Bücher mit dem Tag "malaysia"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "malaysia" gekennzeichnet haben.

70 Bücher

  1. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783446249240)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Erster Teil einer Romantrilogie (2. "Eine treue Frau"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Ein untadeliger Mann" setzt den Fokus auf den inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  2. Cover des Buches Atlas eines ängstlichen Mannes (ISBN: 9783596195633)
    Christoph Ransmayr

    Atlas eines ängstlichen Mannes

     (36)
    Aktuelle Rezension von: annepei
    "Geschichten ereignen sich nicht, Geschichten werden erzählt."

    Der Autor erzählt in 70 zart skizzierten, unzusammenhängenden Episoden von Kulturen, die er kennen lernte, von Ländern, die er bereiste und von Menschen, die er dort traf, in ihrem Leben und Sterben. 

    Bewertung: 5 von 5 Koffer
  3. Cover des Buches Das schwarze Blut (ISBN: 9783404773466)
    Jean-Christophe Grangé

    Das schwarze Blut

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Anjaxxx
    Wegen diesem Buch habe ich 2 Nächte nich geschlafen weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen!!! Es geht gleich ziemlich auf 100 los finde ich und bin relativ schnell in das Buch reingekommen. So schnell werde ich das gelesene auch nicht vergessen. Fand es echt wahnsinn wie schnell Mark in dem Bann des Mörders war und er iwrgendwie wie magisch angezogen von ihm war. Gleichermaßen von begeisterung und ekel. Ich musste wissen was es mit dem blut auf sich hat und habe wirklich stunden lang an dem Buch geklebt. An Spannung mangelt es keine Sekunde und man muss harte Nerven haben. Das Ende geht dann auch wirklich Knall auf Fall, fast schon ein bisschen zu schnell für meinen Geschmack aber dennoch kommt man voll auf seine Kosten! Absolute Empfehlung!!!
  4. Cover des Buches Der Garten der Abendnebel (ISBN: 9783426305140)
    Twan Eng Tan

    Der Garten der Abendnebel

     (8)
    Aktuelle Rezension von: goat
    Als Jugendliche gerät Teoh Yun Ling zusammen mit ihrer Schwester in ein japanisches Arbeitslager. Die grausamen Erlebnisse ertragen die beiden Schwestern nur, indem sie sich in einen Fantasiegarten hineinträumen, um wenigstens für ein paar Augenblicke der Gewalt und dem großen Hunger entfliehen zu können. Yun Ling ist am Ende die Einzige, die das Internierungslager überlebt. Im Gedenken an ihre Schwester möchte Yun Ling ihren Zufluchtsort nachbauen lassen. Im malaysischen Hochland wird sie fündig und wendet sich, trotz ihrer Abneigung gegen die Japaner, an Aritomo, den ehemaligen Gärtner des Kaisers. Doch dieser lehnt Yun Lings Bitte ab und bietet ihr stattdessen eine Lehre bei ihm an. Trotz der vielen Vorbehalte nimmt sie seinen Vorschlag an und arbeitet hart an ihrem Traum. Die Beziehung zwischen dem Japaner und der, durch die Erlebnisse schwer traumatisierten Frau, ist kompliziert und das Vertrauen stellt sich erst sehr spät ein. Das gemeinsame Projekt ist für beide Seiten eine Art, den Frieden wiederherzustellen. Der Garten bekommt von Yun Ling den Namen „Garten der Abendnebel“.

    Mittlerweile ist Yun Ling seit über 30 Jahren Richterin in Kuala Lumpur, verurteilt Kriegsverbrecher und wird nun in den Vorruhestand verabschiedet. Eine degenerative Nervenerkrankung, die rasch voranschreitet und zum Verlust des Gedächtnisses führen wird, weckt in ihr den Wunsch, alle Erinnerungen Revue passieren zu lassen und schriftlich festzuhalten. Sie begibt sich noch einmal auf den Weg zum „Garten der Abendnebel“ …

    Tan Twan Engs hat mit seiner Protagonistin Yun Ling einen sehr starken und eindrucksvollen Charakter geschaffen. Dadurch, dass er sie ihre Geschichte in der Ich-Form und im Präsens erzählen lässt, ist der Leser sehr nah am Zeitgeschehen. Allerdings wird die Geschichte auf mehreren Zeitebenen erzählt und ich hatte etwas Mühe auszumachen, in welcher Zeit sich die Protagonistin gerade befindet.

    In diesem Roman begegnen uns weitere verschiedene Charaktere, die alle auch sehr unterschiedliche Bindungen zur Protagonistin haben. Die innere Zerrissenheit von Yun Ling wird sehr gut beschrieben. Es ist nachzuvollziehen, wie schwer es ihr fallen muss, den Anweisungen des japanischen Gärtners zu folgen. Besonders schwer tut sich Yun Ling mit der Verbeugung vor ihrem Lehrmeister, die sie jedes Mal wieder in das verhasste Arbeitslager zurückversetzt, in dem diese Verbeugungen Pflicht waren und für sie eine Demütigung darstellten. Einzig die Liebe zu diesem Garten ermöglicht es den beiden, eine tatsächlich auf gegenseitigem Respekt beruhende Beziehung aufzubauen.

