Bücher mit dem Tag "mailand"
74 Bücher
- Elena Ferrante
Meine geniale Freundin − Kindheit und frühe Jugend. Geschenkausgabe (Neapolitanische Saga 1)
(692)Aktuelle Rezension von: EgataEines meiner Lieblingsbücher. Die Inhaltsangabe klingt wenig aufregend. Elena und ihre Freundin Lila wachsen im Neapel in der Nachkriegszeit auf, zwischen Mafia und Familienfehden. Aus der Sicht des Kindes und der Jugendlichen erzählt Elena von Höhen und Tiefen des täglichen Lebens, vom Erwachsenwerden und der Armut, aus der sie versucht herauszukommen, indem sie um gute Bildung kämpft. Die Autorin wechselt öfter die Perspektive und erzählt scheinbare Kleinigkeiten so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich hatte es mir geliehen, aber dann sofort den Folgeband gekauft, auch, weil so viele Fragen offen blieben.
- Lucinda Riley
Das italienische Mädchen
(482)Aktuelle Rezension von: angeltearzIch liebe die Bücher der Autorin sehr. Weil ich einfach ihren Schreibstil und den besonderen Aufbau ihrer Geschichten einfach großartig finde. Sie erzählt die Geschichten von Frauen, die praktisch ihr Schicksal finden. Im positiven Sinne. Ich liebs sehr!
Gefühlt habe ich auch schon die meisten ihrer Bücher gelesen. Aber es gibt noch einige ältere Bücher von ihr, die ich unbedingt lesen möchte.
Dieses gehörte auf jeden Fall dazu.
Ich muss allerdings ehrlich gestehen, dass ich hier und da überlegt habe abzubrechen. Roberto ist so ein ekelhafter Charakter, dass ich das kaum ertragen konnte. Wie er mit Rosanna umging. Richtig ekelhaft. Und die arme Rosanna, die ich gerne schütteln wollen würde.
Aber ich habe es beendet und ohne zu spoilern kann ich sagen, dass am Ende alles gut wurde. Typisch der Autorin. Man wird einfach nicht enttäuscht.
Ich habe mich dennoch unfassbar wohl in der Geschichte gefühlt. Auch die Nebengeschichten waren richtig toll und rund. Ich mag es sehr, dass die Autorin sich nicht nur auf die Protas fokussiert, sondern auch den Nebencharakteren ihre Geschichte gibt. - Daniel Speck
Bella Germania
(215)Aktuelle Rezension von: VeeziIch konnte dem Buch leider nicht so viel abgewinnen. Die Charaktere sind alle entweder toxisch oder aufgrund ihrer Entscheidungen todunglücklich. Einfach furchtbar. Ich glaube, es gab keine schöne Szene in diesem Buch - durchgängig Drama und Streit. Fehlende Kommunikation, Lügen gibt es zuhauf - echt nicht meins :(
- Paolo Cognetti
Acht Berge
(214)Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallenges„Acht Berge“ von Paolo Cognetti, ins Deutsche übersetzt von Christiane Burkhardt, ist ein Buch, das allein aufgrund des Titels und des wunderschönen Covers wie die Faust aufs Auge zu mir und meiner Bergliebe passt. Und weil Buecher.Berge so von dem Roman geschwärmt hat, musste er unbedingt auf den SuB – und jetzt war es an der Zeit, ihn auch zu lesen. Und ja, ich mochte diese leise, melancholische Geschichte über das Aufwachsen zwischen Großstadt und Bergen, über eine unergründliche Sehnsucht nach der Einsamkeit im Hochgebirge und über eine Freundschaft, die Jahrzehnte überdauert und ohne viele Worte auskommt, dafür aber herzzerreißend tief geht. Pietro ist ein stiller, nachdenklicher Protagonist, der nach den Streifzügen durch die Berge an der Seite von Bruno viele Jahre später an den prägenden Ort seiner Kindheit zurückkehrt und hier etwas Bestimmtes sucht – die Beziehung zu seinem Vater, der immer nur dann wirklich frei wirkte, wenn er auf Wanderschaft ging.
„Acht Berge“ ist ein besonderer Roman, der vor allem davon lebt, wie er die Wirkung der Berge auf die menschliche Seele beschreibt. Nicht idyllische Naturbeschreibungen stehen im Vordergrund, sondern das, was der Anblick einer rauen Berglandschaft mit dem Menschen macht; in welchen Zustand eine solche ihn versetzt. Und das ist beeindruckend und berührend zu lesen, gerade für mich, da auch ich mich nur in den Bergen wirklich frei fühle. Ich habe Cognettis Roman sehr gern lesen, mich sehr gern mitnehmen lassen in dieses atemberaubende Setting und in die Tiefe zwischenmenschlicher Beziehungen, die hoch über dem Meeresspiegel eine ganz andere Bedeutung haben. Ganz zum Highlight hat es für mich trotzdem nicht erreicht – vielleicht weil es Abschnitte gab, in denen ich eine zu große Distanz zu Pietro gefühlt habe, vielleicht, weil mir einige Erklärungen für das Handeln der Charaktere etwas zu vereinfacht waren. Aber empfehlen möchte ich „Acht Berge“ unbedingt dennoch – gerade Bergliebhaber*innen und solchen, die es werden wollen.
- Daniel Wolf
Das Salz der Erde
(325)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Das Salz der Erde" ist der erste Band der Fleury-Saga von Daniel Wolf. Ende des 12. Jahrhunderts kehrt der junge Michel de Fleury aus Mailand in seine Heimatstadt Varennes zurück. Einst schickte ihn sein Vater nach Mailand damit er das Geschäft der Kaufleute noch besser erlernt. Nun ist der Vater gestorben und Michel trifft gleich bei seiner Rückkehr auf den Ritter Guillory, ein hinterhältiger und gefürchteter Mann. Doch er lässt sich nicht entmutigen und macht innerhalb der Gilde seinen Weg bis zum Meister. Doch er hat etliche Feinde innerhalb und außerhalb der Gilde, sein ehemaliger bester Freund neidet ihm den Posten. Und es wird noch komplizierter, als Michel sich in dessen Schwester Isabelle verliebt. Ein schwerer Weg über viele Jahre mit etlichen Schicksalsschlägen, aber auch Glücksmomenten liegt vor Michel de Fleury, bis im Jahr 1206 endlich das Leben in Varennes leichter wird und die Stadt aufblühen kann. Daniel Wolf beschreibt den Werdegang des Michel de Fleury in diesem ersten Band über knapp 20 Jahre. Sein Aufstieg, sein tiefer Fall und letztendlich sein erneuter Erfolg. Trotz eines Buches mit 1152 Seiten eröffnet er dabei so gut wie keine Nebenschauplätze, sondern konzentriert die Geschichte auf die Fleurys und die Ereignisse, die das Schicksal der Stadt Varennes und ihrer Bewohner beeinflusst. Dabei kommen trotz der vielen Seiten ganz wenig Längen auf und man ist ständig in der Geschichte gefangen. Die Perspektivenwechsel tragen dazu bei, dass man die Geschehnisse auch immer aus einem anderen Blickwinkel wahrnimmt. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen jetzt auch endlich in die Welt der Fleurys einzutauchen und ich freue mich schon auf die weiteren bereits erschienen drei Bände plus Kurzgeschichte.
