Bücher mit dem Tag "manuskript"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "manuskript" gekennzeichnet haben.

76 Bücher

  1. Cover des Buches Falling Fast (ISBN: 9783736308398)
    Bianca Iosivoni

    Falling Fast

    (1.086)
    Aktuelle Rezension von: Kristina_Ritter

    Das Cover gefällt mir in dem lilanem getupften Ton.


    Hailee ist auf einem Roadtrip unterwegs und landet wie von selbst am Grab ihres besten Freundes. In einer Bar lernt sie Chase kennen während sie versucht von einem schmierigen Typen wegzukommen. Etwas an ihn fasziniert sie, doch als sie erkennt wer er ist wendet sie sich ab. Ausserdem muss sie sowieso wieder los, da sie mit ihrer Schwester am Ende des Roadtrips verabredet ist. 


    Mir hat der Start der Geschichte richtig gut gefallen, man konnte sich alles gut vorstellen und war auch direkt betroffen von Jaspers Tod. Ein bisschen an der Kommunikation der beiden hat mir nicht gefallen, ich kann es aber nicht genau benennen. Ich musste in diesem Buch 2 mal richtig weinen. 

    Mit diesem Ende zurückgelassen zu werden ist echt fies. Mir ist noch nicht so ganz klar, wieso sie am Ende so handelt wie sie es tut. Aber vielleicht wird das in der Fortsetzung besser erklärt, es hätte auch die Spannung rausgenommen wenn man mehr Informationen hätte. Spice ist vorhanden, die Dosierung ist in Ordnung. Man kann sich hier auf Romantik, Herzschmerz und viel Emotionalität einstellen. 


    Kein Highlight für mich, aber dennoch lesenswert. 

  2. Cover des Buches A Discovery of Witches - Die Seelen der Nacht (ISBN: 9783764533342)
    Deborah Harkness

    A Discovery of Witches - Die Seelen der Nacht

    (1.264)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Diese Bücher begleiten mich schon seit sehr vielen Jahren und ich liebe sie über alles. Mir gefällt die Welt voller Menschen, Dämonen, Vampire und Hexen. Die Protagonistin Diana ist teilweise recht anstrengend und nervig, aber in Kombination mit Matthew macht es das alles wett. Voller Humor, Gefahren, Abenteuer. Perfekt für den Herbst. 

  3. Cover des Buches Shadow of Night - Wo die Nacht beginnt (ISBN: 9783764533359)
    Deborah Harkness

    Shadow of Night - Wo die Nacht beginnt

    (532)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Matthew und Diana fliehen vor Ihren Problemen mit der Kongregation und reisen nach England - aber in einer anderen Zeit. Ich habe diese Zeitreise total gefeiert. Mir hat das Setting von London sehr gut gefallen und die Charakterentwicklung von Matthew und Diana fand ich super. Dass sie auch noch auf einen ganz besonderen Vampir treffen, hat mich zutiefst ins Herz getroffen. Einfach wow 

  4. Cover des Buches Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (ISBN: 9783492307543)
    Joël Dicker

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    (964)
    Aktuelle Rezension von: Jewego

    Normalerweise bewege ich mich eher bei den typischen 400-Seiten Romanen, daher hat mich der Umfang dieses Romans (320 Seiten mehr) zunächst etwas eingeschüchtert - ich mag keine Bücher, in denen stundenlang über die Umgebung gesprochen wird. Es interessiert mich nicht, wie GENAU der Raum aussah, aus welchem Holz der Wohnzimmertisch geschnitzt ist und ich brauche auch keine ganze Seite, die mir das Wetter beschreibt. Bei langen Romanen habe ich oft die Sorge, genau das vorzufinden: ausschweifende Länge. In diesem Roman war das allerdings gar nicht der Fall. Mit unglaublichem Geschick hat Dicker es geschafft, verschiedene Perspektiven und verschiedene Zeiten miteinander zu vereinen,  Wahrheiten zunächst zu verschleiern oder nach und nach preiszugeben, ohne auch nur ein an den Leser gerichtetes Versprechen nicht zu halten. Alle offenen Fragen wurden bis zum Ende erklärt und haben einem bis dahin eine tolle Lesereise beschert. 

    Der Umfang des Buchs geriet beinahe in Vergessenheit, so schnell wie man die Seiten umgeschlagen hatte und darin verschwunden war. Ich bin definitiv positiv überrascht und froh, mich nicht abschrecken lassen zu haben.

    Ich verstehe zwar nicht, worauf diese Beziehung genau beruht und was sie so wunderbar macht (vor allem für einen erwachsenen Mann), aber das heißt ja nicht, dass es sowas nicht trotzdem genauso gegeben haben könnte oder sogar auch gibt.

    Viele kritisieren die verschiedenen Erzählperspektiven, da dadurch Dopplungen auftauchen, aber ich denke, das ist die falsche Betrachtungsweise. Es sind quasi Aussagen verschiedener Leute und oft verändert sich auch mal ein Detail, was einen als Leser dazu ermutigt, wachsam zu bleiben und dem Ganzen auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus kam es mir jetzt aber auch nicht übermäßig gedoppelt vor und wenn doch (zum Beispiel, wenn eine Aufnahme nochmal abgespielt wurde) dann überfliegt man den Text eben, wenn man sich noch so gut dran erinnert. Wer vielleicht mehr als ein paar wenige Tage an dem Buch sitzt findet die kurzen Erinnerungen dann auch ganz hilfreich. Aber wie gesagt, es kam nicht ständig vor und war eher die Ausnahme - so oder so.

  5. Cover des Buches Nächstes Jahr am selben Tag (ISBN: 9783423718455)
    Colleen Hoover

    Nächstes Jahr am selben Tag

    (1.276)
    Aktuelle Rezension von: Ebru88

    Colleen Hoover steckt sehr viel liebe in das Buch mit viel Humor und Emotionen. Emotionen die jemandem tief ins Herz gehen. Fallon will ihre Schuspielkarriere nicht beenden und Ben möchte Schriftsteller werden daher wollen sie sich nicht im Weg stehen und versuchen die Beziehung (Fernbeziehung) irgendwie ungewohnt auf Beinen zu halten. 

  6. Cover des Buches Yellowface (ISBN: 9783847901624)
    Rebecca F. Kuang

    Yellowface

    (579)
    Aktuelle Rezension von: libriamooore

    Ich habe mich mit Yellowface bewusst aus meiner Komfortzone gewagt und bin ehrlich gesagt sehr positiv überrascht. Im Rahmen meiner A-Z Challenge hatte ich das Buch auf dem Schirm und hätte nicht gedacht, wie sehr es mich packen würde.

    Die Geschichte und die Protagonistin haben mich gleichermaßen beeindruckt und teilweise auch richtig schockiert. Yellowface hält der Buchbranche und dem Literaturbetrieb gnadenlos den Spiegel vor.

    Der Schreibstil ist flüssig und sehr direkt, wodurch man kaum Abstand zur Geschichte bekommt. Für mich war es deutlich besser als erwartet und definitiv ein Buch, das nachwirkt.

  7. Cover des Buches The Book of Life - Das Buch der Nacht (ISBN: 9783764533366)
    Deborah Harkness

    The Book of Life - Das Buch der Nacht

    (337)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Die Reise von Matthew und Diana führt sie wieder zurück in ihre Zeit und sie stellen sich mit neuem Mut der Kongregation. Beide müssen sich um dringende Familienangelegenheiten kümmern und Diana führt die Suche nach dem verlorenen Manuskript fort. Das Ende habe ich nicht kommen sehen und ich war danach erst einmal etwas melancholisch. Eine schöne Reise geht zu Ende. 

  8. Cover des Buches Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen (ISBN: 9783426529409)
    Emily Henry

    Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen

    (467)
    Aktuelle Rezension von: die_gluecksfee

    Die Literaturagentin Nora fühlt sich als Stadtmensch in New York pudelwohl. Ihre Schwester Libby kann sie mit grosser Mühe überzeugen, Urlaub in der Kleinstadt Sunshine Falls zu machen. Dort hoffen beide, ihre Geschwisterbeziehung zu stärken. Libby hat aber noch andere Pläne für ihre Schwester. Zudem wird der Urlaub durch das Auftauchen von Charlie Lastra gestört, den Nora nicht leiden kann.

    Ich habe verhältnismässig lange gebraucht (100 Seiten), um in die Geschichte reinzukommen. Erst dann steigt die Spannung etwas, wo sich Nora und Charlie in Sunshine Falls begegnen und sich annähern. Leider war das auch das Highlight der Handlung, denn danach plätschert die Geschichte vor sich hin und ist sehr vorhersehbar. Ich habe mich insgesamt nicht gut unterhalten gefühlt, und durch die nicht überzeugende Handlung musste ich mich fast durchgängig durch das Buch quälen.

    Die Figuren sind an sich realitätsnah gezeichnet und weisen auch eine gewisse Tiefe und ihre individuellen Probleme auf. Schlussendlich konnte ich aber mit keinem wirklich warm werden. Die Beziehung zwischen Libby und Nora hat mich auch eher genervt. 

    Der Schreibstil war in Ordnung - mit einer Prise Humor. 

    Ich kann für das Buch keine Empfehlung aussprechen. Ich kann mir aber vorstellen, dass jüngere Lesende das Buch toll finden könnten.

  9. Cover des Buches A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1) (ISBN: 9783743220010)
    Nadine Mannchen

    A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)

    (220)
    Aktuelle Rezension von: Tuptus

    Schwer in wenigen Worten zu beschreiben. Der Großteil des Buches lässt mich an der Protagonistin (ver-)zweifeln. Trotz des unbeständigen Charakters, hofft man auf einen spannenden Wendepunkt der sich nach 3/4 des Buches endlich herrausliest. 

    Für mich war die wechselden Charakterzüge der Protagonistin oft schwer nachzuvollziehen und teils anstrengend zu erleben. Trotz, oder vielleicht gerade deshalb, sehnt man den dann auch kommenden Wendepunkt der Geschichte herbei. 

    Ab diesem Punkt (leider für mich etwas zu spät) zieht mich das Buch in seinen Bann. Zwar wird es nie meine Liste der Lieblingsbücher zählen, jedoch hat es einen, der Geschichte geschuldeten, außergewöhnlichne Erinnerungswert der nicht in der breiten Masse der Mainstream-Lektüren untergeht.

  10. Cover des Buches Lila, Lila (ISBN: B00BYM07TM)
    Martin Suter

    Lila, Lila

    (580)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich wusste nicht was mich erwartet. Ehrlicherweise ist das nicht mein typisches Genre aber es wurde mir empfohlen.

    Die Geschichte handelt von David, welcher ein Manuskript findet und es als sein eigenes ausgibt. Er will damit Marie beeindrucken. Doch auf einmal wird er über Nacht berühmt.

    Ich fand die Ausschnitte von Sophie, Sophie unglaublich gut geschrieben. Die Liebesbriefe gehen einem wirklich ans Herz. Auch die Verknüpfung zu David und Marie ist einfach herzlich.

    Ich mochte die Dynamik von David und Jacky (dem vermeintlich echtem Autoren) sehr. Es bestand aus Nervenkitzel und Spannung. Auch Marie und Davids anfänglich Beziehung war wirklich schön.

    Der Schreibstil von Suter ist unglaublich. Er konnte die Veränderungen der Beziehung so nahbar ausdrücken. Er transportiert ganz große Gefühle durch seine Wortwahl. Das Buch ist literarisch unglaublich.

    Auch die zwischenmenschlichen Ebene und die Lehre ist wirklich schön. Es handelt sich hier um ein ganz tolles Buch.

  11. Cover des Buches Der Seidenspinner (ISBN: 9783734102233)
    Robert Galbraith

    Der Seidenspinner

    (381)
    Aktuelle Rezension von: Marigold

    Im zweiten Fall für Cormoran Strike verschwindet der Autor Owen Quine spurlos und Strike soll ihn im Auftrag seiner Frau aufspüren. Schnell wird klar, dass mehr dahinter steckt als nur ein spontanes Abtauchen. Quine hat ein Manuskript geschrieben, das Menschen aus seinem Umfeld extrem bloßstellt. Als er brutal ermordet aufgefunden wird, müssen Strike und Robin tief in die literarische Szene eintauchen, um herauszufinden, wer ihn wirklich zum Schweigen gebracht hat.

    Für mich war dieser Teil deutlich düsterer, schwerer und komplexer als der Vorgänger. Die Geschichte ist sehr gut recherchiert, bietet viele Andeutungen, Wendungen und ein klassisches Miträtseln bis zum Schluss. Allerdings braucht man dafür Geduld, denn es gibt auch Längen und eine anhaltend bedrückte Stimmung. Insgesamt aber ein starker zweiter Band der Reihe mit toller Weiterentwicklung von Robin und einem Fall, der lange nachwirkt.


  12. Cover des Buches The Things we leave unfinished (ISBN: 9783499013553)
    Rebecca Yarros

    The Things we leave unfinished

    (178)
    Aktuelle Rezension von: Karolina_Hruskova

    Ich habe lange erst ziemlich locker daran gelesen, fand es ganz nett, wusste aber nicht, wohin mich die Geschichte führen wird. 


    Mit der Zeit habe ich mich dann aber in Scarlett und Jameson verliebt, habe mich in ihre unerschütterliche, leidenschaftliche Liebe verliebt, die mitten im Zweiten Weltkrieg so bedeutsam und heilend aufgetreten ist. Georgia und Noah waren kein Vergleich dazu. Ihre schnippische Art war mir stellenweise zu viel. Die Spannung zwischen beiden war zwar da, wurde aber auch ziemlich gut versteckt. 


    Ab der Hälfte war ich dann voll im game, habe mich auf jedes Kapitel aus den 40er Jahren gefreut, sie begeistert gelesen. Mein Herz war angegriffen; auf der einen Seite war diese wahre, pure Liebe, auf der anderen Seite der immer drohende Tod. Im Laufe der Geschichte hat man viele Anhaltspunkte erhalten, wie Scarletts und Jamesons Schicksal aussehen könnte, ich war mir auch sehr sicher, dass ich das Geheimnis gelöst hatte - und dann hat ein Kapitel, ein Absatz alles verändert. Überwältigend.


    Ab dem Punkt, als Georgia und Noah in der Gegenwart übernommen haben, überschlugen sich die Ereignisse und ich bin teilweise nicht mehr hinterhergekommen. Dennoch mochte ich sehr, wie alles (auf-)gelöst wurde.


    Meine liebste Romance von Rebecca Yarros bis jetzt. Eine gefühlvolle Geschichte über Liebe, die allen Widrigkeiten trotzt.

  13. Cover des Buches Das Buch der Spiegel (ISBN: 9783442487554)
    E.O. Chirovici

    Das Buch der Spiegel

    (362)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Im Buch geht es um mehrere Personen, die ihre Geschichte und ihre Recherchen zu einem einzigen Mord erzählen, der schon 25 Jahre zurück geht. Dabei sagt der eine das Gegenteil vom andren und es bleibt bis zum Schluss rätselhaft was denn eigentlich passiert ist in der Mordnacht.

    Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden auf Grund des Covers. Ich finde es toll gemacht wie die Stadt sich spiegelt und dazu der Titel des Buches, passt perfekt.

    Es war zunächst eigenartig diesen Roman aus Sicht von 3 Protagonisten bzw erzählen zu lesen aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Ist auf jeden Fall eine super Idee und für mich noch nie dagewesen wie der Autor diesen Mordfall erzählt. Man ist vor jeder Person auf der Hut, die in Verbindung zum Mordfall steht.

    Sehr spannend gemacht, eine ganz eigene Idee, eine ganz eigene Schreibweise. Etwas sehr neues!
    Nur das Ende hat mich etwas ratlos zurück gelassen, da hätte ich gern nochmal die Sicht aus dem Manuscript gehabt....deshalb einen Stern Abzug. Ansonsten sehr gut gemacht!

  14. Cover des Buches Die vierzig Geheimnisse der Liebe (ISBN: 9783036959122)
    Elif Shafak

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe

    (82)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Das ist jetzt nicht despektierlich gemeint, aber das (scheinbar) religiöse Gedudel mag dem einen Leser, der anderen Leserin gehörig „auf den Zweig gehen“. In einem solchen Fall ist man geneigt, diesem opulenten Werk von etwa 500 Seiten nicht seine Lebenszeit zu opfern. Warum es trotz solcher Vorbehalte lohnt, sich hier einzulesen, wird spätestens dann deutlich, wenn einen die Kraft der Sprache, die Opulenz der erzeugten Bilder in ein gedankliches Karussell katapultiert, dem nur schwer zu entkommen ist. Solcherart geflasht, folgt man neugierig den beiden Ebenen dieser Erzählung. 

    Auf der einen, der im 13. Jahrhundert angesiedelte Geschichte, folgen wir der Freundschaft und den Gesprächen zwischen dem persischen Gelehrten und Sufi-Dichter Rumi und dem Wanderderwisch Schams-e Tabrizi, und auf der anderen einer intensiven Auseinandersetzung zwischen der verheiratet Ella und dem „augenöffnenden“ Disput mit dem Autor des Buches „Süße Blasphemie“, Aziz Zahara. Wie nicht anders zu erwarten, werden hier die universellen Enden der Liebe zu einem offenen Knoten verwebt. Und so ganz nebenbei (so nebenbei ist es auch wieder nicht) bekommt man einen recht unverstellten Blick in die Möglichkeiten der islamischen Religion: „‘Wer die Nisa [Sure an-Nisã, Sure „Die Frauen“] mit offenem inneren Auge liest, erkennt, dass in dieser Sure nicht um Frauen und Männer geht, sondern um Weiblichkeit und Männlichkeit. Und jeder Einzelne von uns, auch du und ich, hat, in unterschiedlichen Graden und Abstufungen, sowohl Weibliches als auch Männliches in sich. Nur wenn wir lernen, beides anzunehmen, erreichen wir das harmonische Einssein.‘“

    Es würde dem Buch nicht gerecht, diesen Mehrklang zwischen Leben und Liebe, und alles, was dazwischen liegt, eingebettet in die verschiedenen gesellschaftlichen Zustände/Normen auch nur annährend vorstellen zu können. Einerseits. Andererseits kann man diesen Roman auch mit feuchten Augen lesen, ohne sich von der tiefe der Gedanken irritieren zu lassen. In welcher Form auch immer man sich diesem Buch nähert, man wird überrascht werden von der Weite und Tiefe der angebotenen Gedanken. Zusätzlich wird man mit einer spannenden, auseinandersetzungsreichen Geschichte belohnt.

  15. Cover des Buches Die längste Nacht (ISBN: 9783401061894)
    Isabel Abedi

    Die längste Nacht

    (188)
    Aktuelle Rezension von: lealiebtlesen

    In "Die längste Nacht" geht es um Vita, die nach ihrem bestandenen Abitur mit ihren zwei Freunden zu einem Roadtrip durch Europa aufbricht. Ihre erste richtige Station führt die drei nach Italien in das kleine Dorf Viagello. Dort fällt ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße und mit ihm auch ein für Vita unglaubliches Familiengeheimnis, das sie nun aufzudecken versucht...

