Bücher mit dem Tag "meer"
1.376 Bücher
- Frank Schätzing
Der Schwarm
(5.443)Aktuelle Rezension von: Sebastian1Wow. Ein bombastisches Meisterwerk. Gut geschrieben, beklemmend, beunruhigend.
Teilweise ist es etwas in die Länge gezogen und ein wenig zu wissenschaftlich aber das tut dem keinen Abbruch.
Dieses Buch lässt einen verwirrt und nachdenklich zurück. Und das mit Recht und voller Absicht.
Wer sind wir, zu behaupten, wir sind die vorherrschende Rasse auf der Erde?
Mit welchem Recht plündern wir die Schätze der Erde und verschmutzen sie nachhaltig?
Leider nützt es nicht viel wenn Einzelne aufwachen und an den Umweltschutz denken.
Die ganze Menschheit ist davon betroffen und muss mitziehen.
Sonst wird es unseren Kindern und Kindeskindern irgendwann nicht mehr so gut gehen wie uns.
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.122)Aktuelle Rezension von: JosseleDer Roman, für mich der erste von Sebastian Fitzek, erschien 2014. Der verdeckte Ermittler Martin Schwartz hat vor fünf Jahren Frau und Sohn bei einer Kreuzfahrt verloren. Angeblich hat seine Frau erst den Sohn über Bord geworfen und ist dann in Suizidabsicht hinterhergesprungen. Einige seltsamen, gegen Suizid, sprechende Indizien wurden nicht beachtet und der Fall ad acta gelegt. Nach fünf Jahren erhält Schwartz einen Anruf, der ihn veranlasst, das Schiff, auf dem das passiert ist, zu buchen, denn jemand hat den Teddybären seines Sohnes gefunden, und zwar in den Händen eines Mädchens, das zusammen mit ihrer Mutter vor acht Wochen verschwunden und dann ohne die Mutter wieder aufgetaucht ist. Schwartz erhält vom sich an Bord befindenden Reeder persönlich den Auftrag, zu ermitteln, was dem Mädchen widerfahren ist und wo es acht Wochen lang war.
Der Roman ist leider voller Klischees, die Figuren sind sehr oberflächlich gezeichnet, die Handlung stürmt voran, praktisch jedes einzelne der sehr kurzen Kapitel (78 Kapitel inkl. Pro- und Epilog auf 420 Seiten = ca. 5 Seiten/Kapitel) endet mit einem Cliffhanger, der billigsten und anspruchslosesten Art, künstlich Spannung zu erzeugen.
Manches Detail ist sehr plump und unglaubwürdig gestaltet, z.B. wie der Kriminelle Tiago Álvarez sich ständig und wiederholt einen Zugang zu allen Kabinen besorgt. In der Realität haben nicht alle Frauen an einer Rezeption einen IQ unter 20 und merken nicht, wenn die Zugangskarten ausgetauscht werden, sondern glauben an einen Fehler auf dem Magnetstreifen. (Knaur Tb, 1. Aufl. Oktober 2015, S.114)
Manche Szene ist so lächerlich beschrieben, dass ich nicht wusste, ob ich loslachen oder vor Ärger schreien sollte, wie z.B. die Szene mit dem geknebelten Zimmermädchen Shahla, dem zwei Männer eine Glasscherbe in den Mund steckten und sie anschließend knebelten, das die Glasscheibe dann verschluckt, bevor ein Einbrecher diese wieder aus dem Innenleben des Mädchens hervorzaubert, und zwar so, dass die Scherbe einen halben Meter durch die Luft fliegt. (ebd., S. 134ff)
Der Autor hat keine Hemmungen, ausgesprochene Schwurbeltheorien zu verwenden, wenn er behauptet, eine Professorin habe ein Computerprogramm entwickelt, das mit der Beobachtung von Fischschwärmen Börsenkurse vorhersagen könnte. (ebd., S. 142)
Fast peinlich dummdreist und daneben ist die Story mit dem Revolver, der so gebaut ist, dass er nach hinten losgeht, so dass der Schütze, der aus 20 cm Abstand auf den Einbrecher Tiago schießt, womit der Autor den Eindruck erweckt, dass Tiago stirbt (ebd., S. 246), in Wahrheit sich selbst erschießt, wie der Leser etwas mehr als 30 Seiten später erfährt (ebd., S. 278)
Dieser Roman war so richtig überhaupt nicht nach meinem Geschmack und ich wundere mich sehr über die vielen guten Bewertungen. Ich kann wirklich nicht mehr als einen Stern spendieren. Einen zweiten Fitzek werde ich aber noch testen.
- Monika Detering
Wer liebt, stirbt zweimal
(79)Aktuelle Rezension von: philomenalovesbooksEin Haus, ein Brand, ein totes und ein schwer verletztes junges Mädchen.
Die Handlung des Buches hört sich durch aus sehr spannend an.
Leider konnte mich dieser Krimi nicht wirklich überzeugen.
Im ganzen Buch ist leider nie wirklich Spannung entstanden.
Sämtliche Protagonisten waren mir unsympathisch.
Die ganze Zeit über wurde unter den Ermittlern nur gestritten und es herrschte ständig schlechte Laune.
Die Ermittlungsarbeiten waren für mich nicht wirklich sehr professionell.
Unterm Strich, ein Krimi der definitiv mehr Potential hätte.
Nett für zwischendurch. - Sarah J. Maas
Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin
(937)Aktuelle Rezension von: belli4charlotte„Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin“ von Sarah J. Maas ist der fünfte Band der Reihe und hat nach langer Zeit auf meinem SuB endlich seine verdiente Aufmerksamkeit bekommen. Und wow – dieser Teil war ein echtes Erlebnis. Die Handlung ist randvoll mit Komplikationen, emotionalen Höhen und Tiefen und einem Finale, das alles noch einmal auf den Kopf stellt. Die Welt entwickelt sich rasant weiter, die Machtverhältnisse verschieben sich, und das alles wird getragen von einem Schreibstil, der mich erneut völlig mitgerissen hat.
Trotz all der Spannung gab es jedoch einige Entwicklungen und Entscheidungen der Charaktere, die mich zwiegespalten zurückgelassen haben. Gerade Richtung Ende wirkten manche Handlungen unnötig dramatisch oder widersprüchlich zu den zuvor aufgebauten Entwicklungen. Das erzeugte zwar Emotionen – aber nicht immer die beabsichtigten. Hier hätte ich mir etwas mehr Konsequenz und weniger „Drama um des Dramas willen“ gewünscht.
Positiv hervorzuheben sind die vielfältigen Handlungsstränge: Aelins Suche nach Verbündeten, Elides Reise und Manons innere Entwicklung bieten Abwechslung und Tiefe. Besonders Aelins überraschende Wendungen und cleveren Pläne gehören für mich weiterhin zu den Highlights der Reihe. Auch der Schreibstil überzeugt mit gelungener Perspektivwechsel, einer starken Atmosphäre und gelungenem Spannungsbogen. Action, Magie und Emotionen sind reichlich vorhanden, wenn auch die ersten 100–150 Seiten etwas träge wirken.
Der Schluss ist packend und lässt viele Fäden beeindruckend zusammenlaufen – und gleichzeitig genug offen, um neugierig auf den nächsten Band zu machen.
Fazit: Ein intensiver, wendungsreicher fünfter Band, der mit starkem Worldbuilding, Spannung und emotionalem Tiefgang überzeugt, aber durch einige fragwürdige Charakterentscheidungen leicht an Brillanz einbüßt. Trotzdem absolut lesenswert für alle TOG-Fans.
Achtung: Band 5 – Spoiler zu den Vorgängern möglich!
- George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 04
(1.378)Aktuelle Rezension von: Booknerd232Im vierten Band der epischen Reihe Das Lied von Eis und Feuer entfaltet sich die Geschichte weiter mit noch mehr Spannung und Komplexität. Die politischen Intrigen am Hof von König Joffrey Baratheon eskalieren, während Robb Stark im Norden seine Herrschaft festigen muss. Gleichzeitig wächst die Bedrohung durch die Weißen Wanderer, und Daenerys Targaryen sammelt in Essos Verbündete für ihren Anspruch auf den Eisernen Thron. George R. R. Martin gelingt es meisterhaft, verschiedene Handlungsstränge miteinander zu verweben und die Charaktere in moralisch komplexe Situationen zu bringen. Die düstere Atmosphäre und die unerwarteten Wendungen machen dieses Buch zu einem fesselnden Erlebnis für alle Fans von epischer Fantasy. ⚔️👑💰
- Stephenie Meyer
Biss zum Ende der Nacht (Bella und Edward 4)
(6.325)Aktuelle Rezension von: Kathi90Und da stehe ich nun, wie vor vielen Jahren, als ich diese Reihe schon einmal beendet hatte, und bin wie vom Donner gerührt. Ich bin unendlich traurig, dass meine Reise mit Bella und ihrer Familie nun wieder zu Ende ist. Gerne hätte ich sie noch lange dabei begleitet, wie sie ihr neues, und jetzt hoffentlich friedliches, Leben genießen. Glücklich und vereint bis in alle Ewigkeit!
Die Reise bis dahin war unglaublich aufwühlend. Ich habe mit ihnen ihre Freuden gespürt, aber auch mit ihnen geweint. Etwas, das bisher kaum ein Buch bei mir ausgelöst hat. Wie gerne würde ich meine Erinnerungen daran löschen, um noch einmal von vorne zu beginnen.
- Delia Owens
Der Gesang der Flusskrebse
(1.424)Aktuelle Rezension von: Lena_KrumbeckEin schönes, sanftes Buch – fast wie ein Sommerabend im Nebel. Die Sprache ist poetisch, die Naturbeschreibungen sind wunderbar lebendig, und man spürt, dass Delia Owens die Wildnis liebt.
Aber trotz all der Schönheit blieb ich etwas auf Distanz. Die Geschichte von Kya hat mich berührt, ja, aber auch irritiert. Der Wechsel zwischen Naturroman und Krimi wirkt für mich nicht ganz stimmig – als wollte das Buch zu viel auf einmal.
Kya ist eine faszinierende Figur, doch manches an ihrer Entwicklung fühlte sich zu glatt an, zu märchenhaft. Ich hätte mir mehr Zwischentöne, mehr leise Brüche gewünscht.
Ein Buch, das ich gern gelesen habe, aber nicht noch einmal lesen würde. Schön, berührend – und doch ein wenig zu perfekt erzählt.
- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
(1.241)Aktuelle Rezension von: Ilona67Klappentext
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.
- Lucinda Riley
Die Sturmschwester
(886)Aktuelle Rezension von: Lili-MarieNachdem mich der erste Band der Sieben-Schwestern-Reihe so gefesselt hat musste ich zeitnah mit Band 2 weitermachen. Auf der Suche nach ihren Wurzeln, begleiten wir Ally nach Norwegen. Das Setting hat mir sehr gut gefallen, da ich selbst schon mal in Norwegen war und ich es mir dadurch nur noch besser Vorstellen und in Erinnerungen schwelgen konnte.
Der Schreibstil hier ist auch wieder sehr gut, wobei es teilweise Längen gab, die sich etwas gezogen haben. Das kannte ich so nicht aus dem ersten Band, denn die Autorin schaffte es Dynamik in die Geschichte zu bringen. Allys Leidenschaft, dem Segeln, kann ich nicht sehr viel abgewinnen, daher konnte mich das Thema und die Szenen auf See nicht sonderlich abholen. Dennoch war es interessant. Die Beziehung zwischen Ally und Theo konnte ich allerdings nicht richtig greifen. Es ging mir einfach etwas zu schnell. Die Tragödie ging mir dann aber doch sehr nah und ich habe mit Ally gelitten.
Die Geschichte auf der zweiten Zeitebene konnte mich zu Beginn gar nicht catchen. Obwohl ich Musik sehr gerne mag und es sehr spannend fand Einblicke in das frühere Theater und Orchester zu bekommen, wurde ich mit den Figuren nicht warm. Im Gegenteil, gegen Ende der Geschichte aus der Vergangenheit wurde ich richtig sauer und musste das Buch kurz aus der Hand legen. Es waren eben auch andere Zeiten.
Insgesamt hat mir das Buch aber echt gut gefallen, ich mag den Schreibtil von Lucinda Riley. Ally als Protagonistin mochte ich sehr gerne, da sie sich nicht unterkriegen lässt. Sie fällt, steht auf und zieht weiter durch. Auch wenn es schwer fällt gleich zwei Niederschläge kurz hintereinander zu erleben. Sie ist eine starke Frau und ich habe sie bewundert.
Nun bin ich auf die Geschichte der dritten Schwester gespannt und bin neugierig wo uns Pa Salt diesmal hinschicken wird.
- TJ Klune
Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte
(916)Aktuelle Rezension von: AnschiMIch bin ein riesen Fantasy-Fan und dieser Roman ist wirklich ganz wundervoll. Einzigartige, liebevolle Charaktere die einem ans Herz wachsen.
Der Beamte Linus wird in ein Waisenhaus auf einer Insel geschickt um zu kontrollieren ob dort alles gut läuft. In diesem Heim leben magische Minderjährige, welche von Arthur Parnassus betreut werden. Diese Kinder übertreffen alle Erwartungen!!!
Es geht um Vorurteile, Freundschaft, Liebe, sich treu bleiben und seinen Platz im Leben finden.
Ganz klare Leseempfehlung für Fantasy-Fans!
- Leigh Bardugo
Eisige Wellen
(1.075)Aktuelle Rezension von: OndinaLeider sehr enttäuschend nach dem ersten Teil. Ich hatte einen besseren Spannungsbogen erwartet, der aber nicht kam. Es ist im Prinzip nichts passiert. Die Spannungen in der Romanze haben mich auch nicht überzeugt. Ich finde die Reihe leider zu langweilig und überschätzt. Werde den dritten Teil nur überfliegen, weil ich das Ende kennen möchte.
- Cassandra Clare
Lady Midnight - Die Dunklen Mächte
(868)Aktuelle Rezension von: HorcruuxLady Midnight ist der erste Band der Trilogie Die dunklen Mächte von Cassandra Clare und setzt die Ereignisse aus Die Chroniken der Unterwelt fort. Die Geschichte spielt fünf Jahre nach dem dramatischen dunklen Krieg und folgt der erfahrenen Schattenjägerin Emma Carstairs und der Blackthorn-Familie im Los Angeles Institut. Emma ist entschlossen, den mysteriösen Tod ihrer Eltern aufzuklären, die nach dem Angriff von Sebastian Morgenstern in der Klave als tot geglaubt galten. Als eine Reihe von Morden in Los Angeles auftaucht, die ähnliche Merkmale wie der Mord an ihren Eltern aufweisen, nimmt Emma die Ermittlungen auf. Zusammen mit ihrem Parabatei Julian Blackthorn und dessen Geschwistern begibt sie sich auf eine gefährliche Spurensuche. Ihre Nachforschungen führen sie zu dunklen Geheimnissen, verbotener Magie und einer Verschwörung, die die gesamte Schattenjägerwelt bedroht. Doch nicht nur die Ermittlungen verlangen Emma alles ab: Julians Halbbruder Mark Blackthorn kehrt nach Jahren in der Ferienwelt zurück, was für zusätzliche Spannung und Herausforderungen sorgt.
Die Einführung der Blackthorn-Geschwister, insbesondere von Emma Carstairs, wird von vielen Lesern positiv aufgenommen. Emma ist eine unglaublich starke, komplexe Figur, deren Geschichte von Verlust, Geheimnissen und innerer Stärke geprägt ist. Die Dynamik innerhalb der Blackthorn-Familie fügt der Handlung Tiefe und Authentizität hinzu. Die Geschwister Julian, Mark, Ty, Livvy und Tavvy sind nicht nur individuell gut ausgearbeitet, sondern auch als Familie eine Einheit, deren Nähe und Konflikte für das Buch entscheidend sind. Besonders Julian und Emma stechen hervor, da ihre Beziehung von einer verbotenen Liebe geprägt ist, die für die Spannung und emotionale Tiefe des Buches sorgt. Der Konflikt zwischen ihren Gefühlen füreinander und den Regeln des Parabatei-Bundes sorgt für zahlreiche emotionale Momente, die das Buch für mich noch packender gemacht haben.
Ein weiteres großes Plus von Lady Midnight ist, dass es gelungen ist, die Charaktere aus Die Chroniken der Unterweltwieder aufleben zu lassen, ohne dass sie die neuen Figuren und deren Entwicklungen in den Schatten stellen. Clary Fairchild, Jace Herondale, Isabel Lightwood und Simon Lovelace tauchen auf, und ihre Integration in die neue Handlung ist sowohl organisch als auch bereichernd. Besonders die Szenen mit Clary und Jace haben mir gefallen, weil sie zeigen, dass die Charaktere aus der vorherigen Reihe nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Schattenjägerwelt spielen, ohne dabei die neuen Protagonisten zu überschattet.
Das Buch behandelt zentrale Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe und Loyalität, und Cassandra Clare versteht es meisterhaft, diese Themen durch ihre vielschichtigen Charaktere zu vermitteln. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind komplex und emotional, was Lady Midnight zu einem fesselnden Erlebnis macht. Besonders die von Emma und Julian sowie die sich entwickelnde Dynamik zwischen den anderen Blackthorn-Geschwistern tragen zur emotionalen Tiefe bei. Die Spannung bleibt konstant hoch, und unvorhersehbare Wendungen sowie mystische Geheimnisse sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Was mich besonders beeindruckt hat, war das Ende, das mit vielen emotionalen und actionreichen Elementen überrascht. Das Beziehungsgeflecht zwischen den Charakteren wird geschickt aufgelöst, und die Entwicklung von Figuren wie Kit, der zunächst eher als Randfigur erscheint, sorgt für interessante Wendungen. Rückblickend hätte man seine Rolle fast erahnen können, aber die Überraschung war dennoch gelungen. Inmitten all der düsteren Geheimnisse und Kämpfe fand ich auch die Momente zwischen Jace und Clary schön – besonders der Antrag, auch wenn der Zeitpunkt nicht perfekt war.
Die Charakterentwicklung von Emma und Julian, sowie die Einführung neuer Figuren wie Kit und die immer noch sehr interessanten Rückblenden und Querverbindungen zu den vorherigen Büchern der Chroniken der Unterwelt, sorgen für ein rundes und spannendes Gesamtbild. Auch die Rolle von Mark Blackthorn und die Verwicklungen um seine Rückkehr aus der Feenwelt geben der Geschichte zusätzliche Dramatik und Tragik.
Ein wenig skeptisch war ich gegenüber Diego, der für mich ein eher unnahbarer Charakter blieb, obwohl die Autorin versucht, ihn über Christinas Perspektive sympathisch zu machen. Bei mir hat das nicht ganz gezündet, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Fazit: Lady Midnight ist ein gelungener Auftakt für die Die dunklen Mächte-Reihe, der sowohl die bestehende Schattenjäger-Welt fortführt als auch neue, spannende Handlungsstränge eröffnet. Mit einer Mischung aus bekannten und neuen Charakteren, einer fesselnden Handlung, tiefgehenden emotionalen Momenten und überraschenden Wendungen, ist das Buch ein Muss für alle Fans der Schattenjäger-Welt. Wenn ihr Die Chroniken der Unterwelt mochte, werdet ihr dieses Buch lieben! Ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Emma, Julian und den anderen weitergeht. Eine klare Leseempfehlung für alle, die in die faszinierende Welt der Schattenjäger eintauchen möchten!
- Yann Martel
Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray
(1.040)Aktuelle Rezension von: Fiona_CamarsEines der schönsten und ungewöhnlichen Bücher, die ich je gelesen habe. Das Setting ist merkwürdig, mit einem indischen Zoobesitzer Sohn. Die Geschichte mäandern erst hier hin und dorthin, bis plötzlich der (im Deutschen) namensgebende Schiffbruch passiert, bei dem sich der Junge auf einem kleinen Rettungsboot mit einer Handvoll bedauernswerten Tieren wiederfindet. Ungewohntes Ende. Tolle Geschichte!
- Herman Melville
Moby Dick
(540)Aktuelle Rezension von: CCCMoby Dick ist ein literarischer Gigant – unbestritten ein Klassiker, der in seinem thematischen Kern bis heute Relevanz besitzt. Die Geschichte von Kapitän Ahabs wahnhaftem Rachefeldzug gegen den weißen Wal ist eine tiefgründige Allegorie auf menschliche Besessenheit, Macht und Selbstzerstörung. Gerade dieser Teil – das Psychogramm eines Getriebenen – hat mich fasziniert und gepackt. Hier wird ein innerer Abgrund sichtbar, der auch heute noch in vielen Figuren unserer Welt wiederzuerkennen ist.
Aber so eindrucksvoll die Erzählung um Ahab und Ishmael auch ist, so sperrig sind weite Teile des Romans. Die detaillierten Abhandlungen über den Walfang, die Biologie der Wale, das Leben auf See und technische Erläuterungen wirken aus heutiger Sicht oft ermüdend. Zwar merkt man Melville seine enorme Bildung und sein literarisches Können an – manches Kapitel liest sich fast wie ein philosophischer Essay –, doch gerade diese Abschweifungen fordern einiges an Geduld. Wer sich darauf einlassen kann oder will, findet in dem Buch eine tiefe, vielschichtige Welt. Wer vor allem an der eigentlichen Handlung interessiert ist, wird jedoch oft ausgebremst.
Der Sprachstil ist reich, teils poetisch, aber auch altmodisch und komplex – eine Herausforderung, insbesondere in der deutschen Übersetzung. Dennoch: Es lohnt sich, dieses Werk gelesen zu haben. Nicht weil jede Seite begeistert, sondern weil es einen Eindruck hinterlässt. Einen bleibenden.
Fazit: Ein wichtiges Buch, das nicht leicht zugänglich ist – aber wer durchhält, wird mit einer zeitlosen Erzählung über Obsession, Menschlichkeit und Schicksal belohnt.
- Bettina Belitz
Scherbenmond
(819)Aktuelle Rezension von: OktodocAngefangen hat das Buch recht vielversprechend. Der Vater ist verschwunden und er hat Ellie eine Aufgabe hinterlassen. Sie soll ihren Bruder zurück holen und dabei auch einen Schlüssel in seiner Wohnung in Hamburg finden um einen Safe öffnen zu können.
Dem Bruder geht's nicht so gut und Ellie möchte herausfinden was da nicht stimmt. Wie man sich denken kann: ein Mahr.
Nachdem Ellie den Schlüssel gefunden hat, was schon recht schnell geschehen ist, endet die Story um den Vater auch schon bzw. wird komplett vergessen. Auch das Wiedersehen mit Colin läuft nach dem recht dramatischen Abschied vom Ende des 1. Bandes total unspektakulär ab. Kaum ist sie mal glücklich macht sie ihr Glück gleich darauf wieder kaputt. Ellies Gefühlsleben ist das totale Chaos, sehr negativ. Colin's Handlungen scheinen mir auch keinen rechten Sinn zu ergeben. Stellenweise kam es mir vor als hätte die Autorin die Handlungen einfach gewürfelt.
Im Gegensatz zu Band 1 gab es hier mehr Abwechslung mit den Charakteren. Hauptsächlich hat sich immer noch alles um Ellie und ihr Innenleben und kaum um die Außenwelt gedreht aber durch die neuen Charaktere kam etwas Schwung in die Sache.
Das Ende des Buches war ziemlich unkreativ.
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch recht interessiert und schnell fertig gelesen, habe mich immer mal aufgeregt und war gespannt was als nächstes passiert. Ich hoffe die Reihe bekommt ein gutes Ende, denn alles in allem fand ich die Story und die Idee bisher recht interessant.
- Jojo Moyes
Über uns der Himmel, unter uns das Meer
(688)Aktuelle Rezension von: Alinchen600 Frauen besteigen das Schiff Victoria, das sie von Australien nach England bringen soll. Sie alle haben englische Soldaten geheiratet und oft nur kurze Zeit mit ihnen verbracht, bevor der Krieg sie wieder trennte. Nun reisen sie in eine ungewisse Zukunft. Unter ihnen sind auch die Krankenschwester Frances, die schwangere Margaret, Avice aus reichem Hause und die erst 16-jährige Jean. Die vier teilen sich eine Kabine. Das Buch wird aus ihren unterscheiden Perspektiven erzählt, dazu noch aus Kapitän Highfields Sicht und aus der eines Marinesoldaten, der auf der Victoria dient und jede Nacht die vier Frauen bewacht. Während die Frauen mehr oder weniger zusammen wachsen und der ungewissen Zukunft entgegen blicken, nähern sich Frances und der Soldat an. Da bricht eine Katastrophe aus...
Das Buch ist fiktiv, doch es basiert auf einer wahren Geschichte: auf dem Leben der Großmutter der Autorin. Jojo Moyes hat es wieder mal geschafft, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Ihr Schreibstil ist wunderbar. Trotz ein paar Längen fliegt man nur so durch das Buch. Die Frau weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt!
- Jenny Downham
Bevor ich sterbe
(1.920)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteTessa ist sechzehn Jahre alt und hat Leukämie. Leider gibt es keine Hoffnung mehr für sie. Nach vier Jahren Kampf, hat sie der Krebs besiegt. Doch bevor sie stirbt, will sie noch einmal so richtig leben. Sie schreibt eine Liste mit Dingen, die sie unbedingt machen will. Drogen, Alkohol, Sex, viel unterwegs sein, gegen ein Gesetz verstoßen u.v.m. .
Doch dann lernt Tessa Adam kennen. Verliebt sein stand nicht auf ihrer Liste! Ein tieftrauriges Buch über ein Mädchen, dass mitten im Leben steht und eigentlich keine Chance mehr hat. Regt sehr zum Nachdenken an und hat mich sehr berührt !!!
- Claudius Pläging
Meer geht nicht
(31)Aktuelle Rezension von: Ann-MaryMit einer geschenkten Krawatte möchte Friederike ihrem langjährigen Freund Jonathan sagen dass für sie der nächste Schritt in ihrer Beziehung ansteht, nämlich der vor den Traualtar.
Jonathans Reaktion auf dieses "Geschenk" ist allerdings ganz anders als Friederike erwartet hatte. Anstatt sich zu freuen ist Jonathan überrumpelt und reagiert verhalten.
Friederike deutet dieses Verhalten als Ablehnung und beendet kurzerhand die Beziehung. Für Jonathan bricht eine Welt zusammen.
Um ihn aufzumundern entschließen sich Tillmann und Frank, die besten Kumpels von Jonathan, ihn mit einem Urlaub in Italien abzulenken. Um einen freien Kopf für diese Woche zu haben soll sich Jonathan aber noch von den Altlasten seiner Beziehung trennen und so kommt es dass die Krawatte kurzerhand im Altkleidercontainer landet.
Blöd nur, dass dann das passiert womit keiner gerechnet hat...
Friederike kommt zurück.
Jonathan freut sich und erklärt sich sofort mit der Hochzeit einverstanden, die Sache hat jetzt nur einen Haken, die fehlende Krawatte...
Es kommt wie`s kommen muss, der Altkleidercontainer wurde schon geleert. Der Inhalt is mittlerweile auf den Weg in Richtung Rumänien und für die 3 Jungs beginnt ein Abenteuer der ganz besonderen Art.
Fazit:
Cover:
Das Cover ist toll und lässt bei mir als Leser direkt Urlaubsstimmung aufkommen
Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr locker und dadurch leicht zu lesen, mir gefällt er gut.
Inhalt:
Der Autor hat mit "Meer geht nicht" eine wirklich witzige Lektüre für zwischendurch geschaffen.
Die 3 Hauptprotagonisten, ihre Eigenheiten und vor allem ihre Missgeschicke wurden so lebendig und witzig beschrieben dass ich das Gefühlt hatte mitten drin statt nur dabei zu sein.
Mir bescherten die kleinen und großen Abenteuer der drei mehr als einen ausgelassenen Lacher und immer wenn ich dachte das kann man garnicht mehr toppen setzte der Autor doch noch einen oben drauf! Diese Situationen, so kurios sie manchmal auch sind wirkten aber trotzdem nie überzogen sondern passten einfach perfekt ins Buch.
Da es dadurch wirklich nie langweilig wurde und ich mich durchweg gut unterhalten fühlte vergebe ich für dieses Buch volle 5 Sterne! - Abigail Owen
The Games Gods Play – Schattenverführt
(422)Aktuelle Rezension von: MandthebooksRezension: (kann Spoiler enthalten)
Das Buch war für mich echt ein Highlight und ich fiebere schon total auf Band 2 hin!
Ich mochte die griechische Mythologie hier und die auch etwas düstere Darstellung der Götter. Und Cerberus war cool:)
Der Wettbewerb war auch super vielseitig und spannend und ich habe immer unheimlich mitgefiebert. Es konnte mich einfach so richtig catchen.
Lyra als Protagonistin fand ich auch echt toll, sie war nicht perfekt, aber ihre Kreativität mochte ich total.
Das Ende war ein richtig krasser Cliffhanger und sobald Band 2 raus ist, werde ich ihn ganz sicher direkt lesen.
5 Sterne
- Sarah Sprinz
What if we Drown
(812)Aktuelle Rezension von: NessajaLaurie möchte nach dem Tod ihres Bruders endlich wieder nach vorne schauen und für ihn, seinen Lebenstraum erfüllen: Medizin an der Univerity of British Columbia studieren. Aber wie das Leben manchmal so spielt, trifft sie genau auf den Menschen, der ihr diesen Weg maximal erschwert.
Das Buch ist im lyx Verlag erschienen. Es umfasst 388 Seiten. Eingeteilt ist es in 40 angenehm lange Kapitel.Geschrieben wurde das Buch von Sarah Sprinz. Von ihr habe ich bereits die vier Bände der „Dunbridge Academy“ gelesen. Die Reihe „Infinity Falling“ von ihr befindet sich auch schon in unserem Bücherregal, bisher aber nur von meiner Tochter gelesen. Dieses Buch hier ist der erste Band der Reihe „University of British Columbia“.
Mir gefällt die Art wie Sarah Sprinz ihre Geschichten erzählt sehr. Manchmal ist mir der Aufbau der Handlung ein wenig arg vorhersehbar, aber auch hier sind ihre Charaktere wieder so liebenswert angelegt und ich fühle mich bei der Lektüre einfach nur wohl.
Mir war nach den ersten Kapiteln schon klar, dass ich diese Reihe auf jeden Fall weiter lesen möchte und zum Glück kamen die beiden Bücher, kurz vor Ende der Lektüre des ersten Bandes, heute per Post bei mir an. So kann es nahtlos mit Band 2 und der Geschichte von Amber und Emmett, die ich als Nebencharaktere in Band 1 schon kennen lernen durfte, weitergehen.
- Thilo Corzilius
Alles, was dazwischenliegt
(34)Aktuelle Rezension von: beautifulbookworld
REZI-TIME
Hallo ihr Lieben,
Hier eine weitere Rezension von mir, zu einem Buch, das mich sehr bewegt hat!
Autor: Thilo Corzilius
Titel: Alles, was dazwischen liegt
Seitenzahl: 269
Format: e-book
Verlag: Forever
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Klappentext:
Die 18-jährige Mira wird nach dem Abitur aus heiterem Himmel von ihrem Freund verlassen und landet obendrein noch mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Der Einzige, der sie dort besucht, ist der geheimnisvolle Valentin, den Mira nur als schweigsamen Gitarristen der Schulband kennt. Als Mira begreift, wie oberflächlich ihr Leben eigentlich ist, lässt sie sich spontan von Valentin zu einem Roadtrip überreden. Ihr erstes Ziel: die Nordseeinsel Sylt. Auf der Reise kommen sich die beiden näher. Doch Mira fragt sich immer häufiger, wieso Valentin so oft davon spricht, dass man sein Leben genießen müsse, solange man kann. Bis sie endlich hinter sein Geheimnis kommt...
Das Cover des Buches gefällt mir wirklich sehr gut. Es drückt viel über die Geschichte aus und wirkt total ruhig auf mich.
Die Einführung in die Handlung ist super. Ich war beim Lesen quasi sofort in der Geschichte drin und vom ersten Moment an gefesselt. Die Spannung war über die Komplette Story hinweg immer da, mal mehr und mal weniger, aber es wurde mir nie langweilig.
Thilos Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen und nimmt mich total mit auf eine Reise durch die Geschichte. Er schreibt in meinen Augen sehr bildlich. Er hat die Charaktere sehr gut durchdacht und lebendig erscheinen lassen. Die Anzahl ist absolut angemessen und jeder Charakter kommt authentisch rüber.
Die Idee der Geschichte ist fantastisch umgesetzt und ich habe sowas vorher auch noch nicht gelesen. Einen roten Faden habe ich durch das ganze Buch festgestellt und die Handlung hat mich überzeugt, emotional mitgenommen und gefesselt.
Das Ende hat für mich alles getoppt und war einfach nur wunderschön. Es war so nicht vorherzusehen, aber ich habe es mir so herbeigesehnt!
Von mir gibt es für diesen Roman eine absolute Leseempfehlung!
Liebe Grüße
Nadine - Marah Woolf
MondSilberLicht
(1.319)Aktuelle Rezension von: PirkkoDie Geschichte von Emma und Calum habe ich zum ersten Mal gelesen, als ich noch in den Anfängen meines Teenager-Daseins war. Seitdem fasziniert mich die Kombination aus den mythischen Völkern, allen voran den Shellycoats, und der turbulenten Liebesgeschichte der beiden Protagonist:innen, die mit einer ordentlichen Ladung Spannung ergänzt werden.
Es ist nicht alles rund an dieser Geschichte. Wenn ich mich richtig entsinne, ist MondSilberLicht sogar der erste veröffentlichte Roman von Marah Woolf und ich finde, man merkt dies. Der Ausdruck ist teils repetitiv und die Grammatik lässt hier und da auch etwas zu wünschen übrig. Die Charaktere, vor allem die Protagonistin Emma, verhalten sich sehr naiv und impulsiv, wodurch ich einige Entscheidungen für leichtsinnig empfinde.
Aber ich liebe die Welt, die Verstrickungen und doch auch die Charaktere einfach zu sehr, um mich aufgrund dieser subjektiven Mängel vom Lesen abhalten zu lassen.Es ist und bleibt eine meiner all-time-favourite-Reihen, die ich immer und immer wieder rereaden werde! Diese Reihe hat absolutes Sucht-Potential!
- Frank Schätzing
Nachrichten aus einem unbekannten Universum
(285)Aktuelle Rezension von: Hoffe63Einfach nur toll geschrieben, glatte 1
- Tim Marshall
Die Macht der Geografie
(65)Aktuelle Rezension von: FederfeeMit ein wenig Zähneknirschen vergebe ich 4 Sterne, denn es gibt für mich zwei nicht unerhebliche Kritikpunkte, halte es aber dennoch für ein wichtiges, Einsichten verschaffendes Buch.
Der Untertitel: ‘Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt’ trifft genauso ins Schwarze wie der Originaltitel ‘Prisoners of Geography’. Es handelt sich um eine komplett überarbeitete Neuausgabe (2025) und ist somit hochaktuell. Auch wenn sich sicher in nächster Zeit einiges verändern wird, bleiben die geografischen Rahmenbedingungen bestehen.
Das Vorwort, das auf wenigen Seiten eine gut verständliche, zusammenfassende Darstellung der Weltlage mit ihren Tendenzen gibt, hat mir gefallen: Zusammenschluss autoritärer Staaten, Lockerung der Bindungen von einst, hin zu einer multipolaren Welt, Falscheinschätzungen der Europäer, neue Technologien, etc.
Der Autor stellt zehn Räume mit ihren geografischen Gegebenheiten vor, wozu aber auch Faktoren wie Demografie, Klima etc. gehören, also nicht nur Berge, Flüsse. Seen, Meere. Es sind Russland, China, USA, Westeuropa, Afrika, Der Nahe Osten, Indien und Pakistan, Korea und Japan, Lateinamerika, Die Arktis.
Inhaltlich leicht lesbar und einsichtig dargestellt, ist aber mein erster Kritikpunkt: es hätte strukturierter sein müssen. Wenn man z.B. ein Kapitel über Westeuropa schreibt, wäre es ein Leichtes, über einen Abschnitt den Namen des Landes zu schreiben, um das es gerade geht. Das wäre besonders wichtig, weil sich der Autor nach einleuchtenden gut dargestellten geografischen Gegebenheiten etwas zu sehr in Details verliert.
Zu jedem Kapitel gibt es eine große Karte und im Text noch einmal eine oder zwei kleinere. Aber: ohne Atlas daneben geht es nicht. Wie kann man wichtige Orte erwähnen, die dann doch nicht auf der Karte eingetragen sind?! Das ist leider ein großes Manko dieses Buches und hat mich streckenweise sogar geärgert.
Aber - um sachlich zu bleiben - außer den erwähnten Mängeln (in meinen Augen) bleibt es immer noch ein Buch, das grundlegende wichtige Einsichten verschafft und zu mehr Verständnis im Sinne von ‘Erklärung’ einiger Phänomene der Weltlage verhilft. Trotz meiner Kritik kann ich es empfehlen, wenn man politisch interessiert ist.























