Bücher mit dem Tag "marokko"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "marokko" gekennzeichnet haben.

233 Bücher

  1. Cover des Buches Zerschunden (ISBN: 9783426517895)
    Michael Tsokos

    Zerschunden

     (370)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Ich habe gerade etwas Sonderbares entdeckt. Das müssen Sie sich unbedingt ansehen.“ S. 280

    Inhalt
    Fred Abel ist Rechtsmediziner. Eines Tages gerät ein alter Freund scheinbar unschuldig hinter Gittern. Ein Serientäter schlägt schnell und in verschiedenen europäischen Stätten zu. Die Opfer sind stets alte Damen, die er mit einem Schriftzug kennzeichnet. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, den Adels Freund hat eine Tochter, die im Sterben liegt und sich unbedingt noch von ihrem Vater verabschieden möchte.

    Cover:
    Das Cover ist unscheinbar und fällt nur durch den roten Titel auf. Die erhabene, zusammengenähte Haut ist gruselig und unterstreicht nochmal den Zusatz „True-Crime-Thriller“.

    Meine persönliche Meinung:
    Ich brauchte eine Zeit bis ich richtig ins Buch hinein kam. Es ist spannend und wahnsinnig aufregend zu verfolgen, doch musste ich durchgehend total konzentrieren und kam nicht richtig in den Lesefluss hinein. Es ist schon krass, was es ausmacht, wenn man weiß, dass es diesen Serienmörder wirklich gibt. Eigentlich hat mich die ganze Geschichte nach dem Lesen des Nachworts am meisten gegruselt. Die Geschichte bleibt immer fiktiv, egal wie brutal sie ist bis zu dem Zeitpunkt an dem der Autor schreibt, dass es echt ist. Da stellt sich mir jetzt noch die Gänsehaut auf. Es ist einfach nur unvorstellbar irre, wie Leute ticken können. Wie Psychopathen funktionieren und einfach so unter uns leben. Wie gesagt, als Geschichte oder Film schreckt man sich und die Sache hat sich, aber wenn man bedenkt, der am Tisch neben dir könnte schlimme psychische Probleme haben, wird einem nochmal zusätzlich schlecht. Das bringt diesen Thriller nochmal mehr Gänsehaut. Ich brauche noch ein wenig, bis ich den nächsten Teil zur Hand nehme, aber es war bestimmt nicht mein letzter Tsokos.

    Fazit:
    Ein spannender Thriller, der Konzentration erfordert und durch den True-Crime-Stempel von der fiktiven Geschichte zur Realität wird.

  2. Cover des Buches Daughter Of Smoke And Bone (ISBN: 9783596191987)
    Laini Taylor

    Daughter Of Smoke And Bone

     (1.291)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Ein sehr interessanter Fantasy-Roman über die Schülerin Karou, die eine Kunstschule in Prag besucht und mit ihren blauen Haaren und seltsamen Augentattoos auf ihren Handflächen sowieso heraussticht. Doch niemand ahnt, dass sie eigentlich von vier mysteriösen Chimären aufgezogen wurde, die in einer komischen Zwischenwelt zu leben scheinen und sie des öfteren losschicken, um überall auf der Welt Zähne von Menschen und Tieren zu sammeln, ohne dass sie den wahren Grund dafür kennt. Ihre nicht ganz so normale Welt gerät plötzlich aus den Fugen als alle Portale, die zu ihrer Ziehfamilie führen, mit einem eingebrannten Handabdruck gekennzeichnet werden und ein seltsamer Fremder in ihr Leben tritt. Es dauert durchaus ein paar Seiten, bis man in die Story reinkommt, da der Anfang ein kleines bisschen gewöhnungsbedürftig ist, aber der Plot an sich ist dann eigentlich relativ einzigartig und sehr erfrischend, da jegliche Geheimnisse etc. so aufgelöst werden, dass man nicht wirklich so damit rechnet, auch wenn es tatsächlich überraschend ist, das so viel schon in diesem Band aufgelöst wird. Nur an einigen Stellen war das Buch dazu spannend und hat sich oft eher etwas gezogen, aber man wird durchaus neugierig darauf, was noch so in den Folgebänden passieren wird. Die Charaktere sind dabei relativ in Ordnung und zum Teil sind sie auch ganz sympathisch, aber auf ihnen liegt eher weniger der Fokus. Der Schreibstil ist dabei sehr präzise und ohne Schnickschnack, gibt aber an Stellen, wo es passt, durchaus ein paar Detailbeschreibungen an. (Allerdings hätte er auch gern noch detailierter sein können, da in der Geschichte wirklich viele schöne und verschiedene Orte besucht werden, die man gerne hätte bildgewaltiger beschreiben können.) Insgesamt jedenfalls ein gut gelungener Reihenauftakt, der zwar nicht ganz perfekt, aber durchaus mal was anderes ist und viel Potenzial bietet.

  3. Cover des Buches Days of Blood and Starlight (ISBN: 9783841421371)
    Laini Taylor

    Days of Blood and Starlight

     (515)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Die ganz unterhaltsame Fortsetzung zu »Daughter of Smoke and Bone«, in der Karou sich den Chimären und vor allem deren neuen Anführer Thiago anschließt, um mit ihnen weiter Krieg gegen die Engel zu führen und so Rache für ihre tote Familie zu üben. Währenddessen feiert Akiva bei den Engeln den vermeintlichen Sieg, den diese über die Chimären errungen haben, doch langsam keimt auch in ihm der Gedanke an Rebellion auf, da der skrupellose Imperator der Engel keine Gnade kennt. Die Story ist  zwar ganz interessant, aber es dauert gut bis zum letzten Viertel des Buches, damit es endlich spannend wird und was größeres passiert. Zum Glück sind Setting und Geschichte an sich aber immer noch ziemlich originell, denn so wird einem wenigstens nicht langweilig, während man sich durch gut fünfhundert nicht soo mitreißende Seiten liest. Auch der Cliffhänger am Ende lässt sehr hoffen, dass der Abschlussband noch einiges bieten wird und man bleibt durchaus neugierig. Die Charaktere sind dabei wieder ganz sympathisch, wie im ersten Band, nur war es zum Teil leicht überraschend und auf den ersten Blick nicht so logisch, dass Karou - die man aus Band eins als taffes und starkes Mädel kennt - sich ohne richtigen Grund Thiago unterwirft und sich eine Zeit lang wie Dreck behandeln lässt. Natürlich war ihr Verhalten für den folgenden Story-Verlauf irgendwie sinnvoll und wenn man drüber nachdenkt, kann man dafür auch ein paar mutmaßliche Gründe finden, aber erstmal ist man doch etwas überrascht und skeptisch. Der Schreibstil hat sich aber auch wieder relativ flüssig gelesen und insgesamt war das Buch ganz gut und lohnt sich in Anbetracht das spannenden Endes schon irgendwie.  

  4. Cover des Buches Bäume reisen nachts (ISBN: 9783458360193)
    Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Inhalt:

    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem achtzigjährigen pensionierten Französischlehrer Anatole und dem achtjährigen Mädchen Manon, das Anatoles Aufmerksamkeit erregte, indem sie voller Kummer tagein tagaus lesend unter einer Birke saß und mit Katzen und Ameisen sprach. Der Grund für Manons Kummer ist, dass sie und ihr Vater von Manons Mutter Anaïs verlassen wurden, ohne dass die beiden den Grund kannten, geschweige denn wussten, was aus Anaïs geworden ist. Manons Vater Pierre, ebenfalls in Kummer versunken, ist nicht mehr in der Lage, Manon Halt zu geben. Abgerundet wird das Gespann durch Manons Tante Sophie, die Manon ebensowenig erreichen kann. Nach dem ersten Hinweis über den Verbleib der Mutter, machen sich die Vier auf den Weg, um sie zu suchen und zurückzuholen.


    Meine Meinung:

    Manon und Anatole wirken bezaubernd. Es ist eine der zwischenmenschlichen Beziehungen, die voller Magie stecken. Die beiden haben sich nicht gesucht, aber gebraucht! Der Prozess, in dem Manon sich Anatole ggü. öffnet, ist wunderbar zu beobachten. Ich habe das Buch verschlungen. Es war schön, zu sehen, wie sich eine tiefe Freundschaft entwickelte und Manon dadurch Hoffnung und Positivität zurückgegeben wurden. Ebenso spannend war es, zu verfolgen, wie sich die drei Erwachsenen näher kamen und ihre Beziehungen, die es ohne Manon wahrscheinlich nicht gegeben hätte, zueinander aufgebaut haben. 

    Das Cover mag ich sehr gerne. Insbesondere, weil die Blätter leicht strukturiert sind. Leider nur auf dem Frontdeckel, nicht auf dem Rückdeckel. Aber immerhin! Ich mag diese liebevollen Details. 

    Der Schreibstil ist flüssig, die Autorin wechselt stetig zwischen direkter und indirekter Rede, was abwechslungsreich zu lesen war. Auch die Zitate literarischer Größen sind passend gewählt und keinesfalls überladen. Dadurch bekommt der Inhalt leichte Poesie, was diese zauberhafte Freundschaft abrundet. 

    Mir gefällt der Klappentext überhaupt nicht, weil es inhaltlich nicht ganz stimmt. Der Plan wird (genau genommen) nicht von Anatole und Manon geschmiedet. Was mir zudem nicht gefällt, ist das Ende. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr bekam ich den Gedanken, enttäuscht zu werden. Dem war schlussendlich auch so. Das, was Manon und ihre Familie aushalten musste, über Monate hinweg, mit all den schlechten Gefühlen, wie Sorge, Trauer, Wut, Verzweiflung usw. kann einfach nicht so aufhören, wie es aufhörte. Das Ende war für mich nicht authentisch genug. 

    Dennoch es ist ein sehr gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle.


  5. Cover des Buches Oneiros - Tödlicher Fluch (ISBN: 9783426505908)
    Markus Heitz

    Oneiros - Tödlicher Fluch

     (306)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal … Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug in das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …

    Ich muss ja wirklich gestehen, dass dies das erste Buch war, das ich vom Autor Markus Heitz las. Umso gespannter war ich, was mich erwarten würde. 

    Den Einstieg fand ich gelungen und sogleich hing ich gebannt zwischen den Seiten. Die Geschichte ist durchweg spannend und zwar so sehr, dass es mir verdammt schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Die Story an sich ist mal völlig Neues und konnte mich total einnehmen. Weiter darauf eingehen möchte ich allerdings nicht, da ich das Gefühl habe, was immer ich sage, ich doch nur spoiler. 

    Der Schreibstil ist dabei gut und flüssig zu lesen. Ich kam schnell voran, auch wenn das Buch einige Seiten zu bieten hat. Das Erzähltempo empfinde ich als sehr angenehm. Ich mag es total, wenn es nicht an Ausführlichkeit fehlt und man auch noch nebenbei Informationen bekommt, die informativ und interessant sind. 

    Einzig der Schluss war mir dann zu schnell abgehandelt, aber das ist wirklich Jammern auf höchstem Niveau.

    Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, nicht alle gleich sympathisch, aber sie besitzen die nötigte Tiefe, so dass sie authentisch erscheinen. Bei diesem Ende würde ich mir sogar ein Wiedersehen wünschen. Nicht, dass das Ende nicht zufriedenstellend ist, aber die Handlung endet so, dass ich mir auch sehr gut eine Fortsetzung vorstellen könnte.

    Das Cover ist toll. Durch den Totenschädel verstrahlt es eine Düsternis und wird damit dem Inhalt gerecht. Den Klappentext finde ich super. Er machte mich total neugierig, verrät aber nicht wirklich etwas. Einfach gelungen!

    Die komplexe Story ist einfach toll und konnte mich fast 100%ig überzeugen. Ein wirklich gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle. Wer Action und Nervenkitzel mag ist hier genau richtig. Von mir gibt es vier Sterne.

  6. Cover des Buches Dreams of Gods and Monsters (ISBN: 9783596033171)
    Laini Taylor

    Dreams of Gods and Monsters

     (246)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Die leicht enttäuschende letzte Fortsetzung der »Daughter of Smoke and Bone«-Reihe, in der Joram und seine Armee an Engeln zur Erde reisen,um dort von den Menschen mächtigere Waffen und Unterstützung zu bekommen. Natürlich gilt es für Karou und Akiva nun, den wahnsinnigen Imperator zu besiegen und und von dort zu vertreiben. Um es kurz zu machen ist die Story überhaupt nicht spannend und relativ unnötig auf fast achthundert Seiten gestreckt, auch wenn man wirklich so viel hätte kürzen können. Und auch wenn die Idee der Geschichte durchaus noch ein wenig mit ihrer Originalität punktet, hat sie leider weder einen großen Showdown noch eine mitreißende Finale Schlacht zu bieten und das ganze Buch liest sich so mit einem eher gleichgültigen Gefühl und man überfliegt fast alles nur. Die Charaktere sind dabei immer noch in Ordnung, aber man fühlt nicht unbedingt groß mit ihnen und der Schreibstil ist wie immer angenehm einfach und auf den Punkt. Insgesamt ist es ziemlich schade wie viel Potenzial bei dieser Reihe verschenkt wurde und dass es gefühlt nicht einmal richtig fesselnd wurde. Man kann die Geschichte also zwar lesen, wenn man Fantasy mag und viel Zeit hat, aber eine Empfehlung sind die Bücher jetzt doch eher nicht.

  7. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257261165)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (1.493)
    Aktuelle Rezension von: thepassionsofalice

    "Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert."

    "Denn Mut ist die wichtigste Gabe für denjenigen, der die Sprache der Welt sucht."

     

     

    Diese kleine, feine Literatur hat mich eine lange Zeit begleitet. Unterwegs mit einem Bleistift lag sie, wie ein wertvoller Schatz, in meinen Taschen. 

    Sie wurde gezeichnet. 

    Voller Granitstriche, 

    voller Gedanken, 

    voller Eselsohren, 

    voller Leserillen. 

    Schiefgelesen.

    Umgekippte Kaffeeflecken. 

    Ich bin dankbar dafür, dass ich diesen Roman nicht in einem Zug verschlungen habe, sondern er ein längerer Begleiter war und mich hat viel und oft über den Inhalt nachdenken lassen. Über mein eigenes Leben, über meine eigenen Visionen. 

    Eine Lektüre voller Gebrauchsspuren, voller Leben. 

    Wortwörtlich eine Lektüre fürs Leben. 

     

    Eine 'klassische Rezension' wird und kann es für dieses Meisterwerk von meiner Seite aus nicht geben. Ich glaube, dass Vielen, die diese Geschichte kennen, bewusst ist, welch wertvollen Schlüssel für ein erfülltes Leben dieser Roman darstellt. Ich glaube, ich habe noch nie solch eine große qualitative Menge an Zitaten aus einem Buch herausgeschrieben, wie aus diesem. Wenn man sich darauf einlässt, ist es eine riesige Sammlung an Lebenstipps und Weisheiten, die man sich wirklich zu Herzen nehmen kann. Eingebettet in eine magische und wunder-volle Geschichte, die einen an Wunschträume glauben lässt. Um diese meisterlich aneinandergereihten Wörter zu würdigen, die eine wundersame Geschichte erzählen, an der wir uns alle ein Beispiel nehmen sollten, wird es hier in der kommenden Zeit immer wieder Postings mit den bereichernden Zitaten aus dem Alchimisten geben. 

    Zitaten, die mich umdenken ließen. 

    Zitaten, die meinen Blickwinkel auf die Welt veränderten. 

    Zitaten, die mich angestoßen haben, an meine Wunschträume ganz fest zu glauben. 

     

     

    "Das Leben ist wirklich sehr großzügig mit dem, der seinem persönlichen Lebensweg folgt."

     

     

    #seitenstaub #bookstagram #bibliophile #booklove #bookworm #bookstagramgermany #bookobsessed #bookphotography #literature #books #reader #bookblogger #bookish #plant #thealchemist #paulocoelho  #quotes #bookforlife #deralchimist @diogenesverlag

  8. Cover des Buches Marrakesh Nights (ISBN: 9783649617624)
    Heike Abidi

    Marrakesh Nights

     (60)
    Aktuelle Rezension von: emmaxoxo
    Dieses Buch ist einfach zu Schön. Wie alles beschrieben ist und was es auslöst wenn man es ließt. Seit ich diese Buch gelesen habe will ich unbedingt selber einmal nach Marrakesch. Wahrscheinlich hat es mir selber so gut gefallen, da ich in Leonie etwas von mir selbst sehe. 
    wie schon gesagt ich kann es jedem Mädchen, dass gerne reist. 
  9. Cover des Buches Sand (ISBN: 9783499258640)
    Wolfgang Herrndorf

    Sand

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Nordafrika 1972. Es ist das Jahr des Palästinenserattentats bei den Münchener Olympischen Spielen. Irgendwo in der Sahara spielen sich ebenfalls dramatische Ereignisse ab. Ein Mann ohne Gedächtnis wird an einer Tankstelle mitten in der Wüste von einer Amerikanerin aufgelesen, die sich um ihn kümmert und versucht, mit ihm das Geheimnis um seine Identität zu lüften und warum er von wem gejagt wird. Vier Mitglieder einer Hippiekommune werden von einem vermeintlich drogensüchtigen Amokläufer ermordet, ein frustrierter Kommissar versucht, den Fall zu klären, von einer Mine ist die Rede und niemand weiß, was es damit auf sich hat. Spuren werden verworfen und wieder aufgenommen, Verfolger und Verfolgte wissen manchmal nicht, was der Grund für ihre Rolle, die sie gerade einnehmen, ist. Ein Thriller, der manchmal den Atem anhalten lässt, bis es am Schluss eigentlich gar keinen richtigen Schluss gibt, der aber das Plausibelste enthält, was diese großartige Story hergibt.

    Herrndorf wird ja schon längst nicht nur an seinem Megaerfolg „Tschik“ gemessen. Der viel zu früh verstorbene Autor konnte mit verhältnismäßig wenig Veröffentlichtem zeigen, dass er zu einem der wichtigen Gegenwartsautoren hätte zählen können. Sein großes Plus ist nicht nur die Phantasie und das Gespür für einen guten Stoff, sondern in erster Linie sein Stil, der nicht nur die Bilder transparent macht, sondern auch die Szenen so engmaschig und dicht setzt, dass man sich als Leser förmlich mitbewegt. „Sand“ hat alles, was ein guter Thriller braucht, er streift aber auch die Atmosphäre der Orte mit einer klaren Präzision und fängt den Geruch jeder beschriebenen kleinen Gasse exakt ein. So wird aus dem Buch ein Film mit Figuren, die man vor sich sieht, mit denen man leidet und genießt, wo man in die Psyche der mal mehr, mal weniger komplizierten Charaktere eintauchen kann. Das alles ist große Handwerkskunst und wenn man den Begriff „stilsicher“ gebrauchen will, ist das wahrscheinlich zu oberflächlich, denn Herrndorf hat hier seine eigene Sprache gefunden, die einen unwiderstehlichen Sog produziert.

    Das Ende ist schlüssig und plausibel. Um nicht mehr zu verraten, kann man aber sagen, dass es ungewöhnlich ist, weil sich die Erwartungshaltung nach den 470 Seiten natürlich entsprechend intensiviert hat. Aber das ist kein Manko dieses empfehlenswerten Romans. Ein spannendes und großartig geschriebenes Buch. Es ist schade, das Herrndorf so früh verstorben ist, er gehört in dieselbe Abteilung wie Jörg Fauser, von dem man auch noch hätte einiges erwarten können.

  10. Cover des Buches Die Lebenden und Toten von Winsford (ISBN: 9783442754496)
    Hakan Nesser

    Die Lebenden und Toten von Winsford

     (57)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    Maria, 55 Jahre alt, hat sich in Exmoor niedergelassen und bewohnt mit ihrem Hund Castor ein einsam gelegenes Haus. Gelegentlich trifft sie sich mit den Bewohnern des Ortes im Pub, kontrolliert im Gemeinschaftszentrum des Ortes ihre Mails und beginnt sogar eine Affäre mit einem Nachbarn. Sie sei Schriftstellerin, erklärt sie jedem, der sie fragt, und brauche die Ruhe und Einsamkeit, um zu schreiben. Dies wird allgemein so akzeptiert. 

    Unruhe in ihr Leben kommt durch einen Mietwagen, dessen Fahrer sie zu verfolgen scheint. Er parkt sie fast ein, und dies nicht nur einmal, außerdem findet sie tote Fasane vor ihrer Haustür und das Wort "Death" in die Staubschicht ihres Autos geschmiert. Außerdem verschwindet plötzlich ihr treuer Hund.  Sie vermute einen Stalker hinter diesen Taten, erzählt Maria ihrem Bettgefährten Mark, doch der Leser weiß längst, dass sie etwas ganz anderes fürchtet: dass ihr Mann doch einen Weg gefunden hat, dem finsteren Gefängnis, in dem sie ihn zurückließ, zu entkommen, und sich nun an ihr rächen will.

    Rückblick: Maria und ihr Mann leben in einem hübschen Haus in einem ruhigen Vorort und ziehen zwei Kinder groß, zu denen keiner von beiden eine besonders innige Beziehung hat. Maria ist Moderatorin beim schwedischen Fernsehen, ihr Mann Martin ein bekannter Literaturprofessor. Die Rollen sind klar verteilt: während Martin der Star in der Familie ist, hinkt Maria trotz ihrer Publicity immer ein paar Schritte hinterher. Man gewinnt den Eindruck, dass Martin sie nicht als ebenbürtige Partnerin sieht und für ihm intellektuell unterlegen hält.  Derweil ist Martin kein Heiliger. Die nach außen gepflegte Familienidylle zerspringt in tausende Scherben, als Martin der Vergewaltigung bezichtigt wird. Er soll sich an einer 23jährigen Studentin vergangen haben, die aufgrund von K.O. Tropfen allerdings Erinnerungslücken hat. Das Verfahren wird daher eingestellt, doch Maria, die sich mit dem Opfer trifft, gerät ins Grübeln: ist ihr Mann wirklich so unschuldig, wie er behauptet?

    Das Ehepaar, das wochenlang von gierigen Journalisten belagert wird, beschließt, Schweden für einzige Zeit zu verlassen und sich in ein Haus in Marokko zurückzuziehen. Dort wollen sie mit dem Auto hinfahren. Auf der Fahrt sind mehrere Stopps geplant; der erste gleich in Polen, wo ein Berufskollege von Martin besucht wird, mit dem er einst einige Sommer in einer Art Literaturcamp auf Samos und in Marokko verbrachte. Maria wird bei den Gesprächen der Männer bewusst ausgegrenzt; sie scheinen über irgendeinen wunden, geheimnisvollen Fleck in der Vergangenheit zu diskutieren. Bei einem Strandspaziergang begeht Maria schließlich eine Art Tat im Affekt, und statt Marokko landet Maria mit Hund Castor in Exmoor - ohne Martin - und erzählt aus ihrem Leben.

    Das ist sicher kein klassischer Krimi, wenn überhaupt ein Krimi. Es ist die ruhige Lebensbeichte bzw. Erzählung einer Frau, deren Tat ich sogar verstehen konnte. Das liegt an Hakan Nesser, der sich darauf versteht, in feinen Nuancen Szenen und Gefühle zu beschreiben, die Maria nicht nur lebendig, sondern auch als Person in ihren Handlungen nachvollziehbar machen, ohne sie gleich zu lieben. Maria ist eine kühle, eher distanzierte Frau, mit der man im wirklichen Leben sicher nur schwer warm werden würde. Sie lässt sich ungern in die Karten schauen, neigt wahrlich nicht zu Gefühlsausbrüchen und gibt sich immer etwas unnahbar. Man gewinnt den Eindruck, dass sie und Martin eher eine Zweckehe geführt haben, vor allem, weil Maria ja auch von ihm schwanger war. In dieser Ehe gab es wenig Liebe, wenig Gefühle; es wurde viel tot geschwiegen, von beiden Seiten, und über fast nichts geredet. Die Kinder wuchsen aus meiner Sicht in einem sterilen, kalten Umfeld auf; kein Wunder, dass sie beide so bald wie möglich aus dem Elternhaus flüchteten. Ja, sicher hatte es auch Martin, der andernorts wirklich emotional und schwärmerisch werden kann, mit dieser kalten Frau an seiner Seite nicht leicht. Wenn man ihre Beziehung so betrachtet, stellt sich dann halt zwangsläufig die Frage: was war zuerst, die Henne oder das Ei? War Maria schon immer so distanziert, oder wurde sie es erst mit diesem überheblichen Gockel an ihrer Seite?

    Rein psychologisch ist dieses Buch ein echtes Meisterwerk und wirft viele Fragen dieser Art auf. Es wird mich sicher noch lange beschäftigen und nicht das erste und einzige Buch dieses Autors bleiben, dass ich lese.






  11. Cover des Buches Pakt der Dunkelheit (ISBN: 9783736303140)
    Lara Adrian

    Pakt der Dunkelheit

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Midnight Breed Novella Nr 5: Jehan, eigentlich ein Stammesvampir-Prinz aus Marokko, jagt in Rom Rogues. Mit dieser Aufgabe ist er völlig zufrieden, bis ihn seine Herkunft wieder einholt. Er wird nach Marokko zurückbeordert, da er der Tradition folgend mit einer Stammesgefährtin verbunden werden soll. Er kennt diese Seraphina nicht und hat auch kein Interesse an einer Blutsbindung. Seraphina geht es ganz genauso. Sie ist beruflich sehr engagiert und sie und Jehan leben in verschiedenen Welten.

    Natürlich fühlen sich die beiden dann aber doch sehr zueinander hingezogen. Der Rest des Buches besteht dann aus Ich-will-sie, ich-will-sie-nicht, ich-will-sie-nochmal, und umgekehrt, einmal unterbrochen von ein wenig Action.

    Mein Fazit: Stimmige, aber unspektakuläre erotische Liebesgeschichte mit einem Hauch Romantik. Knappe 4 Sterne


  12. Cover des Buches Von Mr. Holmes zu Sherlock (ISBN: 9783442713363)
    Mattias Boström

    Von Mr. Holmes zu Sherlock

     (27)
    Aktuelle Rezension von: lenasupi
    Ich liebe Sherlock Holmes seit ich ein Kind bin. Und dieses Buch gibt Mir Einblick in die Filmwelt und Sherlock's Zeitalter. Wenn ich einen Sherlock Film schaue oder die Serie von BBC, kommen immer mal Fragen auf. Und dieses Buch beantwortet diese größtenteils. Oder wenn man mal Ablenkung möchte  kann man immer interessante Infos daraus entnehmen. Also alles in allem ein Muss für Sherlock Holmes Fans! 
  13. Cover des Buches Das verborgene Lied (ISBN: 9783453356801)
    Katherine Webb

    Das verborgene Lied

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Der Galeriebesitzer mit Schreibambitionen Zach, hat ein besonderes Faible für Gemälde des berühmten Malers Charles Aubrey, was auch ein wenig daran liegt, dass Zach glaubt, seine Großmutter hätte einst eine Liaison mit Aubrey gehabt. Als Zachs Galerie schwächelt und er auch noch von seiner Frau verlassen wird, die mit ihrem neuen Mann und Zachs kleiner Tochter ans andere Ende der Welt zieht, braucht Zach unbedingt ein neues Betätigungsfeld.

    Als er durch Zufall die alte und sehr zurückgezogen lebende Dimity Hatcher kennenlernt, die in dem Ort lebt, in dem Charles Aubrey einst mit seinen Töchtern und seiner Lebensgefährtin seine Urlaube verbrachte und die sich als eine der bevorzugten Musen entpuppt, die Charles einst auf seinen Bildern verewigte, kommt Zach die Idee ein Buch über das persönliche Leben von Charles Aubrey zu schreiben, doch dafür braucht Zach Dimitys Einverständnis und mehr noch, er hofft, dass die vorsichtige alte Dame sich darauf einlässt, aus vergangenen Zeiten zu erzählen. Zeiten, in denen sich Dimity unsterblich in den viel älteren Charles verliebte. Was Zach nicht ahnt, dass er in dem kleinen idyllischen Ort am Meer nicht nur eine neue Liebe findet, sondern auch ein Geheimnis lüften kann, dass ihn und alle Beteiligten in den Grundfesten erschüttern wird.

    Im Jahre 1937 ist Dimity noch ein junges Mädchen, das eher eine Außenseiterposition im Dorf inne hat, da ihre Mutter als Dorfhexe und Prostituierte verschrien ist. Als Charles Aubrey mit seiner Familie dort Urlaub macht und sich seine jüngste Tochter mit Dimity anfreundet, fühlt sich Dimity wie im Paradies. Doch Unheil naht, als Dimity sich Hals über Kopf in den viel älteren Mann verliebt…

    Der dritte Roman von Katherine Webb ist wieder mit den gleichen Zutaten gewürzt, wie auch die Vorgängerbände. Gleich auf zwei Zeitebenen treibt die Autorin ihre Story voran, doch im Gegensatz zu „Das geheime Vermächtnis“ und „Das Haus der vergessenen Träume“ kommt die Geschichte diesmal sehr langsam in Fahrt. Erst nach knapp 150 Seiten stellte sich beim Lesen bei mir der übliche Sog ein, der mich bislang stets an Bücher der Autorin gefesselt hat und offenbart dann Stück für Stück ein Puzzleteilchen mehr, das nötig ist, um die Handlungsstränge am Ende zu einem Ganzen zu verknüpfen und das Geheimnis, das Dimity und noch eine weitere Person umgibt, zu lüften.

    Ein wenig sperrig sind diesmal leider trotz aller Spannungsmomente auch die weiblichen Charaktere geraten. Besonders Dimity machte es mir etwas schwer, sie zu mögen, denn ihre Vernarrtheit in Charles mag zwar im Kern nachvollziehbar erläutert werden, hat sie aber auch eine Spur unsympathisch wirken lassen, da ihre Besessenheit Charles gegenüber ein wenig „too much“ auf mich wirkte. Auch hinsichtlich Hannahs Figur benötigte ich eine gewisse Eingewöhnungszeit um sie in mein Leserherz schließen zu können, doch dafür fand ich diesmal die männliche Hauptfigur des Romans, Zach sehr gut charakterisiert. Hier hat die Autorin sehr gut Zachs Unsicherheit was seine berufliche und private Zukunft angeht verdeutlichen können und zudem trägt er auch sein Herz auf dem rechten Fleck.
    Auch die dunklen Geheimnisse, die am Ende aufgelöst werden, haben es durchaus in sich und diesmal konnte ich noch nicht einmal im Ansatz erahnen, was sich die Autorin für ihre Leser hat einfallen lassen. Der Schreibstil von Katherine Webb ist wie gewohnt sehr eingängig und die bildhaften Beschreibungen des Settings runden den Roman sehr gut ab.

  14. Cover des Buches Des Tauchers leere Kleider (ISBN: 9783351036294)
    Vendela Vida

    Des Tauchers leere Kleider

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Linatost

    Mit diesem Buch hab ich mich etwas schwer getan. Die Lust es zu lesen war eher schleppend bis gar nicht vorhanden. Zum einem lag dies sicherlich an der ungewohnten Erzählperspektive zum anderen an dem Plot der irgendwie sehr schleppend zum Vorschein kam.

    Das Buch ist aus der Du Perspektive geschrieben, also werde ich direkt angesprochen, als würde mir dies alles passieren, gleichzeitig wird es völlig sachlich abgehandelt: du gehst in den Laden, du sagst dem Portier... usw. Etwa erst nach der Hälfte des Buches konnte ich mich soweit daran gewöhnen um mich mehr auf die Geschichte einzulassen.

    Unsere Protagonistin bleibt das ganze Buch über Namenlos. Was nicht heißt, dass sie sich nicht immer wieder andere Namen gibt. Jeder Person die sie begegnet, nennt sie einen anderen Namen.

    Sie fliegt aus ungeklärten Gründen nach Casablanca, wir wissen nur, sie hat sich von ihrem Mann scheiden lassen. Wie schmerzhaft diese Trennung war und was sie in Casablanca sucht bleibt lange im Verborgenen, jedoch so verborgen, dass nicht mal ein Spannungsbogen aufgebaut wird.

    Erst im letzten Drittel des Buches kommen erfahren wir warum sie in andere Identitäten schlüpft und warum sie so verstört und paranoid durch Marokko streift.

  15. Cover des Buches Schmetterling im Sturm (ISBN: 9783518465448)
    Walter Lucius

    Schmetterling im Sturm

     (38)
    Aktuelle Rezension von: brauchnix

    "Schmetterling im Sturm" ist wohl ein Erstling und der Beginn einer Reihe. Er hatte miach aus verschiedenen Gründen angesprochen. Zum einen ist es ein sehr schöner Titel, der bereits meine Neugierde weckte und das Cover ist interessant, auch wenn es nichts wirklich Neues ist, da Krimis und Thriller in letzter Zeit oft ähnliche Cover hatten. Das Thema erschien mir in der Leseprobe ungewöhnlich und wenn ich auch schon von Männern gehört habe, die vor allem in asiatischen Ländern als Frauen leben, so war mir das Ganze bei Kindern noch relativ unbekannt und ich wollte gerne mehr davon erfahren. Schön fand ich auch die Idee einer Hauptdarstellerin, die eine kampferfahrene Afghanin ist - also eine ungewöhnliche Ausgangslage.

    Man merkte am gut lesbaren Schreibstil, dass der Autor kein Anfänger ist. Außerdem benutzte er durch häufige Wechsel der Perspektive, dass die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wurde und dadurch mehr Tiefe bekam. Die Hauptperson Farah ist eine durchaus sympathische und in weiten Teilen auch glaubwürdige Protagonistin gewesen auch wenn mir die Beschreibungen ihrer Gedanken und ihres Innenlebens etwas zu langatmig waren. Ebenfalls unwillig war ich, dass sie etwas mystische Erscheinungen hat und mit diesen Zwiesprache hält. So was mag ich ungefähr genauso wenig wie ahnungsvolle Träume. Beides hat meiner Meinung nach in einem Thriller nichts verloren.
    Die politische und kulturpolitische Ebene war wie erwartet durchaus interessant aber leider habe ich im Endeffekt viel zu wenig über die Kinder und die Täter erfahren und konnte auch nicht nachspüren, in welchem Kontext das alles zu Land und Leuten steht.

    Größtes Manko des Buches war aber das Tempo und der Spannungsaufbau. Hier hätte man durch ein kluges Lektorat sicherlich ein ausgeglicheneres Ergebnis erzielen können, denn über zwei Drittel des Buches zieht sich die Geschichte wie Kaugummi in die Länge und im letzten Drittel wird dann plötzlich so viel Action reingepackt, dass ich total überrascht war und das Gefühl hatte, plötzlich in einem anderen Buch zu sein. Leider hat sich bei mir also der gute Eindruck nicht bis zum Schluss gehalten und ich musste mal wieder erfahren, dass es gar nicht so einfach ist, ein eigentlich packendes Thema in einen spannenden Thriller umzuwandeln der sich bis zum Finale hin steigert.

  16. Cover des Buches Sex und Lügen (ISBN: 9783442716814)
    Leïla Slimani

    Sex und Lügen

     (28)
    Aktuelle Rezension von: marilovesbooks2020

    Ein Buchtitel, der die Aufmerksamkeit erregt, für Aufregung sorgt und reißerisch erscheint, polarisiert. Trotz allem passt er wie die A… auf Eimer. Die Autorin gibt Frauen aus ihrer Heimat eine Stimme. Eine Stimme zu einem Thema, welches in der Öffentlichkeit als Sittenverfall und demoralisierend verbreitet wird, aber in diesem Land in vielen Kämmerchen durchaus praktiziert wird.

    Die geschilderten Erfahrungen haben mich in Aufruhr versetzt, ist es doch in unseren Breitengraden ein Thema, welches offen besprochen wird. Slimani zeigt ein sehr differenziertes Bild von Marokko auf. Einem Land, in dem Homosexualität, Ehebruch und Prostitution strafbar sind. Die aufgestellten Regeln des Landes werden nur hinter verschlossenen Türen gebrochen. Ein offenes Geheimnis. Gleichzeitig schafft sie es, die Frauen nicht als Opfer, im klassischen Sinn, darzustellen, sondern als starke Persönlichkeiten, die dem heuchlerischen Druck der Politik und Religion zum Opfer fallen. Doch leiden nicht nur die Frauen darunter, auch viele Männer. Slimani konzentriert sich auf die Rolle der Frau in ihrem Heimatland, mit der Misere dort, aber auch mit den bestehenden Errungenschaften. Mir wurde schnell klar, wie groß der Spagat zwischen „Gesellschaft und Individualität“ oder „Politik und Religion“ ist. Was für uns Freiheit bedeutet, wird in diesem Land nicht toleriert. Frauen sind Mütter und Töchter von jemandem.

    Die Frauen wollen als individuell angesehen werden, sind aber doch in großem Maße von der Gruppe abhängig, was ich als völlig ambivalent empfinde. Einerseits ist dieses Land technisch bei Facebook & Co., andererseits wird nach wie vor propagiert, dass die Ehre der Frau in ihrem Schoß liegt. Die Jungfräulichkeit, ein Mysterium, das es zu wahren gibt. Wenn man schon den Menschen nicht kontrollieren kann, dann zumindest sein Verlangen. Jungfräulichkeit ist keine private Angelegenheit. Nein, sie ist Gegenstand der kollektiven Besorgnis aller. Gleichzeitig schlägt die Natur aber doch durch und es gibt unzählige Frauen, die Sex haben; dann aber ihr Hymen rekonstruieren lassen, um nicht der Schande zu verfallen, denn sie möchten geheiratet und nicht verachtet werden.

    Was mich förmlich aufschreien ließ beim Lesen ist folgender Teil. Gibt es doch in Marokko einen Paragraphen im Strafgesetzbuch, der folgendes regelt – ich zitiere (S. 51)
     [Nachdem sie von einem Freund der Familie vergewaltigt worden war, hatten ihre Eltern und die des Täters die Ehe …. arrangiert. …. erfährt die Öffentlichkeit von dem skandalösen Artikel 475… der besagt, dass ein Vergewaltiger, der die vergewaltigte Frau heiratet, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden kann.]

    Ein sehr aufwühlendes, unfassbares, beklemmendes Buch, das zur Aufklärung und auch zu einem besseren Verständnis beiträgt. Was für mich als selbstverständlich gilt und ich nie in Frage stelle, ist dort ein Affront gegen die eigenen Mitmenschen. Was ganz deutlich klar wird ist, dass Recht und Moral nicht dasselbe ist. Die Moral ist immer nur die Moral der anderen. Der Chauvinismus ist nach wie ausgebreitet. Die vom Sittenverfall geängstigten beziehen sich einfach auf die Zeilen im Koran, der, laut geschichtlicher Studien, eigentlich nicht in diese Richtung der Frauenverachtung, Diskriminierung, Vergewaltigung, etc. ausgerichtet ist. Frauen sind, ob sie es wollen oder nicht, zu Symbolen der sexuellen Misere geworden.

    Das Buch ist wichtig und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Es ist an so vielen Stellen total ambivalent: es ist prüde, konservativ und zugleich so voll von dem Thema Sex und dem Verlangen nach Selbstbestimmung, dass einem fast schlecht wird vor offensichtlicher „Persönlichkeitsspaltung“.

    Ich maße mir hier keine Bewertung an zu den Werten und der Moral des Landes an, ich finde dennoch, dass viele Dinge kritisch hinterfragt werden sollten und die Scheinheiligkeit unter dem Deckmantel der Moral entlarvt gehört. Dort herrscht eine Lebensrealität, die ich schlicht nicht nachempfinden kann, weil sie meiner Realität so gar nicht entspricht.

    Leider läuft es wie in vielen Bereichen nach dem Motto: Das haben wir immer so gemacht und „Never Change a running system“.

    Von meiner Seite eine uneingeschränkte Leseempfehlung und ich sehe es als ein Jahreshighlight!
    5/5 Sternen. LEST DIESES BUCH!!!!

  17. Cover des Buches Nie zu alt für Casablanca (ISBN: 9783894255831)
    Elisabeth Frank

    Nie zu alt für Casablanca

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Shelly_Literally

    "Nie zu alt für Casablanca" ist ein spannender Kriminalroman, der einen guten Auftakt einer neuen Romanreihe startet. Das Buch umfasst 345 Seiten und ist 2018 erschienen. Die Autoren sind Christian Homma und Elisabeth Frank. 

    Als die V.I.E.R. - Gero Valerius, Rüdiger, Ina-Marie und Elenora - noch jung waren, haben sie den Verbrechen hinterhergejagt und haben zusammen spannende Fälle gelöst. Sie waren beste Freunde und immer für einander da. Doch wie es so oft ist, haben sie sich irgendwann aus den Augen verloren. Erst schien es nicht so, als würden sie jemals wieder etwas zusammen machen - geschweig edenn, wie in alten Zeiten Kriminalfälle lösen - , doch als Rüdigers Frau stirbt, ist für alle eines klar: Sie müssen  sich erneut wieder finden und diesmal wirklich Freunde bleiben.Dass der Immobilienmarkler Schlüter stirbt, kommt ihnen genau recht. 

    Sofort stürzen sie sich in ein Abenteuer mit ungeahnten Entwicklungen. Denn auf der Suche nach der Erklärung für den vermeintlichen Unfall, kommen die V.I.E.R einem illegalen Elfenbein-Handel auf die Schliche. 

    Durch den Polog kann man super in die Geschichte einsteigen, da er Spannung erzeugt und der Epilog die Story nahezu perfekt abschließt. Man bekommt sofort Lust weiter zu lesen, denn man will unbedingt wissen, was die V.I.E.R noch so alles erleben. 

    Meiner Meinung nach ist das gesamte Buch stark an die Abenteuer der "Fünf Freunde" angelehnt, was ich aber nicht als schlecht bewerten würde. Denn wenn man jene mag, kann man sich sicher sein, auch diesen Roman zu lieben. 

    Von Anfang an wird Spannung aufgebaut und man kommt gut in die Geschichte hinein. Der Schreibstil ist toll und es gibt nicht eine Stelle, die ich als komisch oder irritierend bezeichnen würde. 

    Definitiv eines der besseren Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe!

  18. Cover des Buches A. S. Tory (ISBN: 9783347042551)
    S. Sagenroth

    A. S. Tory

     (33)
    Aktuelle Rezension von: IanCushing

    Wenn man mich fragt, wo ich im Corona-Sommer 2021 im Urlaub war, kann ich nun sagen: Ich habe von Balkonien aus eine Rundreise gemacht und war in England, Italien, Frankreich, Marokko und den Niederlanden.

    S. Sagenroth hat mich mitgenommen auf eine Reise – einen Roadtrip, eine Schnitzeljagd. Ich liebe Schnitzeljagden! Meine Lieblingsfolgen der Drei ??? sind eindeutig die, in denen sie von Hinweis zu Hinweis geführt werden, um am Ende das Rätsel zu lösen. Und S. Sagenroth ist das ebenfalls hervorragend gelungen.

    Ich habe den Trip wirklich sehr genossen! Die Autorin hat mit ihrem ersten Buch die Basis für hervorragende Charaktere gelegt.
    Da haben wir den Titelhelden: Siegmund Sagenroth, genannt Sid. Sein Leben ist öde ... aber welchem 15-Jährigen geht es nicht so? Sid bekommt eine E-Mail eines geheimnisvollen Mannes, der ihn auf eine Reise einlädt. Dieser Mann namens A. S. Tory verspricht ihm ein Abenteuer und kurzentschlossen sagt Sid zu. (Anmerkung: Don’t try this at home. Was in einem Abenteuerroman gut funktioniert, ist im realen Leben meistens der Beginn einer Straftat.)
    Sid findet Unterstützung in der 19-jährigen Chiara; der Wildfang steht dem introvertierten Jungen auf seiner Reise bei, die zu einem gemeinsamen Abenteuer wird. Sie ist oftmals die treibende Kraft, und ihr Tatendrang und ihre Cleverness bringen sie immer weiter auf der Suche nach einer alten Single.
    Mr. A. S. Tory hingegen würde, wenn er seine Energie nicht dafür einsetzen würde, die jungen Leute auf der Suche zu unterstützen, einen formidablen Superschurken abgegeben. Doch auch wenn er ein geheimnisvoller Mann ist, ist sein Ansinnen ein nobles.

    Die Story ist gut ausgedacht, entwickelt einen echten Sog und es macht Spaß, sich mit Sid und Chiara auf die Suche nach einer alten Single zu begeben. Zum Ende hin erlebt die Geschichte eine Wendung und die Suche aus emotionalen Gründen bekommt einen wirklich dramatischen Beigeschmack. Dieses Thema (nein, ich verrate nicht, um was es sich handelt) ist nicht neu, aber seit einigen Jahren aktueller denn je und S. Sagenroth ist sehr gut damit umgegangen. Es überfordert die jugendliche Zielgruppe (und jung gebliebene Leser wie mich) nicht, öffnet aber eine Perspektive auf das Thema, die ich für extrem wichtig halte.

    Besonders gut hat mir gefallen, dass es sowohl Gefahr und echtes Abenteuer gibt, aber meines Erachtens die Begegnungen und kleinen Erlebnisse bereits ein Abenteuer an sich darstellen. Wo erlebt man schon die Begegnung mit interessanten Menschen, eine Weinlese, eine Wildschweinjagd, wird von Fremden als Freund aufgenommen und in das Familienleben integriert oder knattert mit einer neuen Freundin durch fremde Länder und haut in einer Disko mal so richtig auf den Putz? Zuhause vor dem PC erlebt man sowas jedenfalls nicht. Es sind oftmals die leisen Momente, die das Leben so besonders machen.

    Mit dem Schreibstil der Autorin bin ich sehr glücklich. Kurz, prägnant und auf den Punkt vermittelt sie Emotionen, treibt die Geschichte schnörkellos voran und lässt die verschiedenen Landschaften vor den Augen des Lesers erblühen.

    Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, dass ich dachte: Mannometer ... der Sid ist echt gebeutelt, wie er so durch die Welt gescheucht wird. Ich werde wohl langsam alt. Daher konnte ich mich mit Mr. Tory ganz gut identifizieren: Der stille Mann im Hintergrund, der es anderen ermöglicht, eine gute Zeit zu erleben und sich an einer guten Geschichte erfreut. Und sein Geld hätte ich auch gern.

    Warum ich mich entschieden habe, der Geschichte vier Sterne zu geben, obwohl sie mir wirklich gut gefallen hat und ich sie definitiv empfehlen kann? Weil es der Beginn einer Serie ist. Weil das Ende etwas abrupt war und vielleicht noch die ein oder andere Ausführung verdient hätte. Und weil Siegmund Sagenroth noch viel Potential hat und noch ein wenig mehr in seinen heroischen Namen hereinwachsen muss.
    Aber ich bin guter Dinge, dass die nächsten drei Bände (der neuste Teil erscheint übrigens bereits im August 2021!) eine Entwicklung darstellen werden und freue mich bereits darauf, die anderen Reisen anzutreten.

  19. Cover des Buches Das Büro der einsamen Toten (ISBN: 9783453438385)
    Britta Bolt

    Das Büro der einsamen Toten

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Britta Bolt nennt sich das Autorenduo, zusammengesetzt aus Britta Böhler und Rodney Bolt. Eine interessante Mischung, denn Britta Böhler ist als Anwältin tätig gewesen und zog 1991 in die Niederlande, wo sie mit strafrechtlichen Mandaten bekannt wurde. Auch befasst sie sich intensiv mit der Anti-Terror Gesetzgebung. Rodney Bolt lebt ebenfalls in den Niederlanden und ist Autor und Reisejournalist. In Amsterdam spielt dann auch dieser neuartige Kriminalfall.

    Neuartig ist auch die NASD, eine Art Behörde, die sich um Todesfälle kümmert, wo keine Angehörigen zu finden sind. Von ihnen wird Recherche betrieben, wie der Verstorbene lebte, wer ihn kannte oder sonst wie Umgang hatte. Schließlich sollte jeder Verstorbene würdig bestattet werden. Auch gibt es das Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen nicht. Aber damit haben die Autoren eine interessante und fiktive Handlung entworfen.

    Zur Handlung:

    In der Prinsengracht mitten in Amsterdam wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Für die Polizei scheint es ein Unfall gewesen zu sein. Pieter Posthumus, der im Büro der einsamen Toten arbeitet sieht das allerdings etwas skeptischer. Er beginnt Nachforschungen anzustellen. Eine gute Hilfe hat er durch seine Nichte Merel gefunden, die als Journalistin arbeitet und gerade in der Emigrantenszene recherchiert. Der Ertrunkene war ein marokkanischer Emigrant. Der Staatsschutz beobachtet derzeit eine Gruppe militanter Muslime, die sie versuchen dingfest zu machen. Auch der Marokkaner hatte Zugang zu diesen Männern. Aber warum musste er sterben? Ein sehr rätselhafter Fall.

    Mir hat das Buch recht gut gefallen. Allerdings musste man es sehr konzentriert lesen. Die vielen holländischen Namen und Straßenbezeichnungen waren nicht immrer einfach zu merken. Dennoch ein guter und intelligenter Krimi.


  20. Cover des Buches Ich schreibe Ihnen im Dunkeln (ISBN: 9783406697180)
    Jean-Luc Seigle

    Ich schreibe Ihnen im Dunkeln

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Book-worm
    Jean-Luc Seigle beschreibt das Leben eines französischen Mädchens während der deutschen Besatzung. Sie ist sehr auf ihren Vater fixiert und um ihm zu gefallen, geht sie eine  Beziehung zu einem deutschen Arzt ein.
    Was sie erlebt, nachdem Frankreich befreit wurde und die Besatzer abgerückt sind ist ,kaum zu beschreiben.
    Sie wird sich von den Misshandlungen und Demütigungen nicht mehr erholen. Als sie dann Jahre später an einen Mann gerät, der sie aufgrund ihrer Vergangenheit erneut demütigt und verlässt, bringt sie ihn um.
    Nachdem sie ihre Strafe verbüßt hat, verliebt sie sich erneut und hofft auf ein besseres Leben. Aber wieder holt sie die Vergangenheit ein, sie sieht keinen Ausweg mehr und bringt sich um.


    Fazit: Ein Buch, was man zwischendurch schwer erträgt und eine Geschichte die man nicht vergisst.
  21. Cover des Buches Die Pfeiler des Glaubens (ISBN: 9783442477753)
    Ildefonso Falcones

    Die Pfeiler des Glaubens

     (90)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Falcones hat einen lesenswerten Roman über die Konflikte zwischen Morisken (Mauren) und Christen im ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhundert vorgelegt. Eine Geschichte, die von Intoleranz, Unterdrückung, Krieg und Gewalt geprägt ist.

    Mittendrin steht Ibn Hamid oder Hernando Ruiz mit christlichem Namen. Kind einer Vergewaltigung einer maurischen Frau durch einen christlichen Priester ist die Figur als Wandler zwischen der Welt des Islam und des Christentums angelegt. In jungen Jahren Teilnehmer des Krieges um die Aljuparras ist er geschockt über die Brutalität mit der beiden Seiten gegeneinander vorgehen. Später, gereift vertritt Hernando moderate Positionen und arbeitet an einer Strategie beide großen Religion in ihrem Glauben an denselben Gott zu versöhnen ohne seinen Glauben zu verraten.

    Daneben spielen wie bei allen Lebensgeschichten die Irrungen und Wirrungen der Liebe eine Rolle. Und das Hernando bei allen Schicksalsschlägen immer wieder auf die Füße fällt, ist der Anlage des Romans als Bericht über ein Leben geschuldet.

    Fazit:

    Stil und Sachkenntnis stehen außer Frage. Falcones erlaubt dem Leser tiefe Einblicke in ein dunkles Kapitel spanischer Geschichte. Bei einem Werk von knapp 1000 Seiten gibt es hier und da ein paar vertretbare Längen.

    In meinen Augen lesenswert!

  22. Cover des Buches Wie hoch die Wasser steigen (ISBN: 9783446258150)
    Anja Kampmann

    Wie hoch die Wasser steigen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: raveneye

    Waclaw und Mátyás arbeiten zusammen auf einer Ölbohrplattform, doch bei einem Unwetter geht Mátyás über Board und für Waclaw bricht eine Welt zusammen.


    Der Klappentext des Buches war vielversprechend und hat mich neugierig gemacht auf das Buch, nur konnte ich leider mit der Umsetzung nicht viel anfangen. Leider.


    Ich habe an sich nichts dagegen wenn die Sprache eines Buches etwas anspruchsvoller ist solange die Geschichte im Gesamten stimmig ist und ich mich von sich überzeugen kann. Dies kann ich von „Wie hoch die Wasser steigen“ leider nicht sagen. Der Mangel an Redezeichen ist hier eher nebensächlich, denn damit hätte ich leben können, aber Sprache und Satzbildung haben hier schon einige Hürden für einen guten Lesefluss bereitgehalten.

    Die Autorin arbeitet mit einer sehr bildhaften Sprache, die recht schwer daherkommt und nicht immer auf Anhieb verständlich wirkt. So dass das Kopfkino zwar anspringt, aber keine zusammenhängenden Bilder erzeugt, weil man nur Fragmente des Geschriebenen wirklich zu fassen bekommt. Was auch teilweise an den Sätze liegt, die versuchen diese Geschichte zusammenzusetzen. Sie machen oft einen ungelenken Eindruck und klingen seltsam oder holperig. Die Geschichte läuft nicht rund, kann man sagen.

    Und auch die Charaktere und der zugrundeliegende Ton des Buches konnten mich nicht im geringsten für sich einnehmen.


    Ich habe einfach keinen Zugang zur Geschichte gefunden und deswegen ist das Buch für mich leider ein Leseflop gewesen.

  23. Cover des Buches Das Leuchten der Purpurinseln (ISBN: 9783442378746)
    Doris Cramer

    Das Leuchten der Purpurinseln

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Monice

    "Das Leuchten der Purpurinseln" ist der erste Teil einer dreiteiligen Saga. Ich war fasziniert von der Detaillierten Beschreibung der Landschaft und der einzelnen Personen. Doris Cramer konnte mich mit ihrem Schreibstill mit auf eine Reise zwischen Antwerpen und Mogador nehmen. Sie zeigt dem Leser nicht nur die Ansicht einer Person, sondern lässt und auch in die anderen Charakter hineinfühlen. Sie hat die Tragik einer Familiengeschichte herzergreifend rüber gebracht. Der Verlust vieler geliebter Menschen ist nicht einfach, aber als Leser darf man miterleben wie sich Mirijam ein Leben im Fremden aufbaut und wie sie mit all der Trauer um geht. Das Buch ist wirklich empfehlenswert.

     

    Zum Inhalt:
    Als der Vater von Mirijam und Lucia, Andrees van de Meulen merkt, dass er nicht mehr lange für seine Töchter wird sorgen können, vertraut er alles Jacob Cohn, dem angeblichen Onkel der verstorbenen Mutter von Mirijam an. Seine Töchter schickt er zu entfernten Verwandten in Andalusien. Dort soll Lucia heiraten und auch Mirijam im entsprechendem alter Verheiratet werden. 
    Auf der Überfahrt gerät das Schiff mit der gesamten Ware und allen Passagieren und der Besatzung in die Fänge von Piraten. Mirijam ist schnell klar, das sie ihr eigentliches Ziel wohl nie erreichen werden. Als die Mädchen getrennt werden und Lucia in den Harem des Pascha geschickt und Mirijam in den Keller mit den Sklaven gesteckt wird, scheint ihr Schicksal bestimmt.

    Als geschundene und stumme Sklavin wird Mirijam auf dem Mark angeboten. Als ihr Ali El-Mansour (der Hakim) zur Hilfe eilt und sie kauft wendet sich das Blatt für Mirijam. Bei Ali wird sie von der Sklavin und Küchenhilfe schnell zu seiner Ziehtochter. Gemeinsam auf der Flucht wachsen sie immer mehr zusammen. So bauen sie sich ein Leben in Mogador auf wo sie dann neben einem Friedlichen und erfüllten Leben auch ihre große Liebe findet.

    Ihr Ehemann Miguel und sie, wissen beide das das Geschäft weiter laufen muss. So versucht er ihr rechtmäßiges Erbe in Antwerpen zurück zu erlangen und dem Betrüger Jacob Cohn keine Chance mehr zu geben. Auf einer gefährlichen Reise nach Antwerpen lernt er so neue und für Mirijam alte bekannte kennen und erlebt so noch die ein oder andere Überraschung.

     

  24. Cover des Buches Bittere Lügen (ISBN: 9783596197361)
    Karen Perry

    Bittere Lügen

     (94)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Ich kam nur langsam in die Handlung hinein, denn die Einführung zog sich hin und war doch recht langatmig gestaltet. 

    Um was geht es? Hier kurz die Zusammenfassung von amazon: Harry und Robin haben bei einem schrecklichen Erdbeben ihren dreijährigen Sohn Dillon verloren. Auch fünf Jahre später überschattet der unfassbare Verlust, das Gefühl der Ohnmacht und Schuld jede Minute ihres Zusammenlebens. Bis zu dem kalten Wintertag, als Harry denkt, Dillon in Dublin auf der Straße gesehen zu haben. Seither ist er von dem Gedanken besessen, dass sein Sohn noch leben könnte. Und er ist bereit, bis zum Äußersten zu gehen, um die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen. Mit unvorstellbaren Folgen … 

    Der Leser verfolgt die Suche nach dem Kind aus der Sicht von Harry und von Robin. Das ist sehr gut gemacht und man versteht beide. In der zweiten Hälfte des Buches passiert viel, fast zu viel. Lügen die ans Licht kommen, lassen einen schaudern und es wird wirklich spannend – ich war froh, dass ich doch weitergelesen hatte !

    Ein spannender Psycho-Thriller und wäre der Anfang des Buches besser und intensiver gestaltet, könnte ich hier glatt mehr Punkte vergeben – so aber reicht es nur für drei…

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks