nichts in dem verträumten Dorf im Süden Frankreichs auftaucht. Die geheimnisvolle Fremde eröffnet Die Himmlische Praline, eine Chocolaterie der ganz besonderen Art - ausgerechnet zum Auftakt der Fastenzeit und direkt gegenüber der Kirche. Pfarrer Raynaud, der sich als moralischer Hüter der Gemeinde versteht, sieht in der unkonventionellen Frau eine ernsthafte Bedrohung für seine Herde - und beginnt zu handeln.


    Also ich konnte im Nachhinein, gar nichts mit der Geschichte anfangen, da mich die Handlung nicht wirklich angesprochen hat. Die komplette Story war für mich ziemlich langweilig. Mir fehlte teilweise auch der Reiz, überhaupt weiter zu lesen, was teilweise auch am Schreibstil lag. Meinen Geschmack hat es jedenfalls nicht getroffen. 

  3. Cover des Buches Das Flüstern des Schnees (ISBN: 9783442752898)
    Alexi Zentner

    Das Flüstern des Schnees

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden

    Der Autor bringt sehr gut rüber, was es bedeutet, in einer abgeschiedenen Welt, fern vom Lärm und der Betriebsamkeit einer großen Stadt zu leben. Seine Geschichte spielt in einem kanadischen Kaff, ein Ort, den Goldsucher gegründet haben und in dem jetzt Der Holzhandel dominiert. In dieser Einsamkeit lebt die Familie des Erzählers seit drei Generationen, der Erzähler reiht Anekdoten der Familienhistorie aneinander: das ist aufgrund der Zeitsprünge manchmal verwirrend und hat mich als Leserin nicht immer begeistert. Nicht alle Szenen, die geschildert werden, sind wirklich spannend und nicht jeder Dialog führt hier irgendwo hin oder hat tiefere Bedeutung. Was dem Autor jedoch gelingt, ist die Schilderung der Lebensumstände hier oben, in den Wäldern Kanadas. Die harten und langen Winter, der Schnee, die Kälte ... das kam einem beim Lesen  sehr nah. Dafür gibt es großzügige vier Punkte, denn die Handlung hakt ansonsten des Öfteren. Keine unbedingte Leseempfehlung ... es sei denn, man ist Kanadafan...

  4. Cover des Buches The Graveyard Book (ISBN: B0051XVQ1I)
    Neil Gaiman

    The Graveyard Book

     (85)
    Aktuelle Rezension von: DaisiesDaffodilsAndOtherLetters


    Dear Daisy,

    Oh wow, it’s so strange to be back among the living. Okay, that sounds weird. Let me explain myself: I just came back from my trip to The Graveyard Book by Neil Gaiman. You’ve probably heard of it before as it has already been released in 2008 by Bloomsbury and has been hugely popular (as far as I can tell now that I’m finally looking into it) ever since.


    The novel follows the story of a boy: Bod, short for Nobody. After his family is brutally murdered, he grows up in a graveyard. But he isn’t alone: all the ghosts (and other beings) there watch him grow up and help in every way possible. But can a living boy find happiness among the dead?


    To be honest, I find it very hard to pinpoint exactly what made me love this book so much. It’s written in a third-person narrative and although it initially felt episodic, when Bod learned the stories of the different inhabitants of the graveyard, I was very much positively surprised by all of those narratives coming together in the end. Not that I didn’t like the little stories that are told throughout the chapters. They are amazing – it’s just a plus that they all fit into another overarching narrative.


    I think a major part of why I loved this book so much is the characters: they are extremely well written and I actually felt like getting to know them just as Bod was doing the same. In a way, we grew up on that graveyard together. In a way, it’s actually “just” a story about a boy stumbling through life and trying to figure out what is right and what isn’t; and that maybe, sometimes, it’s okay to not know. That the most important thing is having a family – although that doesn’t necessarily mean that one’s actually related to them or that they fit the social norms; family as in people to catch you when you fall. This book just felt like a blanket full of love and comfort. A book stressing the beauty of living.


    I feel like I can’t really say much else about this book without taking too much away already. But should you ever be in need of a comfort-book: this one should be among the ones you consider. It worked for me – more than perfectly.


    Love,

    Daffy


  5. Cover des Buches Beloved (ISBN: 1400033411)
    Toni Morrison

    Beloved

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Und wieder ein Buch von meiner Leseliste abgehakt. Auf dieses hier war ich wirklich schon sehr gespannt - immerhin war es eines von den Büchern, die ich mehr oder weniger frei wählen durfte. Und dieses hier ist mir schon in der letzten Vorlesung über amerikanische Literatur ins Auge gestochen. Teils deswegen, weil Toni Morrison nur so oberflächlich behandelt wurde, obwohl sie Nobelpreisträgerin ist. Ich meine, wenn man ganze Vorlesungstermine Edgar Allan Poe widmen kann, warum dann nicht zumindest einen halben für Toni Morrison aufbringen und sie nicht nur in einem Nebensatz erwähnen? Der zweite Grund, warum mir dieser Text im Gedächtnis geblieben ist, ist der Inhalt: Die Sklavin Sethe flieht nach Ohio, wo sie aber bei weitem nicht so frei ist, wie sie es sich erhofft hat. Gerade ihr Kopf hält sie davon ab, endlich kein Eigentum mehr zu sein. Da sind so viele schreckliche Erinnerungen, so viele Ängste und so weiter. Dieser Roman spielt 18 Jahre später. Sethe wird immer noch von ihrer Vergangenheit verfolgt, vor allem aber von der Erinnerung an ihre kleine Tochter, die ohne einen Namen starb. Auf ihren Grabstein hat sie das Wort "Beloved", also "Geliebt" eingravieren lassen. Und dieses Kind spukt immer noch durch Sethes Leben - im wahrsten Sinne des Wortes...

    Ich habe lange gebraucht, um mit diesem Text warm zu werden. Besonders schwierig war für mich die Sprache, mit der die Autorin gearbeitet hat. Klar ist das streng genommen einfach nur Englisch, also eine Sprache, die ich durchaus beherrsche oder zumindest können sollte. Das Problem war, dass mit Dialekten gearbeitet wurde, der Syntax untypisch war und manche Wörter verkürzt. Teilweise war die Grammatik auch "falsch". So, wie das halt mit Dialekten so ist. Ich bin aus Tirol, ich weiß also, wie das so ist. Und irgendwann hab ich mich auch daran gewöhnt, nur der Einstieg war halt ziemlich schwierig.

    Was mir außerdem an diesem Buch ins Auge gestochen ist, ist der Mangel an sympathischen Figuren. Das ist kein Kritikpunkt, aber es ist mir aufgefallen. Normalerweise ist es ja doch so, dass die meisten Autoren und Autorinnen zumindest eine Figur einbauen, mit der sich der Leser identifizieren können soll, zumindest ein bisschen. Morrison hat darauf nicht wirklich viel Wert gelegt. Die Figuren waren alle ziemlich düster gezeichnet und mir war von Seite 1 klar, dass ich total verstehe, warum diese Familie von den anderen Einwohnern der Stadt gemieden wird. Und da wusste ich noch gar nicht, was eigentlich passiert ist. Das erfährt man als Leserin nämlich erst später im Buch. Es gibt von Anfang an Andeutungen und ich hatte schon sehr früh eine Vermutung, aber wow! Mit diesem Verlauf der Geschichte habe ich wirklich nicht gerechnet!

    Mein Fazit? Ein sehr spannender Klassiker, den ich aber auf sprachlicher Ebene doch eher schwierig zu verstehen fand.

  6. Cover des Buches The Gracekeepers (ISBN: 9781784700133)
    Kirsty Logan

    The Gracekeepers

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Mareia
    Der Schreibstil
    Ihr wisst, dass ich gerne englische Bücher lese. Aber dieses hier war ein echt zäher Brocken, denn der Schreibstil von Kirsty ist einfach sehr poetisch und deswegen nicht gerade einfach... Ich muss sagen, teilweise habe ich Shakespeare (zumindest mit Übersetzungshilfe ;D) besser verstanden... Man kann auf jeden Fall sagen, dass der Schreibstil der Autorin unverwechselbar ist. Aber leider macht es das Verständnis eben teilweise sehr schwer... Vor allem in einer anderen Sprache. Ich denke, sollte es noch übersetzt werden, lese ich es noch einmal auf Deutsch.
    Die Handlung
    The Gracekeepers ist eine ziemlich ruhige Geschichte. Die magische Welt, die die Autorin konstruiert, ist wirklich beeindruckend und zeigt seine ganz eigene Atmosphäre. Dabei wird die Geschichte abwechselnd von North und Callanish erzählt. Das machte es mir aber auch wieder schwerer, bestimmte Aspekte zu verstehen. Außerdem finde ich, dass die Geschichte teilweise ein wenig vor sich hinplätschert, ohne dass groß was passiert...
    Die Charaktere
    Die beiden Protagonisten sind sympathisch, denke ich. Doch gerade zu Beginn empfand ich sie als relativ undurchschaubar und flach. Erst später konnte ich zu den beiden durchdringen...
    Fazit
    Die Welt und die Idee gefall mir ziemlich gut. Aber zum Einen ist es für mich auf Englisch einfach vieles nicht verständlich genug gewesen und auch die Charaktere waren teilweise schwer nachzuvollziehen.
  7. Cover des Buches Kafka On The Shore (ISBN: 9780739455418)
    Haruki Murakami

    Kafka On The Shore

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Sakuko
    Kafka on the Shore erzählt parallel die Geschichten von zwei Männern, die sich beeinflussen und formen, sich aber nie treffen.

    Zum einen geht es um den 15- jährigen Kafka Tamura der von zu Hause wegläuft weil sein Vater ihm prophezeit hat, dass er ihn töten würde und mit seiner Mutter und Schwester schlafen würde. Eine Prophezeiung wie Ödipus sie erhalten hatte. Dennoch möchte er auch nach seiner Mutter und Schwester suchen, die ihn und seinen Vater verlassen haben, als er vier war. Er reist auf die Insel Shikoku wo er durch die freundliche Hilfe des jungen Trans-Mannes Oshima Zuflucht in einer privaten Bibliothek findet und die ältere Miss Saeki kennenlernt.
    Zeitgleich begleiten wir Nakata, ein älterer Mann der durch eine Begebenheit in seiner Jugend geistig beeinträchtigt ist. Er redet seltsam und kann weder lesen noch schreiben. Er hält sich durch die Suche nach verloren gegangen Katzen über Wasser, mit denen er reden kann. Er trifft auf einen seltsamen Mann der ihn zu einer furchtbaren Tat zwingt. So aufgewühlt beginnt er eine Schicksals-gesteuerte Reise nach Shikoku.

    Das Buch ist sehr tiefsinnig, fast metaphysisch geschrieben. Es beginnt als eine recht einfache Geschichte eines jungen Mannes, der von zu Hause wegläuft, und den Freunden, die er auf seinem Weg macht, eine alltägliche Geschichte. Aber um so weiter die Geschichte sich entwickelt, um so mehr Rätsel werden uns aufgegeben. Wie hängen die Handlungsstränge zusammen, wie hängen die Charaktere zusammen? Es wird angedeutet, das alle diese Begegnung schicksalhaft und relevant sind.
    Es passieren sehr viele seltsame, magische, ungewöhnliche Dinge. Es gibt Geister, Menschen die mit Katzen reden können, Fische und Blutegel die vom Himmel fallen.
    Dennoch werden in der Geschichte auch immer wieder die alltäglichen Handlungen hervorgehoben und wiederholt. Dinge wie Essen kochen oder Körperpflege, die sonst in Geschichten meist übergangen werden, werden immer wieder thematisiert, nicht langwierig und langweilig, aber merklich vorhanden.
    So bekommen das Normale und das Seltsame gleichermaßen ihren Raum.
    Das hat den teilweise seltsamen Effekt das das Buch zwar offensichtliche Fantasyelemente hat, aber sich nie wie ein Fantasybuch anfühlt, ja im Gegenteil oft sehr mundan wirkt. Für mich als Fantasyfan ein seltsames, verwirrendes Gefühl.

    Wichtige Motive des Buches sind die Bedeutung und Kraft von Musik, die Relevanz von Erinnerungen, besonders an eine bestimmte Person, Selbstständigkeit und Eigenständigkeit, Träume als Beginn der Realität und die Kraft einer Prophezeiung.

    Letztendlich bietet das Buch keine Auflösung zu all seinen Rätseln. Manche kann man aus dem Kontext und Dialogen erraten, aber die Rätsel greifen ineinander und sind sehr komplex. Man muss oft zurück blättern und bestimmte Dinge nachlesen um auch nur einen Teil der Geheimnisse zu verstehen.
    Ich muss ehrlich sagen das ich mich am Ende des Buches etwas dumm gefühlt habe, weil ich nicht alle Zusammenhänge erkennen konnte, und sicher immer noch nicht kann.

    Dies ist das dritte Buch von  Murakami und ich muss sagen, dass ich es nicht annähernd so faszinierend und liebenswert fand wie Hard-Boiled Wonderland, aber um Längen besser als Colorless Tsukuru Tazaki. 
    Mir fehlte etwas der Humor und das haarsträubend Absonderliche von Hard-Boiled Wonderland, dafür bietet einem das Buch viel mehr ineinandergreifende Ebenen und ein realistischeren Ausblick. Was einem mehr gefällt ist aber wohl eine rein persönliche Vorliebe.

    Eine Warnung zum Schluss, das Buch hat 2 recht brutale Mord/Verletzungsszenen, eine mit Gewalt gegen Tiere, die ich schon etwas verstörend fand. Persönlich sehe ich sie als relevanten Teil des Buches an, sie sind also nicht einfach nur so dort drinne, aber wer mit so etwas nicht klar kommt, sollte vielleicht ein anderes Buch wählen.
  8. Cover des Buches Winter's Tale (ISBN: 0156031191)
    Mark Helprin

    Winter's Tale

     (4)
    Aktuelle Rezension von: sally1383

    Kritik:

    Cover: Ein Liebespaar vor der Skyline einer Stadt, New York. Im Hintergrund ein helles Licht. Es ist Nacht und der Himmel dunkelblau ohne Sterne. Also was erwarte ich: eine Lovestory.

    Handlung: Vielleicht hatte ich die falschen Erwartungen, vielleicht habe ich die Botschaft des Buches nicht verstanden, aber ich bin nie in dieses Buch hinein gekommen. Über hunderten von Seiten werden mir Charaktere vorgestellt. Dies geschieht in wunderschoner Sprache, das muss man dem Autor lassen. Doch ich konnte zu keinem Zeitpunkt einen roten Faden erkennen. Wo ist Peter Lake und wo ist Beverly? War uns nicht eine Liebesgeschichte versprochen? Doch über den Großteil des Buches sind die zwei nicht vorhanden. Und die anderen Charaktere, die sich verlieben, tun dies, weil der Autor das jetzt so will, so scheint es. Ich hab da jedenfalls keine Romantik gespürt.

    Magisches? Ja magisches gab es viel. Vieles, was man nicht mit Physik erklären kann. Doch eine megische Liebe? Nein. Ein Märchen? Nein. Für mich war es einschläfernd und super anstrengend zu lesen.

    Charaktere: Die Figuren werden ausgiebig vorgestellt mit ihrer Vergangenheit und ihren Charakteristika und dennoch bleiben sie mir fremd. Ich fühle nicht mit einer einzigen wirklich mit. Hardesty und Virginia waren mir etwas symathisch. Doch das gab sich im Laufe des Buches auch mehr und mehr.

    Fazit:

    Ich gebe zu, dass ich eine Botschaft in diesem Buch nicht lesen konnte. Ich hatte eine magische Liebesgeschichte erwartet (wie auf dem Klappentext versprochen), doch nur eine Aneinanderreihung von seitenübergreifenden Beschreibungen bekommen. Mit toller Sprache zwar, aber ohne eine wirkliche Geschichte. Leider war das Buch nichts für mich und nur enttäuschend.

  9. Cover des Buches Everything Is Illuminated (ISBN: 0060529709)
    Jonathan Safran Foer

    Everything Is Illuminated

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Wuwei
    So genial ich Foers Zweitling finde (incredibly ...), so mäßig finde ich den (hochgelobten) Erstling. Leider habe ich den Zweitling zuerst gelesen, vielleicht liegt es daran ... Sicher, auch hier gibt es einen komplizierten Plot, mehrere Handlungsstränge, aber außer dem ukrainischen Briefeschreiber Alex (?), fand ich alles andere für mich pers. zu uninteressant. ach ja, das Mädchen, Brod, ist auch eine gute Figur. Der Rest erget sich in alten Klischees (Hunde, Hochzeiten etc.) und das leider immer weider. Besser als ein deutscher Spielfilm, aber doch deutlich schlechter als nummer zwei. Aber das Gute ist: Man sieht hier, wie aus einem Talent (dieses Buch) ein wahrer Meister wurde (incrfedibly). Natürlich ist dieses Buch immer noch besser als 90% der Bücher, die man in einer üblichen Buchhandlung sieht, also seht bitte meine Kritik im rechten Licht. Auch hier gilt: Auf Englisch lesen ,wenn möglich. Die Übersetzung ist auch hier ziemlich bescheiden.
  10. Cover des Buches Fragile Things (ISBN: 9780755334148)
    Neil Gaiman

    Fragile Things

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Affenbrotwald
    Kurzgeschichten von Neil Gaiman. Für mich sind es Märchen für Erwachsene. Einfach wunderschön!
  11. Cover des Buches The Bloody Chamber and Other Stories (ISBN: 9780099588115)
  12. Cover des Buches The Maker of Swans (ISBN: 9781474600385)
    Paraic O'Donnell

    The Maker of Swans

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Killing Commendatore (ISBN: 9781787300194)
    Haruki Murakami

    Killing Commendatore

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Sakuko

    Murakami ist immer schwer zu rezensieren. Seine Bücher sind so tiefgründig und komplex, aber gleichzeitig gibt es nie eine Auflösung, kein aufgeräumtes Ende das alle losen Stränge einfängt, keine "richtige" Interpretation.
    Da fühle ich mich am Ende schon eher dumm, wenn ich davor stehe und nicht so wirklich verstanden hat, was alles zu bedeuten hatte. Aber wir sind ja glücklicherweise nicht mehr in der Schule und niemand stellt uns die Frage "Was wollte uns der Autor damit nun sagen?".

    Denn was ich guten Gewissens sagen kann, ist, dass ich das Buch sehr gerne gelesen habe. Murakami hat seinen eigenen Stil, der mir einfach sehr liegt. Langsam, behäbig und alltäglich geht es los, die seltsamen und mysteriösen Ding schleichen sich nur schneckenhaft ein.
    Dabei wird auch das alltägliche (mir zumindest) nie langweilig, weil wir so den Protagonisten und die Nebenpersonen in ihrer Tiefe und Breite kennen lernen. Auch wenn der Protagonist eher gewöhnlich und ruhig daher kommt, ist der doch definitiv keine langweilige Person und in vielen Rückblicken erfahren wir vieles aus seiner Vergangenheit.
    Wenn die seltsamen Vorkommnisse auftreten, wirken sie durch den Kontrast zu den umgebenen Alltagssituationen noch außergewöhnlicher und beunruhigender, wobei ich das Buch aber nie als wirklich gruselig empfunden habe. Aber das soll es wohl auch gar nicht sein.
    Tatsächlich fand ich, dass die Seltsamkeiten für Murakamis Verhältnisse doch sehr...aufdringlich wirkten, deutlicher und abstruser als sonst, aber trotzdem seltsam passend. Es ist schwer zu beschreiben.

    Jedenfalls fand ich das Buch rundherum unterhaltsam.


