Bücher mit dem Tag "mary higgins clark"

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62 Bücher

  1. Cover des Buches Wintersturm (ISBN: 9783641122195)
    Mary Higgins Clark

    Wintersturm

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ray und Nancy Eldredge wohnen mit ihren zwei Kindern an der Ostküste von Amerika. Als eines tages die zwei Kinder entführt werden. Plötzlich wird Nancy von ihrer grausammen Vergangenheit eingeholt, denn sie verlor vor sieben Jahren schonmal zwei Kinder...

  2. Cover des Buches Mein ist die Stunde der Nacht (ISBN: 9783641100766)
    Mary Higgins Clark

    Mein ist die Stunde der Nacht

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee-Berlin

    Ein Klassentreffen mit schlimmen Folgen... Ein Fluch scheint über der ehemaligen Schulklasse von Jean Sheridan zu liegen. Bereits fünf ihrer früheren Mitschülerinnen sind auf tragische Weise ums Leben gekommen. Noch ahnt niemand, dass ein wahnsinniger Serienkiller, der sich selbst »die Eule« nennt, dahinter steckt. Wird er sein mörderisches Werk bei dem bevorstehenden Klassentreffen vollenden? (Klappentext)

    Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend. Man kann sich gar nicht auf einen Verdächtigen festlegen. Alles komische Typen, die beim Klassentreffen auftauchen. Nach der Entführung der sechsten Frau dieser Klasse werden die alten Fälle immer noch als Unfälle bzw. Selbstmord abgetan. Und wenn man dachte, gleich erfahre ich, wer denn nun dahinter steckt, kommt wieder "Sprich meinen Namen nicht laut aus! Nenne mich nur Eule!"

    Ich hatte schon länger nichts mehr von der (leider schon verstorbenen) Queen of Crime gelesen, somit wurde es mal wieder Zeit. Und was soll ich sagen: Dieses Buch war bisher für mich ihr bestes!

  3. Cover des Buches Das Haus am Potomac (ISBN: 9783453354944)
    Mary Higgins Clark

    Das Haus am Potomac

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Mit „Stillwatch“, zu Deutsch „Das Haus am Potomac“, ihrem fünften Psychothriller, der im Jahre 1984 erschienen ist, hatte die New Yorkerin Mary Higgins Clark bereits ihren festen Platz in der amerikanischen Krimiszene. Wenn auch ihr sehr spannender Erstling, „Where are the Children?“ schon ganz und gar ihre ganz eigene Handschrift trägt, entwickelte sie sich weiter und fand zu einem Stil, dem sie in den 80er und 90er Jahren treu blieb und in dieser Schaffensperiode immer mehr perfektionierte.

    In „Stillwatch“ beginnt sie erstmals, verschiedene Nebenstränge einzubauen, deren Verbindung zur eigentlichen Geschichte erst allmählich ersichtlich werden und die sie langsam und schlüssig immer mehr zusammenlaufen lässt, bis zum Schluss, der – daran hat sich auch in ihren späteren Autorenjahren nichts geändert! - immer so furios ist, dass man unwillkürlich den Atem anhalten muss, ohne es überhaupt zu merken. Die letzten zwanzig Seiten verschlingt man geradezu, denn das Buch aus der Hand zu legen, ist spätestens zu diesem Zeitpunkt undenkbar!

    Die Handlung des vorliegenden Thrillers – denn genau das ist er, auch wenn ihre unvermeidlichen Kritiker anders darüber denken – siedelt die Autorin in Washington DC an, inmitten des Machtzentrums der amerikanischen Politik, inmitten von Senatoren, Kongressabgeordneten und Botschaftern aus aller Welt, die sich im Dunstkreis des Weißen Hauses bewegen. Und in genau dieses möchte die Senatorin aus Virginia, Abigail Jennings, unbedingt einziehen! Die Chancen stehen gut, denn die Abdankung des schwer erkrankten Vizepräsidenten wird täglich erwartet und es ist an der Zeit, dass endlich die erste Frau wenn auch nicht die höchste, so doch die zweithöchste Stelle im Staat besetzt.

    So kurz vor dem Ziel ihrer Träume, auf das sie all die Jahre mit brennendem Ehrgeiz und äußerster Disziplin hingearbeitet hat, ist Senatorin Jennings nicht bereit, sich ihre Ambitionen zerstören zu lassen. Und Gefahr wittert sie von Seiten der eben nach Washington gekommenen Fernsehjournalistin Patricia Traymore, die sich durch ihre Serie „Women in Government“ bereits einen nicht unbeträchtlichen Namen gemacht hat und die nun plant, die ehrgeizige Senatorin, die sie seit Jahren bewundert, zur Hauptperson einer neuen Folge zu machen. Die Bedenken der Senatorin Jennings scheinen berechtigt zu sein, denn Patricia, die sich weigert, aus ihrer Dokumentation eine bloße Publicity-Show zu machen, gräbt, gegen den Widerstand ihres Chefs, einem lange vor der „Me Too“- Bewegung munter übergriffigen Macho, und der Senatorin selbst, tiefer in Abigails Vergangenheit und stößt dabei auf eine Reihe von auffälligen Ungereimtheiten und privaten Geheimnissen, die die Senatorin auf keinen Fall ans Licht der Öffentlichkeit kommen lassen möchte. Und eines der Geheimnisse betrifft die junge Journalistin selbst, die einst Opfer einer Tragödie war, die sich vor über zwanzig Jahren in der Hauptstadt abgespielt hatte, nämlich genau in dem Haus, in das sie entgegen der Warnungen ihrer Adoptiveltern gezogen ist: ihre leiblichen Eltern sind damals auf dramatische Weise durch vermuteten Mord und Selbstmord ums Leben gekommen und die zu der Zeit dreijährige Patricia wurde dabei schwer verletzt, um danach von der Großmutter, die sie schützen wollte, der Öffentlichkeit gegenüber für tot erklärt zu werden.

    Während sie bei ihren Recherchen immer neue verstörende Einzelheiten ans Licht bringt, kommen bei Patricia langsam Erinnerungsfetzen jenen schrecklichen Tag betreffend zurück, die sie in höchste Gefahr bringen, denn die Sorge darum, dass die Geschichte um Pats leiblichen Vater, Dean Adams, für alle Zeiten begraben bleibt, ruft einen gewissenlosen Mörder auf den Plan....

    Selbst wenn in vielen Kritiken beklagt wird, dass man als Leser sehr bald weiß, wohin die Reise geht, kann ich das nicht bestätigen! Aber ja, man bekommt irgendwann schon eine Ahnung, doch weiß man bis zu den bereits erwähnten zwanzig letzten Seiten keineswegs, ob man richtig liegt! Da gibt es, wie gesagt, die Nebenschauplätze – und auf denen tummeln sich so einige seltsame Figuren, wie etwa ein zunehmend mehr dem Wahnsinn verfallender religiöser Fanatiker, der sich für so etwas wie den verlängerten Arm Gottes hält und als solcher noch eine Rechnung mit Pat Traymore zu begleichen hat, und nicht nur mit ihr! Da ist das Umfeld der Senatorin und schließlich die immer unsympathischer werdende Dame selber, die vor allem eines beherrscht, nämlich die Bewahrung des schönen Scheins, eines der Kennzeichen der großen Politik, zu denen auch Manipulation und die unersättliche Gier nach Macht zählen.

    Ja, natürlich geht es zu einem nicht geringen Teil um Politik in „Stillwatch“, was logisch ist bei diesem Setting und daher als Kritikpunkt nicht ernst genommen werden kann, genausowenig wie der Vorwurf der Oberflächlichkeit. Im Gegenteil hat sich Mary Higgins Clark wie üblich sehr genau informiert, nicht nur darüber, wie Fernsehsender arbeiten, sondern eben auch über Washington und seine Strukturen; die langjährige Residentin der Hauptstadt, Frances Humphrey Howard, die Schwester des ehemaligen Vizepräsidenten Hubert H. Humphrey höchstpersönlich, nebst ihres großen Freundeskreises, teilte ihre profunden Kenntnisse großzügig mit der Autorin, wie diese selbst in einem Vorwort zu einem anderen ihrer Romane schrieb.

    Mary Higgins Clark hat ihren eigenen Stil, sie ist eine Meisterin der gepflegten Sprache, die gelegentlich als langweilig missdeutet wird, meidet Gewalt- und Sexszenen weitgehend und nutzt stattdessen ihren scharfen Blick für elegante Kleidung und stilvolle Wohnungseinrichtungen, um ein sehr authentisches Ambiente zu kreieren, in dem sich ihre Charaktere bewegen. Dass dabei des öfteren Markennamen fallen, ist typisch für Higgins Clark – und für mich eine nette kleine Beigabe und ganz gewiss nicht der Stein des Anstoßes, der er für die Nörgelfraktion ist, die auch an den jeweiligen Protagonistinnen der „Queen of Suspense“ mit Vorliebe herummäkelt, wiewohl Pat Traymore relativ ungeschoren davonkommt! In der Tat ist sie die bisher stärkste von Mary Higgins Clarks bevorzugten Frauenfiguren, zeigt auch in den widrigsten Situationen, in die sie gerät, Courage und Format, behält ihre Nerven auch dann, wenn man durchaus Verständnis dafür hätte, wenn sie stattdessen zu einem verängstigten Häuflein Elend reduziert wäre. Also – Hut ab vor Pat Traymore, dem Prototypen für all die weiblichen Handlungsträger, die die Autorin in ihren weiteren Bestsellern auftreten lassen wird! Und die im Übrigen allesamt Geschichten sind, die man ganz sicher nicht so schnell wieder vergisst, an deren Handlung man sich auch dann noch erinnert, wenn man sie ein weiteres Mal liest, mit einem Zeitabstand von dreißig Jahren dazwischen, und die man bei jenem zweiten Lesen ebenso spannend findet wie beim ersten Mal. Nicht die schlechteste Empfehlung für eine hervorragende Schriftstellerin und Meisterin der gepflegten Hochspannung!

  4. Cover des Buches In einer Winternacht (ISBN: 9783453438859)
    Mary Higgins Clark

    In einer Winternacht

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Unscheinbares Cover aber guter Inhalt. Für zwischendurch perfekt. Ein winterlicher Krimi über 2 Zwischenfälle an einem Abend, die 7 Jahre später miteinander verknüpft sind. Es war nicht so spannend, das es mich vom Hocker gerissen hat aber es war auch nicht so langweilig, das ich es sofort weg legen musste.

  5. Cover des Buches So still in meinen Armen (ISBN: 9783453421875)
    Mary Higgins Clark

    So still in meinen Armen

     (37)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Ich lese schon seit vielen Jahren die Bücher der Autorin - doch dieses Buch habt mich enttäuscht.

    Susan ist als Charakter okay, es ist nur schade, dass sie sich so in ihre Karriere stürzt und ihr Kind dabei oft alleine lässt.

    Der Inhalt hat mich neugierig gemacht und konnte mich nicht überzeugen. Zuerst einmal ist es mir etwas schwer gefallen, die verschiedenen Leute auseinander zu halten. 

    Ich fand das Buch auch leider gar nicht spannend, habe mich dann aber versucht zu überzeugen und noch 50 weitere Seiten gelesen. Leider hat es mich dann immer noch nicht mitgenommen. Habe es dann auch bei Seite 150 abgebrochen. Schade, für mich ihr mit abstand schlechtestes Buch.


  6. Cover des Buches Und niemand soll dich finden (ISBN: 9783453439290)
    Mary Higgins Clark

    Und niemand soll dich finden

     (30)
    Aktuelle Rezension von: BlackQueen01
    Inhalt: Vor 5 Jahren verschwand Amanda Pierce unmittelbar vor ihrer Hochzeit. Seither wurde sie nicht mehr gesehen. Laurie Moran nimmt sich des Falles an und enthüllt eine Reihe von Ungereimtheiten. Meinung: Das war mein erstes Buch von Mary Higgins Clark und dazu auch noch der dritte Teil der Reihe „Laurie Moran“, kleine Anspielungen zu Band 1 und Band 2 gibt es wohl zumindest von dem was ich auf den Klappentexten ablesen konnte, jedoch hat es nicht gespoilert. Ihr Schreibstil ist tatsächlich gut und man rutscht durch den Kapiteln sauschnell durch. Die einzelnen Beschreibungen sind klar und gut erklärt, die Geschichte rund um Amanda ist fesselnd, aber auch traurig zu gleich.. Ich hoffte die ganze Zeit auf ein schöneres Ende, doch als es anders kam war ich doch schon erleichtert- jedoch kommt jetzt das große ‚Aber‘, Ich finde die Story sollte nicht als Thriller bezeichnet werden letztendlich ist es ein sehr gute Krimi mehr aber auch nicht was allerdings sehr schade ist, sie hätte durchaus daraus ein geilen Thriller machen können. Nichts desto trotz werde ich mir die anderen 3 Bändern vornehmen und freue mich schon auf die weiteren Fälle von Laurie Moran. Fazit: 4 von 5 Sternen
  7. Cover des Buches Ich folge deinem Schatten (ISBN: 9783453437029)
    Mary Higgins Clark

    Ich folge deinem Schatten

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86
    Vorwort: Ich schreibe Rezensionen, weil es mir Spaß macht, mich auch im Nachhinein noch einmal mit einem Buch zu beschäftigen und zu reflektieren. Allerdings merke ich immer mehr, dass mir das nicht mehr so gelingt, deshalb versuche ich jetzt erst einmal was Neues: Ich möchte meine favorsierten Zitate aus dem Buch aufschreiben. So lese ich aufmerksamer und genauer und ich bin gespannt, wie das mein Lesevergnügen beeinflussen wird.

    1. „Miss“, sagte er noch, „ich hab gesehen, dass Sie geweint haben. Heute geht es Ihnen vielleicht schlecht, aber morgen sieht alles wieder viel freundlicher aus. Sie werden schon sehen.“ [Seite 43]

    2. Sieben Jahre zuvor, kurz nachdem sie sich kennengelernt hatten, hatte er ihr erklärt, er komme immer etwas früher, da es gut fürs Geschäft sei. „Erwarte ich Kunden, gebe ich ihnen damit zu verstehen, dass ich ihre Zeit wertzuschätzen weiß. Will jemand etwas von mir, dann macht ihn das sofort nervös und bringt ihn in eine ungünstige Lage. Selbst wenn er pünktlich ist, hat er dann nämlich das Gefühl, sich verspätet zu haben.“ [Seite 49]

    3. „Mir kommt es vor, als hätte ich mein ganzes Leben immer auf irgendwas gewartet.“ [Seite 190]

    Fazit: Vor zwei Jahren wurde der kleine Matthew entführt. Noch immer ein Alptraum für seine Mutter, die Innenarchitektin Zan. Ihr ganzes Geld fließt in die Suche nach ihrem kleinen Sohn. Doch dann tauchen neue Beweismittel auf und plötzlich scheint es, als hätte Zan selber Matthew entführt. Niemand will ihr glauben, dass sie unschuldig und ihr Sohn noch immer in großer Gefahr ist.
    Die Geschichte ist durchaus spannend, zumal sie aus verschiedenen Sichten erzählt ist, um genau zu sein aus der Sicht aller Beteiligten. Das macht es spannend, denn auch als Leser weiß man nie, wer wirklich hinter der Entführung des kleinen Jungen steckt. Und auch die Frage nach Zans Schuld oder Unschuld lüftet sich für den Leser erst zu einem recht späten Zeitpunkt. So wollte ich immer weiter lesen, um herauszufinden, ob der kleine Junge noch gerettet werden kann und wie und ob Zan ihre Unschuld beweisen kann.
    Mary Higgins Clark ist dabei natürlich auch eine Meisterin der Sprache und auch der Verschleierung. Immer wieder führt sie den Leser in die Irre, wechselt die Perspektive und macht es spannend.
    Tja, und dann kam das Ende. Ein Ende, mit dem ich leider alles andere als zufrieden war. Ich fand es absolut unglaubwürdig und um es auf den Punkt zu bringen einfach blöd. Ich möchte an dieser Stelle natürlich nicht spoilern, aber ich habe dem oder der Täter(in) das Motiv für diese Tat und das was er / sie sonst noch so geplant hatte, einfach schlichtweg nicht abgenommen. All das aus diesem merkwürdigen Grund? Nein, für mich nicht nachvollziehbar.
    Die Autorin hat ein wirklich spannendes und gelungenes Werk verfasst, aber am Ende bleibt für mich eher die Enttäuschung über das Ende. Leider kann ich daher nur drei Punkte geben. Schade. Trotzdem: Mary Higgins Clark ist für mich eine Königin der Kriminalistik und zum Glück warten in meinem Bücherregal noch eine Reihe weiterer (und hoffentlich besserer) Titel von ihr auf mich.

    Kurzmeinung: Ein unfassbares Verbrechen, aus einem absolut nicht nachvollziehbarem Grund – spannend, aber unglaubwürdig.

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  8. Cover des Buches Ein Gesicht so schön und kalt (ISBN: 9783641100735)
    Mary Higgins Clark

    Ein Gesicht so schön und kalt

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Mehr als vierzig Jahre lang konnten sich ihre treuen Leser darauf verlassen, dass die amerikanische Autorin psychologischer Spannungsromane Mary Higgins Clark zuverlässig mindestens einen neuen Thriller pro Jahr herausgeben würde. Die Vorfreude war immer groß – und es ist ein eigenartiges Gefühl zu wissen, dass dem nun durch den Tod der Schriftstellerin im Januar 2020, deren Stammverlag Simon & Schuster, dem sie 45 Jahre lang die Treue gehalten hatte, ihr besondere Liebenswürdigkeit und Menschlichkeit und stets gut gelaunte Bereitschaft zur Zusammenarbeit bescheinigte, ein Ende gesetzt ist. Sie wird fehlen, doch zum Glück hat sie eine stattliche Anzahl von Romanen geschrieben, deren Qualität auch einem Wieder- und Wiederlesen standhält!

    „Let me Call you Sweetheart“ (deutscher Titel „Ein Gesicht so schön und kalt“) erschien im Jahre 1995, gehört also in ein Jahrzehnt, in dem sich die Autorin von Buch zu Buch steigerte. Die Neunziger Jahre waren eindeutig ihre kreativste Schaffensperiode; die New Yorkerin schien geradezu vor Ideen überzusprudeln, Ideen, die sie als unermüdliche, stets fleißige und aufmerksame Zeitungsleserin der täglichen Lektüre entnahm und bei denen sie Wert darauf legte, dass es sich, wenn eine dieser Ideen Gestalt angenommen hatte, dabei um aktuelle Themen beziehungsweise solche handelte, die ihre in der Mehrzahl weiblichen Leser interessierten.

    In ihrem elften Roman baute die Amerikanerin mit den von ihr gerne betonten irischen Wurzeln ihre wie gewohnt schnelle, spannende und immer wieder für Überraschungen sorgende Handlung um das Thema Schönheitschirurgie oder, wie man es inzwischen nennt, Plastische Chirurgie auf, von dem sie sicher sein konnte, damit eine große Leserinnenschar anzusprechen. Schönheit oder das, was man darunter (miss)versteht, ist nun einmal für viele, fälschlicherweise, so möchte ich behaupten, der Schlüssel zur Glückseligkeit!

    Selten aber gab sich die wendige und blitzgescheite Erfolgsautorin mit nur einem Thema zufrieden, was natürlich auch für den hier zu besprechenden Thriller gilt: wieder einmal – und man muss mutmaßen, dass dies ihr Herzenskind war – spielt das amerikanische Justizsystem eine wichtige Rolle, verlagert sie das Geschehen immer wieder parallel zur Haupthandlung in den Gerichtssaal, lässt sie ihre Protagonistin passenderweise eine Staatsanwältin mit Ambitionen auf das begehrte Richteramt, ein reines Politikum im Land der Freien, sein.

    Besagte Protagonistin, Kerry McGrath, ist eine von Mary Higgins Clarks bemerkenswertesten Hauptfiguren, jemand, auf deren Seite man fast durchgehend sein kann. Sie weist nicht die Brüche und teilweise unverständlichen Handlungsweisen einiger anderer Frauenfiguren auf, die die Autorin ins Zentrum eines jeden ihrer elegant und klug geschriebenen Thriller gestellt hat. Kerry McGrath ist geradlinig, ist nachvollziehbar, authentisch, rational und kontrolliert – die stärkste und überzeugendste der starken und unabhängigen Frauen aus der gehobenen Gesellschaft, in der Regel an der amerikanischen Ostküste ansässig, die man in allen Higgins Clark Romanen antrifft. Und wie alle Protagonistinnen im Werk der „Queen of Suspense“ gerät auch Kerry durch Zufall in die Art von Schwierigkeiten, die sich niemand wünschen kann und die wie eine Lawine über sie einstürzen und sie und ihre zehnjährige Tochter Robin in einem gewohnt grandiosen Finale in höchste Lebensgefahr bringen.

    Die ewigen Nörgler unter den sich berufen fühlenden Rezensenten mögen kritisch bemerken, dass Mary Higgins Clarks Thriller immer nach einem bestimmten Schema ablaufen, dass die Handlung, nebst Ausgang der Geschichte, viel zu vorhersehbar ist. Dem wäre zu entgegnen, dass jeder Schriftsteller seine ganz eigene Handschrift hat, die für einen willkommenen Wiedererkennungseffekt sorgen oder sich mit der Zeit abnutzen kann. Bei der renommierten Spannungsautorin Higgins Clark trifft sicherlich ersteres zu, und ausschließlich, denn sie bringt stets auch neue Facetten ein, selten verläuft etwas so, wie es der Leser erwartet. Es gibt eine Menge Stolpersteine und, gerade in vorliegender Geschichte, komplette Kehrtwendungen oder nicht vorhersehbare Entwicklungen, die die Spannung, typisch für Higgins Clark, kontinuierlich anwachsen lassen und ihre Werke zu echten Pageturnern machen, denkbar ungeeignet für langsame und bedächtige Leser, die sich gerne viel Zeit nehmen für ihre Lektüre.

    Doch ist es keine oberflächliche Spannung, die die Autorin kreiert, dazu sind ihre Thriller zu tiefgründig, zu detailreich, und zu sorgfältig sind ihre Personencharakterisierungen, die sie im Übrigen hervorragend beherrscht! Da sie, eines ihrer Erkennungsmerkmale, jedes ihrer sehr vielen, teilweise sehr kurzen Kapitel mit einem Spannungsmoment, einem sogenannten Cliffhanger also, enden lässt, fühlt man sich gezwungen, weiterzulesen und immer weiter bis zum selbstverständlich - und natürlich auch hier - verblüffenden Ende, das schließlich die Wahrheit ans Tageslicht bringt über den elf Jahre zurückliegenden Mord an der schönen Suzanne Reardon und die Rolle, die ihr verurteilter Ehemann Skip, ihr Vater, der Schönheitschirurg Smith, der Kunst- und Juwelendieb Arnott, der vor Gericht stehende hoch kriminelle Steuerhinterzieher Weeks, der ausgerechnet von Kerrys opportunistischen Ex-Mann Bob verteidigt wird, und noch eine Reihe anderer sympathischer oder weniger sympathscher Charaktere, dabei gespielt haben.

    Summa summarum: „Let me Call you Sweetheart“ ist ein stilistisch, dramaturgisch und inhaltlich hervorragender Thriller, vielleicht gar der beste der „Queen of Suspense“, die ihr Handwerk so perfekt verstand wie kaum eine andere vor oder nach ihr und der ein Muss ist für jeden Mary Higgins Clark Fan!

  9. Cover des Buches Sieh dich nicht um (ISBN: 9783641100650)
    Mary Higgins Clark

    Sieh dich nicht um

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Ende Januar des letzten Jahres ist sie in Florida verstorben, die zu Recht so genannte 'Queen of Suspense', Mary Higgins Clark, gebürtige New Yorkerin mit irischen Wurzeln, auf die sie ihr Talent als Schriftstellerin gerne zurückgeführt hat ('The Irish are born story tellers'). 56 Bücher hat sie hinterlassen, die allermeisten von ihnen fein ausgetüftelte Psychothriller, alle von ihnen Bestseller. Grund genug für mich, ihre Romane, die mich in den 45 Jahren ihres Schaffens begleitet haben, noch einmal zu lesen. Und tatsächlich haben sie nach all den Jahren keine Patina angesetzt, sind spannend wie beim Erstlesen, immer unter Beachtung des jeweiligen Jahres ihrer Entstehung, als, und das gilt für gut die Hälfte ihrer Krimis, noch nicht absehbar war, welchen Fortschritt die Technik machen würde, die wir heute als so selbstverständlich betrachten, dass gerade die jüngeren Leser sich kaum eine Zeit ohne Smartphone und Internet vorstellen können, und somit Mary Higgins Clarks Thriller aus den beiden letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts vielfach als hoffnungslos altmodisch, mühsam konstruiert und nicht rasant und grausam-blutig genug einstufen. Nun, Gewaltszenen sucht man bei der New Yorkerin vergebens, was auch für mehr oder minder ausufernde Sex-Szenen gilt und für unfeine Ausdrücke, derer sich so mancher zeitgenössische Autor mit Wonne, so scheint es, bedient. Diesem Zeitgeist hat sich Mary Higgins Clark niemals unterworfen, ist bis zum Schluss sich selbst treu geblieben, hat weiterhin ihre eleganten Thriller geschrieben - dabei jeder neuen Entwicklung, auch und vor allem der technischen, gegenüber außerordentlich aufgeschlossen, ihnen gerade in ihren Romanen, die im neuen Jahrtausend erschienen, viel Raum gebend -, mit viel Liebe für Details, mit geschickter Zeichnung ihrer Charaktere, die ihr mit nur wenigen Strichen aufs Vortrefflichste gelangen und mit stets genial ersonnenen Handlungen, deren Hintergrundfakten aufs Sorgfältigste recherchiert waren. Die Autorin überließ eben nichts dem Zufall!

    In 'Sieh dich nicht um' (englischer Originaltitel: 'Pretend you don't see her') findet man alle Zutaten des Erfolgsrezepts der Amerikanerin – und in der Tat handelt es sich hier um einen ihrer besten Thriller, einem wahren 'Page Turner', der so spannend ist, dass man ihn kaum aus der Hand legen mag. Den Originaltitel hat sie, das sei am Rande erwähnt und ist eine Eigentümlichkeit von ihr, die auch auf einige andere ihrer Bücher zutrifft, einem Liedtitel entliehen, der ihr im Übrigen auch die grundsätzliche Idee für den hier zu besprechenden Roman gegeben hat, wie sie in ihrem, dem Thriller vorausgestellten, Dankeswort selbst schreibt.

    Was nämlich geschieht mit jemandem, in vorliegender Geschichte der New Yorker Immobilienmaklerin Lacey Farrell, die Zeugin des Mordes an ihrer Klientin Isabelle Waring geworden ist und als einzige den Mörder identifizieren kann, und der ihr, eiskalter und völlig gewissenloser Killer, der er ist, erbarmungslos nach dem Leben trachtet? Nun, man steckt Lacey in das staatliche Zeugenschutzprogramm, gibt ihr eine neue Identität, verlangt von ihr, dass sie die alte abstreift, so also, als würde sie nicht mehr existieren, und transferiert sie an einen Ort, der nur der Bundespolizei bekannt ist, und setzt natürlich strikt voraus, dass sie sich, zu ihrer eigenen Sicherheit, an die strengen Vorgaben hält, durch die gewährleistet werden soll, dass der Killer sie nicht etwa doch aufspürt.

    Die Situation, in die die Protagonistin mit engen Familienbanden da ohne eigenes Zutun und eben nur, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war, geraten ist, ist für sie, was nachvollziehbar ist, kaum zu ertragen. Zudem lässt sie der Mord an Isabelle Waring nicht ruhen, die ihr, bereits sterbend, das Tagebuch ihrer bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Tochter Heather anvertraut hatte, um es deren Vater, Isabelles Ex-Mann Jimmy Landi, und nur ihm, auszuhändigen. Zu Recht vermutet Lacey, dass darin Beweise dafür zu finden sind, dass Heathers vermeintlicher Unfalltod ein Mord war, wie Isabelle von Anfang an vermutet hatte.

    Besagtes Tagebuch und sein seltsames Schicksal sind Dreh- und Angelpunkt der atemberaubend spannenden Geschichte, deren Ausgang überraschen dürfte, auch wegen der vielen Fußangeln, die die Autorin legt, und der geschickt eingestreuten Hinweise, die mal auf den einen, mal auf den anderen der zahlreichen Mitspieler des Thrillers zu deuten scheinen – als den Drahtzieher hinter den Morden. Denn der bösartige und gerissene Killer, ein wahres Raubtier, ist, das weiß man längst, nur ein willfähriges Instrument jenes großen Unbekannten, der alles zu verlieren hat, wenn die wahren Umstände von Heathers Tod ans Tageslicht kommen...

    Hauptkritikpunkt vieler Rezensionen ist die Protagonistin selber, eine eigentlich kluge und sympathische junge Frau, deren Eigensinn und ja, auch Selbstherrlichkeit und Widerwille, mit den ermittelnden Institutionen zu kollaborieren, sie zu unklugen Handlungen hinreißen und mehr als nur einmal in akute Lebensgefahr bringen. Es stimmt, man kann sich schon ärgern über Lacey Farrell! Versetzt man sich aber in ihre Lage, überwiegt doch das Mitgefühl, in jedem Falle aber das Verständnis für ihre Handlungsweise. Und gerade weil die junge Frau, der es ganz sicher nicht an Mut mangelt, so imperfekt geschildert ist, voller Zweifel und Schwächen, ist sie glaubwürdig, wirkt im wahrsten Sinne des Wortes authentisch. Und wer von uns Leserinnen – denn die überwiegende Mehrheit derjenigen, die Mary Higgins Clarks Thriller mögen, sind nun einmal weiblich – könnte behaupten, in einer Ausnahmesituation durchgehend überlegen und überlegt zu handeln und stets das Richtige zu tun? Bleibt zu hoffen, dass wir das nie unter Beweis stellen müssen!

  10. Cover des Buches Und hinter dir die Finsternis (ISBN: 9783641100629)
    Mary Higgins Clark

    Und hinter dir die Finsternis

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Mit Freude hatte ich dieses Buch begonnen. Dann kam ich eine Weile nicht dazu, es weiter zu lesen. Auf den ersten Seite nach Abbruch hatte ich kurz gebraucht, um wieder hineinzufinden. Der Schreibstil ist flüssig und lässt die Leser in einer Welt entführen. Dieses Buch war nicht mein ersten der Autorin. Aber ich bin absolut nicht warm geworden, obwohl die Figuren authentisch sind und die Sichtweise für guten Lesefluss sorgen sollte.

    Dennoch vergebe ich hier 3 von 5 Sternen. Nicht ihr bester Krimi, aber es werden noch einige Folgen.

  11. Cover des Buches Schrei in der Nacht / Schlangen im Paradies (ISBN: 9783453071223)
  12. Cover des Buches Vergiss die Toten nicht (ISBN: 9783453356702)
    Mary Higgins Clark

    Vergiss die Toten nicht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Der Krimi "Vergiss die Toten nicht" ist gut aufgebaut. Wir lernen viele verschiedenen Personen kennen, die später alle eine wichtige Rolle haben und irgendwie alle zusammen kommen.

    Die Story ist gut aufgebaut und hat auch genug Spannung.

    Das einzige, was mir nicht wirklich gefallen hat, war die Hellseherei, die sich durch das Buch gezogen hat. Das ist mir einfach zu viel gewesen.

  13. Cover des Buches Schrei in der Nacht (ISBN: 9783641122188)
    Mary Higgins Clark

    Schrei in der Nacht

     (135)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna

    Mörderische Psychopathen gehören zu Mary Higgins Clarks bevorzugten Übeltätern! Das trifft auf ihre drei ersten Thriller zu – und wiederholt sich nun in ihrem vierten, spannungsgeladenen Roman, erschienen 1982, dem noch dazu von Beginn an etwas verstörend Unheimliches anhaftet, das sich mit fortschreitender Handlung geradezu greifbar manifestiert.

    Erklärte Freunde des klassischen „Whodunnit“ a la Agatha Christie werden von diesem Krimi enttäuscht – und finden in dem frühen Wissen um die Identität des schwer gestörten Bösewichts so auch Grund genug zum Lamentieren und zum gnadenlosen Verreißen einer mehr als nur subtile Gänsehaut erzeugenden Geschichte, die ich selbst hingegen als so ausgeklügelt perfide und virtuos mit geheimen Ängsten spielend ansehe, wie kaum einen anderen Thriller der hochdekorierten, nun schon seit über vierzig Jahren unermüdlich aktiven Erfolgsschriftstellerin aus New York.

    Zugegeben, da mag es einige kleinere Makel geben, von denen der Prolog, der stets leidige und von Mary Higgins Clark in der Regel vermiedene „Enthüller“ oder aber „Verwirrer“, nicht der geringste ist, denn er nimmt tatsächlich viel Spannung vorweg, lässt den Leser viel zu früh ahnen, was kommen wird und gibt leider klare Hinweise auf den bösen Schurken, um dessen Person sie ihren Psychothriller aufgebaut hat. Er ist überflüssig, dieser Prolog, wiewohl er so manch ungeduldigen Leser, dem die Langsamkeit der Handlung ein Dorn im Auge sein mag, sicherlich bei der Stange hält, in Erwartung dessen, was noch kommen wird, wie der Prolog klar verspricht.

    Ein weiterer Makel ist die weibliche Protagonistin, denn ihre Handlungsweise mag sicher einem gewieften Psychologen respektive Psychiater unmittelbar verständlich sein, nicht aber dem Durchschnittsleser, dem jene Jenny MacPartland, verheiratete Krueger zunehmend zu einem Ärgernis wird. „So dumm kann man doch gar nicht sein“, denkt gewiss so mancher Leser, wenn er ungläubig verfolgt, wie die junge Frau aus New York, alleinerziehende Mutter zweier kleiner Mädchen und dazu noch voll berufstätig, gestresst zwar, aber ihr Leben selbständig meisternd, nach einer sehr kurzen, kaum erwähnenswerten Romanze mit einem scheinbar sympathischen, auf jeden Fall aber gutaussehenden und kinderlieben Mann aus Minnesota, seines Zeichens Shooting Star in der Malerszene, eigentlich aber Farmer, diesen heiratet, ohne auch nur das geringste über ihn und seine Hintergründe zu wissen, ihre Wohnung im Big Apple auflöst und sich Hals über Kopf von ihm mitnehmen lässt auf seine Farm, die ihr ob ihrer riesigen Dimensionen  erst einmal den Atem raubt.

    So naiv ist das, sagen die Kritiker, dass man es wirklich nicht glauben und schon gar nicht vereinbaren kann mit der unabhängigen jungen Frau, die wir am Anfang des Romans kennenlernen. Ich beurteile Jenny da etwas milder, denn wenn einen die Liebe mit aller Macht packt, kann man schon mal reichlich irrational handeln – um dann irgendwann aus der Trance aufzuwachen in der Realität, die so gar nicht kompatibel ist mit dem, was man in die Romanze hineininterpretiert hat.

    Was freilich auch mich stutzig machte, war die gedankenlose, die Konsequenzen nicht überschauende Bereitwilligkeit Jennys, gleichzeitig mit der Eheschließung ein Dokument zu unterschreiben, mit dem Erich Krueger, so der Name des attraktiven und bislang noch charmanten malenden Farmers aus Minnesota, die beiden Mädchen nicht nur adoptierte – obwohl es da noch, allerdings nicht mehr lange, den leiblichen Vater gab - , sondern das ihm auch gleichzeitig das Sorgerecht übertrug!

    So blind kann Liebe doch wohl nicht sein – zumal Jenny gewiss nicht dumm ist, wenn man dem ersten Eindruck folgt, den die Autorin von ihr übermittelt! Aber es kommt noch schlimmer: trotz des mehr als seltsamen Verhaltens, das der Göttergatte in seinem angestammten Revier an den Tag legt, scheinen bei Jenny die Alarmglocken, das untrügliche Frühwarnsystem, nicht zu funktionieren. Sie passt sich komplett den skurrilen Wünschen, die aber in Wirklichkeit strikte Anordnungen sind, des, und das ist für jeden Außenstehenden sofort ersichtlich, eindeutig nicht normalen Ehegatten an, lässt sich von ihm isolieren und manipulieren, bis sie sich selbst nicht mehr traut und sich schließlich in einer aussichtslosen Lage befindet. Erst als sie sich nach dem mysteriösen Tod ihres neugeborenen Söhnchens dazu entschließt, heimlich mit den Töchtern das Weite zu suchen und nach New York zurückzugehen – na endlich, denkt man sich als Leser! - , der paranoide Erich mit den weit ausgefahrenen Antennen eines echten Psychopathen dies jedoch wittert und flugs die beiden Mädchen entführt, kommt Bewegung in die erstarrte Marionette Jenny!

    Und von da an beschleunigt sich die Handlung, wird furios, nervenzerreibend spannend, holt endlich den unsäglichen Prolog ins Geschehen hinein und gipfelt in einem Wettrennen mit der Zeit und mit dem kranken Hirn Erich Kruegers, wie das nur eine Mary Higgins Clark zu schreiben vermag. Die Puzzleteile werden zusammengesetzt und ergeben ein so erschreckendes Gesamtbild, dass man im Nachhinein Jennys Verhalten nicht nur entschuldigen, sondern sogar verstehen kann – dass nämlich Psychopathen eine geradezu unheimliche Macht über ihre Mitmenschen ausüben können, ist hinlänglich bekannt! Und wer von uns könnte sich schon immun erklären gegen böse Einflüsse von außen?

    Von dieser Prämisse ausgehend hat Mary Higgins Clark, die sich, auch eines ihrer Erfolgsgeheimnisse, konsequent tief in die Themen einarbeitet, die sie in ihren Spannungsromanen verarbeitet, alles richtig gemacht – auch wenn die weibliche Hauptfigur keine ist, mit der man sich so recht anfreunden kann oder möchte, was der Autorin klar gewesen sein dürfte beim Schreiben dieses ihres vierten Thrillers. Wie ich es sehe, hat sie die Protagonistin der Dramaturgie wegen  geopfert, zugunsten der Spannung, zugunsten eines albtraumhaften Plots, dem jene Jenny, in deren Kopf man sich nur ungern hineinversetzen möchte, Authentizität verliehen hat.

    Und, das muss zu ihrer Verteidigung einfach angemerkt werden, dass sie ein willfähriges Instrument in den Händen ihres Ehemannes Erich war, ist aber schließlich, so ist zu ahnen und sicher auch die Intention der Autorin, eher dessen diabolischen Künsten, sich Menschen gefügig zu machen, zuzuschreiben, als einer ihr attribuierten Naivität oder sogar Schwäche.

    Wünschen wir der Romanfigur also, so wir gerne ihre Geschichte weiterdenken möchten, dass sie den Albtraum, in dem sie so lange gefangen war, überwinden und zu einem selbstbestimmten Leben zurückfinden und dass die sprichwörtliche Zeit tatsächlich alle Wunden heilen möge – was der wie gewöhnlich nicht explizite Schluss, liest man ihn richtig, auch verspricht!

  14. Cover des Buches Flieh in die dunkle Nacht (ISBN: 9783641048723)
    Mary Higgins Clark

    Flieh in die dunkle Nacht

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Janosh
    Die New Yorkerin Olivia Morrow erhält von ihrem Arzt und langjährigen Freund Clay die Nachricht, dass ihr nur noch wenige Tage auf Erden vergönnt sind. Obwohl sie auf ein langes und erfülltes Leben zurückblicken kann und durchaus bereit ist, Abschied zu nehmen, nagt ein Geheimnis an ihr, das sie seit vielen Jahren hütet und von dem sie spürt, dass sie es nicht mit ins Grab nehmen darf: ihre geliebte Cousine Catherine ist vor vielen Jahren ihrer Berufung gefolgt und Ordensschwester geworden - kurz bevor sie von ihrer Schwangerschaft erfuhr.
    Ihren neugeborenen Sohn, dessen Vater der charismatische Arzt und Wissenschaftler Alexander Gannon war, gab sie zur Adoption frei.
    Olivia verfolgte aus der Entfernung seinen Lebensweg und nach seinem Tod den seiner Tochter, der jungen Kinderärztin Monica Farrell, die inzwischen in New York lebt und nicht ahnt, dass sie die Enkelin Catherines ist, über deren Seligsprechung die katholische Kirche gerade berät, und zu der Monica selbst angehört werden soll, eines Falles wegen, der als Wunderheilung propagiert wird und mit dem sie beruflich befasst war. Olivia drängt es, der jungen Ärztin, in der sie eine große Ähnlichkeit mit der Nonne, der man nicht nur diese eine Wunderheilung zuschreibt, erkennt, die Wahrheit über ihre Herkunft mitzuteilen. Doch bevor es dazu kommt, wird Olivia umgebracht... Für den Leser wird bald klar, dass jemand aus der reichen philantropischen Familie Gannon oder aus deren Umfeld um jeden Preis verhindern möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt, denn viel Geld steht auf dem Spiel, zumal Alexander Gannon sein Vermögen seinen direkten Nachkommen vermacht hat, sofern es sie gibt. Monica, die rechtmäßige Erbin, muss also aus dem Weg geräumt werden...
    Mit "The Shadow of Your Smile" hat Mary Higgins Clark einen weiteren ihrer eleganten und unverwechselbaren Spannungsromane geschrieben, die den Leser sogartig in ihren Bann ziehen! Wie die meisten ihrer Bücher spielt auch dieses an der Ostküste der Vereinigten Staaten und in der gehobenen Mittelklasse - ein Milieu, in dem die Schriftstellerin selbst beheimatet ist. Auch hier lässt sie neben den eigentlichen Protagonisten wieder eine ganze Reihe von Personen auftreten, die sie auf ihre präzise und unnachahmliche Weise charakterisiert, so dass der Leser sehr schnell ein Gefühl für sie bekommt und seine Sympathien ganz im Sinne der Autorin verteilt.
    Aber Achtung! Bei Mary Higgins Clark muss man immer auf Überraschungen gefasst sein, auf unerwartete Entwicklungen und nicht vorhersehbare Auflösungen! Denn anscheinend sympathische Figuren zeigen plötzlich ihr wahres, oftmals verstörendes Gesicht. Und umgekehrt stellen sich zunächst wenig liebenswürdige Charaktere als anständige Personen, gar als Sympathieträger heraus. Ein weiteres Charakteristikum von Mary Higgins Clarks raffinierten Psychothrillern sind die jeweils spezifischen Themenbereiche, die den Rahmen der immer spannenden Handlung bilden und die von der Autorin stets sehr gründlich recherchiert wurden.
    Der vorliegende Roman kreist gleich um mehrere Themen. Da ist zum einen die Welt der Familie Gannon, die durch die von Alexander Gannon gegründete Wohltätigkeitsstiftung vermeintlich Gelder an unterschiedliche Projekte und Institutionen vergibt. Desweiteren erfährt man Interessantes über den langwierigen Prozess der Seligsprechung, der hier Schwester Catherine gilt, und ein anderes Thema, das die überzeugte und praktizierende Katholikin Mary Higgins Clark nicht zum ersten Mal aufgreift, ist die Medizin, vertreten durch die Kinderärztin Monica und den engagierten Gehirnchirurgen Ryan Jenner, der sich zu Monica hingezogen fühlt.
    Alle diese Handlungsstränge verwebt die Autorin allmählich zu einem komplexen Ganzen, wobei sie es dem Leser nicht ganz so einfach macht, denn in den vielen kurzen Kapiteln, aus denen, charakteristisch für Clark, der Roman besteht, wechselt sie ständig die Perspektive, springt von einem Schauplatz zum nächsten, lässt den Leser den Charakteren über einen Großteil des Buches hinweg meist einen Schritt voraus sein - und belässt doch noch so viel ungesagt oder komplett im Dunkeln, dass dieses trügerische Eingeweihtsein der Spannung auch nicht den geringsten Abbruch tut! Und das macht der großen alten Dame, der Meisterin des gepflegten Thrillers mit Gänsehautelementen, so schnell kein anderer nach!
  15. Cover des Buches Du bist in meiner Hand (ISBN: 9783453439993)
    Mary Higgins Clark

    Du bist in meiner Hand

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Annika_85

    Es gab eine Zeit, da habe ich die Bücher von @mary.higgins.clark regelrecht verschlungen. Eines nach dem Nächsten. Und dann war plötzlich Schluss. Ich hab einfach keines mehr von ihr gelesen. Und jetzt frage ich mich: Warum?! 😱 Ihre Bücher sind so so gut!! Spannend bis zum Schluss und auch wenn ich einen klitzekleinen Verdacht hatte, hab ich nicht die Verbindung zu dem Mord herstellen können. „Du bist in meiner Hand“ ist wahnsinnig spannend und die Hauptcharaktere alle auf ihre Art liebenswert.

    Der Story lässt sich wunderbar folgen und ihr Schreibstil ist grandios! Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen wieder mehr Bücher aus der Feder von Mary Higgins Clark zu lesen 🎀

  16. Cover des Buches Der Nachbar (ISBN: 9783641205201)
    Mary Higgins Clark

    Der Nachbar

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Zirbi
    Ich hab noch nie etwas von Frau Higgins Clark gelesen und muss sagen, dass mich diese Kurzgeschichte tatsächlich überzeugt hat. Ich werde auf alle Fälle ein "großes" Buch von ihr kaufen und auch lesen.

    Die Geschichte ist zwar kurz, aber trotzdem konnte ich eine gewisse Spannung empfinden. Klar war das Ende etwas absehbar, aber das hat mich jetzt nicht weiter gestört.

    Es liest sich flüssig, man kann der Handlung leicht folgen und es ist perfekt für einen Abend. Hat man rasch durch, was ja hin und wieder auch einfach toll ist, wenn man ein Buch an einem Abend bewältigen kann.
  17. Cover des Buches Mondlicht steht dir gut (ISBN: 9783641100636)
    Mary Higgins Clark

    Mondlicht steht dir gut

     (142)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Maggi Holloway begegnet zufällig ihrer Stiefmutter und freut sich darauf, viel Zeit mit ihr zu verbringen, sich näher zu kommen... Als sie dann endlich bei ihr als Gast erscheint ist sie tot, erschlagen. Ein Schock für Maggi und vorallem, als sie bei ihren Recherchen bemerkt, dass noch weitere ältere Damen, ohne Angehörige, in einem Alterstift auf unerklärliche Weise versterben.

    Bei Mary Higgins Clark bin ich immer unsicher, das Buch startet als Krimi, gemächlich, gemütlich wird ermittelt, Details offenbart und gegen Schluss artet es in einen brutalen, Gänsehaut Thriller aus.

    Fazit: Was gemütlich als Krimi startet endet als Gänsehaut-Thriller den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.
  18. Cover des Buches Wo waren Sie, Dr. Highley? (ISBN: 9783641122171)
    Mary Higgins Clark

    Wo waren Sie, Dr. Highley?

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_Lines

    Dies war mein erstes Buch dieser Autorin und ich war wirklich enttäuscht. Schon nach ein paar Seiten hatte ich ein Bild des gesamten Storyablaufs in meinem Kopf, welches sich letztendlich dann auch bewahrheitet hat. Somit gab es für mich auch keine Spannung in diesem Buch. Mit den Protagonisten konnte ich nicht warm werden, die nebenbei entstehende Liebesgeschichte fand ich zudem absolut unpassend. Die vielen kleinen Kapitel haben das Lesen erleichtert, können die vielen Rechtschreibfehler aber leider nicht wett machen. Zumindest das Thema das hier aufgegriffen wird, fand ich relativ interessant, die Darstellung dessen war für mich aber eher unglaubwürdig konstruiert. Ich werde noch ein, zwei andere Werke dieser Autorin lesen und hoffen, dass mir diese besser gefallen.

  19. Cover des Buches Und tot bist du (ISBN: 9783453147621)
    Mary Higgins Clark

    Und tot bist du

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Zoe
    Spannend bis zum Schluss, wie nahezu jedes Buch von Mary Higgins Clark. Man muss einfach immer weiterlesen. Ich bin ein Fan dieser Schriftstellerin.
  20. Cover des Buches Schlaf wohl, mein süßes Kind (ISBN: 9783453436534)
    Mary Higgins Clark

    Schlaf wohl, mein süßes Kind

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Laudia89

    Neeve verliert ihre Mutter sehr zeitig und der Mörder sitz dafür hinter Gittern. Sie baut sich ein eigenes Unternehmen auf. Bis eine ihrer besten Kundinnen getötet wird und sie in den Strudel mit rein gezogen wird.

    Das Buch ist flüssig geschrieben und die Autorin schafft es einen guten Überblick der verschiedenen Charakter zu erschaffen und jeden irgendwie zu einem Mörder zu machen. Sie schreibt über die verschiedenen Abgrunde die jemanden dazu bringen zum Mörder zu werden. Ich fand das Ende sehr gut gemacht, aber ich muss auch dazu sagen lange gebraucht umzum Höhepunjt der Spannung zu kommen und dann sehr schnell abgeflaut und Ende.

  21. Cover des Buches Jenseits der Erinnerung (ISBN: 9783847629825)
    Ulli Eike

    Jenseits der Erinnerung

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Schreibstil ist recht flüssig somit lässt sich das Buch super lesen

    Die Spannung wird langsam aufgebaut und zieht sich durch das ganze Buch

    Man wird immer wieder überrascht was im lauf der Geschichte passiert

    kann das Buch für Thriller/Krimi Fans nur empfehlen
  22. Cover des Buches Und morgen in das kühle Grab (ISBN: 9783641100742)
    Mary Higgins Clark

    Und morgen in das kühle Grab

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Siko71
    Nick Spencer wird nach seinem Flugzeugabsturz vermisst. Angeblich soll er plötzlich in der Schweiz aufgetaucht sein. Nich war ein Forscher, der nach einem Heilmittel gegen Krebs geforscht hat und kurze Zeit später entsteht das Gerücht, das er die Aktionäre betrogen hat. Die Journalistin Carley DeCarlo will eine Artikel über Nick Spencer schreiben und dadurch gerät sie selbst in Lebensgefahr. Wie nahe ist sie der Wahrheit gekommen?

    Ein spannender Roman über Forschung, Krebs und Betrug. Zwischendurch hing der Spannungsbogen etwas durch, aber am Ende kam die ganze Storry wieder in Fahrt.
  23. Cover des Buches Schlangen im Paradies (ISBN: 9783641122164)
    Mary Higgins Clark

    Schlangen im Paradies

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    Die bezaubernde Schauspielerin Elisabeth verliert ihre geliebte ältere Schwester Leila durch einen Unfall oder war es doch Mord?

    Sie wird als wichtige Zeugin gehandelt, die gegen Ted, den Lebensgefährten ihrer Schwester aussagen soll. Aber vorher ist sie noch für einige Tage auf der ihr wohl bekannten Schönheitsfarm von Min und Helmut eingeladen, um sich dort vor dem Gerichtsverfahren etwas zu erholen.

    Ein Triller von Mary Higgins Clark aus den 80er Jahren, der von Anfang bis Ende unterhaltsam und spannend war.


  24. Cover des Buches Warte, bis du schläfst (ISBN: 9783641100681)
    Mary Higgins Clark

    Warte, bis du schläfst

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Carolyn MacKenzie wartet am Muttertag gespannt mit ihrer Mutter Olivia auf den Anruf von ihre Bruder Mack. Mack ist vor 10 Jahren von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden. Doch jedes Jahr am Muttertag meldet er sich telefonisch und versichert seiner Mutter, dass es ihm gut gehe. 

    Doch dieses Jahr übernimmt Carolyn das Telefonat und schreit Mack an: "Ich finde dich Mack!". Carolyn hat sich fest vorgenommen dass sie ihren Bruder findet und ihre Mutter endlich wieder glücklich sein kann. 

    Trotz Warnung von Mack, über den Onkel, macht sich Carolyn auf die Suche nach Mack und bringt sich selber in Gefahr. 

    Ein spannender Thriller von Mary Higgins Clark. Die Spannung nahm für mich keine Sekunde ab. Ich war von Anfang bis Ende komplett gefesselt und konnte das Buch bis zur letzten Seite gar nicht aus der Hand legen! Der Schreibstil ist fließend und super, die Personen werden klar dargestellt und die einzelnen Charaktere kommen gut rüber.

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