Bücher mit dem Tag "male"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "male" gekennzeichnet haben.

135 Bücher

  1. Cover des Buches Die Dreizehnte Fee - Entschlafen (ISBN: 9783959911337)
    Julia Adrian

    Die Dreizehnte Fee - Entschlafen

     (399)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Die Geschichte geht düster und spannend weiter. Endlich erfahren wir die Wahrheit um die dreizehnte Fee. Mit ihrem detailreichen und erfrischend leichten Schreib- und Erzählstil bringt die Autorin hier ihre märchenhafte Geschichte zu einem soliden Abschluss. Leider kann Band 3 wie schon Band 2 auch nicht mit dem ersten Band mithalten, aber alle offenen Fragen und Geheimnisse werden beantwortet bzw. kommen ans Tageslicht. Auch hier konnte mich allerdings das Ende wieder angenehm überraschen, denn so hatte ich es mir nicht vorgestellt. 

    Alles in allem ein würdiger Abschluss dieser unterhaltsamen und märchenhafte Fantasy-Trilogie.

  2. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

     (7.550)
    Aktuelle Rezension von: malinasbooks

    Ich bin ein riesen Fan von " Die Chroniken der Unterwelten". Lilly Collins war in dem Film wirklich toll, aber nichts im Vergleich zur Serie Shadow Hunters! Die Buchreihe überzeugt mit einem anspruchsvollen Stil und viel Gefühl. Die Kämpfe sind gut durchdacht und die Welt der Dämonen pures Gänsehautfeeling. Cassandra Clare gehört zu meinen Lieblingsautoren.

  3. Cover des Buches Die Tage in Paris (ISBN: 9783499267901)
    Jojo Moyes

    Die Tage in Paris

     (613)
    Aktuelle Rezension von: LadyIceTea


    Flitterwochen in Paris – der Traum aller Frischverheirateten. Sophie und Liv leben ihn: 

    Im Paris der Belle Époque verbringt Sophie die ersten Tage an der Seite ihres Mannes, dem Maler Édouard Lefèvre. Die Welt, die er ihr, dem Mädchen aus der Provinz, zeigt, ist aufregend und neu. Doch das Leben als Frau eines verarmten Künstlers ist nicht immer leicht. Über hundert Jahre später begibt sich eine andere Braut auf Hochzeitsreise in die Stadt der Liebe. Hals über Kopf haben Liv und David geheiratet. Doch die Tage in Paris sind nicht ganz so unbeschwert und romantisch, wie Liv sich das erhofft hat. Hat sie gerade den Fehler ihres Lebens begangen? Erst ein Gemälde bringt die Liebenden einander wieder näher.

     

    „Die Tage in Paris“ von Jojo Moyes ist die Vorgeschichte zu „Ein Bild von dir“. Man kann es wirklich auch ohne Vorwissen lesen. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen.

    Das Büchlein ist echt schön gestaltet und mit liebevollen Illustrationen versehen. 

    In der Geschichte lernen wir die Hauptfiguren aus „Ein Bild von dir“ kennen. Sophie und Edouard, Liv und David. Wir erleben ihre Konflikte und wie sie damit umgehen. 

    Und auch wenn das Büchlein recht kurz ist, kann diese tolle Geschichte verzaubern und macht Lust auf „Ein Bild von dir“.

  4. Cover des Buches Ungezähmt (ISBN: 9783596187294)
    P.C. Cast

    Ungezähmt

     (1.919)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Im 4. Teil der „House of Night“-Reihe beginnt wieder dasselbe Spiel wie in den Vorgängern: es wird wiederholt bis zum Erbrechen. Zoey ist auserwählt, ihre Freunde sind sauer, mit Zoeys drei Liebhabern ist es aus, Shaunee und Erin sind keine echten Zwillinge (wie gehabt haben beide nur ein Thema: scharfe Jungs), Damien ist schwul (aber keiner hat ein Problem damit, weil ja alle superoffen sind) und so weiter. Immer wieder wird erwähnt, wie blöd es ist, dass der heiße Erik sauer ist, weil Zoey mit jemand anderem Sex hatte (voll gemein, wie er sich jetzt verhält und überhaupt ist er ja eigentlich auch schuld daran, dass Zoey ihn betrogen hat – was Zoey sich für eine Reaktion erwartet hat, bleibt unklar). Das nervige Beziehungsdrama der letzten Bände wird immer wieder neu aufgerollt und das in aller Ausführlichkeit.

    Aber halt, noch ist nicht alles verloren: es gibt einen neuen Schüler und der ist – wer hätte das gedacht – superheiß. Ich brauche wohl keine Worte dazu verlieren, wie es mit besagtem Schüler weitergeht. Die Frage, die sich auftut ist lediglich: ist das jetzt eine Paarbeziehung, oder zählt das schon als Liebesfünfeck? Besonders glaubwürdig gestaltet sich das Ganze nicht – wie schon vorher muss Zoey nur mit den Fingern schnippen, damit ihr alle Welt zu Füßen liegt. Dadurch wird eine tatsächliche Entwicklung in ihren zwischenmenschlichen (romantischen) Beziehungen übersprungen. Nochmal: dass jemand heiß aussieht, reicht nicht aus, um zwischen zwei Charakteren Chemie zu erschaffen. Das hat bei Erik schon nicht funktioniert und das funktioniert auch hier nicht. Mal davon abgesehen ist es wohl langsam an der Zeit, eine Strichliste zu führen, um mit Zoeys Herrenbekanntschaften mithalten zu können.

    Aphrodite bekommt auch in diesem Band wieder eine größere Rolle – Aphrodite ist jetzt ein Mensch (angeblich keine Strafe, aber darüber lässt sich diskutieren. Besser gesagt: man wird nicht darum herumkommen, wenn man am Ende der Reihe nochmal über das Frauenbild in der Reihe sprechen möchte). Dafür, dass Aphrodite zu den wenigen Personen gehört, die tatsächlich eine echte Charakterentwicklung durchleben, bleibt sie aber trotzdem zu sehr im Hintergrund. Um es mit ihren eigenen Worten auszudrücken: sie ist nur der attraktive Sidekick, während Zoey die eigentlichen Handlungen vollzieht. Aphrodite ist spätestens seit dem 3. Band der eigentliche Sympathieträger der Reihe. Zumindest scheint sie die Gegebenheiten wesentlich besser zu durchschauen als Zoey. Außerdem stößt es mir sauer auf, dass Aphrodite für ihr Fehlverhalten permanent abgestraft wird (auch noch lange danach), während Zoey sich gar nicht so viel anders verhält und niemandem das aufzufallen scheint. Dazu noch eine kurze Zwischenfrage: was ist mit den Typen, die Zoey in einem absichtlich verursachten Autounfall möglicherweise hat sterben lassen? Oder spielen die keine Rolle, weil es Menschen sind und Zoey auserwählt?

    Die Entwicklung der Story ist am Anfang unglaublich simpel. Ergreifende Momente werden weniger ergreifend dadurch, dass eigentlich schon vorher klar ist, was passieren wird. Dafür fängt die Handlung in der Mitte langsam an, abgefahren zu werden (und mit „abgefahren“ meine ich, dass es langsam aber sicher anfängt, ins Absurde abzudriften; hierbei ist anzumerken, dass dies nur der Beginn ist und es jetzt die ersten Anzeichen gibt, dass es bald rapide bergab gehen wird). Was im Klappentext als „uralte, böse Macht“ bezeichnet wird, war in der Story der Punkt, an dem die Reihe mich endgültig verloren hat. Aber auch hier ist am Ende der Reihe noch einmal Potential zu spüren. Wäre der Band nicht mit Wiederholungen und Beziehungsmist künstlich aufgebläht, könnte man „Ungezähmt“ beinahe für ein spannendes Buch halten.

    Auf die Gefahr hin, mich genauso oft zu wiederholen wie die Autorinnen der Buchreihe: der Schreibstil ist gespickt mit zwanghafter Jugendsprache, was sehr anstrengend ist. Das gilt zwar sowieso für jeden Band der Reihe, aber ich fühle mich trotzdem genötigt, es immer wieder zu sagen, weil es einfach so unfassbar störend ist. Auch Zoeys Oberflächlichkeit ist wieder einmal dabei, das Buch vollends zu versauen. Positiv anmerken muss ich jedoch, dass beides gegen Ende wesentlich besser wurde, da man sich hier offenbar doch mehr auf die eigentliche Story konzentrieren wollte. Es gibt wieder einen Cliffhanger bei dem man, so ungern ich es zugebe, am Ende trotzdem wissen möchte, wie es weitergeht.

    Weiterhin positiv: viele Katzen.

    Fazit: Unzählige Wiederholungen, noch mehr Liebesgeschwafel, aber gegen Ende wird es noch interessant.

  5. Cover des Buches Chroniken der Unterwelt - City of Ashes (ISBN: 9783401061337)
    Cassandra Clare

    Chroniken der Unterwelt - City of Ashes

     (4.740)
    Aktuelle Rezension von: malinasbooks

    Wieder einmal hat sich meine Lieblingsautorin Cassandra Clare übertroffen. Spannende Welt und greifbare Charaktere. Prickelnde Liebe und tolle Herausforderungen. Ich habe die Reihe verschlungen

  6. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Diiana

    Der Roman aus der Bücherserie "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" handelt von dem Leben der Familie Chagall. Der berühmte Maler Marc Chagall, seine Frau Bella und seine Tochter Ida leben, nach der Flucht aus Russland, in einem sehr ansehnlichen Haus in Paris. Sehr behütet wächst Ida in diesem Haus auf. Als sie den Studenten Michel kennenlernt, verschlechtert sich die einst innige Beziehung zu ihrem Vater. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt und der Familie droht Gefahr. Sie fliehen in die Vereinigten Staaten und bauen sich dort ein neues Leben auf, das jedoch viel Veränderung und viele Probleme mit sich zieht. 

    Ich habe schon ein paar Bücher aus dieser Reihe gelesen und war ziemlich begeistert. Deshalb war ich sehr interessiert an diesem Buch, vorallem weil ich mit Marc Chagall zunächst nicht viel anfangen konnte. Das Buch hat ganz gut angefangen, als in der Familie noch alles ziemlich friedlich war. Doch mit der Zeit wurde es teilweise sehr langweilig und langatmig. Sätze waren zu detailliert, denn viele Informationen waren unwichtig. Vieles hat sich wiederholt, weshalb wenig spannendes hinzukam. Die Person Marc Chagall war teilweise sehr nervig, aber auch Ida und andere Figuren waren oft unsympathisch. 

    Deshalb hat mich dieser Roman leider nicht überzeugt.

  7. Cover des Buches Lord of Shadows (ISBN: 9783442489008)
    Cassandra Clare

    Lord of Shadows

     (440)
    Aktuelle Rezension von: Eisvogel1

    Das Buch startete spannend, flaute dann ab und würde ein bisschen zähflüssig zum lesen, und zum Schluss hin wurde es immer spannender, bis sich dann auf den letzten paar Seiten die Ereignisse überschlagen haben. Für meinen Geschmack gab es beinahe ein bisschen zu viele Probleme/Geheimnisse/Intrigen/Personen, so dass ich manchmal fast den Überblick bzw. den roten Faden der Story verloren habe. Aber sonst auf jeden Fall eine gute Fortsetzung des ersten Bandes und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

  8. Cover des Buches City of Glass (ISBN: 9783442490042)
    Cassandra Clare

    City of Glass

     (4.228)
    Aktuelle Rezension von: malinasbooks

    City of Glass ist der beste Band von Cassandra Clare, weil er alles beinhaltete, das ich mir wünsche. Liebe, Spannung und eine unvorhersehbare Wendung. Wo sind die ganzen CoB Fans ?????? Meldet euch bei mir. Ich bin süchtig nach der Story

  9. Cover des Buches On the Island - Liebe, die nicht sein darf (ISBN: 9783442481750)
    Tracey Garvis Graves

    On the Island - Liebe, die nicht sein darf

     (151)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war ich zwar neugierig, habe aber auch damit gerechnet, dass mich eine sehr trashige Geschichte erwartet.

    Im Grunde stimmt das auch. Die Lehrerin, die mit ihrem Schüler nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel auf den Malediven landet und sich in ihn verliebt, ist schon sehr an den Haaren herbei gezogen. Aber die Geschichte hat mich auch recht schnell in seinen Bann gezogen. 

    Denn ich bekam nicht die erwartete Insta-Love, sondern eine Liebesgeschichte, die sich wirklich langsam entwickelt. Dazu ein bisschen Inselabenteuer und zwei Charaktere, die an ihren Handlungen wachsen.

    Tracey Garvis Graves Schreibstil ist etwas ungeschliffen, aber dennoch mitreißend. An einigen Stellen hat mir wirklich die Tiefe gefehlt, was etwas schade war. 

    Aber ich mochte die Charaktere Anna und T.J. sehr gerne. Beide entwickeln sich, man kann ihre Handlungen nachvollziehen.

    Es gab gerade im letzten Drittel zwar ein paar Logikfehler, aber darüber konnte man zu Gunsten der Unterhaltung hinweg sehen. 

    Schon seit Jahren ist zu der Story ein Film angekündigt - ich würde mir wirklich wünschen, dass er irgendwann kommt, denn Potenzial ist auf jeden Fall da.


  10. Cover des Buches Ellin (ISBN: 9783931989835)
    Christine Millman

    Ellin

     (118)
    Aktuelle Rezension von: DarkMaron

    Ellin lebt seit dem tot ihrer Eltern bei Lord Wolfhard, doch ihr Leben gefällt ihr seit dem abend nicht mehr, als er ihr viel zu nahe kam. Deshalb läuft sie weg und hofft irgendwo neu anfangen zu können. Auf ihrem Weg, lernt sie unter anderen umständen Kylian kennen, der sie mit auf seine Mission mitnehmen tut. Doch schnell findet Ellin raus, was er ist und es stört ihr nicht, denn jeder Tag vergeht, lernt sie kennen was Liebe ist. Ein Aufregene Mission mit neuen Freunden oder wird ihr schlimmster Alptraum noch war. Eine wirklich Gute Geschichte, muss sagen es wurde immer interessanter und es kam auch keine langeweile auf. Ich fand es klasse, dass Ellin am Ende noch ihr Happy End hatte und auch mir von ihrer Macht gelernt hat. Ihre Art/Charakter hat mir sehr gut gefallen. Gut war auch, dass man mal einen einen Einblick bekommen hat, wie Ellin zum Lord kam, dass fand ich klasse, so ein kleiner Rückblick. Für ein Einzelband, ist er wirklich gut geworden und würde ich auch weiter Empfehlen.

  11. Cover des Buches Die Frau auf der Treppe (ISBN: 9783257243338)
    Bernhard Schlink

    Die Frau auf der Treppe

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Er war sehr zufrieden mit sich. Seine Arbeit in Sidney war erledigt, der Unternehmenszusammenschluss war unter Dach und Fach, jetzt konnte sich der Rechtsanwalt und Seniorchef einer großen deutschen Kanzlei vor seinem Rückflug in einigen Tagen der Kultur widmen. Abends wollte er in die Oper, doch zunächst besuchte er die Art Gallery. Und da hing es - das verschollene Bild des Malers Karl Schwind, das mittlerweile Millionen wert sein musste. Es zeigt Irene Gundlach, die Frau des Fabrikanten Gundlach, wie sie in Lebensgröße eine Treppe herunter steigt – nackt. Er war genau so verlegen wie damals vor 40 Jahren, als er in der Kanzlei die Auseinandersetzung zwischen Schwind und Gundlach klären sollte, von denen jeder Anspruch auf das Bild erhob. Seinerzeit schlug er sich auf die Seite von Irene, in die er sich sofort verliebt hatte, und half ihr, das Bild in ihren Besitz zu bringen. Doch dann waren Irene samt Bild verschwunden und bis jetzt nicht mehr aufgetaucht. Nun musste sie hier sein, hier in Australien. Er beginnt nachzuforschen – aber nicht nur er. Auch Schwind und Gundlach waren durch Zeitungsberichte auf die Leihgabe in der Art Gallery aufmerksam geworden und suchen Irene, um doch noch in den Besitz des Bildes zu gelangen …   

    Der Autor Bernhard Schlink wurde 1944 in Bielefeld geboren, wuchs in Heidelberg auf, studierte in Heidelberg und Berlin Jura, promovierte 1975 in Heidelberg zum Dr. jur. und habilitierte sich in Freiburg/Brsg. zum Professor für Öffentliches Recht. Er lehrte an den Universitäten in Bonn, Frankfurt/Main und Berlin und war von 1987 bis 2006 Richter am Verfassungsgerichtshof. Seinen Erfolg als Schriftsteller hatte er ab 1987. Neben einigen Fachbüchern schrieb er zwölf Romane, für die er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt. Heute lebt Schlink in New York und Berlin. 

    Zwei Figuren sind es, die diesen Roman dominieren. Da ist zunächst der Rechtsanwalt, der uns als namenloser Ich-Erzähler mit der Geschichte vertraut macht. Dabei schildert er das Geschehen mit einer sachlichen Nüchternheit, als hätte er keine Gefühle. Dass dem nicht so ist, zeigt sich zum Ende des Buches. Er macht eine starke Wandlung durch und entwickelt eine aufopfernde Fürsorge, wie er sie seiner verstorbenen Frau und seinen drei Kindern nie zeigen konnte. Auch Irene hat sich sehr verändert, wie man aus Rückblenden erfährt. Von der raffinierten Diebin und gesuchten Terroristin war sie die letzten Jahre sozial engagiert und in ihrer Umgebung als Wohltäterin beinahe verehrt. Nun ist sie sehr krank und hat nicht mehr lange zu leben. Zwischen den beiden entwickelt sich eine starke Verbundenheit und enge Vertrautheit. Gundlach und Schwind hingegen sind eher Statisten der Handlung, die nur darauf aus sind, Irene zu manipulieren und in den Besitz des Bildes zu kommen. 

    Ein großes Lob gebührt dem Autor, der es großartig versteht, die einzelnen Charaktere mit all ihren Stärken und Schwächen zu beschreiben, auch wenn sie dadurch nicht unbedingt sympathisch wirken. Der Schreibstil ist klar, präzise und schnörkellos, die Handlung gut durchdacht und nachvollziehbar. Eine leise Geschichte, die sich gut lesen lässt und  hin und wieder sehr berührt und nachdenklich stimmt. 

  12. Cover des Buches Tödliche Camargue (ISBN: 9783832163624)
    Cay Rademacher

    Tödliche Camargue

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Meine Karriere ist am Arsch. Und ich fahre durch einen Sumpf, um mir den einzigen Fahrradfahrer Frankreichs anzusehen, der bescheuert genug war, sich von einem Ochsen entleiben zu lassen!«

     

    Capitaine Roger Blanc, zwangsversetzt aus Paris, kämpft mit der Gluthitze eines Sommers in der Provence, seiner Ruine von Haus, dem ewig streikenden Auto und einem extrem blutigen Tatort. Ein Kampfstier ist aus seinem Gehege ausgebrochen und hat einen Radfahrer getötet. Ein klarer Unfall, so scheint es jedenfalls für alle außer Blanc. Der glaubt, dass jemand den Stier bewusst freiließ und der Radler, ein prominenter Fernsehmoderator nicht zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort war, sondern einem gezielten Anschlag zum Opfer fiel. Doch wer tut so etwas? Und warum?

    Blanc macht sich mit seinen Ermittlungen mal wieder prompt unbeliebt. Jeder halbwegs Verdächtige scheint über gute Verbindungen zu verfügen, Blanc erfährt ordentlich Druck, die Akte soll zügig geschlossen werden. Doch wenn Blanc wühlt, dann richtig. Und stößt dabei auf mehrere alte und ungeklärte Verbrechen, die irgendwie mit dem aktuellen Fall zusammenhängen könnten…

     

    Auch dieser zweite Band der Reihe hat mir wieder gut gefallen. Ich mag Blanc, weil er den Typ von Ermittler verkörpert, den man sich im Idealfall wünscht: In den Fall verbissen ignoriert er sämtliche Versuche von Prominenten, Politikern und sonstigen Personen mit Einfluss, seine Nachforschungen zu unterbinden. Wo andere aus Sorge um ihren Job einknicken, macht er trotzdem weiter. Manchmal heimlich und manchmal mit rechtlich nicht ganz einwandfreien Methoden, immer das Ziel im Blick. Ein schöner Gedanke, wenn jemand „Wichtiges“ es mal nicht schafft, sich Sonderrechte zu erkaufen.

     

    Blancs Team gerät bei diesen Ermittlungen gelegentlich ins Schwitzen. Marius Tonon hat eh ein Alkoholproblem und einen dunklen Fleck in der Vergangenheit, über den niemand spricht, den aber jeder außer Blanc kennt. Kollegin Fabienne ist schon wesentlich cooler und ohne ihre IT-Kenntnisse wäre Blanc aufgeschmissen.

     

    Der Fall wird, wie schon erwähnt, zu mehreren Fällen. Da muss man beim Lesen gut achtgeben, um nicht den Überblick zu verlieren. Zumal es teilweise weit in die Vergangenheit geht, auch die Bereiche Kunst und Politik einschließt. Zusammen mit den wieder tollen Landschaftsbeschreibungen wird eine runde Sache draus.

     

    Fazit: Klasse Ermittler, tolle Landschaft und ein komplexer Fall. Hat wieder Spaß gemacht, ich verfolge die Reihe weiter.

     

    »Wenn ich solche Tricks schon früher gekonnt hätte, dann würde ich immer noch in Paris arbeiten.«
    »Wenn du immer noch in Paris wärst, wüsste ich nicht einmal, dass es überhaupt so etwas wie illegale Ermittlungen gibt.«

  13. Cover des Buches Bis ich dich wiedersehe (ISBN: 9783442382385)
    Marc Levy

    Bis ich dich wiedersehe

     (276)
    Aktuelle Rezension von: jujumaus

    Nachdem ich "Sieben Tage für die Ewigkeit" längst hinter mir gelassen habe, wollte ich einem anderen Buch von Marc Levy die Chance geben, mich von ihm zu überzeugen. Leider hat "Bis ich dich wiedersehe" das auch nicht geschafft.


    Inhaltlich geht es hier um den Kunsthistoriker Jonathan, der sich auf einen Maler spezialisiert hat, von welchem die Galeristin Clara Kunstwerke besitzt, die bisher als verschollen golten. So treffen die beiden unverhofft aufeinander und laut Klappentext fühlen sie sich vom ersten Augenblick wie zwei verwandte Seelen.


    Was mich am meisten gestört hat war, dass die Beziehung zwischen Jonathan und Clara nicht detailliert genau beschrieben wurde, sodass mir der Sprung zwischen Bekanntschaft und Liebe zu groß war. Geschweige denn, dass auch nur ansatzweise etwas von der Seelenverwandtschaft zu spüren war. Lediglich Rückblenden aus dem früheren Leben von Jonathan und Clara, die die beiden heimsuchen, sobald sie sich berühren, geben dem Leser Hinweise auf diese Verbindung.


    Die Recherche der aufgetauchten Kunstwerke, von denen bei einem die Echtheit infrage steht, war leider auch nicht viel aufregender. Lediglich auf den letzten 20 Seiten hat sich Spannung aufgebaut, weil thrillerartig Hintergründe zu den mysteriösen Umständen des Kunstwerkes aufgedeckt werden.


    Insgesamt bekommt "Bis ich dich wiedersehe" trotzdem nur einen von fünf Sterne von mir, weil mir die Spannung der letzten Seiten während des gesamten Buches gefehlt hat. Gleiches gilt für die unausgereifte Beziehung zwischen den Protagonisten, welche zwar vorhanden sein soll, aber die nicht zu spüren ist.
  14. Cover des Buches Irgendwie Anders (ISBN: 9781480071124)
    Chris P. Rolls

    Irgendwie Anders

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Kathi92

    Eigentlich gehört erotische (gay) Lektüre nicht zu meinen Genres, aber nachdem mir das Buch empfohlen wurde habe ich dem ganzen mal eine Chance gegeben.Und ich muss sagen, ich war doch positiv überrascht. Natürlich muss man hier keine tiefgreifende Story erwarten, aber es war sehr nett geschrieben, nicht so übertrieben und mit sympathischen, nachvollziehbaren Charakteren und einer relativ realitischen Story dahinter.

    In der Tat fand ich diesen Ausflug in diese andere Welt so nett, das sich auch die weiteren Bücher der Reihe noch hinterhergeschoben habe

  15. Cover des Buches Der König der Tiere (ISBN: 9783328103417)
    Jürgen von der Lippe

    Der König der Tiere

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Twin_Kati
    Ich finde dass Cover passt gut zu dem Buch und vor allem zum Humor von Jürgen von der Lippe. Da ich den Witz von ihm mag, hab ich mich auf das Buch gefreut.

    Meine Erwartungen wurden teils, teils erfüllt, es gab wirklich richtig lustige Geschichten, unter anderem z. B.:
    • Der Probelieger
    • Abberpuppenarmwiederdranmachspruch
    • Alkohol
    • Carpe Diem
    • Supermarkt ist super
    Das sind so meine Favoritengeschichten/Anekdoten. Natürlich gab es noch viele weitere Storys - einige fand ich davon noch ganz gut - bei anderen hab ich mich manchmal bisschen gefragt wo dabei der Witz liegt. Alles im allen hab ich mich aber trotzdem gut unterhalten gefühlt.

    Seine Art des Schreibens fand ich angenehm und witzig.
  16. Cover des Buches Kurschattenerbe (ISBN: 9783839214343)
    Sigrid Neureiter

    Kurschattenerbe

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Die österreichische Autorin entführt ihre Leser abermals in die malerischen Berge von Südtirol, genauer gesagt rund um Meran. Meran ist als Kurstadt seit alters her bekannt, sodass der Titel „Kurschattenerbe“ nicht von ungefähr kommt.

    Jenny Sommer, ihr Doktorvater Arthur Kammelbach und sein Assistent Lenz Hofer organisieren ein Symposion zu Ehren des Minnesängers Oswald von Wolkenstein. Mit dabei die russische Oligarchin Kataryna mit Tochter und Liebhaber sowie zwei Bodygards. Kataryna ist Mäzenin der Veranstaltung und hat einige private Turbulenzen zu bestehen.
    Überschattet wird die Veranstaltung durch den Diebstahl eines mittelalterlichen Musikinstruments, dem Verschwinden Kammelbachs und – vorerst ohne jeden Zusammenhang – dem Mord an dem Heimatmaler Peter Mitterer.

    Wie hängen diese Fäden zusammen? Hängen sie überhaupt zusammen? Nicht mit allzu großem Ruhm bekleckert sich die örtliche Polizei, die sich in internen Befindlichkeiten ergibt. Vor allem die Vicequästorin misst den Vorfällen wenig Bedeutung bei.

    In einigen Passagen lässt Neureiter ihre bodenständigen Figuren Südtiroler Dialekt sprechen. Das trägt zur lockeren Atmosphäre dieses Buches bei.

    Interessant auch die geschickt eingeflochtenen Geschichten rund um Oswald von Wolkenstein, der als Minnesänger (1377-1445) im Spätmittelalter in Meran lebte.

    Als promovierte Germanistin und Inhaberin einer PR-Firma kann die Autorin aus ihren Erfahrungen schöpfen.

    Fazit:

    Ein netter, unblutiger Krimi bei dem die Vorzüge der Südtiroler Landschaft gut zur Geltung kommen.
  17. Cover des Buches Promises - Nur mit dir (ISBN: 9783802592249)
    Marie Sexton

    Promises - Nur mit dir

     (30)
    Aktuelle Rezension von: mallory66

    Jared ist in seinem kleinen Heimatort zwar geoutet, arbeitet aber nicht als Lehrer, weil es immer noch genug geistig rückständige Menschen gibt, die ihn automatisch mit einem Pädophilen gleichsetzen. Da es außer ihm nur einen weiteren Schwulen in Coda gibt ist er ziemlich einsam.

    Als er den Polizisten Matt kennenlernt verstehen sich die beiden gleich sehr gut und freunden sich auch nach kurzer Zeit an, doch Matt reagiert sehr ablehnend als die Frage aufkommt ob er an Männern Interesse hätte. Man merkt als LeserIn gleich, dass dieser Mann zu viel protestiert. Matt ist unter einem herrischen, bösartigen, homophoben Vater aufgewachsen, außerdem arbeitet er in einem testosteron-geladenen Beruf, er kann also gar nichts anderes als hetero sein.

    Obwohl Jared bald Matts bester Freund wird, müssen die beiden einiges an Vorurteilen, Anfeindungen, Entfremdung, seelischem Schmerz und auch körperlicher Gewalt durchstehen bevor sie endlich ein Happyend erleben dürfen.

    Die Autorin geizt nicht mit engstirnigen Menschen, es gibt auch einiges an Action und Gewalt, doch dem stellt sie überraschende Freunde und offene Mitmenschen gegenüber, mit denen weder Jared noch ich gerechnet hätten.

    Die Geschichte hat mich gefesselt und mitleiden lassen und ich werde nicht umhin kommen auch die anderen Teile der Coda-Reihe zu lesen. :-)

  18. Cover des Buches Konzert ohne Dichter (ISBN: 9783462053746)
    Klaus Modick

    Konzert ohne Dichter

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Emylia_db

    Worpswede - die seit 1889 bekannte Künstlerkolonie am Teufelsmoor bei Bremen; berühmte Künstler lebten dort auf dem "Barkenhoff"

    ( Vogeler, Rilke, Macksensen, die Modersohn´s )

    Viele befreundete Künstler gingen ein und aus. Oft ein fragiles Zusammenleben.

    Der Autor führt in eine Welt von geschichtlicher Information und das Verhalten der Protagonisten. Teils treue Gefährten, teils eifersüchtig, aber auch diszipliniert und unterstützend. 

    Häuslicher Streit, oft Geldsorgen, Leidenschaften, Trennungen, große Gefühle.

    Die Frauen lebten natürlich unter dem gleichen Dach.

    Ein wirklich sehr spannender Einblick in die Welt und die Intrigen der damals sehr bekannten Künstlerkolonie. 

  19. Cover des Buches Die Frauen von Tyringham Park (ISBN: 9783751702867)
    Rosemary McLoughlin

    Die Frauen von Tyringham Park

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Mrs. Dalloway

    Für Fans von Downton Abbey? Naja, vielleicht was die Zeit und das große Herrenhaus angeht...


    Beim Lesen schwankte ich permanent zwischen 3, 4 und 5 Punkten. Letztlich entschied ich mich, dass das Buch doch ganz gute 4 Punkte verdient hat, da ich teilweise total gefesselt war!


    Minuspunkte gibt es für die Auflösung über Victorias Verschwinden. Da war ich echt enttäuscht! Ich hätte mir etwas Aufregenderes vorgestellt. Und am Anfang fiel es mir echt schwer, in das Buch einzusteigen, bzw. am Ball zu bleiben. Ich fragte mich ständig... wo geht das Buch hin... Mit dem Ende bin ich auch absolut nicht zufrieden. Einzig, dass es wohl eine Fortsetzung gibt, lässt mich das Ende irgendwie erträglich finden.


    Zuerst war ich geneigt, die Protagonisten abzulehnen. Es gibt drei wichtige Frauen, die total unsympathisch (meistens) sind. Aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mich ihre Bösartigkeit fasziniert. Da wären Edwina, Lady Blackshaw, deren Tochter Charlotte und Dixon, das bösartige Kindermädchen.
    Alle drei Frauen stehen sich in nichts nach was Feindseligkeit und Intrigen angeht. Ab und zu blitzt mal etwas auf, das Mitleid beim Leser erregt, vor allem bei Charlotte. Aber alles in allem sind es schwierige, doch gerade deshalb faszinierende Charaktere.


    Wer sich gerne mit den Abgründen der menschlichen (weiblichen) Seele befasst und das Ganze schöne drapiert zwischen 1. und 2. Weltkrieg vor einem hochherrschaftlichem Haus sehen möchte, der ist mit den Weibern von Tyringham Park bestens bedient.
    Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, ob ich den nächsten Band auch noch lese oder lieber nicht.
  20. Cover des Buches Das Sonntagsmädchen (ISBN: 9783492305457)
    Kate Lord Brown

    Das Sonntagsmädchen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra
    Zum Inhalt:

    Sophie ist frei berufliche Journalistin und arbeitet an einem großen Artikel über ihre Großtante Vita, die in den 1940er Jahren in Frankreich lebte. Aus ihrem Leben ist vor allem der Künstler Gabriel Lambert bekannt, der bei Vitas Tod im Feuer nicht nur Frau sondern auch seinen Sohn verloren hat.

    Sophie scheint allerdings mehr zu wissen, als andere Journalisten vorher und möchte Gabriel Lambert in New York treffen und zur Rede stellen. Dieser wehrt sich, kann aber anscheinend nicht mehr anders und muss über die Vergangenheit reden.

     Lambert berichtet viel über die Zeit auf Air Bel, einer Villa, in der Künstler in Marseille lebten. Unter anderem aber auch Varian Fry, ein Amerikaner, der als eine Art „Schindler“ der Künstler galt. Er verhalf tausenden Menschen, vorrangig namenhaften Künstlern, zur Flucht aus Europa nach Amerika. Mit einem Netzwerk von Helfern holte er Breton, Max Ernst usw. nach Marseille und rettete sie von dort vor den Nazis. Auch Lambert lernte ihn kennen, ging in der Villa ein und aus und traf dort auch seine große Liebe Annie. Doch was passierte vor der Zeit in Marseille? Das möchte Sophie genauer erfahren…

     

    Zum Schreibstil:

    Die Geschichte wird in 60 Kapiteln ziemlich durcheinander erzählt. Zum einen ein neutraler Erzähler, der auf das Geschehen hinab blickt und dem Leser alle Einzelheiten berichtet. Zum anderen aus der Ich-Perspektive von Gabriel Lambert, wenn er beginnt im Gespräch mit Sophie von damals zu erzählen. Dann wieder schwenkt es um. Man hat oftmals das Gefühl Lambert erzählt mir als Leser direkt was er erlebt hat. Dennoch ist der Wechsel sehr verwirrend.

    Anfangs stand über den Kapiteln noch das Jahr – Gegenwart mit Sophie oder Vergangenheit auf Air Bel -, teilweise der Monat und Ort. Doch das war ab Hälfte des Buches vorbei und man musste sich in das Kapitel hineinlesen, um zu wissen wo und wann man sich gerade befand.

    Irritierend ist auch, dass die handelnden Personen oft anders benannt wurden. Varian Fry war mal Varian, mal Fry / Raymond war mal Raymond, mal Killer / Marianne mal Marianne, mal Annie / Gabriel Lambert mal Gabe, mal Lambert, mal Gabriel … Das hinderte den Lesefluss, zumindest zum Beginn, wenn man sich erst noch an die Protagonisten gewöhnen muss.

     

    Meine Einschätzung:

    Ich habe vom Klappentext her etwas ganz anderes erwartet… Dieser erzählt vom Kennenlernen Gabriel Lamberts und Annie im Haus Air Bel in Marseille. Darum geht es ja auch im Buch – zumindest als Rahmenhandlung. Doch der Cliffhanger ist erstmal Sophie mit ihren Erkenntnissen und dem Wissendrang, was mit ihrer Tante Vita geschehen ist. Sie möchte wissen was VOR Marseille und Air Bel geschehen ist. Das scheint eigentlich von der ersten Seite an der spannende Teil des Buches zu sein. Doch ehe man da ankommt – was 1 Kapitel im letzten Drittel ausmacht – vergehen seitenweise Erzählungen über Varian Fry und seine Aktionen in den 1940er Jahre. Die persönliche Bindung von Sophie zu Vita und damit zu Lambert hätte man auch weg lassen können. Die Autorin versuchte wohl auch in der Gegenwart für Sophie ein spannendes Geheimnis entstehen zu lassen, welches der Leser lüften soll. Doch das war ebenfalls nicht interessant und schien zwanghaft hinzu erfunden zu sein. Ohne Sophies Hintergrund und den zusätzlichen Informationen in den letzten 1-2 Kapitel über sie, hätte die Handlung auch ablaufen können.

    Die Begeisterung der Autorin für Varian Fry nahm ziemlich überhand. Es ist ja auch ein spannendes Stück Geschichte und wirklich sehr interessant. Ich musste dazu noch einiges im Internet lesen, weil es mich gefesselt hat. Aber die Verarbeitung von Fry in diesem Buch ist ziemlich deplatziert. Die Geschichte von Vita sollte die Spannung heben, rückte aber stark in den Hintergrund. Denn Lambert erzählte von Anfang an von der völlig falschen Zeit. Vita war nicht interessant, der Cliffhanger also völlig fehl am Platze.

    Und eigentlich ist die Liebesgeschichte, die im Klappentext angesprochen wird, nicht so spannend, wie man sich erhofft hat. Wenn auch die Geschichte und die damalige Judenverfolgung, sowie Lamberts Vorgeschichte mit Vita sehr belastend für den Beginn der jungen Liebe waren.

    Die Erzählungen von Varian Fry und seiner Organisation, die Begegnung mit bekannten Künstler-Namen und die geschichtlichen Aspekte waren sehr spannend. Doch ich habe das als Leser nicht in diesem Buch erwartet und die Handlung drum herum war zu diesem bedeutenden Thema etwas danebengegriffen. Ich habe bereits einen Roman gelesen, der die Judenverfolgung und die Flucht aus Paris thematisiert hat und dabei Tränen in den Augen gehabt. Da war ich regelrecht ergriffen von der Geschichte und der Umsetzung. Hier wusste ich allerdings nicht so recht etwas damit anzufangen.

    Ich hatte das Gefühl die Autorin wollte unbedingt Varian Fry in einem Roman thematisieren und hat zwanghaft versucht einen passenden Künstler hinein zu basteln. Leider ist das nicht sehr gut gelungen.

     Das Buch konnte mich nicht wirklich begeistern, auch wenn das Grundthema sehr interessant war.

  21. Cover des Buches Unterm Birnbaum (ISBN: 9783150196038)
    Theodor Fontane

    Unterm Birnbaum

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Auf den ersten Seiten hatte ich einige Probleme mich umzustellen vom Ton der Fontaneschen Gesellschaftsromane auf diese Kriminalgeschichte. Der Ton erinnerte mich stark an die "Judenbuche". Und auch inhaltlich gibt es Ähnlichkeiten, nicht nur wegen der Bedeutung von Bäumen. Nein, beide schreiben eine ganz eigene Art von Krimi, in dem nicht Tage, sondern Jahrzehnte vergehen, bis die Tat aufgeklärt wird. In beiden Geschichten ist es dann auch zu spät, Richter über den Fall Recht sprechen zu lassen. "Unterm Birnbaum" ist ein etwas anderer, aber durchaus lesenswerter Teil des Fontaneschen Gesamtwerks.

  22. Cover des Buches Celfie und die Unvollkommenen (ISBN: 9783440151945)
    Boris Pfeiffer

    Celfie und die Unvollkommenen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: MariaAnders
    Nach einem etwas längeren Einstieg hat mir das Buch dann doch noch sehr gut gefallen. Ich finde aber, dass es erst für Kinder ab 10 (zum Vorlesen) oder 12 (zum Selberlesen) geeignet ist, denn ich persönlich würde es unter der Kategorie Jugendbuch laufen lassen (nicht Kinderbuch). Selbst ich als erwachsene Leserin habe einige Seiten benötigt, um mich einzufinden, es ist anfangs nicht leicht zu verstehen, auch etwas chaotisch, aber dann so nach 3, 4 Kapiteln hatte ich mich dran gewöhnt und alles wurde klarer. Ein sehr schönes Buch, bei dem es auch um Freundschaft und Wertevermittlung geht.
  23. Cover des Buches In Too Deep: A New Zealand Enemies to Lovers Second Chances Romance (Due South Series Book 1) (ISBN: 9780473272166)
    Tracey Alvarez

    In Too Deep: A New Zealand Enemies to Lovers Second Chances Romance (Due South Series Book 1)

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Deengla

    Kurzmeinung

    Warum denn immer USA oder England? Hier ist Chicklit aus Neuseeland, die mich überzeugt hat.

    Inhalt

    Piper, Polizistin in Wellington, fliegt für sechs Wochen zurück zu ihrer Familie nach Stewart Island - eine kleine, abgelegene Insel im Süden Neuseelands. Denn ihr Bruder, der das Tauchgeschäft ihres verstorbenen Vaters übernommen hat, steckt in Schwierigkeiten.

    Damit nicht genug, wird sie auch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert: mit ihren Schuldgefühlen hinsichtlich des Tods ihres Vaters, alten Freunden, die sie vor neun Jahren mit ihrem Umzug nach Wellington hat fallen lassen, und nicht zu vergessen Ryan Westlake, genannt West: Besitzer des einheimischen Pubs, beliebt bei jedermann, und ihre erste große Liebe.

    Meine ausführlichere Meinung

    Ich war zugegeben etwas skeptisch, als mir das Buch bei amazon vorgeschlagen wurde, waren die Bewerungen doch auffallend gut und das Cover für mich mehr als abschreckend. Jedoch war es ( Stand Januar 2016) als kostenloses eBook erhältlich, ich hatte also nichts zu verlieren.

    Ich wurde wirklich sehr positiv überrascht! Das Cover passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu den Figuren, sind es doch normale Menschen wie du und ich mit all ihren Fehlern und Problemen. Die Charaktere sind wirklich liebenswert und hatten mein Herz schnell für sich gewonnen.

    Doch auch die neuseeländische Kulisse kommt gut zur Geltung sowie die Grundeinstellung der "Kiwis". Das war für mich quasi das i-Tüpferl! Die meiste Zeit spielt das Buch auf Stewart Island, doch auch Wellington wird vorgestellt.

    Gut fand ich auch, dass auf realistische Weise dargestellt wurde, mit welchen Komplexen manche Figuren sich quälen bzw. welche Missverständnisse oder Schmerzen verursacht wurden, obwohl man ja wirklich nur die besten Absichten hatten. Auch das Berufsleben spielt eine zentrale Rolle und wird nicht - wie in vielen anderen Chicklit-Büchern - kurz und knapp abgefertigt. Dialoge und Schreibstil gefielen mir ebenfalls und das Buch hatte ich dann auch in einem Rutsch durch.

    Fazit

    Mein Tipp für Chicklit- und Neuseeland-Fans! Rundum gelungen. Sicherlich kein literarisches Meisterwerk, aber schöne Unterhaltung.


  24. Cover des Buches Töchter der See (ISBN: 9783837129182)
    Nora Roberts

    Töchter der See

     (12)
    Aktuelle Rezension von: 78sunny

    Dies ist nun der dritte Teil der Reihe. Es ist schön, wenn man bereits die anderen Teile der Reihe gelesen hat, es ist aber kein Muss. Die Reihe handelt zwar von einer Familie, aber die einzelnen Bände konzentrieren sich sehr auf das jeweilige Paar. Hier ist es allerdings wirklich schöner die anderen Bände bereits gelesen zu haben, da Shannon am Anfang der Reihe noch nicht mal bekannt war und sich einiges in der Familie tut.


    Inhaltlich geht es dieses mal um Shannon und Murphy. In Band 2 wurde ja bekannt, dass Brianna und Maggie eine Halbschwester haben. In diesem Band lernt man diese kennen. Es ist nicht alles Eitel Sonnenschein als Shannon diese Nachricht bekommt und es dauert eine ganze Weile ehe sich die Schwestern richtig aneinander gewöhnen. Das machte es aber interessant. Etwas nervig fand ich Shannons zickige Art am Anfang des Buches, aber das legte sich dann nach und nach. Ich hatte mich ja gerade auf diesen Band besonders gefreut, weil ich Murphy (männlicher Hauptcharakter) in den anderen Bänden schon lieben gelernt hatte. Anfangs war ich etwas enttäuscht, weil er etwas trottelig herüber kommt, aber das änderte sich bald und ich fand ihn wieder sehr interessant. In diesem Band wird es auch sehr übersinnlich, womit ich gar nicht so gerechnet hatte. Ich bin das zwar von der Autorin bereits aus anderen Reihen gewohnt und es bahnte sich schon in den anderen Teilen an, aber dass es noch solche Ausmaße annehmen würde, hätte ich nicht gedacht. Mir gefiel es aber wer Kitsch nicht mag, der ist hier an der falschen Adresse.


    Der Schreibstil der Autorin ist schon an vielen Stellen altbacken, aber es passt zum Genre. Man bekommt hier keine peppige Chicklit, sondern eher eine traditionellere Liebesgeschichte. Der Kitschfaktor ist sehr hoch, was mich stellenweise schon etwas abschreckte. Das kannte ich so von der Autorin nicht. Trotzdem über wog das Positive. Die Autorin schafft es ihre Charaktere sehr natürlich wirken zu lassen.


    Die Liebesgeschichte war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, weil ich mir für Murphy jemand lieberes und nicht so zickiges gewünscht hätte, aber es wurde dann ja besser. Zeitweise hätte ich Shannon auch gern geschüttelt, um ihr klarzumachen was sie da eigentlich aufgeben will. Murphy kämpft allerdings wirklich toll um Shannon und das gefiel mir sehr.


    Das Hörbuch wurde sehr gut gesprochen. Elena Wilms (die Sprecherin) kannte ich noch nicht, obwohl ich sehr viele Hörbücher höre. Von ihr würde ich definitiv wieder etwas hören, da sie jedem Charakter eine eigene Stimme verleiht und immer gut ersichtlich ist, ob wir es mit einer männlichen oder einer weiblichen Person zu tun haben. Die Sprecherin hat ein sehr angenehmes Lesetempo und eine gute Betonung. Es machte Spaß ihr zuzuhören.



    *Fazit:*

    4 von 5 Sternen

    "Töchter der See" hat mich genauso gut unterhalten wie die Vorgängerbände. Die Liebesgeschichte brauchte zwar etwas um mich zu überzeugen, aber dann war es wieder sehr schön zu lesen. Der Kitschfaktor war teilweise schon sehr hoch. Mir persönlich macht dies nicht so viel aus. Ich kann es jedem Liebesromanfan empfehlen. Obwohl ich mich auf diesen Band wegen Murphy besonders gefreut hatte, ist es nicht mein Lieblingsband der Reihe geworden. Dafür war mir Shannon anfangs zu zickig. Mein Lieblingsband der Reihe ist eindeutig "Töchter des Windes" (Band 2).


    Reihe:

    Töchter des Feuers

    Töchter des Windes

    Töchter der See

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks