Bücher mit dem Tag "melancholie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "melancholie" gekennzeichnet haben.

177 Bücher

  1. Cover des Buches Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen (ISBN: 9783641301644)
    E. L. James

    Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen

    (10.324)
    Aktuelle Rezension von: Seelenfunke

    Ich habe das Buch nach einiger Zeit abgebrochen – nicht, weil es schlecht geschrieben ist, sondern weil ich einfach keinen Zugang dazu gefunden habe.
    Die Beziehung zwischen Anastasia und Mr. Grey konnte ich weder fühlen noch nachvollziehen.
    Auch über die weiteren Bände habe ich nur gehört, und ich bin ehrlich froh, sie nicht weitergelesen zu haben. 

    Für mich war es einfach nicht das richtige Buch – aber jede Geschichte verdient Respekt.  

  2. Cover des Buches Der letzte Wunsch (ISBN: 9783423262644)
    Andrzej Sapkowski

    Der letzte Wunsch

    (850)
    Aktuelle Rezension von: R_D1

    Viele geschlossene Fantasy-Zyklen haben das Problem eines langweiligen, langsam erzählten ersten Bandes. 

    Das ist hier anders!

    Das Buch erzählt vom in sich gekehrten Hexer Geralt und seinem heiteren Gefährten, dem Barden Rittersporn, die wir durch ihre mittelalterliche Welt begleiten. Bereits in diesem ersten Band begegnen wir vielen verschiedenen Figuren und Spezies: Yennefer, Pavetta, Igel, Nenneke,  Zauberinnen, Priesterinnen, Monster, Götter, Elfen, ...  und werden über die Verquickung so mancher Schicksäle aufgeklärt. Diverse Anspielungen auf Märchen lassen uns in Geralts Welt schnell Orientierung finden. 

    Der Erzählstil ist dialogreich und folgt einem zügigen Tempo. Auf keiner einzigen Seite langweilte ich mich! 

    Über die Figurenrede werden Rückblenden, Binnenerzählungen und trockener Humor eingebaut. Glückseligkeiten, die den Figuren widerfahren, durchbrechen die düsteren Momente - und umgekehrt.

  3. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783446273252)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (1.449)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Kya wächst verlassen im Marschland auf und als ihr in unterschiedlichen Stadien ihres Heranwachsens zwei Jungs Aufmerksamkeit schenken, genießt sie das. Doch als Jahre später einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich alle schnell einig, dass nur das seltsame Mädchen dafür verantwortlich sein kann.

    Zu erst einmal haben mich die Naturbeschreibungen überrascht und auch begeistert. Ich hatte stellenweise das Gefühl mit Kya am Strand zu stehen und die Möwen zu beobachten. 

    Auch hat mich Kyas Alleinsein und ihre Einsamkeit tief berührt, besonders da sie so jung war als alle verschwanden.

    Die Geschichte rund um den Todesfall und wie sie erzählt wurde, fand ich spannend und ich bis zum Schluss mit Kya mitgefiebert, weshalb mich das Ende umso mehr überrascht hat.

    Alles in allem war das für mich ein wirklich gelungener Roman mit einer faszinierenden Protagonistin.

  4. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

    (573)
    Aktuelle Rezension von: NikoVoss

    »Hundert Jahre Einsamkeit« ist für mich ein ambivalentes Buch.

    Der Anfang hat mich wirklich beeindruckt: die Figuren, die gesellschaftlichen Beobachtungen, die fantastischen Elemente wie Zirkus und Zauberer – das war stark und originell. Márquez hat ein Talent, Stimmungen einzufangen, und das spürt man sofort.

    Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass er mit aller Gewalt möglichst viel Handlung in dieses Werk pressen wollte. Wahrscheinlich auch als Gegenreaktion auf die damalige Kritik an „zu flachen“ Romanen. Hier wird wirklich jede Seite genutzt, um Handlung voranzutreiben – bis ins Extreme. Für mich führte das dazu, dass sich vieles wiederholt und im Kreis dreht. 

    Etwa bei 70–80 % habe ich abgebrochen, weil es mir zu monoton wurde: immer wieder dasselbe Muster, immer wieder neue Figuren, die sich ähnlich verhalten. Schade, denn der Beginn war stark. Für mich gehört „Hundert Jahre Einsamkeit“, trotz des riesigen Lobes, eher zu den schwächeren Werken von Márquez. Deshalb nur 3 Sterne.

  5. Cover des Buches 22 Bahnen (ISBN: 9783832167240)
    Caroline Wahl

    22 Bahnen

    (1.120)
    Aktuelle Rezension von: sariehsarah

    Die Themen Alkoholismus, häusliche Gewalt und Verlust sind sehr ernst und emotional – leider konnte mich das Buch in dieser Hinsicht kaum berühren. Für mich wirkte die Geschichte insgesamt eher emotionslos, obwohl der Stoff eigentlich viel Tiefe bieten würde.


    Auch der Schreibstil war nicht ganz mein Geschmack. Die Sprache fühlte sich sehr leicht und teilweise etwas oberflächlich an, wodurch die schweren Themen für mich nicht die Wirkung entfalten konnten, die ich erwartet hatte. Zusätzlich haben mir die Satzzeichen am Beginn von Dialogen gefehlt, was den Lesefluss für mich etwas erschwert hat.


    Insgesamt hatte ich mir bei diesem Thema mehr Gefühl und Intensität gewünscht.


  6. Cover des Buches Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie (ISBN: 9783551315854)
    Lauren Oliver

    Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

    (1.423)
    Aktuelle Rezension von: knuddelbacke

    Ich muss zugeben, eins der Bücher die mich seit langem wirklich überrascht haben. Ich fand den Klappentext eigentlich nicht sehr verlockend, da aber krank und Mangels anderer Beschäftigungsmöglichkeiten, gab ich dem Buch eine Chance. Gott sei Dank. Binnen 24 Stunden hatte ich es durchgelesen.


     Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht  um mit den jugendlichen Figuren, dem Schauplatz Highschool und der ungewohnten Atmosphäre klar zukommen. Man selber ist nicht mehr die jüngste und hat eigentlich einen ganz anderen Alltag. Doch als Mutter einer Tochter erkennt man dann das ein oder andere wieder. Spätestens mit Lesen des Dritten Tages hatte mich das Buch erwischt. Ich  fieberte mit Sam, der Hauptfigurschon sehr schnell und sehr intensiv  mit. Ich  frage mich, genau wie sie selbst,  ob sie wieder am 12. Februar aufwachen wird? Wird Sam wieder sterben? Welche menschlichen Tragödien warten diesmal auf sie? Was wird anders laufen und natürlich die finale Frage, wie geht das Buch aus? Wird sie sterben , oder wird sie dem Tod entgehen können ? 

    Sam macht eine unglaubliche Entwicklung durch. Dadurch, dass sie den Tag immer wieder durchlebt ,beginnt sie sich selbst und ihre Verhaltensweisen zu reflektieren. Ein Charakterzug, der bei Jugendlichen Ihren Alters eher selten vorkommt. Das Buch präsentiert die üblichen Charaktere in der Schule , so dass die Wahrscheinlichkeit der Identifikation sehr hoch ist, auch oder gerade bei den jüngeren Lesern. Die Autorin hat denke ich ein ganz gutes Bild einer amerikanischen GegenwartsHighschool geschaffen . Ihr ist eine gute sozialkritische  Analyse der aktuellen Generation mit all Ihren Facetten gelungen. Implementiert in einen spannenden Plot. Sams Vermögen zur Selbstreflektion und die damit verbundene Fähigkeit ihr eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen, Handlungen in der Vergangenheit zu bewerten und daraus zu lernen, das hat mich wirklich berührt

  7. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.384)
    Aktuelle Rezension von: Herzenswege

    Die Handlung beginnt sanft und ohne besondere Spannung, schafft es aber einem rasch in ihren Bann zu ziehen. Harold läuft einfach los quer durch England, um ? Wegzulaufen - oder eine Kranke zu retten? Oder? Die Autorin führt den Leser, die Leserin wunderbar sensibel in die Innenwelten der Hauptpersonen Harold und Maureen und lässt uns miterleben wie Harold während seiner Reise seine eigene Geschichte und sein Leben reflektiert und sich entscheidende Fragen zum Leben stellt. Die täglichen Herausforderungen eines Lebens alleine auf der Straße, die Kontakte zu anderen Menschen und die Naturerlebnisse vermitteln eine ganz besondere Atmosphäre welche den Leser, die Leserin Harolds Gefühle, Tragik, Hilflosigkeit aber auch Mut, neue Hoffnung sowie Freude und Liebe miterleben lassen.

    Mich hat das buch beeindruckt und berührt - 5 Sterne

     

  8. Cover des Buches All die verdammt perfekten Tage (ISBN: 9783734104657)
    Jennifer Niven

    All die verdammt perfekten Tage

    (769)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    Ich fand das Cover sehr interessant gestaltet und der Klappentext machten mich neugierig auf den Inhalt des Buches.

    Nun ich wurde absolut nicht enttäuscht, die Geschichte fängt schon sehr gut an und so wurde ich immer weiter in den Bann gezogen, 

    zwischen all der Dramatik musste ich immer mal wieder schmunzeln, das Buch was für mich hoch emotional und ich habe mitgefiebert.

    Ein Buch dass ich dank des sehr guten Schreib- und erzählstils nicht mehr so einfach aus der Hand gelegt habe, ich habe das Buch zimmerhalb weniger Stunden komplett ausgelesen, fand ich aber auch das Thema sehr interessant.

    Ein tolles Buch das bei mir immer noch nachhallt und mir noch lange im Kopf bleibt!

    ganz klare Leseempfehlung!!

  9. Cover des Buches Vom Ende der Einsamkeit (ISBN: 9783257261554)
    Benedict Wells

    Vom Ende der Einsamkeit

    (1.114)
    Aktuelle Rezension von: autor_bjoern_schoell

    Die Psychologie des Lesens beginnt bereits beim Erwerb des Buches. Dieses habe ich geschenkt bekommen. Da bin ich tatsächlich noch ein wenig kritischer als ohnehin, weil ich es mir nicht selbst ausgesucht habe.

    Doch ich wurde keineswegs enttäuscht!

    Es ist einer der stimmungsvollsten Romane, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Im Laufe der Geschichte wurde ich fast ein wenig süchtig nach der eindringlichen Atmosphäre.

    Dem Autor genügen wenige Worte, um plastische Bilder im Kopf des Lesenden entstehen zu lassen.

    Die einfache und doch elegante Sprache sorgt für einen perfekten Lesefluss. Doch gleichzeitig fiel es mir schwer, in die Gefühlswelt der Charaktere vollständig einzutauchen.

    Irgendwann kam mir die Szene einer Busfahrt durch eine atemberaubende Landschaft in den Sinn. Den ganzen Tag ist man berauscht, doch bereits am Abend beginnen die Erinnerungen langsam zu verblassen. Nur wenn man aussteigt, zu Fuß geht und sich vielleicht sogar ein wenig verläuft, bleiben die Eindrücke lange im Kopf.

    So ist es offenbar auch beim Lesen. Es braucht das perfekte Verhältnis zwischen fließenden und verknoteten Gedanken. Zumindest ist es bei mir so. Hier war es eher eine Fahrt mit nur wenigen, kurzen Stopps.

    Doch das Buch ist keinesfalls banal. Ganz im Gegenteil, es steckt voller Weisheit.

    Und zum Ende hin wurde ich doch noch etwas melancholisch und nachdenklich.

    • Spannung/Thrill                           4/5
    • Beziehungen/Gefühle                 4/5
    • Handlungsverlauf/Aufbau          5/5
    • Charaktere/Dialoge                     5/5
    • Humor                                           3/5
    • Erkenntnis/Moral                         4/5
    • Sprache/Stil                                  5/5
  10. Cover des Buches Dark Ivy – Wenn ich falle (ISBN: 9783499008740)
    Nikola Hotel

    Dark Ivy – Wenn ich falle

    (604)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt:

    Nach einer tragischen Vergangenheit ist für Eden nichts mehr wie früher. Schuldzuweisungen, Ausgrenzung und Einsamkeit haben ihr letztes Schuljahr überschattet. Mit der Aufnahme an der renommierten Woodford Academy auf Ivy Island verbindet sie deshalb nur einen Wunsch: einen echten Neuanfang. Neue Menschen. Neue Chancen. Ein neues Ich.

    Doch die altehrwürdige Akademie ist nicht nur wunderschön und traditionsreich, sondern auch voller unausgesprochener Regeln, gesellschaftlicher Unterschiede und verborgener Dynamiken. Gleich zu Beginn begegnet Eden William Grantham III., einem wohlhabenden Studenten mit eigener Geschichte. Zwischen Vorurteilen, Missverständnissen und spürbarer Anziehung entsteht eine Verbindung, die intensiver kaum sein könnte.

    Während Eden versucht, ihren Platz im Studentenalltag zu finden, holen sie die Schatten der Vergangenheit immer wieder ein. Langsam wird klar, dass nicht jeder Neuanfang frei von Konsequenzen ist.

    Eigene Meinung:

    Schon der Einstieg hat mich komplett abgeholt. Die Atmosphäre ist von Beginn an beklemmend und geheimnisvoll. Man spürt Edens innere Zerrissenheit, ihre Angst und ihre Unsicherheit auf jeder einzelnen Seite. Nikola Hotel schafft es unglaublich eindringlich, Gefühle zu transportieren, nicht nur oberflächlich, sondern tief unter die Haut gehend. Ich habe mit Eden gelitten, gehofft und gezweifelt.

    Die Mischung aus Studentenalltag, intensiven Emotionen, Spice und dramatischen Entwicklungen fand ich perfekt ausbalanciert. Zwischen Vorlesungen, Campusleben und Partys liegt eine stetige Spannung in der Luft, die mich regelrecht in einen Sog gezogen hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte ständig wissen, was noch passiert.

    Eden fand ich stellenweise etwas naiv, gleichzeitig hat mich ihr Schicksal sehr berührt. Gerade diese Mischung aus Verletzlichkeit und Hoffnung macht sie authentisch. Ich finde es bewundernswert, dass sie es an die Woodford Academy geschafft hat und dort den Mut für einen Neuanfang aufbringt. Ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte hat mich sehr berührt.

    William mochte ich von Anfang an. Hinter seiner kontrollierten, teils distanzierten Art verbirgt sich ein sehr reflektierter und respektvoller Charakter. Besonders gut gefallen hat mir, wie achtsam er mit Grenzen umgeht und dass für ihn Einverständnis selbstverständlich ist. Diese Feinfühligkeit hat ihn für mich zu einer starken männlichen Figur gemacht, die nicht auf Klischees reduziert wird.

    Der rasante, lebendige Schreibstil sorgt durchgehend für Spannung. Und dann dieses Ende … Es hat mich eiskalt erwischt. Ich saß fassungslos da und musste erst einmal verarbeiten, was ich gerade gelesen hatte.

    Fazit:

    Dark Ivy – Wenn ich falle ist ein intensiver, emotionaler und atmosphärischer Auftakt mit Sogwirkung. Eine Geschichte über Schuld, Vorurteile, Neuanfänge und die Frage, ob man seiner Vergangenheit wirklich entkommen kann.

    Für mich ein absolutes Highlight, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

    Ganz klare 5 von 5 Sternen und eine große Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle, spannende New-Adult-Romane mit Dark-Academia-Vibes lieben.

  11. Cover des Buches Nächte, in denen Sturm aufzieht (ISBN: 9783499017391)
    Jojo Moyes

    Nächte, in denen Sturm aufzieht

    (243)
    Aktuelle Rezension von: Stefy87

    Liza McCullen hat eine traurige Vergangenheit und versucht, diese zu vergessen, indem sie mit ihrer Tochter Hannah nach Silver Bay zieht, eine Küste in Australien mit unberührten Stränden, ein Hotspot für Wale und Delfine, die dort leben.

    Sie führt ein abenteuerliches Leben, denn sie fährt täglich weit hinaus aufs Meer und bietet Walbeobachtungen an. Als sie jedoch Mike, einem charmanten Engländer, begegnet, der ganz andere Gedanken hat, als nur Urlaub zu machen… rückt ihre Vergangenheit wieder näher…

    Ich fand die Geschichte super spannend. Das Setting in Australien mit den Walen, Delfinen und dem Meer ist einfach etwas anderes und macht die Geschichte besonders. Gleichzeitig ist es eine Liebesgeschichte, eine Verbindung zu der Familie und Freunden, die mit einer traurigen, erdrückenden Vergangenheit verbunden ist. Diese erfährt man erst relativ spät richtig, obwohl sie immer wieder eine Rolle spielt (ohne zu spoilern).

    Die Charaktere sind sehr interessant und unterschiedlich. Man taucht richtig in ihre Leben ein, und ihre Geschichten werden nicht oberflächlich, sondern eher tiefgründig erzählt. Die Kapitel hatten für mich die ideale Länge, sodass die Spannung durchgehend erhalten blieb. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven der Protagonisten wird die Geschichte zusätzlich sehr fesselnd.

    Für mich wieder ein tolles Buch von Jojo Moyes – ich habe es einfach geliebt!

    Im Leben gibt es immer eine Lösung….

  12. Cover des Buches Ansichten eines Clowns (ISBN: 9783423146067)
    Heinrich Böll

    Ansichten eines Clowns

    (473)
    Aktuelle Rezension von: Friedrich_Schoenhoff

    Immer wenn ich nicht begreife, warum ich so bin, wie ich bin, brauche ich nur das Buch zur Hand nehmen und mich an die Moral der Wirtschaftswunder-Gesellschaft erinnern. An Marie, die ihre Liebe Hans verlässt, weil er sich weigert, die Kinder, die sie bekommen könnten katholisch taufen zu lassen. Und Hans selbst, der, ohne sich hätte anstrengen müssen, in Wohlstand alt geworden wäre. 

    Statt dessen beschließt er, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, und Clown zu werden. 

    Er verachtet seine Eltern, die überzeugte Nazis waren und zeigt dem Spießertum erfolgreich den gestreckten Mittelfinger, bis Marie ihn verlässt 

    Nun wird er der traurigste aller Komödianten, ist völlig mittellos und blickt sentimental auf sein Leben zurück.

    Das Buch reflektiert in Ansätzen eine Zeit, deren Macher mich groß gezogen haben, bis ich selbst gemerkt habe, wohin das Streben nach immer mehr führt und welchen Preis ich dafür bezahlen müsste.

    Jeder ist ein Kind seiner Zeit und die, die folgen, bleiben Zeit ihres Lebens ein Stück Zeuge der Zeit, ob sie wollen oder nicht. Berührend und damals 1963 skandalös, als jemand sich traute, das Gesicht des Katholizismusses zu entlarven. 

    Der steht heute vor ganz anderen Problemen und löst sich gerade selbst auf 


  13. Cover des Buches Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783446286405)
    Peter Hoeg

    Smillas Gespür für Schnee

    (692)
    Aktuelle Rezension von: Favole

    Smilla, halb Grönländerin, halb Dänin, ist eine verletzlich aggressive, über große Strecken unsympathische und für mich kaum nachvollziehbare Protagonistin. Sie erinnert in Ihrer Art an die Klischees von Autismus, auch wenn es wohl nicht so ist. 

    Dazu kommt eine langsam vorangehende Handlung in drei Abschnitten (Die Stadt, Das Meer, Das Eis), die vor allem in der ersten Hälfte des Buches ständig durch Rückblenden in Smillas Kindheit, ihre Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur Grönlands, durch zusätzliche Zeit- und Ortssprünge in der Gegenwart und durch philosphische und naturwissenschaftliche Betrachtungen und Erklärungen unterbrochen wird. Das macht das Lesen langsam und anstrengend. Ich habe sicher nicht alles verstanden, wenn auch die Handlung mit Tathergängen und Motiven durchaus klar herausschaut. 

    Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte das Buch abgebrochen. Ich bin dran geblieben und vor allem nach der guten Hälfte des Buches, ab dem Meer-Abschnitt, wurde es spannender, auch weil vor allem die Rückblenden und Unterbrechungen deutlich weniger wurden. Ich hatte es sehr auf ein erlösendes und rundes Ende gehofft, aber irgendwie wäre das dem Buch wohl nicht gerecht geworden. Es ist nicht gänzlich offen. Der Fall ist in gewissem Maße abgeschlossen und doch bleibe ich als Leser ein wenig ratlos im kalten Eis zurück. 

    Alles in allem ist es kein schlechtes Buch. Es ist anspruchsvoll und das macht es per se nicht einfacher, es zu mögen. Ich bin froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe, kann aber nicht sagen, ob und wem ich es empfehlen würde.

  14. Cover des Buches Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte (ISBN: 9783596520732)
    Rachel Joyce

    Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte

    (344)
    Aktuelle Rezension von: chiara2018

    „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ knüpft an einen kleinen, scheinbar banalen Umstand an, nämlich die Zeitanpassung im Jahr 1972.  

    Zwei Sekunden. Was macht das schon aus? Diese Frage stellt sich der junge Byron, als ihm sein Freund James davon erzählt. Doch genau um diese zwei Sekunden mehr geht es im Buch. Sie sollen über sein Schicksal und das seiner Mutter entscheiden. 

    Das Buch nimmt erst allmählich an Fahrt auf, es hat mich dann aber ab der Hälfte gepackt und sehr berührt. Anders als „Die unwahrscheinliche Reise des Harold Fry“ ist der Grundtenor eher beklemmend und traurig als skurril und humorvoll. Es trägt phasenweise Züge eines Psychothrillers. Man ist versucht in die Handlung einzugreifen und der armen Mutter von Byron die Augen öffnen, während sie in eine Spirale von Schuld und Gewissensbissen gerät und nicht bemerkt, dass sie belogen und betrogen und schamlos ausgenutzt wird. In einen Sog gerät, dem sie nicht mehr entkommen kann. Deswegen  hat mich das Buch sehr angerührt und beschäftigt. Die Geschichte  hat betroffen gemacht, für mich ein paar Fragen offengelassen (gerne hätte ich mehr über ihre Mutter erfahren) aber das Ende hat auch etwas Hoffnung hinterlassen und mit der schicksalhaften Entwicklung ein bisschen versöhnt. 

    Rachel Joyces Schreibstil ist  zudem einfach zauberhaft. Ihre Schilderungen aus der Sicht des Kindes Byrons sehr sensibel und einfühlsam. Genau das macht dieses Buch aus. Zudem werden die Siebziger Jahre in England sehr gut eingefangen. In gewisser Weise ist es daher auch eine Zeitreise. In eine Zeit, die nicht nur weltoffene und friedliche Hippiezeit war, wie man es von den Siebzigern erwarten könnte, sondern auch noch sehr spießig und engstirnig. Und brutal und verständnislos gegenüber Außenseitern und traumatisierten Kindern. 

    Wegen der zauberhaften und empathischen Schilderungen auf jeden Fall ein lesenswertes Buch! 



  15. Cover des Buches Stoner (ISBN: 9783423254175)
    John Williams

    Stoner

    (465)
    Aktuelle Rezension von: Schwalbe71

    Das es solche Romane heute noch zu entdecken gibt, das ust schon ein Geschenk für Lesende. Die tiefgreifend wirkende, lebensnahe Erzählweise von John Williams macht die Geschichte um das Leben des Literaturprofessor Stoner fast zu einem realistischem Erlebnis. Mein bleibender Eindruck: Besonders lesenswert. 

  16. Cover des Buches 180 Grad Meer (ISBN: 9783596035762)
    Sarah Kuttner

    180 Grad Meer

    (157)
    Aktuelle Rezension von: subbi

    Inhaltangabe des S. Fischer Verlags:

    "Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
    Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat."

    Sarah Kuttner schafft es (wieder), wie nur wenige Autor*innen, das Gefühlsleben ihrer Protagonistin Jule ehrlich und schonunglos darzustellen. Ich konnte mich dadurch super in Jule hineinversetzen. Gleichzeitig hat das Buch viele humorvolle oder eher tragikomische Momente, sodass sich beim Lesen keine "Schwere" entwickelt. Diese Balance fand ich sehr gut.



  17. Cover des Buches Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe (ISBN: 9781398505247)
    Benjamin Alire Sáenz

    Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe

    (129)
    Aktuelle Rezension von: elisalways

    Aristoteles ist ein mit sich kämpfender Teenager mit einem Bruder, der im Gefängnis sitzt. In den Sommerferien trifft er den Jungen Dante im Schwimmbad. Obwohl beide so unterschiedlich sind, verbringen sie immer mehr Zeit miteinander und erfahren gemeinsam einige Geheimnisse des Universums - die Guten und die Schlechten.

    Das ist ein Roman, der sehr außerhalb meiner Komfortzone war. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und fand es sehr angenehm zu lesen. Vorab, dieses Buch ist kein Roman, der durch übermäßige Action oder Drama auffällt … es ist vielmehr eine Geschichte von Menschen, die mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Die Geschichte fühlt sich echt an … ohne viel Kitsch oder unnötiges Drama. Die größte Stärke dieses Buches sind die Figuren, die man sehr schnell ins Herz schließt, aber sie wiederum an anderen Stellen auch einfach nur verfluchen möchte. Vor allem Aristoteles Probleme mit sich selbst sind sehr vielschichtig und das, was er sagt, ist nicht immer das, was er meint. Das fand ich sehr beeindruckend geschrieben. Mich hat das Buch gekriegt und kann es jedem empfehlen, der sich darauf einlassen will.

  18. Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783446278424)
    Robert Seethaler

    Ein ganzes Leben

    (474)
    Aktuelle Rezension von: winniccxx

    Das Buch "Ein ganzes Leben" des österreichischen Authors Robert Seethaler handelt von Andreas Egger und erzählt dessen gesamte Lebensgeschichte. Dabei werden die verschiedenen Etappen aus dem Leben des Protagonisten anschaulich beschrieben. Besonders hat mir die ruhige, sehr angenehme Erzählweise gefallen, die auch in stressigernen Situationen im Roman sehr gut gewirkt hat. Ein zentrales Thema war für mich der Fortschritt und die Erschließung des Alpenraums, mit dem Egger stetig umgehen zu lernen musste. Diese rasante Entwicklung des mittleren 20. Jahrhunderts hat natürlich in seinem Leben Spuren hinterlassen, nichtsdestotrotz hat er sich nicht unterkriegen lassen. Für mich waren diese Schilderungen dennoch spannend zu lesen.

    Das Buch ist ein angenehm zu lesendes Buch für zwischendurch, am Ende des Tages war es jedoch auch nichts extrem außergewöhnliches für mich. Der nette Erzählstil half dabei, sehr gut mit dem Protagonisten mitfühlen zu können, trotz dessen teilweise eigenwilligen Charakters. Ein Bonus-Punkt war die schön geschilderte Alpenlandschaft, die in dem Buch auch eine besondere Rolle spielt, und mir noch einmal mehr Spaß beim Lesen verschafft hat. Insgesamt gibt es so von mir 4 von 5 Sterne.

  19. Cover des Buches Hoffnung auf Papier (ISBN: 9783426529980)
    Stephanie Butland

    Hoffnung auf Papier

    (192)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Stell dir vor, du schlenderst durch die gemütlichen Gassen von York, vorbei an Pubs, die nach Ale und Geschichte riechen, und stolperst plötzlich über ein Antiquariat, das nicht nur Bücher, sondern auch Hoffnung verkauft. Willkommen in Loveday Cardews Welt, in der ein Buch nicht nur Papier und Tinte ist, sondern eine Rettungsleine in Zeiten des Corona-Lockdowns.

    Loveday Cardew, die ungekrönte Königin der Bücher

    Loveday ist nicht deine durchschnittliche Buchladenbesitzerin. Sie könnte glatt als Superheldin durchgehen – wenn Superheldinnen alte Bücher, statt Capes, tragen würden. Als das Schicksal in Form eines Lockdowns zuschlägt, sitzt sie nicht einfach da und liest die Klassiker (obwohl, zugegeben, das auch eine Option wäre). Nein, sie findet eine geniale Idee: Eine Bücherapotheke, die in der Lage ist, jedes noch so gebrochene Herz zu heilen. Wer braucht schon Superman, wenn man Loveday hat?

    Die Bücherapotheke – Heilung auf Rezept

    Die Idee ist so einfach wie genial: Menschen schicken ihre Leidensgeschichten, und Loveday verschreibt die perfekte literarische Medizin. Von "Krieg und Frieden" gegen Einsamkeit bis hin zu "Der kleine Prinz" als Heilmittel gegen Existenzkrisen – Loveday hat für jedes Wehwehchen das passende Buch parat. Es ist fast so, als hätte Mary Poppins beschlossen, statt einem Regenschirm einen Buchladen zu eröffnen.

    Ein Brief, der alles ändert

    Der Auslöser für Lovedays genialen Einfall ist ein Brief von Rosemary und George, einem Ehepaar, das beweist, dass Liebe nicht nur durch den Magen, sondern auch durch gemeinsame Leseabenteuer geht. Dieser Brief ist der Funke, der Loveday dazu bringt, ihr Antiquariat in eine Oase der Hoffnung zu verwandeln. Denn wenn es etwas gibt, das noch ansteckender ist als ein Virus, dann ist es die Liebe zu Büchern.

    Zwischen den Zeilen der Pandemie

    Stephanie Butland schafft es, in "Hoffnung auf Papier" nicht nur eine Geschichte über Bücher zu erzählen, sondern auch ein lebendiges Bild der Pandemie zu zeichnen. Es ist, als würde man einen Roman lesen und gleichzeitig durch ein Fenster in die Seelen der Menschen blicken, die versuchen, ihren Weg durch die Dunkelheit zu finden. Und genau wie im echten Leben, findet man auch in diesem Buch Lichtblicke, die einem das Herz wärmen.

    Fazit: Ein Buch, das beweist, dass Lesen die beste Medizin ist

    "Hoffnung auf Papier" ist mehr als nur ein Roman; es ist ein Plädoyer für die Kraft der Literatur und eine Erinnerung daran, dass in Zeiten der Not Bücher zu unseren besten Freunden werden können. Loveday Cardew ist die Freundin, die wir alle während des Lockdowns gebraucht hätten – eine, die genau weiß, welches Buch uns aufmuntern kann. Also, wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, gegen Windmühlen zu kämpfen, erinnere dich an Loveday und greif zu einem Buch. Denn wie sie beweist, kann man selbst in den düstersten Zeiten Hoffnung auf Papier finden.

  20. Cover des Buches Marianengraben (ISBN: 9783847901990)
    Jasmin Schreiber

    Marianengraben

    (445)
    Aktuelle Rezension von: _seitenreise_

    Nach einem tragischen Unfall verliert Paula ihren kleinen Bruder Tim – den wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Die Trauer zieht ihr komplett den Boden unter den Füßen weg und stürzt sie in eine tiefe Depression.

    Als sie auf dem Friedhof zufällig dem schrulligen Helmut begegnet, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft. Gemeinsam machen sie sich auf eine Reise, die Paula langsam zurück ins Leben führt – und beide mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

    Ich hatte nach zwei Seiten schon Tränen in den Augen. Dieses Buch berührt sofort und ohne Umwege – und ich hatte schnell das Gefühl, dass es eine sehr intensive Leseerfahrung werden würde.

    Die Geschichte wird aus Paulas Sicht erzählt, als würde sie direkt mit ihrem verstorbenen Bruder sprechen. Dadurch wirkt alles unglaublich persönlich und nah.

    Trotz des schweren Themas gibt es immer wieder überraschend humorvolle Momente – vor allem in den Dialogen zwischen Paula und Helmut, dem etwas schrulligen älteren Mann, den sie auf dem Friedhof kennenlernt. Diese Gespräche sorgen dafür, dass man zwischendurch auch lachen oder zumindest schmunzeln darf.

    Genau das macht dieses Buch so besonders: Man darf lachen und gleichzeitig weinen. Es transportiert all die widersprüchlichen Emotionen, die Trauer mit sich bringt, unglaublich ehrlich. Und es zeigt, dass all diese Gefühle nebeneinander existieren dürfen.

    Immer wenn die Geschichte droht, zu überwältigend traurig zu werden, kommt ein kleiner Moment der Leichtigkeit. Dadurch bleibt das Buch zwar intensiv, aber nie hoffnungslos.

    „Marianengraben“ wirkt unglaublich echt und ehrlich. Jeder, der schon einmal Trauer erlebt hat, weiß, wie schwer dieses Gefühl in Worte zu fassen ist. Dieses Buch schafft genau das.

    Ich habe lange nicht mehr so geweint beim Lesen. Trotzdem lässt einen die Geschichte nicht deprimiert zurück, sondern mit Zuversicht. Mit dem Gefühl, dass das Leben weitergeht – irgendwie, irgendwann.

    Ein wahnsinnig intensives Buch.

  21. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

    (1.010)
    Aktuelle Rezension von: Alina35

    „Mörder ohne Gesicht“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Der Fall ist spannend aufgebaut, atmosphärisch dicht und entwickelt eine stetige, fast unheimliche Sogwirkung. Die Ermittlungen wirken realistisch, die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet und die Wendungen sitzen genau an den richtigen Stellen. Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent und präzise die Spannung gehalten wird – kein Durchhänger, kein unnötiger Ballast. Für mich ein fesselnder Krimi auf hohem Niveau, der zeigt, warum dieses Buch als Klassiker gilt.

  22. Cover des Buches The Raven boys (ISBN: 9788817077811)
    Maggie Stiefvater

    The Raven boys

    (130)
    Aktuelle Rezension von: lolalametta

    Das Buch ist einfach von vorne bis hinten fantastisch. Ein bisschen Gruselvibes, total fesselnd und so gut geschrieben saugt es einen förmlich in den Bann. Ich war ein überrascht, dass es sich so viel um Übernatürliches in einer eigentlich normalen Welt dreht und man so das Gefühl bekommt, es könnte auch bei uns vor der Haustür stattfinden (Gänsehaut ist vorprogrammiert). Die beiden Aspekte miteinander verwoben und gerade die Betonung darauf, dass Wahrsagerei etc meist als Scharlatanerei abgetan werden geben dem Buch eine ganz spannende Atmosphäre. Auch die Charaktere sind besonders und tiefgründig gestaltet, man erfährt von allen immer nur ein paar Happen, aber so bildet sich immer mehr der Charakter heraus und man hat am Ende das Gefühl, selbst zu der Freundesgruppe zu gehören. Ich kann wirklich nur sagen: lest es, es lohnt sich und konnte mich absolut überzeugen, ja ist sogar ein Highlight dieses Jahr! 


  23. Cover des Buches Für Polina (ISBN: 9783257073355)
    Takis Würger

    Für Polina

    (307)
    Aktuelle Rezension von: BeautyBooks

    Mitten ins Herz hat mich Takis Würger mit seinem Roman "Für Polina" getroffen.

    Inhaltsangabe:
    Hannes Prager verliebt sich mit vierzehn Jahren in das Mädchen Polina. Er ist unglaublich begabt am Klavier und komponiert für sie eine Melodie, um ihr seine Liebe zu zeigen. Kurz danach stirbt die Mutter von Hannes bei einem Unfall. Hannes ist gebrochen und hört mit dem Klavier spielen auf. Auch Polinas und seine Wege trennen sich und nach einigen Jahren erkennt Hannes, dass er sie wiederfinden muss. Das Einzige, womit er sie erreichen kann, ist ihre Melodie.
    .

    Meine persönliche Meinung:
    Wie einfühlsam und schön kann ein Roman sein? Ja, das zeigt uns Takis Würger in diesem Buch definitiv. Schon ab der ersten Seite hat er mich gehabt und nicht mehr losgelassen. Ich habe Hannes und seine Geschichte so sehr ins Herz geschlossen. Man fühlt seinen Schmerz, seinen Kummer und die Sehnsucht, die er all die Jahre mit sich herumträgt, so sehr. Dass das Leben viele Überraschungen und Wendungen bereit hält, bekommen wir in "Für Polina" mit der vollen Bandbreite geliefert. Hannes nimmt sein Leben, nach all den Höhen und Tiefen, irgendwann wieder selbst in die Hand und macht sich auf die Suche nach seiner Jugendliebe. Eine Reise, in der man unglaublich mitfiebert und hofft, denn die Hoffnung, sie zu finden, ist das einzige was Hannes bleibt. Dieser Roman wirkt wie eine zarte und berührende Melodie, die stets dein Herz umspielt. Für mich eines der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe!

  24. Cover des Buches In den Farben des Dunkels (ISBN: 9783492066785)
    Chris Whitaker

    In den Farben des Dunkels

    (171)
    Aktuelle Rezension von: paulkretzschmar

    "In den Farben des Dunkels" ist mein erstes, aber bestimmt nicht mein letztes Buch vom Bestseller-Autor Chris Whitaker.

    Es ist so viel mehr als ein beliebiger Thriller, sondern gleichzeitig ein romantischer Liebesroman, ein tragischer Schicksalsroman und auch ein unfassbar faszinierender Gesellschaftsroman, der tief berührend und bezaubernd schön, ohne kitschig zu wirken, über viele Handlungsjahre ganze Lebensgeschichten erzählt.

    Die zahlreichen, ganz kurzen Kapitel lassen sich angenehm lesen. Die einfühlsame und wahnsinnig spannende Story, sowie der fein abgestimmte Humor passen perfekt zusammen.

    Tragik und Hoffnung, aber auch tiefe Traurigkeit und Verzweiflung, sowie unbändige Willenskraft, sind  höchst emotional und untrennbar miteinander verbunden.

    Ich war von der Handlung so gefesselt, dass ich es, einmal abgefangen, nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die vielen Nebenhandlungen  und Protagonisten, die mir mit all ihren Eigenarten und Taten größtenteils regelrecht ans Herz gewachsen waren, haben noch eine besondere Würze ins Spiel gebracht.

    Dieses einzigartige, gewaltige Epos hat mich zutiefst beeindruckt und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ich habe die ganze Zeit mitgelitten, mitgefiebert und mitgehofft.

    Für eine Serienverfilmung halte ich es bestens geeignet.

    Ein Lesehighlight, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte, sonst hat man wirklich ein Meisterwerk verpasst, und für das 5 Sterne fast zu wenig sind! Ich habe mich jedenfalls prächtig unterhalten gefühlt!

    .



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