Bücher mit dem Tag "mars"
127 Bücher
- Pierce Brown
Red Rising
(500)Aktuelle Rezension von: Sibel_Susann_TeomanIch liebe Dystopien und "Red Rising" ist so gut geschrieben, dass nicht nur ich es gelesen habe, sondern auch mein Mann und mein fünfzehnjähriger Sohn. Von der ersten Seite an packte mich Pierce Browns spannender Schreibstil, sodass ich das Buch regelrecht verschlang. Ein echter Hit!!! Vor allem der Plottwist etwa in der Mitte (will das hier nicht spoilern!) des Buchs hat mir regelrecht die Schuhe ausgezogen. Für mich ist sind die ersten drei "Red Rising"-Teile genauso kultig wie "The Hunger Games".
- Andy Weir
Der Marsianer
(886)Aktuelle Rezension von: Vimpsy⭐️⭐️⭐️⭐️✨ (4,5 von 5 Sternen)
Ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass mich ein Buch mit so viel Technik und Wissenschaft so packen würde – aber genau das hat es. Es liest sich total flüssig und ich war schnell mittendrin. Watney stolpert von einem Problem ins nächste und muss sich immer wieder neue Lösungen überlegen. Dieses ständige Mitfiebern, wie er das nächste Problem lösen will, hat mich total gepackt.
Besonders mochte ich seinen Humor. Trotz der wirklich ausweglosen Situation verliert er nicht den Kopf und kommentiert vieles mit einer trockenen, manchmal leicht sarkastischen Art. Das macht ihn unglaublich sympathisch und lockert die Geschichte genau richtig auf.
Die vielen technischen Details gehören natürlich zur Geschichte dazu und machen sie auch glaubwürdig. Manchmal war mir das persönlich ein kleines bisschen zu viel, aber das hat der Spannung für mich keinen Abbruch getan.
Insgesamt eine richtig starke Mischung aus Spannung, Cleverness und Humor, die mich wirklich begeistert hat.
- Pierce Brown
Red Rising - Im Haus der Feinde
(216)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Red Rising 2 - Im Haus Feinde
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Pierce Brown
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Heyne Verlag
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Bernhard Kempen
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Zeitsprünge in Büchern?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Schnelle Erzählung - Spannend - Emotionslos
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Darrow hat es geschafft. Er ist nah an seine Feinde heran gekommen. Doch dann fängt sein Plan an schief zu gehen. Wird Darrow es schaffen seine Ziele trotzdem zu erreichen?
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Das Buch fängt eine ganze Weile nach dem Ende von Band 1 an. Durch den Zeitsprung und allgemein die Erzählart hat die Geschichte ein relativ hohes Tempo. Das sorgt dafür, dass es weiter spannend bleibt. Leider hat aber auch genau das bei mir dazu geführt, dass ich nur zu wenig Personen eine emotionale Bindung aufbauen konnte. 😅 Ein paar sind mir zwar ans Herz gewachsen aber ich hatte immer das Gefühl, dass es auch mehr sein könnte. 😂
Unabhängig davon hat mir der Band gut gefallen. Er ist tatsächlich ein wenig anders als Band 1 und schlägt nochmal eine neue Richtung ein bzw. zeigt er mehr von der Welt und das mochte ich einfach. Ich bin auch ein großer Fan davon wenn es um Taktik geht und das hat hier echt gepasst. Dazu ist er gefühlt auch noch einmal ein wenig düsterer als Band 1.
Band 3 kann also kommen. 😊
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle Sci-Fi-Fans. 😊
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️ - Becky Chambers
Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
(259)Aktuelle Rezension von: die_pingus_Becky Chambers’ Roman ist kein klassischer Science-Fiction-Plotroman, sondern eine soziale Langzeitbeobachtung im Gewand eines Raumabenteuers. Die Handlung folgt der Crew der Wayfarer, einem Tunnelbauschiff, dessen eigentliche Aufgabe weniger relevant ist als das Zusammenleben der Figuren an Bord.
Der Fokus liegt klar auf zwischenmenschlichen und interkulturellen Dynamiken. Chambers konstruiert ein vielschichtiges Universum mit unterschiedlichen Spezies, politischen Systemen und biologischen Voraussetzungen, verzichtet jedoch bewusst auf dramatische Eskalation. Konflikte entstehen leise, oft aus Missverständnissen, kulturellen Differenzen oder individuellen Traumata, nicht aus äußeren Bedrohungen.
Stärken des Romans sind die Figurenzeichnung und die konsequente Humanisierung des Fremden. Jede Spezies wird nicht als Allegorie, sondern als eigenständige Lebensform mit innerer Logik dargestellt. Moralische Fragen zu Zugehörigkeit, Identität, Familie und Verantwortung werden nicht diskutiert, sondern gelebt. Chambers zwingt keine Antworten auf, sondern zeigt Konsequenzen.
Schwächen ergeben sich aus genau diesem Ansatz. Wer eine stringente Handlung, Spannungsbögen oder klassische Science-Fiction-Setpieces erwartet, wird enttäuscht. Der Roman ist episodisch, stellenweise fragmentarisch und verweigert narrative Zuspitzung. Das Erzähltempo ist langsam, die Konfliktauflösung oft unspektakulär.
Sprachlich bleibt die deutsche Übersetzung zugänglich und funktional. Stilistische Experimente fehlen, was zum ruhigen Ton passt, aber keine literarischen Höhepunkte erzeugt. Der Roman lebt nicht von Sprache, sondern von Haltung.
Der lange Weg zu einem kleinen, zornigen Planeten ist ein bewusst entschleunigtes Buch über Zusammenleben statt Überleben, Science Fiction als sozialer Raum, nicht als Schlachtfeld. Für Leserinnen und Leser, die Weltbau über Handlung, Empathie über Spannung und Beobachtung über Dramaturgie stellen.
Rezensiert von Herr U.
- Liane Mars
Bin hexen - Wünscht mir Glück
(205)Aktuelle Rezension von: jackysbuecherregal"Bin Hexen - Wünscht mir Glück" zeigt eine ganz andere Sicht auf die Magie, als ich es kenne. Magie ist nicht wundervoll und erleichtert einem das Leben, ganz im Gegenteil: sie ist störrisch, widerspenstig und vor allem lästig.
Genau das hat mich so neugierig auf die Geschichte hinter dem Cover mit der süßen Karte gemacht. Ich muss sagen: der Blick hat sich gelohnt.
Die Geschichte rund um Primadonna Nimbifera hält viele Überraschungen bereit und zeigt ganz neue Sichtweisen auf.
Auch der Schreibstil von Liane Mars ist sehr angenehm und lädt zum Weiterlesen ein.
Die Story an sich ist nicht unnötig in die Länge gezogen, sondern hätte für meinen Geschmack an einer Stelle am Ende sogar noch etwas genauer sein können.
Das Ende selbst war dann fast schon etwas zu viel für meinen Geschmack, wird aber durch einen der Figuren sehr gut abgemildert und dadurch vollkommen okay.
Insgesamt hat mir der Fantasyroman dennoch überzeugt. Nicht nur dank der neuen Perspektive und des guten Schreibstils, sondern auch aufgrund der außergewöhnlichen Figuren und tollen Macken bzw. der fantastischen Ideen der Autorin.
Wer mal Lust auf eine etwas andere Fantasystory hat wird hier garantiert fündig!
- Pierce Brown
Red Rising - Tag der Entscheidung
(165)Aktuelle Rezension von: gosureviewsManche Romane betreten die Bühne mit dem Anspruch, zu unterhalten. Andere kommen mit dem ungleich schwereren Versprechen, etwas zu Ende zu führen. Tag der Entscheidung gehört entschieden zur zweiten Kategorie. Pierce Brown steht hier vor der heikelsten Aufgabe jeder großen Saga: dem Abschluss. Und er wählt nicht den bequemen Weg der Glättung, sondern den riskanten der Konsequenz.
Was diesen Roman so wirkungsvoll macht, ist seine Weigerung, sich auf ein einziges Register festlegen zu lassen. Die Geschichte ist laut, brutal und spektakulär, aber sie lebt nicht vom Lärm. Im Zentrum steht eine Figur, die längst aufgehört hat, an einfache Antworten zu glauben. Darrow ist kein revolutionäres Posteridol mehr, sondern ein Mann, der unter der Last seiner Entscheidungen sichtbar leidet. Seine Entwicklung ist kein Aufstieg, sondern ein Abstieg in Verantwortung, Zweifel und moralische Grauzonen. Gerade darin liegt seine erzählerische Glaubwürdigkeit.
Brown beweist ein feines Gespür für Dramaturgie, indem er Überraschungen nicht als Selbstzweck einsetzt. Die Handlung schlägt Haken, täuscht Sicherheiten vor und reißt sie im nächsten Moment ein, ohne jemals die innere Logik der Welt zu verraten. Nichts wirkt willkürlich, alles fühlt sich verdient an – auch das Leid. Der Autor scheut weder Verluste noch irreversible Entscheidungen, und genau das verleiht dem Roman seine Schärfe. Krieg wird hier nicht romantisiert, sondern als ein Prozess gezeigt, der selbst die Sieger beschädigt.
Bemerkenswert ist zudem die emotionale Balance. Zwischen Verrat, Tod und politischem Kalkül finden sich Inseln der Nähe, die umso stärker wirken, weil sie nicht garantiert sind. Freundschaft ist in diesem Buch kein dekoratives Element, sondern ein Rettungsanker in einer Welt, die systematisch entmenschlicht. Diese Beziehungen verleihen der Geschichte ihr Herz, ohne ihr die Zähne zu ziehen.
Das Ende schließlich verweigert die große Erlösung. Tag der Entscheidung schließt einen erzählerischen Bogen, aber es schließt keine Wunden. Der Roman endet nicht mit Gewissheit, sondern mit einem Zustand des Dazwischen – Hoffnung, die existiert, aber nicht triumphiert. Genau darin liegt seine Reife. Brown traut seinen Lesern zu, mit Ambivalenz zu leben.
Als Abschluss der ersten Trilogie ist Tag der Entscheidung eindrucksvoll, unbequem und emotional fordernd. Es ist ein Roman, der nicht gefallen will, sondern standhält. Und der zeigt, dass Science-Fiction dann am stärksten ist, wenn sie den Blick nicht auf ferne Sterne richtet, sondern auf die Risse im Menschen. - Ali Hazelwood
Die Unannehmlichkeiten von Liebe – Die deutsche Ausgabe von „Loathe to Love You“
(170)Aktuelle Rezension von: _-Theresa-_Die Naturwissenschaftlerinnen Mara, Sadie und Hannah sind es gewohnt, sich in männlichen Domänen zu behaupten. Und sie wissen: In der Wissenschaft – wie in der Liebe – sind es die Gegensätze, die die heftigsten Reaktionen hervorrufen. Obwohl sie also vernünftig genug sein sollten, ihren Erzfeinden aus dem Weg zu gehen, findet sich Mara mit dem Mitbewohner aus der Hölle unter einem Dach. Und während Sadie ihrem fiesen Ex ungewollt nahekommt, ist Hannah in einer existenziellen Notlage auf ihren niederträchtigen Kollegen angewiesen.
Als ich das Buch gekauft habe, hatte ich nicht auf dem Schirm, dass es 3 Kurzgeschichten sind und musste mich da erst etwas drauf einstellen.
Der Schreibstil ist wie immer mega gut und sehr fesselnd. Doch ich fand es sehr schade, da es mir durch die Kurzgeschichten teilweise etwas an Tiefe gefehlt hat.
Die Charaktere Mara, Sadie und Hannah sind super tolle, starke und unabhängige Frauen, was mir richtig gut gefällt. Und auch die Gegenpole dazu haben mir sehr gut gefallen.
Ich hätte mir einfach für jedes der drei Couples ein eigenes Buch gewünscht, weil man quasi sobald man in die Geschichte eingetaucht ist, sich schon wieder auf andere Charaktere hat einstellen müssen.
Die Geschichten waren toll, unterhaltsam, witzig und interessant. Gerade der wissenschaftliche Part gefällt mir in den Büchern von Ali Hazelwood immer sehr, da ich so immer noch Neues dazulernen kann.
Alles in allem ein gutes Buch, das ich mir einfach in einer ausführlicheren Art gewünscht hätte.
- David M. Barnett
Miss Gladys und ihr Universum
(218)Aktuelle Rezension von: PhijaVon "Miss Gladys und ihr Astronaut" hatte ich zugegeben keine großen Erwartungen. Ich dachte, es wäre einfach eine nette Geschichte, die einen ein bisschen vom Alltag ablenkt. Ich dachte, sie wäre irgendwie ein bisschen lustig und würde einen am Ende mit einem warmen Gefühl im Herzen zurücklassen. Das hat das Buch leider so gar nicht geschafft - aus zwei Gründen.
Zum einen (und das ist natürlich sehr subjektiv) wurde ich irgendwie einfach nicht so richtig von der Geschichte abgeholt. Irgendwie waren gerade in der ersten Hälfte mir die Charaktere nicht wirklich nahbar und ihr Schicksal dadurch auch echt etwas egal. Das hat sich jedoch zum Glück im Laufe des Buches etwas gebessert. Würde der zweite Kritikpunkt gleich nicht noch folgen, hätte ich dem Buch vermutlich 2,5 von 5 Sternen gegeben.
Aber ein Buch, welches für einen unnötigen Witz einfach das N-Wort nutzt, nein, sorry, das war auch 2018 nicht ok. Mich hat es tatsächlich massiv aus der eher entspannten Atmosphäre rausgerissen und mich einfach nur geärgert. Eine andere Stelle würde ich einfach einmal zitieren:
Claudia zuckt mit den Schultern: "Ich mach nur meinen Job." Thomas (einer der Protagonisten) unterdrückt den Impuls, den rechten Arm zum H*****gruß (eigene Zensur) zu heben. (S. 273f.)
Auch dort saß ich einfach nur da und dachte mir: "Was soll das?" Solche absolut unpassenden "Witze" haben mir wirklich irgendwie das Leseerlebnis vermiest, denn beides fand ich absolut unangemessen.Wenn ich also in die Vergangenheit reisen könnte und mich davon abhalten könnte, das Buch zu kaufen, ich würde es tun. Denn das Buch hat leider nicht wirklich einen Mehrwert. Die Geschichte war nur mittelmäßig und solch einen "Humor" will ich mit meinem Kauf wirklich nicht unterstützen.
- Thomas Thiemeyer
Evolution - Die Stadt der Überlebenden
(245)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDie Grundidee des Buches fand ich sehr spannend. Durch einen Zufall landen die Protagonisten in einer Zukunft, in der vermeintlich keine anderen Menschen mehr leben. Die Natur hat sich die Städte zurückerobert und mit ihr kam noch etwas anderes, das sich gegen die Menschen verschworen hat.
Leider fand ich die Umsetzung nicht so stark, wie erhofft. Die Welt der Zukunft ist klasse beschrieben, das Szenario sehr gut umgesetzt. Auch die Erklärung für das alles scheint schlüssig zu sein. Das war definitiv ein großer Pluspunkt der Geschichte für mich.
Auch die Handlung selbst konnte mich überzeugen und sehr gut unterhalten. Vom Ankommen und Erkunden, bis hin zu den Entdeckungen und Erkenntnissen, die gemacht wurden. Es war interessant und wurde zwischenzeitlich sogar richtig spannend.
Die Charaktere jedoch blieben sehr flach. Bis auf ein paar prägnante Wesenszüge blieb mir fast nichts wirklich in Erinnerung. Vielleicht ändert sich das in den weiteren Bänden noch, doch in diesem Auftaktband stachen sie für mich nur durch ihre klischeehaften Rollen hervor und hätten noch keine Chance, sich zu entwickeln.
Zudem habe ich ein paar Befürchtungen für die Folgebände der Trilogie, die ich hier aber nicht erwähnen werde. Da ich die Reihe weiterlesen werde, finde ich noch früh genug heraus, was davon zutrifft und was nicht.
- T.S. Orgel
Terra
(54)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Erde leidet unter dem Klimawandel, ist hoffnungslos überbevölkert, die Menschheit besiedelt den Mond, formt den Mars mit Hilfe biologischer Treibhausgasbomben zu einem bewohnbaren Planeten und die künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig.
Ohne Frage eine explosive Mischung, in der sich wirtschaftliche Interessen mit machtbesessenen Ideologien vermengen und eine kleine Gruppe von »Weltraumtruckern« zum Spielball der Mächte verkommen lässt.
In Terra erwartete mich eine gesunde Mischung aus Science-Fiction, Weltraumkrimi und Dystopie. Handwerklich als auch vom Spannungsbogen hat mich die Story gefesselt und nie gelangweilt. Die Autoren zeichnen ein durchaus realistisches Bild unserer Zukunft und der nie abebbenden, egoistischen Interessen von jenen, die sich anderen überlegen fühlen.
Bedrückend, spannend, aufschlussreich, glaubwürdig, gut recherchiert und somit eine klare Leseempfehlung für alle, die sich in diesem Genre wiederfinden. - Andy Weir
The Martian
(90)Aktuelle Rezension von: Andreas_TrautweinJetzt habe ich wahrscheinlich alles von ihm gelesen und das hier zum Schluss aufgehoben. Den Film sah ich noch nicht, daher bin ich total "neu" rein ins Buch und hey, wieder eine geile Geschichte, sehr viel technisches Zeug (manchmal zu viel, aber da kann man drüberlesen). Ich las es wieder auf Englisch, was sehr verständlich war. Der Witz, der unterschwellige, gefiel mir auch hier wieder super. Also weiter so, ich hoffe, er schreibt mal wieder ein Buch....
- Kim Stanley Robinson
Roter Mars
(34)Aktuelle Rezension von: Elohym78100 Menschen wurden durch ein langjähriges Verfahren auserwählt, den Mars bewohnbar zu machen. 100 Menschen besteigen mit ihren Träumen, Wünschen und einer konkreten Aufgabe ein Raumschiff und reisen zum Mars. Die Reise dauert lange, sehr lange und doch ist die Stimmung unter der Besatzung beseelt von dem Wunsch, diesen Planeten bewohnbar zu machen. Für sich selber, für nachfolgende Generationen, für die Menschheit.
Das Cover ist sehr schlicht gehalten und hat mich genau dadurch verzaubert und neugierig gemacht. Es zeigt den Mars. Rötlich beschienen von einer Sonne, die um eine Ecke des Planeten hervorlugt. Bereit, mit ihrem Licht die Welt zu erobern. Für mich symbolisiert das Bild zum einen Aufbruch, zum anderen allerdings auch einen dunklen Schatten mit tiefen, sehr tiefen Geheimnissen. Keiner weiß, was in der Dunkelheit lauert.
Kim Stanley Robinson hat einen schier epischen Roman über die Besiedlung des Mars geschaffen! Seine detaillierten Beschreibung versetzten mich in Erstauenen! Denn erst verlor er sich und dann leider auch mich in immer wieder kehrenden und ausführlichsten Schilderungen der Marsoberfläche. Und des Marsinneren und der vorherrschenden Wetterbedingungen. Nicht am Stück, sondern immer mal wieder, ließ er sich förmlich gehen. DIese Selbstvergessenheit und das aus jeder Zeile sprechende Herzblut von Kim Stanley Robinson und seiner Liebe zu diesem Planeten rührten mich, auch wenn ich es nicht immer nachvollziehen kann und konnte. An dieser Stelle ist Ausdauer gefordert, die ich leider nicht immer aufbrachte, um ehrlich zu sein.
Besonders interessant fand ich, mit welchen Wünschen und Hoffnungen die ersten 100 Marsbewohner gestartet sind. Und dann zu sehen, was davon übrig geblieben ist. Traurig, realistisch, zu erwartend oder eine Mischung aus beidem. Ich persönlich fand es erschreckend zu lesen, wie schnell wir auf einem neuen Planeten mit neuen Chancen, wieder in alte Muster verfallen. Wie schnell Träume platzen können, die uns zuvor angetrieben und dem Leben einen Sinn gegeben haben.
Ebenfalls sehr realistisch und für mich absolut nachvollziehbar hat Kim Stanley Robinson die Gefühle der Siedlier geschildert. Ihre Beweggründe, die Erde zu verlassen und später den Schmerz der Erkenntnis, dass die Erde Heimat ist. Und der Mars eben nicht. Getrieben von einem Willen zur Neuerschaffung eines Traums, fehlt einigen plötzlich der Halt. Zuhause ist eben nicht zu unterschätzen.
Mir hat die Mischung des Buches gefallen! Mal schildert Kim Stanley Robinson die Besiedlung im Großen, mal im Kleinen. Heißt, an einigen Stellen finde ich das Buch ziemlich technisch, wenn der Aufbau der Habitate beschrieben wird und der Abbau der Bodenschätze, um diesen Aufbau zu ermöglichen. Was alles logistisch zu bewerkstelligen ist, um einen Wohnort zu errichten, versetzt mich immer noch in pures Staunen!
Neben dieser logistischen Meisterleistung kommen die Erbauer dieser neuen Welt zum Glück nicht zu kurz! Ich fand es mehr als spannend zu beobachten, wie erst die Reise, dann der Aufbau und schließlich das Leben auf dem Mars jeden einzlnen verändert und wie alles auf ihn wirkt. Größenwahn, Ergebenheit, Liebe, Resignation und purer Lebenswille, um nur ein paar Dinge aufzuzählen, die dieses Buch so lesenswert machen.
Einzig mit den Protagonisten wurde ich nicht recht warm. Die meisten waren mir fremd und sind es auch geblieben. Rückblickend muss ich sagen, dass keiner mir recht in Erinnerung geblieben ist, sondern eher das große Ganze. Mich stört es nicht und ich bin mehr als gespannt, ob ich diese fehlende Beziehung im zweiten Band aufbauen kann.
Ein vielschichtiger, ein großer Roman über einen Menschheitstraum: Die Besiedlung eines fremden Planeten. Mal aus der Perspektive des Einzelnen, mal aus der der Gesellschaft. Abenteuer pur!
- H. G. Wells
Krieg der Welten
(48)Aktuelle Rezension von: Emmas_BookhouseKrieg der Welten – H. G. Wells
Verlag: Mantikore
Taschenbuch: 14,95 €
Ebook: 9,99 €
ISBN: 978-3-945493-86-1
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2017
Genre: Science Fiction / Klassiker
Seiten: 320
Inhalt:
Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit…
Der Krieg der Welten (Original: The War of the Worlds) ist einer der bekanntesten Werke von H. G. Wells. Der erstmals 1898 erschienene Roman über die Invasion der Erde durch Außerirdische ist nach beinahe 120 Jahren immer noch von kultureller und literarischer Bedeutung und beeinflusste zahlreiche fiktionale Werke – angefangen bei Orson Welles‘ berühmtem Hörspiel von 1938 bis hin zu modernen Interpretationen wie Jeff Waynes The Musical Version of The War of the Worlds und Roland Emmerichs Independence Day.
Mein Fazit:
Zum Cover:
Das Cover finde ich schlicht, aber schön. Es muss nicht immer so viel sein, meist wirkt es dann hektisch. Dass es in Rot gehalten ist, gefällt mir auch gut. In der Mitte steht der Titel, da es ein Klassiker ist, finde ich das Cover sehr passend.
Zum Buch:
Alle kennen bestimmt den Film Krieg der Welten, doch dazu muss ich sagen, das Buch ist doch ein wenig anders, aber Hollywood muss ja immer übertreiben (lach).
Wie schon bei der Unsichtbare, haben wir hier wieder ein sehr schönes und informatives Vorwort, was sich wirklich lohnt zu lesen.
Die Erde wird angegriffen, von Marsianern, aber nicht in unserer heutigen Zeit, sondern zu Zeiten der Kutschen. Eine Zeit die ich persönlich sehr gern mag, das 19. Jahrhundert ist immer sehr interessant geschrieben und beschrieben. Aber die Besucher sind nicht freundlich gesinnt und wollen uns Erdlinge vernichten.
Der Schreibstil ist hier sehr angenehm, nicht das übliche was man heutzutage alles liest, sondern eher der Zeit in der das Buch spielt angepasst. Es ist recht flüssig, aber auch gewöhnungsbedürftig. Die Spannung kommt hier erst so richtig im zweiten Teil des Buches auf.
H. G. Wells ist für mich ein Garant für gute Geschichten und das ist hier natürlich auch wieder so. die Protagonisten sind durchweg gut erzählt und es macht Spaß den Weg durch das Buch mit ihnen zu gehen. Gerade auch der Zeit wegen, wo es spielt.
Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Fußnoten und die wunderschönen Illustrationen die wir hier finden. Gerade die Fußnoten sind sehr informativ.
Bildlich ist alles wirklich gut erzählt, wer schon einmal etwas von H. G Wells gelesen hat, kennt das ja. Mir gefiel das schon bei „ Der Unsichtbare „ und hier ist auch so schön beschrieben alles.
Mehr gibt es hier eigentlich auch nicht mehr zu schreiben, außer dass es eine klare Lese – Empfehlung von mir gibt. Gerade wer Klassiker liebt, ist hier genau richtig.
Ich gebe 5 von 5 Sternen, weil ich sehr gut unterhalten wurde. - Michael Schmidt
Zwielicht Classic 12
(11)Aktuelle Rezension von: Tapsi0709Ich bin ja ein großer Fan der Zwielicht-Bücher und freue mich jedesmal auf neue, wenn ich eine Ausgabe davon lesen darf. Auch in diesem Buch gab es wieder einige spannende Geschichten, aber auch ein paar Geschichten, die ich leider überhaupt nicht überzeugen konnten, dennoch bin ich froh alles gelesen zu haben.
Am besten hat mir ganz zum Schluss der Artikel von Kathrin Reddemann gefallen, der ist auf jeden Fall sehr lesenswert.
Ansonsten ist das Buch, so wie auch die anderen Zwielicht-Bücher sehr gut strukturiert. Am Anfang findet man ein sehr übersichtliches Inhaltsverzeichnis, was ich persönlich sehr gut finde.
Am Ende gibt es dann die obligatorischen Gewinner des Vincent-Preises, was ich immer gut für neue Leseinspiration finde. Außerdem gibt es ganz zum Schluss noch Kurzbiografien der einzelnen Autoren, deren Geschichten oder Artikel in diesem Buch veröffentlicht wurden. - Ray Bradbury
Die Mars-Chroniken
(109)Aktuelle Rezension von: KarinJNach dem Klappentext hatte ich mir das Buch sehr anders vorgestellt. Ich dachte, es wäre eher so ein Ding wie die Eroberung des wilden Westens und realistischer. Ich hatte mit Science Fiction gerechnet und Fantasy bekommen. Darauf könnte man eigentlich bereits im ersten Kapitel bekommen, als beschrieben wird, dass der Raketenantrieb der ersten Mars-Expedition für einen "Raketensommer" im Winter sorgt. Bei der Darstellung der Marsianer wird Ray Bradbury sehr fantasievoll und hat dazu viele findige Einfälle. Aufgrund der Ähnlichkeiten, die der Autor zwischen Marsianern und Menschen herstellt, weiß man aber, dass es immer um uns Menschen geht; wie wir miteinander umgehen, in der Familie, mit Angestellten, mit anderen Völkern; wo uns das als Menschheit hinführen kann.
Eigentlich ist es ja kein Roman, sondern es sind Kurzgeschichten. Das hätte ich jedoch nicht bemerkt. Auch wenn der "rote Faden" kaum von Figuren gehalten wird, sondern nur durch die fortlaufende Zeit. Kaum eine Figur tritt später nochmals auf. Sie sind nicht wichtig. Wichtig ist, was sie tun. So bleibt ihre Darstellung auch eher oberflächlich. Das betrifft das Aussehen, aber auch innere Prozesse. Das empfand ich jedoch nicht als Manko, sondern als positiv, weil der Autor Gefühle und damit Bewertungen nicht vorgibt. Die Ereignisse, die teils recht beklemmend wirkten, haben mich nachdenklich gemacht. Die Sprache allerdings auch. Als ich verschiedene Übersetzungsfehler entdeckte, war ich mir nicht mehr sicher, dass dies voll umfänglich so beabsichtigt war. Jedenfalls gibt es viel Spielraum für Interpretation und gedanklicher Weiterbeschäftigung. Ich vergebe 5 Sterne.
- Ben Bova
Mars
(27)Aktuelle Rezension von: ariadneIch glaube einmal von einem Sci-Fi Autor (Andy Weir?) gelesen zu haben, dass ihn Ben Bovas Mars Bücher inspiriert hätten, deshalb hatte ich das Buch schon länger auf meinem SuB. Endlich bin ich jetzt dank meiner Challenge dazu gekommen, es zu lesen.
Es ist im Grunde eine sehr gute auf größtenteils wissenschaftlichen Fakten basierende Geschichte von einer ersten bemannten Marsmission und der Suche nach Leben dort. Ich fand es durchaus spannend, wie auch in Rückblenden aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, wie es dazu gekommen ist. Mir fehlten allerdings bei einigen Charakteren etwas mehr Hintergrund und Charakterentwicklung, als bloß kleine Abschnitte.
Leider muss ich sagen, haben mich bald schon die vielen sexistischen, teils auch rassistischen Anspielungen ziemlich ermüdet. So etwas könnte man von Autoren der 50er und 60er-Jahre erwarten, aber das Buch wurde m.W. 1992 (!) herausgebracht. Ben Bova hat leider ein sehr verstörendes Frauenbild und die Männer denken, sobald sie eine Frau sehen, sofort auch daran, wie man sie schnell ins Bett bekommt. Schade eigentlich. Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass sich diese Darstellung in seinen anderen Büchern nicht bessert, also werde ich es wohl bei diesem hier belassen.
Insgesamt aber doch 3 Sterne, einfach weil der Autor es geschafft hat, in mir eine richtige Faszination für den Mars hervorzurufen.
- Andy Weir
Der Marsianer
(87)Aktuelle Rezension von: JorokaIch habe mir den Film bereits vor einigen Jahren angeschaut. Von diesem stammt auch das Cover auf der Hülle. Habe mich entschieden, das Buch nicht selbst zu lesen, sondern es mir vorlesen zu lassen. Und das macht Richard Barenberg sehr gut.
Durch Verknüpfung unglücklicher Umstände wird ein Astronaut von seiner Crew auf dem Mars zurückgelassen und kämpft fortan ums Überleben und für seine Rückkehr. Ein erster großer Schritt ist, wieder Kontakt zur Erde aufzunehmen ..
Es ist durchaus bewundernswert, welche Einfälle Mark Watney immer wieder kommen. Dem Leser werden dabei auch einiges an technischen Daten um die Ohren geschlagen, die für Raumfahrt-begeisterte sicherlich interessanter sind.
Der Autor konstruiert einen Spannungsbogen, der immer wieder an der „richtigen“ Stelle etwas schiefgehen und an einer anderen etwas funktionieren lässt. Er hält den Bogen aufrecht, aber überspannt in aus meiner Sicht auch ein wenig. Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich fand die Geschichte nicht schlecht, aber einfach zu gedehnt.
Spannend und vielleicht gar nicht so ungewöhnlich war auch, dass mir beim Zuhören immer wieder Bilder aus dem Film in den Kopf kamen.
Kartoffeln: mich wundert, dass ihm durch den regelmäßigen Verzehr dieser im rohen Zustand nicht sehr schlecht wurde, denn das würde passieren, wenn man ausschließlich rohe Kartoffeln isst.
Fazit: Kommt selten vor, dass ich die filmische Umsetzung tatsächlich besser finde. Der Romantext ist mir eine Spur zu langatmig,
- Liane Mars
Funkenmagie - Farbenspiel der Nacht
(152)Aktuelle Rezension von: Punika-1Nachdem ich Liane durch Asrai kennengelernt habe, wollte ich auch unbedingt Funkenmagie lesen. Es ist sehr anders, aber sehr gut. Sehr bildgewaltig, spannend bis zur letzten Seite, toller Schreibstil, einer starken Protagonistin, einer faszinierenden Geschichte. Beide Protas müssen unglaublich viel Leid erleben, wachsen an ihren Herausforderungen und bleiben sich selbst treu. Trotz Einzelband ist es ein genau passendes Tempo, bei dem man nicht das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Die Mischung war genau richtig.
- Pierce Brown
Red Rising
(43)Aktuelle Rezension von: Nicole_Jaguschnetgalley audiobook
Der Anfang war wirklich ein Kampf, mitten drinne hat es sich dann wie ein 2.5/3 Sterne Buch angefühlt aber zum Ende hin wurde es eindeutig ein 4 Sterne Buch.
Ich bin der festen Überzeugung, dass ich das Buch nochmal lesen/hören muss. Wenn perönlich nicht so viel bei mir los ist und ich mehr Hirnzellen darauf richten kann, statt nur mit einer Hirnzelle zu arbeiten, die sich mit aller Gewalt festklammert und nicht los lassen will.
Die Story und auch das Setting fand ich wirklich richtig interessant und spannend, wenn es um das "world building" geht, brauch ich eindeutig nochmal einen Versuch mehr, um so richtig dahinter zu steigen, was was ist und wer wo hingehört.
Die Charaktere. Oooh, ich liebe es wie wunderbar moralisch grau sie alle sind. Mustang ist mein absoluter Favorite im Moment und ich hoffe, dass wir von ihr noch mehr sehen werden. - Heinz Oberhummer
Das Universum ist eine Scheißgegend
(15)Aktuelle Rezension von: mysticcatDas Buch „Das Universum ist eine Scheißgegend“ erschien im September 2015 als gebundene Ausgabe im Carl Hanser Verlag und ist außerdem als Hörbuch und als E-Book erhältlich.Inhaltsangabe / Klappentext:
Das Universum riecht komisch, klingt komisch und ist so gut wie leer. Fast überall wird man entweder verstrahlt, bekommt keine Luft oder verbrennt. Und das sind noch die schönsten Plätze. Mit anderen Worten: Das Universum ist eine Scheißgegend. Oder, um mit Gerhard Polt zu sprechen: "Dort fahren wir nicht mehr hin." In diesem Buch geben die Science Busters – die beiden Physiker Prof. Heinz Oberhummer und Werner Gruber sowie der preisgekrönte Satiriker Martin Puntigam – eine Reisewarnung und erklären, warum der Kosmos kein Streichelzoo ist, wo man gegen außerirdische Bakterien unterschreiben kann, was sich Sternschnuppen wünschen, wenn sie einen Menschen sehen, wie das Universum endet – und wer das dann alles zusammenräumen muss.
Meine Meinung:
Ich habe das Buch gelesen, da ich gerade eine Klasse im Bereich der Astrophysik unterrichte und mir Anregungen zum Unterricht holen wollte und dieses Werk in der Schulbibliothek verfügbar ist.
Sehr gut hat mir die Alltagssprache gefallen, in der das Buch geschrieben ist. Auch Außenstehende können sich daher mit diesen Phänomenen und Erscheinungen etwas anfangen – und es wird auch nicht gerechnet im Buch (was sonst in der Physik sehr gerne gemacht wird). Durch die Einteilung in die Kapitel ist das Buch sehr übersichtlich und lässt sich auch häppchenweise lesen.
Für mich toll waren die Factboxen, in denen Sachverhalte aufgelistet sind. Das „laute Wasser“ im Popcorn habe ich gleich mit einer anderen Klasse im Physikunterricht (samt Text aus diesem Buch) ausprobiert. Auch für die Schüler*innen war der Text gut verständlich und die Erklärung nachvollziehbar.
Fazit: Ein tolles Buch für Interessierte, auch ohne Vorwissen geeignet.
- Christian Linker
Boy from Mars – Auf der Jagd nach der Wahrheit
(5)Aktuelle Rezension von: mesuJonto lebt auf dem Mars. Als sein Großvater stirbt, wird er auf die Erde zurückgeschickt- zu seiner Mutter. Dort ist alles neu und anders. Anfangs hat Jonto Schwierigkeiten sich einzuleben. Er vermisst sein altes Leben. Doch sein Großvater hat ihm ein Tagebuch mit dem Wissen über eine geheime Superwaffe vererbt. Dieses Gerät könnte die Hoffnung für alle Menschen sein, die Klima Probleme für immer lösen. Jonto begibt sich auf die Suche. Zusammen mit seinen neugefundenen Freunden starten sie das größte Abenteuer ihres Lebens. Es erfordert Mut, Stärke und Zusammenhalt um diese gefährliche Mission zu meistern.
Eine mögliche Zukunft, abenteuerlich und verständlich für junge Leser aufbereitet. Clevere und mutige Protagonisten und ein spannendes Abenteuer mit Lerneffekt. Ein gelungener Lesespaß für alle.
- Ray Bradbury
Der illustrierte Mann
(68)Aktuelle Rezension von: Malte_HermannIch begegne Bradburys Erzählband als Wanderer, der nachts einem Mann mit tätowierter Haut gegenübersteht. Seine Bilder beginnen zu leben; jedes leuchtet eine Geschichte auf. Ich staune und fürchte mich zugleich, denn die Haut erzählt ohne Rücksicht: Kinderphantasie wird in The Veldt zur häuslichen Falle, Astronauten treiben in Kaleidoscope durch die Finsternis, Regen schlägt in The Long Rain die Vernunft weich. Die Rahmenhandlung bleibt leise, doch die Ahnung, dass die letzte, noch leere Fläche mein eigenes Ende zeigen könnte, begleitet jede Seite wie ein Atem im Nacken. (Mehr Rezension zu Der illustrierte Mann: https://love-books-review.com/de/der-illustrierte-mann-ray-bradbury/ )
Mich bewegt Bradburys Mischung aus Märchenblick und technischer Neugier. Raumfahrt ist hier kein Triumph, sondern ein Spiegel für Sehnsucht und Schuld; in The Rocket Man zerreibt Arbeit im All eine Familie. The Other Foot kehrt Rassismus um und prüft Vergebung, The Exiles lässt verbotene Autoren als Gespenster weiterdenken. Städte, Wüsten, Planeten – alles wirkt bewohnt von Erinnerungen. Ich lese langsam, fast andächtig, und merke, wie die Geschichten weniger Lösungen als Warnungen skizzieren: Fantasie ist Macht, Verantwortung ebenso.
Sprachlich erfahre ich Wärme und leise Melancholie: Sätze wie Laternen, die einen Feldweg markieren. Der Illustrierte Mann hält die Teile zusammen, nicht als Trick, sondern als Frage: Wessen Geschichten trage ich auf meiner eigenen Haut? Am Ende klappe ich das Buch zu, erschrocken und dankbar. Bradbury zeigt mir, dass Zukunft nur dann trägt, wenn wir unsere inneren Bilder ehrlich betrachten – und die Konsequenzen.
- Joshua Tree
Das Fossil 2
(6)Aktuelle Rezension von: Julia_Kathrin_Matos*Spoiler enthalten*
Es empfiehlt sich, diesen Band 2 direkt im Anschluss an Band 1 zu lesen, sodass alle Details präsent sind. Liest sich nicht so locker-leicht wie andere Romane von Joshua Tree. Man muss sich gut konzentrieren, insbesondere wenn man zwischen Filios Erlebnissen auf dem Mars in zwei verschiedenen Zeiten hin- und herwechselt. Wendungen (Wer ist Freund? Wer ist Feind?) mag ich grundsätzlich, hier sind sie jedoch so zahlreich und teils überraschend, dass es anstrengend und (auch in Sachen Timing) ein bisschen unglaubwürdig wurde. Möglicherweise wurden Plot und Auflösung während des Schreibprozesses geändert. Bedauerlicherweise kann ich mich zwei bis drei Wochen nach dem Lesen nicht mehr an die ganzen Verwicklungen erinnern.
Die Fokussierung finde ich im Auftaktband der Dilogie besser gelöst. Gefühlt hätte sich Joshua Tree ein paar Tage Zeit mehr nehmen sollen, um auszuschmücken und zu verdeutlichen oder um zu kürzen. So mochte ich die Detailverliebtheit in futuristischen Belangen, die diesmal weniger präsent ist. Demgegenüber sind viele Beschreibungen ausschweifend geraten, ohne die Handlung voranzubringen (einzelne Handgriffe, sich wiederholende Wanderungen in dunklen Gängen, etc.).
Es kommt Atmosphäre auf, die Bedrohungslage und die Furcht sind über weite Strecken gut greifbar. Es gibt ein paar tolle Schockmomente.
Gestört hat mich, dass milliardenschwere Expeditionen schlampig vorbereitet sind und eigentlich hochintelligente Astronauten dumm und planlos agieren. Ich habe beispielsweise gedacht, ich spinne, als Filio - zum zweiten Mal auf dem Mars - spontan, ohne irgendeine Vorbereitung, Rücksprache und Aufzeichnung das Transportmittel unwiederbringlich demontiert und im weiteren Verlauf auf gut Glück herumläuft und -sucht. Joshua, mach’s dir leicht, und erfinde im Zweifel irgendwelche neumodischen, coolen Diagnosegeräte, die den Anschein erwecken, die Profis wüssten, was sie tun! :-)
Auch wenn es nicht in allen Szenen zum Ernst der Lage gepasst hat und mir ein paar Gags aus der Ganymed-Reihe bekannt vorkamen, habe ich Freude gehabt an den neckischen Frotzeleien zwischen Kollegen. Ich kam nie auf die Idee, den Roman abzubrechen. Mein Highlight ist das Hortat-Kapitel, das - obendrein zum lobenswerten Personenverzeichns und klassischen Glossar - sogar ein eigenes Glossar (Kapitel 38.1) erhalten hat. Hier zeigt sich wohl, dass ich eher in der Science-Fiction als im Mystery-Thriller heimisch bin.
Das Ende gestaltet sich zufriedenstellend und Joshua-Tree-typisch, sodass ich drei Sterne mit Tendenz zu vier Sternen vergebe und gern in weitere seiner Werke reinlese.