  14. Cover des Buches Sandman (ISBN: 9780857687043)
    Neil Gaiman

    Sandman

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe
    It is the first Sandman series in which the Endless play the main role. Delirium, Dreams sister, longs for her brother Destruction, who has left the family of the Endless 300 years ago - no one knows where he is. After Desire and Despair refused helping delirium in her search, she turns to Dream, who will surprisingly stand by her. However due to selfish reasons: Just left from his beloved, he is hoping to think of other things and maybe, in secrete, to meet her once again ... I have to admit, that this Sandman series left me behind with mixed feelings. On the one hand it is a story that is unique to sense and serious thoughts about the uniqueness and finality of life in this form, on the other hand there are so many references to previous volumes, that I am constantly asked myself, what was happening before, who are these persons, don’t I know them, etc. Unfortunately, between my readings of each book there are longer periods and not all is still present, so I think my reading experience was significantly diminished. Otherwise, the drawings are awesome as always, with some of them are almost be described as paintings. All in all, great reading material, but if possible, just read it in conjunction with the preceding books. And I, I have to read it again ;-)
  15. Cover des Buches Jonathan Strange and MR Norrell (ISBN: 9781620409909)
    Susanna Clarke

    Jonathan Strange and MR Norrell

     (101)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Es ist selten, dass ich über ein Buch sagen kann, dass es herrlich ist. Bei diesem ist es ganz klar der Fall. Ich habe noch nie eine so wunderschöne Persiflage auf das Gelehrtentum des 18. und 19. Jahrhunderts gelesen - und gleichzeitig ist das Buch auch noch ein absolut solider Fantasyroman.
    Mit den beiden namensgebenden Charakteren Mr. Strange und Mr. Norrell werden zwei unterschiedliche Typen von Akademikern beschrieben, die typisch für ihre Zeit waren. Norrell, der geniale aber menschenscheue, ängstliche Bücherwurm, der wirkt als könne er keiner Fliege etwas zu Leide tun - aus seiner Feigheit heraus aber auch vollkommen unfähig ist sich auf andere Ansichten einzulassen und diese rücksichtslos, mit unfairen Mitteln zu vernichten will. Wer hatte nicht schon mal den einen oder anderen Professor nach dieser Art?
    Auf der anderen Seite steht Strange, der Geck, der aus purer Langweile Meister seines Fachs wird und darum nichts so richtig Ernst nehmen kann, Warnungen ignoriert und aus reiner Neugier Dinge versucht, die besser ausgebildete nicht wagen würde - auch weil dabei mit Opfern zu rechnen ist.
    Auch die Art wie das Buch geschrieben ist, mit Fußnoten zu magiehistorisch interessanten Punkten, zeigt, dass sich die Autorin sehr gut in der Welt akademischer Zwistigkeiten auskennt. Sie versteht es, so etwas auf die Spitze zu trieben. Über die kleine Anmerkung zum "Pseudo-Master of Doncaster" muss ich heute noch schmunzeln.
    Als kleinen Kritikpunkt muss ich anfügen, dass das Buch durch seine größeren Zeitsprünge und vielen kleinen Episoden in welchen der Werdegang der Charaktere beschrieben wird, etwas zerrissen wirkt. Die überspannende Geschichte wird dadurch etwas dünn.

  16. Cover des Buches The Whale Rider (ISBN: 9780435131081)
    Witi Ihimaera

    The Whale Rider

     (19)
    Aktuelle Rezension von: darklittledancer
    When Kahu is born, her great-grandfather Koro, the chief of Ngati Konohi in Whangara on the North Island of New Zealand, is deeply disappointed that she is a girl. He was hoping for a male descendant to become the next chief.
    Kahu grows up to be an inquisitive young girl that is loved by many except Koro, who always gives her the cold shoulder and doesn't recognize that this girl would be the perfect leader for his tribe.

    The story, apart from the mystic subplot about a pod of whales, is told from Rawhiri's point of view. He is Kahu's uncle and one of her guardians. He is always in the room when Koro and his wife Nani have their arguments and when Nani shows that she fully understands Kahu's potential.

    Unfortunately, The Whale Rider never really gripped me. That already started at the beginning with the overuse of Maori terms that weren't explained and went on with nothing really happening until the very end. There was one instance where Witi Ihimaera might have tried to create some tension by moving the story and our narrator Rawhiri to Australia and New Guinea but I don't think that this added to the plot. I was simply worried that Nani and Koro might pass away during his absence.

    Nevertheless, Witi Ihimaera created a Young Adult novel that raises awareness for the situation of all the indigenous people who have to find a way to live in a modern world and not to lose their identities. I think that Maori culture isn't that different from ours 50-100 years ago. They have their customs, legends and rituals that they are trying to preserve.
    The Whale Rider also shows that children often have a stronger connection to nature than most adults. They are capable of doing things we wouldn't believe them to be able to do if we only let them.
  17. Cover des Buches Boy, Snow, Bird (ISBN: 9781447237136)
    Helen Oyeyemi

    Boy, Snow, Bird

     (2)
    Aktuelle Rezension von: die_moni

    "Boy" so heißt die erste Erzählerin dieses Buches. Es fällt mir schwer sie zu beschreiben, denn sie will einfach in keine Kategorie passen. Sie ist Opfer ihres brutalen Vaters, dem Rattenfänger, reißt von zu Hause aus und landet per Zufall in einer Kleinstadt in Massachusetts. Sie ist jung, 15 Jahre wenn ihre Geschichte beginnt, aber ihre Stimme und ihr Wesen scheinen abgebrüht und selbstbewusst, fast ein bisschen kalt. Sie weiß nicht so recht was sie will mit ihrem Leben, aber sie hat hohe Anforderungen, will sich nicht anpassen oder in eine Rolle zwangen lassen von der der Gesellschaft. Doch dann heiratet sie und die Rolle der bösen Stiefmutter scheint unausweichlich, sie wird zur Täterin.

     

    Doch was ihre Geschichte so faszinierend macht, ist die Art und Weise wie sie die Welt betrachtet. Die Realität scheint durchzogen zu sein von mystischen, märchenhaften Elementen, dunklen Bildern und Vorahnungen. Helen Oyeyemi versteht es mit poetischer Sprache, subtil auf all die Hintergründe und Geschichten zu verweisen, die wir nicht direkt erzählt bekommen. Die man vielleicht gar nicht erzählen kann, die aber die grundlegenden Pfeiler jeder Realität sind.

     

    Erst nach einem guten drittel des Buches kommt das Hauptthema zum Vorschein, dass sich aber auch wieder um Identität dreht. Das der Hautfarbe. Oyeyemi gibt, ohne große Worte und Dramatik, Einblick in die alltäglichen Abgründe der Rassendiskriminierung der 1960er in Amerika. Doch jeder hat seine ganz persönliche Geschichte, trägt seine eigenen tiefen Wunden, ist Opfer und Täter zugleich, liebt und verletzt andere zugleich.

     

    So wechselt Oyeyemi dreimal die Erzählperspektive und wir hören von drei verschiedenen Frauenschicksalen, die sich so nah sind, aber doch nicht weiter voneinander entfernt sein könnten.

     

    Dieses Buch hat mich fasziniert mit seiner wunderschönen Sprache und Symbolik. Und hat mich berührt mit den tiefen Einblicken in die so unterschiedlichen Charaktere. Ich hoffe, dass es auch bald in deutscher Übersetzung erscheint, damit ich es noch mehr Freunden von mir empfehlen kann. Glücklicherweise hat Helen Oyeyemi schon mehrere Bücher geschrieben, ich bin also erstmal versorgt für die nächsten Wochen.

     

     

  18. Cover des Buches Smoke and Mirrors (ISBN: 0061450162)
    Neil Gaiman

    Smoke and Mirrors

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Kamila
    Sorry, I can´t rate this book - I loved some of the stories, but I just didn´t grasp most of the others. I´m really a huge Neil Gaiman fan, but I prefer his novels to his short stories and/or poems.
  19. Cover des Buches The Golem and the Djinni (ISBN: 9780062110831)
    Helene Wecker

    The Golem and the Djinni

     (6)
    Aktuelle Rezension von: darklittledancer

    Helene Wecker’s novel about two unusual immigrants is mainly set in New York City around 1900 and she takes you right there. In The Golem and the Jinni, you’ll visit cramped, stuffy tenements as well as stately, airy mansions. You will explore a city that you’ve probably never seen before. Ms. Wecker has a gift for setting. I only wished there would have been a map somewhere in the book to place all the streets and to get a feeling for the distances the characters traveled.

    The novel follows the two main characters, a female golem and a male jinni, on their search for freedom and happiness. Chava, the golem, is new to life. She learns fast and adapts to the Jewish immigrant society quickly. Her greatest fear is to hurt someone and so Chava stays wary. Ahmad, the jinni, was free to do whatever he wanted and now he is trapped in human form. His self-conscious and impatient character makes him roam New York City night after night. While Chava wants to be like anyone else, Ahmad only wants to be free again to return home to Syria.

    In my opinion, these two main characters are the archetypal immigrants. They are very different from the rest of the people already living in the U.S.. Chava comes to stay and to make a living. She wants to fit in and still has to learn everything to survive. Ahmad is in the U.S. with the goal to return to Syria as soon as he is free again. He resembles those immigrants who came to America to work and make money just to return home again, although lots of them stayed in the end.

    As you can see, The Golem and the Jinni is a novel about immigration and different cultures in New York City around 1900, but this book has even more to offer. It is a book about friendship and trust and it’s a riveting read.

  20. Cover des Buches Midnight's Children (ISBN: 9780099511892)
    Salman Rushdie

    Midnight's Children

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    indiens geschichte anders gezeichnet.
  21. Cover des Buches The Magic Toyshop (ISBN: 9781844083435)
    Angela Carter

    The Magic Toyshop

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches The Ladies of Grace Adieu (ISBN: 9780747589365)
    Susanna Clarke

    The Ladies of Grace Adieu

     (13)
    Aktuelle Rezension von: brudervomweber
    Mit THE LADIES OF GRACE ADIEU legt Susanna Clarke eine gelungene Kurzgeschichtensammlung vor, mit welcher sie die Atmosphäre ihres großartigen, umfangreichen Erstlings JONATHAN STRANGE & MR NORRELL mit einem Fingerschnippen wieder aufzurufen vermag.

