Bücher mit dem Tag "mccarthy"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mccarthy" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Die Straße (ISBN: 9783499246005)
    Cormac McCarthy

    Die Straße

     (664)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Warum tut man sich das an, solch ein Buch zu lesen? Natürlich zum einen, weil es mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und in unterschiedlichen Medien positiv rezensiert wurde und zum anderen, wenn man ein Liebhaber dystopischer Literatur ist.

    Mr. McCarthy mutet seinen Lesern nicht nur ein postapokalyptisches Szenario zu, er zeichnet eine Welt, die dem Ende bereits so nahe ist, dass selbst die Hoffnung gestorben zu sein scheint. In dieser düster, düsteren Welt aus Asche und Müll hausen Kannibalen, die sogar ihr eigenes Neugeborenes fressen. Kann noch Schrecklicheres dargestellt werden? Nein!

    Aber aus den Dialogen von Vater und Sohn, die sich in dieser bitterkalten bleigrauen Welt gen Süden schleppen, erfährt der Leser, dass es neben den Bösen auch die Guten geben muss.

    In karger Sprache schildert der Autor den leidvollen Weg. Der Vater ist in seiner Aufgabe verhaftet, das Leben seines Sohnes unter allen Umständen zu schützen und dabei doch noch zu den Guten zu gehören. Denn dieser Wunsch, der vom Jungen ausgeht, ein wenig Menschlichkeit zu bewahren und anderen gegenüber zu zeigen, das ist das einzige flackernde Licht in dieser untergegangenen Welt. Die Hoffnung ist doch noch nicht tot!

    Die bleigraue Trostlosigkeit wird in sparsamer Handlung beschrieben. Wenige dann aber wirklich schockierende Ereignissen sind eingeschaltet.

    Es ist ein Buch, welches die Post-Postapokalypse so konsequent darstellt, wie keines vor ihm. Es schildert eine Welt, in der niemand sein möchte und aus der niemand abtreten will.

    Not for the faint-hearted!  

    Eine vollständige Inhaltsangabe findet sich in Wikipedia.

  2. Cover des Buches Ein Kind Gottes (ISBN: 9783499267994)
    Cormac McCarthy

    Ein Kind Gottes

     (22)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Auf dem Buchumschlag wird damit beworben, dass McCarthy mit einer unfehlbar schönen und genauen Sprache erzählt. Vielleicht ist seine Sprache Genau, das kann ich nicht wirklich einschätzen, aber Schön ist sie eindeutig nicht.

    Der Protagonist ist ein Mann, den man von Anfang an hassen muss. Ungebildet, ein Nichtsnutz, ein Mörder, ein Vergewaltiger, ein Nekrophil, der jeden um sich herum schadet. Sein einziger Sinn besteht darin, bloß einen Tag nach dem anderen zu überstehen und hin und wieder eine Leiche zu ficken. Was noch am Anfang interessant und spannend ist, wird im späteren Verlauf banal und langweilig.

    Er ist ekelhaft und doch bin ich ihm gefolgt. Dem Autor gelingt es sehr gut, die Umgebung zu beschreiben, sein Wesen zu zeichnen, eine Atmosphäre zu erschaffen und auch einen guten Spannungsbogen. Aber jedes neue Kapitel hat alles umgeworfen. Oft fühlte es sich oft so an, als lägen zwischen einem Kapitel und dem anderen Jahrhunderte.

    Hin und wieder wurde die Perspektive gewechselt und ein Ich-Erzähler hat über den Protagonisten gesprochen. Irgendwie war ich überzeugt, dass dieser Ich-Erzähler irgendwann mit dem Protagonisten aufeinandertreffen würde, aber das passiert nicht, sondern seine Rolle beschränkt sich auf drei Kapitel, ehe er verschwindet. Das fand ich sehr schlecht.

    Ich habe alles gelesen, weil der Stil einfach zu folgen war. An die fehlenden Anführungszeichen gewöhnt man sich schnell. Es liest sich problemlos, aber es ist kein Buch, das ich noch einmal lesen würde. Oder empfehlen kann. Es kam mir so sinnlos vor. Ich habe das Leben eines ekelhaften Mannes gefolgt und daraus nichts gelernt, was ich schon vorher nicht wusste.

  3. Cover des Buches Blütenzauber auf Gansett Island (ISBN: 9782919807154)
    Marie Force

    Blütenzauber auf Gansett Island

     (30)
    Aktuelle Rezension von: kindergartensylvi

    Blütenzauber auf Gansett Island von Marie Force

    Seit Riley McCarthy das Dach des alten Ferienhauses repariert hat, kann er Nikki Stokes, die Enkelin der Besitzerin, nicht mehr vergessen. Nikki war nur kurz auf der Insel, bevor sie wieder in ihr turbulentes Leben als Managerin ihrer berühmten Schwester zurückgekehrt ist. Als Riley erfährt, dass Nikki sich nach einem weiteren Skandal wieder auf der Insel aufhält, ist er entschlossen, die Chance zu nutzen, die bezaubernde junge Frau besser kennenzulernen.

    Nikki hat genug von den Eskapaden ihrer Schwester, einem Reality-TV-Star, und sucht Zuflucht im Haus ihrer Großmutter auf Gansett Island, das ihr aus glücklichen Sommern in der Kindheit vertraut ist. Insgeheim hofft sie, den attraktiven Handwerker wiederzutreffen, der im vorigen Herbst das undichte Dach repariert hat. Nikki ist nach einer schlimmen Erfahrung eigentlich vorsichtig, was Männer betrifft, doch Riley McCarthy weckt Gefühle in ihr, zu denen sie sich gar nicht mehr fähig gehalten hatte ...

    Mein Fazit:

    Den Leser erwartet ein emotionsgeladener, mitfühlender und fesselnder Liebesroman. Der Schreibstil ist flüssig und zur Einführung erhält der Leser am Anfang erst einmal eine Rückblende, was vorher geschah. Die Geschichte um Nikki und Riley ist turbulent und spannend zu gleich. Die Charaktere sind mir von Anfang an total sympathisch und vertraut. Schnell fühlt man sich mitten in der Geschichte und fiebert mit. Die knisternde Spannung zwischen Beiden, fließt durch den ganzen Roman. Für mich ein wunderschöner angeschlossener Roman aus einer tollen Romanserie mit Herz.

  4. Cover des Buches Schneeflocken auf Gansett Island (ISBN: 9782919801756)
    Marie Force

    Schneeflocken auf Gansett Island

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Mira123


    So, hier also das zweite Weihnachtsbuch, das ich dieses Jahr gelesen habe. Natürlich erst nach Weihnachten, versteht sich von selbst, oder?

    Normalerweise würde ich wohl eher nicht zu einem Buch wie diesem greifen. Ein kurzer Liebesroman, der schon auf dem Cover einen großen Haufen Klischees vereinigt... Allerdings war das hier eines der Bücher, die ich 2019 im Zuge des Adventkalenders von Lovelybooks gewonnen habe, also lag es bei mir daheim auf dem Stapel der Schande. Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, endlich meinen Stapel der Schande abzubauen, deswegen habe ich mich bei einer Challenge auf Lovelybooks angemeldet und mir wurde dieses Buch zugeteilt. Also ran an den Speck! Sind eh nur so um die fünfzig Seiten!

    Gleich zu Beginn: Das Buch war nicht so schlecht, wie ich es befürchtet habe. Einige Szenen waren sogar ziemlich lustig und/oder süß. Vielleicht sollte ich also doch öfter zu Liebesromanen greifen? So richtig begeistern konnte mich dieses Buch aber leider trotzdem nicht, aus verschiedenen Gründen.

    Erstens bin ich mir nicht sicher, ob die Autorin und ich dasselbe Bild von Winter und Schneesturm vor Augen haben. Gestern gabs bei uns relativ viel Schnee: Die Autos konnten also nur noch bedingt fahren, alle Züge sind für einige Zeit ausgefallen, ich hatte ein zusätzliches Paar Socken im Rucksack und Stulpen über der Hose an, damit ich nicht auch noch eine zusätzliche Hose mitbringen musste. Zeitweise musste ich durch Straßen durch, die noch nicht geräumt waren, in denen also ein halber Meter Neuschnee lag. Es hatte den ganzen Tag Minusgrade und mein Handy hat mir gleich in der Früh eine Warnung für extreme Kälte geschickt. Trotzdem ging das Leben normal weiter. Wenn bei uns ein richtiger Schneesturm kommen würde, dann könnte bei uns wohl absolut niemand mehr vors Haus gehen, egal ob man einen Pferdeschlitten hat (wie das hier im Buch der Fall ist) oder nicht. Und die Kleidung auf dem Cover ist bei uns an einem normalen Wintertag schon zu kalt. Ich konnte also diesen "Schneesturm" nicht ganz ernst nehmen, so gern ich es auch wollte. Hauptsächlich wohl wegen dem Cover.

    Ich habe erst zu spät herausgefunden, dass dieses Buch Teil 16 einer ganzen Reihe ist. Ich hatte also keine Ahnung, wer die Figuren eigentlich sind, kannte die ganzen Vorgeschichten nicht und war deswegen auch sehr schnell sehr verwirrt. Da kann das Buch nicht wirklich was dafür, es wird wohl aber trotzdem jeder verstehen, dass mir das dann einfach zu viele Figuren auf einmal waren. Als neue Leserin wurde ich hier einfach ins kalte Wasser geworfen, es gab überhaupt keine Erklärung im Text, wer denn nun wer ist.

    Die Dialoge trafen leider nicht ganz meinen Geschmack. Es ging meistens um sehr belanglose Themen. Zusätzliche Spannung ist da leider keine aufgekommen, was gerade bei einem Kurzroman wichtig wäre.

    Mein Fazit? Besonders die große Anzahl an Figuren hat mich sehr verwirrt. Auch die Dialoge konnten mich nicht begeistern. Nicht ganz meins also, auch wenn ich einige Szenen für ganz gelungen halte.




  5. Cover des Buches J. Robert Oppenheimer (ISBN: 9783548609805)
    Kai Bird

    J. Robert Oppenheimer

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkai
    "Ich bin der Tod, der alles raubt, Erschütterer der Welten", zitiert Robert Oppenheimer im Juli 1945 nach der Explosion der ersten Atombombe in der Wüste New Mexicos aus dem Bhagavadgita-Epos und benennt damit das Dilemma, in dem sich die amerikanischen Wissenschaftler des Manhattan-Projects in Los Alamos befanden. Vor allem Oppenheimer, der "American Prometheus" (so der passende Titel der Originalausgabe) beginnt zu zweifeln, ob es tatsächlich notwendig ist, dass alles was gedacht wird auch gemacht wird. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges beginnt diese Distanz und Zurückhaltung negativ auf ihn zurückzufallen. Er wird in der McCarthy-Ära zum Kommunisten gemacht, zum Sicherheitsrisiko erklärt, Kollegen distanzieren sich, wenden sich ab und er verliert damit seine Beteiligungsmöglichkeit an Regierungsprojekten. Bird und Sherwin, deren 25jährige Arbeit an diesem Buch man auf jeder Seite spüren kann, spannen den faszinierend weiten Bogen zwischen diesen beiden Extremen und füllen ihn mit Leben. Lebendig wird eine zerrissene Person in einer komplizierten Weltlage, die Ideen, Wünsche und Hoffnungen, die großen Erfolge und noch größeren Niederlagen, der Mensch J. Robert Oppenheimer.Eine großartigte Biografie, zurecht ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis.
  6. Cover des Buches Empörung (ISBN: 9783446251274)
    Philip Roth

    Empörung

     (134)
    Aktuelle Rezension von: oneday2bookblog

    Während des Koreakriegs beginnt Marcus Messner – ein jüdischer Metzgersohn aus Newark – sein Studium an einem abgelegenen und sehr konservativen College in Ohio. Das College wählt er, weil es weit genug von zu Hause entfernt liegt. Sein Vater ist in übermäßiger Sorge um seinen Sohn und entwickelt eine Paranoia, die keine Grenzen zu kennen scheint. Das ländliche College bringt wenig Veränderung, Marcus steht unter ständiger Aufsicht. Beharrlich hält er an seinen Ansichten fest und tritt für seine Rechte ein. Dieser Roman stellt eindrücklich die Moral der amerikanischen Gesellschaft der 50er Jahre in Frage. Im Hintergrund der Geschichte schwebt subtil der Unterschied zwischen der nicht-jüdischen, christlichen Welt und der jüdischen.

    Empörung wird aus der Ich-Perspektive des jungen Macus Messners erzählt, der bereits in jungen Jahren, im Koreakrieg sein Leben verlor.

    „Und selbst als Toten, der ich bin, und zwar seit wer weiß wie lange schon, beschäftigt mich immer noch die Rekonstruktion der Sitten, die damals auf diesem Campus herrschten, ..“ 

    Philip Roth erschafft mit dem Protagonisten eine überzeugende Persönlichkeit. Ein junger Mann, der mutig seinen Weg bestreitet und an falschen Moralvorstellungen seiner Umgebung scheitert. Dem Autor gelingt es seine Sehnsüchte, Ängste und seinen Idealismus gekonnt zu beschreiben.  Über den jungen Männern in Amerika hängt das Damoklesschwert des Koreakriegs und die Angst in einem Schützengraben zu sterben.

    Die Beziehungen von Markie mit seinen Mitmenschen sind durchwegs kompliziert. Der kontrollsüchtige Vater verliert jeglichen Bezug zur Realität. Seine Mutter versucht die Probleme lange Zeit zu verheimlichen, zerbricht jedoch am Ende  fast an den Zwängen ihres Mannes. Seinen ersten sexuellen Kontakt erlebt der Student mit Olivia, die bereits in ihren jungen Jahren, am Leben gescheitert ist.

    Der Vater zerstört durch den Kontrollwahn im Lauf der Geschichte die Familie und sein hart erarbeitetes Geschäft. Die Flucht auf das entlegene College bringt weitere Herausforderungen für den jungen Studenten mit sich. Marcus studiert eifrig, meidet engeren Kontakt zu Kommilitonen und tritt keinen Verbindungen bei. Durch dieses eigenbrötlerische Verhalten, wird der Dekan auf ihn aufmerksam. Kurz darauf findet er sich in dessen Büro wieder. Sein Desinteresse an zwischenmenschlichen Kontakten und sein Fernbleiben von Gottesdiensten missfallen dem Dekan. Anstatt sich zu rechtfertigen, argumentiert der junge Mann vehement und vertritt seine Meinung, hinterfragt übertriebene moralische Prinzipien und bringt sich damit in Schwierigkeiten. 

    Dem Autor gelingt es die Vorstellung von übertriebenen Traditionen und fadenscheinigen religiösen Zwängen gut zu veranschaulichen.

    Eine sprachlich sehr gelungene Erzählung, die mich auch inhaltlich fesseln konnte. Die Diskrepanz zwischen der von allen angepriesenen Freiheit und der gelebten Kleinkariertheit wurde vom Autor eindrücklich thematisiert. Beeindruckend dargestellt sind überdies, die weitreichenden Folgen  zufälliger Aneinanderreihungen von Geschehnissen und Entscheidungen.

    Roth versteht es die Geschichte bis ins kleinste Detail auszuleuchten und den Leser am  Untergang des Marcus Messner mit all seiner Traurigkeit teilhaben zu lassen und lässt schließlich die Frage offen wie viel Freiheit das demokratische System zulässt.

  7. Cover des Buches Die Clique (ISBN: 9783869152363)
    Mary McCarthy

    Die Clique

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat
    Acht junge College-Absolventinnen, acht teilweise recht ähnliche Namen, die es mir durch die gesamte Geschichte hindurch schwer gemacht haben, die weiblichen Charaktere überhaupt einzuordnen. Der Anfang begann ziemlich langwierig mit der Hochzeit einer der jungen Frauen aus der Clique, Kay. Da gibt es außer Kay noch Polly, Lakey, Dottie, Libby - und schon an dieser Stelle musste ich noch einmal ins Buch schauen, um die Liste zu vervollständigen - Helena, Pokey und Priss. Einige dieser Frauen sind jedoch eher Nebencharaktere, da nicht über alle acht gleichviel berichtet wird. Es fiel mir bisweilen schwer, überhaupt zu entscheiden, wer zur besagten "Clique" gehört und wer wirklich Randfigur ist, da es außer diesen acht jungen Frauen selbstverständlich noch weitere weibliche Personen im Buch gibt, die ebenfalls dazu gehören könnten. Auch hätte ich von einem Charakter gerne mehr erfahren, während ich den Handlungsstrang des anderen eher langweilig fand. Das, denke ich, gehört wohl aber zur Thematik des Buches, schließlich werden nicht alle Frauen dasselbe abenteuerliche Leben nach dem College führen.
    Innerhalb des Romans geht es um eine Menge brisante gesellschaftliche Themen im Amerika der '60er Jahre: vorehelicher Sex, Empfängnisverhütung, psychische Krankheiten, Homosexualität, und Suizid. Was uns heute kaum mehr ein müdes Lächeln abgewinnt, hat zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.
    Verwirrend empfand ich beim Lesen bei Beginn eines Kapitels auszumachen, wie viel Zeit zwischen dem einen und dem anderen Handlungsstrang vergangen ist: Einmal wird über Kay berichtet, ein anderes Mal befindet man sich bei Priss einige Jahre später, dann wiederum liest man über die bevorstehende Heirat von Dottie, die in zwei Kapiteln vorher noch ein Verhältnis zu einem Mann begonnen hat. Solche Zeitsprünge zuzuordnen ist schwierig, da sie wenn überhaupt, nur in einem Nebensatz erwähnt werden. Ich denke, so richtig durchblicken werde ich das Buch erst nach einem erneuten Lesen von "Die Clique".
  8. Cover des Buches Sommernächte auf Gansett Island (ISBN: 9782919801794)
    Marie Force

