Bücher mit dem Tag "marine"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "marine" gekennzeichnet haben.

145 Bücher

  1. Cover des Buches Über uns der Himmel, unter uns das Meer (ISBN: 9783499267338)
    Jojo Moyes

    Über uns der Himmel, unter uns das Meer

     (645)
    Aktuelle Rezension von: Zombizebra

    Eine australische Krankenschwester mit Vergangenheit reist auf einem umgebauten Flugzeugträger mit anderen Bräuten nach England. 

    Während der mehrwöchigen Schiffsreise erfahren wir imme mehr über die Bewohnerinnen einer Koje, einen Marine Soldaten und Kapitain des Schiffes, jeder mit seinen eigenen Herausforderungen während der Fahrt und im restlichen  Leben. 

    Zwischen dem Alltag an Bord und der ungewissen Zukunft entstehen viele rührende und aufregende Momente, die sogar zu Tränen führen können. 

  2. Cover des Buches Erbarmen (ISBN: 9783423212625)
    Jussi Adler-Olsen

    Erbarmen

     (4.115)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf einer Fähre. Jahre später wird dieser Fall wieder aufgerollt und der erste Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen. Kann Mørck den Fall nach Jahren lösen und besteht vielleicht noch eine Chance, für die im Betongefängnis lebende Frau?

    Erbarmen ist der erste Teil der Reihe um Carl Mørck, aus dem Sonderdezernat Q. Mir gefällt die Idee des Sonderdezernats ausgesprochen gut. Ungelöste Fälle als Hauptthema sind mir in Büchern bisher nicht oft untergekommen, weswegen ich mich auch schon auf die weiteren Fälle freue.

    Der Schreibstil von Jussi Adler Olsen sorgt für ein schnelles Ankommen im Geschehen. Sein Protagonist Carl Mørck ist kein großer Sympathieträger, seine Vergangenheit beschäftigt und beeinflusst ihn stark, seine Arbeitslust ist gering und so dümpelt er mit relativ schlechter Laune durch die Gegend. Doch durch die Kombination mit seinem „Mädchen für alles“ Assad wächst auch Mørck immer mehr ans Herz.

    Die Tätermotive für den ersten Fall von Carl Mørck waren für mich sehr schnell deutlich, das hat dem Spannungsbogen jedoch keinen Abbruch getan und auch das Ende konnte mich überzeugen. Lediglich der Einstieg war für mich etwas langatmig, dennoch war das für einen Reihenauftakt ein sehr guter Start!

  3. Cover des Buches Crossroads - Ohne Gnade (ISBN: 9783802592355)
    Michelle Raven

    Crossroads - Ohne Gnade

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Alison

    Bei einer Gefängnisüberführung gerät der Transport in einen Unfall und der Verurteilte Mörder Russel kann fliehen. Zu seiner Flucht durch den Olympic National Park nimmt er Damon zur Unterstützung mit. Zeitgleich versucht der Ex-Marine Warren bei einem Zeltausflug im Olympic National Park seiner kleiner Tochter Emma wieder näher zu kommen. Wegen seiner vielen Auslandseinsätze, war er in den letzten Jahren nicht so oft zu Hause, wie er es sich gewünscht hätte. Als er am nächsten Morgen feststellt, das seine Tochter von dem Campingplatz verschwunden ist, erhält er Hilfe von der Hundeführerin Angel Burns. Zusammen mit ihrem Suchhund Moonlight machen sich Warren und Angel auf die Suche nach Emma. Dabei wissen sie noch nicht, dass die entflohenen Sträflinge bereits Emma bei sich haben.

    Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Der FBI Agent Gabriel und sein Team sind sofort zur Stelle, um den Mörder Russel wieder ins Gefängnis zu bringen. Wobei Gabriel dabei auch persönliche Motive hat.

    Russel ist auf der Flucht und nutzt Damon aus, der sich in der Gegend auskennt. Als sie auf dem Campingplatz der kleinen Emma begegnen, entschließt sich Russel die Kleine als Geisel mitzunehmen. Während der Flucht mit Russel, ist Damon Emmas einziger Schutz und wird zu ihrem Freund.

    Die Hundeführerin Angel ist mit ihrem Suchhund Moonlight für Warren die einzige Chance seine Tochter wiederzufinden. Zusammen sind sie ein gutes Team und unterstützen sich gegenseitig. Dabei kommen sie sich näher.

    Ein klasse Mix aus Spannung, Abenteuer und Sinnlichkeit. Das man dabei die Geschichte aus den einzelnen Perspektiven erleben kann, macht die Geschichte umso interessanter.

  4. Cover des Buches Trauma – Kein Entkommen (ISBN: 9783423262682)
    Christoph Wortberg

    Trauma – Kein Entkommen

     (186)
    Aktuelle Rezension von: lilli1906

    Dies ist ein Thriller, der sich stark am Thema Traumata und deren Bewältigung orientiert. Das hat mir gut gefallen, zumal der Autor einen wirklich ansprechenden Schreibstil hat und es ihm gelingt, die Spannung echt gut aufzubauen.


    Auch die Kommissarin Katja und ihr Kollege Rudi waren mir gleich sympathisch, und gerade Katjas Balanceakt zwischen Arbeit und Privatleben war für mich gut nachzuvollziehen, allerdings hat es mir teilweise etwas zu viel Raum eingenommen. Rudi bringt eine schöne Portion Humor und gute Laune in die Geschichte.


    Leider war ich vom Ende des Buches sehr enttäuscht. Es ging mir zu schnell und die Handlungen der Kommissarin passten plötzlich irgendwie nicht mehr zu ihrer Persönlichkeit. Sie wirkte am Ende leider wenig authentisch. Das fand ich wirklich sehr schade, blieb damit doch eher eine negative Erinnerung an das Buch haften.


    Dennoch denke ich, dass ich den nächsten Büchern dieser Reihe nochmal eine Chance geben werde, alleine schon, um zu erfahren, wie es Katja und Rudi weiter ergehen wird und wie sie sich entwickeln.

  5. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783453406131)
    Dan Simmons

    Terror

     (211)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel

    Terror von Dan Simmons verdient die Bezeichnung, mit der es beworben wird, voll und ganz: Epos.

    Das Werk erzählt die dramatische Geschichte der sog. Franklin Expedition, die im Jahr 1845 aufbrach, als erste Gruppe die Nordwestpassage durch die Arktis ganz zu durchfahren und im Eis der Arktis festfror.

    Dan Simmons gelingt es durch seine Erzählung in 3. Person sowie 1. Person aus Sicht der Expeditionsteilnehmer meisterhaft, die Atmosphäre auf den im Eis feststeckenden Schiffen HMS Terror und HMS Erebus, die Verzweiflung, Hoffnung, Tragik aufzufangen und die Geschichte der Expedition zu erzählen.

     Beeindruckend fand ich insbesondere, wie die fiktiven Inhalte dieses historischen Romans mit historischen Fakten zur Expedition verwoben wurden. Selten hat mich ein historischer Roman so motiviert, mich über das Werk hinaus mit dem Schicksal der Charaktere auseinanderzusetzen und aktiv die historischen Fakten nachzulesen.

    Nur an vereinzelten Stellen empfand ich das Werk als etwas langatmig.

     Fazit: Fesselndes Historiendrama.

  6. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (278)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

     

    INHALT:

    Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
     Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

     

    MEINE MEINUNG:

    Auch dieser Band – eigentlich der erste dieser Art von Florian Illies – hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf die unterhaltsamste Weise eine Menge gelernt. Es hat mich auch nicht im Geringsten gestört, daß ich den Ergänzungsband – 1913: WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE schon vorher gelesen habe. 

    Wie ich schon schrieb, gefällt mir der Stil des Autors einfach sehr gut, ich schätze vor allem die gelegentlich eingestreuten süffisanten Kommentare, die mir so manches Mal ein Schmunzeln entlockten.

    Jetzt hoffe ich, daß Illies so ein Buch vielleicht über die 50er oder 60er Jahre schreibt – und das bitte schnell!

  7. Cover des Buches Call of Crows - Entfesselt (ISBN: 9783492280822)
    G. A. Aiken

    Call of Crows - Entfesselt

     (96)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Kera wäre eigentlich tot. Hätte Vig Rundstorm sie nicht gefunden und Gott angerufen um sie zu retten. Jetzt gehört Ex-Marine Kera zu den Krähen der Norne Skuld und gilt als Todesbote.

    Schon nach der ersten Seite liebte ich diese Geschichte und konnte nicht aufhören zu lesen. Frauenpower, war mein erster Gedanke beim Lesen. Ein Haufen starke Frauen, die nächst Aufträge für eine Göttin erledigen. :) Diese Frauen sind einfach der Hammer, jede einzelne. Willkommen in einer neuen Welt von G.A. Aiken, die genauso wie immer ist - voller Humor, guten Wortgefechten, spannend und Actionreich. Natürlich darf die Leidenschaft und tolle Charaktere nicht fehlen. Wie immer alles dabei und deshalb genieße ich dieses Buch ungemein. Kera ist eine tolle Frau und doch irgendwie merkwürdig. Immer mit diesem Klappbrett.  Vig ist einfach hinreißend und seine Art ist einfach köstlich. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und man ist gefesselt und man kann sich nicht entscheiden, was man an dieser Geschichte lieber mag. Auf jeden Fall werde ich die nächsten zwei Bändern auch noch holen und freue mich darauf wieder in dieser Welt eintauchen zu dürfen.

  8. Cover des Buches Die Feuerreiter Seiner Majestät 01 (ISBN: 9783442244430)
    Naomi Novik

    Die Feuerreiter Seiner Majestät 01

     (364)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Drachen sind faszinierende Wesen. Diese großen Echsen, die fliegen können, werden überall auf der Welt in verschiedenen Formen und Funktionen dargestellt. Seinen Ursprung hat er in den Mythen der Antike. Ebenso tauchen sie in zahlreichen Erzählungen auf, Angefangen bei den Nibelungensagen bis hin zu neueren Büchern wie "Eragon" oder die "Die Drachenreiter von Pern". Die unterschiedlichsten Autoren haben sich mit Drachen auseinandergesetzt und dabei ein buntes Bild um die fliegenden Echsen gestaltet. Zu diesem Kreis gesellt sich nun auch die Schriftstellerin Naomi Novik.

    Die Autorin ist Amerikanerin, ihre Eltern jedoch stammen aus Litauen und Polen. Frau Novik studierte englische Literatur und erlangte den Master in Computer-Wissenschaften. Ehe sie sich aufs Schreiben konzentrierte, wirkte sie beim Design und der Entwicklung des Computerspiels "Neverwinter Nights: Shadows of Undrentide" mit. "Drachenbrut" ist ihr Erstlingswerk und gleichzeitig auch der Auftakt zu der Roman-Serie "Die Feuerreiter ihrer Majestät".

    "Drachenbrut" ist der erste, von bisher neun Büchern der Temeraire-Serie. Die Handlung spielt zur Zeit der napoleonischen Kriege (1800–1814). Dabei wird ein wenig Bezug auf die historischen Geschehnisse rund um Kaiser Napoleon und Admiral Lord Nelson genommen. In dieser, von unserer realen Vergangenheit abgewandelten Welt kommen neben Schiffen und Armee zu Lande auch Drachen in den Kämpfen zum Einsatz. 

    Naomi Novik windet die Zeit der napoleonischen Kriege geschickt um ihre Drachen, die in jedem Land Europas gezüchtet und im Kampf eingesetzt werden. Schon nach wenigen Seiten entwickelt sich daraus eine interessante Erzählung, da die Autorin es versteht, die Drachen in die damaligen Geschehnisse, ihre Gesellschaft und die vorherrschenden Konventionen zu integrieren. 

    Aus unterschiedlichen Drachenarten bildet sie eine Luftstreitmacht innerhalb der verfeindeten Parteien, mit ihren eigenen Regeln und Kampftaktiken. Die Kampfszenen sind ausführlich und ordentlich beschrieben. Hervorragend wird dargestellt, wie die unterschiedlichen Drachen ihre Kräfte einsetzen.

    Es gibt Dutzende verschiedener Rassen, die sich in Größe und Fertigkeiten unterscheiden und dementsprechend in den Luftkorps der verschiedenen Nationen als Späher, Boten, Jäger oder Bomber eingesetzt werden. Es kommt nicht nur auf Schnelligkeit, Kraft und Wendigkeit an. Einige der Drachen verfügen über eine besondere Fähigkeit, die im Kampf von enormer Bedeutung ist. Einige von ihnen können Feuer speien, andere Säure, wieder andere keines von beiden, sind dafür vielleicht größer – oder kleiner -, geschickter oder verfügen über mehr Kampfkraft und tragen so nicht unerheblich zum Kampfgeschehen bei. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie können sprechen, verfügen über einen eigenen Willen, sind intelligent und ihrer Bezugsperson treu ergeben.  

    Interessant ist, wie Novik die Drachen in ihre Welt einbettet. Sie sind ein wichtiger Teil des militärischen Apparates. Zu Zeiten, in denen der Krieg sich immer auf festem Boden oder auf dem Wasser abspielt, markieren die Drachen so etwas wie den Einstieg in den Luftkampf. Und der sieht gar nicht so fantastisch und romantisch aus, wie wir uns das bei dem Gedanken an Drachen vorstellen mögen. Jeder Kampfdrache verfügt über eine feste Besatzung von mehreren Personen, die Geschosse abfeuert, feindliche Drachen entert oder über Signalflaggen mit den Besatzungen anderer Drachen kommuniziert. Dazu kommt eine persönliche Bodenmannschaft, die für die Pflege der Ausrüstung und das Wohlergehen der Drachen verantwortlich ist.

    Das Drachen-Korps ist eine durchdachte militärische Institution mit seinen eigenen Riten und Rängen. Vieles, was die Autorin in ihrem Roman beschreibt, lässt ein gutes Maß an Recherche und Konzeption erkennen. Die Drachen, die Rahmenbedingungen, die Strukturen dieser Welt, alles wirkt stimmig und damit auch die Handlung.

    Naomi Novik vermag es meisterlich, dies alles zum Leben zu erwecken. Schnell entsteht vor einem das Bild eines gigantischen Drachen, der durch die Luft fliegt, während seine Crew sich an einer Art Geschirr befestigt an ihm langhangelt und ihren Aufgaben nachgeht. Kein Wunder, dass sich Peter Jackson bereits jetzt die Filmrechte gesichert hat.

    Das Besondere an dieser Reihe ist der historische Hintergrund, vor dem die Autorin die Erzählung spielen lässt. Auch wenn die Fakten nicht immer korrekt wiedergegeben werden, ist es der Autorin gelungen, die Atmosphäre dieser Zeit authentisch in die Handlung einzubetten.

    Amüsant fand ich, wie die Siege in den großen Schlachten der Geschichte den Drachen zugeschrieben werden. Sei es der englische Sieg über die Armada oder der Japaner gegen die Mongolen, wobei der legendäre Kamikaze (Götterwind) eine besondere Fähigkeit der ostasiatischen Drachen sei.

    "Drachenbrut" liest sich fast wie ein historischer Roman, denn abgesehen von Drachen sind keinerlei Fantasy-Elemente enthalten. Die Aktionen der Feuerreiter erinnern ein wenig an Abenteuer aus den Anfangstagen der Kampfflieger. Ebenso wie diese Heldengeschichten, lässt auch "Drachenbrut" eine kritische Darstellung über die Schrecken des Krieges vermissen, Tod und Trauer treten bestenfalls am Rande in Erscheinung. Das Kriegsgeschehen wird ziemlich unreflektiert dargestellt, selbst der Tod eines Zehnjährigen wird ziemlich nüchtern erzählt. Auch muss hingenommen werden, dass die Franzosen die Bösen sind.

    Die Erzählung verfügt über eine sehr lineare Handlung, die wenig zu überraschen vermag, sich trotzdem gut liest. Naomi Novik schreibt in einer leicht distanzierten dritten Person. Manchmal bricht auch der allwissende Erzähler durch. Der Schreibstil ist nicht der anspruchsvollste, aber das muss er ja nicht immer sein. Ein Buch darf einfach einen auch einmal nur die Zeit vertreiben.

    In dieser historischen Parallelwelt zur Zeit der Napoleonischen Kriege lernen wir auf den ersten Seiten Kapitän Will Laurence kennen. Die Handlung beginnt damit, dass die Reliant, ein englisches Kriegsschiff unter Kapitän Will Laurence, eine französische Fregatte erobert. In dessen Laderaum machen die engländer eine überraschende Entdeckung: ein Drachenei, das kurz vor dem Schlüpfen steht. Die patriotische Pflicht verlangt es, den Drachen für die britische Luftstreitmacht nutzbar zu machen. So muss sich schnell jemand finden, der sich des Wesens annehmen wird. Durch das Los wird ein Mann für die Aufgabe bestimmt.

    Ein Mensch kann einen neugeborenen Drachen zähmen, indem er ihm sein Geschirr anlegt und gleichzeitig sein Vertrauen erwirbt. Von diesem Zeitpunkt an ist er untrennbar mit dem Drachen verbunden. Dieser Mann muss sein bisheriges Leben aufgeben und dem Chor der Drachenreiter beitreten. Als Flieger steht dieser Mann somit lebenslang im Dienst seiner Majestät, das sich von einem „normalen“ Leben grundlegend unterscheidet. Denn der Drache wird zu seinem Lebensmittelpunkt. Eine Familiengründung erscheint somit fast unmöglich. Welche Frau möchte schon freiwillig, weit weg von jedem gesellschaftlichen Leben, in größter Abgeschiedenheit ihr Leben fristen.

    So ist Kapitän Will Laurence erleichtert, als das Los auf einen jungen Offizier fällt. Denn Will ist leidenschaftlicher Marineoffizier, im Grunde bereits verlobt und kann sich ein Leben mit Drachen nicht einmal in seinen schlimmsten Alpträumen vorstellen.

    Als nach kurzer Zeit aus dem Ei ein wunderschöner schwarzer Drache schlüpft, wählt dieser jedoch seine Bezugsperson selbst. Er entscheidet sich, zu dessen Entsetzen, für den völlig unvorbereiteten und überforderten Will Laurence als seinen menschlichen Partner

    Will kommt seiner Pflicht nach, legt dem Drachen das Geschirr an und gibt ihm den Namen „Temeraire“, nach einem Schiff aus der Schlacht von Trafalgar. Von da an ändert sich sein Leben schlagartig. Will muss sich für immer von seiner Karriere in der Marine und seiner Verlobten verabschieden. Nur den Kapitänsrang kann er behalten.

    Will Laurence, der sich zu Anfang nur aus Pflichtgefühl um den Drachen kümmert, entwickelt recht bald eine tiefe Zuneigung zu Temeraire. Dieser erweist sich als intelligentes und liebenswertes Wesen, dass genauso höflich auftritt, wie der Marineoffizier selbst. Zwischen ihnen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.

    Ein gemeinsames Training in Schottland bereitet Drache und Reiter auf ihren Einsatz gegen die Franzosen vor. Bald kommt es zur ersten Luftschlacht, in der Will und Temeraire Mut, Geschick und unbedingte Loyalität zueinander und zum Chor der Drachenreiter beweisen müssen.

    Zunächst gilt es für Will Laurence und Temeraire jedoch, sich in die fremde Welt und die merkwürdigen Sitten des britischen Luftkorps einzufinden, die noch die eine oder andere Überraschung für den Gentleman Laurence bieten.

    Typisch für die Zeit, in der die Handlung spielt, stehen Etikette und ein bestimmter militärischer Verhaltenskodex im Zentrum. Auch Laurence muss sich trotz militärischer Erfahrung erst eingewöhnen und findet unter den Fliegern nicht gleich die Akzeptanz, die er sich später hart erarbeitet. Viele, die auf dem schottischen Stützpunkt arbeiten, warten seit Jahren darauf, Kapitän eines eigenen Drachen werden zu dürfen. Dass Laurence als Außenstehender einfach mit einem eigenen, noch dazu äußerst seltenen und wertvollen Drachen daher spaziert und ohne Vorkenntnisse seinen Dienst als Kapitän antritt, schürt jede Menge Neid und Missgunst. Bedauerlicherweise erwähnt die Autorin dies nur, ohne den daraus resultierenden Konflikt stimmig in die Handlung einzubauen.

    Im ersten Moment war ich etwas irritiert, ob der etwas steifen Förmlichkeit der Hauptprotagonisten. Diese passte jedoch perfekt zu dem britischen Marineoffizier. Sehr stimmig fand ich auch wie das Ehrkonzept und das Verständnis von Pflicht und Disziplin durchgehalten wird, ganz besonders bei Kapitän Will Laurence, dem menschlichen Protagonisten der Handlung.

    Unterm Strich ist der Start der "Die Feuerreiter seiner Majestät"-Serie ein gelungenes Abenteuer mit faszinierenden Figuren. Liebevoll gestaltete Charaktere, viel Fantasie und eine durchaus glaubhafte Eingliederung der Drachen in die tatsächliche Geschichte machen diese Serie zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis.

    Trotz der Drachen, um die sich alles dreht, ist das Buch kein Roman nur über Drachen.

    Es ist ein sehr schönes Werk, das sich mit Themen wie Freundschaft, Prinzipien, Pflichterfüllung und Disziplin beschäftigt.

    Es ist ein Erzählung, in der das Leben eines Seefahrers beschrieben wird, der unerwartet zum Drachenreiter mutiert.

    Die Hauptfigur William Laurence ist als Hauptprotagonist ein wenig blass geblieben. Er ist ein gestandener kriegserfahrener Mann und kein süßer Junge, was ihn von ähnlichen Geschichten abhebt. Kapitän Laurence reicht bei weitem nicht an die „Klasse“ seines Drachens heran; er dient schon länger in der Marine, hat Kriegserfahrung und ist mit allen gesellschaftlichen Konventionen vertraut. Das unkonventionelle Fragenstellen, das einem Temeraire so lieb macht, fehlt ihm, aber er ist eine durch und durch realistische Figur, ehrbewusst, gelegentlich aufbrausend und ein pflichtbewusster Soldat.

    Die Hauptfigur - Kapitän William Laurence, wird als britischer Gentleman beschrieben, wie er im Buche steht. Jahrelang bei der Navy gedient, stets mit guten Manieren, fair und gerecht, aber unerbittlich, wenn es hart auf hart kommt, und vor allem unendlich loyal zu Krone und Vaterland. 

    So einem Vorzeigeoffizier kommt die monumentale Veränderung seines Lebens in Form des Drachen Temeraire überhaupt nicht recht. Umso mehr Spaß macht es, Will Laurence beim allmählichen Auftauen und der Entwicklung tiefster Emotionen für seinen Drachen zu beobachten.

    Will hat anfangs Probleme mit der freieren Art der Flieger. Seine Erziehung und der gewohnte förmliche Umgang unter Marineoffizieren stehen ihm im Weg. Dazu ist er entsetzt, Frauen inmitten des Kampfgeschehens vorzufinden. Wills Vater, der es als Lord partout nicht haben kann, dass sein Sohn bei den gesellschaftlich abseitsstehenden Fliegern anfängt, ist nur ein weiteres Beispiel, wie Naomi Novik die damaligen Begriffe von Ehre und die vorherrschenden, sozialen Konventionen in ihr Buch einfließen lässt und sich gleichzeitig in der Person von Will Laurence, der mit diesen gesellschaftlichen Verhaltensnormen aufgewachsen ist, damit auseinandersetzt.

    Durch seine Augen erleben wir die Geschichte mit. Und gemeinsam mit ihm entdecken wir die fremde Welt der Feuerreiter. Einige Dinge sind ihm fremd und widersprechen seinem Sinn für Ordnung. Andere wiederum sind überraschend, doch kann er sich damit anfreunden. So passt er sich den neuen Verhältnissen größtenteils an, doch versucht er auch einige Elemente aus seinem alten Leben hinüberzuretten. Dazu gehört auch, dass seine Kadetten eine ordentliche Bildung verdienen, egal welcher Herkunft sie sind.

    Kapitän Will Laurence ist die Art von Figuren, der auftauchen, allen neue Sichtweisen zeigen, einfach, indem sie sich nicht an Regeln halten und offen an Dinge herangehen, dass alle ihnen plötzlich folgen. Trotz anfänglichen Problemen zeigt er am Ende allen wie großartig er ist, ohne dabei ernsthaft in Schwierigkeiten zu geraten. Für mein Dafürhalten war er einfach zu platt, zu perfekt. Er hatte zu wenig Ecken und Kanten. Er war schlichtweg langweilig.

    Während Naomi Novik zwar Konflikte aufbaut und präsentiert, sind sie alle viel zu schnell und einfach überwunden. Beziehungsprobleme, die Aufgabe des Lebens zur See, Verletzungen, Misshandlungen, Meinungsverschiedenheiten, Kämpfe – alles bahnt sich bedrohlich an und ist dann mit einem Satz ausgesprochen und vorbei. 

    Niemals gerät Will Laurence in echte Schwierigkeiten oder Gewissensnöte. Kein Feind erscheint auf der Bildfläche, niemand der ihm im Weg steht oder ihm das Leben schwer macht.

    Kapitän Laurence wird, am Anfang gegen seinen Willen zum Drachenreiter, wird aus seiner gewohnten Umgebung, sein geliebtes Schiff, hinausgerissen, findet neue Freunde und Feinde und wird ungewollt in Intrigen hineingezogen. Dies alles wird erwähnt, doch nichts davon wird ausgelebt. 

    Dabei hätte die Geschichte einiges an Konfliktpotential besessen. Nur schon die Gegensätze von Marine und Luftwaffe bietet da einiges. Ein echter Gegner in der eigenen Reihe. Angedeutet war bereits der Neid, dass ein Außenseiter den besten Drachen erhält. Daraus hätte die Autorin mehr machen sollen. Auch der Konflikt mit der Vernachlässigung von Levita durch ihren Drachenreiter müsste mehr bieten als bloße Akzeptanz und einem schmerzlichen Ende.

    Zu kritisieren ist der Umstand, dass selbst seine besten Freunde Will mit seinem Nachnamen titulieren, so dass der Leser spätestens ab Mitte des Buches stillschweigend annimmt, dessen Vorname sei Laurence.

    Erfreulich ist hingegen Temeraire. Der leicht philosophisch angehauchte Drache ist wissbegierig und intelligent, aber auch eigenwillig, und hält den ruhigen und höflichen Will Laurence ganz schön auf Trab. Der Drache ist, abgesehen von seinen Tischmanieren, ebenfalls sehr englisch, höflich, zurückhaltend und dennoch offener, als sein Captain es wahrscheinlich jemals hoffen könnte zu sein. 

    Die Figur des Temeraire ist eigentlich die interessanteste des gesamten Romans. Er ist ein seltener Himmelsdrache, der eigentlich nur für die höchsten Herrscher bestimmt ist. Ursprünglich war er ein Geschenk des chinesischen Kaisers an Napoleon Bonaparte.

    Bereits früh wird klar, dass er sich von seinen Artgenossen durch seine Intelligenz unterscheidet. Wo die meisten ungefähr so klug sind wie ein Hund, ist sein geistiger Horizont wesentlich breiter. So interessiert er sich brennend für seine Umgebung und lässt sich gerne aus Büchern über die Mathematik vorlesen. Schon recht früh wird klar, dass er zwar ein gefügsamer Drache ist, doch bestimmte Dinge wie blinder Gehorsam nicht versteht. Es ist diese Diskrepanz zwischen seiner Naivität und seiner Intelligenz, die die Figur so liebenswert macht. Dies, und die Tatsache, dass er seinen eigenen Kopf hat.

    Tremeraire ist ein rebellischer dickköpfiger Drache, dem die Freundschaft zu Will Laurence alles bedeutet. Ich muss zugeben, dass ich den mitternachtsschwarzen Temeraire bereits bei seinen ersten Worten, ins Herz geschlossen habe. Eitel, übermäßig um „seine“ Mannschaft besorgt - besonders natürlich um Laurence - intelligent, quengelig, gelegentlich aufsässig, offen, ehrlich, in den Naturwissenschaften besser bewandert als sein Kapitän Laurence. 

    Temeraire ist einfach herzerfrischend. Allein er macht das Buch zu einem unglaublich guten Roman.

    Gemeinsam mit den anderen Drachenfiguren wie Maximus, Lily, Volatilus oder Levitas bilden die Drachen dieses Buches eine unheimlich kontrastreiche und abwechslungsreiche Truppe, die der Leser schnell liebgewinnt.

    Unterstützt werden die Protagonisten von einigen Nebenfiguren, die allesamt gelungen sind: Der ruppige Berkley, die offene Jane Roland, der oberflächliche Rankin, der seinen Drachen vernachlässigt... Die Liste könnte noch beliebig erweitert werden.

    Leider kommen die Nebenfiguren etwas zu kurz. Sie besaßen keine Tiefe, wirkten irgendwie nur am Rande mit. Dabei wären einige von ihnen auffallend interessant gewesen. Sie hätten nur richtig ins Licht gerückt werden müssen.

    In der Erzählung geschieht auf jeder Seite etwas. Handelt es sich um (See-)Schlachten, Rettungsaktionen für einen verletzten Drachen oder Verrat.  Bedauerlicherweise kam dies zu distanziert herüber. Störend war auch die Angewohnheit der Autorin, den Leser gleich „mitten in das Geschehen hineinzuschmeißen“. Fliegen Laurence und Temeraire gegen Ende eines Kapitels zu einem Patrouillenflug los, sind sie Anfang des nächsten Kapitels bereits in ein Scharmützel verwickelt, ohne dass ich überhaupt kapiert habe, woher die Feinde denn kamen und wo sich Temeraire und seine Formation befanden. Aufgelöst wurde dieses „Rätsel“ dann erst Seiten später in einem Dialog.

    Für die eigentliche Handlung nimmt sich die Autorin Zeit, und das ist auch gut so. So steht die beginnende tiefe Freundschaft zwischen Temeraire und Will Laurence im Vordergrund der Handlung. Zwischen den beiden entwickelt sich eine faszinierende Beziehung, bei der man sich nie sicher ist, ob es sich um eine tiefe Freundschaft, ein Vater-Sohn-Verhältnis - bei dem nicht ganz klar ist, wer Vater und wer Sohn ist - oder gar um eine romantische Beziehung handelt, weil die meisten der Emotionen hinter Schichten und Schichten von Gentleman-Fassade verborgen bleiben. Nichtsdestotrotz schafft es Naomi Novik, den Leser spüren zu lassen, dass ihre Figuren tiefe Gefühle füreinander haben. Umso schöner ist es, wenn diese dann einmal offen zur Schau gestellt werden.

    Action gibt es da nur wenig. Die Handlung ist vor allem auf die Öffnung der dargestellten Welt und der Charaktere für den Leser konzentriert. Das ist erfreulich und begrüßenswert. Nicht umsonst scheitern etliche Fantasygeschichten mit dem Versuch, den Leser mit haufenweisen Kämpfen, Schlachten und sonstigen Eskapaden möglichst rasch zu unterhalten. Dennoch hätte ich mir einen graduellen Spannungsaufbau oder eine immanente Bedrohung am Horizont gewünscht. Da dies fehlt steuert die Geschichte, so gut sie sich auch lesen lässt, eher ziellos voran. Der letztendliche Showdown kommt dadurch viel zu schnell und ist noch viel schneller wieder vorbei. Die Erzählung endet schon fast mit einer Art Filmriss und spielt die Beziehungen, die der Leser zu den unterschiedlichen Charakteren aufgebaut hat, nicht voll aus.

    Auch wenn wir uns wünschen, Naomi Novik würde bereits früher an der Spannungsschraube drehen, liest sich der Roman dennoch flott, so dass keinerlei Langeweile aufkommt. Die Autorin entwickelt ihre Erzählung auf ganz eigenständige Art und schafft damit einen Roman, der sich gegenüber anderen Fantasygeschichten abgrenzt und individuell definiert,

    Worüber ich mich wirklich gefreut habe, waren die Drachen. Ihre Charaktere waren liebevoll gestaltet, so dass ich richtig mit ihnen mitfiebern konnte. Die vielen Arten und ihre jeweiligen Eigenschaften waren interessant, genauso wie der Aufbau der Truppen. Das ganze Pflegepersonal der Drachen, ihre Besatzung und all das Drumherum.

    Störend war ein grober Fehler der Autorin oder der Übersetzerin, in der während einer ganzen Passage die Namen zweier Drachen vertauscht wurden. Um die Seite 238 muss es einige Male 'Victoriatus' anstelle von 'Volatilus' heißen. Einen aufmerksamen Leser dürfte dies allerdings nicht in allzu große Verwirrung stürzen. Und den Unaufmerksamen wird es kaum auffallen.

    Abgerundet wird "Drachenbrut" durch einen fiktiven Auszug eines zeitgenössischen Buches, indem sich über die verschiedenen Rassen ausgelassen wird. Zur Handlung trägt dies zwar nicht bei, liefert aber dafür interessante Fakten und Informationen.

  9. Cover des Buches Die Hafenschwester - Als wir wieder Hoffnung hatten (ISBN: 9783453292444)
    Melanie Metzenthin

    Die Hafenschwester - Als wir wieder Hoffnung hatten

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Im zweiten Teil der Hafenschwester befinden wir uns immer noch in Hamburg. Martha ist glücklich mit ihrer Familie und alles könnte perfekt sein. Nun steht auf einmal der Erste Weltkrieg vor der Tür und alles verändert sich. Allerdings sehen wir trotz der ganzen schweren Situation auch gute Veränderungen. 


    Ich habe öfter in diesem Teil nachgelesen und muss feststellen, das so einiges der Wahrheit entspricht. Genau das macht die Reihe zu was besonderem. Nicht nur die packende und fesselnde Story. Auch der Inhalt und die Genauigkeit der geschichtlichen Hintergründe. 


    Die Protagonisten und Ereignisse und die Art der Autorin, all das genaustens zu beschreiben, hat mich richtig tief mitfühlen lassen. Es las sich einfach flüssig und hat mich sofort mitgerissen. 

  10. Cover des Buches Anne Elliot (ISBN: 9783423145282)
    Jane Austen

    Anne Elliot

     (479)
    Aktuelle Rezension von: Himmelsvogel

    Story:

    Anne Elliot wächst als Tochter eines Baronets in Kellynch Hall auf. Kaum im heiratsfähigen Alter möchte sich der mittellose Seeoffizier Frederick Wentworth mit ihr verloben, doch Anne lehnt diesen Antrag auf Anraten einer Freundin, trotz der Liebe zu dem jungen Mann, ab. Jahre gehen ins Land in denen sie nur reifer und gebildeter wird, doch kein Mann scheint gewillt ihr Herz zu erobern. Erst als Annes Vater das Anwesen vermieten muss, begegnet die nun 27-Jährige Frederick erneut. Dieser hat sich nun zum Kapitän hochgearbeitet und ist ein wohlhabender Mann. Doch Verstrickungen in der Gesellschaft, in der sie beide nun verkehren, hindern die beiden daran sich wieder annähern zu können und ein erneutes Aufkeimen ihrer Gefühle erscheint durch andere aussichtslos.

     

    Charaktere:

    Anne ist trotz dem frühen Verlust ihrer Mutter im Jugendalter zu einer reifen Frau herangewachsen, sie weiß wie man sich in der Gesellschaft benimmt und selbst in Adelskreisen verkehrt. Die Ablehnung, die sie Frederick zukommen lässt, beschäftigt sie sehr lange und doch scheint sie über dieses Kapitel ihres Lebens hinwegzukommen. Sie blüht regelrecht auf in der Gesellschaft und weiß ihre Umgebenen zufrieden zu stellen, auch wenn sie nicht wirklich mit ihrer Schwester Elizabeth zurechtkommt und die andere, Mary, immerzu sich benachteiligt fühlt. Erst das Zusammentreffen mit ihrem Verflossenen bringt ihr Leben ins Wanken und immerzu versteift sie sich in seiner Nähe, auch wenn sie sich schnell fängt und die beiden schnell lernen miteinander zu leben. Ihnen wird beiden eine baldige Verlobung angedichtet, was sie mit mehr oder weniger Begeisterung zur Kenntnis nehmen. Lange denkt man, ihre Liebe ist auf immer zertrümmert, doch nach vielen Umwegen finden ihre Persönlichkeiten doch noch zueinander und die Geständnisse ihrer Gefühle sind so herzwärmend, dass man kaum glauben kann, was zwischen ihnen lag. Die Harmonie zwischen den Beiden scheint wahrhaftig echt.

     

    Inhalt:

    Wie in jedem ihrer Romane hat auch hier Jane Austen ihr Talent, das Schreibhandwerk voll ausgelebt. Mit einer Gewieftheit weiß sie eine ganze Gesellschaft ihrer Zeit in ein Buch zu verpacken, sodass es sinnvoll und spannend ist. Die Gefühle und Hoffnungen der Hauptcharaktere werden sehr sprachgewandt vorgebracht, mit solch einem Gefühl, dass man sich regelrecht selbst in dieser Zeit auf den Straßen Baths spazieren sieht. Ein Roman der keine Sekunde langweilt und einen in der Zeit reisen lässt, wie man es heutzutage selten zu finden vermag.

     

    Fazit:

    Ein Auge für die Gesellschaft ihrer Zeit (dem 19. Jahrhundert), sowie das verstricken von Gefühlen durch andere Verpflichtungen, bis sie zur wahren Erkenntnis über ihre Liebe zueinanderkommen, macht Jane Austens Roman zu einem muss, für jeden Romantiker. 


    Sterne:

    5 von 5 Sterne

  11. Cover des Buches Risiko (ISBN: 9783453419568)
    Steffen Kopetzky

    Risiko

     (66)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Nach Ausbruch des 1 Weltkrieges plante die deutsche Militärführung, zunächst einen raschen Sieg gegen Frankreich zu erreichen um anschließend alle Kräfte für den Feldzug gegen Russland frei zu haben. Der Überfall auf das neutrale Belgien veranlasste jedoch Großbritannien zum Kriegseintritt, was das Kaiserreich vor ein Problem stellte. Neben Österreich hatte man keine starken Verbündeten, und als Italien sich auf die Seite der Entente schlug, war die letzte Hoffnung, das Osmanische Reich auf die Seite der Mittelmächte zu ziehen, was dan auch gelang. Um England zu schwächen, plante Deutschland die sog. Oskar-Niedermayer-Expedition, welche das Ziel hatte, nach Kabul zu reisen um den Emir von Afghanistan zu bewegen, einen Aufstand der Paschtunenstämme gegen die Briten im heutigen Pakistan anzuzetteln. So sollten die Briten entscheidend geschwächt werden. Dies ist der historische Ausgangspunkt zu diesem sehr spannenden Roman, der eine Vielzahl von bisher wenig bekannten Details erzählt. Anhand von vorwiegend erfundenen Protagonisten wird die wahre Geschichte dieser Expedition erzählt, wobei natürlich auch viel Fantasie des Autors im Spiel ist.

    Steffen Kopetzky gelingt mit dem Werk ein historischer Roman, der sprachlich auf hohem Niveau erzählt ist und die Figuren liebevoll und glaubwürdig schildert. 

     

  12. Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492259750)
    Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit

     (440)
    Aktuelle Rezension von: caro_lin

    Die ersten 50 Seiten habe ich überlegt es wegzulegen. Ich bin froh, dass ich es nicht getan habe! Als ich einmal drin war, habe ich es geliebt. Die Tage und Wochen, die ich die Entdeckung der Langsamkeit gelesen habe war dieses Buch mein Rückzugs- und Wohlfühlort. Und das, obwohl es inhaltlich oft alles andere als schön zugeht, es geht stellenweise um Krieg, Hunger, Tod und menschliche Abgründe. Dann aber wieder um die Schönheit unserer Welt und der Dinge die uns Menschen voneinander unterscheiden. 

    Eigentlich wollte ich 4 Sterne geben, da es phasenweise dann doch auch wieder etwas zäh wird. Aber die Gefühle, die dieses Buch in mir ausgelöst hat, sind besonders und darum vergebe ich 5 Sterne.

  13. Cover des Buches Heart of War (ISBN: B07WS2C2FH)
    Bonnie Sharp

    Heart of War

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Letters-with-Coffee-and-Cake

    Ich habe mich lange geziert dieses Buch zu lesen, ganz einfach weil Kriegsgeschichten nicht unbedingt beliebt bei mir sind. :-/ Und was soll ich sagen, ich hätte mich eher herantrauen sollen. Dieses Werk ist große klasse. Der Schreibstil von Bonnie Sharp ist angenehm und lässt sich fließend lesen. Das Cover ist perfekt für diese Story gewählt.

    Die Kriegsreporterin Maddy ist eine taffe Frau, die immer auf auf der Jagt zur nächsten großen Story ist. Das Leben und ihr Job haben sie geprägt und manches kann auch sie nicht einfach vergessen.

    Chaz lebt für sein Team und für schwierige Einsätze in Kriegsgebieten. Er will keine Familie und keine Frau in seinem Leben. Er will einfach keine Fehler begehen, es geht ja auch um Leben oder Tod.

    Beide begegnen sich in einer schwierigen Situation und beide bekämpfen ihre Anziehung. Sie überspielen es mit Ablehnung und trotzdem werden sie angezogen.

    Der Spannungsaufbau lässt in dieser Story einfach nicht nach. Wenn man sich zwei Seiten erholt hat kommt schon wieder der nächste Hammer und man muss einfach erfahren wie es weitergeht. Die Szenen sind detailliert beschrieben, als ob man als Leser danebensitzt, statt nur vor dem Buch.

    Dieses Werk ist jedoch nichts für zarte Seelen, die gerne einen schönen Liebesroman lesen. Diese Geschichte ist knallhart und man muss schon damit umgehen können.

    Eine klare Lese- und Kaufempfehlung und absolut verdiente *****! 

  14. Cover des Buches One Piece 1 (ISBN: 9783551745811)
    Eiichiro Oda

    One Piece 1

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Milian_Ventus

    One Piece fängt unschuldig an, mit einem Piraten, der davon Träumt, Piratenkönig zu werden - das ist aber nur der Aufhänger. Im Verlauf seiner Laufzeit entwickelt sich One Piece zu einem wahren Monstrum und läuft nicht deshalb so lange, weil die Cashcow gemolken werden will, sondern weil Oda-sensei schlichtweg noch nicht fertig mit erzählen ist. Hier werden Story Beats hunderte von Kapiteln vorher vorbereitet und zu einer großen Narrative verwoben. Charaktere, Storytelling und Worldbuilding in One Piece sind top-notch! Wer hier nicht ein paar Mal Tränen verdrückt im Laufe der epochalen Geschichte, der hat nie gefühlt.

  15. Cover des Buches Sturmwelten (ISBN: 9783453523852)
    Christoph Hardebusch

    Sturmwelten

     (80)
    Aktuelle Rezension von: ariadne

    Ich hab das Buch echt zu lange auf mich warten lassen, dabei hab ich doch gewusst, dass es toll wird! :D

    Von Hardebusch werde ich in der Regel eigentlich nicht enttäuscht und deswegen war es auch endlich Zeit mit dem 1. Band dieser Reihe anzufangen. Ich hatte in letzter Zeit ein gewisses "faible" für Geschichten, die auf See spielten und mit Piraten, Marine und einer Welt, die stark an ein vergangenes Europa/Karibik erinnert, hat es mich von Beginn an gepackt. Wir lernen mit einigen Charakteren die Sturmwelt kennen und zunächst waren es mir einige Personalien zu viel, die ich auch nicht immer richtig zuordnen konnte. Vor allem Franigos Geschichte wirkt etwas falsch am Platz, aber seine Geschichte habe ich nicht als störend empfunden. Ich bin sicher, der Autor hatte schon früh die einzelnen Teile des Puzzles geplant und in den Folgebänden kommt alles zusammen. 

    Zu den Charakteren: Roxane (yeah für eine "starke" Frauenfigur") und Jaquento sind mir gleich ans Herz gewachsen. Bin auch gespannt, wie es mit Sinao weitergehen wird! 

    Das Magiesystem wurde meiner Meinung nach auch nicht genügend erklärt, weshalb ich immer noch ein bisschen ahnungslos bin, was die Maestre/Caserdoten eigentlich können und tun sollen.

    Das Buch hat sich relativ viel Zeit gelassen, um dann gegen Ende hin richtig an Fahrt zu gewinnen. Ich habe mich nie wirklich anstrengen müssen weiterzulesen, das war wohl dem angenehmen Schreibstil des Autors zu verdanken. Diesen 1. Teil habe ich als eine Art "Einführung" verstanden, denn noch sind einige Fragen ungeklärt. Aber der nächste Band steht ja schon bereit!

  16. Cover des Buches Als dein Blick mich traf (ISBN: 9783404176519)
    Nicole Jacquelyn

    Als dein Blick mich traf

     (45)
    Aktuelle Rezension von: mienchen112
    Bei Als dein Blick mich traf handelt es sich um den zweiten Teil der Unbreak my Heart Reihe von Nicole Jacquelyn. Die Autorin kenne ich schon und auch den ersten Teil der Reihe habe ich gelesen und geliebt. Sogar mehr als das, denn er hat mich mittendrin zerstört und ich dachte nicht, dass Shade es schafft mein Herz wieder zusammenzuflicken. Wen die Rezension zu Band 1 Als mein Herz zerbrach nochmal lesen möchte findet sie hier.
    Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut vom Verlag den zweiten Teil als Rezensionsexemplar bekommen zu haben. :) Ganz lieben Dank nochmal dafür.

    Die Cover der ebooks wurden inzwischen ausgetauscht, sodass dem ein oder anderen die Geschichte womöglich schon bekannt vorkommt. :) Wie auch in Band 1 hat mich der Schreibstil der Autorin gefesselt und ich habe die Charaktere mit all meinen Emotionen verfolgt bzw. begleitet.

    Anita und Bram mochte ich im ersten Teil schon sehr sehr gern. Sie waren die Streithähne der gesamten Familie und ich fand ihre Neckereien immer schon irgendwie süß und hätte mir die Familientreffen ohne die zwei auch gar nicht vorstellen können. :)

    Die beiden sind zwei Menschen, die in ihrem Leben schon vieles durchmachen mussten und erlebt haben. Daher ist es für beide nicht immer leicht. Nicht leicht sich dem Leben in einer riesigen Großfamilie zu stellen, nicht leicht miteinander klarzukommen und gleichzeitig fällt es den beiden auch schwer ab und zu allein zu sein.

    Eines Abends kommt es dann doch dazu, dass das Unmögliche passiert. Ani und Bram begegnen sich auf eine Weise, mit der sie nie gerechnet haben. Sie sind sich einig, dass es für sie beide keine größere Bedeutung hat und dennoch können sie es nicht vergessen. Ihr Verhalten verändert sich und sie fangen an mehr Zeit miteinander zu verbringen. Gleichzeitig verändert sich ihr Verhältnis zueinander. Aber ob es zwischen den beiden überhaupt eine Chance gibt?

    Immer wieder geraten die zwei aneinander und dennoch finden sie einen Weg den Alltag immer öfter gemeinsam zu gestalten. Bis die beiden etwas so schönes und gleichzeitig so schwerwiegendes für ihr beider Leben erleben könnten und Bram sich schließlich doch von Ani abwandt.

    Es ist unglaublich toll, alle Charaktere wieder zutreffen und zu sehen, wie sie älter werden und mit welcher Hingabe und Liebe auch neue Mitglieder in die Familie aufgenommen werden. :)

    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Auch hier spielt Nicole Jacquelyn mit den Gefühlen ihrer Leser. Wie bei seinem Vorgänger wurde ich im Sog meiner Emotionen mitgerissen. Das einschneidende Ereignis bzw. beide wichtigen Ereignisse/ Schicksalschläge haben mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig Familie ist. Wie sehr wir in der heutigen Zeit vergessen, dass sie das einzige ist, was uns im Notfall auffangen und uns Halt geben kann.

    Eine wundervolle Geschichte über die Liebe, das Leben und die Familie. Familie bedeutet in diesem Fall auch außerhalb direkter Blutsverwandtschaft. :)
  17. Cover des Buches Ein Schritt ins Ungewisse (ISBN: 9783868275964)
    Elizabeth Camden

    Ein Schritt ins Ungewisse

     (25)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

    "Ein Schritt ins Ungewisse" ist ein so wundervoller Roman, ich fühlte mich von der Geschichte richtig umarmt.

    Ein richtiges Herzensbuch, ein Buch zum verlieben und träumen.


    Kate hatte den großen Traum zu studieren, doch lebt sie in einer Zeit in der es Frauen größtenteils verwehrt wird.


    Ihre Chance besteht in einem Stipendium, doch bei dem Test gewinnt ihr Rivale Trevor und bekommt den Platz.


    Kate ist tiefverletzt, ihr Traum ist geplatzt und sie muss viel kleiner leben als sie geträumt hat.


    Doch dann Jahre später bietet Trevor Kendall ihr einen Arbeitsplatz in seiner Forschungsabteilung an.


    Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrer Abneigung ihm gegenüber und der wunderbaren Möglichkeit  ihrem alten Traum ein Stückchen näher zu kommen.


    Trevors Forschungsabteilung ist allerdings nicht beliebt und jemand legt ihm große Steine in den Weg.


    Auch Kate ist verwirrt und versucht die Ereignisse, Gespräche und eigene Gefühle zu sortieren und es ist nicht leicht für sie den Weg zu finden.


    Superspannend fand ich den medizinischen Part in diesem Buch.

    Tuberkulose wurde erforscht und die Gefahr, die Unberechenbarkeit, der sichere Tod und das wenige Wissen über Zusammenhänge, Ursachen und Verlauf machten diese Krankheit so beängstigend.


    Das alles ist perfekt eingerahmt von Kates und Trevors Geschichte.


    Ich habe beide sehr gemocht, Kate mit ihrem warmen Wesen und auch Trevor der so fest, stark und fast schon stur und hart beschrieben wurden.


    Es ist ein Buch für Wohlfühlmomente und trotz der Spannung, die sich durch die Handlungen zieht, ist die Geschichte sanft und schmeicheld geschrieben.


    Es ist ein Buch bei dem ich nicht aufhören wollte zu lesen, gleichzeitig aber auch am liebsten die Zeit angehalten hätte um das Buch eben nicht zu beenden.

  18. Cover des Buches Der Feind im Schatten (ISBN: 9783423213349)
    Henning Mankell

    Der Feind im Schatten

     (259)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau
    Als Teenager habe ich die Wallanderbücher von der Mama meines damaligen Freundes gelesen. Und dieses Buch hat mir zusammen mit Mord im Herbst ( lese ich aktuell) noch gefehlt. 16 Jahre sind seit dem letzten Fall von Wallander vergangen. Nun habe ich in meinem Urlaub endlich diesen Fall lesen können. Ich konnte mich wieder reinversetzen. Auch bei Wallander war einige Zeit ins Land gegangen hatte ich das Gefühl. Ich fand die generelle Auseinandersetzung mit dem Alter gut und die Sorgen und Ängste die es mit sich trägt. Der Abschluss war kurz und knackig aber lieber so als es unnötig in die Länge ziehen. Und ein bisschen konnte die Fantasie auch noch mitspielen. Ein realistischer Abschluss der sich erahnen ließ. Ein bisschen traurig war ich allerdings schon. Aber schön wars! Wer skandinavische und norddeutsche Krimis liebt dem kann ich die Wallanderreihe nur ans Herz legen!
  19. Cover des Buches Wintermärchen in Virgin River (ISBN: 9783745701036)
    Robyn Carr

    Wintermärchen in Virgin River

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Schaetze_auf_Papier

    Marcie, junge Witwe eines Marien, hat sich in den Kopf gesetzt, Ian den ehemaligen Vorgesetzten ihres kürzlich verstorbenen Mannes Bobby zu finden. Nur schwer verletzt konnte Ian ihren Mann retten, der danach 3 Jahre im Wachkoma lag. Nach einem Besuch bei Bobby im Krankenhaus quittiert Ian jedoch seinen Dienst und verschwindet von der Bildfläche. Fest entschlossen Ian zu finden und

    Ihm für dies restliche Zeit mit ihrem Mann zu danken, begibt Marcie sich auf die Suche. Kurz bevor sie aufgeben will, findet sie Ian, weit ab der Zivilisation auf einem einsamen Berg. Ian ist verbittert und will nichts mit Marcie zu tun haben, nur ihre Hartnäckigkeit und eine schlimme Erkältung führen dazu, dass beide gezwungen werden mehr Zeit miteinander zu verbringen.

    Meine Meinung:

    Robyn Carr schafft es sofort den Leser in die Geschichte zu ziehen. Glaubwürdig beschreibt sie, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer umgehen und wie sie diese bewältigen. Zugleich witzig und emotional beschreibt sie das Annähern genauso wie die Zweifel und Schuldgefühle der beiden. Der 4. Teil der Virgin River Reihe spielt um die Weihnachtszeit, zur gleichen Zeit wie der dritte Teil der Reihe. Da dieser Roman als Winterroman gedacht war, spielen die bekannten Protagonisten nur eine Nebenrolle. Trotzdem werden sie gekonnt in die Geschichte eingeflochten und beschreiben was Virgin River ausmacht. Der Zusammenhalt aller Nachbarn.

  20. Cover des Buches Küssen gut, alles gut (ISBN: 9783442477517)
    Rachel Gibson

    Küssen gut, alles gut

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87
    Als Stella Hilfe wegen ihres Chefs braucht ist Beau sofort zur Stelle, dass er aber nicht zufällig in ihrer Nähe war, findet sie erst später heraus. Aber zwischenzeitlich knistert es gewaltig zwischen den beiden.
    Für mich wieder einmal ein typischer Rachel Gibson Roman, der einen in einem locker leichten Erzählstil gut unterhält und zum schmunzeln bringt. Die Geschichte hat genau die richtige Mischung aus Spannung, Erotik, Humor und Romantik.
  21. Cover des Buches KGI - Dunkle Stunde (ISBN: 9783802586743)
    Maya Banks

    KGI - Dunkle Stunde

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Nein ! Nein ! Um Himmels willen ! Aber ich mache mir Sorgen, was passiert, wenn ihr wieder einfällt, dass ich mich wie ein Schwein benommen habe. Ich...ich liebe sie."
    "Hast du schon jemand anderem davon erzählt ?"
    Ethan schüttelte den Kopf. "Dafür schäme ich mich viel zu sehr. Ich habe Scheiße gebaut. Ich habe richtig Scheiße gebaut."
    //S.279//


    Meine Meinung:

    Maya Banks ist mittlerweile eine Autorin, die ich richtig gerne lese. Sie schreibt überwiegend sehr emotional fesselnd, ihre Charaktere finde ich null klischeehaft und ihr Schreibstil ist einfach nur toll.

    Deswegen habe ich in meiner Stadtbücherei sofort nach dem 1. Band der "KGI" Reihe gegriffen.
    Bei Crimeromance oder Thrillromance ist das so eine Sache...entweder es gefällt dir oder nicht. Ab und zu habe ich mal wirklich ein gutes Buch aus dem Bereich oder eines, wo ich nur die Augen verdrehen kann und k***en möchte...

    "Dunkle Stunde" gehört zu der Kategorie "Mag ich".
    Es  hat mir wirklich gut gefallen. Der Anfang ist wirklich sehr mysteriös und spannend geschrieben worden. Ist das wirklich seine Frau, was soll er tun ?
    Glaubwürdig und vor allem eben spannend...
    Nach ihrer Rettungsaktion verlor sich diese Grundspannung leider und auch wenn es interessant war, wie sie versuchte, sich wieder in ihr altes Leben reinzufinden, so lag die Spannung eigentlich nur brach und es wirkte auch mich eher wie ein Melodrama....
    Erst im letzten Viertel passierte endlich das, was mir im Klappentext versprochen wurde und Action sowie Spannung erschienen auf der Bildfläche !!
    Nich falsch verstehen, es hat mir von Anfang an gefallen, aber ich finde, dass Banks ihren Mix aus Crime & Drama & Liebe nicht so ganz perfekt hinbekommen hat...manchmal war er mir einfach zu unausgeglichen....
    Mir hätte es besser gefallen, wenn diese Attentate vielleicht etwas früher oder zumnidestens offensichtlicher verübt worden wären...
    Oder sie das Gefühl bekommen hätte, verfolgt zu werden...usw...ist nur mein Gedankengang.

    Das einzigste, was mich wirklich permanent nervte waren diese ständigen Kraftausdrücke...ich bin nicht prüde oder so...aber ich muss ich nicht ständig lesen, wie er jemanden die Eier oder sonstwas abreißen will usw.
    Sowas gefällt mir nicht so wirklich...

    Die Charaktere haben mir durchweg super gefallen. Okay..Rachel konnte ich manchmal nicht so ganz verstehen, aber ich fand, dass sie sehr mutig war.
    Ethans Eifersucht und seine Selbstorwürfe fand ich galubwürdig und auch echt mitreißend...der Mann tat mit des öfteren einfach nur Leid!
    Seine Bruder und generell seine Familie sind Menschen, die füreinander da sind und sich beschützen.
    Rusty kann ich noch nicht so wirklich einschätzen...mal sehen, ob sie in den nächsten Bänden auch mit vorkommt.

    Der Schreibstil...ich mag ihren Schreibstil so sehr !! Der ist einfach nur toll & super zu lesen ♥

    Auf jeden Fall leihe ich mir heute nich die Fortsetzung aus...danach muss ich kaufen...falls mir auch diese gefällt ;)

    Bewertung:

    Ein super Reihenauftakt, der genügend Crime & Liebe beinhaltet...super spannend und ich liebe ihren Schreibstil einfach...
    Von mir gibt es:

    4 von 5 Sterne

  22. Cover des Buches Enigma (ISBN: 9783453184831)
    Robert Harris

    Enigma

     (144)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    und die U-Boot-Flotte der Deutschen, der ist mit diesem Buch gut bedient. Bisweilen ein bisschen düster anmutend. Die Ereignisse sind schon sehr dunkel. Aber interessant geschrieben.

  23. Cover des Buches Happy End in Virgin River (ISBN: 9783745701029)
    Robyn Carr

    Happy End in Virgin River

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Bricki

    Die Handlung:

    Jacks Schwester Brie wurde von ihrem Mann für ihre beste Freundin verlassen, mit der er sie schon längere Zeit betrogen hat. Sie verliert als Staatsanwältin einen aufreibenden Gerichtsfall gegen einen Serienvergewaltiger und fühlt sich ausgelaugt und fertig. Der freigesprochene Angeklagte überfällt und vergewaltigt Brie als Machtdemonstration. Brie erholt sich zwar von ihren physischen Verletzungen, traumatisiert verlässt sie aber das Haus ihres Vaters nicht mehr alleine. Neben ihrem Vater und ihren Schwestern würde natürlich auch Jack alles dafür tun, dass es Brie wieder besser geht, aber wie? Mike, der mit Jack und Preacher im Einsatz war, wurde im Polizeidienst lebensgefährlich verletzt. Er muss sich vor allem noch physisch erholen und hat sich nach Virgin River zurückgezogen. Mike ist Brie in der Vergangenheit ein paar Mal begegnet und möchte ihr helfen. Er beginnt, sie anzurufen und kann sie zu einem kleinen Ausflug und gemeinsamen Mittagessen überreden. Brie tut der Austausch mit ihm gut. Mike, der den Frauen nie abgeneigt und in jungen Jahren zweimal kurz verheiratet war, verliebt sich in Brie und tut alles, um ihr Vertrauen zu gewinnen.

    Meine Meinung:

    Brie kennt sich durch ihren Beruf zwar mit den Folgen von Gewaltverbrechen aus, muss aber trotzdem ihren eigenen Weg bei der Bewältigung ihres Traumas finden. Zusätzlich ist sie durch den Betrug ihres Mannes und ihrer besten Freundin seelisch verletzt. Dass sie mit der Zeit zu Mike sogar so viel Vertrauen fasst, dass sie mit ihm intim werden kann, zeigt ihre starke Persönlichkeit, welche ihr auch hilft, das Gerichtsverfahren gegen ihren Vergewaltiger durchzustehen.

    Mike wurde durch die Schiesserei aus seinem gewohnten Leben gerissen. Nach den vielen Jahren bei den Marines und im Polizeidienst tut ihm das ruhige Leben in Virgin River gut. Er kann sich besser in Bries Situation hineinversetzen als die meisten. Er wurde auch Opfer eines Gewaltverbrechens, hat ebenfalls eine grosse Familie, die in ihrer Fürsorge erdrückend sein kann und ist in seiner Sexualität verunsichert (Potenzprobleme durch eine der Verletzungen). Seinem Interesse an Brie steht seine Freundschaft zu Jack im Weg. Denn dieser wünscht sich für seine kleine Schwester niemanden mit einem noch schlimmeren Ruf in Bezug auf Frauen, als er ihn selbst früher hatte.

    Zusätzlich zu Bries und Mikes Geschichte nimmt der Plot rund um Vanessa und Paul seinen Anfang, der in Band 5 («Ein neuer Tag in Virgin River») zur Hauptgeschichte wird.

    In einem weiteren Nebenstrang erfährt Mel durch Patientinnen, dass jemand auf Partys junge Mädchen mit K.O.-Tropfen betäubt und vergewaltigt. Auf Bestreben von Hope McCrea hat Mike unterdessen die Aufgabe eines Dorfpolizisten übernommen und Mel zieht ihn zu Rate. Mike beginnt zu ermitteln und erhält Hilfe von Tom Booth, dem Bruder von Vanessa. Dieser hat sich in ein Mädchen verliebt, dem bei einer solchen Party Schlimmes angetan wurde. Oftmals nimmt Robyn Carr das Thema aus dem Hauptstrang der Erzählung (hier: Vergewaltigung) auch in einem Nebenstrang wieder auf.

    Obwohl die beiden Hauptprotagonisten bereits im vorgängigen Band eingeführt wurden, kann man diesen Band ohne Vorwissen lesen. Aber ich denke, es macht mehr Spass, wenn man die Vorgeschichte von Mel & Jack,  Paige & Preacher sowie weiteren Bewohnern kennt.

  24. Cover des Buches Liebesglück in Virgin River (ISBN: 9783956492228)
    Robyn Carr

    Liebesglück in Virgin River

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Bricki

    Die Handlung:

    Nora ist erst Anfang zwanzig, hat aber bereits zwei kleine Kinder und eine schlimme Beziehung zu deren drogensüchtigen Vater hinter sich. Um Geld zu verdienen, bewirbt sie sich als Erntehelferin auf der Apfelplantage der Cavanaughs. Tom lehnt sie ab, da er die zierliche Frau für ungeeignet für diese harte Arbeit hält. Doch seine Grossmutter Maxie besteht darauf, Nora zu beschäftigen. Tom hat seine Dienstzeit bei den Marines erst vor Kurzem beendet und will nun seine Familienplanung forcieren. Er hat sehr konservative Vorstellungen von seiner zukünftigen Frau. Und Kinder von einem anderen Mann grossziehen? Nein danke. Deshalb kommt Nora für ihn nicht in Frage, obwohl er sich körperlich zu ihr hingezogen fühlt. Er kümmert sich trotzdem um sie und die beiden beginnen sich anzufreunden. Da tritt Darla, die Witwe eines seiner Marine-Kameraden, in Toms Leben und verbringt fortan die Wochenenden bei den Cavanaughs. Sie treibt mit ihrer mondänen und egoistischen Art Maxie in den Wahnsinn, doch Tom hält sie für die Erfüllung seiner Träume.

    Meine Meinung:

    Nora wurde durch ihr bisheriges Leben zur Kämpferin. Obwohl sie für die Unterstützung, die ihr und ihren beiden Töchtern in Virgin River zuteil wird, sehr dankbar ist, möchte sie möglichst unabhängig werden. Sie tut sich zunächst auch schwer, Hilfe von Tom anzunehmen. Bald verliebt sie sich in ihn, doch sie wagt nicht zu hoffen, dass jemand wie er sich für sie interessieren könnte. Zudem nimmt die Kontaktaufnahme ihres Vater und die damit verbundene Vergangenheitsbewältigung sie sehr in Beschlag.

    Tom ist bei seiner Grossmutter aufgewachsen. Sie ist zwar sehr warmherzig, erzog ihn aber auch mit ziemlicher Strenge. Er ist bestrebt, ihren Ansprüchen zu entsprechen, woher scheinbar auch seine konservativen Familienvorstellungen kommen. Was etwas verwirrend ist, denn Maxies Leben verlief vor ihrer Heirat nicht eben gradlinig, was Tom auch weiss. Zum Glück fällt bei ihm dann doch noch der Groschen und er serviert die nervige Carla endlich ab und gibt die dumme Idee auf, mit Nora nur befreundet zu sein.

    Nora kam schon in früheren Bänden der Serie vor. Trotzdem kann dieses Buch unabhängig gelesen werden, da ihre Vorgeschichte genügend geschildert wird.

    In der Nebenhandlung erhält Luke Besuch von seinem Army-Kumpel Hank Cooper. Es stellt sich heraus, dass sich dessen Weg in der Vergangenheit unschön mit Jacks gekreuzt hat. Coops Geschichte geht in Band 1 der Thunder-Point-Serie weiter.

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