Bücher mit dem Tag "markus heitz"
81 Bücher
- Markus Heitz
Die Zwerge
(1.143)Aktuelle Rezension von: ChronikskindEs ist schon länger her, dass ich von Heitz etwas gelesen habe. Die Zwerge haben mich aber neugierig machen können und hat es sich dann doch ergeben, dass ich die Reihe beginnen konnte.
Den Einstieg fand ich etwas schwerfällig, auch wenn die Ereignisse aus der Vergangenheit als solches durchaus spannend waren. In der Gegenwart hat sich dann schnell ein flotterer Leserhythmus eingestellt, sodass ich durch die vielen Seiten doch recht gut durchgekommen bin.
Die Sichtwechsel haben definitiv für viel Abwechslung gesorgt. Und gleichzeitig auch für Spannung und Überraschung, weil man natürlich nicht bei allen immer gewesen ist.
Die Karte des Buches fand ich leider nicht sehr hilfreich. Die großen Reiche sind verzeichnet, aber die kleineren Orte, durch die die Charaktere zu hauf gegangen sind, nicht. So hat sie mir bei der Orientierung leider nicht helfen können und ich hab sie eher ignoriert. Das Personae fand ich dagegen gut, auch wenn ich es ebenso kaum gebraucht habe.
Die Protagonisten haben mir gut gefallen, wenn ich jetzt auch nicht unbedingt mochte. Aber in ihrem Zusammenspiel waren sie wirklich gut zusammengesetzt und konnten alle über sich hinauswachsen. Mein Liebling ist auf jeden Fall Tungdil mit seiner offenen Art. Aber eben auch die anderen haben auf ihre Weise zu allem beitragen können - und ja, über den ein oder anderen würde ich gerne noch ein bisschen mehr erfahren.
Die Handlung war definitiv spannend geschrieben und bot einige Überraschung. Gemeinsam mit den Protagonisten haben wir viel von der Welt gesehen und gleichzeitig sind wir dem Ziel näher gekommen. Überrascht hat es mich doch, wie schnell die Handlung voranschreitet - ich hatte eigentlich erwartet, dass uns die aktuellen Gegner über mehrere Bände begleiten, aber dem ist nicht so. Dementsprechend fühlte sich die Handlung recht flott erzählt an.
Und final eigentlich auch auserzählt. Für mich fühlt sich die Story hier sehr nach einem Ende an. Sicher, es gibt ein paar Andeutungen für zukünftige Gegner/Probleme, aber ehrlicherweise kann ich dem Ende so echt gut leben - habe kein Bedürfnis, einen weiteren Band der Reihe zu lesen. Da interessiert mich aktuell eher die Geschichte der Albae.
Mein Fazit
Ein spannender Reihenauftakt mit einigen Überraschungen - und dennoch werde ich die Reihe wohl nicht mehr weiterverfolgen. Der Band hat sich wirklich gut lesen lassen, es ist einiges passiert und ich mochte die Charaktere. Die Geschichte fühlt sich aber auch sehr abgeschlossen an und ich kann mit dem Ende als solches echt gut leben. Schade fand ich, dass die Karte nicht wirklich hilfreich war. - Markus Heitz
Kinder des Judas
(692)Aktuelle Rezension von: 19gernot-winkler90Mit "Kinder des Judas" trifft Markus Heitz genau meinen Vampirgeschmack. Auf der einen Seite richtig schön blutig, wie sich das für Vampirliteratur gehören sollte, auf der anderen Seite historische, intelligente und organisierte Vampire. Das einzige, was etwas stört, ist die im dritten Teil des Buches etwas zu sehr im Vordergrund stehende Lovestory. Aber irgendwie auch ein cleverer Schachzug von Heitz, so wollte er sicherlich das Buch auch für Frauen ansprechender machen. Man muss ja auch auf die Verkaufszahlen achten. Aber da der Ausgang des ganzen versöhnt, sehe ich von einem Punktabzug ab.
- Markus Heitz
Oneiros - Tödlicher Fluch
(315)Aktuelle Rezension von: BlintschikDer Schreibstil ist super. Ich könnte ein ganzes Buch mit Belanglosigkeiten lesen und es würde trotzdem Spaß machen. Und auch die Idee ist interessant und hat etwas mystisches bzw. märchenhaftes auch wenn die Geschichte an sich ziemlich realistisch geschrieben ist. Und obwohl es Fantasy ist, kann ich mir vorstellen, dass auch Leser die sowas nicht so gerne lesen hier Spaß haben könnten. Die Geschichte wird sehr realistisch erzählt, sodass das Fantasiehafte nur einen kleinen Teil einnimmt bzw. Wie es echtes wirkt.
Und auch die Personen fand ich toll, sogar die Antagonisten, da man immer die Beweggründe nachvollziehen konnte, auch wenn nicht immer jede Handlung oder Entscheidung perfekt war und so gezeigt hat, dass auch die Personen realistisch sind.
Also alles in allem ein Buch voller Spannung, Action, ein Hauch von Mystery und ein ziemlich toller Schreibstil. Also es lohnt sich! - Markus Heitz
Wédora - Staub und Blut
(203)Aktuelle Rezension von: KrautexperteMarkus Heitz hat in den letzten Jahren einige schlechtere Werke rausgebracht.
Hier dieses Buch ist aber noch eines der guten Fantasy. Die Stadt Wedora ist interessant, voller eigenartiger Figuren, Geschichten und Spannung. Der Werk dorthin wäre gar nicht zwingend notwenidg gewesen, deswegen fand ich den Anfang des Buches nicht ganz überzeugend und hatte überlegt einen Stern abzuziehen. Aber alles in allem hat es mich doch einfach gefreut, wieder ein gutes Buch von Heitz zu lesen :) - Markus Heitz
Der Krieg der Zwerge
(613)Aktuelle Rezension von: AleshaneeNachdem die Zwerge mit vereinten Kräften der Elben und Menschen den bösen Widersacher Nodónn besiegt haben, könnte man meinen, dass nun Frieden einkehrt im Geborgenen Land. Doch schon am Ende des ersten Bandes spürt man eine Bedrohung, die sich aus dem Westen ankündigt und ich war gespannt, wie es weitergeht.
Boindil ist ja schwer verwundet in der Festung der Ersten zurückgeblieben und muss nun die Gefahren fallender Himmelskörper am eigenen Leib erfahren.
Währenddessen sind Prinz Mallen mit seiner Armee, sowie Tungdil und seine Freunde den flüchtenden Orks auf den Fersen, die sich nach ihrer Niederlage in den Norden zurückziehen wollen und entdecken, dass die "Verdorbenheit" sich nach dem Sieg über Nod´onn nicht völlig zurückgezogen hat. Die schwarze Fäulnis setzt sich noch immer in kleinen Landstücken und Wäldern fest und lässt schlimme Auswirkungen befürchten.
Immerhin wurde durch die Schrecken des Krieges zumindest die Möglichkeit eines Bündnisses zwischen Zwergen und Elben möglich gemacht. Und auch die Zwergenstämme untereinander wollen nicht mehr für sich bleiben, sondern für Freundschaft und Austausch sorgen, damit keine Intrigen oder falsche Informationen für Streit sorgen können.
Da der Fünfte Stamm ausgelöscht wurde, möchte Tungdil den zerstörten Torweg zum jenseitigen Land wieder aufbauen und die einsamen Mauern mit Zwergenleben füllen. Einfach wird das ganze nicht, denn noch steht der Übergang offen und Orküberfälle können sie jederzeit treffen. Auch ist Tungdil seiner Rolle als neuer Anführer dieses Stamms im Zwiespalt. Immerhin gehört er ja zu dem Stamm der Dritten, die Quertreiber unter den Zwergen, die ihren Hass auf alle anderen weiter schüren.
Der Kriegstreiber Bislipur ist zwar gescheitert, aber es wurden schon neue Pläne geschmiedet, um Unfrieden zu stiften.
Markus Heitz schließt hier nahtlos an die Ereignisse aus dem Vorband an und die vielen Konflikte, die im ganzen Geborgenen Land schwelen, sind nicht so leicht aus der Welt zu schaffen.
Ein Geheimnis war zwar etwas schnell zu durchschauen, aber was ich sehr gut fand war, dass manches was im verborgenen war nicht ewig hingezogen wurde, sondern auch aufgelöst, so dass die daraus resultierenden Entscheidungen einiges in Schwung gebracht haben. Überhaupt passiert immer was und Markus Heitz verliert sich nicht in Details oder Landschaftsbeschreibungen, sondern geht zügig voran.
Manche Lösung hätte vielleicht noch etwas kniffliger sein können, aber an Gefahren hat es wahrlich nicht gemangelt und über manche etwas zu einfach gestrickte Entwicklung konnte ich gut darüber wegsehen. Die neue Bedrohung ist jedenfalls nicht ohne und verlangt von den Zwergen, von allen Zwergen, einiges, damit sie besiegt werden kann.
Natürlich gab es auch kleine Vorboten von neuen Problemen, auch wenn es so schien als wäre endlich Frieden in das Geborgene Land eingekehrt - ich bin gespannt, wie es in "Die Rache der Zwerge" weitergeht! - Markus Heitz
AERA – Die Rückkehr der Götter
(141)Aktuelle Rezension von: hannah_bDie Grundidee, dass alle Götter zurückgekommen sind, ist sehr interessant, die Götter stehen aber nicht so sehr im Vordergrund, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles ist sehr bürokratisch-deutsch, die Götter haben klare Zuständigkeiten, Ausbreitungsgebiete und Regeln.
Hauptsächlich geht es um Kriminalfälle, an denen sich die Story entlanghangelt, und die an sich spannend sind, und einen Ermittler, der nicht daran glaubt, dass die Götter wirklich existieren. Am Anfang macht es noch Spaß, Bourreau bei den Ermittlungen zu begleiten, und es passiert immer etwas Neues, Unvorhersehbares. Am Ende wird mir die unerklärliche Magie von Borreau aber etwas zu viel.
Man merkt leider sehr, dass das Buch und die Charaktere von einem Mann geschrieben wurden. Die Frauenfiguren sind alle sehr platt, und haben ihren Platz in der Story, aber kaum Charakter. Bourreau ist dagegen der coolste, schlauste Typ, der existiert, und steht natürlich über allem (selbst den Göttern). Das hat mich beim Lesen ziemlich gestört.
Ich fand das Buch sehr anstrengend zu lesen und habe mir den zweiten Teil nur gekauft, um wenigstens eine Auflösung für die ganzen unerklärlichen Vorfälle zu bekommen. - Markus Heitz
DOORS X - Dämmerung
(145)Aktuelle Rezension von: _jamii_Kann man in einem Haus verschwinden? Die Spuren von Anna-Lena van Dam führen zwar eindeutig hinein in die seit Jahrzehnten leer stehende Villa ihres Urgroßvaters – aber nicht wieder heraus. Ihr Vater vermutet sie in einem geheimen Höhlensystem unter dem Haus und schickt ein Geo-Expertenteam aus, um seine Tochter zu suchen. Eine mysteriöse, mit einem X gekennzeichnete Tür stößt das Team um den Ex-Soldaten Viktor von Troneg unerwartet in die eigenen Albträume. Wie besiegt man die eigenen Dämonen? Im unterirdischen Reich existiert zudem noch viel mehr, das nicht von dieser Welt ist. Und der einzige Fluchtweg führt in eine bedrohliche Zukunftsvision ...
Der Schreibstil ist einigermassen ok, zumindest viel besser als bei Doors ?. Im Vergleich zu dem Buch gibt es hier auch viel mehr Hintergrundinformationen und Erklärungen. Spannung wird einigermassen aufgebaut und gehalten. Teilweise sind die Sätze und Unterhaltungen aber recht platt.
Die Charaktere bleiben das ganze Buch über eher unnahbar, man erfährt zwar einiges über die Vergangenheit der Personen, aber ansonsten bleiben sie etwas blass.
Die Story ist recht krude, für mich doch etwas zu überdreht. Ein wirklicher roter Faden kann ich auch kaum erkennen. Im Vergleich zu «Kolonie» erfährt man hier aber viel mehr über die Türen, ihren Ursprung und die Gegner unseres Teams.
Spezielle, wirre Geschichte, ganz ok, aber nicht mehr.
- Markus Heitz
Die Rache der Zwerge
(540)Aktuelle Rezension von: AleshaneeIm Prolog geht es direkt wieder gut los, denn die Orks treffen gleich zu Beginn auf unbekannte Angehörigen ihres Volkes - mit überraschenden Auswirkungen, die nicht vorherzusehen waren und einige Konflikte versprechen.
Die Zwerge haben zwischenzeitlich alles wieder aufgebaut, was durch das Himmelsgeschoss vor 5 Zyklen und die Kriege zerstört worden ist. Die Tore, die das Geborgene vom Jenseitigen Land schützen, sind wieder geschlossen und befestigt und alles scheint wieder seine Ordnung zu haben. Doch manch einer traut dem Frieden nicht, so dass zu einer Versammlung berufen wird.
Natürlich ist auch Tungdil geladen, der eine große und entscheidende Rolle bei den vergangenen Ereignissen gespielt hat; doch der Zwerg scheint verändert. Seine Trinklust hat ungesunde Züge angenommen und er wirkt verstimmt und missmutig. Von der einstigen, stattlichen Gestalt ist kaum noch etwas zu erkennen und seine alten Bekannten machen sich sorgen, was in der Zwischenzeit wohl geschehen ist.
Auch Rodaria begegnen wir wieder, dem Bühnenkünstler und Charmeur, der noch immer auf der Suche nach dem verschwundenen Furgas ist. Außerdem trifft er tatsächlich auf eine Frau, die ihm ebenbürtig ist und seine Umtriebe zu händeln weiß. Ein interessantes Gespann, das für einige Lacher gesorgt hat :)
Prinz Mallen von Idoslân trifft bei einem Besuch in Tabaîn auf eine Angehörige der Elben, deren Absichten nicht wirklich durchschaubar sind. Weitere Treffen folgen, denn neue Überfälle und Raubzüge stören den Frieden und schaffen neues Misstrauen unter den Völkern.
Und natürlich geht es auch um die Steine, bzw. die Repliken des einen mächtigen Steins, der durch die nachgemachten Exemplare über das ganze Land verstreut unauffindbar gemacht werden sollte. Dieser Plan hat allerdings seine Tücken und es lässt nicht lange auf sich warten, dass jemand hinter diesen her ist - wer das ist birgt allerdings einige Überraschungen!
Insgesamt geht es zuerst etwas gemächlicher voran, aber Abwechslung ist definitiv geboten und je weiter man kommt, umso mehr nimmt die Geschichte Fahrt auf. Die verschiedenen Wege der Gefährten lassen vermuten, dass ein Zusammenhang all der Ereignisse besteht, und nach und nach kommt man auch hinter das Geheimnis bzw. erfährt wieder mehr über die Völker, die Magie und die Mysterien des Jenseitigen Landes.
Tungdil war mir hier sehr etwas suspekt was seine Gefühlswelt anbelangt.
Dass Boindil sich verliebt dagegen war sehr witzig und auch irgendwie Herz erwärmend, mit dem alten Haudegen hat man ja damit gar nicht mehr gerechnet.
Es passieren hier eine Menge schon recht heftiger und brutale Dinge, und auch wenn der Autor das alles so nebenbei erzählt, sollte man darauf vorbereitet sein. Gegen Ende wird es jedenfalls wieder sehr turbulent und kämpferisch und einige Intrigen und Hinterhältigkeiten werden aufgeklärt. Das Ende hält einige Überraschungen parat und der Schluss lässt wieder einiges offen, wie es in dem Geborgenen Land, dem Jenseitigen Land und mit den Zwergen weiter geht.
Sehr cool finde ich ja, dass der Witz, bei dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt... immer wieder angesprochen wird. Seit Band 1. Aber nie erzählt wird. Das ist ein kleines Kunststück, dass ich bisher noch nie in einer Reihe so gelesen habe und man immer wieder darauf wartet, diesen Witz endlich zu erfahren. Ich bin gespannt, ob der irgendwann noch im laufe der kommenden Bände tatsächlich auserzählt wird xD - Markus Heitz
Ritus
(672)Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee"Ritus" ist der erste Band der Reihe »Pakt der Dunkelheit« von Markus Heitz. Es geht um Werwölfe und die Jagd nach ihnen. Dabei gibt es zwei Zeitebenen. Einmal spielt die Geschichte in der Gegenwart, einmal im Jahr 1764. Das hat mir sehr gut gefallen. Vor allem mochte ich die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre.
Trotzdem hat mich der erste Band nicht ganz überzeugen können. Zwischendurch war es doch immer mal etwas langatmig, auch mochte ich die Sexszenen hier nicht.
Ich bin mir noch unsicher, ob ich den zweiten Band lesen möchte...
05.04.2026
- Markus Heitz
Die Legenden der Albae
(335)Aktuelle Rezension von: bookwormHMFür Fans der Zwerge-Reihe ist dieses Buch ein Muss. Markus Heitz erfüllt sein Versprechen und taucht tief in die Welt der Albae ein. Obwohl die Beschreibung der Albae-Hauptstadt nicht ganz an die atmosphärische Dichte anderer Fantasy-Welten heranreicht, fesselt das Buch durch trockenen Humor und eine durchdachte, realistische Welt.
Die Hauptcharaktere sind nachvollziehbar und wirken nicht klischeehaft. Auch Nebenfiguren sind detailliert ausgearbeitet.
Fazit: Eine klare Kaufempfehlung für Fans der Zwerge-Reihe, aber auch für Neueinsteiger geeignet. Wer die "Zwerge" nicht mochte, wird auch an diesem Buch wahrscheinlich keinen Gefallen finden.
- Markus Heitz
Die Schwarze Königin I
(243)Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibroLen verbringt eine Busreise in Prag und lernt die Geschichte der ungarischen Königin Barbara kennen, die als "schwarze Königin' bezeichnet wurde und die als Vampirin in die Geschichte einging - dich schnell stellt sich heraus, dass auch Len und seine Vorfahren nicht die sind, die sie zu sein scheinen. Und auch die Mythen über die Blutsauger scheinen alle wahr zu sein...
Meine Meinung:
Hmmm, also ich fand dje Grundidee durchaus spannend, aber die Umsetzung hat für mich leider nicht funktioniert und das aus mehreren Gründen.
Erstens: Die Zeitsprünge habe ich ehrlich gesagt im Hörbuch nicht kapiert bis ich aufs Buch umgestiegen bin und auch das Glossar war für mich elementar wichtig, um die Geschichte zu verstehen - so war das Hörbuch schonmal für mich ungeeignet und ich konnte damit die Geschichte nicht verfolgen.
Zweitens: Da ich aber nun mit dem Hörbuch gestartet bin und die ersten 20% gehört habe, habe ich offensichtlich viele Infos zu Beginn nicht kapiert und wollte das Buch dann aber auch nicht nochmal von vorn beginnen - heißt, auch der Umstieg aufs Buch fiel mir schwer.
Drittens: Ich komme mit diesem gewollt altertümlichen Schreibstil nicht klar. Ja, ein Großteil der Handlung spielt im 15. Jahrhundert, aber das heißt nicht, dass ich die Sprache von damals dann auch so lesen will - machen historische Romanautoren wie zb Ken Follet ja auch nicht, dass es dann außerhalb der wörtlichen Rede immer noch altertümlich klingt.
Viertens: Mir waren es zu viele Charaktere - aber das lag vorrangig an der Problematik von erstens und zweitens...
Fazit: Ich konnte mich nicht in die Geschichte fallen lassen und wirklich abtauchen. Man merkt, es ist toll recherchiert und Heitz stellt in seiner Fiktion durchaus Bezüge zu realen historischen Ereignissen her - tolle Grundidee. Aber mich konnte leider die Umsetzung nicht überzeugen. Schade.
- Markus Heitz
Judassohn
(321)Aktuelle Rezension von: MichellyBand zwei der Judas-Reihe von Markus Heitz kann sich durchaus sehen lassen, ist für mich aber ein wenig schwächer als Band eins (4/5 Sternen).
Die Geschichte ist durchweg spannend und sehr interessant und es gibt Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Mir war lange Zeit nicht klar, wie der Autor die verschiedenen Handlungsstränge denn letztendlich in eine Geschichte verflechten möchte, was durchaus die Spannung zusätzlich erhöhte. Dennoch war mir die Auflösung ein wenig zu abgehoben, damit musste ich mich erst einmal auseinander setzen und darüber nachdenken, was denn nun genau passiert ist. Da ist für mich der Knick in der Geschichte und daher auch der leichte Punkteabzug im Vergleich zum Vorgänger. Zudem geht es in dem Buch (leider) kaum um Sia, sondern wir reisen in deren Vergangenheit und lernen viel über die Umstände dazu. Das ist natürlich nicht negativ in dem Sinne, der Klappentext lies jedoch eine ganz andere Geschichte vermuten.
Ich werde natürlich trotzdem den dritten Band lesen, die Geschichte rund um Sia ist wirklich spannend und gut aufgebaut und für Vampirfans, die es mögen, wenn es ein wenig härter zugeht, durchaus zu empfehlen.
- Markus Heitz
Des Teufels Gebetbuch
(203)Aktuelle Rezension von: dana_readbooksWer gerne Bücher liest, die Fantasy und Thriller miteinander vereinen, ist bei diesem Buch bestens aufgehoben.
Der Schreibstil des Autors ist wie immer bildhaft und detailgetreu.
Trotz einiger Längen wurde der Spannungsbogen immer aufrecht erhalten und ich war direkt von der ersten Seite so gefesselt, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.
Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und hatten Tiefe. Ihre Handlungen konnte ich gut nachvollziehen, deswegen hat es mir viel Spaß gemacht, mit ihnen um die Welt zu reisen.
Auch die historische Vergangenheit, in der wir Goethe und Faust begegnen fand ich richtig gut.
Das Buch überzeugt mit Komplexität und jede Menge Tiefgang, was mir sehr gut gefallen hat.
In diesem Buch geht es rasant, düster, blutig und magisch zu! Die perfekte Mischung 😍
- Markus Heitz
Exkarnation - Krieg der alten Seelen
(205)Aktuelle Rezension von: Julien89Vor der Rezension muss ich sagen, dass ich als Teenager die Fantasy Bücher von Markus Heitz geliebt habe. Die Bücherreihen "Die Zwerge" und "Die Legenden der Albae" haben mich so begeistert, dass ich sie bis zur letzten Seite geliebt habe.
Jetzt aber zu "Die Exkarnation - Krieg der alten Seelen" von Markus Heitz. Erstmal muss ich sagen, dass ich es nicht als reinen Thriller sehen würde, sondern eher als Dark Fantasy Buch.
Ich hatte am Anfang leider etwas Probleme reinzufinden, da ich mit den ganzen Personen und wer was sein soll nicht zurecht kam. Aber nach einer Weile hatte ich den Bogen raus und das Buch konnte mich auch begeistern.
Ich hätte mir auch etwas mehr über die Geschichten der Protagonisten gefreut aber ich glaube das hätte bei dem Buch auch den Rahmen gesprengt😄
Ich hoffe im zweiten Teil der Duologie "Seelensterben" erfährt man mehr über die Charaktere, da diese sehr interessant sind.
Der Spannungsbogen ist in dem Buch trotzdem vollkommen vorhanden, denn man weiss einfach nie, was die oder die Person aufeinmal mit alldem zu tun hat.
Im Endeffekt kann ich zu "Die Exkarnation - Krieg der Alten Seelen" sagen, dass es ein gutes Dark Fantasy Buch ist, welches besonders durch Düsternis glänzt. Für jeden der auf diese Art von Genre steht aufjedenfall ein absoluter Kauftipp😁
- Sebastian Fitzek
P. S. Ich töte dich
(325)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannIch liebe verschiedene,spannende Kurzgeschichten,die man einfach mal so kurz nebenbei oder kurz vor dem Schlafen gehen lesen kann. Somit ist P.S. Ich töte dich,genau das richtige Buch für mich. Die Geschichten sind spannend und kurz und knackig geschrieben. Es macht spass,diese zu lesen und es kommt keine Langeweile auf.
- Markus Heitz
Die Klinge des Schicksals
(72)Aktuelle Rezension von: bibisstuebchenMit “Die Klinge des Schicksals” hält man einen komplexen Einzelband in der Hand, der sich mit der Macht der Natur, Intrigen und Verschwörungen beschäftigt. Das Setting ist sowohl mittelalterlich als auch mit Steampunkelementen versehen (Waffen, Elektrotechnik). Diesen Mix im Zusammenhang mit der sich ausbreitenden Wildnis und ihren Monstern und Kreaturen finde ich sehr spannend und ansprechend.
Danèstra, die Klinge des Schicksals, ist eine Hauptprotagonistin, die schon Oma ist - was ich super finde! Ihre Missionen, die sie im Schlaf ereilen, bringen sie an die verschiedensten Orte. In ihrer aktuellen Mission steht sie Kalenia zur Seite, die die Namen der Menschen kennt, die für die Ausbreitung der Wildnis verantwortlich sind. Oder? …
Ich muss sagen, dass ich an vielen Stellen der Geschichte verwirrt war und manche Passagen mehrfach lesen musste, um wirklich zu begreifen, was da gerade passiert. Es sind manchmal nur Kleinigkeiten, die am Ende einen großen Stein ins Rollen bringen. Es gibt ziemlich coole Wendungen und Enthüllungen, die auch nach Ende des Buches noch einen letzten Spielraum für Interpretationen lassen. Man darf bei der Geschichte gern mitdenken und rätseln, wohin sich alles entwickelt. Das finde ich sehr gelungen.
Wer einen spannenden und unerwarteten Fantasy-Einzelband sucht, ist hier genau richtig: Monster, Magie, Natur, Verwirrungen - mehr braucht es nicht.
Einzige Kritikpunkte: Zwischendurch ließen mich ein paar kleinere Zeitsprünge mehr als verwirrt zurück. Die meisten Lücken haben sich aber später geschlossen. Leider gibt es ein paar Schreibfehler, die ich bei dem Verlag eher nicht erwarte.
- Markus Heitz
Der Triumph der Zwerge
(113)Aktuelle Rezension von: zickzackInhalt: Ein Zyklus ist vergangen und Frieden ist in das Geborgene Land eingekehrt. Böindil hat nur mit sehr viel Widerwillen das Amt des Großkönigs der Zwerge angenommen. Er wird vor große Aufgaben gestellt, als ein Mädchen in einem Gebirge auftaucht, dass zunächst nur albisch kann. Die Zwerge wollen es sofort töten, doch die Menschen und Elben beschützen es. Diese Völker beginnen sich zu verändern und bereiten den Zwergen Sorge. Zudem taucht erneut ein Zwerg auf, der behauptet Tungdil Goldhand zu sein. Aber ist es wirklich Böindils alter Freund oder erneut ein Trugbild von diesem? Die Zwerge wissen instinktiv, dass es wieder einmal an ihnen liegt, ihre Heimat vor dem Bösen zu beschützen.
Den Band habe ich mir damals 2015 gekauft, aber noch nicht gelesen gehabt. Wahrscheinlich aus dem Grund, weil mir Band 4 noch im Kopf war und dieser mich nicht wirklich überzeugt hat. Heute muss ich sagen, dass das ein Fehler war, denn der fünfte Band hat mich ähnlich begeistert wie der Anfang der Reihe. Er ist wahrlich ein krönender Abschluss für diese Pentalogie (die neuen Zwergen-Bänden führen ja einen neuen Zyklus ein, wie ich gelesen habe). An die ersten beiden Bände der Reihe ist es schwer heranzukommen, sicherlich, aber dieser Band hat mich begeistert. Und dieses Mal war nicht allein Böindil die tragende Kraft, dieses Mal haben viele Figuren dazu beigetragen, dass mir das Buch gefallen hat. Außerdem muss ich mal anmerken, dass ab knapp über der Hälfte Böindils Anteil immer weniger wurde. Das fand ich schon sehr schade, denn für mich ist und bleibt er der wahre Held der Zwergen-Reihe. Obwohl mir in diesem Band der zurückgekehrte Tungdil auch gefallen hat, denn er hat sehr an den Tungdil aus den ersten und zweiten Band der Reihe erinnert. Während ich im vierten Band zu dem angeblichen Tungdil eine wirkliche Abneigung entwickelt hatte, hat dieser mir die Liebe zu diesem Zwerg zurückgegeben. Danke an Markus Heitz, dass er mich mit Tungdil doch noch versöhnlich gestimmt hat.
Was kann ich sonst noch zu diesem Band sagen? Nicht viel. Dieser war mit Abenteuer, Freundschaft und vielen Kämpfen gespickt, genauso wie ich es in einem Zwergen-Band erwarte. Die Figuren haben mir durchweg gefallen, die Guten wie auch die Bösen und ich konnte hier etwas mit der Storyline anfangen. Im Band 4 hat mich die Geschichte nicht in seinen Bann gezogen, hier fühlte ich mich wieder mittendrin und es ging sogar so weit, dass ich Sympathie für die Elben bekommen habe. Bisher fand ich diese weder greifbar, noch sympathisch. Ich hatte da so eine ähnliche Abneigung wie die Zwerge selbst, aber hier fand ich deren Rolle wirklich gut.
Heitz hat es sich natürlich wieder nicht nehmen lassen, eine Figuren sterben zu lassen. Er spielt nicht nur mit den Gefühlen der Figuren, sondern auch mit denen der Leser. Es tat einfach nur weh, dass er liebgewonnen Figuren weggenommen hat. Das Ende hat mir nicht gefallen, einfach, weil Heitz mein Vertrauen zerstört hat. Es war auf eine Art ziemlich offensichtlich, aber er hat mir die Figur so schmackhaft gemacht, dass ich es bis zum Schluss nicht glauben wollte… das war wirklich gemein.
Fazit: Ich bin froh, dass der vierte Band nicht der Abschluss dieses Zyklus war, denn das wäre dieser Reihe unwürdig gewesen. Sie verdient so ein Ende, wo die Helden noch einmal in ihrer vollen Pracht glänzen können. Ich mochte in dem Band auch, dass nach jedem Kapitel eine kurze Anekdote oder eine Zwergenweisheit kam. Das hat sehr gut gepasst und vielleicht wird das ja beibehalten. Ich vergebe dem Band sehr gute vier Sterne.
- Markus Heitz
Das Schicksal der Zwerge
(391)Aktuelle Rezension von: MetalfischchenHandlung:
Das geborgene Land ist längst nicht mehr geborgen: Tungdil soll mal wieder den Helden spielen. Das Problem: Tungdil hat die letzten 250 Jahre in einer Monster-Grube verbracht und fühlt nun so gar keine Lust mehr, wieder in die Bresche zu springen. Wenn er denn überhaupt der echte Tungdil ist…?
Meine Meinung:
Die ersten drei Bände der Reihe kamen wie aus einem Guss, obwohl pro Band jeweils ein neuer «Quest», neue Figuren und teils auch schon Zeitsprünge (wenn auch kleinere) vorkamen. Dieser vierte Band ist anders, und dies nicht unbedingt zum Besseren. Tungdil war bis hierhin der Sympathieträger; Die Charaktergestaltung von ihm und den meisten anderen Figuren empfand ich immer als Stärke der Reihe. In diesem Band ist es nun aber so, dass alle einst geliebten Figuren entweder tot oder bis zur Unkenntlichkeit verändert sind. Der «Ersatz» dieser Figuren fühlt sich auch so an – nach einem Ersatz, einer schlechteren Kopie. Wenigstens ist für dieses Problem eine Gewisse Selbsteinsicht vorhanden – Rodarios Ersatz nennt sich ‘Rodario der Siebte’ und betätigt sich beruflich als Rodario-Imitator. Der mittlerweile einigermassen domestizierte Boïndil ist der neue Sympatieträger, leider auf weiter Flur.
Eine weitere bisherige Stärke der Reihe war für mich die Leichtherzigkeit, die ich (trotz der brutalen Szenen) beim Lesen empfunden habe, und das hohe Tempo, mit dem die Geschichte vorwärtsgetrieben wurde. Dieser Band fühlt sich im Vergleich bedrückender und etwas schwerfälliger an. Man könnte auch sagen, die Reihe sei erwachsen geworden, aber ich mochte halt einfach «das Kind» lieber.
Positives: Den ersten Band habe ich als «hyper-episch» und klischebeladen beschrieben. Immerhin diese Punkte haben sich im Verlauf der letzten Bände etwas gelegt (oder habe ich mich einfach daran gewöhnt?). Für diesen Band, der viele neue «Wesen» enthält, gilt dies besonders: Es kommt das Bild einer einigermassen eigenständigen und originellen Fantasy-Welt auf, die aus mehr als nur Kopien von Kopien von Tolkien-Gestalten besteht.
Fazit: Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist. Ich habe die vierbändige Hauptreihe innert weniger Wochen verschlungen, bei diesem hat es aber am meisten geharzt. Ich werde wahrscheinlich irgendwann auch die weiteren zwischenzeitlich erschienenen Bände lesen, brauche aber bis dahin eine kleine Pause von den Zwergen.
- Markus Heitz
Die Rückkehr der Zwerge 1
(133)Aktuelle Rezension von: bookwormHMAls Fan der ersten Zwerge-Reihe bin ich von diesem Buch enttäuscht. Obwohl die Rückkehr in die Welt der Zwerge an sich positiv ist, leidet die Geschichte unter mehreren Schwächen.
-
Flache Charaktere: Die Figuren wirken oberflächlich und bleiben dem Leser fern.
-
Sprunghafte Handlung: Die Erzählung wechselt zu oft zwischen zu vielen Charakteren und Schauplätzen, was es schwierig macht, der Geschichte zu folgen.
-
Fehlendes Ziel: Ab der Hälfte des Buches verliert die Handlung ihren roten Faden.
-
Inkonsistentes Gendern: Begriffe wie "Drachin" oder "Orkinnen" stören den Lesefluss, da sie inkonsequent verwendet werden und an anderer Stelle fehlen.
-
Oberflächliches Worldbuilding: Das Buch ist zwar für Neulinge gedacht, liefert aber zu wenig Hintergrundwissen über Gottheiten, die Zwergenstämme und die Welt insgesamt. Tiefe und Immersion fehlen im Vergleich zur Originalreihe.
-
Fragwürdige Elemente: "Bartlose Zwerge" und "Menschen mit Hundeköpfen" sind Beispiele für merkwürdige Elemente, die irritieren.
Fazit: Die neue Reihe kann nicht mit den Originalbüchern mithalten. Ich kann sie nicht empfehlen, wenn man tiefgründige Fantasy mit gutem Worldbuilding sucht. Greifen Sie stattdessen zum ersten Band der ursprünglichen "Die Zwerge"-Reihe.
-
- Markus Heitz
Der Orden der Schwerter
(172)Aktuelle Rezension von: AriusDer zweite Teil der Ulldart - Saga schließt nahtlos an den ersten Teil an. Auch in diesem Teil dreht es sich um Lodrik und das Wiederkehren der Dunklen Zeit.
Während Lodrik zu Beginn des ersten Bandes noch als “Keksprinz” verspottet wurde, hat er nun eine Entwicklung durchgemacht. Er hat körperlich hart an sich gearbeitet und Erfahrungen im Regieren gesammelt. Da er sich mit den Adligen und Großbauern angelegt hatte, fielen diese Erfahrungen auch nicht zu knapp aus.
Der junge Lodrik ist auf dem Weg in seine Heimat, um sich zum Kabcar krönen zu lassen. Doch der Weg an die Macht gestaltet sich schwerer als erwartet. Auch als Herrscher geht er keinen einfachen Weg und stellt sich gegen die Mächtigen, um dem einfachen Volk das Leben zu erleichtern. Was natürlich nicht bei allen gut ankommt. Zwar stehen ihm nach wie vor treu seine beiden Gefährten Waljakov und Stoiko, sowie seine Geliebte Norina treu zur Seite, doch die Brojaken, der Großadel Tarpols, lehnen sich gegen die geplanten Reformen auf. So wird der neue Herrscher rasch unter Druck gesetzt. Hin und wieder will einen Verzweiflung überkommen, wenn der arme Lodrik erneut über die Steine stolpert, die ihm zahlreich in den Weg gelegt werden.
Da er als jung und unerfahren gilt, strecken die Nachbarreiche ebenfalls ihre Finger aus und wollen sich ein Stück seines Reiches einverleiben. Hustraban fordert die Hälfte der Lurdumvorräte von Kostromo. Zudem unterstützt Borasgotan Worlac, damit es eigenständig wird. Da die Lurdumabgaben abgewiesen werden und der Kabcar der Provinz Worlac die Eigenständigkeit verbietet, nimmt Hustraban Kostromo ein und Borasgotan beginnt einen Krieg mit Tarpol.
Als wäre das nicht Ärgernis genug, muss Lodrik auch noch die ihm verhasste Großcousine ehelichen, um Kabcar zu werden. Ein Vermächtnis, dass ihm sein sterbender Vater in seiner Todesstunde noch aufgedrückt hat. Die Politik zwingt Lodrik, diese Zweckehe einzugehen. Seine ihm Angetraute verfolgt jedoch eigene Wege. Sie möchte die Kabcara des Landes werden - ohne einen Mann an ihrer Seite.
Neben den aufziehenden Kriegen, die ganz Ulldart bedrohen, verwirrt Lodrik seine Umgebung mit seinem ungezügelten Temperament - und gelegentlich mit unerklärlichen Phänomenen. Seine Wutausbrüche, Angesichts seiner aussichtslosen Lage, haben auch den Ausbruch von Magie zur Folge. Ungezügelte Kräfte, die er bislang nicht zu kontrollieren vermag. Insgesamt keine allzu guten Aussichten, da sich zudem langsam ein Krieg anbahnt und Lodrik nicht gerade viele Verbündete zu haben scheint.
In diesem Teil ist schon sehr stark spürbar, wie das Böse in Ulldart einzieht, wen es umgarnt und wer sich dadurch beeinflussen lässt. Viele Geheimnisse werden etwas klarer, dafür treten andere an ihre Stellen und es wird nie langweilig.
Noch immer wird vieles erzählt und nicht gezeigt. Plötzliche kurzfristige Wechsel des Erzählers inmitten eines Erzählstrang tun das übrige. Zudem gibt es einige Zeitsprünge, die es teilweise schwer machen, der Handlung zu folgen. Befinden wir uns gerade noch in einer Besprechung im Königreich Tarpol im Palast des Kabcar, stehen wir im nächsten Augenblick an der Front dem Feind gegenüber und es wird zum Angriff geblasen. Diese Erzählweise bezeugt die damalige Unerfahrenheit des Autors. Wir haben es mit einem Erstlingswerk zu tun. Da dürfen noch über einige Fehler hinweggesehen werden. Doch erscheinen sie in diesem Band noch zu häufig. Was unbedarfte Leser jedoch nicht davon abhalten dürfte, dieses Werk begeistert zu verschlingen.
Auch in diesem Teil ist die Erzählweise einfach gehalten. So lässt sich die Handlung mehrheitlich leicht nachverfolgen.
Die Spannung steigt: Krieg bricht aus im Lande Ulldraels und Lodrik ist von Verrätern umgeben. Der junge König sieht sich einem riesigen Heer von Feinden gegenüber, und um das Königreich Tarpol zu retten, sucht er Hilfe bei dunklen Mächten. Es scheint so, als ob Lodrik mit dieser Tat die gefürchtete Dunkle Zeit heraufbeschwört.
Wie schon im ersten Band gewinnt Heitz vor allem mit seinen Figuren. Manche sind sehr sympathisch (wie der Pralinen essende König Perdór und sein Narr Fiorell), von anderen weiß man genau, dass sie bis in ihr innerstes bösartig sind, und die dritte Kategorie ist überhaupt nicht einzuschätzen (auf welcher Seite steht die grünhaarige Kensustrianerin Belkala?).
Insgesamt hat mir die Fortsetzung gefallen, nur manchmal waren Reaktionen oder Entscheidungen von Figuren etwas unglaubwürdig. Vor allem kommen sie alle ein wenig Leichtgläubig daher. Nichts wird hinterfragt! Eine zweifelhafte Behauptung scheint auszureichen, um jemanden mit ganzer Überzeugung für etwas kämpfen zu lassen.
Die politischen Interessen der einzelnen Länder werden sehr detailliert beschrieben und behandelt, so lassen sich die Beweggründe der Parteien nachvollziehen. Auch wenn einige davon hinterfragt werden müssten.
Gerade die neuen Charaktere, die in die Geschichte eingebunden werden, bringen großen Schwung und die Geschichte. Die Änderungen, die sie herbeiführen, können bis zum Ende des Buches noch nicht mal als gut oder schlecht eingeschätzt werden. Und so bleiben einige Fragen offen, was neugierig auf die Fortsetzung macht.
Wie im ersten Band gibt es auch hier mehrere Geschichten, die parallel ablaufen und scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Später greifen diese jedoch gut ineinander, sodass die Komplexität der Handlung erweitert und vertieft wird.
Das Buch endet mit einem Paukenschlag, der mich ein wenig ratlos zurücklässt. Denn eine der Meisterleistungen von Markus Heitz ist es, den Leser im Unklaren über die Rolle von Lodrik zu lassen. Mehr und mehr wird klar, dass sein Schicksal nicht eindeutig bestimmt ist, und das lässt enorme Möglichkeiten in Bezug auf seine Charakterentwicklung - und die schöpft Heitz voll und ganz aus!
Ich freue mich auf die Fortsetzung - lässt doch das Ende wenig Gutes für Ulldart und seine Bürger hoffen.
- Markus Heitz
Die Legenden der Albae
(184)Aktuelle Rezension von: XamarorIch habe den ersten Elben getötet! Morana fühlte sich unglaublich erhaben und ging in dieser Hochstimmung zur Tür hinaus.
Markus Heitz entführt uns in „Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass“ erneut in die faszinierende Welt von Ishim Voroo, die er mit seinem flüssigen und fesselnden Schreibstil lebendig werden lässt. In diesem Band lernen wir nicht nur die komplexe Kultur und Geschichte der Albae besser kennen, sondern begegnen auch zahlreichen neuen Charakteren, die die Handlung bereichern.
Charaktere: Besonders hervorzuheben ist Morana, eine Figur, die mit ihrer Tiefe und Vielschichtigkeit sofort ins Auge fällt. Ihre Entwicklung und die Herausforderungen, denen sie sich stellen muss, fügen der Geschichte eine emotionale Dimension hinzu, die den Leser mitreißt. Heitz gelingt es, die Charaktere so zu gestalten, dass sie authentisch und nachvollziehbar wirken, was die Bindung zur Geschichte verstärkt.
Ein zentrales Element dieser Erzählung ist die Einführung eines neuen Feindes, der die Albae vor neue Herausforderungen stellt. Diese Bedrohung sorgt für spannende Wendungen und bringt frischen Wind in die Handlung. Zudem spielen Drachen eine bedeutende Rolle, was dem Buch eine zusätzliche aufregende Ebene verleiht und die Fantasyelemente perfekt ergänzt.
Die Welt von Ishim Voroo ist detailreich und atmosphärisch gestaltet, und Heitz’ Fähigkeit, diese Umgebung zu beschreiben, lässt den Leser in eine magische und oft gefährliche Realität eintauchen. Die Kombination aus politischen Intrigen, persönlichen Konflikten und fantastischen Wesen macht „Vernichtender Hass“ zu einem fesselnden Leseerlebnis.
Insgesamt ist „Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass“ ein gelungener weiterer Teil der Reihe, der sowohl alte Fans als auch neue Leser anspricht. Heitz hat erneut bewiesen, dass er ein Meister der Fantasy ist und eine Welt erschaffen hat, die zum Träumen und Entdecken einlädt.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass man den ersten Teil nicht zwingend kennen muss, um in die Geschichte einzutauchen. Dennoch wäre es von Vorteil, da einige Hintergrundinformationen und Charakterentwicklungen aus dem Vorgängerband mehr Tiefe verleihen.
- Markus Heitz
Judastöchter
(260)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Ich schreibe grundsätzlich nichts zum Inhalt, bzw. versuche es.
Der letzte und meiner Meinung nach beste Teil der Reihe. Endlich kam der Spannungsaufbau auch bei mir an, da hatte ich bei den Vorgängern so meine Probleme...
Schreibstil wie immer flüssig und gut zu Lesen. Diesmal sogar eine kleine Liebesgeschichte nebenbei, welche nur ein halbes Happy End hat. Sehr gut Umgesetzt! Meiner Meinung nach muss nicht alles immer Perfekt für alle Beteiligten enden, dass ist auf dauer auch langweilig.
Aber es gibt Hoffnung, dass es doch irgendwann mal weitergeht. Zumindest könnte man bei diesem Ende damit rechnen.Alles in allem sehr Empfehlendswert. 4,5 Sterne von mir.
- Markus Heitz
DOORS ? - Kolonie
(120)Aktuelle Rezension von: _jamii_Der schwerreiche Vater der vermissten Anna-Lena van Dam schickt den Ex-Soldaten Viktor mit einem fünfköpfigen Geo-Expertenteam los, um seine Tochter zu suchen. In einem gigantischen Höhlensystem entdeckt die Gruppe mehrere Türen mit mysteriösen Zeichen. Um Anna-Lena zu retten, müssen sie sich auf Pfade jenseits von Wissenschaft und Vernunft einlassen -
Eine der Türen führt die Gruppe mitten in die 40er Jahre.
Doch hier hat Nazi-Deutschland früh kapituliert, die USA haben kolonialgleiche Kontrolle über Europa übernommen und drohen dem Widerstand, angeführt von Russland, mit einem Atomschlag. Will Viktor überleben, muss er diesen Wahnsinn stoppen – um jeden Preis!Der Schreibstil ist schwierig zu beurteilen, irgendwie seltsam, aber trotzdem irgendwie ok und doch recht abstrus. Die Geschichte ist zwar irgendwie spannend, aber nicht übermässig… Zudem wird die Geschichte, je weiter ich lese, immer seltsamer und immer weniger nachvollziehbar…
Man erhält auf der Buchinnenseite einen kleinen Beschrieb der jeweiligen Personen, und mehr erfährt man über diese auch nicht. Sie bleiben flach und unnahbar und entsprechend auch nicht sympathisch.
Zu viele interessante Hinweise werden, vor allem in den ersten 80 Seiten, die bei allen drei Büchern gleich sind, gestreut, welche dann im Verlauf der Geschichte nicht oder höchstens halbbatzig weiterverfolgt. Es liest sich ein bisschen so, als hätte der Autor keine Idee für die dritte Tür gehabt und hat schnell mal eine lieblose und nicht durchdachte Geschichte konstruiert.
Was mich bei diesem Buch besonders stört, ist das Gemetzel. Achtung Spoiler: beinahe alle Hauptfiguren werden auf eine brutale Art und Weise hingemetzelt. Das hätte nicht sein müssen.
Ich empfand die Geschichte durchs Band leider als vollkommen sinnfrei, je länger ich las umso wirrer wurde es. Das Ende soll wohl auf eine Fortsetzung hinarbeiten.
Leider habe ich vollkommen das Interesse verloren, noch weitere Bücher dieser Reihe zu lesen. Die Ausgangslage wäre sehr interessant, man hätte so einiges daraus machen können, leider wurde es zumindest hier nur lieblos hingeklatscht.
Da ich Doors X – Dämmerung ohnehin auch noch hatte, hab ich dieses zwangsläufig auch gelesen. Ist zwar auch kein Wahnsinns-Buch, aber um längen besser als dieses hier…