- Mara Lang
Girl in Black
(72)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerAUTORIN
Das Mara Lang meine absolute Lieblingsautorin ist, muss ich wohl nicht mehr erwähnen, jeder der mit folgt wird das schon bemerkt haben. Das liegt nicht nur an ihrem fesselnden und unvergleichbaren Schreibstil, sondern auch daran das sie ein herzlicher Mensch ist der die kleinen Dinge im Leben schätzt. Ich habe nun schon ein paar Autoren in meiner Bloggerzeit kennengelernt und neben ihr fällt mir nur eine ein, die sich so herzlich über Rezensionen freut und die Freude mit den Bloggern teilt. Ich habe immernoch jedes Mal ein mega Fan-Girl Moment wenn wir uns unterhalten und wir kennen uns (zumindest online) nun schon ein Jahr. Ihre Leidenschaft spürt man einfach in ihren Worten und Geschichten, und das macht die Bücher für mich so besonders.
EIN BUCH ...
... das mich wieder total begeistert hat
... das unheimlich toll geschrieben wurde
... dass das Wohlfühlbuch unter den Mara Lang Büchern ist
... mit tollen Charakteren und spannendem Plot
GESTALTUNG
Das Cover spiegelt das Thema wieder - Tattoos und Mode, und dennoch hätte ich es mir wahrscheinlich im Laden nicht in die Hand genommen um den Klappentext zu lesen, zum Glück kaufe ich ich Mara's Bücher ja wegen des Autors und nicht wegen der Cover. Mein Glück als Coverkäufer.
LIEBLINGSCHARAKTER
Ich kann mich nicht entscheiden, mag ich die mutige Lia, den etwas naiven Nevio, den coolen Designer Gabriel, oder die treue Mavie am liebsten mag. Die Charaktere sind alle wieder enorm authentisch und sympatisch und haben mein Herz erobert.
Mein heimlicher Favorit ist ist aber tatsächlich der Modedesigner Gabriel, es gibt einer Fremden eine Chance, nimmt nie ein Blatt vor den Mund und haut raus was er denkt, aber er ist sich nie zu fein seine Meinung zu revidieren, wenn er mal falsch gelegen hat.
MEIN(E) HIGHLIGHT(S)
Es gibt viele Highlights in diesem Buch, vielleicht Lias Model-Auftritt bei dem sie ihr wahres ich rauslässt, oder ihre Flucht aus der Heimat und vor ihrem Leben. Eigentlich könnte man jede Szene etwas entnehmen, dass sie zum Highlight macht, einfach weil sie auch alle so gut zusammenpassen. Spannend bzw. aufregend sind sowieso alle und einige halten einige Überraschungen parat.
GEDANKEN & FAZIT
Ich wusste nicht genau was mich erwartet, im ersten Moment passen Mode und Mafia in meinem Kopf nicht wirklich zusammen und im zweiten Moment war mir klar, wie perfekt das in wirklichkeit passt. Der Verlauf der Geschichte war spannend und hielt einige Überraschungen parat wodurch nur wenig vorhersehen konnte.
DIe Charaktere waren alle wieder mega, dennoch hatte ich stellenweise mit Lia ein paar Probleme, für eine Frau die ewig unterdrückt wurde und keine Meinung haben durfte ist sie mir oft zu egoistisch gewesen. Aber auch da: wenn man drüber nachdenkt wo sie herkommt macht das auch absolut Sinn. Und So ist für mich das ganze Buch: erstmal etwas was man nicht erwartet, dass keinen Sinn macht und im Verlauf des Plots und der Entwicklung ist doch alles so logisch. Ich liebe auch wie alles immer aufeinadner abgestimmt ist, und auch vergangene Szenen später nochmal aufgenommen werden, die Strukturen sind so echt, das viele Geschichten auch echt sein könnten.
Alles in allem wieder ein geniales Buch, für mich aber im Vergleich zu allen anderen Büchern von Mara Lang, die ich bisher gelesen habe, waren noch spannender, noch emotionaler und noch aufwühlender gewesen sind bekommt dieses Buch nur 4,5 von 5 Elfen 🧝🏼♀️🧝🏻♂️🧝🏻 hätte ich das Buch aber früher oder unabhängig gelesen, hätte es die volle Punktzahl bekommen! Ich nenne es gerne "das Wohlfühlbuch" unter den Mara Lang Büchern.
- Audrey Carlan
Dream Maker - Lust
(88)Aktuelle Rezension von: Lilo79Na gut, die Erwartungen an Figurenzeichnung und Plot sollten bei dieser Art von Büchern nicht allzu hoch sein - damit kann man leben. Aber das war mir im Gesamten zu seicht und zu platt. Parker ist mir zu blind gegenüber seiner Freundin, verfällt zu schnell in alte Muster, während Skyler viel zu naiv auf ihn und ihren Ex zugeht. Das konnte mich kaum überzeugen, auch die dramatische Wendung in Montreal nicht. Vielleicht wird ja der dritte Teil besser.
- Tibor Rode
Das Mona-Lisa-Virus
(172)Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicisPuuuuh… Was soll ich dazu sagen. Der Grund, warum ich zu diesem Buch gegriffen habe, ist weil ich Dan Browns Bücher liebe. Verschwörungs-Thriller mit Fakten und Fiktion vermischt. Sowas mag ich. Ich habe geglaubt, dass Tibor Rode hier etwas ähnlich Fesselndes gelingen würde – nur, leider hat das nicht zu 100 Prozent geklappt. Zumindest für mich nicht.
Die Grundidee, welche insbesondere auf das Schönheitsideal abzielt, fand ich großartig. Wir Menschen sind bereit, viel zu geben, wenn es um unsere Schönheit geht. Der gesunde Lifestyle ist schon lange in unsere Häuser eingezogen und werden durch Fitness-, Mode, und Make-Up-Influencer gestützt. Umso schockierender, wenn ein Virus dafür sorgt, dass wir auf Fotos plötzlich missgestaltet sind. Und was für eine Horrorvorstellung, wenn man aus Schönheiten zu Monstern um operiert. Aber jetzt bin ich vom Thema abgewichen. Kommen wir zurück zum großen ABER.
Es waren enorm viele Handlungsstränge, die hier im Buch zusammengelaufen sind – da sind zum einen die entstellten Schönheitsköniginnen, eine entführte Person, das Bienensterben, Diebstahl von Kunstgegenständen und Leonardo da Vinci. Die Themen wurden zum Schluss nur noch ganz schnell abgekanzelt und dann war es vorbei, einige wurden gar nicht mehr näher erläutert. Beispielsweise zum wichtigen Thema „Bienensterben“ ging man gar nicht weiter darauf ein und das fand ich enorm schade. Fakt ist, ohne Bienen = keine Menschheit. Auch der überaus mysteriöse Handlungsstrang, rund um Da Vinci, ließ den Leser mit einigen unbeantworteten Fragen zurück. Wenn man es so bedenkt, dann hätte es diesen Handlungsstrang nicht gebraucht.
Des Weiteren springen wir zwischen vielen verschiedenen Erzählperspektiven und zwei verschiedenen Zeitebenen hin und her, was teils sehr anstrengend war. Da die Kapitel auch noch sehr kurz waren, wurde mein Lesefluss erheblich gestört – denn, kaum hat man sich in einer Situation zurechtgefunden, spickt man schon wieder in die nächste.
Die Charaktere an sich mochte ich grundsätzlich gerne, obwohl mir die Nähe zu ihnen gefehlt hat. Sie waren im Großen und Ganzen recht oberflächlich gehalten und man erfuhr nur wenig über sie und ihre Vergangenheit. Trotzdem konnte ich gut mit ihnen mitfühlen, da sie größtenteils glaubwürdig gehandelt haben.
Zwischendurch konnte mich der Thriller, mit seinen interessanten Wendungen, überraschen und trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas. Kennt ihr das? Wenn der letzte Funke nicht überspringen will? So war das für mich. Auch weiß man ab ca. der Hälfte des Buches, wer der Täter ist. Schade, da hätte man durchaus mehr Spannung aufbauen können. Sehr gut gefallen hat mir jedoch die Recherchearbeit, die der Autor hier geleistet hat. Ich habe einiges über die Neuroästhetik und den goldenen Schnitt gelernt.
Der Schreibstil fand ich ebenfalls sehr angenehm und der Thriller ist, durch die kurzen Kapitel, schnell gelesen und ein echter Pageturner.
Fazit:
Im Großen und Ganzen wurde ich gut unterhalten. Trotzdem fehlte mir hier das gewisse Etwas. Der Thriller konnte mich leider nicht so richtig packen.
Ich glaube, dass der Autor hier einfach zu viel gewollt hat und zu viele Themen bedienen wollte. Das ist schade und hat der Geschichte, zumindest für meinen Geschmack, etwas geschadet.
- Kara Atkin
The Perfect Fit
(150)Aktuelle Rezension von: KapitelwanderinThe Perfect Fit – Kara Aktin
Jahreshighlight 2023 – Danke, dass du mich zurück zum Lesen gebracht hast!
Ich habe Lesen in der Oberschule gehasst. Dann kam die Save Me-Trilogie von Mona Kasten – die hat meine Liebe zum Lesen geweckt. Aber durch all die nervigen Schullektüren ist diese Liebe irgendwann wieder verloren gegangen. Und DANN hat mich dieses Buch im Thalia angelächelt. Optisch UNGLAUBLICH SCHÖN, also musste ich es kaufen. Und wenn es schon mal da ist, muss man es ja auch lesen … und WOW: Ich habe es geliebt. Es hat so viel in mir bewegt und geprägt.
Seit The Perfect Fit liebe ich Fake-Dating.
Ellie fängt einen neuen Job als Stylistin einer Band an, die nur vergebene Frauen beschäftigt. Klar, die Agentur will nicht riskieren, dass die Traumjungs plötzlich vergeben sind und damit ihren „unerreichbaren“ Status verlieren. Problem: Ellie hat keinen Partner. Also erklärt sich kurzerhand Caleb, der Manager der Band, bereit, mit ihr zu fakedaten. Und so schließt sich mein Kreis zum Liebesgeständnis. Caleb, der eigentlich gar keine Lust auf Ellies Chaos hat, faked die Beziehung – und merkt schneller als gedacht, dass sie gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil: Die erzwungene Nähe wird ihm lieb, und das beruhte eindeutig auf Gegenseitigkeit.
Ich habe wirklich alles an dieser Geschichte geliebt – von Anfang bis Ende. Und das Cover! Dieses schlichte Lineart-Design ist so wunderschön, dass es später in meiner Wohnung definitiv ein Platz im Regal mit Frontcover bekommt und nicht nur mit dem Buchrücken.
Also auch nochmal ein riesiges Dankeschön an Kara für dieses wundervolle Buch. Danke, dass es mich zurück zum Lesen gebracht hat und mir so viel Lust auf mehr in diesem Genre gemacht hat. Durch dich hat sich mein Lesegeschmack mit geprägt! ♡
Absolut verdiente 5+ Sterne und eine uneingeschränkte Empfehlung.
- Soraya Lane
Die verlorene Tochter
(180)Aktuelle Rezension von: N.B._HumpkeDie verlorene Tochter von Soraya Lane ist ein wunderschöner, ruhiger Roman, der zum Träumen einlädt.
Der rote Faden der Reihe ist ein ehemaliges Frauenhaus, in dem einst Kinder zur Adoption freigegeben wurden. Als das Gebäude abgerissen werden soll, werden kleine Holzschatullen mit Namen entdeckt. Jede Schatulle steht für ein Leben, ein Familiengeheimnis und eine Geschichte, die darauf wartet, erzählt zu werden.
Die Handlung wechselt zwischen zwei Zeitebenen: In der Gegenwart folgt man Lilly, die dem Geheimnis ihrer Schatulle nachgeht, während in der Vergangenheit die Geschichte ihrer Urgroßmutter erzählt wird und sich nach und nach offenbart, wie es überhaupt zu der Schatulle kam.
Besonders gefallen hat mir die ruhige, warme Atmosphäre und die gefühlvolle Liebesgeschichte. Kein Buch voller Action oder großer Dramatik, sondern eine berührende Familiengeschichte mit viel Herz. Perfekt für alle, die gerne in vergangene Zeiten eintauchen und einfach mal für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen wollen.
- Iny Lorentz
Die Löwin
(200)Aktuelle Rezension von: Katzenbaer12Die ersten Kapitel machen sehr viel Spaß, dann wird es anstrengend und man sollte sich viele Namen merken. Mir fiel das schwer und ich hatte keine Lust, auf die Liste der Namen zu blicken. So fand ich manches geschichtliche verwirrend, aber ich gebe meiner eigenen Faulheit die Schuld, nicht der Autorin. Die Handlung um Caterina fand ich fesselnd, das Ende war vielleicht etwas zu gehetzt.
wie so oft sehr stimmungs volle Schilderungen.
Ich werde das Buch noch einmal lesen, um auch die geschichtlichen Ereignisse zu verstehen.
ich persönlich hätte auf das viele Gerede um männliche Körperteile und Vergewaltigungen verzichten können, aber bei IL geht es wohl nicht anders. Kann man drüberweglesen.Dieses Buch verdient bessere Bewertungen, wenn man bedenkt, welcher Quatsch hier manchmal hochgejazzt wird. Ich denke, die typische IL Leserin will einfach seichtere Literatur?
- Brigitte Riebe
Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus
(185)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Im Juni 1932 wird das Modekaufhaus der Thalheims am Berliner Ku’damm eingeweiht und eröffnet. Die 13jährige Rike Thalheim weiß nun, wo ihre Zukunft liegt, in diesem Hause, auch wenn der Vater seinen Sohn bevorzugt!
Mai 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei und die Menschen kämpfen ums nackte Überleben. Die Villa der Thalheims wird erst von den russischen, dann von den britischen Besatzern beschlagnahmt. Das glanzvolle Kaufhaus ist den Bomben zum Opfer gefallen und der Vater ist noch immer in russischer Gefangenschaft.
Rike Thalheim fühlt sich inzwischen für die Familie verantwortlich, auch wenn ihre Mutter noch vor dem Krieg verstorben ist und sie mit einer Stiefmutter und einer Halbschwester beseelt ist. Und dann ist da noch Miriam, die als Jüdin irgendwie den Krieg in Berlin überlebt hat.
Aus ihren Verstecken holen sie Nähmaschine und Stoffe. In einer kleinen zugigen Wohnung planen und basteln sie an ihrer Zukunft, aber kleine und größere Schicksalsschläge machen ihnen immer wieder einen Strick durch die Rechnung.
Mein Fazit:
Brigitte Riebe kann historische Romane schreiben – das steht ohne Zweifel für mich fest. Ich habe schon einige Romane aus dieser Epoche gelesen, aber dieser Roman gibt mir noch einmal Einblicke in Bereiche, die ich nur vom Hören kann: Trümmerfrauen, Spruchkammer etc. Mir war nicht bewusst, wie beschwerlich das Leben nach dem Krieg war. Ständiger Hunger, strenge Winter, kaum Arbeit und überall verwundete Seelen und Körper.
Die Atmosphäre wurde von der Autorin wunderbar eingefangen, die Nöte und Sorgen, aber auch kleine Hoffnungsschimmer, Durchhalteparolen und kleine Freuden, die den harten Alltag etwas auflockerten und von den Problemen ablenkten. Es war auch eine Zeit der politischen Unsicherheiten. Berlin in vier Sektoren eingeteilt – wie würden die Siegermächte mit dem Volk umgehen? Wie sah die Zukunft der Stadt und ihrer Menschen aus?
Diese Unsicherheiten kamen immer wieder zum Vorschein. Rike ist mit ihren 26 Jahren schon das Familienoberhaupt, solange der Vater aus der Gefangenschaft nicht zurückgekehrt ist. Er gehörte noch zum Volkssturm, zum letzten Aufbegehren des Führers, ehe Berlin endgültig fiel. Die Verantwortung lasten auf ihr und die Umstände machen es ihr nicht gerade leicht. Aber die Familie hält auch zusammen, machen Pläne und arbeiten bis zum Umfallen. Fast vergisst sie ihre eigene Zukunft dabei.
Ich möchte nicht allzu viel verraten, aber es gibt viele interessante Szenen, die mir eine ganze Menge über die damalige Zeit erzählten. Bedauerlich ist das auch so ein Punkt, den ich zu kritisieren habe. Der Spannungsbogen fehlte so ein bisschen, als Leserin wusste ich nicht so recht, wohin die Reise geht und was da noch kommen mag.
Die Fortsetzung werde ich zu dieser Geschichte nicht lesen. Trotz der interessanten Details konnte es mich nicht mitnehmen und packen, deshalb gibt es nur eine Sterne.
- Nora Roberts
So hoch wie der Himmel
(134)Aktuelle Rezension von: dodo2025Beim Lesen fand ich es oft oberflächlich, es geht um die Reichen und Schönen. Margo, die Tochter der Haushälterin, wächst mit den reichen Kids des Arbeitsgebers der Mutter auf, sie will auch berühmt und reich werden, was ihr erst auch gelingt, aber dann bricht die oberflächliche Welt zusammen. Zum Ende wird es dann etwas tiefgründiger, als ihre Mutter endlich von sich erzählt.
Das Setting gefiel mir nicht und mit der Protagonistin bin ich auch nicht warm geworden und darum werde ich auch die anderen beiden Bände nicht lesen.
- Stephanie Schuster
Der Augenblick der Zeit
(25)Aktuelle Rezension von: Renate1964Die Hauptfigur des Romans ist ein geheimisumwittertes Porträt. Er spielt auf zwei Zeitebenen, die durch Kapitel gleicher Farbige stimmig verbunden sind. Ganz toll ist die zusätzliche Zunahme an Helligkeit i den Titeln. Beide Handlungsstränge erklären viel über Farben und Kunst
In der Gegenwart ist die Künstlerin Ina Kosmos fasziniert von dem Bild, das aus dem 19. Jahrhundert stammen soll. Sie erinnert es an Leonardo da Vinci. Das ist aber nicht der Hauptgrund, dass sie es unbedingt erwerben möchte. In ihrem Leben bewirkt es große Umwälzungen.
Im Jahr 1493 wird der junge Astronom Georg Tannstetter, der vom Ziehvater medizinisches Wissen erworben hat und gerne Arzt werden würde, von Maximilian I nach Mailand gesandt, um seine mögliche Braut zu begutachten. Am Hof der Sforza erlebt er Überraschungen und lernt Leoardo da Vinci kennen Spannend und oft humorvoll liest man über das Leben bei Hof, den Maler und Il Moro.
Das Cover ist stimmig , die Sprache erzeugt Bilder.
Ich finde nur viele Nebenfiguren schemenhaft. In der Renaissance allerdings lernt man Vorstellungen von der Welt und auch Behandlungsmethoden kennen und erfährt einiges über die Sforza, Visconti, aber auch Maximilian.
Empfehlenswert ganz besonders für alle, die sich für Malerei interessieren
- Umberto Eco
Nullnummer
(42)Aktuelle Rezension von: claudiaZ"Nullnummer"- ist Umberto Ecos letzter Roman. Wie passend, dass er sich mit Verschwörungstheorien und der jüngeren Geschichte Italiens beschäftigt. Eco wirft hier einen Blick hinter die Kulissen der Medienwelt. Folgendes Zitat habe ich mir markiert: "Nicht die Nachrichten machen die Zeitung, sondern die Zeitung macht die Nachrichten."
Der Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich viele Veröffentlichungen von Umberto Eco gelesen habe und daher sein Werk gut kenne. Meine Highlights waren natürlich "Der Name der Rose"; "Das Foucaultsche Pendel" - für mich der Klassiker für Verschwörungstheorien und "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana".
"Nullnummer" - ist kürzer als andere Werke von Umberto Eco. Die Handlung wird aus der Sicht des Journalisten Colonna erzählt, und bleibt auch auf dieser Ebene. Wer erwartet, dass hier Verschwörungstheorien aufgedeckt werden, die zu politischen Skandalen und gesellschaftlichen Umbrüchen führen, hat das falsche Buch in der Hand. Eben gerade, dass dies nicht passiert, ist für mich die Quintessenz des Buches.
- Cristina Caboni
Die Seidentöchter
(48)Aktuelle Rezension von: AnetIch habe dieses Buch voller Erwartungen geholt, zwei Sachen die ich mag, nähen und lesen . Ich hab viele Interessante Sachen über Stoffe erfahren. Über das was man aus alten Kleidern machen kann.
Die Geschichte spielt Anfangs in Sizilien und handelt von der jungen Caterina kurz dem Krieg (1936 ) in den Kriegswirren und bösartige Verwante verliert sie ihre Tochter Adele . In der Vorkriegszeit lernt sie ihren zweiten Ehemann Paul kennen und lieben , mit ihm bekommt sie ihre zweite Tochter Marieanne, die aber von ihrer Schwester nichts weiß . Am Sterbebett ihrer Mutter verspricht sie ihr nach ihrer Schwester zu suchen. Dies geschieht aber erst viele Jahre später. Bei der Suche nach ihrer Schwester findet Marianne viele Familiengeheimnisse, welche so manches Handeln ihrer Mutter erklären .
Die Geschichte wodrum es in diesem Buch geht ist recht vorhersehbar . Aber fesselnd geschrieben.
Es gab zwar immer wieder Zeitsprünge von der Vergangenheit und Gegenwart, aber die Geschichte blieb alles in allem sehr stimmig und einfühlsam .Wer sich Stoffe und oder Mode interessiert und Herz Schmerz mag kann absolut zu diesem Buch greifen . .
- Mark T. Sullivan
Unter blutrotem Himmel
(71)Aktuelle Rezension von: QuibbLange auf dem SUB, nun endlich gelesen und, meine Güte, was für eine Geschichte! Immer wenn ich keine Zeit zum Lesen hatte, zogen meine Gedanken zu diesem Buch und ich wollte weiter Pinos unglaublichen Erlebnissen folgen.
Ich schwanke zwischen totaler Begeisterung und einem kleinen Teil Skepsis darüber, ob das nun alles tatsächlich so passiert sein mag, aber auf den letzten Seiten wird auch über das weitere Leben aller, denen wir begegnet sind, berichtet. Da werde ich definitiv mal das ein oder andere nachforschen.
Die Schreibkunst des Autors ist sicherlich nicht die begnadetste, aber es liest sich flüssig und hat zumindest mich nicht gestört. Man kann schon ein kleines bisschen die amerikanische Ansicht auf die damalige Zeit erahnen, aber insgesamt fand ich das Buch wirklich packend, spannend, erschütternd und fesselnd.
- Regina Meißner
Die Duellantin. Kein Herz ist unbesiegbar
(69)Aktuelle Rezension von: Buchsucht_deKurzer Hinweis vorweg: „Die Duellantin“ enthält Szenen mit Duell-Gewalt, Verletzungen, Konflikten zwischen den Geschlechtern im 19. Jahrhundert und gesellschaftlichem Druck auf weibliche Selbstbestimmung. Die Darstellung ist intensiv, aber nicht reißerisch. Auch eine erhöhte Spice-Komponente ist vorhanden.
Mailand, 1850. Die 24-jährige Elena ist eine Tochter aus gutem Hause, und damit ist eigentlich vorgezeichnet, was ihr Leben sein soll. Ihre Familie träumt von einer standesgemäßen Hochzeit, von gesellschaftlichen Abendgesellschaften, von einem ruhigen Leben als wohlerzogene Ehefrau. Doch Elena hat ganz andere Pläne. Ihre wahre Leidenschaft gilt dem Fechten, einer Disziplin, die im 19. Jahrhundert ausschließlich Männern vorbehalten ist. Heimlich übt sie mit ihrem besten Freund Matteo, der ihr Talent erkennt und sie unterstützt. Doch eines Tages stellt sich Elena einer Herausforderung, die ihr ganzes Leben verändern wird. Sie springt anstelle von Matteo bei einem Duell seiner Studentenverbindung ein, in Männerkleidung, getarnt, mit ihrem ganzen Können. Ihr Gegner ist niemand Geringerer als der mysteriöse Valentino, der für seine Fechtkunst ebenso berühmt wie berüchtigt ist. Was Elena nicht ahnt: Das Duell wird mehr verändern als nur ihren Rang als geheime Duellantin. Sie entdeckt nicht nur ihre eigene Stärke, sondern fühlt sich auf eine Weise zu Valentino hingezogen, die ihr bislang fremd war.
Lass mich direkt mit dem Wichtigsten anfangen: Elena. Sie ist genau die Heldin, die ich in historischen Romances viel zu selten finde. Keine passive Schönheit, die auf ihren Prinzen wartet. Keine demütige Tochter, die ihrem Schicksal folgt. Sondern eine junge Frau mit echtem Eigensinn, echtem Mut, echtem Talent. Eine Heldin, die ihrer Leidenschaft folgt, obwohl ihre ganze Gesellschaft sie davon abhalten will. Was Regina Meissner besonders gut macht: Sie schreibt Elenas Stärke nicht als naive Rebellion oder als anachronistisches „21.-Jahrhundert-Mädchen im 19. Jahrhundert“-Klischee. Elena ist eine Frau ihrer Zeit, sie kennt die Konventionen, sie weiß, was sie riskiert, sie hat Angst vor den Konsequenzen. Aber sie folgt trotzdem ihrem Weg. Diese Mischung aus Mut und Realismus macht sie zu einer wirklich nuancierten Figur. Wer feministische Heldinnen in historischen Settings liebt (die Brontë-Schwestern, Jane Austen, Karen Witemeyer), wird Elena sofort ins Herz schließen.
Was diesen Roman ungewöhnlich macht: das Fechten als zentrales Element. Regina Meissner ist seit Jahren selbst vom Fechten fasziniert, und das spürt man. Die Beschreibungen der Duelle sind atemberaubend, physisch, intensiv, technisch fundiert. Man riecht förmlich den Schweiß, hört das Klirren der Klingen, fühlt die Konzentration beim Konter. Wer dachte, Fechten sei kein spannendes Thema für einen Roman, wird hier eines Besseren belehrt. Mehr noch: Fechten ist nicht nur Plot-Vehikel, sondern Symbol. Es steht für Elenas Selbstbehauptung, für ihre Weigerung, sich in die enge Rolle einer Mailänder Tochter zu pressen, für ihre Suche nach einem eigenen Lebenssinn. Jedes Duell ist gleichzeitig ein Kampf gegen die Konventionen ihrer Zeit. Genau diese symbolische Schicht macht das Buch zu mehr als nur einer Romance, es ist ein Bildungsroman über weibliche Selbstfindung in einer patriarchalischen Welt.
Regina Meissners Mailand ist eine Augenweide. Die Beschreibungen der Paläste, der eleganten Abendbälle, der noblen Salons, der versteckten Fechtsäle, das alles wird so atmosphärisch dicht inszeniert, dass man als Leserin förmlich in der Stadt spazieren geht. Diese Welt-Bauarbeit ist eine der größten Stärken des Buches. Was mich besonders überzeugt: Meissner romantisiert das 19. Jahrhundert nicht. Sie zeigt die Pracht, aber auch die Enge der Konventionen, die Beklemmung für eine junge Frau, die Härte des sozialen Drucks. Diese Differenziertheit hebt das Buch über die übliche Kostüm-Romance hinaus. Wir bekommen ein lebendiges Mailand mit Licht und Schatten, mit Glanz und Härte, nicht eine entkernte Kulisse. Wer schon einmal die Schauplätze in „Stolz und Vorurteil“ oder „Bridgerton“ geliebt hat, wird sich hier sofort zuhause fühlen, aber mit einem schärferen Blick auf die Realitäten der Zeit.
Auch wenn mein Herz für Elena schlägt: Valentino ist ein wirklich starker Love Interest. Mysteriös, charismatisch, mit Schichten, die langsam enthüllt werden. Regina Meissner spielt klug mit dem Enemies-to-Lovers-Trope: Elena und Valentino kreuzen die Klingen im wahrsten Sinne des Wortes, bevor sie sich auf eine ganz andere Weise begegnen. Diese Verbindung von körperlicher Auseinandersetzung und emotionaler Anziehung ist erotisch aufgeladen, ohne kitschig zu werden. Was Meissner besonders gut macht: Sie lässt die Romance nicht den Plot dominieren. Valentino ist wichtig, aber er ist nicht Elenas einzige Bestimmung. Sie verliebt sich nicht, um ihr Leben durch ihn zu finden, sie hat schon einen eigenen Weg, bevor er auftaucht. Das ist eine ungewöhnlich moderne und kluge Konstruktion in einer historischen Romance. Die beiden Geschichten, Elenas Selbstfindung und ihre Liebe, laufen parallel und stützen sich gegenseitig. Das ist Erzählhandwerk auf hohem Niveau.
Was das Buch über durchschnittliche historische Romance hinaushebt: Die feministischen Themen sind nicht aufgesetzt, sondern organisch in die Handlung verwoben. Regina Meissner zeigt sehr genau, was es bedeutete, im Mailand des 19. Jahrhunderts eine junge Frau zu sein. Die Erwartungen der Familie, die gesellschaftlichen Konventionen, die wenigen Wahlmöglichkeiten, der ständige Druck. Elena ist keine Ausnahme von ihrer Zeit, sondern eine Frau, die innerhalb der Beschränkungen ihrer Epoche um Selbstbestimmung kämpft. Diese Differenzierung ist wichtig. Es geht nicht darum, das 19. Jahrhundert nachträglich zu modernisieren, sondern darum zu zeigen, dass es immer Frauen gegeben hat, die für ihre Träume gekämpft haben, auch unter sehr schwierigen Bedingungen. Genau diese Botschaft macht das Buch zu einer wertvollen Lektüre, gerade auch für junge Leserinnen. Empowerment ist hier kein Schlagwort, sondern wird gelebt – in jedem Duell, in jeder Auseinandersetzung mit der Familie, in jedem Schritt, den Elena gegen die Konventionen geht.
Regina Meissner schreibt atmosphärisch dicht, sprachlich präzise und mit einem feinen Gespür für Stimmungen. Ihr Stil hat etwas Klassisches, man merkt, dass sie mit Jane Austen und den Brontë-Schwestern aufgewachsen ist. Gleichzeitig schreibt sie modern genug, dass das Buch für heutige Leser:innen wunderbar zugänglich bleibt. Diese Balance aus historischer Eleganz und moderner Lesbarkeit ist eine echte Stärke. Besonders eindrucksvoll: Wie Meissner Sprache in körperliche Erfahrung übersetzt. Die Duellszenen sind nicht abstrakt beschrieben, sondern werden zu echten sinnlichen Erlebnissen. Man fühlt die Anspannung in den Muskeln, das Adrenalin im Blut, die Konzentration im Kopf. Diese körperliche Intensität überträgt sich auch auf die romantischen Szenen, ohne explizit zu werden, schafft Meissner eine erotische Aufladung, die wirklich knistert. Das ist hohe Erzählkunst.
Das Spice-Level ist moderat bis erhöht, es gibt wirklich intensive intime Szenen zwischen Elena und Valentino, aber sie sind organisch in die Beziehungsentwicklung eingebettet. Regina Meissner schreibt diese Momente mit Wärme und Sinnlichkeit, ohne ins Explizite zu kippen. Wer Romance mit Substanz und gleichzeitig prickelnden Szenen sucht, ist hier perfekt aufgehoben. Was ich besonders schätze: Die Romance ist ein Slow Burn. Wir bekommen kein „Insta-Love“, die Beziehung wächst über das ganze Buch, mit Höhen und Tiefen, mit Vertrauen und Misstrauen, mit Annäherung und Distanz. Genau dieses langsame Wachsen macht den emotionalen Payoff so groß. Wenn Elena und Valentino endlich zusammenfinden, ist es ein Moment, auf den man wirklich hingefiebert hat.
Eine schöne Geschichte hinter dem Buch: Regina Meissner ist eigentlich Fantasy-Autorin und hat sich mit „Die Duellantin“ einen Herzenswunsch erfüllt, einen historischen New Adult Roman zu schreiben, der die Themen vereint, die sie persönlich liebt: starke Frauen, das 19. Jahrhundert und das Fechten. Diese persönliche Leidenschaft spürt man auf jeder Seite. Es ist kein „auf den Markt geschriebenes“ Trend-Buch, sondern ein echtes Herzensprojekt. Meissner ist auf Instagram und TikTok unter @regina_meissner_author sehr aktiv und tauscht sich mit ihrer Leserschaft aus. Das macht sie nahbar und sympathisch. Wer „Die Duellantin“ liebt, sollte unbedingt auch ihre Fantasy-Reihen erkunden, sie ist eine deutsche Stimme, die noch viel zu wenig bekannt ist und auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient.
Mein Fazit: „Die Duellantin – Kein Herz ist unbesiegbar“ ist ein wirklich starker historischer New-Adult-Roman, der weit über das Genre hinauswächst. Regina Meissner hat hier ein Buch geschrieben, das gleichzeitig Romance, Empowerment-Geschichte und atmosphärisch dichter historischer Roman ist. Mit Elena hat sie eine der stärksten weiblichen Hauptfiguren der deutschen Romance-Szene erschaffen. Das Mailand 1850 lebt, die Duelle knistern, die Liebesgeschichte berührt. Mein Herz schlägt eindeutig für Elena – diese Mischung aus Mut, Talent und Eigensinn ist einfach mitreißend. Ich werde definitiv mehr von Regina Meissner lesen.
Empfehlenswert für Fans historischer Romance und New Adult mit starken weiblichen Hauptfiguren wie Karen Witemeyer, Madeline Miller, Lauren Willig oder den klassischen Brontë-Schwestern und Jane Austen. Für alle, die feministische Themen, Slow-Burn-Romances und atmosphärisch dichte Settings im 19. Jahrhundert lieben. Auch für Leser:innen, die „Bridgerton“ mochten, aber etwas mehr Substanz und schärfere Auseinandersetzung mit den Realitäten der Zeit suchen. Eine besondere Empfehlung für junge Leserinnen, die sich für Empowerment-Geschichten begeistern. Eher nichts für Leser:innen, die Insta-Love bevorzugen oder mit Slow-Burn-Tempo Schwierigkeiten haben. Auch nichts für dich, wenn du mit Duell-Szenen und körperlichen Auseinandersetzungen nichts anfangen kannst, oder wenn du historische Romane grundsätzlich als zu altmodisch empfindest. Wer 448 Seiten für eine Liebesgeschichte zu viel findet, sollte ebenfalls woanders schauen.
- Daniel Speck
Villa Rivolta
(120)Aktuelle Rezension von: Hasi_MimiAls ich mit dem Lesen von "Villa Rivolta" von Daniel Speck begonnen habe, hatte ich sofort das Gefühl, mitten in Italien zu stehen. Zwischen heißen Sommertagen, alten Familiengeheimnissen und dem Duft von Freiheit und Melancholie. Schon die ersten Seiten haben mich emotional gepackt. Besonders der Einstieg mit Tonino, der eine Pistole findet und damit eine Kette von Ereignissen auslöst, hat mich neugierig gemacht und direkt in die Geschichte hineingezogen.
Ich mochte vor allem die Atmosphäre des Romans. Daniel Speck schafft es für mich unglaublich gut, das Italien der Nachkriegszeit und der 60er- und 70er-Jahre lebendig werden zu lassen. Während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, selbst durch Mailand zu laufen oder mit den Figuren an der Küste zu sitzen. Die Mischung aus Dolce Vita, gesellschaftlichem Wandel und Familiengeschichte wirkt sehr authentisch und emotional. Besonders die Beziehung zwischen Valeria und Piero hat mich berührt, weil sie gleichzeitig von tiefer Verbundenheit und großer Tragik geprägt ist.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gefallen. Ich fand die Sprache bildhaft, ruhig und gleichzeitig intensiv. Viele Szenen wirkten fast wie aus einem Film. Gerade die Rückblicke in die Vergangenheit und die wechselnden Perspektiven haben dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.
Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es wirkt warm, elegant und gleichzeitig nostalgisch. Die Farben erinnern sofort an Italien, Sommer und Vergangenheit, wodurch die Stimmung des Romans perfekt eingefangen wird.
Insgesamt hat mich "Villa Rivolta" emotional sehr berührt. Für mich ist es nicht nur eine Familiensaga, sondern auch eine Geschichte über Erinnerungen, Sehnsucht und die Frage, wie sehr die Vergangenheit unser Leben bestimmt. - Sabine Heinrich
Sehnsucht ist ein Notfall
(144)Aktuelle Rezension von: Jd_bookworldSehnsucht ist ein Notfall: Roman
Klappentext:
Eine warmherzig und rasant erzählte Roadnovel – der mitreißende Debütroman von Sabine Heinrich
Am Tag vor Silvester bekommt Eva einen Anruf von ihrer Oma: Sie macht mit Opa Schluss und verlässt ihn. Nach sechzig Jahren Ehe. Und Eva? Seit sechs Jahren ist sie mit Johannes zusammen – und zufrieden. Aber glücklich? Wie soll ihre Beziehung weitergehen? Passiert noch was? Als sie in einem Club plötzlich Tobias kennenlernt, ist das Gefühlschaos perfekt. Sie muss raus. Und fährt mit ihrer Oma einfach los, nach Italien, ans Meer. Sabine Heinrichs Debüt ist ein ganz besonderer Generationenroman: eine turbulente Roadnovel über zwei Frauen vor einer großen Entscheidung, eine komisch-melancholische Fahrt durch Italien im Januar und eine hinreißend leicht erzählte Geschichte über das Verlangen nach Verlangen.
Meine Lesermeinung:
Am besten gefiel mir an diesem Buch der Umgang der Enkelin Eva mit ihrer geliebten Oma. Liebevoll und warmherzig nimmt sie sich der Nöte der alten Frau an. Als sich diese noch mit 80 von ihrem - nie wirklich geliebten Mann scheiden lassen will und eine neue, kleine Wohnung sucht, hat sie Verständnis dafür - besonders als sie begreift, wie unglücklich diese Beziehung war. Ihren eigenen Problemen mit ihrem Lebenspartner zum Trotz, macht sie mit der Oma eine Reise nach Italien - ans Meer. Leider hat das Buch ein offenes Ende weshalb mir noch etwas gefehlt hatte.
Diese Geschichte ist also ein toller Neuanfang für beide. Und sehr schön geschrieben besonders der Schreibstil konnte mich sehr ansprechen.
Sterne: 4 🌟 - Lucinda Riley
Das italienische Mädchen
(28)Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallenges
Geschichte und Erzählstil:
Bekanntermaßen zählt Lucinda Riley zu meinen Lieblingsautoren und nimmt mich mit ihren fesselnden Romanen um große Liebe und dunkle Familiengeheimnisse immer wieder aufs Neue gefangen. Das italienische Mädchen war nun eines von zwei Büchern von ihr, die ich noch nicht gelesen hatte, und ich war mir eigentlich sicher, dass es mich wie gewohnt begeistern würde. Das war allerdings leider nicht der Fall und das obwohl die Geschichte eigentlich vielversprechend anfing.
In den ersten Kapiteln lernt man die junge Rosanna Menici kennen, die als jüngste Tochter eines Café-Besitzers in Neapel aufwächst. Mit 11 Jahren besitzt sie eine außerordentliche Stimme und in den folgenden Jahren begleitet man sie dabei, wie sie diese immer weiter ausbaut und schließlich als junges, vielversprechendes Talent an die Mailänder Skala kommt. Die traditionsreiche Welt der italienischen Oper hat mich dabei sehr fasziniert, ebenso wie Rosannas unschuldige Liebe zur Musik und die Hingabe ihres älteren Bruders, der seine Schwester wo es nur geht unterstützt und seine eigenen Ziele hinten anstellt.
Riley konzentriert sich dabei aber wie üblich nicht nur auf eine Perspektive, sondern schildert parallel zu Rosannas Aufstieg auch, wie ihr Bruder Luca seine Bestimmung als Geistlicher findet und wie der mittlerweile gefeierte Tenor und Schürzenjäger Roberto seinen Siegeszug durch die Opernhäuser der Welt und Betten seiner Geliebten antritt. Natürlich kommt es, wie es kommen muss und ab diesem Moment begann mir die Geschichte irgendwie zu entgleiten: Rosanna und Roberto treffen an der Skala erneut aufeinander und Rosanna, die schon als 11-Jährige für Roberto geschwärmt hat, gibt sich ihm trotz ihrer Bedenken und der Warnungen ihrer Freunde und Bekannten hin.
Es ist hier nicht einfach nur die Rede von einer großen Liebe wider der Vernunft, sondern von einer regelrechten gegenseitigen Obsession. Bereits kurz nach ihrem Zusammenkommen leben Rosanna und Roberto nur noch füreinander, wobei Rosanna bald schon ihre Familie und ihre Karriere vernachlässigt, um rundum die Uhr bei Roberto sein zu können. Sie opfert sich vollkommen für ihn auf und das über Jahre hinweg. Romantik habe ich dabei leider gar nicht gespürt. Nicht zuletzt weil Roberto natürlich nach wie vor und trotz seiner schwülstigen Liebesbekenntnisse an Rosanna kein treuer Ehemann ist und man nur auf den Moment wartet, in dem er sich wieder zu einer anderen Frau ins Bett legt. Sowohl Rosanna als auch Roberto scheinen unbelehrbar und das macht die beiden als Protagonisten (zumindest für mich) schlichtweg unsympathisch.
Ich glaube, ich habe während des Hörens mehrmals mit den Augen gerollt, weil ich diese gegenseitige Besessenheit einfach nicht nachvollziehen konnte und mir die Liebe zwischen Rosanna und Roberto einfach so irreal und überzogen vorkam. Tatsächlich dreht sich der zweite Teil des Romans hauptsächlich um ihr gemeinsames Leben, das natürlich (wie könnte es anders sein) nicht nur von glühender Leidenschaft, sondern eben vor allem von Misstrauen, Eifersucht und Streitigkeiten geprägt ist. Das anfängliche Hauptthema, die Musik und Rosannas einzigartige Stimme, gerät in den Hintergrund und spielt kaum mehr eine Rolle. Das fand ich sehr schade, hat es die Geschichte doch insgesamt zu einer übertriebenen Romanze ohne jede Leidenschaft verkommen lassen.
Lucinda Riley kann erzählen - keine Frage. Ich habe ihren Worten trotz allem gerne gelauscht und langweilig ist Das italienische Mädchen ganz bestimmt nicht. Enttäuscht hat mich die Geschichte aber auf jeden Fall, denn statt großer Geheimnisse und Verschwörungen trifft man hier lediglich auf ein Paar, das eigentlich nur stimmlich miteinander harmoniert, sich aber auf Biegen und Brechen lieben will. Der Zauber, der die anderen Werke von Riley ausmacht, fehlt schlicht und ergreifend.
Sprecher:
Für die Vertonung von Das italienische Mädchen hat wieder Simone Kabst die Rolle der Erzählerin übernommen. Für mich eine sehr gute Besetzung, weil sie die doch sehr naive und durchgehend kindlich wirkende Protagonistin Rosanna perfekt verkörpert hat. Nur bei den männlichen Parts hat sie mich nicht ganz überzeugen können.
Mein Fazit:
Es ist das erste Mal, dass Lucinda Riley mich mit einem ihrer Romane so richtig enttäuscht hat: Das italienische Mädchen kann einfach nicht mit ihren anderen Büchern mithalten. Die beiden Hauptcharaktere waren mir wenig sympathisch, die Geschichte verkommt ab der Mitte zu einer nicht sehr überzeugenden Romanze. Gut liest bzw. hört sich der Roman natürlich in bekannter Riley-Manier trotzdem, aber hier wäre definitiv mehr Potenzial da gewesen für eine fesselnde, magische Geschichte, wie man sie von der Autorin kennt. - Julia Fischer
Die Galerie der Düfte
(20)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Die junge Apothekerin fährt nach Florenz um dort in der legendären Othema Protumo die Santa Maria Novella um Erlaubnis zu fragen die dortigen Düfte ihn ihr Sortiment in München aufnehmen zu dürfen. Dort begegnet sie den beiden Brüdern Luca und Sandro.
Dem sonst so unnahbaren und korrekten Luca fällt Johanna gleich positiv auf, irgendwie verzaubert Johanna ihn total, doch die hat nur Augen für seinen gutaussehenden und draufgängerischen Bruder Sandro. Es kommt wie es kommen muß: Sandro und Johanna verbringen eine Nacht. Johanna ist schwer verliebt und maßlos enttäuscht als Sandro sie nicht verabschiedet, als sie von Florenz zurück nach München fährt. Doch Luca ist da.
In München stellt Johanna fest, dass sie schwanger ist und vertraut sich Luca an.
Ein sehr schöner Roman um die Liebe und viele verschiedene Düfte. Ich habe das Hörbuch sehr genossen und konnte sehr oft die vorgetragenen Düfte regelrecht in meiner Nase riechen.
- Michael Römling
Pandolfo
(13)Aktuelle Rezension von: mandalottiAls Buch hätte ich es auf jeden Fall niemals beendet, auch als Hörbuch habe ich immer mal gezweifelt, ob ich es wirklich weiterhören soll, aber mich hat der Sprecher irgendwie fasziniert.
Nach einer Weile wurde die Story dann auch noch interessant und auch teilweise irgendwie spannend.
Wer Geschichte mag, dem könnte das (Hör)Buch gefallen, auch wenn ich nicht sagen kann, ob die Story nun wirklich geschichtlich und chronologisch so stimmt.
- Lisa Tetzner
Die Schwarzen Brüder
(33)Aktuelle Rezension von: KarenAydinWorum geht es?
Giorgio lebt mit seiner Familie in einfachen Verhältnissen in einem kleinen Dorf im Tessin. Wir schreiben das Jahr 1838, als ein Mann mit einer Narbe im Dorf auftaucht und Kinder gegen Zahlung von 20-30 Schilling für ein Jahr mit nach Mailand nehmen möchte, wo sie als Kaminkehrerjungs arbeiten sollen, d.h., den Kamin hochklettern und von innen saubermachen. Eine schmutzige, gefährliche und gesundheitsschädliche Tätigkeit. Der Vater lehnt ab, doch im Jahr darauf sieht die Lage anders aus. Die Familie droht den Hungertod zu erleiden. Und Giorgio geht nach Mailand.
Kritik
Der Roman wurde zwar von Lisa Tetzner begonnen, aber von Kurt Kläber alias Kurt Held, fertiggestellt, den viele als Autor der Roten Zora kennen. Aus politischen Gründen musste das Jugendbuch unter dem Namen seiner Frau veröffentlicht werden. Der Roman hat einen realen historischen Hintergrund, die Geschichte der Kaminkehrerjungs aus dem Tessin.
Mit den „Kinderhändlern“ (aus damaliger Sicht war es legal), der schweren Kinderarbeit, den Themen Krankheit und Tod, der erdrückenden Armut in der Stadt Mailand und den unerträglichen Verhältnissen im Haushalt des Kaminkehrermeisters, ist es für ein Jugendbuch schon harter Tobak. Das kommt vor allem daher, dass es nicht in eine fantasievolle oder abenteuerliche Rahmenhandlung eingebunden ist, sondern es eine recht realistisch anmutende Darstellung zu sein scheint.
„Der Kamin war nicht besonders breit und er kam recht mühsam vorwärts. Plötzlich spürte er, dass er irgendwo festsaß. Er wollte noch höher hinauf. Es ging aber nicht und hinunter kam er auch nicht mehr. Was war das wohl, was ihn festhielt? Schließlich konnte er überhaupt nicht mehr vorwärts. Zur gleichen Zeit wurde ihm sehr ängstlich zumute.“ (326)
Diesen schwierigen Themen werden allerlei positive Werte wie Freundschaft, Mut, Loyalität etc. entgegengesetzt.
Irgendwie war mir aufgefallen, dass ich eigentlich nur Jugendbücher mit Fantasy-Elementen kenne (Potter, Narnia, Roald Dahl, Michael Ende, Poznanski) oder zumindest mit einer starken Abenteuerhandlung (Mark Twain). Insofern wusste ich auch nicht so recht, wie ich es bewerten soll, da ich gar keinen Vergleich habe. Was mir sehr gut gefallen hat, war der Beginn im Tessin. Die Schilderungen des harten, aber dennoch irgendwie harmonischen Dorflebens in Einklang mit der Natur hat mir gut gefallen.
Ich habe es ganz gern gelesen, weil es mal etwas ganz anderes war und ich das historische Thema auch ganz interessant fand, ich habe aber auch einige Kritikpunkte, so ist vieles sehr stark schwarz-weiß gezeichnet. Das mag in einem Kinderbuch noch gehen, in einem Jugendbuch erwarte ich da ein bisschen mehr Schattierungen. Zudem ist es schon sehr pädagogisch. Das geht subtiler.
Das Ende war mir dann allzu süßlich!
Also, insgesamt ist es ein ganz interessantes Buch, das ein ungewöhnliches Thema behandelt und ganz wundervolle Schilderungen des Dorflebens bietet. Der Protagonist ist grundsätzlich sehr sympathisch. Ob es dem heutigen jugendlichen Leser gefällt, wage ich jedoch zu bezweifeln.























