Bücher mit dem Tag "maine"
127 Bücher
- Stephen King
Es
(2.396)Aktuelle Rezension von: RF-WildeggDieses Buch wurde bereits von sehr vielen bewertet, und ich weiss gar nicht, was ich noch ergänzen könnte. Für mich einfach ein Hammer-Buch und wohl auch eines der umfangreichsten, die ich je gelesen habe. Das Buch bietet zudem deutlich mehr als die Verfilmungen. Weder die älteren noch die neueren Filme kommen für mich an das Buch heran. Wie so oft steckt im Original einfach viel mehr Tiefe, Atmosphäre und Hintergrund, als ein Film vermitteln kann.
- Stephen King
Die Arena
(1.247)Aktuelle Rezension von: jess_nixxSchon der Anfang ist spektakulär und wirklich gut. Gleichzeitig aber auch leicht wirr, was aber gefühlt bei allen Büchern von ihm vorkommt. Ebenfalls typisch King, ergeht er sich, besonders zu Beginn, in ausschweifenden Erklärungen, die immer wieder an der Grenze des erträglichen kratzen. Das wird aber im Verlauf deutlich besser.
Nach und nach erfahren wir mehr zu den Charakteren und es tut sich bei manch einem ein riesen Abgrund auf und wir rutschen immer tiefer hinein. Die vielen Charaktere können erstmal etwas überfordern, aber ich war da erstaunlich schnell drin, was sehr an der guten Ausarbeitung jedes einzelnen liegt.
Trotz der vielen Seiten schreitet das Geschehen sehr schnell voran und es hat richtig Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Klare Empfehlung.
- Laura Kneidl
Berühre mich. Nicht.: Special Edition
(2.342)Aktuelle Rezension von: LillyWbDas Buch lag schon ziemlich lange auf meinem SuB und nun habe ich es endlich gelesen und was soll ich sagen? Ich wurde sofort von der Geschichte verzaubert.
Das Cover der Deluxeausgabe gefällt mir richtig gut. Besonders schön finde ich, dass man das Buch sowohl mit als auch ohne Umschlag ins Regal stellen kann.
Was genau auf mich zukommen würde, wusste ich vorher gar nicht so richtig. Umso mehr hat mich die Geschichte überrascht. Sage ist eine unglaublich starke Frau. Trotz ihrer Vergangenheit steht sie für sich selbst ein und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen. Ich konnte mich sehr gut in ihre Leidensgeschichte hineinfühlen und auch nachvollziehen, warum sie anfangs keine Hilfe annehmen wollte.
Als Außenstehender denkt man schnell: „Dann such dir doch einfach Hilfe, so schwer kann das doch nicht sein.“ Aber wenn man selbst nie in einer solchen Situation war, kann man oft gar nicht nachvollziehen, was in einem Menschen vorgeht. Gerade deshalb sollte man meiner Meinung nach nicht vorschnell urteilen. Ich fand, dass das im Buch sehr gut dargestellt und ausgearbeitet wurde.
Und Luca habe ich einfach geliebt! 🥹 Er ist so ein toller Kerl, gibt Sage die Zeit, die sie braucht, und kümmert sich wirklich um sie. Bei April hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie etwas mehr für Sage hätte da sein können, aber gleichzeitig hat das ganz gut gepasst, damit Luca einspringen konnte. :P
Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Das Ende war zugegeben ein ziemlich mieser Ausgang für alle und ich bin jetzt umso gespannter, wie es im zweiten Teil weitergeht.
4 Sterne von mir!
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(908)Aktuelle Rezension von: Barbara_LandwehrIch habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.
Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.
Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.
Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.
Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.
Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?
Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.
Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.
Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.
- Stephen King
Friedhof der Kuscheltiere
(2.018)Aktuelle Rezension von: WeidaEine Familie zieht in ihr Traumhaus, doch direkt am angrenzenden Wald liegt ein geheimnisvoller Tierfriedhof.
Friedhof der Kuscheltiere war mein erstes Buch von Stephen King und es hat mich sofort gepackt. Die Geschichte ist sehr fesselnd geschrieben und erzeugt durchgehend eine beklemmende, unheimliche Atmosphäre, die einen beim Lesen nicht mehr loslässt.
Ich war komplett in der Handlung drin und fand sowohl die Geschichte als auch das Ende sehr gelungen. Die Verfilmung ergänzte das Buch für mich als Abschluss perfekt
- John Irving
Gottes Werk und Teufels Beitrag
(1.033)Aktuelle Rezension von: Fynn_AugustusFinde das Buch wirklich sehr gut. Vielschichtige Personen, die die Handlung schon fast unwichtig machen. Der Erzählstil ist sehr langsam, was ich persönlich sehr gerne mag wenn es gut gemacht ist. Es geht um die Personen, ihre Beziehungen zueinander und zu ihrer Umwelt, ihre Persönlichkeiten und ihre Leben. Die Abtreibungsdebatte wird humanisiert. Rassismus ist kein Hauptthema, aber trotzdem weißt der Autor auf einige Probleme hin.
Ich kann das Buch grundsätzlich jedem empfehlen, nicht geeignet ist es meiner Meinung nach für Lese(wieder)einsteiger, da eben wenig passiert und das für Leute, die nicht viel lesen, öde sein kann, vor allem, da das Buch über 800 Seiten hat.
- Laura Kneidl
Verliere mich. Nicht.: Special Edition
(1.830)Aktuelle Rezension von: LillyWbAuch der zweite Band hat mir richtig gut gefallen!
Man sieht und spürt, wie sehr Sage mit ihrer Vergangenheit kämpft. Gleichzeitig erlebt man, wie sie sich langsam, Schritt für Schritt, endlich öffnet und Vertrauen zu Luca aufbaut. Ich fand diese Entwicklung wirklich schön und auch nachvollziehbar dargestellt.