    Die von dem fiktiven Sachverständigen Professor James Sunderland vorgestellten insgesamt 8 Geschichten berichten von der rätselhaften Überlagerung unserer Welt (bzw. unserer Welt des späten 18ten und frühen 19ten Jahrhunderts) mit dem legendären Faerie, dem Habitat der zumeist selbstsüchtigen Bewohner des Feenreichs, welches nach eigenen, geheimen Regeln funktioniert.

    Clarke setzt in den Erzählungen ihren Spagat zwischen britischer Spießigkeit und anarchistischer Revolte fort: Die Beschreibungen, häufig in Briefform oder mit entschieden eingeschränkter Perspektive dargeboten, kollidieren mit dem anarchisch-überheblichen Weltbild des Feenvolkes, nicht ohne dabei als Ergebnis die ebenfalls nicht unerhebliche Selbstbezogenheit der vermeintlich feinen britischen Gesellschaft offenzulegen.

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    Die Geschichten seien im Folgenden kurz besichtigt und - ohne maßgebliches Spoiling - "geteasert".

    THE LADIES OF GRACE ADIEU
    Die Titelstory füllt eine Lücke aus dem umfangreichen JONATHAN STRANGE & MR. NORRELL aus, indem sie von Jonathan und Arabella Stranges Reise zu ihrem Schwager/Bruder Henry Woodhope erzählt und über die Umstände berichtet, die letzteren zum Verzicht auf eine Hochzeit mit einer der ortsansässigen Damen verleitet. Mit vortrefflicher Bissigkeit lässt Clarke hier das Thema Emanzipation in der Ausübung der magischen Künste durchschimmern, denn die Ladies von Grace Adieu sind alles andere als magische Leichtgewichte ...

    ON LICKERISH HILL
    Dies ist die m. E. schwächste Geschichte des Bandes, da sie im wesentlichen auf eine Neuerzählung des Rumpelstilzchen-Märchens hinausläuft und - abgesehen von der stilistischen Neufassung und dem auch hier natürlich vorhandenen phantastischen Überschneiden von Great Britain und Faerie - wenig Neues bietet.

    MRS. MABB
    Die Geschichte von Mrs. Mabb ist die von der jungen Venetia Moore, die von einem Tag auf den anderen von ihrem Verlobten Captain Fox sitzengelassen wird, weil dieser vom Besuch zum Kartenspiel bei der wohlhabenden Mrs. Mabb nicht zurückkehrt. Venetia ist entschlossen, ihren Verlobten zurückzugewinnen, nur gibt es ein kleines Problem: Jedermann im Dorf kennt Mrs. Mabb, jedoch scheint niemand recht zu wissen, wo sie wohnt. Und Mrs. Mabb selbst scheint fest entschlossen, sich von Venetia nicht finden zu lassen, koste es, was es wolle.

    THE DUKE OF WELLINGTON MISPLACES HIS HORSE
    Die kürzeste, aber auch eine der besten Geschichten dieses Bandes, mit einem wundervollen Titel. Susanna Clarke hatte sie seinerzeit bereits auf ihrer Homepage zum Lesen bereitgestellt, und ich habe sie seitdem bereits ein Dutzend mal gelesen. Der Duke of Wellington, dessen treues Pferd Copenhagen ihm von einer Weide nach Faerie entläuft, gerät selbst in das Feenreich und in Lebensgefahr, als er unversehens nur mit einer Sticknadel bewaffnet einem schwertschwingenden Ritter in voller Rüstung gegenüber steht. Sein Kommentar: "But this is most unfair!" Köstlich.

    MR. SIMONELLI or THE FAIRY WIDOWER
    Die längste und für mich beste Geschichte des Bandes. Der mittellose und nach eigener Auffassung brilliante Mr. Simonelli übernimmt eine Stelle als Pfarrer in einer Gemeinde in Derbyshire und wird bei seinem Eintreffen dort umgehend von einem seltsamen Gentleman in sein ebenfalls seltsames Haus gerufen, um einem nicht minder seltsamen Geschöpf auf die Welt zu helfen. Mehr noch, bald schon erfährt er, dass sein ihm unbekannter Vater mitnichten Italiener, sondern ein umtriebiger Angehöriger des Feenvolks sei. Das ist natürlich mehr als zuviel für den stocksteifen Gelehrten, der zudem feststellen muss, dass der hoffnungsvoll angetretene Posten miserabel bezahlt ist. Als schließlich eine junge Frau aus dem Dorf entführt wird, sieht sich Simonelli zum Handeln genötigt.

    TOM BRIGHTWIND or HOW THE FAIRY BRIDGE WAS BUILT AT THORESBY
    Diese Anekdote berichtet über eine Reise des britischen Arztes David Montefiore mit Tom Brightwind, einem äußerst eigensinnigen Vertreter des Feenvolks, auf der letzterer mit nicht unerheblichem Spektakel in nur einer Nacht eine Brücke für die Bewohner der desolaten Stadt Thoresby errichtet. Eine augenzwinkernde Erzählung mit den wohl ausuferndsten Spezialeffekten des ganzen Buchs.

    ANTICKES AND FRETS
    Eine kurze und etwas herausstechende Erzählung über Mary Stewart, Königin von Schottland und die Zeit ihrer Gefangenschaft unter Königin Elisabeth. Mary versucht durch den Einsatz von vermeintlich übernatürlichen Stickarbeiten ihre Rache an der Rivalin auf dem Thron zu nehmen, wird zuletzt aber Opfer ihres eigenen Plans. Eine eigenwillige Geschichte, die insbesondere aufgrund des sprachlich altbackenen Stils etwas sperrig daherkommt.

    JOHN USKGLASS AND THE CUMBRIAN CHARCOAL BURNER
    Diese Geschichte, in der der berühmte Raven King John Uskglass eine nicht unwesentliche Rolle spielt, kommt im Gewand eines Märchens daher. Versehentlich zerstört John Uskglass mit seiner Jagdgesellschaft das Lager und Abendessen eines alten Köhlers. Dieser erwartet Gerechtigkeit und wendet sich an diverse Heilige, die über die Kapellen und Kirchen der umliegenden Gemeinden zu erreichen sind. Das Kräftemessen zwischen dem größten Magier aller Zeiten und den ihm auferlegten Flüchen der Heiligen ist kurzweilig und kurios. Ein schöner Abschluss dieser Kurzgeschichtensammlung.

    ----

    Wer sich mit den ausschweifenden Beschreibungen in Clarkes JONATHAN STRANGE & MR NORRELL schwer getan hat, der wird sich auch mit diesem Buch schwer tun. Wer vorgenanntes Buch gerne gelesen hat, der wird auch an diesen Kurzgeschichten seine Freude haben. Das Schöne an THE LADIES OF GRACE ADIEU ist, dass man sich damit portionsweise wieder nach Faerie zurückversetzen kann. Umgehend. Und immer wieder.
  23. Cover des Buches The Famished Road (ISBN: 9780099535126)
    Ben Okri

    The Famished Road

     (4)
    Aktuelle Rezension von: SoSo
    Azaro ist ein abiku, ein spirit child. Diese Kinder werden geboren und sterben jung, da sie von ihren Gefährten aus der "Geisterwelt" zurückgelockt werden in ein unbeschwertes Dasein. Aber Azaro entscheidet sich, diesen Rufen diesmal nicht nachzugeben. Er will leben. Azaro und seine Eltern kämpfen mit dem schweren Alltag in Nigeria, mit der Armut und der Ungerechtigkeit. Sein Vater ist ein Lastenträger, der manchmal glaubt, die ganze Welt auf seinem Kopf zu tragen, seine Mutter eine Straßenhändlerin. Azaro führt ein Leben inmitten turbulenter Streitereien und wilder Feste. Als die Politik den Weg in das Slum findet, überschlagen sich die Ereignisse. Die Partei der Reichen tritt gegen die der Armen an, Korruption macht sich breit, und die schäbige Bar Madame Kotos, wo vorher alle friedlich ihren Palmwein tranken, verkommt zum Edelbordell für Politiker. Zudem führt Azaro immer noch seinen persönlichen Kampf gegen die Geister, die ihren Bruder Azaro zurückgewinnen wollen. Ein wundervolles Buch, voller lebendiger Geschichte, mythischem Glauben und unglaublicher Ereignisse Im Deutschen erschienen unter dem Titel "Die hungrige Straße"
  24. Cover des Buches Anansi Boys (ISBN: 0060515198)
    Neil Gaiman

    Anansi Boys

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    In der sogenannten Fortsetzung von American Gods treffen wir auf Charles Nancy, der aus unerfindlichen Gründen Fat Charlie genannt wird. Charly hat ein recht normales Leben: eine Verlobte, einen Job, eine Wohnung in London.

    Dann stirbt sein Vater und nach der Beerdigung erfährt er, dass er einen Bruder hat. Im Suff sorgt Charlie dafür, dass sein Bruder Spider ihn besuchen kommt und bereut es fortan täglich. Spider hat die Fähigkeit, Menschen glauben zu lassen, was er will. So erzählt er jedem, er sei Charlie und übernimmt dessen Leben. Deshalb macht Charlie sich auf, seinen Bruder wieder loszuwerden. Wäre es doch nur so einfach wie es klingt...



    Mit American Gods hat das Buch recht wenig zu tun, außer dass die beiden Jungs die Söhne von Anansi sind. Vom Inhalt her hat es mich stark an Neverwhere erinnert (Mann verliert sein Leben nach mysteriöser Begegnung), beinhaltet aber wieder den Neil-Gaiman-typischen Zauber. Man lacht, man fiebert mit, es spielt in London.

    Ein weiteres Lesevergnügen, auch wenn die Auflösung auf der Insel ein wenig sehr Hollywood-Klische ist.

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