Bücher mit dem Tag "marx"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "marx" gekennzeichnet haben.

19 Bücher

  1. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783864459870)
    George Orwell

    Farm der Tiere

    (991)
    Aktuelle Rezension von: Daniel_Roger

    Farm der Tiere von George Orwell wird auf den ersten Blick wie ein Märchen verkauft. Doch beim Lesen merkt man schnell, dass hier viel mehr dahintersteckt. Die Geschichte wirkt einfach, fast harmlos, aber die Bedeutung trifft hart. Was als kleine Idee beginnt, wächst zu etwas Grossem und Beunruhigendem heran. Die Figuren und ihre Entscheidungen spiegeln Macht, Manipulation und den Verlust von Idealen wider. Für mich fühlte sich das Buch wie ein stiller Flächenbrand an, der sich Seite für Seite ausbreitet. Es bleibt lange im Kopf und lässt einen nicht so leicht los.

  2. Cover des Buches Und Marx stand still in Darwins Garten (ISBN: 9783548290614)
    Ilona Jerger

    Und Marx stand still in Darwins Garten

    (144)
    Aktuelle Rezension von: Madamebiscuit

    Zuerst hatte ich befürchtet, dass es viel um die Theorien der beiden gehen würde, die zwar wirklich spannend und interessant sind, aber nicht zwingend leicht zu lesen. Aber die Autorin hat genau das nicht getan, sie hat die beiden älteren Herren - vor allem Darwin - in den Fokus gestellt. Dabei beschreibt sie beide so liebenswürdig, schrullig und exzentrisch, dass es ein absolutes kurzweiliges Lesevergnügen war. Ihr flüssiger Schreibstil und der bildliche Sprachstil brachten sie mir zusätzlich nahe.
    Ich habe so einiges über die beiden Männer und ihr Leben erfahren, zum Beispiel, dass beide aus gläubigen Familien kamen. Im Laufe ihres Lebens ihren Glauben allerdings verloren haben, was maßgeblich ihre beider Werke beeinflusst hat. 

    Auch meine Wissenslücke über das Paarungsverhalten von Regenwürmern konnte ich schließen. 🤭

    Auch wenn es das besagte Dinner in der Realität nie gab, ist gerade das eine der amüsantesten Szene mit einem herrlichen rhetorischen Schlagabtausch. 

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf einen kurzweiligen Roman haben.

  3. Cover des Buches Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung (ISBN: 9783492311595)
    Ulrike Herrmann

    Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung

    (5)
    Aktuelle Rezension von: naimalmao

    Buch eigentlich top , super informativ und verständlich erklärt 


    Ich muss den driss jetzt in die Länge ziehen weil ich erst ab 300 Buchstaben den spökes abschicken darf 

    Also wie steht ihr zur Silvesternacht 2015 und wir fandet ihr die letzten Jahre Merkel-Diktatur ? Vergisst nicht das männer ab 6h morgens Ausgangssperre haben. 

  4. Cover des Buches Mit Wittgenstein im Wartezimmer (ISBN: 9783499633621)
    Nicolas Dierks

    Mit Wittgenstein im Wartezimmer

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Caroas
    Mit Philosophen warten, eine interessante Idee und mit diesem Buch sehr gut durchgeführt.

    Am besten liest man diese Büchlein – passt theoretisch sogar in die Hosentasche – während man selber warten muss. Es verkürzt einen die Zeit, lässt einen das Warten aus einem anderen Blickwinkel sehen und regt zum Philosophieren an.

    Fazit, ein Buch gegen das Warten und man lernst manch einen guten Philosophen / gute Philosophin kennen von dem / der man bis dato – mir ging es so – nichts gehört hat.
  5. Cover des Buches Auferstehung (ISBN: 9783423146555)
    Leo N. Tolstoi

    Auferstehung

    (19)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Die Geschichte des Fürsten  Nechliudow der als Geschworener in einem Prozess die Angeklagte Prostituierte Maslowa als seine Jugendliebe Katjuscha wiedererkennt. Katjuscha wird fälschlicherweise schuldig des Giftmordes an einem Ihrer Kunden gesprochen. Nechliudow fühlt sich mitschuldig an Ihrem Niedergang und reist Ihr nach bis nach Sibirien, fortwärend gegen die Justiz ankämpfend.


    Tolstoi schildert in diesem Roman eindrücklich die Auswüchse der Justiz und dessen willkürlichen Aparat. Er plädiert an die Menschenliebe, an den Glauben zu Gott.

    Empfehlenswerte Lektüre

  6. Cover des Buches Herr der Gespenster (ISBN: 9783446256736)
  7. Cover des Buches Die Freiheit, frei zu sein (ISBN: 9783423146517)
    Hannah Arendt

    Die Freiheit, frei zu sein

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    „Wie jeder andere Begriff unseres politischen Wortschatzes lässt sich auch der der Revolution in generischem Sinne verwenden, ohne dass man dabei die Herkunft des Wortes oder den zeitlichen Moment berücksichtigt, an dem der Terminus erstmals auf ein bestimmtes politisches Phänomen Anwendung fand.“

    Die erste (als solche bezeichnete) Revolution (auch in Abgrenzung zu einer Revolte/einem Putsch (z.B.: des Militärs, des Heeres) oder eines Aufstand (regional und/oder zunftbezogen)) war tatsächlich eine konservative, eine Restauration sozusagen, und führte 1660 in England die Monarchie wieder ein. Aber dies nur als bedenklicher Fun-Fact am Rande.

    In Hannah Arendts 1967 gehaltener Rede, die im Umfeld ihres Buches „On Revolution/Über die Revolution“ entstand, geht es nämlich um weitaus mehr, als um eine bloße Auseinandersetzung mit dem Begriff der Revolution – vielmehr um eine Auseinandersetzung mit den Begriffen, die das erklärte Ziel der meisten (wenn nicht aller) Revolutionen sind: das Ende von Unterdrückung, also Befreiung, und das Schaffen besserer, uneingeschränkterer Möglichkeiten der Lebensführung, also Freiheit.

    „Kompliziert wird es dann, wenn es der Revolution um Befreiung und Freiheit geht, und da Befreiung ja tatsächlich eine Bedingung für Freiheit ist – wenngleich Freiheit keineswegs zwangsläufig das Ergebnis von Befreiung ist –, ist es schwer, zu entscheiden, wo der Wunsch nach Befreiung, also frei zu sein von Unterdrückung, endet und der Wunsch nach Freiheit, also ein politisches Leben zu führen, beginnt.“

    Dass zwischen dem Wunsch nach Befreiung und der Forderung nach Freiheit kein Unterschied besteht, ist ein oft unterschätztes Missverständnis. Dass der Akt der Befreiung oft vorschnell mit einem Akt zur Schaffung der Freiheit gleichgesetzt wird, ist spätestens seit der russischen Revolution ein trauriges Faktum (und, was bereits aus der frz. Revolution zu lernen gewesen wäre, sich aber auch in der russischen Revolution wieder zeigte: das große Autoritäts- und Machtvakuum, welches Revolutionen hinterlassen, wird oft von neuen, nicht minder starken Autoritäts- und Machtstrukturen besetzt; das Dilemma: am Ende werden nur die Privilegien verschoben, vielleicht etwas breiter verteilt, aber selten aufgeweicht oder gar abgeschafft.)

    Ein anderer wichtiger Punkt, den Arendt hervorhebt: Revolutionen gelingen nicht in Staaten und Systemen, in denen das Autoritätsgefüge noch intakt und stark ist (einer der Gründe, könnte man spekulieren, warum im Dritten Reich oder im sowjetischen Russland keine Revolution stattfand). Eine große Unzufriedenheit, nicht nur des „Volkes“, sondern auch der privilegierten Gesellschaftsschichten, ist notwendig; eine klar aufscheinende Differenz zwischen der eingenommenen Machtposition und der tatsächlichen Macht der Herrschenden.

    „Revolutionen sind keine notwendige, sondern eine mögliche Antwort auf den Niedergang eines Regimes, sie sind nicht Ursache, sondern Folge des Verfalls politischer Autorität.“

    Natürlich gibt es einige Revolution, die Arendt nicht erlebte – nicht nur den arabischen Frühling, auf den das Problem des Machtvakuums sicher zutrifft, sondern z.B. auch die friedliche iranische Revolution. Vielleich hätten diese ihren Blick auf einige Aspekte des Phänomens, die bis hierhin angesprochen wurden, geändert.

    Wenig bis gar nicht verändert hätten diese Ereignisse wohl ihre Betrachtungen und Erkenntnisse, auf die sie im Folgenden zu sprechen kommt und die um die Problematik von der Vorstellung des Revolutionären kreisen, aber auch um die ganz konkrete Frage: was will eine Revolution denn eigentlich? Was kann sie erreichen, inwiefern ist sie wünschenswert? Und inwiefern kann mit ihr die Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse angestrebt werden? (Werden nur die Karten neu gemischt oder werden sie auch fairer verteilt?)

    „Eine der wichtigsten Konsequenzen der Revolution in Frankreich war es, dass sie zum ersten Mal in der Geschichte le peuple [das Volk] auf die Straßen brachte und sichtbar machte. Als das geschah, stellte sich heraus, dass nicht nur die Freiheit, sondern auch die Freiheit, frei zu sein, stets nur das Privileg einiger weniger gewesen war.“

    Albert Camus schrieb einmal in seinen Cahiers, dass die gesamte dokumentierte Menschheitsgeschichte, seit der Gründung der ersten Staaten mit größeren Gesellschaften, letztlich nichts anderes als eine Geschichte des Kampfes um Privilegien sei. Denn Privilegien sind letztlich alles: sie entscheiden über die Möglichkeiten, die uns offenstehen, über unseren Zugriff auf natürliche Ressourcen und fremde Dienstleistungen, über unseren Zugang zu Räumen, in denen wir uns entfalten können.

    Da wir auf einer Welt mit begrenzten Ressourcen leben, sind zwei Möglichkeiten denkbar, diese Privilegien zu verteilen: 1. Es wird allen der gleiche Lebensstandard ermöglicht, der dem entspricht, was der Planet an Belastung verträgt und wir an Ressourcen zur Verfügung haben. Das ist eine theoretische, sehr utopische (und von vielen nur als scheinbar-gerecht bezeichnete) Idee, bei der viele Möglichkeiten ausgeklammert bleiben.
    Die 2. Möglichkeit (die natürlich sehr unterschiedlich angelegt und ausgeführt werden kann) ist die vom Menschen praktizierte: Hierarchische Systeme, in denen die Anzahl der Privilegien theoretisch mit der Schwere der Pflichten, der Verantwortung, der Arbeit und der Bedeutung dieser Arbeit steigen, während dafür gesorgt wird, dass alle Menschen ein Mindestmaß an Sicherheit, die aber in den meisten Fällen noch nichts mit Freiheit zu tun hat, genießen (das letzte Wort ist durchaus euphemistisch zu verstehen).

    Ganz abgesehen davon, dass sich Privilegien (und mit ihnen die Machtverhältnisse) in diesen Systemen schnell zementieren & in den seltensten Fällen flexibel gehandhabt werden und allgemein Korruption und andere Phänomene die Idee des Ganzen sabotieren, ist die genaue Ausformung dieser hierarchischen Modelle schon seit den Tagen der Athener Demokratie Gegenstand von kritischen Auseinandersetzungen. Revolutionen wurden spätestens im 18. Jahrhundert zu der Tat, die einem allzu deutlichen Missstand innerhalb der hierarchischen Verhältnissen folgen sollte/konnte (auch wenn die Akzeptanz des Modells an sich zwar oft infrage gestellt, aber nie wirklich verworfen wurde und wird).

    „Ein Vergleich der ersten beiden Revolutionen [amerikanische und französische], deren Anfänge so ähnlich und deren Enden so ungeheuer unterschiedlich waren, zeigt, so glaube ich, in aller Deutlichkeit nicht nur, dass die Überwindung der Armut eine Voraussetzung für die Begründung der Freiheit ist, sondern auch, dass die Befreiung von der Armut etwas anderes ist als die Befreiung von politischer Unterdrückung.“

    Solange jemand herrscht und sei es auch eine gewählte Regierung, wird es das Problem des Privilegs geben – warum wohl ist Fremdenfeindlichkeit ein so großes Problem, warum senken Staaten den Spitzensteuersatz, warum ist den Emanzipationsbewegungen von unterdrückten Bevölkerungsgruppen und gesellschaftlichen Minderheiten oft ein so steiniger Weg beschieden? Weil die Menschen, die viele Privilegien haben, sehr gut wissen, dass sie diese in einer freieren und gerechteren Welt teilweise abgeben müssten.

    „Herrschaft bezog ihre größte Legitimation nicht aus Machtstreben, sondern aus dem menschlichen Wunsch, die Menschheit von den Lebensnotwendigkeiten zu emanzipieren; um das zu erreichen, bedurfte es der Gewalt, der Zwangsmittel, damit viele die Last der wenigen trugen, sodass zumindest einige frei sein konnten. Das – und nicht die Anhäufung von Reichtum – war der Kern der Sklaverei, zumindest in der Antike, und es ist lediglich dem Aufkommen moderner Technik und nicht irgendwelchen modernen politischen Vorstellungen, darunter auch revolutionären Ideen, geschuldet, dass sich diese Situation der Menschen zumindest in einigen Teilen der Welt geändert hat.“

    Wollen wir und können wir diese Dynamik, diese Systematik ändern? Ist Revolution das Mittel gegen die Hierarchien? Hannah Arendt öffnet in dieser kurzen Rede, in der sie sehr viele kluge, erhellende – und vielleicht ein-zwei vorschnelle – Definitionen und Erklärungen anbringt, ein weites Feld. Und stößt uns, wie es ihre Art ist, gleichsam in unbequeme Wahrheiten und erstaunliche Betrachtungsweisen. Obgleich mittlerweile 50 Jahre alt, ist dieser Text nicht nur lesenswert, sondern fast schon so etwas wie das Musterbeispiel einer Einführung in das Nachdenken über das Phänomen der Revolution, des Revolutionären, jenseits des Westentaschenhistorischen und der Romantisierung – ohne, und das ist besonders bemerkenswert und schön, dass Arendt darin abschließend festlegt, was eine Revolution sein kann und wie, man von ihren Gedanken aus gesehen, weiter damit umgehen sollte.

    Das sollte ein Anstoß für unsere Generation sein, darüber nachdenken, ob die Revolution nicht eine Idee ist, die es gerade in unseren Zeiten neu zu erfinden gilt. Die 68er Bewegungen waren teilweise ein erster Schritt in diese Richtung, ein teilweise ungelenker. Fest steht, dass die Mächtigen, die „Herren der Welt“ wie Noam Chomsky sie nennt, wenig Interesse daran haben, den Status Quo zu ändern und die derzeitige Verteilung der Privilegien weltweit, zu überdenken. Vielleicht könnte man sich darauf besinnen, dass sie in der Minderheit sind. Und das Revolution, friedlich und im Bewusstsein von Verantwortung und Gerechtigkeit, nach wie vor eine Option ist – solange man auch aus der Geschichte lernt, was mit diesem Text von Hannah Arendt um einiges leichter sein sollte.

    Das letzte Wort erhält Konstantin Wecker:

    „Ach pfeifen wir auf alles, was man uns verspricht,
    auf den Gehorsam, auf die sogenannte Pflicht,
    was wir woll´n ist kein Reförmchen und kein höh´rer Lohn,
    was wir woll´n ist eine
    REVOLUTION!“

  8. Cover des Buches Hegel für Anfänger: Phänomenologie des Geistes (ISBN: B004WIBROY)
  9. Cover des Buches Crackrauchende Hühner (ISBN: 9783741281495)
    Leveret Pale

    Crackrauchende Hühner

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Michael4319


    „Crackrauchende Hühner“, der in das vom Schriftsteller selbsterfundene Genre „Nihilist Punk“ fällt, wurde von ihm im Alter von 17 Jahren innerhalb von drei Wochen verfasst. Daher war ich sehr neugierig, was es mit diesen Hühner auf sich hätte. Da ich zuvor schon „Das Erwachen des letzten Menschen“ von ihm gelesen hatte und sehr angetan war, hoffte ich auch bei diesem Buch auf Erkenntnisgewinn.

    Leider muss ich nach der Lektüre sagen, dass ich die Absichten des Autors nicht genau verstehe. Kurz zur Handlung: Es geht um Daniel, einen vor der Matura stehenden Schüler, dessen Klasse einen neuen Mitschüler, Nathan, erhält. Dieser ist so ganz anders als die anderen Altersgenossen, er rebelliert gegen die Lehrer und ist ein Außenseiter.

    Fasziniert von ihm, möchte Daniel ihn näher kennenlernen. Als Nathan ihm eine Droge, Kratom, anbietet, verschwimmen zusehend die Grenzen zwischen Realität und Fiktion.

    Zuerst dachte ich, dass die Handlung sich entlang der Jesusgeschichte orientiert: Nathan, der Erleuchtete, der Schüler um sich schart, um diesen zu erklären, dass der Sinn der Welt nicht vorhanden ist und man sich daher an keine Gesetze halten müsste.

    Leider wird im Verlauf der Gebrauch der Droge immer intensiver und in die Handlung mischen sich Wahnvorstellungen von Daniel.

    Schlussendlich kommen sogar Paralleluniversen ins Spiel und es stellt sich die Frage, ob Daniel nicht schon längst den Bezug zur Realität verloren hat.

    Die ersten beiden Drittel haben mich begeistert, leider hat es mich im letzten Drittel verloren. Zu viele Metaebenen wurden geöffnet und Wesen erfunden. Einerseits kann man die Fantasie des Schriftstellers loben, mir persönlich war es aber etwas zu viel des Guten.

    Daher vergebe ich drei Sterne.



  10. Cover des Buches Politische Theorie 2 (ISBN: 9783825239091)
  11. Cover des Buches Und Marx stand still in Darwins Garten (ISBN: 9783869092393)
    Ilona Jerger

    Und Marx stand still in Darwins Garten

    (8)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Alles beginnt ganz harmlos in Jahr 1881 in London. Der rennomierte Arzt Beckett hat zwei Patienten, aus dessen Arzt-Patienten-Beziehung so etwas wie Freundschaft entstanden ist.

    Charles Darwin, mittlerweile berühmt, aber in London heimatlos, beschäftigt sich nur noch wenig mit der Erforschung von Flora und Fauna sondern fristet sein Dasein mit der Begutachtung von Regenwürmern.

    Beckett versteht, dass Darwin nicht nur an körperlichen Schmerzen leidet, sondern auch die Seele still und leise erkrankt und er beschließt, dass er um der Freundschaft willen Abhilfe schaffen muss. Polly, der Terrier und seine Ehefrau Emma sind am Ende ihrer Kräfte.

    Sein weiterer Patient Karl Marx befindet sich in einer ähnlichen Situation wie Marx. Der Stillstand seiner "Revolte" bringt ihn und seinen Körper in eine Ausnahmesituation gegen die auch sein Lehnchen machtlos ist.

    Per Zufall kommt es zu einem ersten Treffen der Beiden im Haus der Darwins und das von Darwins Ehefrau Emma als "Anstoß" gedachte Essen endet in einem Disaster.

    Beckett ist überrascht über das Treffen und beide begeistern sich von da an etwas mehr mit den Theorien und Forschungen des jeweils anderen.

    Ilona Jerger hat mit ihrem Roman über diese beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten eine Geschichte geschaffen, in der die Streitkultur und die Diskussion über Gott und die Welt im Vordergrund steht.

    Egal wie berühmt und wie streitbar der Mensch und dessen Theorien sein mögen, es ist und bleibt ein Mensch.
  12. Cover des Buches Die Maßnahme (ISBN: 9783896931573)
  13. Cover des Buches Marx und wir (ISBN: 9783746636863)
    Gregor Gysi

    Marx und wir

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Manuel_Fiedler_Autor

    Für Einsteiger im Thema Marx ist es sehr interessant.
    Das Kapitel mit dem imaginären Interview von Gysi mit Marx fand ich nicht so toll und habe es übersprungen.

  14. Cover des Buches Freiheit (ISBN: 9783466372614)
    Reinhard Marx

    Freiheit

    (1)
    Aktuelle Rezension von: detlef_knut

    Zugegeben, auf das Buch »Freiheit« von Reinhard Marx habe ich seit der Ankündigung gewartet. Besonders das Wort Freiheit war bei mir in der Auslöser, diese niedergeschriebenen Gedanken des Kardinals zu lesen. Ich war schlicht neugierig auf das, was er zu sagen hat.

    In den verschiedenen Kapiteln geht Reinhard Marx der Frage nach, was Freiheit ist, wie sie erreicht werden kann, wie sie behindert wird und, bei einem Mann der Kirche nicht anders zu erwarten, wie Freiheit im Zusammenhang mit Gott und der Religion zu sehen ist.

    Es ist interessant zu lesen, das Freiheit im Kopf der Menschen existiert und immer wieder neu erkämpft werden muss. Denn es gibt stets Bestrebungen, die Freiheit auf ganz minimale Einsichten zu reduzieren und sie auf diese Weise einzudämmen. Das geschieht z. B., wenn Freiheit auf das Reisen in ferne Länder reduziert wird. Hierbei schützt Marx auch nicht die Institution der Kirche, sondern reklamiert auch für einige ihrer Vertreter die Beschneidung der Freiheit, wenn beispielsweise weiterhin am Zölibat festgehalten wird.

    Da ein Mensch kaum alle Bücher auf der Welt lesen kann, mag ich ganz besonders, wenn jemand auf andere Quellen zurückgreift und daraus zitiert. Ich habe dann stets das Gefühl, dass auch diese Information meinen Horizont erweitert. So war für mich überraschend, das es zum Zeitpunkt des Falls der Berliner Mauer nur 16 feste Grenzverläufe auf der Welt gab. Heute sind es aber bereits mehr als 65! Die Offenheit der Menschen, die Globalisierung haben offenbar zu einer Abschaffung der Freiheit geführt, wenn man die sie wieder auf das Reisen reduzieren wollte.

    Ein ganz besonderer Satz, der mir außerordentlich gefällt, möchte ich gerne an dieser Stelle zitieren:

    "Der Gedanke der Freiheit ist nur dann glaubwürdig, wenn er alle Menschen im Blick hat, wenn der Horizont der Freiheit die gesamte Menschheitsfamilie umfasst, auch die kommende Generationen." - Freiheit, Seite 74

    Die Gedanken von Reinhard Marx regen an, selbst über den Begriff der Freiheit nachzudenken. Man muss nicht religiös sein, um seine Gedanken nachvollziehen und mit eigenem Inhalt auffüllen zu können.

    Das Buch ist empfehlenswert, wenn man über aktuelle Themen unserer Gesellschaft nachdenken möchte. Denn die Freiheit gestattet ist.

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2020

  15. Cover des Buches Karl Marx (ISBN: 9783825230104)
  16. Cover des Buches Chilenisches Nachtstück (ISBN: 9783423138802)
    Roberto Bolano

    Chilenisches Nachtstück

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

           Roberto Bolano, ein begnadeter Autor, hat ein vielfältiges Werk hinterlassen. Neben den beiden Kolossen in seinem Werk, dem virtuos-furiosen Opus Magnum  2666        und dem locker-unterhaltsamen Roman  Die wilden Detektive        , ist seinen Erzählungen, kurzen Romanen und Gedichten noch nicht ganz die Aufmerksamkeit zu Teil geworden, die sie verdienen. Gewiss, sie sind ungleich spezieller, haben nicht mehr so viel von der phantastischen oder zumindest literarisch universellen Art der beiden längeren Bücher, in denen das Fabulieren, die Poesie und das Erzählen zusammen einen genialen Kosmos erschaffen, wie er seines gleichen sucht. Aber auch in den kleineren Werken findet sich eine besondere literarische Qualität.

    Es ist nur ratsam, sollte man direkt vorweg sagen, dieses Buch in einem Rutsch oder zumindest an einem, oder zwei Tagen zu lesen. Nicht nur wegen der Form (ein fast ohne Umbrüche gehaltener Monolog, ohne Kapiteleinteilungen oder Absätze), sondern auch, weil der gesamte Text einer Art Beschwörung gleicht (mal offensichtlicher, mal eingewoben) und ein zu häufiges Unterbrechen dem Buch seine hypnotische, eindringliche Komponente und, damit, eine seiner wesentlichen Erfahrungen nimmt.

    Worum es in "Chilenisches Nachtstück" geht kann schnell und doch nur unzureichend dargelegt werden. Es geht um chilenische Geschichte, chilenische Literatur, um Reisen und um das, was getan werden muss, darf, soll, kann. Wie gesagt: Der Roman ist nicht unkompliziert in seinem Aufbau, er stößt den Leser nicht wirklich auf etwas. Er referiert, referiert die Lebensgeschichte eines Geistlichen, der sich literarisch hervortut und als Gelehrter und Intellektueller (aber eben auch als Geistlicher und Idealist) sein Leben in Chile zwischen widerstreitenden Interessen, politischem Zeitgeschehen und literarischen Realitäten verbringt. Dabei zeigt Bolano mit unterschwelliger Finesse die moralischen Dilemma, aber auch die unwillkürlichen Versuchungen, Ängste, etc. die die Menschen umtreibt, die Ambivalenz von Gut und Böse.

    Dies alles kann einem europäischen Leser in seiner Umsetzung ein wenig Spanisch vorkommen. Das Buch ist eben nicht gerade heraus. Auf jeden Fall ist es eine fesselnde Lektüre, voller Augenblicke in denen Witz, aber auch das Funkeln der ewigen Problematiken aufblitzt. Also: eine recht atemlose, zeitweise geniale Lektüre.

  17. Cover des Buches Mit Demokratie ernst machen: Für eine radikale ökonomische Aufklärung. Überlegungen zum Politischen Unterricht (ISBN: 9783963171390)
    Herbert Storn

    Mit Demokratie ernst machen: Für eine radikale ökonomische Aufklärung. Überlegungen zum Politischen Unterricht

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Rose75
    Dieses Buch bietet eine Fülle an Informationen rund um Demokratie, Politik und Volkswirtschaft. 

    Es ist kein Grundlagenbuch das einen einfachen Einstieg in die Politikwissenschaft gibt, sondern die Essenz der jahrzehntelangen Arbeit des Autors als Lehrer und Gewerkschafter.

    Damit dieses bekannte Zitat nicht wahr wird, 
    "Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf" 
    sollte sich jeder mit der eigenen politischen Bildung beschäftigen.





  18. Cover des Buches Warum Demokratien Helden brauchen. (ISBN: 9783550200335)
    Dieter Thomä

    Warum Demokratien Helden brauchen.

    (2)
    Aktuelle Rezension von: BarbaraDrucker

    Kaufentscheidend war für mich der Untertitel: Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus. Sehr klug analysiert der Autor das Heldentum und dröselt es akribisch auf. Er entlarvt falsche oder unvollständige Heldenbegriffe und leistet allein bei der Definition von Helden ganze Arbeit. Für ein wissenschaftliches Buch ist es ausgesprochen gut zu lesen und auch inhaltlich, von der Aussage her, bin ich ihm begeistert Zeile für Zeile gefolgt.

    Allerdings hätte ich mir ein Kapitel über die Scheinhelden in der heutigen Politik gewünscht. Über populistische Politiker, die die Sehnsucht nach Helden erkennen, missbrauchen und trotz ihres unbestrittenen Charismas alles andere als heldenhaft agieren. Im Klappentext werden diese Lichtgestalten angesprochen, und meiner Meinung nach wäre gerade im Heldenkontext eine Diskussion dieser Methoden dringend angezeigt. Hätte es dieses Kapitel gegeben, hätte ich mit Freuden fünf Sterne vergeben.

    Eine Randbemerkung zur E-Book-Version: Das Inhaltsverzeichnis ist nur auf die Hauptüberschriften der doch sehr langen Abschnitte komprimiert, was die Orientierung im Buch außerordentlich erschwert. Derselbe Detaillierungsgrad wie im gedruckten Buch wäre extrem hilfreich, gerade um zurückzublättern oder nachzuschlagen.

  19. Cover des Buches Mohr und die Raben von London (ISBN: 9783359024842)
    Vilmos Korn

    Mohr und die Raben von London

    (8)
    Aktuelle Rezension von: LovelyBasti

    In diesem historischen Roman „Mohr und die Raben von London“, spielt Karl Marx eine zentrale Figur. Der Autor entführt uns in das düstere London des 19. Jahrhunderts, wo Armut und Ausbeutung den Alltag der Arbeiterklasse prägen. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Schicksalsgemeinschaft zwischen Marx und dem dreizehnjährigen Joe Kling, dessen Familie in erbärmlichen Verhältnissen lebt. Joe, der unter fürchterlichen Bedingungen in einer Baumwollspinnerei arbeitet, auf der einen, sein Bruder Billy als Anführer der „Rabenbande“ auf der anderen Seite und Marx und seine Familie als vermeintlich Reiche, verdeutlicht die Geschichte die sozialen Unterschiede und Lebensweisen zur damaligen Zeit und deren unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag, auf Bildung und soziale Strukturen. Die Darstellung der Solidarität zwischen den Klassen ist authentisch und gibt dem Leser einen tiefen Einblick in die sozialen Probleme der Zeit. Eine spannende Lektüre, die ich gern noch einmal gelesen habe.

  20. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks