Bücher mit dem Tag "mauerfall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mauerfall" gekennzeichnet haben.

166 Bücher

  1. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (236)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Selten habe ich so ein schön geschriebenes Buch über den Ersten Weltkrieg gelesen, man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzten und mit ihnen mitfühlen.
    Die junge Paula setzt sich für Frauenrechte und Arbeitsrechte ein. Sie will betroffene Frauen helfen und mietet dafür in den schweren Zeiten Notwohungen für die Frauen und deren Kindern ein. Doch als die Lage in Berlin schwerer wird, sind auch Paulas Mittel begrenzt und sie muss Wohnungen aufgeben. Bis Hitler an die Macht kommt.

    Der Roman ist sehr schön geschrieben, dass Buch lässt sich gut lesen, so dass man es eigentlich gar nicht aus der Hand legen möchte. Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber aufjedenfall nicht mein letztes!!
  2. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (448)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Band III der Jahrhundertsaga

    „Wie ironisch, dachte George: Um die Türkei zu beschützen, müssen wir die Kernwaffen von dort abziehen. Außenminister Dean Rusk warnte: >>Die Sowjets können aber woanders aktiv werden, Sir, und zwar in Berlin.<< George nickte. Es war paradox, dass der amerikanische Präsident eine Karibikinsel nicht angreifen konnte, ohne die Auswirkungen zu berücksichtigen, die eine solche Entscheidung siebentausend Meilen entfernt in Mitteleuropa hätte. Die ganze Welt war für die beiden Supermächte zum Schachbrett geworden.“ (S. 362)

    Eine komplexe, vielschichtige Handlung vereint historische Eckpunkte aus 30 Jahren amerikanischer, deutscher, englischer und russischer Geschichte. Thematisch durchschreitet Ken Follett, der Stephen King des Historischen Romans, im dritten Teil seiner Jahrhunderttrilogie den Kalten Krieg von vorne bis hinten – beginnend mit dem Mauerbau 1961 (1. Kritikpunkt: Warum beginnt er nicht bei der Nachkriegszeit mit interessanten Ereignissen wie dem Aufstand vom 17. 06. 1953) über die Kubakrise und JFK, die Rassendiskriminierung in den USA und M. L. King, Ost-West-Flucht, Korruption und Intrigen im Kreml (2. Kritikpunkt: Wo bleibt die Aufarbeitung der Nazivergangenheit mit den Nürnberger Prozessen? Richtig. Nirgendwo. Auch zur Mondlandung hätte ich wenigstens eine Erwähnung erwartet) bis hin zu Glasnost & Perestroika und dem Mauerfall (3. Kritikpunkt: Bei Follett hört es sich so an, als wäre mit dem Einsturz einer betonierten Wand alles getan und alle Menschen springen in Blümchenkleidern zu >I’ve been looking for Freedom< über einen Regenbogen…Dass wir auch heute noch, zu einem Zeitpunkt, an dem die Mauer länger abgerissen ist, als sie stand, mit Ungleichheiten und Vorurteilen zwischen Ost und West zu tun haben, lässt er unbetrachtet).

    Ken Follett hat mit diesem Abschluss seiner Familiensaga des 20. Jahrhunderts wieder einen dramatischen Liebesroman kreiert. Alle Protagonisten finden wieder auf magische Weise zueinander von den USA über England und das geteilte Deutschland zur Sowjetunion. Die Stammbäume der beteiligten Familien im Anhang und in den Klappen haben wirklich geholfen mit den umfänglich vorhandenen Protagonisten umzugehen, dennoch kam ich einige Male raus. „Zu wem gehörst du jetzt? Ich dachte, du hast etwas mit dem anderen Typen am Laufen? Oh, ach ne, doch nicht.“ Nach kurzer Orientierung und vielleicht ein paar Seiten zurückblättern ging das bei mir aber wieder.

    Es muss Follett zugutegehalten werden, dass er einen komplexen historischen Zeitrahmen mit vielen politischen Strängen (mehr als in den ersten beiden Teilen der Trilogie) gut gemeistert hat. Er vereint die wichtigsten politischen Themen aus diesen 30 Jahren geschickt, immer ist ein Protagonist live im oder am Geschehen dran ganz wie bei Forest Gump – Montgomery-Bus-Boykott & Martin Luther King’s >I have a Dream<-Rede; JFK’s >Ik bin ein Berliner< -Rede & das Attentat, Vietnamkrieg, Mauerfall u.v.m.

    Die Leserinnen und Leser bekommen einen groben Überblick über politische Zusammenhänge des Ost-West-Konflikts im historischen Kontext. Die Umsetzung in Romanform erlaubt es dem Rezipienten in lockerer Atmosphäre Geschichte spannend und informativ zu erleben. Ich muss zugeben, dass ich mich mit diesem Zeitabschnitt weniger auskenne als das noch beim ersten und zweiten Teil der Fall war. Einfach, weil im Lehrplan besonderer Fokus auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den beiden Weltkriegen gelegt wird, da wird nach hinten heraus die Zeit knapp. Jahrgänge nach 1990 wie ich kennen sich da weniger gut aus bzw. beziehen ihre Informationen von Eltern und Großeltern. Auch gibt es mehr filmische Adaptionen über die NS-Zeit als über den Kalten Krieg. Daher bewerte ich hier besonders die Auswahl der Eckdaten, die Follett getroffen hat, und deren Zusammenspiel positiv. Gerade zur Rassendiskriminierung und der damit verbundenen Polizeigewalt in den USA konnte ich in diesem Roman etwas lernen. Leider ein immer noch hoch brisantes Thema.

    Dennoch kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben. Wie im Vorgängerband macht Ken Follett einen entscheidenden Fehler, über den ich nicht hinwegsehen kann. Er denkt in Schwarz-Weiß-Schemen, am Ende wird alles gut, alle Protagonisten sind glücklich, gesellschaftliche Probleme werden ignoriert. Beispielsweise sind die Stasi-Mitarbeiter so gezeichnet wie die Nazis in Teil zwei – strunz dumm. Nur einer hat es auf die Familie abgesehen und benutzt seinen Gripps komplett nur zum Schikanieren der Protagonisten. Der Roman suggeriert außerdem, dass die gesamte DDR-Bevölkerung in den Westen will, die Grenzsoldaten werden als handelnde und nicht denkende Schachfiguren bewegt. Was ist denn mit den regimetreuen intelligenten Bürgern und Funktionären? Was ist mit den Ängsten bei der Wiedervereinigung? Follett legt den Fokus besonders auf die Swinging Sixties. Das Jahrzehnt erstreckt sich auf fast 900 der 1200 Seiten, dadurch werden die anderen zwei Jahrzehnte sehr gedrängt.

    Ein großer Kritikpunkt in den Vorgängerbänden war die Häufigkeit von romantischen Bettgeschichten. Hier hat sich das etwas gelegt, Follett lässt vieles nur angedeutet. Es gibt zwar ein kleines Durcheinander, wer mit wem und wann, aber der historische Rahmen mit den Ereignissen überwiegt.

    Fazit

    KINDER DER FREIHEIT ist der Abschluss der Familiensage über das 20. Jahrhundert von Ken Follett. 30 Jahre Weltgeschichte drängen sich auf 1200 Seiten, da können nicht alle Details abgebildet werden. Als dramatische Liebesromane im historischen Setting ist die Reihe gut zu lesen. Ich empfehle, die Erwartungen nicht zu hoch zulegen. Die Leserinnen und Leser finden in diesem dritten Band einen soliden, zufriedenstellenden Abschluss.

     

    KINDER DER FREIHEIT| Ken Follett| Bastei Lübbe| 2014| 1208 Seiten| 29,99€ (Hardcover nicht mehr erhältlich; als Taschenbuch für 17,00€

  3. Cover des Buches Vom Aufstehen (ISBN: 9783423282789)
    Helga Schubert

    Vom Aufstehen

     (72)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Helga Schubert beschreibt in 29 Erzählungen das Leben einer Frau, die sich im Alter mit dem Erlebten, mit den Menschen und mit der politischen Geschichte versöhnt hat. Sie entwirft darin die Lebensgeschichte einer Mutter, Tochter, Ehefrau, Schriftstellerin und auch einer gläubigen Christin und Bürgerin. Manchmal sind es nur Andeutungen dann wieder ganz konkrete Situationen, die herausgehoben werden. Als Leser spürt man sehr genau, was die Autorin einem mitteilen möchte, ohne dabei zu intim zu werden.

     

    Da gibt es zum Beispiel eine etwas längere Erzählung über Wahlverwandschaften, in dem ihr schwieriges und distanziertes Verhältnis zur Mutter und die familiäre Konstellation zwischen Mutter, Tochter, Enkeltocher thematisiert wird. Erst kurz vor dem Tod der Mutter kann die Erzählerin, trotz aller Widrigkeiten, die ihr entgegengebracht wurden, eine Dankbarkeit und Versöhnung spüren, die sie dankbar macht für das geschenkte Leben.

     

    Oder auch das kurze und sehr poetische Kapitel über das Schreiben, in dem sie reflektiert über das Hinsehen und Nachdenken über den Lebensfluss und dass ‘nichts einfach gut oder böse ist’. Diese Reflexion kommt auch sehr schön im Abschnitt der ‘Dämmerung eines Tages’ zum Ausdruck. Man kann die Dinge immer von verschiedenen Seiten her betrachten. Man muss sie aber zuerst überhaupt wahrnehmen durch Hinsehen und Staunen und sich dann überlegen, wie etwas auch noch sein könnte.

     

    Einige Texte sind ergänzt durch treffende Zitate oder Aphorismen, die die Erzählerin ein Leben lang begleiten. Sie halfen ihr auch die Lebensjahre in der DDR, die immer absurder wurde zu relativieren: ‘Nicht was wir erleben, sondern wie wir erleben, was wir erleben, macht unser Leben aus’ von Marie von Ebener-Eschenbach. Es gibt auch Anklänge von humorvollen Gedanken, die einem ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern.


    Die Erinnerungen an die DDR-Diktatur und die Sehnsüchte der Menschen nach einer Freiheit, die es wohl nie geben würde, dann aber doch noch wahr wurde: Gelungen dazu fand ich insbesondere die Textstelle zur Spargelzeit und wie sich die Menschen darüber freuten, als Spargeln, Erdbeeren und einfach ganz alltägliche Dinge plötzlich erhältlich waren. 

     

    Sowohl die politische wie auch die persönliche Freiheit sind weitere grosse Themen. Die christliche Verantwortung und insbesondere das ‘ein guter Mensch-sein-wollen’ ist nicht immer einfach umsetzbar in einem Unrechtsstaat. Ein ganz wunderbares Kapitel zum Thema Gläubigkeit findet man in ‘Meine Ostergeschichte’.

     

    Ich bin tief beeindruckt von der Weisheit und Güte dieser Frau und freue mich sehr, dieses Buch gelesen zu haben. Es ist ein sehr tröstendes, leises und unaufdringliches Buch, in welchem die Tiefe und psychologische Ebene erst nach und nach in Erscheinung tritt und einem umso mehr berührt. Ich freue mich sehr, dass diese Autorin in hohem Alter den letztjährigen Ingeborg-Bachmannpreis gewonnen hat, nachdem sie viele Jahre zuvor, bereits einmal eingeladen wurde, aber nicht ausreisen durfte.

  4. Cover des Buches Ada (ISBN: 9783550200465)
    Christian Berkel

    Ada

     (117)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    "Ada" erzählt vom Wirtschaftswunder, Mauerbau (gerade jetzt interessant zum Jubiläum)  sowie von der 68er-Bewegung und einer jungen Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt.

     

    Christian Berkel berichtet in seinem zweiten Buch eindrucksvoll und fesselnd spannend sowie aufschlussreich zu lesen von Ada, die mit ihrer jüdischen Mutter aus Deutschland nach Argentinien floh - ohne Vater aufwuchs. 1954 gehen  ihre Mutter und sie zurück nach Deutschland, wo es noch immer alles extrem engstirnig ist, für Ada keine Heimat, für sie Fremde - auch die Sprache ist ihr fremd. Sie lernt endlich ihren Vater Otto kennen, aber alles gestaltet sich schwieriger, als gedacht. Ada möchte frei und unabhängig leben, aber kann sie das in diesem autoritären Deutschland?

     

    Deutschland in den 50er und 60er Jahren wird wieder lebendig. Buenos Aires, Berlin, Paris und Woodstock - Ada und die Studentenbewegung ....

    Ein wahrhaft spannend lebendiges Buch - extrem lesenwert, wie ich finde. Sehr detailliert wird Adas Lebensweg beschrieben, aber auch lebendig der Hintergrund, das, wo Ada lebt, was ihr gefällt und was nicht, was sie anders machen möchte, als ihre Eltern ...

     

    Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen.

     

    Leseprobe:
     ========

     

    In der Bibliothek

     

    In meiner Familie nannte man die Wohnung meines Großvaters die Bibliothek. Glaubte ich im Vergleich zu anderen Familien in einem Haus voller Bücher zu leben, ersetzten sie bei ihm die tragenden Wände, obwohl hier, wie er  mir versicherte, nicht annährend so viele Bände kreuz und quer über Tische und Stühle verstreut waren, auf dem Boden oder in den Regalen standen und lagen wie in seiner Sammlung, die bei einem der schwersten Luftangriffe auf Berlin kurz vor Kriegsende, im Februar 1945, vor seinen Augen in Flammen aufginge. ...

     

    Rundherum gelungene Publikation, die einen perfekten Spannungsbogen bietet und lebendige Schilderungen beinhaltet, die detailliert berichten und kurzweilig zu lesen sind.

  5. Cover des Buches Der Horizont in deinen Augen (ISBN: 9783596032983)
    Patricia Koelle

    Der Horizont in deinen Augen

     (67)
    Aktuelle Rezension von: talisha

    Die Geschichten von Henny und Nicholas konnte man in den ersten beiden Bänden der Ostseetrilogie mitverfolgen. Jetzt fehlt nur noch eins der drei Bernsteinschiffe, jenes von Myra. 

    Doch wo es ist, weiss keiner. Es scheint mit dem Tod von Myras Tochter Liv verschollen zu sein. Was aber niemand auf Ahrenshoop ahnt: schon bald werden die drei Schiffe und die Familien wieder vereint sein.

    Was die Geschichte von der Berlinerin Ylvi, die in der Mauerfallnacht ihre Tochter Remona zeugte, mit der von Ahrenshoop zu tun hat, erzählt Patricia Koelle in "Der Hoizont in deinen Augen". 

    Architektin Ylvi ist unglücklich verheiratet. Als sie einige Jahre nach Remonas Geburt wieder zu arbeiten beginnt, blüht ihre Liebe zu Gärten auf. Sie schiebt es auf die Sehnsucht nach Theo, ihrem Mauerfallbekannten. 

    Jahre später, auf Teneriffa, wie schon so oft in ihrem Leben, gesteht ihr bereits vor Ylvis Mutter verstorbener Vater in einem Brief ein grosses Geheimnis. Ihre und Remonas Neugier sind gross, ebenso die der Leser, die nun unbedingt herausfinden wollen, was da alles dahinter steckt. 

    Myras Leben war weitaus interessanter als ich bisher angenommen hatte. Auch sie hat geliebt, doch es sollte nicht glücklich enden und so trauert und wartet sie noch immer auf ein mögliches Zeichen ihrer grossen Liebe. Ihre Geschichte fand ich fast noch eindrücklicher als die von Henny und Nicholas. Die Bernsteinbeschwörerin Myra hat mich beeindruckt mit ihrer Genügsamkeit, auch wenn sie oft schroff rüber kommt.  

    Am Ende wartet noch eine kleine Überraschung auf. Hier sieht man, wie gut die Autorin ihre Trilogie geplottet hat. Nichts überlässt sie dem Zufall und so gestaltet sich das Finale enorm stimmig und gipfelt in einem ergreifenden Lesegenuss. 

    Fazit: Man fühlt sich beim Lesen zärtlich umarmt, es fühlt sich an, als ob sich Koelles Worte und Sätze wie ein weicher Wollschal um des Lesers Schultern legt. 

    5 Punkte. 

  6. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783785750049)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (42)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    In Amerika hält Martin Luther King seine berühmte Rede und die Schwarzen lassen sich nicht länger unterdrücken. Präsident Kennedy und später die Watergate-Affäre werden thematisiert.

    Währenddessen wird in Berlin die Mauer errichtet. Rebecca und auch später Walli fliehen in den Westen. Mehr oder weniger geglückt, läuft die Flucht ab. Der russische Handlungsstrang hat mich hier etwas weniger interessiert.

    Insgesamt ist es wirklich erstaunlich was in 100 Jahren der Geschichte alles geschehen ist. Mit der Jahrhundert-Saga hat Follett 2 Weltkriege und die Trennung Deutschlands thematisiert sowie bahnbrechende Ereignisse der amerikanischen Geschichte. Allein deshalb sind ist diese Reihe interessant und Band 3 vielleicht noch etwas mehr, weil es einen selbst noch betroffen hat oder zumindest die Eltern. Ich bin ein Kind der Wende, aber habe viel erzählt bekommen. Da gibt es immerhin noch wesentlich mehr Zeitzeugen als vom 2. Weltkrieg.

    Sehr gut gelungen ist Follett die Verknüpfung der historischen Fakten und Persönlichkeiten mit seinen fiktiven Charakteren der Bücher.

    Der Erzähler des Hörbuches hat eine sehr angenehme Stimme.

  7. Cover des Buches Schuld (ISBN: 9783791516349)
    Grit Poppe

    Schuld

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Annemarie_Bruhns

    Kennt ihr den Ausdruck negativ-dekadenter Jugendlicher ? Mir stellen sich da sofort die Nackenhaare auf und dieses Gefühl hat mich während des Lesens häufig begleitet.

    Schuld erzählt die Geschichte von Jana und Jakob. Die Tochter aus gutem Hause, die vom Staatsfeind verführt wird. Jedenfalls ist das die Sichtweise von Janas Vater.

    Trotzdem entwickelt sich im ersten Teil eine zaghafte Beziehung, in der Jana erste Zweifel an ihrer heilen, kleinen Welt kommen. Der zweite Teil hat heftige und düstere Passagen, in denen Jakob die Konsequenzen seines Regimefeindlichen Denkens zu spüren bekommt.

    Ein schonungsloser und aufwühlender Einblick in eine dunkle Seite der DDR.

  8. Cover des Buches Preiselbeertage (ISBN: 9783499291449)
    Stina Lund

    Preiselbeertage

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „In Schweden fühle ich mich als Deutsche und in Deutschland fühle ich mich als Schwedin. Ich möchte endlich wissen, wohin ich gehöre.“ (Zitat Seite 143)


    Inhalt

    Als Jörg Bentheim, anerkannt für seine Reportagen und Fotografien, überraschend stirbt, vererbt er seinen beiden Töchtern Ariane und Jolante ein Manuskript mit dem letzten Wunsch, sie sollen es veröffentlichen. Laut Verleger handelt es sich um autobiografische Aufzeichnungen über die DDR von 1986 bis 1989. Doch diese sind nirgendwo zu finden und ihre Mutter Ina wiederholt immer wieder: „es gibt kein Manuskript“.

    Während Arianes Eltern und Jolante seit der Wende in Småland leben, lebt die dreißigjährige Journalistin Ariane seit elf Jahren in Leipzig, wo auch ihre Großeltern wohnen. Doch nun zieht sie zurück nach Schweden, um herauszufinden, worum es bei diesem Manuskript geht. Warum schweigt ihre Mutter so verbissen auf alle ihre Fragen?


    Thema und Genre

    In diesem Familienroman geht es um die problematische politische Situation in der DDR als Auslöser für Handlungen und Geheimnisse, die das Leben aller Beteiligten verändern. Ein wichtiges Thema ist die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern und natürlich geht es auch um die Liebe.


    Charaktere

    Ariane würde das Verhältnis zu ihrer Mutter Ina als sehr gut, aber etwas distanziert bezeichnen, denn Ina neigt dazu, in entscheidenden Momenten zu schweigen und das Thema zu wechseln. Auch Ariane vermeidet Auseinandersetzungen, geht ihnen aus dem Weg und schweigt lieber. Sie selbst fühlt sich mit ihren dreißig immer noch als Suchende, weiß nicht genau, was sie vom Leben will, bevor sie sich entscheidet, in Schweden einen Neubeginn zu wagen. Im Gegensatz zu ihr ist Jolante offen, fröhlich und unkompliziert.


    Handlung und Schreibstil

    Die Handlung wird in zwei Zeitsträngen erzählt, die einander abwechseln. Die personale Erzählform stellt in der Jetztzeit Ariane in den Mittelpunkt, in der Vergangenheit Ina. Zeitangaben über den Kapiteln erleichtern die Zuordnung. So erfährt der Leser langsam, was wirklich gesehen ist, wobei es einige Überraschungen gibt. Dies macht die Geschichte spannend. Lebhafte Schilderungen der Landschaft und des Lebens in Småland ergänzen die Handlung.


    Fazit

    Ein spannender, unterhaltsamer Frauenroman, in dessen Mittelpunkt alte Familiengeheimnisse und Konflikte stehen.


  9. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.204)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich lese selten lustige Bücher und schaue ungern Komödien; mich kann man nur mit intelligentem Wortwitz und dem Spiel mit der Sprache aus der Reserve locken. Und das ist Sven Regener mit diesem Buch gelungen. "Herr Lehmann" ist herrlich witzig, häufig "um die Ecke gedacht" und voller Sätze, die so klug konstruiert sind, dass es Spaß macht, sie mehrmals zu lesen. Es handelt sich insgesamt eher um einen Lebensausschnitt, der dargestellt wird; große Entwicklungen und Ereignisse darf man als Leser also nicht erwarten. Vielmehr stellt Regener den Alltag seines Protagonisten dar, dessen Suche nach Sinn und Ziel, seine "Abnabelung" vom Elternhaus usw. Ich finde, dies alles las sich wirklich flüssig und ich habe Lust bekommen, mehr von Regener zu lesen.

  10. Cover des Buches Abgeschminkt (ISBN: 9783453207165)
    Ilka Bessin

    Abgeschminkt

     (30)
    Aktuelle Rezension von: oliver

    Ich habe das Buch verschlungen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Als Fan von Cindy aus Marzahn, war dies einfach ein Muss  dieses  Buch zu lesen. Klare Kaufempfehlung von mir...

  11. Cover des Buches Kranichland (ISBN: 9783958620506)
    Anja Baumheier

    Kranichland

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Schnuppe
    Johannes Groben ist auf der Flucht in Rostock gestrandet, dort lernt er seine zukünftige Frau Elisabeth kennen. Die Beiden gründen eine Familie und Johannes wird von seinem väterlichen Freund Kolja zur Staatsicherheit geholt. Er folgt ihm lange Zeit aus Dankbarkeit und der Überzeugung vom richtigen System blind. Darüber verliert er seine Frau und die beiden unterschiedlichen Töchter Charlotte und Marlene aus den Augen. Während die ältere Charlotte systemtreu ist eckt Marlene mit ihrem Wesen, ihrer Einstellung und ihrer Liebe zu dem Pfarrerssohn überall an. 
    Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, dadurch wird der Spannungsbogen hoch gehalten, Beate Rysopp liest Schönes und Dramatisches gewohnt gekonnt ein. Das Zuhören macht Spaß.
    Das Drama  nimmt seinen Lauf, als Marlene und ihr Freund aus der DDR fliehen wollen und dabei verhaftet werden. Man erfährt, was diese Tragödie mit den einzelnen Beteiligten gemacht hat: wie es sie verändert und wozu es sie schließlich getrieben hat. Da Marlene schwanger war und das Kind nicht behalten durfte sind auch die nächsten Generationen betroffen. Eine Lebenslüge entsteht und kann nicht ohne weiteres aufgedeckt werden.
    Die beiden Zeitebenen rücken im Verlauf des Buches aufeinander zu bis sich das Ganze verbindet und die Wahrheit ans Licht kommt. Das ist gut gemacht, aber ich ziehe doch einen Punkt ab, da Kollege Zufall mir etwas zu oft im Spiel war.
    Sehr gut zu hören, die Geschichte und die Charaktere wirken authentisch, die DDR Geschichte wird gut dargestellt, auch die Erklärung zum Titel war sehr schön. 
  12. Cover des Buches Torstraße 1 (ISBN: 9783423215169)
    Sybil Volks

    Torstraße 1

     (92)
    Aktuelle Rezension von: nati51

    Sybil Volks ist auf sehr ansprechende Art gelungen, die wechselvolle Geschichte des Hauses Torstraße 1 in Berlin mit dem fiktiven Leben zweier Familien zu verbinden.

    An ihrem achtzigsten Geburtstag kehrt Elsa an dem Ort ihrer Geburt zurück. Im Haus Torstraße 1 findet heute eine exklusive Eröffnungsfeier für das Soho House Berlin statt. Elsa hofft hier Bernhard zu treffen und ihre Gedanken schweifen in die Vergangenheit.

    Hier wurde im Jahr 1929 das Kreditkaufhaus Jonass & Co. von der jüdische Familie Grünberg eröffnet, wo man Waren für ein Viertel des Preises mitnehmen konnte und der Rest auf Raten zu bezahlen war. Während der Eröffnungsfeier bekommt die unverheiratete Angestellte Vicky Springer auf dem Packtisch der Poststelle ein Baby. Keiner ahnt, dass der Sohn des Kaufhausinhabers Harry Grünwald der Vater des Kindes ist. Während der Geburt der kleinen Elsa wird Vicky von einer alten Frau und dem Zimmermann Wilhelm Glaser, der am Bau des Hauses mit beteiligt war, unterstützt. Später stellt sich heraus, dass auch Wilhelm Glaser zur selben Stunde Vater eines Sohnes wurde. Die beiden an diesem Tag geborenen Kinder Elsa und Bernhard sowie das Haus Torstraße 1, stehen im Zentrum dieses Buches.

    Die Autorin hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Ihr ist es hervorragend gelungen, das Zeitgeschehen der letzten achtzig Jahre mit einfließen zu lassen. Die Wirtschaftskrise ist da, die ersten antisemitischen Stimmen sind zu hören, der 2. Weltkrieg, die Rosinenbomber über Berlin, der Mauerbau und auch der Fall der Mauer. Ein Buch, das gleichzeitig Zeugnis ablegt über die wechselvolle Geschichte der Stadt Berlin und des Hauses Torstraße 1. 

    Das Schicksal der handelnden Personen hat mich bewegt. Die Familien um Elsa und Bernhard wirkten auf mich wie ganz „normale“ Familien, deren Leben so hätte ablaufen können in Ost- und Westberlin. Die Autorin wechselt immer wieder die Erzählperspektive, mal erfährt der Leser das Geschehen aus Sicht von Elsa und dann aus Sicht von Bernhard. Die damit verbundenen Zeitsprünge hätte die Autorin gern für mich noch mit Leben füllen können.

    Ein empfehlenswertes Buch, das neben der Familiengeschichte noch viel Zeitgeschichte vermittelt.

  13. Cover des Buches Am kürzeren Ende der Sonnenallee (ISBN: 9783126757195)
    Thomas Brussig

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

     (311)
    Aktuelle Rezension von: kekskruemeline

    ,,Klein aber fein", ein Zitat, welches das Buch Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig ziemlich genau beschreibt, wenn nicht sogar auf den Punkt bringt. 

    In knappen 157 Seiten schreibt der damals 35-jährige Author über die DDR und alles, was dazu gehört. Sie werden sich jetzt denken: ,,Klasse, ich bin aber nicht zu einer Geschichtsstunde hierher gekommen". Hand aufs Herz, so ging es mir am Anfang auch, die typische Schullektüre eben, doch Am kürzeren Ende der Sonnenallee ist einfach was ganz Anderes und eigen für sich.

     

    Zusammen als ,,Das Potential", welches aus Micha (Protagonist), Wuschel, Mario, Brille und dem Dicken besteht, haben die Jugendlichen nicht nur ordentlich Spaß, sie bauen auch das eine oder andere mal ziemlichen Mist. So bringen sie den ABV mit verbotener Musik auf die falsche Spur und blamieren sich in den Tanzstunden beim Tanzen. 

    Doch was wäre ein Jugendroman ohne die typische Lovestory?

    In Am kürzeren Ende der Sonnenallee liegt die Liebe praktisch in der Luft und wird durch Miriam, welche laut Micha das schönste Mädchen der Welt sei, zum typischen Handlungsteil, der sich durch das ganze Buch hindurch zieht.

    Was jedoch beim Lesen besonders auffällt, ist Brussigs Schreibstil. An Komik, Späßen und lustigen Geschehnissen wird hier nicht gespart. Durch ihn klingt der ,,Todesstreifen" doch gleich viel harmloser. 

    Tatsächlich ist dies jedoch bei den meisten Lesern der größte Kritikpunkt. Die DDR sei gar nicht so harmlos gewesen und würde in Brussigs Buch nicht ernst genommen werden. Doch so soll es auch gar nicht sein. Gerade dadurch will Brussig eine andere Seite der DDR zeigen und versucht, das Positivste aus der Sache zu ziehen.

    Meine Freude über dieses Buch hält sich in Grenzen. Ständige aus dem Kontext heraus gerissene Szenenwechsel erschweren das Lesen und auf einmal befindet man sich nicht mehr in Michas Zimmer, sondern in der Vergangenheit bei irgendwelchen Verwandten von ihm. Dennoch kann man nicht anders als zu schmunzeln und lachen, wenn man das Buch liest. Hat man einen guten Sinn für Humor und eventuell auch ein Interesse an der deutschen Geschichte, so ist Am kürzeren Ende der Sonnenallee mehr als empfehlenswert.

  14. Cover des Buches Kranichland (ISBN: 9783499274015)
    Anja Baumheier

    Kranichland

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Inhalt:

    Durch ein Hauserbe wird das leben von Theresa komplett auf den Kopf gestellt, denn sie findet Dinge heraus, die lange Zeit ein gut gehütetes Familiengeheimnis war.

    Erster Satz:

    Endlich acht.

    Meine Meinung:

    Als das Buch bei mir Zuhause ankam, war ich wirklich sehr gespannt was mich erwartet und ich wurde komplett überrascht.

    Als erstes zum Cover :) ich finde es ist sehr schlicht und sehr nichtssagend gestaltet und ich finde das macht es so besonders, der Inhalt im Buch bleibt eine Überraschung. Die beiden Frauen im Vordergrund, denke ich sind Charlotte und Marlene. Der Leser bekommt zwar eine Vermutung wie sie aussehen, aber kann trotzdem noch seine Fantasie benutzen.

    Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig zu lesen und die Seiten sind nur so dahin geflogen.

    Im Buch an sich springt man zwischen "Damals" und "Heute" hin und her und es war wirklich super in dem Buch markiert, sodass man sich als Leser auskannte und es nicht zu großen Verwirrungsmomenten kam und man das Buch ohne großes Stocken durchlesen konnte.

    Auch die Charaktere wurden von der Autorin wirklich schön ausgearbeitet, und jeder war auf seine Art besonders.

    Dadurch das wir auch immer wieder in die Vergangenheit springen, kann man die Handlung der Charakteren besser nachvollziehen und ich fand es teilweise erschreckend was sich teilweise dort in der DDR zugetan hat und was die Familie Groen durchstehen musste und welches großes Geheimnis Charlotte jahrelang mit sich rumgeschleppt hat.

    Für Theresa, war das Geheimnis dagegen ein Schock und man konnte mit ihr als Leser richtig mitfühlen und man wollte sie am Ende eigentlich nur in Arm nehmen. Und ich muss auch gestehen das ich den Namen in Gedanken die ganze Zeit verbessert habe, da man mich ja ohne "h" schreibt.

    Auch finde ich es gut das die Autorin ganz langsam Wieland mit in die Gegenwart Geschichte hat einfließen lassen, so konnte man sich noch besser mit ihm vertraut machen.

    Ich finde die Autorin hat uns wirklich toll zurück in eine Zeit geführt, die gerade uns jungen Lesern so gut wie gar nicht bekannt ist und ich finde es immer wieder spannend davon zu lesen und ich finde es wirklich erschreckend, was es für Zustände es damals gab und das es eigentlich auch nicht so lange her ist.

    Alles in einem kann ich wirklich nicht an dem Buch meckern und ich hoffe auch das ich bald wieder was von der Autorin lesen kann.


  15. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  16. Cover des Buches Und morgen am Meer (ISBN: 9783746629858)
    Corina Bomann

    Und morgen am Meer

     (70)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    Claudius macht für einen Tag einen Ausflug in die DDR und trifft dort in der Bahn auf Milena, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Sie geht ihm nicht aus dem Kopf und er versucht sie wiederzufinden. Milena geht es genauso und sie ist deshalb überglücklich, als sie sich endlich wieder treffen. Unter den wachsamen Augen der Stasi beginnt nun eine süße Liebesgeschichte, die beide dazu bringt bald aus der DDR fliehen zu müssen, da Claudius schließlich der "Feind" ist, weil er aus der BRD kommt.

    Das Buch fand ich ganz nett. Es ist teilweise aus der Sicht von Claudius und Milena geschrieben, was es abwechslungsreich gestaltet. Man lernt dadurch das Leben innerhalb der DDR besser kennen, was ich sehr interessant finde, wenn man erst nach der Wiedervereinigung geboren wurde und Deutschland nur als ein Land kennt und nicht als gespalten. Was mir nicht ganz so gefallen hat, war die Leichtigkeit, wie erstens Claudius in die DDR "einbrechen" und zweitens danach mit Milena fliehen konnte. 

    Im Großen und Ganzen war es ein süßer Roman für zwischendurch und wer auf Liebesgeschichten mit einem dicken Happy End steht, für den ist dieses Buch genau das Richtige.

  17. Cover des Buches Zeugin der Toten (ISBN: 9783548289885)
    Elisabeth Herrmann

    Zeugin der Toten

     (166)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Wir schrecklich muss es sein von den Eltern getrennt zu werden und im Waisenhaus groß zu werden.

    Judith Keppler ist auf der Spur ihrer Vergangenheit und unglaubliches kommt zu Tage!

    Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Das Buch ist spannend und die Thematik berührend, manchmal unfassbar!

    Die Rückblicke in die Tage, als die Familie auseinandergerissen wurde, sind unbeschreiblich!

    Ich bin noch ganz aufgewühlt vom Lesen dieses Buches!

  18. Cover des Buches Mauerpost (ISBN: 9783570312537)
    Maike Dugaro

    Mauerpost

     (20)
    Aktuelle Rezension von: beritjohh

    Ines und Julia fangen beide eine geheime Brieffreundschaft an.

    Julia wohnt nämlich in der DDR, und Ines in Westdeutschland. Beide aber in Berlin, sodass sie eigentlich nur ein paar Kilometer trennen- und die Mauer!

    Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut, und lernen sich, und ihre Familien gegenseitig immer besser kennen. So kommen sie auch einigen spannenden Familienverhältnissen auf den Grund, was schlussendlich die beiden vor eine schwierige Aufgabe und Feststellung stellt.

    Sehr gut hat mir auch die Schreibweise des Buches gefallen, da es durchgehend in Form der Briefe der beiden geschrieben ist. Dadurch ist es sehr persönlich und interessant geschrieben.

  19. Cover des Buches Der geteilte Himmel (ISBN: 9783518188873)
    Christa Wolf

    Der geteilte Himmel

     (99)
    Aktuelle Rezension von: HomersEvil

    Der geteilte Himmel – eine literarische Auseinandersetzung zweier Systeme, zweier Ideologien, zweier Länder, die doch mal eines waren, die immer noch zueinander gehören, eine Liebesgeschichte zweier Menschen in den Anfängen der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Soweit die Kurzzusammenfassung.


    Um Christa Wolfs Erzählung „Der geteilte Himmel“ hatte ich bis jetzt einen großen Bogen gemacht. Warum weiß ich gar nicht. Wahrscheinlich war es dieses voreingenommene Gefühl die Handlung sowieso schon zu kennen. Eine Erzählung die sich um die Teilung Deutschlands dreht, höchst wahrscheinlich hauptsächlich aus der Perspektive der DDR, mit der nötigen Portion Überlegenheit des Sozialismus. 

    Und ja, ich hatte damit vollkommen recht. Naja nicht vollkommen. Zu meiner Überraschung war der Teil mit der Überlegenheit des Sozialismus doch recht gering. Im Gegenteil, eigentlich wurden durch Wolf schon damals sehr präzise nahezu sämtliche Missstände des sozialdemokratischen Deutschlands aufgezeigt. Offene Schwachstellen des vermeintlichen überlegenen Systems. Eigentlich ein offener Affront. Ich fragte mich tatsächlich, wie es dieses Buch durch die Zensur des Staates geschafft hat. Vielleicht war es ja auch nur Zufall, bzw. der Gunst der Stunde geschuldet. Das Buch erschien 1963, handelt von der Zeit kurz vor, und während des Mauerbaus im Sommer 1961. Wobei der Begriff „Mauer“ oder „Mauerbau“ zu keiner Zeit in der Erzählung vorkommt oder thematisiert wird, bestenfalls „angedeutet“. Wahrscheinlich ist das auch die Erklärung für die Zensurfreigabe.


    Christa Wolf erlaubt mit ihrer Erzählung neben politischen Auseinandersetzungen auch einen Einblick in des alltägliche Leben „jenseits“ der neu gezogenen Mauer, einen Einblick in die sozialistische Gesellschaft, mit all ihren Stärken und Schwächen. Einblick in ein Leben, wie es wohl heutzutage kaum noch verständlich ist. Gerade das macht diese Erzählung auch heute noch so wertvoll und wichtig! Ja, eine Liebesgeschichte, eine wirkliche, wahre und schöne Liebesgeschichte, eine von existentiellen Problemen mit echten Menschen gibt es auch noch. 


    Wer schon immer mal wissen wollte wie es sich in dieser Zeit zugetragen hat, in der DDR, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.


    „Sie kamen in den dicksten Abendverkehr. Sie wurden gestoßen, gedrängt, auseinandergetrieben. Er mußte sie festhalten, um sie nicht jetzt schon zu verlieren. Er umspannte mit der Hand leicht ihren Oberarm und schob sie vor sich her. Keiner sah das Gesicht des anderen, bis sie in der Bahnhofshalle stehenblieben.

    Was jetzt nicht beschlossen war, konnten sie nicht mehr beschließen. Was jetzt nicht gesagt war, konnten sie nicht mehr sagen. Was sie jetzt nicht voneinander wußten, würden sie nicht mehr erfahren.

    Ihnen blieb nur dieser schwerelose, blasse, nicht mehr von Hoffnung und noch nicht von Verzweiflung gefärbte Augenblick.“

  20. Cover des Buches Irgendwann werden wir uns alles erzählen (ISBN: 9783548061726)
    Daniela Krien

    Irgendwann werden wir uns alles erzählen

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Nette

    Die Autorin nimmt mit dem Buch den Leser in eine landschaftliche Idylle mit. Die Beschreibungen sind so intensiv, dass man das Gefühl hat mit dem Buch durch die Landschaft und Häuser zu ziehen. Zwar begegnen wir vielen Protagonisten im Buch, allerdings wird die Geschichte aus der Sicht von Maria erzählt. Daniela Krien hat es schafft mich mit dem Buch zu fesseln. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich die die Beziehung von Maria und Henner entwickelt. Ist es eine Liebesgeschichte? Ich denke eher, dass die Versuchung und der Reiz zwischen Maria und Henner das Buch ausmachen. Der Versuch die Waage zwischen Begierde, Geheimnis und Sehnsucht zu halten. Über die Beziehung der Beiden möchte ich nicht so sehr ins Detail gehen, denn ich möchte nicht Spoilern. Bildet Euch Eure Meinung zum Buch, mich hat das Buch doch nachdenklich gestimmt.


    Wer ein Buch sucht, welches schockiert, spaltet, emotional und intensiv ist, der ist mit diesem gut bedient.

  21. Cover des Buches 89/90 (ISBN: 9783442714650)
    Peter Richter

    89/90

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Wonni1986
    Titel: "89/90"
    Autor: Peter Richter
    Verlag: btb
    Seitenzahl: 411

    Cover:
    Unscheinbar in sommerlichen Farben gehalten und es ist ein Softcover. 

    Schreibstil:
    Es liest sich sehr flüssig und alles was unverständlich geschrieben wurde, wurde mit Fußnoten erklärt. Man merkt richtig, dass es dem Auto wichtig ist, dass zu erzählen was ihm wichtig ist. Es ist ihm gelungen. Handlungen, Personen und Gegenständen wurden so beschrieben und erzählt das man es sich sehr gut vorstellen kann. Er schreit aus der ich und allgemeinen Perspektive.

    Inhalt:
    Das Lebensgefühl einer rebellischen Generation am Ende der DDR Sie sind der letzte Jahrgang, der noch alles mitmachen darf – damals in Dresden vom Sommer vor der Wende bis zur Wiedervereinigung: die lauen Freibadnächte und die Ausweiskontrollen durch die »Flics« auf der »Rue«, die Konzerte im FDJ-Jugendklub »X. Weltfestspiele« oder in der Kirche vom Plattenbaugebiet, wo ein Hippie, den sie »Kiste« nennen, weil er so dick ist, mit wachsamem Blick Suppe kocht für die Punks und ihre Pfarrerstöchter. Sie sind die Letzten, die noch »vormilitärischen Unterricht« haben. Und sie sind die Ersten, die das dort Erlernte dann im Herbst 89 erst gegen die Staatsmacht anwenden. Und schließlich gegeneinander. Denn was bleibt dir denn, wenn du zum Fall der Mauer beiträgst, aber am nächsten Tag trotzdem eine Mathe-Arbeit schreiben musst, wenn deine Freundin eine gläubige Kommunistin ist und die Kumpels aus dem Freibad zu Neonazis werden? Von der Unschuld des letzten Sommers im »Tal der Ahnungslosen« bis zu den Straßenschlachten rund um die deutsche Einheit: Peter Richter beschreibt in seinem autobiografischen Roman das chaotische Ende der DDR aus der Sicht eines damals Sechzehnjährigen – pointiert, authentisch und sprachlich brillant. Coming of Age im Schatten von Weltgeschichte.

    Meinung
    Ich bin ein kleiner DDR Fan, ja richtig gelesen. Ich mag diese Zeitepoche, warum? Alles hatte seinen Platz, es gab alles was man benötigte und keine wirklich keiner wurde zurückgelassen. Sicherlich musste man Abstriche machen, aber das müssen wir heute auch, oder? Ich mag dieses wir Gefühl. Und dieses Buch beschreibt es einfach auf den Punkt! Wenn man es liest, und diese Zeit auch noch erlebt hatte, wird man sich definitiv wieder finden…und auch AHA-Momente haben…oder auch die Flashbacks. Ich hatte es so schnell durchgelesen, dass ich total überrascht war. Ich könnte jetzt stundenlang weiterschwärmen und euch erzählen, dass zu dieser Lektüre Hallorenkugeln oder Knusperflocken hervorragend passen und auch noch viele andere (auch inhaltliche Dinge), aber lest es selber und ihr landest mit 100% Wahrscheinlichkeit zurück im Sommer 89/90….
    Nur möchte ich gerne wissen wer dieser S. ist…hm…
  22. Cover des Buches Gedichte, Gedanken, ein Plädoyer für die Freiheit (ISBN: 9783961030194)
    Jürgen Zwilling

    Gedichte, Gedanken, ein Plädoyer für die Freiheit

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Chrissysbuchzeit

    Klappentext:

    Am 09.08.2012 schrieb meine Tochter Jacqueline, als Widmung in ein Buch, was sie mir zum Geburtstag schenkte:


    ,,Freiheit wird i.d.R. als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können.

    Eine weite Definition, die viele Interpretationsvarianten zulässt, in Freiheit zu leben.

    Ein Grund darüber nachzudenken!”


    Vorschlag angenommen! Wir denken gemeinsam darüber nach! Es lohnt sich - für die Freiheit!


    Rezension:

    Dieses Buch habe ich gerne gelesen. 

    Der Schreibstil ist verständlich und lässt sich gut und flüssig lesen. 

    Auch der Text bietet Abwechslung und ist sinnvoll und angenehm aufgeteilt. 

    Das Cover gefällt mir gut. Es passt sehr gut zum Inhalt und zum Thema des Buches.


    Die Gedanken und Gedichte wechseln sich sehr gut ab und es sind sehr gute Gedichte im Buch enthalten. An dieser Stelle hätte ich mir jedoch mehr Gedichte in dem Buch gewünscht.


    Das Buch bietet dem Leser viele tolle Gedanken zum Thema Freiheit und Ideologie.

    Insgesamt ist das Buch sehr interessant und informativ. 

    Es werden auch viele sehr wichtige Themen angesprochen. 

    Dennoch fände ich es schöner, wenn noch mehr verschiedene Themenbereiche der Freiheit angesprochen werden würden. Dies würde das Buch noch vielfältiger machen.


    Diesem wichtigen und informativen Büchlein gebe ich 4 von 5 Sternen.

    Ich kann es interessierten Lesern weiterempfehlen.

  23. Cover des Buches All die ungesagten Worte (ISBN: 9783426512180)
    Marc Levy

    All die ungesagten Worte

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Katzenpersonal_Kleeblatt
    Obwohl sie sich schon lange mit ihrem Vater nichts zu sagen hat, hofft Julia, dass er an ihrem großen Tag, ihrem Hochzeitstag, dabei sein werde. Aber es kommt ganz anders, die Hochzeit findet nicht statt, da statt Trauung an diesem Tag die Beerdigung ihres Vaters stattfindet.
    Sie kann es nicht glauben, es sieht aus, als wäre es mit Absicht geschehen.
    Als sie in ihr Appartement kommt, findet sie dort eine riesige Kiste vor. Der Inhalt ist ein Android, eine 1:1-Kopie ihres Vaters. Einmal in Gang gesetzt, erzählt er ihr, dass er der Prototyp einer neuen Produktionsreihe ist, deren Investor er war.
    Der Android hat eine Lebensdauer von 6 Tagen, wenn er nicht vorher deaktiviert wird, so dass der Verstorbene nach seinem Ableben noch einmal die Gelegenheit hat, mit unerledigten Sachen ins Reine zu kommen bzw. mit seinen Angehörigen noch einmal Kontakt aufnehmen kann.
    Julia ist stinksauer auf ihren Vater, auch wenn er als "neugeborener" Tote vor ihr steht, und ist nicht bereit zu verzeihen, dass er sie in den letzten Jahren mehr oder weniger vergessen hat.
    Ihr Vater bittet sie um die 6 Tage, eine letzte Chance für ihn, Zeit mit Julia zu verbringen. Widerwillig gibt sie ihm die Zeit, nicht ahnend, dass auch sie ihren Vater in der Zeit neu kennenlernen wird. Eine Zeit, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird...

    Was für eine schöne Idee, nach dem Ableben noch einmal Kontakt aufnehmen zu können und längst vergangenes ins Reine zu bringen.

    Vater und Tochter fahren gemeinsam nach Montreal ins gebuchte Hotel, in dem Julia eigentlich ihre Hochzeitsreise verbringen wollte.
    Von dort geht die Reise nach Berlin, um Vergangenes aufzuarbeiten. Vor 20 Jahren hatte sie dort ihre große Liebe Thomas zurücklassen müssen, als ihr Vater sie urplötzlich nach Hause holte. Viele Briefe folgten zwischen Julia und Thomas, bis er in Afghanistan einem Bombenattentat zum Opfer fiel.
    Vergessen konnte Julia ihn nie, aber das Leben ging weiter. Nun steht sie wieder in der Stadt, die sie vor 20 Jahren erlebte, als die Mauer zwischen Ost und West fiel.

    Eine ans Herz gehende Geschichte von Marc Levy hält man mit diesem Roman in Händen. Julias Vater ist bemüht, in den ihm verbleibenden 6 Tagen gemeinsam mit seiner Tochter vieles wieder gutzumachen, wo er als Vater versagt hat. Julia macht es ihm nicht leicht, zu tief sitzt der Schmerz, der sie immer wieder traf, wenn ihr Vater vor Abwesenheit glänzte.

    Durch die Konfrontation mit ihrem Vater wird ihre Vergangenheit wieder lebendig, sie erinnert sich an die Zeit von vor 20 Jahren, als sie jung und glücklich war. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn ihr Vater damals nicht eingeschritten wäre?
    Was wäre wenn, eine Konstellation, die schwer nachzuempfinden ist.
    Was bezweckt ihr Vater, nun mit ihr nach Berlin zu reisen?

    Der Roman wurde aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben, die das Gesamtbild abrunden.
    Julia ist eine Frau, die man gern haben muss, mit dem Vater empfand ich nur Mitleid. Mitleid, dass es ihm erst nach seinem Tod gelungen ist, das Wichtige zu sondieren.
    Besondere Erwähnung möchte ich Julias schwulem Freund, Stanley, gewähren. Er ist für Julia der Fels in der Brandung, sei es beim Schuhekauf oder bei Ratschlägen. Wer so einen Freund hat, der ist fürs Leben gewappnet.

    Ein wunderbarer Roman, den man gelesen haben sollte, wenn man Fan von Marc Levy ist, aber auch, wenn man einfach nur gut unterhalten werden möchte mit einer Geschichte, die mich berührt hat.
  24. Cover des Buches Liebesfluchten (ISBN: 9783941711204)
    Bernhard Schlink

    Liebesfluchten

     (171)
    Aktuelle Rezension von: cocobell23

    Bei dem Taschenbuch „Liebesfluchten“ verfasst von Bernhard Schlink, handelt es sich um einen Sammelband, welcher mehrere Kurzgeschichten enthält. Erschienen ist er im Jahre 200 im Diogenes Verlag. Bernhard Schlink schrieb auch den Bestseller „Der Vorleser“.


    Fluchten aus der Liebe, in die Liebe und Affären, dies sind grob gesehen die Themen des Buches, auch wenn dies in den Geschichten gar nicht im Vordergrund steht.Viel mehr die Hauptpersonen und ihre besonderen Schicksale und ihren Mut zum Ausbruch aus ihren vorherigen Lebenssituationen. Zum Beispiel erzählt Schlink, in einer Geschichte von einem Mann, welcher parallel mit drei verschiedenen Frauen lebt und auch Familie und Arbeitsverhältnis mit ihnen Gründet.Von den Heimlichkeiten überfordert und unzufrieden mit seinen Lebensverhältnissen flüchtet er verkleidet als Mönch. Dies ist nur eine von vielen spannenden Geschichten in dem Sammelband. Eine von den Geschichten gefiel mir nicht besonders, da mir einerseits die Thematik nicht zusagte, andererseits der Hintergrund der Hauptperson nur sehr oberflächlich angeschnitten wird. Besonders gut gefällt mir der Schreibstil von Bernhard Schlink, da er seine Geschichten sehr schmucklos geschrieben sind und sich so sehr flüssig lesen lassen. Trotz dieser Einfachheit sind seine Geschichten sehr schön geschrieben und zeichnen sich durch ihre Besondere Handlung aus.


    Zusammenfassend kann ich sagen das mir das Buch sehr weiterempfehlen kann wegen der interessanten Schicksale. Auch meine Mutter hat mir, nach dem sie das Buch fand als ich es vergessen hatte und sie eine Geschichte las immer wieder das Buch weggenommen ...


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