Bücher mit dem Tag "magischer realismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "magischer realismus" gekennzeichnet haben.

131 Bücher

  1. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783548285498)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

     (968)
    Aktuelle Rezension von: Maluff

    Dieses Buch ist ganz anders als andere Fantasybücher, die ich gelesen habe. Erin Morgenstern hat wahrlich einen ganz besonderen Schreibstiel mit dem sie mir diese fremde magische, bunte und besondere Welt sehr Nahe bringen konnte. Besonders der Zirkus hat mich sehr in seinen Bann gezogen und ich kam aus dem innerlichen Staunen nicht raus wie toll es dort sein muss. Aber leider konnte ich die Welt und die Spannung erst genießen nachdem ich mich durch die anfängliche Langatmigkeit gequält habe, was das Lesevergnügen schmälerte. Außerdem fand ich es schade, dass die Frauen alle so 'schickimicki' gestylt waren.

    Die Handlung und das Ende entwickelten sich anders als erwartet und es hat mir sehr gefallen, dass lange nicht ersichtlich war was da eigentlich genau 'los ist' sag ich mal. Einige Figuren bleiben sehr geheimnisvoll, was durchaus seinen Reiz hat. Der männliche Hauptcharakter tat einige Dinge, die ihn in meinen Augen unsympathisch machten.


    Der Roman ist nicht perfekt, aber er hat etwas Einzigartiges an sich. Empfehlenswert.

  2. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.757)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Daniel wird von seinem Vater zu einem geheimen Ort gebracht, dem "Friedhof der vergessenen Bücher". Dort findet er ein Buch von Julián Carax und ist sofort fasziniert. Als er sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor macht, gerät er in eine Parallelwelt, die ihn an das Leben von Carax erinnert. Geradezu besessen versucht er sich das Buch und dessen Handlung in seinem Leben zu erklären. Diesen Klassiker musste ich jetzt auch endlich lesen bzw. habe ich die meiste Zeit das Audiobuch @audible gehört. Vielleicht hätte ich komplett nur das Buch lesen sollen, da ich während dem Hören doch des öfteren mit meinen Gedanken abgeschweift bin und mich die Geschichte nicht ganz abholen konnte. Teilweise war es mir etwas zu langwierig, teilweise fand ich die Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte und historischen Einflüssen sehr spannend. Ich werde auf jeden Fall noch das ein oder andere Buch von Zafón lesen und hoffen, dass es mich mehr in seinen Bann zieht.

  3. Cover des Buches Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle (ISBN: 9783608504217)
    Stuart Turton

    Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

     (299)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilner

     Die Idee hinter dem Buch und das Grundkonzept fand ich richtig toll - eine Mischung aus „und täglich grüßt das Murmeltier“ und Cluedo

    Leider hat mich das Buch aber völlig überfordert … ich lese sehr gerne und sehr oft Krimis und Thriller und liebe es in Buddyreads zu spekulieren und mitzuraten wer der Täter ist, welches Motiv dahintersteckt usw - hier hatte ich jedoch absolut keinen Plan was die Story eigentlich von mir will und das gefühlt bis zumindest der Hälfte des Buches 🤷🏻‍♀️

    Dann kam endlich für mich die Möglichkeit mitzurätseln und es gab ein gutes und stimmiges Ende - und dann kommen nochmals 150 Seiten da das Ende doch nicht das Ende war …

    Alles in allem war es mir zu viel des guten - zu viele handelnde Personen (ich hab trotz meiner Liste immer wieder den Überblick verloren) zu viele Zeitsprünge, zu viel Verwirrung

    wenn ich daran zurück denke schwirrt mir jetzt noch der Kopf 🙃

  4. Cover des Buches Ein Wispern unter Baker Street (ISBN: 9783423214483)
    Ben Aaronovitch

    Ein Wispern unter Baker Street

     (569)
    Aktuelle Rezension von: Moonbooks

    Ich bin ein großer Fan der ersten beiden Bücher dieser Reihe und konnte es daher gar nicht abwarten den dritten Teil zu lesen.

    Die Covergestaltung ist wie bei allen Büchern aus der Reihe sehr stimmig, obwohl mir persönlich die Cover der englischen Ausgaben besser gefallen.

    In den ersten beiden Teilen hat man bereits einen Einblick in das magische London und das Leben von Peter Grant bekommen. In diesem Teil wird die fiktive Welt nun weiter ausgebaut, dabei sind die Beschreibungen von Architektur und die ironisch humorvolle Untermalung durch den Hauptcharakter
    wieder stark vertreten.

    Durch die Einbeziehung der neuen Figur Agent Reynolds einer Ermittlerin aus den USA, die nichts von Magie weiß, erhält die Geschichte eine weitere spannende und interessante Nuance.

    Insgesamt meiner Meinung nach eines der gelungensten Bücher aus der Reihe. Wer den ersten Teil mochte wird diesen hier lieben.

    Allerdings geht durch die Übersetzung ins Deutsche der leicht sarkastische Unterton und der wahre Schreibstil von Ben Aaronovitch verloren, sodass ich die Originalausgabe empfehle. Für diese muss man auch kein Englischprofi sein.

  5. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.095)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Das Parfüm beschreibt ein Mensch, der seiner dunklen Seite nachgibt.. wir alle haben eine dunkle Seite, aber was passiert, wenn wir sie rauslassen? Das Buch beschreibt in einer ganz spannenden Weise die Folgen davon.

  6. Cover des Buches Nachricht von dir (ISBN: 9783492302944)
    Guillaume Musso

    Nachricht von dir

     (734)
    Aktuelle Rezension von: nord_zeilen

    Zu Beginn des Buches war ich zum einen unschlüssig, wie es wohl enden wird und zum anderen unsicher, inwieweit mir der Erzählstil zusagt. Ich kam beim Lesen schnell voran, denn durch den Wechsel zwischen Textpassagen, SMS-Nachrichten und Dialogen, flogen die Seiten nur so dahin. Der Spannungsbogen begann frühestens ab Mitte des Buches, denn im ersten Teil wurde die Vergangenheit der beiden Hauptcharaktere detailreich beschrieben. Dies ist leider auch notwendig, um den weiteren Handlungsverlauf nachvollziehen zu können.

    Insgesamt beschreibe ich die Geschichte als märchenhaft, da die Verwechslung der Handys und dann noch ein gemeinsames Ereignis in der Vergangenheit der beiden Protagonisten keine natürliche Verkettung von Zufällen sein kann. Dies ist eher unrealitsisch.

    Dennoch ist es eine schöne Geschichte, die den Alltag vergessen lässt und mit einem Happy End gute Laune zaubert.

  7. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (712)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein

    In gewohnter Haruki Murakami-Manier wird sicher wieder sehr viel Zeit für die einzelnen Charaktere und deren Geschichten genommen. Wer gerne liest und sich von dicken Büchern nicht abschrecken lässt, kommt hier wieder voll auf seine Kosten. Es macht einfach einen Unterscheid, wenn man sich Zeit lässt für die Details und völlig unaufgeregt durchs Buch wandert. Auch wenn die Thematik einer Fiktion und unrealistischen Geschichte normalerweise nicht meinem Geschmack entspricht, feiere ich dieses Buch wieder hart! Wie Haruki Murakami den Leser in Geschichten zieht, ist einmalig. Da wurde ich auch hier wieder nicht enttäuscht, sodass ich im Anschluss direkt in die Fortsetzung gestartet bin.

  8. Cover des Buches Die Gestirne (ISBN: 9783442754793)
    Eleanor Catton

    Die Gestirne

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    „Die im Rauchzimmer des Crown Hotel versammelten zwölf Männer wirkten, als hätten sie sich dort zufällig eingefunden. Aus ihrem Betragen und ihrer Kleidung zu folgern […] hätten sie zwölf Fremde in einem Eisenbahnwaggon sein können, jeder von Ihnen auf dem Weg zu einem anderen Viertel einer Stadt mit genug Nebel und Wasserläufen, um sie voneinander zu trennen; […].“ (Catton, 2015:15)

    Mit diesen Worten beginnt Catton ihren großen Roman und in dieser Konstellation findet sich der junge Walter Moody wieder, als er nach Neuseeland übersiedelt, um auf den Goldfeldern von Hokitika sein Glück zu versuchen. Zwölf Männer der Stadt – alle mit eigenen An- und Absichten weihen Moody – mehr zufällig und unwillig – in eine Geschichte ein, die bei Ihrem Zusammentreffen schon im vollen Gange ist. Ein Mann ist tot, ein weiterer verschwunden, mit ihm eine Menge Gold und dann gibt es da noch Anna Wetherell – zu denen jeder einzelne Mann eine ganz eigene Beziehung pflegt und die angeblich versucht habe, sich umzubringen. Jeder einzelne der zwölf versucht sich einen Reim auf die Geschehnisse zu machen und trägt ein Stück zur Aufklärung der Geschichte bei. Doch am Ende läuft alles bei fünf Personen zusammen, die eine Geschichte verbindet – die von Glück, Unglück und Zufall geprägt ist.

    An sich würde ich meine Rezension nie mit den exakten Worten des Anfangs eines Romans beginnen, doch Eleanor Cattons Formulierungen sind so wunderbar, dass die Versuchung nur all zu groß war und ihre Worte fügen sich perfekt in die Zusammenfassung der Geschichte ein. 

    Cattons Roman ist komplex, lang, durchaus vielschichtig und wunderbar konstruiert. Über viele Kapitel entfaltet sie ihre Geschichte um die Goldgräberstadt Hokitika, die einem Familienepos gleich daherkommt und die LeserInnen ins Neuseeland des 19. Jahrhunderts entführt. Dabei braucht man durchaus etwas Zeit, um sich mit allen Charakteren, der Handlung und dem Setting vertraut zu machen. Denn wir erfahren eine Geschichte, die durch viele Augen gefiltert wurde und dabei zunächst von keinem der eigentlichen Hauptcharakteren erläutert wird. Vielmehr sind es die Randfiguren, die im Mittelpunkt stehen und uns wiederum die Geschichte der eigentlichen Hauptprotagonisten erläutern. Dadurch entstand eine eigene Dynamik, Komplexität und Atmosphäre, der ich mich, zum Ende hin kaum, noch entziehen konnte. Diese Rasanz spiegelte sich auch im Aufbau des Buches wider, dessen Teile und Kapitel zum Ende hin immer kürzer wurden, ohne die Komplexität zu verlieren. Und gerade das hat mich besonders beindruckt. Eine vielschichtige Geschichte zu konstruieren ist eine Sache, dieses Niveau aber zu halten und am Ende alle losen Fäden zu einem Bild zu vollenden, eine ganz andere. Und das ist Catton ganz meisterlich gelungen.

    Kurzum: Eine toll konstruierte Geschichte mit allem was es braucht: spannenden Charakteren, ein gutes Setting, Dramaturgie und ein Gefühl für Sprache. Daher unbedingt zu empfehlen.

  9. Cover des Buches Am Ende sterben wir sowieso (ISBN: 9783038800194)
    Adam Silvera

    Am Ende sterben wir sowieso

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    "Was haben denn die ganzen Blogger:innen schon wieder? Sind schon wieder so dramatisch... So traurig kann dieses Buch doch gar nicht sein." So oder so ähnlich waren meine Gedanken als ich mir dieses Buch gekauft habe. Tja... Manchmal täusche ich mich auch, okay? Manchmal sollte ich auch mal auf Leute hören, die mich vor sowas warnen. Auch wenn's schwer ist!

    Ach ja, bevor ich's vergesse: Wie ihr am vorhergehenden Absatz vielleicht schon sehen könnt, werde ich auch spätere Teile und vielleicht sogar das Ende dieses Buchs ansprechen. Wenn ihr nichts darüber wissen wollt, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu einer anderen Rezension zu wechseln.

    In diesem Buch geht es um Mateo und Rufus, die im Laufe des Tages sterben werden. Denn in ihrer Welt bekommt man an seinem Todestag per Anruf mitgeteilt, dass man bald den Löffel abgibt. Du erfährst nicht, wann oder woran du sterben wirst, aber es wird bis Mitternacht passieren. Und wie ihr euch vorstellen könnt, hat diese Änderung an der Welt verdammt große Auswirkungen. Die Leute erleben ihr Begräbnis mit, können sich aktiv bei ihren Lieben verabschieden und wichtige Dinge erledigen, die sie bisher aufgeschoben haben. Es gibt eigene Reisecenter für Todgeweihte, in denen du durch VR-Brillen ohne jegliche Gefahr die Welt bereisen kannst oder auch mal Bungee-Jumping oder Fallschirmspringen ausprobieren kannst. Und es gibt Apps für letzte Freund:innen (oder Liebhaber:innen). Und über erstere App lernen sich Mateo und Rufus kennen - denn beide haben niemanden, mit dem sie diesen Tag sonst verbringen könnten.

    Mich konnte diese Geschichte sofort fesseln. Ich war unglaublich schnell fertig mit diesem Buch und habe am Ende in jeder freien Sekunde gelesen. Beendet habe ich es bei einer Tasse Kaffee in einem Einkaufszentrum. Ein Fehler. Ich bin nicht nahe am Wasser gebaut. Ja, immer wieder mal bringen mich Bücher oder Filme (oder Menschen) zum weinen, aber das passiert nicht oft. Tja, hier ist es passiert. Gott sei Dank hatte ich einen Platz, der vom Rest des Cafés eher abgeschirmt war. Trotzdem: Wisst ihr, wie unangenehm mir das war? Sehr. Und auch wenn der Titel ja irgendwie schon ein ziemlich großer Spoiler ist, erwischte mich das Ende trotzdem kalt. Ich hatte bis zum Ende die Hoffnung, dass vielleicht doch noch alles gut wird. Dass ich doch noch mein Happy End bekomme und dieses Buch mit einem dämlichen und verdammt breiten Grinsen weglege. Aber das ist nicht passiert und ich war den restlichen Tag dann wirklich fertig. 

    In der Zwischenzeit habe ich mich mit dem Ende abgefunden und das Buch meiner Mutter empfohlen, mit der Warnung, dass mir dieses Buch das Herz aus der Brust gerissen habe und dann darauf herumgetrampelt sei. Jetzt liest sie es und ich bin gespannt, was sie dazu zu sagen hat.

    Meine Meinung? Ein Buch, das so eine starke emotionale Reaktion bei mir hervorruft, ist etwas ganz Besonderes. Dieser Roman ist unglaublich traurig und gleichzeitig wunderschön. Definitiv ein Jahreshighlight.

  10. Cover des Buches Kafka am Strand (ISBN: 9783442740437)
    Haruki Murakami

    Kafka am Strand

     (1.062)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Für mich ist „Kafka am Strand“ sicherlich eines DER Bücher.

    Murakami breitet seine surreale und kafkaeske Welt so dicht und verwoben aus wie das allenfalls noch in „Die Aufziehvogel-Chroniken“ und „1Q84“ geschieht. 

    Mehrere Handlungsstänge, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben (und jeweils für sich schon „verrückt“ genug sind), werden kunstvoll verwoben.

    Wie immer bei Murakami kann man das Ganze entnervt nach wenigen Seiten (oder einigen Kapiteln) in die Ecke pfeffern, oder aber man lässt sich drauf ein und erlebt ein (wie ich finde) sehr sensibel gezeichnetes Werk. Natürlich sind sprechende Katzen (oder gar Kühlschränke mit Katzenköpfen), regnende Meeresbewohner oder UFO-ähnliche Geschehnisse nicht jedermanns Sache, ist aber letztlich auch egal, weil Murakami das in der Summe total kunstvoll kombiniert und atmosphärisch verwebt. 

    Und so ist -wie eigentlich so oft bei Murakami- das Thema „Einsamkeit“ / „Suche“ / „Sehnsucht nach Ankommen“ vorherrschend. 

    Für mich persönlich -wie gesagt- eines DER Bücher. Möglicherweise sogar DAS Buch.

  11. Cover des Buches Die Ermordung des Commendatore Band 2 (ISBN: 9783832198923)
    Haruki Murakami

    Die Ermordung des Commendatore Band 2

     (309)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Die Ermordung des Commendatore II - Eine Metapher wandelt sich

    Autor: Haruki Murakami

    Erschienen in Deutschland: 2018

    Originaltitel: Kishidanchō goroshi. Killing Commendatore

    Erschienen in Japan: 2017 

    Weitere Informationen:

    Genre: Slice-of-Life, Übernatürliches

    Preis: € 26,00

    Seiten: 489

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-8321-9892-3

    Verlag: DuMont Buchverlag 

     

    Klappentext:

    Mit dem Porträt der 13-jährigen Marie wächst allmählich das Selbstvertrauen des jungen Malers in seinen eigenen Stil. Die wiedergewonnene Sicherheit hilft ihm, das Ende seiner Ehe zu verarbeiten. Während der Sitzungen freunden sich das Mädchen und der Maler an. Er ist beeindruckt und erschrocken zugleich von Maries Klugheit und Scharfsinn. Mit ihr kehrt die Erinnerung an seine kleine Schwester zurück, deren Tod er nie überwunden und nach der er in jeder Frau gesucht hat. Auch in seiner eigenen, die, wie er erfährt, schwanger ist. Als Marie verschwindet, ist er fest davon überzeugt, dass dies im Zusammenhang mit dem Gemälde "Die Ermordung des Commendatore" steht und dass nur das Gemälde und sein Maler ihm den Weg weisen können, um Marie zu finden. Ein Weg, der durch eine Luke in eine andere Welt führt. 

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Den Vorgängerband habe ich schon vor mehreren Jahren gelesen und fand es ziemlich enttäuschend, dass die erste Szene, der Prolog, absolut nichts mehr mit dem Rest des Bandes zu tun hatte, vor allem, da das der Text auf dem Rücken des Buches war. Mittlerweile weiß ich, dass das ein Fehler des Verlags war und nehme es dem Buch nicht mehr übel. Allerdings wird erst in diesem Band erklärt, was es mit diesem Prolog aus Band 1 auf sich hat und das finde ich schade. Es gibt bestimmt noch mehr Menschen, die davon enttäuscht waren, aber Band 2 nie gelesen haben.  

    Wie Band 1 ist Band 2 nicht sonderlich aufregend, selbst die spannenden Szenen haben eine ruhige Atmosphäre an sich und sind so ruhig eine Stunde Yoga oder eine Teezeremonie. Zwar muss es in einem Buch nicht immer spannend und aufregend sein, aber so im Gesamten war das Buch dann doch ein wenig zu ruhig für meinen Geschmack. Auch habe ich nicht ganz den Zusammenhang verstanden, den der Maler zwischen Maries Verschwinden und dem Bild gesehen hat. Überhaupt war die ganze Reise, die er darauf hin unternommen hat, hat nicht wirklich Sinn gemacht. Hinterher wird durch Marie erklärt, wie und warum sie für mehrere Tage verschwunden ist; aber den Zusammenhang habe ich auch da nicht gesehen. Das fand ich dann doch etwas merkwürdig. 

    Das Lesen an sich hat schon Spaß gemacht, aber ich bin mir sicher, dass die beiden Bände zu der Sorte Buch gehören, die ich einmal lese und dann reicht es mir für den Rest des Lebens. Dass ich nicht das Bedürfnis habe, sie irgendwann wieder zu lesen. Wie auch schon beim Vorgängerband gefällt mir das bunte Cover, da das Buch jedoch nicht mir gehört und der Umschlag teilweise auf das Buch geklebt wurde, liegt an der Bibliothek, von der ich mir das Buch ausgeliehen habe. Zumindest bin ich mir jetzt sicher, dass ich den ersten Band nicht behalten werde. Das habe ich davon abhängig gemacht, ob mir der zweite Band gefällt oder nicht; oder wie sehr. Das hier sind die einzigen zwei Bücher, die ich von dem Autoren gelesen habe, ich weiß nicht, ob ich noch einem anderen Buch von ihm eine Chance geben werde, aber wenn, dann nicht so schnell.  

    Wie auch im Vorgänger wurde ich mit den Charakteren nicht warm, da es immer eine gewisse Distanz gab, sie waren mir nicht so vertraut oder nahe, wie ich es sonst von Bücher-Charakteren kenne. Zwar hat mir Marie am besten gefallen, aber auch sie war so weit weg beim Lesen. Das Ende hat mich ein wenig überrascht, aber doch erfreut. 

     

    Fazit:

    Wenn man mal Abstand vom Alltag braucht und einfach etwas komplett ruhiges lesen möchte, dass den Ruhepuls nicht beeinflusst; oder wenn man einfach mal ein Buch braucht für den Balkon/Strand, dann ist das hier wohl das richtige, wobei ich erstmal mit dem ersten Band anfangen würde. Ansonsten sollte man vom dem Buch eher Abstand nehmen. Wie auch schon beim Vorgänger fällt es mir schwer, eine Bewertung zu finden. Aber ich bin dann nach vielen Stunden an Überlegen schließlich doch noch auf einen Nenner gekommen und gebe dem Buch insgesamt 4 Sterne. Nochmal lesen werde ich allerdings wie gesagt nicht.

  12. Cover des Buches Anton hat kein Glück (ISBN: 9783805203876)
    Lars Vasa Johansson

    Anton hat kein Glück

     (103)
    Aktuelle Rezension von: FeFu

    Anton ist Zauberer. Schon seit seiner Kindheit fazinieren ihn die Zaubertricks und er hat viel trainiert um seine Künste immer weiter auszubauen und zu verbessern.
    Aber wenn er auf "echte Magie" trifft, wird er zum Ungläubigen. Erst so nach und nach glaubt er auch an Dinge die er weder sieht, noch begreifen / erklären kann.
    Zwischendurch hat man immer Rückblicke in Antons Vergangenheit.
    Gerne würde ich mich nun mehr mit Schwedens Mythologie befassen, also irgendwann. ^^
    Antons Charakterentwicklung ist auch sehr glaubwürdig und nachvollziehbar.

    Dieses Buch kann ich nur empfehlen 😃👍

  13. Cover des Buches Die Landkarte der Zeit (ISBN: 9783499253195)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte der Zeit

     (625)
    Aktuelle Rezension von: gabelingeber

    Klappentext: Eine Reise durch die Jahrhunderte. Eine Liebe ohne Grenzen. Eine Geschichte voller Wunder.
    London, 1896: Die Vergangenheit ändern, die Zukunft sehen – alles scheint möglich durch Expeditionen in die vierte Dimension. Andrew, ein wohlhabender Fabrikantensohn, reist in der Zeit zurück, um seine grosse Liebe vor Jack the Ripper zu retten. Claire, frustriert vom viktorianischen London, flieht dagegen in die Zukunft – und verliebt sich dort. Inspektor Garrett jagt einen Mörder, der mit Waffen tötet, die noch gar nicht erfunden wurden. Alle Fäden der Geschichte laufen zusammen bei einem dämonischen Bibliothekar. Denn nur er kennt das Geheimnis der Landkarte der Zeit ... 

    Meine Empfehlung: Nicht dringend, nicht zwingend, doch durchaus unterhaltend.

    Die Landkarte der Zeit ist ein historischer Roman. Obwohl er zur Hauptsache von Zeitreisen handelt, ordne ich ihn nicht der Science-Fiction zu.
    Warum - das sollte nicht verraten werden. Denn Die Landkarte der Zeit ist eines jener Bücher, die von ihren unerwarteten Wendungen lebt.

    Es gliedert sich in drei Teile, in jedem stehen jeweils andere Hauptfiguren im Mittelpunkt, die Teile werden allerdings verbunden durch das Thema (eben Zeitreisen) und durch zwei Nebenfiguren: den skrupellosen Zeitreise-Unternehmer Gilliam Murray und den Schriftsteller H.G. Wells, Autor des Romans Die Zeitmaschine, deren Konkurrenzkampf sich wie ein roter Faden durch die drei Episoden zieht.

    Palmas Roman ist vertrackt und gegen Ende auch verschachtelt, der Autor tritt immer wieder ins Zentrum und enpuppt sich als gottgleicher Manipulator, der auch die Leserschaft in der Hand hat.
    So wird dem Leser je länger je klarer, dass er eigentlich einen Roman über die Erzeugung und Wirkung von Fiktion vor sich hat, und dass ein Machtgefälle zwischen dem Autor und seinen Lesern besteht. Das ist amüsant, verwirrend und anregend zugleich, denn Palmas zieht einem immer wieder den Boden unter den Füssen weg, meist dann, wenn man glaubt, die Geschichte durchschaut zu haben.

    Erzählt werden drei Episoden, die in Englands viktorianischer Epoche spielen, man wird als Leser gleichsam dahin manipuliert, die utopischen Geschehnisse um die Zeitreisen aus der Sicht der Menschen jener Zeit zu betrachten. Dabei gelingt dem Autor ein äusserst lebendiges und plastisches Zeitbild, welches das Denken und Empfinden der Leute von damals nachvollziehbar macht.

    Palmas zeigt sich als oft wortgewaltiger, manchmal aber auch einfach nur geschwätziger Autor. Im zweiten Teil gerät er immer öfter ins Schwafeln, und dabei wiederholt er sich - da wird man den Eindruck des "Streckens" nicht los (ob der Verleger einen seitenstarken Wälzer bestellt hat?). Tatsächlich hätte dem Roman an manchen Stellen eine Straffung gut getan - ich war mehrmals drauf und dran, das Buch wegzulegen. Doch davon hat mich der interessante Inhalt und die Fähigkeit des Autors, im richtigen Moment eine Überrschung einzubauen, abgehalten. Zu Glück, denn in der Gesamtsicht ist Die Landkarte der Zeit ein lohnenswertes, anregendes Buch - vor allem für Leute, die Freude an der Metaebene haben; Fans von echten Zeitreisegeschichten rate ich eher von der Lektüre ab, denn die kommen nicht wirklich auf ihre Kosten.

    Am Schluss des Buches wird zudem klar, dass Félix J. Palmas eine Hommage an den grossen britischen Schriftsteller H.G. Wells im Sinn hatte.
    Da ich zufällig kurz vor Lesebeginn die deutsche Neuübersetzung von Wells Krieg der Welten gekauft hatte, wird dies mein nächste Lektüre. 

    Die Landkarte der Zeit ist aktuell im Buchhandel bestellbar.

  14. Cover des Buches Eine allgemeine Theorie des Vergessens (ISBN: 9783406713408)
    José Eduardo Agualusa

    Eine allgemeine Theorie des Vergessens

     (79)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Gott wiegt die Seelen auf einer Goldwaage ab. Auf der einen Seite die Seelen, auf der anderen alle Tränen derjenigen, die um sie weinen. Weint niemand, geht die Seele hinab in die Hölle. Wenn genügend und ausreichend aufrichtige Tränen da sind. Kommt sie in den Himmel. Daran glaubte Ludo fest. Oder wollte zumindest daran glauben.“

    Inhalt

    Das Buch beginnt mit dem Tod von Ludovica Fernandes Mano, die tatsächlich 85 Jahre alt geworden ist und im Oktober 2010 in einer Klinik in Luanda gestorben ist. Doch zuvor führte sie ein äußerst ungewöhnliches Leben, überschattet von den politischen Unruhen in Angola. Als eines Tages ein Einbrecher vor Ludos Wohnung steht, die sie sich mit ihrer Schwester und dem Schwager teilt, sieht sie sich gezwungen, den jungen Mann zu erschießen. Seine Leiche nimmt sie mit in das geräumige Appartement und vergräbt sie auf der Dachterrasse. Doch mit der Schuld kann sie nicht gut leben, sie beschließt sich selbst einzumauern und von dem zu leben, was ihren Weg kreuzt. Und in der Zwischenzeit geht das Leben einfach weiter, das Land wird nach wie vor von politischen Unruhen gebeutelt, die Täter und Opfer sind zahlreich und Korruption gibt es in allen Bereichen. Als nach 30 Jahren ein kleiner Junge namens Sabolo zu Ludo in ihr selbstgewähltes Gefängnis klettert, beschließt sie sich dem Schicksal anzuvertrauen und gibt ihre Einsamkeit auf …

    Meinung

    Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa stand mit diesem Roman auf der Shortlist des International Man Booker Prize 2016 und erhielt für sein literarisches Werk bereits einige Auszeichnungen. Und Erzählen kann er wirklich, denn so abstrakt und ungewöhnlich, wie diese Geschichte anmutet, so selbstverständlich fügt sie sich doch in die Gedankenwelt des Lesers ein, was sicherlich auf die Qualität der Erzählung im sprachlichen wie empathischen Bereich schließen lässt. So tragisch und grotesk Ludos Entscheidung auch anmutet, sich selbst einzumauern, so logisch wirkt sie dennoch.

     Mein allergrößter Kritikpunkt an diesem Roman ist einerseits sein scheinbar willkürlicher Aufbau, andererseits seine unübersichtliche Entwicklung und letztlich das Fehlen einer greifbaren, aussagekräftigen Handlung. Möglicherweise mag das an meiner Unkenntnis über die politische Situation in Angola zur damaligen Zeit liegen, denn ich konnte den Text nur schwer interpretieren. Es werden eine Vielzahl an Nebenprotagonisten eingeführt, deren jeweilige Motivation ausführlich geschildert wird, die aber immer genau dann verschwinden, wenn ich ihr Wirken im Gesamtkontext einordnen konnte. Wenige Seiten später tauchen sie erneut auf, nur aus einer vollkommen anderen Perspektive, die meine bisherigen Annahmen sogleich zunichte machte. Tatsächlich ist es dieses unendliche Auf und Ab, was mir die Lesefreude genommen hat. 

    Sehr gelungen empfand ich hingegen die inneren Dialoge, die Ludo mit sich selbst führt, ihr Unvermögen der Situation zu entkommen, ihr schwindendes Augenlicht und die Angst vor vollkommener Erblindung aber auch ihr Einfallsreichtum in Sachen Lebensmittelerwerb – all das habe ich gerne und mit viel Neugier gelesen, nur sind das leider nur Bruchteile dieses ohnehin dünnen Buches. 

    Fazit

    Es werden leider nur 2 Lesesterne für diesen Roman, der auf mich wie eine Art Experiment wirkt. Er lenkt das Augenmerk auf die Politik, schwenkt dann hin zu Menschen, die dem System entfliehen und anderen, die sich ihm unterordnen, damit verschmelzen oder es aus den Angeln heben wollen. Sie alle teilen sich ein kleines Fleckchen Erde, und ihre Lebenswege berühren einander, jedoch ist schwer nachvollziehbar, wer hier profitiert und wer mit dem Leben bezahlt. Dadurch das der Text immer nur kurze Episoden aus Sicht diverser Figuren bietet, bleibt für mich der Sinn des Buches im Verborgenen. Vielleicht kann man damit mehr anfangen, wenn man die Hintergründe kennt und bestenfalls den ein oder anderen Namen. Mich hat die Geschichte zunächst verwirrt, später nur kurz unterhalten und letztlich gelangweilt. Also eher verschwendete Lesezeit. Allerdings findet man hier wunderbare Sätze, über die ich gerne nachdenke, wie z.B. „Es gibt Leute, die regelrecht Angst haben vor dem Vergessenwerden. Bei ihm war es umgekehrt: Er litt unter der schrecklichen Vorstellung, dass man ihn niemals vergessen würde.“ 

  15. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (853)
    Aktuelle Rezension von: _sternenguckerin_

    Plötzlich ist die Wand da. Sie schneidet die Protagonistin von der ganzen Aussenwelt ab und lässt sie völlig allein zurück. Obwohl: Allein ist sie nie. 

    Luchs ist dabei, der Hund und eine Katze. Schliesslich findet irgendwann eine alleingelassene Kuh zu der Protagonistin und das Leben geht weiter. Das Leben geht weiter, obwohl alle Menschen plötzlich weg sind. Obwohl die Protagonistin auf sich allein gestellt ist. Obwohl das Leben nicht mehr so ist, wie es mal war. 

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ein sehr ergreifender und doch ruhiger Roman mit viel Tiefe. Besonders gefallen hat mir der liebevolle und verständnisvolle Blick der Protagonistin auf die Tierwelt und die Natur. Gerade in dieser Stille, die sich durch die eher eintönige Handlung ergibt liegt wahnsinnig viel Kraft und die zahlreichen unbeantworteten Fragen scheinen vom Leser oder der Leserin wissen zu wollen, was denn im Leben nn wirklich zählt.

  16. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257261165)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (1.508)
    Aktuelle Rezension von: Daniel215

    Der Alchemist ist ein moderner Klassiker, der von der Suche des andalusischen Schafshirten Santiago nach einem bzw. seinem Schatz berichtet. Es handelt sich dabei aber keineswegs um einen Abenteuerroman, sondern vielmehr um eine Art Märchen, das inspirieren und zum Nachdenken anregen will. Träume, der persönliche Lebensweg, Ziele und Hindernisse werden thematisiert.

    Stilistisch/sprachlich ist die Erzählung sehr (wirklich sehr) einfach gehalten, sodass sie rein stilistisch auch als Kinderbuch durchgeht. Das ist grundsätzlich okay, weil es zum „Märchen-Stil“ des Buches passt. Stellenweise war mir der Erzählstil dann aber doch etwas sehr plump.

    Das Buch hat es (zumindest stellenweise) tatsächlich geschafft, mich zum Nachdenken anzuregen und damit sein – so nehme ich zumindest an – wesentliches Ziel auch erreicht. Die Erzählung nötigt einem durchaus den einen oder anderen Gedanken über sein eigenes Leben ab. Phasenweise war mir die Geschichte aber auch etwas zu „aufgeladen“ und die frohen Botschaften und Erkenntnisse waren dann doch etwas „aufdringlich“. Das Buch vermittelt jedenfalls keine subtile Massage, sondern beleuchtet diese geradezu im Scheinwerferlicht. Bedenkt man die eigentliche Handlung – die Reise eines Suchenden –, hat mich das durchaus überrascht, ist die Suche des Protagonisten doch geradezu prädestiniert dafür, den Leser langsam aber sicher der eigentlichen Botschaft näher zu bringen. 

    Im Großen und Ganzen hat mir das Buch aber eine nette Leseerfahrung beschert. Insofern kann ich dieses weiterempfehlen, zumal die Geschichte auch nicht allzu umfangreich ist. Das Buch lässt sich recht schnell „weg lesen“, sodass es bei Nichtgefallen nicht allzu viel Zeit rauben wird. Den Mehrwert der Inspirationen kann ein jeder nur für sich selbst bewerten.

  17. Cover des Buches Das Flüstern der Bienen (ISBN: 9783471360354)
    Sofía Segovia

    Das Flüstern der Bienen

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Stella-Sophie

    Wenn man die Seiten dieses Buches liest, so scheint man den Honig förmlich zu schmecken und die Orangenblüten zu riechen. Geschmückt mit vielen Sinnesbeschreibungen führt die Autorin Sofia Segovia den Leser durch eine verzweigte Familiengeschichte, die sich über mehrere Generationen hinweg streckt und in deren Zentrum der besondere Mensch Simonopio steht. Nicht nur ist die Herkunft des Jungen rätselhaft sondern er hat neben einer (Sprach-)Behinderung auch eine ganz besondere Gabe: er kann mit den Bienen sprechen und fühlt die Natur viel intensiver, als alle anderen.
    Der Schreibstil, die Wortwahl und die Charaktere konnten sehr überzeugen, besonders da die Verflechtung der 3 genannten Punkte dazu beitrug, dass man sich in der Geschichte wohl fühlte. Leider kam die Spannung erst nach etwa der Hälfte des Buches auf sodass auch ab da erst der eigentliche Sinn der Erzählung klar wurde. Wahrscheinlich würde man bei einem zweiten Lesen vieles auch schon zu Beginn des Buches verstehen, da man dann den Hintergrund kennt.
    Für das erste Lesen war es eine schöne Unterhaltung aber der Funke ist nicht komplett übergesprungen.

  18. Cover des Buches Zorn und Morgenröte (ISBN: 9783846600641)
    Renée Ahdieh

    Zorn und Morgenröte

     (884)
    Aktuelle Rezension von: Olgaaa

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und wurde leider sehr enttäuscht. Ich habe auf ein slow-burn enemie to lover Buch mit einer tollen Welt und interessanten Geschichten gehofft, habe aber ein sehr langatmiges und eher langweiliges Buch bekommen. Ich fand, dass das Potential der Geschichte nicht wirklich ausgeschöpft wurde und die Welt hat man kaum kennengelernt, da die Hauptfigur fast die gesamte Story über in ihrem Zimmer war. Zudem fand ich auch die Liebesgeschichte nich sonderlich gut und die sidestory, die beschreibt, wie der beste Freund des Hauptcharakters sie versucht zu finden und zu befreien extrem langweilig. 

  19. Cover des Buches Wirst du da sein? (ISBN: 9783492307215)
    Guillaume Musso

    Wirst du da sein?

     (297)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Von außen betrachtet könnte Elliots Leben kaum besser sein. Er ist ein erfolgreicher Arzt der von allen geschätzt wird, hat eine Tochter die er abgöttisch liebt und einen besten Freund, der ihm seit Jahren zuverlässig zur Seite steht. Doch all das ist nur ein schwacher Trost, seit er vor 30 Jahren seine große Liebe verloren hat. Jetzt aber bekommt er die Möglichkeit, alles zu verändern. Nur zu welchem Preis?


    Ich hab von dem Buch vieles erwartet, aber (trotz des Klapptexts) keine Zeitreisen. Deshalb war ich umso überraschter, als Elliot die Möglichkeit erhielt, einige Male in der Zeit zurückzureisen und seinem früheren Ich zu begegnen. Jetzt hat er die Chance, seine damalige Frau zu retten, doch der Preis dafür ist hoch.

    Mir hat es unglaublich gefallen, dass es ein Zeitreisebuch war, das sich tatsächlich damit auseinander gesetzt hat, was für Auswirkungen nur eine kleine Veränderung in der Vergangenheit für die gesamte Zukunft haben könnte und dementsprechend gehandelt wurde. Selbst dann konnte man ja nicht mal alle Folgen absehen.


    Mir hat der Elliot aus der Vergangenheit sehr leidgetan. Er konnte ja gar nicht ahnen, was alles auf ihn zukommen wird und was er alles für Schwierigkeiten durchmachen würde, um das Leben seiner Frau und das seiner Tochter zugleich zu retten. Sich dem entgegenzusetzen, das war mit Sicherheit alles andere als einfach.


    Ein tolles Buch, das mich wirklich sehr berührt hat.

  20. Cover des Buches Das Geisterhaus (ISBN: 9783518463857)
    Isabel Allende

    Das Geisterhaus

     (797)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Diese 1982 erschienene Erzählung, die zu einem Welterfolg wurde, mit Starbesetzung verfilmt wurde und in mehreren Sprachen als Übersetzung aus dem Spanischen vorliegt, ist der Debütroman von Isabel Allende. Die stark autobiografisch eingefärbte Geschichte erzählt von einer grossbürgerlichen Familie im Chile der 20er Jahre. Chile ist zu dieser Zeit stark gespalten, es wechseln sich Militärdiktatur und Sozialismus ab und die Wirtschaft des Landes wird systematisch destabilisiert.

    Isabel Allende widmet das Buch allen aussergewöhnlichen Frauen dieser Geschichte. Sie tragen Namen wie Nivea, Clara, Blanca, Alba, was hell, klar, weiss bedeutet. Es geht vor allem um die persönlichen Schicksale, die über vier Generationen hinweg miteinander verwoben werden. Der machtbesessene und jähzornige Patriarch und Senator Esteban Trueba kann weder zu seiner Familie liebevolle Beziehungen aufbauen, noch kann er sich in seinem politischen Amt längerfristig behaupten.

    Die Stunde der Wahrheit, und mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, zeigt sich am Ende des Buches und des Lebens von Esteban Trueba.

    Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Er fesselt, ist geistvoll geschrieben und macht ihn verdientermassen zu einem Bestseller.

  21. Cover des Buches Weil ich dich liebe (ISBN: 9783492309264)
    Guillaume Musso

    Weil ich dich liebe

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    !!! als HÖRBUCH !!!

    Inhalt (LB): "Bei einem Flug von Los Angeles nach London treffen die 15-jährige Evie, die frisch getrennte Nicole und die exzentrische Milliardärstochter Alyson aufeinander. Sie kennen sich nicht und erzählen sich doch ihre Lebensgeschichten, als wären sie alte Bekannte. Im Laufe der Gespräche tun sich Abgründe auf, die allen dreien die Tragik des Lebens vorführen. Denn die Schicksale der drei Frauen sind auf dramatische Weise miteinander verbunden ... "

    Cover: Das Cover finde ich ansprechend. Es wirkt ruhig und angenehm durch das helle blau und als einzigen Eyecatcher neben der Schrift die Blumen oben, welche ich wirklich schön finde. Zu dem Inhalt weiß ich nicht, ob ich es so passend finde.

    Sprecher: Johannes Steck hat eine wirklich sehr angenehme Stimme. Männlich, aber nicht zu tief, ruhig, aber nicht zu langsam. In diesem Hörbuch höre ich ihm gerne zu und werde auch gerne wieder ein von ihm besprochenes Hörbuch hören.

    Charaktere: Man lernt in dieser Geschichte verschiedene Charaktere kennen: Evie, Nicole, Alyson, Connor und Mark. Von den Charakteren muss ich sagen, dass mir Evie und Connor am sympathischsten waren. Nicole lernt man doch nicht so sehr kennen, mit Alyson konnte ich nicht wirklich warm werden und mit Marks Denkweise/Verhalten kam ich des Öfteren auch nicht ganz zurecht, weshalb ich nicht sehr mit ihm sympathisierte.

    Meinung: In der Geschichte wird sowohl in verschiedene Zeiten als auch verschiedene Charaktere gesprungen. So erfährt man genau wie was wann wem widerfahren ist. Diese Abwechslung macht es dem Zuhörer unterhaltsam und kurzweilig. Man möchte wissen, wie die ganzen Personen zusammengehören bzw. zusammengeführt werden und auch was hinter allem steckt. Ich wollte die Geschichte/Vergangenheit der Charaktere kennen lernen und habe diese von der Person selbst oder durch Gespräche mit anderen erfahren. Es ist wirklich interessant, unterhaltsam, spannend und ich kann die Geschichte jedem (als Hörbuch) empfehlen.

  22. Cover des Buches Etta and Otto and Russell and James (ISBN: 9780241185865)
    Emma Hooper

    Etta and Otto and Russell and James

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Eines Tages macht sich die 82jährige Etta auf den Weg ans Meer, quer durch Kanada. Ihr Mann Otto bleibt zu Hause und versucht, alleine zurechtzukommen. Doch Etta vergisst allmählich Dinge, Otto erinnert sich an fast alles. Und dann ist da noch Russell, der Nachbar, der selbst in Etta verliebt war. Und James, ein Koyote, der Ettas Begleiter auf der Wanderung ist. Auf dem Weg erzählen sie ihr Leben: von der Liebe, vom Krieg und einer Farm in der staubigen Einöde Saskatchewans, vom Backen und vom Briefeschreiben.

    Emma Hoopers Roman mit dem langen Titel ist ein bezaubernder, ein leiser Roman, der sich nicht vieler Worte bedient. Manchmal erschließt sich die Bedeutung nicht direkt, viele Passagen sind näher an einem Traum als an der Realität, z.B. Ettas Unterhaltungen mit James. Die Autorin überlässt dem Leser die Entscheidung, was geschieht und was nicht. So ist das Ende sehr offen für verschiedene Interpretationen. Diese Unbestimmtheit der Erzählung war mir manchmal etwas zu viel des Guten und ich habe nach tieferen Bedeutungen gesucht. Ich habe viel über die Handlung nachgedacht und bin mir bei den phantastischeren Elementen immer noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Daher schwanke ich zwischen 4 und 5 Sternen.

    Die Sprache ist sehr spartanisch und auf das Wichtigste beschränkt. Trotzdem konnte mich die Erzählung vom ärmlichen Leben auf einer Farm, von der Beziehung von Etta mit Otto und Russell und von Ottos Erlebnissen in Europa im 2. Weltkrieg fesseln und zutiefst berühren. Letzten Endes kommt es bei „Etta and Otto and Russell and James“ wohl auch eher auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Erinnerungen der Charaktere als auf die äußere Handlung an. In dieser Hinsicht konnte mich das Buch überzeugen.
  23. Cover des Buches Der Gefangene des Himmels (ISBN: 9783596195855)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Gefangene des Himmels

     (538)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13
    Als eines Tages ein mysteriöser Fremder in der Buchhandlung Sempere Fermín aufsucht, holt ihn die Vergangenheit ein. Sie bedroht sogar nun sein Lebensglück. Er erinnert sich an sein Leben während der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs und muss sich nun den Folgen stellen. Doch kann er zulassen, dass seine Freunde für ihn büssen müssen?

    Mir gefiel dieser dritter Band von Carlos Ruiz Zafóns Bestseller-Reihe "Der Friedhof der vergessenen Bücher" sehr. Im Vergleich zum Vorgänger war die Geschichte realitätsnaher, nicht so stark mit mystischen Elementen verwoben und man kam den Lieblingscharakteren Vater und Sohn Sempere und Fermín sehr nahe. Dieses Buch schlägt einen tollen Bogen zu Band 1 und 2 und rundet alles ab. Ich bin nun gespannt auf die Fortsetzung, ob sie sich in allem gut einfügt und wie alles sich weiterentwickeln wird.

    Mein Fazit: Bislang mein Lieblingsbuch der Reihe. Wortgewandt wird man ins vergangene Barcelona versetzt und Band 1 und 2 erhälten eine Brücke. 5 Sterne mit Leseempfehlung.
  24. Cover des Buches Sputnik Sweetheart (ISBN: 9783832161002)
    Haruki Murakami

    Sputnik Sweetheart

     (386)
    Aktuelle Rezension von: schokobook

    Das Buch war ok. Erzählen kann der Autor wirklich. Ich frage mich nur, wo die Realität aufhört. Das Ende ist quasi wie eine Traumfrequenz oder Wunschdenken aus Sehnsucht. Solcher Art Enden sind für mich immer etwas schwierig. Ich rätsel dann immer noch lange darüber nach. Was will der Autor damit bezwecken? Ich hab hier so meine Therorie, aber auf Grund des Spoilerns kann ich es hier natürlich nicht bennen. Fazit ist, man muss ich auf den Autor und seinen Stil einstellen können und die Gedanken mal fliegen lassen. Es ist so völlig anders und das finde ich interessant.


    Gelesen: 06.05.2021 bis 14.05.2021

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks