Bücher mit dem Tag "masken"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "masken" gekennzeichnet haben.

82 Bücher

  1. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (438)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    Kurz bevor die Verfilmung von „Totenfrau“ startet, wollte ich noch den ersten Band lesen. Da ich bereits Aichners Bronski Reihe kenne, hatte ich eine ungefähre Ahnung, was mich hier in Sachen Schreibstil erwartet. Kurze Sätze und Dialoge wie Pingpong Bälle, lassen den Leser nur so durch die Seiten fliegen. Es beeindruckt mich, wie man sich einerseits so nüchtern und gleichzeitig so spannend ausdrücken kann.
    Leichen pflastern den Weg von Brünhilde Blum. Nicht nur, weil sie Bestatterin ist, denn seit dem Mord an ihrem Mann Mark ist sie als Racheengel unterwegs. Mark war einem schrecklichen Verbrechen auf der Spur und nun tritt Blum in seine Fußstapfen.
    Mir gefällt, wie Bernhard Aichner die Geschichte aufbaut. Zunächst ist nur von „unaussprechlichen Taten“ die Rede, so schlimm, dass keiner sie glauben kann. Man ist als Leser fast froh, dass es nicht näher ausgeführt wird. Doch mit dem Fortschreiten der Handlung legt Aichner stückchenweise Details des Verbrechens offen.
    Auch spart er nicht damit, die Vorgehensweise eines Bestatters und Blums Rache zu beschreiben.
    Stellenweise ist das Buch wirklich ekelhaft und so realistisch, dass man meint, die beschriebenen Gerüche selber wahrnehmen zu können.
    Trotzdem kommt man von dem Buch überhaupt nicht mehr los. Dabei ist es völlig egal, wie übertrieben und unrealistisch all das klingt.
    Blum ist eine Antiheldin. Ihre Methoden sind skrupellos und man fragt sich mehr als einmal, wie ein Mensch, der so eine liebevolle Ehe geführt hat und so einen herzlichen Umgang mit seiner Familie pflegt, aus dem Stegreif zu solchen Bluttaten fähig ist. Trotzdem sympathisiert man mit ihr und kann ihre Wut nachvollziehen, ihre Opfer haben es im Grunde nicht besser verdient. Auch Karl, Reza und die Kinder sind Menschen, die man ins Herz schließt.
    Mich hat „Totenfrau“ sehr gefesselt. Der Abschluss ist rund und es bräuchte nicht unbedingt eine Fortsetzung. Da es zwei weitere Bände gibt, bin ich aber natürlich neugierig, wie es mit Blum weitergeht.

  2. Cover des Buches Free like the Wind (ISBN: 9783499004001)
    Kira Mohn

    Free like the Wind

     (297)
    Aktuelle Rezension von: booklover98

    Nachdem mir bereits Band 1 sehr gefallen hat, hab ich mir total gefreut direkt mit dem 2. Teil weiterzumachen. Rae mochte ich als Freundin von Haven schon, Cayden hingegen wusste ich nicht richtig einzuordnen. Im Laufe der Geschichte erfährt man so vieles von dem Charakteren, die ihre Handlungen so verständlich machen. Die Kombination von Rae und Cay, so verschieden die beiden grundsätzlich scheinen, so viel Sinn ergeben sie nach Beenden des Buchs. 

  3. Cover des Buches Nur einen Horizont entfernt (ISBN: 9783596521401)
    Lori Nelson Spielman

    Nur einen Horizont entfernt

     (819)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Hannah Farr ist 34 Jahre alt und Fernsehmoderatorin in New Orleans mit einer eigenen Talkshow. Vor zwei Jahren hat sie einen Brief ihrer Mitschülerin Fiona Knowles erhalten, die sie gemobbt hatte und wofür sie sich entschuldigen möchte. In dem Brief waren zwei Steine gelegt - einer als Symbol der Entschuldigung und einer um einen weitern Menschen um Vergebung bitten zu können. 

    Fiona Knowles hat inzwischen ein Buch über ihre Erfahrungen mit den Steinen des Vergebens geschrieben und ist in Hannahs Sendung eingeladen worden. Nachdem sie ihr bisher nicht verziehen und den Stein zurückgesendet hat, muss sie sich nun mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und steht nicht nur vor der Entscheidung, ihrer Mitschülerin zu verzeihen sondern auch vor dem Versuch, sich nach über zwanzig Jahren Funkstille mit ihrer Mutter zu versöhnen. 


    Die Geschichte liest sich leicht und die Symbolik mit den Steinen, um einen ersten Schritt auf einen Menschen zuzugehen und um Verzeihung zu bitten, ist eine schöne Idee. Die Thematik um Reue, Vergebung und Schuldeingeständnisse durchzieht den Roman wie ein roter Faden. 

    In Bezug auf Hannah handelt der Roman weniger um das Mobbing als Schülerin und die Vergebung der Mitschülerin, sondern vielmehr darum, sich mit ihrer Familiengeschichte und insbesondere mit der Beziehung zu ihrer über Tausend Meilen entfernt wohnenden Mutter auseinanderzusetzen. Hannah konnte mich dabei als Charakter nicht rundum überzeugen, denn statt als toughe Fernsehmoderatorin wirkt sie eher verunsichert und wenig souverän. In ihrem Sender kann sie ihre Meinung kaum durchsetzen und sich selbst vertreten. Auch die Beziehung zu ihrem Freund, dem Bürgermeister der Stadt, ist nicht auf Augenhöhe.  

    Das Setting des Romans ist dagegen gelungen. Sowohl Hannahs Arbeitsplatz mit Intrigen von Kollegen und dem Druck der Quote als auch der Schauplatz in Michigan, wo Hannahs Mutter wohnt und wo sie den Weinbauern RJ kennenlernt, ist anschaulich und in Bezug auf die Landschaft malerisch geschildert. 

    Die Auseinandersetzung mit ihrer Mutter empfand ich jedoch als sehr oberflächlich und simpel, selbst wenn man in Betracht zieht, dass beide Seiten Fehler gemacht haben. Auch dass am Ende der Vorfall mit ihrem Stiefvater nicht aufgeklärt und letztlich verharmlost wird, hat einen faden Beigeschmack. 

    Die Botschaft um Versöhnung und den Mut, Fehler zuzugeben ist vordergründig, es werden jedoch noch weitere Missverständnisse und Geheimnisse aufgedeckt und eine zarte Liebesgeschichte entwickelt, so dass die Geschichte nicht langweilig wird. Hannah muss sich mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und geht dabei einen holprigen, aber nachvollziehbaren Weg. 

    Der Roman beweist, dass es nie zu spät ist, andere um Entschuldigung zu bitten, aber auch selbst die Größe zu besitzen, verzeihen zu können, um eine Last abzuschütteln, die das weitere Vorankommen behindert. Dabei wird jedoch auch deutlich, dass eine Entschuldigung allein in manchen Fällen nicht ausreicht und bestimmte Fehler unverzeihlich sind. 

  4. Cover des Buches Karma Girl (ISBN: 9783492280372)
    Jennifer Estep

    Karma Girl

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Veronika_Becker



    Es hat eine Weile dauern, bis ich mit der Geschichte einigermaßen klar gekommen bin. Ab der Mitte des Buches wurde es relativ spannend und ereignisreich.  Der Schluss hat dem Buch noch einiges an positiven Aufwind gegeben. 

  5. Cover des Buches Ein Himmel aus Lavendel (ISBN: 9783959919159)
    Marlena Anders

    Ein Himmel aus Lavendel

     (99)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Emery ist ein ganz gewöhnliches Mädchen, welches mit allen Mitteln versucht für sich und insbesondere für ihre kleine Schwester, ein gutes Leben zu ermöglichen. Einst ist sie dafür einen Deal eingegangen, welcher sie wie ein Phönix aus der Asche auferstehen lässt und sie aus brenzligen Situationen rettet. Was sie damals nicht wusste: Sie verliert sich mehr und mehr und am Ende wird sie nicht mehr die sein, die sie war. Während ihrer Raubzüge auf der Straße trifft sie auf Nael, der ihr offenbart, dass es ein Heilmittel gibt. Zusammen setzen sie alles daran dieses zu finden, doch Emery ahnt nicht, das Nael ebenfalls ein Geheimnis hat...


    Emery ist eine Protagonistin mit Stärken, aber auch vielen Schwächen. Sie ist voller Liebe für ihre Schwester und sie versucht alles, um sie zu schützen und ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Jedoch benimmt sie sich auch gerne mal, wie ein naives Kind mit einem starken Hang zu Selbstmitleid und viel Dickköpfigkeit, die im Verlaufe der Story immer wieder zum Vorschein kommt. Dieser Eigenschaft ist es zu verdanken, dass sie manche Situationen meistert, aber dadurch reitet sie sich auch oft in nicht ganz so förderliche Probleme. Sie ist misstrauisch, was allerdings in der Stadt Avize generell an der Tagesordnung zu stehen scheint.

    In der Stadt, welche wohl eine Art Venedig darstellt, ist es an der Tagesordnung, dass eine Maske getragen wird. Das Gesicht wird niemanden gezeigt, dem man nicht traut. Und selbst, wenn man es tut, nimm sie besser nicht ab, denn dann bist du verletzlich. Man kennt dich, erkennt dich und kann dir Gefühle und Gedanken besser ansehen. Was genau es mit dieser Tradition auf sich hat, wird jedoch im ganzen Buch nicht wirklich klar (sehr schade).

    So ist Emery erpicht darauf ihre Maske aufzulassen. Gegenüber Nael legt sie diese jedoch schnellstmöglich ab und zwischen den beiden entwickelt sich schnell etwas ähnliches wie Vertrauen oder doch eine Liebesbeziehung. Hier ist erst gegen Ende des Buches klar, wohin das ganze führt, wobei das die ganze Zeit nicht thematisiert war. Vielmehr waren sie Fremde und schließlich Freunde (oder zweckmäßig Freunde). Nael ist charakterlich weiter als Emery und ist mir auch sympathischer. Natürlich hat auch er ein Geheimnis, welches erst später gelüftet wird, aber seine Handlungen haben für mich einen nachvollziehbaren Sinn gehabt. Wohl bis auf das Verschwinden, das auch nie aufgelöst wurde. Auch was Emery angeht wurden viele Details nicht aufgeklärt: Wieso taucht sie auf einem Lavendelfeld auf? Was ist mit ihrer Mutter los? Was ist mit ihren drei Freunden, welche das gleiche Schicksal ereilt hat, wie es sie einzuholen vermag? 

    Eben jene genannten Freunde sind mindestens so geheimnisvoll, wie auch seltsam. Mir persönlich haben sie gut gefallen und sie waren sympathisch und humorvoll, aber abgesehen vom Ende wäre es nicht schlimm gewesen, wenn sie nicht dagewesene wären. Dennoch waren die Gespräche zwischen ihnen eine gute Auflockerung zur restlichen Handlung, da sich diese auch relativ oft in leicht abgewandelter Form mal wiederholt. 

    Dennoch ist die Grundidee der Story wirklich gut und auch der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen. Das Ende ist wirklich unfassbar gemein und man möchte wirklich gerne wissen, wie es weitergeht. Leider ist bis heute kein zweiter Band in Sicht... Sehr wünschenswert, da ich sehr hoffe, dass die genannten Schwächen des Buches dort ausgemerzt werden und auch die Story am Ende noch eine gute Wendung nimmt.

  6. Cover des Buches Liebe keinen Montague (Luca & Allegra 1) (ISBN: 9783551300676)
    Stefanie Hasse

    Liebe keinen Montague (Luca & Allegra 1)

     (192)
    Aktuelle Rezension von: viktoria162003

    Meinung

    Eine Romeo und Julia nach Erzählung und das auf eine ganz neuen Art und Weise.  Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und so lässt sich die Geschichte doch recht schnell lesen. Geschrieben wird das ganze aus der Sicht von Allegra.

    Was ich an dem Buch sehr mochte ist natürlich das Thema darin, denn jeder Romantik-Fan liebt natürlich romantische Geschichten. Perfekt wenn es dann auch noch ein wenig von Romeo und Julia spiegelt und noch spannend untermalt ist. Da ich ja ein absoluter Schnulzen Fan bin, hätte es aber durchaus noch ein wenig mehr „Schnulziger“ sein dürfen ;), aber das soll kein Kritikpunkt sein.

    Auch hat die Autorin sehr schön Spannung im Buch aufbauen können durch tolle Fantasievolle Momente. Denn neben der Romanze und der Spannung ist auch ein wenig Magie zu finden. Das kann man ja auch schon ein wenig vom Klappentext heraus lesen.

    Den einzigen kleinen Teil den ich zu bemängeln habe ist, das sich das Buch zwar schnell  und gut lesen lässt, aber die Geschichte auch ein unheimlich schnelles Tempo drauf hatte das mir nicht ganz gefallen hat.

    So nimmt Allegra manche Situationen einfach so hin wo ich vielleicht mit ein paar Widerworten oder Unglauben gerechnet hätte, oder das sie manches ein klein wenig hinterfragt. Diese Situationen wirken dadurch ein wenig „Ereignislos“.  Passende stellen kann ich leider nicht verraten, da es sonst richtige Spoiler sind :D.

    Ich kann nur sagen, das ich mir diese vielleicht noch einen Ticken Dramatischer, verzwickter oder auch noch einmal spannender gewünscht hätte damit sie für mich einfach ein wenig ehr als „Schlüsselpunkte“ heraus gestochen währen.

    Die Charaktere fand ich sehr Interessant, da sie recht geheimnisvoll herüber kommen. Ich hätte gerne noch ein wenig mehr über sie erfahren, denke aber das man hier sicherlich einfach noch mehr im zweiten Band herausfindet und sie da auch noch besser und tiefer werden.

    Allegra mochte ich eigentlich von Anfang an, sie ist freundlich und Liebenswert. Ich fand allerdings, dass sie ein klitzekleines bisschen zu Gutgläubig, oder um es schon böse zu sagen, Naiv ist. Wie ich oben schon sagte, hätte ich mir einfach an manchen Situationen ein etwas anderes Verhalten gewünscht. Auch dürfte sie ein wenig frecher sein.

     

    Fazit

    Eine schöne Geschichte die mir gut gefallen hat. Einige Punkte im Buch haben mir nicht ganz so gut gefallen weswegen das Buch von mir 4 Sterne bekommt. Bin aber schon auf die Fortsetzung gespannt.


  7. Cover des Buches Living Legends (ISBN: 9783959914512)
    Maja Köllinger

    Living Legends

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Isa_He

    Living Legends – Des Teufels Träume ist der erste Teil der Living Legends Trilogie und auch mein erstes Buch von der Autorin Maja Köllinger.

    Das Buch startet sehr interessant, denn der Protagonist Nic befindet sich in einer sehr brenzligen Situation und wird von seinen Schutzgeist Lynn gerettet, wodurch er Fähigkeiten von Lynn übernimmt. So nimmt die Geschichte ihren Lauf.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich und ausschmückend gerade in Bezug auf die Beschreibung der Umgebung von Rom und Venedig. So konnte man sich zwar ziemlich gut an die jeweiligen Orte denken, für mich machte es aber die Handlung an einigen Stellen etwas schwer zu lesen.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Charaktere Nic und Lynn erzählt. Der Wechsel zwischen den beiden gefällt mir sehr gut, da man so auch in die Gedanken der beiden Charaktere eintauchen kann.

    Das Setting in Form von Rom und Venedig hatte ihren eigenen Zauber an sich. Die Umgebung wurde sehr gut beschrieben, vor allem die Schauplätze, wie der Vatikan oder der Markusplatz konnte man sich sehr gut vorstellen. Venedig an sich hatte mit den dortigen Ereignissen etwas Mystisches, aber auch schauriges an sich. Das gefiel mir ebenfalls sehr gut.

    Die beiden Charaktere Nic und Lynn gefielen mir sehr gut. Sie haben von der Autorin genug Tiefe bekommen. Beiden haben ihre Ecken und Kanten, waren mir aber sehr sympathisch. Ich fand Lynn und ihre Fähigkeiten als Schutzgeist sehr interessant, auch dass diese zum Teil auf Nic übergegangen sind. Die beiden haben sich zur Aufgabe gesetzt, verlorene Seelen zu erlösen.

    Insgesamt gefiel mir das Buch gut. Ich habe Nic und Lynn gerne auf ihre Reise nach Venedig begleitet. Es war spannend, es gab romantische Szenen und die ein oder andere Überraschung konnte man ebenfalls erleben. Ich vergebe dem Buch vier Sterne und freue mich auf den nächsten Teil.


  8. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783846600351)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

     (1.273)
    Aktuelle Rezension von: LeseBienchen53

    Cover: Zusammen mit der abgebildeten Maske und dem Untertitel finde ich es harmonisch. Die Maske wirkt so, als würde sie zerbröckeln.
    Schreibstil: Die wechselnde Perspektive ist gut gewählt und gelingt auch gut, da man einen Einblick in zwei komplett unterschiedliche Welten bekommt. Es ist faszinierend die unterschiedlichen Seiten des Imperiums so kennenzulernen. Die Kapitel sind teils kurz und wechseln so schnell zwischen den Handlungsorten hin und her.

    Handlung: Die Regierungsform es Landes ist sehr vielschichtig und spannend gemacht. Hinter jeder Ecke kann eine Intrige liegen. Die Herrscher greifen auf grausame Mittel um weiter zu herrschen. Die Welt wirkt hart und grausam, aber an der sich langsam entwickelnden Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten sieht man, dass es auch einen Funken Licht gibt.

    Charaktere: Elias und Laia sind mir über das Buch über immer mehr ans Herz gewachsen. Traumatische Erlebnisse prägen ihre Gedanken und ihr Handeln, aber sie gehen gestärkt daraus hervor.

    Fazit: Nach dem Lesen des Buches kann ich nur eins sagen: es ist ein grandioser Auftakt. Es hat absolut alles, was ein guter Fantasyroman im Jugendbereich braucht.

  9. Cover des Buches Die rote Königin (ISBN: 9783551317780)
    Victoria Aveyard

    Die rote Königin

     (2.655)
    Aktuelle Rezension von: Buecher_Bohnen

    "Lippen so rot wie Blut" - vermutlich Teil eines der berühmtesten Zitate der Geschichtenwelt. Doch auch die Bezeichnung "blaues Blut" ist wohl den meisten von uns bekannt. Doch habt ihr schon einmal von silbernem Blut gehört? Die Vorstellung, welche Auswirkungen silberfarbiges Blut auf unsere Haut hätte, ist schon interessant.

    Diesen Gedanken hatte wohl auch Victoria Aveyard, als sie die Idee zu ihrem Debutroman "Die rote Königin" hatte.


    Im Königreich Norta leben die Menschen in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Während die "Silbernen" auf Grund ihrer magischen Begabungen herrschen, sind die "Roten" als gewöhnliche Menschen nur wenig wert. Mare Barrow, unsere Protagonistin, ist eine Rote. Da ihr und ihrem besten Freund Kilorn die Einberufung in die Kriege der Silbernen droht, entscheiden sie zu fliehen. Als sie versuchen, das Geld für die Rebellen der Scharlachroten Garde aufzutreiben, die ihnen die Flucht ermöglichen sollen, lernt Mare Cal kennen, den Sohn des Königs. Kurz darauf zeigt sich jedoch, dass sie trotz ihres roten Bluts über magische Kräfte verfügt und findet sich bald darauf zwischen den Fronten der Silbernen und den roten Rebellen wieder.


    Trotz des sehr angenehmen Schreibstils der Autorin (bzw. der sehr gelungenen Übersetzung) baucht die Handlung eine ganze Weile, um in Schwung zu kommen. Das erste Viertel des Buches wird in erster Linie darauf verwendet, uns die Welt und die wichtigsten Charaktere näher zu bringen. Das hat mich jetzt weniger gestört, kann aber für Menschen mit weniger Geduld eventuell sauer aufstoßen.

    Sowohl der Weltenbau als auch die Geschichte selbst empfand ich für ein Jugend-Fantasy-Buch äußerst interessant und vielschichtig. Obwohl es einige typische Klischees gibt, lebt die Geschichte von ihren teils äußerst gut umgesetzten Wendungen. So manches Mal haben diese mich wirklich überrascht, wenn auch nicht jedes Mal. Positiv fiel mir hier zum Beispiel die obligatorische Dreiecksbeziehung auf, die mich zwar erst genervt, dann jedoch durchaus überrascht hat.

    Etwas negativ ist mir jedoch die Naivität von Mare aufgefallen. Sie erinnert mich zum Teilen an genreübliche Vertreterinnen. Tapfer, mutig, intelligent - zumindest auf dem Papier. Ihre Handlungen widersprechen diesen Eigenschaften aber gerne mal. Sie ist sehr wankelmütig und lässt sich leicht umstimmen, manchmal hatte ich das Gefühl das dies lediglich dazu diente, der Geschichte einen weiteren Konflikt beizusteuern.

    Obwohl ich Mare die meiste Zeit über sehr sympathisch fand, gingen mir diese Momente doch schon auf die Nerven.


    Das ist jedoch alles meckern auf hohem Niveau. Das Buch hat mir von vorn bis hinten durchaus gefallen. Die kleinen Schwächen, die mir aufgefallen sind, konnte ich im überzeugenden Gesamteindruck getrost unter den Tisch fallen lassen. Jetzt bin ich wirklich gespannt, wie sich die Geschichte in "Das gläserne Schwert" weiter entwickelt.


    (Rezension von Mama Bohne)

  10. Cover des Buches Unter den drei Monden (Die Monde-Saga 1) (ISBN: 9783646300031)
    Ewa A.

    Unter den drei Monden (Die Monde-Saga 1)

     (94)
    Aktuelle Rezension von: hatschivy

    Definitiv nicht mein erstes Buch von dieser Autorin, aber definitiv mein erstes von ihr was ich durchgelesen habe.

    Die Fantasiewelt, die die Autorin geschaffen hat, ist im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch. Angefangen von den verschiedenen Clans, zu den Behausungen (riesige Schneckenhäuser zum Beispiel!), zu den Nutztieren, der Pflanzen der Natur, alles was die Figuren umgibt wird in genügendem Umfang so erklärt, dass der Leser sich ein Bild von dem Geschehen und der Umgebung machen kann, ohne das auf jede kleinste Detail eingegangen wird und trotzdem hatte ich als Leserin das Gefühl, jedes kleinste Detail mir vorstellen zu können. Hut ab vor dieser Meisterleistung des Erzählens (und Übersetzens natürlich)! Beide Protagonisten Kat und Bram sind starrköpfig und geborene Kämpfer, was die beiden so attraktiv für einander macht. Es war abwechslungsreich und um einiges unterhaltsamer aus Sicht beider Hauptpersonen zu lesen. Dies Buch hat die beliebte enemies to lovers trope, was meinen Geschmack perfekt trifft. Brams ist einfach zum verlieben. Es knistert zwischen den beiden und gleichzeitig ist die Handlung spannend genug, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.

    Klare Empfehlung!

  11. Cover des Buches Maskenmacht (ISBN: 9783750440340)
    Lily Wildfire

    Maskenmacht

     (28)
    Aktuelle Rezension von: j_kilior

    Das Schicksal, das die Protagonistin Vaara ereilt ist kein leichtes und in der Welt, in der sie lebt, läuft einiges schief. So ist es nur verständlich, dass sie auf Rache sinnt, auch, wenn ich mir hin und wieder gewünscht hätte, sie würde mehr an die Zukunft ihrer Mitmenschen denken.

    Das Buch ist packend von Anfang bis Ende und liest sich flüssig. Die Beschreibungen sind detailliert und ungeschönt. Auch das Cover ist richtig gut geworden und macht neugierig.

    Ein wenig unbefriedigt hat mich der Cliffhänger am Ende zurückgelassen. Es bleiben noch viele Fragen offen, die wohl erst in den nächsten Teilen beantwortet werden.

  12. Cover des Buches Die Glasbücher der Traumfresser (ISBN: 9783442372744)
    Gordon Dahlquist

    Die Glasbücher der Traumfresser

     (187)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die junge, streng moralische Miss Temple observiert ihren Ex-Verlobten und gerät in geradezu obszöne Umstände, die plötzlich große Entschlußkraft und recht ungewöhnliche Verhaltensweisen von der bisher eher passiven, moralinsaueren jungen Lady erfordern. Zum Glück trifft sie schließlich den Profi-Killer Chang und Dr. Svensson, mit denen sie ein Bündnis gegen die Kräfte der Finsternis bildet. Gegen eine Verschwörung, die den Menschen die Träume rauben kann und sie in unmenschliche, gefühlslose und zur Gedankenkontrolle anderer Menschen befähigte Wesen transformiert. 

    Action, Mystery und Erotik im viktorianischen England.

    Lesetipp

  13. Cover des Buches Masken - Unter magischer Herrschaft (ISBN: 9783426510094)
    Mara Lang

    Masken - Unter magischer Herrschaft

     (133)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre Maske zerfällt zu Staub – und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes, sondern auch ihre große Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die Masken zerstören.


    Diese Buch klang spannend und die Grundidee ist und bleibt toll – leider hat mich die Umsetzung jedoch in mehr als einer Hinsicht enttäuscht.

    Der Schreibstil war flüssig, trotzdem gab es einige Formulierungen, über die ich beim Lesen gestolpert bin. Durch den personalen Erzähler wurde wohl versucht, das Wort „ihre“ zu vermeiden, wo man kann, damit es nicht zu oft vorkommt. Verständlich. Leider führte es dazu, dass „die Mutter rief sie“ oder „der Vater drehte sich um“ verwendet wurde und das Verhältnis zur Familie der Protagonistin so schon von Anfang an sehr unpersönlich wirkte.

    Und dann ist da Ferin. Sie war mir leider sehr unsympathisch und entgegen dem, was der Klappentext schreibt, ist sie alles andere als selbstständig. Sie stolpert eher durch Zufall in die Rebellen hinein und hat eigentlich gar nicht vor, sich ihnen anzuschließen. Stattdessen versinkt sie in Selbstmitleid – ein Gefühl, das wir als Leser fast 100 Seiten durchstehen müssen. Das war der erste Moment, in dem ich überlegt hatte, das Buch abzubrechen, was ich allerdings nicht getan habe. Als diese Phase überwunden war, wurde es nämlich doch interessant und endlich schien die Geschichte Fahrt aufzunehmen. Wir lesen, welche Magie ihr Volk besitzt und wie Ferin endlich akzeptiert, zu sich selbst findet und ihre Gabe mehr oder weniger zu beherrschen lernt.

    Zwischenzeitlich wurden auch andere Perspektiven eingestreut, allerdings so selten und mit so wenig Informationen für die Handlung, dass sich mir nicht erschlossen hat warum es überhaupt getan wurde. Viel eher haben mich die wenigen kurzen Abschnitte irritiert und aus der Haupthandlung herausgerissen.

    Das Erscheinen von Martu (der nicht zu den Rebellen gehörte), hat mich tatsächlich überrascht, bis klar wurde, wer er wirklich war und meine Irritation gar nicht mehr weichen wollte. Er gehört nämlich zu einem ganz anderen Volk, am anderen Ende der Welt, mit anderen Fähigkeiten, einem anderen Krieg und anderen Problemen. In meinen Augen war er nur dazu da, dass Ferin sich verliebt und die Trauer über den Abschied bei einigen Lesenden vielleicht Herzschmerz auslöst – was es bei mir nicht getan hat. Auf mich wirkte es extrem konstruiert, denn auch das, was er für den Verlauf der Geschichte dann noch tut, hätte meiner Meinung nach ohne ihn vollbracht werden können.

    Das Ende hat mich auch nicht mehr überraschen oder begeistern können, wirkte zu passend, zu zurechtgebogen und genauso konstruiert wie die Geschichte mit Martu. Das Ende der Geschichte konnte bei mir daher leider auch keine Pluspunkte sammeln.

  14. Cover des Buches Ich glaube, ich hatte es schon (ISBN: 9783462001556)
    Michael Mittermeier

    Ich glaube, ich hatte es schon

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Das war ja mal überhaupt nicht meins. Ich fand das Beschriebene weder interessant noch witzig. Es geht um diverse Themen unserer Zeit - mit Corona haben diese Beschreibungen oft nur am Rande zu tun. Humor ist halt Geschmackssache - meinen hat der Autor mit diesem Werk nicht getroffen.
    Wladimir Kaminers Buch über die erste Corona-Zeit ("Der verlorene Sommer") hat mir weitaus besser gefallen.

  15. Cover des Buches Die Stadt des roten Todes - Das Mädchen mit der Maske (ISBN: 9783442478194)
    Bethany Griffin

    Die Stadt des roten Todes - Das Mädchen mit der Maske

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Das Cover ist düster gestaltet, man sieht eine Frau von hinten in einem atemberaubend roten Kleid, die Innenseite des broschierten Umschlags ist liebevoll designet. Tolles, geheimnisvolles Cover das neugierig auf den Inhalt macht.  Die Story ist etwas flach und verwirrend. Mit Araby konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden. Sie hatte durchgehend Schuldgefühle, weil sie sich die Schuld am Tod ihres Zwillingsbruders Finn gab. Deshalb schwor sie sich nie zu verlieben oder eine Beziehung einzugehen, all die Sachen, die Finn nicht mehr tun konnte. Ich konnte verstehen, dass sie sich schuldig fühlte, aber aus diesem Grund keine Gefühle zu zulassen, kam mir sehr extrem vor. Das nervte sehr. Abgesehen davon war sie fast nur am jammern. Oft erging es mir so, dass ich ihre Handlungen recht kindisch und zickig fand. Besonders wenn sie versucht zu "rebellieren", erscheint sie mir eher wie ein bockiges Kind, das nicht viel über Konsequenzen nachdenkt. Die Erzählung schreitet flott voran, von anfänglichen Unruhen bis hin zu einer richtigen Revolte. Der Charakter Elliott, Mal tut er so als kann er Araby gar nicht leiden, dann liest er ihr wieder jeden Wunsch von den Augen ab. Überhaupt steht sie natürlich immer im Mittelpunkt, dabei ist sie ja eigentlich so unscheinbar.

  16. Cover des Buches Der Dieb ohne Herz (ISBN: 9783959914185)
    Ney Sceatcher

    Der Dieb ohne Herz

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Können wir zuerst inne halten und das Cover begutachten? Es ist traumhaft schön und passt unheimlich gut zum Klappentext. Dieser hat mich in den Bann gezogen, denn ich liebe Märchen aller Art. Das Thema mit den Masken fand ich sehr ausgefallen und war um so neugieriger das Mädchen ohne Geschichte und den Dieb ohne Herz kennenzulernen.

    Malina kann sich an ihre Vergangenheit nicht erinnern. Eines Nachts stand sie vor der Werkstand von Irena, die Masken herstellt. Bei ihr ist sie aufgewachsen und hat ihr Werk, Masken herzustellen, erlernt. Doch das Unwissen über ihr Leben lässt sie nicht los. Als sie plötzlich eine Einladung von der Königin von Malufra, die Stadt der Masken, bekommt, ergreift Malina ihre Chance und macht sich auf dem Weg. Doch ihre Reise ist gefährlich und sie muss Hindernisse überwinden. Ihr Begleiter ist der Dieb ohne Herz, doch kann sie ihm wirklich trauen? Und ist Malufra wirklich das, was sich alle erzählen?

    Der Schreibstil ist sehr märchenhaft, fast träumerisch. Die Atmosphäre ist düster, aber auch wunderschön. Mir gefiel Malina, weil sie zum einen ihre Vergangenheit nicht kennt und daher ein wenig mysteriös rüberkommt, zum anderen, weil sie Märchen liebt und sehr hilfsbereit und sympathisch ist. Jedoch konnte ich sie nicht ganz greifen, denn schlussendlich erfuhr man nicht viel von ihr. Dann der Dieb ohne Herz: sein Märchen hat mir sehr gut gefallen, konnte ihn aber nicht wirklich einschätzen, geschweige greifen. Auch er blieb für mich eher oberflächlich. Genauso wie seine Freunde, die ich aber sehr interessant fand und deren Geschichte mich sehr berührt haben. Die Hexen machten es düster und geheimnisvoll, sie haben mir fast am besten gefallen. Das Abenteuer an sich empfand ich aber nicht wirklich spannend. Wir erfuhren interessante Dinge, aber es hat mich nicht gecatcht. Die Idee mit der Stadt und der Maske fand ich ziemlich gut. Sowas hatte ich bisher noch nie gelesen. Mysteriös und geheimnisvoll. Aber eben, auch mit nicht so viel Spannung. 

    Dieses Buch ist eher zum Träumen da, man kann es ziemlich schnell weg lesen. Denn es ist eher ruhig gehalten und wir nehmen an einige Märchen teil, die darin beschrieben werden. Die Charaktere waren für mich nicht greifbar, aber dennoch fand ich sie sympathisch. Ein schönes Buch für Zwischendurch.

  17. Cover des Buches Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht (ISBN: 9783846601143)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

     (579)
    Aktuelle Rezension von: bookedbycece

    Der zweite Band konnte mich genauso begeistern wie bereits der erste. 

    Besonders beeindruckt mich der Aufbau der Geschichte mit den unterschiedlichen und abwechselnden Perspektiven. Jede Perspektive ist spannend und gibt mir als Leserin nochmals andere Blickwinkel auf das Geschehen. Die Brutalität und dystopische Stimmung aus dem ersten Band wird hier weitergeführt. Auch hier steht die Lovestory nicht im Vordergrund, was es für mich aber umso besonders, echt und zerbrechlich macht.

    Laia entwickelt sich immer mehr als starke, kampfbereite und mutige junge Frau. Generell sind alle Charakteren wirklich toll und stark ausgearbeitet. 

    Ich hoffe der nächste Band geht genauso spannend und düster weiter, nachdem dieser Band so voller Intrigen und überraschenden Wendungen war. Auf jeden Fall war auch Band 2 ein Highlight für mich und ich freue mich sehr auf die Folgebände.

  18. Cover des Buches Pixeltänzer (ISBN: 9783895611926)
    Berit Glanz

    Pixeltänzer

     (26)
    Aktuelle Rezension von: OldWhiteCis_Man

    Als ausführlichere Rezension empfehle ich diese hier, die für mich alles Wesentliche erfasst.
    https://www.lovelybooks.de/autor/Berit-Glanz/Pixelt%C3%A4nzer-2031512384-w/rezension/2186503822/ 

    Zwei Frauen sind die Hauptfiguren. Elisabeth, genannt Beta, arbeitet im Berlin der Gegenwart. Lavinia ist hungernde Künstlerin in den 1920er und 1930er Jahren. Alle Männer sind in unterschiedlichem Ausmaß Nebenfiguren. Der Mann mit dem Pseudo Tobbogan macht Beta auf die Kunst von Lavinia neugierig. Beide Hauptfiguren werden in ihrer persönlichen Entwicklung geschildert. Beta wird dabei von Tobbogan in einem intelligenten Ratespiel mit Hinweisen versorgt. Am Schluss zeigt sich dieser Mann Beta, womit der Roman endet. 

    Zuerst mochte ich das Buch nicht, wegen der Selbstausbeutung der beiden Heldinnen. Nun habe ich selbst einmal vier Jahre lang aus beruflichem Fortbildungsinteresse und dank des Verhaltens meiner ersten Frau 70 Stunden die Woche gearbeitet. Vielleicht ist die Autorin noch zu jung, um so etwas als eines der großen Dramen des Berufslebens anzuerkennen. Generation Praktikum ist halt auch auf ihre Abwehrmechanismen angewiesen, so wie jede Generation in ihrer Zeit. Beta hätte bessere Möglichkeiten, Lavinia ist von ihrer Kunst besessen in üblen Zeiten für diesen Zustand. Das führt zur Katastrophe. Beta hat am Schluss alles in der Hand.

    Diese Ablehnung der Selbstausbeutung und mein Desinteresse an dieser Form von Tanz führten erst einmal zu einer negativen Bewertung. Dann begann ich über den Roman nachzudenken und das Buch gewann. Die beiden Frauen sind in ihrer Entwicklung klar gezeichnet. Sie sind starke Charaktere. Die Handlungen sind geschickt ineinander verschränkt und Ähnlichkeiten und Unterschiede über die Zeit und die Tätigkeit stehen in Beziehung. Das ist gut geschrieben. 

    Das nächste Buch der Autorin werde ich lesen.

    Altpapier: Ware wirklich schade.
    Offener Bücherschrank: Da ist es und ich wünsche dem Buch eine.n Leser:in, die einen leichteren Zugang haben. Vielleicht muss ich es noch einmal kaufen oder leihen.
    Familie/Freunde: Auf die Meinung meiner verstorbenen Frau wäre ich wirklich gespannt. So halte ich mich in dem Kreis erst einmal zurück

  19. Cover des Buches Das Lied des roten Todes - Das Mädchen mit der Maske (ISBN: 9783442478286)
    Bethany Griffin

    Das Lied des roten Todes - Das Mädchen mit der Maske

     (38)
    Aktuelle Rezension von: mirimann
    Nachdem Araby mir ein paar wenigen Freunden mit einem Luftschiff aus der Stadt aufgrund einer zweiten Seuche geflüchtet ist, fliegen sie Richtung Supf, wo es auch nicht so recht sicher ist, da dort Krokodile und Infizierte der Seuche leben. Außerdem sind noch Malcontents und Prosperos Männer hinter ihnen her. Nebenbei sind noch sehr viele Fragen offen nachdem der erste Teil so abrupt abgebrochen wurde. Was wird aus April? Stimmen die Gerüchte um Arabys Vater? Wie kann die Seuche und der rote Tod aufgehalten werden? Können sie überhaupt noch aufgehalten werden?

    Dieser zweite Teil fängt genau da an, wo der Erste aufgehört hat und man kann so sehr schnell wieder in die Geschichte finden. 
    Allerdings habe ich schon sehr bald einen meiner Meinung nach großen negativen Punkt gefunden: Viele Charaktere werden zu gefühlslos dargestellt. Und besonders ist es mir bei Araby aufgefallen. Ein kurzes Beispiel: Elliott möchte die Leichen der Infizierten verbrennen, anstatt wie üblich sie den Krokodilen-verseuchten Sumpf zu bringen, damit die Handelswege für die Nahrungslieferung schnellst möglichst wieder frei sind und die Seuche sich nicht ausbreiten kann. Also verbrennt er während eines "Spaziergangs" mit Araby einen Haufen Leichen. Aus Arabys Sicht wird diese Grausamkeit genauestens beschrieben und sie kümmert sich vergleichsweise recht wenig darum. Es kann natürlich sein, dass Araby sich entwickelt hat durch dieser Kriese, es kann aber natürlich auch an der Autorin liegen, die sehr sparsam mit Emotionen umgegangen ist. 

    Ebenfalls ein recht großes Manko ist, dass die vielen vielen Ideen, die die Autorin hatte nur teilweise zu Ende ausgeführt wurden. Vielmehr hatte man das Gefühl, dass die Autorin zu einem bestimmten Endergebnis der Handlung kommen wollte und so die Vorstufen sehr kurz gefasst hat. An manchen Stellen sogar so kurz, dass wenn man einen Satz überlesen hat nicht mehr mit der Handlung hinterher kommt. Das nimmt an machen Stellen die Spannung und man ärgert sich auch fast. 

    Ein Beispiel nebenbei. Schon vom ersten Teil an spielen die Masken, die sich nur die Reichen leisten konnten um sich vor der Seuche zu schützen eine große Rolle. Generell finde ich die Idee vom Prinzip her sehr faszinierend. Hingegen ist es enttäuschend, dass man nicht darüber aufgeklärt wird, wie genau sie aussehen und wie sie funktionieren. Es hätte sich durchaus angeboten etwas genauer darüber zu schreiben, da Araby die Tochter des Wissenschaftlers und der Erfinder der Maske ist. Man erfährt lediglich, dass es ein Mundstück gibt und sie ansonsten aus Porzellan ist und nur die Augen frei sind. Doch warum sich diese auf den Besitzer "anpasst" und so kein anderer sie tragen kann und wie sie generell funktioniert bleibt ungeklärt. 

    Schon von Anfang dieses Buches dachte ich, dass es einen weiten Teil geben würde, da sooo viele Fragen noch offen sind und diese unmöglich in diesem Buch alle beantwortet werden konnten, außerdem würden sich selbstverständlich auch noch neue Probleme ergeben. Dieser Meinung war ich auch noch bis zum Ende des Buches. Bis dann in den letzten 10 Seiten alle Fragen und Probleme gelöst wurden und somit gar nicht genug Material für einen weiteren Teil da ist. Von daher finde ich es sehr enttäuschend, dass diese Reihe so plötzlich aufhört und doch manche Sachen einfach im Raum stehen gelassen wurden.

    Fazit:

    Ich kann diese Reihe empfehlen, es ist aber keine, die man gelesen haben muss aufgrund von der nur halb -zuende gedachten Ideen, was meiner Meinung nach eins der größten Macken ist. Von daher bewerte ich diese Fortsetzung mit 3 von 5 Sternen.
  20. Cover des Buches Der dunkle Wächter (ISBN: 9783596521173)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der dunkle Wächter

     (401)
    Aktuelle Rezension von: Luna

    Carlos Ruiz Zafón  Der dunkle Wächter


    (Aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen)


    gruselig - unheimlich - spannend - creepy - fantasievoll - atmosphärisch 


    Bewertung: 5/5 Sterne 


    Auf dem geheimnisvollen Anwesen Cravenmoore lebt der Spielzeugfabrikant Lazurs Jann mit seinen selbst gebauten Konstruktionen.

    Mechanische Menschen, Automaten, Spielzeuge, die sich bewegen und den Anschein erwecken, ein Eigenleben zu haben.


    Nach dem Tod ihres Mannes zieht Simone Sauvelle mit ihren beiden Kindern Irene und Dorian in das kleine Dorf an der Küste der Normandie, weil sie eine Anstellung auf dem Anwesen des Spielzeugfabrikanten erhält.


    Zunächst leben sie glücklich dort und freunden sich mit dem Spielzeugfabrikanten an. 


    Nachdem Irenes Freundin Hannah tot  aufgefunden wird, decken Irene und ihr Freund Ismael nach und nach die Geheimnisse von Cravenmoore und die Lebens- und Liebesgeschichte von Lazarus Jann auf.

    Der Schatten der Vergangenheit wird zu einem  gefährlichen Gegner. 


    Ich habe dieses Buch, so wie alle Romane von Carlos Ruiz Zafón in kurzer Zeit verschlungen. Diese Geschichte ist so spannend, dass man sie nicht zur Seite legen mag.


    Auch dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle Thriller-, Horror- und Gruselgeschichten Leser ! 

    Der Autor schafft es die Leser/innen mitzureißen und sich jeden beschriebenen Ort atmosphärisch und wundervoll vorzustellen.

    Jede Szene der Geschichte ist so wunderbar beschrieben, als würde man einen Film schauen.


    Ich empfehle diesen Schauerroman gerne weiter! Er erhält von mir 5/5 Sterne. 


    Lest auch noch von Carlos Ruiz Zafón:

     

    ♡Der Schatten des Windes 

    ♡Marina 

    ♡Der Nebelfürst 

    ♡Der Mitternachtspalast

  21. Cover des Buches Zeitenzauber (ISBN: 9783846601488)
    Eva Völler

    Zeitenzauber

     (1.594)
    Aktuelle Rezension von: living_in_a_bookworld

    Anna möchte eigentlich nur den Urlaub mit ihren Eltern in Venedig möglichst wenig gelangweilt hinter sich bringen, als sie durch Zufall in der Zeit zurück katapultiert wird und sich im Jahr 1499 wiederfindet. Was die geheimnisvolle Katzenmaske, die sie kurz zuvor gekauft hat, eine rote Gondel und der unwahrscheinlich gutaussehende Sebastiano damit zu tun haben, ist ihr in diesem Moment noch nicht bewusst.

    Bei dem Versuch, wieder zurück in ihre eigene Gegenwart zu gelangen, wird sie in ein spannendes Abenteuer verwickelt und hilft dabei, einen Mord zu verhindern und die Zukunft Venedigs zu retten.

    Da die Reihe schon etwas länger erschienen ist und nun neu aufgelegt wurde, fand ich es ganz spannend nochmal in die Lebenswelt von 2009 einzutauchen, als Hannah Montana, Schüler VZ und ICQ in Mode waren.

    Abgesehen davon ist das Buch aber auf einem sehr aktuellen Stand, der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, wenn auch etwas einfach da es ja ein Jugendbuch ist, dafür aber sehr amüsant und unterhaltsam.

    Ich persönlich habe oft ein paar Probleme mit Zeitreise Büchern, muss aber sagen, dass es hier sehr gut gelöst wurde, sodass kaum Ungereimtheiten entstanden und die Protagonistin auch selbst über einige Paradoxa reflektiert hat, was ich sehr cool fand. Auch die Abschnitte in der Vergangenheit haben mir gut gefallen, da alles gut recherchiert wurde und man auch viele Einlicke in das alltägliche Leben verschiedener Bevölkerungsgruppen zu dieser Zeit erhalten hat.

    Anna als Protagonistin mochte ich sehr, sie verhält sich ihren 17 Jahren entsprechend, ist manchmal etwas impulsiv und naiv, aber auch schlagfertig und loyal, hinterfragt vieles und war mir durchweg sympathisch.

    Sebastiano war zuerst der typische geheimnisvolle Love Interest, doch mit der Zeit hat er sich auch verletzlich gezeigt, was mir gut gefallen hat. Nur die Beziehung zwischen den beiden ist mir ein bisschen zu schnell gegangen, da diese auch nicht im Fokus der Geschichte zieht und somit für mich nicht ganz so gefühlsbetont rübergekommen ist.

    Natürlich gab es auch eine Menge Nebencharaktere, an denen mir besonders gut gefallen hat, dass manche nicht das waren, was sie auf den ersten Blick zu sein schienen und dadurch einige Plot Twists und Überraschungen entstanden sind.

    Ein besonderes Highlight für mich war auch das Setting Venedig, da ich selbst bereits einmal dort war und die besondere Atmosphäre der Stadt im Buch sehr gut aufgegriffen wurde, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit.

    Nach Annas erstem Abenteuer in der Vergangenheit bin ich nun sehr darauf gespannt, wie es in den nächsten beiden Bänden weitergehen wird, was sie noch erleben und über das Zeitreisen erfahren wird.

  22. Cover des Buches Nevernight - Die Prüfung (ISBN: 9783596297580)
    Jay Kristoff

    Nevernight - Die Prüfung

     (650)
    Aktuelle Rezension von: lisa_buecherliebe

    Nevernight stand schon ziemlich lange ungelesen in meinem Regal und ich bin so froh es endlich gelesen zu haben. Denn das, was Jay Kristoff da geschaffen hat ist Grandios.


    Der Schreibstil ist recht derb und direkt, aber absolut passend für diese Geschichte. Eingeleitet wird die Handlung von einem Erzähler, aber erzählt wird immer aus der Sicht von Mia, der Protagonistin. So kommt es während dem Buch auch mal dazu, dass der Leser direkt angesprochen wird, was den Schreibstil noch einzigartiger macht. 

    Der Einstieg fiel mir aufgrund mehrerer Zeitsprünge etwas schwer. Aber da die Vergangenheit von Mia immer in einer kursiven Schriftart dargestellt wurde, war es leichter die Zeiten auseinanderzuhalten und durchzublicken.

    Verschiedene Hintergrundinformationen bekommt man durch die vielen Fußnoten, aber ich hatte nie das Gefühl von zu viel Input. Außerdem waren auch einige sehr lustige Fußnoten dabei, die mich zum lachen gebracht haben.

    Die Handlung ist düster, brutal und sehr gut durchdacht. Es gibt einige unvorhersehbare Twists. Auch wenn sich die Handlung eher langsam entwickelt, war es durchweg interessant und nie zäh. Die letzten 150 Seiten haben an Spannung und Nervenkitzel aber nochmal alles rausgeholt. 

    Mia, die Protagonistin mochte ich sehr. Sie weiß was sie will und ist bereit alles dafür zu tun. Ihr Verhalten und Ihre Handlungen sind nicht immer moralisch vertretbar aber neben Ihrem Drang nach Rache lernen wir auch viele andere Facetten von ihr kennen und diese zeigen, dass Sie nicht einfach nur eine Mörderin ist.


    Fazit: Nevernight konnte mich durchweg begeistern. Auch wenn sich die Handlung eher langsam entwickelt war es durchweg interessant. Das Buch punktet außerdem durch den einzigartigen und angenehmen Schreibstil. Auch wenn mir im Endeffekt ein kleines Fünkchen zum Highlight gefehlt hat, kann ich das Buch mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen.


    4,5/5

  23. Cover des Buches Zeitenzauber (ISBN: 9783846601501)
    Eva Völler

    Zeitenzauber

     (728)
    Aktuelle Rezension von: kleinerFeigling

    Endlich habe ich wieder eine Reihe entdeckt, die ich durchsuchten kann. Zeitreisen sind genau meine Art von Fünkchen Magie, die ich mag. Anna ist eine junges, netten Mädchen von nebenan und ich fand sie gleich sehr sympathisch. Zufällig landet sie in der Vergangenheit und muss ich dort zurechtfinden. Ich hatte auch ein paar Probleme mich dort zurechtzufinden mit Anna, denn es waren plötzlich so viele Namen und Leute im Spiel, dass ich nicht recht folgen konnte. Doch das kann auch daran liegen, dass ich es als Hörbuch in der gekürzten Version gehört habe. Jedenfalls ist es durch und durch eine nette Geschichte für einen gemütlichen Abend so nebenbei. 

  24. Cover des Buches Die gleißende Welt (ISBN: 9783499268373)
    Siri Hustvedt

    Die gleißende Welt

     (44)
    Aktuelle Rezension von: virginiestorm_autorin

    Harriet Burden lebt als Installationskünstlerin in New York. Um auf die Diskriminierung von Frauen in der Kunstszene aufmerksam zu machen, engagiert sie drei männliche Künstler, damit diese Harriets Werke als ihre eigenen ausgeben.

    Einer der drei Männer wendet sich jedoch gegen Harriet und durchkreuzt ihre Pläne.


    Ich bin sehr schnell in die Geschichte eingestiegen, da ich die Idee fantastisch fand und mich interessierte, wie das Publikum die Kunstwerke beurteilte, wenn diese scheinbar von Männern erstellt waren.


    »Bei Frauen wird es immer persönlich«, sagte Harry, »Liebe und der ganze Mist (...)«


    Ich musste das Lesetempo aber sehr schnell verlangsamen, da in dem Roman eine Vielzahl von Verweisen auf Psychologie, Philosophie und Kunst vorhanden sind (inkl. langer Fußnoten). Zudem schildert die Autorin Siri Hustvedt keine fortlaufende Handlung, sondern die Geschichte setzt sich aus Tagebucheinträgen Harriets, Besprechungen von Kunstkritikern und Gesprächen mit Angehörigen zusammen.


    Es geht um Masken, die Wahrnehmung von Geschlecht und den Kunstbetrieb.


    »Rache ist süß, vor allem für Frauen, so Lord Byron. Und ich sage, ja warum wohl Jungs? Warum wohl?«


    Ich fand es sehr spannend über Künstlerinnen aus verschiedenen Generationen zu lesen und die Perspektiven aus denen Siri Hustvedt das Selbst, die Persona, beleuchtet, nachzuvollziehen.


    Das Buches entfaltet sich in mehreren Ebenen. Bald wußte ich nicht mehr, was real war und was nicht. Wer log und wer erzählte die Wahrheit?


    Ein ungewöhnlicher Roman.

    Wer Unterhaltung sucht, ist sollte lieber zu einem anderen Buch greifen.

    Wer sich jedoch für die Kunstwelt sowie Philosophie und Psychologie interessiert, wird hier herausgefordert und findet eine Vielzahl von Denkanstößen.



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