Bücher mit dem Tag "marie antoinette"

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55 Bücher

  1. Cover des Buches Evermore - Die Unsterblichen (ISBN: 9783442473793)
    Alyson Noël

    Evermore - Die Unsterblichen

     (2.545)
    Aktuelle Rezension von: Feelina06

    Inhalt:

    Ever ist 16 Jahre alt, als sie ihre Familie bei einem Autounfall verliert. Seitdem hat sie sich von der Außenwelt zurück gezogen, denn seit dieser schrecklichen Tragödie kann sie die Gedanken anderer Menschen hören. Bis sie Damen begegnet. Bei ihm ist alles anders, bei ihm hört sie nichts. Er berührt etwas in ihr, das sie so noch nie gekannt hat. Wer ist er? Und was will er ausgerechnet von ihr?

    Meinung:

    Die Grundidee dieses Buches finde ich super. Weshalb ich mich auch wirklich in diese Geschichte vertieft habe und ich könnte mir vorstellen, dass Jugendliche ab 12 Jahren an diesem Buch ihre helle Freude haben werden. 

    Der Schreibstil ist leicht und locker gehalten und man kommt ziemlich zügig durch das geschriebene. Zudem werden viele Themen angesprochen, die in diesem Alter unheimlich wichtig sind, Verlustängste, die erste Liebe und Alkohol sind hier nur einige Beispiele. 

    Ever ist mit ihren 16 Jahren zwar schon ziemlich selbstständig, aber in vielen Momenten, der Geschichte, merkt man dann doch das sie halt noch sehr jung ist. Daher hat mich ihr Verhalten dann auch oft etwas genervt. Zudem war mir das hin und her zwischen Damen und ihr zum Teil etwas zu anstrengend. Es fiel mir schwer einen Zugang zu ihr zu bekommen. 

    Genau so ging es mir mit Damen. Hier haette ich mir gerne auch mal die Erzählung aus seiner Sicht gewünscht. Ich konnte mich leider so gar nicht in ihn hineinversetzten, mir fehlte schlicht und ergreifend der Zugang zu ihm. 

    Für mich war die Geschichte dann auch leider nicht spannend genug. Ich war durchaus neugierig, was denn nun wirklich hinter Damens mysteriösem Verhalten steckt und die Auflösung hat mich dann auch überrascht, aber so richtig Spannung kam dann leider erst kurz vor Ende auf und war dann auch viel zu schnell wieder vorbei.

    Jugendlich werden an dieser Geschichte bestimmt ihre helle Freude haben, aber ich habe leider etwas zu spät zu dieser Buchreihe gefunden.

     Für junge Fantasyfans aber durchaus ein tolles Leseerlebnis. 

    -Unbezahlte werbung-

  2. Cover des Buches Die Chroniken des Magnus Bane (ISBN: 9783401508191)
    Cassandra Clare

    Die Chroniken des Magnus Bane

     (721)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Nach langer Zeit wollte ich nun endlich auch die Chroniken des Magnus Bane lesen. Ein paar der Kurzgeschichten kannte ich schon, aber es waren natürlich noch mehr als genug Neue dabei. Nachdem ich anfangs nicht richtig in die Welt hineingekommen bin, habe ich das Buch erstmal länger zur Seite gelegt. Doch diesmal konnten sie mich (fast) alle wieder packen und ich habe interessante Hintergrundinformationen zu den Hauptgeschichten und natürlich zu Magnus Bane erfahren. 

    Die Geschichten sind kurz, aber wirklich gut und fast alle haben mir gefallen. Die ersten fand ich etwas langweilig, da ich keinen richtigen Bezug dazu finden konnte. Die Geschichte in denen dann bekannte Charaktere auftauchen, fand ich schon gelungener und sie haben mir besser gefallen.

    Ich denke hier kommen Fans der Welt und gerade auch Fans vom zauberhaften, etwas abgedrehten Hexenmeister voll auf ihre Kosten und ich finde es perfekt, um immer mal zwischendurch eine Geschichte zu lesen. 

    Ich finde auch man merkt nicht, dass an diesen Geschichten mehrere Autorinnen gearbeitet haben. Sie lassen sich alle leicht lesen und es macht Spaß mehr über Magnus und seine Vorgeschichte zu erfahren. 

     

    Für Fans ein Muss, nur für Neueinsteiger nicht zu empfehlen. Man sollte vorher die Chroniken gelesen haben, damit man den Witz in den Geschichten besser versteht.

  3. Cover des Buches Das Collier der Königin (ISBN: 9783453425286)
    Beate Maxian

    Das Collier der Königin

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Zimmermann

    Da ich gern beim Lesen in die Vergangenheit reise, kam der Roman „Das Collier der Königin“ von Beate Maxian für mich gerade recht. Und dann auch noch die Französische Revolution. Ja, ich kann nicht leugnen, dass ich ein Faible für diese geschichtsträchtige Epoche habe. Dabei ist der Roman aufgegliedert in eine gegenwärtige Erzählung und in historische Handlungen. Dreh- und Angelpunkt ist ein Diamantencollier, dessen Herkunft bis zu Marie Antoinette zurückverfolgt werden kann. Die Autorin greift wunderbar geschichtsträchtige Schauplätze auf, so dass man als Leser direkt mitempfinden, ja, mitfiebern kann. Und im Romanteil der Gegenwart machen sich Lea und Elias auf die Suche nach den Spuren des Colliers, vorerst nichts ahnend, welchen grausamen Weg dieses Collier bestritten hat. Die Autorin Beate Maxian webt in ihrem Roman „Das Collier der Königin“ zudem zwei wunderbare Liebesgeschichten, die sich aber tatsächlich dezent im Hintergrund halten. Mir hat der Roman „Das Collier der Königin“ gerade aufgrund seiner geschichtlichen Recherche sehr gut gefallen. Wenn ich mich wieder an die Worte im Roman zurückerinnre, habe ich sogleich die Schauplätze vor meinem inneren Auge. Genauso liebe ich es, wenn ein Buch in mir nachhallt, denn dann war es seine Reise alle mal wert.

  4. Cover des Buches Stefan Zweig - Gesammelte Werke: Die Ungeduld des Herzens, Schachnovelle, Brennendes Geheimnis, Marie Antoinette, Der Amokläufer, Maria Stuart, Sternstunden der Menschheit u.a. (ISBN: 9783954182916)
    Stefan Zweig

    Stefan Zweig - Gesammelte Werke: Die Ungeduld des Herzens, Schachnovelle, Brennendes Geheimnis, Marie Antoinette, Der Amokläufer, Maria Stuart, Sternstunden der Menschheit u.a.

     (38)
    Aktuelle Rezension von: WolfgangHaupt
    kann man keine Rezension schreiben. 99 Cent sind die Werke eines Virtuosen wie Stefan Zweig allemal wert.
  5. Cover des Buches Das Blut der Lilie (ISBN: 9783492274494)
    Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie

     (115)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks

    Ich hätte nie damit gerechnet, dass sich in diesem Buch eine Art Zeitreise-Geschichte verbirgt, eingewebt in eine sehr musikalische Atmosphäre, was mir persönlich sehr gut gefiel. Das Buch hat mich echt total überrascht und fasziniert. Wieder ein Punkt, weshalb ich Jennifer Donnelly als Autorin sehr liebe.

  6. Cover des Buches Die Lilie von Versailles (ISBN: 9783596177196)
    Carolly Erickson

    Die Lilie von Versailles

     (44)
    Aktuelle Rezension von: annie_apple

    Da ich gerade wieder aus dem Urlaub zurück komme, hatte ich natürlich etwas Zeit verschiedene Bücher zu lesen. "Das Tagebuch der Marie Antoinette" war eines davon und es hat mich total gefesselt und in seinen Bann gezogen.

    Natürlich behandelt das Buch nicht die wirkliche Realität und hält sich nicht an alle Fakten und Daten, die sich zur damaligen Zeit abgespielt haben, aber im großen und Ganzen kann man sich mit dem Buch sehr gut ein Bild der damaligen Zeit machen. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass man nicht wie im Geschichtsunterricht die bloßen Fakten lernt, sondern eine ganze Geschichte erzählt wird, durch die man das ganze Geschehen viel besser verstehen und sich im Nachhinein besser erinnern kann. So wurde bei mir das Interesse an Geschichte nochmals ganz neu geweckt.

    Die Protagonistin Maria Antonia, genannt Antoinette und Erzherzogin von Österreich wird mit 14 Jahren mit dem Erbe des französischen Throns, dem Dauphin Louis verheiratet, um sich die Loyalität Frankreichs zu sichern. So wird Marie Antoinette nach Frankreich geschickt, wo sie mit ihrem unansehlichen Gatten vermählt wird. Beide Kinder sind mit der Situation völlig überfordert ein Land zu regieren, da für beide diese Aufgabe auch nicht vorgesehen war, da eigentlich Maries Schwester und Louis Bruder, welche beide verstarben diese Position inne haben sollten. Da Louis sehr zurückgezogen lebt und sich gerne isoliert, bleibt es an Marie den Großteil der anfallenden Aufgaben zu lösen. Der Druck auf die beiden Nachwuchs für die Erbfolge zu zeugen, wird immer größer und belastet beide. Nach vielen Jahren bekommen sie schließlich mehrere Kinder, von denen einige schon im jungen Alter sterben. Schließlich trifft Marie Antoinette auf ihre große Liebe, Axel,einen Adeligen aus Schweden, bei dem sie endlich versteht was wahres Glück bedeutet. Allerdings muss ihre Liebe geheim bleiben und die Trennung voneinander fällt beiden jedesmal aufs Neue sehr schwer.

    Während des ganzen Spektakels am Hofe, wird das Volk unterdessen immer unruhiger und unzufriedener, da es viel Armut und Hungersnöte gibt und sie die Regierung und vor allen Dingen auch den königlichen Hof, der mit seinen Ausgaben nicht umsichtig ist, verantwortlich machen.Die französische Revolution ist schließlich nicht mehr zu stoppen, bis es schließlich zur Erstürmung des Palastes mit grausig vielen Opfern kommt. Die letzten Jahre verbringen der König ,seine Frau und die Königskinder unter strenger Bewachung, bis sowohl der König wie auch die Königin auf Willen des Volkes hin geköpft werden.

    Trotz des schlimmen Endes hat mich das Buch sehr fasziniert und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Einblicke in die damalige Zeit haben mich sehr schockiert wie auch überrascht.
    Eine absolute Empfehlung für Liebhaber von historischen Romanen in Verbindung mit Herz, Schmerz und der harten Realität.
  7. Cover des Buches Marie Antoinette (ISBN: 9783849699116)
    Stefan Zweig

    Marie Antoinette

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich hasse es, wenn Leute Marie das Zitat "Let them eat cake" in den Mund legen. Das hat sie niemals gesagt, sondern stammt aus einem Buch von Rosseu. Nun gut. Hier geht es um das Buch von Stefan Zweig. Inhaltlich war es für mich informativ. Ich habe es gern gelesen und auch die Aufmachung meiner Ausgabe gefällt mir ganz gut. :)
  8. Cover des Buches Sex and Crime auf Königsthronen (ISBN: 9783404642441)
    Sabine Werz

    Sex and Crime auf Königsthronen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Susi180
    ich bin absolut süchtig nach historischen hindergrundwissen und verschlinge jedes buch was auf tatsachen geschrieben ist... dieses buch hat mich absolut zufrieden gestellt und ich habe es super gerne gelesen... man erfährt soviel... Super Buch für alle die sich für Geschichte interessieren :) DAUMEN HOCH Top
  9. Cover des Buches Maria Theresia und Marie Antoinette (ISBN: 9783650401977)
    Paul Christoph

    Maria Theresia und Marie Antoinette

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    ... so beginnen die meisten Briefe Maria Theresias an ihre Tochter Marie Antoinette.
    Paul Christoph stellt in seinem Buch den Briefwechsel zwischen Maria Theresia (1717-1780) und Marie Antoinette (1755-1793) vor. Die eine ist Herrscherin über den Vielvölkerstaat Österreich, die andere ist Königin von Frankreich.

    Maria Theresia ist Mutter von insgesamt 16 Kindern, die ein beinahe unbezahlbares (Heirats)Gut für die Herrscherhäuser Europas darstellen. Maria Antonia ist das 15. Kind der Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn, die häufig aber falsch als Kaiserin Maria Theresia bezeichnet ist. Es ist ihr Mann Franz Stephan von Lothringen, der die Deutsche Kaiserkrone trägt. Später wird ihr Sohn Joseph II. "Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sein. Österreich wird erst 1804 unter Franz II, Kaisertum. 

    Der Briefwechsel zwischen Mutter und Tochter ist sehr innig. Maria Theresia, die ihre Kinder in eher bescheidenem Luxus aufgezogen hat, gibt Marie Antoinette immer wieder gute Ratschläge und erteilt Benimmregeln. Doch wie es sich für Kinder gehört, werden die nicht oder nur wenig befolgt.

    „..Meine teure Tochter, ich beschwöre Sie damit aufzuhören; das zieht nicht nur schlechte Gesellschaft an und verursacht übles Gerede.“ S.222

    Die überbordende Verschwendungssucht, die Intrigen und die Leichtfertigkeit am französischen Hof überfordern die junge Österreicherin. Leider hat sich Marie Antoinette wenig für Bildung und andere Menschen interessiert. Sie ist unter anderem auch deshalb recht schnell im Gespinst der Hofintrigen gefangen. Allerdings muss man bedenken, dass die Vierzehnjährige aus dem geschützten Bereich des Wiener Hofes ohne eine einzige Vertraute nach Paris verheiratet wird. Der Kulturschock muss gewaltig gewesen sein.

    Doch auch in Frankreich ist nicht alles Gold was glänzt.
    Missernten, Misswirtschaft und Verschwendungssucht bluten das Land aus und wird dann 1789 in die Katastrophe führen.

    Interessant sind die Informationen, die Mutter und Tochter über die politische Weltlage austauschen. So ist in einigen Briefen über den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg von England zu lesen, der Frankreich dazu zwingt England gegenüber Stellung zu beziehen. Auch die Spannungen zwischen Österreich und Preußen, dem ewigen Erzfeind, kommen zur Sprache.

    Maria Theresia hat natürlich Spione und Zuträger, unter anderem Graf von Mercy-Argentau, am Französischen Hof und ist deshalb über jeden, der oft unbedachten Schritte ihrer Tochter informiert.

    Ständig ermahnt sie Marie Antoinette doch endlich den wichtigen männlichen Thronfolger zu gebären. Eingedenk ihres eigenen Schicksals verständlich. Die Ironie des Schicksals lässt den ersehnten Dauphin erst 1781 also nach dem Tod Maria Theresias zur Welt kommen. Die 1778 geborene Marie Thérèse Charlotte, Madame Royale, zählt nicht wirklich.

    Anhand des Briefwechsels ist die Wandlung der jungen Erzherzogin von Österreich zur Königin von Frankreich zu verfolgen. Ihre wahre Größe wird Marie Antoinette erst als Bürgerin Capet erreichen, als sie 1793 ihren Kopf unter die Guillotine legen wird. Das müssen weder Maria Theresia noch Antoinettes Bruder, Joseph II (1741-1790), erleben.

    Meine Meinung:

    Der Autor bringt seinen Lesern eine ungeheure Fülle von Zahlen, Daten Fakten zur Kenntnis. Viele hunderte Fußnoten ergänzen dieses Buch ebenso wie die abgedruckten Faksimiles einzelner Originalbriefe. Die Briefe sind in teilweise fehlerhaftem Französisch geschrieben.

    Der intime Briefwechsel zwischen Mutter und Tochter gibt einen wunderbaren Einblick in die Geschichte zweier unterschiedlicher Herrschaftshäuser: Dem doch eher pragmatischen Wiener Hof, mit seinem „Spanischen Hofzeremoniell“ und dem leichtlebigen, eher weltoffenen Französischen Königshaus.

    Die ständigen Ratschläge der Mutter treffen natürlich auf den Widerspruchsgeist der Tochter. Maria Theresia versucht so gut es geht, die Tochter im fernen Paris anzuleiten. Vergebens sind die Bemühungen, Frankreichs Königin vor falschen Freunden zu warnen. Dies wird dann in der sogenannten „Halsband-Affäre“ ihren Höhepunkt und die Beliebtheit der Königin ihren Tiefpunkt erreichen.

    Die Briefe sind penibel übersetzt, die historischen Details gut recherchiert. Schön sind die Bemühungen Maria Theresias dargestellt, das fragile Gleichgewicht zwischen den Europäischen Großmächten Frankreich und Österreich zu behalten.

    Dem französischen Schreibstil entsprechend sind die Übersetzungen der Briefe ähnlich blumig. Das passt aber perfekt zur damaligen Zeit.

    Gut gefällt mir auch das Cover. Es ist eine geschickte Collage zweier Bilder. Nämlich das von Élisabeth-Louise Vigée-Lebrun, Versailles (Marie Antoinette), und das Maria Theresias von Joseph Hickel, Wien.

    Ergänzt wird das Buch durch Fotos zweier Gemälde: Maria Theresia (Joseph Decreux, 1769) und Marie Antoinette (von einem unbekannten Meister, 1771)

    Zu Beginn erläutert der Herausgeber den „Geheimen Briefwechsel“. Viele Fußnoten, Kommentare und eine genealogische Übersicht helfen den Lesern diesem detaillierten Briefwechsel zu folgen. Ein Literaturverzeichnis rundet dieses interessante Buch ab.

    Die Originalbriefe (rund 170 davon sind erhalten) werden im Österreichischen Staatsarchiv aufbewahrt.

    Fazit:

    Wer sich nicht scheut, tief in die Familiengeschichte des Hauses Habsburg-Lothringen bzw. Bourbon einzusteigen, erhält ein facettenreiches Abbild des 18. Jahrhunderts. Ich gebe gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
  10. Cover des Buches Das Geheimnis der roten Schatulle (ISBN: 9783522185165)
    Emma Carroll

    Das Geheimnis der roten Schatulle

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Kaito

    Historische Abenteuergeschichte für junge Leser.

    Inhalt:
    Die zwölfjährige Elsa ist eine geschickte Diebin und hat den Auftrag bekommen, in eine Villa einzubrechen. Dort soll sie eine Schatulle entwenden. Was Elsa nicht ahnt: In der Schatulle befinden sich Geheimdokumente der Brüder Montgolfier. Niemand weiß, dass die Brüder kurz davor stehen, mit ihrem ersten Heißluftballon Geschichte zu schreiben. 

    Meinung:
    Einen “historischen Roman” für Kinder habe ich noch nicht gelesen.
    Mit Ich-Erzählerin Elsa und ihrem drolligen Hahn bin ich ziemlich schnell warm geworden. Warum sie als Diebin lebt und arbeitet wird sehr schnell deutlich, aber auch dass sie kein böser Mensch ist. Genauso schnell war mir der junge Pierre Montgolfier sympathisch, der mit Elsa in ein turbulentes Abenteuer gerät.

    Wenn man sich ein wenig mit der Geschichte der Brüder Montgolfier beschäftigt, findet man in Emma Carrolls Geschichte schnell einige historische Parallelen. Da wären zum Beispiel die drei Tiere Hahn Coco, Schaf Lancelot und Enterich Voltaire oder auch das Aussehen des fertigen Ballons der Erfinder. Außerdem kann das Buch mit einer tollen Atmosphäre im Frankreich des 18. Jahrhunderts punkten. Die Schauplätze und die dort lebenden Menschen sind anschaulich beschrieben und wirken sehr realistisch. Ich bin regelrecht in das Buch eingetaucht. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist sehr gut verständlich. Einzig die französischen Namen sind selbst für ältere Leser nicht ganz einfach. 

    Fazit:
    Eine spannende Geschichte vor historischem Hintergrund. Eine sympathische und intelligente Heldin. All dies und noch einiges mehr sind die Zutaten für diese tolle Buch, da auch ältere Leser begeistern kann. 


  11. Cover des Buches Décadence (ISBN: 9783442465699)
    Sena Jeter Naslund

    Décadence

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Stephenie
    flüssig zu lesen & wirklich gut beschrieben! (besonders wenn man gerade in Versailles war "erkennt" man vieles wieder :) )
  12. Cover des Buches Lola and the Boy Next Door (ISBN: 9780142422014)
    Stephanie Perkins

    Lola and the Boy Next Door

     (79)
    Aktuelle Rezension von: heart-for-books
    Klappentext
    Lolas Leben ist nicht nur außergewöhnlich, sondern auch ziemlich toll: Sie lebt mit ihren zwei Vätern in San Francisco, zieht jeden Tag ein anderes ausgeflipptes Outfit an und hat einen coolen Rockmusiker als Freund! Doch als auf einmal ihre ehemaligen Nachbarn nach zwei Jahren Abwesenheit wieder in das Haus nebenan ziehen, steht ihre Welt Kopf. Denn nicht nur hat ihr Calliope damals die Freundschaft gekündigt, sondern vor allem ist deren Zwillingsbruder Cricket der Junge, der Lola vor zwei Jahren das Herz gebrochen hat …
    Meinung
    Lola and the Boy Next Door ist eine gute Weiterführung von Anna and the French Kiss und meiner Meinung nach weit authentischer als sein Vorgänger. Lola liebt es sich zu verkleiden. Sie wirkt sehr natürlich, denn sie hat auch einige Probleme, wie ihre komplizierten Väter und eine psychisch labile Mutter. Sie ist mit einem älteren Musiker zusammen, der sie nicht gerade gut behandelt und sie nicht unbedingt ernst nimmt. 
    Als Lola noch ein Kind war, war sie gut mit ihren Nachbarzwillingen befreundet. Als Calliope anfängt Eiskunst zu laufen, ist sie Lolas größtes Vorbild. Cricket war einfach immer der süße Junge von nebenan, der immer hilfsbereit und freundlich zu ihrer Seite steht. Das ändert sich aber schnell, als Calliope nichts mehr mit Lola zu tun haben möchte, denn auch ihr Zwillingsbruder muss mitmachen. Als sie älter werden wird Calliope immer besser in ihrem Sport und immer wichtiger für ihre Familie. Cricket bekommt nicht die Beachtung die er verdient und freundet sich wieder mit Lola an. Lola verliebt sich in ihn und er verletzt sie. (-so viel zur Vorgeschichte. Im Buch wird sie genauer erläutert) 
    Hier übertreibt Lola meiner Meinung nach sehr. Sie weint und erzählt ihrer Freundin, Cricket hätte ihr das Herz gebrochen. Die Geschichte fängt also an einem überspitzten Punkt an und baut darauf auf. Das hätte auch anders gehen können!

    Auch Anna und Etienne kommen wieder vor, was mich sehr begeistert hat! Beide wirken auch mich jedoch etwas verändert vom Charakter, was jedoch nicht wirklich problematisch ist, da die Hauptcharaktere ja Lola und Cricket sind. 
    Insgesamt mag ich viele Personen aus dem Buch nicht, wie Lolas älteren Freund oder die Familie von Cricket. Alles ist, wie schon vorher erwähnt, sehr übertrieben dargestellt. 
    Die ganze Liebesgeschichte zieht sich auch sehr in die Länge und da sich ja schnell vermuten lässt, wie das Buch ausgeht etwas langweilig. Interessant ist aber über ein Mädchen zu lesen, dass ihren eigenen Kopf und eigene Interessen hat. Auch dass sie zwei Väter hat begeistert mich und der Schauplatz der Geschichte ist sehr schön.

    Insgesamt kann ich wieder nur allen empfehlen das Buch zu lesen, die Lust haben auf eine leichte und nette Geschichte, die einen trotzdem fesseln kann. Meiner Meinung nach das perfekte Buch für den Sommer! Man kann es übrigens auch gut lesen, ohne vorher Anna and the French Kiss gelesen zu haben!
  13. Cover des Buches Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser (ISBN: 9783832196530)
    Ernst H. Gombrich

    Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser

     (16)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Ein wirklich schneller Durchgang durch die Weltgeschichte. Gombrich trifft dabei den Ton "Kinder, ich erzähl euch was!" und wählt aus der Masse des Stoffes nicht nur die Haupt- und Staatsaktionen aus, sondern berichtet gern über Philosophen und Religionsstifter.

    Dabei bemüht sich Gombrich auch um eine faire Beurteilungen, was im meist gut, aber in der Zeitgeschichte eher weniger gelingt.



  14. Cover des Buches Leb wohl, Königin! (ISBN: 9783608935950)
    Chantal Thomas

    Leb wohl, Königin!

     (6)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Wien im Jahr 1811: Hier lebt Agathe-Sidonie Laborde, die ehemalige Vorleserin ihr tristes Dasein. Zwar liegt die französische Revolution bereits 20 Jahre zurück, doch trotzdem trauert Sidonie noch immer den guten alten Zeiten am pompösen Hof von Ludwig XVI. nach: der höfischen Etikette, der Pracht und dem Glanz, aber auch der unumgänglichen Unterwürfigkeit des Volkes und der Dienerschaft den Mitgliedern des Hofstaates gegenüber. Vor allem trauert Sidonie aber Marie-Antoinette hinterher, die Sidonie in ihrem Leben immer einen festen Halt gegeben hat, ohne sich dessen zu bewusst zu sein. Und so schweifen ihre Gedanken wieder in die Zeit ab, in der sich ihr Leben so vollkommen verändert hat: die letzten Tage von Versailles und dem ancienne Regieme. 

    Thematisch ist das Buch sicherlich ganz etwas besonderes. Die Thematik des Untergangs dieser dekadenten Gesellschaft wird so auch stilistisch unterstreicht. Fast das komplette Buch besteht nur aus Nacherzählungen und Gedanken Sidonies, die dem Buch seinen Charakter und seine Authentizität verleihen. Gepaart mit dem himmlischen Schreibstil der Autorin - bunt, süffig und umschreibend - bedarf es keiner Spannung in der Geschichte mehr. Man fliegt auch so durch die Seiten und ergötzt sich daran, was Sidonie ihren Leserinnen und Lesern über die Kuriositäten des Hofes zu berichten weis. Man bekommt so den Tagesablauf eines niederen Höflings sehr genau geschildert und kann sich sehr gut vorstellen, wie das Leben in Versailles ausgesehen haben muss. Und trotzdem kommt dann im letzten Drittel noch einiges an Spannung auf, als sich der Hof bereits in Heillosem Chaos versinkt und Sidonie sich gezwungen sieht, gegen ihren Willen den Hof und damit ihre Königin zu verlassen. Ein weiterer Grund, der dieses Buch für mich zum Highlight macht, ist sicherlich auch unsere Hauptprotagonistin Sidonie Laborde. Sie fesselt die Leserschaft gleich mit ihrer sympathischen und einvernehmlichen Art an das Buch. Alleine mit ihren Gefühlen für die Königin konnte sie bei mir hoch punkten. Man bekommt auf eine deutliche Weise zu spüren, dass Sidonie mehr als nur Treue für Marie-Antoinette empfindet, und so verliert sie langsam ihre Fähigkeit, diese Person zu hinterfragen und zu reflektieren. Mit dieser manipulierten und Weltfremden - was doch gerade den Adel der damaligen Zeit widerspiegelt - hat Chantal Thomas sicherlich eine der einzigstartigen Protagonisten gezeichnet, über die ich je gelesen habe, und sicherlich auch, über die ich je lesen werde. 

    Das Buch bietet so viel Unterhaltung und Anregungen zum nachdenken und ich bin so begeistert, dass es mir schwer fällt, meine Gedanken in Worte zu fassen. Fest steht auf alle Fälle, dass einem die Geschichte ein Tor in eine längst vergangene Welt öffnet. 

  15. Cover des Buches Das Halsband der Königin (ISBN: 9783423401166)
    Antal Szerb

    Das Halsband der Königin

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt:

    [Klappentext]

    Beim Regierungsantritt Ludwigs XVI. im Jahr 1774 wähnt ganz Frankreich sich an der Schwelle eines neuen Zeitalters. Die Bourgeoisie des Ancien Régime entfaltet eine rege kaufmännische Tätigkeit. Enorme Beträge fließen durch die Hände der Unternehmer und Spekulanten, die Bedürfnisse und Hoffnungen der Menschen wachsen.
    Ein optimistisches Lebensgefühl bereitet den Boden für Wunder, für mystische Begegnungen und alchimistische Zauberkunststücke, für einen überfeinerten Lebensstil und für einen der wohl berühmtesten Hofskandale der europäischen Geschichte: die Halsbandaffäre der Jahre 1785-86, in die die größten Namen Frankreichs verwickelt sind und die zugleich auch die Gesellschaft am Vorabend der Revolution wie kein anderes Ereignis erschüttert.

    Antal Szerb zeichnet anhand bedeutender Episoden, in Szenen voll spöttischen Charmes das Porträt eines Zeitalters und erzählt mit feiner Ironie jene wahre Geschichte eines Halsbandes aus drei Brillantenketten, das niemand bestellt, niemand getragen hat, sehr wenige nur gesehen haben, das nur für kurze Zeit existierte und bis heute nicht bezahlt ist.

    Meine Meinung:

    In diesem Buch kreuzen sich die Schicksale der unglücklichen Königin Marie Antoinette und ihres Gemahls Ludwig XVI., des ehrgeizigen Kardinals Rohan, der gewissenlosen Abenteurerin Jeanne de La Motte und vieler weiterer Persönlichkeiten des Ancien Régime.

    Da ich mich für Marie Antoinette und ihre Zeit interessiere, konnte ich diesem Büchlein nicht länger widerstehen.
    Und doch wurde ich etwas enttäuscht. Zwar ist das Buch wirklich sehr interessant und informativ, doch leider auch langatmig.

    Nichts desto trotz würde ich es allen empfehlen, die sich für Marie Antoinette, die französische Revolution oder für diese Zeitepoche begeistern können. 
  16. Cover des Buches Die Zunge (ISBN: 9783423129541)
    Lea Singer

    Die Zunge

     (8)
    Aktuelle Rezension von: huckelberry

    Ist zwar schön geschrieben. Wird auch nicht langweilig.

    Aber nach der Hälfte habe ich mich ernsthaft gefragt, worum es eigentlich geht. Essen? Ok, bei dem Titel hätte ich da auch schon früher drauf kommen können. 

    Achtung, jetzt wird's gemein:

    Ein Buch, das sich ohne rechte Handlung komplett nur ums Essen dreht... ich weiß ja nicht. Wahrscheinlich habe ich es nicht verstanden. Meiner Meinung nach ist es nicht sehr erbaulich, über einen Menschen mit Handicap zu lesen, der sich in die Welt der Genüsse flüchtet, um wenigstens ein bisschen zweifelhafte Anerkennung als verrückter "Fresssack" (und nicht etwa als Anwalt oder Theaterkritiker) zu erlangen.  

  17. Cover des Buches Ludwig XVI. und Marie-Antoinette (ISBN: 9783548605913)
    Vincent Cronin

    Ludwig XVI. und Marie-Antoinette

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    Ludwig XVI. (1754-1793) war der letzte König Frankreichs, der vor der Revolution den Thron bestieg. Wer sich als Deutscher näher mit diesem Monarchen beschäftigen möchte, der findet nur mit Mühe brauchbare Biographien. Zwei aktuelle Standardwerke, die Biographien des Franzosen Jean-Christian Petitfils (2005) und des Briten John Hardman (2016), wurden nicht ins Deutsche übersetzt und haben hierzulande jenseits von Historikerkreisen sicherlich keine Leser gefunden. In deutscher Übersetzung liegen drei ältere Werke vor. Zwei stammen aus der Feder französischer Historiker. Es handelt sich um die Biographien von Bernard Faÿ (1955) und Evelyne Lever (1985). Eine Sonderstellung nimmt das Werk des britischen Sachbuchautors Vincent Cronin von 1974 ein. Cronins Buch ist eine Doppelbiographie Ludwigs XVI. und seiner Gemahlin Marie-Antoinette (1755-1793). Diese drei Bücher sind in Bibliotheken und Antiquariaten immer noch verfügbar. Doch aufgrund ihres Alters kommen sie für eine ernsthafte Beschäftigung mit Ludwig XVI. heute eigentlich nicht mehr in Betracht. Die Bücher der fünf Autoren – Faÿ, Cronin, Lever, Petitfils und Hardman – werden hier vergleichend rezensiert. Neben Christopher Hibbert und Desmond Seward zählte Vincent Cronin (1924-2011) in Großbritannien über Jahrzehnte hinweg zu den bekanntesten und meistgelesenen Autoren historischer Sachbücher. Etliche seiner Werke wurden ins Deutsche übersetzt, etwa Biographien über Ludwig XIV., Katharina die Große und Napoleon. Cronins Doppelbiographie über Ludwig XVI. und Marie-Antoinette erschien 1975 erstmals auf Deutsch. Das Buch entwickelte sich zu einem erfolgreichen Longseller und wurde mehrfach neu aufgelegt, zuletzt 2005. Allerdings handelte es sich stets um Nachdrucke ohne Überarbeitungen und Ergänzungen. Wer Cronins Buch heute in einer der älteren oder neueren Ausgaben zur Hand nimmt, muss sich darüber klar sein, dass es den Forschungsstand der frühen 1970er Jahre widerspiegelt. Es war wagemutig von Cronin, zu dieser Zeit ein Buch über Ludwig XVI. und Marie-Antoinette in Angriff zu nehmen. Es gab damals kaum seriöse Literatur über das Königspaar. Alle bedeutenden Bücher über Ludwig XVI. und Marie-Antoinette sind nach Cronins Werk entstanden. Im Vorwort hebt Cronin hervor, dass er im Zuge seiner Recherchen in mehreren großen europäischen Archiven gearbeitet hat (Paris, London, Wien, Madrid). Doch wie ein aufmerksamer Blick in die Endnoten zeigt, sind archivalische Quellen nur punktuell in die Darstellung eingeflossen. Es kann keine Rede davon sein, dass das Buch auf einem breiten Fundament archivalischer Quellen beruht.

    Von vornherein ist klar, dass Cronins Buch heute nicht isoliert gelesen werden sollte, sondern in Verbindung mit neueren Werken. Was das rein Faktische angeht, so vermittelt Cronin ein detailreiches, anschauliches und zuverlässiges Bild vom Leben des Königspaares. Aber gerade im Vergleich mit den Büchern von Lever, Petitfils und Hardman erweist sich, dass er Ludwig XVI. und Marie-Antoinette zu wohlwollend beurteilt, zu nachsichtig. Eine Tendenz zur Idealisierung und Reinwaschung ist nicht zu übersehen. Ähnlich wie Bernard Faÿ zeigt Cronin Ludwig XVI. als gutherzigen, rechtschaffenen und wohlmeinenden Herrscher, dessen Reformvorhaben von übelwollenden reaktionären Kräften vereitelt werden. Cronin arbeitet nicht heraus, dass der König und seine Minister kaum Tuchfühlung mit der Welt jenseits von Versailles besaßen und mit ihrer Politik scheiterten, weil sie nicht den Dialog mit den politischen Eliten und der Gesellschaft suchten. Reformen sollten mit den angestammten Instrumenten absolutistischen Regierens „von oben“ durchgedrückt werden. Offene Debatten über die Umgestaltung der politischen Verhältnisse waren nicht erwünscht. Das eklatante kommunikative Versagen Ludwigs und seiner Minister trug Ende der 1780er Jahre wesentlich zur Verschärfung der politischen Krise bei. Heute gilt es als ausgemacht, dass Ludwig XVI. nach dem Debakel der Notabelnversammlung im Frühjahr 1787 in eine langanhaltende Depression verfiel. Das Scheitern seiner Reformpläne traf ihn hart. Er war zeitweise kaum handlungsfähig. Schon bald nach dem Zusammentritt der Generalstände im Mai 1789 entglitt dem hilflos wirkenden König und seinen gleichermaßen überforderten Ministern die Kontrolle über die Situation. Auch Marie-Antoinette erfährt in Cronins Darstellung eine auffallend schonende Behandlung. Die Unbeliebtheit der Königin lässt sich nicht allein mit dem Verweis auf anti-österreichische Ressentiments in der französischen Gesellschaft erklären. Cronin befasst sich nicht eingehend genug mit Marie-Antoinettes persönlichem Umfeld. Zur Irritation des Hofes und der Hauptstadt legte Marie-Antoinette ein Verhalten an den Tag, das nicht dem tradierten Rollenbild einer Königin von Frankreich entsprach. Cronin unterschätzt, wie sehr Marie-Antoinette ihr Ansehen durch ihre Cliquen- und Günstlingswirtschaft beschädigte. Weitgehend überholt sind die Kapitel über die Revolutionszeit. In den letzten zwanzig Jahren sind etliche wissenschaftliche Arbeiten erschienen, die das herkömmliche Bild vom politischen Handeln Ludwigs XVI. und Marie-Antoinettes am Vorabend und während der Revolution verändert und um neue Facetten bereichert haben. Die Kluft zwischen Cronins Doppelbiographie und dem aktuellen Forschungsstand ist mittlerweile so groß, dass man als Rezensent keine Leseempfehlung für das Buch aussprechen kann.

    FAZIT

    Auch wenn sie nicht in deutscher Übersetzung vorliegen, kommen nur die Biographien von Jean-Christian Petitfils und John Hardman für eine nähere Beschäftigung mit Ludwig XVI. in Frage. Gegen die Bücher von Faÿ, Cronin und Lever sprechen das Alter sowie inhaltliche Defizite und Mängel. 

  18. Cover des Buches Marie Antoinette (ISBN: 9783492217439)
    Joan Haslip

    Marie Antoinette

     (6)
    Aktuelle Rezension von: kornmuhme

    Ich lese Biographien sehr gerne! Aber diese hier war für mich leider ein Griff ins Klo ... Nach 140 Seiten habe ich ABGEBROCHEN.

    Ich hatte gehofft, mehr über Marie Antoinette zu erfahren, die jüngste Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, im Alter von 14 Jahren mit dem französischen Thronfolger und späteren König Ludwig XVI. verheiratet und zu Beginn der französischen Revolution auf dem Schafott hingerichtet.

    Was habe ich bekommen? Eine sehr komplexe, sprachlich gestelzte und sich in endlosen Details verlierende Aneinanderreihung von Ereignissen der damaligen Zeit. Natürlich gehört das Drumherum auch zu einer Biographie, Menschen sind immer auch Kinder ihrer Zeit. Aber ich hatte das Gefühl, Marie Antoinette ist nur eine von vielerlei Figuren in diesem Buch, ja, dass es eigentlich kaum etwas über sie zu erzählen gab! Vielmehr ging es um eine sehr große Anzahl diverser Personen, die wiederum Einfluss auf diverse andere Personen nehmen, um den- oder diejenige zu denunzieren, abzusetzen, verdrängen etc. Ich habe schlicht den Überblick verloren, sowohl was die Namen als auch die verschiedenen Positionen und Funktionen angeht. Darüber hinaus hatte ich oft das Gefühl, dass einige (politische, juristische) Sachverhalte vorausgesetzt wurden, die ich aber leider nicht einordnen konnte.

    Die Sprache hat mir leider auch gar nicht gefallen. Oftmals empfand ich sie als gestelzt, bemüht komplex und mit unnötigen Fremdworten gespickt (schon mal was von "Sykophanten" gehört??).

    Fazit:

    Zu wenig Marie Antoinette, zu viele Details und Informationen (leider an den falschen Stellen).

    1 von 5 Sternen

  19. Cover des Buches »Briefe liebe ich, für Briefe lebe ich.« (ISBN: 9783458360681)
    Stefan Bollmann

    »Briefe liebe ich, für Briefe lebe ich.«

     (4)
    Aktuelle Rezension von: labellokiss
    Ein wunderschönes Buch über das Briefeschreiben. Stefan Bollmann stellt in seinem Bildband Briefeschreiberinnen aus fünf Jahrhunderten vor, darunter Katharina die Große, die ihren eigenen Ehemann vom Thron stürzte, Maria Theresia, die ihrer Tochter Marie Antoinette Anweisungen, wie man sich am französischen Hof zu benehmen hatte, erteilte oder Emily Dickinson, Cosima Wagner, Hilde Spiel und natürlich viele mehr. Sorgfältig ausgesuchte Bilder der jeweiligen Verfasserinnen und Empfänger und viele, zum Verständnis dienliche biografische Hintergrundinformationen runden das Gesamtergebnis gelungen ab. Für alle historisch Interessierten und Fans von Briefen ein sehr lesenswertes Buch!
  20. Cover des Buches Die Kammerzofe (ISBN: 9783453721555)
    Karla Weigand

    Die Kammerzofe

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Asmodina66X

    Inhalt

    Auf der Flucht erzählt Julienne ihrer neuen Herrin die Geschichte ihres bewegten Lebens: Als dreizehnjähriges unbedarftes Bauernmädchen kommt Julienne im Jahre 1775 an den Versailler Hof. Schon bald entdeckt sie hinter all dem Glanz und der Pracht Falschheit und Dekadenz. Trotz der drohenden Ereignisse bleibt sie jedoch mit ihrer Herrin am Hofe, und so verquickt sich das Schicksal der einfachen Zofe mit dem der letzten Königin von Frankreich.

    Schreibstil

    Dieser Roman ist das Debut der Autorin Karla Weigand. Schon bei diesem Buch kristallisiert sich ihr malerischer Schreibstil heraus. Auch finde ich es sehr schön, mal einen historischen Roman zur Zeit Marie Antoinettes zu lesen. davon gibt es  nicht viele. Die Charaktere, selbst solche, welche historisch belegten, werden sehr glaubhaft dargestellt und vertragen sich mit ihren Handlungen.

    Leider wirkt der Roman aufgrund der Details und der geschichtlichen Fakten manchmal ein wenig langarmig. Ich bin der Ansicht, dass hundert Seiten weniger ausreichend gewesen wären.

    Fazit

    Trotz des letzten Punktes halte ich "Die Kammerzofe" für empfehlenswert. Fans der Französischen Revolution und Leute, welche auch mal andere historische Settings als das Mittelalter erleben wollen, sind hier gut bedient.

  21. Cover des Buches Marie Antoinettes geheimes Tagebuch (ISBN: 9783492244787)
    Evelyne Lever

    Marie Antoinettes geheimes Tagebuch

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Readyforbooks
    Hat mir leider überhaupt nicht gefallen!Es war langweilig und jeder Tag war dasselbe (ist wahrscheinlich auch realistisch so) schade
  22. Cover des Buches Marie Antoinette: Eine Romanbiografie (ISBN: 9783746741611)
  23. Cover des Buches Die Halsband-Affäre, Film-Tie-In (ISBN: 9783453210615)
  24. Cover des Buches Amélie und die Botschaft des Medaillons (ISBN: 9783950256086)

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