Bücher mit dem Tag "markus cremer"

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5 Bücher

  1. Cover des Buches Die dunkelbunten Farben des Steampunk (ISBN: 9783945045022)
    Grit Richter

    Die dunkelbunten Farben des Steampunk

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Gwynny
    FAKTEN
    Die Anthologie (Kurzgeschichtensammlung) „Die dunkelbunten Farben des Steampunk“ ist im März 2015 im Art Skript Phantastik Verlag erschienen. Man kann es als eBook und Print erstehen. Ich habe eines der letzten Exemplare, die noch bunt gedruckt worden sind. Die neue Auflage ist standardmäßig in Schwarz gehalten.

    SCHREIBSTIL
    Es ist enorm, mit was für einer Vielfalt diese Anthologie aufwarten kann. So unterschiedlich wie ihre Autoren sind auch die Geschichten.

    Eines haben sie fast alle gemeinsam. Man könnte sie einfach lesen und die Elemente des Steampunk, verbunden mit der herrlichen Fantastik genießen – man kann aber auch, und das habe ich getan, zwischen den Zeilen lesen. Hier offenbart sich erst, was für tiefgründige Gedanken, Abgründe und nicht allzu abwegige Zukunftsvisionen die einzelnen Autoren in ihren Geschichten verarbeitet haben. Genau das hat mich hier so gefesselt und fasziniert.

    Ebenso ist es großartig zu lesen, dass Steampunk keineswegs nur einseitig ist und wie viel schillernde Facetten er hat. Von Technik, Science-Fiction über Gestaltwandler, Vampire und Rauchfeen. Ein herrliches Sammelsurium der Literatur vereint unter einem Banner der Dampfmaschinen, Zahnräder und der zukunftvisionären Maschinerie des Steampunk.

    Es gab keine Geschichte, die ich nicht mochte, jedoch gab es zwei, die mir als Lieblinge in Erinnerung geblieben sind:
    • "Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat" von Katharina Fiona Bode
    • "Archibald Leach und das Grauen in Orange" von Markus Cremer

    Von diesen beiden Autoren muss ich unbedingt die Bücher haben, die auch beim Art Skript Phantastik Verlag erschienen sind! :)

    ÜBERSICHT DER EINZELNEN GESCHICHTEN MIT ZITATEN UND KURZEN EINDRÜCKEN
    Hier gebe ich Euch immer ein kleines Zitat zum Besten, dass für ich die Geschichte gut widerspiegelt, ohne zu spoilern. Mein Kurzeindruck ist immer das, was mir direkt nach dem Lesen durch den Kopf ging. Also vollkommen unverblümt für ;)

    Silberne Augengläser von Detlef Klewer
    Zitat
    … „Vergiss nicht mich zu erinnern, Nikola mitzuteilen, dass er seinen Skarlarwellen-Strahler modifizieren soll. Liebe Zeit, er verschießt tatsächlich Todesstrahlen!“
    Kurzeindruck
    Taffe Frau auf Achse – Steampunk mit einer Prise Sci-Fi
    ___

    Rosaroter Dampf von Stefanie Bender
    Zitat
    „Ich bin hier, um zu sehen, wie gut meine Erfindung funktioniert hat.“
    Kurzeindruck
    Steam-Fantasy trifft auf Unsterblichkeit – gruselig und zum Nachdenken anregend.
    ___

    Rot wie Teufelsatem von Corinna Schattauer
    Zitat
    „… Wir sind nicht böse. Wir sind nicht gut. Wir arbeiten nicht für irgendwelche Götter oder Teufel. Wir arbeiten für uns selbst …“
    Kurzeindruck
    Drogen und Dämonen – gute Mischung? Wer weiß …
    ___

    Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat von Katharina Fiona Bode
    Zitat
    „Wie hat er das wieder geschafft? Jetzt zerstört er schon Maschinen, die er gar nicht selbst gebaut hat.“
    Kurzeindruck
    Man muss Erasmus Emmerich einfach lieben – zerstreut, genial.
    ___

    Archibald Leach und das Grauen in Orange von Markus Cremer
    Zitat
    „Eines Tages werden Sie erkennen, dass wir mit Stahl, Draht und Kohle nur Probleme schaffen und keine nicht lösen.“
    Kurzeindruck
    Archibald Leach - meine nächste Anschaffung. Hier in Botanik für Fortgeschrittene ;)
    ___

    Helena Roth und die grasgrüne Seide von Isabelle Wallat
    Zitat
    „Wir kitzeln ihn mit Wattebäuschen, bis er erstickt.“
    Kurzeindruck
    Einmal mehr weiß ich, warum ich bestimme Kreaturen so gar nicht leiden kann – bääähhh!
    ___

    Biggles Gespür für Moss von Andrea Bienek
    Zitat
    „Das bezweifle ich“, murmelte Johanna, drehte eine ihrer blonden Locken um den Finger, zog sie lang, schob sie sich zwischen die Lippen.
    Kurzeindruck
    Der Schein trügt öfter, als man denkt …
    ___

    Marinikum Amethysta von Denise Milders
    Zitat
    Für einen Augenblick kam es Kar-August vor, als pulsiere das satte Lila, würde atmen, pochen wie ein Herz, doch als er sich die Augen rieb und erneut hinsah, lag die Brandtaucher still da und glänzte im Lichtschein des U-Bootes wie ein Juwel.
    Kurzeindruck
    Nicht alles sollte man nutzen – oder wecken … gruselig!
    ___

    Aconitum Napellus – Dunkelblaues Gift von Ashly Kalandur
    Zitat
    Alexander bemerkte den fragenden Blick seines Gegenübers und räusperte sich laut. Er wusste, er hätte gegen das Vorgehen des Alten schimpfen müssen. Er ahnte, dass Okhotnik genau dies von ihm verlangte, doch Alexander spürte auch, dass der Professor das Richtige getan hatte. Er konnte ihm nicht böse sein.
    Kurzeindruck
    Wie das Schicksal manchmal so spielt – es nimmt verschlungen Pfade und seltsame Wege …
    ___

    Ein Traum in Königsblau von Dennis Frey
    Zitat
    Ihre plötzlich verschlossene Miene verriet Henri mehr, als er hatte wissen wollen. Er war sich mit einem Mal sicher, dass ihr Großvater tot war – und dass der gute Catinot nicht an Altersschwäche gestorben war.
    Kurzeindruck
    Tja, einer Frau – egal, welcher Rasse und Gattung – einfach mal drei Wünsche frei geben? Oh oh …
    ___

    Das Türkis des vergessenen Sommers von Sabrina Železný
    Zitat
    So sah es also aus. Nur ein kurzer Blick, aber jetzt kannte sie die Farbe, die ihr Großvater so geliebt hatte. Jetzt konnte sie Milo davon erzählen, auch wenn es schwer sein würde, Worte zu finden.
    Kurzeindruck
    Die Gier der Menschen scheint unergründlich … Sommertürkis – wunderschön!
    ___

    Hellbraun – Leben und Tod von Daniel Schlegel
    Zitat
    Edgars Herz raste, das Blut rauschte in seinen Ohren. Zweifellos, das war sie. Erikssons Farbe.
    Kurzeindruck
    Wer anderen eine Grube gräbt …
    ___

    Die bronzene Silbermünze von Daniel Huster
    Zitat
    Und jetzt erkannte auch Oskar den eigentümlichen Geruch. Es war der süßliche Duft von getrocknetem Blut.
    Kurzeindruck
    Seven, Eleven – it’s magic. Isn’t it?
    ___

    Die graue Einöde des Vergessens von Fabian Dombrowski
    Zitat
    „Wir werden bis in die Ewigkeit beieinander sein“, flüsterte die Schildmaid ein letztes Mal.
    Kurzeindruck
    Das Glück liegt in der Zukunft, oder doch in der Vergangenheit?


    MEIN FAZIT
    Eine ausgewogene und fesselnde Kurzgeschichtensammlung, die sich nicht verstecken muss. Ich finde, sie sollte viel öfter gelesen werden. Wir haben hier die Faszination der Technik, gepaart mit deren Gefahren, menschlichen Abgründen, Hoffnungen und vortreffliche Elementen aus der Fantasie. Gleichermaßen geeignet für tiefgründige Gedanken oder einfaches Lesevergnügen, je nach eigenem Gutdünken :)
    Gerne hätte ich hier die Höchstwertung vergeben, doch ein winziges Manko gab es – den bunten Text. Alle zwei Seiten war er leider furchtbar unscharf und das Lesen wurde erheblich erschwert. Ich denke, diese Problem gibt es aber seit der neuen Auflage nicht mehr ;)

    MEINE BEWERTUNG
    Hier gibt es 5 von 5 Zahnrädchen
    ©Teja Ciolczyk, 01.10.2017
  2. Cover des Buches Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte (ISBN: 9783945045091)
    Markus Cremer

    Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte

     (9)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    Als Kinder waren Archibald Leach uns Sarah Goldberg miteinander befreundet. Die Leach' waren eine der wenigen Familien, welche die jüdischen, etwas verschrobenen Goldbergs akzeptiert haben. Dann verschwanden die Leach und sechzehn Jahre hörte Sarah nichts mehr von ihnen. Bis Archibald Leach plötzlich vor ihrer Tür steht und sie um Mithilfe bei einigen Nachforschungen bittet. Die junge Frau hat mittlerweile die Werkstatt ihres Vaters übernommen. Sie hat sein handwerkliches Geschick geerbt und kann an mechanischen Geräten fast Wunder wirken.

    Sarah ist eine unabhängige, resolute und sehr emanzipierte Frau, die es schwer hat, in der bigotten, englischen Gesellschaft Fuß zu fassen. Nur zu gerne unterstützt sie ihren ehemaligen Freund aus der Jugend bei seinen Nachforschungen und begleitet ihn auf seinen Reisen.

    Ihr erstes Ziel ist dieses Mal Dartmoor. Dort wurde eine Leiche gefunden, auf deren Rücken der Name Archibald Leach eingeritzt ist. Die Leiche befindet sich in einer sehr merkwürdigen Verfassung, einer Mutation zwischen Mensch und Wolf. Es handelt sich aber nicht um einen Werwolf. Der Tote ist ein verschwundener Wächter des berüchtigten Zuchthauses Dartmor, der vor einigen Tagen noch lebend gesehen wurde. Wie also kann es sein, dass dieser Mann wenige Tage später als Mischwesen in einem Wald auftaucht und Reisende überfällt?

    Sarah und Archibald begeben sich nach Dartmor und dies ist der Beginn einer unglaublichen Ermittlung, welche die beiden Freunde rund um den Globus führt. Der Marquis Lazare Ogier de Mortematre, ein Erzschurke, möchte nichts anderes, als die Weltherrschaft an sich reißen. In Dartmor beginnt er mit seinen grausamen Experimenten an Menschen und der Tote diente lediglich als Lockvogel für Archibald Leach. Mortemarte möchte dem jungen Mann seinen "horriblen Unschärfekompass des relativen Bösen" entwenden. Mit diesem Kompass kann man die Aetherkraft von toten Wesen sammeln und beeinflussen und gewinnt unermessliche Macht.

    Mortemarte entkommt mit dem Kompass und hinterlässt einen Berg von Leichen und mutierten Wesen, so dass es Archibald Leach und Sarah Goldberg nicht schwer fällt seiner Spur zu folgen. Sie müssen verhindern, dass der Marquis die uralten und mächtigsten Wesen der Welt tötet und deren Aetherkraft sammelt, denn mit jedem toten Wesen wird seine Macht größer.

    Kommentar:

    Wo beginnen? Die Verlegerin ist an mich herangetreten und fragte, ob ich nicht eines der Bücher aus dem Verlagsprogramm rezensieren möchte. Ich habe mich für Archibald Leach entschieden, weil ich das Cover sehr interessant und ansprechend fand und Steampunk mag. Und mit dieser Wahl habe ich ein Buch herausgesucht, dass eines meiner Highligts 2018 ist. Nun haben Books & Braun starke Konkurrenz bekommen denn Leach und Goldberg stehen dem anderen Duo in nichts nach.

    Die Geschichte verfügt genau über die Art Humor, den ich mag. Schräg, beißend, böse und unterhaltsam. Hier ein Zitat von Seite 154:

    " Diese Agentin von B.O.O.K ist eine klasse Frau, nicht wahr?", schwärmte Archibald Leach.

    "Sie hat ein Holzbein", erwiderte Sarah.

    "Das zeigt ihren besonderen Einsatzeifer."

    "Sie hat Läuse!"

    "Trotzdem hat sie sich nicht einmal gekratzt! Dies nenne ich Selbstbeherrschung."

    Die Dialoge der beiden sind herrlich amüsant, stets mit einer kleinen Frotzelei. Sarahs Gedanken, die in kursiv gedruckt sind, tragen ihr übriges dazu bei, dass der Leser aus dem schmunzeln gar nicht mehr heraus kommt.

    Archibalds Vergangenheit bleibt im Dunkeln. Im Laufe des Romans erfährt immer wieder kleine Einzelheiten aus den sechzehn Jahren und häppchenweise bildet sich ein Gesamtbild.  Während Archibald verschwunden war, musste Sarah sich in das Leben der englischen Gesellschaft einfügen. Das gelang ihr nicht besonders gut. Hier ein Zitat, welches ihre Situation sehr gut beschreibt:

    "Es gibt Zeiten, in denen man über seinen Schatten springen muss. Jahrelang habe ich mich bemüht, mich den strengen Maßstäben der britischen Oberschicht anzupassen. Das Korsett der gesellschaftlichen Normen schnürte mir nicht nur im übertragenen Sinn die Luft ab"

    Diese Zitat stammt aus einem Vorwort der burschikosen Frau. Diese Vorworte von Sarah Goldberg sind das Salz in der Suppe dieses Romans und geben einen Einblick in das Wesen der symphytischen und resoluten Frau. Sie ist eine Frau der Tat, die es versteht, mit Waffen umzugehen, während Archibald Leach eher der Träumer und Phantast ist und die Realität oft etwas aus dem Auge verliert. In einer Geschichte voller Schauer, Mystik, Magie, Voodoo und Geister ist es nötig, eine Partnerin zu haben, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht.  In den Jahren seiner Abwesenheit muss Archibald Leach sehr viel auf Reisen gewesen sein, denn bei ihrer Suche nach dem Marquis bekommt das ungleiche Paar Hilfe von sehr merkwürdigen Verbündeten aus aller Welt. Seien es Piraten, Schurken oder legändere Abenteurer, die auch dem Leser aus anderen Geschichten bekannt sind. Irre, was sich Markus Cremer da ausgedacht hat, da blieb mir vor Staunen fast der Mund offen stehen.  

    Die Verfolgungsjagd führt Leach und Goldberg von London zu den Teufelsinseln, weiter nach New Orleans, in die Karibik und nach Afrika, bis sie in Indien endet. Eine atemberaubende Reise in Zeppelinen, Schiffen, zu Pferd oder auf Kamelen. Immer wieder durchsetzt mit dem charmanten Wortwitz von Sarah Goldberg.

    Der Autor verfügt über bildgewaltige Sprache, er meidet Wiederholungen und schafft es, den Leser auf 581 in Staunen zu versetzen. Immer wenn man meint, dass eine Idee nicht mehr zu toppen ist, kommt er mit dem nächsten außergewöhnlichen Einfall daher. Es wirkt aber nichts abstrus und unglaubhaft, sondern Markus Cremer verfügt über eine Überzeugungskraft und ein Erzähltalent, dass den Leser mitreißt.

    Wie gesagt, ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen. Dies ist keine Werbung, sondern einfach meine Meinung über ein Buch, das mich absolut begeistert hat. Ich kann durchaus auch kritische Rezensionen schreiben, das war hier aber nicht nötig. Im Gegenteil, ich denke, die Rezension kann diesem außergewöhnlichen Roman nicht gerecht werden. Sarah Goldberg ist die Amalie Peabodey des Steampunk und wer die Bände Books&Brwon mochte, wird dieses Buch einfach lieben.

    Eine absolute Leseempfehlung!

  3. Cover des Buches Auf finsteren Pfaden (ISBN: 9783943531237)
    Tatjana Stöckler

    Auf finsteren Pfaden

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Kurzgeschichtensammlungen sind was schönes. Wenn man kaum Zeit hat zum lesen, häufig neue Geschichten kennenlernen will oder ganz einfach, weil einem diese Buchform besser gefällt - Hier haben sich alle Geschichten dem Thema Horror gewidmet und spielen im Mittelalter. Aber so ähnlich wie die Zeitspanne so unterschiedlich sind die Storys: da taucht der Tod auf einem Schlachtfeld auf, Vampire lauern in Ruinen oder ein Dämon in Tiergestalt wohnt unerkannt in einem Schloss.

    Unterschiedliches Grauen, unterschwelliges Gruseln und alles, was dazwischen passt, findet man in diesem Buch. Nicht alle Geschichten sind was Besonderes und nicht alle sind großartig, aber einige können mit den besten Kurzgeschichten bekannter Autoren mehr als mithalten.

    https://youtu.be/fD5KMS1tvOI
  4. Cover des Buches Stille (ISBN: 9783940036285)
    Günther Kienle

    Stille

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    „Storyolympiade“ – eine coole Idee. Weitere Infos zu den hier abgedruckten Geschichten findet ihr hier: http://www.story-olympiade.de/wettbewerb/wettbewerb-2013-2014-stille/

    Das Thema, dem sich die TeilnehmerInnen zu stellen hatten – Stille – erscheint auf den ersten Blick irgendwie wie für Horror oder Schocker im allgemeinen geschaffen zu sein und mit eben dieser Erwartung ging ich an die Lektüre. Tja, weit gefehlt! Es wird ein unglaublich breites Spektrum abgedeckt und gerade die „leisen“ (haha!) Geschichten wissen wirklich zu begeistern. Mein persönlicher Favorit und Anlesetipp Nummer 1 wäre „Die schwebenden Mönche“ mit seinem dezent sarkastischen und hintergründig witzigen Schreibstil. Die Auflösung rockt einen zwar nicht komplett weg, aber als kleine, feine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, taugt sie allemal. Steht ihr auf Fantasy, probiert es mal mit „Ohne Worte“, erforscht ihr gerne seelische Abgründe, dann wäre „Tage der Stille, Tage des Klangs“ eine gute Alternative.
    Ihr merkt schon, hier findet jeder etwas, worauf er Bock hat.

    Mein Fazit:
    Nach der ersten Unzufriedenheit, weil ich irgendwie Fantasy, Science-Fiction oder zumindest permanente Action in irgendeiner Form erwartet habe, wussten die meisten Kurzgeschichten dann doch zu gefallen. Auch die Idee der Storyolympiade gefällt mir ausgesprochen gut – mal schauen, wenn da ein passendes Thema dabei ist, könnte ich mich glatt dazu hinreißen lassen, etwas beizutragen.
    Zwar hätten bei mir die Top 3 nicht die Nase vorne gehabt, mein persönlicher Sieger wäre „Die schwebenden Mönche“, doch insgesamt sind alle abgedruckten Geschichten absolut lesenswert und ich habe keine nach wenigen Zeilen übersprungen, sondern alle tapfer durchgestanden.
    Was soll ich sagen? So langsam beginne ich, mich für Kurzgeschichten zu erwärmen – vielleicht wird da ja doch noch eine Liebesgeschichte draus…

    Meine Wertung:
    4 von 5 Schweigegelübden

  5. Cover des Buches Gentlemen in Space (ISBN: 9783903006812)
    Grit Richter

    Gentlemen in Space

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Enaria
    Lest ihr gerne Kurzgeschichten? Und könnt ihr neben den ganzen Badboys auch mal einen Gentleman vertragen? Sci-Fi interessiert euch auch? Dann ist das hier das richtige Buch! In dieser Anthologie finden sich 12 Kurzgeschichten, die sich alle mit dem Thema Gentlemen in Space beschäftigen. Die Debütautoren/innen und erfahrenen Autoren/innen haben dabei auch wirklich eine ganz bunte Mischung an Geschichten geliefert - teilweise lustig, schräg, romantisch, skurril, ernst und alle auf jeden Fall sehr kreativ.

    Das sind die Autoren:
    David Knospe, Melanie Schneider, Angela Stoll, Markus Cremer, Katharina Fiona Bode, Michael Schäfer, Eliza Bauer, Thomas Waldschicht, Fabian Dombrowski, Robert von Cube, Andrea Bienek und Elisabeth Hofer.

    Wir erleben in "Gentlemen in Space" zum Beispiel einen kampferprobten Frisör, Weltraumhaie, ungleiche Pärchen oder auch Piraten. Die Gentlemen bleiben dabei stets höflich, ritterlich und zuvorkommend. Manche der Geschichten sind ganz klassische Sci-Fi-Raumschiff-Geschichten und andere spielen auf fremden Planeten mit eigenartigen Wesen. Insgesamt gefiel mir die Mischung wirklich gut und manche Geschichten hören so fies auf, dass ich mir eine Fortsetzung wünsche.

    Natürlich können einem bei 12 Geschichten nicht alle gleich gut gefallen und so waren mir manche einfach zu bizarr. Gerade die erste Geschichte war gar nicht mein Fall, aber danach wurde es immer besser. Zum Ende hin werden die Kurzgeschichten auch etwas ernster, sodass wirklich für jeden etwas dabei sein sollte. Ich habe für mich beim lesen aber auch festgestellt, dass ich nicht alle Geschichten auf einen Rutsch lesen kann. Gerade dadurch, dass sie so unterschiedlich sind, brauchte ich immer wieder Pausen zwischen den Kurzgeschichten. Nur so konnte ich auch jede Einzelne auf mich wirken lassen. Folglich war "Gentlemen in Space" trotz der nur 147 Seiten nichts für Zwischendurch, bleibt dafür jedoch im Gedächtnis hängen.

    Fazit
    Wer eine Abwechslung zu den ganzen Badboys sucht, die gerade so beliebt sind, der ist hier richtig beraten. „Gentlemen in Space“ ist eine Anthologie mit wirklich sehr unterschiedlichen Geschichten, die uns auf Raumschiffe und in fremde Galaxien entführen. Lesetipp!

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