Bücher mit dem Tag "mediävistik"

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28 Bücher

  1. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.563)
    Aktuelle Rezension von: Waldspaziergang

    Der Name der Rose enthält viele Gedanken. Gedanken zur Wahrheit und Wissenschaft, die zum Nachdenken anregen, zum Realisieren oder Überdenken seiner eigenen Meinung, seiner Überzeugung zum Thema. Eine Tiefe wird geöffnet in die einzudringen man eingeladen ist. Auch einige Andere Themen werden angesprochen, doch im Vordergrund steht die Suche der Wahrheit.          

    William von Baskerville (eine Erinnerung an Sherlock Holmes weckend) und sein Begleiter Adson ermitteln in einer angesehenen Abtei in Italien, die überschattet wird von der mysteriösen, Nebel umwobenen Bibliothek, deren Betreten allen verboten ist.        
    Eine dunkle Macht scheint umzugehen und immer wieder neue Opfer zu fordern. Hinweise, und Verdächtige gibt es genug. Doch die Zusammenhänge sind verworren. Nutzbringend ist auch nicht die Versammlung Königs- und Papsttreuer Gesandter, zu deren Besprechung William ausgesandt wurde und die zwischen den im Streit liegenden Parteien vermitteln soll. Ihr Ergebnis ist das noch deutlichere Zerwürfnis und die Verhaftung zweier Schuldiger, die die Taten nicht begangen haben, die man ihnen vorwirft.
     Nachdem alle Verdächtige, Einer nach dem Anderen, selbst zum Ofer wurden, blieb letztlich nur noch einer übrig, der von William schließlich gestellt, zum Äußersten schritt und in seinem Wahn die Schrift des Philosophen vor aller Augen bewahren zu müssen, sich selbst mit ihr vernichtet und dabei die ganze Bibliothek in Flammen setzt, mit der schließlich die ganze Abtei zugrunde geht.     

    Ein entmutigendes Ende, wie schmerzlich die Vorstellung von brennenden Büchern und brennendem Fleisch doch ist. Auch William ist entmutigt, muss er am Ende feststellen, dass die Verschwörung, der er auf der Spur zu sein glaubte, nie existierte. Jeder Mord hatte seine eigenen Motive, hing ungebunden und eher zufällig mit den Anderen zusammen.

    Manchmal zeigen mir Bücher neue Gedanken und manchmal helfen sie mir schon vorhandene Gedanken wahrzunehmen. Wie William glaube ich nicht an eine Wahrheit, keine die wir sehen können. Wie William glaube ich an eine Vielzahl, dutzende von Möglichkeiten, die wir nur durch Wahrscheinlichkeiten und Indizien gegen einander abwägen können. Und wie „Der Name der Rose“ so schön veranschaulicht ist am Ende wahrscheinlich keine von ihnen richtig.

    In diesem Gedanken liegt für mich der Hauptwert des Buches. (Ich glaube darin eine Anleitrung für meinen wissenschaftlichen Bericht gefunden zu haben ;)) Daneben gibt es immer wieder mal schleppende Passagen über die Politik, Architektur, Religion der Zeit und die Visionen Adsons, nicht zu vergessen immer mal wieder kleine lateinische Texte, denen ich mit meinem drei Jahre zurückliegendem Schullatein nicht beizukommen vermag. Die Texte sind am Ende des Buches nachzuschlagen und auch die zuvor genannten Passagen, mag man sie sich Satz für Satz zu Gemüte führen und durch Nachschlagewerke ergänzen oder schon ein Vorwissen über die gegebenen Zustände haben, sind gewiss lehrreich. Doch ich sitze abends gemütlich in meinem Sessel warm eingewickelt in meine Decke weit entfernt von Laptop, Handy oder Duden, und so fielen mir genannte Passagen doch eher lästig und seufzend sehnte ich die Seiten mit mehr Absätzen herbei.

    Ein letztes noch: den Titel des Buches finde ich genial! Auf Seite 590 fiel mir auf, dass er sich mir immer noch nicht recht erklären wollte. Ich vergaß darüber und dann auf der letzten Seite, im letzten Satz (den ich auch noch nachschlagen musste) fiel plötzlich alles perfekt ineinander.

  2. Cover des Buches Der jüngste Tag (ISBN: 9783426262320)
    Siegfried Fischer-Fabian

    Der jüngste Tag

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  3. Cover des Buches Das Nibelungenlied (ISBN: 9783765303739)
    Helmut de Boor

    Das Nibelungenlied

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    sehr gut wie Kriemhild und Brunhild streiten, wer den tolleren Ehemann hat. zeitlos
  4. Cover des Buches Erec (ISBN: 9783866470446)
    Hartmann von Aue

    Erec

     (57)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha
    Erec
    Für das Fach Mediävistik habe ich dieses Buch gelesen und war recht begeistert. Es ist ein tolles Werk aus dem Mittelalter und sehr interessant.

    Inhalt
    Erec ist ein junger und unerfahrener Ritter am Hof des Königs Artus, Sohn des Königs Lac. Als er vor den Augen der Königin von dem Zwerg eines umherziehenden Ritters durch einen Schlag entehrt wird,nimmt er ohne Umschweife und Ausrüstung die Verfolgung auf und gelangt zur Burg Tulmein des Herzogs Imein. Auf der Suche nach einer Unterkunft gerät Erec an den verarmten Edelmann Koralus. Von diesem erfährt er von dem bevorstehenden Sperberkampf in Tulmein und dass Iders, der Ritter, dessen Zwerg Erec gedemütigt hat, bereits zweimal in Folge den Schönheitspreis für seine Freundin entscheiden konnte. Erec beschließt, ebenfalls an dem Tunier teilzunehmen. Er verspricht Koralus, dessen Tochter Enite zu heiraten, falls sie ihn zum Sperberkampf begleiten sollte.  Die Hochzeit wird am Artushof abgehalten. Danach zieht er mit Enite nach Karnant, dem Hof seines Vaters. Dort vernachlässigt Erec seine Herrscherpflichten, weil er aus Liebe zu Enite die Tage mit ihr im Bett verbringt Als er durch Enite erfährt, dass er zum Gespött des Hofes geworden ist, beschließt er heimlich den Hof zu verlassen und aventiure zu suchen.

    Meinung
    Nicht nur weil "Erec" einer der ersten Artusromane war ist das Buch so interessant sondern auch aufgrund der Liebesbeziehung zwischen Enite und ihrem Ehemann. Erec ist ein unerschrockener Ritter, der sich vor nichts fürchtet, durch die Liebe zu einer Frau aber seine Pflichten vergisst. Es ist interessant zu sehen, wie sehr die Liebe auch den größten Helden von seinen Machenschaften abhalten kann. Doch Erec ist nicht nur mutig sondern auch engstirnig. Er versteht nicht wann seine Frau ihm helfen will und verbietet ihr lange Zeit im Buch mit ihm zu reden. Ohne seine Frau würde er mehrmals sterben, was zeigt, dass auch der größte Ritter ohne Beistand und Hilfe nicht auf ewig Erfolg hat. Es zeigt außerdem, dass die Rolle der Frau auch schon im Mittelalter eine größere Rolle gespielt hat als man manchmal glaubt. Hartmann von Aue erzählt diese Geschichte sehr fließend, es gibt keine Absätze oder gar Kapitel. Ich bin gut durch das Buch gekommen, habe mich nicht gelangweilt und fand es sehr gut. Daher vergebe ich 4 Sterne.
  5. Cover des Buches Gregorius / Armer Heinrich / Iwein (ISBN: 9783618680291)
  6. Cover des Buches Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch (ISBN: 9783777604930)
    Matthias Lexer

    Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Itsy
    ist zwar hilfreich, jedoch sind einige übersetzungen veraltet. wie wir immer wieder feststellen mussten stimmt in einigen auch die angegebene klasse nicht, was besonders bei ungeübten zu problemen führen könnte bei klausuren und auch die starken verben vornweg bringen nicht wirklich viel. bei den schwachen verben kann man sich immer wieder glücklich schätzen, wenn man das richtige wort aufgespührt hat. kann mich den andern nur anschließen und sagen, dass das buch eindeutig eine neue verbesserte auflage benötigt.
  7. Cover des Buches Artusdichtung (ISBN: 9783476102492)
    Carola L Gottzmann

    Artusdichtung

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Das Nibelungenlied. Mit Materialien. (Lernmaterialien) (Lesehefte für den Literaturunterricht) (ISBN: 9783122609603)
  9. Cover des Buches Tristan: Text. Verse 1-9982. Mittelhochdt. /Neuhochdt.: Verse 1 - 9982. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch: BD 1 von Krohn. Rüdiger (1986) Taschenbuch (ISBN: B00FNBARAY)
  10. Cover des Buches Das Narrenschiff (ISBN: 9783865393203)
    Sebastian Brant

    Das Narrenschiff

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Borstenschwein
    Satire in jedem Wort und das zu der Zeit.
  11. Cover des Buches Gottfried von Straßburg: Tristan (ISBN: 9783503061129)
  12. Cover des Buches Der arme Heinrich (ISBN: 9783110254266)
    Hartmann von Aue

    Der arme Heinrich

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Sarii
    Der Epos „Der arme Heinrich“ stammt aus der Zeit der höfischen Literatur und der mittelhochdeutschen Sprache. Dementsprechend handelt es sich hier um eine zweisprachige Ausgabe (mittelhochdeutsch- neuhochdeutsch). Beide Versionen stehen nebeneinander, sodass ein direkter Vergleich möglich ist. Hinzufügen möchte ich jedoch, dass die neuhochdeutsche Übersetzung etwas sehr frei an einigen Stellen ist, was ich persönlich als Defizit empfinde. Denke aber mal das es Ansichtssache ist, dennoch ist der neuhochdeutsche Teil sehr gut zu lesen. --------------------------------------------------------------------------------------- Im Epos wird die Biographie des Ritters Heinrich von Aue thematisiert, der einen großen Schicksalsschlag im Leben verkraften muss, da er an einer unheilbaren Krankheit leidet. Leider geschieht dies auf dem Höhepunkt seiner Jahre. Trotz des Besuches bei vielen bekannten und ruhmvollen Ärzten ist es keinem möglich den „armen Heinrich“ zu heilen. Um sein Lebensabend angenehm verbringen zu können verkauft der Ritter all sein Hab und Gut und zieht zu einer Familie auf seinem Land, welche sich rührend um ihn kümmert. Besonders die Tochter des Hauses kümmert sich um ihn und weicht jenem nicht von der Seite. Als diese erfährt, dass nur eine Jungfrau, die an Stelle seiner stirbt, den gutmütigen Ritter retten kann, möchte sie sich der Aufgabe annehmen. Beide reisen nach Salerno zu einem Arzt, der die „Opferung“ durchzuführen wagt. Jedoch kommen dem Ritter Zweifel und er bricht die Rettung ab, um seinem Schicksal würdevoll entgegen zu treten. Auf der Rückreise geschieht aber ein Wunder und der „arme Heinrich“ wird wieder zum „reichen Heinrich“, geheilt durch den Sinneswandel und die Aufopferung seiner selbst. Mir persönlich hat die Geschichte sehr gut gefallen, da sie durch die Erzählung in Versen sehr lebendig wirkt und auch spannend ist. Faszinierend war insbesondere der Charakter des Mädchens, die ihr Leben für die den Herrn geben wollte, und der Sinneswandel des Heinrich selbst. Das Epos gibt einen interessanten Einblick in die Literatur des höfischen Zeitalters und insbesondere in feinfühlige Ausdrucksweise. Zum Glück hat Hartmann von Aue noch weitere bekannte Epen wie „Erec“, „Gregorius“ und „Iwein“ verfasste, welche ich bestimmt lesen werde, da ich auch die alte Sprache über den Zeitraum sehr lieb gewonnen habe. -------------------------------------------------------------------------------------- Fazit: Es wird vom Autor eine wunderschöne (sprachlich & inhaltliche) Geschichte vom „armen“ zum „reichen Heinrich“ erzählt.
  13. Cover des Buches Godeschalcus und Visio Godeschalci (ISBN: 9783529021749)

    Godeschalcus und Visio Godeschalci

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Mittelhochdeutsch (ISBN: 9783406457449)
    Hilkert Weddige

    Mittelhochdeutsch

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Leni316
    Der Weddige wie er unter den Studenten genannt wird, hat mich wirklich durch mein komplettes Studium begleitet, ohne ihn wäre ich einfach aufgeschmissen gewesen. Alles was man über die Sprach und Grammatik wissen muss ist knapp und verständlich wiedergegeben. Natürlich ginge es ausführlicher, aber als Einstieg um die Sprache zu lernen ist es einfach perfekt. Für die meisten Germanisten und Mediävisten ist es zwar sowieso Pflicht, aber auch jeder der sich allgemein für die deutsche Sprache und deren Entstehung interessiert, kann hieraus nur profitieren. Dafür dass er mein stetiger Begleiter war bekommt er auch verdiente fünf Sterne von mir.
  15. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783867177924)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    Dieses Buch und ich haben eine lange Geschichte, die vor mittlerweile rund 3 Jahrzehnten begonnen hat. Damals hatte ich mir eingebildet, den Roman auf alle Fälle lesen zu müssen (ich war viel zu jung dafür) und scheiterte meisterhaft an den lateinischen Passagen (die tatsächlich auch aus heutiger Sicht dem Leser manches abverlangen können). Da ich eine sehr gewissenhafte Leserin war (was ich heute auch noch bin, aber scheinbar nicht mehr in demselben Ausmaß) kam es für mich nicht in Frage, das Buch ohne – gefühlt hunderten – lateinischen Seiten zu lesen. Also blieb es so wie es war – ungelesen.

    Zu meinem Unglück veröffentliche Umberto Eco just ein Jahrzehnt später, als ich den zweiten Anlauf nehmen wollte, eine sehr populäre Kolumne in einer Zeitschrift, die ihn ehrerbietig als „letzten Universalgelehrten Europas“ präsentierte – was ich derart unsympathisch fand, dass ich den Roman aus Antipathie schon wieder nicht lesen konnte.

    Ein Jahrzehnt später kamen Bücher wie „Der Name der Rose“ allein wegen der Überforderung zwischen Kind, Haushalt und Job nicht in Frage. Eindeutig mein Pech – nicht Ecos. Außerdem war der Zorn über die anmaßende Titulierung von 10 Jahren davor noch nicht ganz verraucht, wie ich sehr zu meiner Schande gestehen muss.

    Aber letzten Advent – da war es endlich soweit. Das Buch, Eco und ich waren bereit für den finalen Showdown. Was bin ich froh, dass ich es endlich hinter mir hab! Es war ein Genuss!

    Die Handlung dürfte ja hinlänglich bekannt sein – es geht um den Novizen Adson und seinen Meister, William von Baskerville, die in einem abgelegenen Kloster in den Bergen Italiens Morde an Mönchen aufklären müssen. Die Atmosphäre in der Abtei reicht von gespenstisch bis verrucht und nicht mal der Abt selbst erscheint in einem besseren Licht. Zwischen extensiven theologischen Abhandlungen, Verdächtigungen untereinander, Hickhack zwischen verschiedenen Orden, einer sagenumwobenen Bibliothek, deren Zutritt Normalsterblichen aus unerfindlichen Gründen verwehrt bleibt, wahren Künstlern in der Buchgestaltung, Missbrauch von Machtpositionen, einer wackligen historischen Situation rund um das Papstamt, entführt Eco in das 14. Jahrhundert – gnadenlos und erzählerisch wunderbar durchdacht und gewirkt. Sein Sinn für Humor wird schon allein dadurch ersichtlich, dass der ach so geniale Meister Baskerville mehr als einmal seinen eigenen Trugschlüssen erliegt.

    Lässt sich der Leser auf diesen Roman ein, wird er entführt in eine Welt, deren Regeln und Nuancen meisterhaft eingefangen und geschildert werden. Hier liegt eines jener Bücher vor, die ich allein deshalb genial finde, weil ich mir in hundert Jahren nicht vorstellen könnte, gleiches zu schreiben oder auch nur imaginieren zu können.

    Natürlich möchte ich den Film nicht unerwähnt lassen, dessen Bilder mich während der gesamten Lektüre nicht losgelassen haben. Slater und Connery als Protagonisten waren für mich so gegenwärtig, dass ich sie nie richtig abschütteln konnte. Dennoch deckt der Film nur einen relativ kleinen Teil des gesamten Werkes ab und tatsächlich endet im Buch einiges anders als im Film.

    Empfehlen möchte ich auch den Zusatzband zum Buch von Eco, in dem er die Entstehungsgeschichte des Buches erklärt – klein aber fein. Hier hab ich eine eigene Rezension verfasst.

    So. Nun bin ich mit Eco versöhnt und bereit für seine weiteren Bücher. Mal sehen, wie lange das nun dauert…

  16. Cover des Buches Kleines mittelhochdeutsches Wörterbuch (ISBN: 9783111282022)
  17. Cover des Buches Blutige Scherben (ISBN: 9783492254465)
    Helen Grant

    Blutige Scherben

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33
    Die 17-jährige Lin muss mit ihrer Familie von England nach Deutschland ziehen, da ihr Vater hier mittelalterliche Fenstermalereien sucht. Sie sind seit über 200 Jahren verschollen. Angeblich soll ein Fluch auf ihnen lasten. Der Sage nach haust der Dämon Bolschariant in dem Glas.

    Direkt bei der Anreise stolpert Lin schon über die erste Leiche, und es sollen noch viele weiter folgen. Der Aufenthalt in Deutschland entpuppt sich für Familie Fox als Albtraum.

    Eigentlich hat mich die Story schon fasziniert. Nur die Umsetzung gefiel mir nicht so besonders gut. Lin erzählt in der Ich-Form, daher lernt man sie recht gut kennen. Alle anderen Charaktere bleiben verhältnismäßig blass. Bei vielen, zum Teil auch bei Lin, konnte ich die Verhaltensweisen nicht nachvollziehen. Wirklich sympathisch war mir in diesem Buch leider auch keiner. Lins verkorkstes Familienleben hat für meinen Geschmack einen viel zu großen Raum eingenommen. Dass es sich bei diesem Buch um einen Krimi handelt, kam erst auf den letzten 80 Seiten wirklich zur Geltung. Vorher gab es zwar auch schon Leichen, aber es fehlten einfach die Ermittlungen. Die Handlung hätte man gut und gern auf der Hälfte der Seiten spannend unterbringen können. Mir war da einfach zu viel Geschwafel dabei.
  18. Cover des Buches DAS NIBELUNGENLIED (ISBN: 9781144406392)
    Karl Bartsch

    DAS NIBELUNGENLIED

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Autor: Anonym
    Titel: Das Nibelungenlied
    Gattung: Heldenepik
    Erschienen: 1210
    Gelesene Ausgabe: Reclam, 2010
    ISBN: 978-3-1501-8914-6
    Gelesen auf: Mittelhochdeutsch
    Gelesen im: Mai 2017


    Zum Buch:
    Die tragische Geschichte von dem Drachentöter Siegfried und seiner Liebe zu der schönen Kriemhild, ist weltbekannt. Doch nur wenige wissen, dass in dem Heldenepos, dessen schriftlicher Ursprung auf den Anfang des 13. Jahrhunderts datiert wird, eigentlich nicht wirklich von einem Drachen die Rede ist. In ungefähr 2400 vierzeiligen Strophen, aufgeteilt in 39 Âventiuren, wird die Zerschlagung des Burgundengeschlechts durch die Hunnen erzählt. Im ersten Teil wird von die Liebesgeschichte des Drachentöters Siegfried mit der Burgundentochter Kriemhild erzählt. Seine Werbung um sie, die Ehe und das tragische Ende von Siegfried. Parallel wird die Brautwerbung von Kriemhilds Bruder, König Gunther, um die schöne Amazone Brünhild erzählt. Im zweiten Teil wird von Kriemhilds zweiter Ehe mit dem Hunnen Etzel erzählt und ihrer furchtbaren Rache an dem Geschlecht der Burgunden. Eine Fortsetzung der Geschichte existiert als Nibelungenklage. 
    Ich hab das Nibelungenlied gerne gelesen, gerade der erste Teil ist unterhaltend, leider ziehen sich die Schlachten im zweiten Teil gar fürchterlich, so dass ich ein wenig die Lust verloren hab. Empfehlen kann ich die Verfilmung von 1924 von Fritz Lang. Für besondere Enthusiasten gibt es auch eine Bearbeitung des Stoffes von Tolkien, die unter dem Namen "The Legend of Siguard und Gudrún" erschienen ist. 


    Eine der Lieblingsstellen 
    Zitat: "Noch weiz ich an im mêre, daz mir ist bekant:
    einen lintrachen, den sluoc des helden hant.
    er badet sich in dem bluote. sîn hût wart hurnîn.
    des snîdet in kein wâfen. daz ist dicke worden schîn."  (S.32)
     
    Stil und Sprache: Wunderbar, poetisch, braucht ein bisschen Übung, allerdings auch für nicht Mediävisten verständlich
    Zitat: "Uns ist in alten maeren wunders vil geseit
    von helden lobebaeren, von grôzer arebeit,
    von froöuden, hôchgezîten, von weinen und von klagen,
    von küener recken strîten muget ir nu wunder hoeren sagen."  (S.6)


    Schlüssigkeit der Handlung: Absolut vorhanden, teilweise Rück- oder Vorblenden.


    Das hat mir gefallen: Wunderschöne Sprache.
    Das hat mir nicht gefallen: Zu viele Schlachten, zu wenig anderes.


    In One Sentence: Klassiker und Stoff für so viele Mythen - dafür relativ unspektakulär.
    Sterne: 3
  19. Cover des Buches Der Ring (ISBN: 9783110253832)
    Heinrich Wittenwiler

    Der Ring

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Tristan. Bd.2 (ISBN: 9783150044728)
    Gottfried von Strassburg

    Tristan. Bd.2

     (15)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Einfuhrung in das Mittelhochdeutsche (ISBN: 9783110259582)
  22. Cover des Buches Das Mittelalter hört nicht auf (ISBN: 9783406570933)
    Valentin Groebner

    Das Mittelalter hört nicht auf

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Fusa
    Klar, einfach und auf den Punkt gebracht - bewunderswerter, eloquenter Stil.
  23. Cover des Buches Das Nibelungenlied (ISBN: 9783503079513)
    Jan D Müller

    Das Nibelungenlied

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Altnordisches Elementarbuch (ISBN: 9783110116809)
    Friedrich Ranke

    Altnordisches Elementarbuch

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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