Luca ist einfach ein absoluter Herzensmensch! Er ist immer für Sage da, gibt ihr die Zeit, die sie braucht und setzt sie niemals unter Druck. Er steht für sie ein und ich habe es geliebt, wie er sie bei der Konfrontation verteidigt hat. Genau solche Momente machen ihn für mich zu einem so tollen Charakter!
Auch die Freundschaften zu Megan und April haben mir gut gefallen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die beiden etwas präsenter gewesen wären. Es dreht sich doch sehr viel um Sage und Luca, während April beispielsweise wieder irgendwo auf einer Party ist, anstatt mehr Zeit mit Sage zu verbringen. Das kam für mich leider etwas zu kurz.
Was ich aber noch unbedingt loswerden möchte: Ich habe mitbekommen, dass sich einige darüber aufgeregt haben, dass Sage so lange braucht, um Luca von ihrer Vergangenheit zu erzählen. Sie solle es ihm doch endlich anvertrauen. Aber ganz ehrlich: Wenn man nicht selbst in einer solchen Situation steckt, kann man das NICHT einfach nachvollziehen. Von außen betrachtet ist es schnell ein „Das kann doch nicht so schwer sein“, aber das ist es eben doch! Gerade wenn man selbst so viel erlebt hat, sind Vertrauen und das Öffnen gegenüber anderen nicht einfach. Ich finde, die Autorin hat das wirklich gut rübergebracht und gezeigt, dass jeder Mensch sein eigenes Tempo hat.
Insgesamt fand ich auch den zweiten Band sehr gelungen und er war ein toller Abschluss für Sage und Luca. 4 Sterne von mir!
- John Irving
Bis ich dich finde
(399)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchFür 17,50 Euronen, preiswert viel zu lesen.
›Bis ich dich finde‹ ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist. Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchenorgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach dem Vater.
Wir begleiten Jack Burns gute dreissig Jahre seines Lebens, sehr mühsam.
Der Roman ist John Irvings autobiographisches Buch, es ist mit Sicherheit sein Umfänglichstes mit 1039 Seiten.
Das Buch ist gefüllt mit typischen skurrilen Elementen.
Für mich viel zu ausschweifend und langatmig erzählt.
Eines der wenigen Bücher die ich immer wieder unterbrach und mich aufraffen mußte es weiter zu lesen.
Schlußendlich, ich habe schon wesentlich bessere Irvings gelesen.
- Stephen King
Das Institut
(459)Aktuelle Rezension von: zickzackLuke Ellis ist ein hochintelligenter Junge. Mit 12 Jahren hat er schon die Schule beendet und bereitet sich gerade darauf vor, auf einer Universität zu studieren. Doch eines nachts kommen Einbrecher in sein Zuhause, töten seine Eltern und verschleppen den betäubten Zwölfjährigen in das weit entfernte Institut in Main. Als Luke dort aufwacht, glaubt er im ersten Moment in seinem Zimmer zu sein, aber es gibt ein paar kleine Veränderungen, die ihn bemerken lassen, dass er woanders ist. Luke wurde mit anderen Kindern, die schnell zu seinen Freunden werden (Kalisha, Helen, George, Nicky und Avery) in den Voderbau des Instituts gesteckt. Mit den anderen Kindern hat er gemeinsam, dass sie paranormale Fähigkeiten hat. Die einen sind Telepathen, die anderen Telekinesen. Die Forscher und Ärzte versuchen diese Eigenschaften zu verstärken, um die Kinder dann in den Hinterbau zu verfrachten. Laut Kalisha hat man diese dann nie mehr wieder gesehen. Nach und nach verschwinden Lukes Freunde in den Hinterbau und ihm wächst der große Drang zu fliehen. Doch seit 70 Jahren ist keinem Kind je die Flucht gelungen. Dock Luke ist ein schlauer Junge und ihm bleibt auch nichts anderes übrig, um sich und seine Freunde zu retten.
Das Buch hat ziemlich langsam angefangen. Denn zunächst ist man einen Polizisten namens Tim gefolgt, der seinen alten Posten aufgeben mussten. Er ist ein kleines Kaff namens DuPray gekommen, um dort den Job des Nachtklopfers anzunehmen. Erst nachdem man ausführlich Tim kennengelernt hat, ist man zu Luke gesprungen. Das hat mich am Anfang etwas verwirrt und ich dachte schon, dass das Buch den falschen Inhalt hat. Aber natürlich hat es letzten Endes Sinn ergeben, wie eigentlich immer bei King Büchern.
Als man dann inhaltlich in dem Institut angekommen ist, empfand ich mit eines der grusligsten Bücher von King. Es war nicht eklig-gruslig, sondern hat einem mental zugesetzt. Vielleicht empfand ich es als besonders grausam, wie man in dem Buch mit Kindern umgegangen ist und dass die Erwachsenen in dem Institut keinerlei Mitgefühl hatten, sondern komplett abgestumpft wirkten. Da fragt man sich doch, wo das Gewissen von den Leuten geblieben ist?
Ich fand, dass King wieder wunderbar die Figuren gezeichnet hat. Er kann hat in wenigen Sätzen zum Ausdruck bringen, mit welcher Person man es zu tun hat und man das Gefühl bekommt, diese schon ewig zu kennen. Besonders bei den Kindern und dem Nachtklopfer ist ihm das gut gelungen. Die Ärzte und Pfleger im Institut fand ich etwas überzeichnet, was sie aber wahrscheinlich auch sein sollten. Dieses ganze Institut, diese ganze Organisation dahinter war ja drüber. Diese habe ich einfach nur für wahnsinnig empfunden. Aber die Angst der Kinder hat King gut rübergebracht, aber auch die Verzweiflung. Auch wirkten die Kinder teils deutlich älter, als sie eigentlich waren, was aber nachvollziehbar war. Wenn man in so einer Situation ist, wird und muss man wohl schnell erwachsen werden.
Gerade bei Avery war das gut zu beobachten. In seiner ersten Szene, wirkte er noch wie der kleine Junge, der er war. Er war Zehn, wirkte aber da sogar noch etwas jünger, aber mit der Zeit ist er gereift, weil ihm gar keine andere Möglichkeit geblieben war. Sehr spannende Entwicklung.
Beim Ende fand ich dann doch, dass King den Bogen etwas überspannt hat. Am Anfang hatte ich etwas Probleme ins Buch zu finden, dann hat es mich ab einen gewissen Punkt hineingezogen und zum Schluss war es allein durch die Action einfach sehr spannend.
Es gab, wie sooft in King-Büchern, die berühmten Längen. Aber bei dem Autor empfinde ich sie meist nicht allzu schlimme, auch hier. King hat für mich einen so atmosphärischen und einnehmenden Schreibstil, dass ich auch durch solche Passagen gut durchkomme. Dennoch muss man anmerken, dass man die ein oder andere Szene auch kürzer hätten halten können. Doch irgendwie gehört es auch zu seinem Stil.
Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. King hat ein Händchen dafür, Kinder ins Zentrum eines Buches zu setzen und diesen eine entscheidende Rolle zu geben. In manchen Büchern empfinde ich Kinder eher als nervig, weil sie nur Beiwerk sind und nicht wirklich was zur Geschichte beitragen. Aber King baut meistens Kinder ein, gibt ihnen eine entscheidende Rolle und beschreibt sie so gut, dass man sich in sie reinfühlen kann. Das ist ihm auch hier gelungen. Durch die grausamen Methoden des Instituts, war das Buch besonders gruslig. Wer nicht damit umgehen kann, wenn Kindern Schaden zugefügt wird, sollte keinesfalls das Buch lesen. Der paranormale Aspekt hat er gut mit eingearbeitet, aber insgesamt gab es für mich noch andere King-Bücher, die mich mehr gepackt haben und deren Figuren mir länger im Gedächtnis bleiben. Luke ist aber wieder eine außergewöhnliche Figur und Tim mochte ich auch sehr. Von mir gibt es 4 Sterne.
- Stephen King
In einer kleinen Stadt (Needful Things)
(646)Aktuelle Rezension von: LuliaIn der Kleinstadt Castle Rock eröffnet der charmante und mysteriöse Leland Gaunt einen Antiquitätenladen namens „Needful Things“ in dem jeder sein Lieblingsstück zu einem niedrigen Preis inklusive kleinen Streich erstehen kann, wodurch sich Castle Rock langsam in ein Pulverfass verwandelt, was nur noch von Sheriff Alan Pangborn aufgehalten werden kann. Die sehr stille Handlung weist vor allem in ersten Viertel einige Längen auf, die zäh wirken und das Erzähltempo stark abbremsen.
Bei den Protagonisten steht sowohl der manipulative Gaunt als auch der vom Leben gezeichnete Alan im Zentrum der Handlung, die sehr gegensätzlich dargestellt werden, was zu einer interessanten Handlungsdynamik führt. Nebenprotagonisten sind zahlreich vorhanden und tragen gekonnt zum Facettenreichtum der Handlung bei.
Wer stille Gruselgeschichten mit psychologischer Tiefe und markanten Charakteren mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, detailreich und von einem feinen Humor durchzogen.
Einziger Minuspunkt: Die zähen Passagen, vor allem im ersten Viertel, mindern den Lesespaß ein wenig.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Mary Simses
Der Sommer der Blaubeeren
(675)Aktuelle Rezension von: Linda7820Ellen Branford ist eine talentierte Anwältin aus New York, die nicht nur wunderschön und beliebt ist, sondern auch kurz vor ihrer Traumhochzeit mit dem erfolgreichen Anwalt und Politikersohn Hayden Croft steht. Als ihre Großmutter sie kurz vor ihrem Tod bittet, einen Brief an einen gewissen Chet Cummings in dem kleinen Ort Beacon in Maine zu überbringen, begibt sich Ellen auf eine unerwartete Reise in eine andere Welt. Beacon ist der Heimatort ihrer Großmutter, und Chet war anscheinend ihre Jugendliebe.
Ellen plant, nur für zwei Tage zu bleiben, um Chet den Brief zu übergeben, in dem sich ihre Großmutter für vergangene Ereignisse entschuldigt. Doch die zwei Tage reichen nicht aus, denn plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ellen stürzt in einen Steg und wird fast ertrunken, bis sie von dem attraktiven Roy Cummings, dem Neffen von Chet, gerettet wird. Zu allem Überfluss erfährt sie, dass Chet kürzlich verstorben ist.
Ellen entdeckt das Elternhaus ihrer Großmutter und findet heraus, dass diese eine talentierte Malerin war – eine Tatsache, die ihrer Familie bisher unbekannt war. Fasziniert von der Vergangenheit ihrer Großmutter und deren Beziehung zu Chet, begibt sich Ellen auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei erkennt sie, dass sie nicht nur die Geschichte ihrer Großmutter erforscht, sondern auch ihre eigene Identität und ihr Glück finden möchte.
Die Frage, für welchen Mann sie sich entscheiden soll, wird für Ellen immer drängender.
Das Buch ist einfach großartig und eignet sich perfekt für den Sommer. Es lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern auch dazu, die Rezepte für die köstlichen Blaubeermuffins auszuprobieren. Ellen wird dem Leser sofort sympathisch, und die Entdeckung der Geschichte ihrer Großmutter ist äußerst fesselnd. Die Autorin thematisiert die Frage nach den wahren Werten im Leben, die das Glück der Menschen ausmachen. Mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Charme, Heiterkeit und Ernsthaftigkeit der Charaktere gelingt es ihr, die Leser in die Protagonisten hineinzuversetzen. - Ariel Lawhon
Der gefrorene Fluss
(154)Aktuelle Rezension von: SatzSeiteBuchMaine, 1789: Als der Leichnam eines Mannes aus dem zugefrorenen Kennebec River geborgen wird, wird die Hebamme Martha Ballard, die gerade von einer Geburt nach Hause kommt, zur Leichenschau hinzugezogen. Bei ihrer Untersuchung entdeckt sie Hinweise, die auf ein Verbrechen hindeuten. Ihre Einschätzung steht jedoch im Widerspruch zu der des ebenfalls hinzugezogenen Arztes. Martha beginnt daraufhin auf eigene Faust nach der Wahrheit zu suchen und setzt dabei nicht nur ihren Ruf, sondern auch ihr eigenes Leben aufs Spiel.
Vorneweg: Ich habe dieses Buch geliebt. Der Autorin gelingt es hervorragend, die Atmosphäre des späten 18. Jahrhunderts einzufangen. Es entsteht ein vielschichtiges Bild der damaligen Gesellschaft, dass Themen wie die Stellung der Frau, soziale Hierarchien und die Rechtsprechung authentisch darstellt und vermittelt.
Besonders mochte ich die Hauptfigur Martha. Sie ist eine außergewöhnlich starke Frauenfigur: klug, mutig, empathisch, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Sie wirkt umso glaubwürdiger und nahbarer, weil sie nicht als perfekte Heldin dargestellt wird. Auch die Nebenfiguren sind hervorragend ausgearbeitet und verleihen der Geschichte Tiefe.
Im Nachwort erfährt man, dass Martha Ballard tatsächlich gelebt hat und als Hebamme tätig war. Sie führte ein ausführliches Tagebuch, das bis heute erhalten ist und auf dessen Aufzeichnungen dieser Roman basiert.
Mein Fazit: Als ich die letzte Seite gelesen hatte, war ich tatsächlich traurig, mich von den Figuren verabschieden zu müssen, weil sie mir so ans Herz gewachsen waren.
Für mich ist dieses Buch ein absolutes Lesehighlight und deshalb gibt es eine klare Leseempfehlung. - Stephen King
Frühling, Sommer, Herbst und Tod
(357)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich habe diesem Buch 3 Sterne gegeben, weil mich nicht alle 4 Geschichten angesprochen haben. Schön fand ich, dass alle unterschiedlich lang waren und verschiedene Themen beinhalteten. Spannend und gruselig wird in diesem Buch aus verschiedenen Personensichten erzählt. Manche Geschichten sind eher harmloser, andere haben mir jedoch vor schaudern die Haare zu Berge stehen lassen und waren inhaltlich besser gestaltet. Ein schöner bunter Mix, bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte, der King mag.
- Stephen King
Puls
(648)Aktuelle Rezension von: das_lesende_ich📱🧟📻🧠👟
»𝘐𝘮 𝘎𝘳𝘶𝘯𝘥𝘦 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦𝘴 𝘞𝘦𝘴𝘦𝘯𝘴 𝘪𝘴𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩 𝘯𝘢̈𝘮𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘨𝘢𝘳 𝘬𝘦𝘪𝘯 𝘏𝘰𝘮𝘰 𝘴𝘢𝘱𝘪𝘦𝘯𝘴. 𝘜𝘯𝘴𝘦𝘳 𝘒𝘦𝘳𝘯 𝘪𝘴𝘵 𝘞𝘢𝘩𝘯𝘴𝘪𝘯𝘯. 𝘋𝘪𝘦 𝘰𝘣𝘦𝘳𝘴𝘵𝘦 𝘋𝘪𝘳𝘦𝘬𝘵𝘪𝘷𝘦 𝘪𝘴𝘵 𝘔𝘰𝘳𝘥. 𝘜𝘯𝘥 𝘨𝘦𝘯𝘢𝘶 𝘥𝘢𝘴 𝘩𝘢𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘗𝘶𝘭𝘴 𝘷𝘰𝘳 𝘧𝘶̈𝘯𝘧 𝘛𝘢𝘨𝘦𝘯 𝘻𝘶𝘮 𝘝𝘰𝘳𝘴𝘤𝘩𝘦𝘪𝘯 𝘨𝘦𝘣𝘳𝘢𝘤𝘩𝘵.«💭
Auf 𝘗𝘶𝘭𝘴 war ich richtig gespannt. Und Stephen King lässt hier nicht lange auf sich warten, denn schon auf den ersten Seiten geht es direkt zur Sache.Die Spannung ist sofort da und besonders die düstere, apokalyptische Atmosphäre hat mich richtig abgeholt. Beim Lesen hatte ich teilweise starke 𝘛𝘩𝘦 𝘞𝘢𝘭𝘬𝘪𝘯𝘨 𝘋𝘦𝘢𝘥 Vibes: Eine Welt im Chaos, die ständige Bedrohung und die Frage, wie Menschen in so einer Situation reagieren.
Auch das Gefühl, das ich bei 𝘛𝘩𝘦 𝘚𝘵𝘢𝘯𝘥 hatte, kam teilweise wieder auf. Diese Mischung aus Endzeit, Überleben und den verschiedenen Charakteren, die versuchen, ihren Weg durch die neue Realität zu finden, hat mir richtig gut gefallen.
Der Auslöser für das ganze Chaos war für mich allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und vielleicht auch etwas abstrus. Außerdem bleiben einige Fragen offen. Aber ganz ehrlich: Woher sollen die Figuren auch alle Antworten kennen? Und genau das passt irgendwie auch zur Situation, in der sie sich befinden.
Trotz kleiner Kritikpunkte wurde ich richtig gut unterhalten und habe die Geschichte sehr gerne gelesen.
Eine düstere Endzeitgeschichte mit starker Atmosphäre und ordentlich Spannung.
⭐️⭐️⭐️⭐️☆
(8/10) - Corrine Jackson
Touched
(764)Aktuelle Rezension von: Lucy98Remy heilt schon seit Jahren die Verletzungen ihrer Mutter, die ihr Remys gewalttätiger Stiefvater zugefügt hat. Der Nachteil dabei ist, dass Remy bei jeder Heilung die Verletzungen und Schmerzen übernimmt und dann oft nicht mehr die Kraft hat sich selbst zu heilen. Als Remy mal wieder mit Verletzungen im Krankenhaus landet, besteht der Verdacht auf häusliche Gewalt und Remys leiblicher Vater wird informiert. Dieser nimmt Remy kurzerhand mit und sie lebt von da an bei ihm und seiner Familie. Schon nach kurzer Zeit trifft Remy in ihrem neuen Wohnort auf den attraktiven Asher. Trotz der Warnungen ihrer Halbschwester Lucy nähern sich Remy und Asher einander nach und nach an. Doch irgendwas stimmt mit Asher nicht und Remy ahnt nicht was für eine Gefahr er und seine Familie für sie bedeuten.
Ich habe die Reihe vor Jahren schon einmal angefangen, damals gab es aber den dritten Teil noch nicht auf Deutsch. Deshalb habe ich die Reihe nun noch einmal neu begonnen um sie dann auch beenden zu können.
Mir hat Touched schon damals sehr gefallen und ich habe auch jetzt schnell in das Buch hineingefunden. Der Schreibstil lässt sich sehr gut und flüssig lesen, lediglich der ein oder andere Übersetzungsfehler stoppt den Lesefluss an einigen wenigen Stellen.Die Idee der Heiler und Beschützer, sowie die Geschichte dahinter haben mir sehr gut gefallen. Den Twighlight-Vergleich den einige in den Rezensionen ziehen, habe ich als nicht so zutreffend empfunden. Ja, es gibt einige Parallelen, die Unsterblichkeit, der Umzug in die kleine Stadt, eine Liebesgeschichte. Das Grundkonzept, sowie die Vorgeschichte zu Touched ist aber meiner Meinung nach etwas völlig anderes.
Die Liebesgeschichte ist recht klischeehaft, hat mir aber dennoch sehr gut gefallen, da auch hier immer wieder die Besonderheiten der Beschützer und Heilerinnen mit einfließen. Teilweise hat mich aber Ashers Verhalten ein wenig genervt, als er versucht hat Remy Angst einzujagen um sie vor sich und seiner Familie zu beschützen.
Remy ist eine wahnsinnig starke Protagonistin, trotz jahrelanger Misshandlung durch ihren Stiefvater und einer Mutter, die nichts dagegen unternimmt und aus Angst einfach wegschaut, konnte sie niemand brechen. Dennoch wirkt ihr Charakter glaubhaft, da sie auch Schwächen hat, wie zum Beispiel dass sie große Schwierigkeiten damit hat, jemanden an sich heranzulassen und seit Jahren nicht mehr geweint hat.
Asher wirkt nach außen hin ziemlich unnahbar und stark, er ist der beliebte Junge, mit perfektem Aussehen, von dem niemand je eine Gefühlsregung mitbekommt. Im Laufe des Buches lernen wir aber eine andere Seite von Asher kennen, er ist eine sehr fürsorgliche Person und seine Familie ist ihm sehr wichtig. Er verspürt seiner Schwester und Remy gegenüber einen sehr starken Beschützerinstinkt. Asher wurde von Corinne Jackon in seiner Rolle als Beschützer sehr gut eingefangen und genau wie Remy geht ihm das Wohl anderer über sein eigenes Wohl.
Das Buch hat mir insgesamt damals, wie auch heute sehr gut gefallen, eventuell wäre aber eine Triggerwahnung angebracht, da die Szenen mit Remys Stiefvater und dessen Gewaltanwendung sowie Alkoholsucht nicht beschönigt werden.
- Emily Henry
Happy Place
(462)Aktuelle Rezension von: Darcys_LesestuebchenSeit dem College gelten Harriet und Wryn als das perfekte Paar. Davon sind ihre nicht nur ihre Freunde überzeugt, sie selbst waren bis vor ihrer Trennung auch. Sechs Monate später will sich die Clique ein letztes Mal in ihrem Ferienhaus treffen bevor es verkauft werden soll und niemand darf erfahren, dass das Traumpaar keines mehr ist. Und es kann ja wohl nicht zu schwer sein, so zu tun, als sei man immer noch schwer verliebt, oder ?
Meine Meinung:
Irgendwie ist dieses Jahr merkwürdig. Zumindest, was viele Autoren angeht, sie ich eigentlich immer sehr gerne las und die mich nun reihenweise enttäuschen. Vielleicht ändert sich mein Geschmack oder das Buch war einfach nicht meins, aber dass nach Hazelwood nun auch Henry bei mir floppt, finde ich echt merkwürdig. Happy Place lag lange auf meinem SuB und das vielleicht nicht ohne Grund, denn bis auf ein paar gute Momente konnte es mich nicht überzeugen. Das hin und her zwischen den Handlungen, sowie Zeiten und das alberne Versteckspiel von Harriet und Wryn nervte mich zusehends immer mehr, bis ich dann sogar die letzten Kapitel eher quer las, weil es mich fertig machte.
Und dabei klang die Ausgangssituation sehr interessant und bot viel Stoff für Dramen, Emotionen und eine fesselnde Liebesgeschichte, bei der ich mit dem Paar mitfiebern könnte. Nur leider schaffte Henry es nie, das vorhandene Potenzial zu nutzen und verstrickte sich zu sehr in ausschweifende Nichtigkeiten. Dadurch zog sich die Geschichte ziemlich und die Charaktere empfand ich zunehmend anstrengender. Teilweise wirkte es sehr albern, beinahe schon kindisch und ich musste mich zwischendurch beherrschen, nicht die Augen zu verdrehen.
Second Chance mag ich als Trope eigentlich echt gerne, aber bei dem unsympathischen Paar machte es mir kaum Spaß. Ich fieberte weder mit ihnen mit, noch riss es mich emotional irgendwie mit und ich hätte einen anderen Ausgang eher begrüßt. Wryn und Harriet passten nicht zusammen und ich bin mit ihnen einfach nicht warm geworden. Das lag zum Teil auch an den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, in der der Leser erfuhr, wie die beiden zusammenkamen und welche Gründe zur Trennung führten. Eigentlich waren beide Ebenen für sich gesehen interessant und gerade bei den Parts in der Vergangenheit gab es Momente, die mich unterhielten und begeisterten. In der Gegenwart wurden wichtige Themen verarbeitet, die in Ansätzen auch funktionierten. Freundschaften verändern sich, geanuso wie Menschen und das schaffte Henry auch emotional einzubinden, aber diese Wechsel machten dies oft eben wieder zunichte, weil ich völlig rausgerissen wurde und die Momente nicht wirklich passend gewählt wurden.
Und beinahe jeder tolle Moment wurde dann durch überzogenes oder anstrengendes Drama, sowie Langatmigkeit, kaputt gemacht. Die Wechsel machten es nicht besser, eher das Gegenteil, da ich immer wieder rausgerissen wurde und einfach keine Verbindung zu der Geschichte, den Charakteren oder dem Schreibstil aufbauen konnte. Aufgrund des Klappentextes erwartete ich eine andere Geschichte und fand es schade, wie wenig es mich begeistern konnte. Es wirkte zudem nicht wie eine RomCom, die ich zum Teil erwartete, eher zog es mich ziemlich runter und machte keinen Spaß. Hier habe ich von Henry eine wesentlich bessere Ausbalancierung erwartet und mir auch gewünscht.
Fazit:
Die Ausgangssituation klang vielversprechend und bot ein gewisses Potenzial, das allerdings kaum genutzt wurde. Leider wurde ich weder mit der Gerschichte, noch den Charakteren wirklich warm geworden und fand gerade die Charade von Harriet und Wryn ziemlich anstrengend und langweilig, was auch daran lag, dich zu beiden keine Verbindung aufbauen konnte und es mir dann auch egal war, ob sie es schaffen würden oder nicht. Auch mit ihren Freunden konnte ich nicht viel anfangen, aber wenigstens boten diese ein paar gute Momente, in denen wichtige Themen behandelt wurden. Henry will ich zwar jetzt nicht völlig abschreiben, aber seitdem traue ich mich nicht mehr wirklich an meine SuB-Bücher ran. Happy Place klang super, wirkte aber öde und lustlos.
2 von 5 Sterne
- Stephen King
Cujo
(658)Aktuelle Rezension von: AntoniosDie Zeit spielt eine Rolle in diesem Buch, das muss man sich erstmal klar machen, heute wurde man locker mit einem Handy und irgendwelchen Tierschutzverein direkt eine mögliche Tollwutgefahr beseitigen. Aber so einfach ist es nicht, vor allem nicht wenn man sich in der Welt von Stephen King befindet.
Cujo ist "ein guter Junge", den man direkt in sein Herz schließt. Durch einen blöden Vorfall aber kriegt er Tollwut und niemand merkt es, bis es zu spät wird. Die Geschichte handelt eigentlich nicht mal von ihm (obwohl es zwischendurch aus seiner Sache die Geschichte erzählt wird, was das ganze nochmal spannend und irgendwie schön sogar macht), sondern von Menschen die einfach ihr Leben leben und alles dann so kommt, dass eben ein tollwütiger Hund ins Spiel rein kommt.
Die Geschichte ist interessant, mit den Charakteren kann man schon klar kommen und die Handlung wird nicht langweilig. Wer also den Schreibstil von King mag, wird sich mit dem Buch ganz gut zurecht finden.
Fun Fact: Ich hab gelesen, dass Stephen King sich gar nicht an diese Geschichte errinern kann (dass ER sie sogar geschrieben hat), weil er sehr high war als er sie eben geschrieben hatte - er nimmt eben manchmal... verschiedenes, um wohl das bestmögliche aus seinem Gehirn heraus zu holen - und das merkt man auch an vielen anderen seiner Geschichten.
Trotzdem ist es eine erfrischende Geschichte, eine Spannung baut sich langsam aber sicher auf und am Ende kommts zum Showdown, nichts mehr und nichts weniger.
- Beatrix Gerstberger
Die Hummerfrauen
(251)Aktuelle Rezension von: Hortensia13Mina kehrt nach dem Tod ihres Bruders auf die Insel in Maine zurück, auf der sie als Kind jeden Sommer verbracht hat. Dort hofft sie herauszufinden, warum ihre Familie den Ort nach einem schicksalhaften Sommer für immer verlassen hat. In einem Hummerfischerdorf findet sie bei Ann und Julie ein neues Gefühl von Zugehörigkeit. Gleichzeitig begegnet sie ihrer Jugendliebe Sam wieder und alte Gefühle werden erneut lebendig. Doch auch er trägt die Vergangenheit mit sich und muss sich seinen eigenen Erinnerungen stellen.
Dieses Buch ist der Auftakt der «Die Hummerfrauen» Reihe. Besonders gefallen haben mir die drei starken und eigenständigen Frauen, die alle schon viel Unglück erlebt haben und trotzdem ihren eigenen Lebensweg gegangen sind. Ihre unterschiedlichen Geschichten und die besondere Verbindung zwischen ihnen fand ich sehr berührend. Auch die Atmosphäre rund um das Meer und das Leben der Hummerfischer hat mir gut gefallen und verleiht der Geschichte einen ganz eigenen Charme. Die Vergangenheit der Figuren spielt eine wichtige Rolle und wird nach und nach aufgedeckt. Dabei geht es um Liebe, Verlust, Freundschaft und die Frage, ob man sich von alten Verletzungen lösen kann. Manchmal auch mit einzelnen eigentümlichen Verhalten.
Mein Fazit: Ein berührender Roman über drei Frauen, die trotz ihrer Vergangenheit ihren eigenen Weg suchen. Besonders die starken Figuren und die Atmosphäre haben mir gut gefallen. 4 Sterne.
- Stephen King
Das Monstrum – Tommyknockers
(378)Aktuelle Rezension von: LuliaDie Autorin Bobbi Anderson findet im Wald ein vergrabenes, metallisches Objekt, das sich als ein außerirdisches Raumschiff entpuppt, das eine unsichtbare Strahlung abgibt gegen dessen Einfluss lediglich Bobbis alkoholkranker Freund, der Dichter James Gardener, durch eine Metallplatte im Kopf immun ist. Die stille Handlung mit einigen zähen Stellen entwickelt sich beständig und wirkt durch die relativ vielen Handlungssprünge konfus und unrund.
Bei den Protagonisten stehen Bobbi und James im Mittelpunkt der Handlung, die realistisch und glaubwürdig dargestellt werden. Nebenprotagonisten sind zahlreich vorhanden und bereichern die Handlung.
Wer stille und detailreiche Sci-Fi Horror mit Alien-Thematik mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist detailreich und ausschweifend, was die Atmosphäre des Buches gut untersützt.
Minuspunkte: Die Kombination aus zähen Stellen und der konfusen Handlung mindern den Lesespaß. - Poppy J. Anderson
Taste of Love - Geheimzutat Liebe
(356)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneTaste of Love – Geheimzutat Liebe von Poppy J. Anderson
Eine Prise davon macht jedes Essen besser – und manchmal gehört dazu auch eine gehörige Portion Liebe.
Andrew Knight ist ein gefeierter Koch und der neue Stern am Bostoner Gastrohimmel. Doch trotz seines Erfolges fühlt er sich ausgebrannt und seine Kreativität scheint ihm abhandengekommen zu sein. Kurzerhand beschließt er, dem Alltag den Rücken zu kehren und sich eine Auszeit in Maine zu gönnen.
Dort trifft er auf Brooke Day, die momentan das Familienrestaurant „Crab Inn“ ihres Vaters führt. Auch Brooke hat alle Hände voll zu tun und kann eigentlich keine zusätzlichen Probleme gebrauchen. Dass der unbekannte Mann, der plötzlich in ihr Leben tritt, in Wahrheit ein erfolgreicher und bekannter Koch ist, ahnt sie zunächst nicht. Während die beiden gemeinsam auf kulinarische Entdeckungsreise durch Maine gehen, kommen sie sich immer näher. Doch was passiert, wenn Brooke herausfindet, wer Andrew wirklich ist? Kann ihre Beziehung sein kleines Geheimnis überstehen?
„Taste of Love – Geheimzutat Liebe“ ist der Auftakt der gleichnamigen Liebesromanreihe von Poppy J. Anderson – und für mich war es gleichzeitig das erste Buch der Autorin. Schon nach wenigen Seiten war klar: Es wird definitiv nicht mein letztes sein.
Der Schreibstil ist locker, leicht und wunderbar humorvoll. Die Geschichte lässt sich angenehm lesen und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Besonders gut gefallen haben mir die Dialoge zwischen Brooke und Andrew. Die beiden liefern sich so manche Kabbelei, und gerade Brookes temperamentvolle Art sorgt für ordentlich Unterhaltung. Ihre Beziehung entwickelt sich nicht ohne Hindernisse, wodurch die Geschichte abwechslungsreich bleibt.
Auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Sowohl Brooke als auch Andrew haben ihre Ecken und Kanten und wirken dadurch angenehm authentisch. Beide tragen ihre eigenen Sorgen und Probleme mit sich herum, was sie menschlich und greifbar macht. Gleichzeitig hat mir die Dynamik zwischen ihnen sehr gut gefallen. Aus anfänglichen Reibereien entwickelt sich langsam etwas, das deutlich mehr als nur Sympathie ist.
Ein weiteres Highlight war für mich das Setting. Maine und vor allem das Restaurant wurden so atmosphärisch beschrieben, dass ich beim Lesen beinahe das Gefühl hatte, selbst dort zu sitzen und mir die kulinarischen Köstlichkeiten schmecken zu lassen. Die Verbindung aus Essen, Restaurantalltag, Romantik und Humor macht den Roman zu einer gelungenen Mischung.
Einzig das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass an dieser Stelle ruhig noch ein paar Seiten hätten folgen dürfen. Trotzdem konnte das meinen positiven Gesamteindruck nicht trüben.
Mein Fazit:
„Taste of Love – Geheimzutat Liebe“ ist ein unterhaltsamer, humorvoller und romantischer Liebesroman mit sympathischen Charakteren, viel Gefühl und einem wunderschönen Setting. Die ständigen Wortgefechte zwischen Brooke und Andrew haben mir besonders viel Freude bereitet, und auch die kulinarische Atmosphäre macht das Buch zu etwas Besonderem.Für mich ist dieser Auftakt ein echtes Herzensbuch, bei dem man einfach immer weiterlesen möchte. Wer romantische Geschichten mit Humor, Drama, starken Charakteren und einer ordentlichen Prise Liebe mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band „Küsse zum Nachtisch“ und bin gespannt, welche Geschichte Poppy J. Anderson als Nächstes auftischt.
5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
- Kate Elizabeth Russell
Meine dunkle Vanessa
(322)Aktuelle Rezension von: Liden25 / 2026
Meine dunkle Vanessa ist ein Buch, welches sich trotz düsterer Themen gut lesen lässt. Die kontroversen Stellen sind deutlich und nicht beschönigend, jedoch nie respektlos. Vanessa ist keine naive, klischeehafte Schülerin bzw. „Opfer“, sondern eine Frau mit ambivalenten Gedanken aus einem „normalen“ Elternhaus. Das hat u.a. vermittelt, dass es jeden Treffen kann und keiner bestimmten Personengruppe vorbehalten ist.
Oftmals hätte ich Vanessa schütteln können und doch macht dies die Glaubwürdigkeit ihrer Person aus.
- Stephen King
Sara
(407)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht der Schriftsteller Mike Noonan, der unerwartet seine Frau Jo verliert, in eine schwere Schreibblockade verfällt und daraufhin in sein abgelegenes Sommerhaus an einem See in Maine zieht, in der Hoffnung die Schreibblockade zu überwinden, wo sich die Ereignisse anfangen zu überschlagen. Die stille und sehr atmosphärische Handlung verbindet emotionale Tiefe und subtilen Horror gekonnt miteinander, wirkt aber vor allem in der ersten Hälfte des Buches sehr zäh, was die Dynamik stark ausbremst.
Bei den Protagonisten steht Mike durch die Ich-Erzählperspektive im Mittelpunkt der Handlung und wird glaubwürdig und lebendig dargestellt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. die Mutter Mattie oder der Geist Sara, bereichern die Handlung und treiben diese wesentlich voran.
Wer atmosphärisch dichte und stille Gruselgeschichten mit einer hohen emotionalen Tiefe mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist detailreich und ausschweifend, was sowohl die Atmosphäre als auch die Dynamik des Buches maßgeblich beeinflusst.
Einziger Minuspunkt: Die bereits erwähnten zähen Anteile in der ersten Hälfte des Buches mindern den Lesespaß ein wenig.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Stephen King
Der Anschlag
(92)Aktuelle Rezension von: Emmas_BookhouseDas Buch ist eines meiner Lieblingsbücher und ich dachte, hörst du es dir einmal an.
Tatsächlich war ich nicht so sehr in der Geschichte wie beim Buch, trotzdem war es wirklich gut.
Zeitreisen sind seit jeher interessant und auch hier finde ich es wirklich spannend, was der Schmetterlingseffekt auslöst.
Das Attentat zu vereiteln, löst in aller Welt Dinge aus, die sonst nie passiert wären. Aber auch der Weg bis zum Attentat ist super spannend erzählt.
Wer King kennt, weiß, dass er sehr ausladend schreibt, dass wir alles von den Protagonisten erfahren, woran man nicht mal dachte, aber genau das macht seine Geschichten aus.
Ich bin froh, es noch einmal gehört zu haben und werde es mit Sicherheit auch irgendwann noch einmal lesen.
Ich gebe hier 4 von 5 Sternen
- John Irving
Die wilde Geschichte vom Wassertrinker
(297)Aktuelle Rezension von: hankhauserWow, endlich habe ich dieses Buch gelesen! Ich hab es in den vergangenen Jahren gleich mehrere Male nach den ersten Seiten abgebrochen, weil es besonders für den geneigten Irving-Leser nicht Liebe auf den ersten Blick ist. Man wird ziemlich ins kalte Wasser geworfen, weil Fred "Bogus" Trumper schon in den Zwanzigern ist, schon in einer Beziehung und sogar schon eine Ehe hinter sich hat, aus der ein Sohn stammt. Außerdem ist Bogus ein ziemlicher Loser, aber man merkt schnell, ein liebenswerter Loser. Auch die anderen Figuren wachsen einem schnell ans Herz. Abgesehen von Ralph Packer vielleicht ;-) Es geht um Sex, Liebe und Freundschaften, und jedes Wasserlassen wird analysiert. Aber es ist genial, vielleicht etwas sprunghaft und anekdotenreich. Es eröffnet sich dem Leser nicht so ein Panorama wie bei Irving sonst, aber es hat seine Momente und ist aberwitzig. man merkt, dass er danach "Garp" geschrieben hat. Man kommt sich vor wie in einem Film von Woody Allen, weil es so neurotisch und exzentrisch ist. Ich fühlte mich an die erste Folge "Shameless" erinnert, wo einem alles etwas zu viel ist. Aber es hat alles, was irving ausmacht und es ist ein wirklich guter Irving, was bedeutet, dass ich es bestimmt nochmal lesen werde. Wenn es euch am Anfang zu trivial erscheint und nicht wirklich gut oder greifbar, am Ende macht alles, aber auch alles Sinn, auch die Lektüre an sich! Am Ende möchte man auch so gute Freunde haben, vielleicht wie im Film "Der große Frust"...























