Bücher mit dem Tag "matriarchat"

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50 Bücher

  1. Cover des Buches Das Land der verlorenen Träume (ISBN: 9783453267282)
    Caragh O'Brien

    Das Land der verlorenen Träume

     (552)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Mit beinahe fünfhundert Seiten war dieser zweite Band der Reihe eines der dickeren Bücher für mich im Juli und doch muss ich sagen, dass ich ziemlich schnell durch die Geschichte hindurch gekommen bin, schneller sogar noch als durch Band eins und dennoch konnte es nicht ganz an diesen heranreichen. Weshalb, erfahrt ihr jetzt.


    Wie schon im Vorgängerband, so ist auch hier der Schreibstil wieder hervorragend, angenehm, flüssig und schnell zu lesen. Er ist bildlich und machte die Geschichte sowie die Charaktere vor meinen Augen lebendig. Er konnte mich absolut packen und mitreißen.


    Dennoch blieb auch hier wieder das Problem, dass sich die Geschichte stückchenweise ein bisschen gezogen hat, nur eben leider auch offensichtlich. So gab es einige Szenen, die meiner Meinung nach hätten gekürzt werden können. Und auch das Thema in diesem Buch ist irgendwie komisch, schon irgendwie angepasst an den ersten Band der Reihe, aber dennoch ganz anders. Zwar ging es wieder um die Kinder und vielerlei biologische Probleme, aber muss es denn immer darum gehen, zumal sich für mich nur zu einem bestimmten Teil ein Zusammenhang zum ersten Band ergeben hat. Und dennoch muss ich zugeben, dass die Geschichte einfach das gewisse Etwas hat. An sich hat sie auch Sinn ergeben, war spannend, teilweise sogar richtig emotional. Ebenso gab es einige interessante und unerwartete Wendungen, die mich echt überrascht haben, die vom Ideenreichtum der Autorin zeugen und echt gut geschrieben waren. Doch dann gab es noch die Liebesgeschichte, die mich diesmal beinahe irre gemacht hat. So richtig wurde mir nicht klar, wer denn nun eigentlich und warum. Aber das war ja noch irgendwie okay, schließlich hat man es hier mit einer sechzehnjährigen Protagonistin zu tun, die sich erst einmal finden muss. Allerdings konnte ich die Beziehung zwischen ihr und Leon nach einer bestimmten Szene einfach nicht mehr ernst nehmen.


    Trotzdem muss ich sagen, dass die Charaktere in diesem Band wieder richtig gut und lebendig geschrieben waren. Vor allem Gaia ist mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen und ich habe sie auch hier wieder super gern begleitet, habe mich über ihre persönliche Entwicklung gefreut und freue mich auch darauf, sie im dritten Band weiter zu begleiten. Leon war mir ein bisschen suspekt, kam mir ein bisschen wie eine teils ungerechte und egozentrische Memme vor. Dafür gab es mit Will und Peter zwei sehr interessante junge Männer, die ich wirklich mochte. Doch auch ansonsten wurden viele neue Charaktere in diesem Band eingeführt, die sehr interessant daher kamen.


    Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Geschichte schon mag und ich auch gut durch diesen Band hindurch gekommen bin. Er war unterhaltsam, spannend und interessant konzipiert, hatte aber dennoch hier und da ein paar Mängel, die ich nicht verzeihen kann. 

  2. Cover des Buches Vereinte Welten: Der Auserwählte (ISBN: 9781719968669)
    Anke Becker

    Vereinte Welten: Der Auserwählte

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Es ist schon sehr lange her, dass ich von Marion Zimmer Bradley den Klassiker " Die Matriarchen von Isis " gelesen habe und war damals von dem Thema fasziniert, dass Männer in einer anderen Welt, absolut nichts mehr zu melden hatten.

     Und so wird auch hier in einer geschlossenen Gesellschaft bestehend aus 49 vereinten Welten, alle 20 Jahre ein Mann auserwählt, der die zukünftige Herrscherin zeugen soll. Dazu muss der Auserwählte rechtzeitig zum Ritual zur Zentralwelt gebracht werden, doch es gibt genug Wettbewerberinnen, die alles daran setzen, dass er nie dort ankommt....

    Faszinierend in einer Welt, in der die herrschenden Frauen über Magie verfügen und ihr Leben lang darauf vorbereitet werden, eine führende Rolle auszuüben. Die Favoritin Janaija möchte jedoch zum Wohle des Volkes einiges Verändern und das gefällt den wenigsten, da sie Ihre Privilegien nicht verlieren wollen und lieber jemand regieren lassen möchten, der so wenig wie möglich verändern will. Doch Sie muss sich darauf verlassen, dass Ihr Auserwählter sich den Prüfungen stellt und gewinnt.

    Ein sehr gut und vor allem flüssig geschriebener Roman, der einen dazu zwingt immer weiter den Strang der Geschichte zu verfolgen. Es gibt wunderschöne Bilder im Kopf, die durch den neu hinzu gekommenen Mond Aquin und seine Bevölkerung die vereinten Welten bereichern. Kadan ist von Anfang an sehr sympathisch und nahezu Perfekt, doch die Auseinandersetzung mit Shiran ist der Kern der Geschichte und macht richtig Spaß zu lesen... Die Charaktere und Ihre Geschichte bzw. Hintergründe beleben ein modernes "Roadmovie" und bilden der ersten Teil einer Trilogie.

    Da mir das Ende ein bisschen zu sehr in eine " Romance " Ecke abgedriftet ist, bleiben dicke 4 Sterne und der nächste Band ist bestellt...


  3. Cover des Buches The Ocean at the End of the Lane (ISBN: 9780062278593)
    Neil Gaiman

    The Ocean at the End of the Lane

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Weltentraeumerin

    Diese außergewöhnliche Geschichte wird eingerahmt durch die Handlung des Mannes, der sich an seine Kindheit erinnert, ehe wir dann genau dahinein wechseln. Der Protagonist, der ebendiese Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, erhält nie ein Namen, was mir bis zu dem Interview mit dem Autor, das in meiner Ausgabe hinten abgedruckt ist, auch nicht aufgefallen war.

    Das Genre des Buches ist vage Fantasy, allerdings alles andere als eine typische Geschichte. Der Protagonist ist sieben Jahre, liest gerne und es ist ein bisschen so, als würden Dinge, die man sich mit sieben Jahren vorstellt, real werden. Monster, Magie, aber auch Wunder und allerhand anderer übernatürlicher Phänomene.

    Die Zielgruppe des Buches sind Erwachsene, denn obwohl der Protagonist ein Kind ist und vieles fast märchenhaft anmutet, ist die Atmosphäre doch auch sehr düster und viele angeschnittene Themen werden Kinder nicht unbedingt verstehen. Umgekehrt kritisiert das Buch gerade Erwachsene, nimmt die Position von Kindern ein und wendet sich gegen die Fantasielosigkeit und Härte der Erwachsenen.
    Die Geschehnisse, die von Erwachsenen als übernatürlich klassifiziert werden würden, werden mit einer kindlichen Selbstverständlichkeit hingenommen. In diesem Buch scheint alles möglich zu sein, egal, wie sehr es gegen die Vernunft geht, und das fand ich unheimlich cool.

    Ich hatte den Eindruck, dass der Protagonist sich absolut authentisch wie eben ein siebenjähriger Junge verhält. Dass er Angst hat, sich nicht traut, Dinge zu machen, trotzig wird, naiv ist, fordernd. Ohne dass ich das jemals als anstrengend empfunden hätte. Denn nichtsdestotrotz ist er beispielsweise eben auch sehr mutig.
    Dabei lernen wir seine Familie nur aus seiner Sicht und damit auch nur in seinem Eindruck kennen - seine Schwester also vor allem als nervig und besserwissend, seinen Vater als streng und strafend, und so weiter, was super interessant ist.

    Auf der anderen Seite haben wir Lettie Hempstock, ihre Mutter und ihre Urgroßmutter auf ihrer Farm, die für den Protagonisten zu einem Zufluchtsort voller kleiner Wunder und Perfektionen ist. Gerade die Freundschaft, die der Protagonist zu Lettie aufbaut, wird dabei als unkompliziert, aber auch sehr schön beschrieben.

    Die Atmosphäre ist relativ düster, fast leicht unheimlich. Gleich zu Anfang wird es auch ein wenig trauriger, und generell tat mir der Protagonist wiederholt leid - letztendlich fieberte ich durchaus mit dieser Geschichte mit, die mich in ihren ganz eigenen Bann zog.

    Fazit: Absolut außergewöhnliche Geschichte mit einer einnehmenden, düsteren Atmosphäre aus der Sicht eines authentisch dargestellten siebenjährigen Junge, in der alles möglich zu sein scheint - eine Geschichte über Monster, Magie und Wunder, über Mut und Freundschaft und ein bisschen auch über die Gegensätze zwischen Kindern und Erwachsenen.


  4. Cover des Buches Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt (ISBN: 9783802597404)
    Andrea Schacht

    Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

     (476)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Im Jahr 2125 ist Europa, nun New Europe, NuYu genannt, matriarchalisch geprägt. Kyria, deren Mutter einen hohen Ministerposten einnimmt, ist eine Gendefekte und hat an ihrem 18. Geburtstag schon länger gelebt, als zu erwarten war. Leider verläuft ihr Geburtstag nicht gut, erst erfährt sie, dass sie als Novizin im Tempel aufgenommen werden soll, nicht gerade das, was sie von ihrem weiteren Leben erhoffte, dann wird sie von einer Hornisse gestochen und landet im Heilungshaus. Dort lernt sie Reb kennen, einen Jungen, der ohne Identität im Untergrund lebt – und damit beginnt für Kyria ein Abenteuer, von dem sie nicht erwartet, es zu überleben …

    Ich war sehr auf den Roman gespannt, denn ich bin ein Fan der Autorin, vor allem ihrer in Köln spielenden, historischen Romane. Ziemlich schnell allerdings trat Ernüchterung ein. Der Roman wollte mich so gar nicht packen, ich hatte sehr oft das Gefühl Altbekanntes zu lesen, ich konnte mich nicht so recht mit den Charakteren und auch nicht mit der Welt, die die Autorin entwickelt hat, anfreunden.

    Erzählt wird distanziert und recht emotionslos, und das, obwohl die Autorin Kyria selbst in Ich-Form erzählen lässt. Ein Mädchen, todkrank, aus ihrer gewohnten Welt gerissen, das schnell nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, sollte mehr Emotionen haben – und die möchte ich als Leser auch gerne miterleben können. Mit Reb zankt sie sich ständig, Kyria ist zickig, er ist frech, das soll wohl auflockern und für Humor sorgen, wird aber nach einer gewissen Zeit nervig. Insgesamt sind die Charaktere nicht sehr tiefgehend gezeichnet.

    Ich persönlich finde matriarchalische Gesellschaften interessant. Die Gesellschaft NuYus wurde aus einem bestimmten Grund so aufgebaut, tatsächlich ist sie aber nicht besser als die frühere, die abgelöst und verbessert werden sollte. Interessanterweise lässt Andrea Schacht die Katastrophe, die die Welt verändert, nicht in einer zukünftigen Welt passieren, sondern 1975, wodurch NuYu eher eine Parallelwelt zu unserer ist. Die Gesellschaft der 1970er Jahre bleibt in sogenannten Reservaten bestehen, hier hat sich nichts weiterentwickelt, das empfand ich nicht sehr realistisch, auch die Gesellschaftsform wurde nicht geändert, hier ist die Rollenverteilung altbekannt – und auch bei den Ausgestoßenen, zu denen Reb zählt, ist die Rollenverteilung klar: Frauen kochen und putzen. Ich finde, hier verschenkt Andrea Schacht allerhand, vor allem die Chance, eine Welt zu zeigen, in der Gleichberechtigung herrscht, in der jeder das sein kann, was er möchte (oder zumindest eine Gesellschaft auf dem Weg dorthin).

    Die Geschichte wirkt auf mich recht oberflächlich, hin und wieder auch nicht ganz logisch, z. B., wenn Reb zwar in das Heilungshaus geschafft, dort aber nicht behandelt wird. Dann wieder wirkt sie sehr bemüht jugendlich. Leider ist die Geschichte nicht sehr spannend. Teilweise plätschert sie so dahin, gegen Ende immer mehr, zwischendurch geschehen Dinge zu plötzlich, viele „Überraschungen“ kann der Leser schon vorab ahnen, lediglich die Frage nach dem Warum finde ich interessant. Leider erfährt man in diesem Band nur relativ wenig darüber. Es handelt sich hier um einen Zweiteiler, d. h., Antworten bekommt man erst im Abschlussband. Und tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mich auf die Auflösung neugierig zu machen und so werde ich die Fortsetzung vielleicht noch lesen. Ich hoffe auch, dass im zweiten Band einige Dinge, die hier nur angerissen werden, wie die Religion oder die Wagenrennen, überhaupt die Welt, in der Kyria groß geworden ist, etwas ausführlicher dargestellt werden. Im Moment habe ich das Gefühl, als hätte man die Geschichte auch gut in nur einem Band erzählen können.

    Wie gesagt, bin ich Fan der Autorin, doch mit diesem Jugendroman hat sie mich enttäuscht. Ich hatte den Eindruck als wolle Andrea Schacht unbedingt auf der Dystopie-Welle mitschwimmen und als habe sie aus allen möglichen Versatzstücken dieses Genres eine Geschichte zusammengesetzt, die auf mich nicht als etwas Neues, Besonderes wirkt, ich hatte vielmehr während des Lesens sehr oft einen Déjà-vu-Gefühl.

    Ich vergebe knappe 3 Sterne. Ganz große Dystopie-Fans können einen Blick wagen, wirklich empfehlen kann ich den Roman leider nicht.

  5. Cover des Buches Farbenblind (ISBN: 9783896675903)
    Trevor Noah

    Farbenblind

     (39)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Alles, was ich je getan habe, habe ich aus Liebe getan. Wenn ich dich bestrafe, wird die Welt dich viel härter bestrafen. Die Welt liebt dich nicht.<<
    "Farbenblind" von Trevor Noah - ein Buch, das mich so so tief bewegt hat... Die wahren Geschichten des Lebens gehen tief, bleiben haften und verändern etwas... in jedem von uns... So auch Trevor Noah's Geschichte... sie ging mir wirklich unter die Haut.
    Vor dem jungen Trevor, dem Mann Trevor, der er geworden ist ziehe ich den Hut und genauso vor seiner Mutter. Ihr Lebensweg, ihre Worte haben mich sehr bewegt und mir einige Dinge mit auf den Weg gegeben, die ich so schnell nicht vergessen werde.
    Das Leben ist ein ewiger Lernprozess, ein Abnabeln, ein Hürdenspringen, ein über Steine stolpern... und doch auch immer ein Weg für den es sich zu kämpfen lohnt und das konnte sie ihrem Sohn denke ich sehr gut mit auf den Weg geben, auch wenn sie selbst mit all ihren Hürden des Lebens oft sehr zu kämpfen hatte.
    >>Selbst wenn er nie aus dem Getto rauskommt... wird er wissen, dass das Getto nicht die Welt ist. Und wenn das alles ist, was ich erreiche, dann ist das schon viel.<<
    Neben all den familiären Dingen ist die Apartheid hier ein ganz wichtiges und im Fokus stehendes Thema. Ausgrenzung, Rassismus, Unmenschlichkeit ... all diesen Dingen und noch mehr steht die ganze Familie um Trevor gegenüber.
    Neben vielen Hintergrundinfos macht dieses Buch ebenso deutlich, wie sehr eine Mutter, ein Sohn... eine ganze Familie leidet. Ja... manchmal sogar lebensmüde, gar verrückt wird und alles, was doch so schön sein könnte, auseinanderbricht.
    Mich hat dieses Buch wirklich tief bewegt und am Ende aus den verschiedensten Gründen zum weinen gebracht.
    "Farbenblind" ist ein Buch, das meiner Meinung nach sehr lesenswert ist und ziemlich deutlich macht, wie verkehrt unsere Welt noch immer funktioniert...
    >>Manche Menschen können sich selbst nicht kontrollieren, deshalb wollen sie alle anderen um sich herum kontrollieren.<<

  6. Cover des Buches Kassandra (ISBN: 9783518189214)
    Christa Wolf

    Kassandra

     (261)
    Aktuelle Rezension von: diepersephone

    Mein absolutes Lieblingsbuch! Noch immer ziehe ich es ab und zu aus dem Regal und lese die ersten Seiten! Es ist sooo lyrisch geschrieben seine sprachgewalt zieht mich sofort hinein. Als ich an schauspielschulen vorgesprochen habe habe ich mir hieraus einen Monolog rausgesucht da ich es so ergreifend fand und mir die Sprache sofort Bilder lieferten. Es ist eines von zwei Büchern das ich zweimal gelesen habe.

  7. Cover des Buches Medea (ISBN: 9783518189108)
    Christa Wolf

    Medea

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Avalee

    "Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin." Das bescheibt den eigentlichen Mythos der "Medea". Man könnte noch "Kindsmörderin" und "Verräterin" hinzufügen, die aus überschwänglicher und plötzlicher Liebe zu Jason handelt und dann bitter enttäuscht wird, ohne sich dabei das "Wilde" nehmen zu lassen. Eben eine dominante Frau, die es nicht unbedingt einfach hat. Aber, wie schon erwähnt, ist das der eigentliche Mythos.

     

    "Medea. Stimmen" erzählt die Geschichte etwas anders. Denn Christa Wolf schreibt nicht direkt den Mythos, sondern versucht darzustellen, wie sich der Mythos entwickelt haben könnte.

    Zum Titel selbst lässt sich sagen, dass "Medea." wohl der Teil ist, dem jedem zeigt, dass es um den Mythos geht. "Stimmen" wurde hinzugefügt, weil die Geschichte von 6 Stimmen erzählt wird. Nämlich aus den Sichten von

    • Medea: Kolcherin. Tochter des Königs Aietes und der Idya. Schwester der Chalkiope und des Absyrtos
    • Jason: Argonaut, Schiffsführer der "Argo"
    • Agameda: Kolcherin. Vormals Medeas Schülerin
    • Akamas: Korinther. Erster Astronom des Königs Kreon
    • Leukon: Korinther. Zweiter Astronom des Königs Kreon
    • Glauke: Korintherin. Tochter des Königs Kreon und der Merope

    Zum Inhalt: Auch in dieser Fassung von "Medea" ist Medea mit Jason verheiratet und hat zwei Kinder. Mit ihrer Entdeckung der Knöchelchen der Tochter (Iphinoe) des Königs (Kreon) von Korinth in einem geheimen Raum des Schlosses und die damit zusammenhängende Geschichte, beginnen diejenigen, die davon wissen, sich gegen sie zu stellen. Denn der schon Jahre zurückliegende Mord der Königstocher wird in Korinth vertuscht. Hier heißt es, sie wäre über Nacht mit einem ansehnlichen Mann durchgebrannt und würde nun andernorts ein glückliches Leben führen. In Wirklichkeit wurde das Mädchen aber geopfert, um die Machtstellung des Königs zu sichern. Dabei war Medea doch extra mit Jason aus ihrer Heimat Kolchis geflohen, weil dort ihr jüngerer Bruder geopfert worden war, um die Stellung ihres Vaters zu sichern und sie mit diesem Umstand und ihren Schuldgefühlen nicht mehr dort leben konnte. Nun, da sie hier in Korinth eine ganz ähnliche (wenn auch geheime) Story in Erfahrung bringt, beginnt ihr Unglück. Dass sie eine sehr selbstbewusste Frau ist, kann ihr dabei auch nicht helfen - außer es besser zu ertragen. Sie wird dem Schloss verwiesen, Gerüchte um den Mord an ihrem eigenen Bruder machen die Runde und sie wird zum Sündenbock für alle schlimmen Ereignisse. Nur ein Gutes findet sich kurzfristig: Sie verliebt sich in einen Künstler.

    Meiner Meinung nach ist dieser Roman eine gelungene Vorgeschichte des Mythos "Medea". Da ich auch die Fassungen des Mythos von Euripides und Grillparzer gelesen habe, ebenso wie eine etwas eigenwilligere Variante von Dea Loher, hatte ich bereits den Grundmythos im Kopf und wusste, was geschehen müsste. Mir hat sehr gefallen, dass diese Version ganz anders erzählt wird und doch in gewisser Weise am Mythos festhält. Hier wird deutlich, wie sehr die Historie durch Hörensagen und Weiterreichen verfälscht werden kann. Beispielsweise ist Medea in "Medea. Stimmen" einfach bewandert, was Heilmittel betrifft und schafft es, viele Leute erfolgreich zu behandeln. Da Medea aber der Sündenbock für alles wird, wird diese eigentlich gute Tatsache für die Korinther natürlich schlecht gemacht und sie wird (auch wegen eines weiteren gerüchtegeschwängerten Vorfalls gegen Ende) zur "Giftmischerin".
    Mir persönlich gefällt zudem die Form eines Romans auch besser als die eines Dramas. Natürlich hat das nichts mit der Geschichte an sich zu tun, denn Dramen können schließlich auch sehr gut sein - aber dennoch ist das ebenfalls ein Pluspunkt für mich.

    Von den mir bekannten für mich persönlich die beste "Medea"-Fassung.

  8. Cover des Buches Das Land der Töchter (ISBN: 9783548259598)
    Yang Erche Namu

    Das Land der Töchter

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Bibliokate

    Gerade jetzt in letzter Zeit wo das Reisen komplizierter wird zieht es einen zumindest literarisch in die Ferne.


    Yang Erche Namu erzählt von ihrem Aufwachsen bei den Moso einem Stamm in dem  matriachalische Gesellschaftsstrukturen herrschen.


    Mit 8 Jahren wurde sie zum fiehhüten zu ihrem Onkel geschickt. Bei ihm lebte sie bis sie 13 war und damit als Erwachsene Frau in die Gesellschaft eingeführt wurde. 


    1981 verließ sie das erste Mal ihre Heimat um in China bei einem Gesangswettbewerb teilzunehmen. Sie ging nach Shanghai wo sie Gesang studierte. 


    Sie erzählt von einem Leben in einer Kultur die alle Mitglieder der Moso zur Familie zählt, in der Polygamie als natürlich angesehen wird und von großem Zusammenhalt.


    Heute schreibt sie als Kolumnistin für Zeitungen und Zeitschriften.


    Ich fand dieses Buch sehr interessant, vor allem weil in der Kultur der Moso so vieles so anders ist als in Europa.

  9. Cover des Buches Die Frauen von Isis (ISBN: B001G5U788)
    Marion Zimmer Bradley

    Die Frauen von Isis

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Orca4380
    Dieses Buch spielt auf einem Planeten wo Frauen herrschen. Männer zählen nur als Haustiere. Doch dann verliebt sich die Tochter der Obersten in einen Diener. Die Reporterin, die über diese Gesellschaft berichten soll, verfällt selber immer mehr dem Charme dieser Ordnung, was ihren Ehemann garnicht gefällt. Man will immer das, was man nicht hat.
  10. Cover des Buches Vampir sein ist alles (ISBN: 9783802582868)
    Tate Hallaway

    Vampir sein ist alles

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Fjolamausi
    Meine Meinung 
    Dieses Buch hatte ich schon sooo lange bei mir rumliegen. Und nun bin ich endlich mal dazu gekommen, es auch zu lesen. 
    Zu Beginn fiel es mir ein bisschen schwer, mich wieder in die Story reinzufinden. Schließlich war es schon Ewigkeiten her, dass ich den vorherigen Band gelesen hatte.. 
    Aber mit der Zeit, klappte es ganz gut und ich hatte alles wieder vor Augen. Außerdem war der vorherige Band für die Handlung an sich nicht ganz so wichtig. 
    Am Anfang fehlte mir auf jedenfall der Humor in der Geschichte. Gegen Ende besserte sich das jedoch ein wenig auf, und ich konnte sogar ein bisschen Grinsen. 
    Außerdem tauchte hier Mátyás, der Sohn von Sebastian, sehr oft auf und ich muss sagen, dass ich ihn richtig lieb gewonnen habe. Er war mir eigentlich von Anfang an sympatisch. 
    Auch Sebastian selbst und natürlich Garnet waren mir sehr sympatisch. 
    Das Einzige, was ich beklagen kann, sind die Kapitellängen. Die waren teilweise doch sehr lang, da sie teilweise 30 - 50 Seiten umfassten. Doch das wurde durch die vielen Absätze wieder abgemildert. 
    Letzendlich wurde die Bedeutung der Träume verdeutlicht und wie wichtig es ist, auf seine eigene Kraft zu vertrauen. 

    Fazit
    Ein sehr gelungener Roman, den es sich durchaus zu lesen lohnt. Der Folgeband wird auf jedenfall auf meine Wunschliste wandern, da ich doch erfahren möchte, wie es mit Garnet und Sebastian weiter gehen wird. Auch will ich wissen, was denn Mátyás nun so geplant hat... :D

    http://fjolamausis-leseecke.blogspot.de/2012/05/rezension-hallaway-tate-vampir-sein-ist.html
  11. Cover des Buches Der Hexenkult als Ur-Religion der Großen Göttin (ISBN: 9783442121700)
    Starhawk

    Der Hexenkult als Ur-Religion der Großen Göttin

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Selket
    Der Klassiker zum Wicca Dasein in Amerika und eine Ermutigung für Frauen sie selbst zu sein.
  12. Cover des Buches Sohn der Steppe: Die Steppenwind-Saga - Erster Roman (ISBN: 9783955207014)
    Wolfgang Jaedtke

    Sohn der Steppe: Die Steppenwind-Saga - Erster Roman

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Ein ungeliebter Junge wächst in einer Sippe von Jägern und Sammler auf. Nach einer Naturkatastrophe soll er den Göttern geopfert werden. Doch er überlebt und wird von einem sesshaften Stamm der Ackerbau betreiben aufgenommen. Doch auch dort ist er unglücklich. Nach einem Überfall landet er bei den Skythen dessen Sitten und Kultur ihn faszinieren. Eine spannende Geschichte zwischen Bronze und Eisenzeit. Auch wenn mir die Gedankenwelt des Jungen befremdlich ist hat mir die Geschichte sehr gefallen.Der Autor erzählt eine Geschichte aus einer Zeit von dem wir wenig wissen und vielleicht auch deshalb so faszinierend ist. Spannend und gut geschrieben!

  13. Cover des Buches Aufstand der Männer (ISBN: 9783373005018)
    Johannes Tralow

    Aufstand der Männer

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Die Töchter Egalias (ISBN: 9783881041638)
    Gerd Brantenberg

    Die Töchter Egalias

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieses Buch habe ich das erste Mal in den 80ern gelesen und jetzt festgestellt, dass es immer noch aktuell ist. Es ergibt sich eine Menge Witz durch die Umkehrung der Geschlechter-Verhältnisse incl. der sprachlichen, und wer ein bisschen Ahnung von der Geschichte der Neuen Frauenbewegung hat, wird auch bei den politischen Passagen auf seine Kosten kommen. 
  15. Cover des Buches Hexenherz - Eisiger Zorn (ISBN: 9783862824564)
    Monika Loerchner

    Hexenherz - Eisiger Zorn

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig!

    550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesell­schaft heran, in der die Vorherr­schaft der Frauen unum­stößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höch­sten Hexe, der Goldenen Frau, aufzu­steigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler – und seine Feinde …


    Rezension:

    Für ihre Mutter, eine begabte Hexe, war Helena kein Wunsch­kind. Doch sie wurde zu einer ange­sehenen Gardistin. Als sie ihren Bruder, der zu den Rebellen gehen will, jedoch nicht anzeigt und das von einer Neiderin belauscht wird, sieht sie sich plötzlich des Hoch­verrates angeklagt. Bei der Über­führung in die Haupt­stadt gelingt ihr die Flucht. Auf dieser gerät sie an Rebellen, die sie bei sich auf­nehmen. Langsam kommen bei Helena Zweifel auf, ob ihre erlernten Ansich­ten wirklich korrekt sind.

    Das Außer­gewöhn­lichste an Monika Loerchners Fantasy-Reihe „Hexen­herz“ ist zweifellos der Welten­bau. Den kann man am ehesten als ‚alter­native Realität‘ beziehungs­weise ‚alter­native Geschichte‘ einordnen. Bis ins 15. Jahr­hundert verlief die Geschichte dieser Welt analog zu unserer realen. Dann über­nahmen aller­dings die Frauen die Macht und entrech­teten die Männer. Da nach­gewiesen werden konnte, dass (fast) jede Frau der Magie fähig ist, liegt die Macht alleine bei Hexen. Aller­dings sind auch die nur während ihrer frucht­baren Jahre fähig zu zaubern. Mädchen, Fräu­leins und Groß­mütter zählen weniger als zauber­fähige Hexen, Jungen und Männer beinahe nichts. Männer, die sich damit nicht abfinden wollen, aber auch Frauen ohne erweckte Zauber­kräfte und einige wenige Hexen bilden die Rebellen, die für Gleich­berech­tigung aller eintreten. Dem Buch selbst ist nicht zu entneh­men, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Ledig­lich der Klappen­text verrät, dass es (etwa) 2016 sein muss. Auffal­lend ist, dass das Ambiente dennoch mittel­alterlich wirkt. Es existiert weder erwähnens­werte nicht-magische Technik noch sonst irgend­etwas, was erkennen ließe, dass aktuelle Zeiten erreicht sind. Zumindest in diesem 1. Band wird jedoch in keiner Weise erwähnt, wieso die Macht­über­nahme der Frauen beziehungs­weise Hexen die Entwick­lung derart gebremst hat.

    Die Autorin lässt ihre Prota­gonistin Helena als Ich-Erzählerin agieren. Der Schreib­stil des interes­santen Aben­teuers, während­dessen die Prota­gonistin ihre Einstel­lungen mehrfach über­prüfen muss, kann gefallen. Lediglich die oft wieder­holten Gedanken zur Rolle von Frau und Mann in dieser Welt erschei­nen teil­weise doch etwas zu viel. Bis zu den entsprech­enden Text­stellen dürfte wohl jeder Leser begriffen haben, worum es in dieser Hinsicht geht. Auffal­lend ist auch, dass in dieser Geschichte außer der Magie keine anderen Fantasy-Elemente auftauchen.

    Bei der Situation, in der sich Helena am Ende dieses Bandes befindet, darf man gespannt sein, wie sich das Gesche­hen weiter­entwickelt.


    Fazit:

    Ein außergewöhnliches Fantasy-Abenteuer, bei dem besonders der unge­wohnte Welten­bau ins Auge fällt.


    - Blick ins Buch -

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

    Dem Eisenacher Rezi-Center kann man auch auf Facebook folgen.

  16. Cover des Buches Die Träume der Libussa (ISBN: 9783548267777)
    Tereza Vanek

    Die Träume der Libussa

     (9)
    Aktuelle Rezension von: traumwald
    Mitte des 8. Jahrhunderts, im Land der Behaimen an der Moldau. Als Libussa überraschend zur Herrscherin bestimmt wird, will sie auf ihren Geliebten, den Bauernsohn Premysl, nicht verzichten. Mit einer List erreicht sie, dass die Göttin selbst Premysl zu ihrem vorbestimmten Ehemann erklärt. Gemeinsam gründet das Paar an der Moldau eine neue Stadt, die ihrem Volk Reichtum und Glanz schenken soll und einmal Prag heissen soll. Doch die christlichen Frankenkrieger wollen Libussa und ihre alte Religion gewaltsam vertreiben --- Der Mythos der Fürstin und Hohepriesterin Libussa Vor unseren Augen leben die Gestalten alter Volkssagen wieder auf. Auf einem heidnischen Fest traf die jüngste Tochter der Fürstin und Hohepriesterin Sharka auf ihren künftigen Geliebten. Seither konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen. Sie war wie berauscht und musste Premysl finden. Komme was wolle! --- Meine Lieblingszeilen (Kapitel 1/S.19) > -- Das Mädchen ohne Namen In den Ländereien der Lemuzi fand sie ihn. Bis zu dem Tag der Wahrheit war sie für Premsyl "das Mädchen ohne Namen". Aus Angst er würde sich von ihr entfernen, schwieg sie über ihre Herkunft. Eines Tages jedoch, als der Mann mit den rauen Händen neben ihr eingeschlafen ward, ritt sie hinfort. Im dichten Wald wurde sie plötzlich von mehreren kriegerischen Männern umzingelt. Unter anderem von Tyr, einem Nordmann, der bestialisch nach Schweiß und Met roch. Sie fühlte sich bedroht, hielt mit zittriger Hand den Schaft des Dolches und suchte nach einer Fluchtmöglichkeit. Der große Mann zerrte sie an Haaren, zerriss ihre Kleider und verletzte sie, bis plötzlich der Klang eines Horns durch den Wald schallte, ein Mann von seinem Ross sprang und die Männer anschrie. Es war die tiefe Stimme Neklans. Der Sohn der Lemuzis. Und dann wusste auch Premsyl, der zwischenzeitlich hinzustieß und mit all seiner Kraf versucht hatte sein Mädchen zu schützen, wer sie wirklich war. Noch am selben Tag erfuhr Libussa vom plötzlichen Tod ihrer Mutter. -- Es handelt sich um eine sagenhafte Geschichte die reich an Wörtern ist, einen in den Bann zieht, und mit auf Reisen nimmt. Eine Geschichte von einer Frau, die sich wahrlich ein anderes Leben, als dass der Nachfolgerin ihrer Mutter wünschte. Doch sie beweist Mut und Verstand. So wie es die Götter vorausgesagt hatten. Libussa wird zu einer Kämpferin und lebt ihre Träume. Vielmehr möchte man gar nicht dazu schreiben. Nachdem ich die letzte Seite ausgelesen hatte, dachte ich: Ja, genauso könnte es gewesen sein. Genauso könnte Prag entstanden sein und mir wird klar, warum ich alte Sagen liebe und dieses Buch für mich zu einem wahren Schatz geworden ist. -- 5 Sterne von 5 Sterne
  17. Cover des Buches Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft Nr. 333: Der Mythos vom Matriarchat: Über Bachofens Mutterrecht und die Stellung von Frauen in frühen Gesellschaften vor der Entstehung staatlicher Herrschaft (ISBN: 9783518079331)
    Wesel Uwe

    Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft Nr. 333: Der Mythos vom Matriarchat: Über Bachofens Mutterrecht und die Stellung von Frauen in frühen Gesellschaften vor der Entstehung staatlicher Herrschaft

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Uwe Wesel, Professor der Rechtsgeschichte, versucht in seiner mittlerweile 30 Jahre alten Monographie eine Grobschau der Matriarchatsforschung in der Geschichte bzw. Ethnologie anzustellen. Dies gelingt teilweise. Aus aktueller Perspektive ist leider das Alter der Monographie zu benennen: aktuell ist die Gesamtschau und Interpretation der verwandten Titel nicht mehr, da Wesel ausnahmslos bis in die 1970er Jahre Forschungsliteratur verwenden kann. Aktuelle Forschungen sind daher nicht reflektiert - ein bedauerlicher Umstand, da aktuelle Forschungen viele neue Erkenntnisse zum Thema "Matriarchat" beigesteuert haben. Überprüfenswert ist m.E. Wesel's These: seiner Ansicht nach hat das Brautgeld als Ersatz für den Verlust der (weiblichen) Arbeitskraft in der Herkunftsfamilie den Urpunkt der Patriarchatsentwicklung gegeben. Damit einhergehend die strukturelle Abhändigkeit der Frau innerhalb des Familienzusammenhangs und damit ihrer Unterordnung unter (männerdominierte) Normen, Traditionen und Werte. Die These erscheint plausibel, allerdings auch diskussionswürdig. Berücksichtigt man als Leser den nicht mehr aktuellen Forschungsstand, mag das Buch eine anregende Gesamtschau der Matriarchatsideen bis zum Ende der 1970er Jahre sein.
  18. Cover des Buches Die Wolfsfrau im Schafspelz (ISBN: 9783720522342)
    Martina Schäfer

    Die Wolfsfrau im Schafspelz

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Der Himmel ist mein, die Erde ist mein (ISBN: 9783935937610)
  20. Cover des Buches Ferne Verwandte (ISBN: 9783442743025)
    Gaetano Cappelli

    Ferne Verwandte

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Cappellis wunderbarer Roman über einen Schlawiner, der durchs Leben findet, Kiffer Säufer Frauenschwarm, und doch ist das einzige, was ihn wirklich umtreibt, die Sehnsucht nach den USA. Unter der tyrannischen Großmutter Nonnilde aufgewachsen, vom Tagedieb Pit in die Freuden des Müßiggangs und des Kiffens eingeweiht, sind ihm bald alle Frauen willig (eine Verfilmung bekäme nur eine "Ab 18"-Freigabe!), triebgesteurt taumelt er durchs leben und machte so alle Phasen neuerer italienischer Geschichte mit (als Beatnik, Hippie usw.). Herlich komisch, mir wie viel Selbstironie hier die Italiener durch das gelato gezogen werden, ein großartiges Buch!
  21. Cover des Buches Die Göttin (ISBN: 9783822813478)
    Scharuk Husain

    Die Göttin

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Magna Mater (ISBN: 9783570101254)
    E.W. Heine

    Magna Mater

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel
    "Magna Mater" von E. W. Heine fasziniert zunächst durch seine Zukunftsvision. In der Welt der Zukunft regiert ein Orden von Frauen und die normalen Menschen altern körperlich nicht mehr und sind den größten Teil ihres Lebens asexuell.
    Das Buch erzählt von dieser Welt aus der Sicht einer Ordensfrau, die irgendwie anders ist.

    Die Vision, die Heine beschwört, ist interessant, teilweise jedoch für mich nicht ganz logisch und nachvollziehbar. Teilweise habe ich Lücken in meinem Bild der zukünfitgen Welt, die ich gerne geschlossen wüsste.

    Auch liest sich das Buch über weite Strecken sehr sachlich und die Handlung geht gefühlt nicht voran.

    Dennoch ist das Weltbild interessant, weshalb das Buch für Leute, die es eher nüchtern sachlich mögen und nicht so emotional, sicher einen Blick wert.
  23. Cover des Buches Das Paradies ist weiblich (ISBN: 9783746670805)
    Ricardo Coler

    Das Paradies ist weiblich

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Tasmetu
    Ich fand das Buch außerordentlich interessant. Im Studium hatte ich bereits über Matriarchate gehört, aber ich hatte noch nie einen persönlichen Bericht gelesen.
    Leider ist das Buch etwas kurz geraten und geht nur bedingt in die Tiefe. Man erfährt viel und hat das Gefühl, dabei zu sein, aber man hat eher das Gefühl als wäre der Autor eine Woche dort und nicht mehrere Monate.
    Was ich von seinen Beschreibungen halten soll, weiß ich bis jetzt noch nicht. Die Männer wirken irgendwie faul und die Frauen machen die ganze Arbeit. Ist es denn wirklich eine Frauenherrschaft, wenn die Frauen fast alle Aufgaben alleine machen während die Männer in der Sonne chillen? Und sind die Männer wirklich so, wie der Autor sie beschreibt?
    Die Denkweisen der Frauen und das System innerhalb der Gesellschaft sind jedoch äußerst interessant und es war schön zu lesen, dass es eben auch anders geht wie in den meisten anderen Gesellschaften. Aber ich persönlich halte beide Systeme für nicht geeignet, aber das nur am Rande.
    Was mich wirklich interessiert hätte wäre ein solcher Bericht aus der Sicht einer („westlichen“) Frau. Das wäre mindestens genauso spannend gewesen.

    Mehr hier: http://tasmetu.de/2015/09/das-paradies-ist-weiblich-rezension/
  24. Cover des Buches Die Sibylle (ISBN: 9783518382561)
    Agustina Bessa- Luis

    Die Sibylle

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden

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