    Vorweg muss ich sagen, dass mir diese Rezension ein wenig schwerfällt. Ich habe an der Geschichte kaum etwas auszusetzen, trotzdem hat mir irgendwie das gewisse Etwas gefehlt.

    Die Geschichte besticht vor allem durch den schönen bildlichen Schreibstil, der insbesondere die Schönheit Italiens und das italienische Lebensgefühl perfekt einfängt. Der Roman ist dadurch perfekt für den Sommer und löst eine Menge Fernweh aus.

    Das Geheimnis, das im Vordergrund der Geschichte steht, wird erst nach und nach aufgedeckt. So bleibt es durchgehend spannend und interessant. Ich habe mir bis zum Schluss die genauen Umstände nicht richtig ausmalen können und wurde dementsprechend von der Auflösung sehr überrascht.

    Nichtsdestotrotz hat mir an der Geschichte irgendetwas gefehlt. Ich hatte Schwierigkeiten wirklich mit den Protagonisten mitzufiebern. Die Gefühle von Vita. aus deren Sicht die komplette Geschichte erzählt wird, kamen nicht ganz bei mir an. Auch Luca blieb mir für meinen Geschmack zu distanziert und leider auch austauschbar, sodass ich den beiden ihre Liebe nicht richtig abnehmen konnte.

    Gut gefallen haben mir hingegen die Darstellung bzw. Verknüpfung der Zusammenhänge und der gesamte Handlungsverlauf der Geschichte. Lediglich am Ende hätte ich es schöner gefunden, wenn ein wenig mehr offene Fragen beantwortet worden wären. Ein paar Kleinigkeiten blieben für mich nämlich noch offen. Andererseits kann ich auch nachvollziehen, warum die Autorin sich für dieses Ende entschieden hat. Es rundet die Geschichte auf jeden Fall gut ab.


    Fazit:
    "Die längste Nacht" ist eine tolle Jugend-/Sommerlektüre, die flüssig zu lesen ist, trotzdem aber durch einen wunderschönen Schreibstil besticht. Auch die Handlung selbst ist fesselnd und lädt zum Miträtseln ein. Auch wenn ich ein oder zwei kleine Kritikpunkte habe, kann ich den Roman doch uneingeschränkt weiterempfehlen!

  16. Cover des Buches Die Bücher, der Junge und die Nacht (ISBN: 9783426528969)
    Kai Meyer

    Die Bücher, der Junge und die Nacht

    (239)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Und wieder einmal hat es mich mit Kai Meyer ins grafische Viertel der Vergangenheit von Leipzig verschlagen, wobei die Geschichte natürlich nicht nur dort spielt, sondern auch an anderen Orten. Auf jeden Fall war sie aber wieder richtig gut, spannend und sogar ein wenig mysteriös.

    Erzählt wird die Geschichte in drei verschiedenen Zeitebenen, in denen es teilweise um verschiedene, aber teilweise auch um wiederkehrende Charaktere geht, und welche alle miteinander zusammenhängen. So begleitet man 1933 Jakob, 1941 den Jungen Robert, Jakobs Sohn, welcher mit dem etwas mysteriösen Mercurio auf der Jagd nach bestimmten Büchern ist, und 1971 ebenfalls Robert, der nach und nach mit der Geschichte der Familie Pallandt konfrontiert wird, die unmittelbar mit seiner eigenen Herkunft zusammenhängt. Die unterschiedlichen Zeitebenen haben dabei ihren ganz eigenen Charme, wobei ich gerade die Ereignisse 1933 am interessantesten fand und vor allem auch das Setting. Zudem spielt hier das Thema Okkultismus und der Nationalsozialismus erneut eine Rolle, aber mehr oder weniger im Hintergrund. Vor allem geht es natürlich um Bücher, aber auch um die Liebe und um Familiengeheimnisse. Das alles hat der Autor wieder super bildlich und flüssig zu Papier gebracht. Die Geschichte war echt packend und mitreißend, fühlte sich zudem sehr realistisch an und die Atmosphäre war einfach nur großartig. Zudem gab es einige Wendungen und am Ende war dann zwar einiges wie erwartet, aber manches auch komplett unerwartet.

    Was die Charaktere angeht, so gibt es schon ziemlich viele Hauptfiguren, was etwas verwirrend für mich war. Die zahlreichen Nebenfiguren haben es mir dann aber teilweise wirklich schwer gemacht, alle auseinanderzuhalten, und vor allem war mir manchmal nicht ganz klar, wer nun eigentlich mehr und wer weniger wichtig für die Geschichte ist. Ansonsten sind aber auch diese super realistisch geschrieben und ich habe sie gern begleitet. Vor allem, denke ich, wird mir Grigori, mit seiner etwas frechen Art, im Gedächtnis bleiben.

    Alles in allem empfand ich diesen Band der Reihe als wieder echt super, atmosphärisch und spannend. Es gibt einige Rätsel, Verschwörungen und sympathische Charaktere. Auf jeden Fall bin ich gespannt auf weitere Bände der Reihe.

  17. Cover des Buches Melmoth (ISBN: 9783847906643)
    Sarah Perry

    Melmoth

    (121)
    Aktuelle Rezension von: Sophiasticated

    Nach dem Erfolg von Die Schlange von Essex legt Sarah Perry mit Melmoth einen weiteren Roman vor, der sich deutlich dunkleren Themen zuwendet. Inspiriert vom klassischen Gothic-Roman Melmoth the Wanderer von Charles Maturin, versucht Perry, alte Schauerliteratur mit modernen Fragen nach Schuld, Verantwortung und Verdrängung zu verbinden. Das gelingt ihr streckenweise beeindruckend – aber nicht durchgängig.

    Im Zentrum steht Helen Franklin, eine zurückgezogen lebende Übersetzerin in Prag, deren nüchternes Dasein durch die Entdeckung eines mysteriösen Manuskripts aus dem Gleichgewicht gerät. Dieses erzählt von Melmoth, einer einsamen, geisterhaften Gestalt, die seit Jahrhunderten durch die Welt wandert und Menschen heimsucht, die Schuld auf sich geladen haben. Die Idee ist faszinierend – Melmoth als personifizierte Erinnerung, als Mahnung, die niemandem erlaubt zu vergessen oder sich reinzuwaschen.

    Perry verwebt mehrere historische und persönliche Erzählungen miteinander, die Einblicke in Grausamkeiten und moralisches Versagen geben – von den Gräueltaten des 20. Jahrhunderts bis zu intimen Momenten menschlicher Schwäche. Diese Geschichten sind oft eindrucksvoll, teils erschütternd – doch der rote Faden dazwischen wirkt nicht immer straff genug gespannt.

    Perrys Sprache ist elegant und atmosphärisch dicht, mit einem spürbaren Hang zum Literarischen. Die düstere, leicht entrückte Stimmung, die Prag als Schauplatz perfekt unterstützt, ist eine der großen Stärken des Romans. Auch die Idee, Schuld nicht als juristisches, sondern als existenzielles Phänomen zu betrachten, hebt Melmoth von bloßer Gruselliteratur ab.

    Doch genau hier liegt auch ein Problem: Der Roman will viel – vielleicht zu viel. Zwischen Gothic-Fiction, philosophischem Essay und psychologischem Drama bleibt die emotionale Wucht manchmal auf der Strecke. Die Figuren – allen voran Helen – wirken oft seltsam distanziert. Ihre inneren Kämpfe bleiben abstrakt, statt wirklich unter die Haut zu gehen. Wer eine packende Geschichte erwartet, wird stellenweise eher mit einer intellektuellen Meditation konfrontiert.

    Melmoth ist ein ambitionierter, atmosphärisch starker Roman mit einem interessanten Konzept. Sarah Perry beweist literarisches Können und wagt sich an große Themen. Doch nicht alles fügt sich zu einem runden Ganzen. Die emotionale Distanz, die Überfrachtung mit Motiven und das langsame Erzähltempo können das Leseerlebnis mitunter dämpfen. Ein gutes, nachdenkliches Buch – aber nicht unbedingt ein unvergessliches.

  18. Cover des Buches Das geheime Leben des Monsieur Pick (ISBN: 9783328102151)
    David Foenkinos

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    (117)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Richard Brautigan erzählte in „Die Abtreibung: Eine historische Romanze 1966“ von einer Bibliothek, die die abgelehnten Manuskripte erfolgloser Autoren beherbergte. Eine ebenso rührende wie originelle Idee. Jeder der schreibt, weiß wie tragisch es ist, wenn man für den Mülleimer produziert, weil sich niemand findet, der die eigene Leistung zu würdigen vermag. David Foenkinos verfasst in „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ eine Hommage an Brautigans geniale Idee, indem er einen seiner Protagonisten, in einem kleinen abgelegenen Dorf in der Bretagne, ebenfalls solch eine Bibliothek eröffnen lässt. Hier müssen die Autoren persönlich erscheinen und ihr Werk einreihen, quasi auf den Friedhof der Geschichte. Der Weg in das bretonische Dorf wird so zur Wallfahrt des Eingestehens des Versagens, aber auch des Loslassens und der Erneuerung.

    Doch was wäre wenn sich unter den zahllosen Manuskripten ein epochales Werk verbergen würde? Was, wenn einige Lektoren nicht richtig hingeschaut hätten? Was, wenn der Zeitgeist einfach gerade ein anderer war? Und was wäre, wenn der Literaturbetrieb weniger auf die Inhalte als auf das Image, die Show und die verkaufszahlen achtet? Könnten dann nicht Meisterwerke einfach so unter den Tisch fallen – bzw. in einer Bibliothek der abgelehnten Bücher landen?

    Genau das geschieht im geheimen Leben des Monsieur Pick. Eine junge Lektorin entdeckt in den zahllosen Manuskripten ein geniale, wie emotionale Geschichte von Liebe, Trennung und einer historischen Reminiszenz an den Todeskampf des russischen Nationaldichters Puschkin. Jeder, der das Werk liest, ist begeistert und so bahnt sich die Sensation des Jahrhunderts im Literaturbetrieb an. Ein mehrfach abgelehntes Manuskript eines unbekannten Autors, wird zum Bestseller und zum Hauptthema der Feuilletons. Wer war dieser ominöse Monsieur Pick, der diesen außergewöhnlichen Roman geschrieben hat?

    Der Meister der Nebensächlichkeiten

    Das geheime Leben des Monsieur Pick ist dabei nicht nur eine wundervolle Geschichte über das Verlagswesen und die Literaturszene, es ist zugleich eine Erzählung über die Macht des geschriebenen Wortes und manchmal auch einfach nur über die Wirkung des Zufalls – oder zumindest die Veränderungen die das Leben manchmal braucht, um es zum Besseren zu wenden. Die einfach nur schöne Geschichte ist dabei durchweg spannend, ist doch bis zum Schluss nicht klar, was es nun mit Monsieur Pick und seinem Jahrhundertroman auf sich hat.

    David Foenkinos ist ein Meister der vermeintlichen Nebensächlichkeiten. Man muss schon aufmerksam lesen und vielleicht auch mal ein klein wenig recherchieren, um die Anspielungen und tieferen Bedeutungen zu erkennen und sie nicht einfach als schlechten Stil abzutun, wie es in mancher Rezension geschieht. Ein wundervolles Beispiel ist das Barabara-Album „La Mal de vivre“, das eine kleine aber bedeutende Rolle spielt. Foenkinos hätte jedes andere Chanson nehmen können, aber er bezieht sich auf das Lied „Göttingen“.

    Es ist eine wunderschöne, geradezu philanthropische Anspielung auf aktuelle Entwicklungen in Frankreich, Europa und auch weltweit. Die Liebe ist nicht nur wesentliche Triebfeder des Romans, sie ist auch wesentliche Triebfeder des Autors. Und das kann man an zahlreichen Stellen spüren, so man sich denn auf Belletristik einlassen kann.

    „Er tat so, als hätte ihn das überraschende Weidersehen entzückt, und ging davon, ohne sich weiter nach ihr zu erkundigen. Sie dachte sich, er hat sich nicht verändert, alles dreht sich immer nur um ihn. Sie konnte ja nicht wissen, wie weh sie ihm getan hatte.“

    Es sind diese Kleinigkeiten, die natürlich nicht immer so bedeutend sind wie bei „Göttingen“, aber sie sind auch mehr als nur eine sprachlichere Spielerei, die den Roman, den Schreibstil von Foenkinos so wundervoll machen. Diese Vorliebe für Details, für die Gedanken der Protagonisten auch abseits der Haupthandlungsstränge, das Nachreichen von Erklärungen oder Zusatzinformationen für eigentlich bereits beendete Szenen, entwickeln eine Sogkraft, die einem ein permanentes Lächeln, ob der Liebe Foenkinos für seine eigene Erzählung, ins Gesicht zaubert. Dadurch sieht man beim Lesen allerdings eventuell leicht debil aus. Das sollte man bedenken, wenn man es gewohnt ist, in der Öffentlichkeit zu lesen.

    Ein leicht debiles Lächeln

    Auch ist dem Buch ein sehr spezifischer Humor zu eigen. Dies gilt es ebenfalls zu beachten, sollte man gerne in einem Kaffee lesen. Denn wer bei der Lektüre laut lacht, gerät natürlich schnell in den Verdacht man würde Trivialliteratur lesen. Oder noch schlimmer irgendein Buch eines geghostwriteten Comedian. Gott bewahre. Foenkinos ist Unterhaltung. Selbstverständlich. Aber Monsieur Pick ist wundervolle Unterhaltung. Unterhaltung mit fantastischen Sprachbildern und herausragenden Formulierungen. Ich neige fast dazu, dies für eine Spezialität der französischen Literatur zu halten. Sie „schminkte sich ab, schwermütig wie eine alternde Schauspielerin nach der letzten Vorstellung.“ Den Satz kann man ruhig länger auf sich wirken lassen.

    Dieser wunderschöne Roman hat jedoch auch einen gravierenden Nachteil. Zumindest für mich. Wenn in Romanen andere Bücher erwähnt werden, kann ich nicht anders, als mir eben diese Bücher zu kaufen. Es muss doch schließlich einen Grund geben, dass der Autor eben diese Werke erwähnt. Foenkinos benennt allerdings so einige Romane, was meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) mal wieder unter die Decke wachsen lässt. Das Schicksal der Bibliomanen und Bibliophilen.

  19. Cover des Buches Harry Potter: Eine Geschichte voller Magie (ISBN: 9783551556998)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter: Eine Geschichte voller Magie

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    Was für ein großartiges Buch! Ich bin ja nicht nur ein riesiger Fan von Harry Potter, sondern interessiere mich auch für alte Mythen gerade in Zusammenhang mit Magie und dafür ist dieser großformierte Bildband wirklich ein Traum!

    Er entstand durch die Ausstellung im Jahr 2017 im British Library, der Nationalbibliothek des Vereinten Königreichs und eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken der Welt. Es vereinigt wissenswertes über alle Arten der Zauberei von der Antike bis zur Gegenwart im Kontext zu Harry Potters Geschichte.
    Schon in der Einleitung des Kurators Julian Harrison erkennt man die vielen Verbindungen zu alten Sagen und wie sie bei Rowlings Büchern ihren Platz gefunden haben.

    Aufgeteilt ist das Buch in 9 Kapitel, die nach den Schulfächern der Hogwarts Schule für Zauberei benannt sind. Jedes davon wird mit ein paar Worten eingeleitet von verschiedenen Fachleuten wie unter anderem einem Astronauten, einem Professor für Sozialgeschichte, einer Kolumnistin oder auch einem Priester.
    Die Schrift ist etwas klein geraten und ich musste mich teilweise doch etwas anstrengen beim lesen, dafür sind wirklich zahlreiche Fotos und Bilder abgedruckt, die den Text wunderschön veranschaulichen - darunter auch viele bisher unveröffentlichte Entwürfe und Textstellen von Joanne K. Rowling.
    Besonders schön fand ich auch die Farbbilder der Hogwarts Lehrer von Jim Kay, die sind perfekt getroffen.

    In Kapitel 1, Die Reise, wird erzählt, wie Joanne K. Rowling zur ihrer Idee gefunden hat und wie Harry Potter immer bekannter und berühmter wurde. Dazu auch einige Hintergründe wie z. B. die Namen und ihre Bedeutungen, verschiedene wichtige Gegenstände und Fabelwesen aus der Geschichte. Ein ganz toller Einblick, der jedes Fanherz höher schlagen lässt!

    In Kapitel 2, Zaubertränke und Alchemie, reichen die Ursprünge weit in die Vergangenheit zurück und zeigen die Entwicklungen in der Alchemie zur Chemie bis zur Medizin. Das fand ich wirklich interessant, denn das Thema an sich hat mich schon immer interessiert, gerade die Alchemie, und mit dem "Stein der Weisen" hat man hier eine sehr enge Verbindung zum ersten Harry Potter Band.

    Überraschend fand ich, dass die Wirkung eines Bezoar zum Beispiel, den wohl jeder als Rons Lebensretter kennt, schon seit Jahrhunderten bekannt ist! Allerdings war mir neu, aus was dieser "Stein" besteht ...

    "Ein Bezoar ist ein Knäuel aus unverdauter Materie, das sich im Magen
    von bestimmten Tieren bilden kann.
    Diese werden als Gegengift angesehen." S. 52

    Auch den Hexenkesseln wird ein Abschnitt gewidmet, denn diese scheinen seit dem 5. Jahrhundert ein unbekanntes, dennoch unabdingbares Werkzeug von Hexen zu sein. Aber erst durch das Traktat von Ulrich Molitor im Jahr 1489 gehört der Kessel in der Bildsymbolik zu den Hexen dazu.

    In Kapitel 3, der Kräuterkunde, werden natürlich vielerlei Arten von Pflanzen und ihre Verwendung in der Heilkunde vorgestellt. Auch ein Thema das mich fasziniert, denn es gibt so viele Heilpflanzen - und auch wenn viele die Einflüsse abstreiten - ich vertraue da sehr oft der Natur und ob da jetzt der Glaube oder die Wirkung hilft, bei kleineren Wehwechen ist es definitiv besser als die Chemiebomben.
    Mit dabei ist hier auch die sagenumwobene Alraune, die auch bei Harry Potter im zweiten Band eine große Rolle spielt, und deren betäubende Wirkung früher für Amputationen gebräuchlich war.

    In Kapitel 4 wird die Zauberkunst beleuchtet, in allen möglichen Varationen von früher bis heute und wie die Autorin sehr geschickt und vor allem in logischen Zusammenhängen diese in die magische Welt eingebracht hat.
    Hier wird übrigens erwähnt, dass der Zauberspruch "Abrakadabra" schon seit dem 3. Jahrhundert bekannt war und als Heilspruch vor allem gegen Malaria eingesetzt wurde.

    Kapitel 5, Astronomie, die Sternenkunde und alles was damit zusammenhängt. Ein wirklich toller Einblick - oder sollte man lieber sagen - Rückblick auf eine jahrhunderte alte Tradition der Sternenbeobachtung und ihrer Faszination. Abgebildet ist unter anderem diese älteste Sternenkarte, die in einer Höhle in der Wüste Zentral Chinas gefunden wurde und auf ca. 700 n. Chr. datiert wurde.

    In Kapitel 6 geht es passend mit Wahrsagen weiter, denn natürlich spielt hier auch die Astrologie eine Rolle. Aber es werden auch verschiedenste andere Arten aufgezeigt, wie Handlesen, Orakelknochen, Kartenlegen, Kristallkugeln usw.
    Interessant ist hier dass sich ja in allen Kulturen das Interesse, in die Zukunft zu sehen, entwickelt hat und sich in unterschiedlichen Methoden Ausdruck verlieh. Die frühesten Nachweise stammen scheinbar aus Mesopotamien schon vor 4000 Jahren.

    Kapitel 7, Die Verteidigung gegen die dunklen Künste, hier stehen die Schlangen sehr im Vordergrund, die sehr jeher mit Mystik verbunden wurden. Sie gilt durch ihre "Erneuerung" als magisches Geschöpf mit hoher Symbolkraft. Aber es werden auch Basilisken beschrieben, Wasserdämonen, Sphinxe und viele mehr und in diesem Zusammenhang auch der Glaube an Schutzamulette und Talismane verschiedenster Art, deren Aberglaube noch bis unsere heutige Zeit hineinreicht. Da braucht man nur an Hufeisen denken ;)

    Kapitel 8, Pflege magischer Geschöpfe, beinhaltet eine Vielzahl an Wesen und Kreaturen, ihre "Herkunft" und welche Kräfte ihnen innewohnen. Das schließt aber nicht nur die mythischen Wesen wie Riesen, Bergtrolle, Poltergeister und Drachen mit ein, sondern auch die schon immer mit einem magischen Flair umwobenen Tiere wie Katzen, Eulen und Kröten. Genau jene Tiere, welche die Hogwarts Schüler in die Schule mitnehmen dürfen.

    Den Abschluss in Kapitel 9 bildet der Drehbuchautor Steve Kloves, der alle sieben Filmbücher geschrieben hat und er beschreibt seinen ersten Kontakt mit Harry Potter auf eine höchst amüsante Weise - vor allem seine Faszination zu der Geschichte, durch die wir zum Glück auch die Leinwandversion zu sehen bekommen haben.

    Ihr seht, ein Rundumschlag durch die Vergangenheit zur Entstehung von Harry Potter und in allen möglichen Bezügen der Magie, die in den Büchern ihre Bestimmung gefunden hat. Tolle Einblicke bei jedem Kapitel, interessante Daten zur Entwicklung und was wir davon in Harrys Geschichten wiederfinden. Die - meist kurzen - Textstellen sind klar und einfach verständlich gehalten und zeigen, wie sehr der Glaube an das Mystische seit jeher in den Menschen verwurzelt ist.

    © Aleshanee
    Weltenwanderer
  20. Cover des Buches Die Bibliothek im Nebel (ISBN: 9783426530405)
    Kai Meyer

    Die Bibliothek im Nebel

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Sunny_96

    Der Roman "Die Bibliothek im Nebel" des Autors Kai Meyer hat mich absolut beeindruckt. Selten habe ich ein so spannendes und atmosphärisches Buch gelesen. Es entführt die Leser durch den detaillierten Schreibstil in eine längst vergangene Zeit. 

    Im Jahr 1917 lebt der junge Artur in Sankt Petersburg in einer prächtigen Villa bei der Familie Kalinin, die ihn bei sich aufgenommen hat. Er verbringt seine Tage hauptsächlich mit Büchern und Ofelyia, die für ihn wie eine Schwester geworden ist. Doch dann kam der Tag, an dem er der jungen Künstlerin Mara auf der Straße begegnet. Niemand ahnte, dass dieser Tag sein komplettes Leben beeinflussen würde. Eine turbulente Geschichte voller Freundschaft, Liebe und Abenteuer beginnt. 

    Der zweite Erzählstrang handelt von der kleinen Liette, die im Jahre 1928 bei ihrem Onkel den Sommer verbringt. Als sie im Dachboden seines Hotels an der Cote d'Azur spielt und zufällig alte Reisekoffer russischer Familien findet, stößt sie auf ein mysteriöses Geheimnis dass sie noch viele Jahrzehnte später zu lüften versucht. 

    Besonders beeindruckt hat mich, wie die beiden Erzählstränge ganz langsam miteinander zu verschmelzen scheinen. Immer wieder werden kleine und große Geheimnisse gelüftet, bis sich alles zu einem großem Ganzen zusammenfügt. Ich konnte selbst mit ins Geschehen eintauchen und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. 

    Die Geschichte ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk und lässt die Grenzen zwischen Krimi, Abenteuerbuch, Liebesgeschichte, Verrat und Familiengeheimnissen verwischen. Daher eine absolute Weiterempfehlung meinerseits ⭐⭐⭐⭐⭐

  21. Cover des Buches Das Original (ISBN: 9783453439528)
    John Grisham

    Das Original

    (116)
    Aktuelle Rezension von: JosBuecherblog

    F. Scott Fitzgerald ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren, seit wir im Englisch-Unterricht The Great Gatsby lesen und analysieren mussten. Deswegen hat mich die Thematik dieses Buches sehr interessiert, da die fünf Originalmanuskripte von ihm aus der Bibliothek in Princeton gestohlen wurden. Dadurch verbindet das Buch literarische Einblicke und Geschichten über verschiedene Autoren mit Thriller-Aspekten, um den Raub aufzuklären. 

    Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen, da es mit dem Einbruch in die Bibliothek anfängt und der Leser direkt weiß, wer die Diebe sind. Dadurch ist es kein klassischer Thriller oder Spannungsroman, in dem die Täter zunächst unbekannt bleiben und sich erst nach und nach herauskristallisiert, wer hinter dem Verbrechen steckt. So konnte man direkt bei der Planung, bei der Durchführung des Raubes und bei der Flucht mitfiebern. Zwischendurch gab es immer wieder Kapitel, in denen die Erlebnisse aus Sicht der Diebe geschildert wurden, so dass man verschiedene Handlungsstränge verfolgen konnte. 

    Den anderen Handlungsstrang bildet Mercer als Autorin, die in das Strandhaus ihrer Oma zurückkehrt. Ich mochte sie als Protagonistin ganz gerne und durch sie und ihren Umgang mit anderen Autorinnen und Autoren auf der Insel lernte man als Leser auch einiges über reale, verstorbene Autoren. Ich mochte das Zusammenkommen der verschiedenen Persönlichkeiten sehr, da sie einerseits einen sehr interessanten Humor hatten und andererseits auch gut zu beobachten war, wie die einzelnen Figuren zueinanderstehen. Mercer dringt immer weiter in die bestehenden Freundeskreise vor und freundet sich mit der ein oder anderen Person an. Ich fand es sehr interessant, wie sie einerseits die Menschen besser kennenlernt und andererseits die Ermittlungen für die Manuskripte weiterverfolgt. 

    Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, da alles glaubhaft geschildert wurde und auch einige Punkte, die mich interessiert hätten, zum Schluss noch einmal aufgegriffen wurden. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es auch mal etwas ganz anderes war als die Bücher, die ich sonst eher lese. Die Verbindung zu F. Scott Fitzgerald und seinem Leben fand ich super interessant und ich habe noch einiges erfahren, was ich nicht so genau wusste. Ich mag es echt gern, wenn Bücher selbst über verschiedene Bücher erzählen und auch hier konnte mich dieses Konzept überzeugen. 

    Rezension auf meinem Blog: https://josbuecherblog.weebly.com/startseite/rezension-das-original-von-john-grisham


  22. Cover des Buches Der 1. Mord (ISBN: B004TTHEAM)
    James Patterson

    Der 1. Mord

    (336)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Nach Herzschmerz und Liebe kann es mal wieder ein bisschen härter zur Sache gehen, wobei man sagen muss, dass auch in diesem Thriller Herzschmerz und Liebe nicht zu kurz kommen.
    Der Anfang ist schon niederschmetternd und man fragt sich schon, wie soll das Enden? Und die Protagonistin darf doch nicht schon im ersten Teil sterben. Ich mag ja Bücher, wo die Kapitle kurz gehalten sind, was zwar am Anfang erschreckend ist, wenn man sieht, dass das Buch 200 Kapitel hat, aber sie waren wirklich sehr kurz teilweise. So kann man immer einen guten Cut finden, wenn man das Buch mal aus der Hand legen muss.
    Die Gesichte selber ist toll und wirklich gut geschrieben. Es gibt diese Hinweise, wo man sich absolut sicher ist, wer der Mörder ist, nur um auf der nächsten Seite wieder andere Hinweise zu bekommen um sich dann doch nicht mehr so sicher zu sein und am Ende ist eh alles anders, als gedacht. Ich mag die Tiefe von Jill. Wir bekommen wirklich einen guten Einblick in ihren Charakter. Man kann total mit ihr fühlen. Auch der Zusammenhalt zwischen den Mädels beim Womans Murder Club ist schön zu "sehen".
    Doch was wäre ein guter Thriller ohne Spannung. James Patterson hat es so gut geschrieben, dass man sich, wie in einer Folge Law & Oder fühlt. Man kann sich visuell alles sehr gut vorstellen. Und wie ich schon am Anfang schrieb, kommt auch der Herzschmerz nicht zu kurz. Da denkt man JIll bekommt endlich das, was sie verdient hat und dann wird ihr am Ende doch alles wieder genommen. Also Achtung Spoiler: Es gibt kein Happy-End =(
    Ich finde den ersten Band schon richtig klasse und werde mir die nächsten Bänder sicherlich auch mal durchlesen. Es gibt ja genug davon. Ich finde die Womans Muder Club Bücher sind gut, für Frauen, die sich zum ersten Mal an das Genre Thriller und Krimi ran wagen wollen. Denn es ist kein reiner Krimi oder Thriller, es ist auch ein bisschen Liebes- oder Frauenroman. Es ist auf jeden Fall eher etwas für Frauen.

  23. Cover des Buches Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt (ISBN: 9783328110385)
    Claire Douglas

    Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt

    (52)
    Aktuelle Rezension von: Schlafmurmel

    Perfect Crime – Wenn niemand dir glaubt von Claire Douglas hat mich von Anfang an richtig abgeholt. Der Thriller ist extrem spannend und psychologisch raffiniert aufgebaut.

    Im Mittelpunkt steht Emilia, eine erfolgreiche Autorin, die mit ihrem zweiten Mann und ihren Kindern eigentlich ein glückliches Leben führt. Doch plötzlich geschehen in ihrem Haus seltsame Dinge – Dinge, die sie selbst in ihrem neuen Krimi beschrieben hat. Das Erschreckende daran: Das Buch ist zwar fertiggestellt, aber noch nicht veröffentlicht oder freigegeben. Niemand außer ihr  und ausgewählte Personen, dürfte diese Inhalte kennen.

    Fenster öffnen sich wie von Geisterhand, Musik spielt ohne erkennbaren Grund, und die Ereignisse werden immer bedrohlicher. Als dann auch noch Emilias Freundin ermordet wird, eskaliert die Situation. Emilia weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Angst und Misstrauen bestimmen ihr Denken, und sie beginnt, fast jeden in ihrem Umfeld zu verdächtigen.

    Ich habe bis zum Schluss Mit gerätselt und mit gefiebert. Zwar hatte ich einen Verdacht, doch wie so oft lag ich komplett falsch. Mit dem wahren Täter hätte ich im Leben nicht gerechnet. Claire Douglas hat mich geschickt auf die falsche Fährte gelockt – und ich bin voll darauf hereingefallen.

    Ein wirklich gut gemachter Thriller, der mir sehr gefallen hat und bis zur letzten Seite spannend bleibt.

    Das war auch ein Buch aus meinen Bücherpaket...

  24. Cover des Buches Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript (ISBN: 9783959671880)
    Kathleen Flynn

    Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    September 1815: Rachel und Liam, zwei Zeitreisende, landen auf einem Feld im ländlichen England. Sie tarnen sich als reiche Unternehmer, kommen aber in Wirklichkeit aus einer technologisch fortgeschrittenen Zukunft. Denn Rachel und Liam haben eine kühne Mission: Sie wollen Jane Austen treffen, sich mit ihr anfreunden und ihr verschollenes Manuskript retten - indem sie es stehlen! Über Austens Lieblingsbruder Henry infiltrieren sie Janes Umfeld und kommen der berühmten Autorin nahe. Doch je tiefer die Freundschaft wird, desto schwerer fällt es Rachel, sich auf ihren Auftrag zu konzentrieren. 

    Da ich ein Jane Austen Fan bin und auch schon in England bei ihrem Grab war und mir dieses Buch immer mal wieder im Netz begegnete habe ich dann irgendwann zugeschlagen. Allerdings war ich sehr enttäuscht. Es geht hier wirklich mehr um die Zeitreise von Rachel und Liam und was dabei alles passieren kann wenn man in die Zeit "eingreift".

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