Bücher mit dem Tag "mehrere zeitebenen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mehrere zeitebenen" gekennzeichnet haben.

109 Bücher

  1. Cover des Buches Stay away from Gretchen (ISBN: 9783423220149)
    Susanne Abel

    Stay away from Gretchen

    (609)
    Aktuelle Rezension von: Manona

    Tom, ein arroganter Fernsehmoderator, wird aus seiner perfekt inszenierten Welt gerissen, als seine Mutter an Demenz erkrankt. Ihre zunehmenden Ausfälle zwingen ihn, sich erstmals ernsthaft mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Dabei entfaltet sich eine bewegende Familiengeschichte, die bis in die Nachkriegszeit der 1950er-Jahre zurückreicht und ihn schließlich in die USA führt. Der Roman überzeugt durch den Kontrast zwischen Toms oberflächlichem Leben und der Tiefe der historischen Erzählung. Das Ende wirkt mir jedoch etwas zu überladen und fast kitschig. Insgesamt aber eine lesenswerte, emotionale Geschichte über Herkunft, Erinnerung und persönliche Veränderung.

  2. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499241413)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

    (535)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

     „Der Wolkenatlas“ verbindet sechs Geschichten in verschiedenen Genres, die zu verschiedenen Zeiten spielen und von verschiedenen Menschen handeln.

    Auf den ersten Blick haben die Handlungsstränge nicht viel miteinander zu tun – ein Notar schreibt 1859 auf einer Schiffreise Tagebuch, ein älterer Verleger hat 2012 Probleme mit Kriminellen und Verwandten, die letzten Überlebenden der Menschheit laufen 106 Jahre nach dem Fall durch eine postapokalyptische Welt.

    Nach und nach wird jedoch deutlich, dass alles verknüpft ist: die Entscheidungen jedes Protagonisten haben Einfluss auf seine Nachfolger und werden selbst von der Vergangenheit oder Zukunft beeinflusst. Das genaue Ausmaß der Verbindungen bleibt unklar. Ob und wie viel Übernatürliches im Spiel ist, kann jeder für sich entscheiden.

    Auch bestimmte Themen sind zeitübergreifend und ziehen sich durch das gesamte Buch: Freiheit in verschiedenen Formen und der Kampf darum, Ausbeutung, Betrug, die Suche nach der Wahrheit, das Füttern von Enten.

    Eine Folge der besonderen Struktur des Romans ist natürlich eine große Menge an Charakteren (die gerne auch erst nach einigen Hundert Seiten wieder auftauchen), darauf muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen möchte.

    Zudem ändern sich die Erzählart und der Schreibstil mit jeder Geschichte. Von Tagebucheinträgen und Briefen über Interviews bis hin zu Lagerfeuergeschichten bietet dieses Buch erzähltechnisch alles. Je nach Vorliebe kann man das als Vor- oder Nachteil ansehen. Meiner Meinung nach hilft es, in jeder neuen Geschichte „anzukommen“ und bietet Abwechslung, auch wenn ich den postapokalyptischen Dialekt in der letzten Geschichte ehrlich gesagt etwas anstrengend fand.

    Wenn man von den vielen Charakteren und der Idee an sich nicht abgeschreckt ist, ist „Der Wolkenatlas“ sehr zu empfehlen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man mindestens eine oder zwei (am besten natürlich mehr) Geschichten sehr genießen und wenn man dann noch die einzelnen Elemente verbindet, ergibt sich ein Gefühl, als hätte man erfolgreich ein interessantes Puzzle zusammengefügt.

  3. Cover des Buches Die Unbändigen (ISBN: 9783365005446)
    Emilia Hart

    Die Unbändigen

    (252)
    Aktuelle Rezension von: Ydani

    Das Buch hat mich mehr abgeholt als erwartet. In aller Regel lese ich keine historischen Romane und auch selten Geschichten, die sich über mehrere Zeitebenen und Personen erstrecken. Bei diesem Roman wurde dies allerdings wahnsinnig gut  gelöst und umgesetzt, so dass ich mich in jede der Protagonistinnen gut einfühlen konnte und mit ihnen und ihren Geschichten mit gefiebert habe. Auch der Spannungsbogen riss bis zum Auflösen nicht ab - alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch.

  4. Cover des Buches Das Seehaus (ISBN: 9783453427907)
    Kate Morton

    Das Seehaus

    (391)
    Aktuelle Rezension von: Mazeixx

    „Das Seehaus“ erzählt die Geschichte eines jahrzehntealten Vermisstenfalls, der nie aufgeklärt wurde, und einer Ermittlerin, die viele Jahre später auf neue Spuren stößt. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart ergibt sich nach und nach ein komplexes Geflecht aus Familiengeheimnissen und persönlichen Schicksalen.

    Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders die detaillierte Verknüpfung der einzelnen Figuren und ihrer Geschichten fand ich sehr spannend. Kate Morton versteht es, nach und nach Geheimnisse aufzudecken und dabei verschiedene Zeitebenen geschickt miteinander zu verbinden.

    Allerdings hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch einige Längen, wodurch sich das Lesen stellenweise etwas zäh angefühlt hat. Trotzdem hat mich die Handlung immer wieder eingefangen, vor allem durch die vielen offenen Fragen und das Bedürfnis, die Zusammenhänge zu verstehen.

    Insgesamt ist „Das Seehaus“ ein Familiengeheimnisroman mit interessanten Figuren und einer vielschichtigen Handlung. Trotz kleinerer Längen spreche ich eine klare Leseempfehlung für alle aus, die Geschichten auf mehreren Zeitebenen und mit geheimnisvollen Familienverstrickungen lieben so wie ich.

  5. Cover des Buches Die Letzten ihrer Art (ISBN: 9783442770403)
    Maja Lunde

    Die Letzten ihrer Art

    (186)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Im dritten Teil ihres Klimaquartetts widmet sich Maja Lunde den Wildpferden und zieht in drei Erzählsträngen einen weiten Bogen über die Entdeckung und den Fang bis zu einer Zeit in der Zukunft im Jahr 2064 in der es um die Natur - man kann es erahnen - schlecht bestellt ist. Das gilt auch für die Pferde.

    "Die Letzten ihrer Art" ist mit über 600 Seiten der längste Teil ihres Quartetts. Das gibt uns Gelegenheit, tief in die Charaktere einzutauchen, mit ihnen zu fiebern oder vor allem zu leiden. Dadurch das auch menschliche Schicksale dargestellt werden, wird deutlich, das auch Mensch und Tier sich am Ende doch ähnlicher sind, als mancher wahrhaben will. Das ist ein weiterer neben vielen anderen Gründen, die Natur zu respektieren und zu schützen.

  6. Cover des Buches Dunkle Sühne (ISBN: 9783365014769)
    Karin Slaughter

    Dunkle Sühne

    (194)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Normalerweise greife ich bei Büchern von Karin Slaughter blind zu - ich bin großer Fan ihrer Bücher und habe sowohl die Grant-County als auch die Will-Trent-Bücher verschlungen. 

    "Dunkle Sühne" konnte für mich allerdings nicht den Reiz der anderen Reihen entfalten. Die Geschichte ist über lange Strecken sehr ausschweifend erzählt, der Spannungsbogen funktionierte nicht immer. Die sich mehrmals inhaltlich wiederholenden Fall-Analysen zwischen Emmy und ihrem Vater empfand ich schnell als sehr als zäh. 

    Im zweiten Teil kommt dann zwar etwas Fahrt in die Geschichte, insgesamt bleibt das Buch aber trotzdem noch eher träge als mitreißend.

    Fazit
    Die Thriller-Queen ist für mich diesmal nur Mittelmaß. Ich denke, dass ich diese Reihe nicht weiterverfolgen werde.

  7. Cover des Buches Gebt mir etwas Zeit (ISBN: 9783492324007)
    Hape Kerkeling

    Gebt mir etwas Zeit

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Annis_Buecherregal

    Schon seit meiner Kindheit ist Hape Kerkeling für mich ein Mensch, der mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Er ist lustig, nachdenklich und unglaublich vielseitig. Genau diese Bandbreite habe ich in seinem Buch wiedergefunden, und ich kann sagen: Es hat mich nicht enttäuscht. 

    Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt. Es ist unglaublich, wie sie von den witzigen, spannenden Momenten zu den tief traurigen übergeht, ohne die Authentizität zu verlieren. Die Themen sind schwer: die Angst vor Aids, die Suche nach der eigenen Identität und der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen. 😔

    Was mich am meisten beeindruckt hat, war die unerschütterliche Loyalität des Autors zu seinem Partner, bis zum allerletzten Augenblick. Das war so ehrlich und so herzzerreißend. 💖 Ein Lichtblick in all dem war die wunderschöne, tiefe Liebe zu seiner Oma – Omas sind einfach die Besten! ✨

    Dieses Buch ist ein Beweis für Hape Kerkelings unglaubliche Ehrlichkeit, ich habe jetzt das Gefühl ihn persönlichzukennen. Es ist eine Geschichte, die lange nachwirkt. Absolut lesenswert!

  8. Cover des Buches Das geheime Vermächtnis (ISBN: 9783453355460)
    Katherine Webb

    Das geheime Vermächtnis

    (319)
    Aktuelle Rezension von: Nani2606

    Hier handelt es sich um einen Roman der an ein paar Bedingungen geknüpft ist um ein Erbe antreten zu können. Beth und Erica erben das Anwesen der Familie, mit der Bedingen drinnen wohnen zu müssen. Beth möchte eher nicht wieder auf das Anwesen weil es in der Vergangenheit einen Schicksalsschlag in der Familie gab, der Cousin Henry ist plötzlich spurlos verschwunden.

    Während Beth und Erica über Weihnachten ins Anwesen ziehen, geht Erica auf Entdeckungsreise und findet alte Sachen ihrer Urgroßmutter Caroline, die einige Fragen aufwerfen und am Ende erklären, warum sie so kühl und distanziert war, was sie am  Verhalten auch an ihre Tochter Meredith  weiter gegeben hat. Beide Damen sind sehr kühl, sehr distanziert. Die Familiengeschichte lässt viele Fragen offen, am meisten aber was mit Henry passiert ist. Eine Überraschung lässt das Buch aber zu.

    Es ließ sich flüssig lesen, ich kam sehr gut in das Buch rein. Was ich nicht so sehr mag, sind die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Da hat man sich gerade in den Gegenwart eingelesen und fiebert mit, zack ein Bruch uns es geht zurück in den Vergangenheit von Caroline. 

  9. Cover des Buches Das Mörderarchiv (ISBN: 9783499012655)
    Kristen Perrin

    Das Mörderarchiv

    (234)
    Aktuelle Rezension von: Monika

    Mit einem klassischen Setting  beginnt die Handlung.

    Annie ist die potentielle  Erbin einer ihr unbekannten Verwandten.Neider und  Anfeindungen sind  Programm, ebenso ein altes Herrenhaus, hier sogar zwei und eine verworrenes Familienkonstrukt.

    Durchaus eine Basis, auf der eine  Geschichte entstehen kann. Die Autorin setzt auf verschiedene Zeitebenen, unterstrichen wird wird durch Kontrast im Schriftbild.Im Zentrum  steht eine Prophezeiung , die die verstorbene Tante  Frances als Jugendliche  auf einem Jahrmarkt in Begleitung zweier Freundinnen erhalten hat.Die Auslegung dieser Worte   sind Begleiter  des Lebensweges von Tante Frances.Die  Nichte  übernimmt dies, um  den möglichen  Mörder ihrer Tante zu finden.

    Für mich entsteht der Eindruck, dass diese Geschichte  sehr schnell geschrieben wurde und keine Überarbeitung erhalten hat. Zuviele  Bruchstücke und  Sprünge   verwirren und nehmen einer -eigentlich durchaus  als  interessant  zu gestalteten - Kriminalhandlung  die  Möglichkeit, sich zu entfalten. Einfach im  Schreibstil gehalten, ermüdet dies  mich als  Lesenden  zusätzlich. 

    Enttäuschend.





  10. Cover des Buches Zugvögel (ISBN: 9783596523221)
    Charlotte McConaghy

    Zugvögel

    (295)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Dieser Roman ist unglaublich facettenreich. Allein die Themen wie Heimat und Zugehörigkeit, die hier behandelt werden, haben mich schon ziemlich beeindruckt. Die starke und unabhängige Franny, die keine Angst vom Leben und Tod hat und trotzdem so zerbrechlich und traumatisiert ist, fand ich überhaupt nicht sympathisch und trotzdem hat ihr Schicksal mich berührt. Die Liebe zur Natur, die roh und unberührt wirkt wie die Hauptfigur, zeigt uns nochmal wie wichtig heutzutage unser Lebenstil ist. Manche Leute brauchen halt nur frische Luft und ein Ziel vor Augen. Es ist so viel mehr in der Geschichte als ein bloßer Kampf gegen eigenen Dämonen. Wanderlust und alles drum herum wie es sich gehört kann man prima an Frannys Beispiel erkennen. Ich kenne keinen, der Wanderlust hat, aber wie es hier dargestellt wird, hat mich fasziniert. Mehrere Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Fernweh, Schuldgefühle und Motivation und vieles mehr findet man in diesem Werk. Ich kann dieses Buch ohne Zweifel ganz herzlich empfehlen diejenigen, die es noch nicht gelesen haben. 

  11. Cover des Buches Wie Risse in der Erde (ISBN: 9783492069908)
    Clare Leslie Hall

    Wie Risse in der Erde

    (187)
    Aktuelle Rezension von: Pina27

    Mit "Wie Risse in der Erde" gelingt Clare Leslie Hall ein eindringlicher und emotional vielschichtiger Roman, der lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. Im Zentrum der Geschichte steht eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung, die untrennbar mit einem rätselhaften Todesfall verwoben ist – ein Spannungsbogen, der von der ersten bis zur letzten Seite trägt.

    Hall erzählt von den Gegensätzen des Lebens in all ihrer Intensität: von Schönheit und Schrecken, von Geburt und Tod, von Liebe und Verlust. Diese scheinbar widersprüchlichen Kräfte existieren hier nebeneinander und machen den Roman so kraftvoll und authentisch. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Protagonistin, die sich mutig ihrem Schicksal entgegenstellt und dabei mit den Unwägbarkeiten des Lebens ringt.

    Der Roman besticht nicht nur durch seine emotionale Tiefe, sondern auch durch seine unvorhersehbare Handlung. Die Geschichte entwickelt sich auf eine Weise, die immer wieder überrascht – insbesondere das Ende trifft mit voller Wucht und stellt vieles in ein neues Licht.

    Wie Risse in der Erde ist eine bewegende Geschichte über Liebe, Verlust und die Entscheidungen, die unser Leben formen. Trotz aller Tragik schwingt stets ein Hauch von Hoffnung mit: die leise, aber kraftvolle Idee, dass Liebe – so zerstörerisch sie auch sein mag – letztlich heilend wirken kann und ihren Weg zurückfindet.

    Ein Roman, der mitten ins Herz trifft – herzzerreißend, intensiv und zugleich tröstlich.

    Eine Herzensempfehlung ❤️

  12. Cover des Buches Dein finsteres Herz (ISBN: 9783404176632)
    Tony Parsons

    Dein finsteres Herz

    (255)
    Aktuelle Rezension von: Schnick

    3,5 Sterne

    "Dein finsteres Herz" hat mir so gut gefallen, dass ich den Kriminalroman binnen eines Tages gelesen haben; insofern hat er definitiv Pageturner-Qualitäten, obwohl sich Autor Tony Parsons genug Zeit nimmt, vor allem die Hauptfiguren seines Romans sorgfältig auszuarbeiten.

    Hauptfigur Max Wolfe ist so angelegt, dass es definitiv Spaß machen wird, ihm auch in weiteren Fällen über die Schulter zu gucken. Sein erster Fall ist schon ein schwerer Brocken.

    Mir hat gefallen, dass bis zum Ende weitestgehend unklar ist, wer eigentlich der Täter ist, ohne dass Tony Parsons auf billige Twists setzen muss. Vielmehr sind sowohl das Finale als auch die Auflösung weitestgehend stimmig. Klar kann man das Haar in der Suppe finden, aber für mich hat weitestgehend alles gepasst - auch stimmungsmäßig.

  13. Cover des Buches Der Markisenmann (ISBN: 9783453427495)
    Jan Weiler

    Der Markisenmann

    (228)
    Aktuelle Rezension von: Lesehonig

    „Der Markisenmann“ von Jan Weiler

    Kim ist 15 Jahre alt. Die Schule und ihre Zukunft interessiert sie überhaupt nicht. In ihrer Familie fühlt sie sich eher wie ein Fremdkörper, da sie ja „nur“ das Stiefkind von Heiko, dem Mann ihrer Mutter, ist. Und tief drin spürt sie, da gibt es noch eine viel größere Geschichte, die ihr aber nicht erzählt wird. Um die Lage in der Familie zu entspannen, soll sie die Sommerferien, bei ihrem, ihr völlig unbekannten Vater in Duisburg verbringen. Es verschlägt sie in eine trostlose Gegend zu einem Mann, dem man die Erfolglosigkeit meilenweit ansieht. Denn dieser versucht potthässliche Markisen aus DDR-Restbeständen an den Mann zu bringen. Dieses Buch war mein absolutes Lesehighlight im Frühjahr. Jan Weiler zeichnet die Figuren mit so viel Liebe, dass einem ganz warm ums Herz wird. Die Geschichte ist so unglaublich anrührend und doch überhaupt nicht sentimental oder kitschig. Sie handelt von einem Schicksal, wie es wohl viele in der Nach-Wende-Zeit gab. Bewegt hat mich die tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit von Kims Vater. Eine Figur, die nicht jammert oder klagt, sondern ihr Schicksal annimmt und das Leben liebt, wie es ist. Er macht das Beste aus dem was ihm geboten wird und er nimmt die Menschen wie sie sind ohne sie verstehen oder verändern zu wollen. Wie man es von Jan Weiler gewöhnt ist, ist diese Geschichte aber auch von vielen komischen Elementen geprägt, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben. Gerade diese Mischung macht das Buch zu einer Liebeserklärung an das Leben. Absolut lesenswert!

  14. Cover des Buches Abendstern (ISBN: 9783734101632)
    Nora Roberts

    Abendstern

    (211)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Von Heyne Verlag: Seit Caleb Hawkins zusammen mit seinen Freunden Fox O´Dell und Gage Turner als damals Zehnjähriger eine Mutprobe am Pagan Stone, einem angeblich verfluchten Heidenstein, machte, geschehen in dem kleinen Städtchen Hawkins Hollow in Maryland alle sieben Jahre unerklärliche Dinge.

    Mit jedem Mal wird es schlimmer, und daher beschließt Caleb, dem Albtraum ein Ende zu bereiten. Doch dazu braucht er die Hilfe seiner beiden Freunde. Und die Kraft der Frau, die er liebt: die Journalistin Quinn Black.


    Mein Fazit:

    Nora Roberts lese ich eigentlich sehr gerne zwischendurch, sie hat eine gewisse Art an sich, Geschichten zu erzählen. Leiser Humor und prickelnde Erotik begleiten ihre Figuren.

    Bei dieser Geschichte war es von Anfang an anders. Es war düster, verstörend und beängstigend. In Hawkins Hollow trafen sich vor über vierhundert Jahren die Kräfte des Universums. Gut gegen Böse, helle Magie gegen dunkle Magie! 1989 wecken drei Jungs, die am gleichen Tag Geburtstag haben, versehentlich diese Kräfte und seither ist Hawkins Hollow verflucht.

    Quinn Black hat schon mehrere Bücher über paranormale Aktivitäten geschrieben. Nun hat sie von den Ereignissen in Hawkins Hollow gehört und sich gleich aufgemacht. Zuerst läuft ihr Caleb Hawkins über den Weg. Der Mann ist tief verwurzelt mit dieser Stadt. Er fühlt sich für die Dinge verantwortlich und ist auch bereit, gegen das Böse, dass alle sieben Jahre über die Stadt fällt, zu kämpfen. Quinn hat einen unverstellten Blick auf die Dinge und sie ist unerschrocken. Caleb verliebt sich in die smarte Person, die sein Leben komplett auf den Kopf stellt.

    Die Geschichte um Hawkins Hollow und deren düsteren Geheimnis steht im Mittelpunkt der Geschichte, die Liebesgeschichte ist ein schmuckes Beiwerk und wird nicht so intensiv beschrieben, wie man es von Nora Roberts gewohnt ist. An einigen Stellen muss man aufpassen, es erscheint kompliziert. Die Autorin hat Tempo in die Story gelegt und hält sich nicht gern mit Nebensächlichkeiten auf. Daher wirken die Figuren an der einen oder anderen Stelle etwas blass. Aber es gibt ja noch Folgebände, wo sie wahrscheinlich ihren Auftritt bekommen.

    Leider konnte es mich nicht ganz so sehr fesseln, daher bekommt es vier Sterne!

  15. Cover des Buches Die Bibliothek im Nebel (ISBN: 9783426530405)
    Kai Meyer

    Die Bibliothek im Nebel

    (141)
    Aktuelle Rezension von: Sunny_96

    Der Roman "Die Bibliothek im Nebel" des Autors Kai Meyer hat mich absolut beeindruckt. Selten habe ich ein so spannendes und atmosphärisches Buch gelesen. Es entführt die Leser durch den detaillierten Schreibstil in eine längst vergangene Zeit. 

    Im Jahr 1917 lebt der junge Artur in Sankt Petersburg in einer prächtigen Villa bei der Familie Kalinin, die ihn bei sich aufgenommen hat. Er verbringt seine Tage hauptsächlich mit Büchern und Ofelyia, die für ihn wie eine Schwester geworden ist. Doch dann kam der Tag, an dem er der jungen Künstlerin Mara auf der Straße begegnet. Niemand ahnte, dass dieser Tag sein komplettes Leben beeinflussen würde. Eine turbulente Geschichte voller Freundschaft, Liebe und Abenteuer beginnt. 

    Der zweite Erzählstrang handelt von der kleinen Liette, die im Jahre 1928 bei ihrem Onkel den Sommer verbringt. Als sie im Dachboden seines Hotels an der Cote d'Azur spielt und zufällig alte Reisekoffer russischer Familien findet, stößt sie auf ein mysteriöses Geheimnis dass sie noch viele Jahrzehnte später zu lüften versucht. 

    Besonders beeindruckt hat mich, wie die beiden Erzählstränge ganz langsam miteinander zu verschmelzen scheinen. Immer wieder werden kleine und große Geheimnisse gelüftet, bis sich alles zu einem großem Ganzen zusammenfügt. Ich konnte selbst mit ins Geschehen eintauchen und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. 

    Die Geschichte ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk und lässt die Grenzen zwischen Krimi, Abenteuerbuch, Liebesgeschichte, Verrat und Familiengeheimnissen verwischen. Daher eine absolute Weiterempfehlung meinerseits ⭐⭐⭐⭐⭐

  16. Cover des Buches Die Sache mit Rachel (ISBN: 9783462009255)
    Caroline O'Donoghue

    Die Sache mit Rachel

    (187)
    Aktuelle Rezension von: Lisa0902marie

    Die Sache mit Rachel war ganz anders, als ich es erwartet habe. Statt einer klassischen Liebesgeschichte geht es viel stärker um gesellschaftskritische Themen, Freundschaft und die erste große Liebe, fast schon wie ein Blick zurück auf eine prägende Lebensphase.

    Der biografieartige Aufbau macht die Geschichte sehr persönlich und authentisch. Besonders die Dynamik zwischen Rachel und James fand ich interessant. Gleichzeitig war das Buch an manchen Stellen etwas zäh zu lesen, weil der Fokus weniger auf Spannung und mehr auf Entwicklung und Themen liegt.


    Insgesamt eine wichtige und nachdenkliche Geschichte über das Erwachsenwerden, das Leben und die Liebe nur nicht unbedingt ein leichtes Buch für zwischendurch. 


  17. Cover des Buches Murder in the Family (ISBN: 9783423220651)
    Cara Hunter

    Murder in the Family

    (209)
    Aktuelle Rezension von: Caroline_Raven

    Was war das?! Die Story war so crazy, es gab so viele Wendungen... Allerdings war ich dem wahren Täter schnell auf der Spur, wurde jedoch öfter arg verunsichert, ob ich wirklich richtig liege. 

    Die Schreibweise, es wie ein Drehbuch zu gestalten, hat mich nachhaltig begeistert. Es wird sich nicht mit unnützen Einzelheiten wie der Farbe der Tapete aufgehalten sondern auf das Wesentliche fokussiert, die Gespräche der Fachleute. 

    Der Schreibstil ist schnell und gut formuliert.

    Ich habe von Anfang bis Ende mitgefiebert und gerätselt. Dieses Buch macht einfach Spaß!


    Ein paar Mankos hab es allerdings. Es gibt mehrere Jahreszahlen und Zeitangaben die nicht stimmen, bsbsw. Mitch, der seit 30 Jahren Journalist sein soll, allerdings selbst erst Mitte 30 ist. Oder ein Geburtsjahr, welches offensichtlich nicht stimmen kann. Des weiteren gibt es viele Komma und Groß - und Kleinschreib Fehler. Das war ein wenig anstrengend. 

  18. Cover des Buches Die Tote im Sturm - August Strindberg ermittelt (ISBN: 9783809027539)
    Kristina Ohlsson

    Die Tote im Sturm - August Strindberg ermittelt

    (57)
    Aktuelle Rezension von: sebastian_leseorbit

    Die Figuren im Krimi, vor allem August Strindberg und die Kriminalkommissarin Maria Martinssoni, machen den Krimi stark. Die Figuren sind detailliert gezeichnet und so besonders, dass man gerne erfahren möchte, wie sich diese entwickeln. Ein weiteres Plus des Krimis ist die landschaftliche Einbettung an der Küste des Westens von Schweden. Beim Lesen hat man oft das Gefühl, vor Ort zu sein und kann sich die tolle Landschaft gut vorstellen. Allerdings hat das Buch auch immer wieder seine Länge. An der einen oder anderen Stelle hätte es etwas kürzer ausfallen können, daher ist es vor allem am Anfang so, dass man manchmal das Gefühl hat, dass es nicht richtig vorangeht. Nach der Hälfte des Buches war es bei mir aber dann so, dass man mehr in der Geschichte drin ist und es auch zügiger liest, da man wissen möchte, wie es ausgeht. Insgesamt ist es damit sein solider Krimi, der vor allem durch seine Figuren überzeugt. Ich bin schon auf die weiteren Bände der Reihe gespannt. Davon sind schon zwei weitere erschienen. Im Juli 2025 soll der vierte Band der Reihe veröffentlicht werden.

  19. Cover des Buches Die Frauen von der Purpurküste – Isabelles Geheimnis (Die Purpurküsten-Reihe 1) (ISBN: 9783548062150)
    Silke Ziegler

    Die Frauen von der Purpurküste – Isabelles Geheimnis (Die Purpurküsten-Reihe 1)

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Maren_Buck

    Ich hatte mir von diesem Buch nicht viel erwartet und bin wirklich überrascht worden. Es ist eines meiner besten Bücher der letzten Zeit.

    Amélie findet auch nach Jahren nicht über einen sehr schweren Schicksalsschlag ins Leben zurück. Daher entscheidet sie sich nach Collioure zu reisen, der Heimat ihres Vaters und der damit das Zuhause der väterlichen Familie.

    Als Kind hat sie bereits oft die Ferien dort verbracht und es hat ihr dort immer sehr gefallen. 

    Als sie dort eintrifft und in das Haus der Großmutter ziehen möchte, stellt sie fest, dass dieses an den Journalisten Benjamin vermietet ist. Dieser stimmt freundlicherweise zu, dass  Amélie die untere Etage beziehen darf. Die beiden kommen zu Beginn überhaupt nicht klar.
    Das Einzige was Amélie möchte, ist Ruhe und dabei stört sie ihr Mitbewohner.

    Um sich zu beschäftigen bringt sie die alte Baguetterie im Erdgeschoss  wieder auf Vordermann und beginnt selbst dort zu backen, wie sie es in Kindheitstagen geliebt hatte.

    Als sie ihre Großmutter im Pflegeheim besucht, vertraut diese ihr ihr Tagebuch an, welches ein Geheimnis enthalten soll, dass niemand bisher weiß. Nach und nach liest Amélie das Tagebuch und arbeitet am Ende sogar mit Benjamin daran, den letzten Wunsch ihrer Oma zu erfüllen.

    Dabei merkt sie, dass Benjamin doch kein so ein schlechter Mensch ist und findet ihn besser, als sie sich eingestehen will...


    Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Die Geschichte ist sehr tiefgründig und regt zum Nachdenken an.

    Es ist eines meiner Lieblingsbücher von diesem Jahr.


  20. Cover des Buches Winterwundertage (ISBN: 9783442487776)
    Karen Swan

    Winterwundertage

    (87)
    Aktuelle Rezension von: RamonaFroese

    Hier geht es um die junge Alex die Lochlan helfen soll besser zu werden in seinem Job in der Whiskey Brennerei, oder soll sie nicht?

    Sie gaukelt es im jeden falls vor. Sie verlieben sich und da Alex Arbeit und Privat trennt denkt sie es geht eh nicht. Vorallem ist sie ja am anfang die einzige die ihren wahren Auftrag kennt.

    Dann gibt es ein Feuer in der Brennerei und Lochlan kommt nur knapp mit dem Leben davon.

    Dann liegt es gleichzeitig um 1918 um die SS Tuscania. Genauer gesagt um die Familiengeschichte von Lochlan und die Geburt seines Großvaters.

    Nach und nach verschmelzen beide Zeitstränge in dem Mann in 2017 mehr über 1918 erfährt. 

    Generell fand ich die Geschichte sehr sehr spannend und doch so schön sie ist auch sehr traurig.

    Manchmal war es mir etwas viel, mir zum 3. Mal durch zu lesen wie die Gegend aussieht, aber es ist ok.

  21. Cover des Buches Die stillen Gefährten (ISBN: 9783865528780)
    Laura Purcell

    Die stillen Gefährten

    (149)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Anja1

    Wenige Wochen nach der Hochzeit mit Rupert stirbt er und Elsie zieht auf sein abgelegenes Anwesen „The Bridge“. Dort findet sie lebensgroße Holzfiguren, die „stillen Gefährten“. Sie wirken sehr realistisch, wechseln scheinbar ihren Standort. Was anfangs noch etwas unheimlich wirkt, entwickelt sich zum Albtraum. Was ist noch Einbildung und was ist schon die Realität?


    Der Roman besticht für mich durch seine herrlich unheimliche Atmosphäre in dem alten, verfallenen Geisterhaus. Diese merkwürdigen Figuren und die bedrückende Stille passen da perfekt. Langsam wird die Spannung aufgebaut mit einem eher subtilen als blutigem Horror. Es wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Das war für mich manchmal etwas verwirrend, klärt sich dann aber immer mehr auf. Der Roman ist insgesamt eher ruhig. Setzt viel auf die unheimliche Stimmung. Gothic Horror wird hier ordentlich geboten. Der Roman wirkt fast schon wie ein klassischer Gruselroman. 


    Für alle Fans von viktorianischen Gruselgeschichten eine Empfehlung. 

  22. Cover des Buches Frisch verheiratet (ISBN: 9783899416978)
    SUSAN MALLERY

    Frisch verheiratet

    (82)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    The Bakery Sisters, Band 3: War es ein Fehler, nach Seattle zurückzukommen? Genau diese Frage hat sich Jesse Keyes schon mehrfach gestellt, denn ihre Schwestern reagieren eher abwehrend auf ihr verbessertes Ich und Matthew „Matt“ Fenner, der Vater ihres vierjährigen Sohnes, will sie nie wiedersehen. Obwohl die Leidenschaft noch da ist, weist er sie ab. Was soll sie jetzt tun? Einfach aufgeben war noch nie ihre Sache…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover meiner Ausgabe von 2010 ist Deko-Brautpaar auf einer Torte zu sehen – kitschig, aber passend.

    Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Da ich erst vor ein paar Tagen Band 2 gelesen habe, war ich noch ganz in der Welt der Keyes-Schwestern drin.

    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Gegenwart sowie fünf Jahre früher. Die Wechsel sind jeweils gut angegeben. Jesse kommt nach fast fünf Jahren in Spokane mit ihrem vierjährigen Sohn Gabriel „Gabe“ zurück nach Seattle, um zu versuchen, ihre Fehler wiedergutzumachen. Ihre älteren Zwillingsschwestern Claire und Nicole haben in der Zeit, in der Jesse weg war, ebenfalls Kinder bekommen: Claire zwei, Nicole drei. Der Zweck von Jesses „Mission“ war, Gabe seinen Vater vorstellen zu können und das Verhältnis zu ihren Schwestern zu verbessern. Die Rückkehr ist alles andere als erfreulich, denn Jesse hat Nicole und Matt nicht vorgewarnt. So ist deren heftige Reaktion absolut nachvollziehbar. Wiederholt entschuldigt sich Jesse für die früheren Fehler, doch niemand will ihre Erklärungen hören. Sie will sich auch beruflich beweisen und in der Familienbäckerei, die von Nicole geführt wird, ihr aber auch zur Hälfte gehört, mitarbeiten. Ihre innovativen Pläne werden nicht gut aufgenommen. Als zudem ein Brand in der Bäckerei ausbricht, ist die Existenz bedroht. Doch von Seiten Matt geht noch eine viel grössere Bedrohung aus…
    Am besten gefallen haben mir einerseits Diane, die Sekretärin von Matt, die den totalen Durchblick hat, sowie andererseits der kleine Gabe. Er hat es tatsächlich geschafft, mir Tränen in die Augen zu treiben (oder war es der Papierstaub vom Umblättern?). Nicht vergessen möchte ich Bill, Jesses väterlichen Freund aus Spokane.

    Entscheidungen, Karriere, Fehler, Familie und Liebe sind ein paar der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen, doch die ständigen Wiederholungen, Entschuldigungen, Erklärungsversuche fand ich ermüdend (obwohl mir absolut bewusst ist, dass sich die Sache nicht mit einem kurzen „Sorry“ hätte aus der Welt schaffen lassen). Von mir gibt es 4 Sterne.

  23. Cover des Buches Das Winterkarussell (ISBN: 9783734108877)
    Anna Liebig

    Das Winterkarussell

    (90)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Für die 15jährige Antonia bricht eine Welt zusammen. In einem Augenblick hatte Antonia ihre Mutter und ihr Zuhause verloren und nichts ist mehr wie zuvor. Ihr einziger noch lebender Verwandter ist ihr Großvater Otto. Ein mürrischer alter Mann von dem Antonia noch nie gehört hatte. Doch hinter Ottos mürrischer Fassade steckt ein weiches Herz und irgendwie fühlen beide, dass eine besondere Verbindung zwischen ihnen herrscht. Zwei einsame Seelen, die Schlimmes erlebt haben und langsam heilen dürfen.

     Diese Geschichte hat so viel Herz und Gefühl. Sie ist traurig und wunderschön zugleich, aber sie gibt auch Hoffnung.  Antonia leidet sehr unter dem Verlust ihrer Mutter und fühlt sich allein und einsam. Erst mit ihrem Großvater kommt wieder Licht in ihr Leben und obwohl es zu Beginn für beide nicht einfach ist, finden sie immer mehr Freude an der Gesellschaft des anderen.

    Otto ist ein griesgrämiger und einsamer alter Mann, der plötzlich mit einer Tochter und Enkelin konfrontiert wird. Im Laufe der Geschichte versinkt er immer wieder in Erinnerungen an seine einzige große Liebe. Ein altes Karussell und der Frankfurter Weihnachtsmarkt schaffen eine zauberhafte und weihnachtliche Kulisse. 

     Dieser einfühlsame Weihnachtsroman nimmt einen mit auf eine Reise in die Zeit 1938 und 1990. Die Übergänge wurden sehr fließend und angenehm gemacht, man verliert dabei nie den Faden und behält als Leser den Überblick. Was den Schreibstil betrifft, fand ich die Wortwahl wunderschön. Der Roman hat die perfekte Balance zwischen Trauer und Hoffnung, Freude und Liebe. Die Charaktere sind liebenswert und sympathisch, Alt und Jung helfen und unterstützen sich gegenseitig.

     Eine berührende Geschichte, die ihren ganz eigenen Weihnachtszauber besitzt – wunderschön zu lesen ❤

     

  24. Cover des Buches Farben, die das Leben malt (ISBN: 9783328107248)
    Marianne Cronin

    Farben, die das Leben malt

    (109)
    Aktuelle Rezension von: Stella_Clematis
    Der Roman "Die hundert Jahre von Lenni und Margot" , der auch unter dem Titel "Farben, die das Leben malt" als Taschenbuch erschienen ist, ist vollgepackt mit Leben und oft ist er sehr berührend und ich habe ihn bis zur letzten Seite sehr gerne gelesen.
    Zur Geschichte:
    Lenni ist siebzehn. Lenni wird bald sterben. Lenni hat Angst vor dem Tod. Sie ist auf einer palliativen Station in einer Klinik in Glasgow untergebracht und dort lernt sie in einem Malkurs die dreiundachtzigjährige Margot kennen, die auch sterbenskrank ist. Lenni hat sich extra zu einem Kurs für Über-Achtzigjährige einteilen lassen, weil sie mit Gleichaltrigen nicht gut zurecht kommt. Außerdem freundet sie sich mit dem Klinikpfarrer, Pater Arthur an, dem sie viele Fragen stellt. Lenni besitzt eine Lebensklugheit, die man in ihrem Alter nicht erwarten würde und die ganz bestimmt von ihrem traurigen Schicksal herrührt. Doch Lenni und Margot erschaffen dann etwas Wunderbares. Sie stellen fest, dass sie gemeinsam bereits hundert Jahre gelebt haben und beschließen, in dem Malkurs für jedes dieser Jahre ein Bild zu malen (Lenni muss natürlich viel weniger Bilder malen als Margot), und während sie malen, erzählen sie sich die Geschichten aus ihren beiden unterschiedlichen Leben. Man erfährt eigentlich mehr aus Margots langem Leben als aus Lennis kurzem, aber das tut dem Gelingen des Buches keinen Abbruch. Man erfährt dafür viel über Lennis lebhaften Charakter, über die Art, wie sie mit den unterschiedlichen Menschen im Krankenhaus umgeht. Margot hatte ein sehr bewegtes Leben und das Buch bleibt bis zum Schluss spannend und berührend! Ein Buch über das Leben und das Sterben und über eine ganz besondere Freundschaft! 

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