    Der Autor erzählt mit sehr leisen Tönen die ebenso ereignisreiche wie ergreifende Geschichte von Yun Ling, wobei ihm der Spagat zwischen den grauenvollen Szenen und den wundervollen Beschreibungen der Landschaft meisterhaft gelungen ist. „Der Garten der Abendnebel“ ist kein Buch, das man schnell durchlesen kann. Immer wieder musste ich innehalten und habe auch den wunderbaren Schreibstil des Autors sehr genossen. Ich kann diesen Roman allen empfehlen, die Wert auf anspruchsvolle Literatur legen, und vergebe vier Sterne.
  5. Cover des Buches Wallace (ISBN: 9783895611322)
    Anselm Oelze

    Wallace

     (35)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Ich hatte mich schon sehr auf "Wallace" gefreut. Eine Freude, die aber bei der Lektüre etwas verschwunden ist, was definitiv nicht an der Thematik lag, sondern eher an der Ausführung der Handlung. Das Hauptthema beschäftigt sich mit Alfred Russel Wallace, dem Biologen, der ebenso, wie auch Charles Darwin, in der Evolutionstheorie forschte und auch eher zu Ergebnissen kam. Allerdings veröffentlichte Charles Darwin seine Forschungsergebnisse eher und war damit derjenige, der dann damit in Verbindung gebracht wurde und A. R. Wallace geriet später in Vergessenheit. Dieses Buch versucht ihn aus dieser herauszuholen und seine Verdienste zu würdigen und damit auch seinen Ruf gerade zu rücken. Das klingt erst einmal sehr spannend und ist definitiv ein ehrenwertes Unterfangen. Dieses Buch wäre auch spannend geworden, wenn sich Anselm Oelze meiner Meinung nach auf dieses eine Thema beschränkt hätte. So aber gestaltet Anselm Oelze zwei Erzählstränge und zerreißt damit dieses Buch, zerstört den Lesefluss. Ich hatte bei der Lektüre immer wieder das Gefühl aus der Handlung herausgerissen zu werden und kam schlecht in einen Lesefluss. Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe verschiedene Erzählstränge. Nur eben hier nicht. Hier misslingt dieses Vorhaben, leider! Die Geschichte wäre sicher deutlich besser gewesen, würde sie nur in der Vergangenheit spielen und der Hauptheld wäre Alfred Russel Wallace und eben Charles Darwin, als etwaiger Gegenspieler. Dann würde "Wallace" nicht so abgehackt daherkommen. Dennoch muss man auch sagen innerhalb der erzählten Geschichten bekommt Anselm Oelze einen Lesefluss hin und er erzählt auch nicht so kühl. Also könnten eventuell die nächsten Bücher besser werden. Darauf kann man nur hoffen. Denn dieses Buch hier war leider nicht so toll. Und das bei dieser wunderbaren Thematik! Schade!

  6. Cover des Buches Das weiße Blut der Erde (ISBN: 9781542048491)
    Tara Haigh

    Das weiße Blut der Erde

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Inhalt (übernommen): Hamburg, 1898: Als ihr sterbender Adoptivvater mit letzter Kraft einen Namen aufschreibt, vermutet Ella Kaltenbach einen ersten Hinweis über ihre wahre Abstammung. Heißt so ihr leiblicher Vater, und was hat es mit den jahrelangen Zahlungen aus der britischen Kolonie Malaya auf sich? Die junge Krankenschwester beschließt, auf der Suche nach Antworten in das ferne Land zu reisen.

    Die Spuren führen zur Kautschukplantage der Fosters. Dort gerät Ella zwischen die Fronten der britischen Kolonialmacht und des malaiischen Widerstandes, begegnet aber auch einer großen Liebe. Doch es gibt jemanden, der vor nichts zurückschreckt, um die Wahrheit über Ellas Wurzeln für immer im Dunkel des Regenwaldes zu belassen …

    Mein Leseeindruck:

    Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich zunächst durch das schöne Cover. Auch der Inhalt hörte sich vielversprechend an. Bis ungefähr zur Hälfte des Buches konnte mich die Geschichte auch durchaus unterhalten, zumal ich einfach das 19. Jahrhundert auch sehr spannend finde. Aber irgendwann hat mich die Geschichte verloren… Ich kann gar nicht sagen, dass die Handlung mir nicht gefallen hat, aber irgendwie habe ich mittendrin das Interesse verloren. Das Buch konnte mich nicht mehr packen, zumal mir auch die Figuren zu fremd blieben. Ich konnte mich in Ella nie wirklich hineinfühlen.

  7. Cover des Buches Lonely Planet Reiseführer Südostasien für wenig Geld (ISBN: 9783829744683)
    China Williams

    Lonely Planet Reiseführer Südostasien für wenig Geld

     (4)
    Aktuelle Rezension von: cornflake
    Dieser Reiseführer enthält gleich mehrere Reiseführer für die südöstlichen Länder in einem Band. Dieser Band ist genau richtig für eine individuelle Reise, die auch nicht unendlich viel kosten soll und trotzdem keine Sehenswürdigkeiten auslassen soll. Was sehr gut ist, dass sehr viele und auch gute farbige Abbildungen zu den jeweiligen Ländern enthalten sind, was das ganze leserfreundlicher werden lässt als wenn nur Text vorhanden ist. Auch, dass teils farbige Kartenmaterial ist sehr gut ausgewählt und auch passend eingebaut wurden.Man bekommt in nur einem ganzen Band so viele unterschiedliche Informationen zu so vielen unterschiedlichen Ländern Südostasiens. Ich kann diesen Reiseführer für eine individuelle Reiseplanung, die nicht so viel kosten sehr, sehr empfehlen!
  8. Cover des Buches Carpe diem (ISBN: 9783551316059)
    Autumn Cornwell

    Carpe diem

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Schnuppe

    In Autumn Cornwells „Carpe Diem“ geht es um die 16-jährige Vassar, die ihr Leben ambitioniert durchgeplant hat: Nach dem besten Schulabschluss und Auszeichnungen an der Eliteuniversität Vassar will sie promovieren und mit 25 ihren Traummann heiraten sowie den Pulitzer Preis verliehen bekommen. Doch als ihre Großmutter ihre Eltern erpresst, damit Vassar in den Sommerferien mit ihre auf eine Südostasienreise gehen soll, wird ihr bisher so geregeltes Leben zum ersten Mal auf den Kopf gestellt. Mit zehn Koffern und aufblasbarem Toilettensitz ausgestattet macht sich Vassar auf die Reise und erkennt bald, dass nicht alles im Leben planbar ist…

     

    Carpe Diem ist ein witziger Roman, der zeigt, dass nicht das ganze Leben planbar ist und man manchmal einfach das Ungeplante genießen sollte. 

    Vassar ist ein sehr sympathischer Hauptcharakter, der einem schnell ans Herz wächst. Zwar hat sie die besten Noten in der Schule, doch im echten Leben und vor allem im Dschungel kommt sie trotzdem nicht so gut klar, was immer wieder für lustige Momente sorgt.

    Ihre flippige Großmutter und der malaysische Cowboy Hanks, in den Vassar sich verliebt, sorgen ebenfalls für Unterhaltung. Alle Charaktere sind vielseitig und sympathisch gestaltet und machen eine Entwicklung durch.

     

    Der Schreibstil lässt sich gut lesen und das Familiengeheimnis, das Vassar auf ihrer Reise endlich enthüllt wird, sorgt für einen spannenden Höhepunkt!

     

    Außerdem ist es toll, etwas über die asiatischen Länder und die Orte zu erfahren, zu denen die drei Protagonisten reisen. Der Roman ist sowohl für Jugendliche in Vassars Alter als auch für Erwachsene unterhaltsam.

     

    Insgesamt ein lustiger und herzerwärmender Roman, den bestimmt noch einmal lesen werde und empfehlen kann.

     

     

  9. Cover des Buches Malaysia (ISBN: 9783770143603)
    Susanne Reichenberg

    Malaysia

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Station Eleven (ISBN: 9780385353304)
    Emily St. John Mandel

    Station Eleven

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    In Toronto steht der in die Jahre gekommene Schauspieler Arthur Leander als „King Lear“ mit Kinderschauspielerin Kirsten auf der Theaterbühne. Mitten im Stück erleidet Leander einen Herzinfarkt und stirbt, obwohl der Rettungssanitäter und Ex-Paparazzi Jevaan sofort Wiederbelebungsmaßnahmen einleitet. Am gleichen Abend hat die Georgische Grippe, ein tödlicher neuer Grippe-Virus, Toronto erreicht...
    20 Jahre nach der Pandemie reist Kirsten als Schauspielerin mit der „Traveling Symphony“ durch die Gegend und führt Theaterstücke von Shakespeare in den wenigen Siedlungen mit Überlebenden vor. In einer Stadt gerät die Truppe mit dem „Propheten“ und seinen Anhängern aneinander. Von nun an geraten Dinge in Gang, die alle mit jenem Abend im Theater verknüpft sind...

    „Station Eleven“ ist nicht nur eine Endzeitgeschichte, sondern viel, viel mehr. Oh, wo fange ich an mit dem Loblied?
    Die Geschichte ist sehr komplex und unglaublich clever gemacht. Arthur Leander, der bei Beginn der Handlung stirbt, bleibt trotzdem der Link, der alle Handlungsschauplätze und Charaktere miteinander verknüpft. Ich habe bei jedem neuen Abschnitt mit überlegt und gerätselt, bis alle Puzzleteile an ihren Platz fielen. Auch wer der Prophet ist, wird mit subtilen Hinweisen angedeutet. Und warum heißt das Buch „Station Eleven“? Das ist der Titel zweier Comics, die Kirsten seit dem Ausbruch bei sich trägt. Auch sie spielen eine wichtige Rolle in der Handlung.

    Der Ausbruch der Georgischen Grippe und der Verlauf der Pandemie wird geschildert, aber auch die Zeit davor und natürlich 20 Jahre danach. Die Autorin springt mit dem Leser munter hin und her durch die Zeit, aber trotzdem bleibt der Rote Faden der Handlung klar erkennbar.

    „Station Eleven“ benötigt keine atemberaubende Spannung oder Schockeffekte. Emily St. John Mandel schreibt mit einem eindringlichen und poetischen Stil, der mich förmlich in die Geschichte hineinsaugte. Wenn ich das Buch weglegte, dauerte es einen Moment, bis ich in die Wirklichkeit zurückgefunden hatte und mir klar wurde, dass die Welt nicht untergegangen war. So etwas passiert mir selten bei Büchern. Großartig!

    Die Autorin hat mit der „Traveling Symphony“ auch den Wert unserer Kultur thematisiert. Musik und Theater sind im Roman wichtige Faktoren, die das Menschsein der wenigen Überlebenden ausmachen. „Station Eleven“ ist ein Buch, dass trotz des realistischen Schreckensszenarios einer Grippe-Pandemie auch viel Hoffnung ausstrahlt: „Because survival is insufficient.“

    Mein bisheriges Lieblingsbuch 2017!
  11. Cover des Buches Nachttiger (ISBN: 9783442491308)
    Yangsze Choo

    Nachttiger

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Reenchenz

    Mit ihrem Roman „Nachttiger“ entführte mich die Autorin Yangsze Choo, entlang eines geschlungenen Dschungelpfades, nicht nur in ein vergangenes Jahrhundert, sondern auch in einen Weltteil, den ich bisher nicht wirklich kenne und zu einer Kultur, die mir fremder nicht sein kann. Ich bin ihren literarischen Tigertatzenspuren gerne gefolgt und habe mich fesseln lassen von der erzählten Geschichte.

    1931, Britisch-Malaya: Der alte Arzt McFarlane stirbt und wird begraben. Doch leider nicht vollständig. Sein vor Jahren amputierter Finger ist verschollen. Ein Problem, denn laut Aberglauben findet eine Seele nur die ewige Ruhe, wenn der Körper vollständig unter die Erde befördert wird. Am Sterbebett wird der junge chinesische Houseboy Ren von seinem Herrn mit dem Auftrag betraut, den Finger zu finden und innerhalb der nächsten 49 Tage, die Frist für die Erlösung der Seele, mit dem Körper zu bestatten. Auf der Suche gelangt Ren in den Haushalt eines weiteren britischen Arztes, der einige Geheimnisse zu hüten und eine unwahrscheinliche Glückssträhne zu haben scheint. Doch nicht nur in seinem Umfeld gibt es auch mysteriöse Todesfälle. Die Angst vor dem Tiger geht um.

    Zur selben Zeit gelangt die Tänzerin Ji Lin durch Zufall an einen kuriosen und makabren Gegenstand, den sie mit Hilfe ihres Stiefbruders Shin so schnell wie möglich wieder loswerden will.

    Die Wege von Ji Lin und Ren kreuzen sich und beide geraten in einen Strudel aus Aberglauben, Liebe und Verrat.

    Im Zentrum der Erzählung stehen Ren und Ji Lin, wobei die Geschichte von Ji Lin aus der Ich-Perspektive geschildert wird, während die Kapitel über Ren aus der 3. Person geschildert werden.

    Von der ersten Seite an hat mich der geheimnisvolle und atmosphärische Erzählstil in seinen Bann gezogen. Geistergeschichte, Liebesgeschichte, Thriller: dieser Roman ist alles davon, aber keines auf die banale Art. Das Genre ist schwer zu bestimmen. Das macht aber auch den besonderen Reiz aus. Es bleibt von Seite zu Seite mysteriös und die Handlung wartet immer wieder mit Überraschungen auf. Der Roman legt verschiedene Spuren, aber wie die Tigerspuren sind sie flüchtig und geheimnisvoll.

    Die beiden Hauptprotagonisten sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. In den mehr als 500 Seiten entwickeln sie ein deutliches und vielschichtiges Profil, aber auch an den Nebenfiguren habe ich mich sehr erfreut.

    Die Schilderungen der Lebensumstände im britisch besetzten Malaya, heute Malaysia, sind sehr eindrücklich und für heutige Generationen Europäer geradezu absurd, aber auch ein bisschen beschämend, ohne das dies durch die Autorin forciert wird.

    So ist dieser Roman auch eine interessante Gesellschaftsstudie, die auch für Leserinnen interessant ist, die, wie ich, bisher nichts mit dieser Kultur „am Hut“ hatten, inklusive Crashkurs in chinesischer Zahlenmystik.

    Wie alle Bücher des Wunderraum-Verlages kommt auch dieser Band in einer grandiosen Optik und Haptik daher. Ein exotischer Schatz im Bücherregal in mehrerlei Hinsicht.

    Ein Tigertatzenabdruck zwischen all dem geliebten Papier.

  12. Cover des Buches Bangkok Oneway (ISBN: 9783957770684)
    Andreas Tietjen

    Bangkok Oneway

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Dagmar Schöller tritt mit ihrem Mann Heinz die langersehnte Urlaubsrundreise durch Thailand an. Doch am ersten Abend ist Heinz auf einmal spurlos verschwunden. Ein Albtraum beginnt für Dagmar, denn von der Reiseleitung erhält sie dabei keinerlei Hilfe. So muss sich Dagmar wohl oder übel allein auf den Weg machen, um ihren Mann in dem fremden Land zu suchen. Die dortige Polizei rührt sich langsam, die deutsche Botschaft ist ebenfalls überfragt. Vollkommen verzagt, lernt sie dann zum Glück die Reiseleiterin Ute kennen, die ihr tatkräftig unter die Arme greift und zu einer Freundin wird. Es stellt sich heraus, dass Heinz schon in Deutschland polizeilich gesucht wurde. Hat er sich abgesetzt? Was hat er ihr verschwiegen? Ist es nun endlich mal an der Zeit, auch über ihr eigenes Leben nachzudenken? Als die beiden dann auch noch die extravagante Hermine kennenlernen, ist das Trio perfekt.
    Man kommt direkt in der Atmosphäre Thailands an, und Bangkok kann man sich lebhaft vorstellen. Es ist doch eine ganz andere Welt, und das wird hier sehr deutlich. Neben dem Paradies werden auch die nicht so schönen Seiten erwähnt, wobei die Thais trotz allem klaglos sind mit ihrem Leben und auch freundlich bleiben. Die Story ist unterhaltsam, und durch das Hinzukommen von Hermine wird es auch witzig, wenn auch ein wenig überspitzt. Die drei Frauen können unterschiedlich nicht sein. Während Ute eine Einzelgängerin ist, konnte Dagmar gerade das nie für sich ertragen, weshalb sie auch bei Heinz blieb. Nun sind aber alle drei an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, der eine Wende einläutet. Man kann sich überraschen lassen. Spannung kommt in Heinz‘ Part auf. Insgesamt läuft dann alles auf ein überraschendes Ende hinaus.
  13. Cover des Buches Caravan (ISBN: 9783423253260)
    Marina Lewycka

    Caravan

     (138)
    Aktuelle Rezension von: amyyma88
    Dieses Buch ist alles außer entspannend und "das Triumph der Komik", so wurde es bewertet. Die Geschichte könnten vielleicht  traurige Realitäten beschreiben, aber die sind ziemlich macaber. Also, für eine schöne Pause wurde ich absolut was anderes lesen.
  14. Cover des Buches Der Duft des Mangobaums (ISBN: 9783548284019)
    Jan Winter

    Der Duft des Mangobaums

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Subidu

    Dies ist mein zweites Buch von Jan Winter. Und ich muss sagen, es gefällt mir besser, als das der erste Band der Asien-Saga von ihm. Vielleicht, weil ich mich hier wesentlich besser mit den Charakteren identifizieren kann.

    Es ist die Geschichte der jungen Alma, die vor dem zweiten Weltkrieg mit ihrem Sohn nach Malaya fährt, wo ihr Mann eine Kautschukplantage führt. Hier beginnt der Roman und die Lebensgeschichte von Alma in einer ihr unbekannten, fremden Welt.

    Dank der Karte am Ende des Buches, wußte ich genau wo Malaya lag und wo das Geschehen im Einzelnen stattfand. Aber auch Jan Winters sehr bildliche, detaillierte, faszinierende und wunderschöne Beschreibung der Gegend, der Menschen und der Kultur haben dazu beigetragen, mich schnell dort einzuleben.

     Jan Winter hat sehr einfühlsam unterschiedliche, interessante und vor allem menschliche Protagonisten und Charaktere erschaffen, die – ob sogleich sympathisch oder unsympathisch – sofort präsent waren und man mit ihnen lieben und leiden, die man hassen und schütteln konnte, die sich weiterenwickelten oder stehen geblieben sind.

    Der Versuch von Kolonisten sich anzupassen und das Land lieben zu lernen und derer, die es gar nicht erst versuchen wollten und nicht zurecht kommen im fremden Land. Aber auch das Leben der Einwohner, ihre Sehnsüchte, Konflikte und Nöte. Für alles hat Jan Winter seine Worte gefunden.

    Durch das ganze Buch entwickelte sich eine unglaubliche Dynamik und Spannung, die mich in den Bann gezogen haben.

    Aber auch die Geschichte des exotischen Malayas und deren Entwicklung, auch politisch ist bestens recherchiert und nachvollziehbar beschrieben. Die Irrungen und Wirrungen der Zeit hat der Autor sehr gut eingefangen, so dass man auch hier mitfiebern und mitleiden konnte.

    „Der Duft des Mangobaums“, ein sehr lebensnaher und bewegender Roman, gut geschrieben, zu keiner Zeit langweilig und immer für Überraschungen gut.

  15. Cover des Buches Mein schönes Leben als Junkie (ISBN: 9783499625619)
    Muriel Scheu

    Mein schönes Leben als Junkie

     (14)
    Aktuelle Rezension von: MiGu
    Kurzbeschreibung

    Muriel Scheus Leben ist von Drogen geprägt. Mit 14 Jahren rauchte sie ihren ersten Joint, kurze Zeit später spritzte sie sich Heroin.
    Sie kam viel in der Welt rum, lernte verschiedene Größen aus der Musikszene kennen und feierte ihr Leben exzessiv.
    Selbst Jahre später, als sie ein bürgerliches Leben führt, bestimmen die Drogen ihren Alltag und es gelingt ihr erst Jahrzehnte später, ein wenig Abstand davon zu gewinnen.

    Eindruck
    Diese Biografie ist völlig anders, als die Biografien die ich bisher gelesen habe. Hier geht es nicht darum, Mitleid mit der Autorin zu haben, deren Name ein Pseudonym ist. Auch nicht darum, den schmerzvollen Leidensweg eines Junkies hautnah mitzuerleben, sondern vielmehr einen Einblick zu bekommen, wie es ist, wenn man in dieser Welt glücklich zu sein scheint.
    Wenn man absolut nicht bereit ist, dieses Gefühl und das damit verbundene Leben aufzugeben. Denn, so hart, wie es klingt, es scheint ihr gar nicht so schlecht zu ergangen zu sein.
    Irgendwie kommt sie immer zu ihrem Stoff, lernt wahnsinnig viele interessante Leute kennen und genießt ihr Sexleben bis aufs äußerste.
    Es ist ein turbulentes abenteuerliches Leben, an dem sie den Leser teilhaben lässt, manchmal mehr als mir lieb war.

    Hier zeigt sich der schonungslose, offene Erzählstil, der gar nicht so leicht zu lesen ist.
    Denn Muriel springt zurück in die Zeit, erzählt in der Ich-Perspektive und erinnert sich an ihre Kindheit, ihre Jugend und die Jahre danach.
    Parallel dazu gewährt sie dem Leser Einblick in das Jahr 1998, wo sie in einer Entzugsklinik untergebracht ist.
    Ich muss zugeben, ich habe das Buch beim ersten Versuch es zu lesen, bereits nach wenigen Seiten abgebrochen.
    Es fiel mir unglaublich schwer, ihrem Schreibstil zu folgen, der nicht nur Bandwurmsätze beinhaltet und gerne mal sprunghaft wirkt, sondern auch Dialekte aufweist, die so ausgeschrieben sind, wie sie gesprochen werden.
    Einige Dialoge in englischer Sprache erschwerten mir das Lesen zusätzlich und bremsten meinen Lesefluss stets aus.

    Der zweite Anlauf gelang jedoch, und selbst wenn ich beim Lesen oft pausen brauchte, konnte die Geschichte genügend Interesse wecken, um sie vollständig zu lesen.
    Etwas was mir ebenfalls das Lesen erschwerte, mich aber gleichzeitig faszinierte, waren die unglaublich vielen Personen, die in diesem Buch genannt werden.
    Ich musste zwar sehr oft zurückblättern zu früheren Zeitpunkten, um zu schauen, woher sie nun diese Person wieder kannte, dennoch war es immer wieder interessant, wen sie alles kannte und kennenlernte.
    Inwieweit gewisse Anspielungen auf bestimmte Personen stimmen, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.
    Aus Neugierde habe ich einige Stichpunkte versucht, über Google herauszufinden. Es ist mir natürlich nicht gelungen.

    Fazit
    „Kein ganzes Halbes“ ist eine sehr außergewöhnliche Biografie, die eine komplett andere Welt und ein völlig anderes Leben beschreibt, als das, welches ich hätte führen wollen.
    Muriel Scheu lässt den Leser teilhaben an ihrem bunten Leben, verherrlicht ihren Drogenkonsum, beschreibt aber auch die Schattenseiten.
    Dieses Buch zu lesen wurde für mich zu einer echten Herausforderung.
    Eine Herausforderung, die ich im Nachhinein gerne gemeistert habe.



  16. Cover des Buches Jene Sehnsucht nach Gewissheit (ISBN: 9783630872544)
    Madeleine Thien

    Jene Sehnsucht nach Gewissheit

     (8)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    Dunkle Magie mit Worten Eine Familiengeschichte über zwei Generationen: Gail und ihr langjähriger Lebensgefährte Ansel sind Ende 30 und die Protagonisten der jüngeren Generation. Ansel ist Lungenspezialist, Gail macht Reportagen für das Radio; eines ihrer letzten Projekte ist ein vom Schreiber verschlüsseltes Kriegstagebuch, das aber selbst für ihn unlesbar geworden ist, da er nach dem Krieg den Code vergessen hat. Die Recherchen hierfür führen sie in die Niederlande, wo sie nicht nur die Vergangenheit des Offiziers, sondern die ihres Vaters Matthew zu enträtseln versucht. Matthew wuchs in Nordborneo auf, wo er zusammen mit seiner Freundin Ani nach einer kurzen unbeschwerten Kindheit den Krieg durchleben muss. Traumatische Erlebnisse müssen beide Kinder verarbeiten und als sie sich Jahre später wiedersehen, ist die alte Vertrautheit schnell wieder da. Doch Matthew soll nach Australien, um zu studieren und beide müssen entscheiden, wie ihr Leben weitergehen soll. Verlust und Trauer sind zentrale Themen in "Jene Sehnsucht nach Gewissheit". Es liegt eine sanfte Schwermut über Thiens Debütroman. Der Roman lebt von den Figuren und ihren Emotionen. Die Autorin erzählt unchronologisch, springt in Raum und Zeit, es werden zahlreiche Rückblenden verwendet, es wird aus der Perspektive verschiedener Figuren erzählt. Das klingt kompliziert, ist aber wunderbar klar zu lesen. Und es passt zu den Figuren, für die die Vergangenheit immer Teil ihres Lebens bleibt, die sich mit Fotos, Tagebüchern und Tondokumenten beschäftigen. Die Autorin zeigt eine Tendenz zur philosophischen Betrachtung des Daseins, die erstaunlich angenehm durch ihre Geschichte trägt. Vor allem aber gelingt es Thien, vor dem Hintergrund asiatischer Kriegswirren komplexe Figuren zu kreieren und den Erzählfaden in beeindruckendem Maße gespannt zu halten. Ich bin an diesen Roman absolut ohne Erwartungen herangegangen und wurde sehr positiv von der vielseitigen Handlung und Erzählweise sowie der emotionalen, bilderreichen Sprache überrascht. Eine Entdeckung!
  17. Cover des Buches Der rätselhafte Mr. Lee. (ISBN: B001TKVNEM)
    G. M.. Glaskin

    Der rätselhafte Mr. Lee.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Stefan Loose Reiseführer Malaysia (ISBN: 9783770161812)
    Renate Loose

    Stefan Loose Reiseführer Malaysia

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Ins Unbekannte (ISBN: 9783806241143)
    Norman Davies

    Ins Unbekannte

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Sternenhimmel über Malaysia (ISBN: 9783404263783)
    Marion Nikola

    Sternenhimmel über Malaysia

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Aki
    Roman über die Zeit nach Sandokan. Allerdings wußte ich nichts von Sandokan bevor ich dieses Buch gelesen habe, so daß mir das Hintergrundwissen fehlte. Wer sich aber für Sandokan interessiert findet hier eine nette "Was könnte sein" Geschichte
  21. Cover des Buches Die tödliche Familie Lee (ISBN: 9783784482972)
    Shamini Flint

    Die tödliche Familie Lee

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inspector Flint verlässt Singapur in beruflicher Mission: Die Singapurianerin Chelsea Liew ist in Malaysia des Mordes an ihrem Ehemann angeklagt und Singh soll nun sicherstellen, dass Liew einen fairen Prozess im Nachbaarstaat bekommt. Ein Einsatz, der eigentlich ein Witz ist, weil Singh außerhalb seines Einflussbereichs tätig sein wird und in Wirklichkeit wohl nicht viel ausrichten könnte. Aber den Vorgesetzten ist alles Recht, was Singh zu einer frühzeitigen Pensionierung veranlassen könnte. Der Inspector nimmt seine Aufgabe wider Erwarten Ernst und schlägt quer, als er Liews Unschuldsbeteuerungen glaubt und nach anderen Verdächtigen fragt. In diesem Fall war ich mal wieder dem Projekt "Literarische Weltreise" dankbar, für das ich dieses Buch zu Malaysia entdeckt habe. Der dicke Stempel "Mängelexemplar" ziert den Buchschnitt, aber das bezieht sich definitiv nur auf Äußerlichkeiten. Für den Inhalt gilt es keineswegs. Shamini Flint hat einen interessanten Außenseiter der Singapurianischen Polizei entworfen, bei dem ich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann, wieso er in Ungnade gefallen ist. Zu hartnäckig? Zu wenig bestechlich? Zu ehrlich? Möglicherweise ist es das, denn diskrete Umschläge scheinen öfter bei Mitarbeitern in Behörden einzutrudeln. Ein Teil der Umschläge kommt regelmäßig von Lee Timbers, dem Unternehmen, das der ermordete Alan Lee geführt hat. Die Abholzungen der Firma sind dank der "finanziellen Kooperation" mit den Behörden nie als illegal aufgefallen. Aber hat das mit dem Mord zu tun, wenn die Exfrau auf Grund eines schmutzigen Sorgerechtsstreits sehr viel mehr Grund hatte, ihrem Mann den Tod zu wünschen? Was mir an dem Buch auf Anhieb gefallen hat, war der sehr angenehmen Erzählstil, den Antoinette Gittinger aus dem Englischen geholt hat. Dazu brauchte es nur wenige Seiten, um mich zu überzeugen. Hinzu kommt die lebhafte Schilderung der kulturellen, politischen und religiösen Vielfalt in der Region. Hin und wieder kollidieren die Lebensentwürfe. Das beginnt damit, dass Singh in Malaysia sich automatisch nur in die Nesseln setzen kann, wenn er auf fremdem Terrain ermittelt und endet mit perfiden Tricks, um in Scheidungsangelegenheiten den Expartner hinterhältig in die Pfanne zu hauen. Verschiedene Rechtssysteme, die nebeneinander gelten, machen es möglich. Gut, dass Singh in seinem malaysischen Kollegen Mitstreiter findet, die merken, dass Chelsea Liew zwar die einfachste Wahl, aber womöglich nicht die richtige war. Mit Inspector Singh war ich nicht das letzte Mal in Südostasien unterwegs. Was mich sehr neugierig auf weitere Fälle macht, ist, dass die kommenden Bücher alle in einem jeweils anderen Land spielen werden. Sampai jumpa, Inspector Singh - bis bald!
  22. Cover des Buches Das Leuchten der Orchideen (ISBN: 9783863651008)

    Das Leuchten der Orchideen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch beschreibt eine Familie, die in Malaysia und teilweise in Australien lebte. Durch den II. Weltkrieg und die sich daraus veränderten Lebensumstände in Malaysia wurde die Familie getrennt. Dieses Buch lebt von den wunderschönen Beschreibungen der Natur und des Landes. Interessant fand ich die Schilderungen über die  Problematik von Palmölplantagen für die Umwelt. Teilweise fand ich es etwas langatmig.
  23. Cover des Buches Abend ist der ganze Tag (ISBN: 9783548609416)
    Preeta Samarasan

    Abend ist der ganze Tag

     (3)
    Aktuelle Rezension von: serendipity3012
    Von Sehnsucht und Schuld Die indische Familie Rajasekharan lebt in der zweiten Generation im „Big House“ in Ipoh, Malaysia. Die 18jährige Tochter Uma ist zu Beginn des Romans gerade in ein Flugzeug nach New York gestiegen, um dort zu studieren. Die ebenso alte Chellam hat für die Familie gearbeitet und für die altersschwache Großmutter gesorgt, sie aber wird von der Familie aus dem Haus geworfen, weil sie sich schuldig gemacht hat. „Abend ist der ganze Tag“, so der Titel des Romans von Preeta Samarasan, treibt den Leser gleich mitten in diese Geschichte hinein, wirft ihm einzelne Brocken vor, die er zunächst nicht zuordnen kann. Was hat Chellam getan, dass sie so ungnädig verstoßen wird? Wieso ist Asha, die 6-jährige, so einsam in ihrer Sehnsucht nach der großen Schwester, die ihrerseits kaum mehr ein Lächeln für sie übrig hat? Warum ist Amma, die Mutter dieser beiden Töchter und eines 11-jährigen Sohnes, so verbittert? Die Autorin nimmt sich Zeit, um die Geschichte dieser Familie vor dem Leser zu entfalten. Sie springt dabei chronologisch vor und zurück und beleuchtet ausführlich die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten, allen voran der kleinen Asha, die so viel versteht für ihre erst 6 Jahre, der aber das Entscheidende dann doch entgeht. Samasaran erzählt dabei so metaphernreich und in so starken Bildern, dass man als Leser das Gefühl hat, mit der Familie am Tisch zu sitzen, zu riechen, zu schmecken und zu fühlen. Der Roman entwickelt mehr und mehr einen Sog, dem man sich nicht mehr entziehen kann, wenn immer deutlicher wird, was hier wem zugestoßen ist, wie Sehnsüchte und Träume enttäuscht wurden, wer Schuld auf sich geladen hat. „Abend ist der ganze Tag“ fördert alles nach und nach zu Tage, erschüttert und bedrückt, bis alle Karten auf dem Tisch liegen.
  24. Cover des Buches Auslandsknigge (ISBN: 9783774277182)
    Gerhard Hain

    Auslandsknigge

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks