Bücher mit dem Tag "mannheim"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mannheim" gekennzeichnet haben.

77 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bestimmung des Bösen (ISBN: 9783453359345)
    Julia Corbin

    Die Bestimmung des Bösen

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Kat_Von_I

    In der Nähe des Rheinufers werden 2 drapierte Frauenleichen entdeckt.

    Alexis Hall leitet die Ermittlungen. Gemeinsam mit ihrem Team und der Kriminalbiologin Karen Hellstern ermittelt sie auf Hochtouren. Aber es tauchen immer weitere Leichen auf, schnell wird klar sie haben es hier mit einer Mordserie zu tun. Aber der Täter scheint sein Muster geändert zu haben.... 

    Der Schock könnte nicht größer sein, als Alexis 2 weitere weibliche Leichen sieht. Die toten Frauen sind geschmückt mit weißen Anemonen, und diese kennt Alexis nur zu gut....

    Aus ihrer eigenen Kindheit!

    Alexis hat alles daran gesetzt das ihre Vergangenheit und das große furchtbare Geheimnis nie ans Licht kommen....

    Jetzt holt sie ihre Vergangenheit ein und für Alexis konnte das ernsthafte und gefährliche Konsequenzen haben.....


    Mein Fazit:

    Julia Corbin hat einen super Krimi und damit auch einen tollen Auftakt zu einer grandiosen Reihe 

    erschaffen. Witzigerweise habe ich Band 2 & 3 nämlich schon vor Band 1 gelesen 🙈🤣Aber das tut jetzt nichts zur Sache...

    Das Buch war von Anfang an total fesselnd und spannend 🤩 Man darf sich nur nicht von den vielen biologischen Aspekten abschrecken lassen, ich dachte anfangs es wird zu trocken, aber die ganzen Hintergrundinformationen sind mega interessant und natürlich auch wichtig für die Ermittlungen. Das mag ich besonders an den Büchern der Autorin 😊

    Den Schreibstil mag ich ebenfalls sehr! Er ist flüssig, sehr detailreich und bildhaft. 

    Die Hauptcharaktere waren mir natürlich schon bekannt und sie sind auch in diesem 1. Buch allesamt greifbar, sympathisch und charismatisch.

    Die Autorin erzählt in Unterschiedlichen Abschnitten aus der Sicht von den Beteiligten in der Gegenwart, die Erzählungen wechseln aber auch in die Vergangenheit. Da geht es um den Täter und  Alexis. Das macht es noch interessanter und man erhält viele Hintergrundinformationen. 

    Es gibt einige Wendungen und immer neue Fährten die in die Irre führen, diese haben die Spannung konstant aufrecht erhalten 😊 

    Der Showdown und diese krassen Wendungen am Ende fand ich genial. Ich kam aus dem mitfiebern nicht mehr raus und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen 🤩

    Aber eins muss ich zugeben, mir war klar wer die Täter sind 😉

    Lag vielleicht daran das diverse kleine Erinnerungsfetzen zu Band 2 & 3 aufkamen 🤷🏼‍♀️ Kann ich mir aber nicht vorstellen, es liegt schon eine ganze Weile zurück als ich die Bücher gelesen habe 🤔

    Ist aber auch nicht wichtig denn, dass war ein Krimi genau nach meinem Geschmack 🤩

    Alles ist logisch und ergibt Sinn und es bleiben keine offenen Fragen am Ende 😊

    Ich kann für jeden Thrillerliebhaber eine absolute Leseempfehlung der gesamten Reihe aussprechen und vergebe die vollen 🌕🌕🌕🌕🌕 

  2. Cover des Buches Nadelherz (ISBN: 9783453359888)
    Julia Corbin

    Nadelherz

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Cindy63

    Nadelherz ist der 3. Teil der Autorin Julia Corbin um das Ermittlerduo Hall & Hellstern. Obwohl ich die beiden anderen Teile nicht gelesen habe, fiel es mir nicht schwer das Buch zu lesen, da die Handlung nicht auf die Teile aufbaut. Es ist sehr spannend geschrieben, im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die andere so mißhandeln, finde ich sehr gruselig. Die Vorstellung der Hauptprotagonisten am Anfang, gefiel mir sehr gut. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass so viel Frauenpower bei der Kripo in den oberen Chefsesseln sitzen, aber wünschenswert wäre es. Außerdem finde ich es unwahrscheinlich, dass die Tochter zweier Mörder Kriminalkommissarin in der Mordkommission ist, aber wer weiß? Die Erklärungen der Biologin waren mir manchmal etwas zu ausführlich. Ich muss gestehen, ich habe auch nicht alles verstanden. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und war gut zu lesen. Außerdem war die Lösung des Falls ungewöhnlich und nicht vorhersehbar. Ich kann es nur weiterempfehlen!

  3. Cover des Buches Das Gift der Wahrheit (ISBN: 9783453359772)
    Julia Corbin

    Das Gift der Wahrheit

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Das Gift der Wahrheit" ist der 2. Fall für die Kriminalbeamtin Alexis Hall und die Biologin Karen Hallstern aus der Feder von Julia Corbin. Eines vorweg, den ersten Teil dieser Reihe hatte ich nicht gelesen, schaden dürfte das aber nicht, denn im 2. Teil wird man in eine Reihe von Beziehungsgeflechten geworfen... Man steigt da auch zu großen Teilen ohne Vorkenntnisse durch, aber einfacher dürfte es sein, wenn man den ersten Teil vorher kennt, denke ich mal....

    Also, worum geht es? Als eine Frau ermordet im Bereich einer Kläranklage aufgefunden wird und ein Spinennmedaillon um den Hals trägt, wird Alexis Hall und Karen Hallstern schnell klar, dass sie es hier mit einem ungewohnten Verbrechen zu tun haben.... Sie ermitteln, dass die Tote ein auch eher unkonventionelles Leben geführt hat und grausam durch Spinnenbisse zu Tode kam.... Schnell findet sich im privaten Umfeld der Toten ein Verdächtiger, doch sind die beiden damit auch wirklich auf der richtigen Spur? Nach und nach tuen sich mehrere Spuren auf und jede wird akribisch verfolgt.....

    Unterstützung bekommen die beiden dabei von verschiedenen Seiten, wie Europol, der Staatsanwaltschaft, den Kollegen, oder auch Alexis direkter Vorgesetzter.... Insgesamt haben mir in diesem Buch beinahe alle Charaktere gut gefallen!

    Neben dem Fall dreht sich auch sehr viel um die persönlichen Beziehungen untereinander.... Sowohl Alexis, wie auch Karen haben dabei schwer zu tragen, was die Vergangenheit betrifft.. Dies führt auch zu regelmäßigen Konflikten.....

    Die Story an sich ist sehr spannend, letztendlich wird ein Handlungsstrang, der in Kolumbien beginnt auch mit der Handlung verwoben, was gut gemacht ist! Die Auflösung an sich fand ich dann aber doch etwas zu arg konstruiert bzw. etwas drüber... Dennoch sorgt ein spannender Showdown für einen guten Schlussakt! 

    Ich vergebe gerne 4 von 5 Sternen für "Das Gift der Wahrheit". Ein bisschen weniger Seitenumfang und eine etwas "normalere" Auflösung hätten dem Buch vielleicht ganz gut getan! Insgesamt aber absolut lesenswert und sicher mal einen Blick wer! Ich würde mich über neue Stories für Hall und Hallstern freuen! 

  4. Cover des Buches Nummer Zwei (ISBN: 9783596196913)
    Claus Probst

    Nummer Zwei

     (52)
    Aktuelle Rezension von: sChiLdKroEte
    In den frühen Morgenstunden findet er die nackte, schutzlose, in einer aufreizenden Position auf einer Bank drapierte Leiche eines jungen Mädchens. Er kann das Mädchen dort nicht so zurück lassen. Er weiß, dass es falsch ist, aber er nimmt die Leiche mit zu sich nach Hause. In der Region Mannheim, versetzt ein Frauenmörder, der vor dem Mädchen bereits zwei weitere Frauen umgebracht, die Menschen in Angst. Fallanalytikerin Lena Böll wird an ihre alte Wirkstätte berufen, um ein Täterprofil zu erstellen und so bei der Aufklärung der Morde zu helfen.

    Anfangs habe ich ein wenig gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden. Das Auftreten des namenlosen Unbekannten, der die Leiche des Mädchens vorm Tatort entfernte, irritierte mich zunächst, da mir seine Rolle in der Geschichte nicht einleuchtete. Im Verlauf der Geschichte trat diese jedoch zu Tage und die Handlung wurde zunehmend spannender. Gegen Ende war ich regelrecht gefesselt und wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

    Der Schreibstil von Claus Probst hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und leicht zu lesen.

    Alles in allem hat mir „Nummer zwei“ nach anfänglichen, leichten Startschwierigkeiten gut gefallen. Es handelt sich um einen spannenden Thriller, den ich gern weiter empfehle. Außerdem hoffe ich auf weitere Fälle für Fallanalytikerin Lena Böll und ihr Team
  5. Cover des Buches Vakuum (ISBN: 9783827054371)
    Antje Wagner

    Vakuum

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Rajet
    Zitat:
    »Jeder Mensch bekommt die Möglichkeit, den tiefen Bruch in seinem Herzen zu überwinden. Eine Brücke über diese Albtraum zu bauen. Und darüberzusteigen. Aber während man im wirklichen Leben manchmal nur eine einzige Chance hat, die man auch verpassen kann, darf man die Reise im wahren Leben wiederholen. Man muss es sogar. So lange, bis man über die Brücke gegangen ist, so lange, bis man dem Nebel ins Auge gesehen hat.«

    Zum Inhalt:
    Kora. Tamara. Alissa. Leon. Hannes. Sie alle haben einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit und erleben, was es heißt, allein zu sein. Denn am 17. August um 15.07 Uhr passiert das Undenkbare: Die Zeit bleibt stehen, und alle Menschen um sie herum sind plötzlich verschwunden.
    In diesem beängstigenden Vakuum finden die fünf Jugendlichen nach und nach heraus, dass sie auf geheimnisvolle Weise miteinander
    verbunden sind ...

    Der Schreibstil mitreißend und spannend, nicht nur für die Zielgruppe 14-17 Jahre. Auch darüber ist es gut zu lesen und macht Spaß.

    Das Cover in grau-weiß gehalten, zeigt Menschen an einem Strand. Aber sehr wenige – als ob sie die letzten wären – wie in einem Vakuum. Passt perfekt zum Inhalt des Romans.

    Der Klappentext macht neugierig auf einen spannenden Roman.

    Fazit:
    Schon nach kurzer Zeit – diese bleibt stehen und man weiß nicht passiert es real oder nur im Kopf der Protagonisten. Unfassbar und zugleich doch erschreckend realistischer Roman. Zeit und Gefühle – mitreißend geschrieben, sehr intensiv und doch voller überraschender Wendungen. Erzählt aus der Sicht der Jeweiligen Protagonisten – was hat jeder aus seinem Leben mitgebracht, wie wirkt sich das auf sein Handeln aus? Stillstand ist immer auch eine Herausforderung vor allem wenn es die Zeit betrifft? Was ist wenn die Zeit stehen bliebe? Was würde bleiben und was sich verändern? Warum sind gerade sie noch hier?
    Nur das Ende war leider nicht so meins – aber trotzdem verdiente 5 Sterne.
  6. Cover des Buches Die Apothekerin (ISBN: 9783257238969)
    Ingrid Noll

    Die Apothekerin

     (450)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Humorvoll erzählt die Protagonistin ihre Lebensgeschichte voller schlechter Männer und noch viel schlechteren Entscheidungen im Hinblick auf diese. Locker, luftiger Plot mir viel Einblick in die Wirren menschlicher Psyche. 

  7. Cover des Buches Die Komplizen des Todes (ISBN: 9783948736095)
    Kirsten Sawatzki

    Die Komplizen des Todes

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Melanie-Schultz

    DIE KOMPLIZEN DES TODES von Kirsten Sawatzki ist der mittlerweile 3. Fall um die Kommissarin Laura Braun und die Rechtsmedizinerin Dr. Elena Salonis. Das Buch ist aber ohne Vorkenntnisse sehr gut zu lesen. 

    "Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn werden in einem Container 48 Leichen gefunden. Warum und woran sind die Menschen gestorben? Wo sollten die Leichen hingebracht werden? Kommissarin Laura Braun muss mit ihren Kollegen ermitteln und bekommt auch Hilfe von ihrer Freundin Dr. Elena Salonis."

    Kirsten Sawatzki hat einen wirklich fesselnden und super flüssigen Schreibstil. Durch die bildlich dargestellten Szenen hat mich schon hin und wieder die Gänsehaut gepackt. Zwischendurch ist es auch ein bisschen ekelig und manchmal auch nichts für schwache Nerven. 

    Die Charaktere werden für meine Begriffe sehr gut beschrieben, sodass ich nicht davon ausgegangen bin, dass es schon zwei Bände um die starken Persönlichkeiten gibt. 

    Das Thema welches hier aufbereitet wurde, hat es wirklich in sich. Handel mit menschlichen Leichen. Ein absoluter Alptraum. Aber die Gier nach Profit lässt eben manche "über Leichen gehen". 

    Ein empfehlenswerter Krimi für alle diejenigen, die sich auch vor der Kanalisation nicht ekeln. :-)

    Ich freue mich schon auf den nächsten Band mit Laura und Elena. 

  8. Cover des Buches Kein Dach über dem Leben (ISBN: 9783499632945)
    Richard Brox

    Kein Dach über dem Leben

     (13)
    Aktuelle Rezension von: monerl

    Kurzmeinung

    Genre: Autobiografie

    Handlung: Richard Brox erzählt aus seinem Leben, seiner Kindheit und Jugend, der Drogenabhängigkeit und wie er auf der Straße gelandet ist. Er gibt uns Einblicke in das Leben eines freien Berbers.

    Schreibstil: Richard Brox wurde unterstützt durch Dirk Kästel und Albrecht Kiesner. Die Erzählungen sind offen, ehrlich und mutig, denn Richard Brox nimmt kein Blatt vor den Mund. Im Nachwort schreibt Dirk Kästel über die gemeinsame Recherche mit Richard Brox. Er bringt sogar einige Nachweise, die z.B. belegen, dass Richards Eltern in KZ´s waren. Im Vorwort erzählt Günter Wallraff über Richard Brox, wie er ihn kennengelernt hat, als er seine Reportage über Obdachlose “Unter Null” machen wollte. Sehr interessant!

    Ende: Das Buch endet mit dem schönen Traum Richards, der ein Hotel für Obdachlose bauen und betreiben möchte, in dem sie respektvoll behandelt und akzeptiert werden würden. Ich hoffe, es gelingt ihm!

    Fazit: Ich kann absolut JEDEM dieses Buch empfehlen! Es sensibilisiert und genau das ist nötig. Wie oft werden Obdachlose abschätzig und vorurteilsbehaftet behandelt. Dabei sind auch sie keine homogene Gruppe, wie Richard Brox aufzeigt. Es eint sie, dass sie Außenseiter sind, aber ein jede*r hat sein eigenes Schicksal und Gründe, um auf der Straße zu sein. Ich weiß nun noch mehr, warum es immer gut war, etwas Geld in den Hüten Obdachloser zu hinterlassen. Und wer es nicht weiß, sollte sich umgehend dieses Buch kaufen und lesen!

    Richard Brox ist zu einer Berühmtheit geworden, da verschiedenen Journalisten durch seinen Blog “Ohne Wohnung – Was nun?” auf ihn aufmerksam wurden. Auf dem Blog führt und bewertet er Obdachlosenunterkünfte in Deutschland. Seine Bewertung hat schon dazu beigetragen, dass Unterkünfte verbessert oder auch geschlossen wurden. Eine tolle Idee und Unterstützung für Menschen, die nicht wissen, wohin sie gehen und sich wenden sollen, wenn sie plötzlich ohne Dach über ihrem Leben dastehen. Absolute Leseempfehlung!


  9. Cover des Buches Ein dunkles Spiel (ISBN: 9783876293493)
    Britta Habekost

    Ein dunkles Spiel

     (26)
    Aktuelle Rezension von: mama2009

    Meine Meinung und Fazit:


    Was hat eineaktuelle Leiche und ein ungeklärter Entführungsfall miteinander zu tun? Zunächst dem Anschein nach nur die Nähe der Tatorte in Mannheim.


    Jelene Bahl und Nico Lichte sind die ermittelten Kommissare. Ein eingespieltes Team, die sich blind auf einander verlassen können und sich gut ergänzen. Jelene steht mehr im Fokus. Eine unnahbare Person mut privaten Geheimnissen uns sonderbaren (Vor-) Lieben. Aber nicht unsympathisch, sondern stark und unbeirrbar. Dies zeichnet sich meiner Meinung nach auch in ihrer Ermittlerarbeit aus. Zu allem Überfluss bekommen sie noch einen neuen Chef, der sehr überheblich wirkt, nein ist. Grusliger Typ, der nur auf seinen Vorteil aus ist und mit der Angst spielt und diese auch einsetzt.


    Der Tathintergrund ist zunächst unverstellbar, irgendwie abgehoben, aber dann doch nicht unrealistisch.


    Ein interessanter und sehr spannend geschriebener Kriminalroman aus meiner Studienstadt. Eine Fortsetzung würde ich mir wünschen. Ich spreche gern eine Leseempfehlung aus. 

    Noch ein paar Eindrücke aus dem Buch. Kapitel 21: "Da ist diese psychische Eigendynamik, die mich imer wieder fertigmacht. Was wir von uns und den anderen mitbekommen, ist doch nur die obersze Ebene, auf der wir uns eingerichtet haben. Wir vergessen, dass darum eine Schlucht ist. Bei manchen ist sie tiefer als bei anderen."

    Kapitel 28 "Eine scheinbare Ewigkeit lang fühlte er sich wie der Tiger im Käfig. Jeder Gedankengang stieß nach kurzer Zeit gegen ein unüberwindbares Hindernis. Das Gefühl war unerträglich." 

    Mein Dank geht an das Team von dotbooks.de für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an die Autorin für die angenehmen und spannenden Lesestunden. 

  10. Cover des Buches Landgericht (ISBN: 9783442746491)
    Ursula Krechel

    Landgericht

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    Richard Kornitzer, ein verheirateter Jude kommt aus dem kubanischen Exil nach 11 Jahren zurück nach Deutschland, weil seine Frau, eine Arierin eine Suchanfrage gestellt hat. Ihre beiden Kinder sind seit Anfang des zweiten Weltkriegs in England untergebracht.

    Zunächst hatte ich Schwierigkeiten in dieses Buch " reinzukommen", Richard Kornitzer hat mir vom Typ nicht gefallen, was diesem Roman aber keinen Abbruch tut. Ich fand ihn nur egoistisch, er ging nicht auf die Gefühle anderer Menschen ein bzw. hat kein großes Verständnis weder auf Kuba noch in Deutschland gezeigt.

    In Rückblicken wird sein Aufenthalt auf Kuba und seine Anfänge und Aufstieg als Richter beschrieben. Außerdem seine Rückkehr nach Deutschland und die Besuche mit seiner Frau bei ihren Kindern in England.

    Die Lebensgeschichte der Kornitzers wird interessant beschrieben und man sieht sehr gut, was die Juden im 2. Weltkrieg erleiden mussten und welche Wiedergutmachung (?) geleistet wurde. 

    Zwischendurch hatte die Geschichte Längen, an sich ein gelungener Roman mit Geschichtshintergrund.

  11. Cover des Buches Der fünfte Mörder (ISBN: 9783492257435)
    Wolfgang Burger

    Der fünfte Mörder

     (25)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Ein explodierendes Auto, direkt neben Alexander Gerlach.... die Ermittlungen nehmen ihren Lauf und fördern ungeahnte Dinge an die Oberfläche.

    Wieder ein spannender Kriminalroman von Wolfgang Burger, den ich gerne gelesen habe. Der flüssige Schreibstil und die detailiert beschriebenen Personen haben es mir angetan. ich weiß jetzt schon: die Reihe werde ich ganz zu Ende lesen!

  12. Cover des Buches Zwei Welten (ISBN: 9783748182153)
    Kristina Tiedemann

    Zwei Welten

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Vani_Schneider

    In dem Buch "Zwei Welten Crash" von Kristina Tiedemann geht es um  Karin die eines Abends nach einem Club euch von zwei Männern angegriffen wird. Nur im letzten Moment kann der mysteriöse Aaron Karin vor Schlimmeren bewahren. 

    Im Laufe der Geschichte rettet er sie immer wieder und taucht immer im passenden Moment in ihrem Leben auf. Doch Aaron hat noch eine andere Seite als ihren Retter, eine kriminelle Ader. Und die wird Karin zu spüren bekommen, auf grausame Art und Weise. 

    Meine Meinung zum Buch:

    Ich war sehr überrascht, wie sehr mir das Buch gefällt, denn normalerweise sind Krimi/Thriller nicht so mein Ding und in die Richtung geht das ganze auf jeden Fall.

    Die Charaktere haben mir super gefallen. Sie sind spannend und interessant. Auch gefallen mir der Schreibstil und die Erzählweise der Autorin sehr gut.

    Ich kann dieses Buch wirklich jedem wärmstens empfehlen! 

  13. Cover des Buches Spiegelmord (ISBN: 9783596030354)
    Claus Probst

    Spiegelmord

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Crimehands-com
    Eine Spiegelstrafe zahlt böse Taten mit gleicher Münze zurück; stiehlt jemand, wird ihm die Hand abgehackt, redet jemand böse, kommt die Zunge ab. Nach diesem Muster geht ein Mörder in Mannheim vor und tötet Menschen, die früher ihre Kinder gequält und missbraucht haben. Moralisch ist dieser Fall für Lena Böll und dem restlichen Team eine riesige Herausforderung, denn nachtrauern tut den Toten niemand

    Letztens sah ich „Nummer zwei“ in meinem Bücherregal und ich dachte mir, dass ich null Erinnerung an den Inhalt habe. Also schaute ich, ob es einen Nachfolger davon gab und fand „Spiegelmord“. Ich bestellte das Buch und fing an, es zu lesen; irgendwann fiel der Name Lena Böll und ein leises, sehr leises Klingeln in meinem Kopf setzte ein. Obwohl mehrmals auf den Nummer-Zwei-Fall Bezug genommen wird, habe ich bis zum Ende von „Spiegelmord“ keine Erinnerung daran - was meistens ein schlechtes Zeichen ist.

    Dabei schreibt Probst gut, hat seinen eigenen Stil, reißt seinen Leser mit und klärt nicht immer alles auf. Er greift mitten im Buch schon zu der Zeit nach den Ermittlungen vor, er verrät uns wer stirbt, lange bevor dieser stirbt und lässt uns am Ende dann doch im Unklaren darüber. So geht er auch am Ende vor; er beantwortet uns nicht alle Fragen – am wenigsten die essentiellen. Ich finde es gut, denn so bleibt dieses Buch länger im Kopf, man macht sich Gedanken und kauft mit Sicherheit auch den nächsten Lena-Böll-Fall - falls einer nachkommt.

    Lena Böll ist ohnehin ein äußerst ambivalenter Charakter; sie ist nicht nur schlau, sondern anscheinend auch verdammt hübsch – und ebenso kaputt. Sie springt von einem Bett ins andere (man erfährt davon nur peripher), ihr Vater ist todkrank, und Mutter hat sie schon lange keine mehr. Vor allem „schlau und hübsch“ könnte einige Emotionen beim Leser hervorrufen – bei Männern gute, bei Frauen weniger gute. Aber gerade das hält den Leser bei der Stange, man will einfach wissen, wie es mit ihr weitergeht.

    Auch wenn Böll die Hauptperson ist, sieht man die Dinge nicht nur von ihrer Warte aus; vielmehr ist das Gegenteil der Fall, man betrachtet den Fall aus der Sicht zahlreicher Ermittler, begleitet die Opfer und die sekundären Täter. Nur die Sicht des Haupttäter bleibt uns vorenthalten, was dann doch etwas schade ist. Dennoch ist das Springen in mehrere Perspektiven facettenreich und verleiht dem Buch eine gewisse Tiefe. Die Geschichte wird dabei jeweils aus der dritten Person erzählt.

    Der Showdown hat mit dem Hauptfall nur peripher zu tun und ist in wenigen Seiten abgehandelt. Das Ende ist dafür sehr ergreifend, auch wenn uns Probst selbst hier nicht in ganz klaren Gefilden lässt. Offensichtlich ist das ein wichtiges Stilmittel des Autors.

    Fazit: „Spiegelmord“ ist ein flotter, facettenreicher Thriller, der mit fortlaufender Handlung immer flotter wird und den man – im Speziellen ich – so schnell nicht vergessen wird, weil er einige Emotionen hervorruft.
  14. Cover des Buches Der Pakt der Flößer (ISBN: 9783404174461)
    Ralf H. Dorweiler

    Der Pakt der Flößer

     (16)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Vor einiger Zeit fiel mir dieses Buch des mir bisher unbekannten Autors Ralf H. Dorweiler in die Hände. Neugierig geworden war ich durch den Klappentext, in dem der Schwarzwald erwähnt wird, der gar nicht weit von mir entfernt liegt. „Ah, die Holländerflöße“, meinte mein Mann, als er das Buch zur Hand nahm. Ich hatte noch nie davon gehört und war neugierig geworden. Gleich von Anfang an zog mich das Buch in seinen Bann, denn der Autor hat einen so bildhaften und beschreibenden Schreibstil, dass man sich fast ins Ende des 17.Jahrhundert zurückversetzt fühlt. Er beschreibt nicht nur den Floßbau und den Handel der damaligen Zeit. Er zeichnet auch ein feinfühliges Bild der Menschen mit ihren Gedanken und Bestrebungen. Man meint den sauren Wein zu schmecken und den Gestank in den Straßen zu riechen. Interessant fand ich auch, wie die Menschen zu ihren Flüssen standen. Sie waren für sie lebensbringendes Wasser und zugleich Abwasserkanal, in den sie ungefiltert ihre Abfälle und ihren Unrat kippten.
    Man merkt, dass der Autor exzellente Recherchearbeit geleistet hat. Hut ab und mehr davon!
  15. Cover des Buches Der Hahn ist tot (ISBN: 9783423252010)
    Ingrid Noll

    Der Hahn ist tot

     (313)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit spitzer Zunge erzählt und schreibt Ingrid Noll diesen wunderbaren Roman, den ich sprachlich absolut genossen habe. Der feine Blick in die Hauptfigur und das Unsagbare im Alltäglichen sucht seinesgleichen. Ingrid Noll ist  eine ganz wunderbare Autrorin, die ich auch schon auf einer Lesung erleben durfte. Hier schwingt nun diese lebenslustige und feine Beobachtein mit.

    Rosi , die biedere Büroangestellte hat es nicht leicht und ihr VHS Kurs lässt eine Lawine loslegen, die erbarmungslos ist. 

  16. Cover des Buches Selbs Justiz (ISBN: 9783257215434)
    Bernhard Schlink

    Selbs Justiz

     (101)
    Aktuelle Rezension von: PaulTemple

    Schlink versucht hier, zwei Erzählinhalte miteinander zu verknüpfen, was ihm jedoch nur zufriedenstellend gelingt: 
    Von der Krimihandlung her erwartet den Leser ein bisschen Raymond Chandler, ein bisschen Agatha Christie - die Grundpfeiler der Story sind nicht gerade neu. Immerhin aber nicht uninteressant, da der Hauptprotagonist sympathisch und auch realistisch dargestellt wird. Zudem kommt der 80er-Jahre Flair mit - aus heutiger Sicht - amüsanten Details über Telefaxe, Computersysteme, Smogalarm usw.  

    Zweiter Handlungsstrang:  Dem Detektiv holt seine Vergangenheit als NS-Staatsanwalt ein. Es sind alte Rechnungen zu begleichen und auch sein wohlgesonnener Jugendfreund hat Geheimnisse zu hüten. Ebenfalls eine durchaus interessante Story, die aber unter der Krimihandlung zu leiden hat und nicht zur vollen Blüte entfaltet wird.

    Fazit: "Selbs Justiz" vereint viele gute erzählerische Ansätze,  führt aber leider keinen ausgiebig zu ende. 
  17. Cover des Buches Das Buch des Satans (ISBN: 9783499254369)
    Tom Harper

    Das Buch des Satans

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Manfred_SH
    Es ist sehr spannend. Ich habe selten so viel in dem Buch lesen müssen, einfach weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Es spielt in der Zeit um 1450 und handelt über Gutenberg, verbotene Bücher, Ketzerei. Es spielt eine Geschichte als Thriller in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit über Gutenberg und seinen Freund und die wilden Armagnaken.
  18. Cover des Buches Wut im Quadrat (ISBN: 9783765088001)
    Alexander Emmerich

    Wut im Quadrat

     (32)
    Aktuelle Rezension von: loewe

    Verlagsinfo, Klappentext

    “Noch bevor die junge Olivia von Sassen ihren neuen Job als Kriminalhauptkommissarin antritt, beobachtet sie am Mannheimer Rangierbahnhof einen Mord. Doch als sie die Polizei ruft, ist die Leiche verschwunden – war das alles nur Einbildung? Schnell wird sie in die Wirren ihres ersten Mannheimer Falls gezogen, für den sie selbst die einzige Zeugin ist: ein Mord ohne Spur… Ein rasanter Krimi, der nicht nur einen spannenden Fall aus der Quadratestadt erzählt, sondern auch ein außergewöhnliches Duo präsentiert, das sich über die Regeln des normalen Ermittelns hinwegsetzt.”

    ISBN: 9783765088001

    G. Braun

    Leseeindruck

    Alexander Emmerich hat für mich hier einen guten Krimi geliefert. Der Schreibstil ist leicht und angenehm, hier und da blitzt der Urmannheimer Dialekt auf 

    Mit seinen Protagonisten Olivia von Sassen und Moritz Martin bringt er ein außergewöhnliches Team ins Spiel. Olivia hat eine neue Stelle in Mannheim, bei ihrer Anreise beobachtet sie einen “Mord” im Zug gegenüber. Sie zieht die Notbremse und ruft den Polizeinotruf. Als die Beamten eintreffen ist von einer Leiche nichts zu finden und sie hat einen denkbar schlechten Einstieg bei ihren neuen Kollegen… Alle gehen von einem Fehlalarm aus und der neue Chef ist nicht begeistert über ihre Aktion. Schon bereut Olivia ihren Schritt nach Mannheim zu kommen aber sie findet in ihrem Kollegen Moritz jemanden der dem “Gesehenen” auf die Spur kommen will. Gemeinsam mit dem deutsch türkischen Gerichtsmediziner Faith Üstbas machen sich die drei auf den Weg um hinter dem Rücken des Chefs den möglichen Tatort zu untersuchen.

    Ein spannender Auftakt.Nun werden wir gemeinsam mit Olivia in die Struktur von Mannheim eingewiesen. Mir war vorher nicht wirklich klar was der Begriff Quadratstadt bedeutet, nun bin ich etwas schlauer.

    Der Fall scheint an einigen Stellen etwas sehr konstruiert und für meinen Geschmack kommt vieles ein wenig unrund daher. Aber im großen und ganzen finde ich die Protagonisten wirklich noch ausbaufähig und ich kann mir gut vorstellen noch weitere Bände von diesen Ermittlern zu lesen. Klar hätte man die Hauptfiguren gerne noch ein wenig tiefer gestalten können, aber wenn dem Autor eine Serie vorschwebt ist es doch ok wenn man die Hauptdarsteller immer Stück für Stück besser kennenlernen darf. Aber eine Steigerung ist ganz sicher noch möglich 

    Ich vergebe sehr gute 3 Sterne


  19. Cover des Buches Wenn alle Hoffnung vergangen (ISBN: 9782496704617)
    Alexander Hartung

    Wenn alle Hoffnung vergangen

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Kommissar Tommens Kneipenaufenthalt wird jäh beendet, als er zu einem Tatort gerufen wird. Der Pharma-Manager Isak Neumann ist über die Brüstung seines Penthouses in den Tod gestürzt.
    Am Tatort entdeckt Jan auf den Überwachungsbändern einen unbekannten Eindringling: Bernard Durand, der wegen Körperverletzung an Isak Neumann eine zweijährige Haftstrafe absitzen musste. Die Fahndung nach Durand ist nur wenige Stunden alt, als sich der Gesuchte auf der Wache stellt - er bestreitet jedoch, der Mörder zu sein.

  20. Cover des Buches Recht und Gerechtigkeit (ISBN: 9783453200258)
    Jörg Kachelmann

    Recht und Gerechtigkeit

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Waldbauer

    "Nicht schon wieder der Kachelmann, werden Sie sagen" - so beginnt JK ein Buch, von dem man froh sein kann, dass es auf dem Markt ist, sonst blieben einem viele Einblicke und emotionale Eindrücke verwehrt.

    Zunächst: Kachelmann kann schreiben! Tiejes Vorwurf bei Jauch, es seien schon bessere Bücher geschrieben worden, läuft ins Leere. Besser als Boulevardzeitungsschreiber formuliert Kachelmann allemal, manchmal verspürt er gar die Lust zur Neuwortschöpfung ("Helmut-Schmidtigkeit" S. 219).

    Da Tiedjes Berufsstand im Buch weniger als schlecht wegkommt, wundern seine Tiraden in der Talksendung kaum.

     Wie gut es JK gelingt, Stimmung und Atmosphäre zu transportieren, zeigt sich bereits im ersten Kapitel, jener Verhaftung am Frankfurter Flughafen, die das monatelange Tauziehen einleitete.

    Die Ausweglosigkeit seiner Situation überträgt sich auf den Leser; das bürokratisch-unnahbare Verhalten der Verhafter, die beklemmende Mischung aus Biederkeit und Voyeurismus - man glaubt sie selbst spüren zu können.

     Auch den Hohn jener Beamten des mittleren Dienstes, als sie Miriams Statistik-Skript finden und nur wenig damit anzufangen wissen (war es deskriptive oder eher explorative Statistik?). Es gehört nun mal zum Handwerkszeug von Psychologiestudenten im ersten Semester, auch wenn es sich bei dem Fach um kein mathematisches, sondern um ein geisteswissenschaftliches handelt. Miriam, aus Leipzig anreisend, hatte es dabei. Wollte sie mit JK, der früher Mathe- und Physik-Nachhilfe gegeben haben soll, für eine Klausur üben? Sehr wahrscheinlich.

     JKs Angaben über das Vorgehen der Polizisten sind durchweg glaubhaft, da fast jeder ähnliches schon einmal erlebt haben dürfte, sofern er auf Autoritätspersonen des Rechtsstaates traf. Wenn auch in viel milderer Form wie z.B. bei Verkehrsverstößen (Vorzeigen der Papiere, Aussteigen-Alkoholtest, Anhalten wg zu schnellen Fahrens, Abschleppen wg Parken im Halteverbot, etc.)

    Diese Ohnmacht spürte JK, sie war nur ungleich größer und auch wenn er sich über die Beamten der "Außenstelle Schwetzingen" permanent beklagt, so war es doch Glück für ihn, dass der zuständige Kripoleiter es nicht für nötig erachtete, für die vorgesehene Verhaftung Spezialeinsatzkräfte anzufordern in Form des SEKs.

    Denn dann wäre JK zu Boden gerissen worden, man hätte ihm die Arme auf den Rücken gedreht und ihn unsanft herumgestoßen. Körperliche Blessuren wären zu den seelischen hinzugekommen.

    Allein, dass JK solche Art der Verhaftung in seinem Buch nicht beschreibt, zeigt dass der Einsatz der Spezialisten nicht statt gefunden hat. Man muss kein bewaffneter Schwerverbrecher sein, der zur Festnahme ausgeschrieben ist, damit die "harten Jungs" mit den Sturmhauben anrücken. Manchmal reichen schon ein hoher Intellekt, ein geschicktes Mundwerk und die Fähigkeit, Berufe ohne entsprechende Ausbildung auszuüben wie im Falle des Hochstaplers Gert Postel, der bei seiner Festnahme unsanft aus einer Stuttgarter Telefonzelle gerissen wurde (skurilerweise telefonierte er gerade mit einer Richterin).

    Die Spezialisten für Festnahmen üben nicht von morgens bis abends den Ernstfall, um dann im Einsatz die Samthandschuhe anzuziehen. Deren Fernbleiben könnte also tatsächlich und zum einzigen Mal so etwas wie ein "Promibonus" für Kachelmann gewesen sein. Vielleicht aber war es auch nur der bloßen Tatsache geschuldet, dass die "Schwetzinger" die polizeiliche Lage nicht aus der Hand geben wollten.

     Es geht interessant weiter mit der Gefängniszeit. Auch wenn für die Kakerlaken und Ratten weniger das "System Mannheim" als vielmehr das "System" Altbau ursächlich ist (es gibt auch moderne Gefängnisse wie die JVA Weiterstadt). Wir gestehen JK jedoch zu, dass die unliebsamen Tiere seinen Haftschock noch vergrößerten und für eine geistige Gemengelage sorgten, in der er nicht mehr so sehr differenzierte.

    Hier, im Knast, erlebte JK dann, dass es auch anders zugehen kann in der gnadenlosen Justiz, sei es in Mannheim oder anderswo, dass es mitunter sehr stark menschelt. In der JVA Herzogenried in Form des "Stockwerksbeamten G.", der die Gefangenen duzt, obwohl es verboten ist (Dienstvorschrift: Gefangene sind zu siezen), was JK nicht stört, weil es ein warmherziges Du ist, kein respektloses.

    Es ist ein Du wie einer großen WG. Einer solchen ähnelt der Stockwerk der JVA, weil man auf engem Raum wohnt und sich täglich sieht, weil Gefangene und Wärter aufeinanderhängen und miteinander auskommen müssen, auch wenn die einen jederzeit gehen können - theoretisch.

    Vielleicht sind es Bedienstete wie G., die durch ihre unkonventionelle Basisarbeit das Ganze zusammenhalten und ohne Engstirnigkeit dafür sorgen, dass die Subkultur nur manchmal brodelt und zischt (Bunker, Streitereien), aber nicht überschäumt oder explodiert (Haftschäden, Selbstmorde). Gs verbale Unterstützung für Kachelmann äußert sich in dem Satz: "Wenn du dir was machst, tret`ich dich in den Arsch" und auch die rüde Wortwahl und der breite Kurpfälzer-Idiom können die Empathie des Stockwerksbeamten nicht verbergen.

    Und dann der Tag der Freilassung, die Stunde des OLG-Bescheids; die Senatsentscheidung aus Karlsruhe kommt per fünfzehnseitigen Fax. Kachelmann, der Schänzer, teilt zuvor das Essen aus. Noch kennt er nicht den Inhalt des Schreibens, er hofft nur und bangt, den Puls auf 180.

    Es ist an G., seinem Häftling das Ergebnis der Beschwerde mitzuteilen ("Kachelmann, komm mal her") und er tut dies auf eine Weise, die so einfühlsam und schonend, so wenig überfordernd ist wie nur möglich: "Jetzt sammeln wir erst die Töpfe ein und dann machst du dich fertig."

    Es ist jener Moment, in dem Kachelmann schwer mit sich zu kämpfen hat, in dem die Tränendrüsen drücken und wieder zeigt G., dass er weit mehr kann als verwahren, kontrollieren und verschließen. Er kann verstehen. Er lässt Kachelmann allein, zwei Minuten nur, doch die reichen; er lässt ihn allein in seinem Büro zurück, damit dieser sich fassen kann.

    So sehr Oltrogge, Gattner und Seidling JKs Vertrauen in die Personen der Justiz erschüttert haben mögen, so sehr muss G. es wieder hergestellt haben.

    Was Staatsanwälte und Richter auf der einen Seite zerstörten, rückte ein Stockswerksbeamte wieder gerade, wenn auch nur im Kleinen und ohne juristischen Belang.

    Sehr spannend auch JKs nachfolgende Flucht: in Hotels, über Flughäfen und durch die Dünen. Nicht vor der Justiz, sondern vor den Paparazzis. Abenteuerlich ging es zu in Kachelmanns Leben, vor seinem Gefängnisaufenthalt und erst recht danach.

    Das Kapitel liest sich spannender als jeder Krimi. Schade, dass es so schnell zu Ende ist, denn: "der Prozess beginnt".

    Schade auch, dass Kachelmann uns vorenthält, warum Birkenstock ihn anbrüllte und zusammenschiss? (S. 114) Zumal sich der Vorgang wiederholte. Gerne hätte man zur der Anwalt-Mandant-Beziehung mehr erfahren, aber es ist wohl dem aktuellen Verfahren geschuldet, das Kachelmann gegen seine ehemaligen Rechtsbeistand führt, dass sich des Autors Zunge hier in Zurückhaltung üben muss.

    Mit Kachelmanns erstem Anwalt hatte auch Miriam, die Co-Autorin, von Anfang an ihre Probleme. Sie steht ihrem Mann in Punkto Schreibfähigkeit in Nichts nach, ja teilweise formuliert sie noch ausgefeilter und präziser. Und sie hat Verve. Kaum zu glauben, dass sie erst 26 Lenze zählt. Sie hat so wenig Girliehaftes an sich, dass Karaseks These von den Ich-schwachen Kachelmann-Freundinnen schnell ad absurdum geführt wird.

    Miriam ist, vielleicht noch mehr als JK, ein Mensch der sehr schnell ein Gespür für die Absichten und Motive seines Gegenüber entwickelt. (Beide, JK und Miriam, lesen immer sehr viel aus der Körpersprache ihrer Gesprächspartner).

    Dies kommt ihr in der Gerichtsverhandlung, in der sie als Zeugin aussagen muss, entgegen. Ihr Ringen mit dem Vorsitzenden, das Analysieren der Fragen, ihr blitzgescheites Abwägen, ihre gnadenlose Ehrlichkeit zu sich selbst - jene Passagen des Buches sind weit mehr als ein bloßer Zeugenbericht. Selten bekam man Intimeres zu lesen vom Innenleben einer Zeugin im Strafprozess. Man meint, Seidlings Fragen förmlich zu hören. Die Betroffenheit der Zeugin wird zur Betroffenheit des Lesers. Lese man dergleichen in einem Roman, verdiente es die Bezeichnung "Literatur".

    Das Durchstehen des Prozesses kostete sie viel Kraft, das Schreiben des Buches verlangt den tiefen Einstieg in eine Materie, die sie sehr scharfsinnig analysiert ("Was sich ändern muss"). Am Ende des Buches empört sie sich darüber.

    Wahrscheinlich verlangte die Situation von ihr, dass sie ihr Psychologiestudium unterbrechen musste. Sie wird es nun wieder aufnehmen.

    Auf S. 233 ist ein Foto abgebildet mit dem Buch "Der Soziopath von nebenan". Es ist die Leseempfehlung eines Therapeuten gewesen und soll auf die Person Kachelmanns gemünzt sein. Nichts geht dermaßen weit am Ziel vorbei wie der Begriff "Soziopath". Er stammt aus der Abteilung für Verhaltensforschung des FBI in Quantico (Behavourial Science Unit) und dient zur Klassifizierung von Serienkillern, die aus sexuell-pervertierten Motiven morden. Tätern also, denen man eine völlige Empathielosigkeit gegenüber ihren Opfern unterstellen muss, da sie andernfalls zu solchen Taten gar nicht fähig wären (in Deutschland denke man an den "Menschenfresser" aus dem hessischen Rothenburg).

    Kachelmann als komplett gefühllosen Menschen zu bezeichnen, ihm gar eine Gefühlsunfähigkeit im pathologischen Sinne zuzuschreiben, tun nicht einmal seine größten Gegner. Auch wäre der behauptete Ausbruch in jener Nacht (hasserfüllter Blick, emotionaler Ausraster, impulsive Gewalttat) kaum damit in Einklang zu bringen. Ein Soziopath hasst nicht. Er ist zu Gefühlen/Emotionen gar nicht fähig. Er handelt mehr oder weniger emotionslos und (aus seiner Sicht) rational.

    Verwendet man den Begriff hingegen für Menschen, die andere manipulieren und ihre Vorteile rücksichtslos zu wahren wissen, dürfte man den Großteil der Polit- und Wirtschaftsklasse getrost darunter subsumieren.

    Etwas verwunderlich, wenn JK sich darüber wundert, dass das Gericht Birkenstocks Umarmungsstrategie als Schwäche auslegte (S. 205). Man darf nicht vergessen: Kachelmann hatte ja nicht gestanden. (Zudem die Höchstzahl an Verteidiger aufgeboten.) Dem Gericht blieb demnach die Mühe der Überführung. Eine "weiche" Verteidigung, wie Birkenstock sie anfangs anstrebte, kann ja nur zum Erfolg führen, wenn der Angeklagte gleich zu Beginn alles einräumt, das Verfahren dadurch abkürzt und im Gegenzug auf eine milde Strafe hoffen darf (Deal).

    Mit Freundlichkeit das Gericht überzeugen zu wollen, dass man unschuldig ist, kann schon deshalb nicht funktionieren, weil man ja sehr früh einen Befangenheitsantrag stellte. Die Verteidigung kämpfte also mit harten Bandagen und das bedeutete: Konfliktverteidigung.

    Verwunderlich ist auch, dass das Gericht so großen Wert auf Zeugenaussagen legte.

    Selbst von Zeugen, die dabei gewesen sind, weiß Jura-Profesor Uwe Wesel in seinem Buch ("Risiko Rechtsanwalt") zu berichten: Die Hälfte der Zeugen macht - gewollt oder ungewollt - falsche Angaben, ganz oder teilweise.

    Das Buch kommt leider nicht ohne eine kräftigen Schuss Polemik aus („dumme Polizisten/gieriger Staat/Schergen Mannheims/Knallchargen/Justizdarsteller“).

    Hier fehlt etwas die Distanz des Autors, was jedoch angesichts dessen, was Kachelmann erlebt hat, auch kein Wunder ist. Natürlich geht es JK nicht nur darum, Mißstände aufzuzeigen. Das Buch dient auch zu einem Großteil als Katharsis, Verarbeitung.

    Es ist dennoch ein gutes Buch. Ohne diese (zu toleriende) Schwäche - und wären einige der vielen interessanten Passagen noch ausführlicher - gäbe es 5 Sterne.

     

  21. Cover des Buches Die Poetin (ISBN: 9783746618487)
    Guido Dieckmann

    Die Poetin

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Die Kurpfalz in der Zeit des Biedermeier. Eine lebensfrohe junge Dichterin reist mit ihren jüdischen Eltern aus dem preußischen Gebiet nach Heidelberg, wo ihr Bruder Medizin studiert. Als wahre Begebenheit, auf welcher der Roman basiert, liegen die Studentenaufstände und der Mordanschlag auf den Mannheimer Schriftsteller Kotzebue zugrunde, der damals der Spionage für Russland verdächtigt wurde. Verschwörung, blutige Unruhen und eine junge Poetin in den Wirren der Revolution und der Liebe… Der Plot verspricht Spannung, hält aber nur wenig davon. Die lebensfrohe junge Dichterin würde ich als unfolgsame, egoistische dumme Gans bezeichnen, die keinen Moment an die Gefahren für ihren Bruder oder ihre jüdischen Eltern denkt, wenn sie schon auf ihre eigene Person keine Rücksicht nimmt. Völlig unlogisch für diese Zeit nimmt das unverheiratete Gör mehrfach Reißaus und bewegt sich alleine durch Heidelberg und andere Stätten – was im Grunde bezüglich Sitte und Anstand für diese Zeit absolut absurd ist, da dies für eine Frau einem kompletten Ehrverlust gleichkommt. Dabei haben die Erlebnisse von Nanetta, wie diese jüdische Poetin genannt wird, für mich sehr wenig mit Abenteuer und Spannung zu tun, eher mit Frust, weil die holde Weiblichkeit aus der Feder von Herrn Dieckmann einmal mehr mit lebensfernen Klischees behaftet wird. Auch die unterschwellig beginnende Liebesgeschichte versteht mich nicht zu fesseln. 

    Neben diesen Fauxpas warte ich die ganze Zeit über, dass die Dichterin ihrem Stand Ehre macht und irgendetwas Poetisches aus ihren Eindrücken oder Gefühlen zu Papier bringt. Aber nein, sie schleppt nur persönliche Briefe von Heinrich Heine in ihrem Ridikül mit sich herum. Auch andere Situationsbeschreibungen im Roman entsprechen meiner Meinung nicht den Gegebenheiten dieser Zeit, in der man z B. sicherlich die Federn der gerupften Hühner nicht einfach auf die Straße warf, sondern alles zu verwenden wusste. 

    Interessant dargestellt fand ich die geschichtlichen Ereignisse und ihren Einfluss auf das Alltagsleben. Besonders die Szenen, die den schon damals grassierende Judenhass und seine Auswüchse aufzeigen. Insgesamt jedoch ein mittelmäßiges Lesevergnügen.

  22. Cover des Buches Selbs Betrug (ISBN: 9783257227062)
    Bernhard Schlink

    Selbs Betrug

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 304 Seiten

    Verlag: Diogenes Verlag (21. Juni 1994)

    ISBN-13: 978-3257227062

    Preis: 12,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Unaufgeregter, aber spannender (Regional-) Krimi


    Inhalt:

    Gerd Selb, Privatdetektiv in Mannheim, erhält unter ungewöhnlichen Umständen einen Auftrag. Er soll die verschwundene Studentin Leonore Salger finden, ohne dass jemand etwas davon mitbekommt. Mit seinen hartnäckigen Recherchen findet Selb schließlich fast mehr heraus, als für in selbst gut ist.


    Meine Meinung:

    Bernhard Schlinks unaufgeregte Art des Erzählens macht einfach Spaß. Hier gibt es keine großartige Action, aber trotzdem jede Menge Spannung. Die Handlung ist einigermaßen komplex, sodass sie nicht leicht zu durchschauen ist. Bei aufmerksamem Lesen kann man aber problemlos folgen. 


    Man kann sich die Figur des ehemaligen Staatsanwalts und jetzigen Privatdetektivs gut vorstellen. Selb ist ein Mann mit Rückgrat, aber auch Ecken und Kanten. Er macht Fehler und nicht nur Legales. 


    Der Großteil des Romans spielt im Rhein-Neckar-Raum, wo man viele der beschriebenen Orte wiedererkennt. 


    Selbs Betrug ist der 2. Band der Selb-Trilogie, aber auch ganz gut ohne Vorkenntnisse lesbar.


    Die Trilogie:

    1. Selbs Justiz

    2. Selbs Betrug

    3. Selbs Mord


    ★★★★☆


  23. Cover des Buches Mannheim - Heiter bis blutig (ISBN: B00C1SG2JC)
    Patrizia Sabrina Prudenzi

    Mannheim - Heiter bis blutig

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kerry

    *Ein Tag zum Loslassen*

    Eine Frau setzt sich an einen Brunnen - sie will einfach nur allein für sich sein und beobachtet das Wasserspiel, dass sich ihr bietet. Sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, doch Loslassen ist gar nicht so einfach.


    *Szenen aus einer Neckarstädter Ehe*

    Die 88-jährige Erna berichtet ihren Zuhörern aus ihrem Leben, wie es war, vor dem 2. Weltkrieg aufzuwachsen, wie sie sich verliebte, heiratete, ein Kind bekam - und wie sich ihr Mann in den Kriegsjahren immer mehr veränderte. Diese Veränderungen hatten unvorhersehbare Folgen ...


    *Die Saat war der Wind*

    Er, in mittleren Jahren, ist erfolgreich im Job und zufrieden mit seinem Leben. Zwar hat seine Ehe nicht gehalten, aber er ist stolz auf seine Tochter und hat zu ihr ein sehr gutes Verhältnis. Zum absoluten Glück fehlt ihm nur noch das Einverständnis, dass er die Firma, in der er arbeitet, übernehmen / kaufen darf. Doch eines Tages taucht Paula, die Schwiegertochter in Spe des Chefs in seinem Leben auf und er ahnt es bereits - diese Frau ist der Anfang vom Ende ...


    *Die Sonne ist tot*

    Die 16-jährige Dilay hat es nicht leicht. Bis vor kurzem durfte sie noch zur Schule gehen und hatte dort ein mehr oder weniger freies Leben, doch das hat sich geändert, denn in die Schule darf sie nicht mehr, jetzt geht sie Putzen. Ihr Vater und Bruder bestimmen über ihr Leben - so wie es schon immer war und es wurde schlimmer nach dem Tod ihrer Mutter. Doch als ihr Vater auch noch eine Ehe arrangiert, wächst ihre Verzweiflung von Minute zu Minute und ein kühner Plan reift in ihr heran ...


    *Junimond*

    Ein junger Mann wacht nach einer durchfeierten Nacht auf und hat anfänglich Schwierigkeiten, sich überhaupt zu orientieren. Erst nach und nach wird ihm klar, was sich am Vorabend alles ereignet hat und mit jeder weiteren Erinnerung wächst eine Erkenntnis in ihm ...


    *Die Mannheimer Kathedrale*

    Der Unfreie Josef wendet sich völlig verzweifelt an Meister Zehrer. Sein Herr, Karl von Ludwigstein und dessen gesamte Familie, ist tot - augenscheinlich an der Pest gestorben, doch Josef glaubt nicht daran, auch wenn alles danach aussieht, deswegen wendet dieser sich an Zehrer, dem die gesundheitspolizeilichen Tätigkeiten in Mannheim obliegen. Auch Zehrer hat schnell Zweifel ...



    Anfänge einer Schriftstellerlaufbahn! Bei diesem Buch handelt es sich um eine kleine, feine Sammlung von Kurzgeschichten der Autorin Patrizia Sabrina Prudenzi aus ihren schriftstellerischen Anfangszeiten. Diese decken sowohl die Bereiche Fantasy, Thriller/Krimi und Historie ab, einfach eine bunte, aber mörderische Mischung. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, doch leider waren mir die Geschichten viel zu kurz, ich mag es lieber, die Figuren näher kennen zu lernen, wobei meine Lieblingsgeschichte die der "Neckarstädter Ehe" ist, die etwas länger als die übrigen Kurzgeschichten ist und eine ganz tolle Protagonistin hat, wobei mich die Kurzgeschichte "Die Saat war der Wind" auch total genial fand - diese hatte einen überaus faszinierenden Plot.


  24. Cover des Buches Das Sommerkleid der Schauspielerin: Historischer Roman (ISBN: B086126WHD)
    Anna Maria Brandi

    Das Sommerkleid der Schauspielerin: Historischer Roman

     (16)
    Aktuelle Rezension von: kimono_nero

    Bei dem Sommerkleid der Schauspielerin handelt es sich um ein Buch, was mir wahrscheinlich nie selbst gekauft hätte, Mich aber sehr positiv überrascht hat.

    Es geht um fanny, ein Mittzwanzigern, die in Westfalen des 19. Jahrhundert noch nicht verheiratet ist und bei ihrer Schwester mit Mann lebt. Fanny lebt unbeschwert und hält Kontakt zu ihrem Bruder, der zum studieren nach Heidelberg gegangen ist. Doch fannys unbeschwertes Leben Hört auf, als ihr Schwager ihr in Aussicht stellt, in ein Heim für „alte Jungfern“ zu ziehen, insofern sie keinen Mann findet. Da muss schnell ein Plan mit dem Bruder her, da Fanny auf gar keinen Fall heiraten möchte, wem auch? Fanny und ihr Bruder träumen vom auswandern und sich in der Ferne wieder zu treffen. Dabei nimmt fanny durch ein Schlüsselerlebnis mit einem Schauspieler eine andere Identität an und macht diese ihrem Bruder glaubhaft in ihren Briefen. Der Bruder jedoch bricht nicht nur sein Studium ab und unterstützt hier und da Kriegs Schlachten, sondern macht sich auch auf die Suche nach seiner Schwester. Durch ihre aufgebaute Scheinwelt merkt Fanny nicht, was in der Realität passiert. Schließlich gibt es da noch den örtlichen Buchhändler und das Hausmädchen... 

    die Geschichte endet in einem großen Drama und Fanny merkt zu spät, dass man manche Dinge nicht aufhalten kann, sobald man sie einmal in Gang gesetzt hat. Aber kann sie trotzdem noch glücklich werden? 


    Ein Großteil des Buches besteht aus dem Briefverkehr der Geschwister. Der Schreibstil wechselt zwischen indirekter, direkter Rede und ist ziemlich hoch. Die Charaktere waren sehr gut ausgebildet und man kann alle Beteiligten stets aus ihrer Perspektive verstehen. Allerdings kann ich das Buch nicht jedem empfehlen, durch den hohen schreibstil. Aber wer sich auf das Buch einlösst wird nicht enttäuscht!

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