    Sommernächte auf Gansett Island

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Blubb0butterfly

    „Was zur Hölle ist das auf deinem Kopf?“

    Finn McCarthy, der etwas zu spät und mit einem leichten Kater zur Arbeit erschienen war, ignorierte die Frage seines Bruders Riley. Finn hatte wieder vergessen, Kaffee zu besorgen, sodass er heute Morgen ohne hatte auskommen müssen. Allein zu leben war Mist. Bevor sein Vater und Riley ausgezogen waren, hatte einer von ihnen immer rechtzeitig welchen nachgekauft. Jetzt musste er sich allein darum kümmern, und er vergaß es ständig, bis er zu spät aufwachte und ihm einfiel, dass er nicht dran gedacht hatte. Und das nicht zum ersten Mal.

    Doch Riley gab keine Ruhe. „Hallo, jemand zu Hause?“

    „Wovon sprichst du?“ Finn unterdrückte ein Gähnen und versuchte sich verzweifelt daran zu erinnern, ob er sich die Zähne geputzt hatte, bevor er aus dem Haus gegangen war.


    Eckdaten

    PDF-Dokument

    410 Seiten

    Montlake Romance Verlag (Amazon Verlag)

    Band 20

    Gansett Island-Reihe

    Übersetzung: Lotta Fabian

    2019

    ISBN: 978-2-91980-179-4


    Inhalt

    Finn, der jüngste der McCarthy-Cousins, ist fast so weit, seine Zelte auf Gansett Island abzubrechen und in seinen alten Job – und zu seiner Ex-Freundin – zurückzukehren. Doch dann begegnet er Chloe, der attraktiven Eigentümerin des Friseursalons der Insel, und es knistert sofort heftig zwischen den beiden.

    Obwohl Finn die Insel ja eigentlich verlassen will, geben die beiden der unwiderstehlichen Anziehung nach. Chloe, die sich seit einer Tragödie in ihrer Kindheit nur auf oberflächliche Beziehungen eingelassen hat, merkt rasch: Mit Finn wird eine kurze Affäre wohl kaum reichen…


    Autorin        

    Marie Force ist Autorin von über 50 zeitgenössischen Liebesromanen, von denen etliche sich auf den Bestsellerlisten der New York Times, der USA Today und des Wall Street Journal platziert haben. In deutscher Sprache sind bisher die erfolgreichen Reihen „Gansett Island“ und „Quantum“ erschienen.

    Marie Force wurde in Rhode Island geboren, wo sie auch heute wieder mit ihrem Mann und ihren zwei fast erwachsenen Kindern lebt.


    Meinung

    Den direkten Vorgängerband habe ich gelesen, worin es um Finns älteren Bruder geht. Den Band habe ich nicht so gut gefunden. Dennoch stürze ich mich wie immer mit großer Freude auf ein neues Werk von Marie Force. 😊 Auch wenn ich befürchte, dass die Luft bei dieser Reihe so langsam raus ist. Und das, obwohl ich noch nicht einmal den ersten Band gelesen habe…

    Wie auch sein großer Bruder Riley war auch Finn nur ein saisonaler Arbeiter auf Gansett Island. Doch nachdem sein Vater und auch Riley ihr Glück auf der Insel gefunden haben, reizt ihn das Festland gar nicht mehr so sehr. Dennoch hält er an diesem Plan fest, auch wenn seine Familie versucht, ihn zum Bleiben zu überreden. Er wird von seiner Familie und seine Verwandten liebevoll aufgrund seiner langen Haare, die er in einem Männerdutt trägt, geneckt. 😉 Ach, man muss die McCarthys einfach ins Herz schließen. 😊 Außerdem sorgen die anderen gerade fleißig für Nachwuchs. Es scheint ein regelrechter Babyboom auf der Insel zu herrschen. XD

    Wie wird sich Finn letztlich entscheiden?

    Chloe führt den einzigen Friseursalon auf der Insel. Als sie Finn das erste Mal begegnet, sprühen regelrecht die Funken zwischen ihnen. Doch sie ist an keiner ernsthaften Beziehung interessiert und er auch nicht – oder? Trotz seiner Pläne lassen sie sich aufeinander ein und die Gefühle füreinander werden immer tiefer. Doch sie verbirgt etwas vor ihm und auch er sollte sich so langsam mal zu einer Entscheidung durchringen. Wie wird das Ganze zwischen ihnen enden?

    Beide Figuren sind tiefgründiger als es der Anschein erweckt. Vor allem Chloe verbirgt viel hinter ihren Schutzmauern und es ist nicht alles schön. Ich habe es sehr genossen, den beiden bei der Entwicklung ihrer Beziehung zuzusehen. Ich frage mich allerdings, ob es hiernach noch mehr geben wird. Denn mit ihm ist der letzte McCarthy vergeben, soweit ich richtig informiert bin. Ich lasse mich einfach überraschen. 😉

    Ich empfehle, die Bände der Reihe nach zu lesen, damit man die zahlreichen McCarthys einer nach dem anderen kennenlernt. Ich musste nämlich die Erfahrung machen, mittendrin anzufangen und mit einem Schlag war ich völlig überwältigt. Man findet sich zwar langsam ein, aber ich hätte doch ein behutsames Vordringen in die Materie besser gefunden. 😉 Wer also Lust auf eine großartige Familiensaga hat, ist bei den McCarthys an der richtigen Adresse. 😊


    ♥♥♥♥ von ♥♥♥♥♥

  9. Cover des Buches Mein Mann, der Kommunist (ISBN: 9783446251366)
    Philip Roth

    Mein Mann, der Kommunist

     (23)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches The Road (ISBN: 9781617530029)
    Cormac McCarthy

    The Road

     (82)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Dieses Buch geht definitiv unter die Haut. Der Junge und der Mann – nie erfährt man ihre Namen – quälen sich mühsam zu Fuß vom Norden in die wärmeren südlichen Gefilde der USA. Ständig sind sie auf der Hut vor anderen Menschen, denn auf dieser toten Erde ist sich jeder selbst der Nächste. Der Junge hat keine Erinnerungen an ein normales Leben. Ein Leben vor der Katastrophe, die namenlos bleibt, jedoch auf der Erde Tod und Zerstörung hinterlassen hat.

    Wird sie so enden, unsere Erde? Werden wir als Menschheit so zu Grunde gehen? Das Buch macht nachdenklich und hinterfragt den Sinn des Lebens. Worin besteht der Sinn, wenn so gar nichts mehr Sinn zu machen scheint?

    Das Buch liest sich zügig, wenn auch nicht immer einfach. Meist besteht der Text aus Dialogen zwischen Vater und Sohn. Der Sohn lechzt nach Information vom Vater vor der Katastrophe, gleichzeitig kann er es sich schwerlich vorstellen. Es wird den Beiden viel abverlangt, das Ende stimmt schließlich alles andere als heiter. Ruhig und besonnen spielt der Autor seine Zukunftsmusik. Wer viel Aktion erwartet, ist hier schlecht bedient. 

  11. Cover des Buches Die Schatten der Ideen (ISBN: 9783462303889)
    Klaus Modick

    Die Schatten der Ideen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset
    „Das College sei ein Zauberberg, der unter seiner akademischen Käseglocke dahindämmere, und damit werde das Abgeschiedene des Städtchens noch isolierter, die Puppenstubenidylle noch hinterwälderischer, der Elfenbeinturm noch weltentrückter.“ (Zitat Seite 55)

    Inhalt:
    Moritz Carlsen, Schriftsteller und Übersetzer, wird von seinem früheren Studienkollegen Hocki eingeladen, am Centerville College in Vermont als Gastprofessor zwei Seminare in deutscher Sprache zu halten. Da ihm gerade die Ideen für einen neuen Roman fehlen und er daher das Geld benötigt, sagt er zu. Er bezieht ein altes Gästehaus, das zum College gehört. Im Keller entdeckt er durch Zufall eine Korrespondenz zwischen Carl Zuckmayer und Julius Steinberg, sowie die Tagebücher von Julius Steinberg, der zwischen 1939 und 1950 Assistenzprofessor für Geschichte am Centerville gewesen war. Neugierig geworden, beginnt er zu recherchieren. Doch in den Archiven findet sich kein Hinweis auf Steinberg und einige einflussreiche Personen sind sehr daran interessiert, dass dies auch so bleibt.

    Thema und Genre:
    Es handelt sich hier um einen Roman auf zwei Zeitebenen, Hauptbezugsort der Handlung ist ist das Centerville College in Vermont, USA. Die Ereignisse, in deren Mittelpunkt Moritz Carlsen steht, spielen in der Gegenwart, während der Leser die Geschichte von Julius Steinberg aus dessen Briefen und Aufzeichnungen erfährt. Themen sind das Leben der vor den Nazis geflohenen Juden in Amerika, die Wirtschaftskrise, Gewerkschaften und die McCarthy-Ära.

    Charaktere:
    Die Hauptprotagonisten sind Julius und Moritz. Beide zeigen Zivilcourage und lassen sich von politischem Druck nicht einschüchtern. Sehr gut beschrieben ist die Situation in diesem kleinen College, sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit.

    Handlung und Schreibstil:
    Die aktuelle Geschichte ist in der personalen Erzählform geschrieben, Steinbergs Tagebücher in der Ich-Form. Beide Handlungsstränge sind sehr spannend aufgebaut und in sich geschlossen, wobei die Gegenwart die Vergangenheit gleichsam umschließt. Sehr anschaulich beschrieben ist das politische Umfeld im Amerika zur Zeit des WKII und danach. Auch diesmal verwöhnt uns der Autor mit sprachlich großartigen Schilderungen.

    Fazit:
    Eine spannende Handlung, ein Roman mit interessanten Themen und eine gelungene, glaubhafte Idee. Wer schon Romane von Klaus Modick gelesen hat, wird auch diesmal begeistert sein und wer diesen Autor erst mit diesem Buch kennen lernt, wird sicher weitere Bücher von ihm lesen.
  12. Cover des Buches Die neuen Bekenntnisse (ISBN: 9783833307997)
    William Boyd

    Die neuen Bekenntnisse

     (8)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    "Das Erste, was ich tat, als ich diese Welt betrat, war, meine Mutter zu töten." 

    Welch ein Beginn für diese Lebenserzählung. Der Schotte John James Todd wird im Jahr 1899 geboren. Etwas über 70 Jahre später blickt er auf sein Leben zurück, seine mutterlose Kindheit geprägt von Onagh, dem Hausmädchen, die Zeit im Internat mit seinem Freund Hamish, die erste unerfüllte Liebe zu seiner Tante, die ihn direkt in den ersten Weltkrieg führt, die grausamen Kriegserlebnisse. Während der Kriegsgefangenschaft lernt Todd den Schauspieler Karl-Heinz kennen. Durch seine Tätigkeit als Kriegsberichterstatter ist Todd mit der Kamera in Berührung gekommen und hat seine Berufung gefunden. Als Regisseur zieht es ihn wieder nach Berlin.

    Das Leben eines Jahrhunderts vom Beginn bis in die 70er Jahre umspannt dieser Roman. An wahrem Ruhm vorbei geschrammt und doch voller Turbulenzen erlebt Todd seine Zeit. Durch seine eigene Unfähigkeit im rechten Moment die Klappe zu halten oder das Richtige zu sagen bringt er sich in unmögliche Gefahren. So antwortet er seiner Tante auf die Frage, weshalb er von der Schule abgehauen sei, er wolle in den Krieg. Das ist zwar das Letzte, was er will, aber seine Liebe gestehen, kann der 17jährige auch nicht. Und so landet er in Ypern, wo eine der schlimmsten Schlachten des ersten Weltkrieges stattfand. Das ist nicht der einzige Moment wo Todd mit irgendetwas herausplatzt und dann mit den Folgen leben muss. Doch dankenswerter Weise hat der Autor daraus keinen völlig schwermütiges Trauerspiel aus Todds Leben gemacht. Seine Chuzpe lädt doch immer wieder zum Schmunzeln ein, schließlich landet er doch auch des Öfteren auf den Füßen, wo andere vielleicht in der Gosse gelandet wären. Ein Roman großer Fülle, den ich mit großem Vergnügen gelesen habe. Und nun frage ich mich, wo habe ich den Film schon mal gesehen?
  13. Cover des Buches Kein Land für alte Männer (ISBN: 9783644050617)
    Cormac McCarthy

    Kein Land für alte Männer

     (129)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    In der texanischen Wüste stößt der Jäger Llewelyn auf ein Blutbad, das Resultat eines gescheiterten Drogendeals. Er findet zerschossene Pick-ups, Leichen und am Ende einer Blutspur entdeckt er einen Koffer mit über 2 Millionen Dollar. Llewelyn beschließt, das Geld zu behalten und begeht den Fehler, in der Nacht zum Tatort zurückzukehren. Er gerät in das Visier verschiedener Banden und eines Psychopathen.

    Mit seinem von den Coen-Brüdern verfilmten Roman Kein Land für alte Männer kehrt Cormac McCarthy in das Western-Genre zurück. Das Buch ist ähnlich düster und fast schon so apokalyptisch wie sein Meisterwerk Die Abendröte im Westen. Obwohl eigentlich nach dem Fund des Geldes Llewelyn und dessen Flucht mit seiner Frau im Mittelpunkt stehen, wird die Geschichte aus der Sicht des Weltkriegsveteranen Sheriff Bell erzählt, der aus persönlichen Gründen nach Wiedergutmachung sucht.

    Sowohl Bell als auch Llewelyn stehen dem jähen und brutalen Gewaltausbruch in ihrer texanischen Provinz hilflos gegenüber. Die eigentliche Handlung wird immer wieder durch innere Monologe Bells unterbrochen, der vergeblich nach einem Grund für die sinnlose Gewalt sucht, die immer mehr Leben kostet. Besonders das Vorgehen des Psychopathen Chigurh, der seine Opfer mit einem Bolzenschussgerät ermordet und ohne Emotionen nach seinen eigenen Regeln handelt, führt bei den Ermittlern (und Lesern) zu Verstörung.

    Wie es McCarthys Art ist, wird hier kein Wort zu viel oder zu wenig benutzt. Die Dialoge sind eher knapp gehalten und spiegeln das Verstummen und Entsetzen der Figuren, die für die plötzlich einsetzende Gewalt keine Worte mehr finden. Hier versagen alle Erklärungen.

    Die sprachliche Präzision und gleichzeitige Kargheit, mit der McCarthy seine Handlung vorantreibt, ist beeindruckend und ist wie fürs Kino gemacht (was zum Glück bereits passiert ist). Der Leser wird dabei immer tiefer in den Strudel der Gewalt hineingezogen, aus dem es für Llewelyn keinen Ausweg mehr gibt. In den Monologen des Sheriffs kommt der Glaube zum Vorschein, dass früher alles besser war, die Menschen sich noch an Gesetze hielten und es immer einfache Antworten gab. Doch ihm ist selbst klar, wie falsch er damit liegt. Eine Erklärung für die Gewalt liefert der Autor nicht und ist gleichzeitig in der Darstellung nicht pathetisch. Die Gewalt scheint direkt aus einem Albtraum zu kommen.

    Mit seinem szenisch geschriebenen Roman Kein Land für alte Männer hat Cormac McCarthy die perfekte Vorlage für den gleichnamigen Film geliefert. Durch die Inszenierung und sprachliche Präzision lässt er Leser genauso sprachlos zurück wie seine Figuren, die angesichts der Brutalität zu verstummen scheinen. Am Ende erreicht er nicht ganz das Niveau von Die Straße und Die Abendröte im Westen. Dafür ist dieser Roman zugänglicher und setzt sich ebenso mit philosophischen Fragen auseinander, wenn auf melancholische und düstere Weise.

  14. Cover des Buches Wedding Excuses (Blind Wedding 2) (ISBN: 9783961150441)
    Kera Jung

    Wedding Excuses (Blind Wedding 2)

     (3)
    Aktuelle Rezension von: jureni
    Ehrlich gesagt weis ich nicht was ich sagen soll...,


    ich habe es geliebt,aber auch gehasst!
    Ich hätte dahinschmälzen,aber auch an der Wand klatschen können!(Nur wegen Greg!) oder (Familie!)
    Ich habe gelacht und sogar Tränchen vergossen...,


    ich habe wirklich alles durchlebt in diesem Buch..,was einen regelrecht in den Bann zieht.


    So eine tolle Fortsetzung,Geschichte und Portas und ganz ehrlich...,
    ich mag mich gar nicht trennen!


    Was ich auch richtig toll fande,waren diese verschiedenen Sichten der Portas..,man konnte sich gleich noch viel mehr hineinversetzten und einen besseren Einblick bekommen.


    Es wird wirklich absolut nicht langweilig in dem Buch..,im Gegenteil,die Autorin weis wie Sie Ihre Leser in Verzweiflung bringt und Angst bekommt das der nächste Schock in den Gliedern wandert.


    Ich konnte es nicht weglegen  ❤
    Ich liebe es und kann es nur weiterempfehlen ❤
  15. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks