Bücher mit dem Tag "mailand"

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171 Bücher

  1. Cover des Buches Inferno - Filmbuchausgabe (ISBN: 9783404174317)
    Dan Brown

    Inferno - Filmbuchausgabe

     (1.505)
    Aktuelle Rezension von: AlexiaDawn

    - Achtung Spoilergefahr -

    Buchinhalt

    Robert Langdon wird gejagd. Wer der Jäger ist, weiß er nicht und auch nicht warum er sich plötzlich in Florenz aufhält. Die einzige vertraute Person scheint die junge Ärztin Sienna zu sein, die ihm eine retrograde Amnesie diagnostiziert hat und ihm bei der Flucht aus dem Krankenhaus hilft. Ein Hinweis auf die fehlende Zeit steckt in seiner Jacke. Doch dieser Zylinder erschreckt den Historiker noch weit mehr, als dass auf ihn geschossen wird. Denn das Biohazard-Symbol war noch nie positiv konnotiert...

    Cover und Gestaltung

    In der Taschenbuchausgabe bei Bastei Lübbe prangt Inferno rot und mittig auf dem Cover, wobei es erhaben und spiegelnd wirkt. Im Hintergrund sehen wir im unteren Viertel eine Stadtansicht (vermutlich Florenz) und konzentrische Kreise mit Symbolen, Zahlen, wodurch dem Buch bereits etwas rätselhaftes anhaftet. Es ist sehr dick und als Leser habe ich immer etwas Angst, dass ich den Buchrücken zu sehr beschädige, wenn ich es zu weit aufschlage, aber es ist sehr stabil trotz Umfang.
    Ich fand es erstaunlich, dass Kapitel immer bei ungerader Seitenanzahl beginnen. Es kommmt also vor, dass auf der geraden Seite davor nichts weiter steht, da das vorherige Kapitel gleichfalls auf einer ungeraden Seite aufgehört hat. Für eine Pause lohnte sich diese Gestaltung sehr, da man sich gut merken konnte, wo man aufgehört hat. 

    Schreibstil

    Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. So erhalten wir nicht nur Aspekte aus der Sicht von Robert Langdon, sondern auch Sienna, Dr. Sinskey, Provost und vielen anderen. Dabei wird nicht nur von Kapitel zu Kapitel gewechselt, sondern auch innerhalb desselben, um weitere Facetten der Szene darzustellen. Durch diese Vielfalt werden die handelnden Motive ersichtlich und Einblicke in die unterschiedlichen Charaktere gegeben. Gleichzeitig spielt der Autor mit unserer Auffassung wie gelesen wird, wodurch überraschende Wendungen zustande kommen (z.B. die Inspiration von Dr. Bertrand Zobrist). 

    Trotz der vielen Sichtwechsel liest sich das Buch flüssig. Da wir uns hauptsächlich in Italien aufhalten bekommen wir auch ab und zu italienische Sätze, die kurz danach wortwörtlich oder sinngemäß übersetzt werden. Dies bildet zugleich einen sprachlichen Einblick, der den ein oder anderen Leser entzückt. 

    Langatmig erscheinen dann doch die Erklärungen zu Straßen und Gebäuden, die teilweise sehr detailreich und ausschweifend sind. Das Buch liest sich immer noch gut, aber manchmal hemmt dies die Handlung, die ein Wettlauf mit der Zeit ist. 

    Handlung

    Der Einstieg in medias res bringt uns zugleich in eine schwungvolle Handlung. Und erst im Laufe der Geschehnisse verstehen wir erst, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Es ist interessant und aufregend, wie die einzelnen Szenen sich zur gesamten Episode zusammensetzen und die Erinnerungslücke füllen. 

    Durch das lösen der Rätsel und der Wendungen über Beziehungen der Charaktere zueinander wird die Geschichte intensiviert und es fällt schwer das Buch zur Seite zu legen.  

    Verbesserungsvorschläge

    Da die Geschichte von Kartenplänen, Straßen und Ortsnamen nur so stroßt, wäre eine kleine Karte schön, wo der Leser teilweise den Verlauf mit verfolgen kann. Wie schon in anderen Werken von Dan Brown sind historische Kunstgegenstände signifikante Ansatzpunkte der Geschichte. Daher wäre auch schön, wenn es ein Bildverzeichnis gibt, welches die Bilder, Skulpturen und Gebäude einmal zeigen. Alles ist zwar detailreich beschrieben, doch manchmal sagt einfach ein Bild mehr als tausend Worte es vermögen. 

    Fazit

    Wirklich packende Lektüre, die den Leser in andere Länder entführt. Teilweise sind manche Ausführungen zu Straßen oder Gebäuden etwas zu ausführlich geschildert, wo es etwas langatmig wird. Daher auch ein Stern abzug. Ansonsten denke ich, dass nicht nur Fans des Autors hier auf ihre Kosten kommen. Die Wendungen und Handlungsmotive der Charaktere halten die Spannung zu jeder Zeit aufrecht. 

  2. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783764507947)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

     (1.553)
    Aktuelle Rezension von: RamonaFroese

    Ich fand das Buch sehr spannend und ich finde auch das es zum Nachdenken anregt... Es um schreibt eine Situation die für uns undenkbar scheint. Eine lange Zeit ohne Strom. Es um schreibt sehr gut wie die Menschen in einer solchen Kriese reagieren könnten. Häufig nutzt der Autor wahre Begebenheiten als Beispiel und  führt uns vor Augen wie abhängig die Welt vom Strom ist.

    Nicht nur das  er führt uns auch vor Augen wie egoistisch Menschen sein können.

    Er zeigt aber auch das man mit Zusammenhalt  alles überwinden kann.

  3. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518473863)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

     (642)
    Aktuelle Rezension von: Sanny

    Ich habe schon länger den Hype um diese Reihe mitbekommen,aber irgendwie noch nie zum Buch gegriffen, bis ich bei lovelybooks bei einer Leserunde teilnehmen durfte.
    Der Schreibstil von Elena Ferrante ist gut zu lesen und sehr flüssig.
    Leider fand ich die Geschichte ein bisschen langgezogen, irgendwie brauchte ich einen langen Atmen und ich musste das Buch auch zwischenzeitlich wegpacken, weil es mich nicht packen konnte. Ich habe es aber dennoch beendet und fand es zum Ende hin viel besser, das Durchhalten hat sich also gelohnt.
    Die Charaktere waren gut beschrieben und lebhaft. Die beiden Protagonisten Elena und Lila lernen sich früh in der Schule kennen und man spürt dieses dicke Band der Freundschaft zwischen ihnen. Bis Lila verschwindet. Es ist interessant, die das Rätsel gelüftet werden will. Es war spannend, in den 50er Jahren nach Nepal reisen zu können.
    Im Ganzen hat mir die Geschichte um diese besondere Freundschaft gut gefallen, auch wenn ich meine Anfangsschwierigkeiten damit hatte.

  4. Cover des Buches Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg (ISBN: 9783906739472)
    Cornelia Kempf

    Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Cornelia Kempf ist mit diesem exzellent recherchierten Roman ein wunderbarer historischer Roman gelungen, der mich von Anfang bis zum Ende in seinen Bann gezogen hat.

    Hier geht es um Zwillingsbrüder, deren Wege sich nach einer unbekümmert verbrachten Kindheit trennen.

    Einer der Brüder zieht mit Kaiser Friedrich Barbarossa gegen die Lombarden, und der andere stellt sich in den Dienst von Heinrich dem Löwen, seines Zeichens Herzog und eine der schillerndsten Figuren des Mittelalters. Und man kann gar nicht genug über diese Zeit erfahren.

    Der Autorin gelingt es, diese so anschaulich und bildhaft zu beschreiben, dass man sich inmitten der Geschichte wähnt. Auch die Charaktere der Protagonisten und vieler Nebenfiguren sind fein und stimmig herausgearbeitet.

    Unglaublich viel Hintergrundwissen über die damaligen Lebensumstände, Gepflogenheiten und auch die Mode der Zeit bringt die Autorin auf sehr spannende Weise dem Leser Nahe. So macht Geschichte wirklich Spaß.

    Dieser erste Band hat mich komplett begeistert und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

    Meine absolute Leseempfehlung für alle, die vergangene Zeiten leben und erleben wollen.

  5. Cover des Buches Die Galerie der Düfte (ISBN: B06Y315NVL)
    Julia Fischer

    Die Galerie der Düfte

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Die junge Apothekerin fährt nach Florenz um dort in der legendären Othema Protumo die Santa Maria Novella um Erlaubnis zu fragen die dortigen Düfte ihn ihr Sortiment in München aufnehmen zu dürfen. Dort begegnet sie den beiden Brüdern Luca und Sandro.

    Dem sonst so unnahbaren und korrekten Luca fällt Johanna gleich positiv auf, irgendwie verzaubert Johanna ihn total, doch die hat nur Augen für seinen gutaussehenden und draufgängerischen Bruder Sandro. Es kommt wie es kommen muß: Sandro und Johanna verbringen eine Nacht. Johanna ist schwer verliebt und maßlos enttäuscht als Sandro sie nicht verabschiedet, als sie von Florenz zurück nach München fährt. Doch Luca ist da.

    In München stellt Johanna fest, dass sie schwanger ist und vertraut sich Luca an.

    Ein sehr schöner Roman um die Liebe und viele verschiedene Düfte. Ich habe das Hörbuch sehr genossen und konnte sehr oft die vorgetragenen Düfte regelrecht in meiner Nase riechen.

  6. Cover des Buches Das italienische Mädchen (ISBN: 9783442494828)
    Lucinda Riley

    Das italienische Mädchen

     (467)
    Aktuelle Rezension von: Bianca_Cimiotti

    Das Buch hat mir sehr gefallen. Ich habe es angefangen zu Lesen und wollte nicht mehr aufhören.

    Rosanna ist ein schüchternes Mädchen, doch wenn Sie singt ist es einzigartig. Roberto Rossini noch Musikstudent, aber schon angehender Opernstar erkennt ihr Talent. Er empfiehelt den Eltern von Rosanna das sie Gesangsstunden bekommen soll. Doch in einem kleinen Familienbetrieb in Neapel wird jede Hand gebraucht. So setzt sich Rosanna`s Bruder Luca für ihre Gesangsstunden ein, bezahlt sie und deckt Sie für die Zeit. Rosana ist aber auch beeindruckt von Roberto - in ihrem Tagebuch schreibt sie, den heirate ich später einmal.
    Jahre später treffen Rosanna und Roberto erneut aufeinander in der Mailänder Scala. Den auch Rosanna hat es dank ihres Talentes und Unterstützung ihres Bruder Luca dorthin geschafft. Luca scheint seine Bestimmung in Mailand gefunden zu haben. Rosanna und Roberto treten gemeinsam auf und feiern als Eheleute einen unvergleichlichen Siegeszug durch die Opernhäuser der Welt. Doch ihre Liebe ist toxisch. Doch weder mit einander, noch ohne den anderen können Sie auskommen. Währen die eine Liebe zerbricht, finden die anderen die Liebe nach langer Zeit zueinander. 


  7. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

     (1.566)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Trautwein

    Das Buch ist sehr gut geschrieben. Ich liebe Biografien. Solche Geschichten kann man sich nicht ausdenken. Doch leider ist das Hauptthema des Buches, die weibliche Beschneidung, leider immer noch aktuell. Unfassbar, was die Mädchen mitmachen müssen und ihr Leben riskieren. Da fragt man sich wieder, wie dumm die Menschheit ist, und ob die Menschheit wirklich die Krönung der Schöpfung sind. Ich bezweifle das nicht nur in den aktuellen Nachrichten, sondern auch, wenn man dieses Buch beendet hat. Dirie ist leider ein Einzelfall, die es geschafft hat, das mehr publik zu machen und anzuprangern. Da bekomme ich als Mann Hass auf diese Männer, die diese Traditionen fortführen und wegen Machtspielen erst angefangen haben. Das ist total irre. Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es öffnet Augen. Und wir Deutschen jammern, weil es mal zu viel regnet....

  8. Cover des Buches Das Salz der Erde (ISBN: 9783442479474)
    Daniel Wolf

    Das Salz der Erde

     (320)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In dem Buch geht es um Michel de Fleury und seinen Lebensweg, der aufzeigt dass man viel erreichen kann wenn man will… Ja, das Buch ist lang und ausführlich. Aber gerade das gefällt mir, um in die Welt des Mittelalters einzutauchen. Die Hauptcharaktere sind mir sehr sympathisch, eben weil sie Menschen sind, die nicht perfekt sind. Vorhersehbar waren für mich nicht besonders viele Szenen, da es oftmals auch anders hätte ausgehen können… Ich habe viel über den Handel und das Münzwesen gelernt. Das ist nicht unbedingt mein Hauptinteresse bei historischen Romanen, trotzdem fand ich das Thema gut und anschaulich behandelt. Ich hätte mich gefreut wenn auf die Salinen und die Salzgewinnung näher eingegangen wäre. Ich würde das Buch allen Fans von historischen Romanen empfehlen. 

  9. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra-H

    Late to the party. Daniel Specks „Bella Germania“ wurde bereits 2016 veröffentlicht und zudem ein absoluter Bestseller mit Verfilmung durch ZDF und RAI. 

    Nichtsdestotrotz habe ich den Roman erst jetzt gelesen, was auch damit zusammenhing, dass ich aus aktuellem Anlass ein zweites Mal zu seinem in Teilen dramatischen Roman „Jaffa Road“ gegriffen hatte. In der Folge kam dann die Lust, einen weiteren Roman dieses begnadeten Erzählers zu lesen. Soweit die Vorgeschichte zur Lektüre.

    Speck erzählt seine Geschichten auf klassische Weise. Keine Experimente, kein Bemühen um ungewöhnliche Form oder Effekte. Hingegen solide Recherche, die es ermöglicht, den geschichtlichen Hintergrund lebendig werden zu lassen. In zwei Handlungssträngen, Gegenwart zum einen,  Fünfziger-, Sechziger, Siebzigerjahre zum anderen, erleben wir familiäre Verquickungen und deren sich für die Leserin langsam entwickelnde, spannende Entwirrung.

    Schauplätze sind dabei Mailand, die äolische Insel Salina und München. Thematisch befassen wir uns mit Entwurzelung, Verlust von Heimat, Identitätssuche und dem Nie-wirklich-Ankommen. Mit dem Erkennen und Verwirklichen der persönlichen Bedürfnisse, dem Scheitern und Wiederaufstehen. Dies, vorwiegend aber nicht nur, vor dem Hintergrund der Schicksale von italienischen „Gastarbeitern“, die von den Fünfzigerjahren weg nach Deutschland gerufen wurden, um dort dann nicht mit besonderer Gastfreundschaft behandelt zu werden. 

    Dazu kommt die Thematik der terroristischen RAF im Deutschland der Siebzigerjahre und, eher am Rande, dem italienischen Pendant dazu, den roten Brigaden. 

    Dies alles wird, wie bereits erwähnt, auf gründlich recherchiertem Boden einnehmend dargebracht. 

    Daniel Speck ist ein ausgezeichneter Italienkenner, was in vieler Hinsicht deutlich wird. 

    In den höchsten Sphären der Literatur bewegen wir uns hier nicht. Das soll es auch nicht sein. Dafür wird gute Unterhaltung geboten, die mir um ein Vielfaches lieber ist als bemühte literarische Verrenkungen. 

  10. Cover des Buches Das Foucaultsche Pendel (ISBN: B005QMPEXU)
    Umberto Eco

    Das Foucaultsche Pendel

     (352)
    Aktuelle Rezension von: Moritz_Hoffmann

    Herr Eco schreibt in einem absolut unzugänglichen Stil, den wohl nur er selbst als Verfasser durchstiegen hat.

    Dann versucht er zu allem Überfluss auch noch, die okkulte Welt von Verschwörungstheorien zu zeigen und begibt sich dabei teilweise gefährlich nah an ideologisch verwurmtes Gedankengut ...

    Stil: 6.

    Das sagt schonmal alles!

  11. Cover des Buches Gestohlene Rache (ISBN: 9783802583261)
    Elisabeth Naughton

    Gestohlene Rache

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Blubb0butterfly
    Eckdaten
    Übersetzung: Nele Quegwer
    Egmont LXY Verlag
    2010
    432 Seiten (+Danksagung)
    9,95€
    ISBN: 978-3-8025-8326-1
    Band 1

    Cover
    Das Cover ist in Rottönen gehalten. Oben sieht ein (halb-)nacktes Pärchen in einer innigen Umarmung. Im Arm der Frau spiegeln sich weiße Säulen. Unten sieht man einen Mann und eine Frau auf eine alte Wand mit wahrscheinlich archäologisch relevanten Informationen zu.
    Das Cover deutet eine Liebesgeschichte mit einem geschichtlichen Hintergrund an. Ansonsten könnte man bei dem Titel an ein gescheitertes Verbrechen denken.

    Inhalt (Klappentext)
    Dr. Lisa Maxwell gehört eigentlich nicht zu den Frauen, die sich von einem Mann gleich um den Finger wickeln lassen. Doch als sie bei einem Vortrag in Italien den attraktiven Rafe Sullivan trifft, ist es um sie geschehen. Nach einem romantischen Abendessen verbringen die beiden die Nacht zusammen. Am nächsten Morgen erwacht die Archäologin in einem leeren Bett – und schlimmer noch: mit einem leeren Safe! Lisa hat es sich zum Ziel gesetzt, die drei Furien zu finden, ein in drei Teile gesprungenes, äußerst wertvolles antikes Figurenrelief. Und nun ist die erste der Rachegöttinnen, die sie unter Einsatz ihres Lebens in einer Höhle auf Jamaika geborgen hat, spurlos verschwunden. Wutentbrannt verfolgt die Archäologin Rafe nach Florida, wo ihr der charmante Dieb schamlos vorschlägt, die Suche nach den beiden noch fehlenden Göttinnen gemeinsam voranzutreiben. Notgedrungen willigt Lisa ein, obwohl sie ahnt, dass Rafe ihr nicht die ganze Wahrheit sagt. Auf der gefährlichen Jagd nach den Kunstschätzen fällt es ihr immer schwerer, sich der Anziehungskraft des undurchsichtigen Mannes zu entziehen. Aber schon bald müssen die beiden feststellen, dass sie nicht die Einzigen sind, die es auf die Furien abgesehen haben…

    Autorin (Klappentext)
    Nachdem Elisabeth Naughton einige Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet hatte, veröffentlichte sie 2009 mit Gestohlene Rache ihren ersten Liebesroman. Derzeit arbeitet sie an einer Romantic-Fantasy-Serie. Weitere Informationen unter: www.elisabethnaughton.com.

    Fazit
    Der Schreibstil der Autorin war recht gut und ich konnte das Buch gut lesen. Aber es hat mich nicht recht überzeugen können.
    Von Anfang an herrscht eine große Anziehungskraft zwischen den beiden Protagonisten, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie zusammenkommen. Wobei der Mann klar sagt, dass er seine Arbeit und Vergnügen strikt trennt. Aber auch dieses vermeintliche Hindernis wird beiseite geschafft.
    Ich wusste nicht, dass es noch weitere Bände gibt, aber ich hatte mir das schon gedacht. Denn der jüngere Zwillingsbruder der Protagonistin scheint sehr interessant zu sein und im Buch fallen einige Hinweise, die auf seine eigene Geschichte deuten könnten, die ich sogar lesen würde.
    Beide Figuren sind doch recht interessant, die Handlung war auch ganz in Ordnung, trotzdem würde ich das Buch nicht noch einmal lesen. Dafür war es mir insgesamt zu schwach und nicht überzeugend genug. Vor allem finde ich die Familien der beiden Protagonisten sehr interessant und hätte gerne noch mehr von ihnen gelesen.
  12. Cover des Buches Die Puppenspieler: Roman (ISBN: B0916787JD)
    Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler: Roman

     (444)
    Aktuelle Rezension von: Moritz_Hoffmann

    Süddeutschland, 1484: Richard ist zwölf, als er aufgrund einer erlogenen Hexerei-Anklage seine Mutter an die Inquisition verliert. Ihre Hinrichtung traumatisiert den Jungen für immer, öffnet ihm aber auch auf eine groteske Weise das Tor zu einer nie geahnten Welt: Seine junge Tante Sybille Artzt nimmt ihn in ihrem Haushalt auf - und in dem ihres Ehemannes, des Kaufmannes und kaiserlichen Bankiers Jakob Fugger. 

    An Jakobs Seite wird Richard zum Kaufmann und Spion ausgebildet - eine Tätigkeit, die ihn nach Florenz führt, in das Zentrum der Kultur der Renaissance, wo er zu Jakobs Informanten wird, und schließlich in das Rom des Jahres 1492, wo die Familien der Borgia, Della Rovere, Sforza, Colonna und Orsini um den Papsttrohn ringen. 

    Im Zentrum der Macht angelangt, beschließt Richard, sich zu rächen an jenen Kirchenmännern, die seine Mutter getötet haben. Doch auf ihn lauern mehr Feinde als geahnt - und die Tatsache, dass seine Geliebte eine übersinnlich veranlagte Zigeunerin ist, macht ihn umso verwundbarer ... 


    Dieses Buch ist sicher kein stümperhaftes Actionwerk. Kein rohes Schlachtenabenteuer. Dafür ist es ein subtiles Panorama des späten 15. Jahrhunderts in der Zeit von 1484 bis 1493, das angenehm langsam Spannung aufbaut und extrem gut eine Atmossphäre der Zeit erschafft, wie ich es sonst nur aus Gablé-Romanen kenne. Und mit Gablé kann sich Tanja Kinkel durchaus messen. Solange es noch solche Autoren gibt, bin ich auf die Bernard Cornwells und Iny Lorentz's dieser Welt nicht angewiesen, um unterhaltsame Bücher zu finden.

    Ein historischer Roman, der mich als Leser weder mit massenweise Infos, noch mit schwülstigen Liebesschwüren und zum Glück auch nicht mit Schlachtengedröhne erschlägt, sondern Zeit lässt, in das Buch herein zu finden. 

    Absolut zu empfehlen!

  13. Cover des Buches Die Schlangenmaske (ISBN: 9783955305178)
    Annabelle Tilly

    Die Schlangenmaske

     (11)
    Aktuelle Rezension von: smilee_lady1988

    Die Kaiserin Maria Theresia von Habsburg lässt in Mailand eine neue Oper bauen - doch nicht allen gefällt, wie die Kaiserin herrscht und dass die Lombardei unter dem Scheffel Österreichs steht. In einer Zeit voller Intrigen finden zwei Menschen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Tiziana und Marcello. Doch bevor sie ihr Glück geniessen können und endlich zueinander finden bzw. ein Leben zu zweit beginnen können, werden die beiden auf die Probe gestellt.

    Ich war sehr gespannt auf die Geschichte, da ich bisher noch nichts historisches aus diesem Bereich gelesen habe. Da ich normalerweise nicht so auf Liebesgeschichten stehe, wurde ich sehr überrascht - die Geschichte von Tiziana und Marcello ist mehr so eine eingebaute Liebesromanze zwischen den ganzen anderen Ereignissen - denn allen voran steht der Bau der Oper und die Verschwörung gegen die Kaiserin bzw. ihren Sohn im Vordergrund. Das hat mir sehr gut gefallen.

    Annabelle Tilly hat einen unglaublich schönen Schreibstil und hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist, während ich in der Geschichte versank. Man spürt, wie viel Herzblut sie in die Geschichte gelegt hat, wie sie sich zuvor über die damaligen Gegebenheiten informiert hat und nicht einfach darauf los geschrieben hat. Das gefällt mir sehr gut.

    Sie bringt einem die Zeit des 18. Jahrhunderts näher und man hat den Eindruck, selbst Teil dieser Zeit zu sein.

    Auch die Charaktere sind der Autorin wunderbar gelungen. Meine beiden Lieblingscharaktere, muss ich gestehen, sind nicht Marcello und Tiziana, sondern ein Zwillingspaar, das in der Geschichte auftaucht. In die beiden habe ich mich echt verliebt - die sind einfach klasse.

    Nichts desto trotz sind alle Charaktere gelungen und sie haben alle Ecken und Kanten. Genau so, wie es sein sollte.

    Das Cover passt zwar ein wenig dazu, da es um einen Schlangenbund geht, jedoch wäre ein Cover mit einem Ring passender gewesen - es hätte einfach besser zur Geschichte gepasst. Dennoch gefällt es mir, ohne die Geschichte zu betrachten, ganz gut.

    Alles in allem ein wundervoller, historischer Roman, der von mir fünf Sterne bekommt.

  14. Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)
    Paolo Cognetti

    Acht Berge

     (197)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Und noch immer hab ich nicht die Nase voll von Romanen die in den Bergen spielen. Also griff ich zu diesem Buch, das schon vor einigen Jahren erschien.


    Pietro lebt mit seinen Eltern in Mailand. Die Familie zieht es immer wieder in den Urlaub in die Berge und besonders der Vater wandert in die Höhlen, während die Mutter lieber im Tal bleibt. Also kehren Sie Jahr für Jahr zurück nach Grana in den Urlaub. Dabei meidet der Vater die Zeit, des Schnees und das hat Gründe wir später erfahren. Seinen Sohn nimmt er mit auf seine Streifzüge auf die Gipfel. Und dieser weiß es (noch) nicht zu schätzen. Auch körperlich tut sich Pietro schwer.


    Trotzdem genießt er eine unbeschwerte Zeit mit Bruno, einem Jungen, der außer dem Dorf nicht viel gesehen hat. Dessen Mutter schweigt sein Vater glänzt durch Abwesenheit. Taucht er mal auf ist er betrunken und gewalttätig.


    Die so unterschiedlichen Jungen wachsen heran und driften auseinander, doch wie Magnete, ziehen Sie sich wieder gegenseitig an. Es entsteht eine tiefe, verbundene Freundschaft, in der es manchmal Jahre der Abwesenheit gibt. Immer wieder finden Pietro und Bruno zueinander.


    Während es Pietro in die Ferne zu noch höheren Gipfeln zieht, bleibt Bruno auf seinem Berg und hier wird auch der Vergleich zu den „Acht Bergen“ deutlich, einem Sinnbild aus dem Buddhismus.

    Pietro stellt sich immer wieder die Frage nach dem richtigen Leben und auch Bruno ist auf der Suche nach einem Sinn. 


    Viele Themen hat Cognetti in dieses Buch gepackt und geschickt miteinander verbunden. Neben der Selbstverständlichkeit einer tiefen Freundschaft geht es hier um Vater-Sohn und Generationen-Konflikte und der Suche nach dem richtigen Leben.  Die Inhalte werden symbiotisch und metaphorisch mit den Bergen verknüpft. Naturbeschreibungen sind gewaltig und so intensiv, dass ich mich zeitweise neben den Protagonisten fühlte. Die Frauen in diesem Buch spielen eine eher untergeordnete Rolle. Sie sind anwesend, wirken aber meist im Hintergrund. Die Sprache ist poetisch, die Dialoge sind konträr zu den Naturbeschreibungen knapp und mager. Die Melodie der Sprache wirkt manchmal wie meditatives Gehen, Schritt für Schritt durch die Berge. Im Einklang mit dem Atem! Man liest hier sehr viel zwischen den Zeilen doch das fällt nicht schwer. Es gibt unglaublich viele Bilder, die es einem leicht machen. Ganz besonders gefallen hat mir die Beschreibung der unterschiedlichen Jahreszeiten in unterschiedlichen Lebensphasen der beiden Hauptpersonen. Und das Ende hat mich sehr berührt, obwohl ich es mir fast schon so gedacht habe.


    Letztes Jahr erschien der Film zum Buch. Ich bin gespannt, ob die Bilder auf der Leinwand genauso imposant sind wie die in meinem Kopf.

    Ein grandioses Buch das für mich Klassiker Potenzial hat und ein Tipp, für alle die den Rhythmus der Berge lieben. 

  15. Cover des Buches Und immer wieder Liebe (ISBN: 9783442475322)
    Paola Calvetti

    Und immer wieder Liebe

     (34)
    Aktuelle Rezension von: bücherelfe
    Nach dreissig Jahren begegnen sich die leidenschaftliche Buchhändlerin, Emma, und ihre Jugendliebe, Federico, wieder. Nach diesem ersten Wiedersehen folgt ein leidenschaftlicher Briefwechsel. Dass sie sich nur einmal jährlich treffen, befeuert die Sehnsucht ganz gewaltig. Was ist es, was die beiden verbindet? Lange bleibt unklar, ob es sich um eine Affäre handelt oder ob die Sache Zukunft hat. Für mich ist das Reizvolle an diesem Roman allerdings nicht die Geschichte zwischen diesen beiden Protagonisten. Das ist es nicht, was diesen Roman ausmacht. Es ist Emma‘s Leidenschaft für Literatur. Wer diese teilt, dürfte bei manchen Worten wissend nicken und vielleicht einen kleinen Seufzer von sich geben. "Das Buch ist meine Parallelwelt, es gibt mir das Gefühl, von zahllosen Verwandten und Freunden umgeben zu sein, auch wenn sie längst tot sind. Wenn ich lese, vergesse ich, wer ich bin. Ich weiss nicht mehr, wer gesagt hat, dass lesen wie rauchen ist, nur dass man nicht aufhören muss." "Man liest, um sich zu retten, um sich gewissenhaft hinzugeben. Lesen ist eine durchschaubare, aber geniale Verteidigungsstrategie. Lesen ist das perfekte Hausmittelchen, weil man den Blick fixiert und die Unordnung der Welt nicht mehr wahrnehmen muss. Die Worte stopfen das Getöse nach und nach in einen Trichter, aus dem es in die Förmchen tropft, die wir Bücher nennen. Lesen ist aber auch die raffinierteste und feigste Form des Rückzugs." „Und immer wieder Liebe“ ist reich an solch wunderbaren Sätzen. Dazu gibt es eine Fülle von Hinweisen auf Romane, die man dringend lesen sollte. Ein Buch also, das die Wunschliste um mehrere Zentimeter anwachsen lässt. Fazit: Ein Viertel Liebesgeschichte, ein Viertel Briefroman und zwei Viertel Leidenschaft für Literatur. Geschüttelt, nicht gerührt, ein absolut empfehlenswerter Cocktail. Am schönsten übrigens, wenn er in wenigen grossen Schlucken runtergespült werden kann. PS: Also nicht abschrecken lassen vom Cover, der an Omi's Arztromane oder Schlimmeres erinnert.
  16. Cover des Buches Baudolino (ISBN: 9783423195256)
    Umberto Eco

    Baudolino

     (235)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches – erobert, geplündert und in Brand gesetzt von den Rittern des Vierten Kreuzzuges. Einer von ihnen ist ein gewisser Baudolino aus dem Piemont. Den Kopf voller Flausen, Phantasien und Lügen, führt er uns durch ein historisches Panorama von überwältigender Breite. 

    Ein ungemein unterhaltsamer Schelmen- und Bildungsroman, voller Witz und Burlesken, eine herrliche Summe italienischen Lebens zwischen Stadtrepubliken, Papst und Kaiser ist ihm gelungen. Kalte Machtpolitik, saftige Erotik, pralle Lebensfreude – Eco lebt seine ganze Lust am Fabulieren und Träumen aus. 

    Ein prächtiger Lesestoff.

  17. Cover des Buches Die verlorene Tochter (ISBN: 9783426530238)
    Soraya Lane

    Die verlorene Tochter

     (131)
    Aktuelle Rezension von: talisha

    Mich cachte der Klappentext, doch als ich sah, dass es sich dabei um den ersten Band einer achtteiligen Reihe ging, wurde ich skeptisch. Alles hört sich nach einem Dupe der "Die verschwundenen Schwestern" von Lucinda Riley an. Deshalb blieb dieser Band auch lange auf meinem SuB. Dann wagte ich es aber doch, und, ich nehme es voraus, bin mega begeistert von "Die verlorene Tochter".

    Soraya Lane baut ihre Tochter-Reihe zwar ähnlich auf, es geht hier aber um Babys, die in London im Hope's House geboren wurden. Das Hope's House, betrieben von Hope Berenson, nahm kurz vor der Geburt stehende Frauen auf und gab den jungen Müttern die Gelegenheit in Ruhe zu entscheiden, was mit ihren neugeborenen Babys passieren soll. Ob die Mütter ihre Töchter behalten, zur Adoption aufgeben, sie können sich auch spontan umentscheiden, alles in sehr liebevoller Atmosphäre. Dies passierte in den 40er Jahren. Hope lernt man in Band 2 ein wenig kennen.

    In der Gegenwart werden einige Briefe aus einer Kanzlei verschickt, man solle doch bitte an einem bestimmten Termin zur Kanzlei kommen. Adressatinnen sind sieben junge Frauen, Nachfahrinnen von diesen neugeborenen Babys, die (bis Band 2 jedenfalls) die Grossmütter der Frauen sind. 

    Wie zum Beispiel Lily hier in diesem ersten Band. Ihre Grossmutter ist vor wenigen Monaten gestorben, deshalb denkt sie erst, die Kanzlei lade sie deswegen ein. Doch es kommt anders und Lily erfährt, dass ihre Grossmutter adoptiert wurde und deren leibliche Mutter, also Lilys unbekannte Urgrossmutter, im Hope House eine kleine Schachtel hinterlassen hatte. Diese und die weiteren Schachteln gefunden hat kürzlich Hope's Nichte Mia Jones und will die Schachteln nun den Erbinnen zukommen lassen.

    In der kleinen Schachtel findet Lily ein altes italienisches Rezept und ein ebenso altes Programm der Mailänder Scala. Da Lily eh schon auf dem Weg nach Italien ist, wo sie als assistierende Kellermeisterin einige Monate auf einem Weingut verbringen will, passt das ganz gut und sie kann quasi vor Ort Nachforschungen anstellen, um ihre Neugier zu stillen.

    Lilys Mutter ist ein Freigeist und geniesst zur Zeit das Leben mit ihrem neuen Partner. Lilys Vater war Winzer und ist verstorben, als Lily 19 Jahre alt war. Lily hat den Beruf ihres Vaters erlernt und möchte sich nun in Memoriam ihre gemeinsamen Träume erfüllen. Das Weingut, auf dem Lily arbeiten wird, wird von Roberto und Francesca Martinelli betrieben. Beide nehmen sie sofort in der Familie auf und auch mit deren Kindern Vittoria und Antonio versteht sich Lily gut. Der zweite Sohn Mauro ist nur selten vor Ort, aber mit Geschäftsführer Antonio verbringt Lily viel Zeit. Die Liebe zum Wein ist ihre Verbindung, ausserdem hilft er Lily das Geheimnis der Schachtel zu entlocken. 

    Lilys Urgrossmutter heisst Estée, was Lily erst mit der Zeit erfährt. Ebenso Estées Geschichte. Estée lernt 1937 mit etwa 12-13 Jahren Felix Barbieri kennen - und verliebt sich in ihn. Sie wird von ihrer Mutter bedrängt fürs Ballett alles zu geben und hat praktisch keinerlei Leben ausserhalb ihres Trainings. Felix ist der Spross einer bekannten Bäckerei in Alba, er soll den Betrieb übernehmen und eine bestimmte Frau, Emilie, aus guter Familie heiraten. Estée und Felix mögen zwar beide ihre Berufe, möchten aber entgegen dem Wunsch ihrer Familien ihren eigenen Weg gehen. Während dem Krieg haben sie keinen Kontakt zueinander, danach finden sie sich wieder, mittlerweile erwachsen, aber Felix steht noch immer unter der Fuchtel seiner Eltern. 

    Die Kapitel wechseln zwischen Lilys und Estées Geschichte. Ich bedauerte es jedesmal, wenn ein neues Kapitel und somit ein Szenenwechsel vorkam, gerne hätte ich die entsprechende Geschichte weiter erlebt. Aber kurz darauf war ich wieder voll drin, so dass ich den erneuten Szenenwechsel wieder bedauerte. Beide Geschichten sind wahnsinnig spannend und gleichermassen interessant, das kommt in diesem Ausmass bei Zeitebenen-Romanen nur selten vor. 

    Mich hat "Die verlorene Tochter" begeistert und berührt. Es ist eine tragische, aber auch echt tolle Geschichte, die sich Soraya Lane ausdachte. 

    Der einzige (und sehr kleine) Kritikpunkt hat somit auch nichts mit der stimmigen Handlung oder dem fesselnden Schreibstil zu tun, sondern mit einer Namensgebung: Estée ist ein französischer Name und mich wunderte, dass eine italienische Familie in den 1930er Jahren ihrer Tochter einen französischen Namen gab. Ansonsten ist der Roman uneingeschränkt toll. 

    Fazit: Eine unglaublich schöne Lovestory und Pageturner durch und durch. Ein Auftakt, der Lust auf die weiteren Bände macht.

    5 Punkte. 

  18. Cover des Buches Das Mona-Lisa-Virus (ISBN: 9783404175567)
    Tibor Rode

    Das Mona-Lisa-Virus

     (169)
    Aktuelle Rezension von: DieBüchermaus

    Spannender Thriller. Habe es mir direkt bestellt, nachdem ich Tibor Rodes „Der Wald“ gelesen hatte und innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Nervenkitzel vom Feinsten könnte man sagen.

    Nachdem eine Gruppe Schönheitsköniginnen verschwindet und entstellt wieder auftaucht, in Leipzig das Rathaus gesprengt wird und ein Da-Vinci-Gemälde zerstört wird während sich ein Computer Virus weltweit verbreitet steht die Welt in Rätseln. Was passiert gerade? Und wie hängen all diese Katastrophen zusammen? Denn eines ist klar, es kann kein Zufall sein.

  19. Cover des Buches Die Verlobten (ISBN: 9783849563585)
    Alessandro Manzoni

    Die Verlobten

     (32)
    Aktuelle Rezension von: GersBea

    Inhalt (Klappentext)

    Oberitalien zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Lucia und Renzo, zwei einfache junge Leute aus einem Dorf am Comer See, stehen kurz vor der Hochzeit. Der brutale und berüchtigte Landedelmann Don Rodrigo, der mehr aus Laune denn aus Leidenschaft gewettet hat, dass er das Mädchen besitzen werde, verhindert jedoch die Trauung. Lucia und Renzo fliehen, werden getrennt und vom Strudel der Zeitgeschichte mitgerissen: Lucia fällt einem weithin gefürchteten Feudalherrn in die Hände, während Renzo als vermeintlicher Volksverhetzer im Gefängnis landet. Nach seiner Befreiung schlägt er sich auf eigene Faust durch, bis er erfährt, dass seine geliebte Lucia in Mailand untergekommen ist. Doch dort ist die Pest ausgebrochen, und ein Wiedersehen scheint angesichts der Allgegenwart des Todes aussichtslos.

    Einfühlsam, realistisch und mit feiner Ironie entfaltet Manzoni vor unseren Augen die Geschicke all jener kleinen Leute vor dem Hintergrund großer historischer Umbrüche.

    Inhalt

    Manzoni ist ein sehr guter Menschenkenner, der die Schwächen und die Stärken der Protagonisten lebensnah beschreibt. Dazu kommen rhetorisch beeindruckende Gespräche, aber auch viele witzige Dialoge und Ereignisse, die mich schmunzeln ließen.

    Hier eine kurze Aufstellung der wichtigsten Personen, ein richtiges Kaleidoskop von unterschiedlichsten Charakteren, die man auch heute noch antrifft.

    Renzo ist ein ehrlicher tüchtiger junger Mann, der weiß was er will. Seine mitunter naive Neugier bringt in schwierige Situationen.

    Lucia ist eine junge naive Landfrau. Ihr Leben und ihre Entscheidungen werden bestimmt durch ihren tiefen Glauben und ihr Gottvertrauen.

    Agnese, Lucias Mutter und Witwe, ist eine tatkräftige, lebenserfahrene Landfrau, die mitten im Leben steht.

    Don Rodrigo ist ein unreflektierter Adeliger, der durch die Privilegien seiner Klasse Angst und Drückebergerei verbreitet.

    Don Abbondio ist ein opportunistischer ängstlicher Landpfarrer, der letztendlich um zu Überleben jedes Rückgrat verloren hat.

    Perpetua, Don Abbondios Haushälterin, fällt alle Entscheidungen für den immer verunsicherten Pfarrer.

    Pater Cristoforo, Mönch mit einem den Menschen zugewandten Glauben, tatkräftig und empathisch.

    Gertrude, armes reiches Mädchen aus dem niederen Adel, gegen ihren Willen abgeschoben ins Kloster, weil der Vater sich so die Aussteuer für sie erspart.

    Bartolo, Renzos bodenständiger warmherziger Vetter in Bergamo, unterstützt Renzo tatkräftig.

    Der „Ungenannte“, Burgbesitzer und Missetäter, der vielen Übles antut, mit machtvollem Netzwerk von Schurken.

    Erzbischof Frederigo von Mailand, ein wahrer Kirchenführer, hochgebildet und bescheiden, den Menschen vorurteilsfrei zugewandt.

    Donna Prassede, alte Edeldame, ein Gutmensch: sie will Gutes bewirken, erreicht jedoch nur das Gegenteil.

    Don Ferrante, Donna Prassedes Ehemann, beschränkter sich selbst maßlos überschätzender „Wissenschaftler“.

    Viele Charaktertypen sind auch heute noch sehr präsent.

    Meine Meinung

    Meine Buchausgabe ist ungekürzt.

    In Italien gilt der Roman als „der“ Klassiker schlechthin, weil er sprachprägend war (wie im Deutschen die Bibelübersetzung von Martin Luther).

    Die Übersetzung von Caesar Rymarrowicz fand ich angemessen.

    Anfangs haben mich die unterschiedlichen „Textsorten“ irritiert:

    • reine Erzählung,
    • Reflektionen,
    • historischer Überblicke und Einordnungen.

    Manzoni ist ein gebildeter Autor, der auch die großen Zusammenhänge gut darstellt und verstehbar macht.

    Manzoni: „Und in dieser Erzählung ist, um die Wahrheit zu sagen, unser Ziel nicht nur, die Lage zu schildern, in der sich unsere Personen befinden, sondern zugleich auch, soweit dies in einer Zusammenfassung möglich ist und soweit wir es vermögen, einen mehr berühmten als bekannten Abschnitt unserer vaterländischen Geschichte vorzustellen.

    So habe ich eine Menge über die italienische Geschichte der Jahre 1628-1631 erfahren:

    • Aufruhr von 1628 (Brot-Aufstand),
    • italienische Pest in Mailand und Oberitalien, 1629-1631,
    • Mantuanischer Erbfolgekrieg, 1628–1631.

    Gelernt habe ich was Bravi, Monatti und Salber sind.

    Die Abhängigkeiten von Kirche und Politik werden deutlich gemacht.

    Pest/Covid19

    Vor allem Manzonis Reflektionen haben mich beeindruckt. Seine Gedanken und Analysen zum Verhalten der Menschen während der Pest fand ich tagesaktuell auf unsere heutige Situation mit Covid19 abbildbar. Heute wie damals trägt eine misslungene Kommunikation wesentlich zu deren Entstehung bei.

    Manzoni fasst zusammen: „Am Anfang also keine Pest, durchaus keine, um keinen Preis, sogar das Wort auszusprechen war verboten. Dann pestartige Fieber: der Begriff wird als Beiwort durch die Hintertür eingeführt. Dann keine richtige Pest, das heißt Pest allerdings, aber in einem gewissen Sinne keine eigentliche Pest, sondern etwas, wofür man keinen anderen Namen zu finden weiß. Endlich Pest ohne Zweifel und ohne Widerspruch, doch schon hängt sich ein anderer Begriff daran, der Begriff der Vergiftung und der Hexerei, wodurch das nicht mehr zurückzudrängende Wort verfälscht und verwirrt wird.

     

    Beim Lesen hat es mich ab etwa der Hälfte des Buches gar nicht mehr so interessiert, ob Renzo und Lucia sich nun kriegen oder nicht. Das ganze „Drumherum“ fand ich viel interessanter.

    Titelbild

    Das Titelbild ist farblich zwar ganz nett, aber viel zu modern für das Buch, das 1827 verfasst wurde. Im Prinzip ein Etikettenschwindel.

    Fazit

    Ich vergebe 4 Sterne, weil das Buch manchmal anstrengend zu lesen ist. So viele Fakten kommen in einem Kapitel vor, dass ich nach jedem Kapitel eine Pause gemacht habe, um den Inhalt sich setzen zu lassen. Dass ich das Buch in einer diskussionsfreudigen Leserunde gelesen habe, war sehr hilfreich.

  20. Cover des Buches Girl in Black (ISBN: 9783764170639)
    Mara Lang

    Girl in Black

     (71)
    Aktuelle Rezension von: freie_buchelfe

    AUTORIN
    Das Mara Lang meine absolute Lieblingsautorin ist, muss ich wohl nicht mehr erwähnen, jeder der mit folgt wird das schon bemerkt haben. Das liegt nicht nur an ihrem fesselnden und unvergleichbaren Schreibstil, sondern auch daran das sie ein herzlicher Mensch ist der die kleinen Dinge im Leben schätzt. Ich habe nun schon ein paar Autoren in meiner Bloggerzeit kennengelernt und neben ihr fällt mir nur eine ein, die sich so herzlich über Rezensionen freut und die Freude mit den Bloggern teilt. Ich habe immernoch jedes Mal ein mega Fan-Girl Moment wenn wir uns unterhalten und wir kennen uns (zumindest online) nun schon ein Jahr. Ihre Leidenschaft spürt man einfach in ihren Worten und Geschichten, und das macht die Bücher für mich so besonders.

    EIN BUCH ...
    ... das mich wieder total begeistert hat
    ... das unheimlich toll geschrieben wurde
    ... dass das Wohlfühlbuch unter den Mara Lang Büchern ist
    ... mit tollen Charakteren und spannendem Plot

    GESTALTUNG
    Das Cover spiegelt das Thema wieder - Tattoos und Mode, und dennoch hätte ich es mir wahrscheinlich im Laden nicht in die Hand genommen um den Klappentext zu lesen, zum Glück kaufe ich ich Mara's Bücher ja wegen des Autors und nicht wegen der Cover. Mein Glück als Coverkäufer.

    LIEBLINGSCHARAKTER
    Ich kann mich nicht entscheiden, mag ich die mutige Lia, den etwas naiven Nevio, den coolen Designer Gabriel, oder die treue Mavie am liebsten mag. Die Charaktere sind alle wieder enorm authentisch und sympatisch und haben mein Herz erobert.
    Mein heimlicher Favorit ist ist aber tatsächlich der Modedesigner Gabriel, es gibt einer Fremden eine Chance, nimmt nie ein Blatt vor den Mund und haut raus was er denkt, aber er ist sich nie zu fein seine Meinung zu revidieren, wenn er mal falsch gelegen hat.

    MEIN(E) HIGHLIGHT(S)
    Es gibt viele Highlights in diesem Buch, vielleicht Lias Model-Auftritt bei dem sie ihr wahres ich rauslässt, oder ihre Flucht aus der Heimat und vor ihrem Leben. Eigentlich könnte man jede Szene etwas entnehmen, dass sie zum Highlight macht, einfach weil sie auch alle so gut zusammenpassen. Spannend bzw. aufregend sind sowieso alle und einige halten einige Überraschungen parat.

    GEDANKEN & FAZIT
    Ich wusste nicht genau was mich erwartet, im ersten Moment passen Mode und Mafia in meinem Kopf nicht wirklich zusammen und im zweiten Moment war mir klar, wie perfekt das in wirklichkeit passt. Der Verlauf der Geschichte war spannend und hielt einige Überraschungen parat wodurch nur wenig vorhersehen konnte.
    DIe Charaktere waren alle wieder mega, dennoch hatte ich stellenweise mit Lia ein paar Probleme, für eine Frau die ewig unterdrückt wurde und keine Meinung haben durfte ist sie mir oft zu egoistisch gewesen. Aber auch da: wenn man drüber nachdenkt wo sie herkommt macht das auch absolut Sinn. Und So ist für mich das ganze Buch: erstmal etwas was man nicht erwartet, dass keinen Sinn macht und im Verlauf des Plots und der Entwicklung ist doch alles so logisch. Ich liebe auch wie alles immer aufeinadner abgestimmt ist, und auch vergangene Szenen später nochmal aufgenommen werden, die Strukturen sind so echt, das viele Geschichten auch echt sein könnten.
    Alles in allem wieder ein geniales Buch, für mich aber im Vergleich zu allen anderen Büchern von Mara Lang, die ich bisher gelesen habe, waren noch spannender, noch emotionaler und noch aufwühlender gewesen sind bekommt dieses Buch nur 4,5 von 5 Elfen 🧝🏼‍♀️🧝🏻‍♂️🧝🏻 hätte ich das Buch aber früher oder unabhängig gelesen, hätte es die volle Punktzahl bekommen! Ich nenne es gerne "das Wohlfühlbuch" unter den Mara Lang Büchern.

  21. Cover des Buches Dream Maker - Lust (ISBN: 9783548290683)
    Audrey Carlan

    Dream Maker - Lust

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Lilo79

    Na gut, die Erwartungen an Figurenzeichnung und Plot sollten bei dieser Art von Büchern nicht allzu hoch sein - damit kann man leben. Aber das war mir im Gesamten zu seicht und zu platt. Parker ist mir zu blind gegenüber seiner Freundin, verfällt zu schnell in alte Muster, während Skyler viel zu naiv auf ihn und ihren Ex zugeht. Das konnte mich kaum überzeugen, auch die dramatische Wendung in Montreal nicht. Vielleicht wird ja der dritte Teil besser.

  22. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426308547)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Die amerikanische Originalausgabe dieses Romans erschien 2015 unter dem Titel „The Cartel“. Es ist der zweite Band der berühmten Kartell-Saga des Autors. Erzählt wird der jahrzehntelange Kampf des amerikanischen Drogenfahnders Art Keller gegen die mexikanische Drogenmafia, der für Keller zu einer persönlichen Obsession wird, insbesondere wenn es um das Kartell seines ehemaligen Freundes Adán Barrera geht. Gegenüber dem Vorgängerband sind die Kartelle noch mächtiger geworden. Verbunden damit ist eine Zunahme der Brutalität, qualitativ und quantitativ. Die Bosse halten sich nicht mehr nur ein paar Schläger- und Mördertrupps, sondern regelrechte Armeen, nicht selten zusammengesetzt aus ausgebildeten Ex-Soldaten, die der höheren Bezahlung wegen die Seiten gewechselt haben. Alle bekämpfen irgendwie alle, Bündnisse werden geschmiedet, um sie bald zu brechen und die Polizeibehörden des Landes stehen jeweils auch in Lohn und Brot eines der Konkurrenten. Das alles ist möglich, weil der Drogenhandel so unglaublich hohe Gewinne abwirft, dass er alle anderen Geschäfte, selbst die Prostitution, in den Schatten stellt.

    Zu Beginn enthält der Roman einige Ungereimtheiten. So heißt Adáns im ersten Band verstorbener Bruder plötzlich Ramón statt Raúl. Außerdem wartet Adán zu Beginn dieses Bandes noch auf seinen Prozess, obwohl er doch im letzten Band schon verurteilt wurde: 12 Mal lebenslänglich. In diesem Band ist er kurz nach seinen Aussagen plötzlich auch zu 22 Jahren verurteilt, offenbar ohne Prozess. Zudem taucht plötzlich eine Schwester Elena von Adán Barrera auf, die im ersten Band überhaupt nicht erwähnt wird. Diese Schlampereien ziehen sich leider ein bisschen durch. So heißt ein Konkurrent Barreras, der im ersten Band noch Güero Méndez hießt plötzlich Güero Palma (Droemer Tb, November 2021, S. 275)

    Die Machtverhältnisse zwischen den Akteuren ändern sich öfters mal ein bisschen zu schnell und unmotiviert, um noch logisch zu sein. Das ist schade, weil es Winslow ansonsten sehr gekonnt versteht, raffinierte Intrigen fehlerfrei und spannend zu inszenieren. Zwischendurch geht jedoch auch immer wieder ein Teil der Spannung verloren, wenn sich die Geschichte in der Aufzählung von Morden erschöpft. Das ist zwar schockierend, aber irgendwann nicht mehr spannend. Es kam mir manchmal so vor, als wollte Winslow die Anzahl der Morde und die Brutalität in der Sprache auf einen Höhepunkt treiben. Ein Beispielsatz: „Köpfe und Gliedmaßen vermischen sich in seiner Stadt mit allem dem anderen Unrat, und in den Slums laufen die Straßenköter mit blutigen Lefzen und schuldbewussten Blicken umher.“ (ebd., S. 620)

    Vielleicht tue ich dem Autor aber auch insofern unrecht, als die Brutalität schlicht und einfach der Wirklichkeitsnähe geschuldet ist, denn dass Winslow einen erheblichen Rechercheaufwand betrieben hat, ist dem Werk anzumerken. Das betrifft nicht nur die Namen der Kartelle, die allesamt der Realität entnommen sind, sondern zeigt sich auch in einzelnen Kapiteln, denen öfters kaum veränderte reale Geschehnisse zugrunde liegen.

    Dieser Roman ist bestimmt kein schlechter, die Freunde bluttriefender Seiten werden ihn vielleicht sogar lieben, aber aus meinem Blickwinkel kommt er nicht an die Raffinesse und Spannung des Vorgängers heran. Drei Sterne.

  23. Cover des Buches Shopaholic & Sister (ISBN: 9783442492459)
    Sophie Kinsella

    Shopaholic & Sister

     (527)
    Aktuelle Rezension von: Deborah85

    Sophie Kinsella ist der absolute Vorreiter der RomCom Bücher und somit eine meiner absoluten Lieblingsschriftstellerin. 

    Auch hier geht es wieder lockig flockig und gewohnt rund um das Leben von Rebecca Blomwood. Der Schreibstil wie auch in den Vorgängern ist lustig, unterhaltsam und klar, überspitzt. Aber macht es das nicht gerade lustig? 

    Ich kann dieses Buch wie alle seine Vorgänger wärmstens empfehlen. Im neuen Design sehen sie auch wirklich hübsch aus und sind absolut ein Hingucker in jedem Buchregal 

  24. Cover des Buches What a Girl Wants (ISBN: 9780007501557)
    Lindsey Kelk

    What a Girl Wants

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Deengla

    Kurzmeinung

    Dieses Buch war enttäuschend. Zugegeben, mir fehlten wohl wichtige Hintergrundinfos aus Band 1, aber die Figuren ließen mich kalt und das Ende war furchtbar. 2 1/2 Sterne.

    Inhalt

    Kurzer Hinweis: Dies ist Band 2 und die Fortsetzung von "About A Girl", was leider zumindest für mich beim Kauf nicht ersichtlich war.

    Tess, die arbeitslos geworden ist, hat die Qual der Wahl. Soll sie in London bleiben und eine eigene Werbeagentur mit ihrem besten Freund Charlie, in den sie seit Ewigkeiten verliebt ist und der endlich ihre Gefühle erwidert, eröffnen? Oder soll sie die Chance nutzen und als Fotografin nach Mailand gehen?

    Meine ausführlichere Meinung

    Ich habe es ja oben schon erwähnt: mir war leider nicht klar, dass diese eine Fortsetzung war. Deswegen habe ich mich auch ziemlich lange Zeit gewundert, warum oft von Tess' Aufenthalt auf Hawaii und die Affäre, die sie dort mit einem gewissen Nick hatte, die Rede war. Ich dachte immer, irgendwann gibt es mehr Infos, aber nein. Bis ich dann mal nachschaute und merkte: ach, eine Fortsetzung! Von daher schon mal echt viele Minuspunkte, dass dies nicht deutlicher gekennzeichnet war.

    Danach habe ich trotzdem weiter gelesen, bin aber mit den Charakteren einfach nicht warm gewordne. Vor allen Dingen Charlie war gegen Ende ein absolutes Arschloch. Überhaupt, die Charaktere werden alle liebenswert, nett, hilfsbereit und ähnliches genannt, aber ihre Taten sprechen eine völlig andere Sprache.

    Der Schreibstil war für mich okay, aber hat mich auch nicht besonders angesprochen, was sicherlich auch an diversen humoristischen Versuchen lag, die bei mir leider gar nicht ankamen. Zudem waren viele Situationen einfach völlig unrealistisch (etwa, wie Tess' beste Freundin sich quasi selbst anheuert und mit nach Mailand geht) und haben mich aufgeregt.

    Das Ende hat dem Ganzen dann noch mal die Krone aufgesetzt. Denn eigentlich ist es kein Ende. Ich vermute stark, dass es noch einen Band 3 geben soll - aber so ein Ende für einen Chicklitroman ist für mich völlig unangebracht.

    Fazit

    Hätte ich Band 1 gekannt, hätte ich vielleicht mehr Sympathien für die Charaktere aufbringen können. So fand ich alles sehr überzogen gezeichnet (z.B. Vanessa, Amy) und habe das Buch nicht wirklich genossen. Erwartet hatte ich mir leichte Unterhaltung, bekommen habe ich Kopfschmerzen. Großzügige 2 1/2 Sterne, da ich es vielleicht mit wichtigen Infos aus Band 1 zumindest ein wenig besser gefunden hätte.

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