Bücher mit dem Tag "mama"

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195 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.531)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung! Enthält Spuren von Spoilern.• Ein absolut berührendes und emotionales Buch welches einen den Alltag der Deutschen in der Zeit des zweiten Weltkrieges aufzeigt.
    Eine einzigartige Erzählweise, schreckliches, aber auch schrecklich schönes gepaart mit Freundschaft und Aufklärung. Ein Buch welches man gelesen haben sollte! Gänsehaut vorprogrammiert.

    Cover: Das Cover des Buches ist vom ersten Eindruck her sehr schlicht gehalten worden, aber dabei absolut aussagekräftig und auf seine ganz eigene Weise wunderschön.
    Der Hintergrund ist in einer tollen Farbe gehalten worden, die an altes Pergamentpapier erinnert, dadurch passt es natürlich wie die Faust auf's Auge zu dem Inhalt des Buches. :)
    Der Eyecatcher des Buches befindet sich jedoch in der Mitte- man erkennt ein kleines Mädchen, die rechts von dem Sinnbild des Todes an der Hand gehalten wird. Der Tod besteht aus einem Skelett und trägt einen schwarzen, dicken zerfranzten Umhang mit einer Kapuze. Das Mädchen hat zwei typische geflochtene Zöpfe und trägt ein gepunktetes Kleid. Sie ist barfuß.

    Schreibstil: Der Schreibstil des Autors war wirklich erfrischend anders.
    Insgesamt kann man ihn als sehr poetisch und philosophisch, mit Liebe zum Detail beschreiben. Das Buch war voller Metaphern und anderen sprachlichen Mitteln, so dass man wirklich mit klaren Kopf lesen muss. Ich würde sagen, dass es kein Buch ist, welches man eben mal Zwischendurch lesen kann.
    Nichts desto trotz, ließ es sich sehr angenehm lesen und es herrschte eine schöne, wenn auch beklemmende Leseatmosphäre. Anders kann man dieses Gefühl, welches einen ständig zwischen erwartungsvoller Spannung und beklemmender Hoffnung zurücklässt, nicht beschreiben.
    Ein wundervolles, besonderes Werk!

    Idee: Einfach Wow!
    Natürlich gibt es unzählige Bücher über den zweiten Weltkrieg. Aber dieses Buch ist für mich persönlich nochmal etwas ganz besonderes.
    Der Sprecher, der die ergreifende und tragische Geschichte über Liesel und ihre Liebsten erzählt, ist kein geringender als der Tod selbst.
    Liesel lernen wir schon als kleines Mädchen kennen und irgendetwas in ihr- vielleicht die Reinheit ihrer Seele, lässt den Tod neugierig werden. Ab sofort ist er ihr ständiger Begleiter. Kein Wunder also, dass er jeden ihrer Schritte mitverfolgt und uns berichten kann.
    Aber der Tod ist zunächst ganz anders als erwartet- er hat stellenweise soetwas wie Mitgefühl, ist oft zynischer als man denkt.. und er spoilert im Vorfeld soviele Tode, dass man ständig wenn etwas schlimmes passiert, unweigerlich die Luft anhält. Man fiebert mit Liesels Schicksal mit, denn in ihrem jungen Alter muss sich Liesel schon schrecklichen Schicksalsschlägen stellen. Aber man schließt auch dutzende andere Menschen, abgesehen von Liesel, ins Herz, die auch für sie eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielen.
    Dieses Buch erzählt den Alltag der ganz normalen Leute- deren Problematiken, der Hunger.. Der ständige Kampf von moralischen Konflikten.. Judenverfolgungen.. aber auch die Wichtigkeit von Familie und Freundschaften.
    Berührend.. tränenreich.. besonders!

    Kapitel: Von Kapitel zu Kapitel erfahren wir mehr über die Situation im zweiten Weltkrieg. Die Spannung steigt. Der Krieg scheint schließlich sogar Molching entgültig erreicht zu haben.. Wir erleben mit wie Liesel ihr erstes Buch stiehlt. Dann das zweite und schließlich das Letzte.
    Die Bücherdiebin zeigt uns eine ganz andere Welt- eine hoffnungslose, graue.. Fast schon grausame, aber greifbare Welt.
    Das Einzige was mich tatsächlich störte, waren einige sehr langatmige Stellen. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass die Story etwas auf der Stelle festhängen blieb. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Und der einzige Grund, warum ich leichten Punktabzug gebe.
    Das Ende hat mich komplett zerstört. Ich habe tatsächlich weinen müssen- obwohl uns der Tod, den ein oder anderen voraussagt, war es doch sehr schmerzhaft es schließlich doch erleben zu müssen.

    Charaktere: Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Sie wurden wundervoll mit Liebe zum Detail beschrieben.
    Unser Hauptcharakter ist natürlich Liesel- sie hat ein riesiges Herz, ist neugierig, mutig und leidenschaftlich. Ihre Freundschaft zu dem wildfang Rudi rein und echt. Man kann die beiden nur mögen- sie sind einfach naiv für ihr Alter, eben Kinder. Aber gleichzeitig müssen sie schon so erwachsen sein. Ihre Eltern Hans und Rosa Hubermann haben mich jedoch wohl mit am meisten berührt.
    Hans Hubermann ist ein ganz besonderer Mensch und ein wundervoller, einfühlsamer Vater. In jeder Sekunde wusste er wie er mit Liesel umgehen muss, was er sagen muss.. und war immer für sie da. Ein Mann der zu seinem Wort steht.
    Rosa Hubermann scheint eine etwas füllige, sehr imposante und auch schnell reizbare Person zu sein.. Sie meckert viel, ist laut und energisch. Aber hinter jedem "Saumensch", "Saukerl" oder was man auch sonst mit Sau verfeinern kann, steckt sehr viel liebe. Sie ist immer da, zwar im Hintergrund, aber allgegenwärtig.
    Und dann noch Max- voller unterdrückter Wut, aber auch Dankbarkeit und voller Freundschaft für Liesel, dass es weh tat.

    Mein Fazit: Ich vergebe absolut herzliche 4 Sternchen. Der Inhalt ist nicht nur wichtig, sondern auch lehrreich und emotional wachrüttelnt. Kann ich einfach nur wärmstens empfehlen.
    Eine Geschichte, die Bombennächte, Bücherverbrennungsabende und Judenmärsche beinhaltet, aber auch Freundschaft, Liebe und Hoffnung.

  2. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492301299)
    Emma Donoghue

    Raum

     (900)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Raum zu bewerten, ist tatsächlich nicht einfach. Die Geschichte wird aus der Perspektive des 5-jährigen Jack geschildert und sprachlich wurde es daher auch von der Autorin angepasst. Sehr wahrscheinlich um es authentischer wirken zu lassen. Und genau die Tatsache machte das Lesen auf Dauer etwas anstrengend. Zum Beispiel wurden Gegenstände personalisiert, indem Artikel weggelassen wurden.

    Die Geschichte ist gut und beängstigend real, wie man aus diversen Fällen der Kriminalgeschichte weiß. Jedoch mochte ich die Umsetzung nicht so gerne. Von daher gibt es drei Sterne von mir.

  3. Cover des Buches Der Herr der Ringe. Bd. 1 - Die Gefährten (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. 1) (ISBN: 9783608939811)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe. Bd. 1 - Die Gefährten (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. 1)

     (1.215)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Ich war ganz kurz davor, dieses Buch abzubrechen. Diese Überlegung bahnte sich schon nach den ersten 50 Seiten an. Ich hab lange an diesem Buch geknabbert und immer gehofft "Vielleicht wirds ja doch noch besser, das Ding ist nicht ohne Grund so beliebt."

    Und ich muss auch sagen, dass ich die Filme immer mal wieder gerne anschaue. Ich bin zwar kein Riesenfan des Franchises, aber manche Bilder der Herr der Ringe Filme haben sich schon in mein Gedächtnis gebrannt. Deshalb wollte ich auch mal die Bücher lesen. Als Fantasy-Fan muss man das ja sogar fast schon tun. Jetzt, da ich Teil 1 hinter mir habe (ja, ich gebe mir auch Teil 2 und 3 noch, trotz der folgenden negativen Assoziationen), bin ich umso verwirrter, was alle an diesen Büchern finden.

    Das fängt schon an mit der Einleitung. Viele viele Seiten lang wird auf die langweiligste Art und Weise berichtet, wie Bilbo den Ring gefunden hat und wer diese Hobbits eigentlich sind. Zwar irgendwo wichtig, aber direkt zu Anfang so mit Infodump vollgeschissen zu werden, nimmt einem echt die Lust. Leider passiert das immer wieder. Die Geschichte kommt zu einem Halt, weil irgendjemand oder gar der Erzähler selbst darstellen muss, was in diesem Land alles schon passiert ist. Auch das ist wichtig, aber es wird so extrem einschläfernd gemacht, dass ich häufig ganze Absätze übersprungen habe.

    Dazu kommt, dass wirklich jede Figur extrem geschwollen redet. Man merkt diesen Romanen wirklich an, dass sie in den 50ern geschrieben wurden, da hilft auch eine deutsche Übersetzung 50 Jahre später nichts. Das führt dazu, dass man sich zu keiner Zeit auch nur in einen Charakter hineinversetzen kann. Keine Emotionen zeigen sich, keine Gefühlsregung. Selbst als Gandalf stirbt, sagt einer "Ach, welch ein Verlust" und damit hat sich das auch. Und dieses geschwollene Geschwafel wird nicht zwingend besser, wenn wir bei den Elben sind. Das einzige was bei allen, und bei den Elben eben besonders, herüberkommt ist eine Arroganz, die wirklich mit allen Wassern gewaschen ist. Zwischendrin will man uns durch einen Nebensatz verkaufen, dass Gimli und Legolas jetzt gute Freunde geworden sind, obwohl sie kaum 10 Seiten zuvor noch heftigst gestritten haben. Eine Entwicklung suche ich hier vergebens.

    Während des Buches will uns Tolkien einerseits von der Dringlichkeit des ganzen Unternehmens überzeugen, indem er Charaktere immer wieder sagen lässt, wie stark Saurons Macht doch geworden ist und welche Schrecken im Land herumlaufen. Andererseits scheinen es unsere Helden gar nicht eilig zu haben, obwohl ihr Weg lächerlich lange ist (eine Fahrt auf einem Fluss gegen Ende des Buches weitet sich fast auf zwei Wochen aus). Gerade dann sollte man doch hinne machen. Aber nein, die machen es sich alle gemütlich. Das läuft dann ungefähr so ab:

    "Hey Frodo, ich bin's Gandalf. Erinnerst du dich noch an den Ring, der Bilbo gehört hat, den er dir vor mehreren Jahrzehnten gegeben hat und ich schon damals ein schlechtes Gefühl hatte? Stellt sich raus, ist der Ring der Macht. Geh mal aus dem Auenland fort, der Ring ist hier nicht sicher. Warum? Weil halt. Wann du gehen sollst? Keine Ahnung, verbring ruhig noch ein paar Monate, wenn nicht Jahre mit der Planung deines Abschieds. Dann reist du gemütlich die nächsten Wochen und Monate durch das Land und in Bruchtal chillen wir dann auch mindestens noch eine Woche, obwohl Elrond die ganze Zeit sagt, wie wichtig es doch ist, sofort aufzubrechen. Wenn ich dann tot bin, stellt ja sicher, dass ihr auch in Lothlorien nochmal mindestens drölf Nächte verbringt. Und weil die Zeit da offensichtlich anders vergeht, werden daraus locker anderthalb Monate. Ach und ganz vergessen: Während der Reise lasst euch auf keinen Fall von Gollum ablenken, der uns die ganze Zeit folgt und uns extrem gefährlich werden könnte - was wir natürlich alle wissen aber ignorieren. Sehr gut, bis zum nächsten Mal. Gandalf der Graue/Weiße."

    Dann steht noch im Raum, dass scheinbar jeder jeden kennt und sich instant vertraut wird (oder wie eben bei Legolas und Gimli in einem Nebensatz eine Freundschaft etabliert wird). Wenn wir dann mal endlich auf die Gefahren treffen, sind die meistens so sterbenslangweilig beschrieben, dass da auch stehen könnte: "Unserer Helden besiegen die Bösen." Spannung, richtig?

    Und das absolut Schlimmste, das was ich immer wieder wirklich übersprungen habe, sind die unendlich nervigen Lieder. Alle 10 Seiten kommt irgendein Charakter auf die Idee, ein Liedchen zu schmettern. Und manchmal geht das Lied auch über 5 Seiten lang. Ist das für die Story wichtig? Nein. Charakterisiert es jemanden? Nein, denn alle singen ständig. Bilbo geht mit seiner Fixierung auf Geschichten und Lieder sogar so weit, dass er Frodo vor seiner Abreise aus Bruchtal mehrmals sagt, dass er sich auch ja alles merken soll, sonst kann man da ja keine Geschichten draus machen. What? Dein Neffe geht auf eine Reise, von der er vielleicht niemals wiederkehrt, weil er deinen blöden Ring bekommen hat und du sagst sowas? 

    Ich kann wirklich nicht verstehen, warum diese Geschichte so gehyped wird. Die Filme haben das alles wenigstens in ansprechende Bilder verpackt und unnötige Szenen herausgeschnitten. Aber das Buch ist wirklich eine Bruchlandung vom Feinsten. Mal schauen ob Teil 2 genauso schlimm wird.

  4. Cover des Buches Zweite Chancen (ISBN: 9783453418547)
    Monica Murphy

    Zweite Chancen

     (331)
    Aktuelle Rezension von: Maria_Schulze

    Ich war total vom ersten Band begeistert und hab mich sehr gefreut als eine Freundin mir den zweiten Band dann zu meinem Geburtstag geschenkt hat. Leider hat mich der zweite Band nicht so sehr wie der erste Band fesseln können. Wiederholt habe ich über Wochen das Lesen unterbrochen und war mir nicht sicher, ob ich es zu Ende lesen wollte. Letztendlich habe ich es doch gemacht, aber insgesamt konnte das Buch nicht an den ersten Band anknüpfen. 

    Es gab trotzdem aber auf jeden Fall gute Momente. Die Liebesgeschichte der beiden entwickelt sich weiter. Es gibt Höhen und Tiefen. Mir gefällt es, dann man an manchen Stellen mehr über den Bruder erfährt. Trotzdem war vieles einfach vorhersehbar. 

    Immer noch frage ich mich:
    War es wirklich Drews Kind oder nicht?
    Was ist mit der Mutter passiert?

    Deshalb gibt es von mir "nur" 3 von 5 Sternen.

  5. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: 9783596169221)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

     (1.232)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Geschichte des kleinen Oskars auf der Suche nach Antworten hat mich sehr mitgenommen. Ich musste immer wieder innehalten und nachdenken. Nichts zum eben mal durchlesen. Sehr bewegend und emotional.

  6. Cover des Buches Jamaica Lane - Heimliche Liebe (ISBN: 9783548286358)
    Samantha Young

    Jamaica Lane - Heimliche Liebe

     (583)
    Aktuelle Rezension von: Booksworld_lightdark

    Meine Meinung:

    Jamaica Lane ist der dritte Band der Edinburgh Love Stories von Samantha Young. Das Buch erzählt eine Friends to Lover Geschichte. Das Buch handelt von der schüchternen und unerfahrenen Olivia und ihrem besten Freund und Womanizer Nate. Um Olivia mit ihrem Crush weiterzuhelfen, nähern sich Olivia und Nate an, soch es bleibt nicht lange bei nur rein freundschaftlichen Gefühle, doch Nates Vergangenheit holt ihn immer wieder ein und lässt ihn nicht los.

    Samanthas Schreibstil ist super flüssig und die Dialoge zwischen Nate und Olivia sehr erfrischend und tiefgründig. Generell sind die Charaktere in der gesamten Reihe realistisch und trotzdem liebenswert. Jeder Band der Edinburgh Reihe handelt von unterschiedlichen Protagonisten einer Freundesgruppe. Beispielsweise lernte man sowohl Nate als auch Olivia in dem zweiten Band der Reihe kennen. Es ist aber nicht notwendig diese zuvor gelesen zu haben. Das Buch scheint ein bereis oft gesehenes und häufig beschriebenes Thema zu sprechen, dabei ist es noch sehr viel mehr.

    Ich kann sowohl dieses Buch, als auch die ganze Edinburgh Love Stories Reihe herzlich Empfehlen. Die Geschichten bringen Feuer, Liebe, Tiefgründigkeit und auch erfrischende Momente mit sich!✨

    Mein Lieblingszitat:

    “Was sind Eriketten?”
    “So eine Art unsichtbarr Aufkleber, die andere Leute auf dich draufkleben und auf denen steht, was sie in dir sehen. Aber es spielt keine Rolle, für wen oder was andere dich halten. Es spielt nur eine Rolle, für wen oder was du dich hälst.”

    5 von 5 🌟

  7. Cover des Buches Sieben Minuten nach Mitternacht (ISBN: 9783442485345)
    Patrick Ness

    Sieben Minuten nach Mitternacht

     (808)
    Aktuelle Rezension von: rebell

    Inhaltsangabe: Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber das jagt Conor keine Angst ein. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter so schwer krank ist. Das wilde und weise Monster aber wird Conor in seinen Albtraum begleiten und ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit hinter seinem Schmerz!


    Cover: Da ich die Filmausgabe besitze mit dem Plakatfoto als Cover, kann ich nicht viel dazu sagen. Es zeigt eine Szene aus dem Buch/Film wieder und passt an sich auch sehr gut. Mehr der Titel ist es der einen in den Bann zieht.


    Sichtweise/Erzählstil: Conor's (Lebens-)Geschichte erleben wir als Leser von Außen. Trotzdem geht die Geschichte einem Emotional sehr nahe und lässt einen nicht los.


    Spannung/Story: Die Geschichte geht direkt los. Wir lernen Conor, die Krankheit seiner Mutter und das Monster während der ersten Kapiteln kennen. Auch wenn es nie ausgesprochen wird, ahnt man bereits woran Conor's Mutter leidet und weiß aufgrunddessen auch wie dieses Buch ausgehen wird. Trotzdem gibt einem dieses Buch so viel und gleichzeitig fragt man sich immer wieder "Warum?" ...

    Auf diesen wenigen Seiten werden Verlust, Trauer, aber auch Hoffnung zu einer Achterbahnfahrt. Immre wieder hat man den Drang Conor am liebsten zu Umarmen und zeitgleich teilt man seinen Schmerz und weiß genau was er durchmacht. Ich selbst konnte seine innere Zerrissenheit selbst nachempfinden, da ich es selbst schon mehrfach erlebt habe.

    Patrick Ness hat es einfach unglaublich gut geschafft durch den Schreibstil und die Szenerie Emotionen in einem wachzurufen, die man gerne verdrängt.
    Am Ende des Buches habe ich nur noch geweint und auch jetzt lässt es mich im nachhinnein immer noch nicht los. Aber dennoch gibt es einem das Gefühl nicht alleine zu sein mit seiner Trauer und das man es schafft, diese zu überwinden.


    Fazit: Emotional tiefgehend und eine Thematik, die jeden beschäftigt.

  8. Cover des Buches Der Herr der Ringe. Bd. 2 - Die zwei Türme (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. 2) (ISBN: 9783608939828)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe. Bd. 2 - Die zwei Türme (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. 2)

     (1.026)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Es geht weiter beim Herrn der Ringe und ich bin weiterhin maßlos enttäuscht und gelangweilt.

    Nachdem sich Frodo und Sam von der Gruppe getrennt haben, wird im ersten Kapitel direkt so emotionslos wie es nur geht, der Tod Boromirs abgehandelt. Eine Szene, die mich im Film stark bewegt hat, umfasst hier gerade so eine Dreiviertelseite und endet mit den tiefgründigen Worten Aragorns: "Oh weh."

    Ja, oh weh, was für eine Grütze. Nachdem ich jetzt zwei Drittel dieses angeblich so tollen Epos gelesen habe, frage ich mich wirklich, wie die Filme es geschafft haben, doch so gut zu werden. Ich war nie ein Riesenfan dieser meist ja sehr langen Blockbuster, aber je mehr ich vom Buch lese, desto besser finde ich die Filme, weil sie alles so viel besser machen. Denn die eben beschriebene Emotionslosigkeit findet man ständig im Buch. Keine Freude wird beschrieben, keine Furcht, keine Traurigkeit. Das höchste der Gefühle ist, wenn statt "sagte er" mal "brummte er" oder "wimmerte er" nach einem gesprochenen Satz steht.

    Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Während im ersten Teil der Kampf gegen Isengart abgearbeitet wird, folgt man in Teil zwei Frodo und Sam, die sich nach Mordor durchschlagen wollen. Im zweiten Teil wird es mit der Beschreibung der Gefühle etwas besser, aber auch nicht wirklich zufriedenstellend. Meistens bleibt es hier auch bei Sorgen, Angst und Misstrauen, die mal am Rande erwähnt werden.

    Zugegeben: Der zweite Teil dieses Buches hat mich etwas besser unterhalten, was ich erstaunlich fand, da ich die Szenen mit Frodo und Sam in den Filmen meistens als die schwächeren empfand. Das Positive liegt vor allem an Gollum, der durch seine geteilte Persönlichkeit durchaus einen interessanten Charakter darstellt. Allerdings nervt seine Art zu reden auf Dauer etwas und außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht durch die Filme etwas zu positiv voreingenommen bezüglich Gollum bin.

    Ohnehin habe ich das Gefühl, dass ich viele Szenerien und Abläufe bestimmter Szenen nur so bildlich im Kopf habe, weil ich die Filme gesehen habe. Vor allem bei Helms Klamm und dem Weiher, in dem Gollum planscht, ist mir das aufgefallen. Tolkien beschreibt zwar viel und ausführlich, aber allein dadurch schaffe ich es nicht, mir die Szenerie bildhaft vorzustellen. Helms Klamm war ohnehin eine herbe Enttäuschung. Die epischste Schlacht der Trilogie ist in nur 10 Seiten abgehandelt. Der zweite Film hat sich fast 40 Minuten für diese Schlacht Zeit gelassen. Im Buch steht das dann ungefähr so da:

    Aragorn und Eomer kämpfen, bis sie müde sind und auch dann kämpfen sie noch weiter. Legolas und Gimli tauschen emotionslose und erstaunlich unlustige Deathcounts aus. Die Orks sind zahlreich. Aragorn und Eomer sind müde ... ah ne, hab ich ja schon gesagt. Legolas und Gimli tauschen ... shit ... ähm ... Die Orks werden nicht weniger und ... ach fuck it! Gandalf kommt und abakadabra, ich bin ein Zauberer und mache zauberhafte Dinge. Schlacht vorbei, wir haben gewonnen, Auf Eorlingas oder so.

    Ich war maßlos enttäuscht. Ich hatte richtig auf dieses Kapitel hingefiebert und dann war es so ein Reinfall. Fast noch besser ist da die "Schlacht" der Ents gegen Isengard. Die bekommen wir nämlich nur etwas lapidar erzählt von Pippin und Merry, beim drölften Frühstück versteht sich, denn die Hobbits können offensichtlich nur ans Essen denken.

    Was mich zu den Charakteren bringt, die allesamt einfach nur flach bleiben - zugegebenermaßen habe ich da keine großen Offenbarungen erwartet. Zu keiner Zeit scheint sich ein Charakter von einem anderen abzuheben (erneut mit der Ausnahme von Gollum). Und die Hobbits regen mich mit jedem Teil mehr auf. Dummheit und Naivität scheinen nicht auszureichen, diese Rasse zu beschreiben. Eine gefährlich aussehende Glaskugel? Muss berühren! Gollum endgültig aus der Welt schaffen, damit man seine Ruhe hat? Quatsch, lass ihm mal komplett vertrauen. Ein Geheimnis bewahren? Den Begriff kenne ich nicht. Alles, wirklich alles Schlimme dieser Trilogie ist auf die Unfähigkeit dieser Hobbits zurückzuführen.

    Ich musste mich teilweise zwingen dieses Buch weiterzulesen. Und natürlich hilft es nicht, wenn man am Ende der Seite den Anfang schon wieder vergessen hat. Denn das Wort "Spannungsaufbau" hat Tolkien vermutlich niemals gehört. Das gesamte Buch wird damit zäh, eintönig und (wie in Teil 1) mehr ein Bericht als irgendetwas anderes. Ich wollte eine Geschichte, eine Erzählung lesen - nicht die eintönigen Texte aus dem Schulgeschichtsbuch.

  9. Cover des Buches Ewig Dein (ISBN: 9783552061811)
    Daniel Glattauer

    Ewig Dein

     (609)
    Aktuelle Rezension von: Bibliokate

    Daniel Glattauer hat es meiner Meinung einmal wieder geschafft. Er erzählt in seinem Roman "Ewig dein" eine Geschichte die man unbedingt weiterlesen muss wenn man einmal angefangen hat. Die Handlung dreht sich um Judith die im Supermarkt scheinbar ihrem Traummann begegnet. Er ist gutaussehend, erfolgreich, Single und versteht sich sogar mit ihren Freunden. Was ihr allerdings nicht auffällt ist das Hannes sich still und heimlich in ihr Leben schleicht und eine regelrechte Obsession entwickelt was Judith angeht. Als immer offensichtlicher wird wie Problematisch diese Beziehung zu einem Menschen wie Hannes ist versucht Judith sich von ihm zu lösen, doch das ist leichter gesagt als getan mit einem Mann der einen buchstäblich nicht aus den Augen lässt.


    Dieser Roman hat mir durchgehend Gänsehaut verschafft und ich war begeistert und abgestoßen zugleich. Begeistert von der Schreibweise Glattauers, der Art wie die Geschichte erzählt wird und der Spannung die erzeugt wird. Abgestoßen hat mich die Art der "Beziehung" die man schon eher als Besessenheit oder Stalking bezeichnen müsste. Ein großartiger Roman der es schafft sehr viel Emotionen zu erzeugen. 

            

  10. Cover des Buches Der Herr der Ringe. Bd. 3 - Die Rückkehr des Königs (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. 3) (ISBN: 9783608939835)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe. Bd. 3 - Die Rückkehr des Königs (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. 3)

     (1.018)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Auf zu Teil 3 des "epischen Klassikers". Yay.

    Teil 1 und 2 waren schon die reinste Katastrophe für mich. "Die Rückkehr des Königs" (bzw. Wiederkehr in meiner Übersetzung) setzt dem ganzen aber noch die Krone auf - wortwörtlich.

    Ich habe Teil 3 mehrfach unterbrochen. Ich habe bei einigen Leserunden eBooks gewonnen und deshalb Herr der Ringe erst einmal hinten angestellt. So etwas mache ich wirklich selten, aber hier ist es ganze 3 Mal beim gleichen Buch passiert. Und es wäre fast wieder passiert, aber ich habe mich gezwungen, das Ding endlich zu beenden.

    Jetzt habe ich also die gesamte Trilogie gelesen, das Werk, das so extrem gefeiert wird, tausende andere Geschichten inspiriert hat und den Namen Tolkien fast schon einer Auszeichnung hat gleich werden lassen. Und trotzdem verstehe ich kein bisschen, warum diese Bücher das alles ausgelöst haben. Denn für mich ist Tolkien einfach kein guter Autor.

    Denn auch im dritten Teil folgen wir wieder emotionslos wie eh und je den zum großen Teil unsympathischen Charakteren. Und wenn mal etwas interessantes passiert, wie eine Schlacht oder die Rückkehr Faramirs, der von Gesocks verfolgt wird, wird uns das nur halbgar serviert. Statt mitten in der Action zu sein, diese auszukosten und zu zelebrieren, wird uns durch Pippin und irgendeiner Wache berichtet, was passiert:

    "Faramir reitet voran, sieh hin." - "Ja, ich sehe es, oh Pippin, er wird verfolgt von schrecklichem Gesocks." - "Oh weh, da wird er vom Pferd gerissen. Aber da kommt Gandalf, der Zauberer und macht zauberhafte Dinge." - "Faramir ist gerettet, welch ein Freudentag!"

    Anstatt uns direkt in die Action mitzunehmen oder sie uns zumindest spannend und direkt zu beschreiben, wählt Tolkien den Sportmoderator. Und zwar den langweiligen, denn Sportmoderatoren wissen wenigstens, wie sie Spannung aufbauen, wenn sie berichten, was auf dem Feld passiert - Tolkien nicht.

    Zwischendurch hatte ich dann noch das Gefühl, die Bibel zu lesen. Ich habe nichts gegen die Bibel, aber wenn ich die Bibel lesen will, dann nehme ich die in die Hand und nicht Herr der Ringe. Manche Sätze könnten wirklich eins zu eins aus der Bibel stammen. Vor allem, wenn Aragorn plötzlich zu Jesus mutiert, weil "des Königs Hände heilen können" oder so. Man kann das Messias- oder Retterthema auch subtiler verpacken und spannender gestalten, ohne dass man das Gefühl hat, Tolkien war ideenlos und hat aus der Bibel teilweise Wort für Wort abgeschrieben.

    Aber gut, irgendwann ist dann auch der RIng zerstört, zum Glück ist diese Tortur endlich vorbei und - ah ne, noch über 120 Seiten übrig nachdem der Ring zerstört wurde. Weil Tolkien das Ende offenbar genauso aufschieben wollte, wie ich das Lesen des Buches, hat er sich gedacht: Lassen wir mal alle Charaktere noch stundenlang labern, emotionale Abschiede (zumindest wollen sie das sein) halten wir aber maximal eine Seite lang und dann passiert noch irgendwas im Auenland. Auch das ist natürlich ohne jegliche Spannung und einfach nur dahinter geklatscht. Der große Bösewicht (der übrigens nie persönlich in Erscheinung tritt) ist doch schon besiegt, der Höhepunkt überschritten. Das ist einfach schlechtes Storytelling und schlechtes Pacing, denn ich will eigentlich nur zum Ende kommen. Vor allem wird nach Saurons Fall alles darauf ausgelegt, dass das Ende der Geschichte nah ist. Das ist, als würde man nach Salat, einem saftigen Steak und einem süßen Nachtisch noch eine Tiefkühlpizza vorgesetzt bekommen. Wobei zugegeben: Die Geschichte davor war alles andere als ein gutes 3-Gänge-Menü mit saftigem Steak - eher fettiges und maximal lauwarmes Fast-Food.

    Alles in allem bin ich einfach nur extrem enttäuscht und verwirrt. Diese epische und tolle Geschichte, die alle lieben, existiert nicht. Der hochgelobte Tolkien ist für mich nicht einmal ein mittelmäßiger Autor, weil er so ziemlich alles, was gutes Storytelling ausmacht, komplett ignoriert.

    "Der Herr der Ringe" als Gesamtwerk ist einfach nur langweilig, von Emotionen und Spannung fehlt jede Spur und die Figuren sind so unsympathisch und/oder dumm, dass es weh tut und einfach nur nervig ist. Bevor ich das alles gelesen habe, war ich mir sicher: Man muss es mal gelesen haben. Jetzt denke ich nur: Warum habe ich mit dem ganzen Quatsch eigentlich meine Zeit verschwendet?

  11. Cover des Buches Garou (ISBN: 9783442473595)
    Leonie Swann

    Garou

     (480)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Diesmal hat es die Herde nach Frankreich verschlagen, da gibt es Ziegen (wer braucht so was?), tote Rehe (unheimlich) und den Loup Garou….

    Genügend Stoff für ein weiteres Abenteuer und jede Menge Schafslogik.

  12. Cover des Buches Das Buch der verlorenen Dinge (ISBN: 9783548609225)
    John Connolly

    Das Buch der verlorenen Dinge

     (271)
    Aktuelle Rezension von: chaosXcontrol

    Auf ,,Das Buch der verlorenen Dinge" bin ich eher zufälligen gestoßen, doch das Cover mit seiner krummen Schrift und den schnörkeligen Ranken zog direkt meine Aufmerksamkeit auf sich.

    Die Einleitung der Geschichte ist recht lang, doch das fällt gar nicht störend auf, im Gegenteil: Man lernt den zwölfjährigen David kennen, dessen Welt gleich zu Beginn schon aus den Fugen gerät. Seine Mutter liegt im Sterben und auch nach ihrem Tod ist der Junge natürlich nicht bereit, sie loszulassen. Als sich sein Vater schließlich kurz darauf neu verliebt und David auch noch einen kleinen Bruder bekommt, fühlt er sich nun vollends fehl am Platz und ungeliebt. Sich in seine geliebten Bücher flüchtend, isoliert er sich mehr und mehr von der Außenwelt und findet sich bald in einer Welt wieder, die ihm fremd und doch vertraut zugleich ist...Und hier beginnt die eigentliche Geschichte. Zu erwähnen ist noch, dass die Handlung zeitlich während des zweiten Weltkrieges spielt.

    Inhaltlich ist das Buch sehr schön aufgebaut; es gibt einzelne, teilweise recht episodenartige Kapitel, die allesamt eine sehr schöne Länge haben und das Buch sehr flüssig lesen lassen. Besonders hervorstechend ist meiner Meinung nach der Erzählstil - zwar sieht man die Geschehnisse größtenteils aus den Augen des Protagonisten, erhält aber ziemlich wenig Einsicht in seine Gedankenwelt. Stattdessen wirkt die komplette Handlung aus der Sicht eines Erzählers wiedergegeben, wodurch eine wirklich schöne Märchenatmosphäre entsteht, die die den Charm des Buches ausmacht.

    Man lernt auf der Reise des Jungen viele gute und auch bösartige Menschen sowie menschenähnliche Wesen kennen. Einige unterstützen David, der sich in dieser Fremde anfangs sehr verlassen fühlt, andere haben ihre eignenen, unschönen Absichten. Und wieder andere kommen einem auch schwer bekannt vor: so beispielsweise die sieben Zwerge, die sich um eine außerordentlich unfreundliche Schneewittchen kümmern oder das Lebkuchenhaus der bösen Hexe aus Hänsel und Gretel. Doch schnell ist klar, dass sich die klassischen Märchen hier etwas anders zutragen, denn der Autor lässt eigene, sehr interessants Aspekte mit einfließen.

    Alles in allem war dieses Buch - dieses Märchen - mal ein Leseerlebnis der etwas anderen Art. Der Autor versteht sich wunderbar darauf, unsere Welt mit der Welt der Märchen zu verbinden, woraus eine düstere, zwischendurch recht blutige, aber dennoch unglaublich spannende und auch schöne Geschichte entsteht!

  13. Cover des Buches Für alle Tage, die noch kommen (ISBN: 9783426518496)
    Teresa Driscoll

    Für alle Tage, die noch kommen

     (148)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    Inhalt:

    Melissa ist 25 Jahre jung, hat eben erst den Antrag ihres langjährigen Freundes abgelehnt, obwohl sie ihn sehr liebt und erhält nun plötzlich ein Buch ihrer Mutter über einen Anwalt. Eleanor starb als Melissa 8 Jahre alt war an Krebs und hinterließ ihrer Tochter ein besonderes Rezeptbuch. Mehr als verwirrt darüber kann Melissa kaum mit diesem Geschenk umgehen. Das beeinflusst nun ihre Beziehung und ihr Leben und sie weiß nicht in welche Richtung es sie bringen wird.

     

    Schreibstil:

    Die Erzählung wechselt zwischen den Jahren, in denen die Mutter an Krebs erkrankte, wenige Monate nach ihrem Tod und der Gegenwart. Dazu wechselt die Perspektive zwischen Eleanor, Max (Vater) und Melissa. Dazwischen finden sich im Buch verschiedene Rezepte, Back-/Kochanweisungen und Tagebucheinträge von Mutter zur Tochter als junge Frau. Die Rezepte sind kursiv gedruckt, der restliche Text in der gleichen Druckschrift.

     

    Einschätzung:

    Die Idee hinter dem Buch hat mir gut gefallen. Der Klappentext versprach eine emotionale Geschichte und dies ist das Buch letztlich auch. Es ist traurig und ergreifend wie Eleanor Stück für Stück an ihren letzten Tagen und Wochen das Buch befüllt. Sie beschreibt den Moment, in dem sie den Knoten entdeckte, die Arztbesuche bis hin zum letzten. Sie schildert schöne Erinnerungen für ihre Tochter, dazu auch die Back- und Kochrezepte und unterstreicht das mit Fotos. Sie spricht ihre Tochter als junge Frau an, hat sie doch all die Jahre nicht erleben können, und stellt sich vor wie Melissa gerade im Leben steht. Teils hat sie gute Ratschläge und Gedanken, die Melissa ganz recht kommen.

    Die Story ist an sich gut, allerdings ist der Aufbau des Buches sehr schlecht gelungen. Leider ist der Verlauf der Erzählung sehr wirr und kaum strukturiert. Die Perspektive von Eleanor ist plötzlich mitten im Text der Gegenwart zu finden. Manchmal abgegrenzt durch das kursive Rezept, aber oftmals auch nicht ersichtlich. Max´ erstes Kapitel konnte ich nicht zuordnen, weil ich gar nicht wusste, wer er ist. In einem ist er in der Gegenwart, erzählt aber plötzlich von der Vergangenheit als ob es jetzt wäre.

    Manche Szenen werden aus dem Tagebucheintrag in die Zeit von Eleanor übertragen, ein paar Ereignisse somit aus zweierlei Sicht geschildert. Aber so eine richtige Reihenfolge konnte ich nicht feststellen. Manchmal ist Melissa an einer ganz anderen Stelle als Eleanor beim Schreiben. Es ist ziemlich wirr und durcheinander. Am schlimmsten ist wirklich beim Lesen, dass man nicht gleich erkennt, wenn sich plötzlich die Perspektive ändert. Mitten im Text, zwar im nächsten Absatz, aber unter der Überschrift des gegenwärtigen Jahres, wird aus Eleanores Perspektive erzählt. Das hindert enorm den Lesefluss, weil man nach Verwirrungen erst wieder umdenken muss.

    Der Handlungsstrang von Max war für mich leider wenig nachvollziehbar. Es sollte wahrscheinlich zeigen wie auch sein Leben vom plötzlichen Tod seiner Frau beeinflusst wurde und wie auch er nach vielen Jahren etwas Normalität wiederfindet. Aber wirklich notwendig war seine Lovestory nicht.

    Das ernste Thema rund um das vererbbare Krebs-Gen ist gut gewählt. Die Story wurde zum Ende auch nochmal richtig gut. Aber wie erwähnt schmälert der undurchschaubare Aufbau enorm das Lesevergnügen.

  14. Cover des Buches Die Mütter-Mafia und Friends (ISBN: 9783404160433)
    Kerstin Gier

    Die Mütter-Mafia und Friends

     (242)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Für mich ist es sehr schwer, dass Buch im Ganzen zu beurteilen, da es ja nicht nur aus verschiedenen Kurzgeschichten besteht, sondern auch jede von ihnen von einem anderen Autor/eine andere Autorin geschrieben wurde.

    Was mir schon mal sehr gut gefällt, ist, dass die Geschichte der Mütter-Mafia weiter geschrieben wird, denn die erste Kurzgeschichte handelt von ihnen. Auch viele der Kurzgeschichten gefallen mir sehr gut bis gut, wirklich gar nicht gefallen mir ein oder zwei. 

    Ich hab dieses Buch parallel gelesen bzw. immer zwischen zwei Büchern. Das funktioniert durch die nicht zusammenhängenden Kurzgeschichten auch echt gut. Ich habe richtig Freude an Kurzgeschichten bekommen. Gut fand ich auch, dass ich bei verschiedenen Autoren und Autorinnen "reinschnuppern" konnte.

    Das einzige, was mir weniger gefallen hat, ist, dass die Kommentare der Mütter-Society eher Mau ausgefallen sind. Da hätte ich gerne mehr von gelesen. 

    Es hat mich trotzdem gut unterhalten und öfters ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

  15. Cover des Buches Totentanz im Pulverschnee (ISBN: 9783462055115)
    Joe Fischler

    Totentanz im Pulverschnee

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Inspektor Arno Bussi wollte eigentlich Urlaub machen. Zugegeben nicht ganz freiwillig, aber was tut der brave Sohn nicht alles der Frau Mama zu liebe? So findet er sich beim alljährlichen Eisfestival in Maria Schnee wieder. Als die attraktive Eisprinzessin verschwindet und auch noch Erna Katz vom LKA Tirol erscheint, kann Arno es nicht lassen. Schließlich hat er Insider Wissen und kann den Kollegen doch nützlich sein. 

    Meine Meinung: Ein weiterer spritziger Krimi aus der Feder von Joe Fischler. Der Schreibstil passt zum Setting und man fliegt locker von Seite zu Seite. Der Autor verpackt im Krimi geschickt und unaufdringlich sowohl Gesellschaftskritik als auch seine eigene Kenntnis über "Land u. Leute" in Tirol. Auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz. 

    Der Protagonist Arno Bussi war mir in den ersten Bänden ja schon sympathisch. Das er manchmal regelrecht unmenschliches durchmachen muss sei dahingestellt. Auch die weiteren Personen sind gut dargestellt mit ihren Ecken und Kanten, sie waren sehr lebendig. Ich konnte mir die "Mama" oder Frau Katz mit ihrer "berliner Schnauze" richtig gut vorstellen. 

    Die Mischung zwischen privater Verwicklungen und Krimihandlung gelingen dem Autor meiner Meinung nach sehr gut. Es ergibt sich ein harmonisches Gesamtpaket.

    Nach einer kleinen Einführung geht die Geschichte flott voran und man möchte dranbleiben bis zum Schluss. Die Auflösung hat mich dann doch etwas überrascht und die Sache mit dem Fuchs war mir eindeutig ein Zufall zu fiel - aber ich verbuche das als künstlerische Freiheit. 

    Meine Meinung: Die Arno-Bussi-Reihe kann ich uneingeschränkt empfehlen und ich freue mich auf weitere Fälle mit dem Inspektor.

  16. Cover des Buches Ein Sommer fürs Leben (ISBN: B0747Z238J)
    Katie Jay Adams

    Ein Sommer fürs Leben

     (61)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Ein Sommer fürs Leben" von Katie Jay Adams habe ich auf Kindle Unlimited gelesen. Eigentlich kam ich eher durch Zufall an "Teil 3" heran, ohne zu wissen, dass es Teil 3 ist. Also habe ich mir kurzerhand Teil 1 und 2 digital besorgt. Um dann festzustellen, dass die Geschichten unabhängig voneinander sind und es auch um verschiedene Personen geht. Sei es drum.

    In diesem Band geht es um Emily Carsen, die nachdem ihr Ehemann verhaftet wurde, einen Neuanfang in ihrer Heimatstadt starten will und kurzerhand wieder bei ihrem alten Dad und der Schwester im Rollstuhl einzieht. Da sie kein Geld mehr hat, braucht sie einen Job. Ein unmoralisches Jobangebot wartet auch bereits auf sie, was sie aus der Not heraus auch annimmt. Emily soll ein streng gehütetes Rezept für eine Weinschorle herausfinden. Sie stößt auf Chris MacGowan, dem das Weingut gehört und den sie aus früheren Zeiten kennt. Auch  er bietet ihr einen Job an, wenngleich dieser nicht so "gut" ist. Dennoch nimmt sie ihn an, um an Informationen über das Rezept zu gelangen. Was sie nicht eingeplant hat: Die Gefühle, die sich zwischen ihr und Chris entwickeln. Und nun läuft natürlich alles aus dem Ruder.

    Es ist ganz und gar ein Liebesroman, weshalb der Leser auch auf ein Happy End hoffen darf. Ich persönlich habe dieses Buch sogar ein wenig besser und spannender gefunden als Teil 1.

    Das Buch erschien im Juni 2017 als E-Book. Ich meine es war Self-Publishing, da ich keinen Verlag entnehmen konnte.

    Das Buch war echt in Ordnung. Ich kann es demnach Liebesroman-Liebhabern empfehlen. 

  17. Cover des Buches Schmitz' Mama (ISBN: 9783596191109)
    Ralf Schmitz

    Schmitz' Mama

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Vivien_Wehling

    wie ich es beim Lesen selber gemerkt habe. Mein Mann dachte zwischenzeitlich ich wäre vom Exorzismus bedroht und suchte schon mal nach der Nummer eines Pastors - Kleiber Spaß an Rande-

    Das Buch empfand ich als noch lustiger, als das erste. Man bekam ein Gefühl VOB der familiären Situation Ralf Schmitz'. Ich muss sagen ich würde sie alle gerne kennen lernen, jedoch niemals bei seiner Mutter etwas essen wollen. ;) 

    Bei einigen Situationen konnte man nur zustimmend mit nicken. Bei anderen wäre ich ihm am liebsten zu Hilfe geeilt. :D 

    Ich muss auch sagen, dass das eingefügte Märchen ebenfalls einen kleinen, wenn auch nicht sehr bedeutenden Reiz ausübte. 

    Für mich ein gelungenes Buch. 

  18. Cover des Buches Sei schlau, stell dich dumm (ISBN: 9783404606696)
    Daniela Katzenberger

    Sei schlau, stell dich dumm

     (316)
    Aktuelle Rezension von: Sanylein

    In diesem Buch erfahren wir einiges über Danielas Leben bevor sie bekannt wurde.

    Ich fand es toll Daniela Katzenberger mal ganz anders "kennen zu lernen". Besonders ihre Teenie-Zeit ist unterhaltsam beschrieben. Trotzdem hätte sie auch ruhig tiefer beschreiben können wie sie in bestimmte Situationen gekommen ist Es kam insgesamt dann doch etwas zu oberflächlich und schnell abgehackt rüber. Unterhaltet tut einen das Buch aber trotzdem sehr.

    Das cover ist ganz ok, eben nichts besonderes. Insgesamt ist es etwas zu kindlich gestaltet. Ich finde es aber schön das Fotos abgebildet wurden, so kann man sich auch gewisse Szenen besser vorstellen.

    Für waschechte Fans ist dieses Buch sicherlich ein muss.

  19. Cover des Buches Theo (ISBN: 9783552061408)
    Daniel Glattauer

    Theo

     (120)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Wer ist Theo? Der Neffe des Autors Daniel Glattauer. Bei Theos Geburt fasste der stolze Onkel den Entschluss, das Kind beim Aufwachsen zu beobachten und jährlich ein Porträt über ihn zu schreiben. Als Theo 14 Jahre alt ist, endet das Projekt und er führt eine Revanche-Interwiew mit seinem Onkel.

    Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem gezeichneten Kind; auffällig durch die grüne Farbe.

    Dies war mein fünftes Buch von Daniel Glattauer – schon der Einstieg hat mich sehr amüsiert: „Als ich Theo kennenlernte, war er ein aussergewöhnlich kleiner Mensch. Er lag im Brutkasten, mass 47,5 Zentimeter Länge und behauptete 2‘570 Gramm Körpergewicht. Neugeborener ging es nicht.“ Klein Theo, das Wunschkind, kommt zu früh auf die Welt. Die Schwangerschaft selbst war angenehm, er reiste im fünften Monat sogar noch mit seiner Mutter, die als Ärztin arbeitet, nach Griechenland. Sie blieben dort drei Wochen. Es war nicht so aufregend.
    Sehr viele Kinder beherrschen das Weinen auf Abruf – so auch Theo: „Tränen sind für ihn Perlen der Taktik. Sie stehen auf Abruf bereit, treten blitzartig und kerzengerade aus den Augen und trocknen in Bruchteilen von Sekunden, wenn sie überflüssig geworden sind.“ Das Wort „Nein“ findet er – ebenso wie alle Gleichaltrigen – völlig unmöglich. Er würde ja nicht extra etwas verlangen, wenn er es nicht unbedingt bräuchte, oder? Also.
    Es gab wirklich viele sehr kurzweilige Passagen, so heisst z.B. die weitverbreitetste Rasse der Hunde „Der tut dir nix“. Klar. Sandkasten findet er doof (man wird „tmutzig“ – er hat Probleme mit „sch“), beim Spielen zu verlieren kann er nicht leiden. Ferraris sind toll, Mädchen überhaupt nicht.
    Wenn Theo findet, ein Thema sei nun ausreichend erörtert, sagt er schlicht „Genug.“. Wer nochmals nachhakt, dem wiederholt er mit mehr Vehemenz „Genug!“ und verlässt dann den Ort des Geschehens – die Erwachsenen begreifen ja so gar nichts!

    Es ist wahrlich nicht leicht, ein Kind zu sein… Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich musste auch immer wieder mal lachen, aber ein paar Seiten früher aufzuhören, hätte dem Buch nicht geschadet. Ich zitiere hier abschliessend nochmals Theo: „Genug“!
  20. Cover des Buches Das Mami Buch (ISBN: 9783815780015)
    Katja Kessler

    Das Mami Buch

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Leseglueck
    Cover
    Ich finde dieses Hardcoverbuch wunderschön. Es wurde mit viel Liebe gestaltet und hat ein passendes Lesebändchen in pink. Das Cover ist in leichten rosa und blau Tönen gehalten und der Einband fühlt sich fast wie Stoff an.

    Meinung
    Das Mami Buch besticht schon auf den ersten Blick durch sein Cover und hat auch einen ebenso tollen Inhalt zu bieten. Für werdende Mamis ist es ein toller Ratgeber mit den wichtigsten Infos. Es gibt tolle Fotos, eine wunderschöne Gestaltung und der Text ist meist knackig kurz mit den wichtigsten Infos geschrieben.

    Wenn man das Buch aufklappt gibt es gleich einen schicken Briefumschlag, der im Buch verankert ist für Ultraschallbilder. Auf den nächsten Seiten wartet ein nettes Vorwort der Autorin und danach folgt auch gleich das Inhaltsverzeichnis. Es gibt für jeden Schwangerschaftsmonat ein extra Kapitel und natürlich auch eins zur Geburt. Danach geht es dann weiter mit Kapiteln für jeden der ersten vier Tage danach, 1 Woche danach, 4 Wochen danach, 10 Wochen danach, 4 Monate danach, 6 Monate danach und zu guter Letzt 10 Monate danach.

    In dem Buch werden viele wichtige Themen angeschnitten. Da es so einige Bilder und Extras gibt, werden die Themen immer nur kurz angesprochen und wie ich finde reicht das auch völlig aus. Als Leser erfährt man so das Wichtigste und muss sich nicht durch zahlreiche Seiten voller trockenen Text durchlesen, bis man endlich zu den Wichtigsten Themen kommt. 

    Am besten haben mir dir Einträge in Tagebuchform gefallen, die auch immer in Handschrift abgebildet sind. Ich hatte sofort das Gefühl mich mit der Frau hinter dem Text verbunden zu fühlen. Diese Texte lockern das Buch noch zusätzlich auf und es schön so einen Einblick in die Gefühlswelt einer Frau zu bekommen. Das gibt dem Buch eine persönliche Note.

    Es gibt noch viele Überraschungen in dem Buch und ich war immer gespannt was auf der nächsten Seite auf mich wartet. So gibt es zum Beispiel ein Miniposter zum herausnehmen "Fit in der Schwangerschaft" oder ein kleines Heftchen auch zum herausnehmen "Die kleine homöopathische Hausapotheke für Mami und Baby". Das alles macht das Buch zu etwas Besonderen und hebt sich von allen anderen Schwangerschaftsratgebern ab. Mir hat es bis zum Schluss an keiner Info gefehlt und ich denke es ist auch ein tolles Buch zum Verschenken.

    Fazit
    Das Mami Buch von Katja Kessler ist mit seinen vielen Extras und Überraschungen etwas ganz Besonders und konnte mich begeistern. Die Inhalte sind kurz und knackig zusammengefasst so wie es mir gefällt. Wer von so einem Ratgeber allerdings eine halbe Doktorarbeit erwartet, sollte die Finger davon lassen. Ich vergebe 5 von 5 Bücher.
  21. Cover des Buches Urlaub mit Papa (ISBN: 9783423219099)
    Dora Heldt

    Urlaub mit Papa

     (552)
    Aktuelle Rezension von: Kunigunde-Bieberbach

    Renovierung, Papa und eine neue Liebe, was will man mehr.  Dora Heldt sorgt für die Lacher auf Ihre eigene Weise,  Die Situationskomik mit Papa und seiner Schrulligkeit ist wunderbar, die Liebesgeschichte allerdings etwas voraussehbar und konstruiert. Trotzdem, leichte Lektüre für einen schönen Sommetag im Garten. 

  22. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

     (1.532)
    Aktuelle Rezension von: Emili

    Ich frage mich, wieso ich das Buch nicht schon eher gelesen habe. Obwohl mir die Thematik bekannt ist, auch die Autorin Waris Dirie kenne ich aus verschiedenen Berichten und Dokus, ihre Biografie zu lesen, ist noch mal ganz anderes Erleben. Eine schonungslose Darstellung unmöglicher Zustände für Mädchen und Frauen in Afrika, bestialische Traditionen und erschreckende Tatsachen. Unvorstellbar auch die Statistiken, die besagen, dass die weibliche Genitalverstümmelung statt abzunehmen, zunimmt. Literarisch gesehen ist der Roman sicherlich keine hohe Kunst, wobei es durch und durch authentisch wirkt. Thematisch dafür um so mehr: ein erschütternder Bericht.

  23. Cover des Buches Liebe verletzt (ISBN: 9783733504328)
    Rebecca Donovan

    Liebe verletzt

     (295)
    Aktuelle Rezension von: Hannicake

    Emma hat sehr gute Noten, ist in mehreren Sportmannschaften der Schule und engagiert sich dort auch sonst viel. Das ist ein perfektes Leben, oder? Doch was niemand weiß, ist unter welchen Bedingungen sie bei ihrer Tante und ihrem Onkel lebt. Fünf Minuten Zeit zum Duschen, das Haus nur für schulische Aktivitäten verlassen und sonstige Termine nur wahrnehmen, wenn es rechtzeitig im Kalender eingetragen worden und sie vor 22 Uhr wieder Zuhause ist. Und als wäre das nicht schon genug, dient sie als Ventil für den Stress und die Aggressionen ihrer Tante. Niemand darf davon erfahren. Doch ist auf der Grundlage dieser Geheimnisse eine Freundschaft oder sogar mehr mit ihrem neuen Mitschüler Evan möglich?


    Der Schreibstil ist einfach geschrieben und sorgt dafür, dass man gut durch die über 500 Seiten kommt. Er spart jedoch keine Details aus, sodass wir Leser auch die grausamen Szenen beinahe hautnah miterleben und man teilweise das Buch kurz weglegen und durchatmen muss. Das sollte man sich vorm Lesen bewusst machen und wenn man damit aktuell nicht umgehen kann, das Buch vielleicht erst einmal nicht lesen. Aber abgelöst wird diese traurige Grundstimmung immer wieder von humorvollen und herzerwärmenden Szenen, sodass eine gute Balance gegeben ist.

    Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Emma. So erhalten wir einen guten Einblick in ihre Gedanken und können mit ihr mitfühlen – zumindest soweit es als Nichtbetroffener, Außenstehender möglich ist. Wenn man von außen betrachtet denken möge, dass sie schwach ist, weil sie sich keine Hilfe holt, so sorgt dieser Einblick in ihre Gedanken dafür, dass man nachzuvollziehen beginnt, warum sie diesen Weg nicht in Betracht zieht, sondern eher eisern alles hinnimmt und sich nicht helfen lässt. Ob das die richtige Entscheidung ist, ist eine andere Sache, aber so werden uns zumindest Emmas Beweggründe klar.

    Zu Beginn hat mich die Protagonistin teilweise genervt. Sehr oft ist sie ohne erkennbaren Grund, bei nur kleinsten Aussagen von Evan, wütend geworden, hat geschnaubt und ist zornig davongestapft. Und auch sonst hat sie an mehreren Stellen dramatisch reagiert. Doch zugleich hat dieses Verhalten wieder gezeigt, dass sie noch eine Jugendliche ist, was man angesichts der Tatsache, wie viel sie Zuhause ertragen muss und wie sie dies über sich ergehen lässt, oft vergisst.

    Evan ist ein wundervoller Charakter. Man merkt sofort, wie sympathisch er ist und wie er Emma Stück für Stück wieder zum Lachen bringt. Dass sich mehr zwischen den beiden entwickeln könnte, lässt der Klappentext schon vermuten und ist keine große Überraschung, aber die Umsetzung ist bis auf einige dramatischen und überreagierende Szenen schön und die Entwicklung der beiden zu lesen, wärmt das Herz.

    Auch Emmas beste Freundin Sara ist eine große Stütze und konnte mich sofort überzeugen. Auch wenn Emma ihr nicht immer alles erzählt, was bei ihr Zuhause los ist, so hat sie doch ein gutes Gespür dafür, wenn wieder etwas Schreckliches passiert ist und Emma ihre Hilfe braucht.

    Im Grundgerüst war die Geschichte relativ vorhersehbar, aber es gibt auch nach dem Ende noch einige offene Fragen, die auf die weiteren Teile gespannt machen. Auch, wenn ich mich zwischenzeitlich gefragt habe, ob diese Grundidee für drei Bücher ausreicht, so hat dieser Band doch gezeigt, dass dies der Fall ist, zumindest im Hinblick auf einen zweiten Band.


    Insgesamt ist es ein gut zu lesendes Buch, das ein ernstes Thema behandelt und durch dessen Beschreibungen sicher nicht für jeden etwas ist, das aber mit Ausnahme von einigen überdramatischen Szenen auch das Leserherz höher schlagen lässt. Wenn ihr eine gut zu lesende Liebesgeschichte sucht, die jedoch nicht immer nur rosig ist, sondern auch sehr ernste und erschreckende Seiten aufzeigt, so kann ich euch empfehlen, mal einen Blick auf diesen ersten Band der Trilogie zu werfen.

  24. Cover des Buches Ich, Eleanor Oliphant (ISBN: 9783838784120)
    Gail Honeyman

    Ich, Eleanor Oliphant

     (43)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Was für ein besonderes Vergnügen, die junge Eleanor kennen zu lernen. Halt, eigentlich darf ich das so gar nicht sagen, denn für sie würde mir sofort zu verstehen geben: „Für Sie, Ms. Oliphant.“ So ist sie, immer auf Distanz aber dabei stets korrekt und höchstdiszipliniert. Tja, bis sie „Ihn“ auf einer Bühne entdeckt. Der Mann, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen wird. Oder so glaubt sie zumindest. Doch als ihr Computer streikt und Raymond in ihr Leben tritt, ist auf einmal wieder alles ganz anders. Die schöne Routine, die große Ordnung … alles kommt ins Wanken … 

    Ich habe mich der Herausforderung gestellt herauszufinden, wie sie tickt und was sie umtreibt, die liebe Eleanor. Während ihre Kollegen sie hinter ihrem Rücken auslachen, wollte ich sie kennenlernen, so wirklich kennenlernen. Und so durfte ich sie und ihre wundersame Wandlung über dreizehn Stunden Hörvergnügen begleiten. Es war herzerwärmend mitzuerleben, wie sie sich langsam und vorsichtig aus ihrem Kokon befreite. Wie sie anfing wieder Vertrauen zu erlangen und wie sie schließlich aufblühte. Nein, nicht mit Pauken und Trompeten, sondern ganz sanft und behutsam. Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden. 

    Laura Maire verleiht Eleanor im Hörbuch ihre Stimme und macht das einfach nur großartig. Für alle, die mal etwas Besonderes suchen, sei hier eine absolute Empfehlung ausgesprochen. Zudem verteile ich hier gerne noch mit fünf Sternen die volle Punktzahl. 

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