Bücher mit dem Tag "mann"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mann" gekennzeichnet haben.

199 Bücher

  1. Cover des Buches After truth (ISBN: 9783453428928)
    Anna Todd

    After truth

    (3.347)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie-B

    After Truth ist der zweite Band der After-Reihe und knüpft direkt an die Ereignisse aus dem ersten Teil an. Die Geschichte folgt weiterhin Tessa und Hardin, und deren Beziehung nach den Enthüllungen am Ende des ersten Bandes...

    Wie schon im ersten Teil lässt sich auch dieser Band sehr flüssig lesen. Die Kapitel sind schön und spannend geschrieben, wodurch man schnell durch die Geschichte kommt. Besonders die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind wieder sehr intensiv dargestellt, und man spürt deutlich ihre Gefühle - trotz und durch all die Probleme.

    Allerdings setzt sich auch hier das starke Auf und Ab in ihrer Beziehung fort. Streit, Eifersucht und Missverständnisse spielen eine große Rolle und sorgen dafür, dass sich einige Situationen gefühlt „wiederholen“. Dadurch kann die Handlung stellenweise etwas frustrierend wirken, weil die beiden Charaktere scheinbar immer wieder in die gleichen Muster zurückfallen. 

    Andererseits hat es das Buch damit auch wieder geschafft, mich zu fesseln. Ich hatte oft das Bedürfnis weiterzulesen und sobald ich das Buch zur Hand genommen habe, hat es sich sehr flüssig und nervenaufreibend-gefühlvoll gelesen. 

    Auch entwickelt sich die Geschichte weiter: insbesondere erfährt man mehr über Hardins Charakter, was seine schwierige Art teilweise verständlicher macht. 

    Fazit:
    After Truth bleibt emotional und interessant, auch wenn das ständige Hin und Her zwischen Tessa und Hardin manchmal etwas ermüdend sein kann. Dennoch ist es eine gute Fortsetzung, die die Charaktere weiter vertieft und neugierig auf die nächsten Teile macht.

    (Bewertung: 3,5-4 von 5 Sternen).

  2. Cover des Buches Ein wenig Leben (ISBN: 9783446289666)
    Hanya Yanagihara

    Ein wenig Leben

    (657)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    Ich habe Ein wenig Leben gelesen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich darüber sprechen soll.

    Mir wurde es empfohlen. Und ich weiß bis jetzt nicht, ob man das überhaupt darf. 😅 Dieses Buch ist so gut geschrieben. Und gleichzeitig so schlimm 🥺🫣

    Es gibt einem so viel. Und nimmt einem mindestens genauso viel wieder.

    Es lässt einen fühlen. Es lässt einen lieben. Es lässt einen an ganz vielen Stellen komplett zerbrechen.

    Und dann gibt es diese kleinen Momente, in denen man kurz aufatmet oder sogar schmunzeln muss. Und genau das macht es so besonders. 😊

    Im Mittelpunkt stehen vier Freunde, aber eigentlich geht es um Jude. Und Jude… tut einfach nur weh. 

    Schon früh merkt man, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und trotzdem wächst er einem sofort ans Herz.

    Der Schreibstil ist unglaublich nah. Teilweise so nah, dass man es kaum aushält weiterzulesen. Man fühlt jeden Gedanken, jede Angst, jeden Schmerz.

    Es gibt so viele Szenen, die einfach nur grausam sind. Gewalt, Missbrauch, Selbsthass. Ich würde empfehlen, die Triggerwarnungen zu lesen. 

    Das sind Dinge, die man eigentlich nicht lesen will. Und trotzdem liest man weiter.

    Weil da immer wieder diese kleinen Momente sind 🥰 Mit Willem. Mit Harold. Mit Andy. 

    Momente, die zeigen, dass da noch Leben ist. Ein wenig Leben!

    Aber dieses Buch ist hart. Es ist gewaltsam. Es ist an vielen Stellen kaum auszuhalten.

    Es triggert. Es geht unter die Haut. Und es bleibt da! Ich habe oft geweint 🥺Ich wusste eigentlich, wie es enden wird und wollte es nicht wahrhaben. Und trotzdem fühlt sich das Ende richtig an.

    Dieses Buch ist kein „schönes“ Buch. Aber es ist ein unglaublich starkes.

    Für mich war das kein Lesen. Es war ein Durchleben!

  3. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

    (1.390)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Handlung steht der introvertierte Altphilologe Raimund Gregorius dessen Alltag aus Ritualen, Büchern und seiner Tätigkeit als Lehrer besteht. Ein zufälliges Treffen mit einer geheimnisvollen Frau auf dem Weg zur Schule und ein portugiesisches Buch voller existenzieller Gedanken, die er zufällig in einer Buchhandlung entdeckt, reißen ihn aus dieser Ordnung heraus und er begibt sich auf die Spuren des Autors ebendieses Buches, was ihn nach Lissabon führt. Die Handlung liest sich wie eine Reise durch Lissabon mit seinen Stationen, die einzeln für sich eine weitere neue Facette sowohl des Autos Prado als auch Gregorius‘ freilegen. Hierbei wechseln sich Passagen mit Schilderungen Nahestehender Prados über ebendiesen, Passagen seines Buches und innerer Empfindungen und Gedanken Gregorius‘ ab. Die stille und langsame Handlung lebt vor allem von der Atmosphäre, den inneren Bewegungen und den Begegnungen.
    Bei den Protagonisten stehen sowohl Gregorius als auch Prado klar im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung, die die beiden im Verlauf des Buches vollziehen. Aber auch relevante Nebenprotagonisten erleben eine nachvollziehbare und schöne Entwicklung, die der Geschichte eine zusätzliche Facette und Tiefe verleiht. Wer stille und tiefgründige Romane mit philosophischem Tiefgang und existenziellen Fragestellungen mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist philosophisch, klar und teils anspruchsvoll, was gut zur Handlung passt.
    Minuspunkte: Das bereits erwähnte langsame Handlungstempo war an einigen Stellen sehr zäh und der philosophische Einschlag war mancherorts ein wenig zu anspruchsvoll.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  4. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.835)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Das war mein erster Fitzek, der mir nicht ganz so gut gefallen hat. Die Handlung ist etwas verworren und die Hauptprotagonistin Emma ging mir mit ihrer Paranoia und den ständigen haltlosen Anschuldigungen irgendwann mächtig auf die Nerven. Der Plot (und der Mörder) waren wieder mal nicht voraussehbar, was ich gut fand. Das Ende war für mich ein einziges hin und her. Fazit: Nicht das beste Buch von Fitzek, aber ein solider Thriller.

  5. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596712731)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

    (2.427)
    Aktuelle Rezension von: HarryPlotter

    Die Buddenbrooks ist kein optimistischer Roman. Im Mittelpunkt stehen Johann Buddenbrook und später seine Kinder Thomas und Tony; am Ende bleibt nur noch Hanno. Man erlebt, wie die Familie nicht nur an gesellschaftlichem Ansehen verliert, sondern allmählich zerfällt.

    Schon zu Beginn wird deutlich, dass alles auf einen Niedergang hinausläuft. Während sich gesellschaftliche Verhältnisse und Machtstrukturen verändern, versuchen Thomas und Tony, den Namen und die Würde der Familie zu bewahren – doch die neuen Zeiten sind unerbittlich. Viele Nebenfiguren verstärken dieses Bild einer Welt, die zunehmend überholt wirkt.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn einige Passagen – besonders um Hanno – etwas schwerfällig waren. 

  6. Cover des Buches Gone Girl - Das perfekte Opfer (ISBN: 9783596520725)
    Gillian Flynn

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    (1.738)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_


    Ich gebe es offen zu: Als ich zu Gone Girl von Gillian Flynn griff, erwartete ich zunächst einen eher klischeehaften „Frauenroman“ – viel Beziehung, viel Drama, aber wenig Tiefe. Doch was ich bekam, war das genaue Gegenteil.

    Schon nach den ersten Kapiteln wird klar, dass dieser Roman ein raffiniert konstruierter Psychothriller ist, der mit Erwartungen spielt und sie gezielt zerstört. Die Geschichte um das Verschwinden von Amy Dunne und die zunehmende Verdächtigung ihres Ehemanns Nick entwickelt sich zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

    Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Perspektivwechsel, Tagebucheinträge und gezielte Wendepunkte sorgen dafür, dass man als Leser ständig hinterfragt, wem man eigentlich glauben kann. Flynn versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und gleichzeitig tief in die Abgründe einer Beziehung einzutauchen.

    Was als vermeintlich „toxischer Beziehungsroman“ beginnt, entpuppt sich als kluge Analyse von Manipulation, Medienwirkung und Identität. Die Figuren sind alles andere als sympathisch – und genau das macht sie so faszinierend. Man liest nicht, weil man sie mag, sondern weil man wissen muss, wie weit sie noch gehen werden.

    Fazit: Gone Girl ist kein seichter Liebesroman, sondern ein düsteres, intelligentes und packendes Werk, das lange nachwirkt. Wer sich darauf einlässt, wird überrascht – und vielleicht auch ein wenig verstört.

  7. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783733507275)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    (2.394)
    Aktuelle Rezension von: Lillyyy

    Von einem Neunjährigen erzählt, aber nicht gut Neunjährige geeignet. Das stand vorne im Buch drin. Und es stimmt absolut! 

    Bruno zieht mit seiner Familie von Berlin nach "Aus-Wisch" weil Brunos Vater vom "Furor" dorthin versetzt wurde. Dort traf er, auf der anderen Seite des Zauns, einen Jungen im gleichen Alter, und sie wurden schnell gute Freunde. 

    Diese naive Denkweise von Bruno hat mich am Anfang etwas gestört, aber mir ist nach einer Weile klar geworden, dass er ja erst 9 ist. 

    Aber eigentlich kann man das Buch gar nicht beschreiben, ich finde, jeder sollte es einfach einmal lesen, und sich selber ein Bild von machen! Und, meiner Meinung nach, sollte es eine verpflichtende Lektüre für die Schule werden, denn die Verbrechen des Holocausts dürfen niemals in Vergessenheit geraten!!!

  8. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499014635)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

    (277)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    „Haben wir die Fesseln der Unterdrückung längst gesprengt, oder haben wir nur gelernt, in ihnen shoppen zu gehen?“

    Man könnte das ganze Buch von Margarete Stokowski – das in 7 Kapitel unterteilt ist, von denen jedes in sich abgeschlossen ist und als Einzeltext gelesen werden kann – als eine lange, ausführliche, von verschiedenen Seiten beleuchtete Antwort auf eine einzige Frage lesen: Warum Feminismus?

    Das wäre selbstverständlich eine stark verknappte Zusammenfassung. Natürlich schleift diese Frage einen Rattenschwanz von weiteren Fragen hinter sich her: Was ist Feminismus? Wie wirken sich feministische Positionen auf das eigene Leben aus, wie stellt sich eine unter feministischen Gesichtspunkten betrachtete Wirklichkeit dar? Inwiefern hängen Feminismus und Gendertheorie zusammen? Ist Feminismus grundsätzlich solidarisch mit allen anderen Anti-Diskriminierungsbewegungen? Was will der Feminismus erreichen?

    All diese Fragen bindet Stokowski ein und es wird schnell ersichtlich, dass es ihr nicht um einen Feminismus spezieller Prägung, sondern um Feminismus als Ausdruck und Sammelbegriff einer generellen Unzufriedenheit mit den hierarchischen, determinierten, unverhältnismäßigen & ungerechten Gesellschaftsverhältnissen, Normen und Vorstellungen geht, dessen Hauptanliegen und Ziel die Freiheit beim Ausleben der eigenen Persönlichkeit und der Ausformung der eigenen Identität ist (solange dies nicht die Freiheit eines anderen Individuums oder einer Gruppe einschränkt).

    „Es geht um die kleinen, schmutzigen Dinge, über die man lieber nicht redet, weil sie peinlich werden könnten, und um die großen Machtfragen, über die man lieber auch nicht redet, weil vieles so unveränderlich scheint. Es geht darum, wie die Freiheit im Kleinen mit der Freiheit im Großen zusammenhängt, und am Ende wird sich zeigen: Es ist dieselbe.“

    Ich werde nicht müde, Camus zu zitieren, der einmal in seinen Cahiers angemerkt hat, dass alle größeren Konflikte der Menschheit letztlich Kämpfe um Privilegien waren und sind. Noch immer sind die Privilegien auf dem Planeten ungleich verteilt, in jeglicher Hinsicht. Hauptsächlich, weil die Menschen die mehr Privilegien haben nicht bereit sind, einen Teil davon abzugeben, damit irgendwann alle dieselben Privilegien genießen können.

    Rebecca Solnit hat in ihrem Buch „Wenn Männer mir die Welt erklären“ eindrucksvoll geschildert, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung immer noch vom anderen Teil unterdrückt wird. Frauen (und als Frauen definierte oder so wahrgenommene Personen jedweden/r Geschlechts/Genderbezeichnung) üben lediglich 10% der Gewalttaten aus, sind aber selbst häufig Opfer von Gewalt, speziell von sexueller Gewalt. Auch in Deutschland hat mindestens jede vierte Frau einmal sexuelle Gewalt erfahren.

    Es gibt in Deutschland und generell in Westeuropa vielleicht keine Zwangsheiraten mehr und keine gesetzlich verankerte sexuelle Repression. Aber immer noch sind unsere Systeme und Vorstellungen von repressiven und problematischen Geschlechterbildern durchdrungen. Das beginnt schon in den banalsten alltäglichen Wortverwendungen, wird deutlich in der pornogeprägten Sexualsprache (z.B.: wenn man in vielen Kontexten bei Frauen von schmutzigen, statt schlicht von sexuellen Phantasien spricht), aber letztlich springt uns diese Problematik überall entgegen. Stokowski spricht in einem Kapitel von einer Studie, bei der den Testpersonen Aussagen vorgelegt wurden, die entweder aus Männermagazinen entnommen waren oder von verurteilten Vergewaltigern stammten.

    „Die Testpersonen waren nicht fähig zu unterscheiden, welche Sätze aus Männermagazinen stammen und welche von Vergewaltigern. Ja, sie fanden sogar die Aussagen aus den Magazinen tendenziell herabwürdigender.“

    Stokowskis Buch ist aber nicht bloß eine gute Darstellung solcher systemimmanenter Diskriminierungen und Idiotien, sondern auch das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit der eigenen Entwicklungsgeschichte, von der Bravolektüre bis zum Beziehungsalltag als Erwachsene. Die Kapitel beginnen fast immer mit einem Erlebnis aus ihrer eigenen Biographie und sind von solchen Selbstausleuchtungen mal mehr, mal weniger durchzogen. Klug und überzeugend knüpft sie mit Biographischem an größere Zusammenhängen an. Ihre Prosa hat eine coole Dynamik, ist eine bestechende Mischung aus fachlich Gediegenem und genauestens Durchdachtem, tiefergehenden Selbstzeugnissen und hingerotzten und herbeizitierten Klarstellungen. Sie nimmt letztlich keine hohe Warte ein, doziert nicht, sondern begegnet ihren Leser*innen auf Gesprächsniveau, verständnisvoll und unversöhnlich zugleich.

    Stokowski spricht davon, wie sie selbst lange nicht glaubte, dass Feminismus wichtig ist oder sich zumindest nicht genauer mit ihm auseinandersetzte. Bis sie begriff, was das mit uns macht, wenn wir die gesellschaftlichen Rollen, in die wir gesteckt werden (auch wenn wir nicht glauben, dass wir uns in ihnen durch die Welt bewegen), nicht hinterfragen. Wenn wir uns nicht mit ihnen auseinandersetzen. Dann gibt es sie trotzdem, dann machen sie trotzdem etwas mit uns.

    „Wir stecken viel Energie in die Rollen, die wir spielen, weil wir glauben, dass alles eine Ordnung haben muss und so viel anders auch gar nicht geht. Wir geben uns Mühe, die wir oft kaum bemerken, weil sie so alltäglich geworden ist. Und auch, weil es leichter ist, sich an vorhandene Muster zu halten.“

    Sie spricht über ihre eigenen Erfahrungen mit Sex, Bildung, Sozialgefügen, etc. und schafft es, dabei sowohl die menschliche als auch theoretische Ebene konkret herauszuarbeiten, hervorstechen zu lassen – ein bemerkenswerter Balanceakt, den man ihr als Unentschlossenheit, als Makel ankreiden könnte. Doch dann würde man ignorieren, wie nachdrücklich dieses Buch Dinge auf den Punkt bringt, wie versiert und uneitel es sich innerhalb dieser komplexen Themen bewegt und wie weit es sich an manchen Stellen den Leser*innen öffnet.

    „Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern aufzuzeigen wirkt manchmal so, als wolle man die Gräben zwischen ihnen vertiefen, obwohl man sie auf Dauer abschaffen will: Ein nerviges Dilemma, aus dem man nicht rauskommt, solange man Probleme beheben will.
    Wir müssen zeigen, nach welchen Kriterien sich Reichtum und Erfolg, Gesundheit und Lebensdauer, Gewalt und Leid verteilen, wenn wir wollen, dass alle dieselben Chancen auf ein glückliches Leben haben – auch wenn oder gerade weil diese Kriterien das sind, was wir auf Dauer abzuschaffen versuchen.“

    Ja, wir müssen, im Interesse aller, daran arbeiten, dass eine Gesellschaft, in der Gleichberechtigung nicht nur ein Vorsatz, sondern eine verwirklichte, gelebte Realität ist, entstehen kann und das heißt, dass einiges planiert, einiges platt gemacht werden muss. Dass einige Privilegien verschwinden und letztlich alle.

    „Denn es gibt keine neutrale Sicht auf das Leben, und wir brauchen sie nicht. Wir brauchen Vielfalt – Vielfalt lehrt uns Freiheit.“

    Margarete Stokowskis Buch hat mir seit langem mal wieder Mut gemacht; etwas in mir angefacht, dass an dieser Welt arbeiten, sie auf positive Weise mitgestalten will. Es ist ein Buch mit vielen Facetten und ich hoffe, ich habe keine von ihnen allzu sehr in der Mittelpunkt gerückt oder unter den Tisch fallenlassen.

    Manches hat mich tief berührt, manches schockiert, manches hat meinen Horizont erweitert, manches meine eigenen Gedanken bestärkt. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: am meisten hat mich beeindruckt, wie dieses Buch aufklärerlisch argumentiert, auf theoretischen Ebenen arbeitet und doch durch seine Direktheit, seine Sprache, eben nicht belehrt, sondern kommuniziert, ein Aufruf zum Dialog ist. Aufmerksamkeit erzeugt und nicht nur Wissen.

    Solche Bücher braucht es. Bücher, in denen das Abstrakte und das Lebendige zusammenfallen. Die uns Zusammenhänge aufzeigen, Tatsachen vermitteln, die uns aber auch auffordern, in denen wir nicht einfach nur sichere und schweigsame Teilnehmer sein können, sondern die uns mit uns selbst, mit dem Schönen und Schlimmen in uns und um uns, konfrontieren. Bücher, die uns inspirieren.

    „Sie sagen, dass wir von Hass getrieben sind, weil sie sich wundern, dass da Frauen mal keine Harmonie und Liebe versprühen, sondern Forderungen haben. Aber Wut ist nicht dasselbe wie Hass. Hass will Zerstörung. Wut will Veränderung. Hass ist destruktiv, Wut ist produktiv.“

    Stokowski zitiert Susan Sontag mit den Worten: „Wir müssen lernen, mehr zu sehen, mehr zu hören und mehr zu fühlen.“ Ich glaube, dass Literatur eine Schule des Sehens, des Zuhörens, des Hinhörens und Fühlens sein kann – „Untenrum frei“ hat es mir mal wieder gezeigt, mich darin bestärkt. Genauso wie Stokowski glaube ich daran, dass es wichtig ist

    „hinter Sätze, die in Stein gemeißelt sind, ein Fragezeichen [zu] setzen.“

    Dieses Buch setzt ein paar fette Fragezeichen und fügt meist noch ein fettes Ausrufezeichen hinzu.

  9. Cover des Buches Wie die Luft zum Atmen (ISBN: 9783736324596)
    Brittainy Cherry

    Wie die Luft zum Atmen

    (1.131)
    Aktuelle Rezension von: Sophie0406

    𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:

    ⭐️⭐️⭐️

    -

    »Wann hört das Leben auf wehzutun?«

    »Wenn wir gelernt haben, dem Leben den Stinkefinger zu zeigen, und wenn wir einen Grund finden zu lächeln, auch wenn er noch so gering ist.«

    -

    Ich wollte dieses Buch wirklich lieben, zwischendurch kamen mir sogar ein paar Tränen, doch schließlich war es für mich persönlich leider kein Highlight. Die Gründe hierfür erkläre ich euch gerne. An sich ist das Buch super gut geschrieben und ich liebe den Schreibstil von Brittainy Cherry sehr. Auch der Wechsel der Erzählungen zwischen der Sicht von Elizabeth und Tristan hat mir gut gefallen. Mein absoluter Wohlfühlcharakter kam in Gestalt von Faye, die meines Erachtens eine Ähnlichkeit mit Samantha aus „Sex and the City“ hatte - lieben wir. Dennoch wollte der Funke einfach nicht überspringen. 

    Tristan und Elizabeth haben beide sehr traurige Verluste erlitten. Sie haben beide Menschen verloren, die sie unglaublich geliebt haben, und sind nun in ihrem Schmerz gefangen. Umso unglaubwürdiger empfand ich es, dass beide nach gefühlt drei Sätzen miteinander in der Kiste gelandet sind. Die Autorin hat zwar versucht, diese Handlung zu erklären, aber irgendwie konnte ich das Ganze nicht nachvollziehen. Auch die Tochter von Elizabeth wurde kaum erwähnt, obwohl sie ja eigentlich ein fester Bestandteil im Leben von Elizabeth gewesen ist. Wo war sie die ganze Zeit? Bei den Großeltern, im Nebenzimmer, bei Freunden? Hier hätte ich mir einfach mehr Einbeziehung gewünscht. Die Konflikte zwischen den Protagonisten und ihren Eltern waren irgendwie an den Haaren herbeigezogen, und das Ende des Buches empfand ich einfach als einen Hauch zu übertrieben. Meiner Meinung nach war zu viel gewollt, um die Spannung am Ende des Buches noch etwas anzuheben. Für mich leider ein Lowlight. 

  10. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9783847905875)
    Neil Gaiman

    American Gods

    (388)
    Aktuelle Rezension von: Silja_C_Hoppe

    🖋️ In "American Gods" folgen wir Shadow, der verfrüht aus dem Gefängnis entlassen wurde, weil seine Frau bei einem Autounfall starb. Direkt auf dem Heimweg bekommt er ein Jobangebot, das in seiner Merkwürdigkeit nur von dem Mann übertroffen wird, der es ihm anbietet. Daraus entwickelt sich eine abgefahrene Abenteuergeschichte, die es in sich hat.

    💬 Ich habe tatsächlich die Serie vor dem Buch geguckt. Aber nur eine Staffel, danach habe ich das Projekt aus den Augen verloren. Durch einen Tiktokfilter wurde es mir wieder vorgeschlagen. Ich habe direkt den Directors Cut gelesen, also Neil Gaimans ungekürzte Fassung.

    ♥️ Vor allem mochte ich American Gods für die ulkigen Szenen zwischen den Kapiteln. Die haben mich teilweise sogar zu Tränen gerührt. Mir kommt es so vor, als hätte Neil Gaiman wirklich eingängig recherchiert. Ich liebe den Schreibstil und die vielen Charaktere und die ganzen ulkigen Ideen, die darin stecken.

    🙇‍♂️ Ach, die Auflösung war mir irgendwie zu platt. Ich hätte mir mehr erhofft, wenn ich auch glaube, dass darin nicht die wahre Stärke von "American Gods" liegt. Und ich glaube, dass die Kürzungen vielleicht doch ganz sinnvoll wahren. Hier und da war es mir etwas zu lang. Wer kennt das nicht. :D

    ⭐ 5 Sterne für mich, da meine Kritikpunkte keinen ganzen Punkt Abzug rechtfertigen. 

  11. Cover des Buches Ohne ein einziges Wort (ISBN: 9783442487387)
    Rosie Walsh

    Ohne ein einziges Wort

    (598)
    Aktuelle Rezension von: rikke1721

    Ohne ein einziges Wort...🍃

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    Irgendwie anders als erwartet, Cover und Titel und die für mich bis dato unbekannte Schriftstellerin...

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    Ich hatte es mitbestellt, weil es gerade günstig war, ab und zu landen so auch mal Bücher bei mir, die ich sonst nicht unbedingt so ausgewählt hätte. 

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    Das war ein absoluter Glückstreffer! 🍀🎉

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    Die Zeitsprünge sind vorallem zu Beginn ein weeeenig verwirrend, aber man kann sich trotzdem gut durchfuchsen. 🤝

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    Man ist anfangs erstmal verwundert, stellt seine eigenen Vermutungen auf, hat immer wieder eine Idee, was denn hier passiert ist...💭

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    Aber den Plottwist... den hab ich nicht kommen sehen... tatsächlich war ich als der Plot kam wirklich überrascht, vorallem, dass ich es tatsächlich mal nicht schon zu Beginn wusste, wie es endet! 💪

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    Man leidet mit der Prota mit, aber am Ende auch mit dem zweiten Part...🥺

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    Rosie Walsh hat einen krassen Schreibstil in diesem Buch hingelegt, Wendungen mit denen man nicht rechnet und eine Storyline die einen emotional mitgenommen hat und beschäftigt hat. 

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    Ich habe noch einige Tage über das Buch nachgedacht... eigentlich ist es mir bis heute - Wochen - Monate später noch immer gut im Gedächtnis. 💭 Auf positive Art. 😊

    .

    Ein super Buch, was einem auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt. Von mir absolute Empfehlung. 💚

  12. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783423146463)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

    (351)
    Aktuelle Rezension von: wortknaeuel

    Eine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.

    T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.

    Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.

  13. Cover des Buches Die Mittagsfrau (ISBN: 9783596510993)
    Julia Franck

    Die Mittagsfrau

    (409)
    Aktuelle Rezension von: Lesekatze22

    Ich lese viel, gern und äußerst unterschiedliche Genre, aber dieses Buch "Die Mittagsfrau" von Julia Franck hat mich fast die Flinte ins Korn werfen lassen. 

    Mir fehlen Anführungszeichen und in weiten Teilen finde ich den Roman einfach zu langatmig. 

    Das Buch beginnt mit einem Prolog, der es in sich hat. Eine Mutter lässt ihren Sohn am Bahnsteig zurück.  

    Es folgt die Lebensgeschichte der Mutter, die mit ihrer Schwester bei ihrer eigenartigen Mutter aufwächst, während der Vater im 1. Weltkrieg kämpft und später eigentlich nur zum Sterben nach Hause kommt. 

    Man erfährt mehr von den Mädchen, der damaligen Zeit.....

    Es folgt ein Epilog, der sich wieder mit dem zurückgelassenen Jungen beschäftigt. 

    Man findet im Netz einige Informationen zu Beweggründen dieses Buch zu schreiben. 

    Traurig und heftig.

  14. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499269356)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

    (1.080)
    Aktuelle Rezension von: Bigsale3

    In diesem äussert kurzen Buch handelt es sich von einem alten Mann, der ein Fischer ist, aber nie mit besonders grosser Menge an Fischen heimkehrt. Er lebt in einer bescheidenen kleinen Hütte am Rande des Meeres in einem Dorf und wird ab und zu von einem Jungen besucht, der ihm ziemlich ans Herz gewachsen ist. Dieser Junge hatte ihn früher oft beim Fischen begleitet, aber seine Eltern haben ihm verboten, mit dem alten Mann zu arbeiten, weil der Mann von Unglück verfolgt sei. Er finge nicht genügend Fische bei ihm, sagten sie. Und da sie in ärmlichen Verhältnissen leben, solle er sich einen anderen Fischer suchen, mit dem er auf die See fährt.
    Also fährt der alte Mann selbst aufs Meer hinaus und tut alles so, wie immer.
    Doch als plötzlich ein riesiger Fisch an seinem Angelhaken anbeisst, beginnt ein Kampf, der den Mann an seine Grenzen bringt.

    Meine persönliche Meinung dazu:
    Während ich das Buch gelesen habe, fand ich es nicht besonders spektakulär und habe mich immer wieder gefragt, wohin das wohl führen möge. 
    Doch als ich schliesslich am Ende angelangt war und es zugeklappt hatte, war ich überrascht. 
    Dieses Buch hat mich Nachdenken lassen, denn eigentlich ist es sehr tiefgründig und enthält eine Lehre.
    Deswegen blicke ich mit positiver Rezension auf dieses Buch zurück, da es eigentlich genial geschrieben und durchdacht wurde.

  15. Cover des Buches Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht (ISBN: 9783453410534)
    Nicholas Sparks

    Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

    (914)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa

    Plötzlich taucht die junge Frau Kathi in einer Kleinstadt in North Carolina auf. Sie meidet Kontakte, bis sie Vertrauen zu dem Witwer Alex fasst. Alex merkt sofort, dass Kathi vor einer dunklen Vergangenheit flieht. Kathi beginnt ihr Leben neu aufzubauen, doch die Gefahr ihrer Vergangenheit wird immer bedrohlicher. Ihr Verfolger kommt immer näher.


    Nicholas Sparks ist mal wieder ein Meisterwerk gelungen. Ich bin sofort in das Buch abgetaucht – es ist sehr spannend und es wurde schon fast etwas Thriller-Aspekt eingebaut, dadurch, dass die Kapitel abwechselnd aus Kathis und der Sicht ihres Verfolgers geschrieben wurden. Ich bekam teilweise ein sehr beklemmendes Gefühl, so sehr war ich in die Geschichte abgetaucht. Ein richtiges Katze-und-Maus-Spiel.


    Zeitgleich entwickelt sich eine sehr behutsame Liebesgeschichte zwischen Kathi und Alex, die das Roman-Feeling aufrechterhält und echte Wärme in die Geschichte bringt. Am Ende wird dem Roman eine fast schon spirituelle Note verliehen, was ich so definitiv nicht erwartet habe. Wieder ein Meisterwerk von Nicholas Sparks!

  16. Cover des Buches Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss (ISBN: 9783473401895)
    Alana Falk

    Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss

    (413)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Wenn dein Crush dich küsst… und dabei versehentlich deine Seele einsackt. Ups. 💀💋

    Ich habe gerade mein erstes Buch von Alana Falk gelesen und sagen wir so: Ich wollte nur kurz reinlesen… plötzlich war ich emotional investiert, leicht paranoid bei Küssen und tief in griechischer Mythologie versunken.

    Denn Erin ist keine ganz normale Studentin am Ivy Hall College. Während andere Studis Hausarbeiten schreiben und auf Verbindungspartys gehen, arbeitet sie nebenbei für Hades. Jobbeschreibung: Jungs küssen → Seele einsammeln. Arbeitszeiten: unregelmäßig. Romantische Beziehungen: streng verboten.

    Alles läuft eigentlich nach Plan – bis sie Arden begegnet. Und natürlich ist er genau der Typ, bei dem plötzlich Herzklopfen statt Seelenraub auf dem Programm steht. Problem: Ein einziger Kuss von Erin bedeutet für ihn… Game Over. Romantiklevel also: lebensgefährlich.

    Der Schreibstil von Alana Falk hat mich direkt abgeholt. Man fliegt richtig durch die Seiten und ist sofort mitten im Geschehen. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Erin und Arden, wodurch man beide Seiten des Dramas (und der inneren Panik) mitbekommt.

    Besonders cool fand ich die Elemente aus der griechischen Mythologie. Ich war so neugierig, dass ich nebenbei sogar selbst ein bisschen dazu recherchiert habe – ein gutes Zeichen, wenn ein Buch einen so reinzieht.

    Spannung gibt es eigentlich durchgehend, und das Ende? Damit habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet. Ich saß da kurz wie: „Moment… WAS?!“

    Fazit: Romantik, Mythologie, Spannung und ein ziemlich gefährlicher Kuss. Ich warte jetzt schon ungeduldig auf den nächsten Band, weil ich unbedingt wissen muss, wie es mit Erin weitergeht.

    Und ganz ehrlich: Nach diesem Buch überlege ich zweimal, bevor ich jemanden küsse. Man weiß ja nie. 💋


  17. Cover des Buches Kein Entkommen - Still Missing (ISBN: 9783596707850)
    Chevy Stevens

    Kein Entkommen - Still Missing

    (835)
    Aktuelle Rezension von: Silla_Gu

    Wir begleiten die Maklerin Annie, die während einer ihrer Open-House-Besichtigungen zum Opfer eines (wie sie ihn nennt) Psychos wird, der sie entführt und über einen langen Zeitraum in einer abgelegenen Blockhütte in den Wäldern gefangen hält. Während dieser Zeit erlebt sie unaussprechliche Dinge, die schonungslos erzählt werden, aber auch nach ihrer Flucht hört das Grauen nicht auf. 

    Wir erleben die Geschichte in Form von Therapiesitzungen, in denen ausschließlich Annie berichtet, selbst Rückfragen der Therapeutin möchte sie nicht haben. Das fand ich sehr besonders und hat dazu geführt, dass man noch mehr mit Annie mitfühlen/mitleiden konnte und auch wenn wir dadurch bereits von Anfang an wissen, dass Annie überlebt hat, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Teilweise waren die Erlebnisse die sie schildert, vor allem die während der Zeit in der Blockhütte, sehr schwer auszuhalten. Die Atmosphäre war echt krass beklemmend. Ungefähr nach der Hälfte des Buches gelingt es Annie zu entkommen und ab da geht es hauptsächlich um die Auswirkungen des Erlebten sowie natürlich um die Aufklärung, was genau hinter der Entführung gesteckt hat. Die Auflösung am Ende habe ich nicht kommen sehen und konnte auch da nur mit dem Kopf schütteln 🙈 Insgesamt fand ich die erste Hälfte packender, nichtsdestotrotz habe ich Kein Entkommen innerhalb von 2 Tagen verschlungen und würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

  18. Cover des Buches Wie das Feuer zwischen uns (ISBN: 9783736324602)
    Brittainy Cherry

    Wie das Feuer zwischen uns

    (667)
    Aktuelle Rezension von: _MiriamAnne_

    Ich liebe die Bücher von Brittainy C. Cherry und bewundere ihren besonderen Schreibstil. Auch in Wie das Feuer zwischen uns zeigt sie wieder, wie unglaublich schön sie mit Worten umgehen kann. Ihre Sprache ist emotional, bildhaft und zieht einen trotz allem durch die Geschichte.

    Leider konnte mich die Handlung dieses Mal überhaupt nicht überzeugen. Für mich war die Geschichte von Anfang bis Ende von einer sehr negativen Stimmung geprägt. Mit Ausnahme von Kel konnte ich keine der Figuren wirklich mögen, da ich ihre Entscheidungen und ihr Verhalten oft überhaupt nicht nachvollziehen konnte.

    Besonders schockiert hat mich, wie Logan mit Alyssa spricht. Seine Wortwahl ging für mich teilweise gar nicht und hat mein Leseerlebnis stark beeinträchtigt. Die Beziehung der beiden fand ich anfangs noch vielversprechend, doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr hat sie mich nur noch genervt.

    Am meisten fassungslos gemacht hat mich allerdings Logans Vater. Seine Rolle und sein Verhalten haben in mir nur Wut und Unverständnis ausgelöst. Bis zum Schluss konnte ich nicht nachvollziehen, wie manches einfach hingenommen wurde. Das hat mich beim Lesen wirklich frustriert.

    So sehr ich Brittainy C. Cherry als Autorin schätze, konnte mich die Geschichte dieses Mal leider überhaupt nicht abholen. Der wunderschöne Schreibstil war für mich das einzige echte Highlight, die Handlung selbst hat mich jedoch enttäuscht.

  19. Cover des Buches Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos (ISBN: 9783458682325)
    Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos

    (332)
    Aktuelle Rezension von: AnimantCrumb

    Inhalt

    Im vierten Band der Reihe steht Ophelia vor der endgültigen Enthüllung der Geheimnisse um die zersplitterten Archen und ihre Familiengeister. Während die Welt zunehmend ins Chaos stürzt, reist sie durch verschiedene Archen, um die Wahrheit über deren Ursprung und die rätselhafte Macht hinter allem aufzudecken.

    Gemeinsam mit Thorn gerät sie in ein Netz aus Intrigen, Identitätsfragen und existenziellen Entscheidungen. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen – und alles steuert auf ein folgenschweres, weltveränderndes Finale zu.


    Meinung

    Der Abschlussband der Spiegelreisenden-Reihe ist erzählerisch ein wahres Meisterwerk. Die Handlung ist wunderbar ausgeführt – dicht, klug konstruiert und voller Details, die zeigen, wie sorgfältig diese Welt über vier Bände hinweg aufgebaut wurde. Jede Enthüllung fühlt sich verdient an, jede Wendung fügt sich stimmig in das große Ganze ein.

    Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin die komplexen Themen – Identität, Erinnerung, Macht und Verantwortung – nicht nur andeutet, sondern konsequent zu Ende denkt. Man fiebert mit Ophelia mit, leidet mit ihr, zweifelt mit ihr. Ihre Entwicklung wirkt glaubwürdig und tiefgreifend, und auch Thorn erhält bewegende, intensive Momente.

    Die Atmosphäre ist dabei durchgehend spannungsgeladen. Bis zu den letzten Seiten bleibt unklar, wie sich die Ereignisse auflösen werden. Gerade diese Ungewissheit macht den Reiz des Buches aus – man kann es kaum aus der Hand legen.

    Und doch hat mich das Ende sprachlos zurückgelassen. Nicht, weil es schlecht wäre – im Gegenteil, es ist mutig, ungewöhnlich und konsequent gedacht. Aber es wirkte auf mich unvollständig. Nach all den offenen Fragen, nach der epischen Reise und den emotionalen Höhen und Tiefen hätte ich mir einen klareren, greifbareren Abschluss gewünscht. Stattdessen bleibt vieles bewusst offen, fast fragmentarisch – wie ein Echo, das nicht ganz verklingt.

    Vielleicht liegt genau darin die Stärke des Romans: Er traut sich, nicht alles auszusprechen. Und doch bleibt bei mir ein Gefühl von Wehmut zurück, als hätte ich eine Tür geöffnet, hinter der sich noch ein letzter Raum verbirgt, den ich nicht betreten durfte.

    Trotz dieses ambivalenten Gefühls ist „Im Sturm der Echos“ ein würdiger Abschluss einer außergewöhnlichen Fantasy-Reihe – anspruchsvoll, atmosphärisch und emotional tiefgehend. Eine Geschichte, die noch lange nachhallt.

  20. Cover des Buches The Chemist – Die Spezialistin (ISBN: 9783596298938)
    Stephenie Meyer

    The Chemist – Die Spezialistin

    (257)
    Aktuelle Rezension von: wasserratte

    Inhalt:

    Dr. Juliana Fortis ist auf der Flucht. Sie hat für eine geheime Spezialeinheit der Regierung gearbeitet und weiß mittlerweile zu viel. Es wurden schon vermehrt Anschläge auf sie ausgeübt. Jetzt versucht sie mit aller Kraft am Leben zu bleiben. Sie wird aus der Reserve gelockt mit der Möglichkeit dem Ganzen ein Ende zu setzten. Dafür soll Juliana einen allerletzten Auftrag durchführen. Ist es wirklich eine gute Idee diesen Auftrag anzunehmen?

    Meine Meinung:

    Ich lese eher selten Thriller. Der hier hat mir sehr gefallen. Ich fand ihn an manchen Stellen etwas zu langgezogen und konnte auch nicht genug die Emotionen der Protagonisten spüren. Ich würde sagen, dass es sich hier nicht um einen typischen Thriller handelt. Es gibt eine Liebesgeschichte, die das Ganze etwas aufmischt.

    Ich wurde von Anfang an gecatcht und war gespannt zu wissen, wie es für Juliana/Alex weiter gehen wird. Das Leben der Protagonistin ist echt einzigartig. Ständig auf der Flucht und jederzeit bereit zu sein sich zu verteidigen ist definitiv nicht leicht. Ich fand es schön zu sehen, dass sie ihre Fähigkeiten als Spezialistin / Chemist dazu nutzt sich zu verteidigen. Es sind zwar auch Waffen, diese muss sie aber mit Verstand einsetzen. Ihre Ressourcen sind nicht endlos.

    Ihre Vorgehensweise wird etwas auf den Kopf gestellt, als sie anfängt immer mehr Gefühle für Daniel zu entwickeln. Einerseits fand ich es verständlich, dass sie aufgrund ihrer Gefühle verwirrt ist. Aber für mich war es nicht so ganz nachvollziehbar, warum sie so „unvorsichtig“ wurde. Sie ist anfangs sehr bedacht und handelt auf einmal naiver. Sie hat in meinen Augen nicht genug die Entscheidung hinterfragt, alles zu geben, um Daniel zu beschützen.

    Ich finde nicht, dass dieses Cover zum Inhalt passt. Das amerikanische und englische Cover passen deutlich besser 😊 

    Fazit:

    Eine spannende Geschichte, die ein paar zu viele Seiten hatte. Kürzer und etwas knackiger hätte mich noch mehr gefesselt. Dennoch sehr empfehlenswert.   

  21. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492309813)
    Emma Donoghue

    Raum

    (928)
    Aktuelle Rezension von: pinkyliciousbooks

    Eine schreckliche Geschichte aus Kinderaugen erzählt, die noch lange nachhallt und zum nachdenken anregt.

    Für mich waren die Kapitel teilweise zu langatmig. Auch den Schreibstil der Autorin muss man mögen.
    Da das Buch aus der Sicht eines 5-Jährigen geschrieben ist, muss man sich an seine Sprache gewöhnen, aber diese Art und Weise macht das ganze auch liebenswert.

  22. Cover des Buches Schicksalsbringer (Band 1) - Ich bin deine Bestimmung (ISBN: 9783743203822)
    Stefanie Hasse

    Schicksalsbringer (Band 1) - Ich bin deine Bestimmung

    (298)
    Aktuelle Rezension von: Steffen1991

    Die Idee mit der Schülerin Kiera die sich an einer Münze verletzt und deren Leben danach auf den Kopf gestellt wird fand ich richtig gut. Ich habe noch mehr längs gelesene Bücher die ich mal bewerten müsste. Asche auf mein Haupt! Aber zurück zu Kera. Die sympatische Protagonistin mit ihren zu vorlauten Wünschen findet sich schnell im Chaos des Lebens wieder. Da könnte man ja sagen "selbst Schuld".

    Hayden und Phoenix auftauchen macht ihr Leben nicht einfacher.

    Das sie zu Verbündeten werden kam für mich unerwartet, zeigt aber nur das die Geschichte sehr gut geschrieben ist.

    Ich fand die Idee des Buches mal erfrischend anders, auch wenn es mir persönlich zu lange gedauert hat, bis die Geschichte in Fahrt kommt.

    Aber die witzige Storyline macht das mehr als wet.

     Die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet, auch wenn da noch Luft nach Oben gewesen wäre. 

    Zum so mal lesen auf jeden Fall empfehlenswert.

  23. Cover des Buches Three Women – Drei Frauen (ISBN: 9783492317917)
    Lisa Taddeo

    Three Women – Drei Frauen

    (145)
    Aktuelle Rezension von: Beasonders

    … sogar ziemlich schlimm. Ich hatte damit gerechnet, dass das Buch sicher keine angenehme Geschichte sein wird, aber am Ende kann man es wirklich nur so zusammenfassen: schlimm.

    Sprachlich fand ich es ab und an etwas holprig, was den Lesefluss minimal gestört hat. Oft konnte ich aber auch aufgrund der Geschichte nur ein Kapitel lesen und musste es dann erst einmal beiseite legen.

    Dennoch könnte man sich fragen, ob das eine Pflichtlektüre sein sollte. 

  24. Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783446278424)
    Robert Seethaler

    Ein ganzes Leben

    (480)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Ich hatte das Buch schon lange hier im Regal, bin aber nie dazu gekommen, es mal zu lesen. Da ich den Film sehen wollte, fand ich die Reihenfolge "Buch -> Film" sinnvoll und hab's mir mal geschnappt. 


    Und wie's dann so ist... 

    Ich war so fasziniert und gefesselt, dass ich's in eins durchgelesen habe - es ist einfach großartig. Seethaler findet Worte und Bilder, die einfach so plastisch und treffend sind, dass es gar keine langen Sätze und verschachtelten Mühen braucht - die Beschreibungen "sitzen", die Bilder sind bunt und anschaulich, und die Charaktere und Szenen entstehen unmittelbar vor dem geistigen Auge. 

    Ein großartiges und super bewegendes Buch. 

    Seufz. 🥹

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