Bücher mit dem Tag "marseille"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "marseille" gekennzeichnet haben.

50 Bücher

  1. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257073201)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

    (10.256)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_

    Süskind zeichnet ein düster-faszinierendes Porträt eines Mannes, der nur durch Düfte existiert. Getrieben von der Obsession, den perfekten Duft zu erschaffen, entwickelt Grenouille ein Meisterwerk aus den Essenzen junger Frauen – und wird so zum Serienmörder. Der Roman verbindet Elemente des historischen Romans, der Psychologie und des Krimis zu einer einzigartigen Mischung, die gleichermaßen verstört wie fesselt.

    Sprachlich beeindruckt Süskind durch detailreiche, sinnliche Beschreibungen, besonders wenn es um Gerüche geht – ein Bereich, der in der Literatur sonst selten so intensiv dargestellt wird. Die Atmosphäre ist dicht, fast beklemmend, und lässt den Leser tief in die Welt der Düfte, Armut und moralischen Abgründe des alten Frankreichs eintauchen.

    Thematisch wirft das Buch Fragen nach Identität, Genie, Besessenheit und dem Wesen der Schönheit auf. Grenouille ist kein gewöhnlicher Bösewicht – er ist vielmehr eine tragische Gestalt, deren Menschlichkeit durch seine Begabung zerstört wird.

    Das Parfum ist ein Roman, der gleichermaßen abstößt und fasziniert. Er ist philosophisch, poetisch und grausam zugleich – ein moderner Klassiker, der lange im Gedächtnis bleibt.

  2. Cover des Buches Die dunkle Talion (ISBN: 9783738650907)
    Wolfgang Haupt

    Die dunkle Talion

    (13)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain
    Das Cover ist einfach und trotzdem auffällig.
    Durch den Schreibstil werden die Figuren lebendig, sodass man sie sich nicht nur sehr gut vorstellen kann, sondern auch mit ihnen mitfühlen. Der Spannungsbogen zieht sich über das gesamte Buch. Das Ende war für mich sehr überraschend, das ganze Buch wirkt sehr logisch konstruiert.
    Fazit: Toll erzählter Thriller. Absolute Leseempfehlung
  3. Cover des Buches Thieves’ Gambit (ISBN: 9783423765022)
    Kayvion Lewis

    Thieves’ Gambit

    (248)
    Aktuelle Rezension von: reading_ronja

    Ich habe die Geschichte von Anfang an geliebt. Man ist sehr schnell durchgekommen und es war dauerhaft spannend. Der Schreibstil war flüssig und es gab viele Plottwists. Ich habe auch die Charaktere aus der Gruppe von Ross mega gerne gehabt und konnte sie mir auch super vorstellen. Die Anderen Charaktere waren eher Gegner aber sie waren alle individuell und interessant. 

    Ich habe Devroe geliebt, weil er eine super lockere Art hatte und musste bei seinen Aussagen oft schmunzeln. 

    Das Worldbuilding war gut ausgearbeitet und man hat gemerkt, dass die Autorin sich lange Gedanken über alles gemacht hat. Ich wusste von Anfang an, dass das ein lieblingsbuch werden wird und habe deshalb extra langsam gelesen um es mir länger aufzuheben. 

    Das Ende kam unerwartet und hat mich erstmal an die Wand starren lassen, war aber dennoch super und ich werde auf jeden Fall weiterlesen in der Reihe.

    Ich empfehle es auf jeden Fall allen, die Caraval oder Phantasma gemocht haben 🤭💕

  4. Cover des Buches Marseille.73 (ISBN: 9783867542630)
    Dominique Manotti

    Marseille.73

    (6)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Anfang der 1970er wird in Marseille ein Busfahrer von einem Einwanderer umgebracht. Und in der Stadt, in der nach der Unabhängigkeit Algeriens viele Übersiedler leben, führt dies zu rassistisch motivierten Angriffen. Doch auch in den Polizeieinheiten, die Sachverhalte eigentlich aufklären sollen, gibt es rassistische Resentments. Commissaire Daquin, der neu in der Einheit eingesetzt ist, nimmt die Aufgabe jedoch in die Hand. Dabei muss er ausgesprochen vorsichtig vorgehen, damit er niemanden vor den Kopf stößt und doch die Wahrheit herausfindet. Unter seinen Kollegen hat er einige wenige Verbündete. Die öffentliche Meinung wird allerdings von Vorurteilen bestimmt.


    Dieser Band schließt an den Roman „Schwarzes Gold“ an, Verständnisschwierigkeiten gibt es nicht. Commissaire Daquin wirkt wie ein Einzelkämpfer, der sich doch auf einige Leute verlassen kann. Nach der Unabhängigkeit Algeriens sind viele auch Nordafrikaner nach Frankreich eingewandert und etliche von ihnen sind an die selben Orte gezogen. Treten sie in größeren Gruppen auf, können sie möglicherweise wie eine Bedrohung wirken. So sieht es zumindest ein Teil der Bevölkerung, welcher dann mit Parolen um sich wirft, die auch heute wohlbekannt sind. Dass auch einige Polizisten, diese eigenartige Meinung vertreten, ist für Daquin ein schlechtes Zeichen und auch kaum zu ertragen.


    Als Crime Noir wird dieser Kriminalroman beschrieben und er verbreitet tatsächlich eine düstere Stimmung, die wahrscheinlich nicht weit von der Wahrheit entfernt ist. Doch ist die Art der Beschreibung der Ereignisse etwas sehr trocken und teilweise berichtartig geraten. Dadurch vermisst man teilweise die Spannung, auch wenn der Roman inhaltlich und geschichtlich sehr interessant ist. Sehr gelungen erscheint die Beschreibung von Commissaire Daquins Hartnäckigkeit den Fall ordentlich zu bearbeiten und auch auf welche Widerstände er dabei trifft. Auch seine Pfiffigkeit und unkonventionelle Denkweise, die ihn im Fall voranführen, machen ihn zu einem sympathischen Ermittler.


    3,5 Sterne

  5. Cover des Buches Die dritte Stimme (ISBN: 9783442714094)
    Rolf Börjlind

    Die dritte Stimme

    (138)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Ich habe mir ja wirklich Mühe gegeben und bis zur Hälfte von den über 500 Seiten gelesen, aber ich bin so gar nicht in die Geschichte rein gekommen. Die Charaktere waren nicht wirklich interessant (obwohl sie das bestimmt hätten sein können) und vier verschiedene Erzählstränge waren einfach zu viel, zu durcheinander erzählt. Für mich war das leider gar nichts, da habe ich in letzter Zeit bessere Krimis gelesen. 

  6. Cover des Buches Sehnsüchtig Verfallen (ISBN: 9783949539268)
    D.C. Odesza

    Sehnsüchtig Verfallen

    (188)
    Aktuelle Rezension von: lili_1302

    Mit „Sehnsüchtig Verfallen“ präsentiert D. C. Odesza ein Werk, das in der Buchwelt viel Aufmerksamkeit erhält – doch nicht jeder kann sich dem Hype anschließen. Für mich persönlich blieb die Geschichte leider hinter den Erwartungen zurück.

    Der Einstieg wirkt vielversprechend, doch schon bald fehlt es der Handlung an Spannung und Tiefe. Die Charaktere bleiben blass, und eine klare, mitreißende Entwicklung ist kaum erkennbar. Nach etwa 200 Seiten habe ich das Buch schweren Herzens abgebrochen, da es mich weder emotional noch inhaltlich erreichen konnte.

    Natürlich ist Literatur Geschmackssache – und was für manche funktioniert, kann für andere nicht stimmig sein. Mein Eindruck: Die Geschichte hätte mehr Substanz und emotionale Tiefe gebraucht, um wirklich zu fesseln.

    Fazit: Für mich leider kein Highlight. Wer auf intensive, gut ausgearbeitete Geschichten mit Spannung und Gefühl hofft, könnte hier enttäuscht werden. Dennoch: Respekt für die Autorin und ihre Arbeit – und vielleicht spricht das Buch andere Leser:innen mehr an.

  7. Cover des Buches Brennender Midi (ISBN: 9783832164119)
    Cay Rademacher

    Brennender Midi

    (117)
    Aktuelle Rezension von: JochenBender

    Bald habe ich alle Bände der Serie gelesen. Auch dieser Band zeigt Herrn Rademachers typische Stärken und Schwächen: Er entführt mich virtuell in Frankreichs Süden, bedient gekonnt meine Sehnsüchte und spielt mit meinen Reiseerinnerungen. Auch seine Figuren, deren Entwicklungen und ihre Interaktionen sind einfach klasse. Ganz nebenbei und gekonnt liefert er mir Informationen, stillt dadurch meine Neugierde. Danke für all das!
    Aber was den Kriminalfall anbelangt und die Ermittlungsarbeit, überzeugt mich auch dieser Band nicht. Achtung Spoiler! Beispielsweise halte ich es für völlig unrealistisch mit einem Lasergewehr aus hunderten Metern Entfernung durch eine gebogene Cockpitscheibe hindurch gleichzeitig in beiden Augen des anfliegenden Piloten die Makula zu zerstören und das eine Gerichtsmedizinerin dies bei der Obduktion bemerkt.

  8. Cover des Buches Die Marseille-Trilogie (ISBN: 9783293205727)
    Jean-Claude Izzo

    Die Marseille-Trilogie

    (46)
    Aktuelle Rezension von: WolffRump
    Jean-Claude Izzo hat drei hervorragende Neo-Noir - Krimis geschrieben, die in einem Sammelband erschienen sind: Die Marseille-Trilogie: Total Cheops, Chourmo, Solea. Inh.: Ein kleiner Polizist mit mehr Freunden unter den Kriminellen, als unter den Kollegen versucht u. a. den Tod zweier Freunde aus seiner eigenen kriminellen Vergangenheit aufzuklären.

    Izzo schreibt sehr realistische Romane, in denen die Grenzen von Polizei und Kriminalität verwischen. Er hat ein Herz für die Verlierer, die Migranten, die Außenseiter. Ein melancholischer Lonely Wolf auf der Suche nach gerechten, aber nicht immer rechtmäßigen Lösungen. Die Trilogie ist auch sprachlich Oberklasse.
  9. Cover des Buches Sehnsüchtig Gefunden (ISBN: 9783949539299)
    D.C. Odesza

    Sehnsüchtig Gefunden

    (125)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    Einleitung

    Der vierte Teil der "Sehnsüchtig"-Reihe zeigt Maron nach ihrer Rückkehr aus Dubai, wo sie versucht, sich von den Erlebnissen zu distanzieren und zu ihrem Alltag zurückzufinden. Doch die Erinnerungen an die Chevalier-Brüder und die aufgewühlten Gefühle lassen sie nicht los.

    Handlung ohne Spoiler

    Zurück in Marseille beschließt Maron, ihre Verbindung zu den Brüdern vorerst zu pausieren und wieder in ihren Alltag einzutauchen. Sie verbringt Zeit mit ihrer Schwester, fokussiert sich auf ihre Prüfungen und trifft weiterhin Kunden. Doch die Nähe zu den Brüdern, besonders zu einem von ihnen, verfolgt sie, und Maron wird in emotionale Schwierigkeiten gestürzt, als ihre Gefühle immer präsenter werden und ihr Leben durcheinanderbringen.

    Schreibstil und Atmosphäre

    D.C. Odesza hält die vertraut packende und sinnliche Atmosphäre aufrecht, lässt jedoch die Emotionen diesmal eine tiefere und nachdenklichere Note annehmen. Der Stil bleibt dabei leicht und angenehm lesbar und baut gleichzeitig eine subtile Spannung auf, die die innere Zerrissenheit der Protagonistin widerspiegelt.

    Spannungsbogen und Wendungen

    Die Spannung liegt dieses Mal weniger im äußeren Drama, sondern in Marons innerem Konflikt und den aufkeimenden Gefühlen, die sie sich zu stellen hat. Unerwartete Wendungen sorgen jedoch dafür, dass die Handlung frisch und fesselnd bleibt, besonders als die Nähe zu den Brüdern wieder in den Mittelpunkt rückt.

    Charaktere

    Maron zeigt in diesem Band viel innere Stärke und eine nachdenkliche Seite, die sie besonders authentisch und verletzlich wirken lässt. Die Brüder haben eigene Wege eingeschlagen, was die Distanz zwischen ihnen und Maron fühlbar macht und die Dynamik unter ihnen neu belebt. Besonders Gideon zeigt eine Tiefe, die Raum für neue Entwicklungen schafft.

    Fazit

    "Sehnsüchtig Gefunden" ist eine gelungene Fortsetzung, die das Auf und Ab der Gefühle meisterhaft einfängt. Marons Rückkehr in ihren Alltag und der Versuch, Abstand zu gewinnen, führen zu einem intensiven emotionalen Konflikt, der die Leser bis zum Ende mitfiebern lässt. Absolute Empfehlung für Fans der Reihe, die eine gefühlvolle Entwicklung und neue Facetten der Figuren lieben!

  10. Cover des Buches Die Spionin (ISBN: 9783746638508)
    Imogen Kealey

    Die Spionin

    (145)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    Dieser Roman spiegelt das Leben von Nancy Wake wieder. Nancy Wake war eine Spionin und kämpfte für die Alliierten. Ich habe von dieser Frau noch nie etwas gehört und war umso gespannter dieses Buch zu lesen und etwas über diese unglaublich starke Frau zu erfahren.

    Man merkt schnell, dass Nancy Wake eine sehr starke Persönlichkeit ist und nicht vorhat mit den Nazis zu kooperieren bzw sie stillschweigend hinzunehmen. Sie wehrt sich. Sie leistet Widerstand und das nicht allein und das ziemlich erfolgreich. Wäre diese Schilderungen nicht nach wahren Begebenheiten zurück zu führen, hätte ich vermutlich die ein oder andere Szene als unglaubwürdig abgetan. 

    Durch den leichten, flüssigen Schreibstil lernt man das turbulente und dramatische Leben einer außergewöhnlichen Frau kennen, die den Respekt der Partisanen erkämpft und bald als Anführerin der Truppe steht. In einer Zeit in der man Frauen nichts zumutet. 

    Mich hat dieser Roman gefesselt und tief beeindruckt. Leseempfehlung meinerseits.

  11. Cover des Buches Als wir den Himmel berührten (ISBN: 9783734106330)
    Marie Leander

    Als wir den Himmel berührten

    (22)
    Aktuelle Rezension von: StephanieP

    Juline und ihr frisch angetrauter Ehemann Georg befinden sich in ihren Flitterwochen, als der zweite Weltkrieg ausbricht. Das Paar strandet in Marseille und begegnet dort dem Künstler Nicolas, welcher von Juline ein Porträt anfertigen soll. Nicolas trauert seit mehreren Jahren um seine verstorbene Ehefrau, aber Juline ist seit dieser Zeit die erste Frau, welche wieder  Gefühle in ihm weckt. Durch die regelmäßigen Kontakte mit Juline wird Nicolas in ein folgenschweres Geheimnis gezogen, welches das Leben aller Beteiligen gefährdet.

     

    Marie Leanders Roman ist unglaublich herzergreifend und berührend. Im Mittelpunkt stehen Nicolas und Juline, deren innere Zerrissenheit für den Leser auf jeder Seite zu spüren ist. Mich konnte dieses Buch bereits mit der ersten Seite in seinen Bann ziehen und ich war am Ende sogar etwas traurig, dass es schon aus ist. Die Handlung ist fesselnd und spannend, aber dennoch unglaublich emotional und ergreifend. Mich konnten vor allem die Emotionen von Juline und Nicolas komplett berühren und ich musste daher das gesamte Buch über mit den beiden mit fiebern. Das Ende hat mich sehr betroffen zurückgelassen und ich würde am liebsten sofort gemeinsam mit Nicolas die Reise nach LA antreten.

     

    Die einzelnen Protagonisten wirken unfassbar authentisch und menschlich, weshalb den Leser alle Emotionen ergreifen und berühren. Ich habe selten Romane mit derart glaubwürdigen Charakteren gelesen und konnte mir auf beinahe jeder Seite vorstelle, dass das Gelesene tatsächlich so gewesen sein könnte. Aber nicht nur die Hauptprotagonisten überzeugen, auch die Nebenfiguren, wie Estelle oder Samuel wirkten sehr menschlich, glaubwürdig und interessant. Hierbei gefällt mir besonders gut, dass auch deren Leben und Schicksale gekonnt in die Handlung rund um Juline, Nicolas und Georg eingeflochten werden.

     

    FAZIT:
     „Als wir den Himmel berührten“ ist ein sehr emotionaler, ergreifender und berührender Roman mit unfassbar authentischen Protagonisten. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und würde mich freuen, wenn Marie Leander weitere Bücher verfasst. Daher vergebe ich für diesen rundum gelungenen Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Die Petrusmünze (ISBN: 9783746632773)
    Daniel Holbe

    Die Petrusmünze

    (25)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP
    Robert Garnier soll vor dem Papstpalast in Avignon seinen Vater getötet haben. Aus dem Gefängnis heraus nimmt er Kontakt zu der deutschen Historikerin Marlene Schönberg auf. Garnier behauptet, Informationen über eine Reliquie zu haben, die im Vatikan für Aufruhr sorgen könnte. Marlene nimmt die Ermittlungen nach der sogenannten Petrusmünze auf. Denn genau an dieser Münze soll man den wahren Papst erkennen.

    Die Geschichte um die verschwundene Petrusmünze und die damit zusammenhängenden Ereignisse jagen den Leser zu Beginn förmlich durch das Buch. Schnell wechseln die Zeiten, Orte und Perspektiven. Dies ist zwar im Nachhinein für die Geschichte möglicherweise sinnvoll, ich persönlich fühlte mich jedoch durch den Roman „gehetzt“. Erst im weiteren Verlauf wird das Tempo etwas langsamer.

    Es dauerte daher auch etwas, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Dann kam jedoch auch etwas Spannung hinzu. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, und viele Wendungen sorgen dafür, dass nicht nur die Hauptcharaktere verunsichert sind, welchen Personen man trauen kann und welchen nicht.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine interessante Geschichte ist, und es Spaß machte, Robert und Marlene durch ihr Abenteuer zu begleiten. Hier erwartet den Leser ein gutes Buch.
  13. Cover des Buches Alte Hoffnung, neue Wege (ISBN: 9783734113093)
    Petra Durst-Benning

    Alte Hoffnung, neue Wege

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Südfrankreich Ende des 19. Jahrhunderts
    Fabienne arbeitet weiter an ihrem Traum ein eigenes Restaurant zu führen. hierbei führt ihr Weg sie über Lyon nach Marseilles.
    Sie lernt viele Menschen kennen, die ihr auf diesem Weg weiterhelfen. Ihren Sohn Victor und die Suche nach ihm lässt sie nie zu weit entfernt von Carassonne sein.

    Zunächst gibt es wieder zwei Handlungsstränge.
    Zum einen , wie sich Fabiennes Weg entwickelt, zum anderen was ihrer früheren Gönnerin Stephanie auf ihrem Weg so begegnet.

    Während sich Fabiennes Weg nach etlichen Turbulenzen endlich in ruhigeren Fahrwassern bewegt, spitzt sich die Lage in Stephanies Leben immer weiter zu.
    Sie wäre aber nicht die resolute, selbstverliebte Stephanie, wenn sie nicht immer noch wieder einen Weg fände aus dem sicheren Untergang zu entkommen.

    Irgendwie fasziniert mich Stephanie, wie sie es immer wieder schafft, aber sympathisch ist sie mir leider überhaupt nicht und ich würde Fabienne gerne zuschreien, dass sie sich von ihr fern halten soll, da diese ihr ihren Sohn geraubt hat.

    An vielen Stellen hoffte ich, das es endlich so weit ist und Fabienne ihren Victor wieder findet. Er war zwischendrin schon immer zum Greifen nah.

    Ich bin froh, dass Yves Fabienne zur Seite steht und sie die Familienprobleme gemeinsam angehen können.

    Der Schreibstil von Petra Durst Benning ist sehr bildhaft und schön, so dass die Geschichte wie ein Film vor meinem geistigen Auge abläuft.

    Mit Freunden warte ich nun auf Juli 25, wenn ich hoffentlich von allen liebgewonnenen Charakteren weiter lesen kann und alles zu einem guten Ende findet.


  14. Cover des Buches Zara und Zoë - Rache in Marseille (ISBN: 9783426307168)
    Alexander Oetker

    Zara und Zoë - Rache in Marseille

    (145)
    Aktuelle Rezension von: redcouchreads

    Alexander Oetkers Thriller in und um Marseille und der Provence startet rasant und der Autor schafft es das Tempo beizubehalten. Wer eine leicht zu lesende und schnelllebige Story sucht ist hier genau richtig. Zara und Zoë sind Zwillingsschwestern, die eine Ermittlerin bei der Europol die andere eine Legende in Mafia Kreisen. Die Vergangenheit und die Gegenwart stehen zwischen ihnen und doch muss Zara ihre Schwester um Hilfe bitten, um der Lösung ihres aktuellen Falls näher zu kommen. Was darauf folgt ist eine wilde Jagd durch den Süden Frankreichs, bei der die beiden Schwestern sich auf ein gewagtes Spiel einlassen. Den Schreibstil und die Perspektivenwechsel fand ich sehr zugänglich allerdings lag hierin auch die Schwäche des Buchs. Der Charakteraufbau kam für meinen Geschmack sehr kurz, gerade bei Zara und ihrem Partner, habe ich mir mehr erhofft. Beide bleiben für mich eher schablonenhaft umrissen, was es schwer macht einen Bezug insgesamt herzustellen. Aus diesem Grund bin ich auch bisher nicht sicher, ob der zweite und dritte Fall auf meiner Leseliste laden wird.

  15. Cover des Buches Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis (ISBN: 9783426521991)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis

    (48)
    Aktuelle Rezension von: Chiarra

    Ein Mann wird in einer touristisch genutzten Höhle ermordet. Eine Frau wird in der Nähe von Fragolin von Apollinaire gefunden, die ihr Gedächtnis verloren hat. Isabelle und Apollinaire möchten der jungen Frau helfen. Woher stammen ihre Verletzungen, warum hat sie ihr Gedächtnis verloren, woher kommt sie, was hat sie auf diese verlassene Straße auf den Weg nach Fragolin verschlagen? Von dem Mord in der Höhle haben sie zunächst keine Kenntnis. Den LeserInnen stellt sich daher die Frage, ob diese beiden Ereignisse eventuell in Zusammenhang stehen oder sich zwei Handlungsstränge entwickeln.

    Auf der Suche nach Menschen, die die Frau ohne Gedächtnis kennen, vergeht das erste Viertel des Buches und zieht sich daher ein wenig in die Länge. Danach nehmen die Handlungen zu und die theoretischen Überlegungen ein wenig ab, so dass die Spannung steigt. Den Plot fand ich gelungen aufgebaut und hat mir gut gefallen. 

    Nicht der beste Krimi der Serie. Jedoch ist er trotzdem lesenswert – gerade als Fan der Serie! Aufgrund einiger Längen vergebe ich vier Sterne. 

  16. Cover des Buches Schwarzes Gold (ISBN: 9783867542487)
    Dominique Manotti

    Schwarzes Gold

    (12)
    Aktuelle Rezension von: DunklesSchaf

    „Die Enkelin eines südafrikanischen Milliardärs spielt mit einem alten Waffenschmuggler im Casino, vergewaltigt ihren Cousin, der ein Krieger ist und sich zu verteidigen wissen sollte, und verkauft einen zerrissenen Bettüberwurf für dreitausend Dollar an einen Freund der Familie. Ich komme da nicht mit.“ (S. 229)

    Ich komme da auch nicht mit.
    Dominique Manotti habe ich zum ersten Mal in „Ausbruch“ erlebt und fand das Buch grandios, als nächstes lief mir „Abpfiff“ über den Weg und trotz des für mich überhaupt nicht interessanten Themas Fussball, konnte mich die Grande Dame des Roman noir wieder für sich gewinnen. Nun also „Schwarzes Gold“, ein Krimi über Erdöl. Naaa, auch das Thema lockt mich jetzt nicht hinter dem Berg hervor, aber es ist eben ein Manotti. Da muss man schon mal vorab Freudensprünge machen, die man dann während und nach der Lektüre fortsetzt. Denn Manotti hat es wieder geschafft. Sie hat mir ein für mich völlig uninteressantes Thema in ihrem prägnant knappen Stil und mit einem jungen Daquin nicht nur näher gebracht, sondern so komplex und durchdringend erzählt, dass es mich jetzt noch erfreut zittern lässt.
    Ich komme da nicht mit. Wie schafft sie das nur?

    Commissaire Daquin ermittelt in seinem ersten Mordfall im Marseille: in Nizza wurde der bekannte Marseiller Geschäftsmann Maxim Pieri vor dem Casinoeingang mit zehn Kugeln niedergestreckt. In der Vergangenheit sagte man Pieri Kontakte zur Unterwelt nach und so vermutet die Staatsanwaltschaft eine Abrechnung. Doch zwei Tage später wird Pieris Stellvertreter erschossen und auch der Kapitän eines Frachters der Somar, Pieris Frachtunternehmen, stirbt kurz darauf. Daquin glaubt nicht an eine alte Abrechnung und beginnt in Pieris Privatleben, aber besonders in seinem Geschäftsleben zu schnüffeln. Doch Daquin, gemeinsam mit zwei ortsansässigen Ermittlern, bleiben nur 15 Tage Zeit, um das Rätsel zu lösen, da die Staatsanwaltschaft den Fall zu den Akten schieben will und ein Schnellverfahren eröffnet hat.

    Commissaire Daquin ist mir schon aus „Abpfiff“ bekannt, auch zwei weitere Krimis mit ihm sind schon erschienen. Die Besonderheit diesmal ist, dass wir uns Anfang der 70er Jahre befinden und Daquin in Marseille seinen ersten Posten, nach Studium, Polizeihochschule und einem Jahr in Beirut, antritt. Die Stadt ist ihm fremd, nicht nur unter den Kollegen ist es ein Geklüngel, es scheint, als Fremder ist es ihm nicht möglich, in die Strukturen der Stadt einzutauchen. Grimbert und Delmas, die beiden ihm zugeordneten Marseiller Polizisten, beäugen ihn kritisch und er sie, doch letztendlich knobeln sie alle an dem Fall und keiner glaubt an die einfache Lösung des Staatsanwalts. Daquins Scharfsinn ist auch in jungen Jahren schon vorhanden, nur die Unkenntnis der Staat, der Verbrecher, die hier leben, die Art der Leute, behindern ihn solange, bis er Grimbert und Delmas vertrauen kann.

    1973 – die French Connection wurde gerade zerschlagen, die erste Ölkrise kündigt sich an. Noch haben die „Sieben Schwestern“ die Macht über den Ölpreis, doch OPEC positioniert sich. Natürlich gibt es auch Klüngeleien nebenbei, jeder versucht ein Stückchen vom „Schwarzen Gold“ für sich zu sichern. Ein Firmengeflecht, welches ein amerikanischer Geschäftsmann aufgebaut hat, scheint undurchdringlich. Er jongliert mit Ländern und Geldern, die er nicht hat, er spekuliert und schachert. Wenn da mal der ein oder andere nicht hineinpasst, wird sich um das Problem schon gekümmert. Beim Geschäft mit dem Öl winken Millionen, ach was, Milliarden.
    Ausgeklügelt und verschlungen sind die Pfade, die Manotti hier einbaut, mit Wissen und Geschichte der Wirtschaft und des Verbrechens der 70er gefüllt. Ein Verwirrspiel über südafrikanische Minen, Schweizer Banken und iranische Scheichs, im Zentrum Marseille und eine schöne Frau. Wissen und Geschichte, noir verpackt. Bitte mehr davon!

    Fazit:
    Ein komplexes Lesevergnügen, wirtschaftspolitisch brisant, literarisch kurz und prägnant. Ein Manotti eben. Unbedingt lesen!

  17. Cover des Buches Mörderischer Mistral (ISBN: 9783832164546)
    Cay Rademacher

    Mörderischer Mistral

    (129)
    Aktuelle Rezension von: izzy_books

    Capitaine Roger Blanc wird in die Provence strafversetzt – und muss dort prompt einen rätselhaften Mordfall lösen. Rademacher kombiniert fesselndes Ermittlerhandwerk mit südfranzösischem Flair, dichten Beschreibungen und einem vielschichtigen Protagonisten, der den Leser sofort in seinen Bann zieht.

  18. Cover des Buches Nachhilfe in Sachen Liebe: Männer & andere Tücken (ISBN: B09TWCVLTW)
    Sigrun Dahmer

    Nachhilfe in Sachen Liebe: Männer & andere Tücken

    (24)
    Aktuelle Rezension von: gedankenchaotiin

    Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich diese Rezension ein wenig vor mich hergeschoben habe. Nicht nur aufgrund dieses Dings, das sich Leben nennt, sondern auch aufgrunddessen, dass ich kaum wusste, wie ich dieses Buch richtig einordnen soll.
    Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen, allerdings bin ich mit den Charakteren irgendwie nicht so richtig warm geworden.

    Sei es Bea, die mit ihren 39 Jahren Nachhilfe in Sachen Liebe bekommt. Ihre Freundin Emily hat in ihrem Namen eine Kontaktanzeige in die Zeitung gesetzt und damit eine Grenze überschritten, die Beas Freundschaft auf eine harte Probe stellt.
    sie braucht keine Nachhilfe in Sachen Liebe. Sie braucht niemanden, der ihr Dates verschafft. Beam weiß und vorallem merkt, wie hart die Dating - Szene ist und ist bereit, die Männerwelt für immer aufzugeben.
    Bis sie den attraktiven Lars kennenlernt, der mehr an Emily interessiert ist, als an ihr.

    Mit Bea als Hauptperson bin ich kaum warm geworden und ich konnte ihre Handlungen und Denkweisen oftmals gar nicht richtig verstehen.
    Klar, wer so oft verletzt oder versetzt wird wie sie, hat irgendwann keine Lust mehr auf neue Männerbekanntschaften, aber ich finde trotz ihres Alters war Bea manchmal sogar einfach nur naiv. Fast unreif.
    Sie lässt zu, dass Emily Date für sie organisiert, zu denen sie eigentlich gar nicht will, aber ihr zuliebe doch hingeht.
    Sie lässt zu, dass ihre beste Freundin ausgerechnet mit dem Mann, für den sie sich zum ersten Mal nach all den Dates interessiert, nach Barcelona fliegt.

    Emilyselbst fand ich teilweise wirklich übergriffig. Natürlich will sie ihrer Freundin helfen und sie auf den richtigen Pfad einer möglichen Beziehung führen, aber die Art und Weise, wie sie es getan hat, hat bei mir nicht unbedingt dafür gesorgt, dass ich Emily mochte.

    Die Idee mit der Künstleragentur, die Bea leitet fand ich wirklich gut und auch einige Mitprotagonisten, wie etwas Judith, konnten mich dafür wirklich begeistern. Vor allem Judith habe ich wirklich ins Herz geschlossen.

    Alles in allem muss ich aber leider gestehen, dass mich das Buch nie richtig abholen konnte. Die Hauptcharaktere konnten kaum Pluspunkte sammeln und obwohl der Schreibstil locker und leicht ist, habe ich mich zum Hände hin leider mehr durch die Seiten gequält, als dass ich es hätte geniessen können.

    Es hat mir an Tiefe gefehlt und ich hätte mir viel mehr Gefühl gewünscht. Für zwischendurch ist es sicherlich ein lockerer und leichter Roman, aber für jemanden . wie vielleicht mich - der mehr erwartet, hat es nicht komplett gepasst.
    Obwohl es - wie bei solchen Romanen üblich - trotzdem ein Happy End gab, konnte es mir das erwartete Leseerlebnis leider nicht richtig übermitteln.

  19. Cover des Buches Falsche Haut (ISBN: 9783954517732)
    Leon Sachs

    Falsche Haut

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zu lesen begonnen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil mich die Geschichte von Anfang an gefesselt hat.

    Durch den lockern, fließenden Schreibstil von Leon Sachs, ist es mir sehr leicht gefallen, den Handlungen und Charakteren zu folgen. 

    Der Autor hat hier einen Thriller mit sehr gut ausgearbeiteten Spannungsbogen erschaffen, denn sowohl Prolog, Hauptgeschichte und Epilog machten die Story rund. 


    Natalie und Alex, zwei starke, mutige Charaktere, müssen sich nach dem Tod von Natalies Vater (Adoptivvater) auf eine Art Schnitzeljagd begeben und geraten immer mehr in Gefahr. Die "Wächter" sind aber nicht nur den Beiden auf den Fersen, sondern auch viele Beteiligte geraten dadurch ins Visier der Wächter. Die Wächter, ein Geheimbund, der den geraubten Besitz von jüdischen Familien aus der Kriegszeit, nicht mehr missen und beschützen möchten. 


    Ein Thriller von Korruption, Macht, Gier, Ahnenforschung, jüdischen Hintergrund, großes Gefahr und Spannung wird hier dem Leser geboten. 

    Von mir gibt es 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne, weil ich geschockt und erstaunt von den Wendungen, gefesselt und von der Umsetzung begeistert war. 

  20. Cover des Buches Marseille 1940 (ISBN: 9783406814907)
    Uwe Wittstock

    Marseille 1940

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Anja1

    Frankreich 1940. Deutschland breitet seine Angriffe immer weiter aus, Teile von Frankreich werden besetzt. Viele Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle haben vor ein paar Jahren Deutschland verlassen und sind jetzt wieder auf der Flucht. Ziele gibt es einige, nur wenig Möglichkeiten dahin zu gelangen. Der amerikanische Journalist Varian Fry versucht mit Hilfe des Emergency Rescue Committee’s Visas und Ausreisedokumente zu organisieren und so den Menschen zu helfen. 


    Eigentlich ein Sachbuch, doch es liest sich fast wie ein Roman. In kurzen Kapiteln lernen wir die hier betroffenen Menschen kennen, unter anderem Hannah Arendt, Anna Seghers, Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger und Franz Werfel. Einfühlsam geschrieben, tief berührend ist das Schicksal dieser Menschen. Uwe Wittstock führt uns ganz nah ran, an die Verzweiflung, an die Hoffnung. Marseille fungiert hier als Dreh- und Angelpunkt des Wartens und des Ankommens. Wir lesen über Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft aber auch Machtlosigkeit. Wittstock führt hier viele einzelne Schicksale in dem Jahr zusammen mit dem literarischen und politischen Kontext. Alles was in diesem Buch geschrieben steht, ist gründlich recherchiert. Ein wichtiger Teil unserer deutschen Geschichte, sehr lesenswert. 

  21. Cover des Buches Der Tunnel (ISBN: 9783038860013)
    Erich F. Lercher

    Der Tunnel

    (1)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Nach dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Jugoslawien bekam der Loiblpass - ein seit Jahrhunderten sehr wichtiger Übergang über die Karawanken - eine immense militärstrategische Bedeutung. 

    Schon 1560 gab es hier den ersten Tunnel. Im 17. Jahrhundert plante man einen neuen Tunnel...es scheiterte aber an den Kosten. Erst im September 1942 initiierte der Kärntner Gauleiter Rainer erfolgreich den Bau eines neuen Tunnels. Es sollte jedoch bis Juni 1943 dauern, ehe wirklich durch die Heranschaffung von 330 Deportierten aus dem KZ Mauthausen mit den Grabungsarbeiten begonnen werden konnte.

    Der Autor Erich Lercher recherchierte jahrzehntelang über das Zwillings-KZ von Mauthausen am Loiblpass. Ein Lager befand sich im Süden in Sveta Ana pod Ljubeljem und das nördliche Lager auf österreichischer Seite im Gemeindegebiet von Windisch Bleiberg. Seine Nachforschungen führten ihn auf der Suche nach Überlebenden aus diesen Lagern durch Europa und bei den Gesprächen mit diesen von enormen Überlebenswillen geprägten Menschen tauchte immer wieder ein junges Mädchen namens Jelena auf. Ein 19jähriges Mädchen aus Assling, die zum Kanzleidienst auf den Loiblpass entsandt wurde.

    Dieser Jelena Sumi, den die KZ-Häftlinge den "Engel vom Loiblpass" nannten, wird nun ein kleines Denkmal mit diesem Roman gesetzt: Tagsüber schmuggelte sie direkt unter den Augen der brutalen SS-Lageraufsicht unter Einsatz ihres Lebens Essen und Nachrichten zu den Internierten. Abends verteilte sie Flugblätter der Partisanen am Gelände und rettete somit Hunderten das Leben oder bestärkte sie dadurch in deren Überlebenskampf.

    Es wird aber auch von Janko Tisler, der als Zivilarbeiter der "Universale Bau AG" auf dem Gelände arbeitet, erzählt und welcher sich in Jelena verliebt. Er geht in den Widerstand und arbeitet gemeinsam mit Jelena gegen die Besetzer.

    Das unglaubliche Leiden, die Misshandlungen, Folterungen und das Arbeiten bei jeder Witterung im Stollen unter Entbehrung anständiger Verpflegung und geeigneter Kleidung wird in der Person des aus Sibenik in Kroatien stammenden und von Marseille über Mauthausen in das Südlager gebrachten Boijan Milanovic sehr eindringlich dargestellt.

    Lercher bedient sich in diesem Roman der sehr harten "Knastsprache", welche die Grauen, die die SS-Lagerkommandanten und Kapos - allen voran der abstoßende homosexuelle Sadist Max Skirde - an den ausgeschundenen und ausgehungerten Häftlingen verüben, beim Lesen spürbar machen. Der Terror, die Giftspritzen, die Boxschaukämpfe und die mit Saufgelage der SSler verbundenen Leichenverbrennungen treiben einem manch Träne ins Auge.

    Im Dezember 1943 erfolgte der Durchbruch... am 7. Mai 1945 die Selbstbefreiung der 950 Insassen. 

    Was den Roman zusätzlich so beklemmend und traurig macht, ist die Weiterführung der Geschichte der handelnden Personen durch den Autor bis herauf in die Jetztzeit. Die Prozesse in Klagenfurt und wie sich die Nazischergen dank guter Anwälte oder des im Stillen noch immer lebendigen Gedankengutes der Geschworenen bei der Urteilsfindung aus ihrer Verantwortung retten konnten und teilweise bis zu ihrem Tod hohe Ämter und angesehene Arztpraxen (der Lagerarzt, der Häftlinge mittels Injektion von Benzin ins Herz zu Tode brachte, wurde Leiter des größten Krankenhauses im Bundesland Kärnten und betrieb eine gut ausgelastete Privatpraxis) bekleideten sind genauso beschämend wie der Jörg Haider-Wahn und die Unfähigkeit meiner Landsleute, Geschichte aufzuarbeiten und Tatsachen anzuerkennen. Während es auf slowenischer Seite eine beeindruckende Gedenkstätte des Lagers gibt, muss hier auf österreichischer Seite noch immer drum gekämpft werden, endlich die Reste des Lagers zu schützen und zu betreuen. 

    Ein Zeitdokument, welches mich nun jedes Mal, wenn ich durch den mehr als 1560 m langen Tunnel fahre, frösteln lässt. Ein Dokument über die erstaunliche diabolische Fähigkeit des Menschen, seinesgleichen Grausamtes und Unwürdigenstes anzutun. Ein Buch über ein Grauen, welches sich aktuell immer noch findet. Obwohl solche Bücher aufrütteln und mahnen, diesen antiquierten stupiden Gedankenkonstrukten endlich abzuschwören, feiert die Idiotie im 21. Jahrhundert fröhliche Urständ. Aber dieser Roman gibt auch Hoffnung: Er beschreibt auch, wozu ein menschlicher Geist fähig ist. Welche Grenzen er körperlich wie mental zu überwinden vermag. Wie ein bißchen Selbstcourage und aufrichtige Nächstenliebe eines jungen Mädchens vielen Todgeweihten das Leben rettete... Man sollte den "Engel" für sich als Vorbild nehmen.

    Eine klare Leseempfehlung für Menschen mit Interesse an diesem sooo dunklen Kapitel unserer Geschichte.


  22. Cover des Buches Drei Uhr morgens (ISBN: 9783852567693)
    Gianrico Carofiglio

    Drei Uhr morgens

    (19)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Bei Sohn leiben wird Epilepsie fast gestellt nach drei Jahren sollen sie den Arzt wieder auf suchen. 3 Jahre später ist der Arzt in Rente und lebt in Marseille, sie fahren hin. Dort Erfahren sie das 2 tage Wach müssen. Der Vater macht mit. Sie erkunden Marseille und lernen sich dabei besser kennen. Gut zu lesen. 

  23. Cover des Buches Schatten der Provence (ISBN: 9783596704019)
    Pierre Lagrange

    Schatten der Provence

    (68)
    Aktuelle Rezension von: MayaB

    Wieder einmal ein Band der Reihe, der sehr viel Spaß gemacht hat.
    Die Figuren sind wie so oft sehr sympathisch (gerade Leclerc und Tyson selbstverständlich ein großartiges Duo), und mir hat sehr gefallen, dass Clara und ihre Mutter auch weiterhin eine Rolle spielen, wenn auch keine so große.
    Die beiden Plotstränge von Kunstraub und die Trennung von Privat-/Arbeitsleben haben in meinen Augen nicht so gut zusammengepasst wie in Band 3, aufgrund der Tatsache, dass der Fall aber selbstverständlich mit dem Arbeitsleben zu tun hat, war das alles auch nicht zu weit ab vom Thema.
    Unterhaltung war da, einen Kunstraub als Fall fand ich auch mal sehr spannend, weil habe ich glaube ich noch nie oder auf jeden Fall ewig nicht irgendwo gelesen, und alles in allem hatte ich wie so oft einfach 'ne gute Zeit!

  24. Cover des Buches Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur (ISBN: 9783742432056)
    Uwe Wittstock

    Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur

    (4)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Juni 1940: Die Verteidigung der französischen Armee gegen den im Mai durch die deutsche Wehrmacht gestarteten Westfeldzug bricht zusammen. Die Wehrmacht besetzt ganz Nordfrankreich und die französische Atlantikküste. Ein schnell geschlossener Waffenstillstand bewahrt den Süden Frankreichs vor der Besetzung. Für viele vor dem nationalsozialistischen Regime aus Deutschland geflüchtete Menschen, darunter viele Intellektuelle, Politiker, Künstler, Schriftsteller*innen, eine Katastrophe. Sie waren in den Jahren nach 1933 in Paris untergekommen, doch nun gilt es, schnellstmöglich aus der Hauptstadt in die einzige freie Hafenstadt Marseille zu gelangen, um dort die Flucht aus dem besetzten Europa durchzuführen. Da die "Vichy-Regierung" mit den Besatzern kollaboriert, werden ihr Listen von sofort auszuliefernden wichtigen Personen wie unter anderen Lion Feuchtwanger, Hannah Arendt, Franz Werfel, Heinrich und Golo Mann übermittelt. Somit reicht der Arm der Gestapo bis nach Marseille und es wird immer schwieriger, an die notwendigen Ausreisepapiere zu kommen. 

    In den USA machte man sich seit einiger Zeit Gedanken, wie man den Menschen helfen könnte. Es gelten strenge Einreisequoten. Es gelingt, die Ehefrau des Präsidenten Roosevelt - Eleanor - zu mobilisieren und es kommt zur Gründung des "Emergency Rescue Committee". Dieses Kommittee entsendet für drei Wochen den jungen Journalisten Varian Fry nach Marseille, um dort die Flucht zu koordinieren und direkte Hilfe zu leisten. Aus den drei Wochen werden 13 Monate, in welchen Fry ohne wesentliche Unterstützung seiner Regierung aber dank der Mithilfe des Vizekonsuls Hiram Bingham sowie der schwerreichen amerikanischen Erbin Mary Jayne Gold, die in Frankreich gestrandet war und einigen weiteren Mitstreitern Mittel und Wege findet, an die 2.000 Menschen teilweise auf illegalen Fluchtwegen über die Pyrenäen nach Spanien zu retten.

    Der deutsche Autor und Literaturkritiker Uwe Wittstock (*1955) erzählt mosaikartig unheimlich dicht an den Personen, plastisch und spannend die anhand von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Erinnerungen und Selbstzeugnissen großer Persönlichkeiten wohl recherchierte hindernisreiche Flucht von Paris in die Hafenstadt. In rasch wechselnden Szenarien schildert Wittstock Anna Seghers Flucht mit ihren Kindern zu Fuß nach Marseille, Lion Feuchtwanger landet in einem französischen Internierungslager, Walter Benjamin übergibt seinen letzten Essay an Hannah Arendt... Heinrich Mann hofft seinen Bruder Golo wiederzutreffen aber auch die dramatische Geschichte der Werfels wird erzählt. Man fiebert mit dem US-Amerikaner Varian Fry (1907-1967) mit, dem durch dieses Buch endlich Würdigung zuteil und sein Name vor der Vergessenheit bewahrt wird. 1994 wurde er als einer der "Gerechten unter den Völkern" in Israels Holocaust-Mahnmal "Yad Vashem" aufgenommen, vier Jahre später zum Ehrenbürger Israels ernannt. 2023 nahm sich die Netflix-Miniserie "Transatlantic" dieses bemerkenswerten Mannes an.

    Julian Mehne liest dieses fesselnde und wichtige Buch mit seiner eingänglichen und empathischen Stimme so vor, dass man gern noch einem Kapitel lauscht und noch einem Kapitel... Für Geschichtsfreunde eine Lese/Hörempfehlung.

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