Bücher mit dem Tag "max ernst"

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15 Bücher

  1. Cover des Buches Soutines letzte Fahrt (ISBN: 9783835312081)
    Ralph Dutli

    Soutines letzte Fahrt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: BeaMilana
    Der Autor selbst liefert die bessere Zusammenfassung:
    "Der unglückliche Soutine! Der ganze Montparnasse seufzt. Entsetzliche Kindheit, bestürzende Armut, zerstörerischer Hass auf die eigenen Bilder, zermürbende Magenschwüre, eingefleischte Schüchternheit, absolute Verlorenheit. Und schließlich setzten ihm die Besatzer und die Gehilfen nach. Versteckt in einem Leichenwagen! ( )
    Der Maler der heillosen Menschheit, sagten sie, der Erniedrigten und Gedemütigten, sagten sie, des Hungers, sagten sie, der gemarterten Tiere."

    Die Geschichte des Malers Chaim Soutine, weiß-russisch und jüdischer Abstammung, kann eindrucksvoller nicht geschildert werden. In einem Leichenwagen versteckt, aufgrund eines Magengeschwürs vollgepumpt mit Morphium, fährt er 1943 einer Operation in Paris entgegen. In wilden Traumfetzen und mit meisterhafter Eindringlichkeit gelingt es dem Autor Ralph Dutli, der 2013 mit "Soutines letzte Fahrt" auf der Longlist des deutschen Buchhandels stand,  sich in das tobende Innere des Malers einzufühlen und nicht nur seine Schmerzen, sondern auch die des Nationalsozialismus in sprachgewaltigen Bildern einzufangen. Nebenfiguren wie seine beiden Frauen, Marie-Berthe Aurenche und Gerda Groth,  Malerkollege Modigliani, der Galerist Zbo, der amerikanische Milliardär Barnes, der unerwartet einige Bilder kauft und rettet, tauchen fragmentarisch auf und geben Zeugnis aus dem Milieu der verarmten Künstler im Frankreich der 20-iger bis 40-iger Jahre.

    Von besonderer Klugheit handelt auch das letzte Kapitel, eine Begegnung am Friedhof zwischen dem Autor und einem Grabbesucher. Letzterer meint: »Und sie selber sind wohl nur einer dieser windigen Autoren, die ein paar nackte Fakten und zweifelhafte Anekdoten aufpicken und sich dann die Dinge aus den Fingern saugen. Und ihre schamlosen Erfindungen in die Welt setzen."
    Ich verneige mich vor Ralph Dutli und seiner präzisen, opulenten Sprache, die mich das Werk dieses besessenen Außenseiters "Die Verwaistheit aller Figuren, das Taumeln der Dinge in einer heillosen Welt. Lakonische Lyrismen" verstehen lässt. "Soutines letzte Fahrt" ist alles andere als einer der langweilig geschriebenen Künstlerromane, die wir alle schon gelesen haben.
    Absolute Leseempfehlung (für jede Altersgruppe).

  2. Cover des Buches Max Ernst 1950-1970 (ISBN: 9783770110872)
    Werner Spies

    Max Ernst 1950-1970

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  3. Cover des Buches Gala Éluard (ISBN: 9783451383847)
    Katja Kulin

    Gala Éluard

     (1)
    Aktuelle Rezension von: seschat
    Gala Éluard (1894-1982) ist weithin als Muse des surrealistischen Künstlers Salvador Dalí, der sie in unzähligen Bildern verewigte, bekannt. Doch Gala war mehr als das schöne Anhängsel des großen Maestro.  Die aus Russland stammende Jelena Dmitrijewna Djakonowa wuchs in einfachen Verhältnissen auf und liebte die schönen Künste. Während eines Kuraufenthalts in Clavadel lernt sie 1913 den ebenfalls lungenkranken Paul Éluard ihren späteren ersten Ehemann kennen. Beide kommen trotz des aufziehenden Ersten Weltkriegs und Widerstände der Eltern bald zusammen. Auch beruflich harmonieren sie wunderbar miteinander, gemeinsam arbeiten sie an seiner Zweitkarriere als Lyriker. Später lernt sie durch ihn dann den deutschen Dadaisten Max Ernst kennen und lieben - ein Zustand den Paul anfangs goutiert. Doch mit der Zeit leben sich Paul und Gala trotz der Tochter Cécile, die bei den Großeltern aufwächst, auseinander. Nach einen abermaligen Versuch, die offene Ehe zu retten, fällt ihr Augenmerk auf den katalanischen Ausnahmekünstler Salvador Dalí. Für beide ist es die große Liebe. Der scheue Verrückte aus Spanien wird zu ihrem Projekt und zweiten Ehemann. Sie inspiriert ihn und managt zudem alles Geschäftliche, wozu er keine Lust hat. Lange Zeit sind sie ein eingespieltes Team, weil beide im jeweils anderen einen Seelenverwandten entdecken. Ob in Spanien, Amerika oder Frankreich, überall gibt es Dalí und Gala fortan nur im Doppelpack. Doch die ewige Show und Dalís öffentliche Verrücktheiten und Schaffensdrang reichen ihr irgendwann nicht mehr und man lebt nebenher bzw. Gala zieht sich mehr und mehr ins Private zurück.

    Katja Kulins biografischer Roman las sich ausgesprochen spannend und leichtfüßig. Obschon die Autorin nicht chronologisch erzählt, sondern zwischen den interessantes Lebensphasen von Gala hin und her springt, ist das 221-seitige Werk recht aufschlussreich; auch weil Kulin hinter die Fassade von Dalís Muse schaut, auf persönliche Wunden eingeht und die zeithistorisch prägenden Ereignisse (Weltkrige, Spanischer Bürgerkrieg) miteinbezieht. Gala war eine starke, emanzipierte Frau in Zeiten des spanischen Machismo & Co. Kein Wunder, dass sie deshalb auch als Hexe galt, gerade weil sie wechselnde Beziehungen unterhielt und sich extravagante Mode etc. leisten konnte. Dass sie eine große Kunstfördererin mit eigenen geheimen Ambitionen war, wollte niemand sehen. In ihr Innerstes ließ sie zeitlebens nie wirklich jemanden blicken. Eine Ausnahme stellen hierbei die 2001 entdeckten unveröffentlichten Aufzeichnungen von Gala dar, welche Kulin mit in den Roman einfließen ließ. Weiterhin nutzte die Autorin Galas vielfach erhaltenen Briefverkehr als Quelle für ihre luzide und gleichermaßen effektvolle Darstellung. Anders als ihre berühmten Lebensgefährten wollte sie nie selbst berühmt werden bzw. scheiterte an den eigenen hohen Ansprüchen. Kurzum, Gala polarisierte und polarisiert immer noch. Letzteres fängt das Cover, welches Gala mit dem typischen Dalíbart zeigt, sehr treffend ein. Zudem kann sich der Leser mithilfe der im Buch enthaltenen Fotos ein gutes Bild von Gala machen. 

    FAZIT
    Eine Biografie, die versucht Gala Éluards Wirken und Denken auf kurzweilige Weise gerecht zu werden, was Kulin sehr überzeugend gelungen ist. 
  4. Cover des Buches Die Surrealistin (ISBN: 9783463000015)
    Michaela Carter

    Die Surrealistin

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    INHALT:
    England, 1937: Kunststudentin Leonora Carrington stammt aus einem betuchten Elternhaus. Schon immer hatte sie ihren eigenen Kopf. Als ihr Vater sie in diverse Kloster- und Mädchenschulen steckte, wurde sie früher oder später rausgeworfen. Mit dem Status einer unverheirateten Künstlerin beschert sie ihrem Vater auch heute noch den größten Albtraum.
    Als Leonora durch eine Freundin in den Kreis mehrerer Künstler gerät, lernt sie Max Ernst kennen und lieben. Seine Malereien beeindrucken sie sehr und auch Leonora selbst entdeckt den Surrealismus für sich.
    Um sich aus den Fängen des Vaters zu befreien, zieht sie gemeinsam mit Max nach Frankreich, obwohl dieser noch verheiratet ist. Für den fast doppelt so alten Künstler wird Leonora zu einer richtigen Muse.
    Als der Zweite Weltkrieg anbricht, wird Max von den Franzosen inhaftiert. Bei seiner Rückkehr ist das gemeinsame Haus leer und Leonora verschwunden. Max sucht sie.
    Doch Leonora ist bereits auf der Suche nach sich selbst und beginnt sich als Frau und als Künstlerin zu emanzipieren…

    MEINUNG:
    Ich liebe es ja, wenn künstlerische Tätigkeiten und diverse Künstler in belletristischen Geschichten eine große Rolle spielen. So habe ich mich gefreut, hier Leonora Carrington und Max Ernst etwas näher kennenzulernen. Neben ihren Lebensgeschichten, werden auch einige Bilder der Künstler genauer beschrieben, was mir richtig gut gefallen hat. Den Prozess des Erschaffens habe ich mit großer Freude bildlich vor meinen Augen verfolgen können. Man spürt regelrecht, dass die Autorin eine große Affinität zur Kunst hegen muss, sonst hätte sie dieses Gefühl von Lebendigkeit & Kreativität vermutlich kaum so gut transportieren können.
    Neben der Kunst spielen außerdem Krieg und Flucht eine größere Rolle, wodurch es alles andere als ein Friede, Freude, Eierkuchen-Buch ist.

    Daneben erzählt die Geschichte von Liebe, Eifersucht und Leidenschaft. Hier muss ich zugeben, dass mir Dreiecks- und Vierecksbeziehungen, sowie wechselnde/ gemeinsame Partner und die Freizügigkeit an manchen Stellen etwas zu viel waren. Aber das ist eben Geschmackssache. Und da das Buch einen biografischen Ursprung hat, kann man das der Autorin kaum ankreiden.

    Zu den Figuren Leonora und Max hatte ich ein etwas ambivalentes Verhältnis. Ich habe häufig mit ihnen mitgefiebert. Aber mindestens genauso oft habe ich mich über so manches Verhalten von ihnen geärgert und hätte sie gerne geschüttelt.
    Die Entwicklung von Leonora hat mir richtig gut gefallen. Während sie anfangs durch ihre rebellische Art eine noch etwas kindliche Seite von sich zeigt, geht sie später, zwar immer noch eigensinnig, aber emanzipiert ihren eigenen Weg…
    Im letzten Drittel des Buches taucht zudem Peggy Guggenheim des Öfteren auf, die mich als Person ebenfalls sehr neugierig gemacht hat.

    Was dem Buch meiner Meinung nach noch das gewisse Etwas verleiht, sind Halluzinationen & Wahnvorstellungen, die eine der Figuren erleidet. Durch deren Schilderung weiß man eine Zeit lang nicht genau, was Realität ist und was Einbildung.
    Doch in Verbindung mit den Malereien und dem Surrealismus, fand ich das mehr als gelungen beschrieben.

    Obwohl das Buch viele tolle Momente hatte, hatte ich in der ersten Hälfte Probleme dranzubleiben. Irgendwie hat mich hier der Spannungsbogen nicht erreicht und ein paar Mal habe ich mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen. Aber ich bin froh, dass ich drangeblieben bin. Denn die zweite Hälfte habe ich dafür am Stück verschlungen, und sie wirkt noch immer in mir nach.
    Besonders die letzten ca. 100 Seiten waren sehr dramatisch und hoch emotional!

    Das Buch ist etwas speziell. Es wird nicht jedem gefallen, aber einige werden es lieben. Mir hat es wieder richtig die Lust auf weitere belletristische Bücher über Kunst & Künstler gemacht!

    FAZIT: Ein außergewöhnliches Buch, welches die Lebensgeschichte von den Künstlern Leonora Carrington und Max Ernst erzählt. Kunstbegeisterte und solche, die es noch werden wollen, sollten sich dieses gute Stück genauer anschauen! 4/5 Sterne!

  5. Cover des Buches Birthday (ISBN: 9783462401417)
    Dorothea Tanning

    Birthday

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Dorothea Tanning war die vierte Ehefrau des Surrealisten Max Ernst, mit dem sie bis zu seinem Tode über dreißig Jahre zusammen lebte. Zehn Jahre später schrieb sie ihre Lebenserinnerungen nieder und sie gab ihnen den vielsagenden Titel 'Birthday'. So heißt auch das Bild, das bei der ersten Begegnung mit Max Ernst eine so große Rolle spielte und man darf das auch gerne im übertragenen Sinne verstehen.

    Sie war selbst Malerin, aber man hat den Eindruck, dass sie an der Seite ihres so spät zu Ruhm gekommenen Mannes immer die zweite Geige spielte. Diese Lebenserinnerungen sind das einzige, was sie geschrieben hat und das finde ich besonders schade, denn sie hat ein großes Talent, sich poetisch auszudrücken.

    So wie man ihre Gemälde dem Surrealismus zurechnet, darf man das getrost auch mit diesem Buch tun. Es ist poetisch, traumhaft, surrealistisch und man muss viel zwischen den Zeilen lesen. Sie malt mit Worten, reiht Assoziationen hintereinander und nicht alles ist einfach zu verstehen.

    Sich selbst nimmt sie zurück, was erklärte Absicht ist. Im Vorwort schreibt sie, dass es ihr ein Bedürfnis war, über 'IHN' zu schreiben, 'diesen wahrhaft Großen', 'ihn so gegenwärtig und lebendig zu machen, wie ich ihn gekannt habe.' Zwischen den Zeilen schimmert immer wieder ihre Liebe durch, aber auch beißende Kritik an denen, die sich auf Max Ernst stürzten, nachdem er zu spätem Ruhm gelangt war. Das macht sie in einer so versteckten Art, dass man einiges leicht überlesen kann.

    Am Ende beschreibt sie ihre Trauer in poetischen Worten, was ich sehr ergreifend fand, und ihren Weg zurück zur Kunst und ins Leben als Alleinstehende.
  6. Cover des Buches Der Surrealismus, Kanon einer Bewegung (ISBN: 9783832176440)
  7. Cover des Buches Notre Dame de Dada (ISBN: 9783462048940)
    Eva Weissweiler

    Notre Dame de Dada

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Der Titel klingt interessant, aber ich finde ihn nicht ganz zutreffend. Die junge Kölner Jüdin Louise Straus, die lieber Lou genannt werden wollte, lernte durch ihr Studium der Kunstgeschichte in Bonn Max Ernst kennen und lieben und geriet durch und mit ihm in Dadaisten- und Surrealistenkreise. Sie fungierte dort aber lediglich als Gastgeberin. Erstaunlich für mich, zu erfahren, dass Köln für kurze Zeit ein Zentrum des Dadaismus war, dass sich in der Wohnung des Ehepaares Lou und Max Leute trafen, deren Namen später zu den Größen des Literatur- und Kunstbetriebs gehörten.

    Louise selbst promovierte zum Thema mittelalterliche Goldschmiedekunst und war nie Hausfrau, sondern immer an Kunst im engeren und weiteren Sinne interessierte. Zum Glück, möchte man sagen, denn trotz der Geburt des Sohnes Hans-Ulrich, Jimmy genannt, stand die Ehe unter keinem guten Stern. Max Ernst war zu sehr egomanischer Künstler, nur an seiner Kunst interessiert und vor allem an anderen Frauen, so z.B. an Gala, der Frau seines engen Freundes Paul Éluard. Wegen ihr verließ er seine kleine Familie, ließ sich in Paris nieder und Lou musste von nun an alleine zurecht kommen, auch finanziell. Gut, dass sie ihren Beruf hatte, gut, dass sie sich rasch zu einer gefragten Journalistin entwickelte, die für viele Museen, Zeitungen und Zeitschriften schrieb, gut, dass sie eine starke und optimistische Frau war.

    Leider zogen dunkle Wolken am Horizont auf und mit meiner Vorstellung, die Kölner wären nicht so anfällig für den Nationalsozialismus gewesen, räumt diese Biographie gründlich auf. Schon sehr früh zeigten sich antisemitische Tendenzen, obwohl doch in Köln so viele Juden gut integriert lebten, echte Kölner waren, so auch Lou, die sich gar nicht vorstellen konnte, dass es wirklich zum Schlimmsten kommen könnte.

    Erst als auch sie ihren Beruf nicht mehr ausüben durfte, siedelte sie nach Paris über, erst mal ohne den Sohn, der bei den jüdischen Großeltern blieb, eine mir unverständliche Entscheidung, denn auch das Kind hatte unter Repressalien zu leiden. Das Leben in Paris, von Flüchtlingen überschwemmt, war schwierig. Das Buch beschreibt nicht nur eindringlich den zunehmenden Nationalsozialismus in Deutschland – ist also ebenso Zeitdokument wie Biografie – sondern auch das schwere Leben von Exilanten in Frankreich. Louise allerdings war von unerschütterlichem Optimismus und stürzte sich in zahlreiche Liebschaften, stand ihrem Exmann darin um nichts nach.

    Die Lage spitzte sich zu, Kriegsausbruch, immer weitere Ausbreitung der deutschen Nationalsozialisten in Europa, immer drängendere Gefahr nicht nur für Juden, sondern für alle Deutschen in Frankreich, auch wenn sie erwiesenermaßen antifaschistisch waren, auch das wieder eine geschichtliche Lücke, die ich hier schließen konnte.

    Während Sohn Jimmy es geschafft hatte, nach Amerika zu emigrieren, verhedderte sich Lou in bürokratischen Pass- und Visa-Angelegenheiten und in ihrer eigenen Unentschlossenheit. Sie stirbt in Auschwitz.

    Vieles bleibt gegen Ende der Biografie rätselhaft bzw. unaufgeklärt. Der Nachlass von Sohn Jimmy Ernst ist noch nicht freigegeben. Aber es ist auch so beachtlich, was die Autorin Eva Weissweiler recherchiert und zusammengetragen hat. Sie zitiert aus der bruchstückhaften Autobiografie 'Nomadengut' der Louise Straus-Ernst, aus Jimmys Erinnerungen 'Nicht gerade ein Stilleben - Erinnerungen an meinen Vater Max Ernst' und hat zahllose Briefe, Zeitungsartikel und Geschichten von Lou untersucht und in dieser Biografie verarbeitet und minutiös belegt.

    Alles in allem: die Geschichte einer mutigen, starken Frau und ein beeindruckendes Zeitdokument.

    Mögliche Folgelektüre:

    Louise Straus: Eine Frau blickt sich an – Reportagen und Erzählungen 1933 - 1941, Hrsg. Max Ernst Museum Brühl des LVR
  8. Cover des Buches Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück (ISBN: 9783328104889)
    Sophie Villard

    Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Starbucks

    Das Guggenheim-Museum in New York kenne ich, aber über Peggy Guggenheim wusste ich bis zu diesem Roman eher wenig bis gar nichts. Als Persönlichkeit in ihrer bekannten Familie ist sie aber besonders hervorzuheben, da natürlich die meisten bekannten Guggenheims Männer sind. Doch "Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück" ist ein Roman, der uns die Peggy Guggenheim und die sie umgebenden Persönlichkeiten näher bringt. Dabei ist Sophie Villard eine deutsche Schriftstellerin, die unter Synonym schreibt. Sieht man das Buch, denkt man natürlich erst einmal an den Roman einer französischen Schriftstellerin, und ich finde es schade, dass dies dann eben nicht so ist. 

    Peggy Guggenheim lebt für die Männer und für ihre Kunst. Als Erbin kann sie sich so einiges leisten, doch sie möchte mit ihrer eigen Galerie selbsständig sein. Hier geraten ihre Wünsche in Konflikt, denn für die Galerie müsste sie Paris verlassen, doch ihre LIebe, der Schriiftsteller Samuel Beckett, ist in Paris...

    Spannend wurde das Buch für mich besonders durch die Widrigkeiten des 2. Weltkrieges, der viele Künstler zur Flucht zwingt. Hier hilft Peggy Guggenheim finanziell aus. Leider endet der Roman dann bereits in 1942, obwohl Peggy Guggenheim auch danachh noch viel erlebt hat und erst 1979 verstarb. 

    Insgesamt bekommt man einen kleinen Ausschnitt aus Peggy Guggenheims Leben, der sicher nur in Ansätzen die Frau beschreibt, die Guggenheim wirklich war. Dabei nehmen die Männer einen großen Platz ein, vielleicht einen zu großen. Als kurzweiliger Roman bietet das Buch sicher schöne Lesestunden, als Zeugnis über das Leben Peggy Guggenheims sollte man nochmal weiter schauen, denn es gibt ja noch weitere Romane und Biographien über das bewegte Leben dieser Frau.



  9. Cover des Buches Max (ISBN: 9783446256491)
    Markus Orths

    Max

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Da muss Orths eine Unmenge an Unterlagen durchgearbeitet haben um ein so lebendiges Bild von Ernsts Leben zu schreiben. In wie weit da Realität und Phantasie zutreffen kann ich nicht sagen aber es ist sehr unterhaltsam, beklemmen, verstörend und erheiternd.

  10. Cover des Buches Himmelsdiebe (ISBN: 9783869520537)
    Peter Prange

    Himmelsdiebe

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Himmelsdiebe von Peter Prange

    Klapptext:
    Als sie sich das erste Mal begegnen, ist es wie Magie. Denn was Laura Paddington und Harry Winter miteinander verbindet, ist eine der größten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts. Sie lieben mit einer Unbedingtheit, die sie immer wieder neue Grenzen überschreiten lässt. Rauschhaft im Kreis der Künstlerfreunde im Paris der 30er-Jahre. In der Zweisamkeit ihres selbst geschaffenen Paradieses fernab der Welt in der Provence. Bis die Wirklichkeit, der sie scheinbar immer wieder entkommen, sie endgültig einzuholen droht

    Meine Meinung :

    zum Buch :
    Harry Winter der große Zauberer hat der Liebe abgeschworen und widmet sich nur noch der Kunst. Doch Laura Paddington zwanzigjährige Malerin wird von dem doppelt so alten Harry magisch angezogen. Er eröffnet ihr einen neuen Zugang zum Malen, Wirklichkeit und oder Fantasie. Die verschiedenen Formen der Liebe werden aufgezeigt.
    Von Peter Prange kenne ich bereits, Das Bernsteinamulett und Miss Emely Paxton. Als Buch finde ich Himmeldiebe eher langweilig. Das Buch ist in Anlehnung an reale Künstler geschrieben.

    Das Hörbuch, „Himmelsdiebe“ gelesen von Nina Petri hat mir viel besser gefallen als das Buch, es spricht gefühlvoll die Sinne an. Man kann sich wieder zurücklehnen und genießen. Neben den Wirren des zweiten Weltkrieges geht es auch um die surrealistischen Maler und Künstler der Zeit. Nina Petri versteht es meisterhaft die verschiedenen Stimmungen und Gefühle der Protagonisten überzeugend darzustellen. Ja, bei dem Hörbuch entstehen lebendige und emotionsgeladene surrealistische Bilder.


  11. Cover des Buches Die ovale Dame (ISBN: 9783548301785)
    Leonora Carrington

    Die ovale Dame

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Die hundert schönsten Gemälde der Welt (ISBN: 9783625104261)
  13. Cover des Buches Gala (ISBN: 9783596170593)
    Dominique Bona

    Gala

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Dominique Bona recherchiert anspruchsvoll und unterhaltsam das illustre Leben der Gala (eigentlich Helena Dimitrijewna Djakonowa). Die junge Frau – Gala – stammt aus Russland, aus der Tartaren-Hauptstadt an der Wolga, und steigt 1913 aus dem Zug in Davos. Sie ging nach Davos in Behandlung, weil sie an Tuberkulose litt; allerdings kursieren auch Gerüchte, wonach sie manisch-depressiv wäre. . Einen gewissen Hang zur Theatralik wird man ihr ein Leben lang nachsagen können. Immer wieder hat Helena, die sich alsbald nur noch als „GALA“ bezeichnet sehen will, einen auffälligen Lebensstil und sucht Kontakt zu Künstlern – allesamt selbst Illustre. Sie wird zunächst Éluards Frau, später Dalis Gefährtin. Und sie wirft einen Mantel der Schweigsamkeit und des Geheimnisvollen über die eigene Herkunft. Es gehört ein bisschen Show dazu. Doch andererseits: wer sich mit Personen wie Dali einlassen kann, bedarf selbst einer gewissen „Verrücktheit“. . Bona gelingt es gut, eine ansprechende Biographie über eine interessante Frauengestalt des 20. Jahrhunderts zu schreiben. Das Buch liest sich leicht und flüssig. Die zwei Bildteile im Text sind recht umfangreich und erleichtern es, Person und Leben miteinander zu verbinden.
  14. Cover des Buches Max (ISBN: 9783958620339)
    Markus Orths

    Max

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962
    Markus Orths - Max - gelesen von Torben Kessler

    Markus Orths hat in seinem Roman den bedeutenden Künstler, Maler,  Bildhauer und Grafiker Max Ernst (1891-1976) wieder aufleben lassen.  Bisher habe ich mich nicht all zuviel mit seiner Kunst befasst. Aber, wenn  man diese sehr interessante Biografie hört, dann bekommt man Lust
    sich mehr mit dem Künstler auseinander zu setzen. Er gehörte zu den  Künstlern, die den Dadaismus erfunden und geprägt haben. Er schloss
    sich in Frankreich den Surrealisten an, einer politisch geprägten Gruppe.

    Aufgewachsen war der Künstler in einer sehr gläubigen Familie von der  er sich früh befreite um seine "Freiheit" zu genießen und zu leben.
    Allerdings wurde er früh in den 1. Weltkrieg einberufen, da war er mal  gerade 15 Jahre alt.

    Wie viele Künstler war auch Max Ernst den Frauen sehr zugetan. Bürgerliche  Konventionen scherten ihn nicht. Er lebte sogar eine Art Dreierbeziehung  mit Eluards in Paris. Seine 1. Ehe mit der Jüdin Luise Straus, aus der der  Sohn Jimmy Ernst hervor ging, scheiterte an seinem Freiheitsdrang. In  der 2. Ehe heiratete er eine wesentlich jüngere Frau Namens Marie-Berthe  Aurenche. Danach folgte Meret Oppenheim, eine junge Künstlerin.

    Peggy Guggenheim, die sich den Künstler krallte, nachdem beide gemeinsam  in die USA geflüchtet sind, wurde auch nicht glücklich mit ihm bzw. er auch  nicht mit ihr. Erst in seiner letzten Ehe mit der Malerin Dorothea Tanning schien  er angekommen und geläutert zu sein. Diese Ehe hilt bis zu seinem Tod im Jahr  1976.

    Ich fühlte mich gut unterhalten und habe einiges interessantes erfahren  über den Künstler. Er war sehr vielseitig und ist im Leben weit gereist.  Wer sich für Künstlerbiografien interessiert und auch gerne mal in  Ausstellungen geht, dem kann ich dieses Buch bzw. Hörbuch sehr
    empfehlen.

  15. Cover des Buches Die Erschütterung der Sinne (ISBN: 9783954980208)
    Ulrich Bischoff

    Die Erschütterung der Sinne

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Zeige:
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