Bücher mit dem Tag "manesse;"

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9 Bücher

  1. Cover des Buches Jenseits von Afrika (ISBN: 9783717524380)
    Tania Blixen

    Jenseits von Afrika

     (73)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>...Das wichtigste Element dieser Landschaft und des Lebens hier war die Luft. Blickt man auf einen mehrjährigen Aufenthalt im afrikanischen Hochland zurück, dann überkommt einen überraschend das Gefühl, als hätte man lange Zeit in der Luft gelebt. Der Himmel war niemals tiefblau sondern zumeist sehr blass und so hell, dass man kaum zu ihm aufschauen konnte, mit einem Reichtum an riesigen, schwerelosen, wechselnden Wolken, die sich am Horizont auftürmten und über ihn hinwegsegelten. ...<<

    ...und so führt sich es über 600 Seiten in „Jenseits von Afrika“ von Tania Blixen weiter...  und was soll ich sagen, für mich war es ein absoluter Lesegenuss mit Karen Blixen (so heißt die Autorin nämlich wirklich) Afrika zu erleben, Afrika zu atmen und zu spüren! Wenn es nach mir gegangen wäre hätte dieses Buch schier niemals geendet... Dieses Buch schien mir wie eine bedingungslose, manchmal auch melancholische Liebeserklärung für Afrikas Natur und ihre Ureinwohner. Gleichzeitig ist es eben auch die Geschichte einer ganz starken Frau, die sich innerhalb ihrer Zeit gegen die „Männerdomäne“ durchgesetzt hat und deren Leben von Tiefschlägen und auch zarten Banden gespickt war.
    Diesen Klassiker aus dem Jahr 1937 werde ich ganz sicher noch öfter zur Hand nehmen, immer dann wenn die Sehnsucht ruft – denn in Karen's Zeilen kann man wirklich versinken und Afrika aus der Ferne ganz ganz nah sein! Einfach ein unglaublich wundervolles Werk das mich mitunter durch Karen selbst sehr beeindruckt hat!

  2. Cover des Buches Das Schloß (ISBN: 9783746765839)
    Franz Kafka

    Das Schloß

     (302)
    Aktuelle Rezension von: Frau_J_von_T
    In Kafkas "Das Schloss" begleitet der Leser den angeblichen Landvermesser K., welcher in ein Dorf am Fuße eines Schlosses kommt um dort zu arbeiten. 
    Schnell merkt er, dass Fremde im Dorf nicht gern gesehen sind und dass man sich dem Willen des Schlosses zu fügen hat, egal wie langsam die Mühlen der Bürokratie auch mahlen.

    Mir hat das Romanfragment Kafkas sehr gut gefallen. Auch wenn es nicht immer ganz leicht und flüssig zu lesen und stellenweise wirklich langatmig war, so konnte ich mich der Sogwirkung des Romans nicht entziehen. Obwohl die Figuren eher oberflächlich bleiben und vor alles sehr surreal wirkt, so kann man sich doch auch selbst sehr gut in K. hineinversetzen. Das ewige Bemühen an sein Ziel zu gelangen und immer wieder Steine in den Weg gelegt zu bekommen... Sich ohne Erfolg abzustrampeln... jeder kennt es irgendwie. 

    "Das Schloss" ist ein Roman auf den man sich voll und ganz konzentrieren muss, um nicht darin unter zu gehen. Man liest es nicht einfach mal eben nebenbei. 
    In dieser Ausgabe des Manesse Verlags, die nicht nur super aussieht, befindet sich am Ende noch ein Nachwort von Norbert Gstrein welches ich sehr interessant fand.
  3. Cover des Buches Walden (ISBN: 9783717525080)
    Henry David Thoreau

    Walden

     (10)
    Aktuelle Rezension von: lovelines
    >>Die Lebensweise, die gemeinhin als erfolgreich gilt, ist nicht die einzige, die es gibt.<<
    „Walden“ von Henry D. Thoreau ist ein Klassiker, der mich zutiefst bewegt und begeistert hat. Thoreau stellt sich innerhalb dieser Lektüre den essenziellen Fragen des Lebens und unserer Lebensweise. Er zeigt klar und deutlich auf, wo für ihn die großen Schwächen und auch Fehler liegen und wie man im Einklang mit der Natur seine innere Seelenruhe finden kann. Für mich persönlich war dieses Buch mitunter ein sehr wichtiges. Denn die Art, wie Thoreau die Thematik der Selbstbestimmung und auch der Freiheit, in Symbiose mit der Natur beschreibt und behandelt, konnte in mir als Leser doch viele Gedankengänge auslösen. Und unausweichlich musste und wollte ich mich mit eben diesen Themen nun auch wieder auseinander setzen.
    Sicher ist es insgesamt keine neuartige Thematik und letztlich wählt jeder seinen ganz eigenen, individuellen Weg und doch gibt „Walden“ sanft und leise, dennoch klare Anreize einmal mehr sich selbst und seine Lebensweise näher zu betrachten und zu hinterfragen.
    Fazit: Für mich ein Buch, zudem ich noch ganz oft greifen werde💖📖




  4. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783717525288)
    George Orwell

    1984

     (11)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: In einer Welt, in der der Große Bruder durch Teleschirme alles sieht und jeder Mitmensch ein potenzieller Denunziant ist, versucht Winston Smith seine Nische zu finden. Er ahnt, dass nicht alles so ist, wie die Sozialistische Partei Englands (kurz: Engsoz) es behauptet, doch wirklich greifen kann er diese Gedanken nicht. Auch, wem er wirklich vertrauen kann, ist unklar. Dies ändert sich, als Winston Julia trifft, wodurch sein Leben eine unerwartete Wendung nimmt…

    Persönliche Meinung: Der dystopische Klassiker „1984“ ist das bekannteste und vielzitierteste Werk von George Orwell. Orwell behandelt hier, beeinflusst von den diktatorischen Regimen seiner Zeit, in einer Art Zukunftsvision die Strukturen des totalitären Einparteienstaates „Ozeanien“. Diesen erleben die Leser*innen aus der Perspektive von Winston Smith, einem Angestellten des Ministeriums für Wahrheit (das Ministerium ist dafür zuständig, in medialen Erzeugnissen die Vergangenheit umzuschreiben, sodass sie den gegenwärtigen Bedürfnissen der Partei entspricht und eine gültige „Wahrheit“ geschaffen wird). Viele Kerngedanken, die Orwell in „1984“ einbaut, finden sich bereits in „Farm der Tiere“. So decken beide verschiedene Macht- und Repressionsmechanismen eines totalitären Staats wie z.B. Manipulation, psychische/physische Gewalt und Propaganda auf. Dabei geht „1984“ aber noch einige Schritte weiter als „Farm der Tiere“. Die Mechanismen sind ausgefeilter, in einen größeren (Staats)Zusammenhang eingebettet und stärker darauf bedacht, das Individuum zu brechen und das kollektive Gedächtnis systematisch zu vereinheitlichen. Wie z.B. der alltägliche „Zwei Minuten Hass“, um nur ein Beispiel zu nennen: Durch eine zweiminütige Videosequenz soll mithilfe eines akustisch-visuellen Primings der Hass auf den Staatsfeind Nummer 1 gesteigert und die Bindung an die Engsoz erhöht werden. Selbst reflektiertere Menschen, wie Winston Smith, erliegen den infernalischen Lauten und beginnen zu hassen. Auf bedrückende Art faszinierend ist "1984" vor allem aufgrund des Überwachungsstaates "Ozeanien". Dieser ist total, dringt ins Innerste der Lebenswelt vor. In der Welt von "1984" ist nichts mehr privat. Alles, selbst das Ich und seine Gedanken, ist öffentlich und Nischen existieren nicht. Auch in die Sprache greift das Regime in Form von „Neusprech“ ein: Der Wortschatz soll drastisch reduziert, Wörter in ihrer Bedeutung eingeschränkt und durch prägnante Neologismen ersetzt werden, sodass man sich mit einer minimalistischen Anzahl von Begriffen verständigen kann, wodurch letztlich die Freiheit des Denkens vollends verhindert werden soll (ausführlicher thematisiert Orwell „Die Prinzipien von Neusprech“ im Anhang, was aus linguistischer Sicht interessant ist. Die deutsche Übersetzung von Gisbert Haefs ist übrigens sehr gut gelungen und fängt „Neusprech“ gut ein). „1984“ ist im Vergleich zu „Farm der Tiere“ ausufernder, weniger pointiert und handlungsstrukturell nicht so stark durchkomponiert. Dadurch zieht sich die Handlung stellenweise; andererseits werden durch die ausführlichen Beschreibungen die Repressionsmechanismen des Staats eindrücklich und deutlich, sodass das Gefühl der Beklemmung von Seite zu Seite steigt.

  5. Cover des Buches Kopfkissenbuch (ISBN: 9783717524885)
    Sei Shonagon

    Kopfkissenbuch

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Susanne_Probst

    Wer Lust hat, einmal weit über den Tellerrand hinauszublicken, sollte dieses überwiegend interessante und oft amüsante Werk lesen und sich in eine völlig andere Zeit und Kultur begeben.

    Beim „Kopfkissenbuch“ wird der Leser von der einstigen Hofdame Sei Shōnagon 1000 Jahre zurückkatapultiert und in den Kaiserpalast Japans entführt. 

    Es handelt sich hier nicht um einen Roman, sondern um eine in Kapiteln gegliederte Aneinanderreihung von Listen, Erinnerungen und Gedanken der Autorin.

    Sie vermittelt in einer Art Brainstorming tiefe Einblicke in den Palastalltag. Der Leser bekommt eine gute Vorstellung von den Gepflogenheiten bei Hofe, von der höfischen Etikette, von der Bedeutung von Gewändern und erlesenen Stoffen, von buddhistischen Vorträgen, von Dichtkunst und von Festtagen sowie von den Haltungen, Gedanken und Gefühlen der Menschen, die zu den sogenannten Ranghöheren im Palast gehörten.
    Vor dem geistigen Auge entstehen lebendige Bilder, Szenen und Filme. 

    Formal besteht das Buch aus 3 verschiedenen, nicht chronologisch geordneten, sich abwechselnden Arten von Kapiteln:
    -Auflistungen konkreter Dinge
    -Abschnitte, in denen sie Gedanken und Meinungen anhand von Beispielen kundtut
    -Kapitel, in denen sie Erlebnisse schildert.

    Die Auflistungen fand ich nur mäßig interessant und deshalb langweilten sie mich. Zum Teil war es da dann auch unnötig, zu den Anmerkungen nach hinten zu blättern, weil sie keine besonders erhellende Aussage hatten.
    Es waren dies z. B. Auflistungen von Bergen, Schluchten, Brücken, Kräutern, Blumen, Tieren, Bäumen...Diese Listen überflog ich irgendwann nur noch recht oberflächlich.

    Die nach dem gleichen Schema aufgebauten Abschnitte mit Überschriften wie „Bange Gefühle“, „Gegensätzliches“, „Was mit den Erwartungen nicht im Einklang steht“, „Unausstehliches“, „Worüber ich mich totärgern könnte“... interessierten, faszinierten und amüsierten mich nicht zuletzt deshalb, weil so viele Parallelen und Überlappungen zwischen heute und damals festzustellen waren.
    Um einen Eindruck von diesen Abschnitten zu vermitteln, zitiere ich im Folgenden ein paar Kostproben: 

    „Bange Gefühle weckt auch ein Kleinkind, das noch nicht reden kann, wenn es sich trotzig gebärdet und schreit, ohne sich auf den Arm nehmen zu lassen.“

    „Ein Besucher, der genau dann kommt, wenn ich dringende Dinge zu erledigen habe, und dann endlos daherschwatzt ist sehr unangenehm!“

    „Wenn mir bei einem Brief, ganz gleich ob ich ihn von mir aus oder als Antwort auf einen erhaltenen Brief verfasst habe, der eine oder andere viel treffendere Ausdruck erst einfällt, wenn ich ihn schon abgeschickt habe - dann könnte ich mich totärgern. “

    Die Kapitel, in denen Sei Shōnagon Erlebnisse an ihre Zeit als Hofdame erinnert und beschreibt, haben mich gefesselt und begeistert.

    Das Werk ist in gut lesbarer, flüssiger, lebendiger einfacher und direkter Sprache geschrieben, wobei die verschiedenen Rangbezeichnungen und japanischen Namen sowie das Hin- und Herblättern zu den meist hilfreichen, aber bisweilen überflüssigen Anmerkungen am Ende des Buches, die Lektüre immer wieder ins Stocken bringen. 

    Die selbstbewusste, ca. 30jährige Autorin ist eine äußerst interessante Frau, die scharfsinnig beobachtet, kein Blatt vor den Mund nimmt und schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Sie hat klare Prinzipien, unumstößliche Ansichten und unverrückbare Meinungen.

    Sie hat zu wirklich allem etwas zu sagen, ist schlagfertig und gewitzt.
    Manchmal musste ich wegen der herablassenden, unsensiblen Art der Autorin und der damaligen höherrangigen Hofleute schlucken.
    Nicht selten musste ich schmunzeln und ab und zu war ich, wie bereits oben erwähnt, gelangweilt.

    Die konservative und traditionsbewusste Autorin war Tochter eines Lyrikers und hatte nicht nur eine Vorliebe, sondern ein herausragendes Talent für Wortspiele und Gedichte.
    Im damals beliebten Stehgreifdichten war sie äußerst bewandert.
    Sie war sehr modebewusst und extrem belesen.

    Sehr interessant und hilfreich für ein besseres Verständnis sind Nachwort und Glossar.


    Summa summarum:
    Ich bin froh, dass ich mir dieses Werk vorgenommen habe, weil ich japaninteressiert bin, viel Neues gelernt habe und überwiegend recht gut unterhalten wurde.
    Und jetzt bin ich froh, dass ich es beendet habe und dass ich es beiseite legen und mich wieder einem „richtigen Roman“ zuwenden kann.

  6. Cover des Buches Fliegen, tanzen, wirbeln, beben (ISBN: 9783717524823)
    Katherine Mansfield

    Fliegen, tanzen, wirbeln, beben

     (7)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Ich muss streiten um vergessen zu können; ich muss bekämpfen, um mich selbst wieder achten zu können. Ich muss mich nützlich machen, um wieder an das Leben glauben zu können. Ich will arbeiten, ich will mit dem Glück, um die Zufriedenheit kämpfen. ...<<

    „Fliegen, tanzen, wirbeln, beben“ - Auszüge aus den Tagebüchern von Katherine Mansfield, einer wie ich finde sehr interessanten Frau, die ihre Lebensjahre dem Kampf für die eigene Freiheit und Individualität widmete, ihre Träume träumte und letzten Endes zwar frei war und doch auch immer wieder mit den Hürden des Lebens konfrontiert wurde.
    Durch diese Sammlung ihrer Tagebuchauszüge streift man durch ihr Leben, durch ihre Seele, durch ihre Träume und all das, was sie beschäftigt. Vieles wirkt überspitzt, manchmal irgendwie aufgedreht und dann ist die Melancholie doch wieder allgegenwärtig. In ihren Zeilen findet sich so vieles, was zeigt, wie komplex ihr Charakter war und doch einfach... Katherine's Aufzeichnungen zeigten mir eine ganz bezaubernde, bunte Seele, die irgendwie in den dunklen Schatten festsaß und letztlich nicht nur eine perfektionistische Berufung, ein Ventil im Schreiben fand sondern irgendwie auch um ihr Leben schrieb, denn dieses währte aufgrund von Krankheit leider nicht sehr lang ...

    Fazit: Für mich ein sehr besonderes Buch in seiner Gänze und wieder eines der Bücher, die ich immer mal wieder zur Hand nehmen werde, da man so glaube ich doch immer wieder neues für sich hier entdecken kann. 

  7. Cover des Buches Mardi und eine Reise dorthin (ISBN: 9783717524045)
    Herman Melville

    Mardi und eine Reise dorthin

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Die Prinzessin von Clèves (ISBN: 9783717522249)
    Madame de La Fayette

    Die Prinzessin von Clèves

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Yolande

    Inhalt (lovelybooks):

    Der Roman spielt um 1560 am französischen Hof gegen Ende der Regierungszeit Heinrichs II. Die Handlung beginnt, als die 16-jährige Mademoiselle de Chartres mit ihrer jung verwitweten Mutter, der hochadeligen und reichen, aber sittenstrengen Madame de Chartres, aus der Provinz nach Paris kommt, wo sie zwecks Partnersuche für sie am Hof eingeführt werden soll. Gleich der erste Mann, dem sie, noch vorher in einem Juweliergeschäft, begegnet, der Prinz von Clèves, verliebt sich in sie, noch ohne zu wissen, wer das schöne junge Mädchen sein könnte. Nach ihrer Einführung am Hof finden sich sehr schnell Interessenten für sie, denn sie ist nicht nur hübsch, sondern auch „eine der besten Partien Frankreichs“. Die bestmögliche Partie mit einem jungen Verwandten des Königs wird von diesem persönlich auf Geheiß seiner Mätresse blockiert. Clèves, der trotz seiner Verliebtheit seine Sache schon verloren geglaubt hatte, da er nur jüngerer Sohn ist und damit keine optimale Partie, nutzt diese Situation und erklärt dem jungen Mädchen seine Liebe. Diese informiert die Mutter, die ihrer Tochter zu dem jungen Mann rät. Denn von seinem gesellschaftlichen Rang und seinem Besitz her kommt er durchaus in Frage und vor allem scheint er ihr trotz seiner Jugend ehrenhaft und charakterfest zu sein. Dass ihre Tochter ihn nur sympathisch findet und nicht mehr, beunruhigt sie nicht……. 

    Meine Meinung:

    Ich lese mich seit einigen Jahren durch verschiedene Kanons der Weltliteratur und habe mich schon durch einige "echte" Klassiker gequält. Aber manchmal entdeckt man auch wahre Perlen, wie dieses kleine Büchlein, das mir in dem Buch "Schriftstellerinnen!" von Katharina Mahrenholtz empfohlen wurde. Die Autorin Madame de La Fayette unterhielt einen sehr angesehenen Salon im Paris des 17. Jahrhunderts und war unter anderem mit dem Literaten La Rochefoucauld befreundet. Der Roman gilt als erster historischer Roman Frankreichs und als frühes Beispiel eines psychologischen Romans. Die Übersetzung von Eva und Gerhard Hess der Ausgabe des Reclam-Verlages von 1983 liest sich sehr gut und leicht.Die Geschichte ist eingebettet in historische Ereignisse, von denen aber nur erzählt wird. Man erfährt viel über das Leben am französischen Königshof und wie sich der Adel, der ja keinerlei Beschäftigung nachging mit Spielen, Klatsch und Tratsch unterhielt. Die Handlung selbst ist überschaubar, aber man bekommt tiefe Einblicke in die Seele der Protagonisten. Das hat mich wirklich sehr angesprochen, obwohl auch viele der Verhaltensweisen sehr theatralisch und dramatisch im Vergleich mit der heutigen Zeit sind. Trotzdem war es spannend und das Geschehen hat mich, trotz aller Übertriebenheit, doch sehr ergriffen und mitgenommen. Einzig das Ende ist mir ein wenig zu tugendhaft geraten, aber das ist wohl auch seiner Zeit geschuldet.

    Fazit:

    Ein berührender Klassiker des 17. Jahrhunderts, der auch heute noch zu Recht als einer der besten französischen Romane gilt.


  9. Cover des Buches Das babylonische Wörterbuch (ISBN: 9783717524229)
    Joaquim Maria Machado de Assis

    Das babylonische Wörterbuch

     (2)
    Aktuelle Rezension von: leserattebremen
    Der Mensch und seine kleinen und großen Abgründe – damit beschäftigt sich Joaquim Maria Machado de Assis in den 13 Geschichten in diesem wunderbaren kleinen Buch. Humorvoll und witzig, aber auch direkt und die Abgründe niemals vorsichtig umschiffend erzählt der Autor Geschichten von Menschen und Glauben, spielt mit den Erwartungen der Leser und lässt Gott und den Teufel gegeneinander antreten. Dies geschieht alles auf äußerst unterhaltsame Weise und wird an keiner Stelle langweilig.
    Joaquim Maria Machado de Assis wurde 1839 in Rio de Janeiro geboren und starb 1908. Mir war dieser brasilianische Autor bisher unbekannt, umso mehr freut es mich, dass der Manesse Verlag diese Geschichten in einer wunderschönen kleinen Ausgabe herausgegeben hat. Das Buch ist klein und handlich, dabei aber sehr hochwertig gemacht, perfekt um die Erzählungen immer wieder zur Hand zu nehmen und darin zu schmökern.
    Mich hat „Das Babylonische Wörterbuch“ wirklich begeistert, die Erzählungen sind kurz und prägnant und vermitteln dabei gleichzeitig so viele Gedanken und Ideen, das man völlig gefesselt. In Kombination mit der wunderschönen Ausgabe des Manesse Verlags kann ich allen Lesern dieses Buch einfach nur ans Herz legen.
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